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Wissenswertes, Historisches u. Erlebnisse über um und auf dem einzigartigen steirischen Felsmonolith
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  > GIPFELBÜCHER   KAISER † ÖAV Träger 
GRIMMING Kreuz Chroniken Kaiserkreuz ÖAVKreuz [40 JAHRE GRIMMING - GIPFELKREUZ 1994 Meßandacht] Kreuzträger GIPFELBUCH Kutscherwände ÖBRD Einsatz Helden im Fels Berg Heil Bergrettungs Einsatz Verliebt Heimatland GRIMMINGKREUZE Harald Mayer Gipfelgleichheit Zeit Ewigkeit Klugheit Gipfelmänner Einsamkeit Blumen Wer geliebt Gottes Erde Glücklich Betörende Heimat Abstieg mit dem alten Kaiserkreuz Morgen Gib jeden Tag Bergheimat Hoch droben Trautenfels Grenzen Adam Gedenkgang Grüß Gott Der Himmel blau Wintereise Hunger Gesundheit Gipfelglück Bergsteigen Gipfelbuch Grimming Menschen Der erste Tag Freier Geist Grimming Wandern Grimming Oh Gott Gepriesen sei Gott Dem Gipfel entgegen Eine andere Meinung
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DAS KAISER LENAU GIPFEL KREUZ am KRIPPELBERG  in Schattendorf
    DIE KREUZ CHRONIK GRIMMING^

KRIPPELBERG 331 m  Nr.1
Ein sanfter Bergrücken über den Weingärten an der ungarischen Grenze, die höchst Erhebung der Krippeln in Burgenland.

Das KRIPPELBERGKREUZ
  Es steht am sogenannten Krippelberg in 351 m Seehöhe. Dieses Kreuz wurde 19850803 in einer Schlucht unter des Grimming, ein Gipfel des Dachstein Grimmingstockes, von Stefan > einem gebürtigen Schattendorfer und - einem Steirer gefunden. Es war das alte Grimming Gipfelkreuz welches im Jahre 1903, anläßlich des 55 - jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef, in 2351m Seehöhe aufgestellt wurde, und bis 1954 dort stand. 1985 wurde es von dem Schattendorfer Baufachmann Josef Schefberger † 2001 restauriert und hier aufgestellt. Am 19880813 wurde es vom damaligen Herrn Hochwürden Pfarrer Prets feierlich eingeweiht. Bildstockwanderung > der 3. Klasse der Volksschule Schattendorf.

Kreuzaufschrift KAISER RÖHRENKREUZ LEGENDE

  • 19030901 Angefertigt von R. Wolff aus Untergrimming, wurde es am Grimminggipfel in 2351 m Höhe aufgestellt, zur 55 jährigen Regierung, Kaiser FRANZ JOSEF`S von Bürgern der steirischen Gemeinden Pürgg und Neuhaus unter ihnen auch Herr ADAM der Vater des Mannes der diese Informationen den Kreuzaufstellern gab.
  • 19540905 Es mußte das alte Kreuz einem neuem weichen und wurde in einer Felsspalte abgelegt wo es 31 Jahre später gefunden und geborgen wurde.
  • 19850903 Gefunden von > und Stefan > am Grimming B.Mayer hat es verkleinert wieder hergestellt und im Juli 1988 von der Steiermark ins Burgenland gebracht als verbindendes Glied dieser 2 Bundesländer hier am Krippelberg aufgestellt und geweiht am
  • 19880913 Der Höhenunterschied Grimming - Krippelberg beträgt genau 2000 m >
  ZUFÄLLE
  • Der 186. Geburtstag von Nikolaus Lenau 1802-08-13 - 1895-00-822, dem Schirmherrn des Kreuzes, hat den gleichen Tag und das gleiche Monat des Datum der Kreuzeinweihung.
  • Der Grimming mit 2351 m und der Krippelberg mit 351 m haben eine Höhendifferenz von 2000 m.
  • Am 1937-08-13 um 11:00 machte Nikolaus Lenau folgende Eintragung in sein Tagebuch: Lenau >

DIE MUTTER NIKOLAUS LENAUS

  Es war der Tag meiner Geburt. Meiner Mutter war dieser Tag vor 35 Jahren ein banger und froher wie kein anderer, denn meine Geburt war äußerst schmerzlich und gefährlich, und ich war ihr vom ersten Augenblick meines Lebens das Liebste. Sie ist längst begraben. Sie hat mich zurückgelassen als dein vorbestimmtes Erbe. Du darfst es nicht antreten und dennoch habe ich auf dein Leben einen gewaltigen Eingriff getan; vielleicht ist es in Trauer gewandelt. Meine Mutter ist schuldlos daran. Sie wird sich aber freuen an unserem Unglück, an unserer Liebe. Es ist mir doch sehr wohl dabei, so heimlich für dich zu bluten. O du liebes gewaltiges Weib meiner unglücklichen Liebe! Lenau >

DAS GEDENKEN
  • Zum Gedenken seien auch einige andere Personen genannt welche am Grimming den Tod fanden.
  • 1944-10-00 Hanni Krenn hat vor der Einberufung als Luftwaffenhelferin den Grimming bestiegen und ist seither verschollen
  • 1948-06-20 Bergführer Resch und Meier bei Hilfeleistung verunglückt.
  • 1965-09-19 Kreuzaufsteller Schartenspitze Jürgen Ewers abgestürzt, seine Umshaus Braut erfroren.
  • 1900-05-06 Alpine Sonderleistungen Pfandl wurde mit einem Fuß von Maischberger durch die nördliche Schneegrube geführt.
  • 1988 Kreuz - Kupfertafel angefertigt von Stefan Schefberger
  • Der Roman Grimmingtor wurde durch die steirische Dichterin Paula > Weltliteratur.

Das KRIPPELBERGLIED > >

SAAT in Sonne und Regen,
Sein Werk wogende Ähren
Gereift auf stürmischen Fähren
Und auf dornigen Wegen.

Kreuzaufstellung 198806 im Gedenken an Nikolaus Lenau Gipfelbuch hinterlegt <1>

Lieber GOTT wir danken Dir
Dass die Neger hungern und nicht wir.
Anonymus

Kreuzweihe mit mit Nilolaus Lenau Gedenkfeier Öblarner Berg Musik 1988-08-13 <2>

AN DEN TOD

Wenn`s mir einst im Herzen modert,
Wenn der Dichtkunst kühne Flammen
Und der Liebe Brand verlodert,
Tod dann brich den Leib zusammen!

Brich ihn schnell, nicht langsam wühle;
Deinen Sänger laß entschweben,
Düngen nicht das Feld vom Leben
Mit der Asche der Gefühle. Nikolaus Lenau >

  HERBST Die Blätter beginnen sich zu färben, die Schöpfung zeigt sich in voller Pracht, in den Weingärten ist Lesezeit.-Der Sonne Lauf wird kürzer, die Schatten der Nacht dehnen sich, ein Zeit zum Heimgang, in die Ewigkeit und eine Einkehr in sich selbst. Was ewig bleibt ist der Kreislauf in dem sich alles ändert ein ständiges Werden und Vergehen und die Spanne dazwischen ist das Leben.  Dankwanderung 1988-10-13 <3>

Wünsche unvergolt`ner Qualen
Um die WAHRHEIT bedecken,
Ist eine Rechnung ohne Zahlen
Um ein Feuer zu verstecken. SW Gipfelbuch Behälter am Kreuz befestigt
Mit Stefan >1989-02-26 <4>

Nr.2

ERINNERUNG an den LENAUKREUZAUFSTELLER Herrn JOSEF SCHEFBERGER >  KREUZERRICHTUNG ^

RUHM und Geld,
Dünen im Sand,
Wellen im Wasser
Sind ohne Bestand.
SW Gipfelbuch erneuert
Baumgarten Herrentisch 19981231 Berg Heil Berg frei  <5>

Schöne Grüße von Jaquehre Heino und der kleinen Angi Prosit Neujahr 1999-01-01

Wir haben den KRIPPELBERG gepflegt wie ein Kind, er ist unser ein und alles. 
KRIPPELBERG  wir lieben dich Vanessa R.I.P. 1999-05-21

Alle Jahre wieder kommen wir hierher die Krippels aus Pottenstein 2001-10-26

Es gibt ihn also wirklich den KRIPPELBERG !
Ulrike Sauer geborene Krippel aus Wuppertal in Deutschland und Ingo Sauer 2002-10-21

Die Krippel's aus Pottenstein besuchten auch heuer, so wie alle Jahre,  wieder am Nationalfeiertag den KRIPPELBERG.
Diese uns lieb gewonne Tradition werden wir noch lange fortsetzen. Fam. Karl Krippel 8 Personen 2002-10-26

Wir sind heute nach einiger Irrfahrt bei unserem WAHRZEICHEN - welches wir noch
in Natura auf dem Grimming erblickten, hier eingetroffen. Es kommen Erinnerungen hoch.
Adi Kolb mit Dorli und Martin aus Steinach Stmk. Hans Wiesnnegger
> > und Anneliese Oberzeiring Irdning

Nr.3
Das LEBEN ist zu kurz für ein langes Gesicht,
Gipfelbuch erneuert Schattendorf 2003-11-12  Berg Heil Berg frei <6>

L E G E N D E  EIN AUSGEDIENTES GIPFELKREUZ

  Auf der Suche nach Schnee, für die Trinkwasser Zubereitung, begab ich mich zu den sich nördlich, unter dem Gipfel des Hohen Grimmings befindlichen, Felsspalten. Doch welches eigenartige Rohrgebilde lag denn da, halb eingebettet im Schnee, auf der Sohle in einer dieser Spalte? Es mußte etwas ganz Besonderes gewesen sein! Um der Sache auf den Grund zu gehen holte ich den Bergfreund Stefan Schefberger zu Hilfe. Unter der Anwendung der Hebelwirkung, zogen wir mit vereinten Kräften das Unbekannte aus dem Schnee. Es war ein Röhrenkreuz, teilweise waren noch die Seile mit den Spannschlößern daran befestigt, nun bestand kein Zweifel mehr; wir hatten hier ein ausgedientes Gipfelkreuz gefunden.
  Friedlich hat es hier, als Bote einer längst vergangenen Epoche und als Künder der Vergänglichkeit, gelegen. Einst, ja einst da stand es im Glanz der Sonne, im Getöse der Gewitterstürme und im Kreislauf der Jahreszeiten auf dem Hohen Grimming, der höchsten Grimming Erhebung. Sa 1985-08-03

DER EHRENPLATZ

  Geschätzte Grimming Freunde! Wir stehen hier bei einem sehr schönen Gipfelkreuz, wir sollten aber nicht auf das alte Gipfelkreuz vergessen es ruht in einer Felsspalte nördlich unterhalb des Gipfels. Es wurde einst mit sehr viel Liebe und Idealismus angefertigt, es wurde mit sehr viel Mühe auf den Gipfel getragen und aufgestellt. Für dieses Kreuz wäre ein Ehrenplatz sicher gerechtfertigt. Mit diesem Kreuz liegt auch sehr viel Historisches im Felsengrabe. Ich danke für ihre Aufmerksamkeit. Karl Reiterer Gedenken am Hohen Grimming Gipfel Auszug 1985-08-18

DIE ZINNOBERWAND RINNE

  Die Alpinisten die sich für die Erstbesteiger der Zinnoberrinne hielten, hatten sicherlich keine Ahnung davon, dass vor ihnen schon Jäger einen ähnlichen Weg genommen hatten. Am 19081106 erstieg Damberger mit T. Fischer und R. Wankmüller den Grimming durch die Zinnoberrinne. Sie kletterten in der Schlucht nach Umgehung eines Absatzes nach rechts bis zu einem großem Überhang empor und stiegen dann links heraus in eine Rinne, bis sie sich in der Schlußwand verlor. Ein kurzer Quergang nach links brachte sie auf die rasendurchsetzten Schrofen des Jausengrubenbauches und weiter zum Gipfel.
  Ungeheure, pralle Wände umschließen den Hintergrund der Großen Jausengrube. Nur rechts kommt von der Spitze des Grimmings in der Form eines doppelt seichten S eine rote Riesenschlucht, die Zinnoberrinne, herab. Ein mächtiger Schuttkegel an ihrer Mündung deutet auf häufigen Steinfall hin, ein Stück weiter aber ist die Rinne ersteiglich. Links von ihr wölbt sich der Jausengrubenbauch, ein ungegliederter breiter Rücken. Er ist von der Grimmingscharte weit hinunter mit grünen Gamsgärten bewachsen, und diese Rasenplätzchen und Polster ziehen sich auch in die Zinnoberrinne hinein. Rechts von der Zinnoberwandrinne springt dann der Südgrat des Großen Grimmings hervor. Quelle: Mons Styria altissimus Dr. Fritz Benesch
>
  Aufgang bei sommerlichem Schönwetter zur Jausengrube und Einstieg in die Zinnoberrinne, um 16:00. Weiterstieg am Schuttkegel, dann auf dem Altschnee der Schlucht und schließlich nach links in den Jausengrubenbauch ausweichend zur Scharte und am Höhengrat zum Grimming.
  Zerlegung des alten Kreuzes und Wurf in die Zinnoberwandrinne, Biwak Nächtigung. Abstieg mit den Kreuzteilen durch die Zinnoberwand Rinne zur Jausengrube. Trotz der Abschüssigkeit der Wandrinne, blieben die Teile des Kreuzes immer wieder irgendwo, oft auch an schwer zugänglichen Stellen, hängen und erforderten dann wieder einen weiteren Anstoß. Ganz plötzlich, vor der Rinnen Steilstufe unterhalb des Mittelteiles, trafen mich dann die Vorboten einer Steinsalve. In jeden Menschen schlummern ungeahnte Fähigkeiten von denen die meistens ungenützt bleiben. Wenn es um dem gewaltigsten Trieb, das nackte Überleben geht, kann man sogar über den eigenen Schatten springen. Wie eine aufgescheuchte Gemse sprang ich aus der Rinne über die steile Böschung empor, um dem Gefahrenbereich zu entkommen.
  Die Zinnoberwand Rinne beginnt auf der westlichen Seite des Grimmings und endet mit einem Schuttkegel in der Jausengrube. Am Gipfel baut sie sich, mit jäh abfallenden Platten des Dachsteinkalkes und dazwischen liegenden losen und verworfenen lehmigen Schichten, auf. Es ist zu erkennen: – Hier ist allerhand in Bewegung geraten und hier wird auch weiterhin noch viel in Bewegung bleiben.
  In der Jausengrube liegen ja auch schon genügend Abbruchstücke vom Gipfel. Diesen direkten Weg für den Abtransport des alten Gipfelkreuzes zu verwenden, war für mich sehr verlockend gewesen. Allerdings, vom Volumen und von der Form der Kreuzteile her, gab es doch ein unterschiedliches Fallverhalten zu den Gesteinsblöcken. Wenn die einmal in Bewegung sind, sind sie nicht mehr zu halten und nehmen alles mit was sich Ihnen entgegenstellt. Im Zeitlauf der Jahrtausenden entstand dadurch die eingefurchten Bahn der Rinne.
  So einfach: 
Oben abwerfen, unten herausholen, wie ich es mir insgeheim erhofft hatte, verlief es nun aber doch nicht, – obwohl der erste Kreuzwurf schon beträchtlich gewesen war. Auch die weiteren Etappen des abfallenden Kreuzweges gingen flott von statten.
  Am Helm war eine Telle entstanden, die Lederhose wurde am Hinterteil etwas aufgerissen aber lediglich am rechten kleinen Finger hatte ich eine oberflächliche Fleischwunde. Stark begangenen Kletterrouten habe ich in den frequentierten Zeiten stets gemieden, in den Schluchten habe ich bewußt die Ränder vorgezogen, diese Taktik hat sich immer bewährt. Nun auf dem in übermenschlicher Geschwindigkeit erreichten, vor Steinschlag sicheren Platz beobachtete ich das Ereignis in der Wandrinne: - Ein sich steigernder Steinehagel begann, ein Zischen ein Schlagen der Steingeschoße, Querschläger sausten ballartig zwischen den Begrenzungswänden der Rinne hin und her. Folgende große Brocken kollerten faßt unabgelenkt die Rinne hinunter, der Abschluß war meistens ein loses, sich wie Wasser über die Steilstufen ergießendes, Schuttgeschiebe.
  Das Schönwetter vom Vortag hatte angehalten, die Sonneneinstrahlung, in die südliche Zinnoberwand, hatte sicher ihren Teil zu den Turbulenzen beigetragen. Das Höllenspetakel wiederholte sich in verschiedenartigen Intervallen, oft ging es pausenlos weiter, dann wieder traten Abstände mit fast einer Stunde Dauer ein. Noch immer lagen die Kreuzteile in der Rinne, nun waren sie auch vom Schutt bedeckt, noch immer hoffte ich: - Ein Steinbrocken würde
sie über die Steilstufe hinab, zum Beginn des Altschnee befördern.
  So verharrte ich in Gedanken versunken, – währenddessen ich das Geschehen in der Rinne betrachtete. Die Sonne stand schon sehr tief, in der Rinne hatte sich schon lange nichts mehr getan, da wagte ich einen Vorstoß. Kaum hatte ich die Kreuzteile aus der Gefahrenzone und war selbst schon vor dem Ende der Steilstufe angelangt, als das Inferno von neuem begann:
  
Alles spielte sich dann in Bruchteilen von Sekunden ab, - mit einem gewagten Sprung stürzte ich mich kopfüber hinab und landete in einem horizontal geschmolzenen Schneeloch, währenddessen noch einige Steine wie Geschoße die Sohlen meiner Schuhe trafen. Mein Seil ließ ich in der Rinne zurück und habe es mir auch später nicht mehr geholt.
  Der nächste Teil des Weges, bis zum beginnenden Schuttkegel, war dann gefahrlos, jedoch mußten die Kreuzteile immer wieder aus den vom Schmelzwasser gebildeten Klüften geborgen werden. Bei dieser Aktion ließ ich mir Zeit, ehe ich mich versah war es finster geworden, ohne mir dabei Gedanken zu machen verwendete ich die Kopflampe. Wegen der Dunkelheit verschob ich, am beginnenden Schuttkegel, den Kreuztransport auf den nächsten Tag.

TRAUM ODER WIRKLICHKEIT?

  In der Jausengrube, im Schwebezustand zwischen Wachen und Schlafen, friedlich im Zelt liegend,- hörte ich plötzlich von den Felswänden her Schreie. Traum oder Wirklichkeit? Diese Frage der Ungewißheit nahm mich gefangen. Einerseits hallten deutlich vernehmbare Stimmen, andererseits zwang mich aber die Vernunft sie nicht wahr zu haben. - Ich erinnerte mich an eine Nacht in dem Biwak der Zinkwand; damals hatte es eine Maus, die an den Riemen meines Helmes knapperte, zustande gebracht mich in Angst und Schrecken zu versetzen.
  Etwas später erschienen die Umrisse von zwei über das Schneefeld der Jausengrube gehenden Gestalten, nun waren alle Zweifel beseitigt. Nachdem ich mich zu erkennen gab, erfuhr ich auch von meinen nächtlichen Besuchern die Ursache ihres Erscheinens. In der am Fuße des Grimmings liegenden Ort Diemlarn hatte ein Maibaum umschneiden stattgefunden. Das zeitweise Aufleuchten meiner Kopfleuchte, wie es sich beim Suchen und Beförderung der Kreuzteile in der Zinnoberrinne eben ergeben hatte, wurde irrtümlich als Bergnot Zeichen ausgelegt.
  Die beiden ortsansässigen Jungjäger sind der Bergrettung vorausgefahren, Dank Ihrer Hilfe konnte dann die gestartete ÖBRD Rettungsaktion frühzeitig abgebrochen werden.
> Aufstellung Wie sensibel die Zinnoberwand Rinne ist habe ich dann auch später beim Toni Adam Gedenken, in der Jausengrube vor dem Grimmingtor wahrgenommen: – Allein nur der Trompetenschall reichte schon aus um einen Steinschlag auszulösen. Zu guter letzt ließ ich es mir nicht nehmen, in der sich gebührender Bemessung der Abgeltung für den Einsatz, meinen Dank der Bergrettung persönlich zu überbringen.
  ⇑Espang Grimmingtor-Wand Grimming Gipfel Biwak Sonne Fr 21. Zinnoberwand Rinne mit Kaiserkreuz Biwak Jausengrube Sonne 22. Abstieg bei brütender Hitze Sonne 1987-08-23

DIE KREUZBERGUNGS VERSUCHE

  Anstieg bei Schönwetter, ein schöner Anblick einer Gemsin hatte ich vor der Jausengrube. Erstmals sah ich von diesem Ort mit freiem Auge das Gipfelkreuz des Grimmings und der Schartenspitze, denn auf den schneebedeckten Gipfeln hoben sich die dunklen Kreuze deutlich ab. Der Versuch die Kreuzteile zu bergen, war ohne Erfolg. Christtag 1987-12-25
  Schönwetter, mit Hilfe eines Fotos vom Kreuzliegeplatz versuchte ich die Kreuzteile zu finden. Mit einer Sonde, angefertigt aus meinen Schistöcken, glaubte ich sie zu orten, doch es waren Gesteinstrümmer gewesen. Meine Bemühungen waren groß aber vergeblich. Silvester 1987-12-31
   Aufstieg zur Jausengrube, sie war von Schneelawinen gefüllt oder besser gesagt übergelaufen, an eine Bergung der Kreuzteile war deshalb nicht zu denken. Chr. Himmelfahrt 1988-04-12
  Die Kreuzteile waren immer noch nicht auffindbar und ich machte mir schon Sorgen, ob ich sie überhaupt noch fristgemäß bis zum Nikolaus Lenau Gedenken am Krippelberg finden würde. 1988-05-06
  Regenwetter, die Kreuzteile waren noch immer nicht zu bergen. Do 1988-06-10
  Der Blick vom Weißrinspitz ergab: – In der Jausengrube hatte der Schnee schon teilweise den Rückzug angetreten, größtenteils befreit vom Schnee lag auch die Jausengruben Anhöhe unter mir, die Zeit zur Kreuz Wanderschaft war reif geworden. 
1988-06-11

KREUZWANDERSCHAFT

   Es regnete in Strömen, ich schob mein Fahrrad am Forstweg hinauf, der Regen konnte mir meine Hochstimmung nicht verderben, denn ich fühlte es, dass der Schnee das Kaiserkreuz freigegeben hatte. Unmittelbar vor mir wechselte eine Hirschfamilie, dies hatte mich zuerst etwas erschreckt, dann aber erfreut. Nach dem Verstecken des Rades hatte der Regen abgenommen, nach einem beflügelnden Stieg, stand ich bald darauf bei den verbeulten Blechröhren des Kreuzes. Leicht wird es sicher nicht werden aus diesem Schrott wieder ein Kreuz anzufertigen!
  Schnell wurden alle Teile am Seil aufgefädelt, mit diesem Kreuzwurm an der Leine, der teilweise gezogen werden mußte, aber auch bei steilen Gelände voraus kollerte und zu bremsen war, ging es abwärts. Im Vergleich zum Steinschlag war es ein lustiges Gepolter dessen Echo in der Zinnoberwand widerhallte.
  Irgendwie brachte ich es zustande alle Kreuzteile am Fahrrad zu befestigen, und die einzige Anstrengung der Talfahrt war, die ständige Betätigung der Bremsen. Als ich beim Auto eintraf kam auch die Sonne zum Vorschein. Noch nie hat mir etwas so große Freude bereitet wie die Fahrrad Fahrt mit dem Kaiser Kreuz, niemals möchte in meiner Erinnerung, die vielen schönen Tage und Nächte vermissen die ich deswegen, in allen Jahreszeiten, in der Jausengrube verbracht hatte.
 1988-06-18

DER ALTE JÄGER VOM GRIMMING

  Ich hatte die Kreuzfragmente gerade im Auto verstaut, da kam ein Jäger mit dem Moped daher. Er fragte mich: - Sind sie der Mann von der Zinnoberrine? Ich kannte damals diese Rinne noch nicht namentlich, es ergab sich daraufhin ein längeres Gespräch.
  Er hatte die einstige, nächtliche Rettungsaktion für mich für überflüssig gehalten: - Denn wer sich in die Zinnoberrinne wagt, der müsse auch eine Freinacht im Sommer überleben können, und im übrigen hätte er am nächsten Tag diesen Narren ohnehin herunter geschossen, war sein Kommentar. Damals wurde ihm durch das viele Geschrei das Wild im Revier vertrieben.
  Der gute Waidmann hätte mich wohl sicher entgeistert angesehen, wenn er mich mit dem an meinem Fahrrad befestigte Blech Gerümpel, am Forstweg fahrend, getroffen hätte.
  Wir kamen auch auf meinen gestorbenen Onkel Willi der zum Schluß in Niederstuttern gelebt hat, zu sprechen. Obwohl Willi, der auch einst Hüttenwirt der Häuselalm am Hochschwab war, nach dem Tod seiner Frau nur einige Jahre im Ennstal lebte, war er dort sehr beliebt. Zu seinem Begräbnis nach Kapfenberg, hat ihm sogar der Bürgermeister von St.Martin, mit einer Delegation, die letzte Ehre erwiesen.

DIE NEUGIERDE

  Die Fragen der Neugierigen habe ich immer schon, wie der Teufel das Kreuz, gehaßt. Sie sind auch, so wie die nie endend wollenden Grabreden, von entlarvender Peinlichkeit. Die Neugierde hat mit Anteilnahme und Interesse nichts Gemeinsames, sie ist wie jede Gier ein ausufernder Trieb. Besonders rücksichtslos sind auf diesen Sektor die Medien, die von den Schicksalsschlägen getroffenen Menschen werden vor die Kamera gezerrt und rücksichtslos befragt.
  Oft kann eine Gegenfrage oder eine verwirrende Anwort vor der Neugierde schützen. Allerdings können Leute deren Neugierde nicht befriedigt wird, gefährlich wie Trieb Verbrecher sein, und zu ewigen Feinden werden.
  Am Hochgolling hat mir einst ein alter Bergknappe eine Episode erzählt: - Um sich vor einem Gewitter zu schützen ist er einmal, nachdem er an der Grundmauer Steine weggeräumt hatte, in eine alte Jagdhütte eingedrungen. Er hatte sich's dort gerade gemütlich gemacht, als der Jäger kam. - Wie bist du herein gekommen? Schrie dieser ihn an. - Ich habe dich auch nicht gefragt wie du hereingekommen bist! Antwortete der Bergkumpel.
  Man geht mit den gebrochenen Schi durch den Ort: – Hast du die Schi abgebrochen? Wird immer gefragt. Die Antwort kann also nur heißen: - Nein du siehst doch es ist der Fuß.

DAS WANDERN

  Das Wandern, ja das Wandern, schlicht fast dürftig kommen sie daher geflogen, die fünf Wörter im alten Lied vom Wandern, ganze Welten stecken in ihren unscheinbaren Gewändern. Stürmisch und laut jubelnd, dann wieder mit gedankenschwerer Bedächtigkeit, oder vor sich hin schlendernd mit leichten Sinnen, dann aber auch einmal ausschreitend in festen Schritt und schließlich leise auf den Zehenspitzen gehend und geheimnisvoll nickend.

DIE WEHMUT

  Nachdem ich in Pusterwald in der Steiermark, aus den verbeulten Blechröhren ein doch ganz passables Kreuz angefertigt hatte, kam der Tag der Abfahrt nach Burgenland. Bei der Fahrt mit dem Kreuz über den Semmering überkam mich eine eigenartige Wehmut, die Ausreise aus der Steiermark, mit dem alten Kaiserkreuz vom Grimming, ging dann doch nicht ohne Gefühlsaufwallungen von statten. Es kam mir vor als würde ich ein wertvolles Stück der Heimat in ein fremdes Land bringen. Gefühle und Anwandlungen kommen und gehen, aber was wäre es für ein trostloses Leben ohne sie, und wie bedauernswert sind Menschen ohne Gefühl. Sie empfinden zwar keine großen Leiden, dafür aber auch nicht die großen Freuden.

JOSEF DER KREUZERRICHTER  >

  Bei meiner Ankunft in Schattendorf arbeitete Josef Schefberger in seinem Weingarten, ich bat ihn mit mir die Kreuz Aufstellung vorzunehmen. Es hätte keinen geeigneteren Mann dafür gegeben, seine Ruhe, sein vielseitiges handwerkliches Können aber vor allem einfach seine menschliche Größe, hatte schon immer meine Bewunderung hervorgerufen. Als erstes hatte er mir sofort einen Kreuzplatz auf seinem Eigengrund am Krippelberg angeboten, falls es auf den vorgesehen Platz der Waldgemeinschaft Probleme geben würde.
  Probleme gab es keine, denn ich hatte gute ortsansässige Fürsprecher und überhaupt war der Urbarial Präsident, Franz Reichel
der drüber zu entscheiden hatte, von dem Vorhaben begeistert. Der Sandboden, des angestammten und besten Kreuzplatz am Krippelberg, bot wenig Widerstand als wir das Fundament gruben. Das Kreuz war schnell errichtet, die Hohlräume der Röhren wurde mit Eisen Armierung bewährt und mit Beton gefüllt. Das Material und die Mischmaschine stellte uns die Familie Bernhardt zur Verfügung. Für den Beton Transport benutzten wir Josefs Kleintraktor Marke Tschuterl. Bei jeder Fuhre besuchten wir die Heurigen Schenke um uns mit Wein zu stärken. Der Standplatz vor dem Kreuz wurde von Josef fachmännisch mit dem von mir mitgebrachten, weißen Sölker- und rosa Öblarner Walchen Marmor gestaltet. Der Kreuzwurf war gelungen und wird sicher einige Generationen bestehen bleiben.

DAS WALDBLUMEN VERMÄCHTNIS

  Es freut mich ganz besonders, dass die Bergwanderer, für diese Gedenkstätte, unseren Krippelberg auserwählt haben. Ich erhoffe mir, dass alle, besonders aber die Schattendorfer, wenn sie hier vorbeigehen ihr Haupt vor dem Kreuze neigen und im stillen ein kleines Gebet sprechen. Einen Wunsch hätte ich noch; jeder Wanderer der vorbeigeht solle das Kreuz ehren und wenigstens einmal in der Woche soll das Kreuz mit Waldblumen geschmückt werden, das wäre meine größte Freude. Die Ansprache des Urbarial Präsidenten Paul Reichl gest. bei der Einweihung des Kreuzes.

WIA'S KAISERKREUZ AM GRIMMING ENTSTANDEN IS obersteirisch
Krungl‚s netta a Dörferl so winzi und kloan,
Sand nur etla Häuser, dö stengand am Roan.
Am Fuaß stehns vom Grimma, so liab und so schön,
Willst so a Dörferl wo seg'n, muaßt weit umagehn.

Und mitt'n im Dörferl is a Wirtshäusl a no,
Da drinn is heut lusti, sitzen d' Monnaleut do;
Dö rach'n ehrna Pfeifen und teand diskurieren,
Teand G'schichten vazähln, was in der Welt tuat passiern.

Sö red'n vom Wetta und wia d' Zeiten so schlecht,
Den Oan, den is das‚ in Oan 's Andre nit recht.
Do sogt Oana drauf: Wos wollts denn ös klog'n?
Schauts auf'n Kaiser, was der hot zum trog'n.

Er is jo so guat, möchte an Jed'n Sein's geb'n
Und do tuan so Moanche so feindseli red'n,
Und moachen Eam Kummer, Sorgen und Müah,
Er tuat allweil geb'n, oba gnua kriangn's holt nia.

Do steht Oana auf, ma siacht Eam's scho on,
Doss er vor Zorn schier red'n nimma konn:
"Höll Teufel"! So moant er, "Dos war do nit schlecht,
Wos wa solchani Rackera vielleicht no nit recht?

Mir wernd Eahnas zoagn wia sis a g'hert.
A Lump is a Jeder der'n Kaiser nit ehrt!
Den liabn, den guat'n, der oalls für und tuat,
Den g'hört unser Herz, unser Guat, unser Bluat.

Und zum Zoacha, doss woar is, do gebma jetzt z'soam
Und sammeln und spoar'n bis ma 's Geld beinand hoam."
Aft nimmt er sei Zither, zan spiel'n hebt er on,
Und spielt ani Tanzln, so schö alls er 's konn.

Und d' Dirndl'n, dö singan a recht a schöns Liad,
Zum Herz'n tuat 's geh'n und a zum Gmüat.
So sands lusti und freidi bald bis in die Fruah,
Bis 's Geld beisamm war, grad netta war's gnua.

Jetzt mochens a Kreuz und von Eisen muaß sein,
Aft trog'n 's es am Grimma und setzen 's dort ein.
Do leucht's wohl vo weit'n weit aussi ins Land.
Und Alle, dös seh'n, dö reich'n si d' Hand.

Und ruaf'n vom Herzen doss weihin es schallt:
"Bitt! Himmlischer Vater, unsern Kaiser dahalt"!
Und kimmt a a Wetta, doss dunnert und kracht.
Wanns finster a wird, als wär's bei der Nacht.

Wir halten zum Kaiser, fest wias Kreuz, da ob'n auf,
Und hoff'n vom Herzen, Bald geht d'Sunn wieda auf.
Josef Schwarz Quelle: Grimming Archiv Heimatmuseum Strick Bad Mitterndorf


WIE DAS KAISERKREUZES AM GRIMMING ENTSTANDEN IST ÜBERSETZUNG
Krungl ist ein Dorf winzig und klein,
Nur einige Häuser stehen am Rain.
Am Fuße vom Grimming, so lieblich und schön,
Willst du Gleiches wo sehen, mußt weit umher gehen.

Lustig zu sein im Gasthaus, so ist es der Brauch
Da sitzen die Männer und paffen den Rauch.
Erzählen sich Geschichten und diskutieren
Über alles was daheim und in der Welt kann passieren.

Sie reden vom Wetter und wie die Zeiten so schlecht,
Dem Einen ist dies, dem Anderen ist das nicht recht.
Da sagt einer drauf: Was wollt ihr denn klagen?
Schaut auf unsern Kaiser, was der hat zu tragen.

Er ist ja so gut, möchte jedem das Seine geben
Und doch gibt es so manche die feindselig reden.
Sie machen ihm Kummer, Sorgen und Müh'
Er gibt immer viel aber genug kriegen sie nie.

Da steht einer auf, man sieht es ihm an,
Dass er vor lauter Zorn fast nicht mehr reden kann:
Höllteufel! So meint er, das wär' doch nicht schlecht
Wäre diesen Leuten vielleicht etwas nicht recht?

Wir werden es ihnen zeigen wie sich's gehört.
Ein Lump ist ein jeder der den Kaiser nicht ehrt!
Den lieben, den guten der alles für uns tut,
Ihm gehört unser Herz, unser Sinn und unser Blut.

Herrgott, dass es wahr ist! Wir sammeln und sparen
Und legen zusammen, bis wir das Geld haben
Er nimmt seine Zither, zum Spielen hebt er an,
Und spielt seine Tänze so gut er sie kann.

Die Mädchen sie singen ein besinnliches Lied,
Es ergreift die Herzen und geht in's Gemüt.
Sie sind lustig und fröhlich bis in den Morgen
Das Geld war zusammen und vergessen die Sorgen.

Jetzt machen sie ein Kreuz, von Eisen muß es sein,
Sie tragen es auf den Grimming und setzen es ein.
Dort thront es am Gipfel, weit sichtbar im Land
Und alle die es sehen, die reichen sich die Hand.

Sie rufen vom Herzen, dass weithin es erschallt:
Himmlischer Vater, unsern Kaiser erhalt'!
Kommt auch ein Gewitter, dass es donnert und kracht,
Wenn es auch finster wird, als wäre es in der Nacht

Wir halten zum Kaiser, fest wie das Kreuz droben steht
Und stehen voll Andacht wenn die Sonne aufgeht.

KAISERKREUZ HYMNE DAS KAISERKREUZ AM GRIMMING >
Hymne, Seiner Majestät dem Kaiser Franz Josef den I. gewidmet. Worte von Josef Wierer,
für die Zither componiert von Karl Praschinger Op. 190 langsam, majestätisch.


SCHRIFTVERKEHR

KREUZ AUFNAHMEN Pürgg, 1988-07-08

  Adam an Mayer. Nun kann ich Ihnen auch den letzten Wunsch erfüllen und AUFNAHMEN von der Gipfelkreuz Aufstellung aus dem Jahre 1903 übersenden. Die alten Platten, waren noch tauglich und lieferten noch überraschend gute Bilder. Alle Aufnahmen stammen von meinen Vater 1873 - 1959. Auf der Aufnahme im Querformat, ist er selbst im Bild und hat sich nach der Einrichtung der Kamera am Stativ, noch schnell in die Gruppe gestellt der Mann in der linken Bildhälfte, mit Strohhut und Schnurrbart und leicht abgewinkelten Arm und ließ einen Teilnehmer an der Aufstellungsfeier auf den Auslöser drücken. Auch die Größenverhältnisse, zwischen dem Kreuz und den Anwesenden, kommen gut zum Ausdruck. So hoffe ich, auch meinen Teil zur Kreuzaufstellung am Krippelberg beigetragen zu haben und freue mich, über die Wiedergeburt jenes Gipfelzeichens, zu dessen Entstehung vor 80 Jahren ein Vorfahre der Familie Adam einst den Anstoß gab. Ich freue mich darauf im Anschluß an die Aufstellungsfeier einen Bericht darüber zu erhalten.

KRIPPERL Pürgg, 1988 Ende Juni

Adam an Mayer. Nun wird es allmählich Zeit, dass ich mein gegebenes Versprechen, Angaben über die Entstehung des alten Grimming Gipfelkreuzes zu machen, auch einhalte, denn nur 7 Wochen trennen und noch von Ihrer Veranstaltung am Krippelberg. Welche Dublizität der Namen: Auch Pürgg wurde von Peter Rosegger das Kripperl der Steiermark genannt.

DIE GEDENKTAFEL

  Bezüglich der Anbringung einer Gedenktafel, einer Idee der ich zustimmend gegenüber stehe, hätte ich folgende Vorschläge:
Bergführer Karl Reesch und Franz Maier verunglückt, 1948-06-20 bei einem Bergrettungs Einsatz am Grimming, Jürgen Ewers Schartenspitze Kreuz Aufsteller, Trude Umshaus verunglückt 1965-09-19 Ewers stürzte ab sein Braut Umshaus erfror kaum 10 Minuten vor der Biwakschachtel, Oblt. Baron Simbschen, bestieg vermutlich als erster Nichteinheimischer den Grimming.
  Thomas Maischberger, Erstbesteiger der Hochtor Nordwand Maischberger Fasseln er bestieg, am 19000506 als Beinamputierter mit Dr. H.Pfandl den Grimming bei winterlichen Verhätnissen durch die nördliche Schneegrube.
  Hannerl Krenn aus Pürgg, die 1944
im Oktober, vor ihrer Einberufung als Luftwaffenhelferin, nochmals den Grimming bestieg, aber nicht mehr zurückkehrte. Außer der Gipfelbuch Eintragung und Schuhabdrücke im Schnee, wurde keine Spur mehr von ihr gefunden. Damit glaube ich, mein Versprechen, Informationen bezüglich des alten Grimming Kreuzes zu geben, eingehalten zu haben, bin aber gerne bereit fehlende Auskünfte, soweit diese noch erforderlich und dazu auch von meiner Seite die Möglichkeit besteht, zu geben.
  Wenn ich Glück habe erhalten Sie auch noch ein Foto vom alten Gipfelkreuz. Ich habe nämlich das Negativ eines im Jahre, 1903 mit einer Plattenkamera aufgenommen Bildes, vom Gipfelfeier gefunden und werde versuchen ein brauchbares Bild zu erhalten. Es fragt sich nur, wie das Negativ die 85 Jahre überstanden hat.
  Übrigens. Von Nikolaus Lenau
> gibt es ein hübsches Bonmot. Ich weiß nicht ob Sie es kennen. Als er gefragt wurde, wer eigentlich Plato war, soll er geantwortet haben, - das sei der Mann gewesen der die komosche Liebe erfunden hat. Er meinte damit die Platonische. Für die Feierstunde am Krippelberg wünsche ich ein gutes Gelingen.

KREUZPLATZ Wien, 1988-06-20

  Mayer an  Adam. In Schattendorf im Burgenland habe ich mit meiner Sache eine gute Aufnahme gefunden. Die Aufstellung des alten Kreuzes wurde mir schon im ersten Anlauf bei einer mündlichen Vorsprache beim Urbarialpräsidenten Paul Reichel bedingungslos und sofort genehmigt.

LIEBE  Wien, 1988-02-27

  Mayer an Adam. Es war Liebe auf den ersten Blick, dieses alte Kreuz mit seiner Röhrenform gefiel mir sofort, es wird in diesem Jahr am Krippelberg in Schattendorf Burgenland aufgestellt. Im vergangenen Jahr transportierte ich das alte Grimming Gipfelkreuz, es lag in einer Felsspalte unterhalb des Gipfels.
  Für die Kreuzaufschrift ersuche ich Sie um einige historische Informationen. Mein Wissensstand ist: Das Alte Kreuz wurde durch einen Blitzschlag zerstört und der ÖAV errichtete ein neues. Vielleicht ist über die Grimming - Gipfelbücher oder auch durch andere Quellen mehr über dieses Kreuz und dessen Errichter in Erfahrung zu bringen?
  Das alte Grimming Kreuz hat durch den Transport,
durch die Zinnoberwand Rinne zur Jausengrubesehr gelitten. Ein Unternehmen, welches wegen Steinschlag nicht ganz ungefährlich war. Die Restaurierung wird eine schwierige aber lohnenswerte Aufgabe werden. Eine Fotoaufnahme von dem alten Kreuz wäre in diesem Zusammenhang eine wertvolle Hilfe.

   GRIMMING BIWAKBUCH
OBERSTEINER BIWAKWEIHE 1949

  Dr. L. Obersteiner Biwakschachtel 2.280 m, errichtet von der Steirischen Alpenverreins Hochtouristengruppe Graz im Jahre 1949. Die neue Dr. Obersteiner - Toni Adam Biwakschachtel steht seit 18:00 Reini Fuchs, Willi Schrempf, Kurt Kumberger, Erwin Eingang, Hans Kreuzer ÖAV ÖBRD Stainach 1991-09-22 Einweihung  1992-09-19

Halt` fest zu den GEFÄHRTEN
Bei allen Gefahren,
In Freude und in Not
Getreu bis in den Tod.

Sterntreffen der Steirischen ÖAV Hochtouristen Gruppe zum 25. Jahrestag der Biwak Schachtel. Allen Biwakierern
wünsche ich herrliche Bergerlebnisse und einen guten Abstieg Berg Heil ÖAV Landesleiter K. Hofer 1974-09-15

Was uns nicht UMBRINGT macht und stärker. Klaus Grassen Wels 1977-08-15

RUF DES BERGES

Wieder einmal hat der Berg gerufen
Und diesmal hat alles gepaßt,
Herauf auf den Felsenstufen,
Der Entschluß war schnell gefaßt.

Dann der Gipfel im Dämmerschein,
Andächtig wurd' ich und still,
Gruppen von Lichtern winzig klein,
Ein Sternfunken, ich weiß was ich will.

Nur diesen Wunsch hab` ich gestellt
O Herr erhalt' unsere Berge,
Noch vielen Generationen rein,
Hier in uns'rer schönen Welt.

Erich Lechner Irdning 1980-08-14.-15.

JOSEFINE JUG GEDENKBLATT

  Unsere Tochter Helke nahmen wir schon mit 12 Jahren, am 1978-09-20 mit auf den Grimming. Es machte ihr Freude sie war eine echte, Adam. Am 1979-08-15 anläßlich eines Sterntreffens der Familie zum 50. Geburtstag von Dorli Adam am Grimming ist im Gipfelbuch der Schartenspitze folgende Eintragung meines Mannes:
  Aufstieg Schartenkar durch die Schlucht auf den schiefen Turm und die Schartenspitze zum Grimming Gipfel. Toni Adam, Herwig Adam, Helke Adam Pürgg 1979-08-15 Wir gingen eine andere Route auf den Grimming den NW Grat. Laut Eintragung vom Tourenbuch meines Sohnes Herwig:
  Am 1980-09-05 stiegen wir durch die Kalte Rinne auf, Dorli Adam, Herwig Adam, Helke Adam. Anstieg NW - Grat und zum Grimming Gipfel. In der Biwak Schachtel hinterlegten wir ein Gedenkschreiben von Toni Adam für unsere Hochgebirgs - Gruppen Kameradin Fini Jug aus Graz. Abstieg Radio Radiisweg, Grimminghütte.
11 Tage später, am 1980-09-16, ging mein Mann auf den Grimming und machte folgende Eintragung in das Gipfelbuch: Aufstieg Wildbachverbauungskegel - Eipelofen - Multereck - Grimming. Abstieg Radio Radiisweg - Grimminghütte. Toni Adam Pürgg.  Karl und Fini Jug waren gemeinsam mit ihrer Grazer Hochgebirgs - Gruppe des ÖAV die Initiatoren zur Aufstellung der Biwackschachtel am Grimminggipfel, die im Gedenken an Dr. Obersteiner errichtet wurde. Fam. Adam Pürgg 
1980-09-16.

Ach lass den WIND doch weh`n,
Denn über uns der Himmel
Läßt uns nicht untergeh`n.
Klaus Hamburg 1982-10-30

Bist du Weißer oder NEGER,
Bist du König oder Jäger,
Bist du Jude, Moslem oder Christ,
Hinterlasse bitte keinen Mist.
Denk daran auf jeden Fall
Dieses Biwak ist kein Stall. Buchhinterlegung 1984-12-08 - 09

  Gestern Nachmittag`s bin ich auf der NW Seite des Grimmings, rechts neben den großen Plattenschluchten, hinaufgestiegen. In der Höhe der Latschengrenze gab es Sturm Nebel und Schneefall, ich habe biwakiert, es war sehr kalt. Heute bin ich bei stürmischem Wetter mit schlechter Sicht hier gut angekommen und war von 09:00 - 15:00 anwesend.

Ich hoffe, dass GOTT mir den Weg in das Tal weisen wird. Max Holzer ÖBRD Neuberg M. 1985-04-06 - 07

HÜTTENTRAUM

Ein Traum am Hüttenherd
Draußen sang der Wind,
Saitenspiel so lieb und wert,
Klang bald laut, bald lind.

Vergang`nes sang mit
Im Lied der Einsamkeit,
Was ich liebte was ich litt
Es war so weit - so weit.

Gebrochene Lebens Schwinge
Ohne Schmerz ganz verklärt,
Leben Tod wechseln Ringe
Ein Wanderer ist heimgekehrt.
Längs Überschreitung 1985-05-17 - 18 

Reines Herzen zu sein
Das ist das
HÖCHSTE,
Was Weise ersannen,
Und noch Weisere taten.
Hölderlin an Diotima
>

  Stefan >, SO Grat 03. herrlicher 8 Stunden Aufstieg bei prächtigem Wetter am Süd Ost Grat, von 14 - 17:00 den herrlichen Sonnenschein genossen und in der Obersteiner Biwak Schachtel genächtigt. Am Abend zog ein gräßliches Gewitter auf und die ganze Nacht war Sturm und Regen. Um 05:00 aufgestanden, der Sturm hat angehalten der Regen hat nachgelassen, dafür ist dichter Nebel, Abgang über das Multereck. 1985-08-04.

 Als du auf die WELT kamst, da weintest du und alle um dich freuten sich sehr. Lebe auf der Welt so, dass wenn du diese Welt verläßt, alle weinen und nur du alleine lächelst. Längs Überschreitung  1986-08-02/03

GLÜCKLICH wie die Tage sprießen
Wechselnd zwischen Freud und Leid,
Zwischen darben und genießen,
Zwischen Welt und Einsamkeit.
Alfred Matlschweiger Stainach 1986-10-25

DAS GIPFELKREUZ
Ein Kreuz in den Bergen
Hält schützend die Hand,
Als König der Gipfel
Hoch über dem Land.
Als Mahnmal in Stille
Es geschehe Gottes Wille
.
Espang Abstieg mit dem Kaiserkreuz durch die Zinnoberinne,
zur 
Jausengrube 1987-08-21/22  

Warum gibt es zuwenig MÄNNER
Auf der Welt weit und breit?
Weil eine Edelpflanze
Viel seltener gedeiht.
Sepp Kaiser Graz 1988-10-03

  Nach einer Ersteigung des Süd - Ost - Grates, teilweise bei Mondlicht, haben wir eine erholsame Nacht in dieser gemütlichen Hütte verbracht. Stefan Kanlich Perchtoldsdorf, Michael Gretzmacher Wien 19880621.-22.

In den STUNDEN des Leidens
Steh`st du vor den Pforten des Glücks.

Toni Adam Gedenkgang, Tressenstein Multereckgrat Buchhinterlegung 1989-12-08/09
 

TOD Tor des ewigen Leben.
Unvergessen bleibt der,
Der auch selbst niemanden vergaß.

Toni Adam Gedenkgang 1991-03-31

Martina Zefferer, Stefan Kukula Junior von der Öblarner Begmusik, Kind Ludwig 1991-10-03 - 04

GOTTES Weise
Gütiges ist leise,
Lautes ist Rausch,
Drum Seele lausch.

1991-05-09/10

Warum Ärger über schlechte FRÜCHTE am Baum?
Wenn Boden, Luft und der Regen die Ursachen sind.

Nordwand Besteigung 1991-07-06/07

Nicht wer am längsten Ast sitzt,
Sondern wer am Boden der
VERNUNFT bleibt,
Dessen Wille geschehe.

  Sonderbarerweise stand die Biwak Schachtel nicht am gewohnten Platz, vermutlich wurde sie mittels Hubschrauber,  zwecks Instandsetzung, hier abgestellt. Nordwand Besteigung 1991-07-31 . Die neue Dr. Obersteiner - Toni Adam Biwakschachtel steht seit 18:00 Reini Fuchs, Willi Schrempf, Kurt Kumberger, Erwin Eingang, Hans Kreuzer ÖAV ÖBRD Stainach 1991-09-22 Biwak Erneuerung Restarbeiten Erwin Eingang, Anton Semmer, Franz Pötsch, Alfred Grüßer, Robert Kreiner. 1991-11-26 Vielen Dank an die Errichter, es bleibt nur zu hoffen, dass der Zustand der vorbildlichen Gipfelunterkunft erhalten bleibt. 1992-05-02/03

Ewig ist der BERG,
Er ist Anfang und Ende.
Was wir sind ist nichts,
Was wir suchen ist alles.

  ÖAV Sektion Stainach Biwakbuch hinterlegt 1998-10-23. Die hinab geflogene und unten, von Helmut Augenschrok, renovierte Biwack Schachtel wurde, am 1998-10-23 wieder herauf geflogen. Sie wurde von Helmut Augenschrok, Reinhold Fuchs und Franz Pötsch zusammengebaut und verankert. Vielen Dank an alle freiwilligen Mitarbeitern, die bei der Renovierung mit geholfen haben.
Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel Biwak Teil  Längs Überschreitung bei Nebel Fr. 1999-08-20/21

Wer sich mit einem grünen ZWEIG begnügt verzichtet auf den ganzen Baum.
  Lärchkogel 2004-10-05/06 Di Sonne   Biwaknächtigung  Längseberschreitung   4. Längsüberschreitung >
 

GIPFELBÜCHER
 
2351 m GIPFELBUCH  KREUZCHRONIKEN
 
KAISERKREUZ

  Das Kaiser Jubiläums Gipfelkreuz Grimming, wurde im, September 1903 aus Anlaß des, 55 jährigen Regierungsjubiläums, Kaiser Franz Josefs am Grimminggipfel errichtet. Während 1898 anläßlich des 50 jährigen Regierungsjubiläums, in Stainach auf Anregung des Reichsrates, Freiherr Ritter von Pantz neben der Volkschule ein Jubiläumsbrunnen und zwischen dem Rüsthaus der Feuerwehr und dem Schwimmbad ein Jubiläumspark errichtet wurden, wollten die Nachbargemeinden Pürgg und Neuhaus, nicht mehr länger zurückstehen. Sie beschlossen die Errichtung eines Jubiläums Gipfelkreuzes am Grimming Gipfel. Unter den Initiatoren befand sich auch mein Vater.
  In der Huf und- und Zeugschmiede des Herrn Rudolf Wolf, in Untergrimming - einem Einwanderer aus dem Ruhrgebiet, wurden die Eisenrohre angefertigt, aus dem später das Kreuz zusammengesetzt wurde. Die einzelnen Teile wurden von einheimischen Burschen und Männern, über den Tressensattel - Grasleiten - Multereck auf den Gipfel des Grimmings getragen und dort zusammengesetzt. Bei dem Festakt anläßlich der Kreuzaufstellung waren 103 Personen damals eine Rekordzahl auf den Gipfel, darunter auch eine Frau!
  Das alte unansehlich gewordenen Gipfelkreuz, fand in einer Felsspalte unweit des Gipfels seine Ruhestätte, wo es nach mehr als 30 Jahren von 
Bruno Mayer wieder entdeckt, und am Krippelberg in Burgenland errichtet, wurde. Toni >

ÖAV KREUZ

  Das neue ÖAV Grimmingkreuz erhebt sich  an der Grimmingkante, vor dem Abgrund, in Richtung Südosten. nach einem stillen Gedenken an die Grimming Bergopfer, hielt in Gegenwart von 250 Personen der Almvater Franz Zehentleitner eine Rede. Der Pfarrer Rabl aus Stainach weihte das Kreuz als ein besonderes Glaubenssympol für das gesamte Enntal.
 51 Jahre nach der Aufstellung war das alte Kreuz kurz vor dem Verfall, da wurde am, 14.05.54 von unserer ÖAV Sektion Stainach beschlossen es zu erneuern. Das neue Kreuz bestehend aus 24 Elemente und 48 Gährungs Schweißungen stammt, einschließlich des Entwurfes, von Rudolf Zefferer.   Es wurde vor dem Transport auf den Grimming Gipfel, durch ÖBRD Männer aus Stainach, Pürgg, Mitterndorf und Liezen, in Stainach am Hauptplatz aufgestellt.Quelle Toni Adam
 Die ÖAV  Sektion Steinach  feierte im Jahre 1994 mit einer Gipfelmesse das 40 jährige Bestehen des Kreuzes. 2004 wird (wurde) am 21.August um 10:30 gleichfalls mit einer Gipfelmesse das 50 jährige Kreuzjubiläum gefeiert. Paralell dazu gab es eine Fotoausstellung in Trautenfels.
 
40 JAHRE  GRIMMING - GIPFELKREUZ > (1994-09-11) Der Obmann ÖAV Stainach Karl Kronsteiner
  Herzlich willkommen am Grimming Gipfelkreuz, es freut mich dass sie die Mühen des Aufstiegs nicht gescheut haben um mit uns die Gipfelmesse zu feiern. Der Herrgott meint es gut mit uns denn ich glaube die Wolken werden sich bald verziehen.  Herzlich begrüße ich Hr. Militärdekan Magister Auer aus Graz, den  Obmann  der  Naturfreunde Hr. Luki Fellner,  unsere Musik den Louis und den Artur und unserer Freunde von der Bergrettung.
- 09 -
  Danke den Führern des Nord - und Südanstieges, danke meinen Freunden mit denen wir gestern nachts die Grimming Grat Beleuchtung durchgeführt haben.  Vor zwei Jahren feierten wir mit unserem Pfarrer Otto Rabel, die Einweihung der Toni Adam Biwak Schachtel am Grimming (siehe W92/2 S2-22), Herr Rabel wollte auch diese Messe mit uns feiern, doch leider ist ihm dies nicht mehr möglich, wir wollen an ihn "in Stille gedenken".  
GRIMMING - GIPFELKREUZCHRONIK
  Das alte Kreuz war kurz vor dem Verfall, da wurde am 1954-05-14 von unser Sektion beschlossen, es zu erneuern.  Die Fundament Arbeiten übernahmen mit vielen Ungenannten Hr. Dominek, Fritz Heyden und Hr. Strodl. Das neue Kreuz bestehend aus 24 Bestandteilen und 48 Gärung Schweißungen stammt, einschließlich des Entwurfes, von Rudolf Zefferer. Vor dem Transport des Kreuzes durch Männer des Bergrettungsdienstes aus Stainach, Pürgg, Mitterndorf und Liezen, wurde es in Stainach am Hauptplatz aufgestellt.
  Am Sonntag den 1954-09-14 um 8:30 wurde das Kreuz auf dem Grimming Gipfel von den ÖAV Mitgliedern Erich Finger, Rudolf Klapper und Rudolf Zefferer errichtet und vom Kameramann Fürst von der Wochenschau gefilmt. Es erhebt sich in Richtung Südosten einen Meter vor dem Abgrund, an der Grimming Kante.  In Gegenwart von 250 Personen um 9:30 dankte Franz Zehentleitner allen an der Aufstellung Beteiligten und gedachte der Toten und Vermissten, die der Grimming gefordert hatte. Mit der Mahnung das Bergsteigen mit Vernunft zu betreiben und dem Bergsteigergruß "Berg Heil" schloss er seine Rede.  Der Ortspfarrer von Stainach Otto Rabl zelebrierte die Gipfelmesse und kam in seiner Predigt auf den Sinn des Bergsteigens zu sprechen. "Gott hat uns die Natur zur Freude geschaffen, nur wenn wir in Respekt vor der Allmacht seine Werke, ohne durch Bravour Stücke unsere Kraft beweisen zu wollen, bewundern, wird uns das Bergsteigen zum Segen"
  Das Grimming Kreuz ist ein besonderes Symbol für uns geworden, oft reißt der Sturm seine Verankerung los, es ist unser Stolz, wir ehren und pflegen es, ich danke. ÖAV Obmann Sektion Stainach Karl Kronsteiner

AUFRUF ZUR MESS ANDACHT

  Hochwürdiger Herr Dekan, liebe Bergfreunde, jetzt wo die Sonne scheint freuen wir uns ganz besonders. Ich bin heute das 13. mal am Gipfel, 12 mal von der Klachauer Seite. Der Südostgrat war mir bisher zu schwierig gewesen, ich habe mich immer wieder gefragt: - Wie man hier wohl herauf kommen könnte? Heute habe ich ihn mit meinem Musikkollegen Artur erstmals begangen, es sind allerdings noch ältere Leute wie ich mit meinen 70 Jahren am Grat herauf geklettert, trotzdem bin ich als Nichtalpinist stolz darauf.
  Mit dem Lied
Sonntag ist`s wollte ich dem Herrgott ein Dankeschön sagen. Wir waren auf drei Bläser eingestimmt, aber es hat sich ergeben, dass der Dritte mit der Musikkapelle mitspielen muß. So haben wir die Stücke für unser Duo neu zusammengestellt. Wir spielen die Messe von Franz Schubert und Arien vom Kapellmeister Bruno Sulzbacher aus Selztal. Wenn wir schon, so hoch oben am Gipfel, dem Herrgott ein Stück näher sind, bitte ich darum, dass alle die Messe mit einer gewissen Andacht mitfeiern. Wanderer Schirmherr
Lois Strobl > Untergrimming.

Zum Abschluß rezitierte Lois die  Die Hymne an den Grimming >  von Hans Fischelschweiger Lois Strobl >

KREUZTRÄGER

  • oberes Kreuzende: Franz Kohlhauser Schladming. 
  • Rechtes und linkes oberes Verbindungsstück: Toni Adam HG ÖBRD Pürgg 
  • Linkes und rechtes Kreuzende: Sigurd Fahringer HG ÖBRD Untergrimming 
  • Linkes unteres Verbindungsstück: Toni Adam 
  • Rechtes unteres Verbindungsstück: Franz Strick Bad Mitterndorf
  • Gipfelbuchbehälter: Toni >
  • Untere Mittelteile und Bodenteile: M.Bachler, H.Eingang WSV Liezen, K.Mayer, O.Ogris Stainach, Storch ÖAV, A.Vasold.

Am Sonntag, den 1954-09-05 um 8 Uhr wurde das Kreuz auf dem Grimming Gipfel von den ÖAV Mitgliedern Erich Finger, Rudolf Klapper und Rudolf Zefferer errichtet und eingeweiht. Es erhebt sich in Richtung Südosten vor dem Abgrund an der Grimming Kante. Nach einem stillen Gedenken an Tote, die der Grimming gefordert hatte, sprach in Gegenwart von 250 Personen, von der Sektion Stainach des ÖAV dessen Obmann, der mit den Namen Almvater weit über das Ennstal hinaus bekannte Dir. Franz Zehentleitner. Er dankte dem Hersteller, den Trägern und den Errichtern des neuen Kreuzes. Mit der Mahnung: Das Bergsteigen mit Vernunft zu betreiben und dem Bergsteiger Gruß Berg Heil! Schloß er seine Ansprache.
  — Gott hat die Natur zur Freude geschaffen, nur wenn wir in Respekt vor der Allmacht seine Werke bewundern, wird und das Bergsteigen zum Segen. - Das Grimming Kreuz ist ein besonderes Symbol für uns Ennstaler geworden und ein Kreuzzeichen, auch nur mit den Händen geschlagen, ist immer eine Ansprache - ein stilles Gebet mit Gott. Amen. Otto Rabl Ortspfarrer von Stainach Quelle Toni Adam

   Großer
  • <01>1984-08-23Kulm Gipfelbuch hinterlegt <01>-<23>
  • <02>1984-12-08/09.Südost Grat Nachtabstieg Multereck Grasleiten 
  • <03>1985-05-17 E-Werk <01>Längsüberschreitung Grimminscharte Multereck 
  • <04>1985-08-03.-04.Südost Grat Multereck Kaiserkreuz gefunden mit Stefan > 
  • <05>1985-08-18 Multereck Kulm Karl Reiterer > Gedenken am Grimming Gipfel 12:00 
  • <06>1986-08-02 E-Werk <02> Längsüberschreitung Multereck 
  • <07>1987-08-22 Espang Zinnoberwand Rinne Gipfel Jausengrube ABSTIEG mit dem alten KAISERKREUZ  
  • <08>1989-12-08 Grasleiten Toni > Gedenkgang "Ein letztes Berg  Heil!"
  • <09>1991-03-31Grasleiten Die Winterreise von Wilhelm Müller u. Franz Schubert Toni> Gedenkgang 
  • <10>1991-07-06Nordwand Kulm
  • <11>1991-07-31Nordwand Kulm
  • <12>1992-05-02 Espang Grimmingtorwand
  • <13>1992-08-09 Lärchkogel Gamsspitz Biwak Multereck<03> Längsüberschreitung  Mittereck Krungler Alm 
  • <14>1992-09-20 St.Martin <04> Längsüberschreitung Scharten Biwak Südostgrat 
  • <15>1994-09-19SOGrat Multereck Tressensattel Grat 
  • <16>1997-06-20 - 21 Lärchkogel Gamsspitz Multereck Sommerwende, wegen belegten Biwak Gipfel Freinacht Nordabstieg Kulm 
  • <17>1997-10-12 - 13Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Schönwetter Gipfel Biwak Süd Ost Grat Untergrimming bei Regen 
  • <18>1999-08-20 - 21 Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel Biwak <04.1> Längs Teil-Überschreitung bei Nebel Nordabstieg Kulm
  • <19>2001-08-07 SO Grat neues Grimmingbuch im Biwak hinterlegt. Multereck Sonne 
  • <20>2003-04-30 Kulm mit den Firngleitern anschließend zur Kukula Maibaumaufstellung 
  • <21>2003-09-27 SO Grat Kulm mit dem Grimmingfranz Freund Pepi Senior Sonne Pötschenpaul Einkehr SO Grat Bericht >
  • <22>2004-05-09 -10 Lärchkogel  Biwaknächtigung  <05>Längsüberschreitung Sonne   Krungler Alm >
  • <23>2005-09-25 Lärchkogel >  mit Franz Zeiringer > und 17 Leuten von ÖAV Stainach   Kulm So Sonne
  • <24>2012-08-15 LÄRCHKOGELWEG ERINNERUNG > "Spät aber doch." Schönwetter<14>> Kulm Sonne
Aufstieg Plattenverschneidung im östlichen Teil der KUTSCHERWÄNDE - Multereck,
Abstieg markierter Weg nach Trautenfels.
Nach sechsjähriger Unterbrechung wieder die erste Grimmingbergfahrt.
Toni
> aus dem Krieg zurück 1945-08-30

BERGRETTUNGSEINSATZ Multereck Nordwand und dann zum Gipfelkreuz,
wobei dichter Nebel und ab 1700m Schnee unsere Begleiter waren.
Den Vermißten nicht gefunden. Bei diesem Einsatz verunglückten die Bergretter Maier und Resch,
der Vermißte wurde gerettet.
Adam, Scherzer 1948-06-20

HELDEN IM FELS

  Wild wie eine Furie rast der Sturm über den Gipfel, die beiden Männer müssen sich am Kreuze festhalten. Adam öffnet mit halb erfrorenen Fingern den Gipfelbuch Behälter. Er versucht das Buch zu öffnen, wild bläst der Wind durch die Blätter, beide Männer stellen sich eng zusammen, um den Wind zu trotzen. Sie suchen die Eintragung des Verstiegenen, denn vielleicht war er auf dem Gipfel, vielleicht hat er sogar die Route seines Abstieges eingetragen, vielleicht ist dann seine Rettung leichter möglich? Adam schlägt die letzte beschriebene Seite des verwitterten und zerzausten Buches auf, die letzte Eintragung war vor zwei Tagen.
Anmerkung: In dem Buch Helden im Fels von Albrecht Gaiswinkler, wird im 6. Kapitel Am Gipfelbuch, diese Eintragung teilweise unrealistisch erzählt. Herr Adam hat dies auch bestätigt, Herr Gaiswinkler hat auch nie mit Herrn Adam ein persönliches Gespräch gesucht. Man sieht aber auch, dass exakte Angaben in Gipfelbüchern für die Bergrettung hilfreich sind und für Vermißte Lebens rettend sein können.

BERG HEIL
Steig froh empor zu den Höhen
Nah dich ehrfurchtsvoll dem Berg,
Wenn du umtost von kräft`gen Böen
Und fühle dich als winziger Zwerg.

Der du bist vor seinem Angesichte
Der Berg duldet keinen Stolz.
Darum, dass er dich nicht richte
Und der Schöpfer der Berge wollt's.

Dann sei das Glück dir beschieden,
Bist du wieder gelöst vom Seil
Bring' im Herzen mit den Frieden,
So grüßen wir mit, Berg Heil.
Almvater Franz Zehentleitner 1954
Juni

  BERGRETTUNGS EINSATZ Höhenfeuer anläßlich der Errichtung des Gipfelkreuzes Schartenspitze. Wegen Überfüllung der Biwak Schachtel, Biwak im Freien. Sehr kalt! Karl Lindner, Rudolf Bamacher, Richard Fritz Lehner ab Multereck 08:00 1965-09-18/19 ÖBRD Einsatzgruppe Mitterndorf und Tauplitz über Schartenspitz Nordwand, sämtliche weiteren Möglichkeiten zu den Schartenköpfeln und zum Verbindungsgrat des Grimmings abgesucht. Die beiden, seit 1965-09-19 vermißten Bergsteiger Ewers mit Braut Umshaus wurden am Fuße des Westverbindung Grates tot aufgefunden und auf den Gipfel auf geseilt. Heiner Zörweg, Peter Marl, Sepp Grill, Adolf Jendlhofer, Friedl Aigner, Helmut Seebacher, Rudolf Neuper, Sepp Möselberger, Ernst Percht, Helmut Gassner, M. Sölkner, Hubert Egger, Emmerich Schnupp, Josef Peer. 1965-09-22

VERLIEBT
Ich kenn' ein Tal mit grünen Auen,
Mit schmucken Dörfern und manch' schöner Stadt
Und wo aus endlos weiten Wäldern,
So mancher schöne Gipfel ragt.

In einen dieser schönen Berge,
Da hab' ich mich so sehr verliebt,
Dass es für mich auf Erden,
Nur selten etwas Schön'res gibt.

Da ragt ein Berg so stolz erhaben
Vom Tal der Enns so kühn empor,
Wie eine Burg umrahmt von Sagen,
Der mächtige Grimming mit seinem Tor.

Es schmückt ein Kleid von Tausend Blumen,
Den Grimming in der Sommerszeit
Makellos strahlt er im Winter,
Wie eine Braut im weißen Kleid.

So mög' der Schöpfer oft noch geben,
Dass mich die Sehnsucht dorthin trägt,
Wo in diesem Erdenleben
Das Herz mir höher schlägt.

Gottfried Walcher
> Frauenburg 1980-08-30

 Wildbachverbauungskegel Eipelofen Multereck Grimming Radio Radiisweg > Grimminghütte. Toni > Pürgg 1980-09-16

MEIN HEIMATLAND

Dort wo im Firnenglanz
Die reinen Berge steh`n,
Der Gipfel Sonnenpracht
Sich malt in dunklen Seen.

Wo holder Andacht Geist
Auf Felsaltären thront
Wo Kraft und Heldensinn
Bei schlichter Einfalt wohnt

Dort wo der Treue Lied
Noch hallt von Wand zu Wand
Das ist mein Steiermark
Mein Heimatland.
Gried Schwab ÖAV Niederöblarn 1981-10-26

Für meinen Bruder Martin der die Berge geliebt hat
Leave the ancient places to the ancient
let the saints attend to their keeping of
the cathedrals and leave the dead
be neat the ground so cold
for god in this hand that i hope
as we open up the gates of the Garden
gates to the garden. Nick Cavel
Überlasse das Alte, die alten Plätze, die Kathedralen und das Tote den Heiligen
Sei ein fruchtbarer Boden der für die Saat Gottes nicht zu kalt ist,
Während dem Erschließen des Weges durchs ewige ewige Gartengatter. Freie Ubersetzung
Dieses Buch wurde von Hr. Schaumberger Irdning Donnersbach zur Verfügung gestellt

G R I M M I N G KREUZE
von 1903 - 2003 100 Jahre KAISERKREUZ 15 Jahre KAISER LENAUKREUZ  am Krippelberg in Burgenland
      2004 50 JAHRE ÖAV GIPFELKREUZ
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Vorwort

Dieses Buch ist unser Dank den Bergen,
Die unser`m Leben die Richtung weisen,
Dieses Buch ist unser Dank den Kameraden
Der Bergrettung die für uns das Leben wagen.

Dieses Buch ist unser Dank, den schönen Stunden
Auf des Lebens Sonnenseite in den Bergen,
Dieses Buch schenkt uns die Bergerinnerung
Aus der wir ewig schöpfen können.

 
Kulm Gipfelbuch Hinterlegung 1984-08-23

   Gesamt Längs Überschreitung Harald Mayer 1984-11-04 HARALD MAYER stürzte nach dieser Eintragung im zwanzigsten Lebensjahr am Südostgrat tödlich ab. Ehre seinem Angedenken Um 13:00 bei der Bergung von Mayer geholfen Flugretter: Stecker Rudolf Bergrettung: Helmut Angschöll Helmut Gsöll, Rudolf Pointner, Friedrich Eichhorn. 1984-11-05 KLEINER GRIMMING TONI ADAM HARALD JÜRGEN EWERS HARALD MAYER KREUZ ^

Am GIPFEL sind wir alle gleich
Woher wir kommen, wohin wir gehen?
Was wir auch sind; ob arm oder reich.
Südost Grat Nachtabstieg Multereck Grasleiten 1984-12-08/09

Letzte Eintragung 1984 R. Loidl 1984-12-23 erste Eintragung 1985 Harald Bruckner 1985-05-16

Wem Zeit wie Ewigkeit
Und
EWIGKEIT wie Zeit,
Der ist befreit
Von allem Leid.

Längsüberschreitung Grimminscharte-Multereck 1985-05-17

KLUGHEIT ist:
Vergangenes bedenken
Gegenwärtige tun,
Künftiges lenken.

Südost Grat Multereck Kaiserkreuz gefunden 1985-08-03/04 Stefan > >

Den Männern den GIPFEL
Den Frauen das Tal,
Oben ist die Freiheit
Unten die Qual.
F.J. 1985-08-16

In EINSAMKEIT und Ruh`
Bring ich mein stilles Leben zu.
Ohne Sorgen mit heit'rem Sinn
Freu' ich mich alle Tage hin.

Karl Reiterer   Berggedenken am Grimming Gipfel 1985-08-18

Was die BLUMEN unseren Gärten,
Sind die Künste unserem Leben.

Längsüberschreitung E Werk Grimming Multereck 1986-08-02

ÖAV Stainach Gipfelbuch Hinterlegung
W. Zeiringer 1986-10-17

Wer GELIEBT kann der vergessen?
Wer vergißt hat der geliebt?
Lieben heißt niemals vergessen,
Vergessen heißt niemals geliebt.

Alfred Holzer St. Michael 1986-10-18

Wunderbar ist GOTTES Erde
Und wert darauf vergnügt zu sein,
Drum will ich bis ich Asche werde
Mich dieser Schönheit freu`n.

Bruno Gluckner 1987-07-11

GLÜCKLICH ist wer nie verlor
Im Kampf des Lebens, den Humor.
Reich ist nur der, der es versteht
Das was er hat auch zu genießen.

Gerry Rieder 1987-07-12

O HEIMAT wie betör'st du mich,
Keine Verlockung reicht an dich.
Deine Sterne, die funkeln so klar,
O Heimat wie bist du wunderbar.
Rudi 1987-07-30

Abstieg mit dem alten Kaiserkreuz durch Zinnoberwand Rinne , zur Jausengrube. 1987-08-22

Der Ostwind braust, der MORGEN blaut,
Und läßt die Wolken treiben.
Dem vor Höhen und Tiefen graut,
Der soll im Tal verbleiben.

ÖAV Stainach Gipfelbuch Hinterlegung

A. Zeiringer 1989-08-21

Gib jedem TAG die gleiche Chance,
Dass er der schönste deines Lebens werde. 

Resi und Sepp Schnedl 1989-08-22

Die BERGE sind meine Heimat,
Die Berge sind mein Recht,
Hier oben bin ich König
Und unten bin ich Knecht.
Max Fladerer Weiz 1989-08-22

HOCH DROBEN

Hoch droben von des Grimmings Gipfel
Schau ich hinab in`s tiefe Tal,
Vergessen sind die Alltagsmühen,
Vorüber meines Herzens Qual.

Hier stand ich und mein Auge blickte
All was zu sehen es vermag,
Wie schön hat Gott die Welt erschaffen,
Die da zu meinem Füßen lag.

O dass ich dies erleben durfte
Macht stark und glücklich mich zugleich,
Nun bin ich frisch an Leib und Seele
Und fühle mich unendlich reich.
Herbert Salfellner 09:15 1989-09-18

Grün ist das Wasser der Enns
Still mit
TRAUTENFELS vereint,
Golden ist unser Berg der Grimming,
Wenn die Sonne ihn bescheint.

Rot ist das Blut und heiß die Liebe
Zu dem Boden, zu dem Land
Und wir kommen immer wieder
Hierher wo uns`re Wiege stand.
Helmut Lebisch 1989-10-28

  Dort wo die GRENZEN, die Wege sich verwischen, wo das Schweigen beginnt, dort dringe ich langsam vor, bevölkere die Nacht mit Sternen, mit dem Atem, mit den Worten eines fernen Wassers, das mich erwartet dort wo die Frühe beginnt. Klaus Reisenauer Bad Goisern 1. Advent 1989-12-03

  Toni > GEDENKGANG, Nachtwanderung bei Vollmond über den Tressenstein und Multereckgrat. Er kannte und liebte dem Grimming wie kein anderer, auf der Himmelsleiter schritt er den Weg voraus, den wir alle einmal gehen müssen.

Der Weg ist das ZIEL, man wandert um des Wanderns willen Henry Höck
Ein letztes Berg Heil! 1989-12-08

GRÜSS GOTT!

O mein Berg, Wald und Flur,
Wie bist du schön, Mutter Natur.

Und steig ich aus dem dumpfen Tal
Empor beim ersten Sonnenstrahl,
Zur Bergeshöh`, in steiler Wand,
Liegt tief unter mir das weite Land.

Bin ich allein mit Gams und Aar,
Wird mir im Gemüt so wunderbar,
Da schnellt wie ein Pfeil das Herz,
Meine Jauchzer klingen himmelwärts.

Hans Fraungruber > † Bad Mitterndorf 
Herbert Salfellner 1990-08-25

Das Wetter ist schön der HIMMEL blau,
Den Dachstein den sehen wir genau
Und rundherum die Gipfel, wer hat sie gezählt,
Da kann man nur sagen, schön ist die Welt.
Wolfgang ÖAV Hartberg 1991-03-20

WINTERREISE

Fliegt der Schnee mir in`s Gesicht,
Schüttle ich ihn runter,
Wenn das Herz im Busen spricht,
Sing ich hell und munter.

Lustig in die Welt hinein,
Gegen Wind und Wetter,
Wird kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter.

Wilhelm Müller u. Franz Schubert > Toni > Gedenkgang 1991-03-31

Wer üppig lebt
Ist immer satt,
Versteht nie den,
Der
HUNGER hat.
1991-05-09
Nordwand
AM GIPFEL 1991-07-06

Die seelische GESUNDHEIT
Ist die Seele der Gesundheit. 
Nordwand 1991-07-31

GIPFELGLÜCK
Weit ausgebreitet liegt das Land,
Geformt durch Gottes Wunderhand.
Das Auge trinkt, die Seele schweift,
Bis Andacht still das Herz ergreift
Und tief erfüllt vom Gipfelglück,
Steig dankbar ich in`s Tal zurück.

Sieglinde u.Hansi Lange Mitterberg bei Gröbming 1991-08-16

BERGSTEIGEN steht über der Tagesfrage,
Bergsteigen steht über den Nationen,
Bergsteiger sind Brüder,
Sie alle bilden eine Seilschaft.
ÖAV Stainach Gipfelbuch Hinterlegung 1991-08-17

Mögen alle, die sich in dieses
Eintragen von Gott gesegnet sein.
V. J. 1991-08-17

Mein Herz es jauchzt vor Freud,
Wenn ich vom Wald hin schau,
Die Sonn` g`rad untergeht,
Der
GRIMMING rot und grau
Im letzten Sonnschein steht.
SU
Frei nach
Hans Fraungruber >
dem Bad Mitterndorfer Dich
ter
Josef Aremser Biedermannsdorf 1991-08-21

Die MENSCHEN kommen und gehen,
Die Berge bleiben ewig stehen.
Was bleibt ist die Liebe zu ihnen.
Johannes Hochfellner Knittelfeld 1991-10-16

Heute ist der erste TAG
Vom Rest meines Lebens.

Lärchkogel Gamsspitz Längsüberschreitung
Biwak Multereck Hoher Grimming Mittereck Krungler Alm 1992-08-03
Unterwegs zur Einweihung der Toni Adam Biwakschachtel  19.
St.Martinerscharte
Längsüberschreitung Grimming Scharten Biwak Südostgrat 1992-09-20

  ⇑ Südost Grat Multereck Tressensattel Grat 1994  Lärchkogel Gamsspitz Multereck Sommerwende, wegen belegten Biwak Gipfel Freinacht Nordabstieg Kulm 1997-06-20/21
Was an allen Orten
Sich ewig gut erweist,
In gebundenen Worten
Ein freier GEIST. Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Schönwetter Gipfel Biwak
Süd Ost Grat Untergrimming bei Regen 1997-10-12/13

ÖAV Steinach Gipfelbuch hinterlegt 1999-06-17

GRIMMING
Und wieder wirst du
Weiter weg von mir sein
Und doch um so fester

In meinem Herzen bleiben.
S.G.P. 1999-07-30

Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel Biwak  Teil Längs Überschreitung bei Nebel Kulm Fr. 1999-08-20/21

Bergsteigen und WANDERN gehören zusammen. H. Hök
Buch hinterlegt ÖAV Stainach K. Krst. 2000-09-09

Auf Wiedersehn GRIMMING!
Du bist der Berg, der alle schafft
Und trotzdem auch noch Freude macht.

Walter 26.
Schneegrubengrat Schartenspitz und St.Martiner Scharte Danglmair Helmut Neuper Eckehard Raumberg 2000-09-27

O GOTT - der Du der Berge Größe schuftst
Uns durch die Schönheit liebend ruftst,
Gib uns die Gnade Dich zu lieben
Und in dem Glauben uns zu üben,
Damit wir Dich im Himmel schauen
Und jetzt vom Herzen Dir vertrauen.

In Dankbarkeit Schmidt Peter
> Bad Aussee Wien endlich ersehnte Grimming Tour anno domini 2000-10-30

Gepriesen sei GOTT in Ewigkeit
Der liebe, Kraft und Huld verleiht,
Wir danken für der Berge Pracht
Die Du o Gott so wundervoll erdacht.

Schmidt Peter Bad Aussee  Wien anno domini 2001-07-06 Krummbachstein >
 
  Herwig Adam, Guevanin Adam 20010807 SOGrat neues Grimmingbuch im Biwak hinterlegt, vor 10 Jahren stürzte der Wiener Pilot Hr. Bliner, mit dem Segelflugzeug OE-5068 tödlich ab. Das Wrack liegt in der tiefsten nördlichen Grube westlich vom Multereck.  Multereck Sonne 2001-08-07 Gipfelbuch hinterlegt  Rudi  Koköfer Grimminghütte 2002-06-27 87 Jahre musste ich alt werden bis ich auf den Grimming kam Sissi Plamenig 2002-07-12

Die Sonne mit uns dem GIPFEL entgegen,
die Freude im Herzen auf all unsern Wegen
.
Schachner Helmut 2002-07-28
 
JAHRESLETZTBESTEIGUNG  SO Grat  Multereck Thomas Strausz 20021227 JAHRESERSTBESTEIGUNG Wolfgang Steinmaßl, Dieter Peneder 2003-02-21
DIE 20. BESTEIGUNG DES HOHEN GRIMMING IM JUBILÄUMSJAHR DER GRIMMINGKREUZE 2003 >
  ⇑Kulm mit den Firngleitern, beim Gipfelaufbau im Aufstieg zu weit links, im Abstieg zu weit auf der Gegenseite, Verlust: Ein Teleskopstecken gebrochen und einen verloren, durch leichten Dunst getrübtes Schönwetter - anschließend zur Kukula Maibaumaufstellung Mi. 2003-04-30 SO-Grat  Kulm mit dem Grimming  Franz Freund Pepi Senior Sonne Pötschenpaul Einkehr Sa. 2003-09-27

Eine andere oder keine Meinung ist auch eine Meinung
Lärchkogel  Di Sonne > Biwaknächtigung  Längsüberschreitung> St. Martin 2004-10-05/06
Lärchkogel mit Franz Zeiringer > und 17 Leuten von ÖAV Stainach Kulm So Sonne > 2005-09-25

SCHARTENSPITZE 2328 m 

  Mit großer Anstrengung haben wir das Gipfelkreuz von Klachau über das Heil herauf getragen. Da das Wetter unsicher ist, stellen wir es noch heute auf. Das Kreuz wurde von Karl Heinz Schnupfer angefertigt. Die ÖAV Jugend Stainach, Jürgen Ewers HG BRD, Traute Umshaus, ÖAV Graz, Karl Lindner, Rudolf Bamacher, Lindner und Schnupfer gehen hinüber zum Hohen Grimming, um das Höhenfeuer anzuzünden. 1965-09-18

Kaum ein Gipfelzeichen eines Berges hat eine so tragische Kreuzlegende

  Nach ihrer Kreuzaufstellung, hat ein junges Brautpaar mit dem bleibenden Symbol des Kreuzes, nach einem verzweifelten Kampf im Eisregen, von unserer Welt Abschied genommen. Dort wo alle Wege einmal enden, dort wo wir alle einmal sein werden, sind sie nun für immer vereint. Traute Umshaus erfror nur wenige Meter von der Biwakschachtel entfernt.

Was wäre ein Leben ohne Trost und HOFFNUNG?

Jürgen Ewers HG ÖAV BRD Stainach,
Traute Umshaus ÖAV Graz,
verunglückten 1965-09 in der Nacht vom 18 - 19 bei der Überschreitung zum Hohen Grimming
Ehre ihrem Angedenken
Jürgen Ewers > Kleiner   EWERS MAYER KREUZ 2007> ^

 Jürgen Ewers (11.12.1937 - 19.09.1965) wurde 1937 in Bremen geboren, wuchs aber in Österreich in der Steiermark auf. Er begann in Graz ein Mathematik und Astronomiestudium, das er aber bald abbrach, um sich ganz dem Musikstudium an der Musikakademie zu widmen (Klavier, Oboe, Komposition), das er mit der Diplomreifeprüfung abschloss. Seine geplante Pianistenkarriere musste er wegen einer Handverletzung aufgeben und unterrichtete Klavier und Blockflöte. 1963 wurde er Leiter der Musikschule Gröbming. Seine Bergleidenschaft wurde Jürgen Ewers zum Verhängnis, als er am 19.September 1965 bei seiner 35.Besteigung des Grimming tödlich verunglückte.

ALLGEMEINES

  Die Schartenspitze ist ein kühn geformter, schwierig zu besteigender Gipfel. Vom Grimming senkt sich das Massiv des Grimmingstockes steil gegen Westen ab. Südwestlich davon ragt jenseits der tiefsten Kammeinsenkung der Scharten Schachen, zunächst mit einigen vorgebauten Türmen, eine kühne Spitze, die Schartenspitze, dann senkt sich der zerzackte Grat ab und erhebt sich noch einmal zur Kulmination des Kleinen Grimming 2285m Stierkarkogel, Steinfeldspitze. Der weitere Kammabfall gegen Westen wird als Steinfeld bezeichnet. Quelle: Dachsteinführer Alfred von Radio Radiis >.
  Der Heil ist eine ungeheure steil ansteigende Platte die die westliche Begrenzung des Schartenkars bildet, auf der die übereinander getürmten, dicken Bänke der Schartenspitze wie zum Abgleiten ruhen. Dieser Gipfel ist der schönste, stolzeste, aber auch schwierigste des ganzen Gebirges. Auf zwei mächtig, wilde Zacken in der Scharten - Reste von Gesteinsbänken die auf dem Joch reitend, sich trotz der schrägen Lage erhalten haben, folgt die dritte dickste Platte, aus der sich durch Abbrechen der Ränder allmählich die schöne Spitze geformt hat.
 Von Mitterndorf und vom Kar aus gesehen, gleicht sie mit ihrer vorhängenden Spitze einem antiken Kriegerhelm, vom Weg auf den Grimming aus, wo sich der lotrechte Abbruch der Bank in der Seitenansicht zeigt, ist sie eine schlanke, ungemein wilde Gestalt, die an die stolzesten Berge der Dolomiten erinnert. Vom Ennstal aus betrachtet, wo der zierliche Gipfel gegen den fast 1000 m hohen Aufbau der Wände zurücksteht, ist sie stolz und auffallend genug, um an Größe und Schönheit mit dem Grimming zu wetteifern.
Quelle: Mons Styria altissimus Dr. Fritz Benesch
>

GESCHICHTLICHES

  Die erste Besteigung der Schartenspitze gelang im Sommer 1888 Dr. Eduard Suchanek mit dem Führer Matthias Lieber vulgo Hiesl vom Kleinen Grimming her. Die zweite Ersteigung machte Lieber mit einem Kamaraden, die dritte Georg Geyer und Siegmund Ritter von Hartmann.
  Am 18910820 kletterten Ing. Muhry und Dr. Benesch die gewaltige Jausengrubenrinne gegen die Heilscharte, gaben aber die beabsichtigte Ersteigung der Schartenspitze wegen einem Gewitter auf. Einige Wochen darauf vollführte Dr. Benesch die vierte Besteigung der Schartenspitze von der Grimming Scharte Karl Greenitz und Roderich Kaltenbrunner her. Die gewaltige Südostwand der Schartenspitze erkletterten erstmals
Karl Greenitz und Roderich Kaltenbrunner
am, 1904-07-31. Quelle: Dachsteinführer Alfred von Radio Radiis > und Mons Styria altissimus Dr. Fritz Benesch >

NORDWAND ERSTBEGEHUNGEN

  Am 1908-09-18 wurde von R.Damberger und H.Krichmair die Nordwand erstiegen. Walter Höller und Toni Adam, gingen die Höller - Adam Fuhre 1935 Poldl Steiner und Josef Trinkl 1958 gingen eine neue Route durch die Schartenspitz Nordwand. Quelle Grimming Archiv Museum Strick Bad Mitterndorf.

Aufstieg Schartenkar durch die Schlucht auf den SCHIEFEN TURM und über die Schartenspitze zum Grimminggipfel Toni, Herwig, Helke Adam Pürgg 1979-08-15

Fremder Trost ist gut,
Besser ist eigener MUT.

Längs Überschreitung St.Martiner Scharte Multereck Gipfelbuch Entwässerung am Gipfel 18:00 1985-05-16<01>

Wird der LEBENSGANG
Vor Schmerzen bang.
Bei jeder Qual
Schimmert ein Strahl.

Längs Überschreitung  Mittereck Multereck 1986-08-03<02>

Gipfelbuch erneuert gewidmet von Kurt Hüttler, Manfred Kottan Hubert Schiefer aus Frastanz Vbg. 1990-08-12

TONI > 1984-11-24 GEDÄCHTNISTOUR

  Am 19470603 ging ich erstmals mit meinem Mann die Nordwand der Schartenspitze. Oftmals war die Schartenspitze unser Ziel. Sehr oft aber gingen wir den Verbindungsweg Schartenspitz Grimming. Am Grimming war Toni Adam ungefähr 150 mal und immer wenn es die Zeit erlaubte stattete er, wie er einstmal schrieb der Dame des Hauses der Schartenspitze Besuche ab. Dorli Adam Pürgg, Herwig Adam 19910808 auch ich habe die gute Tradition wahrgenommen um die Dame des Hauses zu besuchen. Auch für mich sind mit der Schartenspitze schöne Erinnerungen an meinen Vater verknüpft Helmut Adam 19910808

BESCHEIDEN und zufrieden sein,
Haben Weise ersonnen
Aber noch Weisere sind es.
Friedrich Hölderlin
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Längs Überschreitung Lärchkogel Biwak Gamsspitz Multereck Hoher Grimming
Mittereck 
Krungler Alm 1992-08-09<03>

MÜLLBERGE

  Wenn auch die Menschheit in ihrer Gier die Umwelt zerstört und die Müllberge in den Himmel wachsen, so gibt es doch eine heile Welt und die ist hier oben. Ein netter Besuch bei der Dame des Hauses wie mein Vater die Schartenspitze, ihrer Zierlichkeit wegen, nannte.weiter zum Grimming Herwig Adam 08:45 1992

LERCHENSANG
Berges Widerhall,
Ferner Täler Klang
Ich lieb sie allemal.

Unterwegs zur Einweihung des Toni Adambiwak St. Martinerscharte 
Längs Überschreitung Südostgrat 1992-09-19<04>>

DIE GIPFELRAST
Ein stetes Steigen
Im tiefen Schweigen,
Ein glückliches Schauen
Auf Berge und Auen.

Am Gipfel ein Rasten
Befreit von den Lasten,
Ein stiller Traum
Im hohen Raum.
 
Adi Kolb ÖAV Steinach, Hans Wiesnegger
> 1993-08-14

GIPFELPOST Lieber Bruno, um diese Zeit wirst du gerade deine Lesung am Waidhofsee halten! Grüße Hans Wiesnegger >
  Der jährliche Besuch bei Dame des Hauses in Gedenken an meinen Vater, Toni Adam, diesmal über den Nordwest Grat weiter zum Grimming Gipfel 08:40 Herwig Adam 1994-07-22
  Nach vier Jahren endlich wieder bei der alten Dame des Hauses. An einem Tag ohne Wölkchen am Himmel. Hier oben zu sitzen ist ein Stück Paradies, das wir unten im Tal längst schon verloren haben. Helmut Adam 1995-07-27
  Nach mehreren Jahren statten wir wieder einmal der Dame des Hauses der Schartenspitze einen Besuch ab. In Erinnerung an Anton Adam, der diese Tradition an uns weitergegeben hat. Grimming Schartenspitze Abstieg übers Heil Herwig u. Helmut Adam

Teil Längs Überschreitung Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Regen
Biwak Hoher Grimming Nebel
Kulm Fr. 1999-08-20/21<05>>

SCHARTENSPITZE NORDWAND

  Eine markante Höhle. Das Schneefeld nach rechts queren und über plattige Felsen auf die rechte Terrasse, dann links über Schroffen auf ein zur Terrasse parallel laufendes Band. 5 Meter ober der Terrasse über steilen Fels und einer leichten Verschneidung, bis zu einem Überhang. Nun etwas schwierig nach links, dann in eine Schleife leicht nach rechts zum unteren Ende des Säbel Kamines. Nun steil nach links aufwärts, wo immer wieder guter Stand ist, bis ein Querriß wieder zum Kamin führt, 3 Meter davor hört er auf. Im Quergang ist es sehr ausgesetzt und griffarm. Aus dem Kamin mit Glimmzug auf ein breites Band Feldflasche.
  Das Band verfolgt man bis zu einer steilen glatten Platte, auf das Band aufgesetzt geht ein steiler, zum Teil überhängender 15 Meter hoher Riß empor, (im oberen Drittel ist ein schöner Stand), der in eine Scharte einmündet. Ein Band, auf dem lockere Steine liegen, führt 4 Meter nach links, dann auf ein auffallendes spitzes Felsköpferl welches sich 1,5 Meter am oberen Bandende befindet. Ein großer Spreizschritt nach links grifflos dann über lotrechten Fels, der sich später etwas zurücklegt, direkt auf den Gipfel empor. Toni
>

SCHARTENSPITZE NORDWAND ERINNERUNG 1971

  Es hat den Anschein, als sollte das schöne Wochenende wieder ungenützt bleiben. Oberbaurat Kernstock, den ich mit Sepp Mössner zusammen eine Tour auf die Schartenspitze versprochen hatte, war telefonisch nicht erreichbar und Egon, ein Schulfreund von Herwig aus dem Gymnasium, der mit Herwig verabredet war, hat kein Lebenszeichen gegeben.
  Um 9:00 klingelt das Telefon und Herwig geht zum Apparat. Egon will wissen: Machst du was? Kurze Rückfrage bei mir. Ja wir holen dich ab! Um 10:00 wird unser Auto am Kulm neben anderen Fahrzeugen geparkt, deren Insassen das schöne Herbstwetter gleichfalls grimmingwärts gelockt hat. Die Luft ist warm, doch oben am Heil kann man noch die Spuren vom letzten Wettersturz feststellen. Schneebänder deuten darauf hin, dass der Nordwand Anstieg der Schartenspitze heute nicht völlig problemlos sein würden. Zügig geht es hinauf in die Strübing. Die Schuttzone ist von metertiefen Rinnen, - die Spuren eines mächtigen Sommergewitters, durchfurcht.
  Im Schartenkar verlassen wir den markierte Steig und über griffige Steilstufen und grasbepolsterte Platten, auf denen vereinzelt Schneereste liegen, erreichen wir zuerst die untere und dann die obere der beiden Terrassen, die zwischen den Abstürzen der Nordwand und dem Kar eingebettet sind.
Vom höchsten Punkt der Terrasse führt eine kaminartige Verschneidung zu einem schmalen ausgesetzten Band, welches den Zugang zum sogenannten Säbelkamin, der Schlüsselstelle der Nordwand bildet. Ein Blick um die Felsrippe zeigt, dass der Kamingrund bereits eine starke Vereisung aufweist. Es wird daher Zeit das Seil anzulegen.
  Egon, der eben erst vom Bundesheer als Korporal abgemustert hat, will seine Konditionsstärke unter Beweis stellen und begibt sich als erster in den eisigen Schlund. Mit dem Kletterhammer werden im Eis richtige Badewannen fabriziert, in denen auch der Fuß mit der Profilsohle Halt findet. Als die gegenüberliegende Kaminseite erreicht ist, dauert es nicht lange, bis Egon über eine kurze Verschneidung zu einem schönen Sicherungsplatz gelangt, auf dem wir uns alle drei versammeln. Ein 15 Meter Quergang, auf dem Griffe und Tritte sparsam plaziert sind, führt in den Kamingrund zurück. Das Eis rechtfertigt hier einen Sicherungshaken, denn nun gilt es, das Feldflaschenband zu erreichen, welches 1,5 Meter über dem mehr als glatten Standplatz ansetzt.
  An seinen Beginn wurden vor mehr als 36 Jahren, anläßlich der ersten Besteigung dieses Weges, die Trümmer einer zerbrochenen Feldflasche deponiert, sie sind auch heute noch in einer speziellen Nische nicht zu übersehen.
  Auf dem breiten Felsband haben wir eine Zeit lang das Gefühl uns auf einer Autobahn zu befinden, bis es in einer glatten, steilen Platte endet, die in eine brüchige Verschneidung überleitet  Hier werden Erinnerungen an den 1.Juli 1935 wach: Mein Freund Walter, auch ihn deckt schon der kühle Rasen, - verbeißt sich als Führender in die Verschneidung. Vom ersten Überhang löst sich ein Stein, schlägt auf der Platte auf und durchtrennt das Bergseil. Augenblicke später nimmt Walters Körper den selben Weg.
  Mit dem durchtrennten Bergseil kann ich ihn nicht mehr sichern und während er über die Platte zu meinen Standplatz rutscht werfe ich mich auf ihn. Keiner oder beide: Zuckt es durch mein Hirn und tatsächlich gelingt es mir, seinen Sturz zum Stillstand zu bringen. Wir genießen beide das Gefühl, das Leben ein zweites mal geschenkt zu erhalten und entdecken, während unsere Blicke die Wandstürze östlich von uns abtasten, eine von 2 Absätzen unterteilte Rißreihe, die uns den Weiterweg ermöglicht. Und auch diesmal, bringt uns die wunderschöne Kletterei durch diese Rißreihe an den Rand des sogenannten Daches, über welches auch der vom Grimming Gipfel auf die Schartenspitze führende Anstieg verläuft.
  Wir allerdings streben durch eine kaminartige Verschneidung in eine kleine Scharte des Nordpfeilers, zu dem ein Band unschwierig zum kurzen Nordostgrat führt, über ihn erreichen wir in herrlicher Genußkletterei den Gipfel der Schartenspitze. Kein Lüftchen regt sich und die Strahlen der allmählich tiefergehenden Sonne verschönern uns die Gipfelrast. Doch die Uhr kennt kein Erbarmen und da es um sechs Uhr stockfinster ist, bleibt uns nichts übrig als den Abstieg anzutreten. Wir wählen einen Abstieg, der uns ohne große Schwierigkeiten in den obersten Schartenwinkel bringt, von wo aus wir in wenigen Minuten den markierten Weg erreichen. Die Sonne beginnt unter dem Traunstein zu verschwinden als uns der Wald wieder aufnimmt und während die Konturen der Berge zu einer geschlossenen Silhouette verschwimmen, klettern wir, ein bißchen steif aber doch befriedigt von der Bergfahrt, zur Heimfahrt in unseren braven VW.
SUA Ein Bericht den mein Mann unseren Sohn zu seinem 14. Geburtstag, am 09.10.1971 in sein Tourenbuch geschrieben hat. Dorli Adam

Es wird nicht die ARMUT bekämpft - es werden die Armen bekämpft:
Lärchkogel  05. Di Sonne  Grimming Biwaknächtigung 06.Sonne
Längs Überschreitung 2004-15-06<06>> Längsüberschreitung 2004 >

Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht Grimming Grimming was ist los >
  Das Gipfelbuch wurde von "Herwig Adam"  anläßlich des Jahrtausendwechsel in memoriam von "Anton Adam", am 2000-08-18 hinterlegt.
  Die Schartenspitze war für die Familie Adam aus Pürgg ein immer wieder gern besuchter Gipfel, meist als Draufgabe auf die Grimmingtour bereitete uns der Besuch der "Dame des Hauses", (wie Anton Adam die Schartenspitze nannte), immer besondere Freude und Genuß.
Hier ein kurzer Auszug aus der langen Liste der Schartenspitze - Besteigungen von Anton Adam:
  • 1935-06-05 A. Adam erstmals auf der Schartenspitze.
  • 1935-07-01 A. Adam legt gemeinsam mit Höller Walter eine Route durch die Nordwand an
  • 1935-07-23 A. Adam Nochmalige Begehung der Adam - Höller Route
  • 1946-10-27 A. Adam Alleingang durch die vereiste Nordwand
  • 1947-06-03 A. Adam und Frau Dorli Kohlhauser Nordwand Vollmonddurchstieg
  • 1965-10-05 A. Adam 30 Jahre nach der Erstbesteigung, Wiederholung der Adam - Höller Route durch die Nordwand, im Gedenken an "Jürgen Ewers und Traudl Umshaus", die am 08.09.1965 am Verbindungskamm zum Grimming verunglückt waren.
  • 1979-08-18 Zum 50. Geburtstag von Dorli Adam: Familientreffen am Grimming; Anton und Herwig Adam wählen die Schartenspitze als Aufstiegsroute
  • 2000-08-18 Anstieg übers Heil - dann rüber zum Grimminggipfel, 30.10.2005 weiter zum Grimming, 15.10.2007 Herwig Adam
  Kulm Öslinger - Kleiner Grimming Heil Kulm  Sonne 2008-09-05<07>>
 Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht > Nur wenige Blätter des Gipfelbuches sind beschrieben. Am, 2004-10-06 finde ich noch meine letzte Eintragung: "Gott selbst staunt stets noch auf's neu bei jedem Sonnenaufgang".
    
KLEINER GRIMMING nach > Stierkarkogel
Was ist los> Vertrieben > Ende
Steinfeldspitze 2290 m, Grimminggebirge; 5.8.2010 GIPFELBUCH Wegbeschreibung Öslingeranstieg
 
HARALT MAYER KREUZ  1. Gipfelkreuz 1993 gewidmet  Harald Mayer > >
  1993-06-10 12:00 Eintreffen der Teilnehmer Brösi, Wolfgang Pelz, Pieti, Fuzzy in Öblarn. Aufstieg ab St.Martin durch die Gamsrinne, teilweise Kampf durch die Latschen, Feiglkar und Einstieg durch den Kamin bei den kleinen Fichten links in die SW-Schlucht. Nach 200m Aufstieg über Schroffen Richtung SW-Grat. Nach Verfehlung der Durchstiegsroute Notbiwak in einer Felsspalte. Am Abend Erkundung des Weiterweges. Im „unteren Stockwerk“ noch gemütlicher Tratsch bei Dosenbier.
  1993-06-11 05:00 Aufbruch und Einstieg in den Grat, der sich kühn in Richtung des Kleinen Grimming erhebt. Errichtung des Gipfelkreuzes und Gipfelbuch Hinterlegung mit dem Gedenken an Harry Mayer. Höhenwanderung zum 12er über blumenbedeckte Grasrücken, dann über Mandlscharte und Krautschwellereck zur St.Martiner Scharte und Abstieg. Ausklang bei Faßbier in Öblarn.
  Es waren sehr vielseitige Eindrücke und Erlebnisse, aber die ganz deutlich Transparenz der Gefahren zeigte, wie nah Glück und Unglück am Berg voneinander entfernt sind, besonde rs wenn man eigene Eindrücke aus der Erinnerung zu wenig mit dem Istrisiko hinterfragt. Besonders deshalb bleibt diese Tour ein unvergeßlicher Mosaikstein im Lebenslauf.
ADAM EWERS MAYER KREUZ 2. Gipfelkreuz 2007 KREUZERRICHTUNG > STEINFELDRINNE
Kreuzerneuerung zum Gedenken an die Grimmingliebhaber Toni > Jürgen Ewers> Harald Mayer, am 2007-07-08

2. KREUZERRICHTUNG
  Am Samstag den, 02.09.2006 war eine Markierungsaktion für den Pürgger Lärchkogelweg angesagt gewesen, wegen Neuschnee ist es zur Absage gekommen. Um den Tag auszunützen nahm ich mir vor, mich an den Südwänden des westlichen  Grimmingzuges etwas umzusehen. Ich stieg vom Bierhäusl senkrecht auf. So elegant sich die Latschen im Abstieg anbieten umso lästiger sind sie im Anstieg, wenn man nicht einen Wildsteig findet ist man auf einen verlorenen Posten. Ich war der Meinung vor den Steinfeldrinnen zu stehen dabei waren es die Südwandsschluchten. Hinterher erst informierte ich mich, dass die Steinfeldrinne, Nr. 85 nach Alfred von Radio Radiis >, östlich vom Zwölfer auf das Steinfeld führt. Die rechte Südwandschlucht beginnt mit einem unüberwindlichen Überhang, jedoch neben der linken Schlucht sah es sehr einladend aus. Ich gelangte unwissentlich auf die Route des Südgrates auf den Kleinen Grimming. Ein gehbarer Weg ergab sich fast wie von selbst und der Einstieg hat teilweise noch alte Kennzeichnungen. Es ist immer ein Erlebnis; unvorbereitet und uninformiert auf gut Glück was zu unternehmen, auch wenn man dabei Schiffbruch erleidet bleibt es aufregend.
  Am Kleinen Grimming fand ich in dem Steinhaufen aus dem ein Stab ragte, als große Überraschung, einen Glasbehälter mit dem Gipfelbuch. Nach dem Abstieg über den Zwölfer und dem Krautschwellereck, war es bereits 22 Uhr als ich die Kukulahütte betrat. Stefan Kukula hat in seinen Leben, bei seiner Hütte, schon viele Maibäume aufgestellt und wenn die Zeit reif war - wieder umgeschnitten. Zu diesem Anlaß gab es immer ein Zusammentreffen von Bergkameraden und Musikanten. Es war immer eine Bereicherung und mehr als eine Berauschung.
"Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, und irgend einmal im Leben hört sich alles auf". So wurde in dieser Nacht sein letzter Maibaum gefällt und auch aus aus diesem Grund dementsprechend feierlich gewürdigt.
  In diesem Jahr fertigte ich ein Holzkreuz mit vielen Löchern, erstens weil es dadurch leichter zum Tragen wurde, zweitens weil auch mein Trojanikreuz Löcher hat. Drittens am Grimming bin ich viermal dem Jenseits sehr nahe gestanden und viertens; nachdem ich einst das alte Grimmingkreuz nach Burgenland entführt habe, wollte ich als Gegenleistung das Kreuz des Kleinen Grimming erneuern.
  Die Todesnähe hatte ich folgendermaßen erlebt. Weißrinnspitz: Abseilfehler und Absturz im Hamburger Kamin, Zinnoberwandrinne: Steinschlag, Pürgger Lärchkogelweg: Ein Baum verhinderte den Absturz.
  Es war am Samstag, den 2007-07-07 als ich um Mittag in die Grimming Gegend kam, da machte ich zuerst einen Spaziergang zur Grimming Hütte um mich leiblich zu stärken und der Weg hatte sich gelohnt.
  Nun kam die Aktion Bierhäussl, mit dem aus dem Rucksack ragenden, verhüllten Kreuz durch besiedeltes Gebiet zu schreiten. Ein Mann auf einem Kran half einem Dachdecker und gerade darunter mußte ich durchgehen. Ich warnte den alten Mann mit der Bemerkung, "falle mir ja nicht auf mich herunter", das Geheimnis meines Rucksackes wollte ich jedoch nicht offenbaren, da auch der Erfolg der Aktion noch fraglich war.
  Diesmal wählte die direkte Rinne zum Wandeinstieg, kam in eine  unbesteigbare Schlucht und der Kampf mit den Latschen blieb mir nicht erspart. Solche Zwischenspiele sind, abseits der Wege, eben ein unverzichtbarer Bestandteil und gehören einfach dazu. Auf halber Höhe des Grates war die Zeit gekommen um eine geeignete Schlafstelle zu suchen, den die Nacht stehend im Biwaksack zu verbringen, wie es mir am Hochtor bei einem Gewitter einmal erging, ist nicht sehr angenehm. Die Abendstimmung brach herein, schwarze Wolken zogen auf und zwischendurch warf die Sonne eigenartige Lichtstreifen auf den Ennsboden.
  Ein Stimmung, mit einer mystischen Offenbarung, wie man sie, so wie das
Brockengespenst >, nur selten wahrnehmen kann. Es kam aber eine sternenhelle Nacht, von Stainach und von Öblarn her beschossen jeweils Laserkanonen den nächtlichen Himmel mit - am Himmel wandernsten gespenstischen Strahlen. Wer nie die Sterne betrachtet der kann sich sich auch nichts wünschen, denn er sieht keine Sternschnuppen. Es gibt nichts Schöneres als ein Erwachen in der Natur, wenn sich am Horizont ein schöner Tag ankündigt und so entfaltete  sich auch der Tag der Kreuzaufstellung Sonntag, der 2007-07-08, erfolgreich und von seiner schönsten Seite. Als Selbstbelohnung und zum Abschied kehrte ich dann noch im  Bierhäusl ein.
  Am Samstag, den 2007-08-11 angesagte Toni Gedenkwanderung am Pürgger Lärchkogelweg, fand wegen schlechten Wetter und mangelnden Teilnehmern nicht statt. So konnte ich dem Grimming Franz, bei seinen Fassadendämmungs Arbeiten etwas zur Hand gehen.  Auch Sonntag regnete es, Franz hatte mir es schon gesagt: "Der Salzastausee ist wegen Bauarbeiten abgelassen". Ich pirschte mich von Heilbrunn aus am linken unwegsamen Ufer am alten Gamsrautensteig entlang. Die Konturen dieses Steiges, der sich auf den verschiedensten Höhenstufen in der Umgehung der steil abfallenden Felsen hinzieht, sind noch zu finden. Kurz vor der Staumauer soll es eine Stelle geben bei der die seltene und unbekannt Blume die "Gamsraute" noch zu finden sein soll. Ob ich sie und den sagenhaften Grimmingdom auch einmal finden werde liegt noch in den Sternen oder in der Wahrheit des Weines. Die Dämmerung mahnte zur Umkehr der Regenwanderung, am Rückweg fand ich auf einem Baum hängende eine Luftpost. Auf dem Zettel mit den zerplatzten Ballon wurde um die Weiterleitung einer Botschaft gebeten. Es waren Glückwünsche von vielen zur Vermählung für "Bernadette und Martin Ostermann" Florianiweg A-54411 Oberalm. Ich hoffe, dass die Glückwünsche auch per Post so gut angekommen sind wie per Luft.
Zum Abschluß wollte ich mir Groggers Hochzeit in Öblarn ansehen, doch auch hier war wegen Regen eine Absage.
  Ich ging den Kulmweg bis ins Schartenkar auf wettermäßig war es nicht freundlich, ich stieg wieder ab und spazierte am Wandfuß, auf gut Glück, westwärts. Schon von weit unten zieht sich ein Kammansatz bis zu dem Fels empor, und an diesem Ort gibt es einen ausgeschnittenen krummholzfreien Anstieg auf den Kleinen Grimming. Nun kam die Abendsonne hervor und ich erkundigte noch eine zeitlang diesen bequemem Weg. Nach zwei Tagen schreiten im Regen war Sonnenlicht ein kurzer Traum der bald mit der Dämmerung versank.
  Telegrafengams: Am Dienstag, den 2007-08-14 war ich wieder gut gerüstet zur Stelle um den Abguß der betenden Hände von A. Dürer am Kreuz zu montieren. Um 01:00 sagte Kathi, die Kurvenwirtin von Bruckenhauser, gebürtig vom Wirtshaus Geierhäusl in Filzmoos, zu mir: "Auch Du noch"! Beim Bruckenhauser, am Eingang des zu den Gamskögeln > führende Bärentales, hängt auch der Filzmooser Telegrafengams >
  Nach diesem kurzen Gastspiel landete ich in der Tankstelle, vor der Abzweigung ins Salzkammergut nach Stainach, also schon auf vertrauten Boden. In dem Lokal der Tankstelle ist zu später zeit immer, der Treffpunkt von prominenten Nachtschwärmern. Mit dem Gärtner vom 4 Sterne Schloß Gstatt entspann sich eine interessante Unterhaltung, die auch immer wieder von einem Dauerautomatenspieler ergänzt wurde. Dann wurde auch der amtlich gekleidete Straßen Pfleger von Donnersbach, seines Glauben nach der Nachfolger vom dem, "Musikantenstadl Hias", munter. Hias hatte ja sein Leben durch einen gezielten Schuß frühzeitig beendet. Zum Abschluß kamen noch zwei friedliche Polizisten, die sich aber an den Gesprächen nur mit den perlosstrierenden Blick beteiligten.
  Die innere Uhr weckte mich schon weit vor der Dämmerung, nun begann ein Drama der höchsten Stufe: Ich bekam die Hintertür des Autos nicht auf, das Gitter zum Führerhaus war ohne Werkzeug nicht zu entfernen. Irgendwie gelang es mir dann, nach einer Stunde – ich weiß aber nicht mehr wie, doch die Zwangslage zu beenden und die Türe zu öffnen. Dann stand einem verheißungsvollen Tag nichts mehr im Wege.  Der NW Kamm Anstieg Nr. 61 (nach wie vor), ist ohne Übertreibung der leichteste Anstieg und ist schon teilweise mit Steinmännern versehen. Unter dem Kleinen Grimming auch Stierkarkogel genannt, der Steinfeldspitze und dem Farbkogel befindet sich ein großes Kar und dürfte vermutlich das Stierkar sein.
  Die Nacht war etwas regnerisch ich schuf mir in einem Loch  des Steinfeldes, unter einem Felsüberhang den Schlafplatz. Es hörte zu regnen auf doch es tropfte immer noch von dem Fels herab, dummerweise hatte ich den Biwacksack vergessen, so stieg mitten in der Nacht wieder an die Oberfäche um den Rest der Nacht unter dem freien Sternenhimmel zu verbringen. Das vorausgesagte Schönwetter hielt an auf den Weg zur Schartenspitze traf ich dann Herrn Herwig Adam mit seinen Sohn. Sie waren unterweg auf ihren gewohnten jährlichen Gang, "zur Dame des Hauses Grimming", der Schartenspitze, wie sie Toni Adam immer genannt hat. Ich hatte vorher den Versuch die Schartenspitze nördlich zu besteigen abgebrochen, die Südumgehung dagegen ist leichter aber mit einem großen Umweg verbunden.
  Ein schöner Tag der "Große Frauentag" oder der Maria Himmelfahrtstag wie er auch genannt wird ging zu Ende, auf der Kaltenbachhütte des ennstalseitigen Sölkpasses stärkte ich mich mit Eigenprodukten bei der untergehenden Sonne, die ich aber dann am Pass murtalseitig noch lange auf meine müden Glieder scheinen lassen konnte.

Kulm Öslinger  Kleiner Grimming Heil Kulm  Sonne <4>2008-09-05
Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht Grimming Grimming was ist los >

  • 1993-06-11 aufgestellt durch 5 Rodauner HARALT MAYER KREUZ So bist Du ein Land, das ich kenne, in dem es aber noch viel zu entdecken gibt und so wünschen wir allen Bergsteigern, dass sie all die Schönheit ringsum gut genießen können, tragt Euch ein in dieses Bücherl, denkt an uns und wir grüßen Euch die Kreuzaufsteller - nach einem Aufstieg durch die SW-Schlucht , Biwaknacht unter den SW-Grat und nach Aufstieg über diesen, haben wir bei Kaiserwetter das Kreuz aufgestellt, auch wenn wir wissen, dass dieser schöne Hügel nicht genau der KLeine Grimming ist. Hans Steiner Wien/Öblarn, Peter Rott Wien,  Ernst Steininger Wien, Werner Ambrosi Wien, Wolfgang Petz Wien.
  •  1993-08-14 Grimming Schartenspitz Zwölfer St. Martin Edith u. Hubert Pleninger, Manfred Lindtner, Manfred Kaltenbacher Öblarn  
  • 1993-08-17 Erich, Ossi, Hubert Stadler Bad Mitterndorf
  • 1993-08-19 Hans Steiner sen. u. jun. Bei nebeligen  Wetter  Variante Mandlscharte Zwölfer Steinfeldrinne
  • 1993-09-28 Grimmingüberschreitung Ost West
  • 1994-07-27 Aufstieg Diemlarn-Schartenspitz über Grat zum Zwölfer Abstieg St. Martin Kurt Arbeiter, Fridolin und Josef   
  • 1994-09-08 14:30 Grimmingüberschreitung westwärts Sepp Brantner Großdeutschland
  • 1994-10-02 C.Radolfssky Liezen
  • 1995-07-09 Aufstieg Mandlschartenrinne, 12er, Steinfeld u. weiter Steinfeldrinne Bretterebner Fridolin
  • 1995-08-06 Aufstieg über Kulmalm-Steinfeldgrat über 12er und Stierkar zurück nach Mitterndorf Hans Geiger, Annemarie Mayer aus dem Chiemgau
  • 1995-09-14 Gratbeleuchtung und Aufsammlung alter Dosen u. Kanister BRD Bad Mitterndorf Sepp und Peter Ranner, Lackner Herbert   
  • 1995-10-15 12:50 Gratrwanderund Aufstieg SO Grat Schartenspitze weiter zum Zwölfer Abstieg Pass Stein. Bei diesem Traumwetter grüße ich Euch Kurt Arbeiter
  • 1996-07-14 vom Gr.Grimming über Schartenspitze und weiter nach Stammaktien Smog Glatter, Johann und Thomas Dirnböck ÖAV Reichenau/Rax   
  • 1996-07-21 Bretterebner Fridolin, Bernhard Schmid
  • 1996-07-27 Wihelm Morgenbesser ÖAV ÖGV 2620 Neunkirchen NÖ
  •  1997-06-22 am 21.06 Sonnwendfeuer abgebrannt  (Steinfleldbeleuchtung) Abstieg über Steinfeldrinne Fridolin und Sepp Bretterebner, Eggenmayr Heinz  
  • 1997-09-17 Singer Herbert
  • 1997-09-21 Grimming Überschreitung Klaus Rabitsch, Hans Graßl, Plank Reini, Bretterebner Fridi, Schmid Beno, Berger Stefan St.Martin.
  • 1998-06-21 05:30 Sonnwendfeuer Frido und Sepp Bretterebner, Plank Reinhard, Arbeiter Kurt, Eggmaxr Heinz   
  • 1998-08-14 SW-Schlucht Kl.Grimming, dann SW Grat nach St. Martin. Nach langem, anstrengenden Aufstieg erreichten wir endlich Papas Gipfelkreuz Hans und Diana Steiner (15 Jahre alt)
  • 1999-08-01 Gratwanderung Aufstieg SO Grat 09:40 über Schartenspitze 10:30 Kleiner Grimming 11:30 gehe nacher zum Zwölfer, ich hoffe  er ist mehr  besucht  Wanderer Grüße Kurt Arbeiter 
  • 2000-06-18 die ersten im neuen Millenium. Wo ist Kurt dieses Jahr?  Floh, Fridolin und Sepp Bretterebner   
  • 2001-07-07 12:00 Niederstuttern Gr.Grimming SO Grat Schartenspitze Kl.Grimming Zwölfer St. Martiner Scharte St.Martin Walter Stefan ÖTK Wien   
  • 2001-08-26 Jüral Gerhard, Kranabritl Thomas
  • 2001-08-26 Und wo ist der Kurti? Aufstieg Mandlscharte Abstieg Steinfeldrinne Fridl und Sepp Bretterebner
  • 2001-08-29 Grimminüberschreitung nach St. Martin Stefan Berger, Gehard Fuchs, Gerhard Cupek, Kurt Zandl, Johann Schachner
  • 2002-08-25 13:00 Und der Kurt war immer noch nicht da. Friedl und Sepp Bretterebner, Bretterebner Renate Erstbesteigung   
  • 2003-06-22 Gehard Ceipek, Walter Röhrlinger, Susi  Fuchs   
  • 2003-08-03  Bomenhofer Blasius, Johanna Boucht, Gruber Peter
  • 2003-08-05 Von (Klach) Weingraben "Kornradl" zur St. Martiner Scharte schönesWetter. Erich Miller B.Goisern, Hans aus Kainisch
  • 2003-08-17 Über Mandlscharte 12er hierher, runter durch die Steinfeldrinne. Berg Heil (Wo ist Kurti?) Fridolin und Sepp Bretterebner
  • 2003-09-20 Leistental Kulmeralm Kornradl Stierkar 10erSpitz. Franz und Monika Scheffbauer, Franz Schulere, Stacher Sonja
  • 2003-09-21 Mandl Dagmar, Seebacher Kurt
  • 2004-00-00 Ost West Überschreitung Karl und Bernd Lenkischa, Herbert Gillesberger   
  • 2005-10-09 Aufstieg SO Grat Überschreitung Schartenspitze über Steinfeldspitze über Zwölfer Abstieg Steinfeldrinne   
  • 2005-10-15 Carpe Diem Sonne Arbeiter Kurt,  Bretterebner Fridolin und Kurt, Gerhard Kreuzig, Kopf Gerhard
  • 2005-10-15 Ost-West Überschreitung Mittmasser Gerhard NÖ,  Erich und Günter Horn Rottenmann
  • 2006-08-19 Überschreitung Rupert Stummer Spital/D.   
  • 2006-09-02 Sonne. Nicht als Ersatz für die; wegen Neuschnee abgesagte Pürgger  Lärchkogel Wegauffrischung sondern zur Erhöhung. Bisher bin ich am Kleinen Grimming immer vorbeigegangen. Im Steinhaufen mit dem Kreuzrest befindet sich, in einen Rexglas ein 22 Jahre altes Gipfelbuch. Bierhäusl Südgrat Zwölfer St. Martin Sonne 
  • 2006-09-10 Ost West Überschreitung. Wo sind die Bretterhaufen Buam? Kopf Gerhard, Arbeiter Kurt
  • 2007-0-707.-08. Sonne Bierhäusl Kreuzweg mit Biwak am Südgrat Kreuzerneuerung im Gedenken Anton ADAM Jürgen EWERS  Harry MAYER  KREUZ St.Martiner Scharte. >
Gar manche ZEILE unbekannt,
Gar mancher Weg auch unbenannt,
Gar mancher Wunsch und Traum -
Gibt flücht'gen Bättern Raum.
  • 2007-07-14 Schultes Martin, Gerhart, Kogler Sebastian
  • 2007-07-15 Bert Harreiter
  • 2207-07-23 Gratwanderung Mayer Christian
  • 2007-07ö24 Gratwanderung von der Steinfeldspitze aufs Stierkar, die Männer noch auf die Schartenspitze und retour Monika, Birgit, Franzi Schulerer, Johanna, Franz &Franzi Schulerer
  • 2007-07-26 Von Kulm über Ösling weiter zum Zwölfer Krainer Wolfgang
  • 2007-08-14.-15. Sonne Kulmalm Ösling  Steinfeldloch Biwak  > Ad augusta per angusta „Durch die Enge zum Erhabenen
  • 12008-06-19.-20. Do. Sonne Kulmalm Ösling  Gipfel Biwak > Irren ist menschlich, tolerieren ist göttlich
  • 2008-06-30 Ende Juni 08 Vom 12'er A. A.
  • 2008-07-27 Dr. Anita M., Dr. Günther St., Hans G., Günther Unterberge, Gerfried Göschl
  • 2008-07-28 Schwab Gernot Irdning vom Neupereck
  • 2008-08-10 Gerhard Kopf, Rabitsch Klaus, Sonne, O - W - Überschreitung Carpe Diem
  • 2008-08-11 R. W., Stangl Hans, Sonne, O - W - Überschreitung
  • 2008-09-05  Kulm Öslinger Kleiner Grimming Schartenspitze Heil Kulm Sonne >
    Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig, hinzieht
      Als Alternative zur abgesagten Gipfelmesse am, "Hohen Grimming" soll hier am "Kleinen Grimming" ein bescheidenes, christliches Zeichen gesetzt werden. Ich liege in einer Senke neben dem Gipfel, bei der Niederschrift im Gipfelbuch wärmt mich die Mittagssonne. 
    Lesung aus dem ersten Brief an die Korinther (Das Hohelied der LIEBE)
      Strebt nach den Gnadengaben, die höher stehen. Ich zeige euch jetzt noch einen  Weg, der über alles hinausführt:
      Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber die LIEBE nicht hätte, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnisse hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, aber die LIEBE nicht hätte, wäre ich nichts.
      Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergebe, aber die LIEBE nicht hätte, nützte es mir nichts. Die LIEBE ist langmütig, die Liebe ist gütig, sie ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht unschicklich, sucht nicht ihren Vorteil, sie läßt sich nicht herausfordern und trägt das Böse nicht nach, sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
      Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die LIEBE hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede  verstummt, denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk, Erkenntnis vergeht. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind, als ich ein Mann wurde, Legte ich ab, was Kind an mir war.
      Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, LIEBE, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die LIEBE.
      Bibel Apostelgeschichte. Der erste Brief der Korinther Quelle: Teilweise Wandschrift in meiner Schlafstätte der Pension Zeiringer.
    Schön ist alles  was mit Liebe betrachtet wird: Christian Morgenstern  
  • 2009-05-25 Kulm 3 Regengüsse beim Anstieg dann Sonne. Leben steigen und gehen, fallen sterben und vergehen. >   
  • 2009-07-15 Schwab Gernot, Neuper Eckhard Raumberg, bei super Wetter auf meinen Lieblingberg
  • 2009-07-17 Schwab Gernot Raumberg ohne Worte
  • 2009-07-30 Bei guten Wetter und Wind auf den schönen Gipfel. Posch Peter mit Kirchgasser Franz Ein Dank dem Schöpfer dem Schöpfer alles Lebens, dass ich wieder gesund sein konnte. Phil 4,4-9-13
  • 2009-08-01 Grick Ossi Stadler Hubert
  • 2009-08-16 Christof, Tanja, Matthias (Pilz) Ost Westüberschreitung >
  • 2009-08-17 Franz Zeiringer > , Öslinger Krungl Sonne Alme sol. Lebenspendende Sonne  
"Wo wir auch immer hingehen, wie es auch immer weitergeht, was wir auch immer unternehmen, wir stehen oder gehen immer dort wo wir sind."
Kleiner Grimming Ende Anfang 

ZWÖLFER 2146 m

Das Kreuz wurde, im Jahre 1960 von dem
Bergkameraden JOHANN ARBEITER
Im Alleingang, über die St.Martiner Scharte transportiert und vom ihm hier am Gipfel aufgestellt.

Nr. 2
Bei Sonnenschein vom Zehnerschlag und der St. Martiner Scharte  durch die Steinfeldrinne.
Harald Mayer, Arthur Bachleitner 05:00 - 19:30 1980-08-07
Zur Grimmingscharte neu markiert und anschließend einen Abstecher zum Zwölfer.
Berg Heil! Harald Mayer 19:00 1984-06-12
HARALD MAYER gest. stürzte, am 1984-11-04
im zwanzigsten Lebensjahr am Südostgrat tödlich ab.
Ehre seinem Angedenken
Harald Mayer ^ >
KLEINER GRIMMING TONI ADAM HARALD JÜRGEN EWERS HARALD MAYER KREUZ 2007^

Nicht große Taten,
Sondern große OPFER,
Bleiben unvergeßlich. 

Längs Überschreitung St. Martinerscharte Multereck Sonne 1985-05-16<01>

GRIMMING! Gebe acht,
Dass ich winzig werde,
Mein Kreuz! Halte Wacht,
Wen ich einst sterbe.

  Längs Überschreitung Mittereck Multereck 1986-08-03<02> Längs Überschreitung Lärchkogel Biwak Gamsspitz Multereck Hoher Grimming Mittereck Krungler Alm 1992-08-09<03>. Längs Überschreitung unterwegs zur Einweihung des Toni Adam Biwaks am Hohen Grimming St.Martiner Scharte Südostgrat 1992-09-19<04>> Nr.3 1994-10-18 - 1999-10-29 70 Eintragungen

Steige höher, höher immer zu,
Was das Tal dir nie kann geben
Findest auf den
BERGEN du. Oktober 94

ÖBRD Gratbeleuchtung

  Sind um 14:00 aufgebrochen und werden vom Zwölfer zum Elfer 90 Stk. Fakeln anzünden. Wetter in Hinterberg leicht bewölkt, im Enntal bewölkt. Aigner Friedl, Huber Jörg, Ranner Peter, Ranner Gerhard Junior, Seebacher Rudl 1998-08-15

Tritt für Tritt von Stein auf Stein,
Gipfel rings am Himmelssaum,
Der Himmel klar, die Sicht ist rein
Das alles hier, ist wie ein TRAUM.

  ⇑ Heilbrunn Anstiegsversuch zu viel Altschnee Sa.01. Biwak unter Mittereck Regen Krautschwellerloch 1999-05-02. St.Martiner Scharte Anstiegsversuch Krautschwellereck zu viel Neuschnee und Nebel So 1999-10-10.  Salza E Werk der voraussichtlich letzter Besuch Zwölfer Biwak St. Martiner Scharte Sonne Do.28. Sonne  St. Martin 1999-10-29 <05>

WISSEN kann vermittelt werden - Weisheit nicht.
Lärchkogel  05. Di Sonne  Grimming Biwaknächtigung Sonne Schartenspitze
 
Längs Überschreitung Heilbrunn 2004-10-06<06>   Längsüberschreitung >

Es gibt keine anderer Bildung als die KUNST.
Bierhäusl linke Steinfeldrinne linker Rand Kleiner Grimming Zwölfer St.Martin Sonne Sa 2006-09-02<07>
 
UNTERER WEISSRINNSPITZ
  HISTORISCHES Der Erstbesteiger des Hamburgerkamines war der ÖBRD Obmann des ÖAV Wien Herr Hamburger. Das erste Gipfelbuch wurde im Jahre 1934, von den Öblarner Bergsteigern hinterlegt. Wegen seines schlechten Zustandes wurde es im Jahre 1970 erneuert. Quelle Toni Adam

MENSCHEN kommen und gehen,
Aber ewig stehen die Berge.

  Gipfelbuch hinterlegt ÖAV Stainach, Egon Sternad, Herwig Adam, Helmut Adam ÖBRD 1970-07-11  Zur Erinnerung an unsere bereits legendär gewordene Gipfelbuch Hinterlegung. auf ab Hamburger Kamin Egon Sternad, Helmut Adam ÖBRD 1971-06-26  auf Hamburger Kamin ab Nordflanke, Heli Zefferer ÖAV Hochgebirgsgruppe Grimming Gröbming, Hans Gruber ÖAV HG ÖBRD Haus 19710921 Hamburger Kamin, Hans Zemann, Peter Krainz, Reinhard Kraxner 19800730  Nordost Wand Erstbesteigung, wahrlich schlimme und brüchige Tour  Erich Traumuger, Franz Gemayer 1980-08-16  Anmerkung: Die Nordost Wand ist unbesteigbar, hier dürfte es sich um einen Riß auf den Vorgipfel handeln.  Toni Adam Hamburger Kamin Heli Zefferer Gröbming, Hans Gruber Haus 1982-08-22

DIE HÖLLENFAHRT

  Wanderung in der Fallinie von Espang zum Grimmingtor, am Nachmittag traf die angekündigte Schlechtwetterfront ein. Auch Unwetter sind ein grandioses Naturschauspiel, wenn man sie aus einer geschützten Stelle betrachten kann.
  Seit gestern Nachmittag sitze ich, wegen Gewitter und Dauerregen, im Zelt in der Jausengrube. 10:57 Der Regen hat etwas nachgelassen, ich wage einen Besteigungs Versuch des Weißrinnspitz. Etwas links von der Scharte, die den Weißrinnspitz vom Bergmassiv trennt, verfolgte ich einen Felsenriß, er wird jedoch immer enger, ausgesetzter und schließlich für mich unbezwingbar. Im brüchigem Steilterrain schlug ich mich dann zur Weißrinnscharte durch, auch dort gab es für mich, kein Weiterkommen nach oben.

  Der Abstieg auf der Westseite in der Schlucht, nach dem von Toni Adam so genannten Jägersteig, wurde mir zu einer unvergeßlichen Lehre: Faulheit und Leichtsinn sind die gefährlichsten Verführer. Um nicht endlos tief ins Kar hinabsteigen zu müssen, wollte ich mich an der Südseite des Weißrinnspitz abseilen. Sicherungs Hacken schlage ich prinzipiell nur im Notfall, deshalb schlang ich das Seil um einen Felsvorsprung und war schon drauf und dran abzufahren, Gott sei Dank! Machte ich vorher eine Belastungsprobe - und siehe da! Die Sicherung gab nach, es wäre eine Höllenfahrt geworden. Denn nur die Hölle, wäre der Lohn für diese Dummheit gewesen. Gerne nahm ich nun den mühevollen Abstieg hinab zum Krummholzfeld im Kauf. Als ich die Stelle meiner Unvernunft von unten betrachtete wurde mir erst richtig bewußt: - Hier könnten nun, auf den Felsblöcken verteilt, die zerschmetterten Teile meines Körpers liegen. Man sollte sich ja nie im unbekannten Terrain abseilen! Der Weg zur Hölle ist ohnehin mit Regeln und guten Vorsätzen gepflastert.

Seil und Leben enden,
Was kommt DANACH?

  Bevor ich dann von der Jausengrube aus abstieg, besuchte ich noch das Grimmingtor und die ostseitigen Gemsenhöhlen unter den Wänden des Südgrates, das Zelt ließ ich für weitere Nächtigungen in der Jausengrube stehen. auf ab Espang Biwak Jausengrube Dauerregen 19. Anstiegsversuch Weißrinnspitz bewölkt 19870828

DIE WEISSRINNE

  Die Weißrinne, ist eine teilweise mit weißen Felsabsätzen versehene und bis zum Talboden hinabführende Rinne. Sie wird am Gipfelaufbau des Weißrinnspitz durch eine linke, zur Scharte führende Steilschlucht, dem Jägersteig verlängert. Im oberen Teil der Schlucht ist ein Felsband als Schlüsselstelle auf dem, nach dem Quergang nach rechts, der Vorgipfel Nord seillos erreicht werden kann. Immer wieder bekomme ich Schuldkomplexe wenn ich eine Gemsen Idylle störe: Schon bei meinem Erscheinen in der Schlucht war dies der Fall, nun vom Vorgipfel sah ich den Gemsenrudel, auf dem gegenüberliegenden, zum Oberen Weißrinnspitz hinauf führenden und durch die Scharte getrennten Grat. Gemsen Standplätze sind aussichtreiche Stellen an besonders romantischen Orten - hier verharren die Gemsen oft wie zur Statue erstarrt, doch mit neugierigen Lichtern alles um sich wahrnehmend und witternd, als Wächter ihrer Horde. Nationalfeiertag 1987-10-26

DER HÖHENTAUMEL

  Den Jägersteig hatte ich vom letzten Besuch, in einprägsamer Erinnerung. Damals war es der Leichtsinn im Abstieg gewesen, der mich zu einer unüberlegten Handlung hingerissen hatte, diesmal war der es Leichtsinn im Aufstieg, der mich verleitete den Gipfel des Weißrinnspitz seillos zu besteigen. Obwohl mich nur mehr einige Meter vom Gipfel trennten, kehrte ich um. Nebel war eingefallen und dunkle Gewitterwolken brauten sich am Horizont zusammen.

Verantwortunglosen Emporkömmlingen
Droht ein unsanfter ABSTURZ.

  Im Höhentaumel sieht man nur den scheinbaren Gipfelsieg und wird beim Abstieg zum großen Verlierer. Der Preis ist hoch und kostet das Wertvollste, das Leben. Es überfiel mich eine furchtbare Angst und ich sah mich schon im Geiste, zerschmettert auf den Schroffen des Vorgipfels liegen. Angst und Panik ist in einer Lebens bedrohlichen Situation am wenigsten hilfreich, da heißt es emotionslos und überlegt zu handeln. Unsere Ziegen sprangen einst Gemsen ähnlich in der Steinbruch Wand umher. Auch ich wollte dies als Kind tun, hatte mich dabei aber bald verstiegen und mußte geborgen werden. Für uns Kinder waren Felsen tolle Spielplätze. Noch ein zweites mal mußte ich gerettet werden: - Mein Körper bebte vor Angst, ich klebte in einer Wand Nische wie eine Klette, ohne einen Schritt nach vor oder zurück machen zu können. Nun als Erwachsener, war ich trotz meiner bitteren Erfahrung, blindlings der Dummheit auf den Leim gegangen.

Hinunter zu klettern ist immer schwerer
Dieses
ERKENNEN kann das letzte sein.

  Wie aber kann man Angst und Panik abbauen? - Die Ursache, den Abgrund vor mir, zu beseitigen war nicht möglich. Wie aber schafft man es, die Furcht vor dem Tod abzubauen? – Es kam mir mein Jausengruben Traum wieder in den Sinn, und der bloße Gedanke daran beruhigte mich wieder. Darin hatte ich im Sarg Todesängste ausgestanden, wurde aber durch eine wundersame Erscheinung beruhigt.

Der TOD ist gewiß,
Die Zeit ist ungewiß.

  Dieser Bestimmung soll man nicht Vorschub leisten: - Dachte ich mir und konnte die kritische Stelle beherrscht, kühl und überlegt abwägend, meistern. Jeder Handgriff jeder Tritt mußte gesucht und überprüft werden, es gab keine Alternative und dauerte sehr lange bis ich wieder am Vorgipfel war. Dort hinterlegte und versorgte ich dann das Weitwanderbuch zur Überwinterung.

Ein BLATT Papier kann älter werden,
Als alle Menschen hier auf Erden,
Was du schreib`st in deinem Leben
Kann später von dir Zeugnis geben.
Wanderer Schirmherr August
>

  Sich der Sicherheit bedingungslos unterordnen und auch umkehren zu können, sind die wichtigsten Eigenschaften im Gebirge, doch ganz ohne Gefahr werden die Berge nie sein. Am Jägersteig abwärts schreitend bekam ich den kalten Umschlag des Gewitters voll zu spüren, ich war aber froh, dass mein Höhendrang so glimpflich verlaufen war. Es blieb bei Schlechtwetter, auch als ich in die Jausengrube zurückkam und dann zu Tal stieg. Nationalfeiertag 1987-10-26

ANSTIEGSVERSUCHE WEISRINNSPITZ

  Am Anfang war es eine Forstweg Wanderung, später eine Querung nach rechts zum Weißrinnen Graben. Diesem folgend stieß ich auf ein vom Lawinenschnee freigegebenen Gemsen Kadaver. Mit den Steigeisen kam ich auf der schneebedeckten Rinne flott voran.
  Im oberen Teil erhielt ich Gemsen Gesellschaft, ich verhielt mich ruhig und die Horde verweilte lange Zeit in meiner Nähe. Problemlos erreichte ich das 
Weitwanderbuch und erfreute mich an dem herrlichen, schönen Bergtag. 
Weißrinne Fr. 19880406
  In Umgehung der Weißrinnspitz Südwand, gelangte ich in die mir schon bekannte Schlucht mit dem Jägersteig, der gefallene Neuschnee und kleinere Lawinen Abgänge machten mir jedoch mein Vordringen nicht besonders schmackhaft. In der Nähe des Wandeinstieges hielt ich eine Stärkungsrast und zog mich dann gemächlich dorthin zurück wo ich hergekommen war. Christi Himmelfahrt 19880412 Schönwetter
   Aufstieg am Jägersteig zum Vorgipfel Nord, zum 
Weitwanderbuch. In meinen Innersten hatte ich vor den Gipfel des Weißrinnspitz zu besteigen, doch es war eine zu spontane Bergfahrt, die vielleicht nicht mit der für ein solches Vorhaben erforderliche Ausgeglichenheit und Sorgfalt durchgeführt wurde. Es ist nicht gut, wenn man sich zuwenig seelisch auf den Berg einstellt dem man besteigen will. Bei einer solchen Unternehmung müssen alle Faktoren zusammenstimmen, es waren dann schließlich Angstsignale die mich am Vorgipfel wieder umkehren ließen. 1988-05-06

ERLEBNIS AM GIPFEL (DIE WEISRINNSPITZ BESTEIGUNG)

  Direkter Weißrinnanstieg von Diemlern bei nebeligem Wetter. Nur langsam schleppte ich meinen trägen Körper bergwärts, jedoch eine schöne Vorahnung von Erlebnissen und des guten Gelingen meines Vorhabens erfüllte mich. In dieser frohen Stimmung hatte ich keine besondere Eile, genoß die Bezauberung des Bergfrühlings und musizierte lange im Widerstreit mit den fliegenden Waldsängern. In der Schlucht beobachtete ich am Jägersteig eine Blindschleiche und später ein neugieriges Gamskitz. Mein Vorhaben, schon unterhalb der Schlüsselstelle in den Bergkörper einzudringen, mißlang. Es blieb mir also nur der schon bekannte luftige Quergang nach der Schlüsselstelle, hier fühlte ich immer das eigenartige Kribbeln in den Beinen.
   Für das letzte Hindernis, vom Vorgipfel zum Hauptgipfel war ich diesmal, durch die Investition von einigen Haken, gut gerüstet. Inzwischen hatte sich das Wetter gebessert und die Sonne mit ihrer vollen wärmenden Kraft kam zum Vorschein, um mich auf den letzten Weg zum Weißrinnspitz zu begleiten. Nun befreit von jedem Höhentaumel und in aller Ruhe bezwang ich, ohne dabei auch nicht die geringste Sicherheitsvorkehrung zu unterlassen, die letzte senkrechte Hürde.

DIE ÜBERRASCHUNG

  Mit langsamen fast feierlichen Schritten, näherte ich mich zaghaft, dem höchsten Punkt des markanten Spitz und als erfreuliche Überraschung war ein Gipfelbuch vorhanden. Gipfelfrequenz von 1970-1988 15 Mann.
  Die Sonne hatte auch den Segelfliegern Aufwind gebracht, von hier oben hat man eine direkte Sicht zum Segelflughafen in Niederöblarn, einer der Segelflieger flog so nah an mir vorbei, dass wir uns grüßen konnten. Unten im Ennstal waren die Bauern bereits mit der Heuernte beschäftigt, oben auf dem Hohen Grimming sah ich mit dem freien Auge zwei Bergsteiger stehen. Die Zeit lief mir wie im Flug davon, wie auch schon auf der Schartenspitze war auch hier der Gipfelbuch Behälter mit Wasser gefüllt gewesen, zur weiteren Trockenhaltung des Buches waren Entwässerungslöcher am Boden des Buchbehälters anzufertigen. Danach genoß ich nur mehr die Zauberkraft meiner Residenz, die ich so sehr angestrebt hatte und deren Erreichbarkeit an der Grenze meiner Fähigkeit gelegen hatte. Regentropfen mahnten zum Abstieg, jählings war von Westen her ein Gewitter aufgezogen, mit schwerem Herzen verließ ich den Gipfel.

  Als ich am nördlichen Vorgipfel ankam, zog das Unwetter südlich vorbei und die Sonne kam wieder zum Vorschein, so schnell wie das Gewitter gekommen war – hatte es sich wieder verabschiedet. Ungern trennte ich mich von der lieblichen Bergspitze, die mir so viel an Schönheit beschert hatte. Die Südseite des Gipfels hat einen Gemsen Garten, die Südwand ist vom Hamburger Kamin  durchzogen. Eine Säule beim Südwand Fuß sieht mit etwas Phantasie, der Gottesmutter mit dem Jesuskind ähnlich. Beim Abgang verlor ich jedes Zeitmaß, der Tag klang aus die Nacht senkte sich und der Mond stieg empor. Eher widerwillig, Tritt für Tritt, Schritt für Schritt, mit vielen dazwischen liegenden Betrachtungs- und – Denkpausen, ging es in der Weißrinne abwärts. Als ich das Felsen Terrain der Weißrinne hinter mir hatte war es Mitternacht - und auch für einen Nachtschwärmer in den Bergen Zeit um zu schlafen.

Menschenherz was ist dein GLÜCK?
Ein rätselhaft geborener,
Kaum gegrüßt verlorener,
Unwiederbringlicher Augenblick.

 
Nikolaus Lenau > Gedenkjahr  Weißrinne Jägersteig Sonne 11. Biwak Weißrinne 1988-06-12

DER HAMBURGER KAMINRUTSCH

DER KATZENJAMMER

  Abgang von Deamlarn, ohne Hast, bei leichten Regenwetter, am späteren Vormittag gab es einige Aufhellungen mit sonnigen Abschnitten. Ein Katzenjammer nach einer durchzechten Nacht verlangt immer viele Ruhepausen. Langsam ging es die Rinne aufwärts, in der Mitte ist eine weiße Wand – deshalb auch der Name Weißrinne und Weißrinnpitz. Nach der seitlichen im Krummholz erfolgten Umgehung dieser Wand, wechselte vor mir in der noch schneebedeckten Rinne ein Hirschtier.
  Die Beschreibung des Hamburger Kamines von Toni Adam hat sich tief in mein Bewußtsein eingeprägt. Bei jeder sich gebotenen Gelegenheit – sei es vom Wandfuß oder aber auch vom Ennstal habe ich ihn betrachtet. Aber ich bin kein guter Kletterer, erstens bin ich nicht ganz schwindelfrei und zweitens umfaßt meine Ausrüstung nur einige Nothaken. Nur die Literatur von Anton Schubert - der Große Ödstein
hat mich auch in die Felsdomänen vordringen lassen. Heute wollte ich nur den berühmten Hamburger Kamin etwas näher ansehen. Problemlos erreichte ich den großen Felsblock, unter ihm hindurch gelangt man zum Einstieg.

EIN SICH AUFBÄUMENDE HENGST

  Danach bäumte sich der Kamin wie ein widerspenstiger Hengst, der den Aufstieg unmöglich macht, auf. Noch von der Nachwirkung der Alkohol Nacht beeinträchtigt versuchte ich es trotzdem, wurde aber immer abgeworfen. Es regte sich ein falscher Ehrgeiz eines nicht Zurechnungsfähigen in mir - ich versuchte es immer wieder bis mir der Einstieg gelang. Dabei waren die vorhandenen, noch von Hand geschmiedeter Kletterhaken, hilfreich. Es dämmerte bereits, als ich die von Herrn Adam beschriebene Felsenkanzel erreichte. Doch ich hatte nicht die Muße mich auf ihr auszuruhen, oder mich mit ihr zu bescheiden, es trieb mich weiter. Beim nächsten Überhang geschah es dann - was ich Leichtsinniger provoziert hatte:
 Ich verlor den Halt glitt aus, rutschte die Rinne hinunter und konnte mit letzter Kraft die Erdbeschleunigung besiegen. Nicht ein widerspenstiges Pferd hat mich abgeschüttelt, sondern die eigene Dummheit. Nun hätte ich auch Zeit genug gehabt, um mich auf der Felsen Kanzel auszuruhen. Doch es wurde nicht daraus, der Schock saß zu tief in mir und tief war auch noch der Abgrund vor mir. Erst wenn ich wieder auf sicheren Boden stände - würde ich Ruhe finden.

DER PEINLICHE RÜCKZUG

  In der Wand wollte ich keinesfalls bleiben, das Wetter könnte umschlagen und dann würde es noch brenzliger werden. In der mühseligen Kleinarbeit der Selbstsicherung mit dem Seil, dabei ergibt sich zwangsweise immer der zweifache Weg, trat ich den Rückzug an. Teilweise fanden sich im Kamin auch noch mehr alte Haken denen ich mich anvertraute. Die Nacht war angebrochen, der Sternenhimmel und der aufgegangene Halbmond erhellten mir den dunklen Kamin. Der Vorteil eines engen Kamines ist auch der, man kann sich bei Grifflosigkeit darin verspreizen. Diesmal vermied ich es peinlichst mit irgend einem Licht zu hantieren, denn dafür hatte ich bereits mein Lehrgeld schon in der Zinnoberrinne gezahlt. Langsam dafür aber um so sicherer gelangte ich wieder zum Einstieg, unter dem Felsblock verbrachte ich, einem Bündel von seelischen Elend gleich, die verbliebene Nacht.

KAMPF DER WETTER FRONTEN

  Ein blaues Auge einige Abschürfungen und eine zerrissene Lederhose, das war die sichtbare Bilanz des Vortages. Unterhalb des Wandeinstieges steckte, wie ein Wegweiser, auch der mir aus dem Kamin entfallene Pickel. Mir war es als ob eine Ewigkeit an mir vorbei gegangen wäre - und doch war nur eine Nacht vergangen. Meine ganze Bewunderung galt denen die den Hamburger Kamin bereits bestiegen haben. Die einzige Frau davon dürfte wohl die Frau Adam gewesen sein.
  Doch was war mit mir geschehen? War ich nicht mehr in der Lage vom Kamin Einstieg nach unten steigen zu können? Als Folge des Schocks beherrschte mich nun, wider jeder Vernunft, die Angst.
  – Oft habe ich mich lustig gemacht über Leute denen die Trittfestigkeit gefehlt hat, nun stand ich selber mit schlotternden Beinen da. Wo ich Gestern problemlos zur Wand hin stolziert bin, da sollte ich heute scheitern? Mit allen schönen Vorboten begann ein neuer Tag. Es entwickelte sich ein faszinierendes Wetterbild: Von Osten schien die Sonne, von Westen her zog eine Gewitterfront auf, über dem Ennsboden prallten die beiden Gegensätze zusammen. Zuerst sah es aus, als ob die dunklen Wolken die Oberhand bekämen, doch die Sonne erwies sich als stärker und es kam zu Schönwetter. Mein Trauma war überwunden - unten im Wald traf ich dann zum Abschied noch mit einem großen Rudel von Wild zusammen. Vom Talboden des Ennstales blickte ich noch einmal zurück auf den Hamburger Kamin.
 
Weißrinne Kamin Besteigungs Versuch Biwak Hamburger Kamin Wandfuß Sonne 1992-06-06/07 >

DER HAMBURGER KAMIN

  Durch die Weißrinnscharte von der Schartenspitze getrennt, steht als westlicher Eckpfeiler der Jausengrube jenes schnee- und trümmererfüllten Kares unter den Südabstürzen des Grimmings, welches auch das sagenumwobene Grimmingtor birgt, die Untere Weißrinnspitze. Nur wenige wissen von ihrem Vorhandensein. Vom Ennstal erscheint es, als ob sie ein Teil der Schartenspitze wäre und auch die Einheimischen kennen sie nur als Stutterer Lahnwand.
  Und doch führt auf sie einer der reizvollsten Kletterwege des Grimming Gebietes, der Hamburger oder Südkamin, der einen Vergleich mit den genußreichen Touren im Gesäuse oder Dachstein durchaus nicht zu scheuen braucht. Peter- und Paul Tag! Wer irgendwie kann, geht heute auf die Alm oder strebt einem Gipfel zu. Mein junger Kamerad und ich wanderten den schönen Steig empor, der von Oberstuttern zum Grimmingtor führt.

DIE SAGE VOM GRIMMINGTOR

  Wenn wir uns beeilen, können wir die Jausengrube noch erreichen, bevor die Kirchenglocken von Irdning zur Wandlung läuten. Dann nämlich, so behauptet die Sage, öffnet sich für eine kurze Zeitspanne das steinerne Tor und man kann einen Blick auf die Schätze und Kostbarkeiten tun, die seit urdenklichen Zeiten hier im Schoß des Berges ruhen.
  Doch leider wird nichts daraus! Denn unser Weg führte über einen Erdbeerschlag und da die köstlichen Beeren so verlockend rot leuchteten und ihrer so viele waren, hebt ein herzhaftes Schmausen an und erst als das Geläute der Kirchenglocken von Irdning an unser Ohr dringt erinnern wir uns, dass wir längst oben im Kar sein sollten. Durch Buchenwald, später durch Latschenfelder führt das Steiglein empor, bis schließlich die Jausengrube erreicht ist. Über Geröll und Schroffen geht`s dann links abwärts vorbei an blühendem Almrausch und Bergastern die sich im Winde wiegen. Bis wir uns unmittelbar unter dem Kamin befinden der sich in der Form eines leicht gekrümmten F durch den ganzen Südabsturz der Weißrinnspitze zieht.
 Eine rasendurchsetzte steile Rinne die oben von einem mächtigen Block versperrt ist unter dem man jedoch durchschlüpfen kann, bringt uns zum Einstieg.

DER KLETTERKAMIN

  Hier heißt es, Seil und Kletterschuhe aus dem Rucksack holen. Gleich die erste Seillänge, ein überhängender Riß, verlangt Kraft und Beherrschung der Rißtechnik und dann geht es weiter. Jede Seillänge ist anders als die vorhergegangene. Verflacht sich der Kamin zuerst zu einer griffarmen Verschneidung, so bäumt er sich bald darauf wieder steil auf und schließlich gilt es einen Überhang zu überwinden. Einer kleingriffigen Plattenstelle folgt ein Riß und dann sperrt wieder ein Klemmblock den Weiterweg dem Dank der wunderschönen Griffe mittels Klimmzug nicht allzuschwer beizukommen ist.
  Jedesmal, bevor das 30 m Seil abgelaufen ist, findet sich ein idealer Sicherungsplatz und nie wird die Kletterei eintönig oder langweilig. Schließlich führt ein Band ein paar Meter nach links auf eine kleine Felsenkanzel, einem prachtvollen Rast und Aussichtsplatz. Die ganze Kette der Niederen- und Hohen Tauern, vom Bösenstein bis zum Glockner liegt vor uns, vom Dachstein und der übergossenen Alm grüßen gleichfalls die Firnfelder herüber.
  Der Weiterweg erfordert wieder etwas mehr Kraft. Der Kamin verengt sich stellenweise zum Riß und gliedert sich in ungefähr gleichhohe Absätze, die am besten stemmend bewältigt werden. Dass man sich dabei mit dem Rücken bald gegen die rechte, bald gegen die linke Begrenzungswand stemmt, ist das Geheimnis dieses Weges, der mit überraschenden Lösungen schwierig aussehender Kletterstellen keineswegs kargt. Wenige Meter unterhalb der Scharte in welcher der Kamin endigt, befindet sich ein markanter Sicherungsblock.
  Hier verläßt man ihn nach rechts auf einer Hangeltraverse und erreicht in steiler, ausgesetzter Plattenkletterei, die eine Ähnlichkeit mit den Maischberger Fasseln in der Hochtor Nordwand aufweist, den Westgrat.

DER WEISSRINNSPITZ GIPFEL

  Etwa 30 Meter geht`s nun unschwierig auf den Grat zum Gipfel den ein Steinmann ziert. Das im Jahre 1934 hinterlegte Gipfelbuch weist nur wenige Eintragungen auf, doch sind Namen von gutem Klang darunter.
  Schön ist der Blick auf den Grimming Südgrat mit seinen zackigen Grattürmen und der sich steil aufbäumende Kante in ihrer prachtvollen Linienführung, die das Herz jedes Kletterers begeistert. Auf der Jausengrubenleiten äsen Gams, die dort kaum jemals von einem Menschen gestört werden. Sonst ist weit und breit kein Lebewesen zu sehen, nur der Ton der Herdenglocken dringt leise in unsere Einsamkeit.
  Für den Abstieg gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist wohl nach Südwesten. Im oberen Teil geht es über gut griffigen, steilen Fels zum Ostgrat. Durch eine Latschengasse, gelangt man in eine Steilrinne, aus der wir knapp vor dem letzten Steilabbruch nach rechts queren.
  Ein schönes Band führt zum Abseilhaken. Über eine 15 Meter hohe Abseilstelle und leichte Schroffen erreichen wir wieder das Steiglein das uns zum Einstieg brachte. 4 Stunden rechnet man für den Anstieg so, dass man an einem solchen langen Sommertag richtig bummeln kann. Schließlich langt die Zeit auch noch zu einem Bad in den kühlen Fluten der Enns. Gleich ist alle Müdigkeit verschwunden und nur die Erinnerung an eine genußreiche Bergfahrt bleibt zurück.
Toni 
> Pürgg ÖAV Juli 1948 Heft 7

SCHRIFTVERKEHR

HAMBURGERKAMIN Pürgg, 1988-06-30

  Adam an Mayer. Ihr Schreiben vom 19880620 mit der Abschrift der Eintragungen aus dem Gipfelbuch des Unteren Weißrinnenspitze  war eine echte Überraschung und zwingt mich, diesen Brief noch ausführlicher zu gestalten.
  Der Süd oder Hamburger Kamin, wurde so benannt nach seinem Erstbesteiger und seinerzeitigem Obmann des Bergrettungsdienstes der ÖAV Sektion Wien. Er war eine meiner bevorzugten Frühjahrs- Eingehtouren, mit denen ich das Kletterjahr zu eröffnen pflegte. Soweit ich mich erinnere, hielt ich mindesten 15 mal auf der Weißrinnspitze Gipfelrast und jeder dieser Besuche ist mit einprägsamen Erinnerungen verbunden. So brachte ich dort meiner Frau die Kamintechnik bei und nicht zuletzt deshalb wurde aus ihr eine ausgezeichnete Kletterin.
  Als Beweis, wie sehr mir die Weißrinnspitze an's Herz gewachsen ist, sende ich Ihnen einen von mir vor 40 Jahren geschriebenen Bericht, der damals in den Mitteilungen des ÖAV abgedruckt wurde. 1970 wollte ich meine Söhne Helmut und Herwig damals im Matura Alter und deren Schulkameraden Egon Sternad mit dem Hamburger Kamin bekannt machen und ein neues Gipfelbuch hinterlegen. Dann war ich arbeitsbedingt verhindert und die Burschen stürzten sich allein in das Abenteuer. Es gab noch einige Aufregung weil die Kletterer bei Einbruch der Dunkelheit nicht zurück waren. Ich bin eigentlich etwas betroffen, dass dieser schöne interessante Gipfel in den letzten Jahrzehnten so selten bestiegen wurde. In der Zeit, wo ich noch aktiv war mit Ausnahme der Kriegsjahre erklommen jährlich mindesten 5 bis 10 Seilschaften den Hamburger Kamin.
  Von den Eintragungen, die Sie mir in Abschrift übermittelt haben, kenne ich die Gröbminger Heli Zefferer und Hans Gruber und die Stainacher Mitglieder unserer Hochgebirgsgruppe Grimming, Professor Heini Zemann, sowie Peter Krainz und Reinhard Kraxner persönlich, während mir die Eintragung über die Erstbesteigung? Der NO Wand vom 16.8 etwas obskur erscheint.
  Mir sind weder die Namen der angebliche Erstbesteiger bekannt noch eine NO Wand - es sei denn, man bezeichnet den östlichen Teil des Gipfelaufbaues aus der Unteren Weißrinnscharte als solche; das sind allerdings kaum 2 Seillängen. Die Ostwand wurde erstmals aus der Jausengrube in den Sechzigerjahren erstiegen, sie ist weder brüchig noch grasig, jedoch eine Extremtour. Die Sage vom Grimmingtor, welche Paula Grogger zum Titel ihres Heimatromanes inspiriert hat, kann in einem Kalender für das Jahr 1912 nachgelesen werden. Ebenso ist das erste Gipfelbuch des Unteren Weißrinnspitz bei mir in Verwahrung.

UNTERER WEISSRINNSPITZ Wien, 1988-02-27

  Mayer an Adam. Ich hoffe, dass es Ihrer Frau und Ihnen gut geht und die Gesundheit nichts zu wünschen übrig läßt. Vielen herzlichen Dank, für Ihre wertvollen Unterstützungen im Zusammenhang mit den Grimming Nachrichten und den Veranstaltungen. Nun ist auch das Stichwort meines Anliegens gefallen. Der Grimming läßt mich nicht mehr los und ich verbringe jedes Jahr erholsame Tage auf diesem Berg. Den Jahreswechsel erlebte ich in einer Höhle mit Gemsenlosung oberhalb der Jausengrube.
  Das Weitwander Gedenkbuch an Carl Hermann und Hans Leitenbauer brachte ich zur Überwinterung auf den linken Jausengruben Vorzacken. Meine größte Freude jedoch hatte ich am 11.6. dieses Jahres, als es mir möglich war am Unteren Weißrinnspitz länger zu verweilen. Bei diesem Aufenthalt entdeckte ich auch ein Gipfelbuch mit dessen Hilfe ich feststellte, dass dieses Kleinod von einem Berg seit 1982 niemand mehr bestiegen hat.
  Insgesamt sind seit der Hinterlegung des Buches im Jahre 1970, 15 Bergsteiger eingetragen. Auch scheinen die Namen Herwig und Helmut Adam auf, so stelle ich gleich die Frage ob es sich hier um Angehörige Ihrer Familie handelt. Der Behälter war mit Schmelzwasser gefüllt und das Gipfelbuch stark aufgequollen, damit es im Behälter wieder Platz fand mußte es geschmälert werden. Ich gestatte mir eine komplette Abschrift von diesem Gipfelbuch auf dem original Gipfelbuch Papier zu senden, einige Namen sind schwer entzifferbar und auch die eingelegte Aufnahme vom Gespaltenen Turm des Südgrates ist unkenntlich, wenn Sie Fehler feststellen bitte ich Sie, mir diese mitzuteilen.
Das Weitwanderbuch hat die Überwinterung am Vorgipfel des 
Unteren Weißrinnspitz gut überstanden und befindet sich nun schon seit einiger Zeit am Krippelberg.

TRESSENSTEIN 1198 m Hinterlegt 1988 im Mai 
DER NACHTANSTIEG

  Die Nacht hatte schon begonnen, es regnete leicht als ich von Trautenfels kommend, rechts vom Weg abzweigend unter den Abrüchen des Tressensteines zum Tressensattel gehen wollte, um irgendwo auf der Grasleiten zu nächtigen. Im Wald wurde es so finster, dass die Hand vor den Augen nicht mehr sehen war, bald war mein Fortkommen nur mehr ein orientierungsloses Weitertappen und letzten Endes landete ich ungewollt am Tressenstein Gipfel.
  Nach einigen Stunden Schlaf dämmert, unter einem östlich mit Sternen bedeckten Himmel, der neue Tag mit aller seiner erwachender Schönheit. Auch mir wird immer mehr bewußt welch guter Aussichtspunkt der Gipfel des Tressensteines ist. Nach dieser rabenschwarzen Nacht kam es mir vor – als ob ich im Garten Eden erwacht wäre.

IRRTÜMER bleiben Irrtümer das ist klar,
Columbus suchte Indien und fand Amerika.

  Die auf den Ennswiesen liegenden zarten Nebelschleier lösen sich in kleine Wattebäuschchen auf und zerschmolzen im Sonnenlicht gänzlich. Der Allvater Grimming hat noch sein Wolkenkleid an, auch einige Berghäupter haben noch, als Spuren des nächtlichen Niederschlages, weiße Hauben auf. Unter mir befinden sich schroff abfallende Felsenwände, der von Südosten heraufkommende Grat, ist teilweise auch schon mit Krummholz bewachsen. Diese Morgenstimmung war ein besonderes Erlebnis und ist mit Worten kaum zu beschreiben. Für den Sonntag war ein Frühkonzert, eine Freimesse und ein Fest auf der Grimming Hütte angekündigt. Es gibt sicher, für einen Konzerthörer, keinen besseren Platz als hier - mutmaßte ich und es traf dann auch wirklich zu.

  Nun war aber damit zu rechnen, dass die ersten Gipfelbesucher erscheinen würden, mein Vorhaben war ja - mich am Südost Grat etwas umzusehen. Nachdem ich dann den Platz meines heurigen Osterfeuers gefunden hatte, bummelte ich in den Felsen Abhängen umher, ohne dabei nach oben zu streben. Am späten Nachmittag besuchte ich auch kurz das Grimming  Hüttenfest, zwar bin ich kein Gesellschaftsfeind, doch schätze ich das Alleinsein in der Natur über alles. ⇑  Trautenfels Sa 1992-07-18/19

 ERRICHTET 1993
Sepp Reinmüller, Ruppert und Sepp Scherer
Tressen auch ENNSTALBLICK genannt,
Das ist ja weithin bekannt.
Lieber Wanderer halte hier Andacht,
Diese Bank wurde von Rudi gemacht.

Doch einige Bitten hätte ich, schont Wild u. Wald, laßt auch Blumen u. Latschen steh`n und laßt auch keine Abfälle zurück! Sepp Schwab Stainach 1988-05-28

Nebel im Ennstal,
Sonne am
GRIMMING,
Die Tauern als Kulissen,
O Gott! Das ist schön.
Paul Weiser, ein Steirer der in Franken lebt 07:00 1988-08-12

Auch ich bin ein WANDERER
Und habe Rast gemacht,
Ich sitz auf der Bank
Die Rudi gemacht.

Ich seh` in die Ferne
Und schau` in die Näh`
Den Mond und die Sterne
Den Wald und das Reh.

Zum Sehen geboren
Zum Schönem bestellt,
Dem Berge verschworen
Gefällt mir die Welt.

Ihr Augen, ihr Augen
Was je ihr geseh'n,
Ihr müßt es behalten
Es war doch so schön.
Zitat aus Lynkeus J. W. v. Goethe
> Helmut Vierbach Kärnten 1989-08-09

HIMMELHOCH
Friedvoll und leidvoll,
Gedankenvoll zu sein
Sinnen und bangen
In schwelender Pein.

Himmelhoch jauchzend,
Zu Tode betrübt,
Glücklich allein
Ist die Seele die liebt.

 
J.W.v.Goethe
> Franki Stöckler Straden 1990-08-11

EINKEHR
Wenn ich auf steilen Pfaden geh`,
Wenn ich auf hohen Bergen steh`,
Reicht weit der Blick hinein ins Land,
Fühle den Hauch des Schöpfers Hand.

Halte Einkehr und verweile,
Wie sinnlos ist die Eile
Und alles was noch so wichtig,
Ist lächerlich, ist Null und nichtig.

Ein Berg Heil
den Nachkommenden
Familie Kranz Fohnsdorf 1990-08-19

Nur die STILLE kann mir geben
Was mir kein Vertrauter gibt,
Selbstgefühl und neues Leben,
Und ein Gefühl, dass Gott mich liebt.

Allen Wanderern u. Bergsteigern! Ein erfolgreiches und unfallfreies 
Prosit Neujahr 1991 Sepp Scherer

Laß den MUT nicht sinken,
Wenn auch der Himmel grau,
Zwischen dunklen Wolken
Wird es wieder blau.
 
Prosit Neujahr 1992 Sepp Scherer

Ich saß in der Nacht
Auch auf der BANK,
Von Rudolf gemacht,
Herzlichen Dank.
Biwak 1992-07-18/19 >

Ein paar Tropfen LEBENSWEISHEIT. ÖBRD Steiermark Liezen Jahresbericht 1991 Auszug

Die wahre Lebensweisheit besteht darin
Im Alltäglichen das
WUNDERBARE zu sehen.
Pearl S. Buck

Die Erinnerung ist das einzige PARADIES,
Aus welchen wir nicht vertrieben werden können
.
Jean Paul

Die wahre FREUDE ist Die Freude am Anderen. de Saint Exupe`ry

Ein englischer Dichter hat einmal gesagt:
Es gibt nur eine
EHRE,
Und das ist die Ehre zu helfen;
Und es gibt nur eine Macht,
Und das ist die Macht zu retten.
Auf wenn würde das mehr zutreffen
Als auf die Bergrettung?
Univ. Prof. Dr.
Viktor Frankl 
>

Erst hier wurde mir klar wie klein meine Probleme sind, wie schön ich es habe.
Jetzt weiß ich was
FREIHEIT heißt. Lea D. Liezen 1997-09-24

FREIHEIT
Freiheit:
Ein Gefühl das hier oben ganz anders als im Tale ist
Freiheit:
Es gibt Tage an denen man glaubt, es gibt sie nicht.
Freiheit:
Sie hat für jeden Menschen eine andere Bedeutung.
Freiheit: Hier oben ist sie offenbar.
Freiheit: Hier oben kann man sie direkt fühlen.
Freiheit:
Ich habe sie im Herzen, danke Herr für die
Freiheit.
Sabine Mahs 1997-09-25

Nimm dein HERZ mit aller Kraft
Und laß es wandern dort am Horizont
Und du wirst wie ein Adler,
Der die Gipfel umkreist, frei sein.
Sepp Scherer 1997-11-08

Du fehlst mir im HERZEN,
Du fehlst mir im Haus
Und diese Leere
Fühlt niemand aus.

RUPPERT SCHERER Geschieden, am 1997-12-23 im 61. Lebensjahr

Nur wer die FREIHEIT kennt, versteht
Wie der Herr uns damit beglückte.
Nimm meinen Kummer mit altes Jahr
Damit ich frei das neue Jahr beginne.

Trautenfels am Gipfel 15:00 31. Wolkengrube Südgrathöhle Glück Auf! Ober und unter der Erde für 1998Espang 1997-01-01

GOTT möge uns unsere Wünsche erfüllen
Und ein paar noch fürs neue Jahr offen lassen.

Sepp Reinmüller 23:30  Adi Kolb Stainach 23:59 Hans Wiesnegger
> > 1997-12-31

Seid mir gegrüßt ihr BERGESKINDER! Erich Schuhmacher Stainach 1998-04-13

Die BERGE hoch,
Die Täler nieder
Ich komme wieder.

Lena Eichberger 1998-10-04

Wir befinden uns alle im gleichen BOOT,
Es können nicht alle auf einer Seite stehen
Sonst wäre das Gleichgewicht gefährdet.
SW
Zur Latschenrodung für Schilifte am Stoder Zinken 1999-09-10

GRIMMING HÜTTEN BUCH
GOTT schläft im Stein, atmet in einer Pflanze und erwacht im Menschen,
 vorausgesetzt wir sind
bereit und fähig zu erkennen,
dass wir ein Teil von seiner Schöpfung sind.
 
1998-01-09


Mein erster kleiner Annäherungsversuch an den GRIMMING, ein imponierender Berg!
  Bis hier her war es schon sehr toll, nach oben schaffte ich es nicht. Edith Lohninger Wien 1998-08-16
 
PÜRGGER LÄRCHKOGEL >  

  Nun heisst es den Einstieg mit dem  Markierungsbeginn zu finden, sobald man in den Wald eintaucht ist es mit der Sicht vorbei. Diesmal soll es anderst sein, vor einigen Jahren hatte ein Sturm erstmals im gesamten Bundesgebiet, so auch am Grimming, gewaltige Windbrüche im Forst verursacht und einiges freigelegt. Die entwurzelten oder geborstenen Baumstämme sind bereits entfernt es blieben die Kahlflächen als neues Geländeprofil. Ohne mich länger zu konzentrieren schreite ich, in meiner Ungeduld, mit erstaunlichem Antrieb auf gut Glück auf einer Schneise bergwärts. Ich erreiche bereits eine stattliche Höhe doch die mir vertrauten Geländezeichen vor allen aber die Höhle, tauchen nicht auf. Wo bin ich den nun wieder gelandet? Es sind die Lawinenspaltkeile der, "Untergrimmer" Schütt wo ich im vergangenen Jahr am ersten Tag bei der Grimmingumrundung geschlafen habe.
  Zu weit links und weit zu hoch hat mich mein Überschwang hinauf getrieben,  dies bedeutet einen Wandfussabstieg und einen beschwerlichen Latschenritt durch Neuland. So wie der Grimming ein nicht für jeden zugänglicher Berg ist, so soll auch der Lärchkogelweg ein nicht für jeden gangbarer Anstieg bleiben. Es ist meine 10. Lärchkogelwegbegehung zur  vierten Längsüberschreitung und blicke ich zurück; so war es mir erst ein paar mal gelungen den Einstieg auf Anhieb zu finden. Im vergangenen Jahr mit dem Grimming Franz und seinen Gästen war ich zu weit recht, wie beim richtigen Anstieg war auch dort eine Höhle und ein ahnliches Terrain, erst nach dem Wandeinstieg bemerkte ich meinen Irrtum.

WANDSTEIGBUCH
 
 Das Steigbuch wird geschützt durch die Hülle des ausgelaufenen Weitwandergedenkbuches Nebelstein Eibiswald mit allen seinen Nebenstationen. Darunter unter anderen auch am Grimming  die Wolkengrube > und die Jausengrube >.
 Nun kommt eine grosse Überraschung der erste Gast hatte hatte sich zweimal in dem Buch verewigt.
Es ist Hr.
Franz Kirchgasser vom ÖAV Radstadt der den Lärchkogelweg, am 12. und 20040529. begangen hat. Höhenmässig bin ich etwa mit dem Gindlhorn gleich und befinde mich über einer senkrechten Wand, auf dem ersten Schroffen nach der Schlüsselstelle. Lang ist es her, seit meinen Besuch bei Toni > im Jahre 1985, und doch scheint es mir als wäre es gestern gewesen. Damals hörte ich erstmals etwas von einem Lärchkogelweg, Toni schärfte mir aber eindringlich ein: Diesen Weg nur im Aufstieg und niemals im Abstieg zu benützen, denn von oben ist die Schlüsselstelle kaum zu finden.
  Nun lese ich in dem dünnen fast leeren Buch, im Winter 1992 begann ich mit dem unteren Teil des Weges. Mit dem Zurückweichen des Schnees drang ich aber immer weiter vor. Auf einigen  besonders idyllischen Plätzen hatte ich bereits des öfters genächtigt.

  So tastete ich mich langsam empor und nach dem sondieren des gesamten Geländes stiess ich automatisch zur Schlüsselstelle. Sie ist ein etwa einen halben Meter breites schräges Felsband. Auf diesem Felsband lag frei sichtbar ein prähistorischer Schleifer eines Jägers, er hatte ihn vor x Jahren hier verloren. Tonis Warnung konnte ich insoferne nicht berücksichtigen, weil der Winterschnee mein weiteres Vordringen unmöglich gemacht hatte. Es gab also keinen anderen Weg als den zurück. Für den Rückzug setzte ich allerdings mit Steinmännern und Baumstümpfen Wegzeichen. So gelangte ich schliesslich auch auf die zweite Terrasse des Lärchkogelweges und verbrachte auch dort gleich eine Nacht. Am,08.09.92 beging ich erstmals den gesamten Lärchkogelweg bis zum Multereck und setzte dann meine zweite Grimming Längsüberschreitung an. Im Jahre 97 hatte ich einmal vergebends die Schlüsselstelle gesucht und kehrte nach einem Fehlstieg wieder um.
Für alle die ohne WEGE gehen
Ein erfülltes Wanderleben.
  • 1992-09-10 Kreuzung Pürgg Gamsspitz Biwak 2. Terrasse 07. Multereck Grimming Gipfel Biwak 08. Schartenspitze Steinfeldspitze Zwölfer St.Martiner Scharte Krungl Biwak 08. weiter zum Ausgangspunkt<1>
  • 1997-05-01 Bis zur 1. Terrasse im Schnee<2> 
  • 1997-05-19 Biwak 1.Kanzel Schlüsselstelle nicht gefunden zu weit links 18. Abrutsch am Felsenband der Schlüsselstelle - ein Baum ober der Wand verhinderte den Absturz Regen <3> 
  • 1997-06-01 Lärchkogel Gamsspitz, Schlüsselstelle mit Baumstämmen entschärft<4>
  • 1997 Juni-Juli. 3 mal Lärchkogel Gamsspitz Multereck Anstieg, ein Abstieg Grasleiten, ein Abstieg Südostgrat bei Regen, Sonnwendfeuer am Gipfelein Abstieg Krungl, alten Dolchschleifer in der Schlüsselstelle gefunden er befindet sich im Heimatmuseum Strick in Mitterndorf, Kanzelsteigbuch Hinterlegung Schlüsselstelle, Teilwegkennzeichnung Lärchkogelanstieg<5-7>
  • 2002-08-10 (Sa. Sonne) auf Multereck 11.08.02 beginnender Dauerregen Nachtabstieg mit Biwakpausen Normalweg Grimminghütte Untergrimming zum Ausgangspunkt mit Grimming Franz > und Pepi Vater und Sohn<8>
  • 2002-10-26 Biwak 2. Terrasse Steigbuch und Behälter Erneuerung, 25. Multereck Wegkennzeichnung und Weg Entlatschung  ab Normalweg Grimminghütte Einkehr Untergrimming zum Ausgangspunkt mittel <9>
  • 2003-09-24 Sonnenaufgang Seitensprung vom Gschütt Biwak zum Wandsteigbuch bei der Grimming Wandfussumrundung. Das 10 mal beim LK Steigbuch  ><10>
  • 2004-05-12.und29. Franz Kirchgasser  ÖAV Radstadt
LEBE so, wie Du - wenn du stirbst -
Wünschen wirst, gelebt zu haben.
  • 2004-10-05 Di Sonne geplante Längsüberschreitung Heilbrunn<11>
  • 2005-09-12 Abstecher vor der Heimreise. Das Gewitter, nach der Steinmann - Setzung im unteren Teil, wartete ich in der Biwak Felsennische ab, die Geduld hatte sich gelohnt<12>
  • 2005-09-25 Larchkogelwegbegehung Grimming Franz >  1 Frau und  15  Mann  vom  Schönwetter<13>>  
  • 2012-08-15 LÄRCHKOGELWEG ERINNERUNG > "Spät aber doch." Schönwetter<14>>

    4 Längsüberschreitung  2004 Gesamttext im >
GRIMMINGFRANZ  >

  Servus Bruno! Vielen Dank für die Bewirtung bei meinem letzten Besuch. War heute am Bruno Mayer Weg unterwegs. Bis zu Deinem Bergbuch bin ich gekommen und dann hat mich der Mut verlassen. Gesundheit ist alles, ohne Gesundheit ist alles nichts steht darin und das habe ich mir zur Herzen genommen. Beim Abstieg habe ich einen super Zustieg zur ersten Markierung am Fels Kreis mit Pfeil gefunden.

  Ein schöner Hohlweg führt direkt von der Bundesstraße rauf. Der Anfang ist eigentlich gemacht. Das Platzerl an Deinem Bergbuch ist sehr schön, man hat einen wunderschönen Ausblick in das Ennstal runter und gleichzeitig Richtung Tauplitzalm. Hoffe es geht Dir gut Gruß an Deine Frau Franz.

  Ehre wem Ehre gebührt, Wege werden nach den Erstbegehern bezeichnet und der Lärchkogelweg bleibt der Lärchkogelweg.
Toni Adam hat mir diesen alten fast felsenlosen Grimmingweg beschrieben. Es freut mich jedoch,  dass dieser einzigartige Anstieg Dich und Deine Sommergäste begeistert hat. Auch ich bedanke mich für den Schlafplatz und die Bewirtung nach unseren gemeinsamen Bergerlebnis, aber vor allen für Deine schöne Bilddokumentation des Lärchkogelweges. Bis bald am Südostgrat Bruno. 

 GINDLHORN GIPFELBUCH

SEGNUNG des neuen Gipfelkreuzes des GRIMMINGNACHBAR OST GINDLHORN Samstag anno 16.Oktober um 14:00
Mitwirkende  u. a. das Flügelhornduo Lois Strobl und Kamerad > Abschlußfeier im Gasthof  Dachsteinblick Veranstalter ÖAV Stainach
  Der Grimming Nachbar Ost K9 Heimat am Grimming Legende: Holzgipfelkreuz, verspannt, das Kreuz ist vom Gipfelbuch durch eine Spalte getrennt und hat die Aufschrift:

HERRGOTT die Heimat ist schön
Hier verabschiedete sich der hoffnungsvolle, enttäuschte Jüngling,

Werner Kreuzer

im Alter von 19 Jahren im Jahre 1989. Er ruhe in Frieden
Gipfelmarterl KB

  Der Grimming Franz hat einen Obstgarten in Lessern ein Garten Anrainer ist der Vater von Werner Kreuzer, dies kam zufällig bei einem Gartenbesuch in einem persönlichen Gespräch mit Hr. Kreuzer, der Selbstmord aus Liebeskummer  zur Sprache. Nach der Sturzlinie gibt es eine Kletterfuhre dem Jungfrauensturz am Gindlhorn 

DIE SONNENUHR

Gold`ne Berge, dunkle Tannen,
Wundervoll ist die Natur.
Fühlst auch du mit großem Bangen,
Wie so spät zeigt schon die Uhr.

Wandersmann die Sonnenuhr,
Leuchtet deinen Pfaden,
Deine Mutter die Natur,
Hat dich eingeladen.

Sei ein guter Gast,
Schon Getier und Pflanzen,
Stopf` sie nicht als tote Last,
Grausam in den Ranzen.

Wanderer der geschenkt bekam,
Wald, Luft und Lieder,
Wirf nicht deinen ganzen Kram,
Auf die Erde nieder.

Auch verschreib' dein Menschenherz,
Keiner Baumesrinde,
Zündle nicht im Spiel und Scherz,
Feuer brennt im Winde.

Die Natur ist voll Gefahr,
Die Natur ist wunderbar,
Schlag sie nicht in Scherben,
Denk, du lebest Hundert Jahr
Und danach die Enkelschar,
Will den Reichtum erben.
Paula
>
Die ganze Familie vom Dachsteinblick Lisel Berger 1990-04-11

Um dem ALLTAG zu entflieh`n,
Im Sonnenschein auf den Höh'n
Mußt du in die Berge zieh`n,
Heimat wie bist du schön.
Heide Kreuzer 19900709

Was der MENSCH braucht.
Der Mensch braucht ein PLätzchen
Und wär`s noch so klein,
Von dem er sagen kann,
Sieh, hier, das ist mein!

Hier leb ich, hier lieb ich,
Hier ruh` ich mich aus,
Hier ist meine Heimat,
Hier bin ich zu Haus!

Flori Furtner  1990-07-24 Hans Wiesnegger
> >

Am Kreuze steht
Ein SPRUCH:
Stilles Gebet,
Offenes Buch.

Pürgg, über Toni > Gedenkstätte Himmelsleiter
Pfingsten
am Gipfel 10:00 1991-05-18<1>
>

Auf den Bergen ist FREIHEIT,
Auf den Bergen ist Frieden,
Auf den Bergen ist Kraft.
Gelli Schuen 1991-05-09

Wer Österreich durchwandert spricht:
Ist es auch der Himmel selber nicht,
Ist es doch ein Stück vom
PARADIES,
Das Gott vom Himmel fallen ließ.

Otto Kernstock
> Gschwandner Franz Desselbrunn OÖ. 1991-06-13

Herrliche Berge, sonnige HÖHEN,
Liebliche Täler, Geschöpf Gottes,
Was willst du noch mehr?
Edeltraud Kodim Baden 19910810

Um über den DINGEN zu steh`n,
Muß man erst nach oben geh`n.
Die Welt ist noch viel bunter,
Blick`st du in`s Tal hinunter.

Walter Hochhäuser 19910811

  Unbeirrt auf BERGE geh`n,
Alles Schöne ringsum seh`n
Und auf alle Sorgen pfeifen,
Heißt das Leben begreifen.

Ludwig und Elfriede Weniger Knittelfeld bei Schönwetter am Gipfel 13:00 1991-08-12

Das GLÜCK liegt am Weg
Und wie man zum Ziel kommt.

Skiwanderung von Tauplitz auf Umwegen über sonnige schneebedeckte Wiesen zum Gindlhörndl. Sa 1992-02-15<2>
>

Neues  Gipfelbuch begonnen, am 2002-10-20  gestiftet von Anni u. Felix Sulzbacher Liezen
Franz Zeiringer
> Klachau 2002-10-27 und 2003-02-02

LIEBES GIPFELBUCH !

 Oft  schon war ich hier und ließ meinen Blick über das Tal schweifen. Jeder Berg, der sich aus der Ebene des Ennstales erhebt, ist in meinem  Gehirn eingebrannt.  gleich ihrer Zachenen  die wie Nadelspitzen in den Himmel ragen, brennt die Erinnerung  an diesen  Ort in meinem  Gedächtnis. -  So dass, ich immer wieder komm.
  Nur ist mein Kopf heute schwer und mein Herz müde. Den Mitmensch sehe ich als Körper in dieser augenscheinlichen Harmonie, und da dieser Körper in seiner Anzahl nicht aus dem Organ der Planetenoberfläche zu entfernen ist, so entferne ich mich heute. Noch nie war eine Aussicht von solcher Schwere - mein Leben aufgeben, aber nicht hingeben.
Bis bald und danke für diese Seite.
Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen geplastert.
Die Sprossen der HIMMELSLEITER sind gute Taten.
Wellerismus auf  den Spruch des Oberlehrer Sprung
 Sa 2004-07-03<3> Rosi und >

Das LEBEN
Du musst das Leben nicht verstehen,
Dann wird es werden wie ein Fest
Und laß dir jeden Tag geschehen;
Wie sich ein Kind im Weitergehen
Sich von jedem Frühlingswehen
Viele Blüten schenken läßt.
Monika und Wolfgang. 2006-08-20


B   PRÄAMBEL