÷20091012DOCTRINA WEBRITIS, Scientia potentia est - Wissen ist Macht. MAURER> Hermann Maurer ist ein internationaler Wissenschaftler und Autor von Expert> Zukunftsromanen,
schlicht gesagt ein Weltbürger aber trotzdem ein bodenständiger
Österreicher, der auch mit dem „Monz Styriae Altissimo Grimming“
verwurzelt ist. Hat er doch in Bad Mitterndorf ein bescheidenes
Refugium. Wer ihn persönlich kennt wird, wird feststellen er hat auch
eine Begabung im Umgang mit seinen Mitmenschen und ist fern einer
wissenschaftlichen und künstlerischen Abgehobenheit. Im Gegensatz zur
Ministerin Firnberg die den AEIOU Förderhahn abdrehte, wirbt er um
Rechte für Texte und Bildrechte von heimischen Künstlern und sichert
sich Fotografien. Es spricht für die Kleine Zeitung, dass sie die
offizielle Geburt des Austria Forums, neben sonstiger diesbezüglicher
medialer Funkstille,(außgenommen Ö1 - da kam Hr. Maurer zu Wort), in einem Online Artikel und in einem Printartikel publizierte. Grazer Forscher ist Europa-Spitze: Zum
neuen Vorsitzenden der Sektion Informatik der Academia Europaea
(Europäische Akademie der Wissenschaften) wurde der Mathematiker
Hermann Maurer, Vorstand-Stellvertreter des Instituts für
Informationssysteme und Computer-Medien (IICM) der Technischen
Universität Graz, gewählt. Steile Karriere. Hermann Maurer, geboren 1941 in Wien,
studierte Mathematik in Wien und Calgary und war dann u.a. als
Systemanalytiker bei der kanadischen Regierung und anschließend im
Labor von IBM in Wien tätig, bevor er 1978 seine Karriere an der TU
Graz begann, wo er Dekan der Fakultät für Informatik war. KZ ÷ 20090509 Van Goghs
Ohrenrätsel  
Paul
Gauguin,
ein teilweise im Wechselspiel zwischen Freundschaft und
Rivalität zu Gogh gestandener Maler, soll Gogh das Ohr abgeschnitten
haben. Dies behaupten nun zwei deutsche Wissenschaftler und stellen die
These, dass sich Gogh in seinem Wahn selbst verstümmelt hat, in Frage.
Die zwei Malergenies hätten eine Auseinandersetzung um eine
Prostituierte ausgetragen wird behauptet. Zehn
Jahre lang haben sich Hans Kaufmann und Rita Wildegans mit dem Fall
beschäftigt, Polizeiberichte und Zeugenaussagen von damals, sowie die
Briefe der Künstler auf Hinweise durchforstet. Gogh
und Lenau
beide durchschritten die Grenze von Genialität zum Wahnsinn. Und
doch haben sie beide auf ihre Art unvergängliche Werke geschaffen. Über
legendäre tote Künstler, deren echter Schaffenswert erst nach
dem Tod
richtig erkannt wurde - wie bei Lenau und Gogh, zu schreiben ist immer
verlockend. Es ist so wie bei der sogenannten zweckentfremdenden
Modernisierung von alten Stoffen für Theater und Oper, wo sich
hauptsächlich der Regisseur hervorheben will und die Werktreue ein
Fremdwort bleibt. Ein unbekanntes Thema aufzugreifen ist jedenfalls
relativ schwieriger, als sich mit bereits vielfach Bearbeiteten
auseinander zusetzen. Das ohnehin Bekannte noch bekannter zu
machen?
Oder ist es das Bestreben sich von dem Ruhm der Toten was
abzuschneiden? Als Kontrast war dazu die
gestrige Eröffnung der
Wiener Festwochen eine einzige Heurigenseligkeit zwischen
Burgtheater
und Rathaus. Von Grinzing bis zur Reblaus, vom Zentralfriedhof nach
Floridsdorf, und sogar der Heinz Conrad sang dazu noch im Ehrengrab,
„von der schiefen Wiese am Donaukanal.“ Immer öfter, wie auch
diesmal,
unerträgliche Film und Toneinspielungen, bei Musikveranstaltungen und
ein sündteurer Drehbühnenaufbau aber sonst permanent die Ostbandkurti
Band.
Warum
Mozart in einem Massengrab verscharrt
wurde, warum gab es für Schubert kein Todesgeleit, außer ein paar
Hunden? Ob Gogh sein Ohr brieflich an die Streitverursacherin sandte?
Ob er wirklich so lange bei seiner Geliebten verweilen wollte, wie er
den Damen über eine Kerze halten konnte? Im Gegensatz verstand es
Gauguin besser sich sein Leben gefälliger zu richten. Lenau und Gogh,
beide hatten sehr unglückliche - oder besser gesagt aussichtlose
Liebesbeziehungen. Wegen bitteren Enttäuschungen, die er aber auch
selber den Frauen bereitet hatte, ergriff Vincent die Ansicht; er könne
in der Liebe kein Glück mehr finden. Und doch oder trotzdem gab es eine
Frau die ihn geliebt hat, und die wegen der unerfüllten Liebe, sowie
später Vincent, freiwillig voraus in den Tod ging. Lenau landete im
Döblinger Irrenhaus, seine letzte Reaktion bei dem Wort Musik war: Ein
irres Gefiedle auf seiner, einst so traumvoll von ihm gespielten Geige.
Doch der Mantel des Todes hüllt alles ein, läßt alle Stimmen schweigen
und die scheinbaren Rätsel werden unscheinbar und das ist gut
so,
denn es gibt ausreichende Auseinadersetzung und lohnende
Beschäftigungen mir den geschaffenen Kunstwerken von Goghs aber auch
mit der Literatur von Lenau >"Wandlung ist notwendig wie die
Erneuerung der Blätter im Frühling." - Briefe "Wenn ich mir jetzt meinen
Zustand überlege und dabei hoffen darf, zwischen den Krisen - denn
unglücklicherweise ist zu befürchten, dass sie von Zeit zu Zeit
wiederkehren -, […] Perioden der Klarheit und der Arbeit zu haben." - Anfang September 1889 in
Saint-Rémy,: Vincent van Gogh Verlagsinformation
In
„Van Goghs Ohr“ berichten die Autoren Rita Wildegans und Hans Kaufmann
über die kurze Lebens und Arbeitsgemeinschaft von Vincent van Gogh und
Paul Gauguin im legendären „Atelier des Südens“ in Arles (Oktober –
Dezember 1888), die mit der Affäre um van Goghs abgeschnittenes Ohr ein
abruptes Ende fand. Sie zeichnen die Lebenswege und Entwicklung der
beiden Künstler bis zu ihrer schicksalhaften Begegnung nach. Eine
besondere Rolle spielen die Ereignisse vom 23./24.12.1888, in deren
Verlauf sich van Gogh nach gängiger Überlieferung imWahn
mit einem Rasiermesser selbst sein linkes Ohr - ganz oder teilweise -
abschnitt. Diese „Wahnsinnstat“ hat die Fantasie der Zeitgenossen und
der Nachwelt immer wieder zu Spekulationen über van Goghs Krankheit
angeregt und zugleich viel zur Berühmtheit des Künstlers beigetragen.
Allerdings ist die überlieferte Version der Geschehnisse eine
unbewiesene Behauptung, die nachweislich auf Paul Gauguin zurückgeht.
Er aber war nach eigenem Bekunden bei der behaupteten
Selbstverstümmelung gar nicht anwesend. Van Gogh seinerseits hat nie
klar bestätigt, sich selbst das Ohr abgeschnitten zu haben,
andererseits aber der von Gauguin verbreiteten Legende nicht offen
widersprochen. Kaufmann und Wildegans führen den Beweis, dassPaul
Gauguin selbst es war, der im nächtlichen Streit seinem Kollegen mit
einer scharfen Waffe das Ohr abschlug und anschließend mit der
Behauptung, Vincent habe sich selbst verletzt, seine Täterschaft
verschleierte.
Die Autoren legen die Indizien, die auf den „Pakt des Schweigens“
zwischen den beiden Künstlerkollegen hinweisen, ausführlich dar. Ihre
Beweisführung ist bestechend. In „Van Goghs Ohr“ bezieht das Autorenduo
den Leser in seine spannende Recherche ein, ausgehend von der Deutung
eines rätselhaften Gemäldes Gauguins in der Petersburger Eremitage.
„Van Goghs Ohr“ ist ein fesselnder Thriller aus der Kunstgeschichte,
dessen Brisanz aus der kritischen Analyse der Originalquellen
entwickelt wird. Die Autoren behandeln dabei zahlreiche Aspekte: die
persönliche Beziehung zwischen van Gogh und Gauguin, Ursachen und
Vorgeschichte des Eklats vom Vorweihnachtsabend 1888, den genauen
Ablauf der Ereignisse und die Folgen. Eine wichtige Rolle spielt die
Frage, warum sowohl van Gogh als auch Gauguin den wahren Tathergang
bewusst verschleiert haben.
Sie unterziehen ihre These von der Täterschaft Gauguins einer
mehrfachen Plausibilitätsprüfung und untermauern sie mit einer Fülle
von Hinweisen und Belegen, die sich zu einer erdrückenden Indizienkette
zusammenfügen.Zugleich
werden zahlreiche Widersprüche und Fehler in der überlieferten
Darstellung aufgeklärt undversteckte
Hinweise der beiden Künstler entschlüsselt. Wie in einem Mosaik ergibt
sich daraus ein überzeugendes Bild vom Ablauf des Dramas von Arles.
Die
Autoren
Rita Wildegans
studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Vor- und Frühgeschichte an
der Universität Hamburg. 1989 Promotion. Mitarbeiterin einer
Kulturstiftung mit dem Forschungsschwerpunkt Kunst des 19. und
20. Jahrhunderts. Hans
Kaufmann,
Dr. phil., Jahrgang 1941; Studium der Geschichte, Romanistik,
Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Freiburg i. Br. und
Hamburg. Lehrtätigkeit im Hamburger Schuldienst; lebt in Hamburg. Van
Goghs Ohr Paul Gauguin und der Pakt des Schweigens 392 Seiten, mit
Abbildungen € 22,90 (D) / 23,60 (A)ISBN 978-3- 940731-14-2 p.loelsberg@osburgverlag.de
www.osburgverlag.de
÷
2009.05.01
LebenszeitenWie
mit den Lebenszeiten, so ist
es auch mit den
Tagen, keiner ist uns genug,
keiner ist ganz schön und jeder hat, wo nicht seine Plage,
doch seine Unvollkommenheit, aber rechne sie zusammen, so kommt eine
Summe freude und Leben heraus
Friedrich Hölderlin > Kalenderspruch
vom, 2009.02.22 ÷200904
Eine Reihe von Zufällen Auf dem Rückflug von
einer Geschäftsreise von St. Petersburg nach Wien
kam mir wieder einmal der Zufall zu Hilfe. Nach dem Einstieg ins
Flugzeug musste ich feststellen, dass mein Sitzplatz bereits belegt
war. Die junge Dame bat mich, mit ihr Platz zu tauschen, und so ergab
es sich, dass ich neben einem Herrn Platz nahm, der Brite und
Weltraum-Techniker war. Er befand sich auf der Heimreise von einem
Vortrag und wir führten ein sehr interessantes Gespräch. Auch über
Zufälle, die sich im Leben ergeben. Er bezeichnete diese als
„Serendipities“. Da dieses Wort in meinem Sprachschatz fehlte, musste
ich nachfragen. Er lächelte verschmitzt, schrieb es auf seine
Visitenkarte und meinte, ich soll einfach im weltweiten Datennetz nach
diesem Wort suchen. Ich werde sehr überrascht sein, fügte er hinzu, wie
oft dieses „Zauber-Wort“ dort zu finden sei.
Und so war es auch. „Serendipity“ beschreibt genau das, was mir über
viele Jahre bei meinen Erlebnissen im Wienerwald passiert ist, und
treffender kann es durch nichts ausgedrückt werden. Es bedeutet, die
Gabe zu besitzen, zufällig unerwartete Entdeckungen machen zu können
und im Leben immer wieder überraschend etwas Schönes zu finden. Diese
Bezeichnung wurde vom englischen Schriftsteller Horace Walpole, der bis
1797 lebte, geprägt. Dieser wiederum hat sich auf das persische Märchen
„Die drei Prinzen von Serendip“ bezogen. Diese schillernde Erzählung
stammt aus den glücklichen Zeiten, als die Könige noch Philosophen
waren. Geschrieben hat es ein persischer Dichter vor siebenhundert
Jahren. Ist das nicht ein wunderbarer Kreislauf und ein gutes Beispiel
für unser kollektives Unterbewusstsein?
Es erzählt vom König von Serendip, einer Stadt,
die sich auf der
früheren Insel Ceylon befunden hat, dem heutigen Sri Lanka. Er hatte
seine drei Söhne hinaus in die Fremde geschickt, um das Kostbarste, was
es auf der Welt gibt, zu finden. Auf diesen Reisen gerät jeder der drei
Söhne mehr oder weniger zufällig in Situationen, die sie dazu bringen,
ihre Meinung über das wertvollste Gut im Leben immer wieder zu ändern.
Endlich kommen die Prinzen zu ihrem Vater zurück und erfahren, dass
dieser das Kostbarste auf der Welt schon längst gefunden hat. Er
entdeckte es direkt vor den Mauern seines Palastes, denn er hatte das
Glück, jene Freude in sich zu haben, die ihn dazu brachte, auch in
alltäglichen Dingen immer wieder etwas Neues sehen zu können. Er kannte
diese Fügung des Schicksals, dass wir immer wieder auf etwas
Unerwartetes und Erfreuliches treffen können, wenn wir unsere Sinne
öffnen. Seine Gabe war es auch, die Wege abseits der bekannten Routen
zu durchforsten, und so konnte er immer wieder die Geheimnisse des
Lebens sehen, die sich nur dem wachsamen, kreativen Blick offenbaren.
Er wusste, dass wir dafür Glück und Geist benötigen. „Serendipity“
bedeutet also, dass wir immer wieder zufällig auf etwas stoßen können,
das unsere freudige Aufmerksamkeit erweckt und unseren Geist auf
kreative Gedanken bringt. „Zufall ist das unberechenbare Geschehen, das
sich unserer Vernunft und Absicht entzieht“, meinten bereits die
Gebrüder Grimm – und eine weitere gute Formulierung ist diese: „Wer den
Zufall aus seinem Leben verbannt, nimmt sich das Beste, was es gibt.“
Es lohnt sich also, über jene Dinge
nachzudenken, die uns „zufällig“
begegnen, denn wir erleben genau das, was wir denken. Mit den in
unserer Entwicklung eingeprägten Gedankenmustern übersehen wir sehr
viele schöne Dinge. Wohin wir aber unsere Gedanken richten, dorthin
folgt auch unser Energiestrom. Egal ob positiv oder negativ, je mehr
wir an etwas denken, desto eher wird es eintreffen. Willkommen also in
den kleinen Paradiesen des Wienerwaldes, wo diese Schätze vor unserem
Tempel liegen und wo sie dem Zufall eine gute Chance geben können, sie
auch zu finden.
Es geht um authentische Erlebnisse, die mein Leben geprägt haben. In
neun Jahren habe ich im Wienerwald drei Kreuze mit einem Buchbehälter
an Plätzen abseits der Wege errichtet. Daraus wurden kostbare
Eintragungen gesammelt und in diesem Umfeld werden wir Erkenntnisse der
positiven Energie sammeln, die von der Natur ausgeht und unsere
geistigen und körperlichen Kräfte aufbaut. Die Wege führen uns in
Gebiete, wo uns der Atem des Lebens erfrischt und wir gelangen zur
Energie, die von den Bäumen ausgeht. Wir werden auf Spuren von
Mitmenschen treffen, die wir überhaupt noch nicht kennen. Diese haben
jene versteckten Plätze bereits gefunden und uns in der Stille des
Waldes Nachrichten hinterlassen, die wir auf uns wirken lassen können.
Wir werden erkennen, auf welch unterschiedlichen Ebenen unser eigenes
Leben abläuft. Es reift das Wissen um die Kraft der Gedanken, die unser
Leben entscheiden. Wir erhalten wertvolle Impulse, die wir in unseren
Alltag mitnehmen können.
Ich durfte in meinem Leben jene Erfahrung machen, von der im Kult-Film
„Klub der Toten Dichter“ der Schauspieler Robin Williams erzählt:
„Im Wald traf ich auf zwei verschiedene Wege
und ich nahm den weniger
begangenen. Das entschied mein ganzes Leben. Ich ging in die Wälder,
ich wollte das Dasein auskosten und das Mark des Lebens in mich saugen
und alles fort werfen, das kein Leben barg, um nicht an meinem Todestag
inne zu werden, dass ich nie gelebt hätte.“
Trotz aller unglaublichen Zufälle, die zu
diesem Buch geführt haben,
ist meine Erzählung nicht erfunden, sondern Realität. Die ganze
Geschichte hat für mich vor langer Zeit begonnen und ist immer noch
gegenwärtig. Sie ist für mich eine Schule des Lebens geworden. Es ist
unmöglich, diese Lehre von der „Waldesmitte“ an einer Universität oder
in einem Seminar zu erlernen, und natürlich kann auch dieses Buch nur
ermutigen, die Weisheit des Lebens in der Freiheit, in der Stille der
Natur selbst zu finden.
Die Botschaft aus dem Wald
Nur wenige
Sonnenstrahlen durchdrangen das Blätterdach, ein kleines
Bündel Licht warf hellgrüne Streifen auf den Waldboden, das
Schattenmuster der Buchenblätter bewegte sich sanft im Wind. So tauchte
ich ein in diesen Zauber und etwas Geheimnisvolles, Erhabenes hatte
mich ergriffen, mich hierher geführt. Da stand es unerwartet vor mir,
ein Kreuz aus verwittertem Holz, vergessen, uralt, verblichene
Buchstaben, kaum noch zu lesen. Dennoch wurden diese Worte für mich zur
wichtigsten Botschaft meines Lebens.
„Geh in des Waldes Mitte, damit dich die Natur umschließt, was für dich gewiss, eine gute
Lehre ist!“
Es war einer dieser „Zufälle“ in meinem Leben, hier abseits aller Wege
und völlig unvermutet, hier in der Einsamkeit eine Inschrift zu finden,
die mir später ein Wegweiser, eine Quelle der Weisheit für mein Leben
werden sollte. Es war die Klarheit dieser Aussage, die mir erst später
in all ihrer Bedeutung bewusst geworden ist, dass ich nämlich hier an
dieser Stelle eine Lehre für mein Leben gefunden hatte. Es ging in
meinem Leben immer wieder darum, vertraute Pfade zu verlassen, das
Verborgene zu suchen und dabei unvergessliche Bilder für die Seele zu
finden. Den Atem des Lebens zu spüren, wie der Lyriker Rainer Maria
Rilke meinte: „Wenn einer stirbt, nicht das allein ist Tod, wenn einer
lebt und es nicht weiß, auch das ist Tod!“
Mit nun mehr als fünfzig Jahren blicke ich auf ein sehr reichhaltiges
und glückliches Leben: Es war nicht nur das Geschenk meiner Gesundheit,
nicht nur die Geborgenheit in meiner Familie, es waren nicht nur
sonnige Erlebnisse mit Freunden und die Erfüllung im Beruf. Einen
Großteil meines für mich gelungenen Lebens verdanke ich einem Schatz,
den ich gefunden habe. Er liegt verborgen in diesen Wäldern um Wien, in
den Plätzen der „Waldesmitte“. Natur bedeutet für mich immer wieder
Lebensenergie und gleichzeitig war sie für mich immer die wichtigste
Lehrmeisterin.
In diesem Buch geht es mir in erster Linie
darum, Dinge weiter zu
geben, die ich selbst vorher nicht gesehen habe, weil ich weder Augen
noch Ohren dafür hatte. Unsere Wahrnehmungen sind durch
Oberflächlichkeiten geprägt. Ein Beispiel dafür sind unsere
Statussymbole, die unsere gesellschaftliche Stellung und unseren Erfolg
gegenüber den Mitmenschen ausdrücken sollen. Unser Dasein basiert
überwiegend auf diesem Prinzip, andere Menschen mit materiellen Dingen
zu beeindrucken. Die Aussagen der Philosophen beweisen uns, dass sich
die Menschen immer schon in erster Linie von Äußerlichkeiten
beeindrucken ließen. Diese großen Denker aus unserer Vergangenheit
bestätigen die Lehre von der „Waldesmitte“ und erinnern uns daran, wie
wir auch ohne materiellen Reichtum ein gelungenes Leben führen können.
Dieses Buch ist für mich eine sehr gute Gelegenheit, meine „Schätze“ zu
teilen, etwas zurückzugeben, was ich selbst über so viele Jahre
erhalten habe. Werte, die viel kostbarer sind als alle anderen
Reichtümer. Das Wichtigste in unserem Dasein ist jene Zeit, in der wir
das Leben spüren können, weil es viel schneller verstreicht, als wir es
wahrhaben wollen.
Hofrat Dr. Franz Benesch schrieb bereits im Jahre 1894 in seinem
Bergführer für das Rax-Gebirge: „Du musst den Leuten eben sagen, was es
zu sehen gibt, weil sie selber kein Auge mehr dafür haben.“
Wenn ich also einen Schatz teilen will, wenn
ich etwas weitergeben
möchte, dann ist das auch damit verbunden, auf etwas hinzuweisen,
wonach mich niemand gefragt hat. Wie viele Menschen gibt es, die diese
wunderbare Landschaft um Wien noch niemals gesehen oder erkannt haben?
Wie viele Wanderer benützen jahrzehntelang die gleichen ausgetretenen
Pfade, ohne dass sie die Schönheit links und rechts der Wege je bemerkt
haben? Die Besucher der Kreuze kennen diesen Unterschied, wie dieses
Beispiel aus einer Kreuzbucheintragung zeigt: „Abseits der Hauptstraße
auf schmalem, ruhigem Waldweg einen solchen Platz zu finden, ist schon
ein besonderes Geschenk. Danke!“ Am Weg zu den Drei Kreuzen, die im
Wienerwald auf kaum sichtbaren Pfaden zu erreichen sind, gibt es viele
Dinge zu sehen, die ich selbst erst durch eine Reihe von Zufällen
entdeckt habe, nur weil ich mir etwas Zeit genommen habe.
Rilke meint zu unserer stets gegenwärtigen
Eile, mit der wir am Leben
vorbei hasten: „Wir sind wie Treibende, im Fluss der Zeit. Doch den
Schritt der Zeit, sieh ihn als Kleinigkeit, im ewig Seienden. Alles
Eilige wird vorüber sein, denn erst das Ewige weiht uns ein.“
Diese Wanderung führt uns durch vier verschiedene Wälder mit Buchen,
Föhren, Eichen und Birken.
Der Buchenwald ist einfach aus meinem inneren Gefühl gleichgesetzt mit
dem Erlebnis der Kraft der Bäume und wie wir durch die Bewegung in der
Natur sehr viel für unsere geistige und körperliche Gesundheit tun
können.
Der Föhrenwald führt uns zur Besonderheit
dieser vergessenen Plätze bei
den Drei Kreuzen, führt uns hinauf zu unterschiedlichsten Gedanken
jener Besucher, die an diesen Orten gewesen sind und die ihre
Empfindungen aufgeschrieben haben, um nachkommenden Menschen eine
besondere Nachricht zu hinterlassen. Im
Eichenwald entstehen die Zeitbrücken in unsere Vergangenheit. Sehr
viele Dinge werden uns vertrauter, wenn wir immer mehr Zusammenhänge
aus unserer Geschichte erkennen können.
Am weiteren Weg werden wir im Birkenwald den Begriff der Realität in
unserem Leben hinterfragen. Dabei werden wir in die Welt der Träumer
einsteigen und diese Geschichte wiederum ist eng verknüpft mit der
zentralen Frage nach einem erfüllten und gelungenen Leben. Es geht um
die Botschaften der großen Denker, die sich sehr intensiv mit diesem
Thema und eben diesen vermeintlichen Zufällen beschäftigt haben.
Hans
Steiner >
"Die Schätze des Waldläufers" Preis: € 16,90 Format:
13,5 x 21,5 cm Seiten: 128 ISBN: 3-902514-35-3
Veröffentlichung:
06/2006 Neue Rechtschreibung, Farbabbildungen
Durchschnittliche Kundenbewertung: Novumverlag
÷ Homer
Wenn ich
des Morgens mit
Sonnenaufgange hinausgehe nach meinem Wahlheim und dort im Wirtsgarten
mir meine Zuckererbsen selbst pflücke, mich hinsetze, sie
abfädne
und
dazwischen in meinem Homer lese; wenn ich in der
kleinen
Küche mir einen Topf wähle, mir Butter aussteche, Schoten ans
Feuer stelle, zudecke und mich dazusetze, sie manchmal
umzuschütteln: da fühl' ich so lebhaft, wie die
übermütigen Freier der Penelope Ochsen und Schweine
schlachten, zerlegen und braten.
Es ist nichts, das mich so mit einer stillen, wahren Empfindung
ausfüllte als die Züge patriarchalischen Lebens, die ich,
Gott sei Dank, ohne Affektation in meine Lebensart verweben kann. Wie
wohl ist mir's, daß mein Herz die simple, harmlose Wonne des
Menschen fühlen kann, der ein Krauthaupt auf seinen Tisch bringt,
das er selbst gezogen, und nun nicht den Kohl allein, sondern all die
guten Tage, den schönen Morgen, da er ihn pflanzte, die lieblichen
Abende, da er ihn begoß, und da er an dem fortschreitenden
Wachstum seine Freude hatte, alle in einem Augenblicke wieder
mitgenießt. HOMER > thilo@vonpape.de
÷
20081218 Von
einem, der die Steine belauscht 
[345] Ich bin schon wieder bei
meinem
lahmen Freunde. Er lächelt in seiner eigentümlichen Art:
»Und von Italien [346]
haben
Sie mir noch nie erzählt.« »Das soll heißen, ich möge es
sobald als möglich nachholen?« Ewald nickt und schließt schon
die
Augen, um zuzuhören. Ich fange also an: »Was wir
Frühling fühlen, sieht Gott als ein flüchtiges, kleines
Lächeln über die Erde gehen. Sie scheint sich an etwas zu
erinnern, im Sommer erzählt sie allen davon, bis sie weiser wird
in der großen, herbstlichen Schweigsamkeit, mit welcher sie sich
Einsamen vertraut. Alle Frühlinge, welche Sie und ich erlebt
haben, zusammengenommen, reichen noch nicht aus, eine Sekunde Gottes zu
füllen. Der Frühling, den Gott bemerken soll, darf nicht in
Bäumen und auf Wiesen bleiben, er muß irgendwie in den
Menschen mächtig werden, denn dann geht er, sozusagen, nicht in
der Zeit, vielmehr in der Ewigkeit vor sich und in Gegenwart Gottes.
Als dieses einmal geschah,
mußten Gottes Blicke in ihren dunkeln Schwingen über Italien
hängen. Das Land unten war hell, die Zeit glänzte wie Gold,
aber quer darüber, wie ein dunkler Weg, lag der Schatten eines
breiten Mannes, schwer und schwarz, und weit davor der Schatten seiner
schaffenden Hände, unruhig, zuckend, bald über Pisa, bald
über Neapel, bald zerfließend auf der ungewissen Bewegung
des Meeres. Gott konnte seine Augen nicht abwenden von diesen
Händen, die ihm zuerst gefaltet schienen, wie betende, – aber das
Gebet, welches ihnen entquoll, drängte sie weit auseinander. Es
wurde eine Stille in den Himmeln. Alle Heiligen folgten den Blicken
Gottes und betrachteten, wie er, den Schatten, der halb Italien
verhüllte, [347] und die Hymnen der Engel blieben auf ihren
Gesichtern stehen, und die Sterne zitterten, denn sie fürchteten,
irgend etwas verschuldet zu haben, und warteten demütig auf Gottes
zorniges Wort. Aber nichts dergleichen geschah. Die Himmel hatten sich
in ihrer ganzen Breite über Italien aufgetan, so daß Raffael
in Rom auf den
Knien lag, und der selige Fra Angelico
von Fiesole
stand in einer Wolke und freute sich über ihn. Viele Gebete waren
zu dieser Stunde von der Erde unterwegs. Gott aber erkannte nur eines:
die Kraft Michelangelos stieg wie Duft von Weinbergen zu ihm empor. Und
er duldete, daß sie seine Gedanken erfüllte. Er neigte sich
tiefer, fand den schaffenden Mann, sah über seine Schultern fort
auf die am Steine horchenden Hände und erschrak: sollten in den
Steinen auch Seelen sein? Warum belauschte dieser Mann die Steine? Und
nun erwachten ihm die Hände und wühlten den Stein auf wie ein
Grab, darin eine schwache, sterbende Stimme flackert: ›Michelangelo,‹
rief Gott in Bangigkeit: ›wer ist im Stein?‹ Michelangelo horchte auf;
seine Hände zitterten. Dann antwortete er dumpf: ›Du, mein Gott,
wer denn sonst. Aber ich kann nicht zu dir.‹ Und da fühlte Gott,
daß er auch im Steine sei, und es wurde ihm ängstlich und
enge. Der ganze Himmel war nur ein Stein, und er war mitten drin
eingeschlossen und hoffte auf die Hände Michelangelos, die ihn
befreien würden, und er hörte sie kommen, aber noch weit. Der
Meister aber war wieder über dem Werke. Er dachte beständig:
Du bist nur ein kleiner Block, und ein anderer könnte in dir kaum
[348] einen Menschen finden. Ich aber fühle hier eine Schulter: es
ist die des Josef von
Arimathäa,
hier neigt sich Maria, ich spüre ihre
zitternden Hände, welche Jesum unseren Herrn halten, der eben am
Kreuze verstarb. Wenn in diesem kleinen Marmor diese drei Raum haben,
wie sollte ich nicht einmal ein schlafendes Geschlecht aus einem Felsen
heben? Und mit breiten Hieben machte er die drei Gestalten der Pietà
frei,
aber er löste nicht ganz die steinernen Schleier von ihren
Gesichtern, als fürchtete er, ihre tiefe Traurigkeit könnte
sich lähmend über seine Hände legen. So flüchtete
er zu einem anderen Steine. Aber jedesmal verzagte er, einer Stirne
ihre volle Klarheit, einer Schulter ihre reinste Rundung zu geben, und
wenn er ein Weib bildete, so legte er nicht das letzte Lächeln um
ihren Mund, damit ihre Schönheit nicht ganz verraten sei.
Zu dieser Zeit entwarf er das Grabdenkmal
für Julius
della Rovere.
Einen Berg wollte er bauen über den eisernen
Papst und ein Geschlecht dazu, welches diesen Berg bevölkerte. Von
vielen dunkeln Plänen erfüllt, ging er hinaus nach seinen
Marmorbrüchen. Über einem armen Dorf erhob sich steil der
Hang. Umrahmt von Oliven und welkem Gestein erschienen die frisch
gebrochenen Flächen wie ein großes blasses Gesicht unter
alterndem Haar. Lange stand Michelangelo vor seiner verhüllten
Stirne. Plötzlich bemerkte er darunter zwei riesige Augen aus
Stein, welche ihn betrachteten. Und Michelangelo fühlte seine
Gestalt wachsen unter dem Einfluß dieses Blickes. Jetzt ragte
auch er über dem Land, und es war ihm, als ob er von Ewigkeit
[349] her diesem Berg brüderlich gegenüberstände. Das
Tal wich unter ihm zurück wie unter einem Steigenden, die
Hütten drängten sich wie Herden aneinander, und näher
und verwandter zeigte sich das Felsengesicht unter seinen weißen
steinernen Schleiern. Es hatte einen wartenden Ausdruck, reglos und
doch am Rande der Bewegung. Michelangelo dachte nach: ›Man kann dich
nicht zerschlagen, du bist ja nur Eines‹, und dann hob er seine Stimme:
›Dich will ich vollenden, du bist mein Werk.‹ Und er wandte sich nach
Florenz zurück. Er sah einen Stern und den Turm vom Dom. Und um
seine Füße war Abend. Mit einemmal, an der
Porta Romana,
zögerte er. Die beiden Häuserreihen streckten sich wie Arme
nach ihm aus, und schon hatten sie ihn ergriffen und zogen ihn hinein
in die Stadt. Und immer enger und dämmernder wurden die Gassen,
und als er sein Haus betrat, da wußte er sich in dunkeln
Händen, denen er nicht entgehen konnte. Er flüchtete in den
Saal und von da in die niedere, kaum zwei Schritte lange Kammer, darin
er zu schreiben pflegte. Ihre Wände legten sich an ihn, und es
war, als kämpften sie mit seinen Übermaßen und
zwängten ihn zurück in die alte, enge Gestalt. Und er duldete
es. Er drückte sich in die Knie und ließ sich formen von
ihnen. Er fühlte eine nie gekannte Demut in sich und hatte selbst
den Wunsch, irgendwie klein zu sein. Und eine Stimme kam:
›Michelangelo, wer ist in dir?‹ Und der Mann in der schmalen Kammer
legte die Stirn schwer in die Hände und sagte leise: ›Du mein
Gott, wer denn sonst.‹ [350] Und da wurde es weit um
Gott, und
er hob sein Gesicht, welches über Italien war, frei empor und
schaute um sich: In Mänteln und Mitren standen die Heiligen da,
und die Engel gingen mit ihren Gesängen wie mit Krügen voll
glänzenden Quells unter den dürstenden Sternen umher, und es
war der Himmel kein Ende.« Mein lahmer Freund
hob seine Blicke und
duldete, daß die Abendwolken sie mitzogen über den Himmel
hin: »Ist Gott denn dort?« fragte er. Ich schwieg. Dann
neigte ich mich zu ihm: »Ewald, sind wir denn hier?« Und
wir hielten uns herzlich die Hände. Quelle: Rainer
Maria Rilke: Sämtliche Werke. Band 1–6, Band 4, Wiesbaden und
Frankfurt a.M. 1955–1966, S. 345-350. RILKE >
÷
Grimming,
Grimming was ist los? > >
÷
1.5.2 SOMMER Kaum war der Frühling dir
bewußt,
Schwelgst du schon an der Sommers Lust.
Merkst nicht in deines Glückes Traum,
Das erste gelbe Blatt am Baum.
Wie schnell das Jahr für dich verrann,
Die schöne Zeit ist bald vertan.
Bald bist du alt und nicht mehr jung
Und dir bleibt nur Erinnerung. TROJANI
SOMMER >G.Walcher >
06.07.85 2008 BERICHT >÷ >
÷
Rilke
Projekt Lyrik-Prosa > ÷
Schneeglöckchen
'S war
doch wie
ein leises Singen In dem
Garten
heute Nacht, Wie
wenn laue Lüfte gingen: "Süße
Glöcklein, nun erwacht, Denn
die warme Zeit wir bringen, Eh's
noch jemand hat gedacht." 's
war kein Singen, 's war ein Küssen, Rührt
die stillen Glöcklein sacht, Dass
sie alle tönen müssen Von
der künftgen bunten Pracht. Ach,
sie konnten's nicht erwarten, Aber
weiß vom letzten Schnee War
noch immer Feld und Garten Und
sie sanken um vor Weh. So
schon manche Dichter streckten Sangesmüde
sich hinab, Und
der Frühling, den sie weckten, Rauschte
über ihrem Grab. Freiherr
Joseph von Eichendorff (1788-1857
÷
DIETMAR FÜSSEL>
LYRIK
MUSIK POESIE
TANZ FLUG
der NACHTEULEN erstmals in Wien 28.09.2007
Der
erste Auftritt
der Nachteulen im Unplugged
Wien war ein Erfolg. Texte, Musik und die Koreografi der
ausschließlich eigenen Kompositionen und Produktionen,
verzauberten ein zahlreiches Publikum der jungen Generation.
Dämmerung
Dieses Licht
ist nur selten zu
sehen, wenn die Dämmerung
kommt erreicht es die dunkle Seite deines Herzens, um dort zu spielen,
zu tanzen, alleine nur um das Herz an die Dinge zu erinnern, die der
Alltag nicht zulässt, Arbeit und Pflicht, die es zerdrücken,
es verdunkeln, aber dieses Licht tanzt mit deiner
Seele,
erweckt die Sehnsucht nach dem Schönen, dem Geheimnisvollen, das
noch nicht von der Realität systematisch analysiert und dann
normalisiert wurde,
gänzlich seines Wesens
beraubt. 7Seven.at/
ANGELIKA
- >
÷
Danzers stille
Einäscherung im
Gegensatz zum Waldheimprunk 24062007
Auszug Post von Jeannèe Kronenzeitung
†
Georg Franz Danzer (* 7.
Oktober 1946 in Wien; † 21. Juni
2007 in Pamhagen, Burgenland) DANZER >
Das schlimmste am
Tod - von der ultimativen Visite des Gevatters einmal abgesehen - sind
die überlebenden »Freunde«. Nicht die wenigen wahren und
echten, die nicht. Sondern die vielen falschen
und
verlogenen, denen Du, indem Du letztwillig verfügtest, dass Dein
Ableben erst nach Deiner Einäscherung im engsten Familienkreis
publik gemacht werden dürfe, einen Strich durch die widerliche
Rechnung gemacht hast. Muy bien hecho, um es in
Deinem geliebten Spanisch zu sagen: Sehr gut gemacht! Denn wen sie
jemand ge- und erkannt hat, die »amigos falsos«, die falschen Freunde, dann
Du.
Und wenn sie jemand aus tiefster Seele verabscheut hat, die Schleimer
und Weiner, die Anbiederer und Heuchler die »Zuwedrucker« und »Oaschkräuler«, um es in Deinem geliebten
Wienerisch auszudrücken, dann Du.
Und so hast Du das Pack an Deinem Grab verhindert. Ihre
Krokodilstränen vor laufenden »Seitenblicke« -Kameras, ihr Schluchzen und Triefen in den Ö3 -Mikrofonen, ihr
larmoyantes Gesabber und Gelabere in gottesverfluchter eigener Sache.
Und noch etwas, Georg Danzer: Ich bin nie Dein Freund gewesen. weder
ein solcher noch ein solcher. Aber vor Deinem letzten »letztwilligen Streich« ziehe ich Jeannée, vor dem verstorbenen
Austropopper den Hut zieht. Mach's gut da oben. GEORG
DANZER LIEDERBUCH Cafè-Hawelka-Hymne Heute
nacht machen wir es gut Die
letzte Eisenbahn
(für meinen Großvater) Heute
nacht war ich James
Dean Laß
mi amoi no d'Sun aufgeh' segn Ich
hab Sex-Appeal Komm,
zieh dich aus I
bin
a Kniera Die
Moritat vom
Frauenmörder Wurm Der
legendäre
Wixerblues vom 7. Okt. 1976 Morgenrot Die
Freiheit Fort
von Dir Sexi-Exi Notausgang Vogelfrei
Der Schrei Deppert's
Kind Traurig
aber wahr Der
alte Wessely Fieber Griechenland Ruhe
vor dem Sturm Frieden Mein
Leben Zukunft Jetzt
oder nie Ihr
habt die Macht Und
so weiter; Zombieball Auf
Tournee Die
Türken Wieder
normal Der
General Fahrradfahrer Was
vorgeht (Flugzeuglied) Menschliche
Wärme Für
Anne (1912) Ronny und Jury Quelle
Waldheim
Beisetzung zum Vergleich > Danzer Danzer
÷
200704DAS
GEHEIMNIS
DER MONALISA
Welt ohne
Frauen Gemälde
Geheimnis Diebstahl Bilder NEWS
÷
2007.04Was
wäre die Welt ohne Frauen?

"Frauen unterscheiden
sich körperlich vom Mann durch die unterschiedlichen primären
und sekundären Geschlechtsmerkmale. Neben den unterschiedlichen
Fortpflanzungsorganen gibt es einige weitere körperliche
Unterschiede zwischen Mann und Frau. So unterscheidet sich zum Beispiel
der weibliche Knochenbau, insbesondere von Becken und
Gesichtsschädel, geringfügig, auch der Muskelaufbau ist etwas
anders. Der Körper der Frau ist weniger muskellastig
ausgeprägt als der des Mannes; während der Anteil des
Muskelgewebes bei Frauen durchschnittlich etwa 23 Prozent ausmacht,
beträgt er bei Männern rund 40 Prozent. Neueren Theorien
zufolge unterscheidet sich auch das Denken bei Männern und Frauen,
ohne dass jedoch ein Geschlecht dem anderen prinzipiell überlegen
wäre. Jedoch gehen Frauen und Männer bei der Lösung
bestimmter Aufgaben (beispielsweise bei der Orientierung) zum Teil nach
unterschiedlichen Strategien vor. Inwiefern das durch die
unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen bedingt oder biologisch
angelegt ist, ist derzeit nicht vollständig geklärt." Quelle
Obwohl oder trotzdem
werden die Frauen als "das starke
Geschlecht" bezeichnet und in gewisser Weise trifft dies auch zu.
Generell überleben weltweit die Frauen die
Männer.
Warum das wirklich so ist, kann niemand genau beantworten, aber eine
Vielzahl an wissenschaftlichen Theorien versucht der Wahrheit dieses
faszinierenden Rätsels näherzukommen. Meine These dazu ist
ganz einfach: "Ohne
Frauen würde die
Menscheit aussterben" Frauen
sind
von der Natur dazu auserwählt Leben fortzupflanzen zu können.
Der Werdegang und die Geburt der Wesen, insbesondere der menschlichen,
ist ein Wunder der Schöpfung und um dieses Wunder vollziehen zu
können hat sich ein besonders dafür geschaffener,
wiederstandsfähigen Organismus entwickelt.
Leonardo da Vinci (1452-1519)
Mona Lisa,
genannt "La Gioconda" (im Louvre "La Joconde"), Datierung
ungenau:
1503-1505 (and. Quellen: 1510-1515) Öl auf Holz, 77 x 53 cm
Louvre, 1. Etage, Raum 6
Die Mona
Lisa ist das
meistbewunderte, meistkommentierte Gemälde der Kunstgeschichte.
Der Künstlerbiograph Giorgio Vasari (1511-1574) gab ihm den
Beinamen "La Gioconda", was "die Heitere" bedeutet.
Ebenfalls wird vermutet, es handle sich bei der Dargestellten, um die
Ehefrau eines Florentiner Patriziers mit Namen Francesco del Giocondo
und daß daher der Beiname stammen würde. Leonardo da Vinci
malte das Portrait in den Jahren zwischen 1503 und 1505 oder anderen
Quellen zufolge zwischen 1510 und 1515. Wen es darstellt, bleibt bis
heute ein Geheimnis. Da sich das Gemälde auch noch 1516 als
Leonardo nach Frankreich ging, in seinem Besitz befand, gilt es heute
eher als unwahrscheinlich, daß es sich um eine Auftragsarbeit
handelte. Gemutmaßt wurde darüber, ob die Dargestellte die
heimliche Geliebte Leonardos oder eines anderen Mannes war. Da die
Leonardo-Forschung heutzutage davon ausgeht, daß der Meister
wahrscheinlich homosexuell war, gab es auch immer wieder
Interpretationen, die in dem Gemälde ein androgynes
Portrait
des Malers selbst sahen. Doch alle Deutungsversuche sind nicht mehr als
Spekulationen.
Das rätselhafte Lächeln, die Lebendigkeit, die von der
dargestellten Person ausgeht, die wunderbare Gesichtsmodellierung und
die Farbabstufungen sowie die zarte, unwirkliche Landschaft im
Hintergrund üben auf den Betrachter des Bildes einen
unvergeßlichen Zauber aus. Durch eine feine, kaum erkennbare
Unschärfe, das sogenannte "Sfumato" verhindert der Künstler,
daß das Portrait steif und unnatürlich wirkt. Im Vergleich
zu anderen Portraits der Zeit wird dieser Kunstgriff Leonardos
besonders deutlich. Nichts auf dem Bild wirkt real greifbar. Neben
der Schönheit des
Gemäldes und der virtuosen Maltechnik
fesselt insbesondere die persönliche Ausstrahlung der
Dargestellten. Die Mona Lisa scheint über allem erhaben. Sie ruht
in sich gelassen, durch nichts zu erschüttern und schenkt dem
Betrachter in distanzierter Höflichkeit durch den Augenkontakt
ihre Aufmerksamkeit, aus welchem Winkel man auch immer das Gemälde
betrachtet. Im Gegensatz zu anderen Portraits der Zeit stellte Leonardo
nicht nur den Kopf und die Schultern dar, sondern den ganzen
Oberkörper, so daß auch die Körperhaltung der Frau
gezeigt wird. Die Mona Lisa blickt zwar den Betrachter an, dreht aber
den Körper zur Seite. Die Haltung ist genau abgestimmt, wirkt
lebendig und harmonisch. Die Bildkomposition vermittelt Geschlossenheit
und unterstreicht die anmutige gelassene Würde der Dargestellten.
Vor einer menschenleeren, die Romantik vorwegnehmenden Felslandschaft
mit ineinanderfließenden Flüssen und Wegen, sitzt die Mona
Lisa auf einem Stuhl, den einen Arm auf die Lehne gestützt, die
Hände ineinandergelegt. In der linken Bildhälfte ist noch die
Andeutung einer Loggia zu erkennen. Zwei Säulen an den Seiten
wurden entfernt als das Bild beschnitten wurde. Die Landschaft ist
unwirklich komponiert, die linke und die rechte Hälfte würden
nicht zusammenpassen, wenn man die Mona Lisa herauskopierte. Diese
Wildnis kann als Urlandschaft gedeutet werden. Die Frau davor auch als
zärtliches, wissend mütterliches Frauenurwesen, welches
individuell und doch madonnengleich idealisiert das Geheimnis des
Lebens in sich trägt. Die Frau ist mit ihrem
Gewand, den Haaren, den Schatten auf der Haut genau farblich mit der
Landschaft abgestimmt. Kein Schmuck lenkt vom eigentlichen Thema des
Bildes ab.
Bei der
detaillierteren Betrachtung
wird deutlich, daß nicht
einmal das Lächeln eines ist, denn in den Mundwinkeln und den
Augenfältchen hat der Maler keine entsprechenden Akzente gesetzt.
Allein durch die Schatten entsteht der Eindruck als würde uns die
Person freundlich, wenigstens minimal lächelnd ansehen. Dies
führt auch dazu, daß die Gestalt nicht wirklich zu fassen
ist. Welche Gemütsbewegung wäre am passendsten? Je nachdem in
welcher Entfernung wir das Gemälde betrachten, erscheint es uns
geheimnisvoller, distanzierter. Die Mona Lisa strahlt Hoheit und
Allwissenheit um die Geheimnisse der Welt aus, die den Tausenden von
Besuchern und Besucherinnen des Louvre noch immer verschlossen bleiben.
Leonardo arbeitete über Jahre an diesem Werk. Es ist nicht
auszuschließen, daß es sich über die Zeit stark
veränderte und immer mehr idealistischere Züge gegenüber
den Ausgangsentwurf annahm. Leonardo trennte sich zu Lebzeiten nie von
seinem Gemälde. Bereits Raffael muß es unvollendet in
Leonardos Werkstatt gesehen haben. Ein direkter Vergleich mit seinem
Portrait der Maddalena Doni (Florenz, Palazzo Pitti), welches sehr klar
ausgeführt wurde und der Mona Lisa verdeutlicht, daß Welten
zwischen dem rätselhaften Zauber der Mona Lisa und dem Werk
Raffaels liegen.
Das
sogenannte "Geheimnis"
der Mona Lisa bezieht
sich auf das seltsame Lächeln der Dargestellten, welches bei
genauerer Betrachtung gar keines ist, dennoch kommt es dem Betrachter
so vor. Überhaupt stellt sich die Frage, wer die dargestellte
Person sein mag. Die Forscher rätseln darum, aus welchem Grund
Leonardo dieses Lächeln malte. War die dargestellte Frau etwa die
heimliche Geliebte des Malers Leonardo da Vinci? Oder hat Leonardo, der
wahrscheinlich homosexuell war, sich selbst als Frau gemalt? Diese Idee
inspirierte übrigens auch einige moderne Künstler, die in
ihren Nachbildungen bzw. Verfremdungen des Gemäldes, die Mona Lisa
mit einen Bart verzierten. Aber alle diese
Erklärungen sind nur Spekulationen und durch nichts belegt. Das
Gemälde könnte ebenso gut eine Auftragsarbeit für ein
Portrait einer damals bekannten Persönlichkeit gewesen sein. Doch
dieses Geheimnis wird wohl nie wirklich gelüftet.
Nicht immer war der
Louvre so gut gesichert wie heute.
1911 gab es jedenfalls weder
besondere Sicherheitsmaßnahmen, noch eine Alarmanlage. Diesen Umstand machte sich in der
Nacht vom
22. zum 23. August 1911 der
Spiegelmacher Vincenzo Peruggia zu Nutze. Das der Louvre damals noch am
Montag
geschlossen blieb,
ließ er sich am Sonntag
einschließen und nahm später unbemerkt das berühmte
Bild vom Haken. Der Dieb hatte zuvor im Museum einige Arbeiten
ausgeführt, denn der Louvre begann gerade mit der Verglasung
einiger Kunstwerke, um diese vor Vandalismus zu schützen. Dabei
muß Peruggia seinen Plan gefaßt haben, das auch damals
bereits bedeutendste Gemälde der Welt zu stehlen, um es angeblich
wieder in sein ursprüngliches Heimatland, nämlich nach
Italien, zu entführen. Der Diebstahl wurde
schnell entdeckt, dennoch gab es lange Zeit
keine
Spur. Heute steht fest, daß Peruggia die Mona Lisa zunächst
in einem schäbigen Koffer in seinem Zimmer in der 5, rue de
l'Hopital St-Louis aufbewahrte. Später schrieb er auf eine Anzeige
des italienischen Kunsthändlers Geri, daß er die Mona Lisa
anbieten könne. Peruggia reist auf Einladung Geris nach Florenz
und präsentiert das Gemälde. Zusammen mit dem Direktor der
Uffizien wird es am 11.12.1913 auf seine Echtheit geprüft. Es
folgen mehrere Ausstellungen in Florenz, Rom und Mailand bis es am
1.1.1914 wieder nach Paris zurückkehrt. 1915 wurde Vincenzo
Peruggia der Prozeß gemacht. Seiner Erklärung, er habe das
Gemälde nur nach Italien zurückbringen wollen, wurde keinen
Glauben geschenkt. Quelle
In den folgenden
Bildern
ist die Mona Lisa satirisch - aber auch im Original
dargestellt. Wobei die Uniform, die
Insignie der Männlichkeit, der weiblichen Würde nicht
abträglich ist. Was wäre die Welt ohne Frauen? Die Menschheit
würde aussterben.
1.
2.
3.
0804Mona
Lisa
News
    
÷
Frühling
Vom Winter erwacht
Im
Herzen den FRÜHLING,
Den
Sommer im Sinn Den Herbstes als Gewinn.
Jahreszeiten >
Viel
Tausend Keime springen
Und jede Knospe spricht,
Wenn früh die Vgel singen
Beim ersten Morgenlicht. Und in dem Herz verborgen Ein Lied im Schlummer lag, Geweckt vom
Frühlingmorgen
Steigt jauchzend es
zu Tag. Gumpeneck >
÷
Parmenides
und Heraklit 26.Februar
4.
Rundbrief
2007 Hans
Zimmermann, Görlitz : aktuelle
Rundbriefe Liebe
Freunde, die Parmenides-Seite
ist nun
um die restlichen Fragmente vervollständigt; eine Heraklit-Seite wurde
jener Seite an die Seite gestellt: 115 seiner in Zitat-Fragmenten (bei
Diogenes Laertios, Sextus Empiricus, Aristoteles u.a.)
überlieferten Aphorismen griechisch (sowohl in
akzentloser
griechischer Schrift, "Symbol",
als auch in lateinischer Umschrift,
"Times new Roman") und deutsch.Beide Vorsokratiker
schätze ich hoch, gerade in ihrer
Polarität. Parmenides to gar
auto
noein estin te kai einai.
Denn, daß man es
erkennt, heißt zugleich: daß es ist."Daß
sich etwas im Denken zeigt, bedeutet zugleich, daß seine
Wirklichkeit offenliegt." Das hat nur dann Sinn, wenn eben allein im
satzförmig ausformulierten Erkennen sich Wirklichkeit zeigt oder
ergibt. Für Philosophen, die nicht solch eine Immanenztheorie der
Wahrheit vertreten, sondern etwa die konventionellere Abbild- oder
Korrespondenztheorie einer Wahrheit "da draußen" in der
Objektwelt, die in mir, dem Subjekt, wie eine zweite Welt neu
aufgebaut, repräsentiert oder wiedergespiegelt wird, gilt das als
eine Verwechslung von Kopula und Existenzaussage: "Bloße Gedanken
zaubern", so würden sie antworten, "keine Wirklichkeit hervor".
"Aber besteht die Innensicht der transparenten und vom Bewußtsein
durchleuchteten Wirklichkeit", so läßt sich
zurückfragen, "nicht im gedanklichen Erkenntniszusammenhang, in
dieser schlüssigen Verbindung der Sätze, in deren logischer
Identifizierung? Und überhaupt: In welchem Verhältnis steht
denn nun die Prädikation zur Existenzaussage? Wie läßt
sich sagen, darlegen, zeigen, daß überhaupt irgendetwas oder
mindestens der Sprecher selbst existiert"?"Dieser
Fluchtpunkt der Erkenntnissuche, subtil in der
frontalen Horizontlinie des Bewußtseins "erblinzelt", scheint
außerordentlich abstrakt; die Sprüche Heraklits dagegen
erfrischen das Herz unmittelbar mit der musikalischen, offenen
Spannung, die sie in ihren bildhaften Antithesen austragen; sie sind
prägnant-würzig-kurz ausformulierte Paradoxien, Aphorismen,
Zen-Koans, Pointen, Clous:
bildet mit seiner logischen Einsinnigkeit die Grundlage
wissenschaftlicher Prädikationen: Allein in der als
Prädikation, als Prädikatzuschreibung, als Satz,
ausformulierten Erkenntnis zeigt sich ihm das Wesen der Dinge. Die
(seitdem heftig umstrittene) These im Kern dieser Wahrheitstheorie ist
die, daß die Kopula der prädikatsnominalen Zuschreibungen
(d.h. das "ist" in den Prädikaten, die den Satzsubjekten
zugeschrieben werden) mit dem "ist" der Existenzaussage kongruiert:
potamois tois
autois embainomen te kai ouk embainomen, eimen te kai ouk
eimen. In
dieselben Flüsse steigen wir und steigen wir nicht, wir
sind und wir sind nicht. oder auch:ou xuniasin hokôs
diapheromenon heôutôi homologei: palintropos
harmoniê hokôsper toxou kai lurês. Sie
verstehen nicht,
wie einander Entgegengespanntes mit sich selbst übereinstimmt:eine wider sich
selbst gewendete Harmonie, wie beim Bogen und der Leier. grusz,
hansz
»Im
Wesentlichen schaffe ich,
woran mich das Unwesen hindert« Karl Kraus Portrait
of
Karl Kraus, 1925 by Oskar
Kokoschka
  P   
Überfallen
und blutig geschlagen Nr.
5 Wien, Mitte Mai 1899/0507 Karikatur
auf die Zensurmaßnahmen von Ernst August von Hannover
(die Zensur überreicht als Muse des
deutschen
Bundestags Metternich ein
zensiertes Exemplar der Schriften Martin Luthers). -- 1837
Wie meinen Lesern bereits
bekannt sein
dürfte, wurde ich in der Nacht vom 10. auf den 11. d. M.
überfallen und blutig geschlagen.
Solches geschah mir für einen Artikel, den ich geschrieben
hatte, um an einem abnormen Einzelfall die fast groteske Verkommenheit
unserer Theaterzustände aufzuzeigen. Seitdem ich mir in freier
Selbstbestimmung — ich möchte sagen: Selbstverdammung — den
undankbaren Beruf erwählt, als Rächer des wehrlosen und an
jedem Tage insultierten Geschmackes der Wiener Öffentlichkeit
einer von ihrer Allmacht trunkenen Clique die Wahrheit zu sagen, ist
kein so rein sachlicher Artikel aus meiner Feder geflossen. Mit keinem
glaubte ich so sehr dem allgemeinen Interesse zu dienen, in keinem war
ich so peinlich bemüht, die Persönlichkeit, die durch ein
theatralisches Wagnis der kritischen Behandlung überliefert wurde,
von den grauenerregenden Zuständen, die solches ermöglicht,
zu trennen.
Ich habe nur dem Entsetzen, wie herrlich weit wir es gebracht
haben, Ausdruck gegeben und dem Unwillen des Publicums, der in den
Tageszeitungen kein Echo mehr findet. Was uns ein erstes Wiener Theater
zuzumuthen wagte, hat in diesem Blatte eine Charakteristik erfahren,
die über das Maß des Erlaubten in keinem Satze hinausgeht.
Ich bedauere es, wenn die Zusammenstellung der Acten über
gerichtlich erhobenen Schwachsinn und eines Theaterzettels drastisch
und wie schneidender Hohn klingt, aber ich habe den von einer dreisten
Clique Genarrten nicht für seine Thaten verantwortlich gemacht.
Kein Wort ist zur Aufdeckung des Treibens dieser von den Concordia-
Blättern gehegten Bande verschwendet, und ich gelobe es, dass ich
mich durch die körperliche Revanche, die mir widerfahren, in der
ferneren Bekämpfung eines das arme Geistesleben unserer Stadt und
unseres Landes erdrückenden Journalistenringes nicht beirren
lassen werde.
Für das, was ich ohne
Rancune (f Groll) und ohne
Nebenabsichten,
bloß mit der Sprache der Erbitterung seit in paar Wochen an
dieser Stelle sage, hat Wiens Geistigkeit sich nicht anders zu
rächen gewusst, als durch den verteufelt schlauen Einfall, dass
sie mir drei Blutbeulen beibringen, die Lippen zerkratzen und mein Auge
gefährden ließ. Wieder trifft — wie im Falle jener
Theaterpremière — die öffentliche Entrüstung nicht den
armen Missbrauchten, der vom Claqueur
zum Bravo
sich erniedern ließ, sondern seine Hintermänner. Was sie
gethan oder veranlasst, harrt der gerichtlichen Überprüfung.
Darum muss ich mir heute eine eingehendere Besprechung des Falles und
seiner fünf bis sieben Begleitumstände versagen. Die Leser
werden sich damit begnügen müssen, vorerst aus den
entstellten Gerichtssaalberichten der Tagesblätter manches Detail
zu erfahren; ich selbst werde wohl bald in der Lage sein, mit der
Geheimgeschichte des Überfalls und zugleich auch mit einer
Besprechung der Stellungnahme, die einem Theil der Wiener Presse
beliebte, zu dienen. Die Herren, die im
Executor ihrer Wünsche Schwachsinn und
Körperkraft glücklich gepaart fanden, haben nichts erreicht,
als dass mein Kampf diesmal um ein paar Tage später, als
kalendarisch in Ordnung wäre, fortgesetzt wird. Meine Leser
verzeihen mir die kleine Unregelmäßigkeit. Nichts ist
geschehen, als dass mir in der Nacht vom 10. auf den 11. d. M. ein
Ziegelstein den Kopf streifte. Sollte er mir nächstens den Arm
verstümmeln, so bleibt mir noch ein Mund, »auszusprechen,
was ist,« laut zu sagen, dass die Versippung zwischen Theater und
Presse bald zum Ruin beider Institutionen führen muss, und die
Führerschaft, die sich die Herren Bahr und Bauer angemaßt,
zu verfluchen. ICH UND DIE NEUE
FREIE PRESSE Ein Process, den kürzlich der
Verleger meiner Zionssatire gegen die Neue
Freie Presse
vor dem
Handelsgerichte geführt und in erster
Instanz verloren hat, schafft mir die Gelegenheit, manches zu sagen,
was früher oder später zur endgiltigen Absteckung der Distanz
zwischen mir und der liberalen
hätte gesagt werden müssen. Dass ich zu ihr nicht zugelassen
wurde und nur einem planlosen Rachebedürfnis zuliebe mir mein
eigenes Blatt begründet habe, wird seit dem Erscheinen der ersten FutterkrippeFackel da und dorten positiv
behauptet oder mindestens in Form höhnischer Anspielung unter die
Leute getragen. Wo Verkleinerungssucht allein nichts ausrichten kann,
macht sie bei der Dummheit eine Anleihe und verbreitet aufs
Gerathewohl, mein Kampf gegen die journalistische Verseuchung des
Theaters, mein Protest gegen die Gewaltherrschaft, die eine
witzhaschende Winzigkeit wie Herr Julius Bauer im Reiche der Wiener
Geister aufgerichtet hat, kurzum die ganze Art meines Auftretens sei
einfach aus meinem Ärger zu erklären, dass ich mit dem — Extrablatt schlechte
Erfahrungen gemacht
habe.
Bisher hatte mir immer nur das Gerücht geschmeichelt, ich
sei nicht in den Redactionsverband der Neuen Freien Presse
aufgenommen
worden, und siehe da, nun erfahre ich zu meinem Entsetzen, dass es
eigentlich das Illustr.
Wr.
Extrablatt ist, dessen Redactionsthüren meinem
streberhaften Ehrgeize sich verschlossen zeigten. Was nützt jetzt
alle Versicherung, dass ich mit diesem Blatte nie in meinem Leben
andere schlechte
Erfahrungen
gemacht habe als die, welche jeder Zeitungsleser im Kaffeehause mit ihm
macht, wenn der Marqueur (Filzschreiber)
es just auf den Tisch wirft? Lasst mich nachdenken: — Ist es nicht auch
möglich, dass mir einmal die Aufnahme in das Ballcomité der Concordia
verweigert worden
ist? Vielleicht erinnere ich mich nur nicht .... Immerhin steht fest,
dass ich mich hinter meinem Rücken bemüht habe, in irgendein
Wiener Zeitungsbureau zu gelangen: so schreibt nur einer,
den Herr
Stern, Herr Löwy oder Herr Buchbinder lange Zeit unterdrückt
hielt und dem von den Theatern alle Freikarten vorenthalten wurden, die
jene Herren, seitdem sie nicht schreiben können, bekommen haben.
Ich kann mir heute nach
all
den Nachrichten, die mir über
meine literarischen Anfänge zugekommen sind, so recht ein Bild von
mir machen. Da stand ich, froher Hoffnung voll, im Mittelgange des
Volkstheaterparkets, mein Auge erglänzte, meine Pulse flogen, und
ich lauschte der Weisheit, die von den Lippen Landesbergs strömte
und allen Wissenden zu sagen schien: das Stück geht sechsmal ....
Zu Füßen Fischls bin ich gesessen, habe lernbegierig die
Kunde, die Erfahrung bot, in mich gesogen und wohl auch von einer
schönen Doppelstellung dereinst — Tantièmenmann und
Theaterrichter zugleich — in den Tagen argloser Jugend geträumt.
Und dann … mit einemmal hinausgestoßen, vielleicht wegen einer
unbedachten Äußerung, vielleicht weil ich auf einem
Clubkränzchen der Tochter eines Localredacteurs auf den Fuß
trat, geächtet; schwermüthig, wie der Dänenprinz, dem’s an Beförderung fehlt,
durch
Wochenblätter irrend .... ein leises Anklopfen noch an der
Thür des Extrablatt,
und
nach der Resultatlosigkeit dieses letzten Versuches — die Gründung
der Fackel
....
Wie
muss
es meine guten Feinde kränken, wie unsanft ihren Glauben an meine
Beziehungen zur Futterkrippe
angreifen, dass
die Schöpfungsgeschichte dieses Blattes denn doch etwas anders
lautet. Am
Anfang war das Futter, und ich sahe, dass es nicht gut war. Man
könnte fortsetzen: und er sprach, es werde Licht, und es ward
»Die Fackel« .... Das Futter war nämlich wirklich
nicht gut, und viele Esel sah ich, die sich um die Krippe
drängten. Nicht weit aber standen andere Krippen, aus denen jene
dort immerzu gefüllt wurde. Und ein Mann stand da, der hielt den
»Economist« in Händen und sprach zu den Subventionen:
Seid fruchtbar und mehret euch! Und es ward Morgenblatt und es ward
Abendblatt: Ein Tag ....
Ich habe
keine Geheimnisse,
und weil heute — schon nach
vier Proben rückhaltloser Meinungsäußerung — ein Meer
von Gemeinheit über meinem Haupte zusammenzuschlagen droht, muss
ich noch weiter gehen und ungescheut den Leser auch zur Besichtigung
meiner Jugendsünden einladen. Es gilt dem immer lauernden Verdacht
zu begegnen; darum darf ich nicht zögern, auch rücksichtslos
mich selbst — persönlich
anzugreifen. Ich öffne die unterste Lade meines
Schreibtisches und entdecke, dass ich seit den Tagen meines
literarischen Novizenthums über manches anders zu denken gelernt
habe. Hier eine Visitkarte und dort ein Brief, die mir beweisen, dass
ich einige der Leute, die ich heute bekämpfe, einst
persönlich gekannt Ich bin also im höchsten Grade undankbar.
Oder nicht? Oder soll man die Kreise, von denen man sich in Zeiten
besserer Erkenntnis mit Scham und Ekel wendet, überhaupt nie
gekannt haben? Das sind logische Feinheiten, für welche die gute
Gesellschaft jederzeit empfänglich ist; von meinen Hassern behende
aufgegriffen, verdichten sie sich im Nu zu Lügenknüppeln, die
dem Aufrechtschreitenden vor die Beine fliegen. Nun
also, — aber ich
bitte nicht zu erschrecken: ich hatte
im Alter von neunzehn bis dreiundzwanzig Jahren Verbindungen, das
bedächtige
Warmhalten neugewonnener Beziehungen
war mein Sturm und Drang und ein feinsittsames Auskommen im liberalen
Zeitungskreise der Inhalt meiner Flegeljahre. Ja, ich will es nicht
leugnen, dass den literatursüchtigen, politisch völlig
ahnungslosen Neuling ein Feuilletonistenplatz in der Neuen Freien Presse
zuweilen
verlocken mochte, dass mich von allen bestehenden Blättern dies
eine mit den seither durchschauten Mätzchen der Vornehmheit
getäuscht hat. Wenn heute ergraute Universitätsprofessoren,
Socialpolitiker und wirtschaftskundige Publicisten durch einen
Gnadenblick sich von der Höhe modernsten Wissens in die
Fichtegasse locken lassen, so wird man die Verirrungen einer im
liberalen Schulglauben befangenen Jugend nicht allzu hart beurtheilen.
Ich verzeihe mir. Ich habe eingesehen, dass ich besserungsfähig
bin. Aber ich will mir die Grausamkeit nicht ersparen, noch ein wenig
in den Idealen meiner Vergangenheit zu wühlen.
Dass ich früher
oder später zu der ‚Neuen Freien Presse’ komme, galt bei
den Wissenden als eine ausgemachte Sache. Redacteure des Blattes hatten
wiederholt darauf angespielt und, wenn auch das Machtwort der
Herausgeber noch nicht gesprochen war, aus dem sorgsam gehüteten
Thronsaal drang halbamtlich die Nachricht, dass man mein Talent schon
seit längerer Zeit beobachte.
Höfische Gebärdenspäher hatten mir den Wink vermittelt,
mich gelegentlich mit kleineren Beiträgen einzustellen, und als
vollends eine directe Einladung an mich ergangen war, zögerte ich
nicht, zu thun, was sämmtliche jüngeren Literaten auch ohne
formelle Aufforderung zu thun bereit sind. Ich bitte meine Leser um
Verzeihung: ich habe damals ein paar Literaturkritiken, Plaudereien u.
dgl. für die Neue Freie
Presse
geschrieben. Noch mehr: Auch an rein journalistischen Versuchen meine
Kraft zu messen, begann ich von Ischl aus sommerlich Correspondenzen
für das Blatt zu führen, depeschierte mit dem Eifer des
werdenden Schmocks über Dinge, die nicht an sich, bloß durch
die Art journalistischer Verwertung mich interessierten, und verlebte
traurige Tage, als eine falsche Verlobungsnachricht, die ich in die
Welt gesetzt, meiner Betriebsamkeit ein jähes Ende zu bereiten
drohte. Indes
wurde ich, so oft der Sommer ins Land kam, immer
wieder aufgemuntert,
man
schien an meiner Reporterbefähigung nicht zu verzweifeln und war
froh, so billig sich einen Ischler Correspondenten zulegen zu
können. Mein Ansehen stieg umso höher, je weniger ich mich
durch die schlechte Bezahlung abschrecken ließ. Der Verbreiter
des etwas übertriebenen Gerüchtes von der Verlobung einer
Theaterdame durfte sich bald mit einem Bericht über die Begegnung
Goluchowskis und Hohenlohes einstellen, und die Ereignisse in Ischl
gehorchten fortan dem designierten Vertreter der »Neuen Freien
Presse«. Ich hatte bei ihnen schon ein gewisses Prestige, und die
große Überschwemmung, die vor zwei oder drei Sommern das
Salzkammergut verheert hat, schien denn auch zu mir viel mehr Vertrauen
zu haben, als zu Herrn Herzl, der als Fremdling nach Ischl gekommen war
und mit stimmungsvollen Telegrammen der Katastrophe beizukommen suchte.
Ich sehe ihn noch in der Loggia des fluthenumbrandeten Hotels, auf
Impressionen lauernd, einen Skizzenblock in der Hand, auf dem er jeden
Baumstamm, der herangeschwommen kam, gewissenhaft vermerkte. Ich ahnte
die Unzufriedenheit der Redaction, sprang ihm hilfreich mit Thatsachen bei und
überbrachte
ihm Bergrutschungen, verbogene Bahnschienen, eingestürzte Tunnels
und zerstörte Brücken. Dafür sollte ich ihm eigentlich
dankbar sein, und es ist hässlich von mir, dass ich ein Jahr
später die Krone für
Zion
geschrieben habe............................. Warnung
Seine
Excellenz Herr Dr. Eugen v.
Böhm-Bawerk, Senatspräsident, hat kürzlich wieder die Neue
Freie Presse
als Sprachrohr benützt, um den
neuen regierungs- und verwaltungsgerichtshoffähigen Socialismus
Bernsteins zu begrüßen. Ich mache Seine Excellenz und alle
anderen Anhänger der Sprachrohrtheorie darauf aufmerksam, dass es
nöthig ist, den Apparat vor der Benützung gründlich zu
desinficieren und genau acht zu haben, wer vor ihnen hineingesprochen
hat. Ein Gesunder, der bedenkenlos jenen verseuchten Apparat
benützt, ist ansteckungsverdächtig und soll in Hinkunft von
mir ärztlich untersucht und wenn nöthig unter moralische
Quarantaine gestellt werden. Die Unbefangenheit, mit der selbst
treffliche Männer sich dem Blatte in voller Kenntnis seiner
Hintergründe nähern, muss aufhören. Wäre mir die
Erreichung dieses Zieles versagt — und mancher ist schon an solchem
Kampfe verblutet —, so müsste ich mir gestehen, dass ich mein
bestes Können und redlichstes Wollen vergebens eingesetzt habe.
Wenn ich aber fühlen werde, dass jeder mich unterstützt, der
jemals trotz aller Gewöhnung entrüstet oder angeekelt dies
Blatt von sich warf, dannlasse ich meinen Muth nicht sinken. (Auszug)

÷ Als
die Verhandlungssprache des
jüngsten Gerichtes nur die deutsche gelten lassen wollen Nr.
1 Wien, Anfang April 1899/0207
In
einer Zeit, da Österreich noch vor der von radicaler Seite
gewünschten Lösung an acuter Langeweile zugrunde zu gehen
droht, in Tagen, die diesem Lande politische und sociale Wirrungen
aller Art gebracht haben, einer Öffentlichkeit gegenüber, die
zwischen Unentwegtheit und Apathie ihr phrasenreiches oder völlig
gedankenloses Auskommen findet, unternimmt es der Herausgeber dieser
Blätter, der glossierend bisher und an wenig sichtbarer Stelle
abseits gestanden, einen Kampfruf auszustoßen. Der ihn wagt, ist
zur Abwechslung einmal kein parteimäßig Verschnittener,
vielmehr ein Publicist, der auch in fragender Politik die
»Wilden« für die besseren Menschen hält und von
seinem Beobachterposten sich durch keine der im Reichsrath vertretenen
Meinungen locken ließ. Freudig trägt er das Odium (l. Hass
Feindschaft) der politischen »Gesinnungslosigkeit« auf der
Stirne, die er, »unentwegt« wie nur irgendeiner von den
ihren, den Clubfanatikern und Fractionsidealisten bietet.
Das
politische
Programm
dieser Zeitung scheint somit dürftig; kein tönendes
»Was wir bringen«, aber ein ehrliches »Was wir umbringen«
hat sie
sich als Leitwort gewählt. Was hier geplant wird, ist nichts als
eine Trockenlegung des weiten Phrasensumpfes, den andere immerzu
national abgrenzen möchten. Mit Feuerzungen — und wäre es
auch ein Dutzend verschiedensprachiger — predigen die Verhältnisse
das Erkennen socialer Nothwendigkeiten, aber Regierende und Parteien
wünschen vorerst — mit hinhaltender Berechnung die einen, in
leidenschaftlicher Verblendung die anderen — die Kappenfrage der Prager
Studenten erledigt zu wissen.
Diese
Erscheinung
schmerzlichsten Contrastes, die sich durch unser öffentliches
Leben zieht, wird hier den Gesichtspunkt für die Beurtheilung
aller politischen Ereignisse bestimmen, und es mag zuweilen
glücken, dem dumpfen Ernst des Phrasenthums, wo immer er sein
Zerstörungswerk verübe, durch die ihm so unbequeme Heiterkeit
rechtzeitig den Credit zu schmälern. Dem
durch keine Parteibrille
getrübten Blick muss doppelt deutlich sich das Menetekel
zeigen,
welches dräuend in unserer durch Altarkerzen verstärkten
Finsternis zuweilen aufleuchtet. Aber die Sprachgelehrten wissen es
nicht zu deuten, und vom alten Hader noch erschöpft, erheben sie
sich zu neuem Zanke. Von dem unheimlichen Anblick geblendet, weisen die
einen mit einem ängstlichen »Zde«
nach der Erscheinung,
dieweil die anderen, völkischen Verrath witternd, als die Verhandlungssprache des
jüngsten Gerichtes nur die deutsche gelten lassen wollen.....Auszug

|