
H E R O L D V E R A N S T A L T U
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P E G A S U S
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![]() KÄRNTEN 18. Mai – 19. Mai
2012, Freitag und Samstag, 9.30 - 15.30 Uhr
(Einlass ab 7.30 Uhr)
Seine Heiligkeit gibt zweitägige Unterweisungen zu folgenden Themen: Das Herz-Sutra, Atischas Lampe auf dem Pfad zur Erleuchtung, Der Gesang der Vier Vergegenwärtigungen - Unterweisungen zur Sicht des Mittleren Weges. Seine Heiligkeit wird auch eine Medizinbuddha-Einweihung übertragen. Ort: Klagenfurter Messe, Messehalle 1 - Kärntenhalle Sprache: Seine Heiligkeit wird Tibetisch/Englisch sprechen, mit Konsekutivdolmetschung ins Deutsche. Es wird auch eine Dolmetschung ins Englische geben, die via Kopfhörer empfangen werden kann. Darüber hinaus sind wir bemüht, Dolmetschungen in andere Sprachen anzubieten, sofern es ausreichend Anfragen für die jeweilige Sprache gibt. Damit wir Ihre Anfragen berücksichtigen können, ist es sehr wichtig, dass Sie im Bestätigungs-Email, welches Sie beim Ticketkauf erhalten, Ihre gewünschte Sprache angeben. Gibt es für eine bestimmte Sprache nicht genug Anfragen, können wir leider keine Dolmetschung zur Verfügung stellen, wofür wir um Ihr Verständnis ersuchen. Falls Sie Bedenken haben, dass es keine Dolmetschung in Ihre Sprache geben wird, haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre eigene kleine Gruppe mit Dolmetscher/in zu organisieren – wir werden Sie nach Maßgabe unserer Möglichkeiten unterstützen! Einlass: Bitte beachten Sie, dass die Organisatoren auf strengen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz Seiner Heiligkeit und der Teilnehmer/innen bestehen müssen. Kommen Sie deshalb bereits zu Beginn des Einlasses - ab 7.30 - zur Messehalle, damit genügend Zeit für die Karten- und Sicherheitskontrollen, das Abholen der Kopfhörer, etc. bleibt, und alle Teilnehmer/innen vor Beginn der Unterweisungen ihre Plätze einnehmen können. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Veranstaltungen mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama in der Stadt Salzburg Montag, 21. Mai 2012 Vormittag: 9.30 - 11.30 Uhr (Einlass ab 7.30 Uhr) Vortrag & Diskussion "Weltfrieden und universelle Verantwortung" in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner des Tibetzentrums, Alpine Peace Crossing Seine Heiligkeit der Dalai Lama führt nach seinem Vortrag ein Gespräch mit Michael Kerbler (ORF Radio) und Dr. Alexandra Föderl-Schmid (Der Standard) Nachmittag: 13.30 - 15.30 Uhr Interreligiöser Dialog "Harmonie in der Vielfalt" in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner des Tibetzentrums, dem Zentrum Theologie interkulturell und Studium der Religionen der Universität Salzburg Seine Heiligkeit der Dalai Lama (Buddhismus), Erzbischof Dr. Alois Kothgasser (römisch-katholisch), und Vertreter weiterer Religionen in Österreich, wie z.B. die Superintendentin der Diözese Salzburg/Tirol der evangelischen Kirche, Mag. Luise Müller, Gemeinderabbiner Mag. Schlomo Hofmeister von der Israelitischen Glaubensgemeinschaft Wien und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Dr. Fuat Sanac. Moderation: Dr. Doris Appel, Leiterin der Abteilung „Religion“ des ORF Radio. Ort: Messezentrum (Salzburgarena) Sprache: Seine Heiligkeit wird Tibetisch und Englisch sprechen, mit Konsekutivdolmetschung ins Deutsche. Alle Gespräche werden auf Deutsch geführt. Einlass: Bitte beachten Sie, dass die Organisatoren auf strengen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz Seiner Heiligkeit und der Teilnehmer/innen bestehen müssen. Kommen Sie deshalb bereits zu Beginn des Einlasses - ab 7.30 - zum Veranstaltungsort, damit genügend Zeit für die Karten- und Sicherheitskontrollen bleibt, und alle Teilnehmer/innen vor Beginn der Veranstaltung ihre Plätze einnehmen können. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Veranstaltungen mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama in Wien Freitag, 25. Mai 2012, 13.30 - 15.30 Uhr (Einlass ab 12 Uhr) Öffentlicher Vortrag: "Jenseits von Religion - Ethik und menschliche Werte in der modernen Gesellschaft" Ort: Stadthalle Wien, Halle D Sprache: Sprache: Seine Heiligkeit wird Tibetisch und Englisch sprechen, mit Konsekutivdolmetschung ins Deutsche. Einlass: Bitte beachten Sie, dass die Organisatoren auf strengen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz Seiner Heiligkeit und der Teilnehmer/innen bestehen müssen. Kommen Sie deshalb bereits zu Beginn des Einlasses - ab 12 Uhr - zum Veranstaltungsort, damit genügend Zeit für die Karten- und Sicherheitskontrollen bleibt, und alle Teilnehmer/innen vor Beginn der Veranstaltung ihre Plätze einnehmen können. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Samstag, 26. Mai 2012, 9.30 - 15.30 Uhr (Einlass ab 8 Uhr) Symposium zu Buddhismus und Wissenschaft: "Geist und Materie - neue Modelle der Wirklichkeit" in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner des Tibetzentrums, der Universität Wien Teilnehmer: Seine Heiligkeit der Dalai Lama, Prof. Dr. Anton Zeilinger (Universität Wien, Österreich), und weitere renommierte nationale und internationale Wissenschafter/innen Ort: Universität Wien, Audimax Sprache: Diese Veranstaltung findet nur in Englisch statt! Einlass: Bitte beachten Sie, dass die Organisatoren auf strengen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz Seiner Heiligkeit und der Teilnehmer/innen bestehen müssen. Kommen Sie deshalb bereits zu Beginn des Einlasses - ab 8 Uhr - zum Veranstaltungsort, damit genügend Zeit für die Karten- und Sicherheitskontrollen bleibt, und alle Teilnehmer/innen vor Beginn der Veranstaltung ihre Plätze einnehmen können. Vielen Dank für Ihr Verständnis! Bei Fragen rund um die Veranstaltungen steht Ihnen unsere Hotline zur Verfügung! T: 0900 190 192 (€ 0,53/Min. aus Österreich) Mo-Fr. 9 - 17 Uhr http://www.dalailama.at/home/ PICASA FORUM |
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Besuch des Heinz Fischer bei der
Präsentation des Weltrekordversuchs der
Musikkapelle Bad Mitterndorf - www.blasmusikkapelle.eu
in Wien: Die Musikkapelle Bad Mitterndorf
klettert am 15. September 2012 gemeinsam auf den
höchsten freistehenden Berges Europas - den
Grimming mit 2.351 m - und gibt am Gipfel ein
Platzkonzert. Fischer, sowie Voves und
Schützenhöfer wurden zu diesem
einmaligen Event im Rahmen des Steiermarkdorfes
herzlich eingeladen.
Beim Steiermark-Frühling in Wien wurde Fischer vom Kapellmeister Karl Wohlfahrter, Stellvertreter Karl Bauer, Obmann Harald Winkler, der Musikerin und Marketenderin Petra Präsoll sowie Marketenderin Carola Wutti in das Projekt eingeweiht. Nur, wenn es gesundheitlich erforderlich ist, werden einzelne Mitglieder mit dem Hubschrauber hinaufgeflogen", er muss ohnehin die meisten Instrumenten und die Kleidung der Kapelle befördern, andererseits wird auch eine begrenzte Anzahl von Hubschrauberflügen angeboten werden. |
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Grimming Kunst von Anselm Kiefer, erstmals ist
dieses Werk öffentlich ausgestell
|
B
D
L B Bachmannpreis D Dulzinea Kabarett
Wettbewerb L Lyrikwelt Literafonds.de Literapreise Preise
- at - de Reimautomat |
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Für ein
Werkstipendium
des Deutschen
Literaturfonds
e.V.
können
sich Autoren
bewerben, die
bereits ein
von ihnen
nicht selbst
finanziertes
literarisches
Werk in einem
deutschsprachigen
Verlag
veröffentlicht
haben. Sie
werden mit
maximal 1.550
Euro pro Monat
für die
Dauer eines
Jahres
gefördert.
Der formlose
Antrag sollte
über die
bisherige
Veröffentlichungen
informieren
und Namen,
Adresse,
Alter,
Ausbildung,
Tätigkeitsbereich
und
Bankverbindung
beinhalten
sowie eine
Angabe
über die
Dauer des
beantragten
Stipendiums.
Es sind ein
Exposé
und ein Auszug
aus dem Werk,
für das
die
Förderung
beantragt
wird, von etwa
20 Seiten
beizufügen.
Bewerbungen
an: Deutscher
Literaturfonds
e.V.,
Alexandraweg
23, 64287
Darmstadt
(Anträge
per E-Mail
werden nicht
entgegengenommen),
![]()
Friedrich
Wilhelm
Raiffeisen-Platz
1,
A-1020
Wien,
Tel:
01/211
36-21
14,
Fax:
01/211
36-27
36,
MAILTO
Vergebende
Stelle
Raiffeisenlandesbank
NÖ – Wien
Dotation
Gesamtdotation
30855 Euro
VergabemodalitätenDer Preis wird von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, design austria und dem Bundeskanzleramt veranstaltet. Er wird alle zwei Jahre (beginnend mit 2001) in den Kategorien Produktdesign (Konsum- und Investitionsgüter), räumliche Gestaltung und experimentelles Design ausgelobt. |
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2011 † Micko Stefan
Salzburger
Festspiele politische Blamage 08 Wenn
die
Sonne der Kultur niedrig steht 04 02 2010 Bachmannpreis
12 SRIPTORIUM 11 Kainz
Kulturblog Habsburger 06 Maro
Bucolica 05 |

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Stefan Micko 14.12.1932
- 12.08.2011 >
Vor Jahren kam
mir einmal
Ihre
Zeitschrift in
die
Hände.-
Wie wohnt es
sich im
Postfach?
Schön
staatlich
beheizt und
bequem, die
Beine
angezogen,
wenig Ballast.
Täglich
kommt das
Postfräulein
und legt
nach...Aber
auch in dem
Schöpfwerk
muss es
angenehm sein,
dauernd hinauf
gehoben und
runter
geschoben zu
werden...Ich
habe auch das
Postfacherlebnis,
aber
dafür im
langen
Zersdorf. Vom
welligen
Weinviertel,
wo ich wohne
(Niederfellabrunn),
grüße
ich auf den
Gipfel! Stefan
Micko 1987 -
2000,
(Obmann) Wiener
Sprachblätter "ZEITSCHRIFT FÜR GUTES DEUTSCH"
A-2103
Lang-Enzersdorf
Postfach 27
12. August 2011 S.g. Hr. Prohaska, heute bin ich beim formatieren auf eine sehr humorvolle Botschaft von Hr. Micko aus dem Jahre 1994 gestoßen. Wie geht es ihm ? H.Gr. (Was es auch sei, eine Bestimmung, ein Wink des Schicksal, ein Zufall? Was mich gerade am Todestag von Herrn Micko bewog nach seinem Befinden zu fragen ist unerklärlich. Er ruhe in Frieden.) [2011
08 Salzburger
Festspiele
politische
Blamage] [Liebesgedichte > >] [Scientia
potentia est![]() > 20110210] [MQ
Philistersatire
Andigoldwald > >] [MAYER
Trojani>] [SKRIPTORIUM
20101104
FREITHAL-Bio >
>] [MAYER
Adlermädchen
2 >] [WEYMAYR
Hexametertour > >] [WISCHENBART
Tauernreise > >]
Das
Viele, das
Ganze ist nur
dies Eine,
hervorgebracht
von dem Sohn,
der allen Wesen der Same des Seins; doch du bist die keimende Kraft; in diesem und aus ihm wird alles erzeugt, was der göttlichen Keimkraft entströmt, und in diesen Samen kehrt alles Gezeugte und aus ihm Erzeugte zurück. Van Goghs Galerie Sentenz
Ohrenrätsel
20090509
Paul
Gauguin, ein
teilweise im
Wechselspiel
zwischen
Freundschaft
und
Rivalität
zu Gogh
gestandener
Maler, soll
Gogh das Ohr
abgeschnitten
haben. Dies
behaupten nun
zwei deutsche
Wissenschaftler
und stellen
die These,
dass sich Gogh
in seinem Wahn
selbst
verstümmelt
hat, in Frage.
Die zwei
Malergenies
hätten
eine
Auseinandersetzung
um eine
Prostituierte
ausgetragen
wird
behauptet.
Zehn Jahre lang haben sich Hans Kaufmann und Rita Wildegans mit dem Fall beschäftigt, Polizeiberichte und Zeugenaussagen von damals, sowie die Briefe der Künstler auf Hinweise durchforstet. Gogh und Lenau beide durchschritten die Grenze von Genialität zum Wahnsinn. Und doch haben sie beide auf ihre Art unvergängliche Werke geschaffen. Über legendäre tote Künstler, deren echter Schaffenswert erst nach dem Tod richtig erkannt wurde - wie bei Lenau und Gogh, zu schreiben ist immer verlockend. Es ist so wie bei der sogenannten zweckentfremdenden Modernisierung von alten Stoffen für Theater und Oper, wo sich hauptsächlich der Regisseur hervorheben will und die Werktreue ein Fremdwort bleibt. Ein unbekanntes Thema aufzugreifen ist jedenfalls relativ schwieriger, als sich mit bereits vielfach Bearbeiteten auseinander zusetzen. Das ohnehin Bekannte noch bekannter zu machen? Oder ist es das Bestreben sich von dem Ruhm der Toten was abzuschneiden? Ob Gogh sein Ohr brieflich an die Streitverursacherin sandte? Ob er wirklich so lange bei seiner Geliebten verweilen wollte, wie er den Damen über eine Kerze halten konnte? Im Gegensatz verstand es Gauguin besser sich sein Leben gefälliger zu richten. Lenau und Gogh, beide hatten sehr unglückliche - oder besser gesagt aussichtslose Liebesbeziehungen. Wegen bitteren Enttäuschungen, die er aber auch selber den Frauen bereitet hatte, ergriff Vincent die Ansicht; er könne in der Liebe kein Glück mehr finden. Und doch oder trotzdem gab es eine Frau die ihn geliebt hat, und die wegen der unerfüllten Liebe, sowie später Vincent, freiwillig voraus in den Tod ging. Lenau landete im Döblinger Irrenhaus, seine letzte Reaktion bei dem Wort Musik war: Ein irres Gefiedle auf seiner, einst so traumvoll von ihm gespielten Geige. Doch der Mantel des Todes hüllt alles ein, lässt alle Stimmen schweigen und die scheinbaren Rätsel werden unscheinbar und das ist gut so, denn es gibt ausreichende Auseinandersetzung und lohnende Beschäftigungen mit den Kunstwerken von Goghs aber auch mit der Literatur von Lenau >
In
„Van
Goghs
Ohr“
berichten
die
Autoren
Rita
Wildegans
und
Hans
Kaufmann
über
die
kurze
Lebens
und
Arbeitsgemeinschaft
von
Vincent
van
Gogh
und
Paul Gauguin
im
legendären
„Atelier des
Südens“
in Arles
(Oktober –
Dezember
1888), die mit
der
Affäre um
van Goghs
abgeschnittenes
Ohr ein
abruptes Ende
fand. Sie
zeichnen die
Lebenswege und
Entwicklung
der beiden
Künstler
bis zu ihrer
schicksalhaften
Begegnung
nach. Eine
besondere
Rolle spielen
die Ereignisse
vom 18881223.-24.,
in deren
Verlauf sich
van Gogh nach
gängiger
Überlieferung
im
Wahn mit einem Rasiermesser selbst sein linkes Ohr - ganz oder teilweise - abschnitt. Diese „Wahnsinnstat“ hat die Fantasie der Zeitgenossen und der Nachwelt immer wieder zu Spekulationen über van Goghs Krankheit angeregt und zugleich viel zur Berühmtheit des Künstlers beigetragen. Allerdings ist die überlieferte Version der Geschehnisse eine unbewiesene Behauptung, die nachweislich auf Paul Gauguin zurückgeht. Er aber war nach eigenem Bekunden bei der behaupteten Selbstverstümmelung gar nicht anwesend. Van Gogh seinerseits hat nie klar bestätigt, sich selbst das Ohr abgeschnitten zu haben, andererseits aber der von Gauguin verbreiteten Legende nicht offen widersprochen. Kaufmann und Wildegans führen den Beweis, dass Paul Gauguin selbst es war, der im nächtlichen Streit seinem Kollegen mit einer scharfen Waffe das Ohr abschlug und anschließend mit der Behauptung, Vincent habe sich selbst verletzt, seine Täterschaft verschleierte. Die Autoren legen die Indizien, die auf den „Pakt des Schweigens“ zwischen den beiden Künstlerkollegen hinweisen, ausführlich dar. Ihre Beweisführung ist bestechend. In „Van Goghs Ohr“ bezieht das Autorenduo den Leser in seine spannende Recherche ein, ausgehend von der Deutung eines rätselhaften Gemäldes Gauguins in der Petersburger Eremitage. „Van Goghs Ohr“ ist ein fesselnder Thriller aus der Kunstgeschichte, dessen Brisanz aus der kritischen Analyse der Originalquellen entwickelt wird. Die Autoren behandeln dabei zahlreiche Aspekte: die persönliche Beziehung zwischen van Gogh und Gauguin, Ursachen und Vorgeschichte des Eklats vom Vorweihnachtsabend 1888, den genauen Ablauf der Ereignisse und die Folgen. Eine wichtige Rolle spielt die Frage, warum sowohl van Gogh als auch Gauguin den wahren Tathergang bewusst verschleiert haben. Sie unterziehen ihre These von der Täterschaft Gauguins einer mehrfachen Plausibilitäts Prüfung und untermauern sie mit einer Fülle von Hinweisen und Belegen, die sich zu einer erdrückenden Indizienkette zusammenfügen. Zugleich werden zahlreiche Widersprüche und Fehler in der überlieferten Darstellung aufgeklärt und versteckte Hinweise der beiden Künstler entschlüsselt. Wie in einem Mosaik ergibt sich daraus ein überzeugendes Bild vom Ablauf des Dramas von Arles. Die
Autoren Rita
Wildegans
studierte
Kunstgeschichte,
Archäologie
und Vor- und
Frühgeschichte
an der
Universität
Hamburg. 1989
Promotion.
Mitarbeiterin
einer
Kulturstiftung
mit dem
Forschungsschwerpunkt
Kunst des 19.
und 20.
Jahrhunderts. Hans
Kaufmann, Dr.
phil.,
Jahrgang 1941;
Studium der
Geschichte,
Romanistik,
Philosophie
und
Pädagogik
an den
Universitäten
Freiburg i.
Br. und
Hamburg.
Lehrtätigkeit
im Hamburger
Schuldienst;
lebt in
Hamburg. Van
Goghs Ohr Paul
Gauguin und
der Pakt des
Schweigens 392
Seiten, mit
Abbildungen €
22,90 (D) /
23,60 (A)ISBN
978-3-
940731-14-2
![]() Wiener Festwochen Schilda >
Ein
Kontrast
war
dazu
die
gestrige
Eröffnung
der Wiener
Festwochen
eine einzige
Heurigenseligkeit
zwischen
Burgtheater
und Rathaus.
Von Grinzing
bis zur
Reblaus, vom
Zentralfriedhof
nach
Floridsdorf,
und sogar der
Heinz Conrad
sang dazu noch
im Ehrengrab,
„von der
schiefen Wiese
am
Donaukanal.“
Immer
öfter,
wie auch
diesmal,
unerträgliche
Film und
Toneinspielungen,
bei
Musikveranstaltungen
und ein
sündthaft
eurer
Drehbühnenaufbau
aber sonst
permanent die
Ostbandkurti
Band. Warum
Mozart
>
in einem
Massengrab
verscharrt
wurde, warum
gab es
für
Schubert kein
Todesgeleit,
außer
ein paar
Hunden? Lebenszeiten 20090501 Wie mit den Lebenszeiten, so ist es auch mit den Tagen, keiner ist uns genug, keiner ist ganz schön und jeder hat, Wo nicht seine Plage, doch seine Unvollkommenheit, aber rechne sie zusammen, so kommt eine Summe Freude und Leben heraus. Eine Reihe von Zufällen Hans Steiner > 2009-04Wer den Zufall Die Botschaft aus dem Wald Den Atem des Lebens zu spüren Wir sind wie Treibende
Auf dem
Rückflug
von einer
Geschäftsreise
von St.
Petersburg
nach Wien kam
mir wieder
einmal der
Zufall zu
Hilfe. Nach
dem Einstieg
ins Flugzeug
musste ich
feststellen,
dass mein
Sitzplatz
bereits belegt
war. Die junge
Dame bat mich,
mit ihr Platz
zu tauschen,
und so ergab
es sich, dass
ich neben
einem Herrn
Platz nahm,
der Brite und
Weltraum-Techniker
war. Er befand
sich auf der
Heimreise von
einem Vortrag
und wir
führten
ein sehr
interessantes
Gespräch.
Auch über
Zufälle,
die sich im
Leben ergeben.
Er bezeichnete
diese als „Serendipities“.
Da dieses Wort
in meinem
Sprachschatz
fehlte, musste
ich
nachfragen. Er
lächelte
verschmitzt,
schrieb es auf
seine
Visitenkarte
und meinte,
ich soll
einfach im
weltweiten
Datennetz nach
diesem Wort
suchen. Ich
werde sehr
überrascht
sein,
fügte er
hinzu, wie oft
dieses „Zauber-Wort“
dort zu finden
sei.
Und so war es auch. „Serendipity“ beschreibt genau das, was mir über viele Jahre bei meinen Erlebnissen im Wienerwald passiert ist, und treffender kann es durch nichts ausgedrückt werden. Es bedeutet, die Gabe zu besitzen, zufällig unerwartete Entdeckungen machen zu können und im Leben immer wieder überraschend etwas Schönes zu finden. Diese Bezeichnung wurde vom englischen Schriftsteller Horace Walpole, der bis 1797 lebte, geprägt. Dieser wiederum hat sich auf das persische Märchen „Die drei Prinzen von Serendip“ bezogen. Diese schillernde Erzählung stammt aus den glücklichen Zeiten, als die Könige noch Philosophen waren. Geschrieben hat es der indisch persischer Dichter Amir Khusro vor siebenhundert Jahren. Ist das nicht ein wunderbarer Kreislauf und ein gutes Beispiel für unser kollektives Unterbewusstsein? Es erzählt vom König von Serendip, einer Stadt, die sich auf der früheren Insel Ceylon befunden hat, dem heutigen Sri Lanka. Er hatte seine drei Söhne hinaus in die Fremde geschickt, um das Kostbarste, was es auf der Welt gibt, zu finden. Auf diesen Reisen gerät jeder der drei Söhne mehr oder weniger zufällig in Situationen, die sie dazu bringen, ihre Meinung über das wertvollste Gut im Leben immer wieder zu ändern. Endlich kommen die Prinzen zu ihrem Vater zurück und erfahren, dass dieser das Kostbarste auf der Welt schon längst gefunden hat. Er entdeckte es direkt vor den Mauern seines Palastes, denn er hatte das Glück, jene Freude in sich zu haben, die ihn dazu brachte, auch in alltäglichen Dingen immer wieder etwas Neues sehen zu können. Er kannte diese Fügung des Schicksals, dass wir immer wieder auf etwas Unerwartetes und Erfreuliches treffen können, wenn wir unsere Sinne öffnen. Seine Gabe war es auch, die Wege abseits der bekannten Routen zu durchforsten, und so konnte er immer wieder die Geheimnisse des Lebens sehen, die sich nur dem wachsamen, kreativen Blick offenbaren. Er wusste, dass wir dafür Glück und Geist benötigen. „Serendipity“ bedeutet also, dass wir immer wieder zufällig auf etwas stoßen können, das unsere freudige Aufmerksamkeit erweckt und unseren Geist auf kreative Gedanken bringt. „Zufall ist das unberechenbare Geschehen, das sich unserer Vernunft und Absicht entzieht“, meinten bereits die Gebrüder Grimm – und eine weitere gute Formulierung ist diese: Es lohnt sich also, über jene Dinge nachzudenken, die uns „zufällig“ begegnen, denn wir erleben genau das, was wir denken. Mit den in unserer Entwicklung eingeprägten Gedankenmustern übersehen wir sehr viele schöne Dinge. Wohin wir aber unsere Gedanken richten, dorthin folgt auch unser Energiestrom. Egal ob positiv oder negativ, je mehr wir an etwas denken, desto eher wird es eintreffen. Willkommen also in den kleinen Paradiesen des Wienerwaldes, wo diese Schätze vor unserem Tempel liegen und wo sie dem Zufall eine gute Chance geben können, sie auch zu finden. Es geht um authentische Erlebnisse, die mein Leben geprägt haben. In neun Jahren habe ich im Wienerwald drei Kreuze mit einem Buchbehälter an Plätzen abseits der Wege errichtet. Daraus wurden kostbare Eintragungen gesammelt und in diesem Umfeld werden wir Erkenntnisse der positiven Energie sammeln, die von der Natur ausgeht und unsere geistigen und körperlichen Kräfte aufbaut. Die Wege führen uns in Gebiete, wo uns der Atem des Lebens erfrischt und wir gelangen zur Energie, die von den Bäumen ausgeht. Wir werden auf Spuren von Mitmenschen treffen, die wir überhaupt noch nicht kennen. Diese haben jene versteckten Plätze bereits gefunden und uns in der Stille des Waldes Nachrichten hinterlassen, die wir auf uns wirken lassen können. Wir werden erkennen, auf welch unterschiedlichen Ebenen unser eigenes Leben abläuft. Es reift das Wissen um die Kraft der Gedanken, die unser Leben entscheiden. Wir erhalten wertvolle Impulse, die wir in unseren Alltag mitnehmen können. Ich
durfte in
meinem Leben
jene Erfahrung
machen, von
der im
Kult-Film „Klub
der Toten
Dichter“
der
Schauspieler Robin
Williams
erzählt:
„Im
Wald traf ich
auf zwei
verschiedene
Wege und ich
nahm den
weniger
begangenen.
Das entschied
mein ganzes
Leben. Ich
ging in die
Wälder,
ich wollte das
Dasein
auskosten und
das Mark des
Lebens in mich
saugen und
alles fort
werfen, das
kein Leben
barg, um nicht
an meinem
Todestag inne
zu werden,
dass ich nie
gelebt
hätte.“Trotz aller unglaublichen Zufälle, die zu diesem Buch geführt haben, ist meine Erzählung nicht erfunden, sondern Realität. Die ganze Geschichte hat für mich vor langer Zeit begonnen und ist immer noch gegenwärtig. Sie ist für mich eine Schule des Lebens geworden. Es ist unmöglich, diese Lehre von der „Waldesmitte“ an einer Universität oder in einem Seminar zu erlernen, und natürlich kann auch dieses Buch nur ermutigen, die Weisheit des Lebens in der Freiheit, in der Stille der Natur selbst zu finden. Nur wenige Sonnenstrahlen durchdrangen das Blätterdach, ein kleines Bündel Licht warf hellgrüne Streifen auf den Waldboden, das Schattenmuster der Buchenblätter bewegte sich sanft im Wind. So tauchte ich ein in diesen Zauber und etwas Geheimnisvolles, Erhabenes hatte mich ergriffen, mich hierher geführt. Da stand es unerwartet vor mir, ein Kreuz aus verwittertem Holz, vergessen, uralt, verblichene Buchstaben, kaum noch zu lesen. Dennoch wurden diese Worte für mich zur wichtigsten Botschaft meines Lebens. „Geh
in des Waldes
Mitte,
damit dich die
Natur
umschließt, was
für dich
gewiss, eine
gute Lehre ist!“
Es
war einer
dieser „Zufälle“
in meinem
Leben, hier
abseits aller
Wege und
völlig
unvermutet,
hier in der
Einsamkeit
eine Inschrift
zu finden, die
mir
später
ein Wegweiser,
eine Quelle
der Weisheit
für mein
Leben werden
sollte. Es war
die Klarheit
dieser
Aussage, die
mir erst
später in
all ihrer
Bedeutung
bewusst
geworden ist,
dass ich
nämlich
hier an dieser
Stelle eine
Lehre für
mein Leben
gefunden
hatte. Es ging
in meinem
Leben immer
wieder darum,
vertraute
Pfade zu
verlassen, das
Verborgene zu
suchen und
dabei
unvergessliche
Bilder
für die
Seele zu
finden.Den
Atem des
Lebens zu
spüren,
wie der
Lyriker Rainer
Maria Rilke
Mit
nun mehr als
fünfzig
Jahren blicke
ich auf ein
sehr
reichhaltiges
und
glückliches
Leben: Es war
nicht nur das
Geschenk
meiner
Gesundheit,
nicht nur die
Geborgenheit
in meiner
Familie, es
waren nicht
nur sonnige
Erlebnisse mit
Freunden und
die
Erfüllung
im Beruf.
Einen
Großteil
meines
für mich
gelungenen
Lebens
verdanke ich
einem Schatz,
den ich
gefunden habe.
Er liegt
verborgen in
diesen
Wäldern
um Wien, in
den
Plätzen
der „Waldesmitte“.
Natur
bedeutet
für
mich
immer
wieder
Lebensenergie
und
gleichzeitig
war
sie
für
mich
immer
die
wichtigste
Lehrmeisterin.
>
meinte:„Wenn einer stirbt, nicht das allein ist Tod, wenn einer lebt und es nicht weiß, auch das ist Tod!“ In diesem Buch geht es mir in erster Linie darum, Dinge weiter zu geben, die ich selbst vorher nicht gesehen habe, weil ich weder Augen noch Ohren dafür hatte. Unsere Wahrnehmungen sind durch Oberflächlichkeiten geprägt. Ein Beispiel dafür sind unsere Statussymbole, die unsere gesellschaftliche Stellung und unseren Erfolg gegenüber den Mitmenschen ausdrücken sollen. Unser Dasein basiert überwiegend auf diesem Prinzip, andere Menschen mit materiellen Dingen zu beeindrucken. Die Aussagen der Philosophen beweisen uns, dass sich die Menschen immer schon in erster Linie von Äußerlichkeiten beeindrucken ließen. Diese großen Denker aus unserer Vergangenheit bestätigen die Lehre von der „Waldesmitte“ und erinnern uns daran, wie wir auch ohne materiellen Reichtum ein gelungenes Leben führen können. Dieses Buch ist für mich eine sehr gute Gelegenheit, meine „Schätze“ zu teilen, etwas zurückzugeben, was ich selbst über so viele Jahre erhalten habe. Werte, die viel kostbarer sind als alle anderen Reichtümer. Das Wichtigste in unserem Dasein ist jene Zeit, in der wir das Leben spüren können, weil es viel schneller verstreicht, als wir es wahrhaben wollen. Hofrat Dr. Franz Benesch schrieb bereits im Jahre 1894 in seinem Bergführer für das Rax - Gebirge: „Du musst den Leuten eben sagen, was es zu sehen gibt, weil sie selber kein Auge mehr dafür haben.“ Wenn ich also einen Schatz teilen will, wenn ich etwas weitergeben möchte, dann ist das auch damit verbunden, auf etwas hinzuweisen, wonach mich niemand gefragt hat. Wie viele Menschen gibt es, die diese wunderbare Landschaft um Wien noch niemals gesehen oder erkannt haben? Wie viele Wanderer benützen jahrzehntelang die gleichen ausgetretenen Pfade, ohne dass sie die Schönheit links und rechts der Wege je bemerkt haben? Die Besucher der Kreuze kennen diesen Unterschied, wie dieses Beispiel aus einer Kreuzbucheintragung zeigt: „Abseits der Hauptstraße auf schmalem, ruhigem Waldweg einen solchen Platz zu finden, ist schon ein besonderes Geschenk. Danke!“ Am Weg zu den Drei Kreuzen, die im Wienerwald auf kaum sichtbaren Pfaden zu erreichen sind, gibt es viele Dinge zu sehen, die ich selbst erst durch eine Reihe von Zufällen entdeckt habe, nur weil ich mir etwas Zeit genommen habe. Rilke meint zu unserer stets gegenwärtigen Eile, mit der wir am Leben vorbei hasten: „Wir sind wie Treibende, im Fluss der Zeit. Doch den Schritt der Zeit, sieh ihn als Kleinigkeit, im ewig Seienden. Alles Eilige wird vorüber sein, denn erst das Ewige weiht uns ein.“ Der Föhrenwald führt uns zur Besonderheit dieser vergessenen Plätze bei den Drei Kreuzen, führt uns hinauf zu unterschiedlichsten Gedanken jener Besucher, die an diesen Orten gewesen sind und die ihre Empfindungen aufgeschrieben haben, um nachkommenden Menschen eine besondere Nachricht zu hinterlassen. Im Eichenwald entstehen die Zeitbrücken in unsere Vergangenheit. Sehr viele Dinge werden uns vertrauter, wenn wir immer mehr Zusammenhänge aus unserer Geschichte erkennen können. Am weiteren Weg werden wir im Birkenwald den Begriff der Realität in unserem Leben hinterfragen. Dabei werden wir in die Welt der Träumer einsteigen und diese Geschichte wiederum ist eng verknüpft mit der zentralen Frage nach einem erfüllten und gelungenen Leben. Es geht um die Botschaften der großen Denker, die sich sehr intensiv mit diesem Thema und eben diesen vermeintlichen Zufällen beschäftigt haben. "Die Schätze des Waldläufers" Preis: € 16,90 Format: 13,5 x 21,5 cm Seiten: 128 ISBN: 3-902514-35-3 Veröffentlichung: 06/2006 Neue Rechtschreibung, Farbabbildungen Durchschnittliche Kundenbewertung: Hans Steiner >Homer >
Wenn ich des
Morgens mit
Sonnenaufgange
hinausgehe
nach meinem
Wahlheim und
dort im
Wirtsgarten
mir meine
Zuckererbsen
selbst
pflücke,
mich hinsetze,
sie
abfädne
und dazwischen
in
meinem
Homer lese;
wenn ich in
der kleinen
Küche mir
einen Topf
wähle,
mir Butter
aussteche,
Schoten ans
Feuer stelle,
zudecke und
mich
dazusetze, sie
manchmal um zu
schütteln:
da fühl'
ich so
lebhaft, wie
die
übermütigen
Freier der
Penelope
Ochsen und
Schweine
schlachten,
zerlegen und
braten.
Es ist nichts, das mich so mit einer stillen, wahren Empfindung ausfüllte als die Züge patriarchalischen Lebens, die ich, Gott sei Dank, ohne Affektiertheit in meine Lebensart verweben kann. Wie wohl ist mir's, dass mein Herz die simple, harmlose Wonne des Menschen fühlen kann, der ein Krauthaupt auf seinen Tisch bringt, das er selbst gezogen, und nun nicht den Kohl allein, sondern all die guten Tage, den schönen Morgen, da er ihn pflanzte, die lieblichen Abende, da er ihn begoss, und da er an dem fortschreitenden Wachstum seine Freude hatte, alle in einem Augenblicke wieder mitgenießt. ![]()
Zeno:
Rilke Erzählungen
- Skizzen Geschichten
von Gott.
Ich
bin schon
wieder bei
meinem lahmen
Freunde. Er
lächelt
in seiner
eigentümlichen
Art: "Und
von Italien
haben Sie mir
noch nie
erzählt."
"Das
soll
heißen,
ich möge
es sobald als
möglich
nachholen?"
Ewald nickt
und
schließt
schon die
Augen, um
zuzuhören.
Ich fange also
an: ""Was wir
als
Frühling
fühlen,
sieht Gott als
ein
flüchtiges,
kleines
Lächeln
über die
Erde gehen. Er
scheint sich
an etwas zu
erinnern, im
Sommer
erzählt
er allen
davon, bis sie
weiser werden
in der
großen,
herbstlichen
Schweigsamkeit,
mit welcher er
sich Einsamen
anvertraut.
Alle
Frühlinge,
welche sie und
ich erlebt
haben,
zusammengenommen,
reichen noch
nicht aus,
eine Sekunde
Gottes zu
füllen.
Der
Frühling,
den Gott
bemerken soll,
darf nicht in
Bäumen
und auf Wiesen
bleiben, er
muss irgendwie
in den
Menschen
mächtig
werden, denn
dann geht er,
sozusagen,
nicht in der
Zeit, vielmehr
in der
Ewigkeit vor
sich und in
Gegenwart
Gottes.
Als dieses einmal geschah, mussten Gottes Blicke in ihren dunklen Schwingen über Italien hängen. Das Land unten war hell, die Zeit glänzte wie Gold, aber quer darüber, wie ein dunkler Weg, lag der Schatten eines breiten Mannes, schwer und schwarz, und weit davor der Schatten seiner schaffenden Hände, unruhig, zuckend, bald über Pisa, bald über Neapel, bald zerfließend auf der ungewissen Bewegung des Meeres. Gott konnte seine Augen nicht abwenden von diesen Händen, die ihm zuerst gefaltet schienen, wie betende, – aber das Gebet, welches ihnen entquoll, drängte sie weit auseinander. Es wurde eine Stille in den Himmeln. Alle Heiligen folgten den Blicken Gottes und betrachteten, wie er, den Schatten, der halb Italien verhüllte, und die Hymnen der Engel blieben auf ihren Gesichtern stehen, und die Sterne zitterten, denn sie fürchteten, irgend etwas verschuldet zu haben, und warteten demütig auf Gottes zorniges Wort. Aber nichts dergleichen geschah. Die Himmel hatten sich in seiner ganzen Breite über Italien aufgetan, so dass Raffael in
Rom auf den
Knien lag, und
der selige Fra
Angelico
von
Fiesole
stand in einer
Wolke und
freute sich
über ihn.
Viele Gebete
waren zu
dieser Stunde
von der Erde
unterwegs.
Gott aber
erkannte nur
eines: Die
Kraft
Michelangelos
stieg wie Duft
von Weinbergen
zu ihm empor.
Und er
duldete, dass
sie seine
Gedanken
erfüllte.
Er neigte sich
tiefer, fand
den
schaffenden
Mann, sah
über
seine
Schultern fort
auf die am
Steine
horchenden
Hände und
erschrak:
Sollten in den
Steinen auch
Seelen sein?
Warum
belauschte
dieser Mann
die Steine?
Und nun
erwachten ihm
die Hände
und
wühlten
den Stein auf
wie ein Grab,
darin eine
schwache,
sterbende
Stimme
flackert: "Michelangelo,"
rief
Gott in
Bangigkeit: "wer
ist im Stein?"
Michelangelo
horchte auf;
seine
Hände
zitterten.
Dann
antwortete er
dumpf: "Du,
mein Gott, wer
denn sonst.
Aber ich kann
nicht zu dir."
Und da
fühlte
Gott, dass er
auch im Steine
sei, und es
wurde ihm
ängstlich
und enge. Der
ganze Himmel
war nur ein
Stein, und er
war mitten
drin
eingeschlossen
und hoffte auf
die Hände
Michelangelos,
die ihn
befreien
würden,
und er
hörte sie
kommen, aber
noch weit. Der
Meister aber
war wieder
über dem
Werke. Er
dachte
beständig:
Du bist nur
ein kleiner
Block, und ein
anderer
könnte in
dir kaum einen
Menschen
finden. Ich
aber
fühle
hier eine
Schulter: Es
ist die des Josef
von Arimathäa,
hier neigt
sich Maria,
ich spüre
ihre
zitternden
Hände,
welche Jesum
unseren Herrn
halten, der
eben am Kreuze
verstarb. Wenn
in diesem
kleinen Marmor
diese drei
Raum haben,
wie sollte ich
nicht einmal
ein
schlafendes
Geschlecht aus
einem Felsen
heben? Und mit
breiten Hieben
machte er die
drei Gestalten
der Pietà
frei, aber er
löste
nicht ganz die
steinernen
Schleier von
ihren
Gesichtern,
als
fürchtete
er, ihre tiefe
Traurigkeit
könnte
sich
lähmend
über
seine
Hände
legen. So
flüchtete
er zu einem
anderen
Steine. Aber
jedes mal
verzagte er,
einer Stirne
ihre volle
Klarheit,
einer Schulter
ihre reinste
Rundung zu
geben, und
wenn er ein
Weib bildete,
so legte er
nicht das
letzte
Lächeln
um ihren Mund,
damit ihre
Schönheit
nicht ganz
verraten sei.Zu dieser Zeit entwarf er das Grabdenkmal für Julius della Rovere. Einen Berg wollte er bauen über den eisernen Papst und ein Geschlecht dazu, welches diesen Berg bevölkerte. Von vielen dunklen Plänen erfüllt, ging er hinaus nach seinen Marmorbrüchen. Über einem armen Dorf erhob sich steil der Hang. Umrahmt von Oliven und welkem Gestein erschienen die frisch gebrochenen Flächen wie ein großes blasses Gesicht unter alterndem Haar. Lange stand Michelangelo vor seiner verhüllten Stirne. Plötzlich bemerkte er darunter zwei riesige Augen aus Stein, welche ihn betrachteten. Und Michelangelo fühlte seine Gestalt wachsen unter dem Einfluss dieses Blickes. Jetzt ragte auch er über dem Land, und es war ihm, als ob er von Ewigkeit her diesem Berg brüderlich gegenüberstände. Das Tal wich unter ihm zurück wie unter einem Steigenden, die Hütten drängten sich wie Herden aneinander, und näher und verwandter zeigte sich das Felsengesicht unter seinen weißen steinernen Schleiern. Es hatte einen wartenden Ausdruck, reglos und doch am Rande der Bewegung. Michelangelo dachte nach: "Man kann dich nicht zerschlagen, du bist ja nur Eines", und dann hob er seine Stimme: "Dich will ich vollenden, du bist mein Werk." Und er wandte sich nach Florenz zurück. Er sah einen Stern und den Turm vom Dom. Und um seine Füße war Abend. Mit einem mal, an der Porta Romana, zögerte er. Die beiden Häuserreihen streckten sich wie Arme nach ihm aus, und schon hatten sie ihn ergriffen und zogen ihn hinein in die Stadt. Und immer enger und dämmernder wurden die Gassen, und als er sein Haus betrat, da wusste er sich in dunklen Händen, denen er nicht entgehen konnte. Er flüchtete in den Saal und von da in die niedere, kaum zwei Schritte lange Kammer, darin er zu schreiben pflegte. Ihre Wände legten sich an ihn, und es war, als kämpften sie mit seinen Übermaßen und zwängten ihn zurück in die alte, enge Gestalt. Und er duldete es. Er drückte sich in die Knie und ließ sich formen von ihnen. Er fühlte eine nie gekannte Demut in sich und hatte selbst den Wunsch, irgendwie klein zu sein. Und eine Stimme kam: "Michelangelo, wer ist in dir?" Und der Mann in der schmalen Kammer legte die Stirn schwer in die Hände und sagte leise: "Du mein Gott, wer denn sonst." Und da wurde es weit um Gott, und er hob sein Gesicht, welches über Italien war, frei empor und schaute um sich: In Mänteln und Mitren standen die Heiligen da, und die Engel gingen mit ihren Gesängen wie mit Krügen voll glänzenden Quells unter den dürstenden Sternen umher, und es war der Himmel kein Ende."" Mein lahmer Freund hob seine Blicke und duldete, dass die Abendwolken sie mitzogen über den Himmel hin: "Ist Gott denn dort?" fragte er. Ich schwieg. Dann neigte ich mich zu ihm: "Ewald, sind wir denn hier?" Und wir hielten uns herzlich die Hände. In
dem Garten
heute Nacht,
LYRIK
MUSIK POESIE
TANZ Wie wenn laue Lüfte gingen: "Süße Glöcklein, nun erwacht, Denn die warme Zeit wir bringen, Eh's noch jemand hat gedacht." 's war kein Singen, 's war ein Küssen, Rührt die stillen Glöcklein sacht, Dass sie alle tönen müssen Von der künft'gen bunten Pracht. Ach, sie konnten's nicht erwarten, Aber weiß vom letzten Schnee War noch immer Feld und Garten Und sie sanken um vor Weh. So schon manche Dichter streckten Sangesmüde sich hinab, Und der Frühling, den sie weckten, Rauschte über ihrem Grab. Freiherr Joseph von Eichendorff 1788-1857
FLUG der
NACHTEULEN
erstmals in
Wien 2007-09-28
Der
erste Auftritt
der Nachteulen
im Unplugged
Wien war ein
Erfolg. Texte,
Musik und die
Koreografi der
ausschließlich
eigenen
Kompositionen
und
Produktionen,
verzauberten
ein
zahlreiches
Publikum der
jungen
Generation. Margit
Schwed
Kunststube; Kathrin
Primetzhofer
Gesang, Lyrik;
![]() >
Gesang, Poesie,
Tanz;
Harald
Ergenzinger
Gesang
Klavier.
Dämmerung
Dieses Licht
ist nur selten
zu sehen, wenn
die
Dämmerung
kommt erreicht
es die dunkle
Seite deines
Herzens, um
dort zu
spielen, zu
tanzen,
alleine nur um
das Herz an
die Dinge zu
erinnern, die
der Alltag
nicht
zulässt,
Arbeit und
Pflicht, die
es
zerdrücken,
es verdunkeln,
aber dieses Licht
tanzt mit
deiner Seele,
erweckt die
Sehnsucht nach
dem
Schönen,
dem
Geheimnisvollen,
das noch nicht
von der
Realität
systematisch
analysiert und
dann
normalisiert
wurde,
gänzlich
seines Wesens
beraubt.
>
stille
Einäscherung
im Gegensatz
zum
Waldheimprunk Kronenzeitung 2007-06-24
†
DAS GEHEIMNIS DER MONALISA Welt ohne Frauen Gemälde Geheimnis Diebstahl Bilder 2007-04
Auch ich habe
als
Bildersymbol
die Augen der
"Mona
Lisa"
des
weltberühmtes
Ölgemälde
von
Leonardo
da
Vinci
verwendet."Frauen
unterscheiden
sich
körperlich
vom Mann durch
die
unterschiedlichen
primären
und
sekundären
Geschlechtsmerkmale.
Neben den
unterschiedlichen
Fortpflanzungsorganen
gibt es einige
weitere
körperliche
Unterschiede
zwischen Mann
und Frau. So
unterscheidet
sich zum
Beispiel der
weibliche
Knochenbau,
insbesondere
von Becken und
Gesichtsschädel,
geringfügig,
auch der
Muskelaufbau
ist etwas
anders. Der
Körper
der Frau ist
weniger
muskellastig
ausgeprägt
als der des
Mannes;
während
der Anteil des
Muskelgewebes
bei Frauen
durchschnittlich
etwa 23
Prozent
ausmacht,
beträgt
er bei
Männern
rund 40
Prozent.
Neueren
Theorien
zufolge
unterscheidet
sich auch das
Denken bei
Männern
und Frauen,
ohne dass
jedoch ein
Geschlecht dem
anderen
prinzipiell
überlegen
wäre.
Jedoch gehen
Frauen und
Männer
bei der
Lösung
bestimmter
Aufgaben
(beispielsweise
bei der
Orientierung)
zum Teil nach
unterschiedlichen
Strategien
vor. Inwiefern
das durch die
unterschiedlichen
gesellschaftlichen
Positionen
bedingt oder
biologisch
angelegt ist,
ist derzeit
nicht
vollständig
geklärt."
QuelleObwohl oder trotzdem werden die Frauen als "das starke Geschlecht" bezeichnet und in gewisser Weise trifft dies auch zu. Generell überleben weltweit die Frauen die Männer. Warum das wirklich so ist, kann niemand genau beantworten, aber eine Vielzahl an wissenschaftlichen Theorien versucht der Wahrheit dieses faszinierenden Rätsels näherzukommen. Meine These dazu ist ganz einfach: "Ohne
Frauen
würde die
Menschheit
aussterben"
Frauen
sind von der
Natur dazu
auserwählt
Leben
fortzupflanzen
zu
können.
Der Werdegang
und die Geburt
der Wesen,
insbesondere
der
menschlichen,
ist ein Wunder
der
Schöpfung
und um dieses
Wunder
vollziehen zu
können
hat sich
ein besonders
dafür
geschaffener,
widerstandsfähigen
Organismus
entwickelt.
Leonardo da
Vinci (1452 -
1519) Mona
Lisa, genannt
"La
Gioconda"
(im Louvre
"La Joconde"),
Datierung
ungenau: 1503
- 1505 (andere
Quellen: 1510
- 1515)
Öl auf
Holz, 77 x 53
cm Louvre, 1.
Etage, Raum 6
Die Mona Lisa ist das meist bewunderte, meist kommentierte Gemälde der Kunstgeschichte. Der Künstlerbiograph Giorgio Vasari (1511-1574) gab ihm den Beinamen "La Gioconda", was "die Heitere" bedeutet. Ebenfalls wird vermutet, es handle sich bei der Dargestellten, um die Ehefrau eines Florentiner Patriziers mit Namen Francesco del Giocondo und dass daher der Beiname stammen würde. Leonardo da Vinci malte das Portrait in den Jahren zwischen 1503 und 1505 oder anderen Quellen zufolge zwischen 1510 und 1515. Wen es darstellt, bleibt bis heute ein Geheimnis. Da sich das Gemälde auch noch 1516 als Leonardo nach Frankreich ging, in seinem Besitz befand, gilt es heute eher als unwahrscheinlich, dass es sich um eine Auftragsarbeit handelte. Gemutmaßt wurde darüber, ob die Dargestellte die heimliche Geliebte Leonardos oder eines anderen Mannes war. Da die Leonardo-Forschung heutzutage davon ausgeht, dass der Meister wahrscheinlich homosexuell war, gab es auch immer wieder Interpretationen, die in dem Gemälde ein androgynes Portrait des Malers selbst sahen. Doch alle Deutungsversuche sind nicht mehr als Spekulationen. Das rätselhafte Lächeln, die Lebendigkeit, die von der dargestellten Person ausgeht, die wunderbare Gesichtsmodellierung und die Farbabstufungen sowie die zarte, unwirkliche Landschaft im Hintergrund üben auf den Betrachter des Bildes einen unvergesslichen Zauber aus. Durch eine feine, kaum erkennbare Unschärfe, das sogenannte "Sfumato" verhindert der Künstler, dass das Portrait steif und unnatürlich wirkt. Im Vergleich zu anderen Portraits der Zeit wird dieser Kunstgriff Leonardos besonders deutlich. Nichts auf dem Bild wirkt real greifbar. Neben der Schönheit des Gemäldes und der virtuosen Maltechnik fesselt insbesondere die persönliche Ausstrahlung der Dargestellten. Die Mona Lisa scheint über allem erhaben. Sie ruht in sich gelassen, durch nichts zu erschüttern und schenkt dem Betrachter in distanzierter Höflichkeit durch den Augenkontakt ihre Aufmerksamkeit, aus welchem Winkel man auch immer das Gemälde betrachtet. Im Gegensatz zu anderen Portraits der Zeit stellte Leonardo nicht nur den Kopf und die Schultern dar, sondern den ganzen Oberkörper, so dass auch die Körperhaltung der Frau gezeigt wird. Die Mona Lisa blickt zwar den Betrachter an, dreht aber den Körper zur Seite. Die Haltung ist genau abgestimmt, wirkt lebendig und harmonisch. Die Bildkomposition vermittelt Geschlossenheit und unterstreicht die anmutige gelassene Würde der Dargestellten. Vor einer menschenleeren, die Romantik vorwegnehmenden Felslandschaft mit ineinanderfließenden Flüssen und Wegen, sitzt die Mona Lisa auf einem Stuhl, den einen Arm auf die Lehne gestützt, die Hände ineinandergelegt. In der linken Bildhälfte ist noch die Andeutung einer Loggia zu erkennen. Zwei Säulen an den Seiten wurden entfernt als das Bild beschnitten wurde. Die Landschaft ist unwirklich komponiert, die linke und die rechte Hälfte würden nicht zusammenpassen, wenn man die Mona Lisa herauskopierte. Diese Wildnis kann als Urlandschaft gedeutet werden. Die Frau davor auch als zärtliches, wissend mütterliches Frauenurwesen, welches individuell und doch madonnengleich idealisiert das Geheimnis des Lebens in sich trägt. Die Frau ist mit ihrem Gewand, den Haaren, den Schatten auf der Haut genau farblich mit der Landschaft abgestimmt. Kein Schmuck lenkt vom eigentlichen Thema des Bildes ab. Bei der detaillierteren Betrachtung wird deutlich, daß nicht einmal das Lächeln eines ist, denn in den Mundwinkeln und den Augenfältchen hat der Maler keine entsprechenden Akzente gesetzt. Allein durch die Schatten entsteht der Eindruck als würde uns die Person freundlich, wenigstens minimal lächelnd ansehen. Dies führt auch dazu, daß die Gestalt nicht wirklich zu fassen ist. Welche Gemütsbewegung wäre am passendsten? Je nachdem in welcher Entfernung wir das Gemälde betrachten, erscheint es uns geheimnisvoller, distanzierter. Die Mona Lisa strahlt Hoheit und Allwissenheit um die Geheimnisse der Welt aus, die den Tausenden von Besuchern und Besucherinnen des Louvre noch immer verschlossen bleiben. Leonardo arbeitete über Jahre an diesem Werk. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich über die Zeit stark veränderte und immer mehr idealistischere Züge gegenüber den Ausgangsentwurf annahm. Leonardo trennte sich zu Lebzeiten nie von seinem Gemälde. Bereits Raffael muss es unvollendet in Leonardos Werkstatt gesehen haben. Ein direkter Vergleich mit seinem Portrait der Maddalena Doni (Florenz, Palazzo Pitti), welches sehr klar ausgeführt wurde und der Mona Lisa verdeutlicht, dass Welten zwischen dem rätselhaften Zauber der Mona Lisa und dem Werk Raffaels liegen.
Das
sogenannte "Geheimnis"
der Mona Lisa
bezieht sich
auf das
seltsame
Lächeln
der
Dargestellten,
welches bei
genauerer
Betrachtung
gar keines
ist, dennoch
kommt es dem
Betrachter so
vor.
Überhaupt
stellt sich
die Frage, wer
die
dargestellte
Person sein
mag. Die
Forscher
rätseln
darum, aus
welchem Grund
Leonardo
dieses
Lächeln
malte. War die
dargestellte
Frau etwa die
heimliche
Geliebte des
Malers
Leonardo da
Vinci? Oder
hat Leonardo,
der
wahrscheinlich
homosexuell
war, sich
selbst als
Frau gemalt?
Diese Idee
inspirierte
übrigens
auch einige
moderne
Künstler,
die in ihren
Nachbildungen
bzw.
Verfremdungen
des
Gemäldes,
die Mona Lisa
mit einen Bart
verzierten.
Aber alle diese Erklärungen sind nur Spekulationen und durch nichts belegt. Das Gemälde könnte ebenso gut eine Auftragsarbeit für ein Portrait einer damals bekannten Persönlichkeit gewesen sein. Doch dieses Geheimnis wird wohl nie wirklich gelüftet.
Nicht immer
war der Louvre
so gut
gesichert wie
heute. 1911
gab es
jedenfalls
weder
besondere
Sicherheitsmaßnahmen,
noch eine
Alarmanlage.
Diesen Umstand
machte sich in
der Nacht vom
22. zum 23.
August 1911
der
Spiegelmacher
Vincenzo
Peruggia zu
Nutze. Das der
Louvre damals
noch am Montag
geschlossen
blieb,
ließ er
sich am
Sonntag
einschließen
und nahm
später
unbemerkt das
berühmte
Bild vom
Haken. Der
Dieb hatte
zuvor im
Museum einige
Arbeiten
ausgeführt,
denn der
Louvre begann
gerade mit der
Verglasung
einiger
Kunstwerke, um
diese vor
Vandalismus zu
schützen.
Dabei muss
Peruggia
seinen Plan
gefasst haben,
das auch
damals bereits
bedeutendste
Gemälde
der Welt zu
stehlen, um es
angeblich
wieder in sein
ursprüngliches
Heimatland,
nämlich
nach Italien,
zu
entführen.
Der
Diebstahl
wurde schnell
entdeckt,
dennoch gab es
lange Zeit
keine Spur.
Heute steht
fest, dass
Peruggia die
Mona Lisa
zunächst
in einem
schäbigen
Koffer in
seinem Zimmer
in der 5, rue
de l'Hopital
St-Louis
aufbewahrte.
Später
schrieb er auf
eine Anzeige
des
italienischen
Kunsthändlers
Geri, dass er
die Mona Lisa
anbieten
könne.
Peruggia reist
auf Einladung
Geris nach
Florenz und
präsentiert
das
Gemälde.
Zusammen mit
dem Direktor
der Uffizien
wird es am
11.12.1913 auf
seine Echtheit
geprüft.
Es folgen
mehrere
Ausstellungen
in Florenz,
Rom und
Mailand bis es
am 1.1.1914
wieder nach
Paris
zurückkehrt.
1915 wurde Vincenzo Peruggia der Prozess gemacht. Seiner Erklärung, er habe das Gemälde nur nach Italien zurückbringen wollen, wurde keinen Glauben geschenkt. Quelle
Frühling Im Herzen den FRÜHLING, Den Sommer im Sinn Den Herbstes als Gewinn. Jahreszeiten >Viel Tausend Keime springen Und jede Knospe spricht, Wenn früh die Vögel singen Beim ersten Morgenlicht. Und in dem Herz verborgen Ein Lied im Schlummer lag, Geweckt vom Frühlingsmorgen Steigt jauchzend es zu Tag. Gumpeneck ![]() >Parmenides und Heraklit
4.
Rundbrief
2007-02-26
Hans
Zimmermann, Görlitz: aktuelle
Rundbriefe Liebe
Freunde, die Parmenides
- Seite ist nun
um die
restlichen
Fragmente
vervollständigt;
eine Heraklit
- Seite
wurde jener
Seite an die
Seite
gestellt: 115
seiner in
Zitat-Fragmenten
(bei Diogenes
Laertios,
Sextus
Empiricus,
Aristoteles
u.a.)
überlieferten
Aphorismen
griechisch
(sowohl in
akzentloser
griechischer
Schrift, "Symbol", als
auch in
lateinischer
Umschrift,
"Times new
Roman") und
deutsch.Beide
Vorsokratiker
schätze
ich hoch,
gerade in
ihrer
Polarität.
Parmenides to gar
auto noein
estin te kai einai. Denn,
daß man
es erkennt,
heißt
zugleich:
daß es
ist."Daß
sich etwas im
Denken zeigt,
bedeutet
zugleich, dass
seine
Wirklichkeit
offen liegt."
Das hat nur
dann Sinn,
wenn eben
allein im
satzförmig
ausformulierten
Erkennen
sich
Wirklichkeit
zeigt oder
ergibt.
Für
Philosophen,
die nicht
solch eine
Immanenztheorie
der Wahrheit
vertreten,
sondern etwa
die
konventionellere
Abbild- oder
Korrespondenztheorie
einer Wahrheit
"da
draußen"
in der
Objektwelt,
die in mir,
dem Subjekt,
wie eine
zweite Welt
neu aufgebaut,
repräsentiert
oder wieder
gespiegelt
wird, gilt das
als eine
Verwechslung
von Kopula und
Existenzaussage:
"Bloße
Gedanken
zaubern", so
würden
sie antworten,
"keine
Wirklichkeit
hervor". "Aber
besteht die
Innensicht der
transparenten
und vom
Bewusstsein
durchleuchteten
Wirklichkeit",
so lässt
sich
zurückfragen,
"nicht im
gedanklichen
Erkenntniszusammenhang,
in dieser
schlüssigen
Verbindung der
Sätze, in
deren
logischer
Identifizierung?
Und
überhaupt:
In welchem
Verhältnis
steht denn nun
die
Prädikation
zur
Existenzaussage?
Wie lässt
sich sagen,
darlegen,
zeigen, dass
überhaupt
irgendetwas
oder
mindestens der
Sprecher
selbst
existiert"?"Dieser
Fluchtpunkt
der
Erkenntnissuche,
subtil in der
frontalen
Horizontlinie
des
Bewusstseins
"erblinzelt",
scheint
außerordentlich
abstrakt; die
Sprüche
Heraklits
dagegen
erfrischen das
Herz
unmittelbar
mit der
musikalischen,
offenen
Spannung, die
sie in ihren
bildhaften
Antithesen
austragen; sie
sind
prägnant-würzig-kurz
ausformulierte
Paradoxien,
Aphorismen,
Zen - Koans,
Pointen,
Clous: bildet
mit seiner
logischen
Einsinnigkeit
die Grundlage
wissenschaftlicher
Prädikationen:
Allein
in der als
Prädikation,
als
Prädikat
Zuschreibung,
als Satz,
ausformulierten
Erkenntnis
zeigt sich ihm
das Wesen der
Dinge. Die
(seitdem
heftig
umstrittene)
These im Kern
dieser
Wahrheitstheorie
ist die, dass
die Kopula der
prädikatsnominalen
Zuschreibungen
(d.h. das
"ist" in den
Prädikaten,
die den
Satzsubjekten
zugeschrieben
werden) mit
dem "ist" der
Existenzaussage
kongruiert:
potamois
tois autois
embainomen te
kai ouk
embainomen,
eimen te kai
ouk eimen.
Sie
verstehen
nicht, wie
einander
Entgegengespanntes
mit sich
selbst
übereinstimmt:eine
wider sich
selbst
gewendete
Harmonie, wie
beim Bogen und
der Leier. grusz,
hanszIn dieselben Flüsse steigen wir und steigen wir nicht, wir sind und wir sind nicht. oder auch: ou xuniasin hokôs diapheromenon heôutôi homologei: palintropos harmoniê hokôsper toxou kai lurês.
"Wenn die
Sonne der
Kultur niedrig
steht,
werfen selbst
Zwerge einen
langen
Schatten."
>
"Wenn die
Sonne der
Schwarzen sehr
tief steht,
werfen auch
ihre
blindensten
Hühner in
der Nacht
einen langen
Schatten."
Besonders
aber Waldner
der Kunst
Banause und
nun
Spindelegger
Atlatus.
>
>Überfallen und blutig geschlagen Nr. 5 Wien, Mitte Mai 1899/0507
Karikatur
auf
die
Zensurmaßnahmen
von
Ernst
August
von
Hannover
(die
Zensur
überreicht
als
Muse des
deutschen
Bundestags
Metternich ein
zensiertes
Exemplar der
Schriften
Martin
Luthers). -
1837
Solches geschah mir für einen Artikel, den ich geschrieben hatte, um an einem abnormen Einzelfall die fast groteske Verkommenheit unserer Theaterzustände aufzuzeigen. Seitdem ich mir in freier Selbstbestimmung — ich möchte sagen: Selbstverdammung — den undankbaren Beruf erwählt, als Rächer des wehrlosen und an jedem Tage insultierten Geschmackes der Wiener Öffentlichkeit einer von ihrer Allmacht trunkenen Clique die Wahrheit zu sagen, ist kein so rein sachlicher Artikel aus meiner Feder geflossen. Mit keinem glaubte ich so sehr dem allgemeinen Interesse zu dienen, in keinem war ich so peinlich bemüht, die Persönlichkeit, die durch ein theatralisches Wagnis der kritischen Behandlung überliefert wurde, von den grauenerregenden Zuständen, die solches ermöglicht, zu trennen. Ich habe nur dem Entsetzen, wie herrlich weit wir es gebracht haben, Ausdruck gegeben und dem Unwillen des Publicums, der in den Tageszeitungen kein Echo mehr findet. Was uns ein erstes Wiener Theater zuzumuthen wagte, hat in diesem Blatte eine Charakteristik erfahren, die über das Maß des Erlaubten in keinem Satze hinausgeht. Ich bedauere es, wenn die Zusammenstellung der Acten über gerichtlich erhobenen Schwachsinn und eines Theaterzettels drastisch und wie schneidender Hohn klingt, aber ich habe den von einer dreisten Clique Genarrten nicht für seine Thaten verantwortlich gemacht. Kein Wort ist zur Aufdeckung des Treibens dieser von den Concordia- Blättern gehegten Bande verschwendet, und ich gelobe es, dass ich mich durch die körperliche Revanche, die mir widerfahren, in der ferneren Bekämpfung eines das arme Geistesleben unserer Stadt und unseres Landes erdrückenden Journalistenringes nicht beirren lassen werde. Für das, was ich ohne Rancune (f Groll) und ohne Nebenabsichten, bloß mit der Sprache der Erbitterung seit in paar Wochen an dieser Stelle sage, hat Wiens Geistigkeit sich nicht anders zu rächen gewusst, als durch den verteufelt schlauen Einfall, dass sie mir drei Blutbeulen beibringen, die Lippen zerkratzen und mein Auge gefährden ließ. Wieder trifft — wie im Falle jener Theaterpremière — die öffentliche Entrüstung nicht den armen Missbrauchten, der vom Claqueur zum Bravo sich erniedern ließ, sondern seine Hintermänner. Was sie gethan oder veranlasst, harrt der gerichtlichen Überprüfung. Darum muss ich mir heute eine eingehendere Besprechung des Falles und seiner fünf bis sieben Begleitumstände versagen. Die Leser werden sich damit begnügen müssen, vorerst aus den entstellten Gerichtssaalberichten der Tagesblätter manches Detail zu erfahren; ich selbst werde wohl bald in der Lage sein, mit der Geheimgeschichte des Überfalls und zugleich auch mit einer Besprechung der Stellungnahme, die einem Theil der Wiener Presse beliebte, zu dienen. Die Herren, die im Executor ihrer Wünsche Schwachsinn und Körperkraft glücklich gepaart fanden, haben nichts erreicht, als dass mein Kampf diesmal um ein paar Tage später, als kalendarisch in Ordnung wäre, fortgesetzt wird. Meine Leser verzeihen mir die kleine Unregelmäßigkeit. Nichts ist geschehen, als dass mir in der Nacht vom 10. auf den 11. d. M. ein Ziegelstein den Kopf streifte. Sollte er mir nächstens den Arm verstümmeln, so bleibt mir noch ein Mund, »auszusprechen, was ist,« laut zu sagen, dass die Versippung zwischen Theater und Presse bald zum Ruin beider Institutionen führen muss, und die Führerschaft, die sich die Herren Bahr und Bauer angemaßt, zu verfluchen. Ein
Process, den
kürzlich
der Verleger
meiner
Zionssatire
gegen die Neue
Freie Presse vor dem
Handelsgerichte
geführt
und in erster
Instanz
verloren hat,
schafft mir
die
Gelegenheit,
manches zu
sagen, was
früher
oder
später
zur
endgiltigen
Absteckung der
Distanz
zwischen mir
und der
liberalen hätte
gesagt
werden
müssen.
Dass
ich
zu
ihr
nicht
zugelassen
wurde
und
nur
einem
planlosen
Rachebedürfnis
zuliebe
mir
mein
eigenes
Blatt
begründet
habe,
wird
seit dem
Erscheinen der
ersten FutterkrippeFackel da und
dorten positiv
behauptet oder
mindestens in
Form
höhnischer
Anspielung
unter die
Leute
getragen. Wo
Verkleinerungssucht
allein nichts
ausrichten
kann, macht
sie bei der
Dummheit eine
Anleihe und
verbreitet
aufs
Gerathewohl,
mein Kampf
gegen die
journalistische
Verseuchung
des Theaters,
mein Protest
gegen die
Gewaltherrschaft,
die eine
witzhaschende
Winzigkeit wie
Herr Julius
Bauer im
Reiche der
Wiener Geister
aufgerichtet
hat, kurzum
die ganze Art
meines
Auftretens sei
einfach aus
meinem
Ärger zu
erklären,
dass ich mit
dem — Extrablatt schlechte
Erfahrungen
gemacht habe.
Bisher hatte mir immer nur das Gerücht geschmeichelt, ich sei nicht in den Redactionsverband der Neuen Freien Presse aufgenommen worden, und siehe da, nun erfahre ich zu meinem Entsetzen, dass es eigentlich das Illustr. Wr. Extrablatt ist, dessen Redactionsthüren meinem streberhaften Ehrgeize sich verschlossen zeigten. Was nützt jetzt alle Versicherung, dass ich mit diesem Blatte nie in meinem Leben andere schlechte Erfahrungen gemacht habe als die, welche jeder Zeitungsleser im Kaffeehause mit ihm macht, wenn der Marqueur (Filzschreiber) es just auf den Tisch wirft? Lasst mich nachdenken: — Ist es nicht auch möglich, dass mir einmal die Aufnahme in das Ballcomité der Concordia verweigert worden ist? Vielleicht erinnere ich mich nur nicht .... Immerhin steht fest, dass ich mich hinter meinem Rücken bemüht habe, in irgendein Wiener Zeitungsbureau zu gelangen: so schreibt nur einer, den Herr Stern, Herr Löwy oder Herr Buchbinder lange Zeit unterdrückt hielt und dem von den Theatern alle Freikarten vorenthalten wurden, die jene Herren, seitdem sie nicht schreiben können, bekommen haben. Ich kann mir heute nach all den Nachrichten, die mir über meine literarischen Anfänge zugekommen sind, so recht ein Bild von mir machen. Da stand ich, froher Hoffnung voll, im Mittelgange des Volkstheaterparkets, mein Auge erglänzte, meine Pulse flogen, und ich lauschte der Weisheit, die von den Lippen Landesbergs strömte und allen Wissenden zu sagen schien: das Stück geht sechsmal .... Zu Füßen Fischls bin ich gesessen, habe lernbegierig die Kunde, die Erfahrung bot, in mich gesogen und wohl auch von einer schönen Doppelstellung dereinst — Tantièmenmann und Theaterrichter zugleich — in den Tagen argloser Jugend geträumt. Und dann … mit einemmal hinausgestoßen, vielleicht wegen einer unbedachten Äußerung, vielleicht weil ich auf einem Clubkränzchen der Tochter eines Localredacteurs auf den Fuß trat, geächtet; schwermüthig, wie der Dänenprinz, dem’s an Beförderung fehlt, durch Wochenblätter irrend .... ein leises Anklopfen noch an der Thür des Extrablatt, und nach der Resultatlosigkeit dieses letzten Versuches — die Gründung der Fackel .... Wie muss es meine guten Feinde kränken, wie unsanft ihren Glauben an meine Beziehungen zur Futterkrippe angreifen, dass die Schöpfungsgeschichte dieses Blattes denn doch etwas anders lautet. Am Anfang war das Futter, und ich sahe, dass es nicht gut war. Man könnte fortsetzen: und er sprach, es werde Licht, und es ward »Die Fackel« .... Das Futter war nämlich wirklich nicht gut, und viele Esel sah ich, die sich um die Krippe drängten. Nicht weit aber standen andere Krippen, aus denen jene dort immerzu gefüllt wurde. Und ein Mann stand da, der hielt den »Economist« in Händen und sprach zu den Subventionen: Seid fruchtbar und mehret euch! Und es ward Morgenblatt und es ward Abendblatt: Ein Tag .... Ich habe keine Geheimnisse, und weil heute — schon nach vier Proben rückhaltloser Meinungsäußerung — ein Meer von Gemeinheit über meinem Haupte zusammenzuschlagen droht, muss ich noch weiter gehen und ungescheut den Leser auch zur Besichtigung meiner Jugendsünden einladen. Es gilt dem immer lauernden Verdacht zu begegnen; darum darf ich nicht zögern, auch rücksichtslos mich selbst — persönlich anzugreifen. Ich öffne die unterste Lade meines Schreibtisches und entdecke, dass ich seit den Tagen meines literarischen Novizenthums über manches anders zu denken gelernt habe. Hier eine Visitkarte und dort ein Brief, die mir beweisen, dass ich einige der Leute, die ich heute bekämpfe, einst persönlich gekannt Ich bin also im höchsten Grade undankbar. Oder nicht? Oder soll man die Kreise, von denen man sich in Zeiten besserer Erkenntnis mit Scham und Ekel wendet, überhaupt nie gekannt haben? Das sind logische Feinheiten, für welche die gute Gesellschaft jederzeit empfänglich ist; von meinen Hassern behende aufgegriffen, verdichten sie sich im Nu zu Lügenknüppeln, die dem Aufrechtschreitenden vor die Beine fliegen. Nun also, — aber ich bitte nicht zu erschrecken: ich hatte im Alter von neunzehn bis dreiundzwanzig Jahren Verbindungen, das bedächtige Warmhalten neugewonnener Beziehungen war mein Sturm und Drang und ein feinsittsames Auskommen im liberalen Zeitungskreise der Inhalt meiner Flegeljahre. Ja, ich will es nicht leugnen, dass den literatursüchtigen, politisch völlig ahnungslosen Neuling ein Feuilletonistenplatz in der Neuen Freien Presse zuweilen verlocken mochte, dass mich von allen bestehenden Blättern dies eine mit den seither durchschauten Mätzchen der Vornehmheit getäuscht hat. Wenn heute ergraute Universitätsprofessoren, Socialpolitiker und wirtschaftskundige Publicisten durch einen Gnadenblick sich von der Höhe modernsten Wissens in die Fichtegasse locken lassen, so wird man die Verirrungen einer im liberalen Schulglauben befangenen Jugend nicht allzu hart beurtheilen. Ich verzeihe mir. Ich habe eingesehen, dass ich besserungsfähig bin. Aber ich will mir die Grausamkeit nicht ersparen, noch ein wenig in den Idealen meiner Vergangenheit zu wühlen. Dass ich früher oder später zu der ‚Neuen Freien Presse’ komme, galt bei den Wissenden als eine ausgemachte Sache. Redacteure des Blattes hatten wiederholt darauf angespielt und, wenn auch das Machtwort der Herausgeber noch nicht gesprochen war, aus dem sorgsam gehüteten Thronsaal drang halbamtlich die Nachricht, dass man mein Talent schon seit längerer Zeit beobachte. Höfische Gebärdenspäher hatten mir den Wink vermittelt, mich gelegentlich mit kleineren Beiträgen einzustellen, und als vollends eine directe Einladung an mich ergangen war, zögerte ich nicht, zu thun, was sämmtliche jüngeren Literaten auch ohne formelle Aufforderung zu thun bereit sind. Ich bitte meine Leser um Verzeihung: ich habe damals ein paar Literaturkritiken, Plaudereien u. dgl. für die Neue Freie Presse geschrieben. Noch mehr: Auch an rein journalistischen Versuchen meine Kraft zu messen, begann ich von Ischl aus sommerlich Correspondenzen für das Blatt zu führen, depeschierte mit dem Eifer des werdenden Schmocks über Dinge, die nicht an sich, bloß durch die Art journalistischer Verwertung mich interessierten, und verlebte traurige Tage, als eine falsche Verlobungsnachricht, die ich in die Welt gesetzt, meiner Betriebsamkeit ein jähes Ende zu bereiten drohte. Indes wurde ich, so oft der Sommer ins Land kam, immer wieder aufgemuntert, man schien an meiner Reporterbefähigung nicht zu verzweifeln und war froh, so billig sich einen Ischler Correspondenten zulegen zu können. Mein Ansehen stieg umso höher, je weniger ich mich durch die schlechte Bezahlung abschrecken ließ. Der Verbreiter des etwas übertriebenen Gerüchtes von der Verlobung einer Theaterdame durfte sich bald mit einem Bericht über die Begegnung Goluchowskis und Hohenlohes einstellen, und die Ereignisse in Ischl gehorchten fortan dem designierten Vertreter der »Neuen Freien Presse«. Ich hatte bei ihnen schon ein gewisses Prestige, und die große Überschwemmung, die vor zwei oder drei Sommern das Salzkammergut verheert hat, schien denn auch zu mir viel mehr Vertrauen zu haben, als zu Herrn Herzl, der als Fremdling nach Ischl gekommen war und mit stimmungsvollen Telegrammen der Katastrophe beizukommen suchte. Ich sehe ihn noch in der Loggia des fluthenumbrandeten Hotels, auf Impressionen lauernd, einen Skizzenblock in der Hand, auf dem er jeden Baumstamm, der herangeschwommen kam, gewissenhaft vermerkte. Ich ahnte die Unzufriedenheit der Redaction, sprang ihm hilfreich mit Thatsachen bei und überbrachte ihm Bergrutschungen, verbogene Bahnschienen, eingestürzte Tunnels und zerstörte Brücken. Dafür sollte ich ihm eigentlich dankbar sein, und es ist hässlich von mir, dass ich ein Jahr später die Krone für Zion geschrieben habe............................. Seine Excellenz Herr Dr. Eugen v. Böhm-Bawerk, Senatspräsident, hat kürzlich wieder die Neue Freie Presse als Sprachrohr benützt, um den neuen regierungs- und verwaltungsgerichtshoffähigen Socialismus Bernsteins zu begrüßen. Ich mache Seine Excellenz und alle anderen Anhänger der Sprachrohrtheorie darauf aufmerksam, dass es nöthig ist, den Apparat vor der Benützung gründlich zu desinficieren und genau acht zu haben, wer vor ihnen hineingesprochen hat. Ein Gesunder, der bedenkenlos jenen verseuchten Apparat benützt, ist ansteckungsverdächtig und soll in Hinkunft von mir ärztlich untersucht und wenn nöthig unter moralische Quarantaine gestellt werden. Die Unbefangenheit, mit der selbst treffliche Männer sich dem Blatte in voller Kenntnis seiner Hintergründe nähern, muss aufhören. Wäre mir die Erreichung dieses Zieles versagt — und mancher ist schon an solchem Kampfe verblutet —, so müsste ich mir gestehen, dass ich mein bestes Können und redlichstes Wollen vergebens eingesetzt habe. Wenn ich aber fühlen werde, dass jeder mich unterstützt, der jemals trotz aller Gewöhnung entrüstet oder angeekelt dies Blatt von sich warf, dannlasse ich meinen Muth nicht sinken. (Auszug) ![]()
In einer
Zeit, da
Österreich
noch vor der
von radicaler
Seite
gewünschten
Lösung an
acuter
Langeweile
zugrunde zu
gehen droht,
in Tagen, die
diesem Lande
politische und
sociale
Wirrungen
aller Art
gebracht
haben, einer
Öffentlichkeit
gegenüber,
die zwischen
Unentwegtheit
und Apathie
ihr
phrasenreiches
oder
völlig
gedankenloses
Auskommen
findet,
unternimmt es
der
Herausgeber
dieser
Blätter,
der
glossierend
bisher und an
wenig
sichtbarer
Stelle abseits
gestanden,
einen Kampfruf
auszustoßen.
Der ihn wagt,
ist zur
Abwechslung
einmal kein
parteimäßig
Verschnittener,
vielmehr ein
Publicist, der
auch in
fragender
Politik die
»Wilden«
für die
besseren
Menschen
hält und
von seinem
Beobachterposten
sich durch
keine der im
Reichsrath
vertretenen
Meinungen
locken
ließ.
Freudig
trägt er
das Odium (l.
Hass
Feindschaft)
der
politischen
»Gesinnungslosigkeit«
auf der
Stirne, die
er,
»unentwegt«
wie nur
irgendeiner
von den ihren,
den
Clubfanatikern
und
Fractionsidealisten
bietet.
Das politische Programm dieser Zeitung scheint somit dürftig; kein tönendes »Was wir bringen«, aber ein ehrliches »Was wir umbringen« hat sie sich als Leitwort gewählt. Was hier geplant wird, ist nichts als eine Trockenlegung des weiten Phrasensumpfes, den andere immerzu national abgrenzen möchten. Mit Feuerzungen — und wäre es auch ein Dutzend verschiedensprachiger — predigen die Verhältnisse das Erkennen socialer Nothwendigkeiten, aber Regierende und Parteien wünschen vorerst — mit hinhaltender Berechnung die einen, in leidenschaftlicher Verblendung die anderen — die Kappenfrage der Prager Studenten erledigt zu wissen. Diese Erscheinung schmerzlichsten Contrastes, die sich durch unser öffentliches Leben zieht, wird hier den Gesichtspunkt für die Beurtheilung aller politischen Ereignisse bestimmen, und es mag zuweilen glücken, dem dumpfen Ernst des Phrasenthums, wo immer er sein Zerstörungswerk verübe, durch die ihm so unbequeme Heiterkeit rechtzeitig den Credit zu schmälern. Dem durch keine Parteibrille getrübten Blick muss doppelt deutlich sich das Menetekel zeigen, welches dräuend in unserer durch Altarkerzen verstärkten Finsternis zuweilen aufleuchtet. Aber die Sprachgelehrten wissen es nicht zu deuten, und vom alten Hader noch erschöpft, erheben sie sich zu neuem Zanke. Von dem unheimlichen Anblick geblendet, weisen die einen mit einem ängstlichen »Zde« nach der Erscheinung, dieweil die anderen, völkischen Verrath witternd, als die Verhandlungssprache des jüngsten Gerichtes nur die deutsche gelten lassen wollen.....Auszug ![]() |