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IMPRESSUM^ m.bruno@gmx.at  > 1120 Wien Andersengasse 23/29/1  «»> (un)- subscribe mailto: «»
Wissenswertes, Historisches und Erlebnisse über um und auf dem einzigartigen steirischen Felsmonolith
      
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KRIPPELBERG   LEAUKAISERKREUZ>
INHALT-ENDE^ANFANG-INHALT
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4.1-11 D A S  K A I S E R  L E N A U   G I P F E L  K R E U Z  in Schattendorf
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4.2 ZUFÄLLE

I. Der 186. Geburtstag von Nikolaus Lenau 13.08.1802 - 22.08.18950, dem Schirmherrn des Kreuzes, hat den gleichen Tag und das gleiche Monat des Datum der Kreuzeinweihung.
II. Der Grimming mit 2351m und der Krippelberg mit 351m haben eine Höhendifferenz von 2.000m.
III. Am 13.08.1937 um 11:00 machte 
Nikolaus Lenau folgende Eintragung in sein Tagebuch: Lenau
>

4.3 DIE MUTTER NIKOLAUS LENAUS

Es war der Tag meiner Geburt. Meiner Mutter war dieser Tag vor 35 Jahren ein banger und froher wie kein anderer, denn meine Geburt war äußerst schmerzlich und gefährlich, und ich war ihr vom ersten Augenblick meines Lebens das Liebste. Sie ist längst begraben. Sie hat mich zurückgelassen als dein vorbestimmtes Erbe. Du darfst es nicht antreten und dennoch habe ich auf dein Leben einen gewaltigen Eingriff getan; vielleicht ist es in Trauer gewandelt. Meine Mutter ist schuldlos daran. Sie wird sich aber freuen an unserem Unglück, an unserer Liebe. Es ist mir doch sehr wohl dabei, so heimlich für dich zu bluten. O du liebes gewaltiges Weib meiner unglücklichen Liebe! Lenau>

4.4 DAS GEDENKEN
  • Zum Gedenken seien auch einige andere Personen genannt welche am Grimming den Tod fanden.
  • 00.10.1944 Hanni Krenn hat vor der Einberufung als Luftwaffenhelferin den Grimming bestiegen und ist seither verschollen
  • 20.06.1948 Bergführer Resch und Meier bei Hilfeleistung verunglückt.
  • 19.09.1965 Kreuzaufsteller Schartenspitze Jürgen Ewers abgestürzt, seine Umshaus Braut erfroren.
  • 06.05.1900 Alpine Sonderleistungen Pfandl wurde mit einem Fuß von Maischberger durch die nördliche Schneegrube geführt.
  • 1988 Kreuz - Kupfertafel angefertigt von Stefan Schefberger
  • Der Roman Grimmingtor wurde durch die steirische Dichterin Paula> Weltliteratur.
4.4.1 KRIPPELBERG 331m GIPFELBUCH  >
ein sanfter Bergrücken über den Weingärten an der ungarischen Grenze, die höchst Erhebung der Krippeln in Bgld.

Das KRIPPELBERGLIED
Am Tage und auch in der Nacht
Vergaß ich meine Sorgen,
Ich habe gesungen, getanzt und gelacht
Bis in den frühen Morgen.
Vom Grimming im neuen Glanz
Das Kreuz vom Kaiser Franz.

Gar Manches fiel mir wieder ein
Was mir schon längst entschwunden.
Ich war so froh und trank von dem Wein
Es waren schöne Stunden.
Vom Grimming im neuen Glanz
Das Kreuz vom Kaiser Franz.

Am Krippelberg im Burgenland
Der Abschied naht die Zeit entflieht
Und wer einst auf dem Gipfel stand
Er weiß, dass man sich wieder sieht.
Vom Grimming her im neuen Glanz
                 Das Kreuz vom Kaiser Franz. >

4.4.1.1 Kreuzaufschrift KAISER RÖHRENKREUZ LEGENDE

  • 01.09.1903: Angefertigt von R.WOLFF aus Untergrimming, wurde es am Grimminggipfel in 2351 m Höhe aufgestellt, zur 55 jährigen Regierung, Kaiser FRANZ JOSEF`S von Bürgern der steirischen Gemeinden Pürgg und Neuhaus unter ihnen auch Herr ADAM der Vater des Mannes der diese Informationen den Kreuzaufstellern gab.
  • 05.09.1954: Es mußte das alte Kreuz einem neuem weichen und wurde in einer Felsspalte abgelegt wo es 31 Jahre später gefunden und geborgen wurde
  • 03.08.1985: Gefunden von B.MAYER und ST.SCHEFBERGER am Grimming B.MAYER hat es verkleinert wieder hergestellt und im Juli 1988 von der Steiermark ins Burgenland gebracht als verbindendes Glied dieser 2 Bundesländer hier am Krippelberg aufgestellt und geweiht am
  • 13.08. 1988. Der Höhenunterschied Grimming Krippelberg beträgt genau 3000 m >
4.4.1.1.1   1

4.4.1.2 SAAT in Sonne und Regen,
Sein Werk wogende Ähren
Gereift auf stürmischen Fähren
Und auf dornigen Wegen.

Kreuzaufstellung Juni 1988 im Gedenken an Nikolaus Lenau Gipfelbuch HINTERLEGT 30.04.88 ><1>

4.4.1.3 Lieber GOTT wir danken Dir
Dass die Neger hungern und nicht wir.
Anonymus KB-3.1.5

Kreuzweihe mit mit Nilolaus Lenau Gedenkfeier
Öblarner Berg Musik
13.08.88
><2>

              4.4.1.4 AN DEN TOD
Wenn`s mir einst im Herzen modert,
Wenn der Dichtkunst kühne Flammen
Und der Liebe Brand verlodert,
Tod dann brich den Leib zusammen!

Brich ihn schnell, nicht langsam wühle;
Deinen Sänger laß entschweben,
Düngen nicht das Feld vom Leben
Mit der Asche der Gefühle.Nikolaus Lenau>

4.4.1.5 HERBST  Die Blätter beginnen sich zu färben, die Schöpfung zeigt sich in voller Pracht, in den Weingärten ist Lesezeit.-Der Sonne Lauf wird kürzer, die Schatten der Nacht dehnen sich, ein Zeit zum Heimgang, in die Ewigkeit und eine Einkehr in sich selbst. Was ewig bleibt ist der Kreislauf in dem sich alles ändert ein ständiges Werden und Vergehen und die Spanne dazwischen ist das Leben. PJZ  Dankwanderung 16.10.88 ><3>

4.4.1.6 Wünsche unvergolt`ner Qualen
Um die WAHRHEIT bedecken,
Ist eine Rechnung ohne Zahlen
Um ein Feuer zu verstecken. SW Gipfelbuch Behälter am Kreuz befestigt
Mit Stefan>26.02.89 ><4>

4.4.1.7.1   2

4.4.7.2 Das KRIPPELBERGKREUZ  >
Es steht am sogenannten Krippelberg in 351m Seehöhe. Dieses Kreuz wurde 03.08.1985 in einer Schlucht unter des Grimming ein Gipfel des Dachstein Grimmingstockes von Stefan Schefberger - einem gebürtigen Schattendorfer und Bruno Mayer - einem Steirer gefunden. Es war das alte Grimming Gipfelkreuz welches im Jahre 1903, anläßlich des 55- jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef, in 2351m Seehöhe aufgestellt wurde, und bis 1954 dort stand. 1985 wurde es von dem Schattendorfer Baufachmann  JOSEF SCHEFBERGER + 2001 restauriert und hier aufgestellt. Am 13.08.1988 wurde es vom damaligen Herrn Hochwürden Pfarrer Prets feierlich eingeweiht.
Bildstockwanderung> der 3. Klasse der Volksschule Schattendorf. 

4.4.7.3 ERINNERUNG.an.den.LENAUKREUZAUFSTELLER.Herrn.JOSEF.SCHEFBERGER>  KREUZERRICHTUNG^

4.4.1.7 RUHM und Geld,
Dünen im Sand,
Wellen im Wasser
Sind ohne Bestand.
SW Gipfelbuch erneuert
auf ab Baumgarten weiter Herrentisch 31.12.98
Berg Heil Berg frei
><5>

Schöne Grüße von Jaquehre Heino und der kleinen Angi Prosit Neujahr 01.01.99

4.4.1.8 Wir haben den KRIPPELBERG gepflegt wie ein Kind, er ist unser ein und alles. 
KRIPPELBERG  wir lieben dich Vanessa R.I.P. 21.05.99

4.4.1.9 Alle Jahre wieder kommen wir hierher die Krippels aus Pottenstein 26.10.01

4.4.1.10 Es gibt ihn also wirklich den KRIPPELBERG !
Ulrike Sauer geborene Krippel aus Wuppertal in Deutschland und Ingo Sauer 21.10.02

Die Krippel's aus Pottenstein besuchten auch heuer, so wie alle Jahre,  wieder am Nationalfeiertag den KRIPPELBERG.
Diese uns lieb gewonne Tradition werden wir noch lange fortsetzen. Fam Karl Krippel 8 Personen 26.10.02

4.4.1.11 Wir sind heute nach einiger Irrfahrt bei unserem WAHRZEICHEN - welches wir noch
in Natura auf dem Grimming erblickten, hier eingetroffen. Es kommen Erinnerungen hoch.
Adi Kolb mit Dorli und Martin aus Steinach / Stmk. Hans Wiesnnegger
> und Anneliese Oberzeiring / Irdning

4.4.1.12   3
4.4.1.13 Das LEBEN ist zu kurz für ein langes Gesicht,
Gipfelbuch erneuert auf ab Schattendorf 12.1103  Berg Heil Berg frei ><6>

4.05  L E G E N D E  4.5 EIN AUSGEDIENTES GIPFELKREUZ

  Auf der Suche nach Schnee, für die Trinkwasser Zubereitung, begab ich mich zu den sich nördlich, unter dem Gipfel des Hohen Grimmings befindlichen, Felsspalten. Doch welches eigenartige Rohrgebilde lag denn da, halb eingebettet im Schnee, auf der Sohle in einer dieser Spalte? Es mußte etwas ganz Besonderes gewesen sein! Um der Sache auf den Grund zu gehen holte ich den Bergfreund Stefan Schefberger zu Hilfe. Unter der Anwendung der Hebelwirkung, zogen wir mit vereinten Kräften das Unbekannte aus dem Schnee. Es war ein Röhrenkreuz, teilweise waren noch die Seile mit den Spannschlößern daran befestigt, nun bestand kein Zweifel mehr; wir hatten hier ein ausgedientes Gipfelkreuz gefunden.
  Friedlich hat es hier, als Bote einer längst vergangenen Epoche und als Künder der Vergänglichkeit, gelegen. Einst, ja einst da stand es im Glanz der Sonne, im Getöse der Gewitterstürme und im Kreislauf der Jahreszeiten auf dem Hohen Grimming, der höchsten Grimming Erhebung. Sa 03.08.85

4.5.1 DER EHRENPLATZ

  Geschätzte Grimming Freunde! Wir stehen hier bei einem sehr schönen Gipfelkreuz, wir sollten aber nicht auf das alte Gipfelkreuz vergessen es ruht in einer Felsspalte nördlich unterhalb des Gipfels. Es wurde einst mit sehr viel Liebe und Idealismus angefertigt, es wurde mit sehr viel Mühe auf den Gipfel getragen und aufgestellt. Für dieses Kreuz wäre ein Ehrenplatz sicher gerechtfertigt. Mit diesem Kreuz liegt auch sehr viel Historisches im Felsengrabe. Ich danke für ihre Aufmerksamkeit. Karl Reiterer Gedenken am Hohen Grimming Gipfel Auszug 18.08.85

4.6 DIE ZINNOBERWAND RINNE  >

  Die Alpinisten die sich für die Erstbesteiger der Zinnoberrinne hielten, hatten sicherlich keine Ahnung davon, dass vor ihnen schon Jäger einen ähnlichen Weg genommen hatten. Am 6.11.1908 erstieg Damberger mit T.Fischer und R.Wankmüller den Grimming durch die Zinnoberrinne. Sie kletterten in der Schlucht nach Umgehung eines Absatzes nach rechts bis zu einem großem Überhang empor und stiegen dann links heraus in eine Rinne, bis sie sich in der Schlußwand verlor. Ein kurzer Quergang nach links brachte sie auf die rasendurchsetzten Schrofen des Jausengrubenbauches und weiter zum Gipfel.
  Ungeheure, pralle Wände umschließen den Hintergrund der Großen Jausengrube. Nur rechts kommt von der Spitze des Grimmings in der Form eines doppelt seichten S eine rote Riesenschlucht, die Zinnoberrinne, herab. Ein mächtiger Schuttkegel an ihrer Mündung deutet auf häufigen Steinfall hin, ein Stück weiter aber ist die Rinne ersteiglich. Links von ihr wölbt sich der Jausengrubenbauch, ein ungegliederter breiter Rücken. Er ist von der Grimmingscharte weit hinunter mit grünen Gamsgärten bewachsen, und diese Rasenplätzchen und Polster ziehen sich auch in die Zinnoberrinne hinein. Rechts von der Zinnoberwandrinne springt dann der Südgrat des Großen Grimmings hervor. Quelle: Mons Styria altissimus Dr. Fritz Benesch.

  Aufgang bei sommerlichem Schönwetter zur Jausengrube und Einstieg in die Zinnoberrinne, um 16:00. Weiterstieg am Schuttkegel, dann auf dem Altschnee der Schlucht und schließlich nach links in den Jausengrubenbauch ausweichend zur Scharte und am Höhengrat zum Grimming.
  Zerlegung des alten Kreuzes und Wurf in die Zinnoberwandrinne, Biwak Nächtigung. Abstieg mit den Kreuzteilen durch die Zinnoberwand Rinne zur Jausengrube. Trotz der Abschüssigkeit der Wandrinne, blieben die Teile des Kreuzes immer wieder irgendwo, oft auch an schwer zugänglichen Stellen, hängen und erforderten dann wieder einen weiteren Anstoß. Ganz plötzlich, vor der Rinnen Steilstufe unterhalb des Mittelteiles, trafen mich dann die Vorboten einer Steinsalve. In jeden Menschen schlummern ungeahnte Fähigkeiten von denen die meistens ungenützt bleiben. Wenn es um dem gewaltigsten Trieb, das nackte Überleben geht, kann man sogar über den eigenen Schatten springen. Wie eine aufgescheuchte Gemse sprang ich aus der Rinne über die steile Böschung empor, um dem Gefahrenbereich zu entkommen.
  Die Zinnoberwand Rinne beginnt auf der westlichen Seite des Grimmings und endet mit einem Schuttkegel in der Jausengrube. Am Gipfel baut sie sich, mit jäh abfallenden Platten des Dachsteinkalkes und dazwischen liegenden losen und verworfenen lehmigen Schichten, auf. Es ist zu erkennen: - Hier ist allerhand in Bewegung geraten und hier wird auch weiterhin noch viel in Bewegung bleiben.
  In der Jausengrube liegen ja auch schon genügend Abbruchstücke vom Gipfel. Diesen direkten Weg für den Abtransport des alten Gipfelkreuzes zu verwenden, war für mich sehr verlockend gewesen. Allerdings, vom Volumen und von der Form der Kreuzteile her, gab es doch ein unterschiedliches Fallverhalten zu den Gesteinsblöcken. Wenn die einmal in Bewegung sind, sind sie nicht mehr zu halten und nehmen alles mit was sich Ihnen entgegenstellt. Im Zeitlauf der Jahrtausenden entstand dadurch die eingefurchten Bahn der Rinne.
  So einfach: 
Oben abwerfen, unten herausholen, wie ich es mir insgeheim erhofft hatte, verlief es nun aber doch nicht, - obwohl der erste Kreuzwurf schon beträchtlich gewesen war. Auch die weiteren Etappen des abfallenden Kreuzweges gingen flott von statten.
  Am Helm war eine Telle entstanden, die Lederhose wurde am Hinterteil etwas aufgerissen aber lediglich am rechten kleinen Finger hatte ich eine oberflächliche Fleischwunde. Stark begangenen Kletterrouten habe ich in den frequentierten Zeiten stets gemieden, in den Schluchten habe ich bewußt die Ränder vorgezogen, diese Taktik hat sich immer bewährt. Nun auf dem in übermenschlicher Geschwindigkeit erreichten, vor Steinschlag sicheren Platz beobachtete ich das Ereignis in der Wandrinne: - Ein sich steigernder Steinehagel begann, ein Zischen ein Schlagen der Steingeschoße, Querschläger sausten ballartig zwischen den Begrenzungswänden der Rinne hin und her. Folgende große Brocken kollerten faßt unabgelenkt die Rinne hinunter, der Abschluß war meistens ein loses, sich wie Wasser über die Steilstufen ergießendes, Schuttgeschiebe.
  Das Schönwetter vom Vortag hatte angehalten, die Sonneneinstrahlung, in die südliche Zinnoberwand, hatte sicher ihren Teil zu den Turbulenzen beigetragen. Das Höllenspetakel wiederholte sich in verschiedenartigen Intervallen, oft ging es pausenlos weiter, dann wieder traten Abstände mit fast einer Stunde Dauer ein. Noch immer lagen die Kreuzteile in der Rinne, nun waren sie auch vom Schutt bedeckt, noch immer hoffte ich: - Ein Steinbrocken würde
sie über die Steilstufe hinab, zum Beginn des Altschnee befördern.
  So verharrte ich in Gedanken versunken, - währenddessen ich das Geschehen in der Rinne betrachtete. Die Sonne stand schon sehr tief, in der Rinne hatte sich schon lange nichts mehr getan, da wagte ich einen Vorstoß. Kaum hatte ich die Kreuzteile aus der Gefahrenzone und war selbst schon vor dem Ende der Steilstufe angelangt, als das Inferno von neuem begann:
  
Alles spielte sich dann in Bruchteilen von Sekunden ab, - mit einem gewagten Sprung stürzte ich mich kopfüber hinab und landete in einem horizontal geschmolzenen Schneeloch, währenddessen noch einige Steine wie Geschoße die Sohlen meiner Schuhe trafen. Mein Seil ließ ich in der Rinne zurück und habe es mir auch später nicht mehr geholt.
  Der nächste Teil des Weges, bis zum beginnenden Schuttkegel, war dann gefahrlos, jedoch mußten die Kreuzteile immer wieder aus den vom Schmelzwasser gebildeten Klüften geborgen werden. Bei dieser Aktion ließ ich mir Zeit, ehe ich mich versah war es finster geworden, ohne mir dabei Gedanken zu machen verwendete ich die Kopflampe. Wegen der Dunkelheit verschob ich, am beginnenden Schuttkegel, den Kreuztransport auf den nächsten Tag.

4.6.1 TRAUM ODER WIRKLICHKEIT?

  In der Jausengrube, im Schwebezustand zwischen Wachen und Schlafen, friedlich im Zelt liegend,- hörte ich plötzlich von den Felswänden her Schreie. Traum oder Wirklichkeit? Diese Frage der Ungewißheit nahm mich gefangen. Einerseits hallten deutlich vernehmbare Stimmen, andererseits zwang mich aber die Vernunft sie nicht wahr zu haben. - Ich erinnerte mich an eine Nacht in dem Biwak der Zinkwand; damals hatte es eine Maus, die an den Riemen meines Helmes knapperte, zustande gebracht mich in Angst und Schrecken zu versetzen.
  Etwas später erschienen die Umrisse von zwei über das Schneefeld der Jausengrube gehenden Gestalten, nun waren alle Zweifel beseitigt. Nachdem ich mich zu erkennen gab, erfuhr ich auch von meinen nächtlichen Besuchern die Ursache ihres Erscheinens. In der am Fuße des Grimmings liegenden Ort Diemlarn hatte ein Maibaum umschneiden stattgefunden. Das zeitweise Aufleuchten meiner Kopfleuchte, wie es sich beim Suchen und Beförderung der Kreuzteile in der Zinnoberrinne eben ergeben hatte, wurde irrtümlich als Bergnot Zeichen ausgelegt.
  Die beiden ortsansässigen Jungjäger sind der Bergrettung vorausgefahren, Dank Ihrer Hilfe konnte dann die gestartete ÖBRD Rettungsaktion frühzeitig abgebrochen werden.
> Aufstellung Wie sensibel die Zinnoberwand Rinne ist habe ich dann auch später beim Toni Adam Gedenken, in der Jausengrube vor dem Grimmingtor wahrgenommen: - Allein nur der Trompetenschall reichte schon aus um einen Steinschlag auszulösen. Zu guter letzt ließ ich es mir nicht nehmen, in der sich gebührender Bemessung der Abgeltung für den Einsatz, meinen Dank der Bergrettung persönlich zu überbringen.
auf ab Espang Grimmingtor Wand Grimming Gipfel Biwak Sonne Fr 21. ab Zinnoberwand Rinne mit Kaiserkreuz Biwak Jausengrube Sonne 22. Abstieg bei brütender Hitze Sonne 23.08.1987
>

4.6.2 DIE KREUZBERGUNGS VERSUCHE

  Anstieg bei Schönwetter, ein schöner Anblick einer Gemsin hatte ich vor der Jausengrube. Erstmals sah ich von diesem Ort mit freiem Auge das Gipfelkreuz des Grimmings und der Schartenspitze, denn auf den schneebedeckten Gipfeln hoben sich die dunklen Kreuze deutlich ab. Der Versuch die Kreuzteile zu bergen, war ohne Erfolg. Christtag 25.12.87
  Schönwetter, mit Hilfe eines Fotos vom Kreuzliegeplatz versuchte ich die Kreuzteile zu finden. Mit einer Sonde, angefertigt aus meinen Schistöcken, glaubte ich sie zu orten, doch es waren Gesteinstrümmer gewesen. Meine Bemühungen waren groß aber vergeblich. Silvester 31.12.87
   Aufstieg zur Jausengrube, sie war von Schneelawinen gefüllt oder besser gesagt übergelaufen, an eine Bergung der Kreuzteile war deshalb nicht zu denken. Chr. Himmelfahrt 12.04.88
  Die Kreuzteile waren immer noch nicht auffindbar und ich machte mir schon Sorgen, ob ich sie überhaupt noch fristgemäß bis zum Nikolaus Lenau Gedenken am Krippelberg finden würde. 06.05.88
  Regenwetter, die Kreuzteile waren noch immer nicht zu bergen. Do10.06.88
  Der Blick vom Weißrinspitz ergab: - In der Jausengrube hatte der Schnee schon teilweise den Rückzug angetreten, größtenteils befreit vom Schnee lag auch die Jausengruben Anhöhe unter mir, die Zeit zur Kreuz Wanderschaft war reif geworden.
11.06.88

4.6.3 KREUZWANDERSCHAFT

   Es regnete in Strömen, ich schob mein Fahrrad am Forstweg hinauf, der Regen konnte mir meine Hochstimmung nicht verderben, denn ich fühlte es, dass der Schnee das Kaiserkreuz freigegeben hatte. Unmittelbar vor mir wechselte eine Hirschfamilie, dies hatte mich zuerst etwas erschreckt, dann aber erfreut. Nach dem Verstecken des Rades hatte der Regen abgenommen, nach einem beflügelnden Stieg, stand ich bald darauf bei den verbeulten Blechröhren des Kreuzes. Leicht wird es sicher nicht werden aus diesem Schrott wieder ein Kreuz anzufertigen!
  Schnell wurden alle Teile am Seil aufgefädelt, mit diesem Kreuzwurm an der Leine, der teilweise gezogen werden mußte, aber auch bei steilen Gelände voraus kollerte und zu bremsen war, ging es abwärts. Im Vergleich zum Steinschlag war es ein lustiges Gepolter dessen Echo in der Zinnoberwand widerhallte.
  Irgendwie brachte ich es zustande alle Kreuzteile am Fahrrad zu befestigen, und die einzige Anstrengung der Talfahrt war, die ständige Betätigung der Bremsen. Als ich beim Auto eintraf kam auch die Sonne zum Vorschein. Noch nie hat mir etwas so große Freude bereitet wie die Fahrrad Fahrt mit dem Kaiser Kreuz, niemals möchte in meiner Erinnerung, die vielen schönen Tage und Nächte vermissen die ich deswegen, in allen Jahreszeiten, in der Jausengrube verbracht hatte.
18.06.88

4.6.4 DER ALTE JÄGER VOM GRIMMING

  Ich hatte die Kreuzfragmente gerade im Auto verstaut, da kam ein Jäger mit dem Moped daher. Er fragte mich: - Sind sie der Mann von der Zinnoberrine? Ich kannte damals diese Rinne noch nicht namentlich, es ergab sich daraufhin ein längeres Gespräch.
  Er hatte die einstige, nächtliche Rettungsaktion für mich für überflüssig gehalten: - Denn wer sich in die Zinnoberrinne wagt, der müsse auch eine Freinacht im Sommer überleben können, und im übrigen hätte er am nächsten Tag diesen Narren ohnehin herunter geschossen, war sein Kommentar. Damals wurde ihm durch das viele Geschrei das Wild im Revier vertrieben.
  Der gute Waidmann hätte mich wohl sicher entgeistert angesehen, wenn er mich mit dem an meinem Fahrrad befestigte Blech Gerümpel, am Forstweg fahrend, getroffen hätte.
  Wir kamen auch auf meinen gestorbenen Onkel Willi der zum Schluß in Niederstuttern gelebt hat, zu sprechen. Obwohl Willi, der auch einst Hüttenwirt der Häuselalm am Hochschwab war, nach dem Tod seiner Frau nur einige Jahre im Ennstal lebte, war er dort sehr beliebt. Zu seinem Begräbnis nach Kapfenberg, hat ihm sogar der Bürgermeister von St.Martin, mit einer Delegation, die letzte Ehre erwiesen.

4.6.5 DIE NEUGIERDE

  Die Fragen der Neugierigen habe ich immer schon, wie der Teufel das Kreuz, gehaßt. Sie sind auch, so wie die nie endend wollenden Grabreden, von entlarvender Peinlichkeit. Die Neugierde hat mit Anteilnahme und Interesse nichts Gemeinsames, sie ist wie jede Gier ein ausufernder Trieb. Besonders rücksichtslos sind auf diesen Sektor die Medien, die von den Schicksalsschlägen getroffenen Menschen werden vor die Kamera gezerrt und rücksichtslos befragt.
  Oft kann eine Gegenfrage oder eine verwirrende Anwort vor der Neugierde schützen. Allerdings können Leute deren Neugierde nicht befriedigt wird, gefährlich wie Trieb Verbrecher sein, und zu ewigen Feinden werden.
  Am Hochgolling hat mir einst ein alter Bergknappe eine Episode erzählt: - Um sich vor einem Gewitter zu schützen ist er einmal, nachdem er an der Grundmauer Steine weggeräumt hatte, in eine alte Jagdhütte eingedrungen. Er hatte sich's dort gerade gemütlich gemacht, als der Jäger kam. - Wie bist du herein gekommen? Schrie dieser ihn an. - Ich habe dich auch nicht gefragt wie du hereingekommen bist! Antwortete der Bergkumpel.
  Man geht mit den gebrochenen Schi durch den Ort: - Hast du die Schi abgebrochen? Wird immer gefragt. Die Antwort kann also nur heißen: - Nein du siehst doch es ist der Fuß.

4.6.6 DAS WANDERN

  Das Wandern, ja das Wandern, schlicht fast dürftig kommen sie daher geflogen, die fünf Wörter im alten Lied vom Wandern, ganze Welten stecken in ihren unscheinbaren Gewändern. Stürmisch und laut jubelnd, dann wieder mit gedankenschwerer Bedächtigkeit, oder vor sich hin schlendernd mit leichten Sinnen, dann aber auch einmal ausschreitend in festen Schritt und schließlich leise auf den Zehenspitzen gehend und geheimnisvoll nickend.

4.6.7 DIE WEHMUT

  Nachdem ich in Pusterwald in der Steiermark, aus den verbeulten Blechröhren ein doch ganz passables Kreuz angefertigt hatte, kam der Tag der Abfahrt nach Burgenland. Bei der Fahrt mit dem Kreuz über den Semmering überkam mich eine eigenartige Wehmut, die Ausreise aus der Steiermark, mit dem alten Kaiserkreuz vom Grimming, ging dann doch nicht ohne Gefühlsaufwallungen von statten. Es kam mir vor als würde ich ein wertvolles Stück der Heimat in ein fremdes Land bringen. Gefühle und Anwandlungen kommen und gehen, aber was wäre es für ein trostloses Leben ohne sie, und wie bedauernswert sind Menschen ohne Gefühl. Sie empfinden zwar keine großen Leiden, dafür aber auch nicht die großen Freuden.

4.7 JOSEF DER KREUZERRICHTER >

  Bei meiner Ankunft in Schattendorf arbeitete Josef Schefberger in seinem Weingarten, ich bat ihn mit mir die Kreuz Aufstellung vorzunehmen. Es hätte keinen geeigneteren Mann dafür gegeben, seine Ruhe, sein vielseitiges handwerkliches Können aber vor allem einfach seine menschliche Größe, hatte schon immer meine Bewunderung hervorgerufen. Als erstes hatte er mir sofort einen Kreuzplatz auf seinem Eigengrund am Krippelberg angeboten, falls es auf den vorgesehen Platz der Waldgemeinschaft Probleme geben würde.
  Probleme gab es keine, denn ich hatte gute ortsansässige Fürsprecher und überhaupt war der Urbarial Präsident, Franz Reichel
der drüber zu entscheiden hatte, von dem Vorhaben begeistert. Der Sandboden, des angestammten und besten Kreuzplatz am Krippelberg, bot wenig Widerstand als wir das Fundament gruben. Das Kreuz war schnell errichtet, die Hohlräume der Röhren wurde mit Eisen Armierung bewährt und mit Beton gefüllt. Das Material und die Mischmaschine stellte uns die Familie Bernhardt zur Verfügung. Für den Beton Transport benutzten wir Josefs Kleintraktor Marke Tschuterl. Bei jeder Fuhre besuchten wir die Heurigen Schenke um uns mit Wein zu stärken. Der Standplatz vor dem Kreuz wurde von Josef fachmännisch mit dem von mir mitgebrachten, weißen Sölker- und rosa Öblarner Walchen Marmor gestaltet. Der Kreuzwurf war gelungen und wird sicher einige Generationen bestehen bleiben.

4.8 DAS WALDBLUMEN VERMÄCHTNIS

  Es freut mich ganz besonders, dass die Bergwanderer, für diese Gedenkstätte, unseren Krippelberg auserwählt haben. Ich erhoffe mir, dass alle, besonders aber die Schattendorfer, wenn sie hier vorbeigehen ihr Haupt vor dem Kreuze neigen und im stillen ein kleines Gebet sprechen. Einen Wunsch hätte ich noch; jeder Wanderer der vorbeigeht solle das Kreuz ehren und wenigstens einmal in der Woche soll das Kreuz mit Waldblumen geschmückt werden, das wäre meine größte Freude. Die Ansprache des Urbarial Präsidenten Paul Reichl gest. bei der Einweihung des Kreuzes.

4.9 WIA'S KAISERKREUZ AM GRIMMING ENTSTANDEN IS obersteirisch
Krungl‚s netta a Dörferl so winzi und kloan,
Sand nur etla Häuser, dö stengand am Roan.
Am Fuaß stehns vom Grimma, so liab und so schön,
Willst so a Dörferl wo seg'n, muaßt weit umagehn.

Und mitt'n im Dörferl is a Wirtshäusl a no,
Da drinn is heut lusti, sitzen d' Monnaleut do;
Dö rach'n ehrna Pfeifen und teand diskurieren,
Teand G'schichten vazähln, was in der Welt tuat passiern.

Sö red'n vom Wetta und wia d' Zeiten so schlecht,
Den Oan, den is das‚ in Oan 's Andre nit recht.
Do sogt Oana drauf: Wos wollts denn ös klog'n?
Schauts auf'n Kaiser, was der hot zum trog'n.

Er is jo so guat, möchte an Jed'n Sein's geb'n
Und do tuan so Moanche so feindseli red'n,
Und moachen Eam Kummer, Sorgen und Müah,
Er tuat allweil geb'n, oba gnua kriangn's holt nia.

Do steht Oana auf, ma siacht Eam's scho on,
Doss er vor Zorn schier red'n nimma konn:
"Höll Teufel"! So moant er, "Dos war do nit schlecht,
Wos wa solchani Rackera vielleicht no nit recht?

Mir wernd Eahnas zoagn wia sis a g'hert.
A Lump is a Jeder der'n Kaiser nit ehrt!
Den liabn, den guat'n, der oalls für und tuat,
Den g'hört unser Herz, unser Guat, unser Bluat.

Und zum Zoacha, doss woar is, do gebma jetzt z'soam
Und sammeln und spoar'n bis ma 's Geld beinand hoam."
Aft nimmt er sei Zither, zan spiel'n hebt er on,
Und spielt ani Tanzln, so schö alls er 's konn.

Und d' Dirndl'n, dö singan a recht a schöns Liad,
Zum Herz'n tuat 's geh'n und a zum Gmüat.
So sands lusti und freidi bald bis in die Fruah,
Bis 's Geld beisamm war, grad netta war's gnua.

Jetzt mochens a Kreuz und von Eisen muaß sein,
Aft trog'n 's es am Grimma und setzen 's dort ein.
Do leucht's wohl vo weit'n weit aussi ins Land.
Und Alle, dös seh'n, dö reich'n si d' Hand.

Und ruaf'n vom Herzen doss weihin es schallt:
"Bitt! Himmlischer Vater, unsern Kaiser dahalt"!
Und kimmt a a Wetta, doss dunnert und kracht.
Wanns finster a wird, als wär's bei der Nacht.

Wir halten zum Kaiser, fest wias Kreuz, da ob'n auf,
Und hoff'n vom Herzen, Bald geht d'Sunn wieda auf.
Josef Schwarz Quelle: Grimming Archiv Heimatmuseum Strick Bad Mitterndorf


4.9.1 WIE DAS KAISERKREUZES AM GRIMMING ENTSTANDEN IST ÜBERSETZUNG
Krungl ist ein Dorf winzig und klein,
Nur einige Häuser stehen am Rain.
Am Fuße vom Grimming, so lieblich und schön,
Willst du Gleiches wo sehen, mußt weit umher gehen.

Lustig zu sein im Gasthaus, so ist es der Brauch
Da sitzen die Männer und paffen den Rauch.
Erzählen sich Geschichten und diskutieren
Über alles was daheim und in der Welt kann passieren.

Sie reden vom Wetter und wie die Zeiten so schlecht,
Dem Einen ist dies, dem Anderen ist das nicht recht.
Da sagt einer drauf: Was wollt ihr denn klagen?
Schaut auf unsern Kaiser, was der hat zu tragen.

Er ist ja so gut, möchte jedem das Seine geben
Und doch gibt es so manche die feindselig reden.
Sie machen ihm Kummer, Sorgen und Müh'
Er gibt immer viel aber genug kriegen sie nie.

Da steht einer auf, man sieht es ihm an,
Dass er vor lauter Zorn fast nicht mehr reden kann:
Höllteufel! So meint er, das wär' doch nicht schlecht
Wäre diesen Leuten vielleicht etwas nicht recht?

Wir werden es ihnen zeigen wie sich's gehört.
Ein Lump ist ein jeder der den Kaiser nicht ehrt!
Den lieben, den guten der alles für uns tut,
Ihm gehört unser Herz, unser Sinn und unser Blut.

Herrgott, dass es wahr ist! Wir sammeln und sparen
Und legen zusammen, bis wir das Geld haben
Er nimmt seine Zither, zum Spielen hebt er an,
Und spielt seine Tänze so gut er sie kann.

Die Mädchen sie singen ein besinnliches Lied,
Es ergreift die Herzen und geht in's Gemüt.
Sie sind lustig und fröhlich bis in den Morgen
Das Geld war zusammen und vergessen die Sorgen.

Jetzt machen sie ein Kreuz, von Eisen muß es sein,
Sie tragen es auf den Grimming und setzen es ein.
Dort thront es am Gipfel, weit sichtbar im Land
Und alle die es sehen, die reichen sich die Hand.

Sie rufen vom Herzen, dass weithin es erschallt:
Himmlischer Vater, unsern Kaiser erhalt'!
Kommt auch ein Gewitter, dass es donnert und kracht,
Wenn es auch finster wird, als wäre es in der Nacht

Wir halten zum Kaiser, fest wie das Kreuz droben steht
Und stehen voll Andacht wenn die Sonne aufgeht.

4.10 KAISERKREUZ HYMNE
Hymne, Seiner Majestät dem Kaiser Franz Josef den I. gewidmet. Worte von Josef Wierer,
für die Zither componiert von Karl Praschinger Op. 190 langsam, majestätisch.

DAS KAISERKREUZ AM GRIMMING
I.
Oben, dort auf Bergeshöh',
Wo die Wolken eilend zieh'n,
Wo des Himmels ernste Näh'
Läßt Begeisterung erglüh'n -
Ein mächtiges Kreuz ragt himmelwärts,
Und tief ergreift es unser Herz:
‚s gilt unserm Kaiser,
Güt'ger genannt
Von Land zu Land!
II.
Aus des Tales stillem Grund,
Wo der Matten prächtig Grün
Reich durchwebt von Blümlein bunt,
Die in tausend Farben blüh'n,
Trug es der wack'ren Männer Schar
Hin zu des Höchsten Bergaltar -
Für unsern Kaiser,
Güt'ger genannt
Im ganzen Land!
III.
Treuer Herzen echte Lieb'
Schuf es; von der Höhe dort,
Wo es ragend nun verblieb,
Weithin kündet's Ort um Ort:
Wie dieses Kreuz im Wetterdräu'n,
So fest und stark, so soll auch sein
Die Lieb' zum Kaiser
Güt'ger genannt
Von Land zu Land!
IV.
Und im glüh'nden Morgenrot
Ruft's zu Gott, dem Herrn der Zeit:
Schütze, wenn Gefahr ihm droht,
Unsern Kaiser! In Freud und Leid
Wenn wir an seiner Seite steh'n -
Wird Land wie Volk - nie vergeh'n
Die Lieb' zum Kaiser
Güt'ger genannt
Von Land zu Land!

Notiz am Notenblatt: Am 8. September 1903 wurde auf der höchsten Spitze des Grimmings, dem sogenannten Hocheck 2351 m, in Steiermark das Seiner Majestät dem Kaiser Franz Josef den I. gewidmete, von dem Kammervirtuosen Karl Praschinger durch Veranstaltung eines Festkonzertes gestiftete Kaiserkreuz errichtet, nachdem es von patriotisch gesinnten Männern mit viel Mühe und Anstrengung, in einzelne Teile zerlegt, zur schroffen Höhe befördert worden war. Quelle: Grimming Archiv Heimatmuseum Strick Bad Mitterndorf

4.11 S C H R I F T V E R K E H R

4.11.1 KREUZ AUFNAHMEN Pürgg, 08.07.88

Adam an Mayer. Nun kann ich Ihnen auch den letzten Wunsch erfüllen und AUFNAHMEN von der Gipfelkreuz Aufstellung aus dem Jahre 1903 übersenden. Die alten Platten, waren noch tauglich und lieferten noch überraschend gute Bilder. Alle Aufnahmen stammen von meinen Vater 1873 - 1959. Auf der Aufnahme im Querformat, ist er selbst im Bild und hat sich nach der Einrichtung der Kamera am Stativ, noch schnell in die Gruppe gestellt der Mann in der linken Bildhälfte, mit Strohhut und Schnurrbart und leicht abgewinkelten Arm und ließ einen Teilnehmer an der Aufstellungsfeier auf den Auslöser drücken. Auch die Größenverhältnisse, zwischen dem Kreuz und den Anwesenden, kommen gut zum Ausdruck. So hoffe ich, auch meinen Teil zur Kreuzaufstellung am Krippelberg beigetragen zu haben und freue mich, über die Wiedergeburt jenes Gipfelzeichens, zu dessen Entstehung vor 80 Jahren ein Vorfahre der Familie Adam einst den Anstoß gab. Ich freue mich darauf im Anschluß an die Aufstellungsfeier einen Bericht darüber zu erhalten.

4.11.2 KRIPPERL Pürgg, Ende Juni 1988

Adam an Mayer. Nun wird es allmählich Zeit, dass ich mein gegebenes Versprechen, Angaben über die Entstehung des alten Grimming Gipfelkreuzes zu machen, auch einhalte, denn nur 7 Wochen trennen und noch von Ihrer Veranstaltung am Krippelberg. Welche Dublizität der Namen: Auch Pürgg wurde von Peter Rosegger das Kripperl der Steiermark genannt.

4.11.2.1 DIE GEDENKTAFEL

  Bezüglich der Anbringung einer Gedenktafel, einer Idee der ich zustimmend gegenüber stehe, hätte ich folgende Vorschläge:
Bergführer Karl Reesch und Franz Maier verunglückt, 20.06.1948 bei einem Bergrettungs Einsatz am Grimming, Jürgen Ewers Schartenspitze Kreuz Aufsteller, Trude Umshaus verunglückt 19.09.1965 Ewers stürzte ab sein Braut Umshaus erfror kaum 10 Minuten vor der Biwakschachtel, Oblt. Baron Simbschen, bestieg vermutlich als erster Nichteinheimischer den Grimming.
Thomas Maischberger, Erstbesteiger der Hochtor Nordwand Maischberger Fasseln er bestieg am 06.05.1900 als Beinamputierter mit Dr. H.Pfandl den Grimming bei winterlichen Verhätnissen durch die nördliche Schneegrube.
  Hannerl Krenn aus Pürgg, die im Oktober 1944, vor ihrer Einberufung als Luftwaffenhelferin, nochmals den Grimming bestieg, aber nicht mehr zurückkehrte. Außer der Gipfelbuch Eintragung und Schuhabdrücke im Schnee, wurde keine Spur mehr von ihr gefunden. Damit glaube ich, mein Versprechen, Informationen bezüglich des alten Grimming Kreuzes zu geben, eingehalten zu haben, bin aber gerne bereit fehlende Auskünfte, soweit diese noch erforderlich und dazu auch von meiner Seite die Möglichkeit besteht, zu geben.
  Wenn ich Glück habe erhalten Sie auch noch ein Foto vom alten Gipfelkreuz. Ich habe nämlich das Negativ eines im Jahre, 1903 mit einer Plattenkamera aufgenommen Bildes, vom Gipfelfeier gefunden und werde versuchen ein brauchbares Bild zu erhalten. Es fragt sich nur, wie das Negativ die 85 Jahre überstanden hat.
  Übrigens. Von Nikolaus Lenau
> gibt es ein hübsches Bonmot. Ich weiß nicht ob Sie es kennen. Als er gefragt wurde, wer eigentlich Plato war, soll er geantwortet haben, - das sei der Mann gewesen der die komosche Liebe erfunden hat. Er meinte damit die Platonische.
Für die Feierstunde am Krippelberg wünsche ich ein gutes Gelingen.

4.11.3 KREUZPLATZ Wien, 20.06.88

Mayer an  Adam. In Schattendorf im Burgenland habe ich mit meiner Sache eine gute Aufnahme gefunden. Die Aufstellung des alten Kreuzes wurde mir schon im ersten Anlauf bei einer mündlichen Vorsprache beim Urbarialpräsidenten Paul Reichel bedingungslos und sofort genehmigt.

4.11.4 LIEBE Wien, 27.02.88

Mayer an Adam. Es war Liebe auf den ersten Blick, dieses alte Kreuz mit seiner Röhrenform gefiel mir sofort, es wird in diesem Jahr am Krippelberg in Schattendorf Burgenland aufgestellt. Im vergangenen Jahr transportierte ich das alte Grimming Gipfelkreuz, es lag in einer Felsspalte unterhalb des Gipfels.
  Für die Kreuzaufschrift ersuche ich Sie um einige historische Informationen. Mein Wissensstand ist: Das Alte Kreuz wurde durch einen Blitzschlag zerstört und der ÖAV errichtete ein neues. Vielleicht ist über die Grimming - Gipfelbücher oder auch durch andere Quellen mehr über dieses Kreuz und dessen Errichter in Erfahrung zu bringen?
  Das alte Grimming Kreuz hat durch den Transport,
durch die Zinnoberwand Rinne zur Jausengrubesehr gelitten. Ein Unternehmen, welches wegen Steinschlag nicht ganz ungefährlich war. Die Restaurierung wird eine schwierige aber lohnenswerte Aufgabe werden. Eine Fotoaufnahme von dem alten Kreuz wäre in diesem Zusammenhang eine wertvolle Hilfe.

5.1 - 19 B I W A K B U C H  >

O B E R S T E I N E R - B I W A K W E I H E 1949

Dr. L. Obersteiner Biwakschachtel 2.280 m, errichtet von der Steirischen Alpenverreins Hochtouristengruppe Graz im Jahre 1949.
Die neue Dr. Obersteiner - Toni Adam Biwakschachtel steht seit 18:00 Reini Fuchs, Willi Schrempf, Kurt Kumberger, Erwin Eingang, Hans Kreuzer ÖAV ÖBRD Stainach 22.09.91 Einweihung  19.09.92

5.1 Halt` fest zu den GEFÄHRTEN
Bei allen Gefahren,
In Freude und in Not
Getreu bis in den Tod.

Sterntreffen der Steirischen ÖAV Hochtouristen Gruppe zum 25. Jahrestag der Biwak Schachtel. Allen Biwakierern
wünsche ich herrliche Bergerlebnisse und einen guten Abstieg Berg Heil ÖAV Landesleiter K.Hofer 15.09.74

5.2 Was uns nicht UMBRINGT macht und stärker. Klaus Grassen Wels 15.08.77

5.3 RUF DES BERGES
Wieder einmal hat der Berg gerufen
Und diesmal hat alles gepaßt,
Herauf auf den Felsenstufen,
Der Entschluß war schnell gefaßt.

Dann der Gipfel im Dämmerschein,
Andächtig wurd' ich und still,
Gruppen von Lichtern winzig klein,
Ein Sternfunken, ich weiß was ich will.

Nur diesen Wunsch hab` ich gestellt
O Herr erhalt' unsere Berge,
Noch vielen Generationen rein,
Hier in uns'rer schönen Welt.

Erich Lechner Irdning 14.15.08.80

5.4 JOSEFINE JUG GEDENKBLATT

  Unsere Tochter Helke nahmen wir schon mit 12 Jahren am, 20.09.78 mit auf den Grimming. Es machte ihr Freude sie war eine echte, Adam. Am 15. August 79 anläßlich eines Sterntreffens der Familie zum 50. Geburtstag von Dorli Adam am Grimming ist im Gipfelbuch der Schartenspitze folgende Eintragung meines Mannes:
Aufstieg Schartenkar durch die Schlucht auf den schiefen Turm und die Schartenspitze zum Grimming Gipfel. Toni Adam, Herwig Adam, Helke Adam Pürgg 15.08.79 Wir gingen eine andere Route auf den Grimming den NW Grat. Laut Eintragung vom Tourenbuch meines Sohnes Herwig:
Am 05.09.80, stiegen wir durch die Kalte Rinne auf, Dorli Adam, Herwig Adam, Helke Adam. Anstieg NW - Grat und zum Grimming Gipfel. In der Biwak Schachtel hinterlegten wir ein Gedenkschreiben von Toni Adam für unsere Hochgebirgs - Gruppen Kameradin Fini Jug aus Graz. Abstieg Radio Radiisweg, Grimminghütte.
11 Tage später am, 16.09.80, ging mein Mann auf den Grimming und machte folgende Eintragung in das Gipfelbuch: Aufstieg Wildbachverbauungskegel - Eipelofen - Multereck - Grimming. Abstieg Radio Radiisweg - Grimminghütte. Toni Adam Pürgg 16.09.80 Karl und Fini Jug waren gemeinsam mit ihrer Grazer Hochgebirgs - Gruppe des ÖAV die Initiatoren zur Aufstellung der Biwackschachtel am Grimminggipfel, die im Gedenken an Dr. Obersteiner errichtet wurde. Fam. Adam Pürgg 09.80

5.5 Ach laß den WIND doch weh`n,
Denn über uns der Himmel
Läßt uns nicht untergeh`n.
Klaus Hamburg 30.10.82

5.6 Bist du Weißer oder NEGER,
Bist du König oder Jäger,
Bist du Jude, Moslem oder Christ,
Hinterlasse bitte keinen Mist.
Denk daran auf jeden Fall
Dieses Biwak ist kein Stall. Buchhinterlegung 08 - 09.12. 84 >

  Gestern Nachmittag`s bin ich auf der NW Seite des Grimmings, rechts neben den großen Plattenschluchten, hinaufgestiegen. In der Höhe der Latschengrenze gab es Sturm Nebel und Schneefall, ich habe biwakiert, es war sehr kalt. Heute bin ich bei stürmischem Wetter mit schlechter Sicht hier gut angekommen und war von 09:00 - 15:00 anwesend.

5.7 Ich hoffe, dass GOTT mir den Weg in das Tal weisen wird. Max Holzer ÖBRD Neuberg/M. 07.04.85

5.8 HÜTTENTRAUM
Ein Traum am Hüttenherd
Draußen sang der Wind,
Saitenspiel so lieb und wert,
Klang bald laut, bald lind.

Vergang`nes sang mit
Im Lied der Einsamkeit,
Was ich liebte was ich litt
Es war so weit - so weit.

Gebrochene Lebens Schwinge
Ohne Schmerz ganz verklärt,
Leben Tod wechseln Ringe
Ein Wanderer ist heimgekehrt.
Längs Überschreitung 17. - 18.05.85  >

5.9 Reines Herzen zu sein
Das ist das
HÖCHSTE,
Was Weise ersannen,
Und noch Weisere taten.
Hölderlin.an.Diotima
>

Stefan.Schefberger>, SO Grat 03. - 04.08.85 Bruno Mayer herrlicher 8 Stunden Aufstieg bei prächtigem Wetter am Süd Ost Grat, von 14 - 17:00 den herrlichen Sonnenschein genossen und in der Obersteiner Biwak Schachtel genächtigt. Am Abend zog ein gräßliches Gewitter auf und die ganze Nacht war Sturm und Regen. Um 05:00 aufgestanden, der Sturm hat angehalten der Regen hat nachgelassen, dafür ist dichter Nebel, Abgang über das Multereck.

5.10 Als du auf die WELT kamst, da weintest du und alle um dich freuten sich sehr. Lebe auf der Welt so, dass wenn du diese Welt verläßt, alle weinen und nur du alleine lächelst. Längs Überschreitung 02. - 03.08. 86  >

5.11 GLÜCKLICH wie die Tage sprießen
Wechselnd zwischen Freud und Leid,
Zwischen darben und genießen,
Zwischen Welt und Einsamkeit.
Alfred Matlschweiger Stainach 25.10.86

5.12  DAS GIPFELKREUZ
Ein Kreuz in den Bergen
Hält schützend die Hand,
Als König der Gipfel
Hoch über dem Land.
Als Mahnmal in Stille
Es geschehe Gottes Wille
.
Abstieg mit dem Kaiserkreuz durch die Zinnoberinne,
zur Jausengrube
22. - 21.08.87
> 

5.13 Warum gibt es zuwenig MÄNNER
Auf der Welt weit und breit?
Weil eine Edelpflanze
Viel seltener gedeiht.

Sepp Kaiser Graz 03.10.88 Nach einer Ersteigung des Süd - Ost - Grates, teilweise bei Mondlicht, haben wir eine erholsame Nacht in dieser gemütlichen Hütte verbracht. Stefan Kanlich Perchtoldsdorf, Michael Gretzmacher Wien 21. - 22.06. 88

5.14  In den STUNDEN des Leidens
Steh`st du vor den Pforten des Glücks.

Toni Adam Gedenkgang, Tressenstein Multereckgrat Buchhinterlegung 08. - 09.12. 89
> 

5.15 TOD Tor des ewigen Leben.
Unvergessen bleibt der,
Der auch selbst niemanden vergaß.

Toni Adam Gedenkgang 31.03.91
>
Martina Zefferer, Stefan Kukula Junior von der Öblarner Begmusik, Kind Ludwig 03. - 04.10.91

5.16 GOTTES Weise
Gütiges ist leise,
Lautes ist Rausch,
Drum Seele lausch.
SRSPR 09. - 10.05.91
>

5.17 Warum Ärger über schlechte FRÜCHTE am Baum?
Wenn Boden, Luft und der Regen die Ursachen sind.

Nordwand Besteigung
06. - 07.07.91 >

5.18 Nicht wer am längsten Ast sitzt,
Sondern wer am Boden der
VERNUNFT bleibt,
Dessen Wille geschehe.

Sonderbarerweise stand die Biwak Schachtel nicht am gewohnten Platz, vermutlich wurde sie mittels Hubschrauber,  zwecks Instandsetzung, hier abgestellt. Nordwand Besteigung 31.07.1991 Bruno Mayer Die neue Dr. Obersteiner - Toni Adam Biwakschachtel steht seit 18:00 Reini Fuchs, Willi Schrempf, Kurt Kumberger, Erwin Eingang, Hans Kreuzer ÖAV ÖBRD Stainach 22.09.91 Biwak Erneuerung Restarbeiten Erwin Eingang, Anton Semmer, Franz Pötsch, Alfred Grüßer, Robert Kreiner 26.11.91Vielen Dank an die Errichter, es bleibt nur zu hoffen, dass der Zustand die vorbildliche Gipfelunterkunft erhalten bleibt. 02. - 03.05.92  >

5.19 Ewig ist der BERG,
Er ist Anfang und Ende.
Was wir sind ist nichts,
Was wir suchen ist alles.

ÖAV Sektion Stainach Biwakbuch hinterlegt 23.10.98 Die hinab geflogene und unten, von Helmut Augenschrok, renovierte Biwack Schachtel wurde am, 23.10.98 wieder herauf geflogen. Sie wurde von Helmut Augenschrok, Reinhold Fuchs und Franz Pötsch zusammengebaut und verankert. Vielen Dank an alle freiwilligen Mitarbeitern, die bei der Renovierung mit geholfen haben auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel Biwak Längs Überschreitung bei Nebel Fr. 20. - 21.08.99  Bruno Mayer

5.20 Wer sich mit einem  ZWEIG begnügt verzichtet auf den ganzen Baum.
 auf Lärchkogel  05. - 06.10.04 Di Sonne >  Biwaknächtigung  weiter  Längseberschreitung   4.Längsüberschreitung 2004>

6.1 - 8 G I P F E L B Ü C H E R
 
6.1 - 44 2351m 6.1.0 KREUZCHRONIKEN  6.1.0.1 KAISERKREUZ  >

  Das Kaiser Jubiläums Gipfelkreuz Grimming, wurde im, September 1903 aus Anlaß des, 55 jährigen Regierungsjubiläums, Kaiser Franz Josefs am Grimminggipfel errichtet. Während 1898 anläßlich des 50 jährigen Regierungsjubiläums, in Stainach auf Anregung des Reichsrates, Freiherr Ritter von Pantz neben der Volkschule ein Jubiläumsbrunnen und zwischen dem Rüsthaus der Feuerwehr und dem Schwimmbad ein Jubiläumspark errichtet wurden, wollten die Nachbargemeinden Pürgg und Neuhaus, nicht mehr länger zurückstehen. Sie beschlossen die Errichtung eines Jubiläums Gipfelkreuzes am Grimming Gipfel. Unter den Initiatoren befand sich auch mein Vater.
  In der Huf und- und Zeugschmiede des Herrn Rudolf Wolf, in Untergrimming - einem Einwanderer aus dem Ruhrgebiet, wurden die Eisenrohre angefertigt, aus dem später das Kreuz zusammengesetzt wurde. Die einzelnen Teile wurden von einheimischen Burschen und Männern, über den Tressensattel - Grasleiten - Multereck auf den Gipfel des Grimmings getragen und dort zusammengesetzt. Bei dem Festakt anläßlich der Kreuzaufstellung waren 103 Personen damals eine Rekordzahl auf den Gipfel, darunter auch eine Frau!
  Das alte unansehlich gewordenen Gipfelkreuz, fand in einer Felsspalte unweit des Gipfels seine Ruhestätte, wo es nach mehr als 30 Jahren von 
Bruno Mayer wieder entdeckt, und am Krippelberg in Burgenland errichtet, wurde.Toni>

6.1.0.2 ÖAV-KREUZ > ANSPRACHE

Das neue ÖAV Grimmingkreuz erhebt sich  an der Grimmingkante, vor dem Abgrund, in Richtung Südosten. nach einem stillen Gedenken an die Grimming Bergopfer, hielt in Gegenwart von 250 Personen der Almvater Franz Zehentleitner eine Rede. Der Pfarrer Rabl aus Stainach weihte das Kreuz als ein besonderes Glaubenssympol für das gesamte Enntal.
 51 Jahre nach der Aufstellung war das alte Kreuz kurz vor dem Verfall, da wurde am, 14.05.54 von unserer ÖAV Sektion Stainach beschlossen es zu erneuern. Das neue Kreuz bestehend aus 24 Elemente und 48 Gährungs Schweißungen stammt, einschließlich des Entwurfes, von Rudolf Zefferer.   Es wurde vor dem Transport auf den Grimming Gipfel, durch ÖBRD Männer aus Stainach, Pürgg, Mitterndorf und Liezen, in Stainach am Hauptplatz aufgestellt.Quelle Toni Adam
 Die ÖAV  Sektion Steinach  feierte im Jahre 1994 mit einer Gipfelmesse das 40 jährige Bestehen des Kreuzes. 2004 wird (wurde) am 21.August um 10:30 gleichfalls mit einer Gipfelmesse das 50 jährige Kreuzjubiläum gefeiert. Paralell dazu gibt (gab) es eine Fotoausstellung in Trautenfels. 

6.1.0.2.1 KREUZTRÄGER

oberes Kreuzende: Franz Kohlhauser Schladming 02.09 Rechtes und linkes oberes Verbindungsstück: Toni Adam HG ÖBRD Pürgg 04.09 Linkes und rechtes Kreuzende: Sigurd Fahringer HG ÖBRD Untergrimming Linkes unteres Verbindungsstück: Toni Adam Rechtes unteres Verbindungsstück: Franz Strick Bad Mitterndorf 03.09 Gipfelbuchbehälter: Toni>
Untere Mittelteile und Bodenteile: M.Bachler, H.Eingang WSV Liezen, K.Mayer, O.Ogris Stainach, Storch ÖAV, A.Vasold.
Am Sonntag den, 05.09.1954 um 8 Uhr wurde das Kreuz auf dem Grimming Gipfel von den ÖAV Mitgliedern Erich Finger, Rudolf Klapper und Rudolf Zefferer errichtet und eingeweiht. Es erhebt sich in Richtung Südosten vor dem Abgrund an der Grimming Kante. Nach einem stillen Gedenken an Tote, die der Grimming gefordert hatte, sprach in Gegenwart von 250 Personen, von der Sektion Stainach des ÖAV dessen Obmann, der mit den Namen Almvater weit über das Ennstal hinaus bekannte Dir. Franz Zehentleitner. Er dankte dem Hersteller, den Trägern und den Errichtern des neuen Kreuzes. Mit der Mahnung: Das Bergsteigen mit Vernunft zu betreiben und dem Bergsteiger Gruß Berg Heil! Schloß er seine Ansprache.
  — Gott hat die Natur zur Freude geschaffen, nur wenn wir in Respekt vor der Allmacht seine Werke bewundern, wird und das Bergsteigen zum Segen. - Das Grimming Kreuz ist ein besonderes Symbol für uns Ennstaler geworden und ein Kreuzzeichen, auch nur mit den Händen geschlagen, ist immer eine Ansprache - ein stilles Gebet mit Gott. Amen. Otto Rabl Ortspfarrer von Stainach Quelle Toni Adam

6.1.8   HOHER
  • 01.auf ab Kulm Gipfelbuch hinterlegt 23.08.84<1>
  • 02.auf Südost Grat ab Nachtabstieg Multereck Grasleiten 8. - 9.12.84<2>
  • 03.Längsüberschreitung Grimminscharte Multereck 17.05.85<3>
  • 04.auf Südost Grat ab Multereck Kaiserkreuz gefunden mit Stefan> 03.- 04.08.85<4>
  • 05.Karl Reiterer Gedenken am Grimming Gipfel 12:00 18.08.85<5>
  • 06.Längsüberschreitung Stausee Grimming Multereck 02.08.86<6>
  • 07.ABSTIEG mit dem alten KAISERKREUZ durch die Zinnoberwand Rinne, zur Jausengrube 22.08.87<7>
  • 08.Ein letztes Berg Heil! 08.12.89<8>
  • 09.Die Winterreise von Wilhelm Müller u. Franz Schubert Toni> Gedenkgang 31.03.91<9>
  • 10.09.05.91 Grimming Nordwand 06.07.91<10>
  • 11.Grimming Nordwand 31.07.91<11>
  • 12.auf undab Espang 02.05.92<12>
  • 13.Längsüberschreitung auf Lärchkogel Gamsspitz Biwak Multereck Hoher Grimming Mittereck ab Krungler Alm 09.08.92<13>
  • 14.Längsüberschreitung Grimming Scharten Biwak ab Südostgrat 20.09.92<14>
  • 15.auf SOGrat ab Multereck Tressensattel Grat 1994<15>
  • 16.auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck Sommerwende, wegen belegten Biwak Gipfel Freinacht ab Nordabstieg Kulm 20. - 21.06.97<16>
  • 17.auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Schönwetter Gipfel Biwak ab Süd Ost Grat Untergrimming bei Regen 12. - 13.10.97<17>
  • 18.auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel Biwak weiter Längs Überschreitung bei Nebel Fr. 20. - 21.08.99<18>
  • 19.auf SO Grat neues Grimmingbuch im Biwak hinterlegt. ab Multereck Sonne 07.08.01<19>
    20.auf und ab Kulm mit den Firngleitern, beim Gipfelaufbau im Aufstieg zu weit links, im Abstieg zu weit auf der Gegenseite, Verlust: Ein Teleskopstecken
    gebrochen und einen verloren, durch leichten Dunst getrübtes Schönwetter - anschließend zur Kukula Maibaumaufstellung Mi 30.04.03<20>
  • 21.auf SO-Grat ab Kulm mit dem Grimmingfranz - Freund Pepi Senior Sonne Pötschenpaul Einkehr 27.09.03<21> SO-Grat Bericht NL1003>
  • 22.auf Lärchkogel  051004<22>Di Sonne  Biwaknächtigung  weiter  Längsüberschreitung   4.Längsüberschreitung 2004>
  • 23.auf Lärchkogel>  mit  Franz Zeiringer> und 17 Leuten von ÖAV Stainach ab Kulm So Sonne 25.09.05<23> BEGEHUNGEN Bruno Mayer
6.1.1  Aufstieg Plattenverschneidung im östlichen Teil der Kutscherwände - Multereck,
Abstieg markierter Weg nach Trautenfels.
Nach sechsjähriger Unterbrechung wieder die erste Grimmingbergfahrt.
Toni.Adam
> aus dem Krieg zurück 30.08.1945

6.1.2 Bergrettungseinsatz: Multereck Nordwand und dann zum Gipfelkreuz,
wobei dichter Nebel und ab 1700 m Schnee unsere Begleiter waren.
Den Vermißten nicht gefunden. Bei diesem Einsatz verunglückten die Bergretter Maier und Resch,
der Vermißte wurde gerettet.
Adam, Scherzer 20.06.48

6.1.3 HELDEN IM FELS

  Wild wie eine Furie rast der Sturm über den Gipfel, die beiden Männer müssen sich am Kreuze festhalten. Adam öffnet mit halb erfrorenen Fingern den Gipfelbuch Behälter. Er versucht das Buch zu öffnen, wild bläst der Wind durch die Blätter, beide Männer stellen sich eng zusammen, um den Wind zu trotzen. Sie suchen die Eintragung des Verstiegenen, denn vielleicht war er auf dem Gipfel, vielleicht hat er sogar die Route seines Abstieges eingetragen, vielleicht ist dann seine Rettung leichter möglich? Adam schlägt die letzte beschriebene Seite des verwitterten und zerzausten Buches auf, die letzte Eintragung war vor zwei Tagen.
Anmerkung: In dem Buch Helden im Fels von Albrecht Gaiswinkler, wird im 6. Kapitel Am Gipfelbuch, diese Eintragung teilweise unrealistisch erzählt. Herr Adam hat dies auch bestätigt, Herr Gaiswinkler hat auch nie mit Herrn Adam ein persönliches Gespräch gesucht. Man sieht aber auch, dass exakte Angaben in Gipfelbüchern für die Bergrettung hilfreich sind und für Vermißte Lebens rettend sein können.

6.1.4 BERG HEIL
Steig froh empor zu den Höhen
Nah dich ehrfurchtsvoll dem Berg,
Wenn du umtost von kräft`gen Böen
Und fühle dich als winziger Zwerg.

Der du bist vor seinem Angesichte
Der Berg duldet keinen Stolz.
Darum, dass er dich nicht richte
Und der Schöpfer der Berge wollt's.

Dann sei das Glück dir beschieden,
Bist du wieder gelöst vom Seil
Bring' im Herzen mit den Frieden,
So grüßen wir mit, Berg Heil.
Almvater Franz Zehentleitner im Juni 54

6.1.5 BERGRETTUNGS EINSATZ Höhenfeuer anläßlich der Errichtung des Gipfelkreuzes Schartenspitze. Wegen Überfüllung der Biwak Schachtel, Biwak im Freien. Sehr kalt! Karl Lindner, Rudolf Bamacher, Richard Fritz Lehner ab Multereck 08:00 18. - 19.09.65 ÖBRD Einsatzgruppe Mitterndorf und Tauplitz über Schartenspitz Nordwand, sämtliche weiteren Möglichkeiten zu den Schartenköpfeln und zum Verbindungsgrat des Grimmings abgesucht. Die beiden, seit 19.09. vermißten Bergsteiger Ewers mit Braut Umshaus wurden am Fuße des Westverbindung Grates tot aufgefunden und auf den Gipfel auf geseilt. Heiner Zörweg, Peter Marl, Sepp Grill, Adolf Jendlhofer, Friedl Aigner, Helmut Seebacher, Rudolf Neuper, Sepp Möselberger, Ernst Percht, Helmut Gassner, M. Sölkner, Hubert Egger, Emmerich Schnupp, Josef Peer. 22.09.65

6.1.6 VERLIEBT
Ich kenn' ein Tal mit grünen Auen,
Mit schmucken Dörfern und manch' schöner Stadt
Und wo aus endlos weiten Wäldern,
So mancher schöne Gipfel ragt.

In einen dieser schönen Berge,
Da hab' ich mich so sehr verliebt,
Dass es für mich auf Erden,
Nur selten etwas Schön'res gibt.

Da ragt ein Berg so stolz erhaben
Vom Tal der Enns so kühn empor,
Wie eine Burg umrahmt von Sagen,
Der mächtige Grimming mit seinem Tor.

Es schmückt ein Kleid von Tausend Blumen,
Den Grimming in der Sommerszeit
Makellos strahlt er im Winter,
Wie eine Braut im weißen Kleid.

So mög' der Schöpfer oft noch geben,
Dass mich die Sehnsucht dorthin trägt,
Wo in diesem Erdenleben
Das Herz mir höher schlägt.

Gottfried.Walcher
> Frauenburg 30.08.80

 auf Wildbachverbauungskegel Eipelofen Multereck Grimming ab Radio Radiisweg Grimminghütte. > Pürgg 16.09.80

6.1.7  MEIN HEIMATLAND
Dort wo im Firnenglanz
Die reinen Berge steh`n,
Der Gipfel Sonnenpracht
Sich malt in dunklen Seen.

Wo holder Andacht Geist
Auf Felsaltären thront
Wo Kraft und Heldensinn
Bei schlichter Einfalt wohnt

Dort wo der Treue Lied
Noch hallt von Wand zu Wand
Das ist mein Steiermark
Mein Heimatland.
Gried Schwab ÖAV Niederöblarn 26.10.81

Für meinen Bruder Martin der die Berge geliebt hat
Leave the ancient places to the ancient
let the saints attend to their keeping of
the cathedrals and leave the dead
be neat the ground so cold
for god in this hand that i hope
as we open up the gates of the Garden
gates to the garden. Nick Cavel
Überlasse das Alte, die alten Plätze, die Kathedralen und das Tote den Heiligen
Sei ein fruchtbarer Boden der für die Saat Gottes nicht zu kalt ist,
Während dem Erschließen des Weges durchs ewige ewige Gartengatter. Freie Ubersetzung
Dieses Buch wurde von Hr. Schaumberger / Irdning / Donnersbach zur Verfügung gestellt

G R I M M I N G - KREUZE 1903-2003 100 Jahre KAISERKREUZ   15 Jahre KAISER- LENAUKREUZ   am Krippelberg in Burgenland
      2004  50 JAHRE  ÖAV GIPFELKREUZ  am G R I M M I N G    G R I M M I N A V I G A T O R>

Vorwort

Dieses Buch ist unser Dank den Bergen,
Die unser`m Leben die Richtung weisen,
Dieses Buch ist unser Dank den Kameraden
Der Bergrettung die für uns das Leben wagen.

Dieses Buch ist unser Dank, den schönen Stunden
Auf des Lebens Sonnenseite in den Bergen,
Dieses Buch schenkt uns die Bergerinnerung
Aus der wir ewig schöpfen können.

GBA auf ab Kulm Gipfelbuch Hinterlegung 23.08.84
>

 6.1.9  Gesamt Längs Überschreitung Harald Mayer 04.11.84 HARALD MAYER stürzte nach dieser Eintragung im zwanzigsten Lebensjahr am Südostgrat tödlich ab. Ehre seinem Angedenken Um 13:00 bei der Bergung von Mayer geholfen Flugretter: Stecker Rudolf Bergrettung: Helmut Angschöll Helmut Gsöll, Rudolf Pointner, Friedrich Eichhorn. 05.11.84 KLEINER GRIMMING TONI ADAM HARALD JÜRGEN EWERS HARALD MAYER KREUZ 23007>^

6.1.10 Am GIPFEL sind wir alle gleich
Woher wir kommen, wohin wir gehen?
Was wir auch sind; ob arm oder reich. SGsp
auf Südost Grat ab Nachtabstieg Multereck Grasleiten 08. - 09.12.84 >

Letzte Eintragung 1984 R.Loidl 23.12.84 erste Eintragung 1985 Harald Bruckner 16.05.85

6.1.11 Wem Zeit wie Ewigkeit
Und
EWIGKEIT wie Zeit,
Der ist befreit
Von allem Leid.
SW
Längsüberschreitung Grimminscharte Multereck 17.05.85
>

6.1.12 KLUGHEIT ist:
Vergangenes bedenken
Gegenwärtige tun,
Künftiges lenken.
SW
auf Südost Grat ab Multereck Kaiserkreuz gefunden 03. - 04.08.85 St.
>, >

6.1.13 Den Männern den GIPFEL
Den Frauen das Tal,
Oben ist die Freiheit
Unten die Qual.
F.J. 16.08.85

6.1.14 In EINSAMKEIT und Ruh`
Bring ich mein stilles Leben zu.
Ohne Sorgen mit heit'rem Sinn
Freu' ich mich alle Tage hin.

Karl Reiterer   Berggedenken am Grimming Gipfel 12:00 18.08.85
Bruno Mayer

6.1.15 Was die BLUMEN unseren Gärten,
Sind die Künste unserem Leben.

Längsüberschreitung Stausee Grimming Multereck 02.08.86
Bruno Mayer

ÖAV Stainach Gipfelbuch Hinterlegung
W.Zeiringer 17.10.86

6.1.16 Wer GELIEBT kann der vergessen?
Wer vergißt hat der geliebt?
Lieben heißt niemals vergessen,
Vergessen heißt niemals geliebt.
Alfred Holzer St.Michael 18.10.86

6.1.17 Wunderbar ist GOTTES Erde
Und wert darauf vergnügt zu sein,
Drum will ich bis ich Asche werde
Mich dieser Schönheit freu`n.
Bruno Gluckner 11.07.87

6.1.18 GLÜCKLICH ist wer nie verlor
Im Kampf des Lebens, den Humor.
Reich ist nur der, der es versteht
Das was er hat auch zu genießen.
Gerry Rieder 12.07.87

6.1.19 O HEIMAT wie betör'st du mich,
Keine Verlockung reicht an dich.
Deine Sterne, die funkeln so klar,
O Heimat wie bist du wunderbar.
Rudi 30.07.87

Abstieg mit dem alten Kaiserkreuz durch Zinnoberwand Rinne, zur Jausengrube. 22.08.87 Bruno Mayer

6.1.20 Der Ostwind braust, der MORGEN blaut,
Und läßt die Wolken treiben.
Dem vor Höhen und Tiefen graut,
Der soll im Tal verbleiben.
SA
ÖAV Stainach Gipfelbuch Hinterlegung
A.Zeiringer 21.8.89

6.1.21 Gib jedem TAG die gleiche Chance,
Dass er der schönste deines Lebens werde.
Resi und Sepp Schnedl 22.8.89

6.1.22 Die BERGE sind meine Heimat,
Die Berge sind mein Recht,
Hier oben bin ich König
Und unten bin ich Knecht.
Max Fladerer Weiz 22.08.89

6.1.23 HOCH DROBEN
Hoch droben von des Grimmings Gipfel
Schau ich hinab in`s tiefe Tal,
Vergessen sind die Alltagsmühen,
Vorüber meines Herzens Qual.

Hier stand ich und mein Auge blickte
All was zu sehen es vermag,
Wie schön hat Gott die Welt erschaffen,
Die da zu meinem Füßen lag.

O dass ich dies erleben durfte
Macht stark und glücklich mich zugleich,
Nun bin ich frisch an Leib und Seele
Und fühle mich unendlich reich.
Herbert Salfellner 09:15 18.9.89

6.1.24 Grün ist das Wasser der Enns
Still mit
TRAUTENFELS vereint,
Golden ist unser Berg der Grimming,
Wenn die Sonne ihn bescheint.

Rot ist das Blut und heiß die Liebe
Zu dem Boden, zu dem Land
Und wir kommen immer wieder
Hierher wo uns`re Wiege stand.
Helmut Lebisch 28.10.89

6.1.25 Dort wo die GRENZEN, die Wege sich verwischen, wo das Schweigen beginnt, dort dringe ich langsam vor, bevölkere die Nacht mit Sternen, mit dem Atem, mit den Worten eines fernen Wassers, das mich erwartet dort wo die Frühe beginnt. SA Klaus Reisenauer Bad Goisern 1. Advent 03.12.89

6.1.26 TONI> GEDENKGANG, Nachtwanderung bei Vollmond über den Tressenstein und Multereckgrat. Er kannte und liebte dem Grimming wie kein anderer, auf der Himmelsleiter schritt er den Weg voraus, den wir alle einmal gehen müssen.

Der Weg ist das ZIEL, man wandert um des Wanderns willen Henry Höck
Ein letztes Berg Heil! 08.12.89
>

6.1.27 GRÜSS GOTT!
O mein Berg, Wald und Flur,
Wie bist du schön, Mutter Natur.

Und steig ich aus dem dumpfen Tal
Empor beim ersten Sonnenstrahl,
Zur Bergeshöh`, in steiler Wand,
Liegt tief unter mir das weite Land.

Bin ich allein mit Gams und Aar,
Wird mir im Gemüt so wunderbar,
Da schnellt wie ein Pfeil das Herz,
Meine Jauchzer klingen himmelwärts.
SA
Hans.Fraungruber
Bad Mitterndorf Herbert Salfellner 25.08.90

6.1.28 Das Wetter ist schön der HIMMEL blau,
Den Dachstein den sehen wir genau
Und rundherum die Gipfel, wer hat sie gezählt,
Da kann man nur sagen, schön ist die Welt.
Wolfgang ÖAV Hartberg 20.03.91

6.1.29 WINTERREISE
Fliegt der Schnee mir in`s Gesicht,
Schüttle ich ihn runter,
Wenn das Herz im Busen spricht,
Sing ich hell und munter.

Lustig in die Welt hinein,
Gegen Wind und Wetter,
Wird kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter.

Wilhelm.Müller u. Franz.Schubert>Toni> Gedenkgang 31.03.91 >

6.1.30 Wer üppig lebt
Ist immer satt,
Versteht nie den,
Der
HUNGER hat.
SW 09.05.91 Bruno Mayer
Grimming Nordwand
AM GIPFEL 06.07.91
Bruno Mayer

6.1.31 Die seelische GESUNDHEIT
Ist die Seele der Gesundheit.
SW Grimming Nordwand 31.07.91
>

6.1.32 GIPFELGLÜCK
Weit ausgebreitet liegt das Land,
Geformt durch Gottes Wunderhand.
Das Auge trinkt, die Seele schweift,
Bis Andacht still das Herz ergreift
Und tief erfüllt vom Gipfelglück,
Steig dankbar ich in`s Tal zurück.

Sieglinde u.Hansi Lange Mitterberg bei Gröbming 16.08.91

6.1.33 BERGSTEIGEN steht über der Tagesfrage,
Bergsteigen steht über den Nationen,
Bergsteiger sind Brüder,
Sie alle bilden eine Seilschaft. 
ÖAV Stainach Gipfelbuch Hinterlegung 17.08.91

6.1.34 Mögen alle, die sich in dieses
Eintragen von Gott gesegnet sein.
V.J. 17.08.91

6.1.35 Mein Herz es jauchzt vor Freud,
Wenn ich vom Wald hin schau,
Die Sonn` g`rad untergeht,
Der
GRIMMING rot und grau
Im letzten Sonnschein steht.
SU
frei nach Hans Frauengruber, dem Bad Mitterndorfer Dichter Josef Aremser Biedermannsdorf 25.08.91

6.1.36 Die MENSCHEN kommen und gehen,
Die Berge bleiben ewig stehen.
Was bleibt ist die Liebe zu ihnen.
Johannes Hochfellner Knittelfeld 16.10.91

6.1.37 Heute ist der erste TAG
Vom Rest meines Lebens
SW
02.05.92 Bruno Mayer Längsüberschreitung auf Lärchkogel Gamsspitz
Biwak Multereck Hoher Grimming Mittereck ab Krungler Alm 09.08.92 Bruno Mayer

Unterwegs zur Einweihung der Toni Adam Biwakschachtel  auf St.Martinerscharte
Längsüberschreitung Grimming Scharten Biwak.ab Südostgrat 20.09.92
>

6.1.38 GRIMMING 40 JAHRE GIPFELKREUZ >
  Herzlich willkommen beim Gipfelkreuz und bei der Gipfel Messe. Der Herrgott meint es gut mit uns, denn ich glaube die Wolken werden sich bald verziehen. Ich begrüße den Militärdekan Magister Auer. Unser Pfarrer Rabl der dieses Kreuz und auch das neue Biwak geweiht hat, kann leider nicht mehr mit uns feiern - wir wollen an ihn in Stille gedenken. Danke unserer Musik Lois Strobl und Artur Gröll, der ÖBRD, den Führen des Nord und Südanstieges. Danke meinen Freunden mir denen wir gestern Nacht die Grimminggrat Beleuchtung durchgeführt haben. ÖAV Obmann Sektion Stainach Karl Kronsteiner

6.1.38.1 AUFRUF ZUR MESS ANDACHT

  Hochwürdiger Herr Dekan, liebe Bergfreunde, jetzt wo die Sonne scheint freuen wir uns ganz besonders. Ich bin heute das 13. mal am Gipfel, 12 mal von der Klachauer Seite. Der Südostgrat war mir bisher zu schwierig gewesen, ich habe mich immer wieder gefragt: - Wie man hier wohl herauf kommen könnte? Heute habe ich ihn mit meinem Musikkollegen Artur erstmals begangen, es sind allerdings noch ältere Leute wie ich mit meinen 70 Jahren am Grat herauf geklettert, trotzdem bin ich als Nichtalpinist stolz darauf.
  Mit dem Lied
Sonntag ist`s wollte ich dem Herrgott ein Dankeschön sagen. Wir waren auf drei Bläser eingestimmt, aber es hat sich ergeben, dass der Dritte mit der Musikkapelle mitspielen muß. So haben wir die Stücke für unser Duo neu zusammengestellt. Wir spielen die Messe von Franz Schubert und Arien vom Kapellmeister Bruno Sulzbacher aus Selztal. Wenn wir schon, so hoch oben am Gipfel, dem Herrgott ein Stück näher sind, bitte ich darum, dass alle die Messe mit einer gewissen Andacht mitfeiern. Wanderer Schirmherr
Lois.Strobl> Untergrimming.

Zum Abschluß rezitierte Lois die  Die Hymne an den Grimming>  von Hans Fischelschweiger. Lois.Strobl>

auf Südost Grat ab Multereck Tressensattel Grat 1994 Bruno Mayer auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck Sommerwende, wegen belegten Biwak Gipfel Freinacht ab Nordabstieg Kulm 20. - 21.06.97 Bruno Mayer
6.1.39 Was an allen Orten
Sich ewig gut erweist,
In gebundenen Worten
Ein freier GEIST. SW auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Schönwetter Gipfel Biwak
 ab Süd Ost Grat Untergrimming bei Regen 12. - 13.10.97 >

ÖAV Steinach Gipfelbuch hinterlegt 17.06.99

6.1.40 GRIMMING
Und wieder wirst du
Weiter weg von mir sein
Und doch um so fester

In meinem Herzen bleiben.
S.G.P. 30.07.99

auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel Biwak weiter Längs Überschreitung bei Nebel Fr. 20. - 21.08.99 >

6.1.41 Bergsteigen und WANDERN gehören zusammen. H.Hök
Buch hinterlegt ÖAV Stainach K.Krst. 09.09.00

6.1.42 Auf Wiedersehn GRIMMING!
Du bist der Berg, der alle schafft
Und trotzdem auch noch Freude macht.

Walter 12.09.00
Aufstieg Schneegrubengrat weiter zum Schartenspitz und St.Martiner Scharte Danglmair Helmut Neuper Eckehard Raumberg 9:30 27.09.00

6.1.43 O GOTT - der Du der Berge Größe schuftst
Uns durch die Schönheit liebend ruftst,
Gib uns die Gnade Dich zu lieben
Und in dem Glauben uns zu üben,
Damit wir Dich im Himmel schauen
Und jetzt vom Herzen Dir vertrauen.

In Dankbarkeit Schmidt Peter Bad Aussee / Wien endlich im Jahre 00 die ersehnte Grimming Tour anno domini 30.10.00

6.1.44 Gepriesen sei GOTT in Ewigkeit
Der liebe, Kraft und Huld verleiht,
Wir danken für der Berge Pracht
Die Du o Gott so wundervoll erdacht.

Schmidt Peter Bad Aussee / Wien anno domini 06.07.01 Krummbachstein>
 
Herwig Adam, Guevanin Adam 07.08.01 auf SOGrat neues Grimmingbuch im Biwak hinterlegt, vor 10 Jahren stürzte der Wiener Pilot Hr. Bliner, mit dem Segelflugzeug OE-5068 tödlich ab. Das Wrack liegt in der tiefsten nördlichen Grube westlich vom Multereck. ab Multereck Sonne Bruno Mayer 07.08.01 Gipfelbuch hinterlegt  am 27.06.02 Rudi  Koköfer Grimminghütte 87 Jahre musste ich alt werden bis ich auf den Grimming kam Sissi Plamenig 12.07.02

6.1.45
  Die Sonne mit uns dem GIPFEL entgegen,
die Freude im Herzen auf all unsern Wegen
. Schachner Helmut 28.07.02
 
JAHRESLETZTBESTEIGUNG auf SO-Grat ab Multereck Thomas Strausz 27.12.2002 JAHRESERSTBESTEIGUNG Wolfgang Steinmaßl, Dieter Peneder 21.02.2003
DIE 20. BESTEIGUNG DES HOHEN GRIMMING IM JUBILÄUMSJAHR DER GRIMMINGKREUZE 2003>
auf und ab Kulm mit den Firngleitern, beim Gipfelaufbau im Aufstieg zu weit links, im Abstieg zu weit auf der Gegenseite, Verlust: Ein Teleskopstecken gebrochen und einen verloren, durch leichten Dunst getrübtes Schönwetter - anschließend zur Kukula Maibaumaufstellung Bruno Mayer Mi 30.04.03  auf SO-Grat ab Kulm mit dem Grimmingfranz - Freund Pepi Senior Sonne Pötschenpaul Einkehr Bruno Mayer Sa 27.09.03

6.1.46 Eine andere Meinung ist auch eine Meinung
auf Lärchkogel  051004 Di Sonne > Biwaknächtigung  weiter  Längsüberschreitung   4.Längsüberschreitung 2004>
auf Lärchkogel  mit  Franz Zeiringer> und 17 Leuten von ÖAV Stainach ab Kulm So Sonne > 25.09.05<23>

6.2 - 15 SCHARTENSPITZE 2328m  >

Mit großer Anstrengung haben wir das Gipfelkreuz von Klachau über das Heil herauf getragen. Da das Wetter unsicher ist, stellen wir es noch heute auf. Das Kreuz wurde von Karl Heinz Schnupfer angefertigt. Die ÖAV Jugend Stainach, Jürgen Ewers HG BRD, Traute Umshaus, ÖAV Graz, Karl Lindner, Rudolf Bamacher, Lindner und Schnupfer gehen hinüber zum Hohen Grimming, um das Höhenfeuer anzuzünden. 18.09.1965

6.2.1 Kaum ein Gipfelzeichen eines Berges hat eine so tragische Kreuzlegende

Nach ihrer Kreuzaufstellung, hat ein junges Brautpaar mit dem bleibenden Symbol des Kreuzes, nach einem verzweifelten Kampf im Eisregen, von unserer Welt Abschied genommen. Dort wo alle Wege einmal enden, dort wo wir alle einmal sein werden, sind sie nun für immer vereint. Traute Umshaus erfror nur wenige Meter von der Biwakschachtel entfernt.

6.2.1.1 Was wäre ein Leben ohne Trost und HOFFNUNG?

6.2.1.2 Jürgen Ewers HG ÖAV BRD Stainach,
Traute Umshaus ÖAV Graz,
verunglückten in der Nacht, vom 18. - 19.09.1965 bei der Überschreitung zum Hohen Grimming
Ehre ihrem Angedenken KB
Jürgen.Ewers>KLEINER- -EWERS-MAYER-KREUZ 23007>^

6.2.2 ALLGEMEINES

  Die Schartenspitze ist ein kühn geformter, schwierig zu besteigender Gipfel. Vom Grimming senkt sich das Massiv des Grimmingstockes steil gegen Westen ab. Südwestlich davon ragt jenseits der tiefsten Kammeinsenkung der Scharten Schachen, zunächst mit einigen vorgebauten Türmen, eine kühne Spitze, die Schartenspitze, dann senkt sich der zerzackte Grat ab und erhebt sich noch einmal zur Kulmination des Kleinen Grimming 2285m Stierkarkogel, Steinfeldspitze. Der weitere Kammabfall gegen Westen wird als Steinfeld bezeichnet. Quelle: Dachsteinführer Alfred von Radio Radiis.
  Der Heil ist eine ungeheure steil ansteigende Platte die die westliche Begrenzung des Schartenkars bildet, auf der die übereinander getürmten, dicken Bänke der Schartenspitze wie zum Abgleiten ruhen. Dieser Gipfel ist der schönste, stolzeste, aber auch schwierigste des ganzen Gebirges. Auf zwei mächtig, wilde Zacken in der Scharten - Reste von Gesteinsbänken die auf dem Joch reitend, sich trotz der schrägen Lage erhalten haben, folgt die dritte dickste Platte, aus der sich durch Abbrechen der Ränder allmählich die schöne Spitze geformt hat.
 Von Mitterndorf und vom Kar aus gesehen, gleicht sie mit ihrer vorhängenden Spitze einem antiken Kriegerhelm, vom Weg auf den Grimming aus, wo sich der lotrechte Abbruch der Bank in der Seitenansicht zeigt, ist sie eine schlanke, ungemein wilde Gestalt, die an die stolzesten Berge der Dolomiten erinnert. Vom Ennstal aus betrachtet, wo der zierliche Gipfel gegen den fast 1000m hohen Aufbau der Wände zurücksteht, ist sie stolz und auffallend genug, um an Größe und Schönheit mit dem Grimming zu wetteifern.
Quelle: Mons Styria altissimus Dr. Fritz Benesch

6.2.3 GESCHICHTLICHES

  Die erste Besteigung der Schartenspitze gelang im Sommer 1888 Dr. Eduard Suchanek mit dem Führer Matthias Lieber vulgo Hiesl vom Kleinen Grimming her. Die zweite Ersteigung machte Lieber mit einem Kamaraden, die dritte Georg Geyer und Siegmund Ritter von Hartmann.
  Am 20.08.1891 kletterten Ing. Muhry und Dr. Benesch die gewaltige Jausengrubenrinne gegen die Heilscharte, gaben aber die beabsichtigte Ersteigung der Schartenspitze wegen einem Gewitter auf. Einige Wochen darauf vollführte Dr. Benesch die vierte Besteigung der Schartenspitze von der Grimming Scharte Karl Greenitz und Roderich Kaltenbrunner her. Die gewaltige Südostwand der Schartenspitze erkletterten erstmals
Karl Greenitz und Roderich Kaltenbrunner
am, 31.07.1904. Quelle: Dachsteinführer Alfred von Radio Radiis und Mons Styria altissimus Dr. Fritz Benesch 

6.2.4 NORDWAND ERSTBEGEHUNGEN

  Am 18.09.1908 wurde von R.Damberger und H.Krichmair die Nordwand erstiegen. Walter Höller und Toni Adam, gingen die Höller - Adam Fuhre 1935 Poldl Steiner und Josef Trinkl 1958 gingen eine neue Route durch die Schartenspitz Nordwand. Quelle Grimming Archiv Museum Strick Bad Mitterndorf.

6.2.5 Aufstieg Schartenkar durch die Schlucht auf den SCHIEFEN TURM und über die Schartenspitze zum Grimminggipfel
Toni, Herwig, Helke Adam Pürgg 15.08.79

6.2.6 Fremder Trost ist gut,
Besser ist eigener MUT.
SW

Längs Überschreitung St.Martiner Scharte Multereck Gipfelbuch Entwässerung am Gipfel 18:00 16.05.85 <01>>

6.2.7 Wird der LEBENSGANG
Vor Schmerzen bang.
Bei jeder Qual
Schimmert ein Strahl.
SW

Längs Überschreitung  Mittereck Multereck 03.08.86 <02>>

Gipfelbuch erneuert gewidmet von Kurt Hüttler, Manfred Kottan Hubert Schiefer aus Frastanz Vbg. 12.08.90

6.2.8 TONI ADAM  24.11.84 GEDÄCHTNISTOUR  >>

  Am 03.06.1947 ging ich erstmals mit meinem Mann die Nordwand der Schartenspitze. Oftmals war die Schartenspitze unser Ziel. Sehr oft aber gingen wir den Verbindungsweg Schartenspitz Grimming. Am Grimming war Toni Adam ungefähr 150 mal und immer wenn es die Zeit erlaubte stattete er, wie er einstmal schrieb der Dame des Hauses der Schartenspitze Besuche ab. Dorli Adam Pürgg 08.08.91Herwig Adam 08.08.91 auch ich habe die gute Tradition wahrgenommen um die Dame des Hauses zu besuchen. Auch für mich sind mit der Schartenspitze schöne Erinnerungen an meinen Vater verknüpft
Helmut Adam 08.08.91

6.2.9 BESCHEIDEN und zufrieden sein,
Haben Weise ersonnen
Aber noch Weisere sind es.
Friedrich.Hölderlin
>

Längs Überschreitung auf Lärchkogel Biwak Gamsspitz Multereck Hoher Grimming
Mittereck ab Krungler Alm 09.08.92 <03>
>

6.2.10 MÜLLBERGE

 Wenn auch die Menschheit in ihrer Gier die Umwelt zerstört und die Müllberge in den Himmel wachsen, so gibt es doch eine heile Welt und die ist hier oben. Ein netter Besuch bei der Dame des Hauses wie mein Vater die Schartenspitze, ihrer Zierlichkeit wegen, nannte.weiter zum Grimming Herwig Adam 08:45 92

6.2.11 LERCHENSANG
Berges Widerhall,
Ferner Täler Klang
Ich lieb sie allemal.
LN

Unterwegs zur Einweihung des Toni Adambiwak auf St. Martinerscharte 
Längs Überschreitung ab Südostgrat 19.09.92 <04>
>

6.2.12 DIE GIPFELRAST
Ein stetes Steigen
Im tiefen Schweigen,
Ein glückliches Schauen
Auf Berge und Auen.

Am Gipfel ein Rasten
Befreit von den Lasten,
Ein stiller Traum
Im hohen Raum.
 
Adi Kolb ÖAV Steinach, Hans Wiesnegger 14.08.93

GIPFELPOST

Lieber Bruno, um diese Zeit wirst du gerade deine Lesung am Waidhofsee halten! Grüße Hans.Wiesnegger>

6.2.13 Der jährliche Besuch bei Dame des Hauses in Gedenken an meinen Vater, Toni Adam,
 diesmal über den Nordwest Grat weiter zum Grimming Gipfel 08:40 Herwig Adam 22.07.94
Nach vier Jahren endlich wieder bei der alten Dame des Hauses. An einem Tag ohne Wölkchen am Himmel.
Hier oben zu sitzen ist ein Stück Paradies, das wir unten im Tal längst schon verloren haben. Helmut Adam 27.07.95
Nach mehreren Jahren statten wir wieder einmal der Dame des Hauses der Schartenspitze einen Besuch ab. In Erinnerung an
Anton Adam, der diese Tradition an uns weitergegeben hat. Grimming Schartenspitze Abstieg übers Heil Herwig u. Helmut Adam
Längs Überschreitung auf Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen
Biwak Hoher Grimming Nebel Fr. 20. - 21.08.99 <05>
>

6.2.14 SCHARTENSPITZE NORDWAND

  Eine markante Höhle. Das Schneefeld nach rechts queren und über plattige Felsen auf die rechte Terrasse, dann links über Schroffen auf ein zur Terrasse parallel laufendes Band. 5 Meter ober der Terrasse über steilen Fels und einer leichten Verschneidung, bis zu einem Überhang. Nun etwas schwierig nach links, dann in eine Schleife leicht nach rechts zum unteren Ende des Säbel Kamines. Nun steil nach links aufwärts, wo immer wieder guter Stand ist, bis ein Querriß wieder zum Kamin führt, 3 Meter davor hört er auf. Im Quergang ist es sehr ausgesetzt und griffarm. Aus dem Kamin mit Glimmzug auf ein breites Band Feldflasche.
  Das Band verfolgt man bis zu einer steilen glatten Platte, auf das Band aufgesetzt geht ein steiler, zum Teil überhängender 15 Meter hoher Riß empor, (im oberen Drittel ist ein schöner Stand), der in eine Scharte einmündet. Ein Band, auf dem lockere Steine liegen, führt 4 Meter nach links, dann auf ein auffallendes spitzes Felsköpferl welches sich 1,5 Meter am oberen Bandende befindet. Ein großer Spreizschritt nach links grifflos dann über lotrechten Fels, der sich später etwas zurücklegt, direkt auf den Gipfel empor. Toni
>

6.2.15 SCHARTENSPITZE NORDWAND ERINNERUNG 1971

  Es hat den Anschein, als sollte das schöne Wochenende wieder ungenützt bleiben. Oberbaurat Kernstock, den ich mit Sepp Mössner zusammen eine Tour auf die Schartenspitze versprochen hatte, war telefonisch nicht erreichbar und Egon, ein Schulfreund von Herwig aus dem Gymnasium, der mit Herwig verabredet war, hat kein Lebenszeichen gegeben.
  Um 9:00 klingelt das Telefon und Herwig geht zum Apparat. Egon will wissen: Machst du was? Kurze Rückfrage bei mir. Ja wir holen dich ab! Um 10:00 wird unser Auto am Kulm neben anderen Fahrzeugen geparkt, deren Insassen das schöne Herbstwetter gleichfalls grimmingwärts gelockt hat. Die Luft ist warm, doch oben am Heil kann man noch die Spuren vom letzten Wettersturz feststellen. Schneebänder deuten darauf hin, dass der Nordwand Anstieg der Schartenspitze heute nicht völlig problemlos sein würden. Zügig geht es hinauf in die Strübing. Die Schuttzone ist von metertiefen Rinnen, - die Spuren eines mächtigen Sommergewitters, durchfurcht.
  Im Schartenkar verlassen wir den markierte Steig und über griffige Steilstufen und grasbepolsterte Platten, auf denen vereinzelt Schneereste liegen, erreichen wir zuerst die untere und dann die obere der beiden Terrassen, die zwischen den Abstürzen der Nordwand und dem Kar eingebettet sind.
Vom höchsten Punkt der Terrasse führt eine kaminartige Verschneidung zu einem schmalen ausgesetzten Band, welches den Zugang zum sogenannten Säbelkamin, der Schlüsselstelle der Nordwand bildet. Ein Blick um die Felsrippe zeigt, dass der Kamingrund bereits eine starke Vereisung aufweist. Es wird daher Zeit das Seil anzulegen.
  Egon, der eben erst vom Bundesheer als Korporal abgemustert hat, will seine Konditionsstärke unter Beweis stellen und begibt sich als erster in den eisigen Schlund. Mit dem Kletterhammer werden im Eis richtige Badewannen fabriziert, in denen auch der Fuß mit der Profilsohle Halt findet. Als die gegenüberliegende Kaminseite erreicht ist, dauert es nicht lange, bis Egon über eine kurze Verschneidung zu einem schönen Sicherungsplatz gelangt, auf dem wir uns alle drei versammeln. Ein 15 Meter Quergang, auf dem Griffe und Tritte sparsam plaziert sind, führt in den Kamingrund zurück. Das Eis rechtfertigt hier einen Sicherungshaken, denn nun gilt es, das Feldflaschenband zu erreichen, welches 1,5 Meter über dem mehr als glatten Standplatz ansetzt.
  An seinen Beginn wurden vor mehr als 36 Jahren, anläßlich der ersten Besteigung dieses Weges, die Trümmer einer zerbrochenen Feldflasche deponiert, sie sind auch heute noch in einer speziellen Nische nicht zu übersehen.
  Auf dem breiten Felsband haben wir eine Zeit lang das Gefühl uns auf einer Autobahn zu befinden, bis es in einer glatten, steilen Platte endet, die in eine brüchige Verschneidung überleitet  Hier werden Erinnerungen an den 1.Juli 1935 wach: Mein Freund Walter, auch ihn deckt schon der kühle Rasen, - verbeißt sich als Führender in die Verschneidung. Vom ersten Überhang löst sich ein Stein, schlägt auf der Platte auf und durchtrennt das Bergseil. Augenblicke später nimmt Walters Körper den selben Weg.
  Mit dem durchtrennten Bergseil kann ich ihn nicht mehr sichern und während er über die Platte zu meinen Standplatz rutscht werfe ich mich auf ihn. Keiner oder beide: Zuckt es durch mein Hirn und tatsächlich gelingt es mir, seinen Sturz zum Stillstand zu bringen. Wir genießen beide das Gefühl, das Leben ein zweites mal geschenkt zu erhalten und entdecken, während unsere Blicke die Wandstürze östlich von uns abtasten, eine von 2 Absätzen unterteilte Rißreihe, die uns den Weiterweg ermöglicht. Und auch diesmal, bringt uns die wunderschöne Kletterei durch diese Rißreihe an den Rand des sogenannten Daches, über welches auch der vom Grimming Gipfel auf die Schartenspitze führende Anstieg verläuft.
  Wir allerdings streben durch eine kaminartige Verschneidung in eine kleine Scharte des Nordpfeilers, zu dem ein Band unschwierig zum kurzen Nordostgrat führt, über ihn erreichen wir in herrlicher Genußkletterei den Gipfel der Schartenspitze. Kein Lüftchen regt sich und die Strahlen der allmählich tiefergehenden Sonne verschönern uns die Gipfelrast. Doch die Uhr kennt kein Erbarmen und da es um sechs Uhr stockfinster ist, bleibt uns nichts übrig als den Abstieg anzutreten. Wir wählen einen Abstieg, der uns ohne große Schwierigkeiten in den obersten Schartenwinkel bringt, von wo aus wir in wenigen Minuten den markierten Weg erreichen. Die Sonne beginnt unter dem Traunstein zu verschwinden als uns der Wald wieder aufnimmt und während die Konturen der Berge zu einer geschlossenen Silhouette verschwimmen, klettern wir, ein bißchen steif aber doch befriedigt von der Bergfahrt, zur Heimfahrt in unseren braven VW.
SUA Ein Bericht den mein Mann unseren Sohn zu seinem 14. Geburtstag, am 09.10.71 in sein Tourenbuch geschrieben hat. Dorli Adam

6.2.16 Es wird nicht die Armut bekämpft - es werden die Armen bekämpft
auf Lärchkogel  051004 Di Sonne  Grimming Biwaknächtigung 06.Sonne weiter
Längs Überschreitung <06>
>   4.Längsueberschreitung 2004>

Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht Grimming Grimming was ist los>
Das Gipfelbuch wurde von "Herwig Adam"  anläßlich des Jahrtausendwechsel in memoriam von "Anton Adam" am, 18.08.2000 hinterlegt.
Die Schartenspitze war für die Familie Adam aus Pürgg ein immer wieder gern besuchter Gipfel, meist als Draufgabe auf die Grimmingtour bereitete uns der Besuch der "Dame des Hauses", (wie Anton Adam die Schartenspitze nannte), immer besondere Freude und Genuß.
Hier ein kurzer Auszug aus der langen Liste der Schartenspitze - Besteigungen von Anton Adam:
05.06.1935 A. Adam erstmals auf der Schartenspitze.
01.07.1935 A. Adam legt gemeinsam mit Höller Walter eine Route durch die Nordwand an
23.07.1935 A. Adam Nochmalige Begehung der Adam - Höller Route
27.10.1946 A. Adam Alleingang durch die vereiste Nordwand
03.06.1947 A. Adam und Frau Dorli Kohlhauser Nordwand Vollmonddurchstieg
05.10.1965 A. Adam 30 Jahre nach der Erstbesteigung, Wiederholung der Adam - Höller Route durch
               die Nordwand,
im Gedenken an "Jürgen Ewers und Traudl Umshaus",
               die am 08.09.1965 am Verbindungskamm
zum Grimming verunglückt waren.
18.08.1979 Zum 50. Geburtstag von Dorli Adam: Familientreffen am Grimming;
               Anton und Herwig Adam wählen die Schartenspitze als Aufstiegsroute
18.08.2000 Anstieg übers Heil - dann rüber zum Grimminggipfel, 30.10.2005 weiter
zum Grimming, 15.10.2007 Herwig Adam
05.09.2008 Kulm Öslinger - Kleiner Grimming Heil Kulm  Sonne >
 Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht>Nur wenige Blätter des Gipfelbuches sind beschrieben. Am, 06.10.2004 finde ich noch meine letzte Eintragung:"Gott selbst staunt stets noch auf's neu bei jedem Sonnenaufgang".

6.03 KLEINER GRIMMING nach >Stierkarkogel >ENDE^> Franz>
÷
HARALT MAYER KREUZ“  1. Gipfelkreuz 1993 Harald.Mayer>>
10.06.1993 - 12:00: Eintreffen der Teilnehmer Brösi, Wolfgang Pelz, Pieti, Fuzzy in Öblarn. Aufstieg ab St.Martin durch die Gamsrinne, teilweise Kampf durch die Latschen, Feiglkar und Einstieg durch den Kamin bei den kleinen Fichten links in die SW-Schlucht. Nach 200m Aufstieg über Schroffen Richtung SW-Grat. Nach Verfehlung der Durchstiegsroute Notbiwak in einer Felsspalte. Am Abend Erkundung des Weiterweges. Im „unteren Stockwerk“ noch gemütlicher Tratsch bei Dosenbier.
11.06.1993 - 05:00: Aufbruch und Einstieg in den Grat, der sich kühn in Richtung des Kleinen Grimming erhebt. Errichtung des Gipfelkreuzes und Gipfelbuch Hinterlegung mit dem Gedenken an Harry Mayer. Höhenwanderung zum 12er über blumenbedeckte Grasrücken, dann über Mandlscharte und Krautschwellereck zur St.Martiner Scharte und Abstieg. Ausklang bei Faßbier in Öblarn.
Es waren sehr vielseitige Eindrücke und Erlebnisse, aber die ganz deutlich Transparenz der Gefahren zeigte, wie nah Glück und Unglück am Berg voneinander entfernt sind, besonders wenn man eigene Eindrücke aus der Erinnerung zu wenig mit dem Istrisiko hinterfragt. Besonders deshalb bleibt diese Tour ein unvergeßlicher Mosaikstein im Lebenslauf.
÷
ADAM EWERS MAYER KREUZ2.Gipfelkreuz 2007 KREUZERRICHTUNG>STEINFELDRINNE>
Kreuzerneuerung zum Gedenken an die Grimmingliebhaber Toni>Jürgen Ewers>Harald.Mayer, am 08.07.2007>
2.KREUZERRICHTUNG 
  Am Samstag den, 02.09.2006 war eine Markierungsaktion für den Pürgger Lärchkogelweg angesagt gewesen, wegen Neuschnee ist es zur Absage gekommen. Um den Tag auszunützen nahm ich mir vor, mich an den Südwänden des westlichen  Grimmingzuges etwas umzusehen. Ich stieg vom Bierhäusl senkrecht auf. So elegant sich die Latschen im Abstieg anbieten umso lästiger sind sie im Anstieg, wenn man nicht einen Wildsteig findet ist man auf einen verlorenen Posten. Ich war der Meinung vor den Steinfeldrinnen zu stehen dabei waren es die Südwandsschluchten. Hinterher erst informierte ich mich, dass die Steinfeldrinne, Nr. 85 nach Alfred von Radio Radiis>, östlich vom Zwölfer auf das Steinfeld führt. Die rechte Südwandschlucht beginnt mit einem unüberwindlichen Überhang, jedoch neben der linken Schlucht sah es sehr einladend aus. Ich gelangte unwissentlich auf die Route des Südgrates auf den Kleinen Grimming. Ein gehbarer Weg ergab sich fast wie von selbst und der Einstieg hat teilweise noch alte Kennzeichnungen. Es ist immer ein Erlebnis; unvorbereitet und uninformiert auf gut Glück was zu unternehmen, auch wenn man dabei Schiffbruch erleidet bleibt es aufregend.
  Am Kleinen Grimming fand ich in dem Steinhaufen aus dem ein Stab ragte, als große Überraschung, einen Glasbehälter mit dem Gipfelbuch. Nach dem Abstieg über den Zwölfer und dem Krautschwellereck, war es bereits 22 Uhr als ich die Kukulahütte betrat. Stefan Kukula hat in seinen Leben, bei seiner Hütte, schon viele Maibäume aufgestellt und wenn die Zeit reif war - wieder umgeschnitten. Zu diesem Anlaß gab es immer ein Zusammentreffen von Bergkameraden und Musikanten. Es war immer eine Bereicherung und mehr als eine Berauschung.
"Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, und irgend einmal im Leben hört sich alles auf". So wurde in dieser Nacht sein letzter Maibaum gefällt und auch aus aus diesem Grund dementsprechend feierlich gewürdigt.
  In diesem Jahr fertigte ich ein Holzkreuz mit vielen Löchern, erstens weil es dadurch leichter zum Tragen wurde, zweitens weil auch mein Trojanikreuz Löcher hat. Drittens am Grimming bin ich viermal dem Jenseits sehr nahe gestanden und viertens; nachdem ich einst das alte Grimmingkreuz nach Burgenland entführt habe, wollte ich als Gegenleistung das Kreuz des Kleinen Grimming erneuern.
Die Todesnähe hatte ich folgendermaßen erlebt. Weißrinnspitz: Abseilfehler und Absturz im Hamburger Kamin, Zinnoberwandrinne: Steinschlag, Pürgger Lärchkogelweg: Ein Baum verhinderte den Absturz.
Es war am Samstag den, 07.07.2007 als ich um Mittag in die Grimming Gegend kam, da machte ich zuerst einen Spaziergang zur Grimming Hütte um mich leiblich zu stärken und der Weg hatte sich gelohnt.
  Nun kam die Aktion Bierhäussl, mit dem aus dem Rucksack ragenden, verhüllten Kreuz durch besiedeltes Gebiet zu schreiten. Ein Mann auf einem Kran half einem Dachdecker und gerade darunter mußte ich durchgehen. Ich warnte den alten Mann mit der Bemerkung, "falle mir ja nicht auf mich herunter", das Geheimnis meines Rucksackes wollte ich jedoch nicht offenbaren, da auch der Erfolg der Aktion noch fraglich war.
  Diesmal wählte die direkte Rinne zum Wandeinstieg, kam in eine  unbesteigbare Schlucht und der Kampf mit den Latschen blieb mir nicht erspart. Solche Zwischenspiele sind, abseits der Wege, eben ein unverzichtbarer Bestandteil und gehören einfach dazu. Auf halber Höhe des Grates war die Zeit gekommen um eine geeignete Schlafstelle zu suchen, den die Nacht stehend im Biwaksack zu verbringen, wie es mir am Hochtor bei einem Gewitter einmal erging, ist nicht sehr angenehm. Die Abendstimmung brach herein, schwarze Wolken zogen auf und zwischendurch warf die Sonne eigenartige Lichtstreifen auf den Ennsboden. Ein Stimmung, mit einer mystischen Offenbarung, wie man sie, so wie das Brockengespenst> , nur selten wahrnehmen kann.  Es kam aber eine sternenhelle Nacht, von Stainach und von Öblarn her beschossen jeweils Laserkanonen den nächtlichen Himmel mit - am Himmel wandernsten gespenstischen Strahlen. Wer nie die Sterne betrachtet der kann sich sich auch nichts wünschen, denn er sieht keine Sternschnuppen. Es gibt nichts Schöneres als ein Erwachen in der Natur, wenn sich am Horizont ein schöner Tag ankündigt und so entfaltete  sich auch der Tag der Kreuzaufstellung Sonntag der, 08.07.2007, erfolgreich und von seiner schönsten Seite. Als Selbstbelohnung und zum Abschied kehrte ich dann noch im  Bierhäusl ein.
  Am Samstag den, 11.08.2007 angesagte Toni > Gedenkwanderung am Pürgger Lärchkogelweg, fand wegen schlechten Wetter und mangelnden Teilnehmern nicht statt. So konnte ich dem Grimming Franz, bei seinen Fassadendämmungs Arbeiten etwas zur Hand gehen.  Auch Sonntag regnete es, Franz hatte mir es schon gesagt: "Der Salzastausee ist wegen Bauarbeiten abgelassen". Ich pirschte mich von Heilbrunn aus am linken unwegsamen Ufer am alten Gamsrautensteig entlang. Die Konturen dieses Steiges, der sich auf den verschiedensten Höhenstufen in der Umgehung der steil abfallenden Felsen hinzieht, sind noch zu finden. Kurz vor der Staumauer soll es eine Stelle geben bei der die seltene und unbekannt Blume die "Gamsraute" noch zu finden sein soll. Ob ich sie und den sagenhaften Grimmingdom auch einmal finden werde liegt noch in den Sternen oder in der Wahrheit des Weines. Die Dämmerung mahnte zur Umkehr der Regenwanderung, am Rückweg fand ich auf einem Baum hängende eine Luftpost. Auf dem Zettel mit den zerplatzten Ballon wurde um die Weiterleitung einer Botschaft gebeten. Es waren Glückwünsche von vielen zur Vermählung für "Bernadette und Martin Ostermann" Florianiweg A-54411 Oberalm. Ich hoffe, dass die
  Glückwünsche auch per Post so gut angekommen sind wie per Luft.
Zum Abschluß wollte ich mir Groggers Hochzeit in Öblarn ansehen, doch auch hier war wegen Regen eine Absage.

Ich ging den Kulmweg bis ins Schartenkar auf wettermäßig war es nicht freundlich, ich stieg wieder ab und spazierte am Wandfuß, auf gut Glück, westwärts. Schon von weit unten zieht sich ein Kammansatz bis zu dem Fels empor, und an diesem Ort gibt es einen ausgeschnittenen krummholzfreien Anstieg auf den Kleinen Grimming. Nun kam die Abendsonne hervor und ich erkundigte noch eine zeitlang diesen bequemem Weg. Nach zwei Tagen schreiten im Regen war Sonnenlicht ein kurzer Traum der bald mit der Dämmerung versank.
Am Dienstag den 14.08.2007 war ich wieder gut gerüstet zur Stelle um den Abguß der betenden Hände von A.Dürer am Kreuz zu montieren. Um 01:00 sagte
Kathi, die Kurvenwirtin von Bruckenhauser, gebürtig vom Wirtshaus Geierhäusl in Filzmoos, zu mir: "Auch Du noch"! Beim Bruckenhauser, am Eingang des zu den Gamskögeln> führende Bärentales, hängt auch der Filzmooser Telegrafengams>
  Nach diesem kurzen Gastspiel landete ich in der Tankstelle, vor der Abzweigung ins Salzkammergut nach Stainach, also schon auf vertrauten Boden. In dem Lokal der Tankstelle ist zu später zeit immer, der Treffpunkt von prominenten Nachtschwärmern. Mit dem Gärtner vom 4 Sterne Schloß Gstatt entspann sich eine interessante Unterhaltung, die auch immer wieder von einem Dauerautomatenspieler ergänzt wurde. Dann wurde auch der amtlich gekleidete Straßen Pfleger von Donnersbach, seines Glauben nach der Nachfolger vom dem, "Musikantenstadl Hias", munter. Hias hatte ja sein Leben durch einen gezielten Schuß frühzeitig beendet. Zum Abschluß kamen noch zwei friedliche Polizisten, die sich aber an den Gesprächen nur mit den perlosstrierenden Blick beteiligten.
  Die innere Uhr weckte mich schon weit vor der Dämmerung, nun begann ein Drama der höchsten Stufe: Ich bekam die Hintertür des Autos nicht auf, das Gitter zum Führerhaus war ohne Werkzeug nicht zu entfernen. Irgendwie gelang es mir dann, nach einer Stunde - ich weiß aber nicht mehr wie, doch die Zwangslage zu beenden und die Türe zu öffnen. Dann stand einem verheißungsvollen Tag nichts mehr im Wege.  Der NW Kamm Anstieg Nr. 61 (nach wie vor), ist ohne Übertreibung der leichteste Anstieg und ist schon teilweise mit Steinmännern versehen. Unter dem Kleinen Grimming auch Stierkarkogel genannt, der Steinfeldspitze und dem Farbkogel befindet sich ein großes Kar und dürfte vermutlich das Stierkar sein.
  Die Nacht war etwas regnerisch ich schuf mir in einem Loch  des Steinfeldes, unter einem Felsüberhang den Schlafplatz. Es hörte zu regnen auf doch es tropfte immer noch von dem Fels herab, dummerweise hatte ich den Biwacksack vergessen, so stieg mitten in der Nacht wieder an die Oberfäche um den Rest der Nacht unter dem freien Sternenhimmel zu verbringen. Das vorausgesagte Schönwetter hielt an auf den Weg zur Schartenspitze traf ich dann Herrn Herwig Adam mit seinen Sohn. Sie waren unterweg auf ihren gewohnten jährlichen Gang, "zur Dame des Hauses Grimming", der Schartenspitze, wie sie Toni Adam immer genannt hat. Ich hatte vorher den Versuch die Schartenspitze nördlich zu besteigen abgebrochen, die Südumgehung dagegen ist leichter aber mit einem großen Umweg verbunden.
  Ein schöner Tag der Große Frauentag oder der Maria Himmelfahrtstag wie er auch genannt wird ging zu Ende, auf der Kaltenbachhütte des ennstalseitigen Sölkpasses stärkte ich mich mit Eigenprodukten bei der untergehenden Sonne, die ich aber dann am Pass murtalseitig noch lange auf meine müden Glieder scheinen lassen konnte.

Kl.Grimming

von    >
Sie sind eingeladen, das Album Kl.Grimming von Bruno zu betrachten
29.04.2008 Nachricht gegen die Frühjahrsmüdigkeit   Berg Heil Bruno
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Kulm Öslinger - Kleiner Grimming Heil Kulm  Sonne <4>05.09.2008
Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht Grimming Grimming was ist los>

Gipfelbuch
  • 11.06.1993 aufgestellt durch 5 Rodauner HARALT MAYER KREUZ  
    So bist Du ein Land, das ich kenne, in dem es aber noch viel zu entdecken gibt und so wünschen wir allen Bergsteigern,
    dass sie all die Schönheit ringsum gut genießen können, tragt Euch ein in dieses Bücherl, denkt an uns und wir grüßen Euch die Kreuzaufsteller
  • 11.06.1993 - nach einem Aufstieg durch die SW-Schlucht, Biwaknacht unter den SW-Grat und nach Aufstieg über diesen, haben wir bei Kaiserwetter das Kreuz aufgestellt, auch wenn wir wissen, dass dieser schöne Hügel nicht genau der KLeine Grimming ist. Hans Steiner Wien/Öblarn, Peter Rott Wien,  Ernst Steininger Wien, Werner Ambrosi Wien, Wolfgang Petz Wien.
  •  14.08.1993 Grimming-Schartenspitz-Zwölfer-St.Martin Edith u. Hubert Pleninger, Manfred Lindtner, Manfred Kaltenbacher Öblarn  
  • 17.08.1993 Erich, Ossi, Hubert Stadler Bad Mitterndorf
  • 19.08.1993 Hans Steiner sen. u. jun. Bei nebeligen  Wetter  Variante Mandlscharte-Zwölfer-Steinfeldrinne
  • 28.09.1993 Grimmingüberschreitung Ost-West
  • 27.07.1994 Aufstieg Diemlarn-Schartenspitz über Grat zum Zwölfer Abstieg St.Martin Kurt Arbeiter, Fridolin und Josef   
  • 08.09.1994 14:30 Grimmingüberschreitung westwärts Sepp Brantner Großdeutschland
  • 02.10.1994 C.Radolfssky Liezen
  • 14.09.1995 Gratbeleuchtung und Aufsammlung alter Dosen u. Kanister BRD Bad Mitterndorf Sepp und Peter Ranner, Lackner Herbert   
  • 09.07.1995 Aufstieg Mandlschartenrinne, 12er, Steinfeld u. weiter Steinfeldrinne Bretterebner Fridolin
  • 06.08.1995 Aufstieg über Kulmalm-Steinfeldgrat über 12er und Stierkar zurück nach Mitterndorf Hans Geiger, Annemarie Mayer aus dem Chiemgau
  • 15.10.1995 12:50 Gratrwanderund Aufstieg SO-Grat-Schartenspitze weiter zum Zwölfer Abstieg Pass Stein.
  • bei diesem Traumwetter grüße ich Euch Kurt Arbeiter
  • 14.07.1996 vom Gr.Grimming über Schartenspitze und weiter nach Stammaktien Smog Glatter, Johann und Thomas Dirnböck ÖAV Reichenau/Rax   
  • 21.07.1996 Bretterebner Fridolin, Bernhard Schmid
  • 27.07.1996 Wihelm Morgenbesser ÖAV-ÖGV 2620 Neunkirchen NÖ
  •  22.06.1997 Am 21.06 Sonnwendfeuer abgebrannt  (Steinfleldbeleuchtung) Abstieg über Steinfeldrinne Fridolin und Sepp Bretterebner, Eggenmayr Heinz  
  • 17.09.1997 Singer Herbert
  • 21.09.1997 Grimming Überschreitung Klaus Rabitsch, Hans Graßl, Plank Reini, Bretterebner Fridi, Schmid Beno, Berger Stefan St.Martin.
  • 21.06.1998 05:30 Sonnwendfeuer Frido und Sepp Bretterebner, Plank Reinhard, Arbeiter Kurt, Eggmaxr Heinz   
  • 14.08.1998 SW-Schlucht-Kl.Grimming, dann SW-Grat nach St.Martin. Nach langem, anstrengenden Aufstieg erreichten wir endlich Papas Gipfelkreuz Hans und Diana Steiner (15 Jahre alt)
  • 01.08.1999 Gratwanderung Aufstieg SO-Grat 09:40 über Schartenspitze 10:30 Kleiner Grimming 11:30 gehe nacher zum Zwölfer, ich hoffe  er ist mehr  besucht  Wanderer Grüße Kurt Arbeiter 
  • 18.06.2000 die ersten im neuen Millenium. Wo ist Kurt dieses Jahr?  Floh, Fridolin und Sepp Bretterebner   
  • 07.07.2001 12:00 Niederstuttern-Gr.Grimming-SO-Grat-Schartenspitze-Kl.Grimming- Zwölfer-St.Martiner Scharte- St.Martin Walter Stefan ÖTK Wien   
  • 26.08.2001 Jüral Gerhard, Kranabritl Thomas
  • 26.08.2001 Und wo ist der Kurti? Aufstieg Mandlscharte Abstieg Steinfeldrinne Fridl und Sepp Bretterebner
  • 29.08.2001 Grimminüberschreitung nach St.Martin Stefan Berger, Gehard Fuchs, Gerhard Cupek, Kurt Zandl, Johann Schachner
  • 25.08.2002 13:00 Und der Kurt war immer noch nicht da. Friedl und Sepp Bretterebner, Bretterebner Renate Erstbesteigung   
  • 22.06.2003 Gehard Ceipek, Walter Röhrlinger, Susi  Fuchs   
  • 03.08.2003  Bomenhofer Blasius, Johanna Boucht, Gruber Peter
  • 05.08.2003 Von (Klach) Weingraben "Kornradl" zur St. Martiner Scharte schönesWetter. Erich Miller B.Goisern, Hans aus Kainisch
  • 17.08.2003 Über Mandlscharte 12er hierher, runter durch die Steinfeldrinne. Berg Heil (Wo ist Kurti?) Fridolin und Sepp Bretterebner
  • 20.09.2003 Leistental-Kulmeralm-Kornradl-Stierkar-10erSpitz. Franz und Monika Scheffbauer, Franz Schulere, Stacher Sonja
  • 21.09.2003 Mandl Dagmar, Seebacher Kurt
  • 00.00.2004 Ost-West Überschreitung Karl und Bernd Lenkischa, Herbert Gillesberger   
  • 09.10.2005 Aufstieg SO-Grat Überschreitung Schartenspitze über Steinfeldspitze über Zwölfer Abstieg Steinfeldrinne   
  • 15.10.2005 Carpe Diem Sonne Arbeiter Kurt,  Bretterebner Fridolin und Kurt, Gerhard Kreuzig, Kopf Gerhard
  • 15.10.2005 Ost-West Überschreitung Mittmasser Gerhard NÖ,  Erich und Günter Horn Rottenmann
  • 19.08.2006 Überschreitung Rupert Stummer Spital/D.   
  • 02.09.2006 Sonne
6.03 Gar manche ZEILE unbekannt,
Gar mancher Weg auch unbenannt,
Gar mancher Wunsch und Traum -
Gibt flücht'gen Bättern Raum.

Nicht als Ersatz für die; wegen Neuschnee abgesagte Pürgger - Lärchkogel Wegauffrischung sondern zur Erhöhung. Bisher bin ich am Kleinen Grimming immer vorbeigegangen. Im Steinhaufen mit dem Kreuzrest befindet sich, in einen Rexglas ein 22 Jahre altes Gipfelbuch. Auf Bierhäusl Südgrat ab Zwölfer St.Martin Sonne  >
  • 10.09.2006 Ost-West Überschreitung. Wo sind die Bretterhaufen Buam? Kopf Gerhard, Arbeiter Kurt
  • 07/08.07.2007 Sonne auf Bierhäusl Kreuzweg mit Biwak am Südgrat Kreuzerneuerung im Gedenken Anton.ADAM - Jürgen.EWERS - Harry.MAYER - KREUZ
    ab St.Martiner Scharte.
    >
  • 14.07.2007 Schultes Martin, Gerhart, Kogler Sebastian
  • 15.07.2007 Bert Harreiter(?)
  • 23.07.2007 Gratwanderung Mayer Christian
  • 24.07.2007 Gratwanderung von der Steinfeldspitze aufs Stierkar, die Männer noch auf die Schartenspitze und retour Monika, Birgit, Franzi Schulerer, Johanna, Franz &Franzi Schulerer
  • 26.07.2007 Von Kulm über Ösling weiter zum Zwölfer Krainer Wolfgang
  • 14/15.08.2007 Sonne auf  Kulmalm Ösling  Steinfeldloch Biwak  > Ad augusta per angusta „Durch die Enge zum Erhabenen“
  • 19/20.06.2008 Do. Sonne auf  ab Kulmalm Ösling  Gipfel Biwak > Irren ist menschlich, tolerieren ist göttlich
  • 30.06.2008 Ende Juni 08 Vom 12'er A. A.
  • 27.07.08 Dr. Anita M., Dr. Günther St., Hans G., Günther Unterberge, Gerfried Göschl
  • 28.07.08 Schwab Gernot Irdning vom Neupereck
  • 10.08.08 Gerhard Kopf, Rabitsch Klaus, Sonne, O - W - Überschreitung Carpe Diem
  • 11.08.08 R. W., Stangl Hans, Sonne, O - W - Überschreitung
  • 05.09.2008  Kulm Öslinger - Kleiner Grimming - Schartenspitze Heil Kulm Sonne >
    Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht
    Als Alternative zur abgesagten Gipfelmesse am, "Hohen Grimming" soll hier am "Kleinen Grimming" ein bescheidenes, christliches Zeichen gesetzt werden. Ich liege in einer Senke neben dem Gipfel, bei der Niederschrift im Gipfelbuch wärmt mich die Mittagssonne. 
    Lesung aus dem ersten Brief an die Korinther (Das Hohelied der LIEBE)
      Strebt nach den Gnadengaben, die höher stehen. Ich zeige euch jetzt noch einen  Weg, der über alles hinausführt:
      Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber die LIEBE nicht hätte, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnisse hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, aber die LIEBE nicht hätte, wäre ich nichts.
      Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergebe, aber die LIEBE nicht hätte, nützte es mir nichts.
    Die LIEBE ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht unschicklich, sucht nicht ihren Vorteil, sie läßt sich nicht herausfordern und trägt das Böse nicht nach, sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
      Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die LIEBE hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede  verstummt, denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk, Erkenntnis vergeht.
      Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind, als ich ein Mann wurde, Legte ich ab, was Kind an mir war.
      Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, LIEBE, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die LIEBE.
    Bibel Apostelgeschichte. Der erste Brief der Korinther Quelle: Teilweise Wandschrift in meiner Schlafstätte der Pension Zeiringer.
    Schön ist alles  was mit Liebe betrachtet wird: Christian Morgenstern
     
  • 25.05.2009 Kulm 3 Regengüsse beim Anstieg dann Sonne. Leben steigen und gehen, fallen sterben und vergehen. >  
  • 15.07.2009 Schwab Gernot, Neuper Eckhard Raumberg, bei super Wetter auf meinen Lieblingberg
  • 17.07.2009 Schwab Gernot Raumberg ohne Worte
  • 30.07.2009 Bei guten Wetter und Wind auf den schönen Gipfel. Posch Peter mit Kirchgasser Franz
                    Ein Dank dem Schöpfer dem Schöpfer alles Lebens, dass ich wieder gesund sein konnte. Phil 4,4-9-13
  • 01.08.2009 Grick Ossi Stadler Hubert
  • 16.08.2009 Christof, Tanja, Matthias (Pilz) Ost - Westüberschreitung >>
  • 17.08.2009 Franz Zeiringer, Bruno Mayer ↑Öslinger ↓Krungl Sonne Alme sol. Lebenspendende Sonne Franz> 
"Wo wir auch immer hingehen, wie es auch immer weitergeht, was wir auch immer unternehmen, wir stehen oder gehen immer dort wo wir sind."
KLEINER GERIMMING ENDE ANFANG^  

6.3 ZWÖLFER 2146m >

6.3.1 Das Kreuz wurde, im Jahre 1960 von dem
Bergkameraden JOHANN ARBEITER
im Alleingang, über die St.Martiner Scharte transportiert und vom ihm hier am Gipfel aufgestellt.

Nr.: 2
auf bei Sonnenschein vom Zehnerschlag und der St.Martiner Scharte ab durch die Steinfeldrinne.
Harald Mayer, Arthur Bachleitner 05:00 - 19:30 07.08.80
Zur Grimmingscharte neu markiert und anschließend einen Abstecher zum Zwölfer.
Berg Heil! Harald Mayer 19.00 12.06.84
6.3.2 HARALD MAYER gest. stürzte, am 04.11.84
im zwanzigsten Lebensjahr am Südostgrat tödlich ab.
Ehre seinem Angedenken
Harald.Mayer>>
KLEINER GRIMMING TONI ADAM HARALD JÜRGEN EWERS HARALD MAYER KREUZ 23007^

6.3.3 Nicht große Taten,
Sondern große OPFER,
Bleiben unvergeßlich.
SW
Längs Überschreitung  St.Martinerscharte Multereck Sonne 16.05.85<01>>

6.3.4 GRIMMING! Gebe acht,
Dass ich winzig werde,
Mein Kreuz! Halte Wacht,
Wen ich einst sterbe.
TB

Längs Überschreitung Mittereck Multereck 03.08.86<02> Bruno Mayer  Längs Überschreitung auf Lärchkogel Biwak Gamsspitz Multereck Hoher Grimming Mittereck ab Krungler Alm 09.08.92 Bruno Mayer  Unterwegs zur Einweihung des Toni Adam Biwaks am Hohen Grimming. Längs Überschreitung  auf St.Martiner Scharte ab Südostgrat 19.09.92<03>> Nr.: 3 vom 18.10.94  -  29.10.99  70 Eintragungen

6.3.5 Steige höher, höher immer zu,
Was das Tal dir nie kann geben
Findest auf den
BERGEN du. Oktober 94

6.3.6 ÖBRD Gratbeleuchtung

Sind um 14:00 aufgebrochen und werden vom Zwölfer zum Elfer 90 Stk. Fakeln anzünden. Wetter in Hinterberg leicht bewölkt, im Enntal bewölkt. Aigner Friedl, Huber Jörg, Ranner Peter, Ranner Gerhard Junior, Seebacher Rudl 15.08.98

6.3.7 Tritt für Tritt von Stein auf Stein,
Gipfel rings am Himmelssaum,
Der Himmel klar, die Sicht ist rein
Das alles hier, ist wie ein TRAUM.
SGSp

auf ab Heilbrunn Anstiegsversuch zu viel Altschnee Sa 01. Biwak unter Mittereck Regen Krautschwellerloch 02.05.99 Bruno Mayer auf ab St.Martiner Scharte Anstiegsversuch Krautschwellereck zu viel Neuschnee und Nebel So 10.10.99 Bruno Mayer auf Salza E-Werk der 5. voraussichtlich letzter Besuch am Zwölfer  Biwak St.Martiner Scharte Sonne Do 28. Sonne ab St.Martin 29.10.99<04>>

6.3.8 Wissen kann vermittelt werden - Weisheit nicht.
auf Lärchkogel  051004 Di Sonne  Grimming Biwaknächtigung 06.Sonne weiter  Schartenspitze
 Längs Überschreitung <05>
> ab Heilbrunn  4.Längsüberschreitung 2004>

6.3.9 Es gibt keine anderer Bildung als die KUNST.
Auf Bierhäusl linke Steinfeldrinne linker Rand ab Zwölfer St.Martin Sonne Sa 02.09.2006<06>>

6.4 UNTERER WEISSRINNSPITZ >  6.4.1 HISTORISCHES 
Der Erstbesteiger des Hamburgerkamines war der ÖBRD Obmann des ÖAV Wien Herr Hamburger. Das erste Gipfelbuch wurde im Jahre 1934, von den Öblarner Bergsteigern hinterlegt. Wegen seines schlechten Zustandes wurde es im Jahre 1970 erneuert. Quelle Toni Adam

6.4.2 MENSCHEN kommen und gehen,
Aber ewig stehen die Berge.

Gipfelbuch hinterlegt ÖAV Stainach, Egon Sternad, Herwig Adam, Helmut Adam ÖBRD 11.07.70  Zur Erinnerung an unsere bereits legendär gewordene Gipfelbuch Hinterlegung. auf ab Hamburger Kamin Egon Sternad, Helmut Adam ÖBRD 26.06.71  auf Hamburger Kamin ab Nordflanke, Heli Zefferer ÖAV Hochgebirgsgruppe Grimming Gröbming, Hans Gruber ÖAV HG ÖBRD Haus 21.09.71  Hamburger Kamin, Hans Zemann, Peter Krainz, Reinhard Kraxner 30.07.80  Nordost Wand Erstbesteigung, wahrlich schlimme und brüchige Tour  Erich Traumuger, Franz Gemayer 16.08.80   Anmerkung: Die Nordost Wand ist unbesteigbar, hier dürfte es sich um einen Riß auf den Vorgipfel handeln.  Toni Adam Hamburger Kamin Heli Zefferer Gröbming, Hans Gruber Haus 22.08.82

6.4.3 DIE HÖLLENFAHRT

  Wanderung in der Fallinie von Espang zum Grimmingtor, am Nachmittag traf die angekündigte Schlechtwetterfront ein. Auch Unwetter sind ein grandioses Naturschauspiel, wenn man sie aus einer geschützten Stelle betrachten kann.
Seit gestern Nachmittag sitze ich, wegen Gewitter und Dauerregen, im Zelt in der Jausengrube. 10:57 Der Regen hat etwas nachgelassen, ich wage einen Besteigungs Versuch des Weißrinnspitz. Etwas links von der Scharte, die den Weißrinnspitz vom Bergmassiv trennt, verfolgte ich einen Felsenriß, er wird jedoch immer enger, ausgesetzter und schließlich für mich unbezwingbar. Im brüchigem Steilterrain schlug ich mich dann zur Weißrinnscharte durch, auch dort gab es für mich, kein Weiterkommen nach oben.

  Der Abstieg auf der Westseite in der Schlucht, nach dem von Toni Adam so genannten Jägersteig, wurde mir zu einer unvergeßlichen Lehre: Faulheit und Leichtsinn sind die gefährlichsten Verführer. Um nicht endlos tief ins Kar hinabsteigen zu müssen, wollte ich mich an der Südseite des Weißrinnspitz abseilen. Sicherungs Hacken schlage ich prinzipiell nur im Notfall, deshalb schlang ich das Seil um einen Felsvorsprung und war schon drauf und dran abzufahren, Gott sei Dank! Machte ich vorher eine Belastungsprobe - und siehe da! Die Sicherung gab nach, es wäre eine Höllenfahrt geworden. Denn nur die Hölle, wäre der Lohn für diese Dummheit gewesen. Gerne nahm ich nun den mühevollen Abstieg hinab zum Krummholzfeld im Kauf. Als ich die Stelle meiner Unvernunft von unten betrachtete wurde mir erst richtig bewußt: - Hier könnten nun, auf den Felsblöcken verteilt, die zerschmetterten Teile meines Körpers liegen. Man sollte sich ja nie im unbekannten Terrain abseilen! Der Weg zur Hölle ist ohnehin mit Regeln und guten Vorsätzen gepflastert.

6.4.4 Seil und Leben enden,
Was kommt DANACH?

  Bevor ich dann von der Jausengrube aus abstieg, besuchte ich noch das Grimmingtor und die ostseitigen Gemsenhöhlen unter den Wänden des Südgrates, das Zelt ließ ich für weitere Nächtigungen in der Jausengrube stehen. auf ab Espang Biwak Jausengrube Dauerregen
19. Anstiegsversuch Weißrinnspitz bewölkt 20.08.87

6.4.5 DIE WEISSRINNE

  Die Weißrinne, ist eine teilweise mit weißen Felsabsätzen versehene und bis zum Talboden hinabführende Rinne. Sie wird am Gipfelaufbau des Weißrinnspitz durch eine linke, zur Scharte führende Steilschlucht, dem Jägersteig verlängert. Im oberen Teil der Schlucht ist ein Felsband als Schlüsselstelle auf dem, nach dem Quergang nach rechts, der Vorgipfel Nord seillos erreicht werden kann. Immer wieder bekomme ich Schuldkomplexe wenn ich eine Gemsen Idylle störe: Schon bei meinem Erscheinen in der Schlucht war dies der Fall, nun vom Vorgipfel sah ich den Gemsenrudel, auf dem gegenüberliegenden, zum Oberen Weißrinnspitz hinauf führenden und durch die Scharte getrennten Grat. Gemsen Standplätze sind aussichtreiche Stellen an besonders romantischen Orten - hier verharren die Gemsen oft wie zur Statue erstarrt, doch mit neugierigen Lichtern alles um sich wahrnehmend und witternd, als Wächter ihrer Horde. Nationalfeiertag 26.10.87

6.4.5.1 DER HÖHENTAUMEL

  Den Jägersteig hatte ich vom letzten Besuch, in einprägsamer Erinnerung. Damals war es der Leichtsinn im Abstieg gewesen, der mich zu einer unüberlegten Handlung hingerissen hatte, diesmal war der es Leichtsinn im Aufstieg, der mich verleitete den Gipfel des Weißrinnspitz seillos zu besteigen. Obwohl mich nur mehr einige Meter vom Gipfel trennten, kehrte ich um. Nebel war eingefallen und dunkle Gewitterwolken brauten sich am Horizont zusammen.

6.4.5.2 Verantwortunglosen Emporkömmlingen
Droht ein unsanfter ABSTURZ.

  Im Höhentaumel sieht man nur den scheinbaren Gipfelsieg und wird beim Abstieg zum großen Verlierer. Der Preis ist hoch und kostet das Wertvollste, das Leben. Es überfiel mich eine furchtbare Angst und ich sah mich schon im Geiste, zerschmettert auf den Schroffen des Vorgipfels liegen. Angst und Panik ist in einer Lebens bedrohlichen Situation am wenigsten hilfreich, da heißt es emotionslos und überlegt zu handeln. Unsere Ziegen sprangen einst Gemsen ähnlich in der Steinbruch Wand umher. Auch ich wollte dies als Kind tun, hatte mich dabei aber bald verstiegen und mußte geborgen werden. Für uns Kinder waren Felsen tolle Spielplätze. Noch ein zweites mal mußte ich gerettet werden: - Mein Körper bebte vor Angst, ich klebte in einer Wand Nische wie eine Klette, ohne einen Schritt nach vor oder zurück machen zu können. Nun als Erwachsener, war ich trotz meiner bitteren Erfahrung, blindlings der Dummheit auf den Leim gegangen.

6.4.5.3 Hinunter zu klettern ist immer schwerer
Dieses
ERKENNEN kann das letzte sein.

  Wie aber kann man Angst und Panik abbauen? - Die Ursache, den Abgrund vor mir, zu beseitigen war nicht möglich. Wie aber schafft man es, die Furcht vor dem Tod abzubauen? - Es kam mir mein Jausengruben Traum wieder in den Sinn, und der bloße Gedanke daran beruhigte mich wieder. Darin hatte ich im Sarg Todesängste ausgestanden, wurde aber durch eine wundersame Erscheinung beruhigt.

6.4.5.4 Der TOD ist gewiß,
Die Zeit ist ungewiß.

  Dieser Bestimmung soll man nicht Vorschub leisten: - Dachte ich mir und konnte die kritische Stelle beherrscht, kühl und überlegt abwägend, meistern. Jeder Handgriff jeder Tritt mußte gesucht und überprüft werden, es gab keine Alternative und dauerte sehr lange bis ich wieder am Vorgipfel war. Dort hinterlegte und versorgte ich dann das Weitwanderbuch zur Überwinterung.

6.4.5.5 Ein BLATT Papier kann älter werden,
Als alle Menschen hier auf Erden,
Was du schreib`st in deinem Leben
Kann später von dir Zeugnis geben.
Wanderer Schirmherr August.Krainer
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  Sich der Sicherheit bedingungslos unterordnen und auch umkehren zu können, sind die wichtigsten Eigenschaften im Gebirge, doch ganz ohne Gefahr werden die Berge nie sein. Am Jägersteig abwärts schreitend bekam ich den kalten Umschlag des Gewitters voll zu spüren, ich war aber froh, dass mein Höhendrang so glimpflich verlaufen war. Es blieb bei Schlechtwetter, auch als ich in die Jausengrube zurückkam und dann zu Tal stieg. Nationalfeiertag 26.10.87

6.4.5.6 ANSTIEGSVERSUCHE WEISRINNSPITZ

  Am Anfang war es eine Forstweg Wanderung, später eine Querung nach rechts zum Weißrinnen Graben. Diesem folgend stieß ich auf ein vom Lawinenschnee freigegebenen Gemsen Kadaver. Mit den Steigeisen kam ich auf der schneebedeckten Rinne flott voran.
  Im oberen Teil erhielt ich Gemsen Gesellschaft, ich verhielt mich ruhig und die Horde verweilte lange Zeit in meiner Nähe. Problemlos erreichte ich das 
Weitwanderbuch und erfreute mich an dem herrlichen, schönen Bergtag. auf ab Weißrinne Fr 06.04. 88
  In Umgehung der Weißrinnspitz Südwand, gelangte ich in die mir schon bekannte Schlucht mit dem Jägersteig, der gefallene Neuschnee und kleinere Lawinen Abgänge machten mir jedoch mein Vordringen nicht besonders schmackhaft. In der Nähe des Wandeinstieges hielt ich eine Stärkungsrast und zog mich dann gemächlich dorthin zurück wo ich hergekommen war. Christi Himmelfahrt 12.04.88 Schönwetter
   Aufstieg am Jägersteig zum Vorgipfel Nord, zum 
Weitwanderbuch. In meinen Innersten hatte ich vor den Gipfel des Weißrinnspitz zu besteigen, doch es war eine zu spontane Bergfahrt, die vielleicht nicht mit der für ein solches Vorhaben erforderliche Ausgeglichenheit und Sorgfalt durchgeführt wurde. Es ist nicht gut, wenn man sich zuwenig seelisch auf den Berg einstellt dem man besteigen will. Bei einer solchen Unternehmung müssen alle Faktoren zusammenstimmen, es waren dann schließlich Angstsignale die mich am Vorgipfel wieder umkehren ließen. 06.05.88

6.4.6 ERLEBNIS AM GIPFEL (DIE WEISRINNSPITZ BESTEIGUNG)

  Direkter Weißrinnanstieg von Diemlern bei nebeligem Wetter. Nur langsam schleppte ich meinen trägen Körper bergwärts, jedoch eine schöne Vorahnung von Erlebnissen und des guten Gelingen meines Vorhabens erfüllte mich. In dieser frohen Stimmung hatte ich keine besondere Eile, genoß die Bezauberung des Bergfrühlings und musizierte lange im Widerstreit mit den fliegenden Waldsängern. In der Schlucht beobachtete ich am Jägersteig eine Blindschleiche und später ein neugieriges Gamskitz. Mein Vorhaben, schon unterhalb der Schlüsselstelle in den Bergkörper einzudringen, mißlang. Es blieb mir also nur der schon bekannte luftige Quergang nach der Schlüsselstelle, hier fühlte ich immer das eigenartige Kribbeln in den Beinen.
   Für das letzte Hindernis, vom Vorgipfel zum Hauptgipfel war ich diesmal, durch die Investition von einigen Haken, gut gerüstet. Inzwischen hatte sich das Wetter gebessert und die Sonne mit ihrer vollen wärmenden Kraft kam zum Vorschein, um mich auf den letzten Weg zum Weißrinnspitz zu begleiten. Nun befreit von jedem Höhentaumel und in aller Ruhe bezwang ich, ohne dabei auch nicht die geringste Sicherheitsvorkehrung zu unterlassen, die letzte senkrechte Hürde.

6.4.6.1 DIE ÜBERRASCHUNG

  Mit langsamen fast feierlichen Schritten, näherte ich mich zaghaft, dem höchsten Punkt des markanten Spitz und als erfreuliche Überraschung war ein Gipfelbuch vorhanden. Gipfelfrequenz von 1970 - 1988 15 Mann.
  Die Sonne hatte auch den Segelfliegern Aufwind gebracht, von hier oben hat man eine direkte Sicht zum Segelflughafen in Niederöblarn, einer der Segelflieger flog so nah an mir vorbei, dass wir uns grüßen konnten. Unten im Ennstal waren die Bauern bereits mit der Heuernte beschäftigt, oben auf dem Hohen Grimming sah ich mit dem freien Auge zwei Bergsteiger stehen. Die Zeit lief mir wie im Flug davon, wie auch schon auf der Schartenspitze war auch hier der Gipfelbuch Behälter mit Wasser gefüllt gewesen, zur weiteren Trockenhaltung des Buches waren Entwässerungslöcher am Boden des Buchbehälters anzufertigen. Danach genoß ich nur mehr die Zauberkraft meiner Residenz, die ich so sehr angestrebt hatte und deren Erreichbarkeit an der Grenze meiner Fähigkeit gelegen hatte. Regentropfen mahnten zum Abstieg, jählings war von Westen her ein Gewitter aufgezogen, mit schwerem Herzen verließ ich den Gipfel.

  Als ich am nördlichen Vorgipfel ankam, zog das Unwetter südlich vorbei und die Sonne kam wieder zum Vorschein, so schnell wie das Gewitter gekommen war - hatte es sich wieder verabschiedet. Ungern trennte ich mich von der lieblichen Bergspitze, die mir so viel an Schönheit beschert hatte. Die Südseite des Gipfels hat einen Gemsen Garten, die Südwand ist vom Hamburger Kamin  durchzogen. Eine Säule beim Südwand Fuß sieht mit etwas Phantasie, der Gottesmutter mit dem Jesuskind ähnlich. Beim Abgang verlor ich jedes Zeitmaß, der Tag klang aus die Nacht senkte sich und der Mond stieg empor. Eher widerwillig, Tritt für Tritt, Schritt für Schritt, mit vielen dazwischen liegenden Betrachtungs- und - Denkpausen, ging es in der Weißrinne abwärts. Als ich das Felsen Terrain der Weißrinne hinter mir hatte war es Mitternacht - und auch für einen Nachtschwärmer in den Bergen Zeit um zu schlafen.

6.4.6.2 Menschenherz was ist dein GLÜCK?
Ein rätselhaft geborener,
Kaum gegrüßt verlorener,
Unwiederbringlicher Augenblick.

 
Nikolaus Lenau Gedenkjahr auf ab Weißrinne Jägersteig im Sonne 11. Biwak Weißrinne 12.06.1988 Bruno Mayer

6.4.7 DER HAMBURGER KAMINRUTSCH

6.4.7.1 DER KATZENJAMMER

  Abgang von Deamlarn, ohne Hast, bei leichten Regenwetter, am späteren Vormittag gab es einige Aufhellungen mit sonnigen Abschnitten. Ein Katzenjammer nach einer durchzechten Nacht verlangt immer viele Ruhepausen. Langsam ging es die Rinne aufwärts, in der Mitte ist eine weiße Wand - deshalb auch der Name Weißrinne und Weißrinnpitz. Nach der seitlichen im Krummholz erfolgten Umgehung dieser Wand, wechselte vor mir in der noch schneebedeckten Rinne ein Hirschtier.
  Die Beschreibung des Hamburger Kamines von Toni Adam hat sich tief in mein Bewußtsein eingeprägt. Bei jeder sich gebotenen Gelegenheit - sei es vom Wandfuß oder aber auch vom Ennstal habe ich ihn betrachtet. Aber ich bin kein guter Kletterer, erstens bin ich nicht ganz schwindelfrei und zweitens umfaßt meine Ausrüstung nur einige Nothaken. Nur die Literatur von Anton Schubert - der Große Ödstein
hat mich auch in die Felsdomänen vordringen lassen. Heute wollte ich nur den berühmten Hamburger Kamin etwas näher ansehen. Problemlos erreichte ich den großen Felsblock, unter ihm hindurch gelangt man zum Einstieg.

6.4.7.2 EIN SICH AUFBÄUMENDE HENGST

  Danach bäumte sich der Kamin wie ein widerspenstiger Hengst, der den Aufstieg unmöglich macht, auf. Noch von der Nachwirkung der Alkohol Nacht beeinträchtigt versuchte ich es trotzdem, wurde aber immer abgeworfen. Es regte sich ein falscher Ehrgeiz eines nicht Zurechnungsfähigen in mir - ich versuchte es immer wieder bis mir der Einstieg gelang. Dabei waren die vorhandenen, noch von Hand geschmiedeter Kletterhaken, hilfreich. Es dämmerte bereits, als ich die von Herrn Adam beschriebene Felsenkanzel erreichte. Doch ich hatte nicht die Muße mich auf ihr auszuruhen, oder mich mit ihr zu bescheiden, es trieb mich weiter. Beim nächsten Überhang geschah es dann - was ich Leichtsinniger provoziert hatte:
 Ich verlor den Halt glitt aus, rutschte die Rinne hinunter und konnte mit letzter Kraft die Erdbeschleunigung besiegen. Nicht ein widerspenstiges Pferd hat mich abgeschüttelt, sondern die eigene Dummheit. Nun hätte ich auch Zeit genug gehabt, um mich auf der Felsen Kanzel auszuruhen. Doch es wurde nicht daraus, der Schock saß zu tief in mir und tief war auch noch der Abgrund vor mir. Erst wenn ich wieder auf sicheren Boden stände - würde ich Ruhe finden.

6.4.7.3 DER PEINLICHE RÜCKZUG

  In der Wand wollte ich keinesfalls bleiben, das Wetter könnte umschlagen und dann würde es noch brenzliger werden. In der mühseligen Kleinarbeit der Selbstsicherung mit dem Seil, dabei ergibt sich zwangsweise immer der zweifache Weg, trat ich den Rückzug an. Teilweise fanden sich im Kamin auch noch mehr alte Haken denen ich mich anvertraute. Die Nacht war angebrochen, der Sternenhimmel und der aufgegangene Halbmond erhellten mir den dunklen Kamin. Der Vorteil eines engen Kamines ist auch der, man kann sich bei Grifflosigkeit darin verspreizen. Diesmal vermied ich es peinlichst mit irgend einem Licht zu hantieren, denn dafür hatte ich bereits mein Lehrgeld schon in der Zinnoberrinne gezahlt. Langsam dafür aber um so sicherer gelangte ich wieder zum Einstieg, unter dem Felsblock verbrachte ich, einem Bündel von seelischen Elend gleich, die verbliebene Nacht.

6.4.7.4 KAMPF DER WETTERFRONTEN

  Ein blaues Auge einige Abschürfungen und eine zerrissene Lederhose, das war die sichtbare Bilanz des Vortages. Unterhalb des Wandeinstieges steckte, wie ein Wegweiser, auch der mir aus dem Kamin entfallene Pickel. Mir war es als ob eine Ewigkeit an mir vorbei gegangen wäre - und doch war nur eine Nacht vergangen. Meine ganze Bewunderung galt denen die den Hamburger Kamin bereits bestiegen haben. Die einzige Frau davon dürfte wohl die Frau Adam gewesen sein.
  Doch was war mit mir geschehen? War ich nicht mehr in der Lage vom Kamin Einstieg nach unten steigen zu können? Als Folge des Schocks beherrschte mich nun, wider jeder Vernunft, die Angst.
 - Oft habe ich mich lustig gemacht über Leute denen die Trittfestigkeit gefehlt hat, nun stand ich selber mit schlotternden Beinen da. Wo ich Gestern problemlos zur Wand hin stolziert bin, da sollte ich heute scheitern? Mit allen schönen Vorboten begann ein neuer Tag. Es entwickelte sich ein faszinierendes Wetterbild: Von Osten schien die Sonne, von Westen her zog eine Gewitterfront auf, über dem Ennsboden prallten die beiden Gegensätze zusammen. Zuerst sah es aus, als ob die dunklen Wolken die Oberhand bekämen, doch die Sonne erwies sich als stärker und es kam zu Schönwetter. Mein Trauma war überwunden - unten im Wald traf ich dann zum Abschied noch mit einem großen Rudel von Wild zusammen. Vom Talboden des Ennstales blickte ich noch einmal zurück auf den Hamburger Kamin.
auf ab Weißrinne Kamin Besteigungs Versuch Biwak Hamburger Kamin Wandfuß Sonne 06. - 07.06.92
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6.4.8 DER HAMBURGERKAMIN

  Durch die Weißrinnscharte von der Schartenspitze getrennt, steht als westlicher Eckpfeiler der Jausengrube jenes schnee- und trümmererfüllten Kares unter den Südabstürzen des Grimmings, welches auch das sagenumwobene Grimmingtor birgt, die Untere Weißrinnspitze. Nur wenige wissen von ihrem Vorhandensein. Vom Ennstal erscheint es, als ob sie ein Teil der Schartenspitze wäre und auch die Einheimischen kennen sie nur als Stutterer Lahnwand.
  Und doch führt auf sie einer der reizvollsten Kletterwege des Grimming Gebietes, der Hamburger oder Südkamin, der einen Vergleich mit den genußreichen Touren im Gesäuse oder Dachstein durchaus nicht zu scheuen braucht. Peter- und Paul Tag! Wer irgendwie kann, geht heute auf die Alm oder strebt einem Gipfel zu. Mein junger Kamerad und ich wanderten den schönen Steig empor, der von Oberstuttern zum Grimmingtor führt.

6.4.8.1 DIE SAGE VOM GRIMMINGTOR

  Wenn wir uns beeilen, können wir die Jausengrube noch erreichen, bevor die Kirchenglocken von Irdning zur Wandlung läuten. Dann nämlich, so behauptet die Sage, öffnet sich für eine kurze Zeitspanne das steinerne Tor und man kann einen Blick auf die Schätze und Kostbarkeiten tun, die seit urdenklichen Zeiten hier im Schoß des Berges ruhen.
  Doch leider wird nichts daraus! Denn unser Weg führte über einen Erdbeerschlag und da die köstlichen Beeren so verlockend rot leuchteten und ihrer so viele waren, hebt ein herzhaftes Schmausen an und erst als das Geläute der Kirchenglocken von Irdning an unser Ohr dringt erinnern wir uns, dass wir längst oben im Kar sein sollten. Durch Buchenwald, später durch Latschenfelder führt das Steiglein empor, bis schließlich die Jausengrube erreicht ist. Über Geröll und Schroffen geht`s dann links abwärts vorbei an blühendem Almrausch und Bergastern die sich im Winde wiegen. Bis wir uns unmittelbar unter dem Kamin befinden der sich in der Form eines leicht gekrümmten F durch den ganzen Südabsturz der Weißrinnspitze zieht.
 Eine rasendurchsetzte steile Rinne die oben von einem mächtigen Block versperrt ist unter dem man jedoch durchschlüpfen kann, bringt uns zum Einstieg.

6.4.8.2 DER KLETTERKAMIN

  Hier heißt es, Seil und Kletterschuhe aus dem Rucksack holen. Gleich die erste Seillänge, ein überhängender Riß, verlangt Kraft und Beherrschung der Rißtechnik und dann geht es weiter. Jede Seillänge ist anders als die vorhergegangene. Verflacht sich der Kamin zuerst zu einer griffarmen Verschneidung, so bäumt er sich bald darauf wieder steil auf und schließlich gilt es einen Überhang zu überwinden. Einer kleingriffigen Plattenstelle folgt ein Riß und dann sperrt wieder ein Klemmblock den Weiterweg dem Dank der wunderschönen Griffe mittels Klimmzug nicht allzuschwer beizukommen ist.
  Jedesmal, bevor das 30 m Seil abgelaufen ist, findet sich ein idealer Sicherungsplatz und nie wird die Kletterei eintönig oder langweilig. Schließlich führt ein Band ein paar Meter nach links auf eine kleine Felsenkanzel, einem prachtvollen Rast und Aussichtsplatz. Die ganze Kette der Niederen- und Hohen Tauern, vom Bösenstein bis zum Glockner liegt vor uns, vom Dachstein und der übergossenen Alm grüßen gleichfalls die Firnfelder herüber.
  Der Weiterweg erfordert wieder etwas mehr Kraft. Der Kamin verengt sich stellenweise zum Riß und gliedert sich in ungefähr gleichhohe Absätze, die am besten stemmend bewältigt werden. Dass man sich dabei mit dem Rücken bald gegen die rechte, bald gegen die linke Begrenzungswand stemmt, ist das Geheimnis dieses Weges, der mit überraschenden Lösungen schwierig aussehender Kletterstellen keineswegs kargt. Wenige Meter unterhalb der Scharte in welcher der Kamin endigt, befindet sich ein markanter Sicherungsblock.
  Hier verläßt man ihn nach rechts auf einer Hangeltraverse und erreicht in steiler, ausgesetzter Plattenkletterei, die eine Ähnlichkeit mit den Maischberger Fasseln in der Hochtor Nordwand aufweist, den Westgrat.

6.4.8.3 DER WEISSRINNSPITZ GIPFEL

  Etwa 30 Meter geht`s nun unschwierig auf den Grat zum Gipfel den ein Steinmann ziert. Das im Jahre 1934 hinterlegte Gipfelbuch weist nur wenige Eintragungen auf, doch sind Namen von gutem Klang darunter.
  Schön ist der Blick auf den Grimming Südgrat mit seinen zackigen Grattürmen und der sich steil aufbäumende Kante in ihrer prachtvollen Linienführung, die das Herz jedes Kletterers begeistert. Auf der Jausengrubenleiten äsen Gams, die dort kaum jemals von einem Menschen gestört werden. Sonst ist weit und breit kein Lebewesen zu sehen, nur der Ton der Herdenglocken dringt leise in unsere Einsamkeit.
  Für den Abstieg gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist wohl nach Südwesten. Im oberen Teil geht es über gut griffigen, steilen Fels zum Ostgrat. Durch eine Latschengasse, gelangt man in eine Steilrinne, aus der wir knapp vor dem letzten Steilabbruch nach rechts queren.
  Ein schönes Band führt zum Abseilhaken. Über eine 15 Meter hohe Abseilstelle und leichte Schroffen erreichen wir wieder das Steiglein das uns zum Einstieg brachte. 4 Stunden rechnet man für den Anstieg so, dass man an einem solchen langen Sommertag richtig bummeln kann. Schließlich langt die Zeit auch noch zu einem Bad in den kühlen Fluten der Enns. Gleich ist alle Müdigkeit verschwunden und nur die Erinnerung an eine genußreiche Bergfahrt bleibt zurück.
Toni
> Pürgg ÖAV Juli 1948 Heft 7

6.4.9   S C H R I F T V E R K E H R

6.4.9.1 HAMBURGERKAMIN