ENDE  ANFANG INHALT CARL [: HOME>A-Z>GESAMTINDEX>LOGO>SPEED>UPDATED>] >
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1917-1986     >
NORGKAP-NEBELSTEIN>KIRSCHBLÜTENWEG> BEETHOVENWEG> LÄRCHKOGELWEG>>THOMASWEG
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Ein durch die Einlösung eines Versprechen an den Vater der Weitwanderwege dem "NORDSÜDWEG - HERMANN entstandenes Buch
IMPRESSUM^ m.bruno@gmx.at  > 1120 Wien Anderseng. 23/29/1 «»>(un)-subscribe mailto: «» 
     
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   INHALT ANFANG ENDE^  
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BILDER.NORD.SÜD.WEG.ÖSTERREICH 05  INHALT  ANFANG ENDE     SÜDWEG.ANDACHTSSTÄTTEN.im>
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NORD.SÜD.WEG.ÖSTERREICH 05   INHALT  ANFANG ENDE   

SÜDWEGFÜHRER Nebelstein 05 Beginn Onkel Hermann Weg vor Spitz Bäume mit gemeinsamer Krone in NÖ BÄUME> 
 
SNBOB
 
Mittestein-Mariazell C.H. NotunterkunfT C.H. Baumpruch: "Wer wandern will braucht nicht
 unbedingt einen Stab aber einen festen Willen"
C.H. Pauluskapelle^letzte Messe
 
MNB
 
Urnenversenkung JAKOB.PETSCHENIG> Meridianstein Koralpe Russ in Wiel Gedicht Hans Klöpfer^
 
Endestein C.H. Gedenkstein  Stefanie und Josef Simperl > 1995 Josef Simperl Junior Urkunde
 
UMREGSU
 
Otto der Eibiswalder Führer Wanderführer C.H. Krainersäule Eibiswald C.H. Heidemännchen Gmünd u. Christiphorus Entwurf  Eigenheim Gmünd Grillenstein  
 
OKHE
 
C.H. Wanderer C.H. Sämann  C.H. gezeichnet J.Kaiblinger 1976 C.H. zweifacher Wandertalismann C.H. Gedächtnisausstellung Gmünd C.H.
B
ergrettungsmann im Gesäuse Haindlkar
>  KARL REITERER> Denkmal Initiator > geschaffen von C.H.  
 
WSCWGB
 
SCHREIN: Lager C.H.Gedenkstätte Schrein  C.H.Buch> Sonnenuntergang SCHREIN>> >Wintererstbesteigung

LGBS
SÜDWEG.ÖSTERREICH.05  ANFANG ENDE
      
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1997.04.27 BEMERKUNGEN  zur 2 AUFLAGE DES Wander Gipfel Buch
  Werter Leser, für die zweite Auflage des Wander Gipfel Buch habe ich dieses Buch aktualisiert und neu gestaltet. Vorher waren die Kapitel chronologisch geordnet, jetzt wurden fünf Themenblöcke gebildet: Wander Gipfel Buch, Carl Hermann, Briefe, Presseberichte und das Bilderbuch. Neues wurde aufgenommen und Überflüssiges herausgenommen.
  Der Verlust, des im Jahre 1993 beim Waidhofsee hinterlegten Wander Gipfel Buch, war der wesentliche Grund es noch ausführlicher und umfangreicher zu gestalten. 1994, beging ich den Südweg, 1995, durfte ich 05 Markierungsmängel ergänzen und am Weg einige Kunstwerke von Carl Hermann konservieren. Es entstand eine Beschreibung von Naturerlebnissen und Träumen, über eine Lebensphilosophie, eine Sammlung von Lyrik, Pösie und Spruchweisheit des Volkes, ein Gedenk- Touren- und Dokumentationsbuch einer Epoche. Ein Erinnern an eindrucksvolle Berg- und Wandererlebnisse, ein Anstoß zum kreativen Selbsterleben, auch für jene denen die Gesundheit oder das Alter den Fuß lähmte.
  Ob ich diesen Anforderungen gerecht geworden bin? - Darüber werden Sie, die werten Leser, selbst urteilen. Wenn Sie nur einen Bruchteil, meiner Freude und meiner Begeisterung bei der Niederschrift, nachempfinden bin ich zuversichtlich. Mein Dank gilt den Verfassern und den Autoren der verwendeten Literatur, besonders Herrn Peter Holl. Meine besondere Anerkennung für alle die um die Sicherheit und das Wohl der Wanderer besorgt sind: Der Bergrettung, der Berg und Naturwacht, den Markierungswarten der alpinen Vereine, den Schutzhütten- und Gastwirten. Auch wenn das Buch nur eine Leseratte aus dem Bau heraus lockt in die Natur, wurde es nicht umsonst geschrieben. Berg Heil

Beugt dich ein Geschick

In manchen trüben Tagen,

Ein Buch ist aufzuschlagen,
Sieh hinein mit deinem Blick.

Nimm es hin für alle Zeiten
Heilt es eine Seelen - Qual,
Dann wird es auch einmal
                Freude dir bereiten. >
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DER  SCHREIN 1.>STATION 07.12.86-19.04.87  BUCHENAUER> 

ER HAT IN NOT UND FREUDE
DURCHKLETTERT MANCHE WAND,
VON SEINER WANDERUNG MÜDE
RUHT ER IM HEIMATLAND.
  Das Naturdenkmal "DER SCHREIN" 2410m Ein Synonym der Erinnerung an die Schöpfungen des Bildhauers Carl Hermann, der durch das Tor des Hochlandes vorausgegangen ist.
ALLERSEELEN AM HERMANNSCHREIN
01.11.86 01:00 Samstag Allerheiligen, Abfahrt von Wien nach der Fertigstellung des Wander Gipfel Buch Nächtliche Einkehr in die AUGUSTINERKAPELLE 1162m im Oberen Katschbachtal des Sölkpaßes.
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DAS LEBENSLIED G-D-G-FIS-G-A
  Die Musik gleicht einer Seelenlandschaft, die hohen, leuchtenden Gipfel sind dort, wo alles Selige und Heitere ist, wonach das Herz sich sehnt. Die edlen Schatten der Melancholie jedoch lagern auf dem Weg in die Tiefe. Eine beschwingte Seelenwanderung führt in bewegten Kurven vom tiefen Tale der Träume hinauf zu den lichten Höhen der Seligkeit.
       G - D -G - FIS - G - A      
  Ein Thema aus dem Lebenslied von Franz Schubert ging mir nicht mehr aus dem Sinn als ich bei trüben Wetter durch das obere Katschbachtal wanderte und es rechts auf einer mit schneebedeckten Rinne verließ. Meine Allerheiligen- und Allerseelenwanderung stand im Zeichen des Hungers, denn ich hatte mit Absicht nur Notproviant mitgenommen. Glücklicherweise konnte ich mich im unteren Aufstiegsteil mit Wacholder-, Schwarz- und Preiselbeeren sättigen.
Der obere Aufstiegsteil wurde immer mehr zu einer Winterlandschaft, in der angespannten Erwartung des vor mir gestandenen Berggeschehens hatte ich in der vergangenen Nacht nicht geschlafen.

Zuerst war ich mit dem Schreiben des Wander Gipfel Buch und dessen Behälterherstellung aus Zinkblech beschäftigt, dann wurde der Rest der Nacht für die Anreise aus Wien und die Einkehr in die Augustinerkapelle verwendet. Die Folge davon waren Ermüdungserscheinungen bei der anstrengenden Spurarbeit im Schnee. Am Abend erreichte ich das "Tor des Hochlandes" die Sauofenscharte 2300m zwischen Schimpelgrat und Sauofen 2414m und betrat das Hochplateau.
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  Bald war alles zum Schlafen vorbereitet und der anstrengende Tag wurde von einer erholsamen Nacht, mit einem nahtlosen Übergang von Gedanken zu Träumen, abgelöst. Im August dieses Jahres habe ich während des Urlaubs, von Großsölk ausgehend über den Knallsteinhöhenzug zum Tauern Hauptkamm und auf diesem weiter zum Sölkpaß, eine Wanderung durchgeführt. Nach dem Süßleiteck 2507m bin ich nach der südlichen Umgehung einer gewaltigen Felserhebung (Schrein) das erstenmal in diese Gebirg`s- Wunderwelt gekommen.
I  ch lernte ein "Paradies des Hochlandes" an der Enns - Mur Wasserscheide, kennen in dem sich der Schimpelgrat, der Sauofengrat und der Schreingrat in einer einzigartigen Weise vereinigen. Es ist ein Hochplateau mit Bergblumenwiesen, Moosteppichen, Flechtenmatten und großen sowie auch kleinen Seen. Ein Stück vom Garten Eden inmitten der schroffen Berglandschaft, wo die Herrlichkeiten der Schöpfung lieblich ineinander verschmelzen.
Am moosigen Gestade eines Sees hatte ich im Sonnenschein geruht, bevor sich mein Blick dem Schlaf ergab betrachtete er in dem großen Spiegel die sargförmige Felserhebung des Schreins, bis ein Windhauch das Bild verzerrte und verlöschte. Im Jahre 1982 hatte ich mit meiner damals siebenjährigen Tochter Angelika eine Höhenwanderung von der Neunkirchnerhütte zur Rudolf Schoberhütte unternommen. Die letzte Freinacht im Sauofenkessel war regnerisch und stürmisch, ich hatte die ganze Nacht Sorgen und Ängste um die Festigkeit der Zeltverankerung, es war eine Nacht in der ich nur wenig geschlafen- aber viel geträumt habe:
"DIE WEISSE HÖHLE" Anton Schubert Gedenkstätte in der Südwand des Kleinen Ödstein´s im Gesäuse; SEITE: 189 BILD: 01
  "Einige Sekunden lang stehen wir uns Aug im Aug gegenüber, der Gams und ich. Nach der Übernachtung in der Weißen Höhle, hatte mich der zweite Höhlenausgang direkt in die Südwand des kleinen Ödstein geführt."
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  "Grüß Gott! Darf ich bitte in Ihrem Schuppen mein Fahrrad einstellen? Ich habe Angst daß es gestohlen wird, dann muß ich wenn ich vom Ödstein zurückkomme, zu Fuß nach Graz gehen. Sagte Carl Hermann zur Bergsteigermutter Frau Khatarina Ditz. Ja freilich, hier hast noch ein Stück Brot als Wegzerrung."  "Unter dem Kirchengrat fällt ein Schuß, von der Gamssteinwand fällt ein Gamsbock herab, die Hungersnot hat schon wieder einen Familienvater zum Wildern gezwungen", denkt Carl Hermann."
  "Zerlumpte Gestalten vor dem Eingang der Bar Mogasor in Bonaventura (Columbien) starrten mich mit stechenden Augen an, als ich mit der Mestizin Marina Ramirez an ihnen vorbeiging und das Lokal dann zum Abendessen betrat.

Marina hatte mich an diesem Tag zu einer Wanderung in das Landesinnere eingeladen. Wir hatten einen herrlichen Tag bei einem von einer Quelle gespeisten kleinen See im Urwald zusammen mit Einheimischen, die sich wie wir beim Bade erfrischten, verbracht. Trotz unseres Hungers konnten wir das reichliche Essen nicht gänzlich verzehren. Nach einigen Minuten kam große Bewegung in die sechs Bettler vor der Tür, der Tellerwäscher hatte ihnen unsere Speisereste vorgesetzt und verbissen kämpften sie um die größten Happen.
GEDANKEN und Träume überwinden Zeiten und Räume.
  Erleichtert erkannte ich bei der Morgendämmerung eine Wetterwende zu Schönwetter. Noch stand der Horizont im leichten Feuchtigkeitsdunst des abgezogenen Gewitters, als der Sonnengott Helios die Pferde vor seinen Feuerwagen spannte. Ein Schauspiel mit immer stärker werdender Beleuchtung begann. Gespannt starrte ich auf einen Berg am östlichen Horizont der wie ein gekentertes Boot aussah und dessen Konturen sich immer schärfer abzeichneten.
Angelika Mayer "DER SCHREIN IM NEBEL" vom Zeltlager Sauofensee Schladminger Tauern; SEITE: 189  BILD: 02
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  Rechts neben ihn hing eine Nebelwand, links neben ihm in der Scharte lag ein Nebelschwaden, hinter ihm erschien von vier goldumrandeten Silberwolken gezogen das Feuerad und hob sich dann langsam von der langen geraden Gipfelkante des Berges ab um freischwebend seinen Tageslauf zu beginnen.
02.11.86: Sonntag, Allerseelen   Als ich erwachte knurrte mir der Magen. Nun stand ich wieder da, vor mir erhob sich heroisch der "Felsberg", wie ein Olymp, Schnee umhüllte dieses sonst vom Schöpfer so reich gesegnete Gebiet. Dann schritt ich auf der einladenden Schulter dem Unbekannten entgegen und fand ein altes Holzschild mit der verwitterten Aufschrift:
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HERZLICH WILLKOMMEN
  Die ersten Felspassagen waren leicht zu überwinden, ich war gerade im schwierigsten Steilterrain, da fiel Nebel ein und es begann zu schneien. Die Mutter aller Weisheiten im Gebirge ist: "im richtigen Augenblick umzukehren", auch wenn man sich kurz vor dem ersehnten Ziel befindet.
WILLKOMMEN UND ABSCHIED AM SCHREIN
  An der Umkehrstelle befestigte ich an einer Zinne, das Willkommenschild mit dem Wander Gipfel Buch, und fühlte daß dieser unbekannte Berg, ein wichtiger Bestandteil meines künftigen Lebens werden wird. Wie durch ein Wunder öffnete sich kurzweilig die Nebeldecke und gab den Blick auf die Hochebene frei, die Sonne kam hervor, dann jedoch wurde ich wieder eingehüllt in den grauen Schleier. Obwohl ich mein Ziel den Gipfel nicht erreicht hatte, erfüllte mich ein bisher unbekanntes Glücksgefühl und gut gelaunt fuhr ich mit den Firngleitern zurück in das Obere Katschbachtal.
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 Wenn dir die LIEBE das Höchste im Leben ist,
Dann sieh dich etwas um in den Bergen.
Die Gipfel weisen von der Erde zum Himmel,
            Aus irdischer- wird eine himmlische Liebe. 07.12.86
  Die Morgenröte entzündet auf den Felsaltären Kerzen, hoch in der Himmelsphäre erscheint eine mystische Glut. Sie ergreift die höchsten Gipfel und steckt über die weißen Klippen sich wälzend, das geheimnisvoll in flammenden Purpur auflohende Eisgefilde in Brand. Violette Nebel liegen in der Tiefe und veilchenblaue Dünste steigen auf, dort wo sie in das himmlische Feuer quellen, verwandeln sie sich, die Gipfelkette umbrauend, zu glühenden Dämpfen. Der Himmel färbt sich im dämmernden Widerschein.
  Wie Fanale flammen die Zinnen, die Gluten erblassen, plötzlich schießen goldene Pfeile auf den unbekannten Felsenberg.

Die lauschende Seele vernimmt in dieser Feierstunde das Brausen der Schöpfung. Noch ist die Sonne dem Auge verborgen, aber ihr flutendes Gold umfängt das Süßleiteck und die Sauofenspitze und läßt sie im Morgenrot erstrahlen. Rosenblätter - Wolken überziehen den gesamten Horizont, dann erscheinen Feuerstreifen und das Rund des königlichen Tagesgesgetirnes entsteigt mit einer silbernen Wolkenkrone dem Horizont.
DER SCHREIN vom Lager Reichascharte  BILD: 04  DER SCHREIN MIT SÜSSLEITECK vom Lager Reichascharte  BILD: 05
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  Ich stand vor meinem Nachtlager auf der Traumebene am Fuße meines Berges und betrachtete das Wunder der Naturerscheinung. in banger Erwartung der vor mir liegenden Besteigung. Es war ein Erlebnis in einem Ausmaß, wie man es nur einmal im Leben haben kann.
  Die letzte Botschaft vom Dramatiker Fritz.Hochwälder 1911-22.10.86, war ein Zitat von Gottfried.Keller
Denn wer die HOFFNUNG hat verloren, der wandle lieber ungeboren, lebendig ist er schon im Grab

  Ob in der Mitte, links oder rechts, der Terror wird immer sinnlos bleiben und zu einem Krieg führen. Die Menschheit riskiert Kopf und Kragen für die Rüstung zu ihren Untergang. Deshalb taucht immer wieder die Frage auf:
Ist der MENSCH dazu bestimmt elend zugrunde zu gehen und das noch durch sich selbst?
  Die Natur hat keinen Willen, sie ist keine Person, sie leidet nur unter unserem Tun, sie kann sich nicht wehren wenn wir sie zerstören. Trotzdem hat sie ein Eigenleben, in ihr wächst der Stammbaum der Menschen, auf dem nach Darwin die Vorstufe unserer Urahnen, nämlich die Affen, heute noch sitzen.
Der MENSCH der glaubt am längeren Ast zu sitzen, ist ein Affe geblieben. >
Erst nachdem die gesamte Hülle eines Menschen schlecht ist, verdirbt sein guter Kern.
  An die Hoffnung eines noch guten Kernes in der Menschheit zu glauben hilft und der ewig weiterlebende Geiste der Bergsteigermutter Frau Katharina Ditz und Carl Hermann. Mit Trauer dachte ich an ihn, zu dessen Gedenken ich diesen Berg besteigen werde, an Carl Hermann. Er war ein ehrlicher und offener Mensch, der trotz seiner künstlerischen Größe, oder vielleicht gerade deswegen, seine Zuneigung zur Natur und zu den Menschen nie verlor, in seiner Asche wird er in seine Heimat zurückkehren.
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  Dies waren meine Gedanken als ich den Bergrücken entlang stapfte, um den Berg auf dessen Gipfel zu stehen mein heiß ersehntes Verlangen war, gleich einer Seelenwanderung.
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SEIN GEIST UMSCHWEBT DIE BERGE

Am Gipfel

Über dem Nebelmeer,
Am  großen  Sternenzelt,
In  aufsteigenden  Nebeln,
Auf dem Hermannsschrein,
Auf allen Wanderwegen,
In der Pauluskapelle,
Im   Adlerhorst,
Im Flügelschlag des Adlers,
In der Wanderkameradschaft,
Wenn  die  Alpenrosen  blühen,
Bei  den   ersten  Kuckucksrufen,
Bei Tautropfen in den Bergblumen,
Beim  Gesang  der   Sommervögel,
Im   Edelweiß   am   Felsensaum,
Auf unzugänglicher Felsenhöhe,
Im  Dröhnen  des  Felsbruches,
In Karen und in Schlünden,
In den Höhlen und Klüften,
Auf der hohen Felsenkante,
In   den  Gamskitzen,
Im Alpenkönig "Gams",
In  allen  Gemsenhöhlen,
In den steilen Gemsengärten,
In  des  Krummholzes Hange,
Auf   den  Gemsenstandplätzen,
Bei dem erdgewachs'nen Felsblock,
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In den unwegsamen Zufluchtsstätten,
In den Sonnen Auf-und Untergängen,
Bei den wohlvertrauten  Ruheplätzen,
Bei  Almenrasten auf dem Sonnenpasse
In  der   Ruhe   des   Alpenfriedens,
In dem  murmeln der Felsenquellen,
Bei  des  Eisquells  kühlem  Trunke,
Im  Regenbogen  eines  Schleierfalles,
In den abwärts stürzenden Gewässern,
In der Sturzbäche Silbersträhnen,
Auf dem Grunde der Bergseen,
Im erfrischenden Bergseebad,
Im Granatenfeld  des  Trojani,
Auf dem heiligen Berg Trojani,
Im Biwak der Trojani Südwand,
Am  Kirchengrat  des  Ödsteines,
Im Schatten  des  Tannenhaines,
Beim  Rauschen des Hochwaldes,
Während der Hirschen Brunftzeit ,
Bei  dem  Klang  der  Almenlieder,
Im  Duft  der   herbstlichen  Almen,
Bei  dem  Klang der Herdenglocken,
Bei   dem   Lockruf   des   Senners,
Bei den Blitzen und dem Donnergrollen,
Wenn die Hagelschauer niederprasseln,
In  den  zu  Eis  erstarrten Tränen,
Bei dem Brausen  des  Schneesturmes,
Bei den glitzernden  Schneekristallen,
Werde ich seinen Geist beschwören.
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VIELES GING MIR DURCH DEN SINN

Vieles ging mir durch den Sinn,

Als ich nachts der Kälte harrte,
Dacht` an meinen Aufstieg,
Aus des Katschbachtales Sohle
Und am Ufer längs des Baches,
Wurd' das Rauschen bald ein Murmeln,
Eingefroren in dem Eise,
Wurd` sein lust`ges Wandertreiben,
Ab und zu ein leises Glucksen,
Bis er gänzlich stille wurd`.
Dann im weißen Bett der Rinne,
Auf der Gemsen Spuren höher
Und auf abgewehten Stellen,
In der Sonn' und auch im Schatten,
Immer stetig weiter steigend,
Stets nur an das eine denkend,
Was dort oben meiner harret,
Nach des Hochland`s gold`nem Tor
Und dann später beim Durchschreiten.
In der gottbegnadeten Zeit,
Auf des Hochland`s breiter Fläche
War ich selbst umglänzt von Schönheit,
Von der Schönheit meines Berges.
Heute steh ich da ergriffen,
In dem ew`gen Wechsel,
Von den Sternen zu der Sonne.
Doch heut` war alles anders,
Anders war heut´ alles,
Wie bei allen anderen Bergen,
Die ich bisher schon bestiegen,
Anders war auch alles,
Als ich einst so reich beschenkt,
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Abschied nahm  von hier,
In dem winterlichen Treiben,
Von dem Berge der Verklärung.
Herzlich willkommen dann,
Bei dem Umkehr Zeichen
Mit dem wohlverwahrten Buche
Auf des Grates schroffen Zacken,
Wurd´ mein bestes Angebinde,
Nun bei meinem weit`ren Stiege,
Immer höher immer schöner,
Bis zur Stirne gold`ner Rundung
Und am flachen langen Gipfel,
Muß vor Andacht ich nun schweigen.
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NUR EIN WORT DAS WÜRDIG WÄRE
 
Laß
Der Erinnerungs
Schmetterling steigen,
Es ist wahrlich schwer für mich,
Kaum mag ich ein Wort noch finden,
Nur  ein  Wort  das  würdig  wäre,
Würdig  wäre  um  von  dir zu sprechen.
Auf  dein  Haupt  nur Gutes  falle,
Dies bei Gott mein Wunsch stets ist.
Denn  du  hast der Berge Matten,
Und   im   Tal  die  langen  Wege,
Durch  dein  Wesen froh gemacht,
Daß  sie  mir  im Herzen leuchten.
Drum hör' mir zu  nur auf ein Wort,
Laß den  Gams den  Berg erklimmen,
Laß  die  Quellen  wieder  murmeln,
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Laß   die   Vögel   wieder   singen.
Sollte dich einst der Mißmut packen,
Pilg`re nächtens durch den Mondschein
Mach dich  auf,  zieh`  in`s  Gebirge,
Singe  dann  dort  alle  Lieder,
Alle Lieder die  im  Kopf  du  hast.
Geh  hinaus   auf   Wanderschaft,
Wandle  durch  die  kühlen Täler,
Wandle  auf   die  kühnen  Gipfel.
Stimme  an  die   Lieder   alle,
Die  du  im Gedächtnis  trägst.
Ein`s nur darfst du nicht vergessen,
Hierher    wieder    heimzukehren.
Hilf  mir  jetzt den Sang anheben,
Erst sing ich und dann sing`st du,
                 Wie der Sommervogel singt. >
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DER WEG IST DAS ZIEL  G - D - G - Fis - G - A

Der Weg ist das  Ziel

Gehe deinen frag´ nicht viel,
Beschreite ihn mit festen Tritt
Aus den Spuren wird ein Steig,
Der Weg entsteht erst mit der Zeit.
Das Schicksal wandert immer mit.
|:Der Weg ist das Ziel, am Weg liegt so viel.
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Ein Knabe springt vom Felsendom
In den Bach und schwimmt davon.
Die Zeit vergeht auch ohne Uhr,
Von der Wiege bis zur Bahre
All die ganzen Wanderjahre,
Das Leben ist wie eine Tour.
|:Der Weg ist das Ziel, am Weg liegt so viel.

Der Weg wird steil und schwer

Bedaure es nicht allzu sehr.
Wenn´s nicht mehr weiter geht,
Befreie dich von deiner Last
Und halte an für eine Rast,
Es findet sich ein neuer Weg.
|:Der Weg ist das Ziel, am Weg liegt so viel.

Wohin dein Weg auch führen mag

Er bringt dich weiter Tag für Tag.
Du gehst zur Arbeit, gehst zur Ruh`,
Die Freude wechselt mit dem Leid
In deiner ganzen Lebenszeit
Einst fallen dann  die Augen zu.
                    |:Der Weg ist das Ziel, am Weg liegt so viel. >
DER SCHREINGIPFEL BILD: 06 DAS Wander Gipfel Buch AM SCHREINGIPFEL BILD:
07 BLICK VOM SCHREINGIPFEL auf die Reichascharte  BILD: 08
BLICK VOM SCHREINGIPFEL auf den Großen Knallstein BILD: 09 SONNENUNTERGANG AM SCHREINGIPFEL BILD: 10
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DER SCHREIN IM TAUERNFÜHRER
  1948 wurde der lange Zeit als unersteigbar geltende Feslklotz des Schreins erstmalig von BUCHENAUER> und H. Fruhmann erstiegen. Führer Schladminger Tauern von Peter Holl, 2. Auflage, 72. Trapezförmiger Felsklotz zwischen Süßleiteck - SO - Grat und Sauofenscharte. Reiner Klettergipfel. 767 Südwestrippe P.Holl, 18.8.60, im Abstieg II (kurz), I. 100m.
  Zugang: Von der Rudolf - Schober - Hütte, vorwiegend weglos, über Grashänge in beliebiger Wegführung 2 Std.
  Fuhre: Einstieg in der Schuttrinne, die zur Scharte zwischen dem Schrein und Süßleiteck hinaufzieht, etwa 40m unterhalb der Scharte. Eine rinnenartige Mulde empor und von ihren oberen Ende nachts rechts auf die Rippe. Diese empor, dann über die oberhalb befindliche Flanke zum obersten Westgrat. Auf ihn zum Gipfel. 768 Ostgrat Lotte Buchenauer, Hans Fruhmann, 15.5.48 III (kurz), II.
  Fuhre: Einstieg am Beginn des Grates (hierher über den Kamm von der Sauofenscharte). Zuerst immer über den zerrissenen Grat unschwierig bis vor einen glatten Aufschwung. Dieser wird über ein Band rechts umgangen. In Kürze unter den gewaltig überhängenden Gipfelblock. Unter ihm nach rechts und gerade über Rasen und Blöcke zum Gipfel. 769 Ostgratkante Dr. Sperka und Gefährte, 26.9.76 III. 40m Fuhre: Auf 768 bis dorthin, wo der Grataufschwung rechts über ein Band verlassen wird. Nun immer durchwegs längs der Gratkante zum Gipfel.770 Westgrat L. Buchenauer, H. Fruhmann, 15.5.48, im Abstieg. III. 60m. Einstieg in der Scharte zwischen Süßleiteck - SO - Grat und Schrein. Nun direkt an der steilen Gratkante empor zum obersten waagrechten Gratteil und über ihn zum Gipfel. Führer Niedere Tauern von >, 4. Auflage, 82.
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SCHREINGIPFELBUCH Gipfel Ost
  Das alte Gipfelbuch (Reste davon), befinden sich in der Rudolf Schober Hütte. Bitte das Gipfelbuch immer gut, versorgen. Danke Hans Höfl, 23.08.83 Reinfried Strobl ÖAV, 27.08.83 Von der Rudolf Schober Hütte, bei herrlichem Wetter, mit der Tochter Tanja den Gipfel erstiegen, weiter geht`s auf´s Süßleiteck.Tanja und Hans Höfl ÖBRD, 28.08.83 Hans Kollau, Helmut Moser ÖAV ÖBRD Murau, 24.09.83 Dr. Hans Karner Sankt Peter, 04.08.84
Nur wer die Gipfel der BERGE erstiegen,
Vermag in die ferne Weite zu sehen.
Toni Streicher ÖBRD Schladming 24.9.83
  ANMERKUNG: Herr Streicher ist der Obmann der Höhlenforscher Schladming des ÖAV; ich lernte ihn bei der Feier zu seinem 40. Geburtstag im Zinkwandbiwak kennen. Er hat die Zinkwandlesung im Jahre 1990 entscheidend mitgestaltet. In den Jahren 1984 und 1985 werden im DACHSTEINLOCH> und in der "HOCHGOL-LINGNORDWAND" mit den Höhlenforschern Schladming Lesungen abgehalten. In der Annahme, daß dieser Berg keinen Namen hat, wollte ich ihn Carl Hermannstein nennen und das Wander Gipfel Buch hinterlegen. Die Bergfreunde des Schreines, mögen mir es gestatten, dem Westgipfel dieses Berges, den Vornamen Hermann zu geben. 07.12.86 15:00
CARL HERMANN SCHREIN 2420m Gipfel - West
Gott schenke allen Toten ewige Ruhe
Und den Menschen unter der Sonne, Frieden.
  07.12.86 16:00  
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SCHREIN ERSTBESTEIGUNG  DER PFINGSTGRAT 09.09.2008 vervollständigt (1.Auszug Seite 25-27) BUCHENAUER>
  "... 1948 wird der lange Zeit als unersteiglich geltende Felsklotz des Schreins erstmalig von L. Buchenauer H. Fruhmann erstiegen..." Aus dem Alpenvereinsführer Niedere Tauern von "Peter Holl", 2. Auflage, 1972.
  So früh bin ich noch nie aufgestanden, höchstens schlafen gegangen: Es ist Mitternacht. Zu Fuß schlendere ich in die noch hell erleuchtete Stadt und beziehe Posten vor dem Leykamhaus in der Stempfergasse. Nach und nach finden sich Leidensgenossen ein, und auch mein Berggefährte Hans kommt hakenrasselnd wie ein Krampus herangeklirrt. Heute haben wir ein ganz besonderes Fahrzeug, das uns zu den Schladminger Tauern bringen wird: Ein Zeitungswagen. Die öffentlichen Verbindung ins obere Murtal waren für unser Vorhaben nicht günstig; mit dem Zeitungstransport, der um ein Uhr nachts startet, können wir bis Unzmarkt kommen, dort in einen Linienbus umsteigen und die Rudolf - Schober - Hütte rechtzeitig für die Pfingsttour erreichen. Mich interessiert dazu noch der Alltag der Zeitungsmenschen, der in dunkler Nacht beginnt; wenn ich mit dem Lieferwagen fahre lerne ich ein Stück davon kennen.
  Das Fahrzeug erweist sich als ein wahrer Schreckenkübel. Zugluft wie in einem Vogelhaus, das Licht sticht in unsere schlaftrunkenen Augen, der Wagen schlingert, und Hans der zusammengerollt neben mir liegt, bohrt mir bei jedem "Hupf" des Wagens seine spitzen Knochen ins Fleisch. Mein Rücken stoßt an eine unbequeme Lehne, und an meinen Rippen bildet sich ein Wulst, den ich sonst nur beim Kaminklettern kenne, wenn das Seil reibt und drückt. In Unzmarkt fallen wir erleichtert aus dem Gefährt und versuchen auf einer Parkbank einen Teil des entbehrten Schlafes nachzuholen. Doch es ist schon lichter Tag; bald geben wir die Schlafversuche auf und studieren mit müden Augen die Landkarte der Schladminger Tauern. Die Rudolf - Schober - Hütte erschließt ein eigenartiges, wenig bekanntes Bergland im Süden und Osten dieses Gebirges. Die Gipfel sind hoch, gegen 1600 m ansteigend, und tragen merkwürdige Namen: Süßleiteck und Sauofen, Krautgarten und Hasenohrspitz, Federweißspitze, Windschnurspitze und Predigtstuhl. Dazwischen viele Seen in Farbstufen zwischen Blau und Grün, dunkle Zirbenhaine und weitgedehnte Hänge vor den scharfgeformten Gipfeln. Doch wir waren nicht um der Stimmung willen gekommen. Eine Traversierung  mehrerer Grate und Gipfel lag uns im Sinn: Der Südostgrat des Süßleitecks mir Überschreitung des sogenannten "Schrein". Der Schrein ist ein sehr großer Gratturm, man kann ihn getrost einen eigenen Berg nennen. Schrein heißen im Volksmund auch anderer Gipfel dieser Gegend nach ihrer kastenartigen Form: Das Schreinl im Plannerkessel oder der Talkenschrein in den Wölzer Tauern (Dalken = eine Art Pfannkuchen). Der Schrein im Süßleiteckgrat ist der steilste und wildeste dieser "Bergkästen". Er war noch nicht erstiegen. Wir waren gut gerüstet für ihn und hatten sogar Felshaken mitgenommen.
  Der endlich eingetrudelte Autobus ist bereits bis zum Dach mit Passagieren vollgestopft, doch Bergsteiger finden immer noch einen Fußbreit Platz  zum Stehen. Gegen das Zeitungsauto ist er  ein Luxusgefährt! in Murau, dem gotischen Städtchen der Steiermark, haben wir wieder Aufenthalt bis zum Anschluß nach Krakaudorf. Dunkle Wolken über  den Tauerntälern. Es regnet leicht. In Krakaudorf muß mir Hans, Kunstmaler von Beruf, unbedingt die Holzkassettendecke in der Pfarrkirche zeigen – 120 handgemalte Bilder aus den Jahre 1534 –, und in der nahen Filialkirche St. Ulrich bewundern wir außer der ebenfalls bemalten Holzdecke noch einen der schönsten Renaissancealtäre des Landes. Bis dorthin noch etwas verschlafen, werden wir nun hellwach und bekommen Augen für unsere Umgebung. Wir sind in der Krakau, einer Hochebene, die sich  in einer Lage von 1100 bis 1300 m Seehöhe von der Steiermark in den Lungau zieht. Die Krakau ist auch heute noch, im Zeitalter der Bergstraßen, etwas abgelegen, obwohl es gute Unterkünfte und viele Bemühungen um den Fremdenverkehr gibt. Ein Naturpark "Tauern - Sonnseite" im Raum  ist seit 1972 in Vorbereitung. Doch es ist kein Durchzugsgebiet; abseits von der Hauptstraße liegend führen nur Nebenstraßen dorthin, und die Sölker Paßstraße, ein recht alpiner Übergang, ist nicht ganzjährig befahrbar. Aber diese relative Unerschlossenheit hat der Krakau nicht geschadet; im Gegenteilen. In ihren Gebirgswinkel hat sich echtes Volkstum mit uralten Sitten treu bewahrt. kaum anderswo in der Steiermark  oder in Salzburg haben sich alte Bräuche so rein erhalten wie in diesen verborgenen Tauernbergen und Tälern zwischen Mur und Enns. Dieses hohe Bergland, sonnengesegnet wie die nahe Stolzalpe, wo die meisten Sonnenstunden in Österreich gemessen werden, strotzt noch vor Kunstschätzen. Man begegnet ihnen auf Schritt und Tritt in Kirchen und profanen Bauten, aber auch in Kapellen, Bildstöcken und Marterl. Hans läßt sich sogar dazu hinreißen zu behaupten, dass hier jeder Heustadel künstlerisch gestaltet ist. Er beweist es mir auch und macht mich auf die hübschen Doppelfenster der Scheunen oder auf kunstvoll geschmiedete Fenstergitter aufmerksam.
  Angeregt, ja fast aufgeregt von diesen Erlebnissen, später wieder still geworden im Anblick der riesenhaften Berge um uns, wandern wir das Sträßlein ins Etrachtal hinein. Die Schultern schmerzen von der Last der schweren Rucksäcke – wir werden Selbstversorger auf der  unbewirtschafteten Schutzhütte sein. Doch bald liegt der Etrachsee vor uns, von einem fast weißen Blau. Baumgruppen stehen wie schwarze Striche vor dem hellen Schnee der Hänge. Die Ufer sind überschwemmt; wir waten durch große Lacken, die von Fischen wimmeln. Hans, der sich auf allerlei Pfadfinderkünste versteht, fängt welche mit der Hand, besichtigt sie und wirft sie gleich wieder ins Wasser. In mir regt sich Hunger und hausfraulich - mörderische Anwandlungen.
  "Warum wirfst du unser Mittagessen wieder Weg"? "Sie haben mich so lieb angeschaut, da hab' ich sie wieder schwimmen lassen müssen!"
  Beim Jäger bitten wir uns den Hüttenschlüssel aus. Die Bergwiesen sind weiß bestickt, mit Enzian und Anemonen. Den starken Wildbach überlisten wir auf einer halb eingebrochenen Schneebrücke. Wir queren Lawinenreste, steigen über Bäume, die geknickt sind wie Zündhölzer. Die kleine Schoberhütte – ganz aus duftendem Zirbenholz in einem Zirbenwald erbaut – ist abweisend kalt, doch binnen einer halben Stunde hat Hans ein höllisches Feuer im Herd zustande gebracht, und ich habe ein Festmahl gerichtet. Draußen zieht silbern der Nebel, als wir uns früh zur Ruhe legen. Wir schlummern bis weit in den Pfingstmorgen hinein, gute zwölf Stunden. Ich stehe als erste auf, muß aber den noch immer verschlafenen Hans mit dem Eispickel aus dem Bett treiben. Seine Proteste helfen nichts – ich ziehe ihn hinaus vor die Hütte, und barfuß laufen wir über die taunassen Wiesen zum Bach.
  Da steht der Schrein über dem Morgennebel schneebehangen, ein scharf gezeichnetes Trapez. Alle unsere Erwartungen sind noch übertroffen. Daß ist ein richtiger Berg, kein Gratturm! Bald versinkt die Erscheinung wieder im Nebelgrau. Doch für uns gibt es kein Zögern mehr. Schnell werfen wir etwas Proviant und die notwendige Ausrüstung in den Rucksack, frühstücken in Eile und sind schon unterwegs. Hans vergißt den Eispickel und muß deshalb zurücklaufen. Dies benutze ich um über die schief hängende, schmierige und vereiste Bachbrücke zu kriechen.
Hans, der Pedant hätte gewiß an meiner Haltung was auszusetzen gehabt! Dafür fällt er beinahe in das hochgehende Wildwasser, weil ihm der Schwebezustand der Brücke nicht aufgefallen ist. Erstaunt mißt er mich:
"Wie bist denn du da hinüber gekommen"? "Jedenfalls – geflogen bin ich nicht so wie du!"
  Auch entlang unserer Steigspur gräbt sich ein Bach seine Bahn. Wir verlassen das nasse Element und steigen lieber weglos über kahle Hänge. Nur isländisches Moos bildet dort rauhe, kratzige Teppiche, in denen der Fuß aber auf angenehme Weise versinkt. Steiler Schnee, gefrorene Seen: Das obere Etrachtal. Der Schrein zeigt sich nicht mehr. Auch der Sauofen, unser nächstes Ziel, ist in der "Nebelmilchsuppe" kaum zu erkennen. Trotzdem finden wir mit gutem Spürsinn das markante Felsband, den Anstieg zur Günsterscharte. In den Schladminger Tauern verlangen sogar "Normalwege" ein gutes Maß an sicherem Tritt. Einige Vorgipfel des Sauofen umgehen oder übersteigen wir mühselig. Von Zeit zu Zeit reißt der Wind ein Fenster in den Nebel. Dann schauen wir in schneegefüllte Kare hinab, wo blauvereiste Seen liegen. Dunkle Gipfel stechen spitz oder klotzig aus den Grau: Der Schöderkoge - Eisenhutgrat, kaum bekannt und fast nie begangen.
  Wir traversieren ein steiles Schneefeld, das über eine Wand abbricht wie ein Gletscher. Es wird uns bald unheimlich zumute; lieber steigen wir durch eine Art Bergschrund in den Felsen. Gefährliches Gelände – brüchiges Gestein sind zu queren. Wir sind ja nicht am gewöhnlichen Anstieg zum Sauofen, der leichter ist. Die vielen Wächten und Schneehänge haben und abgedrängt. Doch mit ausgiebiger Pickelhilfe, haben wir bald den nahen Gipfel gewonnen. Nun betrachten wir den nahen Schrein, unser großes Problem. Was hatte ich nicht alles von ihm geträumt in den letzten Wochen – von "kinderleicht" bis "völlig unmöglich", die ganze Skala selbst erfundener Schwierigkeitsgrade! "Einladend sieht er nicht aus"! "Im wilden Kaiser wäre er bestimmt schon zum selbständigen Gipfel ernannt worden!"
   Wir sind kaum fünfzig Meter von der Sauofenscharte entfernt, die wir im Nebel verfehlt haben. Auf einem waagrechten Schneegrat tänzeln wir an den Fuß des "gewaltigen Klotzes", wie ihn "Alfred Murauer" nannte, der ihn seinerzeit umgangen hat. Aus der Nähe betrachtet, gliedert sich der Fels ihn Einzelheiten auf.
  "Du der ist kletterbar! Laß die Haken im Rucksack..."  Wir seilten uns an, ich ging als erste, hatte doch ich den Schrein ausfindig gemacht. Etwa zehn Meter hoch kletterte ich über Blöcke überwand einen "hübschen" Riß und erreichte ein Band. Hans kam nach. Noch eine heikle fast grifflose Platte. Sie machte auch Hans, den wir "die Kletterkatze" nennen, etwas zu schaffen. Dann löst sich die Gratschneide in Gras und Wohlgefallen auf.
  Auf dem flachen Gipfel legt Hans das Seil in den Rucksack. Fast bin ich enttäuscht von der Kürze des Aufstiegs und beginne schon nach einer Fleißaufgabe in den Wänden des Schreins zu suchen.  Da sagt Hans der gerade einen Steinmann baut:
 "Vergiß nicht - wir müssen noch hinunter, und zwar auf der anderen Seite"!
  Ich wandere nach vor bis an den nordwestlichen Abbruch. Und dort verschlägt es mir den Atem: Der Absturz ist mindesten 50-60m hoch. Dunkelgrau ist der Fels, von duftenden Flechten bewachsen. Beherzt greife ich zu, lasse mich an den Platten  aus hartem, scharfem Kristallingestein hinab. Der Fels ist so rauh, dass man fast daran hängenbleibt. Das gibt ein gutes Gefühl der Sicherheit. In wenigen Minuten bin ich vor der Scharte, nach der sich eigentlich der eigentliche Südostgratweg des Süßleitecks aufbaut. Ich blicke zum Gefährten auf, der als kleines schwarzes Figürchen hoch oben auf dem Schrein steht. Er ruft mit zu:
"Wie kommt man da runter"? Aha – auch er laßt sich von dem abschreckenden Tiefblick verblüffen. Zufrieden rufe ich hinauf: "Steigst halt ab, wie ich"!
  Er tut's und singt dabei, also macht es ihm auch Spaß. Die letzten Felsen zur Scharte sind das Schwierigste am Schrein. Ich bin froh nun den Gefährten bei mir zu wissen....Quelle: "Verliebt in die Niederen Tauern" (Auszug S.163-68) Lieselotte Buchenauer. BUCHENAUER>
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20080909 Wintererstbesteigung Hermann und Leitenbauer Gedenkstätte Schrein 
  Herr > hat in den Schladminger Tauern, zwischen Süßleiteck und Sauofenspitze, in 2420 m Höhe eine Gedenkstätte für, "Carl Hermann und Hans Leitenbauer" errichtet. An einem Holzstamm befindet sich ein Metallbehälter, der ein Gipfelbuch mit einer Gedenkschrift an die Obengenannten enthält. (Siehe Bild) Notiz der Sektion Weitwanderer des ÖAV in den Mitteilungen.
  Es gab eine Reaktion an den Vorsitzenden Hr. Käfer von Frau Buchenauer, sie hat dies nicht besonders begrüßt. Der Schrein war mir damals namentlich noch unbekannt, da er nicht am Nordsüdweg gelegen ist fand sie dies nicht besonders angebracht. So ist dann aus diesem Buch das Wander - Gifel - Buch WGB entstanden. Anmerkung: Die Wintererstbesteigung blieb unbewußt mir vorbehalten. >
18.04.87: Karsamstag auf Katschbachtal Biwak über der Baumgrenze Sonne 19.04.87:
Ostersonntag 02:00 Anstieg Reichascharte Schreinbesteigung, Abstieg mit dem Wander Gipfel Buch
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SÜSSLEITECK

Ich kenn` eine Insel,
Im Indischen Ozean,
Dort gibt es keine Kriege,
Keine Arbeitslosen,
Keine Kriminalität
                                    Und keine Menschen. Joachim Stuhlpfarrer, 21.06.86

Wenn einer träumt
,
So ist das ein Traum,
Wenn viele träumen,
Wird es Wirklichkeit.
Nie mehr Tschernobyl,
Es lebe die Natur,
                                 Es lebe der Mensch. Johann Flachl, 28.06.86
Der erste Blickkontakt mit dem Schrein, weiter Sauofenspitze- Dürrmooshöhe- Breitmodl- Deneck- Sölkpass.

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SAUOFENSPITZE 2415m 2. Wander Gipfel Buch Station 19.04.87-12.07.87

  Gras und Schuttgipfel zwischen Reichascharte im N und Sauofenscharte im W; südlich setzt sich der Schöderkogel - Eisenhutkamm vom Gipfel ab. Führer Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 82 Sauofenspitze Wander Gipfel Buch Hinterlegung Schöderkogel 2500m Sonne ab. Das Wander Gipfel Buch hat die Überwinterung auf dem Schreingipfel gut überstanden.
Wander Gipfel Buch Sauofenspitze
  • 28.05.87 Sepp Sucher St. Veit/Glan, Franz Valenz Brückl
  • 07.06.87 Rolf Dieter Heide Macen, Irmgard Kaslau, Erika Wacht, Judith u. Luise Außerbauer, Karin Pelzer
  • 14.06.87 Hans Klaue, Adolf Siebenhofer ÖAV Mura
  • 01.07.87 Christian Rosenkranz
  • 07.07.87  Klaus Wohlfarth Stuttgart
  • 07.08.87 Norbert Vockenberger Ranten
  • 11.07.87 Samstag auf Nachtanstieg vom Oberen Katschbachtal Sternebiwak Sauofenspitze, der Aufstieg erfolgte im Vollmondlicht. >
  • 12.07.87 Sonntag ab mit Wander Gipfel Buch Oberes Katschbachtal. Tageserwachen, Sonnenaufgang, ausgezeichnetes Fernecho vom Großen Knallstein, die Sommervögel und der Quellen Murmeln beleben die Musik, Frühstück im Berglandparadies Reichascharte, Besuch beim Schirmherrn JOHANN>Sonne. Ein christliches Andenken an den hochwürdigen Hr. Pfarrer Geistlicher Rat JOSEF KURZMANN 1912-26.6.87 Seit 1957 Pfarrer in St. Peter im Sulmtal in der Südsteiermark und bei den Bergmessen auf der Weinebene. Selig, die im Herrn sterben! >
Der WEG ist nun auch das Ziel meines Wander Gipfel Buches
  Nach der Errichtung eines Steinmannes am Schreingipfel machte auch ich mich auf den Weg. Solange unsere Welt besteht sterben Menschen, doch die Berge bleiben bis zur Apokalypse stehen. Ich ahnte das es ein Gipfelabschied für immer war, der Schrein jedoch in seiner vollkommen Verklärung wird mir als steinerner Zeuge an meine Gemütsempfindungen bei seiner Besteigung, im Gedenken an Carl Hermann, im Gedächtnis bleiben.
HANS LEITENBAUER vlg. Unterweger ABSCHIED SAUOFENSPITZE SEITE: 195  BILD: 11
SAUOFENSPITZE>>>WUNDERDOKTER>UNTERWEGER>
Einst wenn mir das Auge bricht - vergiss mich nicht.
  Mein Freund Johann Unterweger vulgo Leitenbauer 1921-1986 aus Pusterwald im Bezirk Judenburg in der Steiermark, ist am 13.12.86 in die Ewigkeit gewandert und wurde im Ortsfriedhof Pusterwald zur letzten Ruhe gebettet.  Der Bauer, Imker, Humorist Sauschädelrichter und Bergfreund wurde mit den Klängen des Liedes Wo die Alpenrosen blüh´n, gespielt von der Ortskapelle Pusterwald, verabschiedet.
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Wo die ALPENROSEN blüh´n,
Mein letzter Blick sei geweiht,
Wo in Rot die Felsen glüh´n
Werd´ ich ruh´n in Ewigkeit
                        Die sechste und letzte Strophe nach >

ALPENROSEN
Nun steht die Alpe wieder
In heller Rosenglut
Es schäumt in roten Strömen
Ihr blühendes Frühlingsblut.

Nun schwanken Falter wieder
Auf flammenden Büschen dahin.
Indessen helle Wolken
Hoch hoch in´s Weite zieh´n.Von hoher Alp gegangen

Tritt´st du mit Rosen ein,
Es ruht auf deinen Wangen
Der Röte Widerschein.
Peter Steinlieb Quelle: Foto Ausstellung Gottfried Brandstätter  Hirschwang Rax, 17.10.92

BERGWACHT
Ein stilles Berglicht senkt sich in der stillen Nacht,
Die Hütten liegen tief im Schlaf versunken,
Ein Quell rauscht vor Sang und Sehnsucht trunken
Und auf dem Grat zieh´n Sterne ihre hohe Wacht.
Im dunklen Sarg der Berge ruht ein Traum,

Die Gemsen hüten feierlich den Schrein,
Kein fremder Blick dringt in die Trauer ein,
Gelöst von jeder Zeit und jedem Raum.
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Dann mag es sein, daß jenes Licht der Höh´n
Als ferner Schein sich bergwärts nieder senkt
Und eines großen hehren Toten scheu gedenkt
Im berggeprüften Glauben an ein Aufersteh´n.
Quelle: Das Buch ”Das Anlitz der Berge” von G. J. Poitschach

Alle Wege führen zu GOTT,
Seiner führte über die Berge.
Bescheiden war sein Wesen
Doch alles Große und Edle
Ist von einfacher Art.
                   Ein letztes Berg Heil >
  Mit dem Vortrag des Gedichtes Der Wunderdokter hat Hans Unterweger vulgo Leitenbauer die Gipfellesung am Gipfel des > 2375m in den Wölzer Tauern im Jahre 1983, entscheidend mitgestaltet.
DER WUNDERDOKTOR  >
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01.05.87: Freitag auf Schöder - Günster Wasserfall - > -
Rupprechtseck Sonne Sterne Frostbiwak am Gipfel.
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RUPPRECHTSECK 2591m  >
RUPPRECHTSECKGIPFELKREUZ BILD: 13 SONNENUNTERGANG AM RUPPRECHT BILD: 14 
  Kreuz Aufschrift Mai 1976 G. Tuckner Berg Heil GIPFELBUCH Gestiftet von der Bergwacht St. Lamprecht, 3.12.82  Auf Besichtigung für eine unserer Sendungen Wanderbare Steiermark Etrachsee die beiden ORF Wanderer Willi Senft und Günther Frischenschlager mit Hilde Senft und Barbara Frischenschlager. 02.09.84.

GOTT nimmt uns die Last

Des Lebens nicht ab,
Aber er gibt uns die Kraft
Sie zu tragen.
Cornelia Tockner Allerheiligen, 11.11.86

Leise, leise, LOB dem Leisen!

Alles Laute will beweisen
Alles Leise will versöhnen
Mit dem Gutem und dem Schönen.
Gipfelnacht > 1.-2.05.87
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NACHTGEDANKEN AM RUPPRECHTSECKGIPFEL
  Der durch die Schneeschmelze stark gewachsene Günster - Wasserfall, gab mir den eindrucksvollen Auftakt der Wanderung.
GLÜCKLICH brause ich zu Tal
Und grüße euch viel tausend mal.
Mamortafel am Wasserfallweg
  Obwohl teilweise die Marschmusik des ersten Mai Weckrufes der Blaskapelle Schöder zu hören war, kam ich wegen meiner schlechten körperlichen Verfassung nur langsam weiter. Alle Erlebnisse bei einer Bergzufahrt, in meinem Fall das Zusammentreffen mit dreißig Pilger meines Heimatortes, auf der Straße vor Oberwölz, ergeben den Gesamteindruck des Bergerlebnisses. Oberzeiring wurde einst von der Pest verschont und seitdem existiert dieser alte Brauch der Bußwalfahrt nach Schöder. Allerdings unternimmt der überwiegende Teil der Pilger heute bereits eine Bus - Wallfahrt, eine Zeiterscheinung gleich der Wandlung der volkstümlichen- zur volksdümmlichen Musik.
  Die Bäume sind die wahren Helden der Berge, sie trotzen den Naturgewalten und fechten einen heroischen aber aussichtslosen Kampf gegen die Luftvergiftung der Menschen. Sie halten stand bei Unwettern, schützen die Menschen vor Lawinen und Muren. Ihre Wurzeln klammern sich um Felsen, dringen in die Ritzen spalten ihn oftmals und ziehen im Boden ein hartes Netzwerk. Bäume im Hochgebirge sind ein besonderer Segen! Wo Wald ist, ist auch Wasser - ohne Bäume verödet jede Gegend.

  Nun in der Nacht sind meine Aufstiegsgedanken wiedergekehrt, wenn die Bäume Bärte aus Flechten tragen lichtet sich allmählich der Wald. Als Kind klebte ich mir diese Bärte mit Pech an das Kinn und unter die Nase, um erwachsen auszusehen. Einzelne Baumveteranen stehen noch oberhalb ihrer Wachstumsgrenze, sie sind zerrupft, zerzaust, verknorrt, verknüppelt, vernarbt und verwittert, unverdrossen und tapfer ringen sie um jeden Zentimeter des steinigen und kargen Bodens.

  Ist der Mensch wirklich die Krone der Schöpfung, oder ist er ein mißglücktes Experiment der Natur? Diese Frage wird man sich als mündiger Selbstkritiker, bei Lebewesen die ihren eigenen Lebensraum zerstören, immer wieder stellen.
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  Wenn ich nach dem Begehen eines Höhenrückens, dem Wald entsteige und die Krummholzzone überwunden habe, umfängt mich immer ein grenzenloses Gefühl der Freiheit. Bei Schönwetter, nach einem mühevollen Aufstieg auf einem Höhenzug mit all seinen Tief- und Weitblicken zu wandern, ist ein ständiger Höhepunkt der Freude. Immer sieht man dabei die einzelnen Zielpunkte in Form der nächst höheren Bergerhebung zum greifen nahe und zum gehen noch weit entfernt, mehr und mehr bekannte Berggestalten entsteigen dem Horizont, so eine Wanderung könnte bis hin zur Ewigkeit führen.
02.05.87: Samstag weiter Haarlocken Dachleiteck 2463m - Günsterscharte 2174m - Sauofenspitze 2415m - Schimpelgrat ab Oberes Katschbachtal Sonne
BLICK VOM HAARLOCKEN auf´s Rupprechtseck  BILD: 15
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SCHIESSECK 2275m Wölzer Tauern 3. Wander Gipfel Buch Station 18.07.87-16.08.87 GRIMMINGTOR> 
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JAUSENGRUBENANHÖHE 4. Wander Gipfel Buch Station 19.08.87 - 26.10.87 und 12.08.92 - 15.08.92 GRIMMINGTOR>
  • 19.08.87: Mittwoch auf  Espang, ein Unwetter ist ein grandioses Naturschauspiel, das Wurzelwerk einer vom Sturm entwurzelnden großen Fichte gab mir bei dem Gewitter ein schützendes Dach. Wander Gipfel Buch Hinterlegung Jausengrubenbiwak. 20.08.87: Donnerstag auf Unterer Weißrinnspitz - Besteigungsversuch von Osten, Abbruch der Besteigung des zum bergseitigen Vorgipfel führenden Risses 20m unterhalb der Kante, dann im losen Steingeschiebe zur Scharte zwischen Unteren- und Oberen Weißrinnspitz ab Weißrinnenverlängerung und Unterer Weißrinnspitz - Südwandauslauf - Abseilung Jausengrubenbiwak.
    21.08.87: Freitag auf Über den Jausengruben - Schuttkegel in die Zinnoberrinne, dann links über Schrofen zur Scharten und am Gratweg zum Grimming. Transport des Kaiser - Gipfelkreuzes zur Abwurfstelle oberes Zinnoberrinnenende Obersteiner - Biwakschachtel
  • 22.08.87: Samstag ab Zinnoberwandrinne bei Steinschlagsalven mit dem Kaisergipfelkreuz, Sternenbiwak Jausengruben.
  • 23.08.87: Sonntag KaisergIpfelkreuz- Zwischenlagerung auf der Jausengrubenanhöhe Süd ab Espang Sonne
Wander Gipfel Buch Jausengrube Grimmingtor
Unser GLÜCK finden wir nur unterwegs am Wege
                    Am Ende ist zu spät, die Wanderung ist dann aus. >
  • 04.09.87 Birgit und Josef Arenz, im zweiten Versuch gelang uns heute der Aufstieg zum ersehnten Ziel - dem sagenumwobenen Grimmingtor!
  • 19.09.87 Dr. Heinz Becnar, Wolf - Dieter Becnar, Ingeburg Becnar, Öblarn.
  • 02.10.87 Adi Kolb Stainach
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AUFSTIEG UND ABSTIEG MIT EINEM GIPFELKREUZ
  Der Weg zur Ewigkeit ist nicht meßbar, ich war ihr dreimal ganz nahe: Das erste mal, im Abseilvorgang des Unteren - Weißrinnspitz - Wandauslaufes durch eine mangelhafte Seilbefestigung, das zweite mal beim Kreuztransport in der Zinnoberrinne durch Steinschlagsalven, das dritte mal im Hamburgerkamin des Unteren Weißrinnspitzes durch einen Absturz.  Nur einmal kann man das Leben verlieren, als Geschenk kann man es mehrmals empfinden, so eine scheinbare Wiedergeburt ergibt Denkanstöße zu einer Lebensbilanz.
TROJANIGIPFELKREUZ BILD: 3.1.2;  BILD: 7 / 8  BILD: 17; BILD: 61.2
DAS Wander Gipfel Buch BEIM KAISERKREUZZWISCHENLAGER auf der Jausengrubenanhöhe Grimming Süd BILD: 18
Wander Gipfel Buch HINTERLEGUNG KRIPPELBERG >
BILD: 19 DAS GRIMMING KAISERKREUZ AM KRIPPELBERG BILD: 20 
  Mein erster Wegabschnitt im Aufstieg mit einem Kreuz fand am Gipfel des Trojani seinen Abschluß,  mein zweiter Wegabschnitt -im Abstieg mit einem Kreuz, sollte mich zum Krippelberg hinführen. Wache ich oder träume ich? War die Frage, als ich bei meinem Freilager in der Jausengrube Rufe hörte. Es war kein Traum, es war ein Einsatz der Bergrettung. Beim Abstieg durch die Zinnoberrinne war im untersten Teil die Nacht angebrochen und ich hatte bei der Kreuztrümmersuche gedankenlos die Kopfleuchte eingesetzt. Die dadurch enstandenen Lichtsignale hatten die Teilnehmer einer Maibaumumschneiden- Tanzveranstaltung in Deamlarn gesehen und als alpines Notsignal ausgelegt.
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UNTERER WEISSRINNSPITZ nördlicher Vorgipfel 5. Wander Gipfel Buch Station 26.10.87-12.06.88 
25.10.87: Sonntag, auf Espang Jausengrubenbiwak mit Traum.
26.10.87: Montag, Nationalfeiertag auf mit Wander Gipfel Buch Unterer Weißrinnspitz - Vorgipfel Regen ab Jausengrube Espang.

Ein Blatt
PAPIER kann älter werden,
Als alle Menschen  hier auf  Erden,
Alles was du schreib`st in deinem Leben
                     Wird später von dir  Zeugnis geben. >
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DER JAUSENGRUBENTRAUM (Bearbeitung 20.02.2008)
  Es begann zu regnen und es war schon finster als ich in der Jausengrube ankam. Meine Suche nach einer trockenen Stelle war erfolgreich, ich kroch in ein enges Loch unter einen großen Felsblock - und zu meiner Überraschung kam ich zu einer mannshohe Erweiterung, die ein vorzügliches Schlafgemach abgab. Draußen prasselt monoton der Regen und bald wandle ich, im wahren Sinne des Wortes, "auf dem Weg in das Land der Träume". Immer stärker ist mein Empfinden nicht mehr allein zu sein, jedes Geräusch ist verstummt, eine lähmende, unheimliche Finsternis und Todesstille umfängt mich, ich liege scheintot auf dem Tisch, dort wo man die Verblichenen zur letzten Ruhe zurechtmacht, in der Totenkammer des Friedhofes. In dieser Kammer liegt niemand freiwillig, sie ist ein aus vielen Legenden bekannter Ort und gleichzeitig auch der Rückzugs- und Arbeitsraum des Totengräber, sowie die Aufbahrungsstätte anhangloser armer Leute.     
  
Auch ein Totengräber ist ein Mensch mit all seinen Schwächen und Begierden, dem eine gewisse irdische Schlichtheit anhaftet, er kann ja nicht mit jedem Toten mitsterben und ist wegen der Ausübung dieses  Broterwerbes, auch nicht nicht von reichen Gütern gesegnet. Die meisten der hier Aufgebahrten waren ohnehin schmucklos und ohne Zahngold, doch einer sollte einmal auf seinen angeschwollenen  Finger  einen Ring  getragen haben! Zum Schrecken des Totengräber, erwachte der Scheintote  beim abschneiden des Fingers.
  In meiner Kinderzeit wurden an langen Winterabenden, in der warmen Stube solche und ähnliche Geschichten mit einem sehr fragwürdigen Hintergrund erzählt. Wir Kinder spitzten dabei immer die Ohren, obwohl wir nicht immer alles ganz mitbekommen haben und sich der Erzähler nicht fortwährend durch lästige Fragen stören ließ. Nach solchen Erzählungen hatte ich immer Angst von diesem oft absurden Berichten im Schlaf verfolgt zu werden. Doch immer wenn ich davor Angst hatte träumte ich nicht davon, und immer dann und unverhofft, wenn ich nicht daran dachte quälten mich die Träume.
  Damals bin ich einmal des nachts aus dem  Haus geschlichen um im Friedhof die Totenkammer zu ergründen, gleichzeitig  war es ja auch eine Mutprobe zur  Beruhigung meiner Angstträume. Die Türe war allerdings verschlossen so nahm ich mir vor ich mit der Hilfe der Taschenlampe einen Blick durch die Fensternische in das Innere zu ergattern.
Ein Geschrei versetzte mich schier in Todesschrecken, dabei waren es doch nur die Hälse von sechs jungen Vögeln die aufgescheucht von ihrer Nachruhe aus dem Nest heraus ragten und ihren Unmut bekundeten.
  Ein Empfinden von etwas Unnatürlichen beginnt, nun liege ich gelähmt im engen Sarg sonderbar, wie noch nie in meinem Leben, ist mir zumute und der Atem setzt aus. Etwas Unbekanntes ist hinter mir, ich bin wie erstarrt gleichzeitig aber auch tief berührt von dem Zauber der Erscheinung. Ich fühle regelrecht die von hinten auf mich gerichteten Blicke und habe eine Vision einer außersinnlicher Wahrnehmung in einer ganz ausgeprägten Deutlichkeit.
Es ist der verblichene Carl Hermann als Kentaur,
doch anstatt des Pferdes steckt sein Oberkörper in einem Gämsenrumpf. Eine beruhigende und wärmende Strömung erfaßt mich und fließt langsam in mich hinein. Ich fühle wie mein Körper und mein Geist allmählich von Schmerzen und Ängsten  befreit wird. Ruhe und Friede breitet sich in mir aus und aus diesem gelösten Schwebezustand des Tiefschlafes erwache ich beim Morgengrauen.
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Die Gemsengeiss 25.10.87, Sonntag (Bearbeitung 20.02.2008)
 Nach meinem Erwachen notierte ich sofort den Traum, der sich noch außergewöhnlich scharf in meiner Erinnerung aufzeichnete. Nun betrachtete ich mein Nachtquartier etwas näher, am Boden sah ich Tierknochen aber auch Gemsenlosung liegen. Vielleicht ist hier ein Gemsensterbeplatz war mein erster Gedanke, doch je mehr ich darüber nachdachte - kam mir auch eine zweite Möglichkeit in den Sinn. Bergseitig ist nämlich ein zweiter großer trichterförmiger Höhleausgang, bei Lawinen werden auch Gämsen mitgerissen und einige davon könnten hier gelandet sein.
  Bei und nach meinen Freinächten im Gebirge entstand schon mehrmals ein vertraulicher Naheverhältnis zur Tierwelt. Scheinbar wird man von der Fauna nicht mehr gänzlich als Eindringling betrachtet und teilweise sogar akzeptiert. Manchmal ist es schon vorgekommen dass, mir ein pirschender Jäger meinen schönen Anblick des Wildes unterbrochen hat. Das waren aber die wenigen Ausnahmen welche die Regel nicht bestätigen, denn sonst ist es immer umgekehrt.
In dieser Zeit war ich sehr viel im Gebiet der Jausengrube unterwegs, bei diesen Wanderungen beobachtete ich mehrmals eine Gämsengeiß - Einzelgängerin und instinktiv fühlte ich es, daß sie auch diesmal in der Nähe war. Nur durch eine etwas geringere Ausladung des Hornes und einen schwächerer Körperbau unterscheidet sich die Gämsengeiß vom Gämsenbock.
  Diese Ahnung bereitete mir Freude und vor lauter Freude begann ich meinen musikalischen Morgengruß. Es ist nicht wahr dass, Wohlklänge der Musik das Wild vertreibt. Ein alter Öblarner erzählte mir: "Nachdem mich ein Jäger scharf zur Rede gestellt hat habe ich in meiner ersten Wut gleich mein Flügelhorn am Fels kaputt geschlagen". Auch mein seliger Freund > hatte als Almhalter am Hochschwung stets das Flügelhorn dabei und weder Wild noch Nutztiere flüchteten von seinen Weisen. Wenn auch das Echo unerbitterlich alle Fehler widergibt, ist Natur und Musik immer eine zweifache Bereicherung.
Da stand sie nun in angemeßener Enfernung von mir, im Dämmerschein des beginnenden Tages auf der Anhöhe der Jausengrube äsend. Sie visietierte mich längere Zeit neugierig - ganz geheuer dürfte ich ihr aber nicht vorgekommen sein. Sie zorg sich auf einen weiter entfernten Standplatz zurück um mein weiteres Tun, aus sicherer Distanz weiter beobachten zu können. Als sie dann genug von mir hatte
verschwand sie ganz gemächlich in die Richtung der "Unteren Weißrinnspitz" - Ostwand.
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  Zweimal hatte ich von der Jausengrube aus die Besteigung dieser Spitze, erfolglos versucht. In dem Ostwandriß zum Vorgipfel bin ich im kritischen Teil umgekehrt und kletterte im brüchigen Gestein zur Scharte zwischen dem Obereren- und Unteren Weißrinnspitz. Die Steilstelle zwischen der Scharte und dem Vorgipfel war und ist für mich alpintechnisch unüberwindlich.
Heute wollte ich dem Gipfel auf der Westseite durch die verlängerten Weißrinne beikommen. Diese Rinne war leicht besteigbar und über eine Schlüsselstelle in Form eines Felsbandes unterhalb der Scharte kommt man seillos auf den Vorgipfel. Dunkle Gewitterwolken waren am Horizont aufgezogen als ich nach der Überwindung der senkrechten Wand kurz vor dem Gipfel stand und leichtsinnigerweise meine seilfreie Leistungsgrenze überschritten hatte.
EMPORKÖMMLINGE haben beim Abstieg Probleme
  Im Geiste sah ich mich zerschmettert auf dem Vorgipfel liegen und meine Knie begannen vor Angst zu zittern. Was ich nun dringend benötigte war Ruhe und Ausgeglichenheit und gegenüber dem Tod eine andere innere Einstellung.
Ein Tod durch Leichtsinn und Fehler ist weder SCHICKSAL noch Bestimmung.
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  Da kam mir mein Traum in den Sinn und der bloße Gedanke daran beruhigte mein aufgewühltes Gemüt, so konnte ich diese kritische Stelle beherrscht und kühl abwägend meistern. Wieder am Vorgipfel angelangt, bekam ich voll den nassen Umschlag des Gewitters zu spüren, trotzdem ließ ich es mir nicht nehmen hier das Wander Gipfel Buch für die Überwinterung gründlich vorzuzubereiten und danach zu hinterlegen.
Sich immer der SICHERHEIT zu unterordnen ist das wichtigste Bergsteigergesetz.
  Um eine bittere Erfahrung reicher war ich trotz des anhaltenden Regens froh, daß mich der Untere Weißrinnspitz so gnädig entlassen hatte. Eine Wetterbesserung war nicht abzusehen, deshalb stieg ich dann später nach dem Aufsuchen der Stätte meines Traumgeschehen, von der Jausengrubenanhöhe nach Espang ab.
31.12.87 - 01.01.88: auf Jausengrube, Kreuzbergungsversuch; «Die Einzelteile des Kreuzes waren damals mit dem Wander Gipfel Buch Duplikat eingeschneit und zusätzlich von Lawinen verschüttet.» Sonne Gemsenhöhlenbiwak gegenüber vom Unteren Weißrinnspitz am Grimming Südgrat, ein guter Rutsch im neuen Jahr sorgte für den Abschied vom Berg.06.04.88: auf ab Deamlern- Weißrinne- Unterer Weißrinnspitz - Vorgipfel
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FRIEDRICH STEINBERGER†- > 1918 - 04.03.1988 ABSCHIED WEISSRINNSPITZ
Wenn wir Dir auch die Ruhe gönnen,
Ist voll Trauer unser Herz.
Doch leiden sehen und nicht helfen können
Das war unser größter Schmerz

  Friedrich Steinberger, der Bruder meiner Mutter wurde in Kappel im Krappfeld in Kärnten geboren und wohnte in seinem Eigenheim in Klagenfurth. In den letzten zehn Jahren fanden wir an den verschiedensten Orten immer wieder einen Weg zueinander um uns zu sehen, es war mehr als Freundschaft was uns verband. Menschliche Qualität, Humor, Gerechtigkeit- und Familiensinn, sowie ein starker Glaube an das Gute, aber auch gezielte politische Kritik und ein Zitatenschatz waren die Bestandteile seines  Lebenselixieres Von ihm stammt die Kriegserzählung: Er erschoß ihn nicht in seiner Not Wanderer JG 8.91
Du hörst ihn nicht den letzten Zapfenstreich, nun steht dein Atem still, dein Herz es schweigt, die Augen sind starr, die Glieder ruh`n im Schrein, aber deine Seele trinkt.
Vor keinem Großen sich beugend,
Zu den Kleinen sich neigend,
Vertraut im Leide,
Ferne dem Neide,
Im denken klar,
Im reden wahr.
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Ein Greis im Schauen,
Ein Kind im Trauen,
Ein Herr beim eigenen Verlangen,
Ein Diener der Schwachen und Bangen,
Ein Mann auf allen Kampfesstätten,
Ein Geistlicher mit wahren Gebeten.
Im Herzen bleibt es eingegraben,
Wofür Lippen keine Worte haben.
Er ruhe in Frieden >

Alt wird man auch ohne GRUNDSÄTZE,
Versäumtes kann man nicht nachholen,
Nur zu Lebzeiten sind Vorhaben verwirklichbar.
STEINBERGER> Kaumberg, 26.04.86

Wenn du einen FREUND hast

So laß auf dem Weg zu ihm
Und über ihm kein Gras wachsen.
STEINBERGER> Schreibersdorf, 10.04.87

WAS IST DAS PARLAMENT?
  Ein Haus mit vielen Armleuchtern und wenig Erleuchtung oder eine Vogelversammlung bei der die Krähen den Dohlen weismachen wie schwarz die Raben sind, ohne dabei rot zu werden. Am Rednerpult zwitschern die Rotkehlchen, die Schwarzdrosseln, die Blaumeisen und die Grünspechte, nur beim Pateienprivilegienabbau und der Wahlfinanzierung werden alle zu Tauben. F. Steinberger Wien, 23.04.87
Fröhlichkeit, Lautersein und HUMOR
Ist keine Frucht des Geistes,
Sondern eine Bildung des Herzens.
STEINBERGER> 23.04.87
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  12.04.88: auf Espang Jausengrube, eine Kreuzbergung war nicht möglich denn die Jausengrube war mit Lawinenschnee nicht nur voll sondern bereits übergelaufen. Abbruch der westseitigen Besteigung der Unteren Weißrinnspitze wegen Neuschnee. ab Espang.
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UNTERER WEISSRINNSPITZ  >
Das erste Gipfelbuch wurde im Jahre 1934 von Öblarner Bergsteigern hinterlegt,
wegen seines schlechten Zustandes wurde es 1970 erneuert.


Es kommen und gehen die Menschen

Aber ewig stehen die BERGE.

FELSKASKADEN beim Blick nach unten
Hoch oben ragt der Schartenspitz,
Wahrhaftig Schönes habe ich gefunden
  Auf diesen kühnen Adlersitz Helmut Adam
  auf Hamburgerkamin, Gipfelbuch Hinterlegung im Auftrag des ÖAV Sektion Stainach durch: Egon Sternad, Herwig und Helmut Adam ÖBRD Pürgg, 11.7.70  Zur Erinnerung, an unsere bereits legendär gewordene Gipfelbuchhinterlegung vor fast einem Jahr, die aus gewissen Gründen die Kletterer kamen weit später als vereinbart zurück und man hatte bereits Schlimmes befürchtet einiges Aufsehen erregt hat. auf ab Hamburgerkamin: Egon Sternad, Herwig Adam ÖAV ÖBRD, 26.06.71
auf Hamburgerkamin ab Nordflanke: Heli Zefferer ÖAV HG Gröbming, Hans Gruber ÖAV HG ÖBRD, 21.09.71
auf ab Hamburgerkamin: Hans Zeman, Peter Krainz, R. Kraxner, 30.07.80
auf NO Wand: Erich Traumuger, Franz Gemayer HG, 18.08.81
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  11.06.88: Freitag auf Deamlern- Weißrinne- Unterer Weißrinnspitz ab Sonne Weißrinnbiwak. Mein Vorhaben war, gleich wie am Schrein, dem Wander Gipfel Buch eine ständige Heimstätte zu geben, doch auch am Weißrinnspitz war bereits ein Gipfelbuch. Vom Weißrinnspitz aus war die Jausengrubenanhöhe bereits ohne Schnee zu sehen, die Zeit für das letzte Teilstück der Talfahrt des alten Grimming - Kaisergipfelkreuzes war reif geworden.
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Oh MENSCHENHERZ was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborener,
Kaum gegrüßt verlorener,
                     Unwiederbringlicher Augenblick NIKOLAUS LENAU>
12.06.88: Samstag ab mit dem Wander Gipfel Buch Deamlern Sonne.

KRIPPELBERG 351m bei Schattendorf in Burgenland 6. Wander Gipfel Buch Station 13.06.88-13.08.88 >
13.06.88: Wander Gipfel Buch Hinterlegung:  Stefan Schefberger, Josef und Maria Trimmel, Anna Bernhardt
7.-8.07.88: Aufstellung des alten Grimming - Kaisergipfelkreuzes mit Josef Schefberger-> >
Kreuz Tafelinschrift und Legende
01.03.1903:  Angefertigt von Rudolf Wolf aus Untergrimming.
  Es wurde zum 55. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef von den Bürgern der steirischen Gemeinden Pürgg und Neuhaus, am Grimminggipfel in 2351m Höhe aufgestellt, unter ihnen war auch Herr Adam, der Vater des Mannes, der diese Informationen den Kreuzaufstellern gab.
05.09.1954:  Es mußte das alte Kreuz einem neuen weichen und wurde in einer Felsspalte abgelegt wo es 31 Jahre später gefunden und geborgen wurde.
03.08.1985:  Gefunden von Bruno Mayer und Stefan Schefberger am Grimminggipfel, Bruno Mayer hat es verkleinert wieder hergestellt und im Juli 1988 von der Steiermark in das Burgenland gebracht, als verbindendes Glied dieser zwei Bundesländer, hier am Krippelberg aufgestellt und am 13.08.1988 geweiht.
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Zufälle
  Der Tag der Kreuzeinweihung war der 186 Geburtstag von LENAU> 13.08.1802-22.08.1950, dem die Feierstunde
gewidmet wurde. Die Höhendifferenz zwischen dem Grimming 2361m, und dem Krippelberg 361m, beträgt genau tausend Höhenmeter.


GRIMMING BERGHELDENGEDENKEN
06.05.1900: Alpine Sonderleistung, Pfandl besteigt mit einem Bein mit Maischberger durch die nördliche Schneegrube den Grimminggipfel.
Oktober 1944: Hanni Krenn, Pürgg hatte vor der Einberufung als Luftwaffenhelferin den Grimming bestiegen und ist seither verschollen.
20.06.1948:  Bergführer Reesch und Bergretter Mayer verunglückten bei einem Bergrettungseinsatz am Grimming tödlich.
19.09.1965: Schartenspitze- Gipfelkreuzaufsteller Jürgen Ewers tödlich abgestürzt und seine Braut, Trude Umshaus erfroren.
Die Öblarner Dichterin Paula Grogger wurde mit ihrem Roman Grimmingtor bekannt.

KRIPPELBERG>
  Nach getaner Arbeit im Weingarten eine kurze besinnliche Rast am Krippelbergkreuz. Maria und Wilhelm Grasl, 11.07.88
13.08.88: um 11:00. Gipfellesung mit dem WANDERER, der Öblarner Bergmusik > im Gedenken an Nikolaus Lenau, Kreuzweihe durch den Pfarrer von Schattendorf. Abgang mit dem Wander Gipfel Buch
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AN DEN TOD
Wenn`s mir einst im Herzen modert,
Wenn der Dichtkunst kühne Flammen
Und der Liebe Brand verlodert,
Tod dann brich den Leib zusammen!

Brich ihn schnell, nicht langsam wühle;

Deinen Sänger laß entschweben,
Düngen nicht das Feld vom leben
                     Mit der Asche der Gefühle. LENAU>

            DAS KRIPPELBERGLIED
        Bei Tage und in mancher Nacht
        Vergaß ich meine Sorgen,
Da hab´ ich stets daran gedacht
Bis in den frühen Morgen
|:    Vom Grimming her im neuen Glanz
    Das Kreuz vom Kaiser Franz.

So manches fiel mir wieder ein
Was ich schon längst vergessen.
Bei manchem Glase alten Wein
Bin ich so gern gesessen.
|:    Vom Grimming her im neuen Glanz
    Das Kreuz vom Kaiser Franz.

Am Krippelberg im Burgenland

Hab ich das Glück gefunden.
Und wer auf seinem Gipfel stand
Verbrachte schöne Stunden.
|:    Vom Grimming her im neuen Glanz
    Das Kreuz vom Kaiser Franz.
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Am Krippelberg im Burgenland.
Das Kreuz über den Rieden
Schützend hält es seine Hand
Für Freiheit und für Frieden
|:    Vom Grimming her im neuen Glanz
                                  Das Kreuz vom Kaiser Franz. Jodler >

  Ich habe heute eine Radtour von Wiener Neudorf nach Schattendorf zum Krippelbergkreuz 58km in 2,5Std unternommen, um die möglicherweise später rostenden Schrauben an der Kupfertafel mit der Kreuzlegende, auszutauschen. Wegen Gewitterregen Übernachtung in Schattendorf. Stefan Schefberger, 25.08.88
  16.10.88: Dankwanderung mit dem Modell des Gipfelbuch - Behälters. In den Weingärten ist Lesezeit, die Schatten der Nacht dehnen sich, der Umlauf nach dem ewigen Gesetz nach dem wir angetreten sind und abberufen werden. >
  26.02.89: Montage des Gipfelbuch - Behälters, Stefan Schefberger, Bruno Mayer Rundgang um den Krippelberg und Rast beim Krippelkreuz Fam. Trimmel Johann, Fam. Trimmel Josef mit Verenz, Fam. Bernhardt Rudolf, 16.04.89 / Friederike und Stefan Schefberger, 19.04.89 /.Stefan Schefberger, >, 22.04.89 / Wieder eine kurze Rast beim "Krippelkreuz", ein Dankeschön für diesen schönen Platz, Maria und Wilhelm Grasl, 26.06.89 / 16.04.89 Stefan Schefberger, >, 25.11.89 / Josef Grafl uns sein Enkerl Markus Hausmann, 24.02.90 / >, 24.02.90.

GOTT gibt uns die Nüsse, knacken müssen wir sie selber GOETHE>

Vorbei die karge Winterzeit

Der Frühling zieht ins Land,
Die Reben Schneider sind bereit,
                                                    Man schneidet mit flinker Hand. > 24.02.90
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Die Reben stehen voll in Saft

Ein Lüftchen streicht darüber,
In den Trauben reift die Kraft
Vor`m Kreuz gleich gegenüber.

Von früh`ren Tagen träum ich hier,

Im Walde krächzt ein Rabe
Und Sehnsucht brennt in mir.
Was ich versäumt wohl habe?

Fremd ist mir mein Heimatort

Die Erinnerung läßt ersteh´n,
Bin Dreißig Jahre doch schon fort,
                                                         Wie`s früher war - so schön. > 11.08.90 08:00
 
Viele Menschen auf der Welt
Streben nur nach Ruhm und Geld,
Haben sie beides dann erworben,
Bald sind sie davon verdorben.
Ruhm und Geld sind wie Blumen im Spiegel und Sterne im Wasser.
Auf dem Weg zum Geschriebenstein 15.09.90 12:00 >
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GROSSER KNALLSTEIN 2599m
DAS Wander Gipfel Buch AM KNALLSTEINGIPFEL BILD: 21
7. Wander Gipfel Buch Station 11.02.89-12.08.89 Schladminger Tauern
  Sehr lohnendes und empfehlenswertes Ziel, im Spätwinter und Frühjahr beliebtes Skiziel. Hervorragend schöne Nahblicke zum Tauern - Hauptkamm. Führer Niedere Tauern von >, 4. Auflage, 82 Im Jahre 1985 mit dem Karl Reiterer Berggedenken am Poesieberg Grimming, bekam ich von Herrn Johann Putz aus St. Martin am Grimming, Aufzeichnungen von Gipfelsprüchen aus dem Gipfelbuch des Großen Knallstein´s, es war meine erste Bekanntschaft mit diesen Berg.
  Kleiner Knallstein - Karlspitz, selten besuchte Gipfel. Vom Großen Knallstein am Verbindungsgrat über Steigspuren erreichbar. Abstiegsmöglichkeit zur Strickeralm und ins Sölktal. Führer Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 82
11.10.86: auf Großsölk- Schwelling- Ellmeck- Ochsenkopf- Zinken- Speiereck- KARLSPITZE 2212m, altes Holzgipfelkreuz Biwak bewölkt Biwak
Suche in der Weite der Berge, die Nähe zu Gott. Alfred Winter, 12.07.85

Die
SONNE blitzt mit hellem  Schein,

So freundlich  in die  Welt  hinein.
                              Mach es ebenso, sei heiter und froh. >, 11.10.86

Hoch auf den BERGEN da ist meine Welt,

Wo es mir auf Erden am besten gefällt,
Da duften die Kräuter, es murmelt der Quell,
                                        Da singen die Vögel so lieblich und hell. Schlager Halter Koch, 15.08.85
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12.10.86: weiter Schusterstuhl- Kleiner Knallstein-.GROSSER KNALLSTEIN- weiter Seekarlspitze- Mittereck- Schönkarlspitze- Schimpelspitze Sonne
  11.02.89: Samstag auf St. Nikolai auf den 791 Weg, 16:00 Wander Gipfel Buch Aufstellung am Ostgipfel  Abfahrt Lärchenboden Biwak Abfahrt St. Nikolai.
  16.02.89: Donnerstag auf St. Nikolai, mein Vorhaben zum Lärchboden aufzusteigen scheiterte, ich verirrte mich und kam in das unwegsame Gelände des Steinrinneck Schneetreiben  Biwak.
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  17.02.89: Freitag ab und auf  Durch den Abstieg aus dem unwegsamen Terrain und einer langen Schräghangwanderung korrigierte ich meinen Irrtum und mein Ziel die Besteigung des Knallsteingipfel wurde wieder realistisch. Die Begegnung mit der Morgensonne erlebte ich beim Überschreiten der Ahornseefläche. Vom Weißensee aus wurde die Besteigung mit dem Sturmgepäck durchgeführt. Am Gipfel waren zehn Minuten lang sechs Mann zu sehen: auf ab Tuchmoaralm: Kurt Huber Liezen, Ludwig Treitler Lassing, Hansi Heinz- Rudolf Walcher -Stainach, Herbert Knaus- Hans Ringdorfer Gröbming.                                                                               
  17.02.89 > Hinterlegung des neuen Gipfelbuch - Innenbehälter, in der Abendsonne auf dem Ostgrat zum Wander Gipfel Buch Abfahrt Lärchenboden Biwak* Abfahrt St. ab Nikolai.
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Golden schimmern meine Berge
  Leuchten auf im Abendlicht,
Bis ich einst zu Asche werde
                                    Und der letzte Schimmer bricht. > Änderung  08.01
  18.03.89: Samstag auf St. Nikolai über dem Lärchenboden bis zum Weißensee Abfahrt St. Nikolai Schneetreiben
  25.03.89: Samstag auf St. Nikolai Lärchenboden Biwak
  26.03.89: Ostersonntag Aufstieg im Nebel, der Gipfel überragte die Hochnebeldecke und war wie der Hochgolling, die Hochwildstelle und der Dachstein vom Glanz der Sonne umflutet ab Mittel Heimfahrt Kaltenbachhütte- St. Nikola
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In den Tiefen der Gebirgswelt wird das Geheimnis unseres HERZEN ruh´n.
HÖLDERLIN>
  30.04.89: Sonntag auf Mößna Knallalm Schneebiwak
  01.05.89: Montag auf 30 cm Neuschnee, Gamsschöß, zeitweise hörte ich den in der Steiermark am ersten Mai ortsüblichen Weckruf der Blasmusik ab Mößna Schlechtwetter
  04.05.89: Christihimmelfahrtstag auf Mößna- Knallalm- Steinkarlscharte- Nordhang Gipfelbiwak 05.05.89: weiter Wander Gipfel Buch OSTGIPFEL
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Hier in der Runde und in der Ferne sind meine BERGE ich habe sie gerne >
  ab Kleiner Knallstein- Niedereck- Mößna. Ein aufkommendes Gewitter zwang mich auf der Felsenschneide zwischen Niedereck und Ahrnspitze zur Knallalm abzusteigen Mittel
  25.05.89: auf Mößna- Spielbergalm- Scheiben- Badstubenspitze- Schönwetter- Steinkarlscharte Biwak .
  26.05.89: auf Steinkarlgrat Wander Gipfel Buch OSTGIPFEL ab Gamsschöß- Mößna.
  10.06.89:Samstag, auf Mößna- Oberkarbiwak.
  10.06.89: Sonntag, auf Ahrnspitze- Moditzen ab Mößna. Im Oberkar bin ich einem Jäger begegnet. Wohin gehst du? Fragte er. Über die Niedereck- Felsenschneide zum Knallstein. Sagte ich. Dort haben gerade die Gams frisch gesetzt. Sagte der Jäger. Bei meiner ersten Grimmingüberschreitung bin ich ein zufälliger Beobachter einer Gamskitzsetzung gewesen, deshalb hatte ich für dieses Ereignis Verständnis, ich änderte meine Zielrichtung und hatte trotzdem ein wunderschönes Bergerlebnis auf den nordöstlichen Vorbergen des Knallsteines.

Ragende Spitze im glitzernden
Weiß
Die mächtigen Gipfel runden den Kreis
Wuchtige Berge im blauen Gezelt
Einkehr zur Stille in dieser Welt
Josefa Frits NF Gratwein 05.08.89
  12.08.89: auf St. Nikolai auf den 791 Weg 11:00 Hölderlin Gedenklesung am Gipfel des GROSSEN KNALLSTEIN`S. Rudolf Bernhardt Schattendorf, Richard Edelbacher Weißenbach, Günther Fritsch Pöls, Karl Minhard Schwechat, Stefan Schefberger Wiener Neudorf, > ab mit dem Wander Gipfel Buch Gamsschöß- Knallalm- Hütteneinkehr- Mößna. Die Öblarner Bergmusik spielte auf der Knallalm, ihre Klänge waren aber auch am Gipfel zu hören. Stefan Schefberger stürzte auf der Nordseite ab  und  brach sich eine Zehe, trotzdem konnte er den Abstieg fortsetzen.
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  Die Markierung des in den Wanderkarten eingezeichnete Route Knallalm- Gamsschöß- Großer Knallstein wurde von den italjenischen und französischen Bergbesitzern: "Antonia Antonelli und Feltrinelli Carlo Fitzegrad" entfernt.
  30.12.89: Samstag auf St. Nikolai Lärchenboden, in dem schattenseitigen Grabenende war der Schnee mit Blätterkristallen in der Größe einer halben Hand bedeckt Biwak 1.12.89: Sonntag auf Großer Knallstein ab Lärchboden Sonne
Sich selbst bekämpfen ist der größte Krieg,
Sich selbst besiegen ist der schönste SIEG.
                    Biwak Jahreswechsel. 1.01.90: Montag ab St. Nikolai >
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                                 DAS KNALLSTEINLIED
                                 Ich sing so froh und munter
                                 Ob´s stürmt oder bei Sonnenschein
                                 Am Berg der Tausend Wunder
                                 Da wird ein jeder glücklich sein. Jodler

                           Wenn über`n See die Wolken flieh´n.

Die Quelle in den Gamsschöß springt
Am Steinkarl wo die Rosen blüh´n
Das Echo von der Felswand klingt.Jodler

Die Bächlein schimmern grün und weiß

Sie rauschen und sie schäumen,
Der Gipfel noch voll Schnee und Eis
              Lockt mich zu kühnen Träumen. Jodler >
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  24.07.91: Mittwoch Kleinsölk- Tuchmoaralm- auf Gamskar- Tuchmoarscharte- Mittereck- Seekarlscharte- Seekarlspitze Biwak am Verbindungsgrat zum Großen Knallstein Regennacht 25.07.91: Donnerstag ab Stierkar- Tuchmoaralm Schlechtwetter
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DAS BROCKENGESPENST UND DAS ELMSFEUER
  Es war ein ausgesprochenes Schlechtwetter mit mehreren Regengüssen, zwischen dem Mittereck und der Seekarlspitze kam kurz die untergehende Sonne vor einer Nebelwand zum Vorschein und ich sah das erste mal das Brockengespenst. Das ist eine geisterhafte Erscheinung die äußerst selten vorkommt und nach dem Namen des Herrn Brocken der sie das erste mal gesehen hat, benannt wurde. Dabei wird der Schatten des Betrachters von der Sonne in Riesengröße auf eine Nebelwand projekziert, wenn man sich bewegt, bewegt sich auch der Schatten, auf diese Weise hatte auch ich herausgefunden daß, das Gespenst mein eigener Schatten war.
  Bei meinem weiteren Weg am Höhengrat gab es ein arges Gewitter und es war bereits dunkel, da sah ich an den Metallrippen des Regenschirmes, den ich am Rucksack aufgespannt festgebunden hatte, das mir von der Marine her bekannte Elmsfeuer. Das ist ein Leuchten an Metallteilen, das bei gewissen atmosphärischen Entladungen auftritt, mein Ziel den Knallstein zu besteigen mußte ich aufgeben.

Diese zwei Naturerscheinungen bestärkten mich in meiner Überzeugung, daß man auch bei einem ausgesprochen schlechten Wetter, etwas außergewöhnlich Schönes erleben kann.
> 24.08.91: Samstag auf Tuchmoaralm- Stierkar- Großer Knallstein- Seekarlspitze- Seekarlscharte ab Tuchmoaralm Sonne
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GOTT beschütze uns vor Wetter und Wind
                                  Und Menschen die langweilig sind. Moosbrugger, 27.01.91

Herr du bist der Weg die WAHRHEIT und das Leben.

                     Dieser Weg ist das Ziel. >
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EIN TRAUM IM TRAUM
  Als ich munter wurde, standen noch die Sterne am Himmel, Friedrich war schon aufgestanden, sein Haar glänzte silbern im Mondlicht. Er stand vor der Hütte und sein Blick war himmelwärts gerichtet.
  Ich trat ihm entgegen, ein stillschweigendes Einverständnis, von dem hoffnungsvollem Ahnen des guten Gelingens unseres gemeinsamen Vorhabens umfing uns.
Wir machten uns auf den Weg und was wir fühlten ging aber erst später wirklich in Erfüllung. Zuerst führte mich mein Führer durch die tiefsten und schrecklichen Abgründe Antenoriens, dessen Spalten und Sümpfe vom Wehgeschrei der ewig Verdammten, durchdrungen waren. Plötzlich hörte ich eine Stimme: Nur keine Wellen schlagen. Ich erkannte den Sprecher der bis zur Mundhöhe in der Kloake steckte, der meinen Vorgänger in den Freitod getrieben hatte und der mich einst tyrannisierte.

  Wir gewannen bei einem schrägen Aufgang an der Innenwand eines Felsendomes langsam an Höhe und verließen durch ein unscheinbares Loch das Reich der Finsternis.

  Inzwischen dämmerte es und ein leichter Schimmer am östlichen Horizonte war die Ankündigung eines wunderschönen Bergtages. Bei der Wanderung zum Gipfel des Knallsteins schritten wir Seite an Seite und freuten uns über die vielen gemeinsam empfundenen Lieblichkeiten der Berglandschaft.
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  Als das Gipfelkreuz sichtbar wurde, sprach mein Führer zu mir: "Nun ist die Zeit gekommen, wo wir voneinander Abschied nehmen müssen, mein Weg führt mich wieder in Bahnen die dem Sterblichen versagt sind. Einen Teil deines Weges habe ich dir nun gezeigt, auch wenn dein künftiger Weg steinig und dornenreich sein wird und die Versuchung ihn zu verlassen groß sein wird, laß dich nie von ihm abbringen, wandle ihn von nun an allein weiter".
  Er reichte mir die Hand und war bald darauf meinem Blicke entschwunden. Ich sah zum nahen Kreuze, indes ein blasses Wölkchen hoch und immer höher stieg, bis es dann am Horizont flockengleich auffunkelte und erlosch.

  Ein Gamsbock floh, durch mich aufgescheucht im schnellen Lauf dem Gipfel zu und als er am Kreuz ankam, erglänzte es plötzlich golden durch die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne. Bald darauf stand auch ich am Gipfel und nach einer kurzen Morgenandacht der Erinnerung an Friedrich las ich im Gipfelbuch. >
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Träumt nicht euer Leben,
Erlebt was ihr träumt.
Wer träumt ist ein Gott,
                    Wer denkt ein Bettler. HÖLDERLIN>
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HYPERION REFLEKTIONEN
  Wenn ich zu meinem Berg ging durch die schlafenden Blumen und dann über mir die lieben Vögel, vom süßen Schlummer gesättigt, ihr Morgenlied sangen und das hohe göttliche Licht den gewohnten Pfad daherkam, lag wie ein himmlischer Nebel der Gipfel vor mir.
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  Heiße zitternde Wonne und Taumel und Toben war in all meinen Sinnen. Was wiegt alles, was die Menschen in Tausenden von Jahren schufen, gegen einen Augenblick der Liebe zur Schöpfung in der unberührten Gebirgswelt, wenn das wie ein Bergkristall verborgene Geheimnis des Herzens zu Tage tritt?

Oh ihr Armen, die ihr nichts fühlt und liebt von der menschliche BESTIMMUNG!
Oh ihr Armen, die ihr nichts glaubt und nicht ergriffen seid von der großen Schöpfung!
Oh ihr Armen, die ihr für nichts geboren wurdet um für nichts zu arbeiten um allmählich in nichts überzugehen.
Bedenkt doch, was ist den die ganze Weisheit von all den Schriften gegen die Allmacht des gegenwärtigen Einzigartigen?

  Aber wie kann ich denn dies beschreiben? In meinem Glauben, ich wäre am Parnaß angekommen, habe ich doch kaum einen Maulwurfhügel erklommen. Ich irrte oft, hoffte viel und tat sehr wenig, ich wanderte auf vielen Wegen um zu erkennen, daß die Zeiträume der unendlichen Hingabe kurz bemessen sind.

Doch dann muß es heraus, wie der entstehende Vulkan aus dem Meer, wenn ihn eine innere Feuersbrunst dazu treibt. >
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ZINKWANDGIPFEL 2442m 8. Wander Gipfel Buch Station 17.09.89-15.06.90> 
ZINKWANDGIPFELKREUZ im Winter; BILD: 22 Wander Gipfel Buch MIT ZINKWANDGIPFELKREUZ;
DAS Wander Gipfel Buch AM ZINKWANDGIPFEL Blick zum Vetternspitz im Frühling;  BILD: 23 
  Erhebung des Hauptkammes südwestlich der Keinprechthütte, früheres Bergbauzentrum. Ein unter der N - Wand beginnender Stollen eines ehemaligen Bergwerkes führt durch den Berg in die S - Wand. Vorsicht beim Betreten, Steinfallgefahr! Im Stollenbereich an vorgelagerten Abraumhalden bestehen Mineralfundmöglichkeiten Rotnickelkies, Fahlerz, Hämatit, Speiskobald und Malachit. Führer Niedere Tauern von Peter Holl, 4. Auflage, 82.
ZINKWANDGIPFELBUCH Kreuz Legende
  Am 04.10.75 stürzten Albert Kessler und Herbert Gruber in der Zinkwand ab. Ihnen zum Gedenken wurde dieses Gipfelkreuz am 17.07.76 von ihren Bergkameraden errichtet. Hans Fingerlos, Günther Luftenegger, Richard Fuchsberger, Peter und Gerd Klammer, Reinfried Bauer, Ewald Rossmann und Georg Santer.

Das ist der Kameradschaft tiefster Sinn
,

Daß einer dem anderen Stütze sei
                             Auf dem Weg ins ewige zu Haus. Pater Alfred Gruber

Hoch auf dem Felsen noch beim Eis

Nahe dem Licht der Sterne
Blühst du holdes Edelweiß
Allen andren Blumen fern
Fern aller Frühlingsluft
                                                     
Einsam an der Felsen Brust. Johann Drinker Weißbriach, 27.06.81
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DER REGENBOGENKREIS
  17.09.89: Freitag Am Zinkwand - Gipfel war ich inmitten eines gewaltigen Kampfes zwischen Wind, Wolken und Sonne. Eine kurze Zeit kam die Sonne durch und unter einen geschlossenen Regenbogenkreis war die Keinprechthütte zu sehen. Ein Naturereignis wie man es wahrscheinlich nur einmal erlebt. Wander Gipfel Buch Aufstellung >
JOHANN PLODER ABSCHIED 
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Ein Vogel singt und fragt nicht wer ihm lauscht
             Die QUELLE rinnt und fragt nicht wem sie rauscht. 27.10.89
       
FREUDEN
die zu Hause wohnen S
uche nicht in fernen Zonen. 02.06.90
Hinaus, hinaus und fragt nicht viel, m
it frohen Sang und SAITENSPIEL.

Abstieg mit dem Wander Gipfel Buch zum Zinkwandstollen 15.06.90
              Ein Jauchzer schallt zum Himmelszelt,  v
or lauter Freud in dieser BERGESWELT. 07.07.90
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Im Turm des Reimes spricht ein Dichter
Des Menschen Todesurteil als Richter:
Die Natur kann nur bestehen
Wenn wir alle zugrunde gehen.
Doch der Mensch? Bedenk´ es nur
Ist auch ein Wesen der Natur.
Auch wenn die gift´gen Stäube wehen.
Die Schöpfung wird es überstehen,
Besser wär´ es durch das Dichten,
                                 Nur über Schädlinge zu richten. Änderung So.20.01.08
05.08.90
/ 03.11.91 Sonntag auf ab Ostgrat- Sonnenaufgang am Gipfel.
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Aus Tränen wächst ein FRIEDE
Und blüht über der Seelenlandschaft,
                   Um als Tau der Demut hernieder zu fallen >

ZINKWANDSTOLLEN

  Eine unterirdische Verbindung zwischen Steiermark und Salzburg  9. Wander Gipfel Buch Station 15.06.90-12.08.90 Glück auf und Grüß Gott werter Besucher!   Der Lehrpfad durch die Zinkwand- und im Vetternstollen soll die noch vorhandenen Spuren des Bergbaues in den Schladminger Tauern sicherstellen und der Nachwelt erhalten.   Die Höhlenforscher des ÖAV Schladming, unterstützt vom Rotary Club Schladming, arbeiten mit viel idealistischem Einsatz an dieser Anlage, wir ersuchen um ihr Verständnis, bitte beschädigen und zerstören sie nichts.
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ZINKWANDBIWAKBUCH 2400m ZINKWANDBIWAK Eingang Süd BILD: 24
In der Stille der BERGE findet
                                                   Das Glück des Herzens seinen Halt. Glück auf Toni Streicher, 29/30.07.80
  16.08.89: auf Hopfwiesen Biwak 16.08.89: auf Keinprechthütte 1872m- Zinkwandstollen 2400m Durchschreitung Zinkwandgipfel Wander Gipfel Buch Hinterlegung ab Hopfwiesen.
Wer mit der Muskete die Heimat behütet, ist Soldes wert,
Wer mit der Feder GEISTESFUNKEN brütet, ist Goldes wert.
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  16.09.89: Freitag Nach dem Begräbnis von Hans Ploder Fahrt nach Tamsweg- Weißbriach auf Untere Abrahamhütte- Znachtal Greimeisteralmbiwak.
  17.09.89: Samstag auf Engelkar- Dippmannsstollen Begehung- Vetternscharte- Holzschartl- Westgrat Anstieg mit dem Wander Gipfel Buch und Hinterlegung am Zinkwandgipfel Zinkwandbiwak. Mittel
Leg all deine Sorgen in ein Grab
Und greife froh zum WANDERSTAB.
18.09.89: Sonntag ab Knappenkar Sonne 26.10.89: Donnerstag auf Dicklerhütte- Lahnbrücke- Knappenkar Zinkwandbiwak.
Auf zu den kühnen
BERGESHÖ'N,

Wo auf Gipfeln Gemsen steh´n.
  27.10.89: Freitag auf Zinkwandgipfel über den vom Stollenausgang Nord nach oben führenden Riß vorbei an Römerstollen zum Westgrat Gipfeltag bei Sonnenschein
Stille ist die größte OFFENBARUNG.
  ab Westgrat Begehung des umfangreichen Zinkwandstollensystemes Zinkwandbiwak.
  28.10.89: Samstag Vetternscharte, nördliche Umgehung der Vettern- und Engelkarspitze- Hading- Znachspitze- Znachsattel- Ahkarscharte- Steirische- Kalkspitze- Oberhüttensee- Seekarhaus Radstätter Tauern Sonne
  29.04.90: Sonntag auf *Hopfwiesen- Keinprechthütte- Holzschartl- Knappenkar- Zinkwandbiwak*

Bescheidenheit, nicht Ruhm und Macht

Ist, was den Menschen Glücklich macht.
  30.04.90: Montag Nach dem vergeblichen Versuch den zugewehten Nordausgang freizumachen verbrachte ich den Tag in der Knappenschmiede Mittel 01.05.90: Dienstag auf Knappenkar- Holzschartl- Keinprechthütte- Hopfwiesen. Mittel
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  02.06.90: Samstag, von der Unteren Abrahamhütte mit dem Fahrrad und einer alten Harmonika Znachtal Greimeisteralm*Knappenkar- Zinkwandstollen- Durchschreitung- Zinkwandgipfel über den vom Stollenausgang Nord nach oben führenden Riß vorbei an Römerstollen zum Westgrat- Zinkwandgipfel*Ostgrat, zufälliges Zusammentreffen mit den ÖAV Höhlenforscher Schladming, Toni Streicher mit seinen Kameraden. Geburtstagsfeier Vierzig Jahre Toni Streicher, Getränkeverbrauch; fünf Liter Schnaps, zwei Liter Rum mit dreißig Liter Wasser Harmonikahinterlegung Biwak.
  Wer oft im Freien nächtigt weiß den Wert einer Biwakherberge zu schätzen, ein Dankeschön denen die mit Idealismus und Fleiß diese Unterkunft errichtet haben. 03.06.90: Pfingstsonntag auf Brettscharte ab Zinkenkar- Greimeisteralm. Grausam
  14.06.90: Donnerstag Fronleichnamstag, von der Unteren Abrahamhütte mit dem Fahrrad Znachtal Greimeisteralm auf nach einen Wolkenbruch mit Hagel gab es eine Aufhellung, links weglos über eine idyllische Landschaft mit Steilstufen und Furten zum zugefrorenen Knappenkarsee- Zinkwandstollen Biwak

Du lieber warmer Sonnenschein

Umfächle meine Wunden
Durch dich will ich gesunden.
  15.06.90: Freitag, Zinkwandstollen Durchschreitung- über den vom Stollenausgang Nord nach oben führenden Riß vorbei an Römerstollen zum Westgrat- Zinkwandgipfel Abstieg mit dem Wander Gipfel Buch und Hinterlegung in der großen Zeche Eingang von der Knappenschmiede Biwak
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TRAUM ODER WIRKLICHKEIT?
  Schweißgebadet wachte ich nach einem Alptraum, in dem ich als Scheintoter in einem Sarg lag um 01:00 auf, mir war es als hätte ich ein Geräusch gehört. Ich verkroch mich wieder in den Schlafsack, doch kaum lag ich zehn Minuten bewegungslos, da hörte ich das Geräusch wieder. Mir wurde angst und bange wie noch nie zuvor in meinem Leben, ich wagte es kaum mehr zu atmen.
  Vor dem Einschlafen hatte ich eine zuvor aus einer Gaskartusche angefertigte Laterne, neben mich auf die Brettunterlage hingestellt, ich bildete mir ein daß sich die Laterne bewege und das unheimliche Geräusch erzeuge.
  Die Bergknappen die einst hier nach Erzen schürften, kamen mir in den Sinn, unten im Knappenkar sieht man noch teilweise die Grundmauern der Knappenhäuser. Auch im Winter werkten die Bergleute in den Gruben, Stollen und Zechen, von den Knappenhäusern führte ein lawinensicherer überdachter Steinmauergang
«Schneekragen» zu den Zinkwandbauen, die Steinmauern davon sind noch zur Gänze erhalten.
  Eigentümliche Gedankengänge die in meinem Unterbewußtsein geschlummert hatten, Erzählungen von Spukgeschichten, von Toten die ihr Ableben anderorts gemeldet hatten, von Wahrsagern, Hellsehern, Hynotiseuren und von der Reinkarnation durch ein menschliches Medium, kamen mir in den Sinn.

Einst, bei einem geselligen Seemannsabend, auf dem Motorschiff, Luciana während einer Ostseefahrt, überkam mich ganz plötzlich ein unerklärbarer Anfall von Kummer und Leid. In Helsinki erreichte mich Vaters Brief, den er mir kurz vor seiner lebensbedrohlichen Magenoperation, geschrieben hatte. Datum und Uhrzeit dieses Schreibens ergaben eine Übereinstimmung mit dem Zeitraum meiner Traurigkeit.
  Jetzt ist mein Karl tot, schrie die Mutter entsetzt, sie hatte die letzen Gedanken, des im Rußlandskrieg sterbenden Sohnes, gefühlt. Vielleicht aber war ich durch das Verlieren einiger mir nahestehenden Menschen für das Jenseitige sensibilisiet? Gedankenübertragungen begreife ich, doch Stimmen aus dem Schattenreich melden sich nur mehr in Träumen.
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  Es war eine lange Nacht mit Furcht und Grauen; sobald ich auch nur einen Finger bewegte hörte auch schlagartig das eingenartige Geräusch auf und ich erschauderte dabei. Irgendwann hat mich dann ein schlafartiger Zustand übermannt. Am Morgen wollte ich vorerst meine nächtliche Spukerscheinung als Traum verdrängen, jedoch dann erinnerte ich mich ganz genau, daß ich mit der Taschenlampe auf die Uhr gesehen hatte und es genau ein Uhr war.
Nun bei Tageslicht war ich befreit von den nächtlichen Depressionen, die zu Atemsnoterscheinungen in dem gänzlich zugezogenen Biwaksack, geführt hatten, doch die ungewöhnliche Nacht forderte ihr Attribut. In der Felsnische vor dem Biwak legte ich mich hin um von der nächtlichen Pein auszuruhen, der Schlaf blieb mir dabei jedoch versagt.
  Das einzigartige Schauspiel des Erwachens der Natur im Gebirge mit all seinen Reizen war voll im Gange. Die Bergdohlen aus der Vogelkolonie in der Zeche unter der Knappenschmiede, die gleichfalls wie die Felsnische im Grimmingtorbogen ganzjährig von den Vögeln belegt ist, segelten schon geschäftig durch die Lüfte vor der Zinkwand und pickten neben mir Brotbrösel auf.

  Schon hoch am Horizont stehend kam die Sonne über der Zinkwand zum Vorschein und wärmte mich mit all ihrer Kraft, da habe ich plötzlich etwas vernommen. Ohne meine Augäpfel zu verdrehen, sah ich links von mir die kleine Maus, die mir die nächtliche Schreckensangst beschert hatte, auch sie genoß die wärmenden Sonnenstrahlen.
  Auch die Eigenartigkeit des Geräusches fand durch die abgenagten Riemen meines Kletterhelmes eine Erklärung. Beim Abnagen der Riemen durch die Maus, hat sich der Helm bewegt und dabei dieses eigenartige Geräusch verursacht.
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  16.06.90: Samstag, ab Knappenkar auf Engelkarspitze ab Engelkar- Greimeisteralm Sonne
  29.06.90: Freitag auf Greimeisteralm- Engelkar Biwak.
  30.06.90: Samstag auf Knappenkarturm- Westwandbesteigung mit einem Aluminiumrohr- Gipfelkreuz, Gipfelkreuzaufstellung am Knappenkarturm ab Knappenkar- Zinkwandstollen - Brettscharte- Zinkenkar- Greimeisteralm Sonne
Fremder Trost ist gut, doch besser ist der eig´ne MUT.
  06.07.90: Freitag auf Ursprungsalm- Giglachseen- Vetternscharte- Knappenkar- Zinkwandbiwak, die Biwakmaus rannte mir bei der Nachtruhe über das Gesicht.
Wer durch ABWESENHEIT glänzt, verblaßt bei Anwesenheit.
  07.07.90: Samstag auf Durch den Zinkwandstollen in die Steiermark, dreißig Zentimeter Neuschnee, Ostgrat- Zinkwandgipfel ab Ursprungsalm wie beim Anstieg Mittel
  21.07.90: Samstag auf *Hopfwiesen- Keinprechthütte- Zinkwandbiwak
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NATURGESETZE richten ohne Richter. Änderung So.20.01.08 >                                                      
  22.07.90: Sonntag auf Brettscharte- Brettspitze ab Hopfwiesen Sonne
  03.08.90: Mit Stefan Schefberger, auf Hopfwiesen- Keinprechthütte, Nächtigung. 04.08.90: auf Zinkwandstollen Knappenkar Knappenkarturm

AM KNAPPENKARTURM 2240m
Hier auf diesem Höhenrücken
Kann Herz und Seele sich erquicken
An allerherrlichster Natur,
Von Haß und Zwietracht keine Spur.
Hier zählt einzig so scheint es
Die Nähe eines guten Freundes.
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Man grüßt im Geist - die, die Daheim geblieben
Für sie sei dieser Gruß geschrieben.
Meine Friederike ist es für mich:
Mein lieber Schatz ich grüße dich.

Heute noch auf stolzen Höh´n

Morgen muß es abwärts geh´n.
Hinab in eine Welt voll Hader und Haß,
Da macht das Leben kaum noch Spaß.
Man kann nur mehr bergwärts schau´n;
                         Und sich an der Natur erbau´n. >
Zinkwandbiwak Eine Wunde die ein Freund schlägt, heilt nicht. Kongolesisches Sprichwort
05.08.90: auf Zinkwandgipfel Zinkwandstollen- Knappenkar- Vetternscharte- Vetternkar- Mursattel - Duitsitzkar- Hopfwiesen Sonne

Der Blick auf den See und die Höhen
,

Läßt die Sonne im Herzen wachsen.
Meine Gedanken verlieren sich
                                 Und ziehen wie die Wolken. Bibi Mayer Mursattelbuch
  06.08.90: Montag, Führung durch die Hopfwiesen Bergbaue. Das Erz blüht an den Felswänden aus, das war ein Anhaltspunkt für die Erzsucher der Vergangenheit einen Hoffnungsstollen zu stemmen.
  07.08.90: Dienstag*Lackneralm- Knappenkreuz- Mursattel- Murspitze- Giglachalmspitze- Rotmandlspitze- Sauberg- Zinkwand mit Regen und Schneebiwak
Herr, du stehst zu den Werken, die du einmal begonnen hast.Vollende auch meine Unvollkommenheit. Augustinus
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  08.08.90: Mittwoch weiter Brettscharte- Falkenscharte- Graunock- Lignitzhöhe- Zirbenboden Biwak.
  09.08.90: Donnerstag weiter Trockenbrotscharte- Samspitze- Sandspitze- Elendberg- Knappenkar- auch hier war ein Bergbauzentrum mit Schneekragen Grubachkar ab Wasserfallrinne- Eschbachalm.
  11.08.90: Samstag, ZINKWANDSTOLLENWANDERUNG MIT BERGKNAPPENGEDENKEN auf *Eschbachalm- Duitsitzkarhütte- Keinprechthüttennacht. Der nächtliche  Abgang der Schladminger Höhlenforscher mit Grubenlichtern zum Zinkwandbiwak - war ein eindrucksvolles Lichterspiel.

  12.08.90: Sonntag, Zinkwandstollen 11:00 Lesung mit der Öblarner.Bergmusik> in der Großen Zeche und in der Knappenschmiede, Siegfried Royer Bibellesung, Vortragende: Toni Streicher ÖAV Höhlengruppe Schladming, Peter Kohlenprat IG Lagerstättenforschung Lungau, Bernd Locher Feengrotte Thüringen, Johann Glavanovits Gastgeber Geschriebenstein 1991 und 1996, Abgang mit dem Wander Gipfel Buch
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                             DAS ZINKWANDLIED 
                             
                             Zur Zinkwand hin
                             Zur Zinkwand hin
                             Zur Zinkwand will ich zieh´n.

Ich war gerade aufgestanden

Als die letzten Nebel schwanden.
Die Vögel sangen wunderbar
An diesem Morgen sternenklar.

In Tausend Feuern bricht

Im Tau das erste Sonnenlicht,
Es pocht das Herz, ich lauf geschwind
Ein neuer Tag beginnt
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Drum singe mit
Das Zinkwandlied.
Der Hammer klingt
Der Knappe singt,
Es hämmert mit
Der Knappenschmied
Vom Schacht herauf:
Glück auf, Glück auf.

Es lebe hoch

Auch heute noch
Im ganzen Land
Der Bergmannsstand,
Der ganze Hauf
Glück auf, Glück auf
Glück auf im Schacht
Glück auf bei Nacht.

Beim Knappensee

Liegt alter Schnee
Und die Träume dieser Nacht.

In dem Knappenkar
Wurden Wunder wahr
                             
Und das Glück hat mir gelacht. Jodler >

  02.11.90: Freitag Allerheiligen auf Dicklerhütte- Greimeisteralm. Ein gebürtigen Knittelfelder der in München lebt, hatte in der alten Greimeisterhütte genächtigt, mit diesem jungen Mann setze ich die beschwerliche Wanderung im Tiefschnee zur Zinkwand fort. Diese Partnerschaft war für uns beide von Vorteil, denn wir konnten uns in der anstrengenden Spurarbeit bei dem dichten Schneegestöber ablösen. Schneesturm Biwak
Glücklich ist wer nie verlor im Lebenskampf den HUMOR.
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  03.11.90: Samstag ab Greimeisteralm Dicklerhütteneinkehr. Schlecht
  02.11.91: Samstag auf Untere Abrahamhütte- Znachtal Greimeisteralm Biwak.
  03.11.91: Sonntag auf Ostgrat- Sonnenaufgang am Zinkwandgipfel ab Greimeisteralm- Znachtal- Untere Abrahamhütte Sonne
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GESCHRIEBENSTEIN 10. STATION> 10.08.91-11.08.91
GESCHRIEBENSTEIN Gipfelturm BILD: 25
GIPFELTURMTURMLEGENDE*
  Im Jahre 1912 wurde auf Anregung des Notares Ladislaus Gullner eine Aktion gestartet, die sich zur Aufgabe setzte, auf dem Geschriebenstein eine aus Stein zu bauende Aussichtswarte zu errichten. Die Planung und Ausführung des Baues wurde dem Baumeister Josef Varga übertragen. mit der Unterstützung der Gemeinde Rechnitz hat Ladislaus eine Sammlung eingeleitet, die vom damaligen Innenministerium genehmigt wurde. Mit einer großem Festlichkeit wurde der Aussichtsturm am 8. Juli 1913 vom Herrn Dechant Matthias Heisz aus Lockenhaus eingeweiht.
GESCHRIEBENSTEINGIPFELBUCH
Die Eintragungen sind zu 95% in ungarischer Sprache. 
In der österreichischen und ungarischen EINHEIT,
Liegt viel gemeinsame Kraft, um sich einander
Zu ehren und glücklich zu begegnen.
Hartyani Jozief Budapest, 18.08.91 Übersetzung von Rudolf Rossny Kollegium Hungarikum
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SCHIRMHERR - BIOGRAPHIE  >
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  10.08.91: Samstag Wander Gipfel Buch Hinterlegung auf ab Passhöhe Sonne 11.08.91: Sonntag FRANZ FALUDI 1704 -1779 GEDENK - WANDERUNG AN DEN PRIESTERDICHTER MIT DER ÖBLARNER.BERGMUSIK> auf ab Falludital ab mir den Wander Gipfel Buch.
Ansprache des Schirmherrn August Krainer auf dem Geschriebenstein >
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2002.06.24 Faludi oder Németújvár
  Péter Bokányi. Zur Eröffnung der Lesung der "LiteraturSchule: Begegnung mit Ungarn" Collegium.Hungaricum. Gestatten Sie mir bitte, über Ferenc Faludi, einen Dichter aus dem Komitat Vas, einen Meister der ungarischen Literatur zu erzählen. Faludi erblickte das Licht der Welt im Jahre 1704 in Németújvár. Er studierte in Köõszeg und wurde Jesuit. Er war Universitätsprofessor in Graz, Pozsony, Bécs und Nagyszombat, unterrichtete im Pasmaneum in Bécs, und als Seelenhirt diente er in Pest und Rom seiner Kirche - in vorgerücktem Alter lebte er in Rohonc, wo er 1779 verstarb.
  Und jetzt erlauben Sie mir über einen im Burgenland geborenen österreichischen Dichter, Franz Faludi zu erzählen. Franz Faludi wurde in Güssing geboren, studierte in Güns, wurde Jesuit, war Universitätsprofessor in Graz, Wien und Preßburg, unterrichtete in Wien, dem Pasmaneum, und diente als Seelenhirt in Pest und Rom seiner Kirche - im vorgerückten Alter lebte er in Rechnitz, wo er 1779 verstarb.
  Die zwei Dichter sind ein und derselbe. Ob wir von Franz Faludi oder Faludi Ferenc, von Güssing oder Németújvár, Rechnitz oder Rohonc sprechen, hängt allein davon ab, auf welcher Seite der österreichischen Grenze wir stehen. In Rechnitz, dem in der Fortsetzung der Faludigasse verborgenen Faludital, oder in der Faludi Ferenc utca in Szombathely, oder vielleicht im Faludi Ferenc Kulturzentrum in Körmend. Die Gestalt und das Werk des im 18. Jahrhundert lebenden Ferenc Faludi sind gemeinsame Teile der Vergangenheit, Tradition und Kultur der beiden Länder.
  Pater Faludi sitzt nun also da oben im Himmel und schaut verständnislos auf uns herunter. Schon das ganze 20. Jahrhundert erfüllte ihn mit Schreck, und er beobachtete verblüfft und traurig, wie unsere einheitliche Kultur durch Grenzen, ideologische eiserne Vorhänge aufgeteilt wurde. Und heute, am 24. Juni 2002 hört er völlig überrascht, dass die ungarische Literatur in Wien - aber auch die österreichische Literatur in Budapest - einer Vorstellung bedarf. Ich lebe mit meiner Familie in Kõöszeg. Ich schaue jeden Tag auf den Gipfel Geschriebenstein, das Wahrzeichen der Stadt hinauf. Er könnte mit seinem Aussichtsturm vielleicht das Emblem des Schicksals der einstigen, selbstverständlicher Weise gemeinsamen Kultur sein. Die österreichisch-ungarische Grenze schneidet den Aussichtsturm des Írottköõ entzwei. Der eine Teil des Gebäudes fällt auf österreichisches, der andere Teil auf ungarisches Gebiet. Trotzdem ist das Bauwerk eins, es ist statisch nicht zu trennen. Ja, wir können also auch hinsichtlich der Kultur etwas Gleiches fühlen. Die zwei Nachbarvölker verfügen offensichtlich über eine selbstständige, eigene Kultur, aber diese zwei selbstständigen Kulturen sind - trotz des zeitweise grotesken Spiels der Geschichte - an zahlreichen Punkten verbunden.
Diese Verbindung der zwei Nachbarkulturen entspringt also der fernen Vergangenheit - und hoffentlich können wir auch in der Zukunft noch lange darüber sprechen. Dazu tragen Projekte des ÖKS wie dieses und die Lesung heute abend bei. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

DER MORGEN

Jäh vom Schlafe auferstanden
Rötet sich der Morgen scheu,
In den Blumengärten fanden
Wir den Morgentau auf´s neu.

Und Frau Luna geht am Himmel,

Wandelnd durch das Zelt der Nacht,
Durch der Sterne hell Gewimmel,
Löscht sie aus, eh du`s gedacht.

Laß mich nun von Wundern träumen:

Von der Blumen bunter Zier,
Aber auch von Gräsern, Bäumen,
Alles schenkt Panona dir.

Herrlich ist des Morgens Kommen,

Neu wird alles feierlich,
Finsternis enteilt beklommen,
Und die Wälder regen sich.

Munter schüttelt ihr Gefieder

Die erwachte Vogelschar,
Und es schallen ihre Lieder
Aus den Kehlen rein und klar.

Wenn den Tau im Morgenfieber

Tausend Perlen bunt entblüh´n
Ziehen gold´ne Haare über
Alabaster Schultern hin.

Heimlich legt der Vogelfänger

Seine Ruten alsobald
Und bestrickt die Liedersänger
Pfeifend aus den Hinterhalt.
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Drossel, Specht und Elster fliegen,
Vögel singen insgeheim,
Matyas sieht die Rut´ sich biegen
Wieder ging was auf den Leim.

Kühl ist´s noch, da tritt der Pilger

Bußbereit die Wallfahrt an,
Doch der Schmied in heißer Werkstatt
Schwitzt was er nur schwitzen kann.

Phöbus hebt vom Meer den Wagen

Gibt dem Tageslauf den Schwung,
Kreisend geht der Morgen wieder,
Ewig bleibt der Himmel jung.

And´re Ding die Menschen treiben,

Wenn die Sonne sich erhebt!
Dichter euch in Versen schreiben,
Wie den Morgen sie erlebt. Franz Faludi
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AUGUST KRAINER ABSCHIED   >
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FRÜHLINGSERWACHEN DER WÜHLMÄUSE  WOLKENGRUBE 11. Wander Gipfel Buch Station 11.04.92-12.08.92
  Es ist ein idyllischer Platz, an dem ich das Wander Gipfel Buch Wanderer Gedenk Buch hinterlegte und auch die Nacht verbringen wollte, ein Ort der sicher auch meinem, nunmehr geschiedenen, Freund August gefallen hätte. Die Wolkengrube war mit einer Schneedecke eingehüllt, inmitten des weißen Meeres gab es eine schwarze Insel. Darauf steht eine Zwillingstanne mit eineinhalb Meter Stammdurchmesser und einem weit ausladenden Astwerk – auch die Ursache, daß darunter der Schnee kreisförmig geschmolzen war.
  Als alle Vorbereitungen für die Nacht getroffen waren, ein Holzvorrat auf einer Rutsche zur automatischen Nahrung des Lagerfeuers bereit lag, legte auch ich mich hin. Der Schlaf ließ noch etwas auf sich warten – meine Sinne waren noch angespannt, ich lauschte den vertrauten Geräuschen der Natur:
  Dem knisternden Feuer, dem vom Grimming - Südgrat herwehenden Wind der irgendwo unten im Wald einen dürren Ast zum Knarren brachte, dem Rufen eines Kauzes, den über die Wolkengrubenwände vereinzelnd abgehenden Steinschlägen und Lawinen.

  Der Schnee in der Wolkengrube leuchtete im Widerschein des Mondlichtes und meines Lagerfeuers wildromantisch, ein Sternenhimmel mit all seiner Schönheit wird über mir ausgebreitet. Ich denke an meine flüchtige Begegnung mit zwei flinken Rehen während des Aufstieges, an den durch das Einbrechen beschwerlichen Marsch über die weiche Schneedecke, an die wärmenden Sonnenstrahlen und an den bezaubernden Sonnenuntergang über dem Grimming- Südgrat.

  Schön ist es hier zu liegen und diese friedvolle Nacht zu genießen, – mit diesen Gedanken schlafe ich ein. Ein Brausen weckt mich! Unter dem Südgrat löst sich eine Lawine, sie bildete zwei Strähnen, vereinigt sich weiter unten wieder und strömt schleierartigen über die Schlußwand der Wolkengrube. Jedoch! Ganz Plötzlich erfaßt sie ein Aufwindstoß – sie schwebt wolkengleich zu mir. Wie eine feine Gischt spüre ich den, nun niedersinkenden, Schneestaub auf meinem Gesicht.

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  Die Sonne und ein lautes rätselhaftes Geräusch weckt mich, wegen meiner Vorbelastung – einst hatte ich, wegen einer Maus, Todesschrecken im Zinkwandbiwak ausgestanden, öffne ich ohne Angst und ohne mich zu bewegen die Augen.
  Meine Insel ist nun ein begehrter Tummelplatz der Wühlmäuse! Sie laufen, springen, scharenweise und einzeln im dürren Laub hin und her, kreuz und quer oder im Kreise, verschwinden unter dem Schnee und kommen auf ihren Rennbahnen anderorts wieder zum Vorschein.

  Die kleinen Nager machen sogar Freudenprünge, es erinnert es mich - an das erste Austreiben der Stalltiere nach dem Winter, oder an die Gebarung des Wildes in der Brunftzeit, oder im Umkehrschluß – auch an das Spiel der Gemsen in der Abendsonne auf einer Restinsel vom Schneeinsel am Trojani.
  Für mich ist es Zeit aufzubrechen, nach meiner ersten Bewegung ist es, schlagartig wie ein Spuk, mit dem Frühlingerwachen der Wühlmäuse vorbei.
12.04.92: Sonntag auf Grimming- Südgrathöhle ab Espang Sonne
11.08.92: Dienstag auf Espang- Wolkengrubenbiwak nach der erfolglosen Wander Gipfel Buch Suche
12.08.92: Mittwoch, Fortsetzung der Wander Gipfel Buch Suche, unter der Schneedecke hat ein niedergedrückter Laubwald geschlummert, die Bäume hatten sich wieder aufgerichtet und bedeckten die gesamte Wolkengrubeniederung, erst von einer Anhöhe aus sah ich die Zwillingstanne auf Jausengrube Wander Gipfel Buch Hinterlegung Sonne
JAUSENGRUBENANHÖHE 4. Wander Gipfel Buch Station 19.08.87-26.10.87  und 12.08.92-15.08.92
15.08.92: Samstag auf ab Espang, WANDERUNG ZUM GRIMMINGTOR>,
DAS Wander Gipfel Buch EIN ZWEITES MAL AUF DER JAUSENGRUBENANHÖHE Franz Deibinger, > BILD: 26

  Abstieg mit dem Wander Gipfel Buch die Schirmherrschaft übernahm der mit dem Fahrrad aus Gratwein angereiste 79 jährige Franz Deibinger, ein alter Wanderfreund. Stefan Klingelhuber spielte mit der Öblarner Bergmusik den von ihm für diese Feier komponierten Grimmingtorjodler  Sonne
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TONI ADAM GEDENKEN GRIMMINGTOR
  Ich möchte euch einen kurzen Überblick über das Bergsteigerleben meines Mannes geben: Im Alter von fünfzehn Jahren nahm ihn eine Frau das erste mal auf dem Grimming Gipfel mit.
  Der Grimming befindet sich direkt vor unserer Haustüre in Pürgg, er hat meinen Mann schon immer fasziniert und im Laufe seines Lebens hat er so alle Anstiege von jeder Seite gemacht, darunter auch ein paar Erstbegehungen.
  Er war Gründungsmitglied der Ennstaler Bergsteigerschaft, es gab damals nicht sehr viele Mitglieder, aber es waren alle echte Bergsteiger und gute Kletterer.

  Dann kam der Krieg, mein Mann war ganz früh eingerückt und lang in Gefangenschaft, insgesamt war er sechs Jahre von zu Hause fort und er war deshalb in dieser Zeit nie auf dem Grimming.
  Aus der Ennstaler Bergsteigerschaft wurde nach dem Krieg die Hochgebirgsgruppe Grimming. Auch mich hat mein Vater schon als neunjähriges Kind in die Berge mitgenommen, später ging ich dann meine eigenen Wege im Gebirge.

  Deshalb besaß ich, als ich meinen Mann kennen lernte, schon ein gewisses Maß an Bergerfahrung. er fragte mich einmal, ob ich mit ihm die Schartenspitz Nordwand machen wolle? Nach meiner Einwilligung sperrte er am Nachmittag das Geschäft zu und so haben wir uns dann bei dieser Klettertour kennen gelernt. Nach der Nordwand gingen wir bei Vollmond den Verbindungsgrat zum Grimming. Mir hat es sehr gut gefallen, so entstand nicht nur eine Bergkameradschaft, sondern auch eine Ehe die vierzig Jahre andauerte.
  Wir waren sehr viel in den Bergen unterwegs, jedoch auf unserem Hausberg Grimming, haben wir im Laufe dieser Zeit die ganzen Grate und Wände bestiegen, wie zum Beispiel auch hier von der Jausengrube zu sehen; den "Weißrinnspitz" durch den Hamburger Kamin. Soweit es mir körperlich möglich ist, mache ich auch heute noch Bergwanderungen, allerdings aus einen besonderen Grund nicht mehr auf den Grimminggipfel.
Es freut mich, daß wir heute im Gedenken an meinem Mann hier zusammengekommen sind und ich danke dem Veranstalter und der Öblarner Bergmusik dafür. Dorli Adam
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Solange wir leben,
Ist Gott bei uns -
Und wenn wir sterben,
Sind wir bei ihm.
ANTON ADAM 1915-24.11.1989 Kaufmann in Pürgg Steiermark.
  Es ist nicht nur die Größe, die einzelne Menschen hervorragen läßt, sondern vor allem Dingen ihre BESCHEIDENHEIT.

Jetzt ist es still, jetzt kann ich ruh´n
,
Erlöst von allen Drang und Tun.
Mein Leben, es ist aufgelöst,
Von allem Irdischen entblößt.
  Toni Adam ein Bergsteiger der alten Schule, war Gründer der ÖAV HG Grimming und galt als Grimmingkenner, auf der Nordseite des Grimmings wurden von ihm neue Steigpfade erschlossen.
  Toni war ein sehr guter und gefragter Bergrettungsmann. Für ihn war es immer eine Verpflichtung, wenn der Ruf an ihm erging, den in Not geratenen Bergsteigern zu helfen. TONI ADAM Biwakschachteleinweihung am Grimming Sigurd Fahringer 1992
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Leben ist oft harte Pflicht,
Alltag oftmals Einerlei.
Deshalb such´ die Bergwelt auf,
Nur die Berge machen frei. Toni Adam
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WAIDHOFSEE 12.STATION
17.08.92-03.07.93  DER WAIDHOFSEE bei Öblarn 205  Bild: 27

Nun liegest du vor mir in deiner stillen Klarheit,
Silbern schimmert es auf, dein Grund ist rein wie Wahrheit.
Von Felsen versteckt, dein Ufer mit einer großen Blumenzahl,
Am anderen vom Schnee bedeckt, nährt dich vom Fels der Wasserfall.
Nichts bricht die besinnlich´ Ruh´, bloß die Wellen rauschen,
                 Was ich denke, was ich tu? Mit meiner Seele lauschen!

  17.08.92: Montag auf Rosensteinergraben- Waidhofsee Wander Gipfel Buch Hinterlegung Biwak Sonne

  18.08.92: Dienstag weiter Waidhofspitze- Dornkarspitze- Steinkarspitze- Mörsbachspitze- Stadelfirst- Lämmertörlkopf- Hangofen Biwak Sonne Gipfelkreuzweihe ÖAV Öblarn, am 31.12.1984
Es ist egal welchen BERG man besteigt,
                  Oben wird man immer weiter sehen. Reinhard Kar
  19.08.92: Mittwoch weiter Kühofenspitz- Gumpeneck Jauereck Öblarn Sonne
  09.04.93: Karfreitag auf Sonnberg- Starzenalm Biwal Sonne
  10.04.93: Karsamstag weiter Karlspitz- Totenkarspitz
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Eisenkreuz mit einer Holztafel
Zum Gedenken an den Revierjäger Leonhard Walcher,
der am 15. Dezember 1927 vom Wilderer erschossen wurde. 1990 Renoviert Arsinger
Das Originalkreuz war aus Holz die Aufschrift lautete
 Vom WILDERER meuchlings ermordet. Quelle Toni Streicher Schladming
  Waidhofspitze weiter Totenkarspitz- Karlspitz- Starzenalm- Hocheck- Sonnberg Es war eher eine Winterwanderung, der Waidhofsee war noch unter den Schneemassen versteckt.
  30.05.93: Pfingstsonntag auf Walchental, Berghaus- Ramertal- Steinkarspitze- Steinkarsee Mörsbachspitze- Stadelfirst- Lämmertörlkopf- Hangofen  Sonne Biwak Gewitternacht.
  31.05.93: Pfingstmontag ab Englitztal, Begehung des unter Tag Mamorsteinbruches- Berghaus
  26.06.93: Samstag auf Berghaus- Bergkreuzkapelle

14.08.93: Samstag JUBILÄUM ZEHN JAHRE BERGLESUNGEN" MIT DER ÖBLARNER.BERGMUSIK> UND DEM >
  auf Sonnberg- Starzenalm- Karlspitz- Totenkarspitz- Waidhofsee Schirmherrn: Franz Teibinger Gratwein, Alois Strobl Untergrimming. Es sprachen:
Johann Glavanovits, Gastgeber Geschriebenstein 1991 und 1996, Franz Teibinger, Alois Strobl, Willi Matthes Wanderclub Gutengrund Bad Soden BRD, Franz Tschreppel Waidhofen, Franz Graner EVG Wien. Musik: Stefan Kukula Vater und Sohn Flügelhorn, die Gebrüder Zettler, Klarinette und Bergtrompete.Gesang: Alois Strobl 
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BERGKREUZKAPELLENBUCH im Kapellenbuch    - 89 - bis - 90 -
  27.06.93: Sonntag, Stollenbegehung ab Schlechtwetter
  03.07.93: Samstag auf Berghaus - Wepritzalm - Waidhofspitze - Schwarze Vogellacke - Waidhofsee, das Mutter Wander Gipfel Buch ist abhanden gekommen, Totenkarspitze - Karlspitze Biwak Mittel 04.07.93: Samstag ab Starzenalm - Berghaus.

Muttersprache
Muttersprache Mutterlaut
Wie so wonniglich und traut,
Süßes trautes liebes Wort
Klingt in mir ewig fort.
Heilig ist wohl mancher Brauch

Überall weht Gottes Hauch,
Geb´ ich meine Liebe kund
                          Sprech´ ich`s mit der Mutter Mund. Die Gebrüder ZETTLER>
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WENN DIE ALPEN GLÜH’N
Wenn die Alpen glüh´n in schöner Sommernacht,
Die Alpenrosen blüh´n, das Herz mir freudig lacht.
Steh` ich auf hoher Alm, atme die frische Luft
Des nahen Himmels Duft. Da wird`s mir wohl um`s Herz,
Es spricht ein leiser Schmerz,
|:Vergiß, vergiß dein Leid, nach Schmerz kommt Freud.

Wenn das Schicksal mir die trübe Seite zeigt

Und frohe Tage oft von meiner Seite weist,
Dann führ` ich stets den Kampf mit starkem, frischen Mut.
Es ist des Wissens Gut, denk nur an`s Alpenglühn
Wenn schön die Rosen blüh´n.
|:Vergiß, vergiß dein Leid, nach Schmerz kommt Leid.

Darum verzage nicht, wenn dich auch Kummer drückt,

Denn alles was dir glänzt ist ja nur falsches Glück.
                     Vertraue stets auf den, der alle Welten lenkt Gesang von Lois Strobel>

HOCHMUT UND DEMUT
 Schau in die Wölt aussi
Vüle Kain und Abel,
Vüle Pharisäer und Schriftgelehrte
Oba a vül barmherzige Samariter.

Wennst oba unter guatn Menschen sei wüllst

Wenn du sehgn wüllst
Wia kloa da Mensch eigentli in der Natua is
Und wennst dem Herrgott näha sei wüllst,
Daun geh auf an Berg auffi.

Aufm Bergesgipfl gspürst du

Daß es nix Wichtigeres gibt
Ols die Ewigkeit! Franz Tschreppel Waidhofen
ab Totenkarspitz- Karlspitz- Starzenalm- Sonnberg Sonne
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LEUCHTENDE SPIRALNEBEL
  In der Nacht des 10.9.93 war ich wieder einmal am Waidhof unterwegs und hatte bei einem Gewitter in einer Jägerkanzel Schutz gefunden. Am Weiterweg begannen am Himmel Lichtzeichen. Zuerst glaubte ich, dies wäre das Wettertleuchten des weiterziehenden Unwetters. Mit schnellen Schritten hastete ich höher um oberhalb der Baumgrenze die Erscheinung am gesamten Horizont beobachten zu können.
  Am östlichen Himmel über dem Ennsboden begannen winzige Funkenstriche zu pulsieren und formierten sich zu einem Häufchen, das sich durch Rotation zu einer leuchtenden Wolke ver-dichtete. Aus der Wolke wurde in langsamer werdender Drehung eine Spiralnebel, der sich in Richtung Südost wandernd, immer mehr auseinanderzog, bis er aufgerollt zu einem Halbbogen hinter dem nach Öblarn führenden Höhenrücken verschwand, währenddessen sammelten sich östlich erneut Funkenstriche und der Ablauf begann von neuem.
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CARL HERMANNS NORD - SÜD - WEG 13. Wander Gipfel Buch STATION 01.05.94 - 16.05.94
  30.04.94: Samstag, Öblarn Hüttenmaibaum - Aufstellung Sonne
  01.05.94: Sonntag, Besuch der Carl Hermann Gedächtnisausstellung, im Palmenhaus Gmünd. Besuch des Carl Hermann - Refugium Grillenstein Fuchsteinweg 
DER FUCHSSTEINWEG in Grillenstein BILD: 28 BLICK AUF GMÜND BILD: 29
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ÜBER DEN GRANIT
  Jeder Weg in unbekannte Gebirge bestätigte die alte Erfahrung, daß das Höchste und das Tiefste Granit sei, daß diese Steinart, die man nun kennen und von anderen unterscheiden lernte, die Grundfeste unserer Erde sei, worauf sich alle übrigen mannigfaltigen Gebirge hinaufgebildet. In den innersten Eingeweiden der Erde ruht sie unerschüttert, ihre hohen Rücken steigen empor, deren Gipfel nie das all umgebende Wasser erreichte. So viel wissen wir von diesem Gestein.
  Aus bekannten Bestandteilen, auf eine geheimnisvolle Weise zusammengesetzt, erlaubt es ebensowenig seinen Ursprung aus Feuer und Wasser herzuleiten. Höchst mannigfaltig in der größten Einfalt wechselt seine Mischung ins Unzählige ab. Die Lage und das Verhältnis seiner Teile, seine Dauer, seine Farbe ändert sich mit jedem Gebirge, und die Massen eines jeden Gebirges sind oft von Schritt zu Schritte in sich unterschieden und im ganzen doch wieder immer einander gleich.

  Die Betrachtung und Schilderung des menschlichen Herzens, des jüngsten, mannigfaltigsten, beweglichsten, veränderlichsten, erschütterlichsten Teiles der Schöpfung, hat mich zu der Beobachtung des ältesten festesten, tiefsten, unerschütterlichsten Sohnes der Natur geführt.
Ich fühle die ersten, festesten Anfänge unseres Daseins, ich überschaue die Welt, ihre schrofferen und gelinderen Täler und ihre fernen fruchtbaren Weiden, meine Seele wird über sich selbst und über alles erhaben und sehnt sich nach dem näheren Himmel. GOETHE>
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STEINERNE ZEUGEN
  Wer bei Grillenstein oder Amaliendorf im nördlichen Waldviertel die Landschaft durchstreift, wird sich dem Zauber der sanft gerundeten mit Fichten, Birken und Föhren bewachsenen Berge kaum entziehen können. Fast fremd in dieser herben Natur wirken vereinzelte Wacholdersträuche. Eine leicht hügelige Landschaft von nordischem Heidecharakter. Besonders auffallend sind die sogenannten Restlinge, eine große Zahl durch Errosion absonderlich geformter Granitblöcken, die zum Teil mehrere Meter Durchmesser aufweisen und bereits in sehr früher Zeit Eigennamen, wie Pilzstein, Christophorusstein, Franzosenstein, Teufelsbrotlaib, Warzenstein, erhalten haben. Auf den Höhen türmen sich zwischen Bäumen kahl oder grün mit Moos überwachsene gewaltige Felsen aus Granit.
  Aus Feldspat, Quarz und Glimmer besteht dieses harte kristalline Gestein des Waldviertels, das als ältestes der Welt gilt. Was wir wahrnehmen ist nur die rauhe Oberfläche eines harten Gesteinsrumpfes, der sich hartnäckig der unermüdlich Kraft des Wassers, der sprengenden Wirkung des Eisens und dem ätzenden Fraß der Humussäure widersetzt und mit den Kampf mit den Elementen doch - wenn auch sehr, sehr langsam - nachgibt.

  Die Verwitterung breitet sich von dem ursprünglichen Netzwerk vieler paralleler und sich kreuzender feiner Risse aus. Sie vergrößert diese Risse zu Spalten und dann zu breiten Klüften. Besonders an den Schnittlinien rundet sie die Risse, so daß diese sackähnlichen Gebilde übrigbleiben.

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  Ein Produkt dieser Sackverwitterung sind die Wackelsteine,  mönströse oft über hundert Tonnen schwere Granitbrocken, deren Unterlage bis auf einen schmalen Sockel weggewittert ist, so daß eine Person sie in langsame Schaukelbewegung versetzen kann. Andere ziemlich skurrile Verwitterungsformen findet man in den Schalsteinen, wie zum Beispiel den Teufelssitz unweit von Amaliendorf. An diesen Steinen sehen wir, daß kleine Kräfte, - wenn sie lange genug wirken -selbst das Festeste und Dauerhafteste zu neuen Formen umbilden. Diese natürlichen Vorgänge erscheinen und nur deshalb so erstaunlich, weil sie so unvorstellbar langsam ablaufen, - ein merkwürdiger Gedanke in unserer schnellebigen Zeit -!
  Den Maler und Graphiker Ernst Steiner faszinieren diese Felsen wegen ihren bizarren, urtümlichen und noch nicht differenzierten Formen. Sie sind wie er sagt: In besonderem Maße dazu geeignet, unsere Phantasie anzuregen und die Bereitschaft zu schaffen, Bilder unserer Seele in sie hineinzuträumen. Wer in Anbetracht des ständigen Abschiedsnehmenmüssens lebt, der verspürt das umso schmerzlicher angesichts dieser steinernen Zeugen, die gleichsam aus der Ewigkeit in unser kurzfristiges Leben hineinragen. Für Steiner sind die gewaltigen Felsen so etwas wie Bindeglieder zwischen den kurzlebigen und vergänglichen Erscheinungsformen der Natur und der Ewigkeit. Rolf Gutdeutsch
  Fahrt mit der Nostalgie Schmalspurbahn von Gmünd nach St. Martin, bei den Klängen der Ortskapelle wurde am Hauptplatz ein Maibaum aufgestellt.
MAIBAUMAUFSTELLUNG IN ST. MARTIN BILD: 30 auf Nebelstein DER NEBELSTEINGIPFEL BILD 31 Nord Süd Wanderweg 05 WEGBEGINNSTEIN von Carl Hermann bei Sonnenuntergang  BILD: 32  auf Watzenstein Biwak Mittel
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ZUM GELEIT
  Es stimmt beruhigend, wenn wir einmal in der Früh dem Gesang der Vögel lauschen, abends einen Rehbock beobachten, der mit Vorsicht teils auf Brautschau oder aus Angst vor dem Jäger am Waldrand äugt? Würde unser Herz nicht höher schlagen, wenn wir sehen, daß eine Rehgeiß mit ihren Kitz auszieht, das hinterherstolpert, weil es die Läufe noch gar nicht richtig tragen? Würden wir uns nicht freuen, wenn wir bemerken, daß ein Hase gemächlich zum Kleefeld hoppelt oder Vögel immer wieder angestrengt Futter für ihre Jungen suchen?
  Wie fremd würde der Lockruf eines Käuzchens oder einer Eule in unseren Ohren klingen!
Mäuschenstill wäre unser Verhalten, wenn auf unser Wanderung einmal der Fuchs auftaucht! Wie wäre es, wenn wir bei klarer Nacht einmal den Sternenhimmel betrachten? Alle diese Naturbeobachtungen sind Erlebnisse, welche jedem Nord Süd Wanderweg - Wanderer geboten werden, wenn er keinen Rekord in der Gehzeit aufstellen will.   Carl Hermann Auszug aus dem Buch "Der Weg ist das Ziel"

Ein Glücklicher ist er im Reich der Natur
,
Dem wahren Wanderer schlägt keine Uhr.
Er denkt nicht an die Zeit und an das Ziel,
               Seine Lust ist der Weg führt er hin wo er will. >

  02.05.94: Montag, zur Watzensteingruppe führte mich ein nächtlicher Orientierungsirrtum auf einer Stichwegmarkierung, die gewaltigen Steine sind zylinderförmig in Blöcken angeordnet, einer jedoch hat auf der Oberseite eine gewaltige Aushöhlung wie eine Opferschale die mit Wasser gefüllt war.

  Ein markierungsloser Folgefehler bei der Weiterwanderung brachte mich zur Staatsgrenze, ein Grenzbeamter klärte mich bezüglich des 05 Weges auf.
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  Bei der Wegabzweigung in das Joachimstal traf ich mit Fritz Peterka zusammen, er war im
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ENCHAINEMENT 01-10 ALLE 10 ÖSTERREICHISCHEN. WEITWANDERWEGE 7500 KM IN 150 TAGEN
  Vom 26.3. - 4.9.1994 unterwegs und hatte bisher nach 38 Tagen 2189 km zurückgelegt.
  Herr Peterka, Geburtsjahrgang 1950, hat bereits im Jahre 1988 anläßlich 10 Jahre Zentralalpenweg 02 «1978 - 1988», die erste Solo - nonstop - Begehung Feldkirch - Hainburg, in nur 27 Tagen «1250 km, 60.000 Höhenmeter» durchgeführt, ist Österreichs fähigster Weitwanderer.
  QUELLE: ZENTRALALPENWEG 144 Seiten mit 52 Farbbildern und 65 Tourenskizzen ISBN 3-7031-0637-9 von Fritz Peterka. SOLO - ALPIN - EXTREM ISBN 3-900451-14-0 von Fritz Peterka ÖAV Wienerland PF 33 2103 Langenzersdorf.
  In Karlstift beim Stierhübelteich hatte ich Orientierungsschwierigkeiten, nach der ungewollten Umrundung des Teiches kam ich wieder zum Holzhauermuseum, meinen Ausgangspunkt.
  Neuer Nord Süd Wanderwegführer: Seite 35 Zeile 14/15/16 in etwa 10 Minuten erreichen wir die Straße Liebenau - Arbesbach und gehen auf ihr bis zu einer einer Kapelle rechts der Straße.
  Bei der Abzweigung ging ich falsch rechts der Straße, wenn man links geht, sollte man zu der Kapelle rechts der Straße kommen, einige Steine erinnern an den Kapellenstandplatz. Biwak
im Wald vor Arbesbach Sonne
03.05.94: Dienstag, Eintreffen in der Kontrollstelle Nr. 4 Gasthaus und Fleischhauerei Klinger, 3925 Arbesbach. Von der Frau Klinger bestens mit Speise und Trank versorgt trug ich mich in das ERSTE SÜDWEGWANDERBUCH ein, in dem die Oma Klinger den Wanderern gut Fuß wünscht.
  1994 sind in diesem Teilabschnitt des Nord Süd Wanderweg bereits 12 Wanderer eingetragen, 1993 haben sich insgesamt 141 Wanderer eingetragen.
Neuer Nord Süd Wanderwegführer: Seite 39 Zeile 13/14: Das Haus an der linken Friedhofmauer wurde abgetragen.
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  Nach Arbesbach befindet sich in einem kurzen Waldstück ein Baummarterl mit einem Hinterglasbild des gekreuzigten Jesus von Carl Hermann, im Neuer Nord Süd Wanderwegführer nicht erwähnt
DER GEKREUZIGTE Hinterglasbaummarterl am Nord Süd Wanderweg nach Arbesbach von Carl Hermann BILD: 33
NACH ALTMELON, SELTSAME FELSGEBILDE AM WEGESRAND GRANITBLÖCKE AM WEGESRAND BILD: 34
DIE ERSTE ÜBERQUERUNG DES 15. MERIDIANS ÖSTLICH VON GREENWICH DER MERIDIANSTEIN BILD: 35
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DER FRANZOSENSTEIN BILD: 36
  Unterhalb des Wachtsteines, an seinem Ausläufer, liegt unmittelbar links von der Straße nach Schönbach der Franzosenstein. Es ist ein riesiger ovaler Felsblock «sein Gewicht wird auf ungefähr 100.000 kg geschätzt», der so schräg auf seiner Unterlage ruht, daß man glauben kann, ein kleiner Stoß würde genügen, um ihn hinunterzustürzen, daß dem nicht so ist, hat ihm auch den Namen Franzosenstein eingebracht.
In der Pfarrchronik ist darüber zu lesen
  Als weitere Merkwürdigkeit wird am Fuße des Wachtsteinberges links von der Schönbacherstraße, wo der alte Weg vom Friedhof hinab in die neue Straße einmündet, ein Stein geschildert, nämlich ein ovaler Koloß, der sich so täuschend, fast seitwärts auf einer abschüssigen Unterlage befindet, daß es den Anschein hat, als wäre er mit einem leichten Ruck, hinabzustürzen, das ist aber keineswegs so.
  Die Probe haben so wird´s erzählt, bei ihrer Invasion, zu Anfang dieses Jahrhunderts, die übermütigen Franzosen gemacht, indem sie sich bemühten dem Stein den Gnadenstoß zu geben, doch sie mußten sich beschämt zurückziehen.
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  Seit dieser Zeit heißt er Franzosenstein und unzählige Leute haben bis heute immer wieder versucht, ihn zu bewegen, er rührte sich aber keinen Millimeter. Doch dazu gibt es noch eine kleine wahre Geschichte:
Bis vor einigen Jahren lebte in der Nähe des Franzosensteines ein Rentner, kein Riese, eher ein schmächtiger Mann, der aber das Mundwerk auf den rechten Fleck hatte.
  Eines Tages waren wieder einmal Schüler einer Mittelschulklasse bei der Besichtigung des Steines und die Burschen versuchten mit lautem ho ruck, den Felsblock hinunterzubringen.
  Zufällig kam unser Mann vorbei, er blieb stehen und sagte: Ich bitt euch Leutl, laßt mir den Stein in Ruh, ich habe ihn heute schon dreimal wieder hinaufgesetzt, ein viertes mal pack ich´s nimmer. Aus dem Buch Seltsame Geschichten aus dem Waldviertel von Alois Engl
Dieser Damm staute einst den Ruegarsteich oder Kremsee bis Waltersschlag. Er wurde 1574 abgelassen, weil die Nonnen von Imbach einen Dammbruch fürchteten.
Legendentafel
Ich bin der Wald
Ich bin uralt
Ich hege den Hirsch
Ich hege das Reh
Ich schütz` euch vor Sturm
Ich schütz` euch vor Schnee
Ich wehre den Frost
Ich wahre die Quelle
Ich hüte die Scholle
Ich bin immer zur Stelle
Ich bau` euch das Haus
Ich heiz` euch den Herd
Darum, ihr Menschen
Haltet mich wert.
HOLZTAFEL MIT DACH, am Waldrand vor Ottenstein
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ZWEITES SÜDWEGWANDERBUCH Buchwidmung:
BERGSTEIGEN, wandern und beten  Wer das nicht kann soll es lieber bleiben lassen Carl Hermann 02.06.80

Oh wie schön ist Gottes Erde,
Und wert, darauf vergnügt zu sein
Darum will ich bis ich Asche werde,
               Mich dieser schönen Erde freu´n. Jean Paul

Einst war ich ein flotter
Wanderschuh!
Jetzt suchen Mäuse bei mir Ruh. M. Reitinger

Freundschaft über alle Grenzen,

                                                                     Behüt` euch Gott. Die Wanderfreunde aus dem Schwarzwald 24.05.81

Der Weg ist das Ziel

Verlang nie zu viel,
Vom Leben ein Stück
Ein einfaches Glück.

Der Weg ist das Ziel,

Halt manchmal auch still
Und blicke zurück
Prüf Richtung und Glück.

Der Weg ist das Ziel

Gott tut was er will
Drum sei dir nicht bang
Er lenkt deinen Gang. Josef Kren 24.05.81
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Wanderer stehe still und staune,
Wie ist so zauberhaft die Welt
Melodisch klingt des Kuckuks Ruf,
Schön der Nachtigallen Schlag
Ein Froschkonzert ist erhebend schön
Und froh stimmt dich der Fisch im Hag
Wanderer stehe still und staune
Wer weiß wie lang du noch staunen magst.
Von Flensburg zur Adria H. J. Conrad 10.06.90

Sonne scheine mir ins Herz hinein,

Wind verweh` mir Sorgen und Beschwerden
Größ`re Wonnen kenn` ich nicht
Als in Weiten unterwegs zu sein.
Rainer Rosenberg Kassel E6 27.07.90

Sonne Nächtigung in der Kontrollstelle Nr. 7, Gasthof Renner Ottenschlag

04.05.94: Mittwoch, MORGENSTIMMUNG IN OTTENSCHLAG, Granitkugel vor Weiler BILD: 37
  Bei der Ortschaft Pleßberg, «eine Idylle einer ländlichen Ansiedlung», übersah ich die Abzweigung nach links und ging über Singenreith nach Elsenreith. Bei der Überquerung des Baches in Singenreith sah ich auf der Brücke nach langer Zeit wieder drei große Ringelnattern.
Neuer Nord Süd Wanderwegführer Seite 47 Zeile 17: Der Wegweiser Onkel Hermann Weg fehlt. Im Wald vor Spitz befindet sich von Carl Hermann ein Baummarterl des Heiligen St. Martin Hinterglasbild im Neuer Nord Süd Wanderwegführer nicht erwähnt
DER HEILIGE ST. MARTIN Hinterglasbaummarterl am Nord Süd Wanderweg von Carl Hermann BILD: 38
  Bittere Erfahrungen in den bekannten Fremdenverkehrsorten lehrten mich, daß man da der Weitwanderbewegung nicht gewogen ist. Beide nach Spitz führenden Markierungen fehlen im Ortsbereich, ein Fragenspießrutenlauf wurde zur Odysse im Regen zum sonderbaren Kontrollstempelwirt. Hätte ich alle eingeholten Auskünfte und Ratschläge berücksichtigt, wäre ich für den Rest meines Lebens in Spitz auf der Suche nach dem Euroweg E6 beziehungsweise Nord Süd Wanderweg.
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  Sehr geehrte Herren vom Markierungsgebiet Schönbach - Ruine Aggstein des ÖTK Bäckerstr. 16 1010 Wien   Sehr geehrter Herr Fremdenverkehrsobmann und Gemeindesekretär von Spitz!   Um die Wiederherstellung der fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges in Spitz wird ersucht.
  Mein starkes Verlangen war eine so miserable Orientierungsgegend, die man halt bei einer Wanderung irgendwie mit verkraften muß, schnellmöglichst zu verlassen. Es wäre falsch wegen einiger politischer Gehirnakropaten, solche Negativerlebnisse den Ortsansässigen pauschal anzulasten, ein wirklich netter Fährmann übersetzte mich über die Donau. Mittel Biwak Buchental.
  05.05.94: Donnerstag, 02:00 Besuch einer Wildsau im Biwak, irgendwie hatte ich eine Wahrnehmung, daß etwas im Wald unterwegs war, ich freute mich aufrichtig, daß ich mit der menschenfreundlichen Sau Freundschaft schließen konnte.

  ALTES MARTERL MIT MARKIERUNG INSCHRIFT FD renoviert Nov. 1957 J.W. RUINE AGGSTEIN Bild 39 UND 40
Neuer Nord Süd Wanderwegführer SEITE 51
Rosengärtlein ist´s geheißen,
Doch vieldeutig klingt das Wort.
Nur die dornig wilden weißen
            Todesrosen blühen dort. Viktor v. Scheffel
  In dieses Rosengärtlein Felsvorsprung wurden Gefangene die kein Geständnis ablegten, ausgesetzt. Sie hatten nur die Wahl zu verhungern oder sich in die Tiefe zu stürzen.
   In Melk sind am Weg durch die Stadt große Markierungslücken.   Sehr geehrte Herren vom ÖAV Dorfnerstr. 7 Sektion 3390 Melk!  Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Melk!  Um die Wiederherstellung der fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges in Melk wird ersucht.

FUSSGÄNGERZONE MELK MIT 05 Markierung BILD: 41

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  Biwak Sonne 06.05.94: Freitag, bei der Abzweigung in der Nähe der Haberleiten, vor Plankenstein zählte ich 11 Wegschilder und 10 Markierungen, prompt bin ich falsch gegangen, konnte aber als gebranntes Kind frühzeitig korrigieren. Teilweise Dauerregen, Nächtigung in der Kontrollstelle Nr. 16 Gasthaus Grassmann, Plankenstein, hier liegt auch das DRITTE Nord Süd Wanderweg BUCH. Von 224 im Jahre 1993 eingetragenen Wanderern, waren 24 auf den Nord Süd Wanderweg unterwegs. Fritz Peterka ist am 05.04.94 eingetragen.
  07.05.94: Samstag, nach Plankenstein gibt es DEN MARKIERTEN MISTHAUFEN, ein Gespräch mit dem Besitzer des Bauernhofes konnte die Entstehung dieser Novität klären. Vor dem Bau des Güterweges führte der Nord Süd Wanderweg am Stall und am Misthaufen vorbei. Alle nachfolgenden Markierer haben die neue Wegführung nicht berücksichtigt und nach wie vor am Stadeleck vor dem Misthaufen markiert, die einzige Ausnahme davon war die Raiffeisenkasse Texing mit ihrer mobilen Wegstiftungsmarkierung, sie ist auf den Schiebetor des Stadels angebracht.

BÄUME PRÄGEN DEN CHARAKTER EINER LANDSCHAFT, SIE SIND AUCH LEBENDE MARKIERUNGSTRÄGER
 BÄUME MIT GEMEINSAMER KRONE BILD: 42 DER RAINSTEIN BILD: 43 
  Am Rainstein befindet sich ein Baummarterl mit einem Hinterglasbild von Carl Hermann (im Neuer Nord Süd Wanderwegführer nicht erwähnt), meine Aufnahme davon ist nicht gelungen
  DER "HEILIGE ST. LEONHARD Baummarterl am Rainstein BILD: 44 DER EISERNE GAMS vor der Kapelle in St. Anton an der Jeßnitz BILD: 45  IN DER NÄHE DER RUPERTUSTROPFSTEINHÖHLE AM ÖTSCHER VORDERE TORMÄUER Höhlenführer Kurt Bachinger Kienberg BILD: 45.1
BAUMMARTERL Hochberneckabstieg JausenstationBILD: 46

  Vor Lackenhof kam ich von der Markierung ab, diesmal war es für mich ein Vorteil, denn ich hatte dadurch eine Wegverkürzung und kam noch vor Einbruch der Dunkelheit zur Kontrollstation Nr. 18, dem Gasthaus Digruber Ötscherwiese. Auf meine Frage nach einer Unterkunft, sagte die Kellnerin: Sie müsse erst den Chef fragen und gab nach einer halben Stunde einen abschlägigen Bescheid. Interessanterweise sollte sich die wortgleiche Szene in einem Gasthaus mit dem Schild Zimmer frei, vor Eibiswald noch einmal wie
derholen. Sonne Nächtigung im Sonnenhof im Lackenhof.
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  08.05.94: Sonntag, um 07:00 betrat ich das Ötscherschutzhaus des ÖTK die Kontrollstelle Nr. 19 und ein Hund begann zu bellen. Es erschien ein Mann der sagte: Er habe die Hütte voller Leute, er trat den Hund solange mit den Füßen bis er ruhig war. Der Hund kann nichts dafür er muß ja bellen wenn ein Fremder kommt, sie sollten ihn nicht treten sagte ich.
  Sie müssen bis 08:00 warten ehe sie was bekommen können. Ich habe sie schon lange beobachtet, haben sie gewußt daß am Aufstiegsweg so viele Windbrüche liegen, weil sie über die Lifttrasse aufgestiegen sind?. Sagte der Hüttenwirt. Erfahrungsgemäß ist in touristischen Massenzentren eine Lifttrasse die beste Markierung. Wäre es nicht möglich, zwei Ansichtskarten zu kaufen und was alkoholfreies zum trinken zu bekommen?. Sagte ich.
Sie müssen schon sagen was sie wollen es gibt viele Getränke Sagte der Wirt. Ich teilte meine Bestellung mit und sagte: Ein guter Wirt weiß von selbst was seine Gäste trinken.
  Sie haben mich von Anfang an gereizt, machen sie das überall so? Sagte der Wirt in voller Entrüstung. Darf ich bitte zahlen, ein Getränk und zwei Ansichtskarten ersuchte ich. Der Wirt 32 Schillinge. Ich gab ihm 40 Schillinge um die unwirtliche Stube unter Zurücklassung des bestellten Getränkes schnellstens verlassen zu können.
  Später erfuhr ich dann die Hintergründe des sonderbaren Verhaltens des Liftschutzhütten - Wirtes. Seitdem es einige Liftunglücke mit tödlichen Menschenopfern gegeben hat ist man bei den Verlängerungen der Liftbetriebsbewilligungen sorgfältiger, dabei hat der Lackenhofer Ötscherlift den Sicherheitsnormen nicht mehr entsprochen.
DER GRÜNE WEG IN DIE STEIERMARK  Höhengrat Ötscher - Gemeindealpe BILD: 47
  Der Bürgermeister von Mitterbach ist mit seiner Liftgesellschaft Bürgeralm in Konkurs gegangen, der obere Lift wurde ersatzlos geperrt. Der vorherige Lifthüttenwirt des Terzerhauses, ein Brucker Baumeister, hat sich diesen Umstand entsprechend abgesetzt. Das neue junge Pächterehepaar stammt aus Bergsteigerkreisen und bietet eine hervorragende Hüttenbewirtschaftung.
  Beim Erlaufsee ist die Hälfte des Nord Süd Wanderweg und die Grenze zwischen Niederösterreich und Steiermark, hier steht ein von Carl Hermann gestalteter Granitblock, er wurde 1980 anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Nord Süd Wanderweg 05 enthüllt.
Nord Süd Wanderweg WEGHÄLFTESTEIN in Mariazell BILD: 48
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  Sonne Nächtigung in der Kontrollstelle Nr. 21 Gasthof zum heiligen Geist in Mariazell.
09.05.94: Montag, In Mariazell, eine Ausnahme die die Regel über die bekannten Fremdenverkehrszentren betätigt, sind die Markierungen und die Wegführung beispielhaft und man kennt hier den richtigen Umgang mit Wanderern beziehungsweise Pilgern.

DURCHGANGSKAPELLE am Ortende von Maria Zell  BILD: 49

  Nach Schöneben geriet ich auf den 432 Weg nach Mürzsteg und dann als besondere Zugabe auf den 428 Weg zur Königsalm, als mir mein Irrtum bewußt war wollte ich nicht mehr umkehren. Nach der Besteigung des Kleinen- und Großen Königskogel ging es über teilweise abschüssiges Terrainnach Dobrein und danach auf den Rodelanstieg durch den Veitschalpergraben zur Großen Wildkammspitze und auf die Hohe Veitsch.
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GRAF - MERAN - HAUS
  Dieser Winterraum wurde durch die Initiative des Hüttenwirtes Günter Pendl, sowie der großzügigen Unterstützung der Gemeinde Veitsch und von vielen Hohen Veitsch Freunden errichtet. Danke dem österreichische. Touristenklub
  Sonne Nächtigung. 10.05.94: Dienstag, Am den Rotsohlsattel kam es wegen der mangelhaften Markierung zu einem Seitensprung auf dem Weg 464 nach Aschbach über Bundesforstgebiet.
  Sehr geehrter Herr Minister Fischler! Wege werden von privaten Vereinen markiert, der Staat Österreich hat in seinen staatseigenen Bundesforsten eine besondere Neigung zum fällen von markierten Bäumen und zum lückenlosen entfernen von bestehenden Markierungen, nach dem Muster von Aschbach. Herr Minister fragen Sie einmal die Eigentümer des Bundesforstes das Volk, was es von der staatlich Orientierungsbeseitigung hält.
Anmerkung: Zum Unterschied vom Hr. Naturfreundepräsident Heinz Fischer (zuständig Markierungsgebiet Leoben)  kam eine  akzeptable Rückmeldung.
  Vor Aschbach war ein Gasthaus in Sicht, es begann zu regnen ich begann zu laufen. Der Wirt besann sich in einer stummen Geste und stellte wortlos das Schild Dienstag Ruhetag in das Fenster neben dem Eingang und verschwand. An einen Wanderer braucht man im wanderbaren Steiermark kein Wort verschwenden, wird er sich vielleicht dabei gedacht haben.
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  Wanderer verweile, einen Vaterunser und ein Ave Maria lang hier im Gedenken an die sieben Knappen die im Jahre 1769, bei der Arbeit ums tägliche Brot im Berg geblieben sind. Heilige Barbara bitte für sie
DIE HEILIGE BARBARA Bergmannskapelle BILD: 50
  Nachdem ich auf Grund unvollständiger Wegkennzeichnungen die Königsalm, den Kleinen- und Großen Königskogel kennen gelernt hatte, führte mich mein Umweg aus derselben Ursache zum Brandhof des volktümlichen Prinzen Erzherzog Johann. Eine steirische Kultfigur, den die Dichterin Paula Grogger in dem Theaterstück Die Hochzeit, das heute noch in Öblarn am Hauptplatz mit Laiendarsteller aufgeführt wird. Bei einer Hochzeit lernt Johann seine  spätere Frau, die  Postmeisterstochter Anna Plochl kennen.
  Der Erzherzog hat viele Erstbegehungen im Gebirge durchgeführt, allerdings nach der vorherigen Anlegung des Weges, deshalb wird der Normalanstieg am Hochgolling als Historischer Anstieg benannt.

ERZHERZOG JOHANNS BRANDHOF BILD: 51
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DIE GRIMMINGSCHARTE EIN WEGKREUZ
EUROPÄISCHES FERNWANDERWEGKREUZ  Seeberg Steiermark BILD: 52
  Es sind nicht immer die mächtigen Gipfeln, die sich einprägen, oft sind es die unverkennbaren Erlebnisse am Wege. Ich lag auf dem duftendem Speikboden der Grimmingscharte neben einer einzelnen Krummholzformation die Hände im Schoß gefaltet und mein Blick schweifte zu den Niederen Tauern, meine Gedanken begannen eine Wanderung, - im weiten Feld der Erinnerung.
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  Hier auf der Grimmingscharte ist nun mein unsichtbares Spurenkreuz errichtet. Zweimal beschritt ich den Höhengrat des Grimminstockes vom Elektrizitätswerk aus nach Osten und heuer im Urlaub ging ich in der umgekehrten Richtung, vom Großen Grimming her. Hier jedoch in der St. Martiner Grimmingscharte bin ich am nördlichen Steilhang in Richtung Krungl abgestiegen.
  Nach der Anreise von Wien war heute mein Aufstieg von St. Martin aus nach dem markierten Weg. Mein Vorhaben war zur Einweihung der Adam Anton Biwakschachtel am Grimming den Grimminghöhenzug ein letztes mal von Westen nach Osten zu begehen.
  Noch nie hatte ich wie heute der Berge Anlitz so scharf gestochen in ihrer gewaltigen Vielfalt betrachtet, doch vielleicht ist es ein Privileg des Alters, daß man der Schönheit mehr Augenmerk schenkt.
  Damals am nächtlichen afrikanischen Tropenhimmel war das Kreuz des Südens sichtbar, doch ich hatte es nur flüchtig betrachtet.

Deutlich wie ein Bild erschien mir im Kopfe das von Carl Hermann errichtete Wegkreuz am Seeberg bei Seewiesen. Über einen mit vier Fahnenmasten beflaggten Zugang kommt man zu einem mit Natursteinen gepflasterten Rundweg. Von ihm führen vier Aufgänge mit je vier Steinstufen auf ein mit quadratischen Steinplatten zusammengefügtes Quadrat Der darauf mittig ruhende Steinsockel ist ein aus einem Kreisblock hervorstehendes symmetrisches Kreuz. Die Stirnseiten des kantigen Steinkreuzes sind nach den Ecken des Grundplatten - Quadrates ausgerichtet und in die Himmelsrichtungen weisend, bezeichnet.
  Diese Kreuzform wird durch waagrecht übereinanderliegende Kanthölzer, deren Ausladung im steigendem Maße gleichmäßig zunimmt fortgesetzt. In den vier entstandenen hochtrapezförmigen Nischen befinden sich sakrale Motive aus Holzreliefs in der Form der Nischen.

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  Das Dach besteht aus einer mit Holzschindeln gedeckten steilen Pyramide, auf der Spitze ein auf einem Richtungpfeil schreitender Wanderer. Die vier Fahnenmaste am Zugangsweg waren beflaggt und im blauen Äther oberhalb der Kapelle standen vier kleine Wolken in der Form eines verschobenen Quadrates.
  Das Gesamtbild ist eine bis in das kleinste Datail vollendete Schöpfung des Bildhauers Carl Hermann, zu dessen Gedenken ich heuer ein Versprechen in Form eines Erinnerungsbuches eingelöst habe.
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DAS ERSTE EUROPÄISCHE FERNWANDERWEGKREUZ
  Am Treffpunkt des E4 und E6 am Seeberg , gestaltet von Carl Hermann. Es hat Inschriften zur Völkerverständigung in deutscher, englischer, französischer und serbokroatischer Sprache.
HIER TREFFEN SICH DIE BEIDEN
EUROPÄISCHEN FERNWANDERWEGE
PYRENÄEN - JURA - NEUSIEDLERSEE E4
OSTSEE WACHAU ADRIA E6
MÖGEN SIE DIE VÖLKER VERBINDEN!

NA TEM MESTU SE KRIZATA

EVROPSKI PESPOTI
PIRENEJI - JURA - NEZIDERSKO JEZERO E4
BALTIK - WACHAU JADRAN E6
POVEZETA NAJ NARODE!

ICI SE CROISENT LES CHENS

LOIN TAINS DES VOJAGEURS
PYRENEES - JURA - NEUSIEDLERSEE E4
MER BALTIQUE - WACHAU - MER ADRIATQUE E6
POUVEZ VOUS REUNIR LES NATIONS!
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THE EUROPEAN LONG
DISTANCE HIKING TRAILS
PYRENEES - JURA -
NEUSIEDLER LAKE E4
BALTIC SEA - WACHAU - ADRIATIC SEA E6
INIERSECT AT THIS
POINT MAY THEY
UNITE THE NATIONES!

  In Seewiesen haben zwei konkurrierende Hotels irreführende Wegweiser aufgestellt, wegen Irrtümer verwendete ich mein ganzes Augenmerk den Wegkennzeichnungen und konnte dadurch meine Irrgänge in Grenzen halten. Allerdings brachten mir meine Navigationen an den Abzweigpunkten, die Berufsbezeichnung Markierungsüberprüfer ein.

  Meine Sorgfalt wurde belohnt und ich konnte vor dem Regen geschützt, eine stille Andacht in der Kapelle der Bergrettungsmänner halten.
DEN TOTEN BERGKAMERADEN
WIDMEN ZUR EINWEIHUNG
IHRER KAPELLE DIESES BUCH
DIE LAWINENHUNDESTAFFEL DES BERGRETTUNGSDIENSTES KAPFENBERG
Regen Nächtigung Voisthalerhütte 11.05.94: Mittwoch
HIER VERUNGLÜCKTE AM 27.03.1971
LAWINENHUNDEFÜHRER
FERDINAND NEUSSL
BEI EINER BERGRETTUNGSÜBUNG.
BERGRETTERGEDENKKREUZ
  Als ich zum Schiestlhaus kam hörte ich aus dem Winterraum Stimmen. In der darin befindlichen Bergnotmeldestelle, waren die feuerwehrinternen Einsatzfunkgespräche des Florian Kapfenberg zu hören.
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HOCHSCHWABGIPFELBUCH
DIESES BUCH, GESTIFTET VOM
HÜTTENWIRT DER VOITSTHALERHÜTTE
HANS WINKLER, WURDE VON
TONI KRUCA, BERGFÜHRER AUS
SAALFELDEN, DURCH DEN
DOLEZALEKWEG DER
DER HOCHSCHWAB SÜDWAND
GETRAGEN.
HOCHSCHWABBIWAK BILD: 54
  Fleischer Unterstandshütte, des ÖAV Sektion Alpine Gesellschaft Voithaler, errichtet 1966. An dieser Stelle stand ab 1904 eine im Gedenken an den zu Ostern im Schneesturm erfrorenen Obmanns Ferdinand Fleischer errichtete Holzhütte, die 1928 durch Unvorsichtigkeit eines Touristen abbrannte. Sie wurde 1929 durch eine Steinhütte ersetzt.
Adieu ihr lieben Berge
Heut bin ich euch so nah
Wie ich es in meiner Jugend war.
Gestammelt, gespielt und still gelauscht,
Wenn in den Felsen der Abendwind gerauscht!
Nun muß ich zurück in ein fernes Land,
Wehe ist mein Blick. Berger Strasbourg, 05.08.92
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In die Berge will ich wandern
Zu den Höhen muß ich hin,
Wo ich reine Luft noch atme
Und dem Himmel näher bin.

Wo die reinsten Quellen fließen

Und die schönsten Blumen steh`n,
Da will ich mein Auge schließen
                              Um für immer fort zu geh`n Susi und Maria 08.09.93

AUF DEN BERGEN DA IST FRIEDEN,

DA GIBT ES WEDER LÄRM NOCH STREIT,
ALLE UNRAST BLEIBT DANIEDER,
                                              TIEF IM TALE HASS UND NEID E. Sch.(Biwakbuchspender), 27.10.93
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DIE HÄUSELALMHÜTTE  BILD: 55
  Vor dreißig Jahren waren Mitzi, die Schwester meiner Mutter und ihr Mann Willi Ronijak aus Kapfenberg die Hüttenpächter, die Versorgung erfolgte mit einem Muli vom Bodenbauer aus.
  Damals gab es noch ein vielseitiges Almleben, währenddessen heute viele wenn sie betrunken sind vom Almgehen sprechen, ging man damals auf die Alm um sich zu berauschen.
  Samstag und Sonntag war stets Hochbetrieb, die Jäger brachten einen Gams in das Felsenloch gegenüber der Hütte und die Almgeher ließen sich das Wildbret gut schmecken. Die Milch holten wir von der schielenden Sennerin der Sachwiesenalm und die Natter im Felsenkeller der Hütte, bekam stets ihren Anteil davon. Während der Jagdzeit mußte die Hütte geschlossen sein, doch da kam wegen dem gesetzlichen Wanderverbot ohnehin niemand.

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Seit dem Waldfreigabegesetz von Bruno Kreisky, können die markierten Wege auch in der Jagdzeit begangen werden, allerdings die Bezirkshauptmannschaft Gröbming in der Steiermark, hat für den deutschen Riesenjadbesitz Borsche am Knallstein ein ganzjähriges Wanderverbot erlassen und am Hochschwab wird die Alm- und Schutzhüttensperrklausel in der Jagdzeit noch immer praktiziert.
  Die Hubschrauberversorgung ist teuer und umweltzerstörend und sollte nur in extremen Alpingebieten eingesetzt werden. Für das Terzerhaus auf der Bürgeralpe ist sie sicher nicht gerechtfertigt, hier könnte man den gesperrten Personenlift als Materiallift verwenden.
  Trotz großer Probleme bewirtschaftet Sherpa Kolomann Luthenberger nun schon jahrelang die Hütte.

Beim Versorgungstransport mit dem Kleinbus durch die Sonnschienalm machten die Jäger Kolomann so lange Schwierigkeiten, bis er sich ein Pferd kaufte und die Hütte vom Bodenbauer aus versorgte, dort jedoch begann die große Problematik mit dem Reserve Erzherzog Johann dem Gehegetierzüchter und Jagdaufseher des Jagdbesitzes der Pensionsversicherung der Angestellten PVA.
  Nebel, Nächtigung Sonnschienhütte.

12.05.94: Donnerstag Christi Himmelfahrt, Der Polster war die Startrampe für die Meisterschaft der steirischen Paragleiter, wer wieder in die Startpunktnähe zurückkehrt und am weitesten weggeflogen ist wird der Sieger dieses Wettbewerbes
  Der Reichenstein ist ein Bekannter aus dem Jahre 1976, damals machte ich eine Höhenwanderung vom Admonter- zum Eisenerzer Reichenstein.
Vom Präbichel nach Vordernberg führt der Erzwanderweg an vielen bergbaulichen interessanten Denkmälern vorbei.

  Ab Hafning vor Trofaiach setzt die Markierung des E6- und O5 Weges aus, lediglich an einigen Bahnmasten sind Spuren davon zu finden. In Trofaiach, bei der Frage nach dem Weg, erfuhr ich von einem ÖAV Mitglied einige diesbezügliche Hintergründe. Der Mann erklärte mir, wo der Nord Süd Wanderweg einmal an seinem Eigenheim vorbeigegangen ist, von der negativen Führung des örtlichen ÖAV war er nicht begeistert. Er sagte zu mir: Ich habe nun genug von den Machenschaften dieses Vereines und trete aus.
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Über den Zweck der Talherberge in Trofaiach kann man geteilter Meinung sein, meine bisherige Wanderung hat mir eindrucksvoll veranschaulicht, daß in nichtalpinen Gebieten die ÖAV Vertragshäuser der Gastronomie sinnvoller sind. Jedenfalls sollen ÖAV Häuser nicht mit der Gastronomie konkurrieren.
  Sehr geehrte Herren vom ÖAV Hauptstr. 68 Sektion 8783 Trofaiach!   Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Trofaiach!  Um die Wiederherstellung der gänzlich fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges in Trofaiach, wird ersucht.
Von Trofaiach fehlt die Beschreibung im Neuer Nord Süd Wanderwegführer.
DREIECKTURM MIT SAKRALEN BILDERN in Trofaiach BILD: 56 
BILDLEGENDE
Es ist vollbracht
Bleib bei uns denn es wird Abend und der Tag hat sich geneigt
Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet.
  An diesem schönen Feiertag habe ich meine Tageshöchstleistung vollbracht, allerdings mein, Tagesziel den Trabochersee, habe ich nicht erreicht.
Biwak Sonne 13.05.94: Freitag; Auf der Straße nach Leoben in einem Gasthaus konnte mir eine Gastarbeiterin keinen Kaffee servieren, weil der Chef noch nicht aufgestanden war.  Sie sind der erste der sich darüber beschwert. Sagte der Leiter des Verkehrsvereines Leoben Herr Prattes, als ich ihm die Leobner Markierungslosheit mitteilte. Das Problem ist mir nicht bekannt und wurde noch nicht an mich herangetragen und die Markierungen sind die Aufgaben der alpinen Vereine. Sagte Herr Prattes. Die alpinen Vereine kann man nicht für alles verantwortlich machen. Ich werde ihre Amtsschimmelsprüche in meine Publikation aufnehmen. Sie leben und arbeiten hier, doch es ist ihnen noch nicht aufgefallen, daß der Europaweg E6 und der Nord Süd Wanderweg an ihren Büro vorbeiführt? Sagte ich.
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LEOBEN
  Sehr geehrte Herren des ÖAV Hauptplatz 3/II Sektion 8700 Leoben! Sehr geehrter Bürgermeister von Leoben Herr Reinhold Benedek! Um die Wiederherstellung der in Leoben gänzlich fehlenden Markierung des E06- beziehungsweise 05 Weges wird ersucht.
  1994.11.14 Sehr geehrter Herr Präsident der Naturfreunde Fischer! Wenn Sie als Politiker der den Naturfreunde Markierungsbereich Europaweg E6 nicht respektiert, für die Europäische Union in der Gemeinde Leoben geworben haben, ist dies für die Politikerglaubhaftigkeit nicht sehr erfreulich
  Anmerkung: Der im Zuständigkeitsbereich der Naturfreunde liegende Abschnitts des Nordsüdweges war damals, gelinde gesagt, sehr stark vernachlässigt. Der Naturfreunde Präsident Hr. Fischer reagierte eigenartig unreal und beatwortet eine ungestellte Frage. Die Bürgermeister wären für die Markierung des E6 Weitwanderweges zuständig, die ungestellte Frage der Plakatwerbung beantwortet er: Entzieht sich seiner Einflussnahme?  Das verwenden des Briefkopfes des Nationalratspräsidenten mit dem Wappen der Republik in einer Privatverein Obliegenheit war ein Amtsmissbrauch des Hr. Fischer.            
  Herzlichkeit und Gemütlichkeit. Euer Erzherzog JohannVVL Tafel am Mugelwegbeginn

BERGAUF BERGAB

STEIGEN FALLEN
MENSCHENSCHICKSAL
SPITZ CHRISTI 1812 BILD: 57
Bewölkt Nächtigung im leerstehenden Almwirtshaus, gegenüber dem Jadhaus in der Nähe des Hochalm Jagdschlosses, vielen Dank dem Jäger für die Zuweisung des kostenlosen Quartiers. 14.05.94: Samstag
MORGENSTIMMUNG IM HOCHWALD BILD: 58
Wie der Neue Nord Süd Wanderwegführer beschreibt ist die 
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CARL HERMANN NOTUNTERKUNFT BILD: 59/60 für den Wanderer nur bei Mitnahme des ÖAV Schlüssels zugänglich, allerdings durch die Schlüsselmitnahme kann von einer Notunterkunft im Sinne Carl Hermanns keineswegs mehr die Rede sein. Das Hinweisschild CARL HERMANN NOTUNTERKUNFT ist irreführend und müßte Carl Hermann NOTUNTERSTAND heißen. Zuständig.ÖAV.Frohnleiten
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 Notunterkünfte auf dieser Wegstrecke gibt es beim Almwirt oder im vorbildlich eingerichteten Winterraum des Kleinalpenhauses.

DIE
EWIGKEIT, DIE UNENDLICHKEIT
HAT NOCH KEIN MENSCH AUSGEMESSEN,
ABER DER WEG DORTHIN IST NICHT WEIT. >

EIBELKOGEL 1831M
Das Gipfelkreuz wurde im Juli 1978 von den St. Michaeler Bergfreunden aufgestellt. GIPFELBUCH
Ein für den Gipfelbuch maßgeschneidertes in Leder gebundenes Buch.
Besinnliche Rast wünschen die St. Michaeler Bergfreunde.
Die vollgeschriebenen Gipfelbücher liegen im Schuhhaus Kapfer in St. Michael zur Einsichtnahme auf.
Du sollst unter andern

                                           Den Nordsüdweg wandern. Erika u. Bruno Weidlich, 07.09.89

LÄRCHKOGEL 1897M GIPFELBUCH
Oh nütze der Jugend schöne Stunden,
Sie wissen nichts von Wiederkehr.
Einmal entschlüpft, einmal entschwunden,
                       Zurück kehrt keine Jugend mehr. Erika u. Hubert, 19.06.93

Zeig deine Tränen nicht

Wenn deine Seele weint,
Glaube den Worten nicht
Wenn auch nach Wahrheit scheint.

Glaub deinen Träumen nicht

Denn sie vergehn,
Verzweifle nicht
                                   Du mußt bestehn. 19.05.87 Erni und Franz

Die Berge sind die Heimat

Mein Leben und mein Recht,
Hier bin ich der König
                                                 Unten bin ich Knecht. 16:42 13.10.94 Fladerer Weiz
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SPEIKKOGEL 1988M GIPFELBUCH GIPFELKREUZ DES KLEINALMSPEIK´S BILD: 61
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So schön ist`s noch hinieden
Auch unser Herz erfuhr
Den Segen und den Frieden
Der göttlichen Natur.

Noch blüht des Himmels Schöne,

Noch mischen brüderreich
In unseres Herzens Töne
Des Frühlings Laute sie.

Drum such im tiefsten Tale
Den blütenreichsten Hain
Und gieß aus goldner Schale
Den frohen Opferwein.

Noch lächelt unveraltet

Das Bild der Erde dir
Der Gott der Jugend waltet
                                     Noch über dir und mir. HÖLDERLIN>
Margarete Dür von der Mugel kommend, 07.09.93

  Ein Frühlingsgedicht, als Erinnerungsgeschenk von Friedrich Hölderlin bei einer Südwegwanderung
im Frühling, Menschenseele, nichts kann dir noch größere Freude bereiten.
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Ein Mensch der sagt: Er sitze am längsten Ast.
                 Ist trotz der Evolution ein AFFE geblieben.