![]() Ein durch Einlösung eines Versprechen an den Vater der Weitwanderwege CARL HERMANN 1917-1986 entstandenes Buch |
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BEMERKUNGEN zur 2 AUFLAGE DES Wander Gipfel Buch 1997-04-27
Werter Leser, für die
zweite Auflage des Wandrer Gipfel Buch habe
ich dieses Buch aktualisiert und neu
gestaltet. Vorher waren die Kapitel
chronologisch geordnet, jetzt wurden fünf
Themenblöcke gebildet: Wandrer Gipfel Buch,
Carl Hermann
,
Briefe, Presseberichte und das Bilderbuch.
Neues wurde aufgenommen und Überflüssiges
herausgenommen. Ob ich diesen Anforderungen gerecht geworden bin? - Darüber werden Sie, die werten Leser, selbst urteilen. Wenn Sie nur einen Bruchteil, meiner Freude und meiner Begeisterung bei der Niederschrift, nachempfinden bin ich zuversichtlich. Mein Dank gilt den Verfassern und den Autoren der verwendeten Literatur, besonders Herrn Peter Holl. Meine besondere Anerkennung für alle die um die Sicherheit und das Wohl der Wanderer besorgt sind: Der Bergrettung, der Berg und Naturwacht, den Markierungswarten der alpinen Vereine, den Schutzhütten- und Gastwirten. Auch wenn das Buch nur eine Leseratte aus dem Bau heraus lockt in die Natur, wurde es nicht umsonst geschrieben. Berg Heil
Beugt dich ein Geschick NEWS Nord
Süd Weitwanderweg 05 (E 6) 2005-11
In Joachimstal
(Wanderführer Seite 30), wo von der Straße auf
eine Privatstraße abgebogen wird, wurde durch
das Hochwasser im Jahr 2002 die alte
Doppelbogenbrücke weggerissen und wird nicht
mehr errichtet. Der Weitwanderweg wurde daher
wie folgt umgelegt und neu markiert: Nach
Erreichen der Straße Steinbach - Joachimstal, wo
man vom Eisenwerk durch den Wald ein langt,
verläuft die Straße in einem Rechtsbogen über
eine Brücke. Noch vor deren Erreichen wendet
sich der Nord-Süd-Weg nach links in einen
Forstweg, der mit einem Schranken versehen ist.
In der Folge führt uns der Weg in das
Einsiedeltal, wo wir uns nach links wenden und
so wieder auf unsere alte Route treffen.
Kontrollstelle in Oberndorf (4. Tagesetappe) "Kräutermuseum" Hans Pichler Haus des Vereines Naturpark Jauerling ist nur fallweise geöffnet. Der Kontrollstempel befindet sich im Buffet der Aussichtswarte (Turmstüberl) auf dem Jauerling (keine Nächtigung). Geöffnet vom Palmsamstag bis Allerheiligen von 9.30 - 18 Uhr. In der übrigen Zeit an Wochenenden und Feiertagen. Tel. 02713/2755 oder Mobil 0676/47 79 286. In St.
Anton an der Jeßnitz
wurde die
Kontrollstelle GH Pfeiffer geschlossen. Es steht
aber dafür das Gasthaus „Angermühle“,
Krenn-Bamberger ÖG, Anger 9, 3283 St. Anton an
der Jeßnitz, Tel. +43 (0) 7482/46020, Fax 45927,
Mobil 1: +43 (0) 664/36 38 089, Mobil 2: +43 (0)
664/23 32 645, e-Mail: angermuehle, angermuehle,
zur Verfügung. Nächtigungs Möglichkeit ist
gegeben. Das Gasthaus erreicht man auf dem Weg
zum Hochbärneck etwa 1,5 km nach dem Antonisee.
Schönbühel
Der im
Wanderführer auf Seite 50 angeführte Gasthof
„Wachauer Tor“, Familie Fellner, in Schönbühel,
existiert nicht mehr. Einkehr- und
Nächtigungsmöglichkeit besteht aber im Gasthof/Restaurant STUMPFER,
3392 Schönbühel 7, Tel. +43(2752)8510, Fax-17, office@stumpfer.com,
www.stumpfer.com.
Juli, August durchgehend geöffnet, Dezember bis
Juni Mittwoch Ruhetag, September, Oktober
Dienstag und Mittwoch Ruhetag und im November
wegen Urlaub geschlossen. Weiters ist das
Ötscher Schutzhaus derzeit nur einfach und an
Wochenenden bewirtschaftet. Es werden lediglich
Getränke verabreicht und es besteht keine
Nächtigungs
Möglichkeit. Die neue
Tel. Nr. lautet: 07480/5249
In Leoben
ist der
Gasthof Lackner (vorm. Sebinger) wegen eines
Pächterwechsels derzeit geschlossen. Als
Nächtigungs Möglichkeiten bieten sich an: der
Gasthof "3 Raben" (Fam. Leypold), Im Tal 17,
8704 Leoben Donawitz, Tel. 03842/21334,
office@3raben.com, sowie der Gösserhof (Fam.
Makic), Turmgasse 1 (gegenüber dem ehemaligen
Benediktinerkloster in Göss, Städtischer Bus),
8700 Leoben, Tel. 03842/26001.
Das neue Schiestelhaus
ist
bereits wieder geöffnet. Bewirtschaftet von
Anfang Mai bis Ende Oktober. Tel. 0699/108 12
199. Neue
Telefonnummern bzw. weitere aufgelassene
Kontrollstellen: In Elsenreith lautet die
Tel.-Nr. nun 02873/7476, in Trandorf wurde die
Kontrollstelle Schweiger aufgelassen. Das
gleiche gilt für die "2 Linden" bzw. das
"Donauschlössl" in Spitz. In Melk ist an Stelle
des Gasthauses Baumgartner "Das Gericht"
getreten, dessen Tel.-Nr. 02752/51696 lautet,
jene des Terzerhauses 0699/12043852.
Die Tel.-Nr. des Graf-Meran-Hauses hat sich auf
0664/1513220, die der Voisthaler Hütte auf 0664/5112475
und jene der Sonnschienhütte auf
0664/5112474, geändert. Die Tel.-Nr. des GH Gleinalm lautet
0664/9238636.
Wir gratulieren zum 65 Geburtstag Haschka Peter aus Wien, Koller Katharina aus Wien, Kühr Monika aus Klagenfurt, > aus Wien,
Millbacher Gertrude aus Mautern, Racek Anton
aus Wien, Raubal Horst Günther aus Neuhofen an
der Krems. Der Nord Süd Weitwanderweg 05 wurde
1970 seiner Bestimmung übergeben und zählt neben
dem Nordwaldkammweg (Dreisesselberg Bärnstein
Aigen/Schlägl Freistadt Sandl Karlstift
Nebelstein) zu den ältesten Weitwanderwegen
Österreichs. Der Weg durchmisst etwa 510 km
(einschl. Nordwaldkammweg 650 km) und berührt
die Bundesländer Niederösterreich,
Oberösterreich, Steiermark und Kärnten. Er nimmt
seinen Ausgang auf dem über 1000 m hohen
Nebelstein im oberen Waldviertel und verläuft
großteils in südlicher Richtung ins Steirische
Weinland nach Eibiswald. Er berührt dabei auf
seinem Weg die mannigfaltigen Landschaftsformen
und begegnet Kulturgütern Österreichs. Bis auf
den Bereich des Hochschwab und des Eisenerzer
Reichstein (an einigen Stellen Trittsicherheit
und Schwindelfreiheit erforderlich) kann er als
Familien Weitwanderweg angesprochen werden.
Vom
Böhmerwald über die Wachau bis zum
Voralpenland Nebelstein Liebenau Arbesbach
Schönbach Ottenschlag Naturpark Jauerling Spitz
Melk Plankenstein. Maximale Höhe 1017m, leichte
Tour.
Vom
Voralpenland ins Ötscherland und über das
steirische Gebirge ins Mittlere Murtal Plankenstein Naturpark Ötscher
Tormäuer Lackenhof Ötscherschutzhaus Terzer Haus
Mariazell Hohe Veitsch Seebergsattel
Voisthalerhütte Hochschwab Sonnschienhütte
Leobner Hütte Präbichl Reichensteinhütte
Trofaiach Leoben. Maximale Höhe 2277 m, mittlere
bis schwere Tour (Reichenstein).
Vom Mittleren
Murtal über die weststeirischen Hochalmen zu
den windischen Büheln Leoben Mugel Fensteralm Lärchkogel
Speikkogel Gleinalpenhaus Gaberl Hirschegger
Alpe Pack Weinebene Koralpe Eibiswald. Maximale
Höhe 2140 m, mittlere Tour. Der Nord-Süd-Weg 05
ist auch Teilstück des Europäischen
Fernwanderweges E 6.
Wanderführer und Betreuer Wanderführer: Hermann Käfer Dattler
"Nord-Süd-Weitwanderweg
05", Verlag Styria, Graz, 5. Auflage
1998, erhältlich um Euro 11,60 (excl. Porto) im
Fachhandel und über die Sektionsadresse, 1160
Wien, Thaliastraße 159/3/16, Tel/Fax 01/493 84
08 oder 0664/2737242,
E-Mail weitwanderer.
Betreuer (nur Abzeichenvergabe): ÖAVWeitwanderer,
Karl HAUMER, Mariazeller Str.34/5, A-3100
St.Pölten, Tel.: 02742/77223
- 10 -
ER HAT IN NOT UND FREUDEDas Naturdenkmal "DER SCHREIN" 2410m Ein Synonym der Erinnerung an die Schöpfungen des Bildhauers Carl Hermann, der durch das Tor des Hochlandes vorausgegangen ist. ALLERSEELEN AM
HERMANNSCHREIN
1986-11-01
01:00 Samstag Allerheiligen, Abfahrt von Wien
nach der Fertigstellung des Wandrer Gipfel
Buch Nächtliche Einkehr in die
AUGUSTINERKAPELLE 1162 m im Oberen
Katschbachtal des Sölkpasses.
Die
Musik gleicht einer Seelenlandschaft, die
hohen, leuchtenden Gipfel sind dort, wo alles
Selige und Heitere ist, wonach das Herz sich
sehnt. Die edlen Schatten der Melancholie
jedoch lagern auf dem Weg in die Tiefe. Eine
beschwingte Seelenwanderung führt in bewegten
Kurven vom tiefen Tal der Träume hinauf zu den
lichten Höhen der Seligkeit.
G - D -G
- FIS - G - A
Ein Thema
aus dem Lebenslied von Franz Schubert ging mir
nicht mehr aus dem Sinn als ich bei trüben
Wetter durch das obere Katschbachtal wanderte
und es rechts auf einer mit schneebedeckten
Rinne verließ. Meine Allerheiligen und
Allerseelen Wanderung stand im Zeichen des
Hungers, denn ich hatte mit Absicht nur
Notproviant mitgenommen. Glücklicherweise konnte
ich mich im unteren Aufstiegsteil mit
Wacholder-, Schwarz- und Preiselbeeren sättigen.
"Grüß Gott!
Darf ich bitte in Ihrem Schuppen mein
Fahrrad einstellen? Ich habe Angst dass
es gestohlen wird, dann muß ich wenn ich
vom Ödstein zurückkomme, zu Fuß nach
Graz gehen. Sagte Carl Hermann zur
Bergsteigermutter Frau Katharina Ditz.
Ja freilich, hier hast noch ein Stück
Brot als Wegzerrung." "Unter dem
Kirchengrat fällt ein Schuss, von der
Gamssteinwand fällt ein Gamsbock herab, die
Hungersnot hat schon wieder einen Familienvater
zum Wildern gezwungen", denkt Carl
Hermann.Der obere Aufstiegsteil wurde immer mehr zu einer Winterlandschaft, in der angespannten Erwartung des vor mir gestandenen Berggeschehens hatte ich in der vergangenen Nacht nicht geschlafen. Zuerst war ich mit dem Schreiben des Wandrer Gipfel Buch und dessen Behälterherstellung aus Zinkblech beschäftigt, dann wurde der Rest der Nacht für die Anreise aus Wien und die Einkehr in die Augustinerkapelle verwendet. Die Folge davon waren Ermüdungserscheinungen bei der anstrengenden Spurarbeit im Schnee. Am Abend erreichte ich das "Tor des Hochlandes" die Sauofenscharte 2300 m zwischen Schimpelgrat und Sauofen 2414 m und betrat das Hochplateau. - 12 -
Bald war alles zum Schlafen vorbereitet
und der anstrengende Tag wurde von einer
erholsamen Nacht, mit einem nahtlosen
Übergang von Gedanken zu Träumen,
abgelöst. Im August dieses
Jahres habe ich während des Urlaubs, von
Großsölk ausgehend über den Knallsteinhöhenzug
zum Tauern Hauptkamm und auf diesem weiter zum
Sölkpass, eine Wanderung durchgeführt. Nach
dem Süßleiteck 2507 m bin ich nach der
südlichen Umgehung einer gewaltigen
Felserhebung (Schrein) das erste mal in diese
Wunderwelt des Gebirges gekommen.Ich lernte ein "Paradies des Hochlandes", an der Enns Mur Wasserscheide, kennen in dem sich der Schimpelgrat, der Sauofengrat und der Schreingrat in einer einzigartigen Weise vereinigen. Es ist ein Hochplateau mit Bergblumenwiesen, Moos Teppichen, Flechten Matten und großen sowie auch kleinen Seen. Ein Stück vom Garten Eden inmitten der schroffen Berglandschaft, wo die Herrlichkeiten der Schöpfung lieblich ineinander verschmelzen. Am moosgrünen Gestade eines Sees hatte ich im Sonnenschein geruht, bevor sich mein Blick dem Schlaf ergab betrachtete er in dem großen Spiegel die Kasten artige Felserhebung des Schreins, bis ein Windhauch das Bild verzerrte und verlöschte. Im Jahre 1982 hatte ich mit meiner damals siebenjährigen Tochter Angelika eine Höhenwanderung von der Neunkirchnerhütte zur Rudolf Schoberhütte unternommen. Die letzte Freinacht im Sauofenkessel war regnerisch und stürmisch, ich hatte die ganze Nacht Sorgen und Ängste um die Festigkeit der Zeltverankerung, es war eine Nacht in der ich nur wenig geschlafen aber doch viel geträumt habe: "Einige Sekunden lang stehen wir uns Aug im Aug gegenüber, der Gams und ich. Nach der Übernachtung in der Weißen Höhle, hatte mich der zweite Höhlenausgang direkt in die Südwand des kleinen Ödstein geführt." - 13 -
Vor dem Eingang der Bar Mogasor in Bonaventura (Columbien) starrten mich mit stechenden Augen an, als ich mit der Mestizin Marina Ramirez an ihnen vorbeiging und das Lokal dann zum Abendessen betrat." Marina hatte mich an diesem Tag zu einer Wanderung in das Landesinnere eingeladen. Wir hatten einen herrlichen Tag bei einem von einer Quelle gespeisten kleinen See im Urwald zusammen mit Einheimischen, die sich wie wir beim Bade erfrischten, verbracht. Trotz unseres Hungers konnten wir das reichliche Essen nicht gänzlich verzehren. Nach einigen Minuten kam große Bewegung in die sechs Bettler vor der Tür, der Tellerwäscher hatte ihnen unsere Speisereste vorgesetzt und verbissen kämpften sie um die größten Happen. GEDANKEN und Träume überwinden Zeiten und Räume.Erleichtert erkannte ich bei der Morgendämmerung eine Wende zu Schönwetter. Noch stand der Horizont im leichten Feuchtigkeitsdunst des abgezogenen Gewitters, als der Sonnengott Helios die Pferde vor seinen Feuerwagen spannte. Ein Schauspiel mit immer stärker werdender Beleuchtung begann. Gespannt starrte ich auf einen Berg am östlichen Horizont der wie ein gekentertes Boot aussah und dessen Konturen sich immer schärfer abzeichneten. Rechts neben ihn hing eine Nebelwand, links neben ihm in der Scharte lag ein Nebelschwaden, hinter ihm erschien von vier Gold umrandeten Silberwolken gezogen das Feuerrad und hob sich dann langsam von der langen geraden Gipfelkante des Berges ab um freischwebend seinen Tageslauf zu beginnen.
Die ersten
Felspassagen waren leicht zu überwinden, ich war
gerade im schwierigsten Steilterrain, da fiel
Nebel ein und es begann zu schneien. Die Mutter
aller Weisheiten im Gebirge ist; "im richtigen
Augenblick umzukehren", auch wenn man
sich kurz vor dem ersehnten Ziel befindet.
WILLKOMMEN UND ABSCHIED AM
SCHREIN
An
der Umkehrstelle befestigte ich an einer
Zinne, das Willkommen Schild mit dem Wandrer
Gipfel Buch, und fühlte dass dieser unbekannte
Berg, ein wichtiger Bestandteil meines
künftigen Lebens werden wird. Wie durch ein
Wunder öffnete sich kurzweilig die Nebeldecke
und gab den Blick auf die Hochebene frei, die
Sonne kam hervor, dann jedoch wurde ich wieder
eingehüllt in den grauen Schleier. Obwohl ich
mein Ziel den Gipfel nicht erreicht hatte,
erfüllte mich ein bisher unbekanntes
Glücksgefühl und gut gelaunt fuhr ich mit den
Firngleitern zurück in das Obere
Katschbachtal.
- 15 -
Wenn dir die LIEBE das Höchste im Leben ist,Die Morgenröte entzündet auf den Felsaltären Kerzen, hoch in der Himmelsphäre erscheint eine mystische Glut. Sie ergreift die höchsten Gipfel und steckt über die weißen Klippen sich wälzend, das geheimnisvoll in flammenden Purpur auf lohende Eisgefilde in Brand. Violette Nebel liegen in der Tiefe und veilchenblaue Dünste steigen auf, dort wo sie in das himmlische Feuer quellen, verwandeln sie sich, die Gipfelkette um brauend, zu glühenden Dämpfen. Der Himmel färbt sich im dämmernden Widerschein. Wie Fanale flammen die Zinnen, die Gluten erblassen, plötzlich schießen goldene Pfeile auf den unbekannten Felsenberg. Die lauschende Seele vernimmt in dieser Feierstunde das Brausen der Schöpfung. Noch ist die Sonne dem Auge verborgen, aber ihr flutendes Gold umfängt das Süßleiteck und die Sauofenspitze und lässt sie im Morgenrot erstrahlen. Rosenblätter - Wolken überziehen den gesamten Horizont, dann erscheinen Feuerstreifen und das Rund des königlichen Tag Gestirnes entsteigt mit einer silbernen Wolkenkrone dem Horizont. DER SCHREIN vom Lager
Reichascharte BILD: 04 DER SCHREIN
MIT SÜSSLEITECK vom Lager Reichascharte
BILD: 05
- 16 - Ich stand
vor meinem Nachtlager auf der Traumebene am Fuße
meines Berges und betrachtete das Wunder der
Naturerscheinung. in banger Erwartung der vor
mir liegenden Besteigung. Es war ein Erlebnis in
einem Ausmaß, wie man es nur einmal im Leben
haben kann.
Die letzte Botschaft vom
Dramatiker Fritz
Hochwälder 1911 - 22-10-86, war ein Zitat
von Gottfried
Keller
Ob in der Mitte, links oder rechts,
der Terror wird immer sinnlos bleiben und zu einem
Krieg führen. Die Menschheit riskiert Kopf und
Kragen für die Rüstung zu ihren Untergang. Deshalb
taucht immer wieder die Frage auf:
Ist der MENSCH dazu bestimmt elend zugrunde zu gehen und das noch durch sich selbst?Die Natur hat keinen Willen, sie ist keine Person, sie leidet nur unter unserem Tun, sie kann sich nicht wehren wenn wir sie zerstören. Trotzdem hat sie ein Eigenleben, in ihr wächst der Stammbaum der Menschen, auf dem nach Darwin die Vorstufe unserer Urahnen, nämlich die Affen, heute noch sitzen. An die
Hoffnung eines noch guten Kerne in der
Menschheit zu glauben hilft und der ewig
weiterlebende Geiste der Bergsteigermutter
Frau Katharina Ditz und Carl Hermann.
Mit Trauer dachte ich an ihn, zu dessen
Gedenken ich diesen Berg besteigen werde,
an Carl Hermann. Er war ein ehrlicher und
offener Mensch, der trotz seiner
künstlerischen Größe, oder vielleicht
gerade deswegen, seine Zuneigung zur Natur
und zu den Menschen nie verlor, in seiner
Asche wird er in seine Heimat
zurückkehren.
- 17 -
Dies
waren meine Gedanken als ich den Bergrücken
entlang stapfte, um den Berg auf dessen Gipfel
zu stehen mein heiß ersehntes Verlangen war,
gleich einer Seelenwanderung.
- 18 -
- 19 -
- 20 -
- 21 -
Die
Musik gleicht einer Seelenlandschaft, die
hohen, leuchtenden Gipfel sind dort, wo
alles Selige und Heitere ist, wonach das
Herz sich sehnt. Die edlen Schatten der
Melancholie jedoch lagern auf dem Weg in
die Tiefe. Eine beschwingte
Seelenwanderung führt in bewegten Kurven
vom tiefen Tal der Träume hinauf zu den
lichten Höhen der Seligkeit. G - D -G
- FIS - G - A Ein
Thema aus dem Lebenslied von Franz Schubert
ging mir nicht mehr aus dem Sinn als ich bei
trüben Wetter durch das obere Katschbachtal
wanderte und es rechts auf einer mit
schneebedeckten Rinne verließ.
DER SCHREIN IM TAUERNFÜHRER 1948
wurde der lange Zeit als unersteigbar geltende
Feslklotz des Schreins erstmalig von Buchenauer
> und Hans
Fruhmann erstiegen. Führer Schladminger Tauern
von Peter Holl, 2. Auflage, 72.
Trapezförmiger Felsklotz zwischen Süßleiteck
SO Grat und Sauofenscharte. Reiner
Klettergipfel. 767 Südwestrippe P.Holl, 18.8.1960,
im Abstieg II (kurz), I. 100m.Zugang: Von der Rudolf Schober Hütte, vorwiegend weglos, über Grashänge in beliebiger Wegführung 2 Std. Fuhre: Einstieg in der Schuttrinne, die zur Scharte zwischen dem Schrein und Süßleiteck hinaufzieht, etwa 40m unterhalb der Scharte. Eine rinnenartige Mulde empor und von ihren oberen Ende nachts rechts auf die Rippe. Diese empor, dann über die oberhalb befindliche Flanke zum obersten Westgrat. Auf ihn zum Gipfel. 768 Ostgrat Lotte Buchenauer, Hans Fruhmann, 15.5.1948 III (kurz), II. Fuhre: Einstieg am Beginn des Grates (hierher über den Kamm von der Sauofenscharte). Zuerst immer über den zerrissenen Grat unschwierig bis vor einen glatten Aufschwung. Dieser wird über ein Band rechts umgangen. In Kürze unter den gewaltig überhängenden Gipfelblock. Unter ihm nach rechts und gerade über Rasen und Blöcke zum Gipfel. 769 Ostgratkante Dr. Sperka und Gefährte, 26.9.1976 III. 40m Fuhre: Auf 768 bis dorthin, wo der Grataufschwung rechts über ein Band verlassen wird. Nun immer durchwegs längs der Gratkante zum Gipfel.770 Westgrat L. Buchenauer, H. Fruhmann, 15.5.48, im Abstieg. III. 60m. Einstieg in der Scharte zwischen Süßleiteck SO Grat und Schrein. Nun direkt an der steilen Gratkante empor zum obersten waagrechten Gratteil und über ihn zum Gipfel. Führer Niedere Tauern von Das alte Gipfelbuch (Reste davon),
befinden sich in der Rudolf Schober Hütte. Bitte
das Gipfelbuch immer gut, versorgen. Danke Hans
Höfl, 1983-08-23 Reinfried Strobl ÖAV, 1983-08-27
Von der Rudolf Schober Hütte, bei herrlichem
Wetter, mit der Tochter Tanja den Gipfel
erstiegen, weiter geht`s auf´s Süßleiteck.Tanja
und Hans Höfl ÖBRD, 19830828 Hans Kollau, Helmut
Moser ÖAV ÖBRD Murau, 1983-09-24 Dr. Hans Karner
Sankt Peter, 1984-08-04
Nur wer die Gipfel der BERGE erstiegen,ANMERKUNG: Herr Streicher ist der Obmann der Höhlenforscher Schladming des ÖAV; ich lernte ihn bei der Feier zu seinem 40. Geburtstag im Zinkwandbiwak kennen. Er hat die Zinkwandlesung im Jahre 1990 entscheidend mitgestaltet. In den Jahren 1984 und 1985 werden im Dachsteinloch >
und in der
"HOCHGOLLINGNORDWAND" mit den Höhlenforschern
Schladming Lesungen abgehalten. In der
Annahme, dass dieser Berg keinen Namen hat, wollte
ich ihn Carl Hermannstein nennen und das Wandrer
Gipfel Buch hinterlegen. Die Bergfreunde des
Schreines, mögen mir es gestatten, dem Westgipfel
dieses Berges, den Vornamen Hermann zu geben.
1986-12-07 15:00SCHREIN ERSTBESTEIGUNG DER PFINGSTGRAT 2008-09-09 vervollständigt (1.Auszug Seite 25-27) BUCHENAUER > "... 1948 wird der lange Zeit als
unersteiglich geltende Felsklotz des Schreins
erstmalig von L. Buchenauer H. Fruhmann
erstiegen..." Aus dem Alpenvereinsführer Niedere
Tauern von "Peter Holl", 2. Auflage, 1972.
So früh bin ich
noch nie aufgestanden, höchstens schlafen
gegangen: Es ist Mitternacht. Zu Fuß schlendere
ich in die noch hell erleuchtete Stadt und
beziehe Posten vor dem Leykamhaus in der
Stempfergasse. Nach und nach finden sich
Leidensgenossen ein, und auch mein Berggefährte
Hans kommt Haken rasselnd wie ein Krampus heran
geklirrt. Heute haben wir ein ganz besonderes
Fahrzeug, das uns zu den Schladminger Tauern
bringen wird: Ein Zeitungswagen. Die
öffentlichen Verbindung ins obere Murtal waren
für unser Vorhaben nicht günstig; mit dem
Zeitungstransport, der um ein Uhr nachts
startet, können wir bis Unzmarkt kommen, dort in
einen Linienbus umsteigen und die Rudolf Schober
Hütte rechtzeitig für die Pfingsttour erreichen.
Mich interessiert dazu noch der Alltag der
Zeitungsmenschen, der in dunkler Nacht beginnt;
wenn ich mit dem Lieferwagen fahre lerne ich ein
Stück davon kennen.
Das Fahrzeug erweist sich als ein wahrer Schrecken Kübel. Zugluft wie in einem Vogelhaus, das Licht sticht in unsere schlaftrunkenen Augen, der Wagen schlingert, und Hans der zusammengerollt neben mir liegt, bohrt mir bei jedem "Hupf" des Wagens seine spitzen Knochen ins Fleisch. Mein Rücken stoßt an eine unbequeme Lehne, und an meinen Rippen bildet sich ein Wulst, den ich sonst nur beim Kamin klettern kenne, wenn das Seil reibt und drückt. In Unzmarkt fallen wir erleichtert aus dem Gefährt und versuchen auf einer Parkbank einen Teil des entbehrten Schlafes nachzuholen. Doch es ist schon lichter Tag; bald geben wir die Schlafversuche auf und studieren mit müden Augen die Landkarte der Schladminger Tauern. Die Rudolf Schober Hütte erschließt ein eigenartiges, wenig bekanntes Bergland im Süden und Osten dieses Gebirges. Die Gipfel sind hoch, gegen 1600 m ansteigend, und tragen merkwürdige Namen: Süßleiteck und Sauofen, Krautgarten und Hasenohrspitz, Federweißspitze, Windschnurspitze und Predigtstuhl. Dazwischen viele Seen in Farbstufen zwischen Blau und Grün, dunkle Zirbenhaine und weit gedehnte Hänge vor den scharf geformten Gipfeln. Doch wir waren nicht um der Stimmung willen gekommen. Eine Traversierung mehrerer Grate und Gipfel lag uns im Sinn: Der Südostgrat des Süßleitecks mir Überschreitung des sogenannten "Schrein". Der Schrein ist ein sehr großer Gratturm, man kann ihn getrost einen eigenen Berg nennen. Schrein heißen im Volksmund auch anderer Gipfel dieser Gegend nach ihrer kastenartigen Form: Das Schreinl im Plannerkessel oder der Talkenschrein in den Wölzer Tauern (Dalken = eine Art Pfannkuchen). Der Schrein im Süßleiteckgrat ist der steilste und wildeste dieser "Bergkästen". Er war noch nicht erstiegen. Wir waren gut gerüstet für ihn und hatten sogar Felshaken mitgenommen. Der
endlich eingetrudelte Autobus ist bereits bis
zum Dach mit Passagieren vollgestopft, doch
Bergsteiger finden immer noch einen Fußbreit
Platz zum Stehen. Gegen das Zeitungsauto
ist er ein Luxusgefährt! in Murau, dem
gotischen Städtchen der Steiermark, haben wir
wieder Aufenthalt bis zum Anschluss nach
Krakaudorf. Dunkle Wolken über den
Tauerntälern. Es regnet leicht. In Krakaudorf
muss mir Hans, Kunstmaler von Beruf, unbedingt
die Holzkassettendecke in der Pfarrkirche zeigen
120 handgemalte Bilder aus den Jahre 1534 –, und
in der nahen Filialkirche St. Ulrich bewundern
wir außer der ebenfalls bemalten Holzdecke noch
einen der schönsten Renaissance Altäre des
Landes. Bis dorthin noch etwas verschlafen,
werden wir nun hellwach und bekommen Augen für
unsere Umgebung. Wir sind in der Krakau, einer
Hochebene, die sich in einer Lage von 1100
bis 1300 m Seehöhe von der Steiermark in den
Lungau zieht. Die Krakau ist auch heute noch, im
Zeitalter der Bergstraßen, etwas abgelegen,
obwohl es gute Unterkünfte und viele Bemühungen
um den Fremdenverkehr gibt. Ein Naturpark "Tauern Sonnseite"
ist seit 1972 in Vorbereitung. Doch es ist kein
Durchzugsgebiet; abseits von der Hauptstraße
liegend führen nur Nebenstraßen dorthin, und die
Sölker Passstraße, ein recht alpiner Übergang,
ist nicht ganzjährig befahrbar. Aber diese
relative Unerschlossenheit hat der Krakau nicht
geschadet; im Gegenteilen. In ihren
Gebirgswinkel hat sich echtes Volkstum mit
uralten Sitten treu bewahrt. kaum anderswo in
der Steiermark oder in Salzburg haben sich
alte Bräuche so rein erhalten wie in diesen
verborgenen Tauernbergen und Tälern zwischen Mur
und Enns. Dieses hohe Bergland, Sonne gesegnet
wie die nahe Stolzalpe, wo die meisten
Sonnenstunden in Österreich gemessen werden,
strotzt noch vor Kunstschätzen. Man begegnet
ihnen auf Schritt und Tritt in Kirchen und
profanen Bauten, aber auch in Kapellen,
Bildstöcken und Marterl. Hans lässt sich sogar
dazu hinreißen zu behaupten, dass hier jeder
Heustadel künstlerisch gestaltet ist. Er beweist
es mir auch und macht mich auf die hübschen
Doppelfenster der Scheunen oder auf kunstvoll
geschmiedete Fenstergitter aufmerksam.
"Wie
bist denn du da hinüber gekommen"? "Jedenfalls –
geflogen bin ich nicht so wie du!"Angeregt, ja fast aufgeregt von diesen Erlebnissen, später wieder still geworden im Anblick der riesenhaften Berge um uns, wandern wir das Sträßchen ins Etrachtal hinein. Die Schultern schmerzen von der Last der schweren Rucksäcke – wir werden Selbstversorger auf der unbewirtschafteten Schutzhütte sein. Doch bald liegt der Etrachsee vor uns, von einem fast weißen Blau. Baumgruppen stehen wie schwarze Striche vor dem hellen Schnee der Hänge. Die Ufer sind überschwemmt; wir waten durch große Lacken, die von Fischen wimmeln. Hans, der sich auf allerlei Pfadfinder Künste versteht, fängt welche mit der Hand, besichtigt sie und wirft sie gleich wieder ins Wasser. In mir regt sich Hunger und hausfraulich mörderische Anwandlungen. "Warum wirfst du unser Mittagessen wieder Weg"? "Sie haben mich so lieb angeschaut, da hab' ich sie wieder schwimmen lassen müssen!" Beim Jäger bitten wir uns den Hüttenschlüssel aus. Die Bergwiesen sind weiß bestickt, mit Enzian und Anemonen. Den starken Wildbach überlisten wir auf einer halb eingebrochenen Schneebrücke. Wir queren Lawinenreste, steigen über Bäume, die geknickt sind wie Zündhölzer. Die kleine Schoberhütte – ganz aus duftendem Zirbenholz in einem Zirbenwald erbaut – ist abweisend kalt, doch binnen einer halben Stunde hat Hans ein höllisches Feuer im Herd zustande gebracht, und ich habe ein Festmahl gerichtet. Draußen zieht silbern der Nebel, als wir uns früh zur Ruhe legen. Wir schlummern bis weit in den Pfingstmorgen hinein, gute zwölf Stunden. Ich stehe als erste auf, muss aber den noch immer verschlafenen Hans mit dem Eispickel aus dem Bett treiben. Seine Proteste helfen nichts – ich ziehe ihn hinaus vor die Hütte, und barfuß laufen wir über die taunassen Wiesen zum Bach. Da steht der Schrein über dem Morgennebel Schnee behangen, ein scharf gezeichnetes Trapez. Alle unsere Erwartungen sind noch übertroffen. Dass ist ein richtiger Berg, kein Gratturm! Bald versinkt die Erscheinung wieder im Nebelgrau. Doch für uns gibt es kein Zögern mehr. Schnell werfen wir etwas Proviant und die notwendige Ausrüstung in den Rucksack, frühstücken in Eile und sind schon unterwegs. Hans vergisst den Eispickel und muss deshalb zurücklaufen. Dies benutze ich um über die schief hängende, schmierige und vereiste Bachbrücke zu kriechen. Hans, der Pedant hätte gewiss an meiner Haltung was auszusetzen gehabt! Dafür fällt er beinahe in das hochgehende Wildwasser, weil ihm der Schwebezustand der Brücke nicht aufgefallen ist. Erstaunt misst er mich:
Auch
entlang unserer Steigspur gräbt sich ein Bach
seine Bahn. Wir verlassen das nasse Element
und steigen lieber weglos über kahle Hänge.
Nur isländisches Moos bildet dort rauhe,
kratzige Teppiche, in denen der Fuß aber auf
angenehme Weise versinkt. Steiler Schnee,
gefrorene Seen: Das obere Etrachtal. Der
Schrein zeigt sich nicht mehr. Auch der
Sauofen, unser nächstes Ziel, ist in der
"Nebelmilchsuppe" kaum zu erkennen. Trotzdem
finden wir mit gutem Spürsinn das markante
Felsband, den Anstieg zur Günsterscharte. In
den Schladminger Tauern verlangen sogar
"Normalwege" ein gutes Maß an sicherem Tritt.
Einige Vorgipfel des Sauofen umgehen oder
übersteigen wir mühselig. Von Zeit zu Zeit
reißt der Wind ein Fenster in den Nebel. Dann
schauen wir in Schnee gefüllte Kare hinab, wo
blau vereiste Seen liegen. Dunkle Gipfel
stechen spitz oder klotzig aus den Grau: Der
Schöderkogel Eisenhutgrat, kaum bekannt und
fast nie begangen.
Wir traversieren ein steiles Schneefeld, das über eine Wand abbricht wie ein Gletscher. Es wird uns bald unheimlich zumute; lieber steigen wir durch eine Art Bergschrund in den Felsen. Gefährliches Gelände – brüchiges Gestein sind zu queren. Wir sind ja nicht am gewöhnlichen Anstieg zum Sauofen, der leichter ist. Die vielen Wächten und Schneehänge haben und abgedrängt. Doch mit ausgiebiger Pickelhilfe, haben wir bald den nahen Gipfel gewonnen. Nun betrachten wir den nahen Schrein, unser großes Problem. Was hatte ich nicht alles von ihm geträumt in den letzten Wochen – von "kinderleicht" bis "völlig unmöglich", die ganze Skala selbst erfundener Schwierigkeitsgrade! "Einladend sieht er nicht aus"! "Im wilden Kaiser wäre er bestimmt schon zum selbständigen Gipfel ernannt worden!" Wir sind kaum fünfzig Meter von der Sauofenscharte entfernt, die wir im Nebel verfehlt haben. Auf einem waagrechten Schneegrat tänzeln wir an den Fuß des "gewaltigen Klotzes", wie ihn "Alfred Murauer >"
nannte, der ihn seinerzeit umgangen hat. Aus der
Nähe betrachtet, gliedert sich der Fels ihn
Einzelheiten auf."Du der ist kletterbar! Lass die Haken im Rucksack..." Wir seilten uns an, ich ging als erste, hatte doch ich den Schrein ausfindig gemacht. Etwa zehn Meter hoch kletterte ich über Blöcke überwand einen "hübschen" Riss und erreichte ein Band. Hans kam nach. Noch eine heikle fast grifflose Platte. Sie machte auch Hans, den wir "die Kletterkatze" nennen, etwas zu schaffen. Dann löst sich die Gratschneide in Gras und Wohlgefallen auf. Auf dem flachen Gipfel legt Hans das Seil in den Rucksack. Fast bin ich enttäuscht von der Kürze des Aufstiegs und beginne schon nach einer Fleißaufgabe in den Wänden des Schreins zu suchen. Da sagt Hans der gerade einen Steinmann baut: "Vergiss nicht – wir müssen noch hinunter, und zwar auf der anderen Seite"! Ich wandere nach vor bis an den nordwestlichen Abbruch. Und dort verschlägt es mir den Atem: Der Absturz ist mindesten 50 - 60m hoch. Dunkelgrau ist der Fels, von duftenden Flechten bewachsen. Beherzt greife ich zu, lasse mich an den Platten aus hartem, scharfem Kristallin Gestein hinab. Der Fels ist so rau, dass man fast daran hängenbleibt. Das gibt ein gutes Gefühl der Sicherheit. In wenigen Minuten bin ich vor der Scharte, nach der sich eigentlich der Südostgratweg des Süßleitecks aufbaut. Ich blicke zum Gefährten auf, der als kleines schwarzes Figürliches hoch oben auf dem Schrein steht. Er ruft mit zu: "Wie kommt man da runter"? Aha – auch er lasst sich von dem abschreckenden Tiefblick verblüffen. Zufrieden rufe ich hinauf: "Steigst halt ab, wie ich"! Er tut's und singt dabei, also macht es ihm auch Spaß. Die letzten Felsen zur Scharte sind das Schwierigste am Schrein. Ich bin froh nun den Gefährten bei mir zu wissen....Quelle: "Verliebt in die Niederen Tauern" (Auszug S.163-68) Lieselotte Buchenauer > Herr
>
hat in den Schladminger Tauern, zwischen
Süßleiteck und Sauofenspitze, in 2420 m
Höhe eine Gedenkstätte für, "Carl Hermann
und Hans Leitenbauer" errichtet. An einem
Holzstamm befindet sich ein
Metallbehälter, der ein Gipfelbuch mit
einer Gedenkschrift an die Obengenannten
enthält. (Siehe Bild) Notiz der Sektion
Weitwanderer des ÖAV in den Mitteilungen.
Es gab eine Reaktion an den Vorsitzenden
Hr. Käfer von Frau Buchenauer, sie hat
dies nicht besonders begrüßt. Der
Schrein war mir damals namentlich noch
unbekannt, da er nicht am Nordsüdweg
gelegen ist fand sie dies nicht
besonders angebracht. So ist dann aus
diesem Buch das Wandrer - Gipfel - Buch
WGB entstanden. Anmerkung: Die
Wintererstbesteigung blieb unbewusst mir
vorbehalten.
>1987-04-18:
Karsamstag auf Katschbachtal Biwak über der
Baumgrenze Sonne 1987-04-19:
Ostersonntag 02:00 Anstieg Reichascharte Schreinbesteigung, Abstieg mit dem Wandrer Gipfel Buch - 28 -
Gras und Schuttgipfel zwischen Reichascharte im N und Sauofenscharte im W; südlich setzt sich der Schöderkogel - Eisenhutkamm vom Gipfel ab. Führer Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 82 Sauofenspitze Wandrer Gipfel Buch Hinterlegung Schöderkogel 2500m Sonne ab. Das Wandrer Gipfel Buch hat die Überwinterung auf dem Schreingipfel gut überstanden. Wandrer Gipfel Buch
Sauofenspitze
Der WEG ist nun auch das Ziel meines Wandrer Gipfel BuchesNach der Errichtung eines Steinmannes am Schreingipfel machte auch ich mich auf den Weg. Solange unsere Welt besteht sterben Menschen, doch die Berge bleiben bis zur Apokalypse stehen. Ich ahnte das es ein Gipfelabschied für immer war, der Schrein jedoch in seiner vollkommen Verklärung wird mir als steinerner Zeuge an meine Gemütsempfindungen bei seiner Besteigung, im Gedenken an Carl Hermann, im Gedächtnis bleiben. Einst wenn mir das Auge bricht - vergiss
mich nicht.
Mein Freund Johann
Unterweger vulgo Leitenbauer 1921 - 1986 aus
Pusterwald im Bezirk Judenburg in der
Steiermark, ist am 13-12-1986 in die Ewigkeit
gewandert und wurde im Ortsfriedhof Pusterwald
zur letzten Ruhe gebettet. Der Bauer,
Imker, Humorist Sauschädel Richter und
Bergfreund wurde mit den Klängen des Liedes Wo
die Alpenrosen blüh´n, gespielt von der
Ortskapelle Pusterwald, verabschiedet.
- 29 -
- 30 -
Mit dem Vortrag des
Gedichtes Der Wunderdoktor hat Hans Unterweger
vulgo Leitenbauer die Gipfellesung am Gipfel
des
> 2375 m in den
Wölzer Tauern im Jahre 1983, entscheidend
mitgestaltet.- 33 -
- 34 -
RUPPRECHTSECKGIPFELKREUZ BILD: 13
SONNENUNTERGANG AM RUPPRECHT BILD: 14
Kreuz Aufschrift Mai 1976 G. Tuckner
Berg Heil GIPFELBUCH Gestiftet von der Bergwacht
St. Lamprecht, 1982-12-03 Auf Besichtigung
für eine unserer Sendungen Wanderbare Steiermark
Etrachsee die beiden ORF Wanderer Willi Senft und
Günther Frischenschlager mit Hilde Senft und
Barbara Frischenschlager. 19840902.
- 35 -
NACHTGEDANKEN
AM RUPPRECHTSECKGIPFEL
Der durch die Schneeschmelze
stark gewachsene Günster - Wasserfall
gab mir den eindrucksvollen Auftakt der Wanderung.GLÜCKLICH brause ich zu Tal Obwohl
teilweise die Marschmusik des ersten Mai Weckrufes
der Blaskapelle Schöder zu hören war, kam ich
wegen meiner schlechten körperlichen Verfassung
nur langsam weiter. Alle Erlebnisse bei einer
Bergzufahrt, in meinem Fall das Zusammentreffen
mit dreißig Pilger meines Heimatortes, auf der
Straße vor Oberwölz, ergeben den Gesamteindruck
des Bergerlebnisses. Oberzeiring wurde einst von
der Pest verschont und seitdem existiert dieser
alte Brauch der Bußwallfahrt nach Schöder.
Allerdings unternimmt der überwiegende Teil der
Pilger heute bereits eine Bus Wallfahrt, eine
Zeiterscheinung gleich der Wandlung der
volkstümlichen zur volksdümmlichen Musik.
Die Bäume sind die wahren Helden der Berge, sie trotzen den Naturgewalten und fechten einen heroischen aber aussichtslosen Kampf gegen die Luftvergiftung der Menschen. Sie halten stand bei Unwettern, schützen die Menschen vor Lawinen und Muren. Ihre Wurzeln klammern sich um Felsen, dringen in die Ritzen spalten ihn oftmals und ziehen im Boden ein hartes Netzwerk. Bäume im Hochgebirge sind ein besonderer Segen! Wo Wald ist, ist auch Wasser - ohne Bäume verödet jede Gegend. Nun in der Nacht sind meine Aufstiegsgedanken wiedergekehrt, wenn die Bäume Bärte aus Flechten tragen lichtet sich allmählich der Wald. Als Kind klebte ich mir diese Bärte mit Pech an das Kinn und unter die Nase, um erwachsen auszusehen. Einzelne Baumveteranen stehen noch oberhalb ihrer Wachstumsgrenze, sie sind zerrupft, zerzaust, verknorrt, verknüppelt, vernarbt und verwittert, unverdrossen und tapfer ringen sie um jeden Zentimeter des steinigen und kargen Bodens. Ist der Mensch wirklich die Krone der Schöpfung, oder ist er ein missglücktes Experiment der Natur? Diese Frage wird man sich als mündiger Selbstkritiker, bei Lebewesen die ihren eigenen Lebensraum zerstören, immer wieder stellen. - 36 -
Wenn ich nach dem Begehen eines
Höhenrückens, dem Wald entsteige und die Latschen
Zone überwunden habe, umfängt mich immer ein
grenzenloses Gefühl der Freiheit. Bei Schönwetter,
nach einem mühevollen Aufstieg auf einem Höhenzug
mit all seinen Tief- und Weitblicken zu wandern,
ist ein ständiger Höhepunkt der Freude. Immer
sieht man dabei die einzelnen Zielpunkte in Form
der nächst höheren Bergerhebung zum greifen nahe
und zum gehen noch weit entfernt, mehr und mehr
bekannte Berggestalten entsteigen dem Horizont, so
eine Wanderung könnte bis hin zur Ewigkeit führen.
19870502: Samstag weiter Haarlocken
Dachleiteck 2463 m Günsterscharte 2174 m
Sauofenspitze 2415 m Schimpelgrat ab Oberes
Katschbachtal SonneBLICK VOM HAARLOCKEN auf´s
Rupprechtseck BILD: 15
- 37 -
- 42 -
Der Weg zur
Ewigkeit ist nicht messbar, ich war ihr dreimal
ganz nahe: Das erste mal, im Abseilvorgang des
Unteren - Weißrinnspitz - Wandauslaufes durch
eine mangelhafte Seilbefestigung, das zweite mal
beim Kreuztransport in der Zinnoberrinne durch
Steinschlagsalven, das dritte mal im
Hamburgerkamin des Unteren Weißrinnspitzes durch
einen Absturz. Nur einmal kann man
das Leben verlieren, als Geschenk kann man es
mehrmals empfinden, so eine scheinbare
Wiedergeburt ergibt Denkanstöße zu einer
Lebensbilanz.
TROJANIGIPFELKREUZ BILD: 3.1.2;
BILD: 7 / 8 BILD: 17; BILD: 61.2
DAS Wandrer Gipfel Buch BEIM
KAISERKREUZZWISCHENLAGER auf der
Jausengrubenanhöhe Grimming Süd BILD: 18
BILD: 19 DAS GRIMMING KAISERKREUZ AM
KRIPPELBERG BILD: 20 ![]()
Wandrer Gipfel Buch HINTERLEGUNG
KRIPPELBERG > Mein erster
Wegabschnitt im Aufstieg mit einem Kreuz fand am
Gipfel des Trojani seinen Abschluss, mein
zweiter Wegabschnitt im Abstieg mit einem Kreuz,
sollte mich zum Krippelberg hinführen. Wache ich
oder träume ich? War die Frage, als ich bei
meinem Freilager in der Jausengrube Rufe
hörte. Es war kein Traum, es war ein Einsatz
der Bergrettung. Beim Abstieg durch die
Zinnoberrinne war im untersten Teil die
Nacht angebrochen und ich hatte bei der
Kreuztrümmersuche gedankenlos die
Kopfleuchte eingesetzt. Die dadurch
entstandenen Lichtsignale hatten die
Teilnehmer einer Maibaum
umschneiden- Tanzveranstaltung in
Deamlarn gesehen und als alpines Notsignal
ausgelegt.
Es
begann zu regnen und es war schon finster als
ich in der Jausengrube ankam. Meine Suche nach
einer trockenen Stelle war erfolgreich, ich
kroch in ein enges Loch unter einen großen
Felsblock – und zu meiner Überraschung kam ich
zu einer mannshohe Erweiterung, die ein
vorzügliches Schlafgemach abgab. Draußen
prasselt monoton der Regen und bald wandle ich, im
wahren Sinne des Wortes, "auf dem Weg in das Land der Träume".
Immer stärker ist mein Empfinden nicht mehr allein
zu sein, jedes Geräusch ist verstummt, eine
lähmende, unheimliche Finsternis und Todesstille
umfängt mich, ich liege scheintot auf dem Tisch,
dort wo man die Verblichenen zur letzten Ruhe
zurechtmacht, in der Totenkammer des Friedhofes.
In dieser Kammer liegt niemand freiwillig, sie ist
ein aus vielen Legenden bekannter Ort und
gleichzeitig auch der Rückzugs- und Arbeitsraum
des Totengräber, sowie die Aufbahrung Stätte
anhangloser armer Leute.
Auch ein Totengräber ist ein Mensch mit all seinen Schwächen und Begierden, dem eine gewisse irdische Schlichtheit anhaftet, er kann ja nicht mit jedem Toten mit sterben und ist wegen der Ausübung dieses Broterwerbs, auch nicht nicht von reichen Gütern gesegnet. Die meisten der hier Aufgebahrten waren ohnehin schmucklos und ohne Zahngold, doch einer sollte einmal auf seinen angeschwollenen Finger einen Ring getragen haben! Zum Schrecken des Totengräber, erwachte der Scheintote beim abschneiden des Fingers. In meiner Kinderzeit wurden an langen Winterabenden, in der warmen Stube solche und ähnliche Geschichten mit einem sehr fragwürdigen Hintergrund erzählt. Wir Kinder spitzten dabei immer die Ohren, obwohl wir nicht immer alles ganz mitbekommen haben und sich der Erzähler nicht fortwährend durch lästige Fragen stören ließ. Nach solchen Erzählungen hatte ich immer Angst von diesem oft absurden Berichten im Schlaf verfolgt zu werden. Doch immer wenn ich davor Angst hatte träumte ich nicht davon, und immer dann und unverhofft, wenn ich nicht daran dachte quälten mich die Träume. Damals bin ich einmal des nachts aus dem Haus geschlichen um im Friedhof die Totenkammer zu ergründen, gleichzeitig war es ja auch eine Mutprobe zur Beruhigung meiner Angstträume. Die Türe war allerdings verschlossen so nahm ich mir vor ich mit der Hilfe der Taschenlampe einen Blick durch die Fensternische in das Innere zu ergattern. Ein Geschrei versetzte mich schier in Todesschrecken, dabei waren es doch nur die Hälse von sechs jungen Vögeln die aufgescheucht von ihrer Nachtruhe aus dem Nest heraus ragten und ihren Unmut laut bekundeten. Ein Empfinden von etwas Unnatürlichen beginnt, nun liege ich gelähmt im engen Sarg sonderbar, wie noch nie in meinem Leben, ist mir zumute und der Atem setzt aus. Etwas Unbekanntes ist hinter mir, ich bin wie erstarrt gleichzeitig aber auch tief berührt von dem Zauber der Erscheinung. Ich fühle regelrecht die von hinten auf mich gerichteten Blicke und habe eine Vision einer außer sinnlicher Wahrnehmung in einer ganz ausgeprägten Deutlichkeit. Es ist der verblichene Carl Hermann als Kentaur, doch anstatt des Pferdes steckt sein Oberkörper in einem Gämsen Rumpf. Eine beruhigende und wärmende Strömung erfasst mich und fließt langsam in mich hinein. Ich fühle wie mein Körper und mein Geist allmählich von Schmerzen und Ängsten befreit wird. Ruhe und Friede breitet sich in mir aus und aus diesem gelösten Schwebezustand des Tiefschlafes erwache ich beim Morgengrauen. - 45 -
Die Gämsen
Geiß 19871025, Sonntag (Bearbeitung
2008-02-20)
Nach meinem
Erwachen notierte ich sofort den Traum, der sich
noch außergewöhnlich scharf in meiner Erinnerung
aufzeichnete. Nun betrachtete ich mein
Nachtquartier etwas näher, am Boden sah ich
Tierknochen aber auch Gämsenlosung liegen.
Vielleicht ist hier ein Gämsen Sterbeplatz war
mein erster Gedanke, doch je mehr ich darüber
nachdachte – kam mir auch eine zweite Möglichkeit
in den Sinn. Bergseitig ist nämlich ein zweiter
großer trichterförmiger Höhlenausgang, bei Lawinen
werden auch Gämsen mitgerissen und einige davon
könnten hier gelandet sein.
Bei und nach meinen Freinächten im Gebirge entstand schon mehrmals ein vertraulicher Näheverhältnis zur Tierwelt. Scheinbar wird man von der Fauna nicht mehr gänzlich als Eindringling betrachtet und teilweise sogar akzeptiert. Manchmal ist es schon vorgekommen dass, mir ein pirschender Jäger meinen schönen Anblick des Wildes unterbrochen hat. Das waren aber die wenigen Ausnahmen welche die Regel nicht bestätigen, denn sonst ist es immer umgekehrt. In dieser Zeit war ich sehr viel im Gebiet der Jausengrube unterwegs, bei diesen Wanderungen beobachtete ich mehrmals eine Gämsen Geiß Einzelgängerin und instinktiv fühlte ich es, dass sie auch diesmal in der Nähe war. Nur durch eine etwas geringere Ausladung des Hornes und einen schwächerer Körperbau unterscheidet sich die Gämsen Geiß vom Gämsenbock. Diese Ahnung bereitete mir Freude und vor lauter Freude begann ich meinen musikalischen Morgengruß. Es ist nicht wahr dass, Wohlklänge der Musik das Wild vertreibt. Ein alter Öblarner erzählte mir: "Nachdem mich ein Jäger scharf zur Rede gestellt hat habe ich in meiner ersten Wut gleich mein Flügelhorn am Fels kaputt geschlagen". Auch mein seliger Freund Da stand sie nun in angemessener Entfernung von mir, im Dämmerschein des beginnenden Tages auf der Anhöhe der Jausengrube äsend. Sie visitierte mich längere Zeit neugierig – ganz geheuer dürfte ich ihr aber nicht vorgekommen sein. Sie zog sich auf einen weiter entfernten Standplatz zurück um mein weiteres Tun, aus sicherer Distanz weiter beobachten zu können. Als sie dann genug von mir hatte verschwand sie ganz gemächlich in die Richtung der "Unteren Weißrinnspitz" Ostwand. - 46 -
Zweimal hatte ich von der Jausengrube
aus die Besteigung dieser Spitze, erfolglos
versucht. In dem Ostwandriss zum Vorgipfel bin ich
im kritischen Teil umgekehrt und kletterte im
brüchigen Gestein zur Scharte zwischen dem
Obereren und Unteren Weißrinnspitz. Die
Steilstelle zwischen der Scharte und dem Vorgipfel
war und ist für mich alpin technisch
unüberwindlich.
Heute wollte ich dem Gipfel auf der Westseite durch die verlängerten Weißrinne beikommen. Diese Rinne war leicht besteigbar und über eine Schlüsselstelle in Form eines Felsbandes unterhalb der Scharte kommt man seillos auf den Vorgipfel. Dunkle Gewitterwolken waren am Horizont aufgezogen als ich nach der Überwindung der senkrechten Wand kurz vor dem Gipfel stand und leicht sinnigerweise meine seilfreie Leistungsgrenze überschritten hatte. EMPORKÖMMLINGE haben beim Abstieg ProblemeIm Geiste sah ich mich zerschmettert auf dem Vorgipfel liegen und meine Knie begannen vor Angst zu zittern. Was ich nun dringend benötigte war Ruhe und Ausgeglichenheit und gegenüber dem Tod eine andere innere Einstellung. - 47 - Da kam mir mein Traum in den Sinn und
der bloße Gedanke daran beruhigte mein
aufgewühltes Gemüt, so konnte ich diese kritische
Stelle beherrscht und kühl abwägend meistern.
Wieder am Vorgipfel angelangt, bekam ich voll den
nassen Umschlag des Gewitters zu spüren, trotzdem
ließ ich es mir nicht nehmen hier das Wandrer
Gipfel Buch für die Überwinterung gründlich
vorzubereiten und danach zu hinterlegen.
Sich immer der SICHERHEIT zu unterordnen ist das wichtigste Bergsteigergesetz.Um eine bittere Erfahrung reicher war ich trotz des anhaltenden Regens froh, dass mich der Untere Weißrinnspitz so gnädig entlassen hatte. Eine Wetterbesserung war nicht abzusehen, deshalb stieg ich dann später nach dem Aufsuchen der Stätte meines Traumgeschehen, von der Jausengrubenanhöhe nach Espang ab. 1987-12-31 - 1988-01-01: auf
Jausengrube, Kreuzbergungsversuch; "Die Einzelteile
des Kreuzes waren damals mit dem Wandrer
Gipfel Buch Duplikat eingeschneit und
zusätzlich von Lawinen verschüttet."
Sonne Gämsen Höhlen Biwak gegenüber vom
Unteren Weißrinnspitz am Grimming Südgrat, ein
guter Rutsch im neuen Jahr sorgte für den
Abschied vom Berg. 19880406: auf ab Deamlern
Weißrinne Unterer Weißrinnspitz Vorgipfel
12-04-88: auf Espang Jausengrube, eine
Kreuzbergung war nicht möglich denn die
Jausengrube war mit Lawinenschnee nicht nur voll
sondern bereits übergelaufen. Abbruch der
westseitigen Besteigung der Unteren
Weißrinnspitze wegen Neuschnee. ab Espang.UNTERER WEISSRINNSPITZ >Das erste Gipfelbuch wurde im Jahre 1934 von Öblarner Bergsteigern hinterlegt, wegen seines schlechten Zustandes wurde es 1970 erneuert.
auf Hamburgerkamin, Gipfelbuch
Hinterlegung im Auftrag des ÖAV Sektion Stainach
durch: Egon Sternad, Herwig und Helmut Adam ÖBRD
Pürgg, 1970-07-11 Zur Erinnerung, an unsere
bereits legendär gewordene Gipfelbuchhinterlegung
vor fast einem Jahr, die aus gewissen Gründen die
Kletterer kamen weit später als vereinbart zurück
und man hatte bereits Schlimmes befürchtet einiges
Aufsehen erregt hat. auf ab Hamburgerkamin: Egon
Sternad, Herwig Adam ÖAV ÖBRD, 19710626
auf Hamburgerkamin ab Nordflanke: Heli Zefferer ÖAV HG Gröbming, Hans Gruber ÖAV HG ÖBRD, 1971-09-21 auf ab Hamburgerkamin: Hans Zeman, Peter Krainz, R. Kraxner, 1980-07-30 auf NO Wand: Erich Traumuger, Franz Gemayer HG, 1981-08-18 - 51 -
1988-06-11: Freitag auf Deamlern
Weißrinne Unterer Weißrinnspitz ab Sonne
Weißrinnbiwak. Mein Vorhaben war, gleich wie am
Schrein, dem Wandrer Gipfel Buch eine ständige
Heimstätte zu geben, doch auch am Weißrinnspitz
war bereits ein Gipfelbuch. Vom Weißrinnspitz
aus war die Jausengrubenanhöhe bereits ohne
Schnee zu sehen, die Zeit für das letzte
Teilstück der Talfahrt des alten Grimming
Kaisergipfelkreuzes war reif geworden.Kreuz Tafelinschrift und Legende
1903-03-01:
Angefertigt von Rudolf Wolf aus Untergrimming.
Es wurde zum 55. Regierungsjubiläum
von Kaiser Franz Josef von den Bürgern der
steirischen Gemeinden Pürgg und Neuhaus, am
Grimminggipfel in 2351m Höhe aufgestellt, unter
ihnen war auch Herr Adam, der Vater des Mannes,
der diese Informationen den Kreuzaufstellern gab.
GRIMMING
BERGHELDENGEDENKEN
Nach getaner Arbeit im Weingarten eine kurze besinnliche Rast am Krippelbergkreuz. Maria und Wilhelm Grasl, 1988-07-11 1988-08-13: um
11:00. Gipfellesung mit dem WANDERER, der Öblarner Bergmusik
> im
Gedenken an Nikolaus Lenau, Kreuzweihe
durch den Pfarrer von Schattendorf. Abgang
mit dem Wandrer Gipfel Buch Ich
habe heute eine Radtour von Wiener Neudorf nach
Schattendorf zum Krippelbergkreuz 58km in 2,5
Std unternommen, um die möglicherweise später
rostenden Schrauben an der Kupfertafel mit der
Kreuzlegende, auszutauschen. Wegen Gewitterregen
Übernachtung in Schattendorf. Stefan
Schefberger, 19880825
1988-10-16: Dankwanderung mit dem Modell des
Gipfelbuch - Behälters. In den Weingärten ist
Lesezeit, die Schatten der Nacht dehnen sich,
der Umlauf nach dem ewigen Gesetz nach dem wir
angetreten sind und abberufen werden.
>1989-02-26: Montage des Gipfelbuch - Behälters, Stefan Schefberger, Bruno Mayer Rundgang um den Krippelberg und Rast beim Krippelkreuz Fam. Trimmel Johann, Fam. Trimmel Josef mit Verenz, Fam. Bernhardt Rudolf, 1989-04-16 / Friederike und Stefan Schefberger, 1989-04-19 / Stefan Schefberger, >,
1989-04-22 / Wieder eine kurze Rast beim
"Krippelkreuz", ein Dankeschön für diesen schönen
Platz, Maria und Wilhelm Grasl, 1989-06-26 /
1989-04-16 Stefan Schefberger, >,
1989-11-25 / Josef Grafl uns sein Enkerl Markus
Hausmann, 1990-02-24 / >,
1990-02-24.
7. Wandrer Gipfel Buch Station 11-02-89 -
12-08-89 Schladminger Tauern
Sehr
lohnendes und empfehlenswertes Ziel, im
Spätwinter und Frühjahr beliebtes Skiziel.
Hervorragend schöne Nahblicke zum Tauern -
Hauptkamm. Führer Niedere Tauern von
>, 4.
Auflage, 1982. Im Jahre 1985 mit dem Karl
Reiterer Berggedenken am Poesieberg Grimming,
bekam ich von Herrn Johann Putz aus St. Martin
am Grimming, Aufzeichnungen von Gipfelsprüchen
aus dem Gipfelbuch des Großen Knallstein´s, es
war meine erste Bekanntschaft mit diesen Berg. Kleiner
Knallstein Karlspitz, selten besuchte Gipfel.
Vom Großen Knallstein am Verbindungsgrat über
Steigspuren erreichbar. Abstiegsmöglichkeit zur
Strickeralm und ins Sölktal. Führer Niedere
Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 1982
ZINKWANDGIPFELKREUZ im Winter; BILD: 22
Wandrer Gipfel Buch MIT ZINKWANDGIPFELKREUZ;
DAS Wandrer Gipfel Buch AM ZINKWANDGIPFEL Blick zum Vetternspitz im Frühling; BILD: 23 ![]() Erhebung des Hauptkammes südwestlich
der Keinprechthütte, früheres Bergbauzentrum. Ein
unter der N - Wand beginnender Stollen eines
ehemaligen Bergwerkes führt durch den Berg in die
S - Wand. Vorsicht beim Betreten, Steinfallgefahr!
Im Stollenbereich an vorgelagerten Abraumhalden
bestehen Mineralfundmöglichkeiten Rotnickelkies,
Fahlerz, Hämatit, Speiskobald und Malachit. Führer
Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 82.
ZINKWANDGIPFELBUCH Kreuz
Legende
Am 1975-10-04 stürzten
Albert Kessler und Herbert Gruber in der
Zinkwand ab. Ihnen zum Gedenken wurde dieses
Gipfelkreuz am, 1976-07-17 von ihren
Bergkameraden errichtet. Hans Fingerlos, Günther
Luftenegger, Richard Fuchsberger, Peter und Gerd
Klammer, Reinfried Bauer, Ewald Rossmann und
Georg Santer.
- 66 -Das ist der Kameradschaft tiefster Sinn,
- 67 -
Ein Vogel singt und fragt
nicht wer ihm lauscht
Die QUELLE rinnt und fragt
nicht wem sie rauscht. 1989-10-27
FREUDEN
die zu Hause wohnen Suche nicht in fernen Zonen.
1990-06-02
Hinaus, hinaus und fragt nicht viel, mit frohen Sang und SAITENSPIEL. Abstieg mit dem
Wandrer Gipfel Buch zum Zinkwandstollen 15-06-90
Ein Jauchzen schallt zum Himmelszelt, vor lauter Freud in dieser BERGESWELT. 1990-07-07 - 68 - ZINKWANDSTOLLEN
Eine
unterirdische Verbindung zwischen Steiermark
und Salzburg "9. Wandrer
Gipfel Buch Station 15-06-90 - 12-08-90"
Glück auf und Grüß Gott werter Besucher! Der
Lehrpfad durch die Zinkwand und im
Vetternstollen soll die noch vorhandenen
Spuren des Bergbaues in den Schladminger
Tauern sicherstellen und der Nachwelt
erhalten. Die Höhlenforscher des ÖAV
Schladming, unterstützt vom Rotary Club
Schladming, arbeiten mit viel idealistischem
Einsatz an dieser Anlage, wir ersuchen um ihr
Verständnis, bitte beschädigen und zerstören
sie nichts.
Wer mit der Muskete die Heimat behütet, ist Soldes wert, - 69 -
Leg all deine Sorgen in ein Grab
Auf zu den kühnen BERGESHÖ'N,
Stille ist die größte OFFENBARUNG.
Bescheidenheit, nicht Ruhm und Macht
- 70 -
Wer oft
im Freien nächtigt weiß den Wert einer
Biwakherberge zu schätzen, ein Dankeschön denen
die mit Idealismus und Fleiß diese Unterkunft
errichtet haben. 1990-06-03: Pfingstsonntag auf
Brettscharte ab Zinkenkar Greimeisteralm.
Grausam
Du lieber warmer Sonnenschein
Schweißgebadet wachte ich nach einem Alptraum, in
dem ich als Scheintoter in einem Sarg lag um 01:00
auf, mir war es als hätte ich ein Geräusch gehört.
Ich verkroch mich wieder in den Schlafsack, doch
kaum lag ich zehn Minuten bewegungslos, da hörte
ich das Geräusch wieder. Mir wurde angst und bange
wie noch nie zuvor in meinem Leben, ich wagte es
kaum mehr zu atmen.
Vor dem Einschlafen hatte ich eine
zuvor aus einer Gaskartusche angefertigte
Laterne, neben mich auf die Brettunterlage
hingestellt, ich bildete mir ein dass sich die
Laterne bewege und das unheimliche Geräusch
erzeuge.
Seemanns
Abend Die Bergknappen die einst hier nach Erzen schürften, kamen mir in den Sinn, unten im Knappenkar sieht man noch teilweise die Grundmauern der Knappenhäuser. Auch im Winter werkten die Bergleute in den Gruben, Stollen und Zechen, von den Knappenhäusern führte ein lawinensicherer überdachter Steinmauergang "Schneekragen" zu den Zinkwandbauen, die Steinmauern davon sind noch zur Gänze erhalten. Eigentümliche Gedankengänge die in meinem Unterbewusstsein geschlummert hatten, Erzählungen von Spukgeschichten, von Toten die ihr Ableben andernorts gemeldet hatten, von Wahrsagern, Hellsehern, Hypnotiseuren und von der Reinkarnation durch ein menschliches Medium, kamen mir in den Sinn. Einst, bei einem geselligen Seemanns Abend, auf dem Motorschiff, Luciana> während einer Ostseefahrt, überkam mich ganz plötzlich ein unerklärlicher Anfall von Kummer und Leid. In Helsinki erreichte mich Vaters Brief, den er mir kurz vor seiner lebensbedrohlichen Magenoperation, geschrieben hatte. Datum und Uhrzeit dieses Schreibens ergaben eine Übereinstimmung mit dem Zeitraum meiner Traurigkeit.
Jetzt ist
mein Karl tot, schrie die Mutter entsetzt, sie
hatte die letzten Gedanken, des im Rußlandkrieg
sterbenden Sohnes, gefühlt. Vielleicht aber war ich
durch das Verlieren einiger mir
nahestehenden Menschen für das Jenseitige
sensibilisiert? Gedankenübertragungen
begreife ich, doch Stimmen aus dem
Schattenreich melden sich nur mehr in
Träumen.
- 72 -
Es war eine lange Nacht mit Furcht
und Grauen; sobald ich auch nur einen Finger
bewegte hörte auch schlagartig das eigenartige
Geräusch auf und ich erschauderte dabei.
Irgendwann hat mich dann ein Schlaf artiger
Zustand übermannt. Am Morgen wollte ich vorerst
meine nächtliche Spuk Erscheinung als Traum
verdrängen, jedoch dann erinnerte ich mich ganz
genau, dass ich mit der Taschenlampe auf die Uhr
gesehen hatte und es genau ein Uhr war.
Nun bei Tageslicht war ich befreit von den nächtlichen Depressionen, die zu Atemnoterscheinungen in dem gänzlich zugezogenen Biwaksack, geführt hatten, doch die ungewöhnliche Nacht forderte ihr Attribut. In der Felsnische vor dem Biwak legte ich mich hin um von der nächtlichen Pein auszuruhen, der Schlaf blieb mir dabei jedoch versagt. Das einzigartige Schauspiel des Erwachens der Natur im Gebirge mit all seinen Reizen war voll im Gange. Die Bergdohlen aus der Vogelkolonie in der Zeche unter der Knappenschmiede, die gleichfalls wie die Felsnische im Grimmingtor Bogen
ganzjährig von den Vögeln belegt ist, segelten
schon geschäftig durch die Lüfte vor der Zinkwand
und pickten neben mir Brotbrösel auf.Schon hoch am Horizont stehend kam die Sonne über der Zinkwand zum Vorschein und wärmte mich mit all ihrer Kraft, da habe ich plötzlich etwas vernommen. Ohne meine Augäpfel zu verdrehen, sah ich links von mir die kleine Maus, die mir die nächtliche Schreckensangst beschert hatte, auch sie genoss die wärmenden Sonnenstrahlen. Auch die Eigenartigkeit des Geräusches fand durch die abgenagten Riemen meines Kletterhelmes eine Erklärung. Beim Abnagen der Riemen durch die Maus, hat sich der Helm bewegt und dabei dieses eigenartige Geräusch verursacht. - 73 -
Fremder Trost ist gut, doch besser ist der eig´ne MUT.
Wer durch ABWESENHEIT glänzt, verblasst bei Anwesenheit.
NATURGESETZE richten ohne Richter. So. 1990-07-20
- 75 -
- 77 -
GIPFELTURMTURMLEGENDE
Im Jahre 1912 wurde
auf Anregung des Notares Ladislaus Gullner eine
Aktion gestartet, die sich zur Aufgabe setzte, auf
dem Geschriebenstein eine aus Stein zu bauende
Aussichtswarte zu errichten. Die Planung und
Ausführung des Baues wurde dem Baumeister Josef
Varga übertragen. mit der Unterstützung der
Gemeinde Rechnitz hat Ladislaus eine Sammlung
eingeleitet, die vom damaligen Innenministerium
genehmigt wurde. Mit einer großem Festlichkeit
wurde der Aussichtsturm am 8. Juli 1913 vom Herrn
Dechant Matthias Heisz aus Lockenhaus eingeweiht.
- 79 -
Péter
Bokányi. Zur Eröffnung der Lesung der "Literatur
Schule: Begegnung mit Ungarn" Collegium
Hungaricum Gestatten Sie mir bitte, über
Ferenc Faludi, einen Dichter aus dem Komitat
Vas, einen Meister der ungarischen Literatur
zu erzählen. Faludi erblickte das Licht der
Welt im Jahre 1704 in Németújvár. Er studierte
in Köõszeg und wurde Jesuit. Er war
Universitätsprofessor in Graz, Pozsony, Bécs
und Nagyszombat, unterrichtete im Pasmaneum in
Bécs, und als Seelenhirt diente er in Pest und
Rom seiner Kirche – in vorgerücktem Alter
lebte er in Rohonc, wo er 1779 verstarb.
Und jetzt erlauben Sie mir
über einen im Burgenland geborenen
österreichischen Dichter, Franz Faludi zu
erzählen. Franz Faludi wurde in Güssing geboren,
studierte in Güns, wurde Jesuit, war
Universitätsprofessor in Graz, Wien und
Preßburg, unterrichtete in Wien, dem Pasmaneum,
und diente als Seelenhirt in Pest und Rom seiner
Kirche – im vorgerückten Alter lebte er in
Rechnitz, wo er 1779 verstarb.Die zwei Dichter sind ein und derselbe. Ob wir von Franz Faludi oder Faludi Ferenc, von Güssing oder Németújvár, Rechnitz oder Rohonc sprechen, hängt allein davon ab, auf welcher Seite der österreichischen Grenze wir stehen. In Rechnitz, dem in der Fortsetzung der Faludigasse verborgenen Faludital, oder in der Faludi Ferenc utca in Szombathely, oder vielleicht im Faludi Ferenc Kulturzentrum in Körmend. Die Gestalt und das Werk des im 18. Jahrhundert lebenden Ferenc Faludi sind gemeinsame Teile der Vergangenheit, Tradition und Kultur der beiden Länder. Pater Faludi sitzt nun also da oben im Himmel und schaut verständnislos auf uns herunter. Schon das ganze 20. Jahrhundert erfüllte ihn mit Schreck, und er beobachtete verblüfft und traurig, wie unsere einheitliche Kultur durch Grenzen, ideologische eiserne Vorhänge aufgeteilt wurde. Und heute, am 24. Juni 2002 hört er völlig überrascht, dass die ungarische Literatur in Wien – aber auch die österreichische Literatur in Budapest – einer Vorstellung bedarf. Ich lebe mit meiner Familie in Kõöszeg. Ich schaue jeden Tag auf den Gipfel Geschriebenstein, das Wahrzeichen der Stadt hinauf. Er könnte mit seinem Aussichtsturm vielleicht das Emblem des Schicksals der einstigen, selbstverständlicher Weise gemeinsamen Kultur sein. Die österreichisch ungarische Grenze schneidet den Aussichtsturm des Írottköõ entzwei. Der eine Teil des Gebäudes fällt auf österreichisches, der andere Teil auf ungarisches Gebiet. Trotzdem ist das Bauwerk eins, es ist statisch nicht zu trennen. Ja, wir können also auch hinsichtlich der Kultur etwas Gleiches fühlen. Die zwei Nachbarvölker verfügen offensichtlich über eine selbstständige, eigene Kultur, aber diese zwei selbstständigen Kulturen sind – trotz des zeitweise grotesken Spiels der Geschichte – an zahlreichen Punkten verbunden. Diese Verbindung der zwei Nachbarkulturen entspringt also der fernen Vergangenheit – und hoffentlich können wir auch in der Zukunft noch lange darüber sprechen. Dazu tragen Projekte des ÖKS wie dieses und die Lesung heute Abend bei. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
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FRÜHLINGSERWACHEN DER WÜHLMÄUSE WOLKENGRUBE 11. Wandrer Gipfel Buch Station 11-04-92 - 12-08-92 - 84 -
Abstieg mit
dem Wandrer Gipfel Buch die Schirmherrschaft
übernahm der mit dem Fahrrad aus Gratwein
angereiste 79 jährige Franz Deibinger, ein alter
Wanderfreund. Stefan Klingelhuber spielte mit der
Öblarner Bergmusik den von ihm für diese Feier
komponierten Grimmingtorjodler Sonne
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Leben ist oft harte Pflicht, WAIDHOFSEE> 12. ![]() Station 17-08-92 -
03-07-93 DER WAIDHOFSEE bei
Öblarn ![]() Nun liegst du
vor mir in deiner stillen Klarheit,
Silbern schimmert
es auf, dein Grund ist rein wie Wahrheit.
Von Felsen versteckt, dein Ufer mit einer großen Blumenzahl, Am anderen vom Schnee bedeckt, nährt dich vom Fels der Wasserfall. Nichts bricht die besinnlich´ Ruh´, bloß die Wellen rauschen, Was ich denke, was ich tu? Mit meiner Seele lauschen! ![]()
Es ist egal welchen BERG man besteigt,
- 88 -
Eisenkreuz mit einer Holztafel Zum Gedenken
an den Revierjäger Leonhard Walcher,
der am 15. Dezember 1927 vom Wilderer erschossen wurde. 1990 Renoviert Arsinger Das Originalkreuz war aus Holz die
Aufschrift lautete
Waidhofspitze weiter Totenkarspitz
Karlspitz Starzenalm Hocheck Sonnberg Es war eher
eine Winterwanderung, der Waidhofsee war noch
unter den Schneemassen versteckt.
auf
Sonnberg Starzenalm Karlspitz Totenkarspitz
Waidhofsee Schirmherrn: Franz Teibinger Gratwein,
Alois Strobl Untergrimming. Es sprachen:
Johann Glavanovits, Gastgeber Geschriebenstein 1991 und 1996, Franz Teibinger, Alois Strobl, Willi Matthes Wanderclub Gutengrund Bad Soden BRD, Franz Tschreppel Waidhofen, Franz Graner EVG Wien. Musik: Stefan Kukula Vater und Sohn Flügelhorn, die Gebrüder Zettler, Klarinette und Bergtrompete.Gesang: Alois Strobl
ab Totenkarspitz Karlspitz
Starzenalm Sonnberg Sonne
In der Nacht des
1993-09-10 war ich wieder einmal am Waidhof
unterwegs und hatte bei einem Gewitter in einer
Jägerkanzel Schutz gefunden. Am Weiterweg begannen
am Himmel Lichtzeichen. Zuerst glaubte ich, dies
wäre das Wetterleuchten des weiterziehenden
Unwetters. Mit schnellen Schritten hastete ich
höher um oberhalb der Baumgrenze die Erscheinung
am gesamten Horizont beobachten zu können.
Am östlichen Himmel über dem Ennsboden begannen winzige Funkenstriche zu pulsieren und formierten sich zu einem Häufchen, das sich durch Rotation zu einer leuchtenden Wolke verdichtete. Aus der Wolke wurde in langsamer werdender Drehung eine Spiralnebel, der sich in Richtung Südost wandernd, immer mehr auseinanderzog, bis er aufgerollt zu einem Halbbogen hinter dem nach Öblarn führenden Höhenrücken verschwand, währenddessen sammelten sich östlich erneut Funkenstriche und der Ablauf begann von neuem.
- 93 -
CARL HERMANNS NORD - SÜD - WEG 13. Wandrer
Gipfel Buch STATION 01-05-94 - 16-05-94Erstes Schaudepot für Carl Hermanns Werke 2011-11-09 -
NACHLASS / Der Wiener Star-Anwalt Andreas
Nödl zeigt einen Querschnitt des Gmünder
Künstlers in seinem Privathaus. Andreas
Nödl im neuen Carl Hermann-Schaudepot in
Vitis. Besichtigung nach Voranmeldung
(noedl@office.at).
GMÜND, VITIS / Vor 25 Jahren – am 11.
November 1986 – starb der Gmünder
Bildhauer Carl Hermann. Dutzende
Granit-Skulpturen im ganzen Waldviertel
erinnern heute noch an sein künstlerisches
Schaffen, mit dem sich Hermann als Pionier
der Land-Art einen Fixplatz in der
Kunstgeschichte gesichert hat.
Der Wiener
Star-Anwalt Andreas Nödl und seine Gattin
Anna investieren seit Jahren viel Geld und
Zeit, damit der Nachlass von Carl Hermann
nicht in Vergessenheit gerät. Aus diesem
Grund brachten sie auch das Haus des
Künstlers am Rande der Blockheide in
Schuss, erstellten eine eigene
Carl-Hermann-Website mit vollständigem
Werksverzeichnis und schufen jetzt ein
Schaudepot im Nödl-Privathaus in Vitis.
Hier in Vitis zu sehen ist ein Querschnitt aus dem Schaffen des Gmünder Künstlers: Entwürfe des Heidemännleins oder der Skulptur „Der Zufriedene“ ebenso wie die frühe Plastik „Der Berggeist“, ein Hinterglas-Kreuzweg oder das Originalschriftstück von „Gebet um Freiheit“ – ein Gedicht, das Hermann in nationalsozialistischer Haft als zum Tode Verurteilter schrieb. „Es ist nur ein Bruchteil des künstlerischen Nachlasses von Carl Hermann zu sehen, aber ein kompakter Überblick über die Bandbreite seines Schaffens“, führt Andreas Nödl aus. Besichtigt werden kann das Schaudepot nur nach Voranmeldung (office@noedl.at). 2012 wollen die Nödls die Bemühungen um Carl Hermanns Vermächtnis auch in Gmünd weiter intensivieren – dort, wo der Bildhauer Jahrzehnte lang lebte und so viele unverwüstliche Spuren in der Landschaft hinterließ wie nirgendwo sonst. „Wir würden uns freuen, Partner für eine Zusammenarbeit in Gmünd zu finden“, appellieren die Nödls an Entscheidungsträger, Investoren und Aktive in Österreichs nordwestlichster Bezirkshauptstadt. www.carlhermann.at von Daniel Lohninger
Nach der Erschaffung der Welt hatte
Gottvater noch viel zuarbeiten. Er grub
tiefe Gräben, damit das Wasser abfließen
konnte. Berge versetzte er dorthin, wo sie
ihm notwendig erschienen. Er pflanzte Bäume
und Sträucher und schließlich schuf er die
Tiere.
Eines
Tages
wanderte
der
Herrgott
über den Manhartsberg nach Westen. Viele
kleine und große Steine lagen in der Gegend
umher und erregten sein Missfallen; er wollte
sie einsammeln Gleich band er ein blaues
Fürtuch um und begann mit der Arbeit In der
Gegend der heutigen Blockheide war sein
Fürtuch schon voll, und die Steine hatten ein
ordentliches Gewicht Plötzlich riss das Band
des Tuches, die Steine fielen auf die Erde und
rollten auseinander. Es dämmerte schon der
Abend, und der Herrgott war müde, ließ die
Steine liegen und ging in den Himmel.
Am nächsten Tag schuf Gott die
Menschen. Auf die Steine in der Blockheide
hatte er vergessen und sie blieben bis zum
heutigen Tag dort liegen. So soll die Blockheide
entstanden sein. Der Teufel zog wieder einmal
durch die Gegend und wollte die Seelen der
Leute verderben, aber überall wurde er
abgewiesen. In Grillenstein gewährte man ihm
kein Nachtlager. Wütend verließ er in den
Abendstunden den Ort. Am Ortsende entdeckte er
auf einer Wäschestange eine Tuchent und einen
Kopfpolster „Ei,
wie gewunschen, diese Dinge kann ich
gebrauchen“, sagte er; nahm die
Tuchent unter den rechten Arm und den Polster
unter den linken. Dass er von den
Grillensteiner Webern überlistet wurde, ahnte
er nicht, denn im Federbett waren nicht nur
Daunen, sondern auch viele, viele Flöhe.
Um ruhig und ungestört
schlafen zu können, wollte er sein Lager nicht
in der Nähe der Häuser aufschlagen, sondern
draußen in der Blockheide. Bald fand er einen
Heuhaufen und er freute sich höllisch auf sein
weiches Nachtlager. Müde war er, und so schlief
er gleich ein. Doch nun erwachten durch die
Wärme die Flöhe, verließen das zerschlissene
Federbett und verschanzten sich im dicken Fell
des Teufels. Das Ungeziefer begann Luzifer mit
allen Kräften zu beißen und zu zwicken. Aus war
es mit seinem Schlaf die Qualen waren bald nicht
mehr zu ertragen. Der Teufel sprang auf, kratzte
sich mit seinen langen Nägeln und kochte vor Wut
Alles half nichts, und jetzt schrie er; ,,Zu
Stein soll dieses Bett werden!" Darauf war er
verschwunden. Seit dieser Begebenheit gibt es in
der Blockheide das " Teufelsbett". Quelle
Jeder Weg in
unbekannte Gebirge bestätigte die alte
Erfahrung, dass das Höchste und das Tiefste
Granit sei, dass diese Steinart, die man nun
kennen und von anderen unterscheiden lernte,
die Grundfeste unserer Erde sei, worauf sich
alle übrigen mannigfaltigen Gebirge hinauf
gebildet. In den innersten Eingeweiden der
Erde ruht sie unerschüttert, ihre hohen Rücken
steigen empor, deren Gipfel nie das all
umgebende Wasser erreichte. So viel wissen wir
von diesem Gestein.
Aus bekannten Bestandteilen, auf eine geheimnisvolle Weise zusammengesetzt, erlaubt es ebenso wenig seinen Ursprung aus Feuer und Wasser herzuleiten. Höchst mannigfaltig in der größten Einfalt wechselt seine Mischung ins Unzählige ab. Die Lage und das Verhältnis seiner Teile, seine Dauer, seine Farbe ändert sich mit jedem Gebirge, und die Massen eines jeden Gebirges sind oft von Schritt zu Schritte in sich unterschieden und im ganzen doch wieder immer einander gleich. Die Betrachtung und Schilderung des menschlichen Herzens, des jüngsten, mannigfaltigsten, beweglichsten, veränderlichsten, erschütterlichsten Teiles der Schöpfung, hat mich zu der Beobachtung des ältesten festesten, tiefsten, unerschütterlichsten Sohnes der Natur geführt. Ich fühle die ersten, festesten Anfänge unseres Daseins, ich überschaue die Welt, ihre schrofferen und gelinderten Täler und ihre fernen fruchtbaren Weiden, meine Seele wird über sich selbst und über alles erhaben und sehnt sich nach dem näheren Himmel. Goethe > Wer bei
Grillenstein oder Amaliendorf im nördlichen
Waldviertel die Landschaft durchstreift, wird
sich dem Zauber der sanft gerundeten mit
Fichten, Birken und Föhren bewachsenen Berge
kaum entziehen können. Fast fremd in dieser
herben Natur wirken vereinzelte
Wacholdersträucher. Eine leicht hügelige
Landschaft von nordischem Heidecharakter.
Besonders auffallend sind die sogenannten
Restlinge, eine große Zahl durch Erosion
absonderlich geformter Granitblöcken, die zum
Teil mehrere Meter Durchmesser aufweisen und
bereits in sehr früher Zeit Eigennamen, wie
Pilzstein, Christophorusstein, Franzosenstein,
Teufelsbrotlaib, Warzenstein, erhalten haben.
Auf den Höhen türmen sich zwischen
Bäumen kahl oder grün mit Moos überwachsene
gewaltige Felsen aus Granit.
Aus Feldspat, Quarz und Glimmer besteht dieses harte kristalline Gestein des Waldviertels, das als ältestes der Welt gilt. Was wir wahrnehmen ist nur die raue Oberfläche eines harten Gesteinsrumpfes, der sich hartnäckig der unermüdlich Kraft des Wassers, der sprengenden Wirkung des Eisens und dem ätzenden Fraß der Humussäure widersetzt und mit den Kampf mit den Elementen doch – wenn auch sehr, sehr langsam – nachgibt. Die Verwitterung breitet sich von dem ursprünglichen Netzwerk vieler paralleler und sich kreuzender feiner Risse aus. Sie vergrößert diese Risse zu Spalten und dann zu breiten Klüften. Besonders an den Schnittlinien rundet sie die Risse, so dass diese sackähnlichen Gebilde übrigbleiben. - 95 -
Ein Produkt dieser Sackverwitterung
sind die Wackelsteine, monströse oft über
hundert Tonnen schwere Granitbrocken, deren
Unterlage bis auf einen schmalen Sockel weg
gewittert ist, so dass eine Person sie in langsame
Schaukelbewegung versetzen kann. Andere ziemlich
skurrile Verwitterungsformen findet man in den
Schalsteinen, wie zum Beispiel den Teufelssitz
unweit von Amaliendorf. An diesen Steinen sehen
wir, dass kleine Kräfte, - wenn sie lange genug
wirken selbst das Festeste und Dauerhafteste zu
neuen Formen umbilden. Diese natürlichen Vorgänge
erscheinen und nur deshalb so erstaunlich, weil
sie so unvorstellbar langsam ablaufen, - ein
merkwürdiger Gedanke in unserer schnell lebigen
Zeit –!
Den Maler und Graphiker Ernst Steiner faszinieren diese Felsen wegen ihren bizarren, urtümlichen und noch nicht differenzierten Formen. Sie sind wie er sagt: In besonderem Maße dazu geeignet, unsere Phantasie anzuregen und die Bereitschaft zu schaffen, Bilder unserer Seele in sie hinein zu träumen. Wer in Anbetracht des ständigen Abschiedsnehmen müssen lebt, der verspürt das umso schmerzlicher angesichts dieser steinernen Zeugen, die gleichsam aus der Ewigkeit in unser kurzfristiges Leben hineinragen. Für Steiner sind die gewaltigen Felsen so etwas wie Bindeglieder zwischen den kurzlebigen und vergänglichen Erscheinungsformen der Natur und der Ewigkeit. Rolf Gutdeutsch Fahrt mit der Nostalgie
Schmalspurbahn von Gmünd nach St. Martin, bei den
Klängen der Ortskapelle wurde am Hauptplatz ein
Maibaum aufgestellt.
MAIBAUMAUFSTELLUNG IN ST. MARTIN
auf Nebelstein DER NEBELSTEINGIPFEL
Nord
Süd Wanderweg 05 WEGBEGINNSTEIN von Carl Hermann
bei Sonnenuntergang
auf Watzenstein Biwak Mittel Carl
Hermann Notunterkunft
1600 m. Lavanttaler Alpen. Skizze
Karten: ÖK133,f&b132 Selbstversorger,
Zutritt mit AV Schlüssel. 8 Lager Zum
Hans Prosl
Schutzhaus 930
hm Aufstieg, 900 hm Abstieg, 20 km, 5
Std. Besitzer: ÖAV
S. Weitwanderer. A-1160 Wien, Thaliastr.
159/3/16 Tel. 01/4938408 weitwandererZur Information für neu hinzu gekommene Mitglieder sei erwähnt, dass Carl Hermann Gründer und 1. Vorsitzender der Sektion Weitwanderer sowie Mitbegründer der oben genannten Sektion Waldviertel war und beim Bau der Nebelsteinhütte noch selbst Hand anlegte. Ende der sechziger Jahre reifte in Hermann der Entschluss, einen Nord-Süd-Weitwanderweg zu schaffen, was ihm auch - nach Oberwindung vieler Schwierigkeiten - schließlich gelang. Mittlerweile besteht dieser Weg über 33 Jahre, und bereits tausende Weitwanderer konnten sich von der Schönheit und Vielfalt der Landschaften, die er durchzieht, überzeugen. Carl Hermanns Idee entsprang auch die Planung und Anlage der Pilgerwege Weitwanderwege 06 nach Mariazell.Neben der Schaffung von zahlreichen bildhauerischen Werken war er auch wesentlich am Zustandekommen des Naturparks Blockheide beteiligt, und seiner Tatkraft ist es zu verdanken, dass nach seiner Planung -, unter Mithilfe mehrerer Weitwanderer die Pauluskapelle auf der Weinebene entstand, in der dann nach seinem Ableben am, 11.11.1986, seine Urne wunschgemäß am, 15. August 1987, beigesetzt wurde. Schon zu seinen Lebzeiten wurde – so wie auch bis heute – an jedem 15. August in der Pauluskapelle eine Messe für alle verstorbenen Weitwanderer abgehalten. Quelle ÖAV Sektion Weitwanderer Mitteilungen 4/2003 NEBELSTEIN EIBISWALD Carl Hermann GEDENKEN NEBELSTEIN 1017m ein Ausläufer des Böhmer Waldes mit einer Schutzhütte in Gipfelnähe, Beginn des Südweges Österreich ZUM
GELEIT
Dem
Vater der Weitwander Bewegung Dem
Errichter des Nord - Süd Weges
Dem
Gründer der ÖAV Sektion WeitwandererGlücklicher! Im Reich der Natur, Denkt nicht an Zeit und an Ziel, Vogel singen, vergessene Uhr, Um zu gehen so lang man will.
Dem Bildhauer Carl Hermann Zum Gedenken gewidmet jeweils am der Beginn der Südweg Begehung Österreich 1994-5 <1> 1995-06 <2> >- 96 -
ZUM GELEIT
Es stimmt beruhigend, wenn wir einmal in
der Früh dem Gesang der Vögel lauschen, abends
einen Rehbock beobachten, der mit Vorsicht teils
auf Brautschau oder aus Angst vor dem Jäger am
Waldrand äugt? Würde unser Herz nicht höher
schlagen, wenn wir sehen, dass eine Rehgeiß mit
ihren Kitz auszieht, das hinterher stolpert, weil
es die Läufe noch gar nicht richtig tragen? Würden
wir uns nicht freuen, wenn wir bemerken, dass ein
Hase gemächlich zum Kleefeld hoppelt oder Vögel
immer wieder angestrengt Futter für ihre Jungen
suchen?
Bei
der Wegabzweigung in das Joachimstal traf
ich mit Fritz
Peterka Wie fremd würde der Lockruf eines Käuzchens oder einer Eule in unseren Ohren klingen! Mäuschen still wäre unser Verhalten, wenn auf unser Wanderung einmal der Fuchs auftaucht! Wie wäre es, wenn wir bei klarer Nacht einmal den Sternenhimmel betrachten? Alle diese Naturbeobachtungen sind Erlebnisse, welche jedem Nord Süd Wanderweg - Wanderer geboten werden, wenn er keinen Rekord in der Gehzeit aufstellen will. Carl Hermann Auszug aus dem Buch "Der Weg ist das Ziel"
- 97 -
> zusammen, er war imVom 26.3. - 4.9.1994 unterwegs und hatte bisher nach 38 Tagen 2189 km zurückgelegt. Herr Peterka
QUELLE: ZENTRALALPENWEG 144 Seiten mit 52
Farbbildern und 65 Tourenskizzen ISBN
3-7031-0637-9 von Fritz Peterka. SOLO - ALPIN
- EXTREM ISBN 3-900451-14-0 von Fritz Peterka
ÖAV Wienerland PF 33 2103 Langenzersdorf.
>,
Geburtsjahrgang 1950, hat bereits im Jahre 1988
anläßlich 10 Jahre Zentralalpenweg 02 "1978 -
1988", die erste Solo - nonstop - Begehung
Feldkirch - Hainburg, in nur 27 Tagen 1250 km,
60.000 Höhenmeter» durchgeführt, ist Österreichs
fähigster Weitwanderer. In Karlstift
beim Stierhübelteich hatte ich
Orientierungsschwierigkeiten, nach der ungewollten
Umrundung des Teiches kam ich wieder zum
Holzhauermuseum, meinen Ausgangspunkt.
Neuer Nord Süd Wanderwegführer: Seite
35 Zeile 14/15/16 in etwa 10 Minuten erreichen wir
die Straße Liebenau - Arbesbach und gehen auf ihr
bis zu einer einer Kapelle rechts der Straße.
Bei der Abzweigung ging ich falsch rechts der Straße, wenn man links geht, sollte man zu der Kapelle rechts der Straße kommen, einige Steine erinnern an den Kapellen Standplatz. Biwak im Wald vor Arbesbach Sonne 03.05.94: Dienstag, Eintreffen in der Kontrollstelle Nr. 4 Gasthaus und Fleischhauerei Klinger, 3925 Arbesbach. Von der Frau Klinger bestens mit Speise und Trank versorgt trug ich mich in das ERSTE SÜDWEGWANDERBUCH ein, in dem die Oma Klinger den Wanderern gut Fuß wünscht. 1994 sind in diesem Teilabschnitt des Nord Süd Wanderweg bereits 12 Wanderer eingetragen, 1993 haben sich insgesamt 141 Wanderer eingetragen. Neuer Nord Süd Wanderwegführer: Seite 39 Zeile 13/14: Das Haus an der linken Friedhofmauer wurde abgetragen. - 98 -
Nach Arbesbach befindet sich in einem
kurzen Waldstück ein Baummarterl mit einem
Hinterglasbild des gekreuzigten Jesus von Carl
Hermann, im Neuer Nord Süd
Wanderwegführer nicht erwähnt
DER GEKREUZIGTE Hinterglasbaummarterl am
Nord Süd Wanderweg nach Arbesbach von Carl
Hermann
NACH ALTMELON, SELTSAME FELSGEBILDE AM WEGESRAND GRANITBLÖCKE AM WEGESRAND BILD: 34 DIE ERSTE
ÜBERQUERUNG DES 15. MERIDIANS ÖSTLICH VON
GREENWICH DER MERIDIANSTEIN BILD: 35
DER FRANZOSENSTEIN ![]() Unterhalb des
Wachtsteines, an seinem Ausläufer, liegt
unmittelbar links von der Straße nach
Schönbach der Franzosenstein. Es
ist ein riesiger ovaler Felsblock "sein Gewicht
wird auf ungefähr 100.000 kg geschätzt", der so
schräg auf seiner Unterlage ruht, dass man glauben
kann, ein kleiner Stoß würde genügen, um ihn
hinunterzustürzen, dass dem nicht so ist, hat ihm
auch den Namen Franzosenstein eingebracht.
In der
Pfarrchronik ist darüber zu lesen
Als weitere Merkwürdigkeit wird am
Fuße des Wachtsteinberges links von der
Schönbacherstraße, wo der alte Weg vom Friedhof
hinab in die neue Straße einmündet, ein Stein
geschildert, nämlich ein ovaler Koloss, der sich
so täuschend, fast seitwärts auf einer
abschüssigen Unterlage befindet, dass es den
Anschein hat, als wäre er mit einem leichten
Ruck, hinabzustürzen, das ist aber keineswegs
so.
Die Probe haben so wird´s erzählt, bei ihrer Invasion, zu Anfang dieses Jahrhunderts, die übermütigen Franzosen gemacht, indem sie sich bemühten dem Stein den Gnadenstoß zu geben, doch sie mussten sich beschämt zurückziehen. - 99 -
Seit dieser Zeit heißt er
Franzosenstein und unzählige Leute haben bis
heute immer wieder versucht, ihn zu bewegen,
er rührte sich aber keinen Millimeter. Doch
dazu gibt es noch eine kleine wahre Geschichte:
Bis vor einigen Jahren lebte in der Nähe des Franzosensteines ein Rentner, kein Riese, eher ein schmächtiger Mann, der aber das Mundwerk auf den rechten Fleck hatte. Eines Tages waren
wieder einmal Schüler einer Mittelschulklasse
bei der Besichtigung des Steines und die
Burschen versuchten mit lautem ho ruck, den
Felsblock hinunter zu bringen.
Zufällig kam unser Mann
vorbei, er blieb stehen und sagte: Ich bitt euch
Leutl, laßt mir den Stein in Ruh, ich habe ihn
heute schon dreimal wieder hinaufgesetzt, ein
viertes mal pack ich´s nimmer. Aus dem Buch
Seltsame Geschichten aus dem Waldviertel von Alois
EnglDieser Damm staute einst den Ruegarsteich oder Kremsee bis Waltersschlag. Er wurde 1574 abgelassen, weil die Nonnen von Imbach einen Dammbruch fürchteten.
- 100 -
ZWEITES
SÜDWEGWANDERBUCH Buchwidmung:
BERGSTEIGEN, wandern und beten Wer das nicht kann soll es lieber bleiben lassen Carl Hermann 1980-06-02
- 101 -
Sonne Nächtigung in der KONTROLLSTELLE Nr. 7, SÜDWEG WANDER BUCH GASTHOF RENNER OTTENSCHLAG WIDMUNG
Bei der
Ortschaft Pleßberg, "eine Idylle einer ländlichen
Ansiedlung", übersah ich die Abzweigung
nach links und ging über Singenreith nach
Elsenreith. Bei der Überquerung des Baches in
Singenreith sah ich auf der Brücke nach langer
Zeit wieder drei große Ringelnattern.
DER HEILIGE ST. MARTIN
Hinterglasbaummarterl am Nord Süd Wanderweg
von Carl Hermann
fehlt. Im Wald vor Spitz befindet sich von Carl
Hermann ein Baummarterl des Heiligen St. Martin
Hinterglasbild im Neuer Nord Süd Wanderwegführer
nicht erwähnt
Bittere
Erfahrungen in den bekannten
Fremdenverkehrsorten lehrten mich, dass man da
der Weitwanderbewegung nicht gewogen ist. Beide
nach Spitz führenden Markierungen fehlen im
Ortsbereich, ein Fragen Spießrutenlauf wurde zur
Odyssee
im Regen zum sonderbaren Kontrollstempelwirt.
Hätte ich alle eingeholten Auskünfte und
Ratschläge berücksichtigt, wäre ich für den Rest
meines Lebens in Spitz auf der Suche nach dem
Euroweg E6 beziehungsweise Nord Süd Wanderweg.
- 102 - Sehr geehrte Herren vom
Markierungsgebiet Schönbach - Ruine Aggstein des
ÖTK Bäckerstr. 16 1010 Wien Sehr geehrter
Herr Fremdenverkehrsobmann und Gemeindesekretär
von Spitz! Um die Wiederherstellung der
fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05
Weges in Spitz wird ersucht.
Mein starkes Verlangen war eine so
miserable Orientierungsgegend, die man halt bei
einer Wanderung irgendwie mit verkraften muss,
möglichst schnell zu verlassen. Es wäre falsch
wegen einiger politischer Gehirnakrobaten, solche
Negativerlebnisse den Ortsansässigen pauschal
anzulasten, ein wirklich netter Fährmann
übersetzte mich über die Donau. Mittel Biwak
Buchental.
und
Neuer Nord Süd Wanderwegführer SEITE 51
In Melk sind am Weg durch die Stadt
große Markierungslücken. Sehr geehrte Herren
vom ÖAV Dorfnerstr. 7 Sektion 3390 Melk! Sehr
geehrter Herr Bürgermeister von Melk! Um die
Wiederherstellung der fehlenden Markierung des E06-
beziehungsweise 05 Weges in Melk wird ersucht.
In dieses Rosengärtlein Felsvorsprung wurden Gefangene die kein Geständnis ablegten, ausgesetzt. Sie hatten nur die Wahl zu verhungern oder sich in die Tiefe zu stürzen. FUSSGÄNGERZONE MELK MIT 05 Markierung BILD: 41 - 103 -
Am Rainstein befindet sich ein
Baummarterl mit einem Hinterglasbild von Carl
Hermann
(im Neuer Nord Süd Wanderwegführer nicht erwähnt).
DER HEILIGE ST. LEONHARD Baummarterl am Rainstein
IN DER NÄHE
DER RUPERTUSTROPFSTEINHÖHLE AM ÖTSCHER VORDERE
TORMÄUER Höhlenführer Kurt Bachinger Kienberg
BAUMMARTERL
Hochberneckabstieg
Jausenstation
Vor Lackenhof kam ich von der Markierung ab, diesmal war es für mich ein Vorteil, denn ich hatte dadurch eine Wegverkürzung und kam noch vor Einbruch der Dunkelheit zur Kontrollstation Nr. 18, dem Gasthaus Digruber Ötscherwiese. Auf meine Frage nach einer Unterkunft, sagte die Kellnerin: Sie müsse erst den Chef fragen und gab nach einer halben Stunde einen abschlägigen Bescheid. Interessanterweise sollte sich die wortgleiche Szene in einem Gasthaus mit dem Schild Zimmer frei, vor Eibiswald noch einmal wiederholen. Sonne Nächtigung im Sonnenhof im Lackenhof. - 104 -
Sie
müssen bis 08:00 warten ehe sie was bekommen
können. Ich habe sie schon lange beobachtet,
haben sie gewusst dass am Aufstiegsweg so viele
Windbrüche liegen, weil sie über die Lifttrasse
aufgestiegen sind? Sagte der Hüttenwirt.
Erfahrungsgemäß ist in touristischen
Massenzentren eine Lifttrasse die beste
Markierung. Wäre es nicht möglich, zwei
Ansichtskarten zu kaufen und was alkoholfreies
zum trinken zu bekommen? Sagte ich.
Sie müssen schon sagen was sie wollen es gibt viele Getränke Sagte der Wirt. Ich teilte meine Bestellung mit und sagte: Ein guter Wirt weiß von selbst was seine Gäste trinken. Sie haben
mich von Anfang an gereizt, machen sie das
überall so? Sagte der Wirt in voller Entrüstung.
Darf ich bitte zahlen, ein Getränk und zwei
Ansichtskarten ersuchte ich. Der Wirt 32
Schillinge. Ich gab ihm 40 Schillinge um die
unwirtliche Stube unter Zurücklassung des
bestellten Getränkes schnellstens verlassen zu
können.
DER
GRÜNE WEG IN DIE STEIERMARK
Höhengrat Ötscher Gemeindealpe Später erfuhr ich dann die Hintergründe des sonderbaren Verhaltens des Lift Schutzhütten Wirtes. Seitdem es einige Liftunglücke mit tödlichen Menschenopfern gegeben hat ist man bei den Verlängerungen der Lift Betriebsbewilligungen sorgfältiger, dabei hat der Lackenhofer Ötscherlift den Sicherheitsnormen nicht mehr entsprochen.
Der Bürgermeister von Mitterbach ist
mit seiner Liftgesellschaft Bürgeralm in Konkurs
gegangen, der obere Lift wurde ersatzlos gesperrt.
Der vorherige Lift Hüttenwirt des Terzerhauses,
ein Brucker Baumeister, hat sich deshalb
abgesetzt. Das neue junge Pächter Ehepaar stammt
aus Bergsteigerkreisen und bietet eine
hervorragende Hüttenbewirtschaftung.
Beim Erlaufsee ist die Hälfte des Nord Süd Wanderweg und die Grenze zwischen Niederösterreich und Steiermark, hier steht ein von Carl Hermann gestalteter Granitblock, er wurde 1980 anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Nord Süd Wanderweg 05 enthüllt. Sonne Nächtigung in der
Kontrollstelle Nr. 21 Gasthof zum heiligen Geist
in Mariazell.
Nach
Schöneben geriet ich auf den 432 Weg nach Mürzsteg
und dann als besondere Zugabe auf den 428 Weg zur
Königsalm, als mir mein Irrtum bewusst wurde
wollte ich nicht mehr umkehren. Nach der
Besteigung des Kleinen und Großen Königskogel ging
es über teilweise abschüssiges Terrain nach
Dobrein und danach auf den Rodelanstieg durch den
Veitschalpergraben zur Großen Wildkammspitze und
auf die Hohe Veitsch.
VEITSCH † 1981 m beste Aussicht der Mürztalberge, am N - Rand des wenig verkarsteten Hochplateau liegt der romantisch Felsenkessel der BURG HÜTTENBUCH GRAF MERAN HAUS Dieser Winterraum wurde durch die Initiative des Hüttenwirtes Günter Pendl, sowie der großzügigen Unterstützung der Gemeinde Veitsch und von vielen Hohen Veitsch Freunden errichtet anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 GRAF - MERAN - HAUS
Dieser
Winterraum wurde durch die Initiative des
Hüttenwirtes Günter Pendl, sowie der großzügigen
Unterstützung der Gemeinde Veitsch und von
vielen Hohen Veitsch Freunden errichtet. Danke
dem österreichische. Touristenklub
Sehr
geehrter Herr Minister Fischler! Wege werden von
privaten Vereinen markiert, der Staat Österreich
hat in seinen staatseigenen Bundesforsten eine
besondere Neigung zum fällen von markierten
Bäumen und zum lückenlosen entfernen von
bestehenden Markierungen, nach dem Muster von
Aschbach. Herr Minister fragen Sie einmal die
Eigentümer des Bundesforstes das Volk, was es
von der staatlich Orientierungsbeseitigung hält.
Anmerkung: Zum Unterschied vom Hr. Naturfreundepräsident Heinz Fischer (zuständig Markierungsgebiet Leoben) kam eine akzeptable Rückmeldung. Vor
Aschbach war ein Gasthaus in Sicht, es begann zu
regnen ich begann zu laufen. Der Wirt besann
sich in einer stummen Geste und stellte wortlos
das Schild Dienstag Ruhetag in das Fenster neben
dem Eingang und verschwand. An einen Wanderer
braucht man im wanderbaren Steiermark kein Wort
verschwenden, wird er sich vielleicht dabei
gedacht haben.
- 106 - Nachdem ich auf Grund unvollständiger
Wegkennzeichnungen die Königsalm, den Kleinen- und
Großen Königskogel kennen gelernt hatte, führte
mich mein Umweg aus derselben Ursache zum Brandhof
des volktümlichen Prinzen Erzherzog Johann. Eine
steirische Kultfigur, den die Dichterin Paula
Grogger in dem Theaterstück Die Hochzeit, das
heute noch in Öblarn am Hauptplatz mit
Laiendarsteller aufgeführt wird. Bei einer
Hochzeit lernt Johann seine spätere Frau,
die Postmeisterstochter Anna Plochl kennen.
Der Erzherzog hat viele Erstbegehungen im Gebirge durchgeführt, allerdings nach der vorherigen Anlegung des Weges, deshalb wird der Normalanstieg am Hochgolling als Historischer Anstieg benannt. Es sind nicht immer die mächtigen
Gipfeln, die sich einprägen, oft sind es die
unverkennbaren Erlebnisse am Wege. Ich lag auf
dem duftendem Speikboden der Grimmingscharte
neben einer einzelnen Latschen Formation die
Hände im Schoß gefaltet und mein Blick schweifte
zu den Niederen Tauern, meine Gedanken begannen
eine Wanderung, – im weiten Feld der Erinnerung.
- 107 - Hier auf
der Grimmingscharte ist nun mein unsichtbares
Spurenkreuz errichtet. Zweimal beschritt ich den
Höhengrat des Grimmingstockes vom
Elektrizitätswerk aus nach Osten und heuer im
Urlaub ging ich in der umgekehrten Richtung, vom
Großen Grimming her. Hier jedoch in der St.
Martiner Grimmingscharte bin ich am nördlichen
Steilhang in Richtung Krungl abgestiegen.
Nach der Anreise von Wien war heute
mein Aufstieg von St. Martin aus nach dem
markierten Weg. Mein Vorhaben war zur Einweihung
der Adam Anton Biwakschachtel am Grimming den
Grimminghöhenzug ein letztes mal von Westen nach
Osten zu begehen.
Noch nie hatte ich wie heute
der Berge Antlitz so scharf gestochen in ihrer
gewaltigen Vielfalt betrachtet, doch vielleicht
ist es ein Privileg des Alters, dass man der
Schönheit mehr Augenmerk schenkt.Damals am nächtlichen afrikanischen Tropenhimmel war das Kreuz des Südens sichtbar, doch ich hatte es nur flüchtig betrachtet. Deutlich wie ein Bild erschien mir im Kopfe das von Carl Hermann errichtete Wegkreuz am Seeberg bei Seewiesen. Über einen mit vier Fahnenmasten beflaggten Zugang kommt man zu einem mit Natursteinen gepflasterten Rundweg. Von ihm führen vier Aufgänge mit je vier Steinstufen auf ein mit quadratischen Steinplatten zusammengefügtes Quadrat Der darauf mittig ruhende Steinsockel ist ein aus einem Kreisblock hervorstehendes symmetrisches Kreuz. Die Stirnseiten des kantigen Steinkreuzes sind nach den Ecken des Grundplatten - Quadrates ausgerichtet und in die Himmelsrichtungen weisend, bezeichnet. Diese Kreuzform wird durch waagrecht übereinanderliegende Kanthölzer, deren Ausladung im steigendem Maße gleichmäßig zunimmt fortgesetzt. In den vier entstandenen Hochtrapez förmigen Nischen befinden sich sakrale Motive aus Holzreliefs in der Form der Nischen. - 108 -
Das Dach
besteht aus einer mit Holzschindeln gedeckten
steilen Pyramide, auf der Spitze ein auf einem
Richtungspfeil schreitender Wanderer. Die vier
Fahnenmasten am Zugangsweg waren beflaggt und
im blauen Äther oberhalb der Kapelle standen
vier kleine Wolken in der Form eines
verschobenen Quadrates.
Das Gesamtbild ist eine bis in das kleinste Detail vollendete Schöpfung des Bildhauers Carl Hermann, zu dessen Gedenken ich heuer ein Versprechen in Form eines Erinnerungsbuches eingelöst habe.
1993Am Treffpunkt des E4 und E6 am Seeberg , gestaltet von Carl Hermann. Es hat Inschriften zur Völkerverständigung in deutscher, englischer, französischer und serbokroatischer Sprache. - 109 -
In Seewiesen haben zwei konkurrierende Hotels irreführende Wegweiser aufgestellt, wegen Irrtümer verwendete ich mein ganzes Augenmerk den Wegkennzeichnungen und konnte dadurch meine Irrgänge in Grenzen halten. Allerdings brachten mir meine Navigationen an den Abzweigpunkten, die Berufsbezeichnung Markierung Überprüfer ein. Meine Sorgfalt wurde belohnt und ich konnte vor dem Regen geschützt, eine stille Andacht in der Kapelle der Bergrettungsmänner halten. DEN TOTEN BERGKAMERADEN
WIDMEN ZUR EINWEIHUNG IHRER KAPELLE DIESES BUCH DIE LAWINENHUNDESTAFFEL DES BERGRETTUNGSDIENSTES KAPFENBERG Regen Nächtigung
Voisthalerhütte 1994-05-11: Mittwoch
HIER VERUNGLÜCKTE AM
27-03-1971
![]() LAWINENHUNDEFÜHRER FERDINAND NEUSSL BEI EINER BERGRETTUNGSÜBUNG. BERGRETTERGEDENKKREUZ Als ich zum Schiestlhaus kam hörte
ich aus dem Winterraum Stimmen. In der darin
befindlichen Bergnotmeldestelle, waren die
Feuerwehr internen Einsatzfunkgespräche des
Florian Kapfenberg zu hören.
- 110 -
HOCHSCHWAB †
2277
m GIPFELBUCH höchste
Erhebung des gleichnamigen Gebirgstockes mit
Kletterfuhren in allen Schwierigkeitgraden
GIPFELBUCH gestiftet vom Hüttenwirt der
Voisthalerhütte Hans Winkler, wurde Toni
Truca, Bergführer aus Saalfelden, durch den
Dlezalekweg der Hochschwab Südwand
getragen.1985 auf ab Tragöß <1> 1994-05 Südweg
<2> Süweg Markierung 1995-06 ergänzt
<3>
> >HOCHSCHWABGIPFELBUCH DIESES BUCH,
GESTIFTET VOM
HÜTTENWIRT DER VOITSTHALERHÜTTE HANS WINKLER, WURDE VON TONI KRUCA, BERGFÜHRER AUS SAALFELDEN, DURCH DEN DOLEZALEKWEG DER DER HOCHSCHWAB SÜDWAND GETRAGEN. HOCHSCHWABBIWAK ![]() Fleischer
Unterstandhütte, des ÖAV Sektion Alpine
Gesellschaft Voithaler, errichtet 1966. An
dieser Stelle stand ab 1904 eine im Gedenken an
den zu Ostern im Schneesturm erfrorenen Obmanns
Ferdinand Fleischer errichtete Holzhütte, die
1928 durch Unvorsichtigkeit eines Touristen
abbrannte. Sie wurde 1929 durch eine Steinhütte
ersetzt.
BIWAKBUCH FLEISCHERBIWAK Fleischer Unterstandshütte, des ÖAV Sektion Alpine Gesellschaft Voisthaler, errichtet 1966. An dieser Stelle stand ab 1904 eine im Gedenken an den zu Ostern im Schneesturm erfrorenen Obmann Ferdinand Fleischer errichtete Holzhütte, die 1928 durch Unvorsichtigkeit eines Touristen abbrannte. Sie wurde 1929 durch eine Steinhütte ersetzt. anwesend 1994-05 Markierung ergänzt - 111 - In die Berge will ich wandern DIE HÄUSELALMHÜTTE ![]() Vor dreißig Jahren waren Mitzi, die
Schwester meiner Mutter und ihr Mann Willi Ronijak
aus Kapfenberg die Hüttenpächter, die Versorgung
erfolgte mit einem Muli vom Bodenbauer aus.
Damals gab es noch ein vielseitiges Almleben, währenddessen heute viele wenn sie betrunken sind vom Almgehen sprechen, ging man damals auf die Alm um sich zu berauschen. Samstag und Sonntag war stets Hochbetrieb, die Jäger brachten eine Gämse in das Felsenloch gegenüber der Hütte und die Almgeher ließen sich das Wildbret gut schmecken. Die Milch holten wir von der schielenden Sennerin der Sachwiesenalm und die Natter im Felsenkeller der Hütte, bekam stets ihren Anteil davon. Während der Jagdzeit musste die Hütte geschlossen sein, doch da kam wegen dem gesetzlichen Wanderverbot ohnehin niemand. - 112 -
Seit dem
Waldfreigabegesetz von Bruno Kreisky, können die
markierten Wege auch in der Jagdzeit begangen
werden, allerdings die Bezirkshauptmannschaft
Gröbming in der Steiermark, hat für den deutschen
Riesen Jagdbesitz Borsche am Knallstein ein
ganzjähriges Wanderverbot erlassen und am
Hochschwab wird die Alm- und
Schutzhüttensperrklausel in der Jagdzeit noch
immer praktiziert.Die Hubschrauber Versorgung ist teuer und Natur zerstörend und sollte nur in extremen Alpengebieten eingesetzt werden. Für das Terzerhaus auf der Bürgeralpe ist sie sicher nicht gerechtfertigt, hier könnte man den gesperrten Personenlift als Materiallift verwenden. Trotz großer Probleme bewirtschaftet Sherpa Kolomann Luthenberger nun schon jahrelang die Hütte. Beim Versorgungstransport mit dem Kleinbus durch die Sonnschienalm machten die Jäger Kolomann so lange Schwierigkeiten, bis er sich ein Pferd kaufte und die Hütte vom Bodenbauer aus versorgte, dort jedoch begann die große Problematik mit dem Reserve Erzherzog Johann dem Gehege Tier Züchter und Jagdaufseher des Jagdbesitzes der Pensionsversicherung der Angestellten PVA. Nebel, Nächtigung Sonnschienhütte.
EISENERZER REICHENSTEIN
†
2165 m GIPFELBUCH von der
Reichesteinhütte in 20 Minuten zu erreichen
SIEHE AUCH 3.2 GESÄUSE auf Mödlinger Hütte
vom Reichenstein zum Reichenstein: 07./ 08.
ab Tragöß 1976-09-10 <1> 1994-05 Südweg
<2> Südweg Markierung 1995-06
ergänzt <3>
Vom Präbichel nach Vordernberg
führt der Erzwanderweg an vielen bergbaulichen
interessanten Denkmälern vorbei. Ab
Hafning vor Trofaiach setzt die Markierung des
E6- und O5 Weges aus, lediglich an einigen
Bahnmasten sind Spuren davon zu finden. In
Trofaiach, bei der Frage nach dem Weg, erfuhr
ich von einem ÖAV Mitglied einige
diesbezügliche Hintergründe. Der Mann erklärte
mir, wo der Nord Süd Wanderweg einmal an
seinem Eigenheim vorbeigegangen ist, von der
negativen Führung des örtlichen ÖAV war er
nicht begeistert. Er sagte zu mir: Ich habe nun
genug von den Machenschaften dieses Vereines
und trete aus.
- 113 -Über den Zweck der Talherberge in Trofaiach
kann man geteilter Meinung sein, meine bisherige
Wanderung hat mir eindrucksvoll veranschaulicht,
dass in den Tälern die ÖAV Vertragshäuser der
Gastronomie sinnvoller sind. Jedenfalls sollen ÖAV
Häuser nicht mit der Gastronomie konkurrieren.
Sehr geehrte Herren vom ÖAV Hauptstr.
68 Sektion 8783 Trofaiach! Sehr geehrter
Herr Bürgermeister von Trofaiach! Um die
Wiederherstellung der gänzlich fehlenden
Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges in
Trofaiach, wird ersucht.
Von Trofaiach fehlt die Beschreibung im
Neuen Nord Süd Wanderwegführer.
An diesem schönen Feiertag habe ich meine Tageshöchstleistung vollbracht, allerdings mein, Tagesziel den Trabochersee, habe ich nicht erreicht.
Sehr geehrte Herren des ÖAV
Hauptplatz 3/II Sektion 8700 Leoben! Sehr geehrter
Bürgermeister von Leoben Herr Reinhold Benedek! Um
die Wiederherstellung der in Leoben gänzlich
fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05
Weges wird ersucht.
1994-11-14 Sehr geehrter Herr Präsident
der Naturfreunde Fischer! Wenn
Sie als Politiker der den Naturfreunde
Markierungsbereich Europaweg E6 nicht respektiert,
für die Europäische Union in der Gemeinde
Leoben geworben haben, ist dies für die
Politikerglaubhaftigkeit nicht sehr erfreulich
Anmerkung: Der im Zuständigkeitsbereich der Naturfreunde liegende Abschnitts des Nordsüdweges war damals, gelinde gesagt, sehr stark vernachlässigt. Der Naturfreunde Präsident Hr. Fischer reagierte eigenartig dubios und beantwortet eine nicht gestellte Frage. Die Bürgermeister wären für die Markierung des E6 Weitwanderweges zuständig, die nicht gestellte Frage seiner Plakat Aktion beantwortet er: Entzieht sich seiner Einflussnahme? Das verwenden des Briefkopfes des Nationalratspräsidenten mit dem Wappen der Republik in einer Privatverein Obliegenheit war ein Amtsmissbrauch des Hr. Fischer. Herzlichkeit und
Gemütlichkeit. Euer Erzherzog Johann (Tafel am
Wegbeginn zum Mugel)
MUGEL † 1630 m Bruck a. d. Mur Steininschrift am Mugelanstieg anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >
Carl-Hermann-Notunterkunft
ca. 1400 m, mit dem Talort Übelbach. (Neuer
Nord Süd Wanderwegführer)
Diese Notunterkunft
für 6 bis 8 Personen gehört der OeAV-Sektion
"Weitwanderer" in Wien. Ein Unterkunftsraum in
der sogenannten Fensteralmhütte wurde der
Sektion Weitwanderer durch das Forstamt Prinz
Liechtenstein unentgeltlich überlassen und
dortselbst im Jahre 1988 eine Notunterkunft
anstelle eines seit vielen Jahren im Bereich
der Gleinalpe geplanten Biwaks errichtet.Die
Namengebung erfolgte nach dem Gründer und 1.
Vorsitzenden der Sektion Weitwanderer
(gegründet 1979), Bildhauer Carl Hermann aus
Gmünd in Niederösterreich. Er lebte von 1928
bis 1986. Bereits zu Zeiten Carl Hermanns war
die Errichtung eines Biwaks im Gebiet des
Gleinalmzuges auf dem Nord-Süd-Weitwanderweg
05 (Europäischer Fernwanderweg E 6) geplant.
Dieses Vorhaben konnte jedoch erst nach seinem
Ableben durch die Errichtung der Notunterkunft
realisiert werden. Quelle
und
für den Wanderer nur bei Mitnahme des ÖAV
Schlüssels zugänglich, allerdings durch die
Schlüsselmitnahme kann von einer Notunterkunft im
Sinne Carl Hermanns keineswegs mehr die Rede sein.
Das
Hinweisschild CARL HERMANN NOTUNTERKUNFT ist
irreführend und müsste Carl Hermann
NOTUNTERSTAND heißen. Zuständig
ÖAV Frohnleiten - 115 -
Notunterkünfte auf dieser Wegstrecke
gibt es beim Almwirt oder im vorbildlich
eingerichteten Winterraum des Kleinalpenhauses.
Das Gipfelkreuz wurde im Juli 1978 von den
St. Michaeler Bergfreunden aufgestellt. GIPFELBUCH
Ein für den
Gipfelbuch maßgeschneidertes in Leder gebundenes
Buch.
Besinnliche Rast wünschen die St. Michaeler Bergfreunde. Die vollgeschriebenen Gipfelbücher liegen im Schuhhaus Kapfer in St. Michael zur Einsichtnahme auf. Du sollst unter andern Den Nordsüdweg wandern. Erika u. Bruno Weidlich, 1989-09-07 anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 > LÄRCHKOGEL 1897 m GIPFELBUCH Kleinalm 1897 m GIPFELBUCH anwesend 1994-05 Markierung ergänzt 1995-06 >
Ein
Frühlingsgedicht, als Erinnerungsgeschenk
von Friedrich Hölderlin bei einer
Südwegwanderung
im Frühling, Menschenseele, nichts kann dir noch größere Freude bereiten.
![]() Hier fand man 23. Juni 1828 Anton Schachner,
vulgo Möschbauer aus Mitterbach tot auf. Er hatte
einen Ochsen auf die Rauchalm getrieben und hatte
den Riemen zu fest um die Hand gewunden, als der
Ochse von einem wiehernden Pferd erschreckt wurde,
konnte er sich nicht losmachen und wurde zu Tode
geschleift. Um ein Vaterunser wird gebeten
WÖCKERKOGEL OFFENE
KIRCHE 1988 m
Koralpe
Gaberl Altes Almhaus Ein
kurzes Stück am Südweg
E6/A7 Nordkap Ätna Abschnitt Gaberl
altes Almhaus zu gehen - ist ein dem
Kupferweg würdiger Abschluss. Es ist Sonntag
mich interessiert eine
Statue im neuen Kleid, auf dem 1706m hohen Wöckerkogel
aus dem marianischen Jahr 1954, hinter dem Alten
Almhaus. Ich gehe hinauf und finde eine Art offene
Kirche mit einer Felsen Madonna vor. Der Altartisch und die Kanzel sind
aus Fels gehauen, einem Kalvarienberg ähnlich
sind viele christliche Zeichen in steinernen
Platten verewigt. Die Kameradschaft Saala
feiert 50 Jahre Kriegerkreuz
auf dem BRANDKOGEL. Ein Silentium
an die gefallenen Kameraden und an die in den
Bergen Verunglückten. So. 2003-08-03
- 118 - ERZHERZOG
JOHANN 1782 - 1859 ERZHERZOG JOHANNKREUZ Pack
Landjugend Pack 1982WER ![]() Überall sind
die Spuren der Menschen zu sehen, Skilifte,
viele Bretterzäune zur Schneefestigung,
Häuser und Hütten, doch von den Menschen
waren in der Weinebene keine
Anwesenheitszeichen.
Meine Vorfreude auf die Kärntner
Nudeln, die auf der Gößlerhütte immer so
ausgezeichnet schmeckten, wechselt in eine
feierliche Erhabenheit, weil es mir nun vergönnt
ist hier mutterseelenallein die Nacht im Freien
verbringen zu können.
Als ich den Abhang von der Handalpe
zur Pauluskapelle hinunter schreite sind die
ersten Sterne am Horizont wahrzunehmen und auf
den Schneefeldern der gegenüberliegenden Koralpe
liegt noch ein leichter rötlicher Schimmer, als
letztes Zeichen eines Schönwetter -
Frühlingstages. Die Wegbereiter des Lenzes
machen einen großen Vormarsch, ein geschäftiges
Treiben und ein lustiges Erwachen ist überall in
der Flora und Fauna. Große Streckenabschnitte
bin ich ohne Schuhe auf rotblühenden Matten
geschritten und auf idyllischen Ruheplätzen habe
ich mich von den Strapazen erholt.
- 119 - Doch nun liegt eine eigenartige
Stille in der Landschaft, die sonst bei
Schönwetter von Menschenmassen überflutet ist.
Der Künstler Carl
Hermann sagte hier bei seiner letzten
Bergmesse in der Pauluskapelle. Nächstes Jahr sind
wir alle wieder hier, kommt alle wieder herauf
zu der Kapelle wo der heilige Paulus
versinnbildlicht ist.
Seine
letzte Ruhestätte hat er bis in das kleinste
Detail konzipiert und dafür gesorgt dass bei der
Ausführung seine Planung eingehalten wurde.
Durch seine Freundlichkeit zu allen
Menschen war Carl Hermann in der Öffentlichkeit
bekannt und beliebt, doch er wirkte sehr viel im
Stillen und tat so manches von dem viele gar
nichts wissen.
Wer weiß zum Beispiel dass zwei
Gedichte von Carl Hermann vertont wurden, dass
er ein Drama von Paulus geschrieben hat, dass er
im Gesäuse einmal Kletterlehrer war und einmal
den Totengräber ersetzt hatte?
Das elektrisch betriebene
Abendläuten der Glocke von der Pauluskapelle
bringt mich wieder in die Gegenwart zurück, doch
sogleich versinke ich wieder in der Erinnerung.
Die Kapelle ist auf einem leichten Hügel
errichtet, rundherum wurde der Almboden in
seinem Urzustand gelassen, nur eine Jägerzaun
schützt sie vor den hier im Sommer weidenden
Kühen.
Nach dem Ableben von Carl Hermann
kam eines Tages die Frau Scher, eine der acht
Glockenpatinnen der Pauluskapellenglocke, mit
dem Traktor voll Steinen angefahren und legte
vor der Kapelle einen Alpenblumen- und
Kräutergarten an, das war eine Veränderung des
Werkes von Carl Hermann der ausdrücklich keine
wie auch immer gestaltete Erd- und
Steinanhäufungen vor der Pauluskapelle wollte.
Nun man hat auch das
von Carl Hermann speziell ausgesuchte
wunderschöne Holz auf der Innenseite des Baues,
schwarz imprägniert und die Schrift weiß nach
gemalt.
Nun kurz nach der Schneeschmelze
sticht die Wunde mit dem Steine und Erdehaufen,
gegenüber dem rundherum grünenden Alpenboden vor
der Kapelle, besonders abscheulich hervor.
-
120 - Das ist
nicht mehr die Handschrift eines Carl Hermann`s,
seine Idee wurde vergewaltigt, sein Wunsch, dass
es nach seinem Tod so bleibt, pietätlos
übergangen.
Trotz eindringlicher Bemühungen um die Herstellung des Ursprungszustand, haben hier alle dafür maßgeblichen Endscheidungsträger versagt und den letzten Willen von Carl Hermann nicht respektiert. Der Grundbesitzer Herr Graf Montecuccoli von der Lichtenstein´schen Forstverwaltung, ist ein großer Paulusverehrer, er hat auch schon einige Stätten an denen der heilige Paulus gepredigt hat aufgesucht und mit Carl Hermann fanden diesbezüglich angeregte Gespräche in Deutschlandsberg statt. In einem Schreiben an die Sektion Weitwanderer hat er den Wunsch geäußert, dass er die Pauluskapelle so sehen möchte, wie sie von Carl Hermann geplant und ausgeführt worden ist. Sehr geehrte Frau Scher! Es wird Ihnen sicher großer Dank und Anerkennung zu Teil werden wenn Sie ihre Kräuter und Alpenblumen auf öffentlichen Gemeindeplätzen oder Lehrpfaden für die Allgemeinheit erschließen, ich bitte Sie jedoch den Platz vor der Kapelle von Ihren Steinen zu befreien und zu ebnen, dann wird von selbst Gras über diese unsinnige Geschichte wachsen. Obwohl ich die Sinnlosigkeit schon fühle geh ich trotzdem vor der Nachtruhe zur Gößlerhütte um nach einem Winterraum und nach einem hinterlegten Kontrollstempel Ausschau zu halten. Nun habe ich mich vergewissert, dass ich richtig fühlte und lege mich hin zum Schlaf und meine letzten Gedanken sind Vofreude auf den morgigen Tag, die jedoch durch Melancholie überschattet ist, weil es der letzte Wandertag sein wird.
- 121 -
Gipfelnacht bei Schönwetter am Vorabend der Karl Reiterer
1989-08-14 - 15 <1> anwesend 1994-05 <2>
Markierung ergänzt 1994-05
<3> >
Werkzusammenlegung im Heimatmuseum St. Peter im
Sulmtal. >KORALPENSPEIK 2144 m Kreuz Inschrift BLEIBE DEINER HEIMAT TREU.
Kreuz Legende: ÖAV 1948 Deutschlandsberg, in
Gedenken an die toten Bergkameraden. Gestaltet von
Günther Zmugg, aufgestellt am 4. und 5. Juni 1948,
mit Hubert und Wolfgang Bukoschegg, Rudolf Kern
Senior und Junior, Karl Gutjahr, Wolfgang Kogler,
Ludwig Weber. Heraufgeführt über die Brendl am 26.
und 27. Mai 1948 mit einem Steyr Traktor 180,
gefahren von Josef Mayer unter Mithilfe von Hans
Ehgartner, Alfred Kern, Helmut Gauer, Max Schick
und Obmann Gottfried Lawatsch.
- 122 -
Hier weilte am
7-7-1811 Prinz Johann von Österreich. Erneuert
im Gedenkjahr 1988
Dieses Gipfelbuch widmete den SpeikfreundenJosef Reiner aus Bad Gams am 07-06-1989
Sonnenaufgang
am Gipfel, am Tag der Karl Hermann Gedenk-
Bergmesse auf der Weinebene in der
Pauluskapelle.
1994-05 <2>
Markierung ergänzt 1994-05 <3>
anwesend 1989-08-15<1> >MERIDIANSTEIN AM KORALPENSPEIK
DIE KRÄMERIN ![]() EIN MARTERL ZUR ERINNERUNG AN DIE
ERFRORENE BAUCHLADENVERKÄUFERIN Bevor wir vom
Glitzkogel 1734 m kommend in den Wald treten,
steht linker Hand ein ohne Mörtelverbindung
zusammengefügtes Steinmarterl, die Krämerin.
Unter einer Krämerin verstand man eine Frau, die mit verschiedenen Kleinkram Waren von Hof zu Hof, von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zog und alles zum Kauf anbot. Der Volksmund erzählt, dass hier eine Krämerin auf dem Weg nach Kärnten vom Schneesturm überrascht worden und erfroren sein soll. Jahrzehntelang war es der Brauch der Almgeher einen Stein mitzunehmen und an dieser Stelle abzulegen habe. Als schon eine größere Menge Steine vorhanden war, entschloss sich ein Bewirtschafter der Brendlhütte, in seiner Freizeit aus dem Material ein Marterl zu errichten. - 123 -
In der Nische ist ein Sandsteinrelief, Maria mit den
Kinde, eine Schülerarbeit von Carl
Hermann. Von den übriggebliebenen Steinen
wurden von den Einheimischen oder Wanderern mit
unglaublicher Phantasie rund um das große
mehrere kleine Marterl errichtet.
Der Weg ist das Ziel Carl Hermann
Anmerkung: Das Sandsteinrelief ging verloren
Beim Zenz in der Wiel, dem heutigen
Jagerwirt, war der gefangene Russe im ersten
Weltkrieg als Landarbeiter zugeteilt. Diese
Begebenheit gab Klöpfer Stoff, ein Gedicht zu
schreiben.
In St. Kathrin in der Wiel schuf Carl
Hermann eine lebensgroße
Plastik aus Stein, die das bedeutende
Werk des steirischen Mundartdichters KLöpfer zum
Ausdruck bringt.
- 124 -
Das Teilstück vom Jagerwirt bis
Eibiswald, auf dem der Hiaserl mit dem gfonganan Russn
gehen musste, wurde zu Ehren des Dichters Dr. Hans Klöpfer Weg
benannt, und vier geschnitzte Holztafeln von Carl
Hermann mit Auszügen aus dem Gedicht Da Ruß sind
an bestimmten Wegabschnitten angebracht.
-
125 -
Seit der Hebalm konnte ich beim Jagawirt erstmals wieder in eine Wirtsstube einkehren. Meinen Dank und meine Bewunderung gilt für die Wirte die in entlegenen Gebieten ganzjährig die Stellung halten, sie sind wichtige alpine Stützpunkte. Dies gilt auch für die Schutzhüttenwirte die strickt ihre Öffnungszeit einhalten, so war ich auf der Voisthaler- und auf der Sonnschienhütte jeweils der einzige Gast. Am Koralpenspeik sind Hinweisschilder für den Skilift Betrieb die den Wanderer in die Irre führen. - 126 -
Ganztägig warme Speisen stand auf der
schwarzen Holztafel mit Kreide geschrieben, neben
dem Eingang zum Koralpenhaus eine Werbung zur
falschen Zeit, die Hütte war gesperrt, es gibt
keinen Winterraum und natürlich auch keinen
hinterlegten Kontrollstempel.
Nach St. Oswald gibt es
unter dem Kogelwirt eine neu markierte
Wegabzweigung, ich ging dem im Neuer Nord Süd
Wanderwegführer beschriebenen Weg zum
Kogelwirt, rechts bei der Höchstwirthkapelle
ist eine neues Wegschild Nord Süd Wanderweg
05, ich folgte dem Hinweis, nach längerer Zeit
erfuhr ich von einem Einheimischen, dass ich
mich in Richtung St. Oswald fortbewegte, und
dass es vielen Nord Süd Wanderweg Wanderer
ebenso wie mir ergangen war.
Am Staritsch kam ich in der hereingebrochenen Dunkelheit von der Markierung ab und wanderte auf einem asphaltierten Güterweg, vor Aibl kam ich zu einem Gasthaus an dem ein Schild Zimmer frei angebracht war. Nun spielte sich die gleiche Zeremonie wie in Lackenhof ab: Ich fragte nach einem Zimmer mit Dusche. Die Kellnerin sagte: Sie müsse erst den Chef fragen. Nach zehn Minuten kam dann der abschlägige Bescheid. Vor Eibiswald hatte ich eine Funkstreifenkontrolle, die jungen Beamten fragten nach dem Reisepass. Ich konnte nur mit: "Ich heiße wirklich Mayer und komme aus Wien, mein Profil an den Schuhen ist in Ordnung," dienen. Als ich in Eibiswald bei der Krainer Säule angelangt war wusste ich dass ich am Nord Süd Wanderweg- Endkontrollstellenwirt Josef Simperl vorbeigegangen war, ein Ortskundiger, "der gebürtige Leobner und nun in Eibiswald wohnender Pensionist Herr Otto Schirlinger", führte mich zum Simperl und hat wie ich am nächsten Tag erfuhr, mir sogar noch mein Bier bezahlt. Nächtigung im Gasthof Simperl Eibiswald, wo auch ein Weitwandererbuch aufliegt.
- 127 -
ENDSTATION SIMPERL KONTROLLSTEMPEL - ABSCHLUSSBEMERKUNG Josef Simperl
1910 - 2005 >
Weitwanderung Südweg 05 Österreich Endstation
GASTHAUS SIMPERL EIBISWALD
Wir
begrüßen und gratulieren zur 1. Durchwanderung
des Nord Süd Wanderweg ganz herzlich und
wünschen noch viele frohe und gesunde Wandertage
und viel Freude in den Bergen. Familie Simperl
anwesend 1994-05
Zur 2. Durchwanderung des Nord - Süd Weges begrüßen und gratulieren wir den Wanderer ganz herzlich. Auf seinen weiteren Wanderungen alles Gute, Glück, Segen und Gesundheit sowie viel Wanderfreude, wünscht vom ganzen Herzen Familie Simperl anwesend 1995-06 <2> >DER Nord Süd Wanderweg 05 WEGENDESTEIN in
Eibiswald von Carl Hermann
Carl Hermann GEDENKSTEIN in Eibiswald von Toni
Hafner August Krainer BILD: 69
ENDKONTROLLSTELLE
FAMILIE
SIMPERL
und
>
![]() Am 18-05-94 kehrten vier Radler aus
Großbettlingen in Schwaben, in Eibiswald in der
Steiermark im Gasthaus zu den drei Eiben ein. VIER
SCHWÄBISCHE RADLER BEIM SIMPERLS Bild 71
Gerhard, Herbert, Manfred und Rainer
sind seit 13-05-94 unterwegs und haben bis heute
850 km hinter sich unser Ziel ist bis Freitag
Wien. Wir widmen Bruno diese Zeilen und wünschen
ihm weiterhin alles Gute auf seinem künftigen Weg.
Weitwandermuseum Österreichischer
Alpenverein Ortsstelle Eibiswald Das Museum befindet sich im "Lerchhaushof"
(Hauptplatz 82) und umfasst 3 Schwerpunkte: Das Weitwandern
Carl Hermann - Der Bildhauer und Begründer des
Weitwandern "Carl Hermann
Portrait" Videofilm Vorführung Informationen Öffnungszeiten:
Ostern bis Allerheiligen
nach telefonischer Anmeldung
Telefon: 03466/42416 Hr. Brauchart Fax: 03466/42416-4
Eintritt: Freiwillige Spende Nähere Informationen erhalten sie auch
im Gemeindeamt Eibiswald bei Frau Angelika
Pressnitz (Tel.: 03466/42218-23)1993-08-13: Freitag auf Türlwandhütte
Südwandhütte Dachsteinloch ab Südwandhütte
Türlwandhütte Sonne
AUSKLANG aus Franz Schmid & Peters Gefährten am Seil Wien, 1993-10-29 Mein
väterlicher Freund August
Es war der Vortag meiner
Gipfellesung im Jahre 1986 am GROSSEN ÖDSTEIN,
deshalb erinnerte sich Carl Hermann an seine
Jugenderlebnisse im Zauber des Gesäuses und begann
davon zu erzählen:Schon während der Studienzeit fuhr ich zu Gesäuse Bergfahrten von Graz mit dem Fahrrad nach Gstatterboden. Mit wenig Geld, spärlichen
Essvorrat doch mit viel Idealismus und Hingabe
zur Natur ausgestattet, ging ich damals als
Einzelgänger meine Bergwanderungen.Von dem
Säuseln des Windes und dem Rauschen der Enns bei
dem Durchfließen durch das Gesäusetor Gesäuseeingang
ennsabwärts nach Admont, entstand der
Name des Gebirges. Das Gesäuse besitzt stolze
Gipfel, die auch auf ihrer schwachen Seite nur
mittels Kletterkunst bezwungen werden können.
- 140 -
Der
Zauberberg der GROSSE ÖDSTEIN
> 2355 m ist
der eindrucksvollste Gipfel von dieser
Gruppe der eigenwilligen
Bergpersönlichkeiten, auf ihm habe ich
mehrmals eine Gipfelrast gehalten. Außerhalb der Ortschaft
Gstatterboden, wohnte in einer Keusche Frau
Katharina Ditz, die legendäre BERGSTEIGERMUTTER,
so manchen hungernden Bergsteiger hatte sie in
der Notzeit ein Stück Brot und freundliche Worte
geschenkt.
"Auch ich bekam
einst von ihr das Brot der Gnade und denke
immer mit Hochachtung an diese Frau. Meine
Erinnerung an Sie werde ich in meiner
geplanten Neuauflage des Buches DER WEG IST DAS ZIEL, in einer
Widmung an sie aufzeichnen." Carl
Hermann
Wandern ist
keine neue Erfindung, wohl aber das
Weitwandern. Vor 1970 wurde von einigen Berg
Begeisterten so etwas erwogen, kam aber nicht
gezielt zum Durchbruch. Als ich 1968 der
Hauptversammlung des ÖAV den Plan vortrug, das
Weitwandern zu fördern, wurde dieser begrüßt.
Eines Tages rührte mich ein leises Heimweh nach meinem Heimatort Eibiswald. ich stellte mir die Frage, wie viele Tage ich brauchen würde, von Gmünd nach Eibiswald zu gehen, heimzugehen. - 141 -
Diese
Überlegung war der zündende Gedanke für die
Errichtung des Nord Süd Wanderweg. Dann kam die
Planung: Viele Wegstücke kannte ich, Landkarten
halfen mir, das Fehlende zu ergänzen.
Der Sektions Verband Steiermark des ÖAV und andere alpine Vereine standen dem Weitwander Gedanken skeptisch gegenüber, stimmten dann aber doch zu. 1970 ist der Nord Süd Wanderweg anlässlich des 100 jährigen Bestehens der Sektion Graz des ÖAV vorgestellt und der Öffentlichkeit übergeben worden. Der Gedanke des Weitwanderns wurde zu dieser Zeit noch belächelt. Als man dann die ersten statistischen Zahlen bekanntgeben konnte, war alles in Ordnung, und auch andere begannen, Weitwanderwege zu planen. Heute zählt der Nord Süd Wanderweg zu den nicht nur in Österreich, sondern auch im Ausland bekanntesten und meist begangenen Wegen. Tausende haben diesen Weg schon durchwandert, alle Kontinente sind vertreten. Landschaftlich kann man den Nord Süd Wanderweg Weg in 4 Abschnitte einteilen: das Waldviertel mit der Wachau, das Alpenvorland, das steirische Gebirge und die schönen Almen. Der Wanderer wird auf diesem Weg viel an Kultur und österreichischer Geschichte neu entdecken. Durch den Generalplan von Dr. Robert Wurst durchqueren noch andere Weitwanderwege ganz Österreich. Nachdem sie den Plan gefaßt haben, den Nord Süd Wanderweg zu begehen, mögen sie recht frohe Wandertage genießen und schöne Erlebnisse mit nach Hause bringen. Carl Hermann Der Südweg Hermann Da ich schon früher an der Gestaltung von Wanderwegen viel mitgearbeitet hatte und mit Wanderern über ihre Probleme sprach, bekam ich in der Sache einen guten Überblick. - 142 -
Im Jahre
1967 arbeitete ich im Freien an einer großen
Granitplastik; es war im Juli, die Sonne brannte
unbarmherzig und zwang mich zu einer Rast im
Schatten. Wieder einmal, wie des öfteren, waren
meine Gedanken daheim in Eibiswald, wo mein
Lebenskampf begonnen hatte, Kinderjahre,
Jugendzeit, viele schöne Tage, auch etwas Heimweh
wurden wachgerufen. Und die Gedanken gingen
weiter!
Wie weit bin ich überhaupt von zu Hause fort, in 6 bis 7 Stunden bin ich mit dem Auto in Eibiswald. Man müsste den Weg dorthin gehen, dann könnte man die Entfernung von der Heimat zur Wahlheimat genauer abschätzen. Carl Hermann Da schon altersmäßig und berufsbedingt Wandersburschen und Kaufleute von Ort zu Ort, von Land zu Land wanderten. Ebenso verhält es sich mit den Wallfahrern, die ja immer schon zu den Stätten der Gnaden Orte pilgerten, also "wanderten". Auch die Erschließer der Bergwelt können den "Urwanderern" zugeordnet werden. Bereits im Jahre 1932 haben sich der Alpinschriftsteller Ing. BENESCH und der Alpenvereinssekretär Dr. Josef MORIGGL mit dem Wandern von Hütte zu Hütte auseinandergesetzt. Später hat Dr. Ernst HERRMANN mit dem Tauernhöhenweg und je einem Weg durch die nördlichen bzw. südlichen Kalkalpen diesen Gedanken wieder aufgegriffen. Vor nun
mehr als dreißig Jahren hat Carl HERMANN
seinen "Nord-Süd-Weg" ins Leben gerufen und
damit das Weitwandern der neuen Zeit angeregt.
Durch eine ARGE unter dem damaligen
Sonderbeauftragten Min. R. Dr. Robert WURST
wurde im Jahre 1976 durch die ÖAV
Jahreshauptversammlung ein Generalplan genehmigt
und im Laufe der nächsten Jahre auch praktisch
realisiert. Neben einer Vielzahl von regionalen
Wanderwegen führen vier überregionale
Weitwanderwege von Ost nach West (01 bis 04) und
werden von fünf Weitwanderwegen, die von Nord
nach Süd verlaufen (05, 07 bis 10), gequert. Das
Mariazeller Wallfahrer Wegesystem 06 führt von
den Städten Wien, Graz, Klagenfurt, Linz,
Eisenstadt bzw. dem Nebelstein im Waldviertel
nach Mariazell. Die Markierung der
Weitwanderwege ist durchgehend rot weiß rot mit
der jeweiligen Wegnummer im weißen Feld. Die
Kennzeichnung und Beschilderung der
Weitwanderwege obliegt jenen Sektion der alpinen
Vereine, die im jeweiligen Bereich eines
Weitwanderweges ihr Arbeitsgebiet haben. Im
Laufe der Jahre wurden der Sektion Weitwanderer
vom ÖAV alle zehn bestehenden Weitwanderwege zur
Betreuung übergeben.Bleibt noch der Wunsch, dass möglichst viele Wander-, Berg- und Naturbegeisterte unsere Weitwanderwege begehen und, entweder ohne Leistungsdruck, allein durch das Erlebnis mit der Natur, die Begegnung mit der Kultur und die Gemeinschaftsbildung Erholung und Entspannung vom Alltag finden mögen, oder aber als sportliches "Trekking" - auf Grund der zu erbringenden enormen Belastung - die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit finden mögen. Alle Wegbeschreibungen über die 10 österreichischen Weitwanderwege sind - sofern nicht vergriffen - im Fachbuchhandel sowie auch über die ÖAV-Sektion Weitwanderer erhältlich. Adresse: Thaliastraße 159/3/16, A-1160 Wien, Fax und Tel. +43/(0)1/493 84 08 oder 0664-2737242, Erika und Fritz Käfer ICH GEHE EINMAL ZU FUSS HEIM!
Wie war die nächste Frage? Über Zwettl,
Ottenschlag, Spitz, Mariazell, den Hochschwab,
Leoben und über die Pack. In diesem Fall würde
ich genau vom Norden in den Süden gehen, also
ein Nord - Süd - Weg. Zur gleicher Zeit kam
mir die Idee, auf dieser Strecke einen
Weitwanderweg anzulegen. Warum sollte ich
allein gehen, auch andere Wanderer könnten
künftig diesen ersten, weiten Weg quer durch
Österreich begehen. In so kurzer Zeit, ist die
Idee für den Nord Süd Wanderweg entstanden.
Ehrlich gesagt, es erschien mir dieses
Unternehmen zuerst aussichtslos. Trotzdem
beschäftigte ich mich intensiv mit dem
Gedanken und begann, Karten zu studieren,
Gehzeiten zu berechnen und Helfer zu suchen.
Mein Vorschlag wurde allerdings von manchem sehr skeptisch aufgenommen. In Steyr bei der Jahreshauptversammlung des ÖAV trug ich meine Idee dem Hauptausschuß vor, der dagegen keinen Einwand hatte. Noch am gleichen Tag sprach ich mit den niederösterreichischen Sektionen Spitz und Melk und den Vertretern der Sektion Steiermark. Da die Zustimmung des Hauptausschusses vorlag, sagten sie mir ihre Mitarbeit zu. - 143 -
MEIN ZIEL WAR DER WEG,
den ich in 2 Jahren fertigstellen wollte, um ihn
bei der 100 - Jahr - Feier der Sektion Graz des
ÖAV der Öffentlichkeit zu übergeben. Über die
viele Arbeit jedoch und die Fahrten, die ich auf
mich nahm, will ich nicht reden.
Am
25.08.70 war es dann soweit, im Redoutensaal in
Graz wurde der Weg eröffnet. Wer den Weg
schon einmal durchwanderte, kann sich selbst ein
Bild machen, das Buch aber wird manche
Erinnerung zurückrufen. Wer den Weg noch nicht
gegangen ist, dem möchte ich raten, einmal die
Wanderschuhe anzuziehen, um für eine Zeit dem
Alltag den Rücken zu kehren, sich in Gottes
herrlicher Natur frei und ungebunden zu bewegen
und das zu erleben, was wahrscheinlich schon
fremd geworden ist, das Wandern. Für diese
zukünftigen Wanderer wird das Buch auch ein
Wegweiser sein. Carl Hermann
Besonders gilt
dies auch für den 1632 m hohen Mugel. Denn
Frau Josefine Dreiseitl ist schon 40 Jahre
lang Pächterin des Prosel Hauses auf der Mugel
und gleichzeitig fürsorgliche Betreuerin der
Weitwegwanderer.
Die 70 Lenze sieht man ihr nicht an, und gern glaubt man ihr, dass sie in 40 Jahren nur 4 Tage krankheitshalber im Bett zugebracht hat. Was man aber kaum glauben will, ist ihr Bericht über die seinerzeitige Hüttenversorgung: Sie selbst war nämlich häufig auch Träger. Zweimal in der Woche schleppte sie von Niklasdorf die schwere Lebensmittellast hinauf; einige Male waren es sogar 65 Kilogramm - und das auch im Winter, wo es oft galt, sich durch bauchtiefe Schneewächten zu kämpfen. Dabei ist Frau Pepi, wie die Wanderer sie vertraulich nennen, eine zierliche Person. Carl Hermann Als ich im
August 1967, um den Nord Süd Wanderweg zu
erkunden, über die schönen Almen ging und im
Gleinalmhaus nächtigte, entschloss ich mich auf
Grund des guten Wetters, morgens sehr früh
aufzustehen und zum Gleinalmspeik zu gehen, um
einen Sonnenaufgang mitzuerleben.
Um 3 Uhr verließ ich das Haus, es war noch dunkel, ein frischer Westwind zog über die Almen, im Osten zeichnete sich bereits der Anbruch des Tages deutlich ab. Den Gipfel erreichte ich noch vor dem Sonnenaufgang. Der rote Streifen im Osten wurde immer breiter und breiter, dann kam die Sonne. Eine große feurige Kugel stieg scheinbar aus der Tiefe, der neue Tag war angebrochen. Nun kam das Staunen, als ich mich nach Westen drehte. Fast kann man es nicht beschreiben. Die höchsten Gipfel, so schien es, wurden zuerst mit dem neuen Tageslicht beschenkt. Carl Hermann Immer mehr
Berge und Gebirgsstöcke kamen zum Vorschein,
als hätten sie geschlafen und müssten
geweckt werden. Die Fernsicht war einmalig,
die Berge zum Greifen nahe, in den
schneebedeckten Gipfeln der Hohen Tauern
verfing sich mein Blick. Ob es der Ankogel
oder der Großglockner war, weiß ich heute
nicht mehr, ich wollte in diesen Minuten
alles auf einmal sehen. Die Niederen Tauern
standen im Morgenlicht, angestrahlt wie eine
Kulisse in einem Filmatelier.
Die Eisenerzer Berge, das Wildfeld, der Eisenerzer Reichenstein und natürlich auch der Hochschwab, mir kam vor es wollten alle noch einmal ihre ganze Schönheit zeigen. Die Fischbacher Alpen kamen in Sicht, über Graz lag ein starker Dunst. im Süden erkannte man das Bachernebirge in Jugoslawien, dann den Radlpass. Unterhalb dieses Radlpasses liegt meine Heimat Eibiswald, fiel mir ein, bis dahin möchte ich wandern, dort soll auch einmal der Nord Süd Wanderweg, welcher noch in Planung ist, enden. Carl Hermann Weiter glitt
der Blick über die Karawanken im Morgenrot,
dahinter die Julischen Alpen, der Triglav
war leicht zu erkennen. Mit einem Ausblick
auf einen Teil der Karnischen Alpen war der
Kreis geschlossen.
Wie lange mein ersehnter Traum, einmal einen Sonnenaufgang in dieser Pracht erleben zu können, gedauert hat, weiß ich nicht. Es ging alles zu schnell, ich konnte es nicht ganz erfassen. Ich dankte dem Schöpfer innig für dieses Erlebnis, schaute noch einmal in die Runde, doch der Zauber war gewichen, die Berge wurden blasser, man hatte fast den Eindruck, sie schämten sich ihrer Hoffart, die sie dem neuen Tag gegenüber gezeigt hatten, manche waren schon am Firmament versteckt. Ich war glücklich, schaute in`s Tal, wo die Menschen noch schliefen, denn dort hatte der Tag noch nicht begonnen. Carl Hermann Einige
Bergdohlen rissen mich mit ihrem Geschrei aus
meiner Versunkenheit, als wollten sie sagen,
geh` jetzt, du wolltest ja noch wandern. Als
ich zum Gleinalmhaus zurückkam, war der Wirt
schon im Hof und trieb das Vieh auf die Weide.
Kurz, aber freundlich war die
Begrüßung. War's
schön oben? Ja sehr! Heute bleibt es nicht
schön, es ist zu klar.
Ich nahm den Rucksack, und mit einem Pfüat Gott ging es weiter. Der Wirt hatte recht, am Nachmittag stieg ein Gewitter auf, und ich erreichte gerade noch das Gaberlhaus, als der Regen einsetzte. Das Gewitter dauerte bis in die Nacht hinein. Ist es nicht wunderbar, was man an einem Tag alles erleben kann, das waren meine Gedanken bevor ich einschlief. Carl Hermann - 146 -
- 147 -
Choralpenübergang Weinebene Erbauer: die
Sektion der Weitwanderer des ÖAV Kapellenweihe:
1983-08-15
WARUM EINE PAULUSKAPELLE AUF DEM NORD - SÜD - WEG, UND DAS NOCH DAZU IN DER HEUTIGEN ZEIT?
Durch seine Missionsreisen war der
heilige Paulus der bedeutsamste Wanderer der
Urkirche. Seine Darstellung mag vielleicht
ungewohnt sein, da er neben seinem Attribut, dem
Schwert, einen Wanderstab in den Händen hält.
Idee, Planung und die Figur aus Waldviertler Granit, stammen vom Bildhauer Carl Hermann aus Gmünd im Waldviertel, Niederösterreich. Hier fand er am 15.08.87, seinem Wunsche entsprechend, die letzte Ruhestätte. Die Glocke der Kapelle mahnt dreimal am Tag zur Einkehr. Über die
Weinebene ging bereits vor 2.000 Jahren ein
Römerweg.
Am Markteingang von
Eibiswald steht ein großer von Carl Hermann
gestalteter Granitstein mit einem Edelweißemblem
und dem Marktwappen von Eibiswald mit der
Inschrift: In Eibiswald befindet sich das
große Krainer (Steirischer Landesvater) Denkmal
aus Granit von Carl Hermann.
Auskünfte über den Nord Süd Wanderweg
05 und alle andere Weitwanderwege erteilt die ÖAV
- Sektion Weitwanderer Thaliastr. 159/3/16 1160
Wien. Carl. Hermann / F. Käfer / E. Dattler 4.
Auflage Styria Verlag 89
ANNO DOMINI MCMLXXXII: Diese Kapelle
wurde zu Ehren des heiligen Paulus, des
Schutzpatrons der Weitwanderer, auf Anregung und
nach den Plänen des Bildhauers Carl Hermann, dem
Vater des Gedankens des Weitwanderns, in
ehrenamtlichen Arbeitsstunden des Planers, vieler
Wanderkameraden und Verwandten und Bekannten des
Künstlers und Spenden von Weitwanderern und
Institutionen, in den Jahren 1982-1983 errichtet.
Der heilige Paulus war auf Grund seiner Missionsreisen, der bedeutendste Wanderer unter den Aposteln, durch seine Tätigkeit kam die christliche Lehre in das Alpenland. Die Figur
ist aus Waldviertler Granit und soll Ausdruck
der Strenge, Entschlossenheit und Willenskraft
des Heiligen widerspiegeln. Der Stab
versinnbildlicht die Reisen, Buch und Schwert
sind Attribute, der Kreuzweg soll an den
Leidensweg Christi erinnern. Ausführung der
Granitfigur und des Kreuzweges: Bildhauer Carl
Hermann
KOMMUNIOSSPENDE
Carl Hermann IM GESPRÄCH MIT PFARRER RAGGAM DIE
FRAU IN DER MITTE DIE SICH GERADE DIE AUGEN REIBT
IST DIE FRAU DES BRUDERS VON Carl Hermann DIE
WITWE DES MALERS GOTTFRIED HERMANN
Carl Hermann IM GESPRÄCH MIT PFARRER RAGGAM
Carl Hermann MIT DER OPFERBÜCHSE
Carl Hermann IM GESPRÄCH MIT DEM KIRCHENCHOR BILD:
80 AUGUST KRAINER, bei der Bergmesse Weinebene ![]() Die Weitwanderer aus Ingolstadt, die
jedes Jahr die weite Reise antreten und zu uns her
kommen sind hier, die Kärntner sind hier, die
Steirer sind hier, die Wiener sind hier, die St.
Pöltner sind hier, die Salzburger sind hier, die
Glockenpatinnen d Frau Zimmermann, Frau Wippel und
Frau Prommer sind hier, alle begrüße ich recht
herzlich und vor allem auch jene, die ich anfangs
vergessen habe.
Mein Bekanntenkreis ist zu groß, deshalb ist es mir nicht möglich alle namentlich zu nennen. Liebe Freunde, ich möchte auch sehr herzlich die drei Pfarrer die heute die Messe lesen werden willkommen heißen: Den Jägerpfarrer aus Wies Franz Raggam, der auch auf den Almen das Wild beobachtet und dem es auch nebenbei gelingt etwas zu erlegen, einen guten alten Freund Pfarrer Josef Kurzmann 1912-1987 aus St. Peter und dann unseren lieben Freund und Weitwanderer Siegi Gödl der jedes mal bei uns ist, wir haben schon im stillen beschlossen dass er in Zukunft Pfarrer hier auf der Weinebene werden soll. Hier, wo unser Weitwanderer Schutzpatron versinnbildlicht ist und wo wegen dem Nord Süd Wanderweg die Pauluskapelle steht, treffen wir uns im nächsten Jahr, kommt alle wieder herauf. - 151 –
Was kann man noch Schöneres finden
als die Gemeinschaft, sie ist wohl das Wichtigste,
was wir in unserer zerrüttenden Zeit unbedingt
brauchen. Carl Hermann
Liebe Brüder und Schwestern! Ich denke an die Worte des Dichters Goethe die er am Lebensende in sein Tagebuch geschrieben hat: All unser Tun auf dieser Welt hat nur den Sinn, das Auge unseres Herzens zu schärfen für die Wunder dieser Erde und zu klären dass es fähig werde Gott zu sehen. Liebe Brüder und Schwestern! Nur im Innehalten sieht man einen Grashalm, einen Schmetterling, einen Käfer, eine Wolke, einen Stein oder ein Berg. Es sind die Kleinigkeiten die unser Herz erfreuen, an denen viele achtlos vorübergehen. Ist es nicht wunderbar, wenn wir hier auf der Weinebene stehen und ringsum die Berge betrachten, in Hunderten von Jahren, wenn ihre dreifachen Urenkel hier oben sind, wird sich vieles geändert haben, doch die Berge werden gleich geblieben sein. Liebe Freunde der Natur, liebe Bergsteiger, liebe Wanderer, ihr Jungen und ihr Alten im Namen meiner geistlichen Mitbrüder wünsche ich allen, dass sie die geschenkte Zeit des Lebens in Freude und in Leid annehmen und den Mut zur Wahrheit finden, denn die Wahrheit heißt Jesus Christus. Maria Himmelfahrt ist jenes Fest wo uns bewußt wird, dass uns diese große Frau zur Quelle des Lebens und der Freude führt. Sie wird die Königin des Friedens genannt, sie ist das Zeichen der Hoffnung und des Trostes. Dass sie auch heute durch unser Feiern hier, ihr Herz für den Anruf Gottes und für die großen und kleinen Wunder dieser Welt, geöffnet hat, sei unser Wunsch. Gehet hin in Freude und Frieden. Amen! Pfarrer Franz Raggam
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns.
Wir bitten dich erhöre uns. Carl Hermann - 153 -
- 154 -
- 155 -
Vielen Dank für die Arbeit die hier
geleistet wurde, herzlichen Dank den Priestern für
die Messfeier. Vergeltsgott, Herrn Panzi aus
Glashütten, allen die hier gereinigt haben und
allen Mitarbeitern die dafür gesorgt haben dass
wir hier einen schönen Raum haben. Mir ist es
leider nicht möglich selbst die Hand anzulegen,
denn ich bin am anderen Ende des Nord Süd
Wanderweg sesshaft.
Für den Schluss wurde das Beste aufgehoben, den Kirchenchor von Trahütten und Glashütten den Dank auszusprechen dass sie wieder gekommen sind um mit uns die Messe zu feiern. Wir treffen uns
nächstes Jahr hier wieder, dazu lade ich alle
ein. Carl Hermann
Träger hoher
Auszeichnungen, ist am 11-11-1986, im 69.
Lebensjahr vom Herrn abberufen worden. Unser
lieber Verstorbener wird im Hause Grillenstein,
Fuchssteinweg 16, Gmünd, am 19-11 aufgebahrt.
Die
feierliche Einsegnung ist am 19-11-1986, um
14;00 im Trauerhause. Anschließend lesen wir das
heilige Requiem in der Stadtpfarrkirche St.
Stefan in Gmünd.
Die Hülle
des Verewigten wird nach St. Pölten übergeführt
und dort eingeäschert. Die Urnen Beisetzung
erfolgt am 15.08.1987, anlässlich der Bergmesse
in der Pauluskapelle auf der Weinebene in der
Steiermark. Elsa Hermann im Namen aller
Verwandten
HERR WENN
DU MEIN LEBEN BEURTEILST HABE MITLEID
Gmünd, 12-11-86 Auf Wunsch des
Verstorbenen wird gebeten von Kranz- und
Blumenspenden Abstand zu nehmen. Eventuelle
Spenden bitte an die Sektion Weitwanderer des
ÖAV Kto. "02028301" 1. Österr. Sparkasse
(Trauerparte)- 158 -
HERR, WARUM DURFTE ICH NICHT LÄNGER FÜR MEINE FREUNDE ARBEITEN ? Carl Hermann 1918 - 1986 Träger hoher Auszeichnungen, Vater
des Weitwanderns, 50 Jahre Mitglied des ÖAV, 30
Jahre 1. Vorsitzender der Sektion Waldviertel des
ÖAV, Gründer der Sektion Weitwanderer des ÖAV und
deren 1. Vorsitzender bis zu seinem Ableben, 16
Jahre geschäftsführender Obmann des Vereins
Naturpark Blockheide Eibenstein bei Gmünd, er wird
über seinen Wunsche gemäß, in der Pauluskapelle
auf der Weinebene seine letzte Ruhestätte haben.
Die Urnen Beisetzung findet am, 15.08.87 anlässlich der Bergmesse um 11:30 dort statt. Immer war er bestrebt, für andere und für seine Heimat zu arbeiten, seine Wanderfreunde galten ihm alles. Seine steirische Heimat und seine Wahlheimat, das Waldviertel, durch Wanderwege zu verbinden ist ihm mit Erfolg gelungen. Wer ihn als Künstler gekannt hat, weiß, dass er begnadete Hände hatte. Während seines Lebens erfuhr er viel Dank und Anerkennen für sein Wirken und seinen Idealismus, besonders von den Wanderern. Sein geselliges Wesen, sein Ideenreichtum, seine Bescheidenheit haben ihn beliebt gemacht. Seine Denkmäler und Wandersteine stehen überall im Land und werden an ihn erinnern. Möge auch der Herr ihn gnädig aufnehmen. (Allgemeiner Nachruf 15-08-87) - 159 -
Es war der
Wunsch meines Mannes, dass dort, wo er zuletzt
gearbeitet und gelebt hat, eine
Erinnerungsstätte an ihn erhalten bleiben
soll. Da ich diesem Gedanken immer positiv
gegenübergestanden bin, habe ich mich
entschlossen, unser Haus nicht erst nach
meinem Tod, sondern schon jetzt der
Landesgruppe Niederösterreich des "Österreichischen
Naturschutzbundes" zu übergeben.
Mein Mann hat über seine Vorstellung mit Vertretern dieses Vereines noch persönliche Gespräche geführt und es wird sich der "Niederösterreichische Naturschutzbund" bemühen, im Rahmen seiner Statuten in Grillenstein, Fuchssteinweg 16, 3950 Gmünd eine C A R L - H E R M A N N - GEDENKSTÄTTE aufrecht
zu erhalten und ein Waldviertler
Naturschutzzentrum zu errichten. Mit besten
Grüßen Elsa Hermann Frau ELSA HERMANN überschreitet den
ACHTZIGER 2004-01-04
Am 25.Mai 2004 feiert Frau Elsa Hermann, aus
Gmünd im Waldviertel, den 80. Geburtstag. Sie
trägt neben Ihrer kulturellen und sozialen
Neigung besonders auch das Erbe Ihres Mannes,
des Bildhauer, Vater der Weitwanderwege und
Sektionsgründer der überregionalen ÖAV
Weitwanderer, Carl
Hermann 1918
- 1986 aus Eibiswald,
im Herzen.
Eine herzliche Verbindung, die schon zu Lebzeiten Ihres Mannes begann, besteht auch zum Wanderer. Sie wirkt an zahlreichen Sektionsveranstaltungen mit: Es sind nicht nur Ihre köstlichen Mohnzelte, die Sie stets mitbringt, sondern es ist die Erscheinung eines Menschen der sein Leben mit einem begnadeten Künstler teilte, was sich einprägt. Carl Hermann wurde in der NS Zeit verurteilt, er konnte aus der Todeszelle fluchten und fand im Waldviertel einen Unterschlupf. Wenn es um die Wahrung des Lebenswerkes Ihres Mannes geht - fehlt es Frau Hermann auch nicht an der erforderlichen Resolutheit. Diese Eigenschaft sowie auch Ihre literarisch Ausdruckskraft im Schriftwechsel - sind an Ihr besonders zu schätzen. Es möge das Gute weiterhin Ihr Begleiter bleiben. C A R L H E R M A N
N 1917-1986 Im Perpetuam Memorian
Carl Hermann wurde in Wolfsgruben bei
Eibiswald im südsteirischen Grenzland geboren.
Sein Geburtshaus steht auf der Kuppe einer Anhöhe,
als Teil eines bäuerlichen Anwesens.
Als wandernder Zimmermanns Geselle zog er auf der Soboth (südsteirischer Höhenzug) und in der ganzen Südweststeiermark von Hof zu Hof. In seinem früh erwachten Schöpferdrang schnitzte er mit Vorliebe die Gottesmutter mit dem Kind. Der Grenzlandvater Dr. H. M. Fuchs 1874 - 1933 erkannte die Begabung des jungen Carl Hermann. und ermöglichte ihm den Besuch der Kunstgewerbeschule in Graz. Carl Hermann war freischaffender Bildhauer, als Künstler war er ein ausgesprochener Einzelgänger, der ohne Kontakt zu Kollegen unbeirrbar seinen Weg ging. Er fand sich in jeder Arbeitstechnik zurecht und schuf seine Plastiken mit geradlinigen Konturen und Kanten. "Von den Wenigen, die ihre Werke aus Granit schlugen, war er der Einzige der den Granit zu formen vermochte". So sagte ein Abgesandter der niederösterreichischen Bildhauer im Nachruf bei der Verabschiedung vor dem Trauerhause, Grillenstein, Fuchssteinweg 16. Als Soldat erkannte er den Wahnsinn des Nationalsozialismus und wurde Widerstandskämpfer, am 15-03-1945 wurde er deswegen zum Tode verurteilt. Eine ganze Gruppe "Köpfler" wie man damals die zum Tode Verurteilten nannte, wurde zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt und sollte im Raum Döllershein - Eggenburg gegen die heranrückenden sowjetischen Truppen eingesetzt werden. Während der Fahrt von Wien nach Döllersheim gelang ihnen die Flucht, Carl Hermann kam mit einem aus Gmünd stammenden Mithäftling nach Gmünd um von hier in die Steiermark zu gelangen. - 161 -
Carl Hermann
ehelichte eine Gmünderin und errichtete am
Rand der Blockheide ein Eigenheim mit einem
Atelier.
Von seiner Feder stammt das Buch
"DER WEG IST DAS ZIEL" (Leopold Stocker Verlag)
Carl Hermann erzählt seine Gedanken und
Erlebnisse bei der Erkundung des Nord Süd
Wanderweg, schildert den Charakter und die
Vegetation der Weglandschaft und beschreibt die
Historie der Wegstationen mit ihren Legenden und
Sehenswürdigkeiten.
Bei spätherbstlichen
Schönwetter kamen viele Menschen zur
Verabschiedung von Carl Hermann von seinem
Eigenheim. Mit einer Eibiswalder Abordnung mit
dem Bürgermeister Herrn Naderer war auch der
Neffe von Carl Hermann August Krainer gekommen.
"Carl Hermann war in seiner Leidenszeit nie verzweifelt und hat dem Tod ruhig entgegengesehen", sagte uns Frau Elsa Hermann. Auch im Innerem des Refugiums von Carl Hermann sieht man, dass hier ein Künstler gelebt hat, eine Besonderheit ist der Boden des Wohnzimmers aus Baumabschnitten mit sichtbaren Jahresringen, an denen man das Alter der Bäume ablesen kann. Nach der Einsegnung im Trauerhause, bei dem Requiem, in der Stadtpfarrkirche Sankt. Stefan in Gmünd sagte der Pfarrer: Die KÜNSTLER sind des Himmelvaters liebste Kinder. - 162 -
Das
geschaffene künstlerische Gesamtwerk von
Carl Hermann zu beschreiben, wäre eine
lohnenswerte Aufgabe für einen
Kunsthistoriker und würde ein eigenes Buch
füllen.
Seine bildhauerische Ernte besteht
aus etwa 400 Arbeiten, davon 14 Monumental
Plastiken wie zum Beispiel der Sämann am
Getreidesilo in Waidhofen an der Thaya, er ist
12 m hoch, wiegt 63 Tonnen, davon sind 40 Tonnen
Splitt, 20 Tonnen Zement und 3 Tonnen Eisen. Für
das Modell brauchte er 13 Tonnen Gips und 5
Festmeter Holz, die Nase ist 0,47m lang und im
Kopf hat ein Mensch mit durchschnittlicher Größe
stehend Platz. DER SÄMANN VON Carl
Hermann
Carl Hermann war ein Meister des
bildhauerischen Porträts, eine Büste in St. Peter
im Sulmtal am Dorfplatz stellt den Heimatforscher,
Dichter und Komponisten "Karl Reiterer
Die Hauskapelle wurde vom
Grundbesitzer Herrn Koinegg, vulgo Feidl, errichtet.
Carl Hermann hat wohl als Freund und ehemaliger
Nachbar mit dem Erbauer gemeinsam geplant und
künstlerisch beraten. Carl Hermann
LETZTES WERK >" dar.
Durch sie entstand meine Freundschaft mit August
Krainer, dem Initiator dieser
Gedenkstättenerrichtung. Mit ganzem Herzen war er
der sakralen Kunst zugetan, sein letztes Werk war
eine gotische Madonna, (auf der Aufnahme nicht
sichtbar) für eine Kapelle, die am 29.6.86 in der
Nähe seines Geburtsortes eingeweiht wurde.
Carl
Hermann war ein Mensch dem die Kunst und die Natur
sehr viel gegeben haben, auch er hat uns mit
seinen Werken und dem Nord Süd Wanderweg reich
beschenkt. Ein letztes Berg Heil
- 163 -
STELL` EINE KERZE AN`S FENSTER U R N E N B E I S E T Z U N G Maria Himmelfahrt 15-08-87 An diesem
Samstag, war die Urnenbeisetzung vom "SÜDWEG
HERMANN", dem Bildhauer und Weitwandervater.
Ein eisiger Wind brauste durch den
Choralpenübergang Weinebene.
Bei dem "Eibiswalder Lied", gesungen vom Männergesangsverein Eibiswald, mit dem ein Wunsch des Verewigten erfüllt wurde, begann es zu regnen, deshalb wurde die Messe in die Gößler Hütte verlegt. - 164 -
- 165 -
Pater Hugo de Vlamink vom Stift
Herzogenburg, ein Freund des Geschiedenen,
Magister Wolfgang Reisenhofer, Weitwanderer
Pfarrer Dr. Siegfried Gödl, Pfarrer Wingolf Enge,
Pfarrer Franz Brunner und Pfarrer Hamasek,
vollzogen die Einsegnung vor der Beisetzung und
feierten den Gottesdienst.
Die Messe wurde von der "Musikgruppe Kaiblinger" aus Markertsdorf an der Pielach musikalisch gestaltet. Trotz des schlechten Wetters waren rund 1500 Weitwanderer aus allen Bundesländern und dem angrenzenden Ausland gekommen, um von ihrem Vater Abschied zu nehmen. Der Landeshauptmann der Steiermark Dr. Josef Krainer, dankte dem Verstorbenen für seine schöpferische Tätigkeit als Bildhauer und für die Verbreitung seiner Idee der Weitwanderbewegung. Weitere Gedenkreden hielten: Von der "Sektion Weitwanderer" des ÖAV der Vorsitzende Fritz Käfer, der Schriftführer Proff. Karl Mor, der Vorsitzende des ÖAV Walter Hoffmann, vom steirischen Sektionsverband Prof. Karl Moser, für die Sektion Waldviertel Dir. Hannes Rammel, für die slowenischen Wanderer deren Präsident Zoran Naprudnik. Von der Formation Gipfel Buch Karl Minhard mit Sohn aus Schwechat, Stefan Schefberger aus Wiener Neudorf und ich haben an der Urnenbeisetzung teilgenommen. Carl Hermann hat seinen Weg in die Ewigkeit vorbereitet, auch die Halterung für seine Urne war von ihm geschaffen. Auf seiner letzten steirischen Reise, machte er Rast in der zu seinem Elternhof gehörenden "Veitlkapelle" und es wurde mit der, wie durch ein Wunder wieder heimgekehrten Kapellenglocke, zur Totenwacht geläutet. (Siehe Heimkehr einer Glocke^) Herr Jakob Petschenig
verschloss nach der Urnenbeisetzung den Urnenraum
im Boden vor der Paulusstatue in der
Pauluskapelle, mit einer Steinplatte und vergoss
die Fugen mit Zement.
Stammt
aus St. Andrä im Lavanttal hatte seinerzeit Carl
Hermann im Arbeitsdienst kennen gelernt und mit
ihm Freundschaft geschlossen, als in den 80er
Jahren im Zusammenhang mit dem Weitwandern der
Name Hermann fiel, stellte er sofort
Nachforschungen an und fand so seinen ehemaligen
Freund wieder. Allen, die an der Errichtung der
Pauluskapelle im Jahre 1982, an der auch Jakob einen
maßgeblichen Anteil hatte, beteiligt waren -
trauern um ihn. Wir werden "Jake" der im
84.Lebensjahr geschieden ist, in Zusammenhang
mit der Pauluskapelle sehen und ihm für das
Gute, das er getan hat immer in Erinnerung
behalten. Auf Wunsch des Verstorbenen, der am
19.01.05 zu Grabe getragen wurde, war von
Blumen und Kranzspenden abzusehen, um den
dafür vorgesehenen Betrag auf das PSK Konto
722 1480 der Sektion Weitwanderer zu
überweisen. Fritz Käfer. Anmerkung: Jakob Petschenig war es auch
der die Urnenversenkung seines Freundes
Carl, im Boden vor dem Altar der
Pauluskapelle, handwerklich durchgeführt
hatte.
Noch zu Lebzeiten tröstete Carl
Hermann seine Frau wegen seiner 500 Kilometer von
Gmünd entfernten Ruhestätte, mit den Worten:
URNENBEISETZUNG
VON Carl Hermann IN DER PAULUSKAPELLE AUF DER
WEINEBENE Hier erwartet Carl Hermann, Vater
der Weitwanderer, die Auferstehung.
"HERR MEIN LEBEN WAR SO KURZ" Diese Inschrift findet der Besucher der Pauluskapelle auf der Weinebene nun vor, denn seinem letzten Wunsch entsprechend, wurde die Urne mit der Asche dieses großen Sohnes unserer Heimat am 15. August (Maria Himmelfahrt) in der Pauluskapelle, in seiner Kapelle, am Nord Süd Wanderweg beigesetzt. Er hat also in der Steiermark seine letzte Ruhestätte gefunden. Wie alljährlich, waren zu der schon zur Tradition gewordenen Bergmesse, an diesem Feiertage neben den Angehörigen und Verwandten hunderte Freunde und Bekannte, aus nah und fern gekommen. Diesmal aber besonders deshalb, um von Carl Hermann Abschied zu nehmen und um der Urnenbeisetzung beizuwohnen. - 167 -
Unter den
Anwesenden sah man unter anderen neben weiteren
Persönlichkeiten des politischen, wirtschaftlichen
und kulturellen Lebens auch Landeshauptmann Dr.
Josef Krainer, LAbg. KR. Reinhold Purr sowie ORR.
Dr. Kunz von der Bezirkshauptmannschaft.
Die Glocke der Pauluskapelle erklang zur Beisetzung und der Männergesangverein aus Eibiswald unter der Leitung von Chorleiter Dir. i.R. Franz Kleindienst sang das Lied "Es ist Feierabend". Die Einsegnung nahm ein mit Carl Hermann eng befreundeter Pater des Stiftes Herzogenburg, Hugo de Vlamink, dem weitere fünf bekannte Priester assistierten vor. Zum Abschluß der Beisetzung sang der Männergesangverein noch das Lied "I bin sist a Eibiswalder", dessen Text von Hans Klöpfer stammt und von Johann Fauland komponiert wurde. Somit hat der Gesangverein einen Wunsch des nun Verewigten erfüllt und das Versprechen eingelöst, beim Abschied diese "Hymne von Eibiswald" zu singen. Da sich das Wetter sehr verschlechterte musste man die Abhaltung der Bergmesse in die Lokalitäten der Gößlerhütte verlegen. Diese konnte aber die vielen Gekommenen bei weitem nicht aufnehmen. Der Gottesdienst wurde von der Sing- und Spielgruppe der Weitwanderer sowie vom Duo Erna und Sepp Kaiblinger mit der Weitwanderer- Messe feierlich umrahmt. In den anschließenden Ansprachen, unter anderen vom Vorsitzenden der ÖAV Weitwanderer, vom Vorsitzenden des ÖAV Walter Hoffmann, für den steirischen Sektionverband Prof. Karl Moser, vom Vorsitzenden der slowenischen Wegkommission Dr. Zoran Naprudnik und vom Landeshauptmann Dr. Josef Krainer, wurde das Wirken von Carl Hermann nochmals gewürdigt und ihm für sein künstlerisches Werk, sowie für seine Liebe zur Heimat gedankt. DER WEG WAR SEIN ZIEL. SEIN ZIEL IST ERREICHTCarl Hermann wird auf der Choralpe weiterleben! In liebevollem Gedenken und in Dankbarkeit, werden alle die ihn kannten seiner gedenken. Weststeirische Nachrichten August >
24-10-91 Begrüßung: Durch den Bürgermeister
Stadt Gmünd ,Alfred Drach. Laudatio: Direktor
Wilhelm Engelmayer, Schweggers Eröffnung: Durch
den Bürgermeister der Marktgemeinde
Eibiswald, Herbert Naderer Musikalische Umrahmung:
Durch das Blockflötenemsemble der Musikschule
Gmünd, der Klasse Josef Thoma
Neben dem Kirchenplatz
wurde 1966 eine von Carl Hermann (1918 -
1986) geschaffene 20 Tonnen schwere Plastik,
genannt "Die Trauernde" aufgestellt. Das
Kriegerdenkmal soll an die Gefallenen beider
Weltkriege erinnern. Auf vierzehn Inschrift
Tafeln sind die Namen der 111 Opfer des
Ersten Weltkrieges (1914 - 1918) und der 457
Opfer des Zweiten Weltkrieges (1939 1945) zu
lesen. Zum Gedenken an die über 30.000
Flüchtlinge aus den ehemaligen Kronländern
Bukowina und Galizien, die im Ersten
Weltkrieg hier starben, wurde 1964 beim
Flüchtlingsfriedhof (Dr. Karl Renner Straße)
ein Mahnmal enthüllt. Dieses Denkmal wurde
nach dem Entwurf von Bildhauer Georg Kruk
ebenfalls von Carl Hermann geschaffen. Herz Jesu Pfarre Gmünd Neustadt Quelle
MAHNMAL FÜR DIE
OPFER BEIDER WELTKRIEGE
Einen Beschluss, eine
Gedenk- und Mahnstätte für die Opfer des
Zweiten Weltkrieges zu errichten, fasste der
Gemeinderat erstmals am 25. Juni 1957 und
beauftragte den Kulturausschuss mit den
weiteren Arbeiten. Einige Zeit tat sich
nichts, 1961 wollte man dann. In Gesprächen
und Verhandlungen, auch mit Vertretern des
Kriegsopferverbandes und des
Kameradschaftsbundes, konnte man sich über
den Aufstellungsort nicht einigen.
Ursprünglich dachte man an den
Schlossvorplatz, dann tauchte der Gedanke
auf, das Denkmal auf einer Grüninsel am
Stadtplatz zu errichten. Schließlich wandte
man sich an das Bundesdenkmalamt, das am 30.
März 1962 zum Ausdruck brachte, dass der
Platz bei der Kirche in Gmünd II dafür der
geeignetste Aufstellungsort sei, weil er
beste Entwicklungsmöglichkeiten biete und
eine großzügige Lösung unter Einbeziehung
der Umgebung ermögliche. Der Gemeinderat
betraute daraufhin ein Komitee mit der
Denkmalerrichtung. Im November und Dezember
1965 wurde zur Aufbringung der Mittel durch
Organe des Kriegsopferverbandes und
Kameradschaftsbundes eine Haussammlung in
Gmünd durchgeführt, die Spenden von rund
46500 S erbrachte. Die Gmünder Geschäftswelt
spendete 66 100 S und auswärtige Firmen 24
820 S. In der Sitzung am 17. Dezember 1965
vergab der Gemeinderat dann den Auftrag, und
zwar für die 4,30 m hohe Granitplastik,
darstellend eine trauernde Frauengestalt mit
geneigtem Kopf, an Bildhauer Carl Hermann,
und für die Inschrifttafeln, die die Namen
der Toten beider Weltkriege tragen, an die
Granit- und Syenitwerke A. Ullrich und Comp.
in Gmünd. Dieses Denkmal wurde am
25.September 1966 enthüllt und geweiht.1958 besann sich die Gemeinde wieder darauf, dass es in Gmünd II den Lagerfriedhof gab, der arg verwildert und vom angrenzenden Wald fast nicht zu unterscheiden war. Er wurde in eine Parkanlage umgestaltet, die Fichten geschlägert, Laubbäume versetzt, Bänke aufgestellt, die Böschungsmauer in der Dr.-Karl-Renner-Straße mit einer Inschrifttafel errichtet und ein Gedenkstein, der heute beim Eingang Lagerstraße steht, aufgestellt. Im Herbst 1960 hielt im Rahmen der Volkshochschule Kustos Dr. Adolf Mais vom Wiener Volkskundemuseum Lichtbildervorträge über Osteuropa. Vom Gmünder Flüchtlingsfriedhof dabei Kenntnis erhaltend, war er es, der vorschlug, Kontakte mit der ukrainischen Flüchtlingsgemeinde in Österreich, die kulturelle ihm bekannte Organisationen in Wien unterhielt, anzuknüpfen und sie an einer Hebung des Ansehens dieser Weihestätte zu interessieren. Tatsächlich fanden dann diese Gespräche statt, und 1962 wurde ein Ukrainisch-Österreichisches Denkmalkomitee zur Errichtung des Gmünder Flüchtlingsdenkmales gegründet. Der ukrainische akademische Bildhauer Georg Kruk, wohnhaft in München, entwarf das Flüchtlingsdenkmal, fertigte es in Originalgröße aus Gips an und stellte es in einer Kunstausstellung in München vor. Der Spendenaufruf, den das Denkmalkomitee daraufhin erließ, war ein toller Erfolg. Sämtliche ukrainischen Zeitungen der freien Welt veröffentlichten unentgeltlich die Aufrufe, und entsprechend groß war auch das Echo. Spenden und Briefe von Ukrainern, deren Angehörige in Gmünd die letzte Ruhestätte gefunden haben, langten aus Kanada, der USA, Australien, Argentinien, England, Deutschland, Schweden und auch aus Österreich ein. Die Gemeinde Gmünd und die Österreichische Kriegsgräberfürsorge unterstützten das Vorhaben finanziell. Im Mai 1963 wurde das 3 Tonnen schwere, 3 m hohe Gipsmodell kostenlos durch Zusammenwirken der Kulturbehörden in München, der deutschen und der österreichischen Bundesbahnen und der Stadtgemeinde nach Gmünd in das Atelier des Bildhauers Carl Hermann gebracht, der die Skulptur aus Granit fertigte. Am 26. September 1964 fand die feierliche Enthüllung und die Weihe des Denkmales in Anwesenheit zahlreicher Mitglieder der ukrainischen Gemeinde in Österreich statt. Quelle Von Bildhauer Carl Hermann stammt das "Heidemännlein", eine Granitplastik, die der Verein Naturpark Blockheide 1966 auf der Grüninsel am Braunauplatz aufstellen ließ. Das Heidemännlein ist ein bekleideter, wandernder Profanputto, der schnellen Schrittes mit Hut, Tasche, langem Rock und nach vorne zeigendem Wanderstab, in dynamischer Bewegung dargestellt, einhergeht; es ist als Symbol in der Blockheide an vielen Wegweisern und Grenzsteinen, die Carl Hermann aus Granit gehauen hat. Mit dem Heidemännlein spricht Hermann plakativ an und bringt unbeschwerte Lebensfreude zum Ausdruck. Die dynamische Wirkung der linear gestalteten Figur verblüfft und weckt geradezu unmerklich die Bindung zur/zum dargestellten Figur/Bewegungsablauf, gleich einem trailerartigen Filmspot. Es gelingt Hermann, die von ihm idealisierte Harmonie von Mensch und Natur dem Betrachter greifbar vor Augen zu führen und suggeriert dabei raffiniert agile Dynamik. Nach der Enthüllung des Heidemännleins, einer Granitplastik, die der Verein Naturpark Blockheide 1966 auf der Grüninsel am Braunauplatz aufstellen lässt, lacht man in Gmünd hinter vorgehaltener Hand; viele erkennen den damaligen Bezirksrichter Dr. Wilhelm Rachler in der Gestalt des Heidemännleins, der stets mit Stock und Hut unterwegs ist. Bei der Eröffnung der Blockheide übrigens lässt Carl Hermann einen Buben als Heidemännlein, bekleidet mit Stock, Hut, Umhang und Tasche, umhergehen; es handelt sich um Martin Traxler, den heutigen „Schüsselwirt“. Quelle Ebenfalls aus der Werkstatt von Carl Hermann ist die Steinplastik am Stadtplatz, die die Gemeinde 1968 in Auftrag gab - gedacht als Hinweis für Besucher und Fremde auf die Gmünder Museen, die in diesem Jahr fertig wurden. Bildhauer Carl Hermann hat 1978 das Mosaik im Hallenbad geschaffen. Es zeigt - in Farbe- die "Statt Gmindt" aus der "Topographia Austriae inferiosis 1672" von Georg Matthäus Vischer. Quelle Die
Bezeichnung G.A.N.Z. steht für Grenzüberschreitend,
Aktivitäten, Naturerlebnis, Zentrum. Es soll
aussagen, dass der Verein Aktivitäten setzt,
die vorwiegend in der Natur stattfinden und
sehr viel mit Natur und Naturschutz zu tun
haben. Diese Aktivitäten kennen keine
Grenzen - daher grenzüberschreitend Wie kam es
zu G.A.N.Z. ? Dieser Name wurde
kreiert, als der Verein im Begriff war, im
Hause des verstorbenen Bildhauers Carl Hermann
ein Zentrum zu schaffen, wo
sich Naturschützer und Naturliebhaber treffen
können. Da Carl Hermann nicht nur ein
Bildhauer, sondern auch Wanderer von
Herzenslust war (er kreierte mehrere Wander-
und Weitwanderwege - so auch den Nord Süd
Weitwanderweg vom Waldviertel - Nebelstein bis
in die Südsteiermark - Eibiswald), wurde zu seinem Gedenken der
Wanderverein gegründet und eine Mitgliedschaft
beim IVV (Internationalen Volkssport Verband)
angestrebt. So kann sich der Verein nun "Naturerlebnis
Wanderverein G.A.N.Z." nennen.
Quelle
HAB` EIN HAUS GEBAUT
- 169 -
- 170 -
Der Nord Süd
Wanderweg 05 ist untrennbar mit dem Namen Carl
Hermann verbunden. Er hat diesen 500 Kilometer
langen Weg vom Nebelstein im Waldviertel über
die Wachau, durch das Alpenvorland zum
steirischen Gebirge und über die schönen Almen
nach Eibiswald an der jugoslawischen Grenze
1970 als ersten der 10 österreichischen
Weitwanderwege geschaffen.
Seither sind über 5.000 Wanderer aus 17 Nationen diesen Weg, den bekanntesten und beliebtesten, gegangen. Die vorliegende 4. Auflage des Führers gibt dem Wanderer eine Neubearbeitung in die Hand, die den neuesten Stand der Markierung und der Streckenführung beinhaltet. Möge der Weg Carl Hermann`s weiterhin Tausende Wanderer in die Schönheiten österreichischer Landschaften und zu den kulturellen Kostbarkeiten führen. WOLFGRUBEN -
WIES: Es ist kaum zu fassen, dass eine Glocke,
die durch Kriegswirren als vermisst galt,
wieder gefunden wurde und heimgekehrt ist. Es
handelt sich um die 80 kg schwere Glocke der
Pilchenkapelle in Wolfgruben der Pfarre Wies.
Am 25.10.80 wurde bei strömendem Regen die
Einweihung der Glocke, verbunden mit einer
heiligen Messe gelesen durch den Pfarrer
Raggam aus Wies vorgenommen. Bürgermeister OSR
Direktor Kraus und Gemeinderat Deutschmann
sowie viele Freunde und Bekannte waren trotz
des schlechten Wetters gekommen, um an der
Feier teilzunehmen.
Im Jahre 1944 musste laut Verordnung die Glocke für Kriegszwecke abgeliefert werden. Bis zum Hauptsammelplatz konnte man den Weg verfolgen. Dann hieß es, alle Glocken wurden zum Einschmelzen abtransportiert. Im Vorjahr wurde die Pilchenkapelle vom Besitzer (Familie Hermann) unter Mitarbeit mehrerer Nachbarn und des Schwagers Herrn Leidl renoviert und geweiht. Man bedauerte das Fehlen einer Glocke und fasste den Entschluss, eine solche gießen zu lassen. In einem Gespräch zwischen der Familie Hermann und dem Nachbarn Franz Müller Junior (Mussnegg), zurzeit in Wien, wurde Letzterer gebeten, sich in Wien umzusehen, ob nicht eine alte Glocke zu kaufen wäre. Es geschah das Unwahrscheinliche! Man fand bei einem Alteisenhändler das gesuchte, auch in der Größe passende Objekt. Die Glocke wurde gekauft und heim gebracht. Man entfernte die dicke Schmutzschicht und siehe da, am Glockenring stand der Name "Hermann". Carl Hermann, der Onkel des jetzigen Besitzers, der als Künstler im Waldviertel lebt, bestätigte nach der Besichtigung und als er den Klang wieder hörte, dass dies die alte Glocke sei. - 176 -
Man kann
sich die Freude im Hause Hermann und auch bei den
Nachbarn in der gesamten Pfarre vorstellen, dass
diese Heimkehrerin nach 36 Jahren wieder in ihre
alte Glockenstube gebracht werden konnte. Nach
Abschluss der kirchlichen Feier zog, Pfarrer
Raggam persönlich am Glockenstrick, und nach
langer, langer Zeit ertönte wieder der Klang der
Kapellenglocke. Weststeirische Nachrichten
Herr Bruno
Mayer aus 1127 Wien hat in den Schladminger
Tauern nächst der Karlspitze zwischen dem
Süßleiteck und der Sauofenspitze, auf dem
"SCHREIN" 2420m eine Gedenkstätte für Carl
Hermann und Hans Leitenbauer errichtet.
An einem Holzstamm befindet sich ein
Metallbehälter, der ein Gipfelbuch mit einer
Gedenkschrift an die Obengenannten enthält. ÖAV SEKT.
WEITWANDERER Mitteilung 4/1986 JG 8
Der "Vater der Weitwanderer", der Bildhauer
Carl Hermann, der auch ein Mitglied unserer
Organisation war, ist in seinem 69. Lebensjahr
überraschend am 11-11-86 in seinem am Rande
des Naturparks Blockheide Eibenstein - Gmünd
gelegenen schönen Eigenheimes verstorben.
Carl Hermann wurde in Wanderkreisen weit über seine Heimat Österreich hinaus durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Schaffung eines österreichischen Weitwander Wegnetzes bekannt. Er schuf im Jahre 1970 fast im Alleingang den berühmten "Nord Süd Wanderweg 05", der seine Wahlheimat Waldviertel mit seinem Geburtsort Eibiswald an der österreichischen - jugoslawischen Grenze verbindet. - 177 -
Damit war gegen den
anfänglichen Widerstand der alpinen Vereine, die
damals den Gedanken des Weitwandern eher negativ
gegenüberstanden, ein Durchbruch gelungen und
schon 1976 konnte ein Generalplan des ÖAV
publiziert werden, der ein überregionales Netz von
10 Österreich von Nord nach Süd und von Ost nach
West durchziehenden Weitwanderwegen vorsah.
Ein gigantisches Projekt, das in den letzten 10 Jahren erfolgreich verwirklicht werden konnte. Auch die Gründung der Sektion "Weitwanderer" im ÖAV ging auf die Initiative Carl Hermann zurück, der bis zu seinem Tode den Vorsitz dieser aufstrebenden Sektion inne hatte. Dass von den 8 Europäischen Fernwanderwegen nicht weniger als 4 (E4, E5, E6, und E8) durch Österreich führen, verdanken wir zum gutem Teil ebenfalls dem Verstorbenen. Kein Wunder also, dass Carl Hermann auch von offiziellen Stellen geehrt wurde: Die Verleihung des Goldenen Verdienstabzeichens der Republik Österreich und das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Steiermark, waren die sichtbaren Beweise für die Wertschätzung, die Carl Hermann als Mensch, als Organisator und als Künstler genoss. Dem Wunsche des Verstorbenen entsprechend, wird seine Urne am 15.08.87 in der unter seiner Leitung entstandenen Pauluskapelle auf der Weinebene in der Steiermark feierlich beigesetzt. Wem es möglich ist, der sei herzlich dazu eingeladen, bei dieser Trauerfeier mit dabei zu sein, um damit der Dankbarkeit für das Wirken von Carl Hermann Ausdruck zu geben. Carl Hermann hat mit dem von ihm im Jahre 1984 geschaffenen Wanderer Maskottchen "Wanderwurstel" ein Rucksackzeichen verbreitet. Ähnliches hefteten sich schon in den Dreißigerjahren viele die auf Schusters Rappen unterwegs waren, an den Rucksack. WIENERLAND Magazin für Touristik u. wandern 1986 Am Donnerstag den 19.11.86 waren wir
bei der Verabschiedung des Bildhauers Carl Hermann
in seinem Haus in der Blockheide bei Gmünd im
Waldviertel. Er war am Dienstag den 11-11-86 einem
Krebsleiden erlegen. Am 15-08-86, dem Großen
Frauentag, war er das letzte Mal unter uns bei der
Bergmesse auf der Weinebene. Aber die Heimfahrt
fiel ihm schon schwer und er mußte bald in das
Spital.
Dreißig Teilnehmer aus Wies, Wolfgruben und St. Peter fuhren den langen Weg in das Waldviertel, um Carl Hermann den letzten Gruß seiner Heimat, dem weststeirischen Grenzland, zu überbringen. Die Mitglieder des Gemeinderates der Marktgemeinde Wies, des ÖAV, der Bergwacht, die Eibiswalder Weitwanderer mit dem End - Kontrollstellen - Wirt Josef Simperl waren dabei. Der Bürgermeister von Eibiswald, Herbert Naderer, sprach die Abschieds- und Dankesworte für all das, womit uns Carl Hermann bereichert hat. Der Bürgermeister der Stadt Gmünd, Oberschulrat Johann Schaffer, zeigte den Lebensweg Carl Hermann`s auf, und wie ihn dieser bei Kriegsende schicksalhaft in das Waldviertel führte. Er dankte dem Künstler Carl Hermann für die vielen Werke, die dieser für die Stadt Gmünd geschaffen hat. Dabei betonte er das "Flüchtlingsdenkmal der Galizianer" aus dem Ersten Weltkrieg: "Die Trauernde" am Kriegerdenkmal, "Das Heidemännlein", "Den Lesenden" am Museum, die Gestaltung der Pausenhalle einer Gmünder Schule, und der Wände im Hallenbad. Einen besonderen Dank verdiente sich Carl Hermann als langjähriger Obmann des "Vereines Naturpark Blockheide Eibenstein - Gmünd" und die Ausgestaltung und Betreuung dieses einmaligen Naturdenkmales. Ein Sprecher des niederösterreichischen Künstlerbundes würdigte Carl Hermann als Bildhauer, Porträtist und Restaurator im Stift Zwettl, wo er die verwitterten Turmstatuen restaurierte. - 179 -
Zum bevorzugten Material wurde für
Carl Hermann der Granit. Bei dessen Bearbeitung
brachte er es zu einer bis dahin nicht erreichten
Meisterschaft. Bekannte Monumentalwerke in
Niederösterreich sind das "Reiterdenkmal zur
Erinnerung an die Schlacht bei Dürnkrut
Jedensspeigen an der March", sowie das "Denkmal der ÖMV"
am Ölfeld bei Zistersdorf.
Über 40 Werke aus Granit sind im nördlichen Niederösterreich in den einzelnen Orten verstreut zu finden. Für den ÖAV sprach der Leiter des Zweiges Niederösterreich der Sektion Weitwanderer. Es würde zu weit führen, alle Leistungen und Verdienste auf diesem Gebiet aufzuzählen. Neben dem Nord Süd Wanderweg schuf er auch die einzelnen Mariazellerwege, den, den Thayatalweg und noch andere Wege. Carl Hermann der am 28.10.1918 geboren wurde, ist ein Kind des südweststeirischen Grenzlandes. Sein Elternhaus "Pilchn" steht in Wolfgruben, in der einstigen Gemeinde Vordersdorf, heute zur Gemeinde Wies gehörend. Seine künstlerischen Anlagen zeigten sich schon früh, noch stehen Buchen, deren vernarbte Schnitte in der Rinde, die Muttergottes mit dem Kinde oder Bauernheilige zeigen und eine gute Hand verraten. Carl Hermann erlernte einen praktischen Beruf, für eine künstlerische Ausbildung fehlte es am Kleinbauernhof an Geld, deshalb wurde er Zimmermann. Als solcher kam er weit umher, bis zu den Einschichthöfen der Choralpe. Der stundenlange Weg, montags dahin und am Wochenende wieder heim, mit der schweren Zimmermanns Kraxe am Rücken, wurde zu Fuß zurückgelegt. Carl Hermann lernte die südweststeirische Heimat gründlich kennen und lieben. Man kann annehmen, dass damals die Grundlagen zur Freude am Wandern und Bergsteigen gelegt wurden. Doch der Künstler in Carl Hermann ruhte nicht, er wandte sich an den Volksschuldirektor Fritz Fuchs in Eibiswald. Herr Fuchs war als der Förderer begabter Schüler bekannt und er ebnete Carl Hermann den Weg in die damalige Kunstgewerbeschule am Ortweinsplatz in Graz, zu Professor Wilhelm Gösser. Von diesem erhielt Carl Hermann eine gründliche Ausbildung als Bildhauer. - 180 -
Ein Lehrstück aus dieser Zeit ist
noch heute in der Außennische des Pfarrhofes in
St. Lorenzen zu sehen. Die Steintafel mit dem
Marienbildnis in der Nische der "Krämerin" am
Weg zum Brendlspeik, ging verloren, die Steinfigur
im Hauptschulpark dürfte in den Nachkriegstagen in
der Saggau gelandet sein.
Ein bereits damals gelungenes Meisterwerk aber blieb: Die Porträtbüste Hans Klöpfers. Hans Koch hat sie in Bronze gießen lassen und der Marktgemeinde Eibiswald gewidmet, sie steht im Arbeitszimmer des Bürgermeisters. Der Krieg beendete oder unterbrach die Lehrjahre, Carl Hermann rückte zu den Gebirgsjägern in Leoben ein. Er wurde dort bald zum ständig geforderten Künstler innerhalb und außerhalb der Garnison; ob heute noch Arbeiten in Leoben zu finden sind, ist mir nicht bekannt. Zur weiteren Ausbildung als Bildhauer kam Carl Hermann zu einem der führenden Bildhauer Deutschlands, zu Josef Thorak nach München. Von diesem erhielt er wohl die Anregung zu seinen späteren Monumental Plastiken in Niederösterreich. In den letzten Kriegswochen landete Carl Hermann im Waldviertel, es wurde zu seinem Schicksalsland und zur zweiten Heimat, dort fand er seine Frau und von dort aus schuf er seine Lebenswerke, von denen ich berichtete. Für uns ist bedeutsam, dass er darüber hinaus seine steirische Heimat nie vergaß und diese, wenn er konnte besuchte. Als größte Tat schuf er den 500 km langen Fußweg in die Heimat, den Nord Süd Wanderweg Nebelstein - Eibiswald und gab damit so vielen Menschen im In und Ausland wieder ein lohnenswertes Freizeitziel, was er im Titel seines Buches "DER WEG IST DAS ZIEL" festhielt. Uns Eibiswalder aber hat Carl Hermann besonders reich beschenkt. Als Bildhauer schuf er die Büste seines einstigen Mentors, des Grenzlandvaters Fritz Fuchs im Klöpferpark, das Krainerbründel am Kapuner, den gefangenen Ruß in der Wiel und das große Josef - Krainer - Denkmal am Ortseingang und den Weitwanderstein am Westeingang des Marktes. - 181 -
Als
Wanderer hat er uns vor allem Denkanstöße gegeben
im Umgang mit Gästen anlässlich der großen
Weitwandertagungen, in der Betreuung der
Wanderwege und nicht zuletzt, er hat den Namen
"Eibiswald" in die Welt hinausgetragen.
Am 15.08.87 werden wir Carl Hermann auf der Weinebene feiern, wenn die Urne mit seiner Asche in der Pauluskapelle endgültig beigesetzt wird. WR H. Wippel Das
diesjährige Treffen am 15-08-87 auf der
Weinebene, stand ganz im Zeichen der
Beisetzung der Urne unseres verstorbenen
Vorsitzenden Carl Hermann. Es war ja sein
Wunsch, dass er in der von ihm geschaffenen
Pauluskapelle, seine letzte Ruhestätte
finden sollte.
Trotz des anfangs schlechten
Wetters, waren rund 1500 Weitwanderer aus Slowenien,
Deutschland und aus Österreich gekommen, um diesem
Akt beizuwohnen. Insbesondere bekundete der
steirische Landeshauptmann Dr. Josef Krainer durch
seine Anwesenheit die Verbundenheit mit Carl
Hermann, auch aus der Stadt Gmünd im Waldviertel war
eine Delegation mit dem Bürgermeister OSR Schaffer,
den Stadträten Drach und Mader sowie dem
geschäftsführenden Obmann des "Vereines der
Blockheide", Ing. Macho, erschienen.
Autobusse der Sektionen Waldviertel und des
Sektionsverbandes Steiermark des ÖAV, ermöglichten
auch jenen, denen kein eigenes Fahrzeug zur
Verfügung stand, die Teilnahme an der Feier.
Die Beisetzung in der Pauluskapelle
wurde musikalisch umrahmt vom Männergesangsverein
Eibiswald. Die anschließende Messfeier musste
leider wegen Schlechtwetter in die nahe gelegene
Gößlerhütte verlegt werden.
- 182 -
Zu den
Klängen der Weitwandermesse, von und mit der
Musikgruppe Kaiblinger, feierten 6 Priester
gemeinsam den Gottesdienst. P. Hugo de Vlamink,
Mag. Wolfgang Reisenhofer, Dr. Siegfried Gödl, die
Pfarrer Wingolf Enge, Franz Brunner und Hamasek.
Danach wurden die Verdienste des Verstorbenen gewürdigt. Es hielten Ansprachen: für unsere Sektion Weitwanderer des ÖAV, unser Vorsitzender Fritz Käfer und unser Schriftführer Prof. Karl Mor, als Vertreter des Hauptausschusses der steirische Sektionsverband- Vorsitzende des ÖAV Walter Hoffmann, für die Sektion Waldviertel der Vorsitzende Dir. Hannes Rammel und für die slowenischen Wanderer deren Präsident Zoran Naprudnik. Besondere Beachtung fand die Rede von Landeshauptmann Dr. Josef Krainer, der dem Verstorbenen für die Verbreitung seiner Idee, Menschen durch das Weitwandern zu verbinden und für seine Verdienste im ÖAV, sowie für die durch seine bildhauerische Kunst geschaffenen Werte dankte. Unsere Sektion Weitwanderer wird alles daran setzen, das Gedankengut von Carl Hermann weiterzutragen, so dass es über seinen Tod hinaus wirksam bleibe. ÖAV SEKT. WEITWANDERER MITTEILUNG 4/87 JG 9 GÜNTHER EIGENTHALER Liebe Wanderfreunde! Das Jahr neigt sich seinem Ende zu. Hoffentlich konnten sie alle Wanderungen und Bergfahrten, die sie sich vorgenommen hatten, auch mit dem gewünschten Erfolg durchführen. Die Wetterverhältnisse waren ja manchmal zum Verzweifeln. Der Herbst hat aber doch einiges wieder gut gemacht. Ein leider trauriger Höhepunkt dieses Jahres war die Urnenbeisetzung Carl Hermann, über sie wird an anderer Stelle dieses Blattes berichtet. - 183 -
Am Abend
davor durfte ich vor mehr als 100 Besuchern einen
Lichtbilder- Vortrag über unseren verstorbenen
"Weitwandervater" halten. Bei dieser im Hof des
Eibiswalder Gasthauses Simperl durchgeführten
Veranstaltung zeigte es sich wieder, dass unser
Carl ein Mensch war, der die Leute mobilisieren
konnte.
Es wird schwer werden, sein Lebenswerk zu erhalten, ja vielleicht noch auszubauen; wenn wir jedoch alle an einen Strang ziehen, müsste dies gelingen. ÖAV SEKT. WEITWANDERER MITTEILUNG 4/87 JG 9 Anton Szuppan Liebe
Wanderfreunde! Ein ereignisreiches Jahr geht
langsam zu Ende, und rückblickend betrachtet,
war das wichtigste Ereignis für uns nach dem
Ableben des "VATERS DER WEITWANDERER", einen
arbeitsfähigen Vorstand auf die Beine zu
stellen.
Die Urnenbeisetzung in der Pauluskapelle auf der Weinebene lieferte den sichtbaren Beweis für das Zusammengehörigkeitsgefühl der Weitwanderer. Das Fehlen unseres Carl Hermann macht sich jedoch nach wie vor bemerkbar und wir werden noch bei vielen Gelegenheiten an ihn erinnert werden. Einen Markierungspunkt konnten wir allerdings schon setzen und zwar steht am Plattenberg bereits ein Mariazellerstein. Er ist ein Vermächtnis von Carl Hermann und wir transportierten ihn (ca. 800 kg) von Gmünd in die Laussa. Die Grundfeste wurde ausgegraben und betoniert, und in der Woche darauf wurde der Stein eingegossen. Er steht an einem wunderschönen Aussichtspunkt, und wir hoffen im nächsten Jahr die Einweihung zugleich mit der Eröffnung unseres Mariazellerweges vornehmen zu können. ÖAV SEKT. WEITWANDERER Mitteilung 4/88 JG 10 Vor 10 Jahren,
am 30-07-79, starb der Gärtner und
Hobbyzeichner Gottfried Hermann aus Wolfgruben
bei Vordersdorf. An ihn sollen die
nachstehenden Zeilen erinnern.
Die untere Weststeiermark, der Bezirk Deutschlandsberg, ist verglichen mit dem Bezirk Voitsberg arm an Zeichnern, Malern und Bildhauern. Das wurde im Vorjahr anlässlich der Landesausstellung "Glas und Kohle" in Bärnbach, bei dem Besuch der gleichzeitig laufenden Ausstellung von Werken der zahlreichen Künstler des Bezirkes Voitsberg im Schloß Greisenegg, anschaulich vor die Augen geführt. Es ist daher besonders erfreulich, dass sich in unserem Raum zwei Künstler entwickelten, die Brüder Carl und Gottfried Hermann in Wolfgruben, Carl als Bildhauer und Gottfried als Zeichner und Maler; wobei Gottfried nie eine fachliche Ausbildung genoss und seine Arbeit als Autodidakt leistete. Er tat dies mit unermüdlichem Fleiß und ließ sich auch durch unvermeidliche Fehlleistungen nicht entmutigen und hinterließ uns ein Porträt seiner geliebten Heimat, von der Talsohle um Wies und Eibiswald bis hinauf zur Koralpe in über 270 Bildern, mit Kirchen, Schlössern, Glashütten, Bauernhäusern, Mühlen und Sägewerken, wovon besonders alle Letzteren inzwischen dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen sind. Gottfried hing, wie viele Künstler, an seinem Werk und die Wände seines Hauses in Haiden bei Eibiswald waren lückenlos damit angefüllt, damit er sie immer vor Augen hatte. Als er seine Kräfte schwinden fühlte, wollte er die Bilder verkaufen und mit dem Erlös noch eine Weltreise zu finanzieren. Andererseits hätte er sie auch gerne geschlossen erhalten und dachte an eine Widmung an das Joaneum in Graz. - 185 -
Sein Bruder Carl, der Bildhauer, bewog ihn aber,
die Bilder in der engeren Heimat zu lassen und
deshalb widmete er sie in einem Notariatsakt dem
Kultur und Wirtschaft Förderverein Eibiswald. Viel
Anteil an dieser Lösung hatte auch seine Frau
Maria, die heute bei Ihren Bruder in Vordersdorf
lebt.Wir sind glücklich, diese Dokumentation einer vergangenen Zeit zu besitzen, um sie den kommenden Generationen zeigen zu können. WR H.W 1989 ANMERKUNG: Am 18-4-87 habe ich dem Wunsche meines Freundes August Krainer entsprochen und mit ihm die Ruhestätte von Gottfried Hermann besucht. Sein Grab ist nicht im Friedhof sondern befindet sich auf seinen Anwesen in der Nähe des Hauses am Waldesrand, in Haiden. ![]() 20 Jahre Nord
- Süd - Weitwanderweg 05. Vor 20 Jahren
wurde der beliebteste und bekannteste aller
10 österreichischen Weitwanderwege, der Nord
- Süd - Weitwanderweg 05 vom Bildhauer Carl
Hermann aus Gmünd NÖ. anläßlich des 100
jährigen Bestehens des ÖAV im Redoutensaal
der Öffentlichkeit vorgestellt und seiner
Bestimmung übergeben. Seither haben über
6000 Wanderbegeisterte aus 18 Nationen
diesen in Nord - Süd - Richtung durch unser
Heimatland verlaufenden Weitwanderweg
begangen, (ausgehend vom Nebelstein bei
Gmünd, durch`s Waldviertel, die Wachau,
durch`s Alpenvorland, über den Ötscher nach
Mariazell und über den Hochschwab, den
Eisenerzer Reichenstein und die steirischen
Alpen nach Eibiswald). Er hat vielen
Menschen Erholung und vor allem
beeindruckende Erlebnisse gebracht.
Aus diesem Anlass, wird am Sonntag, den 12-8-90, die Enthüllung eines durch den steirischen Künstler Toni Hafner gestalteter Gedenksteines für Carl Hermann, dem leider im November 1986 allzuf rüh verstorbenen Initiator dieses Weges, stattfinden. WR 12-08-90 NORDALPENWEG 01
ZENTRALALPENWEG 02 SÜDALPENWEG 03 VORALPENWEG
04 NORD-SÜD-WEITWANDERWEG 05
EUROPÄISCHER FERNWANDERWEG E6 ÖSTERREICHISCHER
GRENZLANDWEG 07 EISENWURZENWEG 08 RUPPERTWEG
010 DER KUENRINGERWEG 611
Wir alle erinnern uns, dass
die österreichische Weitwanderbewegung unter
ihrem geistigen Vater Carl Hermann ihren
Ausgangspunkt im romantischen Waldviertel nahm.
Von diesem führt der schon im Jahre 1970
eröffnete und bis heute noch populärste
Weitwanderweg, der Nord-Süd-Weg 05, quer durch
unser östliches Heimatland bis an die Südgrenze
im steirischen Eibiswald.Die Begehung des schönen Mittelgebirge Waldviertel auf diesem König aller Wege legte alsbald den Gedanken nahe, gerade dort es nicht bei einem Weg zu belassen, sondern allmählich ein ganzes Wegenetz zu erschließen. Es sollte daher nur vier Jahre ab der Eröffnung des Nord Süd Wanderweg dauern, bis 1974 zwei äußerst attraktive, wenngleich natürlich relativ kurze Weitwanderwege dem interessierten Publikum übergeben wurden. Dem damaligen Markierungs und Jugendwart der Sektion Waldviertel des ÖAV, an deren Spitze ebenfalls Carl Hermann stand, Herrn Dionys Müller, ist es zu danken, dass 1974 der Kuenringer- und der Waldviertler Viermärkteweg fertiggestellt werden konnte. Wienerland 19.JGNr.8/95 Dr. Wilfried Hausmann AUF DA OLM DO GIBS
KA HÄUSL Fäkalien
hinter der Pauluskapelle
Ergänzung 2008-01 Sg. Fr. BM.
Von St. Gertraud Frantschach ingrid
hirzbauer, gestatten Sie die
folgende Anfrage in Rahmen der
Auskunftspflicht von Bund, Ländern,
Gemeinden und Körperschaften der
Selbstverwaltung gegenüber jedermann, an
Sie persönlich zu richten. Wie ist es
bezüglich einer öffentlichen
Bedürfnisanstalt auf der Weinebene
bestellt?
Ihr Hr. Jegart zeigt die Unzumutbarkeit
eines Gemeindebeamten auf, der sich
bezogen auf die allgemeine
Verantwortungslosigkeit der Menschen
unqualifiziert artikuliert hat. Dieses
Pauschalurteil trifft auch für die
Volksentscheidung Ihres Souverän und nicht
nur für die Gäste der Weinebene zu, in
erster Linie aber fällt es auf Ihr
Gemeindeamt als rhetorischer Verursacher
dieser Paradoxie zurück. Mit freundlichen
Grüßen
Sehr geehrter Herr Mayer! In Ihrem
Mail vom 1. Feber 2008 haben Sie ein
Problem angeschnitten, das leider auf
der Weinebene - speziell im Sommer -
immer noch existiert. Wie Sie
sehr richtig schreiben, ist der Bau
einer Toilettenanlage auf der
Weinebene nicht nur ein teures
Problem, sondern auch ein allgemeines
Problem der öffentlichen WC Anlagen.
Einerseits muss darauf geachtet
werden, dass die Anlage frostsicher
ist, aber genau so muss die Toilette
auch sauber und benutzbar sein. Dieses
Problem haben wir sogar bei uns im
Haus, obwohl die WC Räumlichkeiten
regelmäßig gesäubert werden.
Deshalb haben wir uns schon vor längerer Zeit mit Herrn Sturm, von der Lift Gemeinschaft beraten und dabei wurde beschlossen, kein aufwendiges WC hinzustellen, sondern dieses gleich in das geplante Restaurant einzubinden. Die Gemeinde hat einen kleinen Anteil dazu beigetragen und so kann jeder - auch ohne Getränke Konsummation - die Toilettenanlage in der "Pichler Alm" benützen. Selbstverständlich steht auch die Anlage der Gösler Hütte zur Verfügung, die aber leider im Sommer wegen zu geringer Auslastung geschlossen ist. Vielleicht wäre es auf Grund Ihrer Anregung angebracht, durch ein Schild die Leute darauf hinzuweisen, dass die WC Anlage in der "Pichler Alm" auch eine "Öffentliche" ist. Dass sich unser Amtsleiter, Herr Jegart, unqualifiziert geäußert hat, tut mir sehr leid und ich entschuldige mich für ihn. Ich hoffe, Ihnen mit diesem Mail gedient zu haben und bleibe mit lieben Grüßen Ihre Ingrid Hirzbauer. Herzlichen Dank für die sofortige Antwort und eine Lanze für mehr Frauen in der Politik So einfach ist dies aber nicht, wie Martin Jegart, Amtsleiter der angrenzenden Gemeinde Frantschach St Gertraud, meint. "Eine derartige Toilette würde mit der Errichtung von Wasserleitungen mindestens 30.000 Euro kosten." Eine Summe, die weder die Gemeinden noch das Land ausgeben wollen. Jegart kritisiert die "Verantwortungslosigkeit der Menschen". Auch, weil öffentliche Sanitäranlagen immer wieder Opfer von Vandalen Akten seien, und eine Überwachung in der Praxis nicht möglich wäre. Notdürftig: Dafür verweist Jegart auf bewirtschaftete Gaststätten in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes. "Sie ermöglichen es den Besuchern, ihre Notdurft nicht in der freien Natur verrichten zu müssen". Allein: Sowohl das Naturfreundehaus als auch die Gösler Hütte sollen zuletzt laut Franz Jöbstl geschlossen gewesen sein. Problematik bekannt. Jöbstl ist Obmann der Agrargemeinschaft Gösler Halt, auf dessen Gründen der Parkplatz liegt und er kennt die Problematik. Sein Bestreben ist es, im Zuge der Errichtung eines Sesselliftes auch eine Gaststätte beim Parkplatz zu errichten. Allerdings steht die Finanzierung noch nicht, Baubeginn wäre frühestens im Jahr 2007. Thomas Wieser Anmerkung:
Die öffentliche Toilette mit Buswarteraum der
kleinen Gemeinde Schönberg
sowie die WC Anlage am Sölkpass sind, besonders
auch für diverse Kurorte - wie zum Beispiel > ein scheinbar
unerreichbares Ziel. Auch auf den
Autobahnraststätten sind teilweise schon neue
vorbildliche Sanitäranlagen eingerichtet,
entscheidend ist aber auch deren
Betriebszustand, der zusammen mit der Anlage
ein örtliches Sittenbild der Gegend, der
Gemeinde oder der Institution darstellt. Der Anspruch auf das sogenannte stille Örtchen, das auch der Kaiser Franz >;
zu Fuß und
ohne Begleitung aufsuchen musste, war und ist
Menschenrecht von der Steinzeit bis
Heute. "Alle Menschen verfügen von Geburt an, gemäß UNO Charta, über die gleichen, unveräußerlichen Rechte und Grundfreiheiten", dies gilt besonders für das ureigenste Recht ihre Notdurft unter der Wahrung der Menschenwürde vollbringen zu können. Jene Entscheidungsträger aber, die kein Verständnis für eine diesbezügliche Vorsorge aufbringen wollen, die die nur die Befriedigung ihrer eigenen sanitären Ablagerungen in den Vordergrund stellen, die wird der Blitz bei ihrem anrüchige Geschäftspraktiken, auch wenn sie dabei - das schmutzige Papier noch in den Händen halten, treffen. Die Früjahr
Tagung des Sektionenverbandes wird in Melk
abgehalten. Carl Hermann zeigt einen
Lichtbildervortrag über den NSWW. Dank an
Dr. Böhm und Schipper für die Verdienste
um den Weitwanderweg. Herrn und Frau
Fischer Colbrie sowie Dr. Böhm wird das
Goldene NSWW Abzeichen verliehen. Es ist
beabsichtigt, in St. Leonhard, Loosdorf
und Texing eigenständige Ortsgruppen zu
installieren.
25 JAHRE FEIERT DIE ÜBERREGIONALE
ÖAV SEKTION WEITWANDERER 2004
Auf ein viertel Jahrhundert kann unsere
Sektion nun zurückblicken. Seit dem
Gründungsjahr 1979 hat sich
vieles verändert, geblieben ist die Liebe
zur Heimat und zur Natur sowie die Sehnsucht
nach der Stille und den Bergen. Die
Verbundenheit mit der Heimat und der Wunsch,
diese von Osten nach Westen und von Norden
nach Süden zu durchwandern, ermutigte eine
Schar von 12 Männern um Carl Hermann, am 17. Februar
1979 die 168. Sektion des
ÖAV - als die einzige UBERREGIONALE - zu gründen.
Dass dies möglich wurde und die Sektion auch
heute Mitgliederzuwächse verzeichnet,
verdanken wir dem ehrenamtlichen und
rastlosen Einsatz der Funktionäre,
Mitarbeiter und freiwilligen Helfer.Der Bogen
unserer Sektionstätigkeit spannt sich von
der Betreuung unseres etwa 700 km
umfassenden Wegenetzes und der
Auskunftserteilung bzw. Wandererbetreuung Herausgabe von
Sektionsmitteilungen, Organisation von
Touren, Veranstaltung von
Weitwanderertreffen, Vergabe von
Leistungsabzeichen über die
Erhaltung unserer bescheidenen
Carl-Hermann-Notunterkunft sowie der PAULUSKAPELLE
> bis hin zur
Erstellung von entsprechenden
Wegbeschreibungen für die zehn
österreichischen Weitwanderwege.Unsere künftige Aufgabe wird darin bestehen, die Entwicklungen des Weitwanderns zu beobachten bzw. Trends rechtzeitig zu erkennen, um sie für unseren Verein zu nützen zwecks Förderung des Berg- und Weitwanderns, insbesondere für die Erhaltung der Schönheit und Ursprünglichkeit unserer Alpen. Unser Bestreben ist und bleibt es, im Sinne des Alpenvereins für unsere Sektion bzw. deren Mitglieder tätig zu sein. Mögen
sich immer wieder Menschen finden, die in
unserer Sektion mitarbeiten und somit deren
Zukunft gestalten und - vor allem - diese
auch sicherstellen. 12.01.2004
Fritz
Käfer
Der Sämann und Waidhofens Schildakunst 2012-04-24 "Was der Mensch sät das wird er ernten."
Bundesrat Kurt Strohmayer-Dangl
Beruf Bürgermeister von Waidofen strohmayer.dangl@wvnet.at
bgm@waidhofen-thaya.gv.at
kurt.strohmayer-dangl@parlament.gv.at Auskunftseingabe
vergessene Kunstwerke: "Sieben
Schwaben" von Carl Hermann
und dem "Hans Muhr Brunnen" ?
Können Sie bitte Bilder von diesen
Werken übermitteln ?
2012-05-03 Kurt Strohmayer-Dangl Bundesrat Bürgermeister Im Anhang zwei Fotos der "7 Schwaben" auf ihren neuen Platz. Das Kunstwerk ist vor unserem neuen Kindergarten in 3830 Waidhofen an der Thaya, Kindergartenstraße aufgestellt und ab sofort für eine breite Öffentlichkeit wieder zu besichtigen. Danke für Ihr Interesse und schöne Grüße aus Waidhofen an der Thaya. S.g. Hr..... herzlichen Dank für Ihre prompte Reaktion als Beitrag zur Werksvervollständigung von C. H. Anbei ein Link zum Entwurf dieses Werkes. MfGr.
18.04.2012
07:10 Recht schlampiger Umgang mit
Kunstwerken! - AM BAUHOF GELAGERT /
Nach Rathausumbau verschwand der "Muhr-Brunnen",
beim Kindergartenumbau und die "Sieben
Schwaben" von Carl Hermann.
WAIDHOFEN / Nach dem Muhr-Brunnen ist mit
der Plastik "Sieben Schwaben" des
Waldviertler Künstlers Carl Hermann (er
schuf zum Beispiel auch den großen Sämann am
Silo des Lagerhauses Waidhofen) ein weiteres
Kunstwerk auf dem Bauhof der Stadtgemeinde
gelandet. Carl Hermann hatte die Plastik
anlässlich der Eröffnung des Kindergarten I
geschaffen. Bei den Erweiterungsarbeiten im
Vorjahr wurde sie abgebaut und auf den
Bauhof gebracht. Zur Wiedereröffnung des
Kindergartens wurde laut Bürgermeister Kurt
Strohmayer-Dangl durch einen Fehler des
Architekten auf die Wiederaufstellung
„vergessen“. Das soll jedoch schnellstens
repariert werden. „Innerhalb der nächsten
Woche wollen wir einen neuen Platz im
Bereich des Kindergartens I finden“,
erklärte der Bürgermeister im Gespräch mit
der NÖN. Carl Hermann hatte in Gmünd gelebt
und war nicht nur für das Entstehen
zahlreiche Kunstwerke verantwortlich,
sondern schuf auch einige Weitwanderwege,
die vom Waldviertel aus durch Österreich
gehen. Sein Nachlass wird heute von dem in
Vitis lebenden Rechtsanwalt Dr. Andreas Nödl
verwaltet.
Bereits seit vielen Jahren - seit der Erweiterung des Waidhofner Rathauses - ist der von Hans Muhr geschaffene Brunnen verschwunden, den die Waldviertler Sparkasse von 1842 der Stadtgemeinde anlässlich ihres 150-jährigen Bestandsjubiläums vor zwanzig Jahren geschenkt hatte. Der Brunnen hatte damals rund 550.000 Schilling gekostet und lagert ebenfalls auf dem Bauhof. Hans Muhr gilt als bedeutendster Brunnenbildhauer Österreichs, der seit 1973 als freischaffender Künstler tätig ist. Werke von ihm sind unter anderem in der Wiener Kärntner Straße (Goldflussbrunnen), den Trabrenngründen, zahlreichen weiteren Plätzen in Wien, im Arkadenhof des Wiener Rathauses, in Amsterdam, auf dem Flughafen Schwechat, in Badenweiler (Deutschland), Hong Kong, Mailand und in den USA aufgestellt, auch das Ehrengrab für Helmut Zilk wurde von der Gemeinde Wien bei Muhr in Auftrag gegeben. „Der Muhr Brunnen baucht bis zu zwei Kubikmeter Wasser pro Tag und eine große, ebene Fläche, damit nicht zu viel Spritzwasser entsteht. Daher glaube ich nicht, dass der neue Kreisverkehr in der Brunnerstraße ein idealer Ort für eine Aufstellung wäre“, schränkt Bürgermeister Kurt Strohmayer-Dangl ein. Er will aber einen Platz für den Brunnen finden, „der der Bedeutung des Künstlers entspricht“, zum Beispiel bei einer möglichen Neugestaltung des Waidhofner Hauptplatzes in Zukunft. Zeitlich fixiert ist diese Neugestaltung des Stadtzentrums jedoch noch nicht. Der „St. Nimmerleinstag“ soll es laut Bürgermeister aber nicht werden. Der Sämann
Carl
Hermann erinnert sich seiner akademischen
Ausbildung und kommt erneut mit seinem
ehemaligen Lehrer Wilhelm Gösser in Kontakt;
es geht um die Größe der Plastik und den
damit verbundenen Schwierigkeiten im
Schaffensprozess. Gösser lässt Hermann
jedoch mit seinen Nöten alleine, weil er
selbst über 4 m nicht hinausgekommen sei. So
macht sich Carl Hermann zunächst mit einem
rund 1 m großen Gipsmodell an das Projekt
Sämann.
Während des Baus des Silos der landwirtschaftlichen Genossenschaft in Waidhofen/Thaya werden bereits Metallarmierungen mit Befestigungen bis in das Fundament eingebracht; die Figur selbst wird von Statikern berechnet und aufgrund der dem Künstler eigenen Skepsis zunächst „ausgelitert“. Im Garten der Liegenschaft Fuchssteinweg 16, Gmünd – als sich das Haus noch im Rohbau befindet, die Werkstatt aber bereits errichtet ist –, entsteht die Plastik in Originalgröße (12 m) aus Gips. Die Größe des Werks lässt den Künstler weitere Hilfe beiziehen, obgleich er in der Regel alleine arbeitet. In weiterer Folge nimmt er ein Negativ, ebenfalls aus Gips, in 130 Teilen ab, das er am im Bau befindlichen Silo aufbaut und letztlich mit Kunststeinmasse hinterfüllen lässt. Das Original stellt sich nach Austrocknung und Abnahme der Negativa als graufärbiges Steingut dar; verarbeitet wurden durch ein örtlich ansässiges Bauunternehmen insbesondere Donausand, Bindemittel, Kalk sowie Wasser. Mitunter mutet der Künstler seinen Plastiken statistenhaftes Agieren bei Vorhandensein elementarer Kraft zu; mit Überhöhung und grobem Werkstoff stellt Hermann bäuerliche Herbheit dar (Sämann, Waidhofen/Thaya). Er lehnt aber die vom Nationalsozialismus, wo er selbst ein zum Tode Verurteilter gewesen war und nur durch eine Flucht entkam, zur Selbstdarstellung missbrauchte Monumentalplastik zutiefst ab. In Waidhofen/Thaya aber prangt am Siloturm ein 12 m hoher und 54 t schwerer Sämann des Waldviertler Bildhauers Carl Hermann. Die "Steinerner Bauer" genannte Figur ist weithin sichtbar. Die Idee dahinter soll auf die wichtige Rolle des Bauern verweisen, so die Erklärung seitens Raiffeisen: "Wie es ohne Samen keine Ernte gibt, so kann es ohne gegenseitiges Verstehen keine fruchtbringende Gemeinschaft geben." Für manche mag die Plastik dennoch bedrohlich wirken. Am Kopf des Sämanns sind die Kosten der Errichtung eingraviert: Um den Wert von ca. 12 Mio. Schilling hätte man damals 2,4 Mio. Laib Brot kaufen können. Höhe 12 m, Gewicht 63 t, davon 40 t Split - 20 t Zement und 3 t Eisen. Modell; 13 t Gips und 5 Festmeter Holz, die Nase ist 0,46 m lang und im Kopf hat ein Mensch mit durchschni KORRES ÖAVWW 65ziger Gratulation
Friday, December 08-2006 Fw:
Krampusgruss und Grimming News Lieber Herr
Mayer, herzlichen Dank für die Mail und
auch wir wünschen Ihnen frohe Festtage und
auch im nächsten Jahr viele schöne
Wanderungen.Erika und Fritz Käfer
9 Nov. 2005 Lieber Herr Mayer,
vielen Dank für Ihre informative Mail und
weiterhin alles Gute.Erika Käfer.Sehr
geehrte Fr. Erika Käfer, danke für
die 65-ziger Gratulation und Ihre
Nachrichten, in den ÖAV WW
Miteilungen, die ich nachfogend
berücksichtigte. Mfg
SÜDWEGLIED>
Lieber Wanderkamerad Fred Huber, ich
hoffe Du bist mit dem Duwort
einverstanden. Ich danke für Deine
Nachricht und die guten Wünsche, die ich
herzlichst erwidere. Entschuldige bitte
mein langes Schweigen, ich freue mich
immer über Kontakt mit aktiven
Wanderern. Bei meinen
Tonaufzeichnungen halten sich die
Nachfrage und die Qualität in Grenzen.
Berg Heil
>
ÖAV Weitwandereraon.912573700@aon.at Hallo Herr MAYER, ich möchte mich sehr herzlich für Ihre Hilfe zur Auffindung der MC Singgruppe Kaiblinger bedanken.Wir konnten über das von Ihnen genannte Gasthaus die Gruppe direkt ausfindig machen und MCs direkt erwerben. Wie's der Zufall so haben will, konnte mein Freund im Zuge einer Wanderung im Pettenfirstgebiet Zell/Pettenfirst bei Vöcklabruck, OÖ einen Wanderer treffen, der ebenfalls dieses Lied ganz dringend suchte, zumal dieser beim Abschluss des Weiterwanderweges mit dem Vortrag dieses Liedes überrascht wurde. Somit konnten Dank Ihrer Mithilfe gleich zwei »Suchenden« geholfen werden. Nochmals vielen Dank. Ich habe in Zusammenhang Weitwanderweg mehrere MC und deren Auflistung gesehen. Wissen Sie wo es diese noch gibt, zumal das Bestellformular nicht funktioniert. Vielleicht können sie mir gelegentlich antworten. Mit freundlichen Grüßen Fred Huber. October 2004, Sehr geehrter Hr. Huber ich danke für Ihre Anfrage es ergaben zwei HP eigene Sucherfolge die ich unter Link 1> und Link 2> berücksichtigte. Das Band enthält außer dem von Ihnen angefragten Lied eine Weitwandermesse, ich hatte es einstmals im Gasthaus Simperl Eibiswald der A-Südweg Endstation gekauft. Gasthof Drei Eiben Alt eingesessener, gut bürgerlicher Gasthof mit Familienbetrieb im oberen Markt. Rustikal eingerichtete Gasträume und romantisches Kellerstüberl. Schöner, ruhiger Gastgarten im Hof. Gediegene Gastzimmer im eigenen Gartenhaus. Endstation verschiedener Wanderwege. Gute Küche mit Hausmannskost, beste südsteirische Naturweine. Familie: Simperl Anschrift: 8552 Eibiswald 22 Telefon: 03466/42 2 35 Betten: 13 Preise: N/F € 20,00 N/F € 19,00 (ab 3 Nächte) HP € 27,00 Berg Heil >
ÖAV Weitwanderer.aon.912573700@aon.at schrieb: Sg. Herr Bruno Mayer, vor etlichen Jahren habe ich ein traumhaftes Lied vom Radio aufgenommen: NORD SÜDWEG, du goldenes Band...Es handelt sich um ein Duo oder Trio. Begleitet wird das Lied nur mit einer Zither. Meine Frage dazu ist: Handelt es sich hier um die Singgruppe Kaiblinger? Gibt es von dieser Gruppe noch mehrere Lieder? Wenn ja, welche Tonträger ? Interessant wäre auch die Kontaktadresse zu dieser Gruppe. Würde mich freuen, wenn sie mir diesbezüglich ein paar Zeilen schreiben könnten. Grüße aus OÖ - Fred Huber 1986-09-03
Übrigens, es hat mir heute die Schwägerin von Carl Hermann mitgeteilt, dass er sich im Krankenhaus befindet. 1986-10-27 Es hat mir große Freude bereitet, dass du Carl Hermann in Allgemeinen Krankenhaus in Wien ausgeforscht und einige Male besucht hast. Deine langen Gespräche mit ihm waren sicher für euch eine Bereicherung, hoffentlich geht zu Hause in Gmünd, seine Genesung rasch vor sich, dann wirst du auch sicher seiner Einladung Folge leisten können. 1986-11-03 Von Carl Hermann weiß ich zur Zeit nichts zu berichten, ich wäre selbst sehr neugierig, wie weit die Genesung fortgeschritten ist. 1987-01-01 Besonders schön und äußerst wertvoll ist die "Wanderer Sonderausgabe" mit der Tonaufzeichnung von Carl Hermann und dem Carl Hermann Berggedenken, damit habe ich schon einigen Leuten Freude bereitet. Herzlichen Dank für all die schönen Sachen, die du mir geschickt hast, ich habe große Freude damit. Du bist ein ganz guter Freund und Kamerad von Carl Hermann geworden. Seine Urne ist inzwischen in seinem Heimathaus angekommen, sie wurde dort in der Stube, wo er einst geboren wurde, vom Geistlichen Rat Herrn Kurzmann 1912-1987 eingesegnet und dann zur abseits liegenden Hauskapelle, wie bei einem Leichenzug geleitet. Carl Hermann hatte im Vorjahr die Kapelle für die Urnenaufnahme vorbereitet. Die Glocke welche im Turm der Kapelle hängt, in der sich nun die Urne befindet, wurde während des 2. Weltkrieges für Kriegszwecke geraubt. Vor einigen Jahren ging der Nachbar der Pilchn, Herr Müller, vulgo Mussnegg der Sache nach und fand die Glocke in Wien. Die Familie Hermann aus Wolfsgruben finanzierte und organisierte die Heimkehr der Glocke und Carl Hermann hat sie am Klang wiedererkannt, sie läutet nun über seiner Urne das "Ave Maria" - 173 -
Ich bin gerade
dabei ein Erinnerungsalbum von Carl
Hermann zu schaffen.
1987-02-11 Ich habe am Maria Lichtmesstag, in der Kapelle wo Carl Hermann`s Urne aufgebahrt ist, eine Kerze angezündet und werde dies auch weiterhin monatlich einmal tun. 1987-02-26 Viele Grüße von meinem Vater, der leider Ihren Brief nicht selbst beantworten kann, da er am 22.02.87 um 22:00 Uhr einen Schlaganfall hatte und im Krankenhaus liegt. Wahrscheinlich hat er sich in Gmünd bei der Verabschiedung von Carl Hermann, zu sehr aufgeregt. 1987-07-23 Carl Hermann hat den Ablauf seiner Urnenbeisetzung, genau schriftlich festgelegt, seine Frau Elsa Hermann will trachten, dass sein Wunsch genau eingehalten wird. Bezüglich des Dramas vom heiligen Paulus teilt sie mit, dass dieses vorhanden ist, doch es kann diesmal am 15. August auf der Weinebene nicht vorgetragen werden, denn es hätte nur gepasst, wenn Carl Hermann sein Werk selbst dargestellt hätte. Ich hoffe dass wir uns am 15. August bei der Bergmesse auf der Weinebene, in der Pauluskapelle sehen um dabei zu sein, wenn Carl Hermann seine letzte Ruhestätte findet. Ich kann es noch immer nicht glauben, dass er nie mehr in seiner irdischen Gestalt, auf der Weinebene sein wird. 1987-09-10 Am 15. August war das Wetter verheerend, doch ich habe mich gefreut, dass du mit einer Abordnung Bergkameraden gekommen bist. Deine Komposition "DER WEG IST DAS ZIEL" ist großartig, doch der Text ist sehr traurig, vielleicht ist es aber richtig, wenn man öfters an den Tod denkt, dazu habt ihr Kletterer stets Gelegenheit. Carl Hermann den es in das raue Waldviertel verschlagen hatte, dessen Granit sein Lebensinhalt wurde, beendete seine irdische Reise fern der Heimat. -
174 -
Viel hat er für
seine Eibiswalder Heimat, die Endstation
des von ihm geschaffenen rot - weiß -
roten Bandes des Nord Süd Wanderweg,
getan.
Ich hoffe dass ich nächstes Jahr recht
oft auf die Weinebene hinauffahren
kann zu unserem unvergesslichen Carl.
Es sind immer Wanderer oben und immer
brennen Kerzen, es herrscht immer eine
eigenartige Atmosphäre, ein nahes
Beisammensein und so eine Verbindung
mit ihm! Man hat das Gefühl, dass er
für uns ein mächtiger Fürsprecher bei
Gott ist weitere Briefe
im
>Josef Krainer Krainersäule Eibiswald^ Ein Denkmal von Carl Hermann 1986-11-24
Graz Haben Sie vielen herzlichen Dank für die letzte Ausgabe des "Ödsteinprofiles der Formation Gipfelbuch" und vor allem für die Kassette mit so "reschen" Bergsteigerliedern und vielem Anderen mehr. Was mich besonders gefreut hat ist die Tatsache, dass sie unseres leider vor kurzem verstorbenen Bildhauers Carl Hermann und der Bergmesse in der Pauluskapelle auf der Weinebene, am nahen Ende des von ihm angeregten Nord Süd Wanderweg in seinem heimatlichen Eibiswald, gedenken. Dafür bin ich ihnen aufrichtig verbunden. Der Landeshauptmann der Steiermark Dr. Josef Krainer Briefauszug (Der Ödstein gehört dem Lande Steiermark) - 175 -
Ambiente ORF 1996-07-11
Herrn Nikolaus Scholz Sendung: Ambiente ORF 1136 Wien Sehr geehrter Herr Scholz! Mit großen Interesse habe ich Ihren Beitrag in der Sendung ”Ambiente”, am Sonntag den 30.06.96 um 13:05 gehört. Abgesehen davon, dass der ”Tourismusverband Gesäuse” wegen des allgemeinen Einbruches des Fremdenverkehres in Österreich, die Werbetrommel für seine Region etwas pietätlos schlägt, dürfte aber dadurch darin die Ursache für diese Sendung liegen. Für die Gestaltung dieser Sendung jedoch spreche ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern meine Anerkennung und meinen Dank aus. Der Vollständigkeit halber sende ich Ihnen einige Ergänzungen zu dem Gesäusebergfried, zur freien Verwendung. Es gibt viele Bergsteigerfriedhöfe, deren Gräber noch viel schöner als in Johnsbach gestaltet sind, in Europa, - aber es gibt nur eine Bergsteigermutter die gleichfalls in Johnsbach zur letzten Ruhe gebettet ist. Carl Hermann wollte Ihr in der zweiten Auflage seines Buches ”Der Weg ist das Ziel” eine Widmung verfassen und als Legat habe ich diese Aufgabe von dem geschiedenen Freunde übernommen. Mit freundlichen Grüßen Beilage: 1 Zeitschrift DER WANDERER Sonderausgabe 1994 11.JG 17/A (seite 10 und 11 Bergfried von Anton Schubert) 1 Inhaltsverzeichnis meines in Arbeit befindlichen Östeinbuches. 1 Buchauszug aus diesem Buch Seite 42 betreffend die Bergsteigermutter, die in Ihrer Sendung nicht erwähnt wurde. Fritz Peterka >
WIENERLAND2007-03-01
Sg Hr. Peterka, ich danke für ihr Mail Info digitale Publizierung folgende Bilder oder und Texte wurden veröffentlicht. Gedenkbuch Peterka Graner> From:
"Friedrich Peterka" friedrich.peterka@schule.at
To: "Bruno Mayer" wanderer40@gmx.at
Geschätzter Herr Mayer, das ging aber schnell. Sie sind ja noch tief in der Nacht aktiv! Kurz vor meiner Abfahrt nach St. Pölten, wo heute eine interessante Spinnenausstellung besichtigt werden kann, möchte ich Ihnen nur nochmals sagen, dass es üblich ist, zumindest anzufragen, ein Signet zu verwenden. Ich komme da nicht mit dem Urheberrecht usw., betone lediglich die übliche Vorgangsweise. Denn frei kopierbar ist das Zeichen (wie fast alles im Internet), das weiß auch ich, das heißt noch lange nicht, es lustig drauf los zu verwenden. Bleiben wir dabei: Gern werde ich fallweise auf Ihre Seiten schauen, Sie können auch mit dem Wienerland Signet verlinken (warum nicht auch mit dem ÖFS Signet?) - nur eine Bitte: die Auflösung und Formatierung so wählen, dass es besser zu Ihren Lesern 'rüberkommt. Mit freundlichen Grüßen Fritz Peterka Werter Hr. Peterka, danke für ihr Mail, entschuldigen Sie bitte, dass ich keinen Antrag gestellt habe, damit ich Ihr Logo mit Ihrer HP verlinken durfte. Wenn Sie Ihr drehendes Edelweiss nur als geschütztes Symbol für den Eigenbedarf sehen wird es entfernt. Das es frei kopierbar ist und nicht gesperrt war steht außer Frage und außerdem wurde es nicht zweckentfremdet. Ich betreibe keine Link Tauschbörse und im allgemeinen kenne ich keinen HP Betreiber der nicht an einer breiterer Internet Öffentlichkeit interessiert wäre. Würde ich mit allen verlinkten Webseiten eine solche Prozedur abwickeln wäre ich restlos über beschäftigt. Ich wünsche Ihnen und Wienerland viel Erfolg und erhebende Wandererlebnisse Berg Heil >i Geschätzter Herr Mayer, durch einen Zufall komme ich auf Ihre Homepage, wo ich sogar das Wienerland Signet mit einem Link zur Wienerland Homepage finde. Eigentlich ist es bei Homepage Betreibern üblich, zumindest einen Austausch der Links anzubieten. Hätte, ehrlich gesagt, gern vor der Verlinkung von Ihrem Vorhaben gewusst - das Signet ist übrigens kein frei kopierbares Gut. Mit freundlichen Grüßen Fritz Peterka Berg- und Wanderverein Wienerland Pamessergasse 13 2103 Langenzersdorf Tel. 02244/35 36 wienerland mail:to Sind Sie auch schon auf die Seiten www.oefs.at und weitwandern.at gestoßen? PS 2: Der Ihnen sicher von früheren EVG-Zeiten bekannte Herr Franz Graner ist seit einiger Zeit Wanderleiter bei Wienerland i lieben Dank für die Bilder und Texte. Sie haben sich wirklich Mühe gemacht. Grundsätzlich können Sie alle Inhalte von wienerland, www.oefs.at und weitwandern.at auf Ihre Homepage übertragen - jeweils mit Quellenangabe (was auch aktuell geschah). Übrigens ist der WW 02-Führer 2006 neu erschienen. Ich lege den Waschzettel mit kopierbarem Bild bei.Mit freundlichen Grüßen Fritz Peterka |
PRÄAMBEL
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