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Bgld=Burgenland Gmd=Gemeinde  NÖ=Niederösterreich OÖ=Oberösterreich OstT=Osttirol =Steiermark
Inhalt KAPELLEN GEBETE > 
BUCHENTSTEHUNG Menschen Bücher Rückschritt Gewinn Hirten Wanderer der du ziehst vorbei Am Bildstöckel Grimming Oberzeiring Öblarn Sölkpass St.Peter-i.S. Triebner Tauern Wölzer Tauern Stmk POOL
GRIMMING und Umgebung Untergrimming KAPELLE Zwischen Girtstatt u. Lessern Pürgg JOHANNESK. Mäusekrieg Verbannung
OBERZEIRING MARIA SCHNEE Die kloune Kapölln Kindergebet Jesulein Schutzengel Berge KALWARIENBERG Oberkurzheim ARMENSÜNDERK.
ÖBLARN Walchen BERGKREUZK. Schmetterlinge Frühlingslied Zwei Welten Nicht der Glückliche Mutter Anna Heute bin ich Mutter Anna Den Walchenleuten Nachdenken O Fremder KAPELLE Walchen SCHRABACHK. Ozeans Wellen BARBARAK. VOTIVK.
SÖLKPASS murtalseitig AUGUSTINUSK. Herr du stehst Dichter Gebet Laß Andere Laß das Schicksal Zum Weinen Ein neues Jahr Bittgebet Neues KAPELLENBUCH 2004 Herr bleib bei uns Achte auf diesen Tag Man kann dem Leben SÖLKPASS Stürmisch Alles nur geliehen
ST.PETER-I.S. MARCHLERK. Legende MÖRTHK. Legende WIEDENDEUTSCHK. Legende Am jüngsten Tage wird es offenbar HEIMATBUCH KAPELLEN BILDSTÖCKE DORFKREUZE TOTENHEBEPLÄTZE NEPOMUKK.
TRIEBNER TAUERN LORETTOK. Bläsertreffen Legende Eitelkeiten Agrargemeinschaft Geschenk Gottes Die Treue Hast du Glück Liebe in Freiheit Liebe KONDOLENZ Die Liebe ist DieEwigkeit Die Liebe In Gottes Hände Der Glaube Das Leben Das Menschenleben Ein gutes Herz
WÖLZER TAUERN GLATTJOCHK. Das Glattjoch Waldbauerntod Glaubenszeichen Erläuterung BUCH Allmacht Gottes Trojani Jubiläum
TANZSTATTK. Kassel Perntaler Renzler Wadsack Weg Günther SchwabBei beissenden Wind Zölibat BUCH Nr 14 Alpenglühn Erntedank Oh Shiva In die Ferne Kapellenbuch Hinterlegung An meine Freunde BUCH Nr 13 Bergandacht Blitz Im Tal Freiheit Wind Dank Segen Wetter Blitz Opfer Trage 77 Jahre Dunkel Herzen Gott ich danke dir Gott zum Gruß Kuckuck Es erschienen Gesundheit Menschenkinder  Kardinäle Hirte O Herr! Mit Freude Andacht Muttertag In die Seele Steiermark Lieber Gott Der liebe Gott Auf den Berg Herrliches Wetter Schöner Tag Zufriedenheit Kirchlein Dies Kirchlein Berge fordern Herr beschütze Lieber Gott Gott unser Land Lieber Gott Bergwetter Sonnenschein Sonntag ist's BUCH Nr 12 Zukunft Werden Erkenntnis Bäume Weg Die Extremen Mein Weg Leben Gattin Glauben Religion Wir glauben Bedingungslose Liebe Kehre ein lass dich führen Hier droben sind alle gleich
ST Bärnbach HEILIGER BRUNNEN Hohentauern TAUERNWIRTK. Legende Bildinschrift Koralpe Weinebene PAULUSK. Legende Warum eine Pauluskapelle? Gedenkmesse 2003 Fürbitten Lassing Naturausbeutung Pusterwald Moar HOFK. Schladming Stadt KAPELLE Aufschrift Schladminger Tauern LAWINENK. SCHNEEALMK. Legende TAFEL DER VERBLICHENEN Rechts Links Seeberg BARBARAK. Seewiesen BERGRETTERK. Bergkameraden F.Neussl F.Maier K.Reesch J.Grasser H.Hulla Gedenken Retter am Berg Berggebet Stoder Zinken FRIEDENSK. 100 Jahre Unsere Blicke Die Natur ist Von himmlischer Ruhe umgeben St.Lamprecht SCHÖNANGERK. Bitte hilf mir Für das Gute Zufriedenheit Der Glaube St.Oswald Möderbrugg PESTK. Aufschrift Stuhleck Spital.a.S. WALDK. Legende Waldkapelle Nikolaus Lenau Trofaiach DREIECKK. Wies Geburtshaus Carl Hermanns PILCHENK. Glockenheimkehr  

  E°N°T°S°T°E°H°U°N°G 
  Zu Pfingsten 1998 waren 15 Jahre, seit meiner Gipfelkreuz Errichtung auf dem Berg Trojani, vergangen. Ein Anlaß um die Zusammenführung des, einst von der Creditanstalt verbotenen Gipfelbuches mit dem Gipfelkreuz, vorzunehmen. Andächtige Seelen hatten in dieses Gipfelbuch auch Heiligenbilder eingelegt. Wem gehört der Trojani? In harter Arbeit machten einst Bauern die Urlandschaft nutzbar, sie alle wurden systematisch ausgehungert das Gebiet ging dann auf fragwürdigen Wegen an die Creditanstalt Wien zu. Diese wurde von Bank Austria einverleibt, durch einen Aktientausch schluckte die Hypo Vereinsbank Bayern das gesamte Länder- und Finanz Imperium. Die Atomindustrie übernahm das steirische und kärntnerische Bergrecht zur Wassernutzung. Die Frage müsste also eigentlich heißen: Wem gehören der Trojani und alle anderen Berge eigentlich nicht?
Nun ist das Buch, durch den am Kreuz befestigten Behälter, auch im Winter zugänglich. Als Rückweg wählte ich damals eine Höhenwanderung, die einst auch von meinem Vater gerne beschritten worden ist, sie führt im Abstieg an der Tanzstattkapelle vorbei.
  Seit dem Frühling lag da schon ein verunstaltetes, zerschlissenes und ausgeschriebenes Kapellenbuch, als Visitenkarte der Liftbetreiber,
und als stille Einladung zur Abhilfe, vor dem Altar.
Dieses Buch wurde eigen dynamisch,
es bedrängte mich immerzu noch ausführlicher geschrieben zu werden. Die Attribute des Glaubens, die Kontemplationen der Menschen sind vielfach aber trotzdem nur ein Bruchteil des Unerschöpflichen.
Eingeschnitzte, eingeritzte Monogramme in den Glaubens- und Andachtsorten sind Sakrilege

MENSCHEN streben auf Erden
Um nicht vergessen zu werden.

Was beseelt, was bedrückt
Sei in BÜCHER ausgedrückt.
  Das Papier hat mit den Schreibenden Geduld ohne Grenzen, das freie Wort in Gäste- Gipfel- und allen anderen Poesie - und Erinnerungsbüchern so auch dem Kapellenbuch, ist ein ungeschriebenes Grundrecht. Es entsteht eine spezielle, auf den jeweiligen Ort zutreffende, Chronologie oder Anthologie mit skurrilen  aber auch wertvollen Eintragungen, Anregungen, Landschaftshinweisen und Quellen der Weisheit sowie der Poesie.
Früher waren Stamm- und Tagebücher mehr verbreitet, heute gewinnt die Botschaft des geschriebenen Wortes in Internet Gästebücher wieder an Wert.

Der Fortschritt vom ich ist RÜCKSCHRITT
  Ein Berg trifft zwar eine Auslese bei den Menschen die ihn besteigen, gegen die Massenbeförderung auf seinem Rücken durch Lifte und Seilbahnen ist er jedoch machtlos.
Sind Menschenopfer als Kollateralschäden als Synonym unserer Weiterentwicklung gerecht? Tschernobil, der Einsturz des steirischen Bergwerkes
Lassing
die Todeslawinen von Kaltür in Tirol, die Brände in: Kaprun im Tauern und Mount Blance Tunnel, der Rinderwahn. Tausende Terroropfer in New York, Millionen Verhungernde und Hungernde sowie Krieg, das alles ist das Ergebnis der Globalisierung der Illumation. Die Eigeninteressen der Wirtschaftsblöcke und der Politik verhindern die weltweite Gegenkraft. Jahrelang wurden Butterberge, Milchseen. Ernteerträge und die Massentierhaltung gefördert um sie danach bedenkenlos zur Preisstützung zu vernichten.
Ganze Landstriche sind durch Flächenrodungen von sensiblen Strauch und Baumbeständen, durch die Zerstörung der Fauna oberhalb der Baumgrenze, ein Opfer des Bergsteiger Surrogates Aufstiegshilfen.

GEWINN geht vor Sicherheit,
Die Hybris der Bereicherung.

  Bei den Katholiken ist die Menschheit schon durch die Geburt mit einer Erbsünde vorbelastet, auch Strategen sprechen von einer gernerationsweise übergreifende Kollektivschuld, bei einem aktuellen Übel wird immer zuerst das Volk dafür verantwortlich gemacht.
Die HIRTEN bestimmen wohin die Schafe getrieben werden
  Enthemmte Führungskräfte, gnadenlose globale Systeme, der Mammon und sein satanischen Spinnennetzes hat viele Gesichter. Manche erfolgreichen Waffen und Rauschgifthändler, Zuhälter oder Geldwäscher sind als gemeinnützige Wohltäter und Präsidenten getarnt. Die Luft, das Wasser und die Nahrungsmittel geben uns alles gnadenlos wieder zurück was wir ihnen an Schadstoffen unterjubelt haben.
  Nach der Bibel ist der Mensch ein Abbild Gottes, er wurde geschaffen zur Beherrschung und zur Krönung der Schöpfung. Pessimisten meinen jedoch: Der Mensch sei ein missglücktes Experiment der Natur aber in seiner Vermehrung das erfolgreichste Ungeziefer.
  Das menschliche Gewissen aber auch die Gesetze der Natur bedürfen allerdings keiner Authentizität. Die Gewissensverstöße müssen ohnehin alle selber bitter büßen. Die Auswirkungen durch Nuklearität, Regenwaldvernichtung und Luftverpestung treffen dagegen, durch die Unregelmäßigkeit der Jahreszeiten, durch den Klimawandel und den Smog sowie durch die Ozonlöcher, uns alle.
Was aber hat sich nachteilig geändert?
  Wir leben länger, leiden weniger, essen mehr, arbeiten weniger, erholen uns länger, können uns mehr leisten, reisen weiter und haben eine Flut von Informationen und Bildungsmöglichkeiten. Dies trifft allerdings nur auf einen Teil der Erde zu, denn es gibt noch genug Elend, Krieg und Ungerechtigkeit, unsere Evolution wäre dazu ein geeigneter Gegenpol.
 Was kann also schlechter sein - wenn es uns besser geht? Schattenseiten des Wohlstandes, sie haben sich auch schon in vergangenen hochstehenden Kulturen gezeigt. Die Genome degenerieren zur Mittelmäßigkeit, das Konsum Dogma ist Lebensqualität, Übersättigte werden ideenlos.
  Es hilft uns nicht wenn in allem nur das Schlechte hervorsticht und das Gute als selbstverständlich gegeben vorausgesetzt wird. Der kleine Mann von der Straße, die Normalsterblichen, die Gewöhnlichen, oder wie das Volk auch immer bezeichnet wird, ist keine Einheit der Dummheit. Die Politiker, die Intellektuellen die glauben etwas Besseres zu sein, alle die sich auf Kosten anderer bereichern, sie sind das Weltübel.
Das viele vorhandene Positive hat es nicht notwendig sich in den Vordergrund zu stellen, es zeigt sich ja von selbst was gut oder falsch war. Was aber bleibt fortwährend am wertvollsten? Was dient in allen Lebenslagen? Was unterstützt uns in der Selbstachtung, in der Achtung der Mitmenschen und in der Wahrung der Schöpfung?
  Es sind die Stützpunkte der Besinnung an die unvergänglichen Werte. Einen großen Anstoß an der Entstehung dieses Buches gab die Erzählung, Das Kindergebet^, von Frau Agnes Fischer Die Dichterin schildert darin eine wahre Begebenheit, in einer Kapelle.
  • Agnes Fischer bei einer Lesung in St. Johann a.T.  >
  Aus dem Archiv vom Herrn Kamillo Kanka stammen viele Ablichtungen, dadurch wurde das Bilderbuch bereichert. Die Unterteilung erfolgte in 6 Bücher:
 

 
  Im Bereich Österreich des Nord Süd - Weges
NORDCAP - ETNA A07, wurden vom Bildhauer 
Carl Hermann>  viele sakrale Kunstwerke errichtet, sie wurden in diesem Buch aufgenommen. Mein Dank gilt allen Errichtern von Andachtsschreinen, allen Verfassern von Aufschriften, Inschriften und Eintragungen und auch den vielen Unbekannten die dafür sorgen, dass diese besinnlichen Räume in einem würdigen Zustand erhalten bleiben. 2001-10-18 >

  Zu Fuß dreißig Kilometer von Stainach in der Obersteiermark nach Bad Aussee: Auf der Kuppe der Salzstrasse nach Oberndorf stehen wir vor einer kleinen Wallfahrtskapelle. Ein schöner Spruch ist auf  ihrer Front zu lesen.
Wanderer der du an dieser Kapelle ziehst vorbei,
Bedenk' was deren Deutung sei.
Du lebst nur kurz in dieser Zeit und wanderst in die Ewigkeit.
  Quelle Rolands Girtlers > Streifzüge Krone 2006-03-05  Auszug siehe auch Wilderer Rebellen der Alpen in Lyrik und Prosa

AM BILDSTÖCKEL
  Am 3. Februar 1883 fuhr im Gargellental (einem Seitental des Montavon) eine mächtige Lawine hernieder, riss einen jungen Mann von dem Wege, der an den schäumenden Suggendinbache hin das Tal durchzieht, begrub und erstickte ihn. Wer heute dort des Weges kommt, dem stellt eine Tafel das Unglück recht anschaulich dar. Die Tafel ist an einer der Tannen angebracht, die in dichter Gruppe zusammenstehen und den Weg beschatten. Eine Bank in der Nähe ladet den vorübergehenden ein, in Ruhe das Bild zu betrachten und die darunter stehenden Verse zu erwägen. Wenn du einmal das  Gargellental besuchst so folge der Einladung, denn die Malerei ist von kundiger Hand und die Worte sind der Erwägung wert. Links im Vordergrunde kniet ein Jüngling im Sonntags Gewand und hebt die gefalteten Hände zur Mutter Gottes empor. Diese schwebt mit dem Jesuskind auf dem Arm oben aus einer Wolke hervor. In der Mitte des Bildes neben einem Berg von Lawinentrümmern wird das Gesicht und Kopf des Verschütterten sichtbar. Ein spürender Hund hat ihn soeben entdeckt und bellt zu zwei Männern empor, die oberhalb mit Haue und Schaufel in das Bild treten. Unter dem Bild stehen die Worte:
Mich hat die Lawine begraben;
Trauert nicht!
Was kann ich besseres haben,
Als wohnen im ewigen Licht?
Doch seid in jeder Stunde
Zur ernsten Reise bereit!
Ich sag's mit Herz und Munde;
Denkt an die Ewigkeit!
   KAPELLEN

G°R°I°M°M°I°N°G und Umgebung Untergrimming

 
 
KAPELLEN ENTSTEHUNG Untergrimming
BRIEF
  Das Jahr 1999 war ein gesegnetes Jahr, Anlass nachzudenken und wohl auch zu danken, für uns alle. Mit vereinten, Kräften aber vielen Aufgaben meinerseits, kam es dazu im Ort wieder eine kleine Kapelle entstehen zu lassen. Am, 24.Oktober, hat Pater Siegmund von St. Martin die Segnung erteilt. Es war ein wunderschöner Herbsttag – ein Dank von oben für unseren Fleiß. Friedl und ich haben mit dem Grimming Lied die Feier begonnen. Wanderer Euphorion Schirmherr  Lois Strobl > Untergrimming 1999-12-20
  Im August 2004 besuchte ich den Schirmherrn in Untergrimming, er erzählte mir die Entstehungsgeschichte. Lois hatte eine Madonna und wollte dafür, aus eigener Tasche, einen Bildstock finanzieren. Mit Hilfe der Allgemeinheit entstand eine Kapelle. Lois war auch der Organisator der für das leibliche Wohl aller Mitwirkenden sorgte.
 
VOTIVKAPELLE Untergrimming auf der alten Straße zwischen Girtstatt und Lessern
  Einst wurden von Tauplitz mit einem Fuhrwerk Kinder von einem Schulausflug abgeholt. Bei dem ersten Straßengefälle nach Girtstatt versagten die Bremsen -  wie durch ein Wunder kamen die Kinder und der Fuhrwerker nicht zu Schaden. Für die Instandsetzung der Kapelle durch die Öffentlichkeit war bereits ein Fixtermin. Der Grundbesitzer Hr. Mandl zog jedoch im letzten Augenblick die Restauriere Genehmigung zurück.  Mündlich von Lois Strobl >
 
JOHANNES KAPELLE Pürgg
  Sie liegt auf einer Bergkuppe westlich von Pürgg und bietet einen ausgezeichneten Ausblick auf den Grimming Multereckaufbau. Das bekannteste und sicherlich rätselhafteste Motiv ist der Katzen - Mäuse - Krieg der auf den äsopischen Tierfabeln der Antike gründet. Der ungleiche Kampf zwischen Katzen und Mäusen beschäftigte bis herauf ins Mittelalter Dichter wie bildende Künstler und ein beliebte Metapher für die verkehrte Welt.
  Obwohl ein Sieg der die Burg verteidigenden Mäuse gegen die angreifenden Katzen in Pürgg nicht klar ersichtlich ist, liegt dem Bild doch die Idee von der Macht der Schwachen über die Starken zugrunde. Die Pürgger Fresken sind die bedeutendsten romanischen Wandmalereien in der Steiermark. Ihr Stil legt eine Entstehung um 1160/65 nahe. Die ausführenden Künstler waren der Maltradition des Salzburger Kunstkreises verpflichtet, in dessen Einflussbereich Pürgg lag. Quelle Link Gemeinde Pürgg
  DER KRIEG DER MÄUSE IN PÜRGG
  Als vagabundierender Kulturwissenschaftler wandere ich wiederum von Stainach im Ennstal nach Pürgg und weiter in Richtung Salzkammergut. Jedes Jahr im Frühjahr, wie der aufmerksame und geneigte Leser vielleicht weiß, unternehme ich diese Wanderung. Jedes mal ist sie neu und jedes mal sind es neue Eindrücke, die mich zur Feder greifen lassen. Es ist ein herrlicher Tag, heuer liegt kein Schnee. Auf einer Forststraße, die durch einen Wald führt, gelange ich zu einem Hochplateau. Hier öffnet sich der Blick auf den mächtigen Grimming. Ich komme in das alte Dorf Pürgg.
Am Beginn des Ortes gehe ich an einem allfälligen Haus vorbei, an dem bäuerliche Geräte aller Art aus vergangener Zeit von dem volkskundlich tätigen Fritz Fahringer, Sohn des berühmten Malers Carl Fahringer, angebracht wurden. Ein Blick in die alte Bauernkultur mit ihren Dreschflegeln, Holzkörben, Sensen und vielfältigen Hufeisen tut sich hier dem Wanderer auf und lassen ihn über Vergangenes nachdenken.
  Ich gehe weiter, links auf einer kleinen Anhöhe steht die berühmte Johanneskapelle. sie fasziniert mich schon seit langem. Ich betrete sie durch einen Nebeneingang. die Kapelle ist im romanischen Baustil errichtet. Mich ziehen die romanischen Fresken in ihren Bann, die wohl zu den bedeutendsten Wandmalereien dieser Zeit in Österreich gehören. Sie dürften zwischen 1160 und 1165 entstanden und größtenteils byzantinischen Ursprungs sein. Also aus der damals fernen Welt des Nahen Ostens gelangten, vielleicht durch venezianische Künstler, die Ideen zu den bemerkenswerten Szenen an den Wänden dieses kleinen Gotteshauses. Vielleicht waren es aber auch Kreuzritter, die das ihre zu solchen Darstellungen beitrugen, als sie von den Kämpfen um Jerusalem genug hatten, und es vorzogen, in ihre Heimat zurückzukehren.
  Hier sieht man die heilige Maria Mutter Gottes am Spinnrocken, eine einmalige Szene. Ich kann mich nicht erinnern, Maria als Spinnerin oder überhaupt als Arbeiterin dargestellt gesehen zu haben. Besonderen Eindruck macht ein Fresko mit einer kriegerischen Szene. Man sieht eine Burg, in der Mäuse sich gegen angreifende Katzen mit Erfolg verteidigen, wie es scheint. Die Mäuse blicken neugierig auf die Katzen herab, die sich offenbar größte Mühe geben, die Burg einzunehmen. Eine Katze, die ein Schild auf ihren Rücken befestigt hat, blickt angstvoll zu den streitbaren Mäusen. Eine besonders freche Maus bedient sogar eine Armbrust. Wie der Kampf, der hier geschildert wird ausgegangen ist, ist mir nicht bekannt. Es ist möglich dass diese Geschichte aus der Antike übernommen wurde. Einige Literaten haben sich an diesem Stoff des Kampfes von Katz und Maus gütlich getan. In dieser Szene soll wohl gezeigt werden, dass auch der Schwächere seine Chancen gegenüber dem Starken hat. Wichtig ist, dass der Schwache nicht aufgibt.
  Die Mäuse in der Kapelle geben nicht auf, sie verteidigen sich wacker. Vielleicht wollte der Künstler dieses Fresko, dass der Betrachter Lebensmut schöpfe. Lebensmut und Lebensfreude kündigen auch die anderen Bilder dieser romanischen, stillen, bunt bemalten und doch einfachen Kapelle.
  Mein Freund Erik Adam, ein begnadeter Professor  der Pädagogik in Klagenfurt, hat sich auch seine Gedanken über dieses Fresko mit dem Kampf der Katzen gegen die Mäuse gemacht. Er kommt allerdings zu einem gewagten Schluss, nämlich, dass die abgebildeten Mäuse die klassischen "Kirchenmäuse" versinnbildlichen. Mäuse gehören wohl zu den Einwohnern der alten Kirchen, in denen es viel Schutz und Asyl vor diversen Angriffen, aber wenig zu essen gab.
Die Redewendung "arm wie eine Kirchenmaus", wie mein Freund meint, würde sich darauf beziehen
  Ich sehe in den Mäusen dieses Freskos vor allem Rebellen, die sich gegen Unterdrücker wehren. Rebellen lebten auch hier in Pürgg. Girtler Roland >

REBELLISCHE FRAUEN UND MÄNNER WURDEN 1750 AUS PÜRGG VERBANNT
Kirchenruine Neuhaus 
  Sie weigerten sich, ihren evangelischen Glauben aufzugeben und wurden in die Dörfer bei Hermannstadt verfrachtet. Dies weiß ich von meinen Forschungen in Siebenbürgen bei den Landlern. Ich wandere weiter. Im alten Gewölbe des Gemischtwarenladen der Familie Adam, das in liebenswürdiger Weise von Frau Heidi Schlömmer geführt wird, kaufe ich mir eine Leberkäsesemmel. Frau Schlömmer freut sich, mich wieder zu sehen. Ich wünsche Frau Schlömmer und meinem Freund Erik Adam das Beste und ziehe weiter. Roland Girtler > Streifzüge in der Kronenzeitung 18.03.07
 
O°B°E°R°Z°E°I°R°I°N°G

MARIASCHNEE KAPELLE   vulgo Brandl Karleiten Gmd. >  

DIE KLOUNE KAPÖLLN 2009-07-14
 
Für den Herrgott als Dank
Für den Menschen zum Segen,
Stehst weit sichtbar neb'n da Stroßn
Als kloune Kapölln.

Die Heiligen am Oltor
Hoben bestimmt nix dagegen
Wann die jungen Leut dort
Sich a Stelldichein geben.

Am Bankerl dort sitzen,
Es gibt so vü zum schaun,
Die Heimat betrochten
Es wird dir nia z'lang.

Wann die etwas drückt
Liegt wos schwa auf der Brust,
Tua in da Kapölln wos beten
Wird leichter dir's Leben.

Und tritt a Mensch
Den letzten Erdenweg on
Dos Glöckerl dos stimmt
Dos letzte Lied on.

Es schickt im Gebot
Zum himmlischen Wunsch;
Heilige Mutter Gottes
Bitte für uns.
Bild mit Gedicht Barbara Moser
DAS KINDGEBET von Fischer Agnes >
  In den Tälern längs der Flüsse braute Nebel, kaum dass sich da und dort ein Stück blanker Himmel zeigte. Auch unter der Wolkendecke der großen Stadt drückte dicht dunstige Luft auf das Gemüt der Menschen. Dieser Druck glich einem schlecht gelüfteten Raum in dem man unruhig wird und Wünsche wach werden diesem beengen den Zustand zu entfliehen. Schon der Gedanke allein wirkt befreiend wie wenn man ein Fenster öffnet um frische Luft herein zu lassen.
  Dieses Atemholen, wie ein Suchgerät um Wunschbilder zum Leben zu erwecken die sich in eine kurze Zeitspanne einfügen können um Wirklichkeit zu werden. So war es mir geschehen und die Seele spürte Befreiung, die auch die Körperlichkeit belebte.
  Nur heraus aus dem wolkenverhangenen Stadtbild, nicht denken dass auch das Ziel meiner Vorstellungen trübe sein könnte, denn schon einmal, vor mehr als einem Dutzend Jahren war ich in die Berge geflüchtet und getröstet und voll neuem Mut wieder in die Stadt zurückgekehrt.

 
Dieselben Wege wollte ich wieder gehen und in meinen Gedanken sah ich noch immer des Sommers duftende Bergwiesen und die Sonnen hellen Berge unter blauen Himmel. Diesmal aber ging ich langsamen Schrittes auf den Wegen des Herbstes.
Mein Schauen auf die Berghänge wurde immer wieder abgelenkt von den bunt gewordenen Blättern der Laubbäume die den Weg säumten und manches Blatt nahm ich auf um es in einem Buch verwahren zu können, obwohl ich wusste, dass ich den Farbenzauber nur in mir selbst bewahren konnte und ich sog die formenreiche bunte Schönheit wie einen glücklichen Hauch ein.

  Lange war ich schon gewandert, hatte Rastpausen eingelegt und es kam mir immer weniger zum Bewusstsein, dass ich hier alleine war. Vogelstimmen sann ich nach ohne sie zu unterscheiden, ich hörte nur die Melodie und vereinzelt von weitem - helles Glockenklingen von Weidetieren. Kein Gedanke in mir von Nebel in den Tälern, von dichten Wolken über der großen Stadt. Frei war ich von allen Zwängen und spürte, dass ich heimgekehrt war in mich selbst.

  Als ich mich zum Gehen wandte fühlte ich mich in einer schützenden Hülle, die mein Frohsein bewahren würde, für die langen Tage im Verließe der großen Stadt.
Auf den vertrauten Wegen war ich alleine gewesen, nun wandte ich mich der Straße zu um langsam wieder bergabwärts zu wandern. Auf einem Hügel der nahen Straße, stand die kleine Kapelle in welcher ich schon vor Jahren einmal eingekehrt war. Auf der Rastbank davor saßen Menschen im ruhigem Gespräch vertieft.

 
Ich setzte mich in das Gestühl der Kapelle und ließ in dieser stillen Geborgenheit ohne Worte meine Freude strömen.
Den Kopf in die Hände gestützt merkte ich nicht gleich, dass sich ein etwa vierjähriges Mädchen in die gegenüberliegende Bank gesetzt hatte. Es war wohl in dieser Gegend Zuhause und obwohl ich fremd war, hatte es keine Scheu mich anzusprechen.
  Magst du mit mir beten? Fragte das Kind und sogleich faltete es die Hände in Innigkeit und tiefem Ernst.

JESULEIN komm zu mir,
Mach ein frommes Kind aus mir.
Mein Herz ist klein, darf niemand hinein
Als du mein liebes Jesulein.
  Und jetzt betest du! War die Aufforderung mit heller Stimme und ich sah wie das Kind mit gläubigem Vertrauen wartete. Meine Empfindungen waren ein Strömen des Herzens gewesen und das Umschalten auf die kindliche Wunschvorstellung glich einer weiten Wanderung zurück in die eigene Kindheit, in welcher auch ich wie dieser kleine Mensch die Hände gefaltet hatte. Das Gebet vom Lieben Jesulein klang noch in mir, doch konnt' ich nicht dasselbe Gebet sprechen - und aus dem Reim gute Worte einflechten, war mir in der überraschenden Situation nicht gut genug für das liebe Mädchen. Aber zum Gebet des "Lieben Jesulein," sprach ich als Kind auch vom Schutzengel.
SCHUTZENGEL mein,
Lass mich dir empfohlen sein,
Steh' in jeder Not mir bei
Und halte mich von Sünden frei.
  Mit andächtig gefalteten Händen hatte ich es laut gesprochen und schon klang recht zufrieden als Wechselgebet von Seiten des Kindes Jesulein, komm zu mir: Dann forderte es mich auf aufzustehen, um nachdem wir uns wieder hinsetzten, das Jesukindlein zu sprechen.  Mein Wechselgebet war immer "Schutzengelein." Ehe wir aus der kleinen Kapelle gingen, tauchten wir unsere kleinen Finger in den trockenen Weihbrunnkessel. Es war die Weihe des Augenblickes, denn der Geist des Wassers tränkte das Herz.
  Wir trennten uns ohne Worte und ich sah dem Kinde nach, wie es mit wehendem Röckchen über die Hügel hinab zur Straße eilte und um die Kehre verschwand.
Der Zauber dieses Erlebnisses blieb in mir lebendig und Herzensgedanken hüllen wie ein Schutzengel dieses Kind ein.
Wien am 21.Mai 1997 Nun ist die schöne Wanderzeit wieder angebrochen und mit meinen guten Wünschen bin ich bei allen Bergfreunden.

BERGE sind irdische Wegstrecken
Unserer Sehnsucht nach geistigen Höhen
Die kleine Berg Kapelle der Erzählung ist pflichtig zum Wetterläuten, (läuten zum Vertreiben von Unwettern), sie gehört zum Bergbauernhof vulgo Brandl. Noch blühen sie nicht - die Butterblumen, aber ihren Boden werden sie nie untreu - wie auch ich nicht vergessen kann das Gelbleuchtende der Blumen auf der Wiese vor der Hube. Agnes Fischer > geb. am, 18.01.1918 in der Maximilianhube in Hohentauern Fischer Agnes  > bei einer Lesung in St. Johann a.T.  

KALWARIENBERGKIRCHE u. KAPELLEN Gmd. Oberzeiring
  Zu dem Gnadenbild unseres Herrn ruhe.  O kreuzruhender Jesus! Der du die 33 Jahre deines allerheiligsten Lebens hie´nieden nirgends Ruhe gefunden hast als auf dem Kalvarienberg am heiligen Kreuze.  Sieh! Auch ich kann auf der ganzen Welt keine Ruhe finden, als allein bei dir mein Erlöser.  Daher komme ich zu dir O Jesus! Und falle vor deinem trost- und gnadenreichen Bildnis in deiner heiligen Kreuzes Ruhe auf meine Knie, und such` und suche in meinem Kreuz und Leiden, besonders in dieser meiner gegenwärtigen Anliegen, Trost und Hilfe bei Dir. Ich bitte dich: O schmerzensvoller Jesus! Erhöre mich und sehe gnädig auf mich herab. Entzünde mein Herz mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe, damit ich dich als das allerhöchste Gut, über alles und meine Mitmenschen, wie mich selbst lieben möge.
  Gib mir die Kraft und Stärke, damit ich mein Kreuz geduldig dir nachtragen, meine Sünden hier her zu beweinen und bereuen, eine glückselige Sterbens Stunde erlangen kann, und einst bei dir die ewige Ruhe finden möge dort in dem Himmel.  Erhöre mich O Jesus! Durch die Fürbitte deiner schmerzhaften Maria Amen.  Bete 7 Vater Unser.
  Kapelle  hinter der Kalvarienkirche Schrifttafel unter der sich auf dem Kreuz sitzend ausruhender, nachdenklicher Jesus. Türkenkreuz
 
ARMENSÜNDERKAPELLE  an der Tauernstraße vor Unterzeiring Gmd Oberkurzheim  
  Eine Nischenkapelle des 16. Jahrhunderts mit 1960 veränderter Wandmalerei. Fridolin von Freythall> >  der Schießeck Schirmherr Schießeck>  nach seinem Epos Das Hochgericht vom Birkachwald hat sich der Wilderer Bruckenbauer Lex in dem Dachboden dieser Kapelle, einige Zeit lang, der Verfolgung entzogen. Zum einstigen Vollzug des Hochgerichtes  stehen hinter der Kapelle auf der Wiese noch die zwei gemauerten Galgensäulen.
 
Ö°B°L°A°R°N

 
BERGKREUZ KAPELLE Walchental Gmd Öblarn
  LEGENDE Mitten im ehemaligen Bergbaugebiet, in 1400m Seehöhe steht diese kleine bescheidene Kapelle. Dem Erzählen nach wurde sie im 16. Jahrhundert auf den Mauern eines Knappenhauses errichtet. Es war der Dank  für die Rettung nach einem Grubeneinsturz. Da in dem zerklüfteten, stark Wasser führenden Schiefergebirge die Gefahr der ständige Begleiter war, schufen die Bergleute vor Ort diese Gebetsstätte und widmeten sie zunächst der hl. Barbara, später der Gnadenmutter Maria im Bergkreuz.
Ein Bild der hl. Barbara, das angeblich aus der Stampferzeit stammt, erinnert heute noch an die Funktion der Kapelle als bergmännischer Sakralbau. In weiterer Folge wurde die Kapelle mit einem Holzbau vergrößert. Eine aus Wachs geformte Madonna im Prunkgewand schmückt  neben einigen Votivbildern den Innenraum. Eine Votivtafel in der Kapelle zeigt, dass auch Holzarbeiter die Gnadenmutter verehrten. Sie trägt folgenden Text:

  Aus frommer Dankbarkeit  der Gnadenmutter Maria im Bergkreuz, für die  glücklich vollendete Holzarbeit des
Herrn Pumpernig, von den Meister Elias Heiß und seinen Mitarbeitern geopfert. Dieser Ort wird auch heute noch von vielen Wanderern  und Gläubigen gern besucht und ist zu einer Wallfahrtsstätte geworden. Jährlich am 26.Juli, am Tag der Gottesmutter Anna,
ist eine Prozession zur Bergkreuzkapelle. Quelle: Bergbauverein Kupferweg Station Nr. 14
  Um zur Bergkreuzkapelle zu gelangen, heißt es nun eine 3/4 Stunde bergauf zu gehen. Das Walchental erlangte durch den Abbau verschiedenster Bodenschätze große Bedeutung. Die letzten Zeugen für diese so glorreiche Zeit stellen die sakralen Bauten und der Steinbruch dar.
  Die Bergkreuzkapelle wird von vielen Wanderern und Wallfahrern besucht. Der alte Kern dieser Kapelle, aus Stein gemauert, birgt eine aus Wachs geformte und prunkvoll bekleidete Madonna. Diesem Steinbau, der ursprünglich die Wohnung eines Bergmannes gewesen sein soll, wurde später ein Erweiterungsbau aus Holz angeschlossen. Alljährlich am Annatag, dem 26. Juli, besucht eine große Prozession diese Kapelle. Ö
blarn
SCHMETTERLINGE
Schmetterlinge leben leise,

Auch die Sonne hört man nicht.
Schmetterlinge sterben still,
Wie das Seufzen einer Blüte,
Wenn der Mensch sie brechen will. Nicht von mir Heinrich Schweiger 19840818
 
Nun LASS uns froh beginnen
Den neuen jungen Tag
Und nicht darüber sinnen,
Was er wohl bringen mag!

Wir legen uns´re Sorgen
Vor Gottes Angesicht,
Dann grüßen wir den Morgen
Mit froher Zuversicht.  Larissa Ürich D 1988-09-26
 
FRÜHLINGSLIED
Drum komme wem der Mai gefällt
Und freue sich der schönen Welt;
Des Baumes in seiner Blüte
Und Gottes Vater - Güte,
Der diese Pracht hervorgebracht. Christoph Link D 1991-07-17
 
Es gibt zwei WELTEN,
Eine führt in die Unendlichkeit,
Eine kommt aus der Unendlichkeit. Sonja Link D 1991-07-17
 
Nicht der GLÜCKLICHE ist dankbar,
Sondern der Dankbare glücklich. Katharina B.
 
MUTTER ANNA
Hilf uns in schweren Tagen,
Hilf uns wenn wir verzagen,
Bringe unserem Herzen Licht
Und vergiss uns nicht. 1991-09-06
  HEUTE bin ich nach vierundsechzig Jahren zum zweiten mal hier, ich kann mich genau erinnern: Das erste mal war ich im Alter von vier Jahren mit meiner Mutter da, sie war damals Sennerin auf der Waidhofalm. Meine Mutter starb am 19560419 Hans Mattlschweiger Altirdning.
Die MUTTER ANNA hält schützend die Hand
Über Menschen in Not im ganzen Land.
Die Mutter Anna ist die Mutter der Gottesmutter > Biwak 1993-06-26/27
 
Den Holzarbeitern und Fuhrleuten
der Walchen zur Ehr'
Den Bergleuten und Hüttenleuten
Der WALCHEN zur Ehr'.
Neues überdachtes Kreuz bei der Bergbaugedenkstätte Walchen
EINFACH ZUM NACHDENKEN 
  Wenn die Menschen ohne Gott leben dann sind: Die Schwachen brotlos, die Bürger charakterlos, die Konferenzen endlos, die Völker friedlos, die Bücher geistlos, die Unterhaltung geschmacklos, die Lügen grenzenlos, die Wünsche hemmungslos, die Starken herzlos die Aussichten hoffnungslos, die Arbeitsmoral interesselos, die Kirchen kraftlos, die Verbrechen maßlos, die Jugendlichen orientierungslos, die Mode schamlos, die Umgangsformen taktlos, die Verhältnisse trostlos die Politiker verantwortungslos, die Schulden zahllos, das Leben ziellos, die Sitten zügellos, das Ziel uferlos! Anton Zettler > aus Öblarn 1998
O FREMDER lass das Kreuz schön hier
Dir bringt es keinen Segen.
Uns das glauben wir,
Ist mit ihm Schutz gegeben.
Alte Tafel neu befestigt auf der alten Bergwerksruine vor dem Walchentalschluß, deren Restaurierung vom Land gefördert wurde.
 
Kapelle Gmd. Öblarn Sonnseite Aufschrift
Die KAPELLE still und klein,
Ladet dich zum Beten ein.
SCHRABACH KAPELLE Gmd. Öblarn Walchen 
  LEGENDE Erbaut im Jahre 1799 durch Joh. Gottlieb des Herrn v. Grafen Stampfer Freiherr von Walchenberg. Bevor man aus dem engen Tal in die weitere Fläche von Angern tritt, liegt dicht an den Berghang geschmiegt das ursprünglich aus Bachsteinen gemauerte Gebäude. Mit seinem schmucken Schindeldach und seinem Turmreiter steht die Kapelle hart neben dem Walchenbach und der Straße, so dass das Auge des Vorbeikommenden unweigerlich den Bau in den Blick bekommt. Im dämmrigen Innenraum steht die Figur der hl. Maria.
  Oft wurden hier an Sonntagen Andachten gehalten und in den gemauerten Opferstock manches Scherflein gelegt. Inzwischen ist sie in eine Lourdeskapelle umgewandelt. Mit viel Liebe wurde sie immer wieder restauriert und gepflegt. So 1970 mit Unterstützung der Gemeinde, von den Bewohnern Öblarns  unter der Mithilfe der Pfadfindergruppe und auch 1992.

 
Drei Walchener Frauen, K. Weichbold, F. Reichart und A. Maderebner, ließen damals eine Bronzeglocke gießen, deren heller Klang seitdem bei gegebenen Anlass durch das stille Tal klingt. Gläubige Familien aus der Walchen und aus Öblarn betreuen liebevoll diese Stätte der Besinnung und des Gebetes.
  Seit der ersten Barbarafeier des Bergbauvereines Öblarn im Jahr 1989 erinnert eine Hinterglasmalerei von  OSR Hans Eigner, die die hl, Barbara darstellt, an die große Bedeutung, die die Kapelle einst für die Bergleute der Walchen hatte
. Quelle: Bergbauverein Kupferweg Station Nr. 5.

  
Die Wurzeln dieser gemauerten Kapelle mit Holzschindeldach und Turmreiter mit Glocke (gestiftet von Aloisia Watzinger vulgo Bärnpointner) reichen sehr weit zurück. In der Kapelle befindet sich ein Inschriftstein: ,,Erbaut im Jahre 1799 durch Joh: Gottlieb Des H:R:R: Grafen V Stampfer Freyhern von Walchenberg’’. Weiters sieht man einen alten, eingemauerten Opferstock, er dürfte wohl aus der Erbauungszeit stammen. Die mit einem Holztor und Schmiedeeisengitter abgeschlossene Kapelle wurde später in eine Lourdeskapelle umgewandelt.
  In den Jahren 1970/71 und 1992/93 ist es zu Renovierungen gekommen.

  Die Schrabachkapelle stellt bei der alljährlichen Bergkreuzprozession am Annatag, dem 26. 7. eine Station dar. Die Bewohner von Angern, welche die Kapelle auch betreuen, such(t)en sie besonders an Sonntagen im Winter, statt des Kirchganges nach Öblarn, auf. Von der Schrabach Kapelle wird auch im Roman von Paula > ,,Das Grimmingtor >’’ gesprochen. Öblarn

DIE WELLEN DES OZEANS
  Woher wir auch immer kommen, wohin wir auch immer gehen, ist es immer notwendig in Fernen zu reisen?   Ist es immer richtig in Vergangenem zu wühlen um für die Zukunft Fehler zu sehen?  Besser wäre es, so fließend wie die Wellen des Ozeans zu leben, um die Kraft des Augenblicks für die Energie der Zukunft zu erhalten. Carina 2000-01-01.
WALCHEN - BARBARA
Ihr Knappen wohl vom Walchenberg,
vergangen längst ist eure Zeit;
geblieben eurer Hände Werk,
wie für die Ewigkeit.

Wir werden nicht vergessen
den stolzen Walchengrund,
der für euch gewesen
Brot und Heimat alle Stund‘.

Heut‘ wollen wir gedenken
all eurer Müh' und Plag',
euch uns‘re Achtung schenken
am heil‘gen Barbaratag. Günther Dembski
S°Ö°L°K°P°A°S°S

AUGUSTINER KAPELLE Oberes Katschbachtal Sölkpass murtalseitig
DER BRUNNEN
 

Hinweis Textquelle: Kapellenwandbild 1990-08-07 Quelle des Lebens >
HERR, du stehst zu den Werken,
Die du einmal begonnen hast.
Vollende auch meine Unvollkommenheit.
Augustinus Biwak Buch Zinkwand > 1990-08-07

GEBET EINES DICHTERS
Mach mich zum Wärter deiner Weiten,
Mach mich zum Horchenden am Stein,
Hilf mir die Augen auszubreiten
Auf deiner Berge stillen Einsamkeit.
Lass mich der Bäche Lauf begleiten,
Wenn es rauscht im Sternenschein,
In die stille Nacht hinein.
Nach Rilke Josef Wernisch Schöder 23.09.1986
>
Lass ANDERE von ihren Reisen,
Die grauen Städte preisen.
Wir brauchen weder Wien noch Paris,
Denn uns‘re Berge sind das Paradies. Poldi u. Hans Steyr 1986-10-06
Laß des SCHICKSALS Stürme toben,
Wenn dein Herz in Kummer bricht,
Wende dich getrost nach oben,
Denn der Herr verlässt dich nicht. Eli u. Ewald Sabeth 19861031
 
Es ist zum WEINEN,
Selten sind die Dinge
Was sie scheinen. > 04:00 1986-01-11
EIN NEUES JAHR

Die Herzen auf! Ein neues Jahr!

Wir heißen es willkommen!

Was aber reicht es und wohl dar?

Und was wird uns wohl genommen?
Kann es in Stadt und Land,
Den Frieden neu entfachen
Und durch der Liebe - Zauberband,
Die Völker einig machen?

Nun, was dies Jahr auch bringen mag
An Glück, Gram und Sorgen:
Wir bleiben doch an jeden Tag
Allesamt in Gott geborgen. Jolanthe Hasslweber OÖ
BITTGEBET

Heiliger Augustinus sei allen,

Die bei dir Rast machen,

Ein Tröster und Helfer
Und gib allen Deinen Schutz
Auf ihren Wege
Nach Hüben und Drüben.
Möge Dein Heilbründ`l
Die Menschen sehend machen.
Dankt dem Herrn für alle Leiden,
Dankt auch für den herbsten Schmerz.
Leiden führen uns zu Freuden,
Schmerz veredelt unser Herz.
An des Sommers, schwülem Hauche
Reifen nur die gold`nen Trauben,
Nur am rauhen Dornenstrauche
Blüht die schönste Blum´ der Lauben.
Nur in finst´ren Nächten strahlet
Herrlich schön der Sterne Pracht
Und der Regenbogen malet
Nur durch der Wolken Macht.
O so nehmet doch die Leiden
Dankbar aus des Gottes Hand,
Boten sind sie uns´rer Freuden
Und des Glückes Unterpfand.
An dem Brunnen bei der Quelle,
die gottvertraute Andachtsstelle.

Heiliger Augustinus hilf uns
Mit liebenden Augen zu sehen.
Liebe macht sehend, Hass nur blind.
Neues KAPELLENBUCH  2004

Liebe Leute groß und klein

Tragt in dieses Buch euch ein!

Bittet den heil'gen Augustin
Um frohes Herz und rechten Sinn!
Wascht die Augen an dem Brunn!
Damit ihr siehst die Welt ringsum,
Wie schön sie ist, so wohl gebaut
Und uns vom Schöpfer anvertraut,
Damit wir uns an ihr erfeue'n,
Zerstöre nichts sonst wird' dich reu'n.
Hilf mit, dass auch in ferner Zeit-
Hier Menschen finden Kraft und Freud,
Gott sei mit euch auf allen Wegen
Und schenke euch viel Gnad' und Segen.
  Ein herzliches "Vergeltsgott" Herrn Franz Wallner und seinen Helfern, die im Jahr 2004 das Kapellendach eingedeckt - und das Augustinerbründl hergerichtet haben. Schöder 20040904 Ferdinand Sattler Pfarrer.
Herr bleib bei uns die Schatten werden länger.
Achte auf diesen Tag
  Achte gut auf diesen Tag, den er ist das Leben  - das Leben allen Lebens, in seinen kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat, die Herrlichkeit der Kraft - denn, das Gestern ist ein Traum und das Morgen nur eine Vision.
 
Das heute jedoch - recht gelebt - macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück und jedes Morgen zu einer Vision der Hoffnung, darum acht gut auf auf diesen Tag. Sinnspruch aus dem Sanskrit.
Man kann dem LEBEN nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben. 20050623 Rosemarie
SÖLKPASS KAPELLE
Winter Buch  hinterlegt Hans Gamsjäger, Hubert Wieser 1993-11-10
STÜRMISCH UND WILD
Stürmisch und wild empfängt uns der Pass,
Aber das ist für uns das richtige Maß.
Wir lassen uns durch nichts erschrecken
Um die Natur in der Steiermark zu entdecken. Gabi und Karle aus Leipzig
  
ALLES NUR GELIEHEN

Es ist alles nur geliehen auf dieser schönen Welt,

Es ist alles nur geliehen, aller Reichtum, alles Geld.
Es ist alles nur geliehen, jede Stunde voller Glück,
musst du eines Tages gehen, lässt du alles hier zurück.

Man sieht schöne Dinge und man wünscht sich dies und das
Und was gut und teuer, macht den meisten Menschen Spaß.
Jeder will noch mehr besitzen und bezahlt auch viel dafür,
Keinem wird es etwas nützen, es bleibt alles einmal hier!

Fast jeder hat das Bestreben etwas Besseres zu sein,
Schafft und rafft im Leben, doch was bringt´s ihm ein.
Alle Güter dieser Erde, die das Schicksal dir verehrt
Sie sind nur auf Zeit gegeben und am Ende ohne Wert.

D´rum lebt euer Leben, freut euch auf den nächsten Tag,
Denn wer weiß schon im Leben was er Neues bringen mag.
Freut euch an den kleine Dingen,  nicht nur an Besitz und Geld
Es ist alles nur geliehen hier auf dieser schönen Welt.

Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh,
Mit mancherlei Beschwerden der ew´gen Heimat zu.
Johann Rainbacher OÖ Gleichschrift im offenen Turm  des Griffener Schlossberges in Kärnten  Vierberge >
ST.°P°E°T°E°R i. S.
 
MARCHLER KAPELLE St. Peter i.S.
  LEGENDE Diese Kapelle steht zwar in Poppenforst auf St. Peterer Gemeindegebiet, ist aber im Besitz der Familie Patscher vulgo Marchler, welche zu St. Martin gehört. Gebaut wurde die Kapelle circa zur gleichen Zeit wie die Hohlkapelle, also ungefähr um 1850. Wie Herr Patscher noch zu berichten weiß, erzählte einst eine Marchler Tochter, dass sie an der Stelle wo heute die Kapelle steht, in der Nacht ANGEWALLT worden sei. Angewallt so sagen ältere Leute bedeutet, dass man eine Angst einflößende Erscheinung hat. Aufgrund dieses Erlebnisses entschloss sich die Familie, an jener Stelle eine Kapelle zu errichten.
Die Kapelle wurde in den Jahren 1934 und 1983 restauriert. In der Kapelle befinden sich eine Statue und mehrere Bilder. Zwei weitere Holzstatuen, die sich immer in der Kapelle befunden hatten, sind vor ungefähr 20 Jahren verschwunden. Quelle Heimatbuch St. Peter i.S. August >
 
MÖRTH KAPELLE St. Peter i.S.
  LEGENDE Die Mörth Kapelle in Moos, welche zu Ehren der hl. Mutter Anna erbaut wurde, dürfte schon etwa 150 Jahre alt sein, denn Notizen in alten Gebetsbüchern weisen darauf hin. Aus mündlicher Überlieferung ist bekannt, dass die Kapelle von einer ehemaligen Pfarrer Köchin, namens Anne Oswald, erbaut wurde, deren Bruder Pater Eingrün Oswald in St. Oswald ob Freiland eine Zeit lang Pfarrer war. Diese Pfarre gehört noch heute zum Stift Admont.  Die Frau war die Urgroßtante vom jetzigen Besitzer Franz Mörth sen. Die Kapelle wurde sehr schön gebaut und besitzt einen Holzaltar mit einer wertvollen Statue der hl. Mutter Anna. 1962 fand die letzte Renovierung dieser Kapelle statt und die Weihe führte anläßlich der Fleischweihe 1963 Pfarrer Josef Kurzmann+ durch.
  Das schmiedeeiserne Tor und das Turmspitzkreuz wurde vom Schlossermeister Rupert Sinnitsch sen. hergestellt. Die Kosten der Renovierung beliefen sich auf 25.000 Schilling, die allein von der Familie Mörth aufgebracht wurden. Es besteht für den jeweiligen Erben die Pflicht, die Kapelle in Stand zu halten. In der Kapelle hängen alte Bilder, die die Bewohner des Ortes widmeten. Ein Bild stammt von der Nachbarin Ottilie Steinbauer als Dank dafür, dass ein Kind vor dem Tod durch Ertrinken gerettet wurde. Bei der Kapelle findet alljährlich am Karsamstag die Fleischweihe statt.
Quelle Heimatbuch St. Peter i.S.
August >
 
WIEDENDEUTSCH KAPELLE St. Peter i.S.  
  LEGENDE Die Wiedendeutsch Kapelle ist älter als die Hubnerkapelle und dürfte laut Überlieferung, da ja jenes Gebiet einst zur Pfarre Schwanberg gehörte, im Jahre 1802 von einem Dechanten aus Schwanberg gesegnet worden sein.  Die Kapelle steht heute noch auf Pfarrgrund von Schwanberg bzw. auf der Grenze des Besitzers Pratl vulgo Wiedendeutsch so dass, man sagt: Die Vorderseite gehört Wiedendeutsch und die Hinterseite dem Dechant.   In der Kapelle befand sich früher ein Kreuz. Dieses wurde gestohlen und heute befindet sich ein Bild mit dem Text:
"Am jüngsten TAGE wird alles offenbar werden.“
  Früher führte vom vulgo Trattenweber heute Gasthaus Assl ein Weg zum Schloß Hollenegg an der Kapelle vorbei.  Heute hat die Kapelle keine weitere Verwendung mehr, wird aber vom Besitzer Johann Pratl gepflegt und fallweise renoviert. Quelle Heimatbuch St.Peter i.S.August >
  
HEIMATBUCH
  Möge dieses Heimatbuch Dir Freude bereiten und die Liebe zu St. Peter verstärken! St. Peter i.S. März 1990 Dein Freund August >
  Herr Krainer hat die Wanderer Schirmherrschaft von Johann > aus St.Peter am Kammersberg übernommen und an
 Lois Strobl > in Untergrimming weitergegeben.
  Zur Gedenken an Herrn Krainer wurde die Wegstation GRIMMING Wolkengrube > geschaffen. Es gibt viele Ortschroniken, doch selten eine die an die Ausführlichkeit und die Qualität, der von Herrn Krainer zusammengetragen Schrift von St. Peter, heranreicht.  Die Andachtsstätten Nachforschungen meines Freundes, hatten manche fromme Seele dazu bewogen,  an ehemaligen Glaubensorten wieder christliche Zeichen zu setzen. Vom Kapitel Andachtsstätten, habe ich Auszüge im Kapellenbuch aufgenommen.
 
KAPELLEN BILDSTÖCKE DORFKREUZE
  Der Ausdruck cappa war im mittellateinischen Sprachgebrauch das Vokabel für Mantel. Von dieser lateinischen Bezeichnung des Mantels abgeleitet, wurde später der Aufbewahrungsort der Mantelreliquie des hl. Martin von Tours am fränkischen Königshof capella genannt, und jene Geistliche, die die Reliquie zu bewachen und den Chordienst zu versehen hatten waren die capellani Kapläne. Das war der Name für solche Baulichkeiten an Herrscherhöfen, in denen solche Reliquien, aber auch sonstige Schätze aufbewahrt wurden den auch die dazugehörenden Kleriker Hofkapläne übernahmen. In weiterer Folge bezeichnet man überhaupt sämtliche für den Gottesdienst bestimmte Gebäuden an den Höfen, nicht nur die der Fürsten, sondern auch die der Päpste, Bischöfe und Priester als Kapelle. Der Ausdruck fand auch später Anwendung für abgesonderte gottesdienstliche Räume in größeren Kirchen.
  Letztendlich wurden alle jene für die Verrichtung des Gottesdienstes geeigneten Gebäude, die nicht den Rechtstitel einer Kirche besaßen, ebenfalls als Kapelle bezeichnet. Bei der Art von Kapellen, die aus dem letztgenannten Grunde diese Bezeichnung tragen, ist noch darauf hin zu weisen, dass grundsätzlich zwei Gruppen zu unterscheiden sind. Einerseits jene, die mir einer sogenannten „Messlizenz“ ausgestattet sind, das heißt, dass dort eine hl. Messe zelebriert werden darf. Auf der anderen Seite steht die Gruppe derer, die keine derartige vom Bischof zu erteilende Erlaubnis besitzen und in denen daher nur Andachten und andere gottesdienstliche Handlungen wie Segnungen abgehalten werden.
  Außer den Kapellen gibt es noch eine andere Art des Flurdenkmales – den Bildstock. Von der Bevölkerung werden fast alle Bildstöcke, wie immer sie auch gestaltet sein mögen, in erster Linie als Kreuz oder Marterl bezeichnet.
  Eine sehr alte Form ist der Tabernakel - Bildstock, der seine Herkunft von den Lichtsäulen und Lichtstöcken, die wiederum ihren Ursprung im Totenkult hatten, abgeleitet. Nachdem man vom Aufstellen der Lichter in diesen Stöcken abgekommen war, wurde in den dafür vorgesehen Räumen der Stöcke Tabernakel Heiligendarstellungen angebracht. Bei den vorkommenden bemalten Tabernakel - Bildstöcken sind die Nischen meist würfelförmig.
  In unserer Gemeinde sind zahlreiche Kapellen und Bildstöcke zu finden. Das Jahr 1957, das im Zeichen des Denkmalschutzes stand wurde in St. Peter genutzt, um sich der Restaurierung der Wegkreuze der Wegkreuze zu widmen. So konnten einige in Vergessenheit geratene Kreuze vor dem Verfall gerettet werden.
  Manch religiöse Handlung benötigt heute schon eine Erklärung, da die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr allgemein bekannt ist. So ist ein gleichseitiges Dreieck, in dessen Mitte eine ein von Wolken umwundenes Auge steht, das Symbol für Allwissenheit. Eine aus den Wolken hervorragende segnende Hand steht für Güte. Eine Blitz schleudernde Hand symbolisiert Strafgerechtigkeit. Für die Engel sind verschiedene Darstellungen gebräuchlich: Entweder nur als Köpfchen Wesen ohne Leib oder als kleine Kinder Sündlosigkeit – in jedem Fall aber mit Flügel vom Himmel kommende Boten. Die Taube ist Sinnbild für den heiligen Geist, die Palme das Zeichen eines Märtyrers und die Lilie steht für die Unschuld.
  IHS – Jesus in der griechischen Schreibweise die ersten Buchstaben des Namen Jesu. Das Lamm mit dem Fähnchen bedeutet Jesu’s Opfertod und Auferstehung. Kreuz Kerze sind die drei Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.
Quelle Heimatbuch St. Peter i.S.   August >
 
TOTENHEBEKREUZE TOTENHEBEPLÄTZE
  In den Pfarren hat man früher sogenannte Hebekreuze bzw. Hebeplätze eingerichtet, wo die Trauergäste den Leichenzug erwarteten und empfingen.  Bei einem Hebekreuz oder Hebeplatz wurde der vom Trauerhaus, mit einem Pferde bespannten Fuhrwerk kommende, Sarg von der Totenkutsche herab gehoben und auf zwei Schragen gestellt. Man wartete auf den Priester, den Messner, auf die Ministranten und auf die Sänger sowie auf die Ortsmusik. Es erfolgte die Einsegnung und hierauf wurde der Sarg mit der geschieden Seele direkt zum Friedhof getragen, dort abermals gesegnet und dann beigesetzt. Der Seelengottesdienst mit dem Libera fand in der Kirche statt.
  So wurde auch in St.Peter i S  das Kniely – Kreuz als Hebekreuz für die Begräbnisse aus Kreuzberg, Eichegg, Steyeregg und Kalkgrub verwendet. Wie Herr Franz Kumpitsch aus Hausleiten sich als ehemaliger Ministrant erinnert, war ein Hebeplatz auch beim Windhagerteich gegenüber der Rauchkeusche bzw. ÖWG – Haus, bei einem Baum mit einem Heiligenbild, vorhanden. Hierher kamen die Leichenzüge durch den Wald aus Bergla, Hausleiten und Freidorf. Ebenso war in der Nähe der Tanzmühle ein Hebeplatz. Auch hier war ein Baumbild, das bei Begräbnissen aus Wieden, Moos, Korbin und den Ortschaften vom Berg Verwendung fand. Quelle Heimatbuch St. Peter i.S. August >
 
JOHANNES VON NEPOMUK Brückenheiliger Geburtstag
  LEGENDE Das wohl bekannteste Symbol, in Verbindung mit der Urteilsvollstreckung auf einer Brücke, ist der Brückensturz des hl. Nepomuk. Unter Erzbischof Johannes von Jenzenstein, war er Generalvikar und wurde 1393, auf Befehl von König Wenzel den IV., durch einen Sturz, von der Karlsbrücke in die Moldau, ertränkt. In Böhmen wird er schon lange als Märtyrer, zur Wahrung des Beichtgeheimnisses, angebetet.  In Österreich und im süddeutschen Raum bekam, er neben dem heiligen Nikolaus als Brücken Heiliger, immer mehr an Bedeutung.
  Die verbreitetste Darstellung zeigt den Heiligen mit Kreuz und Sternen Kranz neben Bächen, Teichen und auf Brücken. Der Höhepunkt der Nepomuk Verehrung als Patron der Wasserleut´ fällt an den Beginn des 17. Jahrhunderts, die meisten Brückenfiguren stammen aus der Zeit 1700 bis 1770. Ebenso gilt Johannes von Nepomuk als Patron der Flößer und Wasserarbeiter, der Reisenden und Kaufleute und weiters gilt er auch als Schützer bei Wassergefahren. Quelle Trautenfels DA SCHAU HER 3/94 Holzbrücken und Stege von Veronika Frank und Adolf Grabner.
 
T°R°I°E°B°N°E°R T°A°U°E°R°N

 
LORETTO KAPELLE 
Triebener Tauern - St. Oswald  Gmd Möderbrugg  
  Am 22. August 2004 feierte der Musikverein Gaal gemeinsam mit den Waisenbläsern das 10 jährige Waisenbläsertreffen auf Maria Loretto und Sommertörl. Der Besucherandrang beim diesjährigen Jubiläum war wiederum enorm. Rund 2.000 Besucher waren trotz anfänglichem Schlechtwetter gekommen um gemeinsam mit dem Musikverein und den Waisenbläsern zu feiern. Zahlreiche Gruppen aus nah und fern umrahmten die hl. Messe auf Maria Loretto und zeigten beim anschließenden Weisenblasen ihren vollen Einsatz. Es war ein richtiges "Wettblasen". Der Einsatz der einzelnen Gruppen war enorm. Alle wollten mit ihren Darbietungen diesen herrlichen Almtag umrahmen und für die begeisterten Besucher ein tolles Erlebnis zaubern. Ein nochmaliger Dank gilt allen Waisenbläsern, die an dieser Veranstaltung teilgenommen haben.
KAPELLEN BUCH LEGENDE
  Am, 8.9.1935 findet die Einweihung der neu erbauten Loretto Kapelle statt. Die früher am gleichen Platz gestandene Kapelle verbrannte, 1917 bis auf eine einzige Säule, welche den früheren Balkon (Kanzel) getragen hatte und welche jetzt zu einem Kreuz umgebaut wird.
  Das Jahr, 1935 steht, wie die vorhergegangenen Jahre, im Zeichen der Wirtschaftskrise. Die Bauern bekommen für 1 Liter Milch von der Molkerei 17 Groschen, der Stockzins für Holz bewegt sich zwischen 1 und 5 Schilling.
Politisch ist die Zeit ruhiger geworden, auch die letzten Nationalsozialisten, welche im Juli Putsch verhaftet und in ein Anhalte Lager gebracht wurden, sind in die Gaal zurückgekehrt. Der jetzige Pfarrer heißt, Zweideck, an Stelle eines Bürgermeisters fungiert der Regierung kommissar, „Peter Hopf“. Der Grundherr von Rossbach ist im 73. Lebensjahr Gewerke, Otto Zeilinger. Die Sensenwerke sind seit, Juni 1929, im Stillstand weil das Hauptabsatzgebiet Russland verloren gegangen ist, Gewerke, Otto Zeilinger hat schwer wirtschaftlich zu kämpfen.
  Möge die Zukunft bessere Zeiten bringen, möge endlich die Qual der Arbeitslosigkeit vom Volk genommen werden und möge endlich auch politischer Friede in das Land einziehen. Das walte Gott. Gezeichnet Ing. Elznay i.V. der privaten Stahl und Sensenwerke, Landwirtschaft, Molkerei und Sägewerke, Knittelfeld und Gaal Verwalter Otto Zeilinger, interurbantes Telefon Knittelfeld Nr. 7. Für den Turmknauf der Loretto Kapelle am, 19.08.1935
Abseits der EITELKEITEN fallen die Fassaden, werden die Masken abgenommen, zählen Status Symbole nicht, können wir Beachtung nicht kaufen, kommen wir uns wieder näher. Abseits der Eitelkeiten warnt uns das Feuer der Menschlichkeit. Danke für die schönen Tage Inger Ramsberg 13.06.1998

  AGRARGEMEINSCHAFT Roßbach St.Oswald, mit 80 Mitbesitzern dieser Berglandschaft und der Lorettokapelle, bittet Sie liebe Almwanderer: Verhalten Sie sich so, dass der Erholungssuchende bei und nach Ihnen auch noch Freude und Entspannung finden kann. Der Obmann Schneidl
Es ist ein GESCHENK Gottes, dass wir auf der Mutter Erde wandern dürfen.
  Vielen Dank für die Pflege dieser herrlichen Berglandschaft.
PS Erziehung geschieht am leichtesten durch Vorleben, auf dieser Welt gehört uns nichts.

Die TREUE ist die Wurzel der Liebe, wie viele Rosen sie trägt wird vom Grund der Treue abhängen. Elfriede Schneidl 99

Hast du das GLÜCK und bist gesund
Danke Gott zu jeder Stund‘.
Es gibt nichts Schöneres zu jeder Zeit,
Als die Zufriedenheit.
Dunkel Liselotte St. Magareten / Knittelfeld
Neues Buch aufgelegt Obmann Ing. Walter Steinberger Mauterndorf 3 / Pöls 8.08.00
 
  In die Zukunft schauend, nicht ahnend wie der Weg sich krümmt, welch ein inniges Gefühl. Der Wind ringt um Aufmerksamkeit, die Berge wirken lieblich erhaben. Dieser Ort voller Ruhe – Friede, der Weg in das Tal wird ein Weg in den Schmerz und Verwirrung. Hier, Gott näher als gesucht wärmt sich der Gedanke, der Gedanke an Liebe in FREIHEIT.  Auf ins Leben abwärts abermals vorwärts – manchmal neuen Fronten entgegen im aufrechten Gang.
Die Frucht des Geistes ist:
LIEBE, Freude, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue. Gal. 22
KONDOLENZMAPPE

  Die LIEBE ist geduldig, ist gütig. Die Liebe beneidet nicht, sie ist nicht ehrgeizig, nicht selbstsüchtig, sie läßt sich nicht erbitten, sie denkt nichts Arges, sie erträgt und glaubt alles. Die Liebe hört niemals auf. Konstantia Pöllauer Schopfenmutter 1998
Die Zeit Gott zu suchen ist das Leben.
Die Zeit Gott zu finden ist der Tod.
Die Zeit Gott zu besitzen ist die EWIGKEIT. Franz Pfandl 1998

Die LIEBE ist die einzige Brücke
die Leben und Tod verbinden kann. Thomas Hölzl 1996

Leg alles still in GOTTES Hände,
Das Glück, den Schmerz,
Vom Anfang bis zum Ende. Otto Haingartner 1995

Nur der GLAUBE tröstet wo die Liebe weint
Lasst mich weiterleben in Euer Erinnerung. Klaus Stuhlpfarrer 1983

Der Anfang, das Ende o Herr! Sie sind Dein,
Die Spanne dazwischen, das LEBEN, war mein. Alois Moser vulgo Klorampf 1981
  Herrn Simon Horn Trendlersohn welcher am, 03.01.1965, im blühenden Alter von 20 Jahren, als Opfer seiner Berge, in die ewige Heimat einberufen wurde. Gott gib ihm die ewige Ruhe. Das MENSCHENLEBEN gleicht einer Blume, wie sie blüht in aller Pracht und Herrlichkeit, über Nacht fällt sie ab, ein junges Leben sinkt oft früh ins Grab.
Es ist so schwer, wenn sich die Augen schließen,
Die Hände ruh‘n die einst so sehr schwer geschafft
Und uns’re Tränen fließen. –
Ein gutes HERZ wird nun zur letzten Ruh gebracht. Ernst Salamon vulgo Geigervater  
W°Ö°L°Z°E°R T°A°U°E°R°N
 
GLATTJOCH KAPELLE
 
  Die alte Kapelle wurde, in der Berücksichtigung der Trockenstein Bauweise mit Kraggewölbe waagrecht liegende Steinplatten, in Stand gesetzt. Planung und Mitfinanzierung Volker Fauler, wissenschaftliche Leitung und Teilfinanzierung Landsmuseum Joaneum, Grabarbeiten mit Hilfe von freiwilligen Mitarbeitern.
  DAS GLATTJOCH Das 1988 m hochgelegene Glattjoch in den Wölzer Tauern ist der Übergang eines uralten Salzsäumerpfades zwischen dem Hohenwart und der Hochweberspitze.  Direkt auf dem Joch befinden sich die Ruinen eines Bauwerkes, der Überlieferung nach handelt es sich um eine alte Kapelle. Bei den spärlichen Resten einer Trockenmauer unterhalb der Kapelle seien nach Aussage von Frau Maria Steiner vulgo Kresch aus Altirdning - Bleiberg Inschriften gewesen. Josef Wallner vlg. Mesner aus Donnersbachwald erzählt, dass nach einer alten Sage am Glattjoch drei Kapuziner erfroren seien. Nach ihrer Auffindung habe man sie gleich hinter der Kapelle bestattet, in anderen Quellen ist von einem Kapuziner die Rede.
  Mesner berichtet außerdem von zwei Bildern und einer Heiligenfigur, die man aus dem baufälligen Gebäude vor langer Zeit zu Tal gebracht hatte. Ersten Hinweisen zufolge sind diese Objekte möglicherweise erhalten geblieben. Nach anderen Quellen sind auf der Höhe mehrere Steinkreise zu sehen, die zu einem heidnischen Friedhof gehört haben. In diesem Friedhof wären in grauer Vorzeit verunglückte
Säumer begraben worden. Einer weiteren Sage zufolge wird schließlich die Gründung von Oberwölz und Niederwölz auf den regen Verkehr durch den Schöttelgraben zurückgeführt. Vom Volk wurde behauptet, diese Kapelle sei einst ein Heidentempel gewesen.
 
WALBAUERNTOD
  Der Schriftsteller und Heimatforscher Karl Reiterer 1860-1934 erzählte auch eine Begebenheit von dem Handwerksburschen, der über das Glattjoch ging und den Opferstock in der Kapelle ausgeraubt hat. Sein Buch Der Waldbauerntod – bewahrt die Erinnerung an die ausgehungerten Bauern von Donnersbachwald, deren Besitz sich die mächtige Creditanstalt angeeignet hatte. Das Moloch Schicksal: Große werden von noch Größeren geschluckt. Die Bank Austria übernahm die Creditanstalt, die Bayrische Hypo Vereinsbank kaufte sich die Bank Austria.
  Einst musste das Tun und Treiben der Untertanen von der grundherrschaftlichen Gutsgerichtsbarkeit streng überwacht werden: Im Jahre 1737 richtete das Kreisamt Judenburg, nach einer Tagung der Steirischen Religionskommission im Schloss Trautenfels, folgende Weisung an die Herrschaft Donnersbach Schuber 76: Es ist darauf zu achten, dass Dienstboten am Sonntag bei der Predigt erscheinen. Mannspersonen, sind in den Soldatenrock zu stecken, Mägde sind mit empfindlichen Strafen zu züchtigen, wenn sie es nicht tun. Ein neuer Besitzer darf nur übernehmen, wenn er vom Pfarrer in Glaubenssachen geprüft wurde.

  Ohne Wissen des Pfarrers darf niemand eine Kinderlehre halten. Glaubens Verdächtige sind anzuzeigen; auf fremde Verführer in Glaubenssachen ist zu achten. Besonders ist auf Kärntnerische und andere
Emigranten ein Augenmerk zu richten. Aus Steiermark Ausgewiesene dürfen nicht mehr zurückkehren.......... Quellen: Da schau her 1/96 Diether Kramer, Waldbauerntod 1928 Karl Reiterer >
 
UNTERSTÜTZUNG FÜR EIN ZEICHEN DES GLAUBENS
  Es wäre zu begrüßen, wenn es Volker Fauler gelingen würde, die Kapelle am Glattjoch – wie geplant – wieder instand zu setzen, und ich möchte alle Leser herzlich bitten, diesen Plan zu unterstützen. Schön wäre es, wenn sich daran auch die Gemeinden beiderseits des Joches und die Grundbesitzer, wie dies in früheren Zeiten stets üblich war, beteiligen würden.
  Als Zeichen des Glaubens könnte das kleine Gotteshaus, wie in vergangenen Tagen, dem Wanderer eine sichere Zuflucht sein und gleichzeitig ein würdiges Denkmal für alle jene Menschen, deren Schicksal mit der Geschichte des Glattjoch verknüpft war. DA SCHAU HER Fortsetzung des Berichtes Ein Rätsel der Vergangenheit 1/96, Grabung am Glattjoch von Diether Kramer
 
ÖRTLICHE ERLÄUTERUNG
  Glattjochkapelle zu Ehren des Hl. Virgil, der höchstgelegene Sakralbau der in 1989 m. Das in Mitteleuropa einzigartige archaische Bauwerk ist als gestrecktes Kraggewölbe Konstruktion ohne Mörtel aus dreischichtigem Trockenmauerwerk errichtet.
   Es weist exakt die gleichen Proportionen auf wie die boat-shaped Irlands 6.-10.JH n Chr. und wie die Bories Frankreichs. Seine Wandstärke beträgt 1,70m seine Außenmaße HxBxL 5,50x5,80x 6,50m, seine lichten Innenmaße 3,90x2.15x4.85m. Das Alter des Gebäudes ist nicht eindeutig nachweisbar. Viele Anhaltspunkte sprechen für die Entstehung im 9.-10.JH n Chr., zur Zeit der Bekehrung der hier ansässigen heidnischen Bayern und Kartanen, an der irische und westfränkische Peregrini Wanderkleriker einen maßgeblichen Anteil hatten; dokumentiert sind solche unter andern als Begleiter des Hl Modestus, des Apostels der Steiermark, der im Auftrage des 7. Bischofs von Salzburg, des aus Irland stammenden Hl Vergil ir. Ferghal, erneut den christlichen Glauben in die und nach Krnt. brachte, nachdem hier das Christentum der Spätantike in den Wirren der Völkerwanderung zugrunde gegangen war.
  Das Glattjoch ist der höchste Punkt der Salzstraße, des steirischen Urweges zwischen den Salzvorkommen im Norden und dem Siedlungsraum Noricums, später Karantaniens im Süden. Für die durchziehenden Säumer, Fuhrleute, reisende Händler und Pilger war der Kapellenplatz durch viele Jahrhunderte, bis weit in das 19. JH hinein Rast- und Andachtsstätte, wie u a aufgefunden Opfermünzen und Reste einer Sakraleinrichtung der Kapelle beweisen. Der Steinplattenboden im Inneren stammt wahrscheinlich aus dem 18.-19. JH n Chr.
  Die sogenannte Herdstelle südöstlich knapp unterhalb der Kapelle ist der Rest einer einer dreiräumigen Unterstandshütte. Die Datierung der darin aufgefundenen Holzkohle ergab ein Alter von 483 Jahren. Die Freilegung der Kapelle erfolgte 1995 unter wissenschaftlicher Leitung des Landesmuseums Joaneum, die Rekonstruktion und Eingewölbung 1996, die Gestaltung der Kapelle geschah 1997 und 1998.
  Kapellenpatronanz: Harald Bösch, Gertrud Höglhammer, Gertrud Kawann, Philipp Graf Reverterra Grundeigner Trojani Süd.
  Die Förderer: Die Gemeinden Stadt und Umgebung Oberwölz und Donnersbach, Die Steiermärkische Irdning, die Landesregierung und zahlreiche Spender stellten die Mittel zu den Arbeiten, die V.Fauler und seine Mitarbeiter durchführten, zur Verfügung. Die ökumenische Segnung der wiederhergestellten Kapelle erfolgte am 13. Juni 1998 Kuratorium Glattjochkapelle.
 
KAPELLENBUCH
Buchstifter Hermann Schönleitner sen. St. Berg u. Natur Wacht Großsölk
Willst du die Liebe Gottes sehen,
So bleib‘ vor dem Kreuze stehen.
Willst du die ALLMACHT Gottes sehen,
So musst du in die Berge gehen. Abt Benedikt Schlömicher Admont 03.09.1999
  15 Jahre > Hochweber Gipfelkreuz auf 29. Eischor Sonne Schnee Biwak 30. Glattschartl, Glattjoch, 0stgrat, Trojani Holz Gipfelbuchbehälter angebracht. Hohenwart, Großer Hansel Sonne Biwak 19980531 Pfingstso. Schießeck, Tanzstatt Kapelle ab Gaschbach Sonne >
Kapellenbuch III hinterlegt von Hermann Schönleitner von der Berg und  Naturwacht
Grosssölk gewidmet am 04.09.2005 den Bergkameraden am Glattjoch

auf Donnersbachwald weiter
Ostgrat Hochweber Kreuzwartung Mittel Fr 2005-09-09 >
 
TANZSTATTKAPELLE Wölzer Tauern
 
Kassel-Perntaler-Renzler Polemia-Wadsackweg 2009-08-01
   Kapelleneinkehr auf den Spuren des ÖAV Kassel Perntaler Renzler Wadsack Schleichweg> auf dem der Verkauf, des Privatgechenk an den ÖAV, die ehemalige "Klosterneuburgerhütte" und nunmehriges "Titusheim" eingefädelt wurde. Bei schönen Wetter, die rund um die Kapelle errichteten Bänke luden zu einer Rast ein, auf Schönberg ab Tanzstatthütte Lachtal> 01.08.2008 >
  Günther Schwab >
Günther Schwab 1904 - 2006 ist am 12. April 2006 im 102. Lebensjahr in Salzburg gestorben
AN MEINE FREUNDE
  Ich bin 96 Jahre alt geworden und diese Schrift ist möglicherweise mein letzter Gruß an meine Freunde. In der tief stehenden Sonne meines Lebens erstrahlen die Gipfel im Licht, während die Schluchten der Nöten und Niederlagen im Dunkel  bleiben, als hätte es sie nie gegeben; so dass ich geneigt bin zu sagen: Wie schön ist die Welt! Wie schön ist das Leben! Wie gut ist der Mensch!  Und ich sage weiter, was gesagt werden soll, solange ich noch Zeit habe: Ehrfürchtigen Dank dem Ewigen dafür, dass ich leben durfte! Herz innigen Dank allen Menschen, die mir im Geiste und in der Tat Gutes erwiesen haben, und allen geliebten Tieren die mein Leben begleiteten! Aufrichtige Vergebung allen Menschen, die mit bewusst Böses zugefügt haben! Wie schön ist diese Welt.
Wie schön ist das LEBENEuch soll es immer gut gehen!
Seid mir gegrüßt Günther Schwab anno 2000
  Schwab Günther, * 7. 10. 1904 Prag (Tschechische Republik) +12.04.2006 Salzburg: Erzähler, Essayist, Drehbuch- und Hörspielautor, der in Niederösterreich und Steiermark als Forstverwalter tätig war, trat in seinen Büchern schon früh für einen aktiven Umweltschutz ein, besonders in "Der Tanz mit dem Teufel" (1959); gründete 1960 den  heute in 33 Ländern verbreiteten "Weltbund zum Schutz des Lebens" (WSL). Er verfasste zahlreiche Romane und Sachbücher, die in viele Sprachen übersetzt wurden.

  Am Freitag bei beißenden Westwind und Sonnenschein um 08:00 hier zu Besuch bei Hr. Prof. h.c. Günther Schwab, hier wo man ihn noch finden kann, denn in seinenm Gedenken ist festzuhalten, dass er  sein Erden  Dasein  am 12.April 2006 in Salzburg im 102. Lebensjahr beendet hat. Nun kann erwieder mit jenen plaudern, die vor ihm die neue Form gefunden haben. Helmut Habenicht.
HANDSCHRIFT
Die Bergwelt Pusterwalds, die große Liebe unseres verehrten Hr. Prof. Dr. Dr. Schwab Kapellen. Juli 2002
Im Jahre 2000 An meine Freunde, 10.Oktober 2004:

Der Dichter und Umweltschützer Günther Schwab wurde überschreitet den Hunderter
Mit großer Freude habe ich heute hier in luftiger Höhe GÜNTHER SCHWAB,
einen Lieblingsautor meiner Jugend,in Bild und Wort wieder getroffen. H. Japs 2002-08-25
anwesend 2003-01-18 >
  Herrn Prof. Dr Dr SCHWAB für seine weisen Zeilen Gottes Segen!  Die Schöpfung ist unsere zweite Bibel, sie ruft uns zu, dass Gott alles in Weisheit und Liebe erschaffen hat! Das viele Böse in der Welt hat seinen Grund im Missbrauch des freien Willens durch uns Menschen. Gott schenke uns immer wieder die Gnade der Umkehr.  Stephansdom - Domkurat  Mag. Franz Schlegl Franziska und Hans 2003-07-18

14. KAPELLENBUCH 2001-01-07  ERNEUERUNG 
Ist die Senn`rin ganz adrett findet es auch der Pfarrer nett.
Nur die impotenten Kleriker predigen mit Vorliebe die Keuschheit.
ZÖLIBAT: Die Ehelosigkeit „um des Himmel Reiches willen“ war in der Urkirche keine Pflicht. >

ALPENGLÜHN
Wer nie auf Bergeshöh'n die gossen Wunder schaut,
Die seine Allmacht dort, für uns hat aufgebaut,
Der kennt die Schöpfung nicht, mit seiner grossen Pracht,
Der ist des Denkens schwach.
Er kennt kein Alpenglüh'n, sieht keine Rosen blühn
Erleichterd nie sein Herz von seinem Schmerz.
Danke für den schönen Tag, Franz und Reli (Dieses Lied wird auch gern von Lois Strobl > gesungen)

ERTEDANK
Wagen auf Wagen schwankten herein,
Scheune und Boden wurden zu klein.
Danket den Herrn und preiset seine Macht
Denn eine gute Ernte ist wieder vollbracht.
Ferdinand Mang Schönberg 2006-07-12

Oh Shiva, was ist deine Wirklichkeit?
Ein Universum voller Staunen?
Wer lenkt das Rad des Universums?
Was ist dieses Leben jenseits der Form, das die Form durchdringt?
Wo können wir über Zeit und Raum, Namen und äußere Merkmale hinaus Zugang finden?
Erkenne unsere Zweifel! Nora, Elfi, Christine und Claudia. 2006-06-25

Wozu in die Ferne schweifen das Gute liegt so nah,
Das  Glück erkennen und ergreifen
Dann ist es immer da. 2005-10-22 Justine Hofer
13. KAPELLENBUCH 1986-08-10
BERGANDACHT
Wenn deine Seele voller Neid,

Das Herz zu Tode ist betrübt,
Verzage nicht es kommt die Zeit
Wo neues Leben blüht.

Doch suche Trost nicht im Gewühl
Kehr ein in das eigene Herz

Kein Mensch versteht dein Gefühl,
Kein Mensch fühlt deinem Schmerz.
Drum geh' und komm' in diesen Hain
Wo stille Andacht um dich blickt,
Diesem Frieden traue allein
Nur an was deine Seele drückt. J. I.
  VOM BLITZ GETROFFEN Um 15:30 waren wir bei einem aufziehenden Gewitter in der Tanzstattkapelle, die ein Zufluchtsort für mehrere Bergwanderer wurde. Dabei wurde Herr Ehlauer aus Knittelfeld, vom Blitz getroffen und umgeworfen, es wurde sein rechter Unterschenkel gebrochen. Um 17:45 wurde der Verletzte mit dem Hubschrauber abgeholt. Wir wünschen gute Besserung und danken Gott, dass es nicht schlimmer kam. Fam. Wasser Gaschbach Nr 84 / 11986-08-10
Lass drunt' im TAL, der Menschen Zank und Hader
Lerne die Berge kennen und du wirst glücklich sein.
Johann Gmainart Steyer OÖ 1997-10-08 
Nur wer die FREIHEIT kennt kann sich das vorstellen. Wenn Gott und das Wetter es wollen, treffen wir uns dieses Jahr oder zu Silvester oder nächstes Jahr noch einmal über oder unter der Erde - da ist's dann ruhiger, wieder. Dieser Planet ist schön doch seine Eroberer sind so gemütskalt wie das Eis an den Polen. Zum Glück kann sich niemand etwas mitnehmen. Für die, die mich kennen 1997-11-01

  Der WIND putzt heute das Jahr aus. Wind! So blase auch mir den Kummer raus, damit ich gut in's neue Jahr komme. Sollte ich es aber nicht mehr schaffen dann lege ich mich für immer zum Schlafen. Für die, die mich nicht kennen 1097-12-31

  Vielen DANK für dieses wunderschöne Leben, allen lieben Menschen die ich kenne, vielen Dank für diese wunderschöne Gegend und diesen wunderschönen Tag. T.K. 1998-02-07
GOTTES Segen,
Menschengeschick,
Auf allen Wegen
Einkehr und Glück. > 18:10 1998-05-01
  Das WETTER ist wie das Leben, alles nehme ich so wie es kommt, nur der Neid und die Bosheit der Menschen ist nicht zu ertragen. Doch wir alle gehen unseren Weg und keiner kann sich etwas mitnehmen. Irgendwann siegt die Gerechtigkeit. Wir sind nur Staub auf dieser Welt. Bis bald J.K. 1998-05-24

  DER VOM BLITZ GETROFFENE Am, 10.08.86 lag ich in diesem Kirchlein schwerst vom Blitz getroffen, heute stehe ich wieder hier voll Glück und Freude über meinen guten Gesundheitszustand. Ich danke Gott für diese Hilfe. 1998-06-03
TRAGE 77 JAHRE auf dem Rücken
 Stehe hier oben mit entzücken,
Schaue weit herum im Land
Und alles ist mir gut bekannt,
Ist mir lieb ist mir vertraut
Soweit mein Auge schaut.
Einsam und doch nicht allein
Die Welt schließt mich ein. Annerl Schönberg 1998-06-07

DUNKEL ist's und Wolken schwer
Auch Nebel weht von unten her
Der kühle Wind, wie angenehm -
Jetzt bleib' ich auf der Tanzstatt steh'n.
Wie lieblich ist der Andachtsschrein
So schreibe ich ins BUCH hinein:
Wanderer hältst du hier Rast
So bist du Gottes Gast.
Vergesse Sorgen und Hast. W.P. Zürich 15:00 / 1998-06-20

Man sieht nur mit dem HERZEN gut,
Das Wesentliche bleibt für das Auge unsichtbar. Tanja S. 1998-07-07
  GOTT ich danke dir, dass du mir meine Gesundheit wieder gegeben hast. Das Leben ist ein Labyrinth Zeiten wo du nicht weißt ob vorwärts oder rückwärts. Alles sieht gleich verworren aus, kein Faden der dich weiter führt und lenkt. Doch Gottes Wege lenken dich wieder ans richtige Ziel zurück, den Sinn versteht man erst nach Jahren. 15.08.98Wenn das Glück anklopft soll man es herein lassen. Die Phantasie ist frei sie kostet nichts, keiner kann sie nehmen. Alles kommt wie es kommen soll. T.K. 1998-09-22
GOTT zum Gruß, gut zu Fuß! Josef Göschl und Frieda aus Dreihausen Marburg / Lahn Deutschland 1998-09-25

Wenn der Kuckuck wieder schreit,
Bin ich schon in der EWIGKEIT. Altbauer Straunz Oberzeiring Zeiringgraben

Es ERSCHIENEN bei milden Wetterbedingungen Karin G. und Christian F. aus Ottakring. 1998-10-26

Man denkt niemals genug daran,
Wie reich die GESUNDHEIT machen kann!
Neues Buch hinterlegt > 1998-12-25

Im Namen aller MENSCHENKINDER, danke für dieses wunderschöne Jahr,
besonders von jenen die ich lieb habe und beschütze sie vor allem Unheil. Ksihdl Jänner 99

GOTT schläft im Stein, atmet in einer Pflanze, er träumt von friedfertigen
Kardinälen und Bischöfen, im Sinne seiner Schöpfung. > Mi 1999-03-31
  Der Herr ist mein HIRTE, nichts wird mir fehlen. Er läßt mich auf grünen Almen gehen und führt mich zum Ankerplatz, der Tanzstatt Kapelle. Preiset den Herrn zu aller Zeit, denn er ist gütig! Danke für den Rund- und Tiefblick. Ein Jakobspilger T.K. 28.10.99
O HERR! Segne unser Gebiet es ist so schön hier, es gibt nichts Erholsameres als so
über die Berge zu wandern. Ich danke Dir mein Gott Lantischer Hilde Trieben 1999-09-11

Ein Beginn mit