4.1-11 D
A
S K A I S E R L E N A U G I
P F E L K R E U Z in Schattendorf
I.
Der 186. Geburtstag von Nikolaus
Lenau 13.08.1802
- 22.08.18950, dem Schirmherrn des
Kreuzes, hat den gleichen Tag und das gleiche Monat des Datum der
Kreuzeinweihung.
II. Der Grimming mit 2351m und der
Krippelberg mit 351m haben eine
Höhendifferenz von 2.000m.
III. Am 13.08.1937 um 11:00 machte Nikolaus
Lenau
folgende Eintragung in sein Tagebuch: Lenau >
4.3 DIE MUTTER NIKOLAUS LENAUS
Es
war der
Tag meiner Geburt. Meiner Mutter war dieser Tag vor 35 Jahren ein
banger und froher wie kein
anderer, denn meine Geburt war äußerst schmerzlich und
gefährlich, und ich war ihr vom ersten Augenblick meines Lebens
das Liebste. Sie ist längst begraben. Sie hat mich
zurückgelassen als dein vorbestimmtes Erbe. Du darfst es nicht
antreten und dennoch habe ich auf dein Leben einen gewaltigen Eingriff
getan; vielleicht ist es in Trauer gewandelt. Meine Mutter ist
schuldlos daran. Sie wird sich aber freuen an unserem Unglück, an
unserer Liebe. Es ist mir doch sehr wohl dabei, so heimlich für
dich zu bluten. O du liebes gewaltiges Weib meiner unglücklichen
Liebe! Lenau >
- Zum
Gedenken seien
auch einige andere Personen genannt welche am Grimming den Tod fanden.
- 00.10.1944 Hanni Krenn
hat vor der Einberufung als
Luftwaffenhelferin den Grimming bestiegen und ist seither verschollen
- 20.06.1948
Bergführer Resch und Meier
bei Hilfeleistung verunglückt.
- 19.09.1965
Kreuzaufsteller
Schartenspitze Jürgen Ewers
abgestürzt, seine Umshaus
Braut erfroren.
- 06.05.1900 Alpine
Sonderleistungen Pfandl
wurde mit einem Fuß von Maischberger
durch die nördliche Schneegrube geführt.
- 1988
Kreuz -
Kupfertafel
angefertigt von Stefan Schefberger
- Der
Roman Grimmingtor
wurde durch
die steirische
Dichterin Paula
>
Weltliteratur.
4.4.1
KRIPPELBERG† 331m GIPFELBUCH >
ein
sanfter
Bergrücken über
den Weingärten an
der ungarischen Grenze, die
höchst Erhebung der Krippeln in Bgld.
Das
KRIPPELBERGLIED
Am
Tage und
auch in der Nacht
Vergaß
ich meine Sorgen,
Ich
habe gesungen, getanzt und gelacht
Bis
in den frühen Morgen.
Vom
Grimming im neuen Glanz
Das
Kreuz vom Kaiser Franz.
Gar
Manches fiel mir wieder ein
Was
mir schon längst entschwunden.
Ich
war so froh und trank von dem Wein
Es
waren schöne Stunden.
Vom
Grimming im neuen Glanz
Das
Kreuz vom Kaiser Franz.
Am
Krippelberg im Burgenland
Der
Abschied naht die Zeit entflieht
Und
wer einst auf dem Gipfel stand
Er
weiß, dass man sich wieder sieht.
Vom
Grimming her im neuen Glanz
Das
Kreuz vom Kaiser Franz. >
4.4.1.1
Kreuzaufschrift KAISER
RÖHRENKREUZ
LEGENDE
- 01.09.1903: Angefertigt
von R.WOLFF aus Untergrimming,
wurde es am Grimminggipfel in 2351 m Höhe aufgestellt, zur 55
jährigen Regierung, Kaiser FRANZ JOSEF`S
von Bürgern der steirischen Gemeinden Pürgg und Neuhaus unter
ihnen auch Herr ADAM der Vater des
Mannes der diese Informationen den Kreuzaufstellern gab.
- 05.09.1954: Es
mußte
das alte
Kreuz einem neuem weichen und wurde in einer Felsspalte abgelegt wo es
31 Jahre später gefunden und geborgen wurde
- 03.08.1985:
Gefunden von B.MAYER
und ST.SCHEFBERGER
am Grimming B.MAYER hat es
verkleinert wieder hergestellt und im Juli 1988 von der Steiermark ins
Burgenland gebracht als verbindendes Glied dieser 2 Bundesländer
hier am Krippelberg aufgestellt und geweiht am
- 13.08. 1988. Der Höhenunterschied Grimming
Krippelberg
beträgt genau 3000 m
>
4.4.1.1.1
1
4.4.1.2 SAAT
in Sonne und Regen,
Sein Werk wogende Ähren
Gereift auf stürmischen Fähren
Und auf dornigen Wegen.
Kreuzaufstellung
Juni 1988 im Gedenken an Nikolaus Lenau Gipfelbuch HINTERLEGT
30.04.88 ><1>
4.4.1.3 Lieber GOTT
wir
danken Dir
Dass die Neger hungern und nicht wir. Anonymus
KB-3.1.5
Kreuzweihe
mit mit Nilolaus Lenau Gedenkfeier
Öblarner Berg Musik 13.08.88 ><2>
4.4.1.4
AN
DEN TOD Wenn`s
mir einst im Herzen modert,
Wenn der Dichtkunst kühne Flammen
Und der Liebe Brand verlodert,
Tod dann brich den Leib zusammen!
Brich
ihn schnell, nicht langsam wühle;
Deinen
Sänger laß entschweben,
Düngen
nicht das Feld vom Leben
Mit
der Asche der Gefühle.Nikolaus
Lenau >
4.4.1.5
HERBST Die
Blätter
beginnen sich zu färben, die
Schöpfung zeigt sich in voller Pracht, in den Weingärten ist
Lesezeit.-Der Sonne Lauf wird kürzer, die Schatten der Nacht
dehnen sich, ein Zeit zum Heimgang, in die Ewigkeit und eine Einkehr in
sich selbst. Was ewig bleibt ist der Kreislauf in dem sich alles
ändert ein ständiges Werden und Vergehen und
die Spanne dazwischen ist das Leben. PJZ
Dankwanderung 16.10.88 ><3>
4.4.1.6
Wünsche
unvergolt`ner Qualen
Um die WAHRHEIT
bedecken,
Ist eine Rechnung
ohne Zahlen
Um ein Feuer zu
verstecken. SW
Gipfelbuch
Behälter am
Kreuz befestigt
Mit
Stefan >26.02.89
><4>
4.4.1.7.1
2
4.4.7.2 Das KRIPPELBERGKREUZ >
Es
steht am sogenannten
Krippelberg in 351m Seehöhe. Dieses
Kreuz
wurde 03.08.1985 in einer Schlucht unter
des Grimming ein Gipfel des Dachstein
Grimmingstockes von Stefan
Schefberger - einem gebürtigen Schattendorfer und Bruno
Mayer - einem Steirer gefunden.
Es war das alte Grimming Gipfelkreuz
welches im Jahre 1903,
anläßlich
des 55- jährigen
Regierungsjubiläums
von Kaiser Franz Josef, in 2351m Seehöhe aufgestellt
wurde, und bis 1954 dort stand. 1985 wurde
es von dem Schattendorfer Baufachmann JOSEF
SCHEFBERGER + 2001 restauriert
und hier aufgestellt. Am 13.08.1988 wurde
es vom damaligen Herrn Hochwürden Pfarrer
Prets feierlich eingeweiht.
4.4.7.3 ERINNERUNG.an.den.LENAUKREUZAUFSTELLER.Herrn.JOSEF.SCHEFBERGER > KREUZERRICHTUNG^ 4.4.1.7
RUHM und
Geld,
Dünen im Sand,
Wellen
im Wasser
Sind ohne Bestand. SW
Gipfelbuch erneuert
auf
ab
Baumgarten weiter
Herrentisch 31.12.98 Berg
Heil
Berg frei ><5>
Schöne
Grüße von Jaquehre Heino und der
kleinen Angi Prosit
Neujahr 01.01.99
4.4.1.8
Wir
haben den KRIPPELBERG
gepflegt wie ein Kind, er ist unser ein und alles.
KRIPPELBERG wir
lieben
dich Vanessa R.I.P.
21.05.99
4.4.1.9
Alle Jahre wieder kommen wir hierher die
Krippels aus Pottenstein 26.10.01
4.4.1.10 Es
gibt ihn also
wirklich den KRIPPELBERG !
Ulrike Sauer
geborene Krippel aus Wuppertal in Deutschland und Ingo Sauer 21.10.02
Die
Krippel's aus
Pottenstein besuchten auch heuer, so
wie alle Jahre, wieder am Nationalfeiertag den KRIPPELBERG.
Diese uns lieb gewonne Tradition werden wir noch
lange fortsetzen. Fam
Karl Krippel 8 Personen 26.10.02
4.4.1.11 Wir
sind heute nach einiger Irrfahrt
bei unserem WAHRZEICHEN - welches
wir noch
in Natura auf dem Grimming
erblickten, hier eingetroffen. Es kommen Erinnerungen hoch.
Adi Kolb mit Dorli und
Martin
aus Steinach / Stmk. Hans
Wiesnnegger >
und Anneliese Oberzeiring /
Irdning
4.4.1.12
3
4.4.1.13
Das
LEBEN
ist zu kurz für ein langes Gesicht,
Gipfelbuch
erneuert auf ab
Schattendorf 12.1103 Berg
Heil Berg frei ><6>
4.05
L E G
E N D E 4.5
EIN AUSGEDIENTES GIPFELKREUZ
Auf der Suche nach
Schnee, für die Trinkwasser
Zubereitung, begab ich mich zu den sich nördlich, unter dem Gipfel
des Hohen Grimmings befindlichen, Felsspalten. Doch welches eigenartige
Rohrgebilde lag denn da, halb eingebettet im Schnee, auf der Sohle in
einer dieser Spalte? Es mußte etwas ganz Besonderes gewesen sein!
Um der Sache auf den Grund zu gehen holte ich den Bergfreund Stefan
Schefberger zu
Hilfe. Unter der Anwendung der Hebelwirkung,
zogen wir mit vereinten Kräften das Unbekannte aus dem Schnee. Es
war ein Röhrenkreuz, teilweise waren noch die Seile mit den
Spannschlößern daran befestigt, nun bestand kein Zweifel
mehr; wir hatten hier ein ausgedientes Gipfelkreuz gefunden.
Friedlich hat es hier, als Bote einer längst vergangenen
Epoche und als Künder der Vergänglichkeit, gelegen. Einst, ja
einst da stand es im Glanz der Sonne, im Getöse der
Gewitterstürme und im Kreislauf der Jahreszeiten auf dem Hohen
Grimming, der höchsten Grimming Erhebung. Sa 03.08.85
4.5.1 DER EHRENPLATZ Geschätzte
Grimming
Freunde! Wir
stehen hier bei
einem sehr schönen Gipfelkreuz, wir sollten aber nicht auf das
alte Gipfelkreuz vergessen es ruht in einer Felsspalte nördlich
unterhalb des Gipfels. Es wurde einst mit sehr viel Liebe und
Idealismus angefertigt, es wurde mit sehr viel Mühe auf den Gipfel
getragen und aufgestellt. Für dieses Kreuz wäre ein Ehrenplatz sicher gerechtfertigt. Mit diesem Kreuz
liegt auch
sehr viel Historisches im Felsengrabe. Ich danke für ihre
Aufmerksamkeit. Karl
Reiterer Gedenken
am Hohen Grimming Gipfel Auszug 18.08.85
4.6 DIE ZINNOBERWAND RINNE >
Die Alpinisten die sich
für die Erstbesteiger der
Zinnoberrinne hielten, hatten sicherlich keine Ahnung davon, dass vor
ihnen schon Jäger einen ähnlichen Weg genommen
hatten. Am 6.11.1908 erstieg Damberger
mit
T.Fischer und R.Wankmüller
den Grimming durch die Zinnoberrinne.
Sie kletterten in der Schlucht nach Umgehung eines Absatzes nach rechts
bis zu einem großem Überhang empor und stiegen dann links
heraus in eine Rinne, bis sie sich in der Schlußwand verlor. Ein
kurzer Quergang nach links brachte sie auf die rasendurchsetzten
Schrofen des Jausengrubenbauches und weiter
zum Gipfel.
Ungeheure, pralle Wände umschließen den
Hintergrund der Großen Jausengrube. Nur rechts kommt von der
Spitze des Grimmings in der Form eines doppelt seichten S eine rote
Riesenschlucht, die Zinnoberrinne, herab. Ein mächtiger
Schuttkegel an ihrer Mündung deutet auf häufigen Steinfall
hin, ein Stück weiter aber ist die Rinne ersteiglich. Links von
ihr wölbt sich der Jausengrubenbauch, ein ungegliederter breiter
Rücken. Er
ist von der Grimmingscharte weit hinunter mit
grünen Gamsgärten bewachsen, und diese Rasenplätzchen
und Polster ziehen sich auch in die Zinnoberrinne hinein. Rechts von
der Zinnoberwandrinne springt dann der Südgrat des Großen
Grimmings hervor. Quelle: Mons Styria
altissimus Dr. Fritz Benesch.  Aufgang
bei sommerlichem Schönwetter zur Jausengrube und Einstieg
in die Zinnoberrinne, um 16:00.
Weiterstieg am Schuttkegel, dann auf dem Altschnee der Schlucht und
schließlich nach links in den Jausengrubenbauch ausweichend zur
Scharte und am Höhengrat zum Grimming.
Zerlegung des alten Kreuzes und Wurf in die
Zinnoberwandrinne, Biwak Nächtigung. Abstieg mit den
Kreuzteilen durch die Zinnoberwand Rinne zur Jausengrube. Trotz der
Abschüssigkeit der Wandrinne, blieben die Teile des Kreuzes immer
wieder irgendwo, oft auch an schwer zugänglichen Stellen,
hängen und erforderten dann wieder einen weiteren Anstoß.
Ganz plötzlich, vor der Rinnen Steilstufe unterhalb des
Mittelteiles, trafen mich dann die Vorboten einer Steinsalve. In jeden
Menschen schlummern ungeahnte Fähigkeiten von denen die meistens
ungenützt bleiben. Wenn es um dem gewaltigsten Trieb, das nackte
Überleben geht, kann man sogar über den eigenen Schatten
springen. Wie eine aufgescheuchte Gemse sprang ich aus der Rinne
über die steile Böschung empor, um dem Gefahrenbereich zu
entkommen.
Die Zinnoberwand Rinne beginnt auf der westlichen Seite des
Grimmings und endet mit einem Schuttkegel in der Jausengrube. Am Gipfel
baut sie sich, mit jäh abfallenden Platten des Dachsteinkalkes und
dazwischen liegenden losen und verworfenen lehmigen Schichten, auf. Es
ist zu erkennen: - Hier
ist allerhand in
Bewegung geraten und hier wird auch weiterhin noch viel in Bewegung
bleiben.
In der Jausengrube liegen ja auch schon genügend
Abbruchstücke vom Gipfel. Diesen direkten Weg für den
Abtransport des alten Gipfelkreuzes zu verwenden, war für mich
sehr verlockend gewesen. Allerdings, vom Volumen und von der Form der
Kreuzteile her, gab es doch ein unterschiedliches Fallverhalten zu den
Gesteinsblöcken. Wenn die einmal in Bewegung sind, sind sie nicht
mehr zu halten und nehmen alles mit was sich Ihnen entgegenstellt. Im
Zeitlauf der Jahrtausenden entstand dadurch die eingefurchten Bahn der
Rinne. So
einfach: — Oben
abwerfen,
unten herausholen, wie ich es mir insgeheim erhofft hatte, verlief es
nun aber doch nicht, - obwohl der erste Kreuzwurf schon
beträchtlich gewesen war. Auch die weiteren Etappen des
abfallenden Kreuzweges gingen flott von statten.
Am Helm war eine Telle entstanden, die Lederhose wurde am
Hinterteil etwas aufgerissen aber lediglich am rechten kleinen Finger
hatte ich eine oberflächliche Fleischwunde. Stark begangenen
Kletterrouten habe ich in den frequentierten Zeiten stets gemieden, in
den
Schluchten habe ich bewußt die Ränder vorgezogen, diese
Taktik hat sich immer bewährt. Nun auf dem in
übermenschlicher Geschwindigkeit erreichten, vor Steinschlag
sicheren Platz beobachtete ich das Ereignis in der Wandrinne: - Ein
sich
steigernder Steinehagel begann, ein
Zischen ein Schlagen der Steingeschoße, Querschläger sausten
ballartig zwischen den Begrenzungswänden der Rinne hin und her.
Folgende große Brocken kollerten faßt unabgelenkt die Rinne
hinunter, der Abschluß war meistens ein loses, sich wie Wasser
über die Steilstufen ergießendes, Schuttgeschiebe. Das
Schönwetter vom Vortag hatte angehalten, die
Sonneneinstrahlung, in die südliche Zinnoberwand, hatte sicher
ihren Teil zu den Turbulenzen beigetragen. Das Höllenspetakel
wiederholte sich in verschiedenartigen Intervallen, oft ging es
pausenlos weiter, dann wieder traten Abstände mit fast einer
Stunde Dauer ein. Noch immer lagen die Kreuzteile in der Rinne, nun
waren sie auch vom Schutt bedeckt, noch immer hoffte
ich: - Ein Steinbrocken würde
sie über die Steilstufe hinab, zum Beginn des Altschnee
befördern.
So verharrte ich in Gedanken versunken, -
währenddessen ich das Geschehen in der Rinne betrachtete. Die
Sonne stand schon sehr tief, in
der Rinne hatte sich schon lange nichts mehr getan, da wagte ich einen
Vorstoß. Kaum hatte ich die Kreuzteile aus der Gefahrenzone und
war selbst schon vor dem Ende der Steilstufe angelangt, als das Inferno
von neuem begann: —
Alles spielte sich
dann in
Bruchteilen von Sekunden ab, - mit einem gewagten Sprung stürzte
ich mich kopfüber hinab und landete in einem horizontal
geschmolzenen Schneeloch, währenddessen noch einige Steine wie
Geschoße die Sohlen meiner Schuhe trafen. Mein Seil ließ
ich in der Rinne zurück und habe es mir auch später nicht
mehr geholt.
Der nächste Teil des Weges, bis zum beginnenden
Schuttkegel, war dann gefahrlos, jedoch mußten die Kreuzteile
immer wieder aus den vom Schmelzwasser gebildeten Klüften geborgen
werden. Bei dieser Aktion ließ ich mir Zeit, ehe ich mich versah
war es finster geworden, ohne mir dabei Gedanken zu machen verwendete
ich die Kopflampe. Wegen der Dunkelheit verschob ich, am beginnenden
Schuttkegel, den Kreuztransport auf den
nächsten Tag.
4.6.1 TRAUM ODER WIRKLICHKEIT?
In der Jausengrube, im
Schwebezustand zwischen Wachen
und Schlafen, friedlich im Zelt liegend,- hörte ich plötzlich
von den Felswänden her Schreie. Traum oder Wirklichkeit? Diese Frage der
Ungewißheit nahm mich
gefangen. Einerseits hallten deutlich vernehmbare Stimmen, andererseits
zwang mich aber die Vernunft sie nicht wahr zu haben. - Ich erinnerte
mich an eine Nacht in dem Biwak der Zinkwand; damals hatte es eine
Maus, die an den Riemen meines Helmes knapperte, zustande gebracht mich
in Angst und Schrecken zu versetzen.
Etwas später erschienen die Umrisse von zwei über
das Schneefeld der Jausengrube gehenden Gestalten, nun waren alle
Zweifel beseitigt. Nachdem ich mich zu erkennen gab, erfuhr ich auch
von meinen nächtlichen Besuchern die Ursache ihres Erscheinens. In
der am Fuße des Grimmings liegenden Ort Diemlarn
hatte ein Maibaum umschneiden stattgefunden. Das zeitweise Aufleuchten
meiner Kopfleuchte, wie es sich beim Suchen und Beförderung der
Kreuzteile in der Zinnoberrinne eben ergeben hatte, wurde
irrtümlich als Bergnot Zeichen ausgelegt.
Die beiden ortsansässigen Jungjäger sind der
Bergrettung vorausgefahren, Dank Ihrer Hilfe konnte dann die gestartete
ÖBRD
Rettungsaktion
frühzeitig abgebrochen werden.
> Aufstellung Wie
sensibel die Zinnoberwand
Rinne ist habe ich dann auch später beim Toni Adam
Gedenken, in der Jausengrube
vor dem Grimmingtor wahrgenommen: - Allein nur der Trompetenschall
reichte schon aus um einen Steinschlag auszulösen. Zu guter letzt
ließ ich es mir nicht nehmen, in der sich gebührender
Bemessung der Abgeltung für den Einsatz, meinen Dank der
Bergrettung persönlich zu überbringen.
auf
ab Espang
Grimmingtor Wand Grimming Gipfel Biwak Sonne Fr 21. ab Zinnoberwand
Rinne mit Kaiserkreuz Biwak Jausengrube Sonne 22. Abstieg bei
brütender Hitze Sonne 23.08.1987 >
4.6.2 DIE KREUZBERGUNGS VERSUCHE
Anstieg bei Schönwetter, ein
schöner Anblick
einer Gemsin hatte ich vor der Jausengrube. Erstmals sah ich von
diesem Ort mit freiem Auge das Gipfelkreuz des Grimmings und der
Schartenspitze, denn auf den schneebedeckten Gipfeln hoben sich
die dunklen Kreuze deutlich ab. Der Versuch die Kreuzteile zu bergen,
war ohne Erfolg. Christtag
25.12.87
Schönwetter, mit Hilfe eines Fotos
vom
Kreuzliegeplatz versuchte ich die Kreuzteile zu finden. Mit einer
Sonde, angefertigt aus meinen Schistöcken, glaubte ich sie zu
orten, doch es waren Gesteinstrümmer gewesen. Meine
Bemühungen waren groß aber vergeblich. Silvester 31.12.87
Aufstieg zur Jausengrube, sie war
von Schneelawinen gefüllt oder besser gesagt übergelaufen, an
eine Bergung der Kreuzteile war deshalb nicht zu denken. Chr. Himmelfahrt 12.04.88 Die Kreuzteile waren immer noch
nicht
auffindbar und ich machte mir schon Sorgen, ob ich sie überhaupt
noch fristgemäß bis zum Nikolaus
Lenau Gedenken am Krippelberg finden würde. 06.05.88
Regenwetter, die Kreuzteile waren
noch immer nicht zu bergen. Do10.06.88
Der Blick vom Weißrinspitz
ergab: -
In der Jausengrube hatte der
Schnee schon teilweise den Rückzug angetreten,
größtenteils befreit vom Schnee lag auch die Jausengruben
Anhöhe unter mir, die Zeit zur Kreuz Wanderschaft war reif
geworden. 11.06.88
4.6.3 KREUZWANDERSCHAFT
Es regnete in Strömen, ich schob mein
Fahrrad am
Forstweg hinauf, der Regen konnte mir meine Hochstimmung nicht
verderben, denn ich fühlte es, dass der Schnee das Kaiserkreuz
freigegeben hatte.
Unmittelbar vor mir wechselte eine Hirschfamilie, dies hatte mich
zuerst etwas erschreckt, dann aber erfreut. Nach dem Verstecken des
Rades hatte der Regen abgenommen,
nach einem beflügelnden Stieg, stand ich bald darauf bei den
verbeulten Blechröhren des Kreuzes. Leicht wird
es sicher nicht werden aus diesem Schrott wieder ein Kreuz anzufertigen! Schnell wurden alle Teile am Seil aufgefädelt, mit diesem
Kreuzwurm an der Leine, der teilweise gezogen werden mußte, aber
auch bei steilen Gelände voraus kollerte und zu bremsen war, ging
es abwärts. Im Vergleich zum Steinschlag war es ein lustiges
Gepolter dessen Echo in der Zinnoberwand widerhallte. Irgendwie brachte
ich es zustande alle Kreuzteile am
Fahrrad zu befestigen, und die einzige Anstrengung der Talfahrt war,
die ständige Betätigung der Bremsen. Als ich beim Auto
eintraf kam auch die Sonne zum Vorschein. Noch nie hat mir etwas so
große Freude bereitet wie die Fahrrad Fahrt mit dem Kaiser Kreuz,
niemals möchte in meiner Erinnerung, die vielen schönen Tage
und Nächte vermissen die ich deswegen, in allen Jahreszeiten, in
der Jausengrube verbracht hatte.
18.06.88
4.6.4 DER ALTE JÄGER VOM
GRIMMING
Ich hatte die
Kreuzfragmente gerade im Auto verstaut,
da kam ein Jäger mit dem Moped daher. Er fragte mich: - Sind sie
der Mann von der Zinnoberrine? Ich kannte damals diese Rinne noch nicht
namentlich, es ergab sich daraufhin ein längeres Gespräch.
Er hatte die einstige, nächtliche Rettungsaktion
für mich für überflüssig gehalten: - Denn wer sich
in die Zinnoberrinne wagt, der müsse auch eine Freinacht im Sommer
überleben können, und im übrigen hätte er am
nächsten Tag diesen Narren ohnehin herunter geschossen, war sein
Kommentar. Damals wurde
ihm durch das viele Geschrei das Wild im Revier vertrieben.
Der gute Waidmann hätte mich wohl sicher entgeistert
angesehen, wenn er mich mit dem an meinem Fahrrad befestigte Blech
Gerümpel, am Forstweg fahrend, getroffen hätte.
Wir kamen auch auf meinen gestorbenen Onkel Willi der
zum Schluß in Niederstuttern gelebt hat, zu sprechen. Obwohl
Willi, der auch einst Hüttenwirt der Häuselalm am Hochschwab
war, nach dem Tod seiner Frau nur einige Jahre im Ennstal lebte, war er
dort sehr beliebt. Zu seinem Begräbnis nach Kapfenberg, hat ihm
sogar der Bürgermeister von St.Martin, mit einer Delegation, die
letzte Ehre erwiesen.
4.6.5 DIE NEUGIERDE
Die Fragen der
Neugierigen habe ich immer schon,
wie der Teufel das Kreuz, gehaßt. Sie sind auch, so wie die nie
endend wollenden Grabreden, von entlarvender Peinlichkeit. Die
Neugierde hat mit Anteilnahme und Interesse nichts Gemeinsames, sie ist
wie jede Gier ein ausufernder Trieb. Besonders rücksichtslos sind
auf diesen Sektor die Medien, die von den Schicksalsschlägen
getroffenen Menschen werden vor die Kamera gezerrt und
rücksichtslos befragt.
Oft kann eine Gegenfrage oder eine verwirrende Anwort vor
der Neugierde schützen. Allerdings können Leute deren
Neugierde nicht befriedigt wird, gefährlich wie Trieb Verbrecher
sein, und zu ewigen Feinden werden.
Am Hochgolling hat mir einst ein alter Bergknappe eine Episode
erzählt: - Um sich vor einem Gewitter zu schützen ist er
einmal, nachdem er an der Grundmauer Steine weggeräumt hatte, in
eine alte Jagdhütte eingedrungen. Er hatte sich's dort gerade
gemütlich gemacht, als der Jäger kam. - Wie bist du herein
gekommen? Schrie dieser ihn an. - Ich
habe
dich auch nicht gefragt wie du hereingekommen bist! Antwortete der
Bergkumpel.
Man geht mit
den
gebrochenen Schi durch den Ort: - Hast
du die Schi abgebrochen? Wird
immer gefragt.
Die Antwort kann also nur heißen: - Nein du siehst doch es ist
der Fuß.
4.6.6 DAS
WANDERN
Das Wandern, ja das
Wandern, schlicht fast
dürftig kommen sie daher geflogen, die fünf Wörter im
alten Lied vom Wandern, ganze Welten stecken in ihren unscheinbaren
Gewändern. Stürmisch und laut jubelnd, dann wieder mit
gedankenschwerer Bedächtigkeit, oder vor sich hin schlendernd mit
leichten Sinnen, dann aber auch einmal ausschreitend in festen Schritt
und schließlich leise auf den Zehenspitzen gehend und
geheimnisvoll nickend.
4.6.7 DIE WEHMUT
Nachdem ich in
Pusterwald in der Steiermark, aus
den verbeulten Blechröhren ein doch ganz passables Kreuz
angefertigt hatte, kam der Tag der Abfahrt nach Burgenland. Bei der
Fahrt mit dem Kreuz über den Semmering überkam mich eine
eigenartige Wehmut, die Ausreise aus der Steiermark, mit dem alten
Kaiserkreuz vom Grimming, ging dann doch nicht ohne
Gefühlsaufwallungen von statten. Es kam mir vor als würde ich
ein wertvolles Stück der Heimat in ein fremdes Land bringen.
Gefühle und Anwandlungen kommen und gehen, aber was wäre es
für ein trostloses Leben ohne sie, und wie bedauernswert sind
Menschen ohne Gefühl. Sie empfinden zwar keine großen
Leiden, dafür aber auch nicht die großen Freuden.
4.7 JOSEF DER KREUZERRICHTER >
Bei meiner Ankunft in
Schattendorf arbeitete Josef
Schefberger in seinem Weingarten, ich bat ihn mit mir die Kreuz
Aufstellung vorzunehmen. Es hätte keinen geeigneteren Mann
dafür gegeben, seine Ruhe, sein vielseitiges handwerkliches
Können aber vor allem einfach seine menschliche Größe,
hatte schon immer meine Bewunderung hervorgerufen. Als erstes hatte er
mir sofort einen Kreuzplatz auf seinem Eigengrund am Krippelberg
angeboten, falls es auf den vorgesehen Platz der Waldgemeinschaft
Probleme geben würde.
Probleme gab es keine, denn ich hatte gute
ortsansässige Fürsprecher und überhaupt war der Urbarial
Präsident, Franz
Reichel† der
drüber zu entscheiden hatte, von dem
Vorhaben begeistert. Der Sandboden, des angestammten und besten
Kreuzplatz am Krippelberg, bot wenig Widerstand als wir das Fundament
gruben. Das Kreuz war schnell errichtet, die
Hohlräume der Röhren wurde mit Eisen Armierung bewährt
und mit Beton gefüllt. Das Material und die Mischmaschine stellte
uns die Familie Bernhardt zur Verfügung. Für den Beton
Transport benutzten wir Josefs Kleintraktor Marke Tschuterl.
Bei jeder Fuhre besuchten wir die Heurigen Schenke um uns mit Wein zu
stärken. Der Standplatz vor dem Kreuz wurde von Josef
fachmännisch mit dem von mir mitgebrachten, weißen
Sölker- und rosa Öblarner Walchen Marmor gestaltet. Der Kreuzwurf war gelungen
und wird sicher einige Generationen
bestehen bleiben.
4.8 DAS WALDBLUMEN
VERMÄCHTNIS
Es freut mich
ganz besonders, dass die Bergwanderer, für diese
Gedenkstätte, unseren Krippelberg auserwählt haben. Ich
erhoffe
mir, dass alle, besonders aber die Schattendorfer, wenn
sie hier vorbeigehen ihr Haupt vor dem Kreuze neigen und im stillen ein
kleines Gebet sprechen. Einen Wunsch hätte ich noch; jeder
Wanderer der vorbeigeht solle das Kreuz ehren und wenigstens
einmal in der Woche soll das Kreuz mit Waldblumen geschmückt werden,
das wäre meine größte Freude. Die
Ansprache des
Urbarial
Präsidenten Paul Reichl gest. bei der Einweihung des Kreuzes.
4.9 WIA'S KAISERKREUZ AM
GRIMMING ENTSTANDEN IS obersteirisch Krungl‚s
netta a Dörferl so winzi und kloan,
Sand nur etla Häuser, dö stengand am Roan.
Am Fuaß stehns vom Grimma, so liab und so schön,
Willst so a Dörferl wo seg'n, muaßt weit umagehn.
Und
mitt'n im Dörferl is a Wirtshäusl a no,
Da drinn is heut lusti, sitzen d' Monnaleut do;
Dö rach'n ehrna Pfeifen und teand diskurieren,
Teand G'schichten vazähln, was in der Welt tuat passiern.
Sö
red'n vom Wetta und wia d' Zeiten so schlecht,
Den Oan, den is das‚ in Oan 's Andre nit recht.
Do sogt Oana drauf: Wos wollts denn ös klog'n?
Schauts auf'n Kaiser, was der hot zum trog'n.
Er is jo so guat, möchte an Jed'n Sein's geb'n
Und do tuan so Moanche so feindseli red'n,
Und moachen Eam Kummer, Sorgen und Müah,
Er tuat allweil geb'n, oba gnua kriangn's holt nia.
Do
steht Oana auf, ma siacht Eam's scho on,
Doss er vor Zorn schier red'n nimma konn:
"Höll Teufel"! So moant er, "Dos war do nit schlecht,
Wos wa solchani Rackera vielleicht no nit recht?
Mir
wernd Eahnas zoagn wia sis a g'hert.
A Lump is a Jeder der'n Kaiser nit ehrt!
Den liabn, den guat'n, der oalls für und tuat,
Den g'hört unser Herz, unser Guat, unser Bluat.
Und
zum Zoacha, doss woar is, do gebma jetzt z'soam
Und sammeln und spoar'n bis ma 's Geld beinand hoam."
Aft nimmt er sei Zither, zan spiel'n hebt er on,
Und spielt ani Tanzln, so schö alls er 's konn.
Und
d' Dirndl'n, dö singan a recht a schöns Liad,
Zum Herz'n tuat 's geh'n und a zum Gmüat.
So sands lusti und freidi bald bis in die Fruah,
Bis 's Geld beisamm war, grad netta war's gnua.
Jetzt
mochens a Kreuz und von Eisen muaß sein,
Aft trog'n 's es am Grimma und setzen 's dort ein.
Do leucht's wohl vo weit'n weit aussi ins Land.
Und Alle, dös seh'n, dö reich'n si d' Hand.
Und ruaf'n vom Herzen
doss weihin es schallt:
"Bitt! Himmlischer Vater, unsern Kaiser dahalt"!
Und kimmt a a Wetta, doss dunnert und kracht.
Wanns finster a wird, als wär's bei der Nacht.
Wir
halten zum Kaiser, fest wias Kreuz, da ob'n auf,
Und hoff'n vom Herzen,
Bald
geht d'Sunn wieda auf.
Josef Schwarz
Quelle:
Grimming Archiv Heimatmuseum Strick Bad Mitterndorf
4.9.1
WIE
DAS KAISERKREUZES AM
GRIMMING ENTSTANDEN IST ÜBERSETZUNG Krungl
ist ein Dorf winzig und klein,
Nur einige Häuser stehen am Rain.
Am Fuße vom Grimming, so lieblich und schön,
Willst du Gleiches wo sehen, mußt weit umher gehen.
Lustig
zu sein im Gasthaus, so ist es der Brauch
Da sitzen die Männer und paffen den Rauch.
Erzählen sich Geschichten und diskutieren
Über alles was daheim und in der Welt kann passieren.
Sie
reden vom Wetter und wie die Zeiten so schlecht,
Dem Einen ist dies, dem Anderen ist das nicht recht.
Da sagt einer drauf: Was wollt ihr denn klagen?
Schaut auf unsern Kaiser, was der hat zu tragen.
Er
ist ja so gut, möchte jedem das Seine geben
Und doch gibt es so manche die feindselig reden.
Sie machen ihm Kummer, Sorgen und Müh'
Er gibt immer viel aber genug kriegen sie nie.
Da
steht einer auf, man sieht es ihm an,
Dass er vor lauter Zorn fast nicht mehr reden kann:
Höllteufel! So meint er, das wär' doch nicht schlecht
Wäre diesen Leuten vielleicht etwas nicht recht?
Wir
werden es ihnen zeigen wie sich's gehört.
Ein Lump ist ein jeder der den Kaiser nicht ehrt!
Den lieben, den guten der alles für uns tut,
Ihm gehört unser Herz, unser Sinn und unser Blut.
Herrgott,
dass es wahr ist! Wir sammeln und sparen
Und legen zusammen, bis wir das Geld haben
Er nimmt seine Zither, zum Spielen hebt er an,
Und spielt seine Tänze so gut er sie kann.
Die
Mädchen sie singen ein besinnliches Lied,
Es ergreift die Herzen und geht in's Gemüt.
Sie sind lustig und fröhlich bis in den Morgen
Das Geld war zusammen und vergessen die Sorgen.
Jetzt
machen sie ein Kreuz, von Eisen muß es sein,
Sie tragen es auf den Grimming und setzen es ein.
Dort thront es am Gipfel, weit sichtbar im Land
Und alle die es sehen, die reichen sich die Hand.
Sie
rufen vom Herzen, dass weithin es erschallt:
Himmlischer Vater, unsern Kaiser erhalt'!
Kommt auch ein Gewitter, dass es donnert und kracht,
Wenn es auch finster wird, als wäre es in der Nacht
Wir
halten zum Kaiser, fest wie das Kreuz droben steht
Und stehen voll Andacht wenn die Sonne aufgeht.
4.10 KAISERKREUZ
HYMNE Hymne,
Seiner Majestät dem Kaiser Franz Josef den I. gewidmet. Worte von Josef Wierer,
für die Zither
componiert von Karl
Praschinger Op. 190
langsam, majestätisch.
DAS
KAISERKREUZ AM GRIMMING I.
Oben, dort auf
Bergeshöh',
Wo die Wolken eilend
zieh'n,
Wo des Himmels ernste
Näh'
Läßt
Begeisterung
erglüh'n -
Ein mächtiges Kreuz
ragt
himmelwärts,
Und tief ergreift es
unser
Herz:
‚s gilt unserm Kaiser,
Güt'ger genannt
Von Land zu Land!
II.
Aus des Tales stillem
Grund,
Wo der Matten
prächtig
Grün
Reich durchwebt von
Blümlein bunt,
Die in tausend Farben
blüh'n,
Trug es der wack'ren
Männer Schar
Hin zu des Höchsten
Bergaltar -
Für unsern Kaiser,
Güt'ger genannt
Im ganzen Land!
III.
Treuer Herzen echte Lieb'
Schuf es; von der
Höhe
dort,
Wo es ragend nun
verblieb,
Weithin kündet's
Ort um
Ort:
Wie dieses Kreuz im
Wetterdräu'n,
So fest und stark, so
soll
auch sein
Die Lieb' zum Kaiser
Güt'ger genannt
Von Land zu Land!
IV.
Und im glüh'nden
Morgenrot
Ruft's zu Gott, dem
Herrn der
Zeit:
Schütze, wenn
Gefahr ihm
droht,
Unsern Kaiser! In Freud
und
Leid
Wenn wir an seiner Seite
steh'n -
Wird Land wie Volk - nie
vergeh'n
Die Lieb' zum Kaiser
Güt'ger genannt
Von Land zu Land!
Notiz
am Notenblatt:
Am 8.
September 1903 wurde auf der höchsten Spitze des Grimmings, dem
sogenannten Hocheck 2351 m,
in Steiermark das Seiner Majestät dem Kaiser
Franz Josef den I. gewidmete, von
dem Kammervirtuosen Karl Praschinger
durch Veranstaltung eines Festkonzertes gestiftete Kaiserkreuz
errichtet, nachdem es von patriotisch gesinnten Männern mit viel
Mühe und Anstrengung, in einzelne Teile zerlegt, zur schroffen
Höhe befördert worden war. Quelle: Grimming Archiv
Heimatmuseum Strick Bad Mitterndorf
4.11
S C H R I
F T V E R K E H R
4.11.1 KREUZ
AUFNAHMEN Pürgg,
08.07.88
Adam an
Mayer. Nun kann ich Ihnen auch den letzten Wunsch erfüllen
und AUFNAHMEN von der Gipfelkreuz
Aufstellung aus dem Jahre 1903 übersenden. Die alten Platten,
waren noch tauglich und lieferten noch überraschend gute Bilder.
Alle Aufnahmen stammen von meinen Vater 1873
- 1959. Auf der
Aufnahme im Querformat, ist er selbst im
Bild und hat sich nach der Einrichtung der Kamera am Stativ, noch
schnell in die Gruppe gestellt der
Mann in
der linken Bildhälfte, mit Strohhut und Schnurrbart und leicht
abgewinkelten Arm und ließ einen Teilnehmer an der
Aufstellungsfeier auf den Auslöser drücken. Auch die
Größenverhältnisse, zwischen dem Kreuz und den
Anwesenden, kommen gut zum Ausdruck. So hoffe ich, auch meinen Teil zur
Kreuzaufstellung am Krippelberg beigetragen zu haben und freue mich,
über die Wiedergeburt jenes Gipfelzeichens, zu dessen Entstehung
vor 80
Jahren ein Vorfahre der Familie
Adam einst den Anstoß gab. Ich freue mich darauf im
Anschluß an die Aufstellungsfeier einen Bericht darüber zu
erhalten.
4.11.2
KRIPPERL Pürgg,
Ende
Juni 1988
Adam an
Mayer. Nun wird es allmählich Zeit, dass ich mein gegebenes
Versprechen, Angaben über die Entstehung des alten Grimming
Gipfelkreuzes zu machen, auch einhalte, denn nur 7 Wochen trennen und
noch von Ihrer Veranstaltung am Krippelberg. Welche
Dublizität der Namen: Auch Pürgg wurde von Peter Rosegger das
Kripperl der Steiermark genannt.
4.11.2.1 DIE
GEDENKTAFEL
Bezüglich
der
Anbringung einer Gedenktafel, einer Idee der ich zustimmend
gegenüber stehe, hätte ich folgende Vorschläge:
Bergführer Karl Reesch und Franz Maier verunglückt, 20.06.1948 bei
einem Bergrettungs
Einsatz am Grimming, Jürgen
Ewers Schartenspitze Kreuz Aufsteller, Trude Umshaus verunglückt 19.09.1965
Ewers
stürzte ab sein Braut Umshaus erfror kaum 10 Minuten vor der
Biwakschachtel, Oblt. Baron Simbschen,
bestieg vermutlich als erster Nichteinheimischer den Grimming.
Thomas Maischberger,
Erstbesteiger der Hochtor Nordwand Maischberger Fasseln er
bestieg am 06.05.1900
als Beinamputierter mit Dr. H.Pfandl
den Grimming bei winterlichen Verhätnissen durch die
nördliche Schneegrube.
Hannerl Krenn aus Pürgg, die im Oktober 1944, vor ihrer
Einberufung als
Luftwaffenhelferin, nochmals den Grimming bestieg, aber nicht mehr
zurückkehrte. Außer der Gipfelbuch Eintragung und
Schuhabdrücke im Schnee, wurde keine Spur mehr von ihr gefunden.
Damit glaube ich, mein Versprechen, Informationen bezüglich des
alten Grimming Kreuzes zu geben, eingehalten zu haben, bin aber gerne
bereit fehlende Auskünfte, soweit diese noch
erforderlich und dazu auch von meiner Seite die Möglichkeit
besteht, zu geben. Wenn ich Glück habe
erhalten Sie auch noch ein Foto
vom alten Gipfelkreuz. Ich habe nämlich das Negativ eines im
Jahre, 1903 mit einer Plattenkamera aufgenommen Bildes, vom
Gipfelfeier gefunden und werde versuchen ein brauchbares Bild zu
erhalten. Es fragt sich nur, wie das Negativ die 85
Jahre überstanden hat.
Übrigens. Von Nikolaus
Lenau >
gibt
es ein hübsches Bonmot. Ich weiß nicht ob Sie es kennen. Als
er gefragt wurde, wer eigentlich Plato war, soll er geantwortet haben,
- das sei der Mann gewesen der die komosche Liebe erfunden hat. Er meinte damit die Platonische.
Für die Feierstunde am Krippelberg wünsche ich ein gutes
Gelingen.
4.11.3 KREUZPLATZ Wien,
20.06.88
Mayer an Adam. In Schattendorf im
Burgenland habe ich mit meiner Sache eine gute Aufnahme gefunden. Die
Aufstellung des alten Kreuzes wurde mir schon im ersten
Anlauf bei einer mündlichen Vorsprache beim Urbarialpräsidenten
Paul Reichel bedingungslos und sofort genehmigt.
4.11.4 LIEBE Wien, 27.02.88
Mayer
an Adam. Es war Liebe auf den ersten
Blick, dieses alte Kreuz mit seiner Röhrenform gefiel mir sofort,
es wird in diesem Jahr am Krippelberg in Schattendorf Burgenland aufgestellt.
Im vergangenen Jahr transportierte ich
das alte Grimming Gipfelkreuz, es
lag in einer Felsspalte unterhalb
des Gipfels.
Für die Kreuzaufschrift ersuche ich Sie um einige
historische Informationen. Mein Wissensstand ist: Das
Alte Kreuz wurde durch einen Blitzschlag zerstört und der ÖAV
errichtete ein neues. Vielleicht ist über die Grimming
- Gipfelbücher oder auch durch andere Quellen mehr über
dieses Kreuz und dessen Errichter in Erfahrung zu bringen?
Das alte Grimming Kreuz hat durch den Transport, durch die
Zinnoberwand
Rinne zur Jausengrubesehr
gelitten. Ein
Unternehmen, welches wegen Steinschlag nicht ganz ungefährlich war.
Die Restaurierung wird
eine schwierige aber lohnenswerte Aufgabe werden. Eine Fotoaufnahme von
dem alten Kreuz wäre in diesem Zusammenhang eine wertvolle Hilfe.
5.1
- 19 B
I W A K B U C H >
O
B E R S T E I N E R - B
I W A K W E I H E
1949
Dr.
L. Obersteiner Biwakschachtel 2.280 m, errichtet von der Steirischen
Alpenverreins Hochtouristengruppe Graz
im Jahre 1949.
Die neue Dr. Obersteiner - Toni Adam
Biwakschachtel steht seit 18:00 Reini
Fuchs, Willi Schrempf, Kurt Kumberger, Erwin Eingang, Hans Kreuzer
ÖAV ÖBRD Stainach 22.09.91 Einweihung
19.09.92
5.1 Halt`
fest
zu
den GEFÄHRTEN
Bei allen Gefahren,
In Freude und in Not
Getreu bis in den Tod.
Sterntreffen der Steirischen ÖAV Hochtouristen Gruppe zum 25.
Jahrestag der Biwak Schachtel. Allen Biwakierern
wünsche ich herrliche Bergerlebnisse und einen guten Abstieg Berg
Heil ÖAV Landesleiter K.Hofer 15.09.74
5.2
Was uns nicht UMBRINGT macht und
stärker. Klaus
Grassen Wels 15.08.77
5.3 RUF DES
BERGES Wieder einmal hat der
Berg gerufen
Und diesmal hat alles gepaßt,
Herauf auf den Felsenstufen,
Der Entschluß war schnell gefaßt.
Dann der Gipfel im
Dämmerschein,
Andächtig wurd' ich und still,
Gruppen von Lichtern winzig klein,
Ein Sternfunken, ich weiß was ich will.
Nur diesen Wunsch
hab` ich gestellt
O Herr erhalt' unsere Berge,
Noch vielen Generationen rein,
Hier in uns'rer schönen Welt.
Erich
Lechner Irdning
14.15.08.80
5.4 JOSEFINE
JUG GEDENKBLATT
Unsere
Tochter Helke nahmen wir schon mit 12 Jahren am, 20.09.78
mit auf den
Grimming.
Es machte ihr Freude sie war eine echte, Adam. Am 15. August 79
anläßlich eines Sterntreffens der Familie zum 50. Geburtstag
von Dorli Adam am Grimming ist im Gipfelbuch der Schartenspitze
folgende Eintragung meines Mannes:
Aufstieg Schartenkar durch die
Schlucht
auf
den schiefen Turm und die Schartenspitze zum Grimming Gipfel.
Toni Adam, Herwig Adam, Helke Adam Pürgg 15.08.79 Wir gingen eine
andere Route auf den Grimming den NW Grat. Laut Eintragung vom
Tourenbuch meines Sohnes Herwig:
Am 05.09.80, stiegen
wir durch die Kalte Rinne auf, Dorli Adam,
Herwig
Adam, Helke Adam. Anstieg NW - Grat und zum Grimming Gipfel. In der
Biwak Schachtel hinterlegten wir ein Gedenkschreiben
von Toni Adam für unsere Hochgebirgs - Gruppen Kameradin Fini Jug
aus Graz. Abstieg Radio Radiisweg, Grimminghütte.
11 Tage später am, 16.09.80,
ging mein
Mann auf den Grimming und machte folgende Eintragung in das Gipfelbuch:
Aufstieg Wildbachverbauungskegel - Eipelofen - Multereck - Grimming.
Abstieg Radio Radiisweg - Grimminghütte. Toni Adam Pürgg
16.09.80 Karl und Fini Jug waren gemeinsam
mit ihrer Grazer Hochgebirgs - Gruppe des ÖAV die Initiatoren zur
Aufstellung der Biwackschachtel am Grimminggipfel, die im
Gedenken an Dr. Obersteiner errichtet wurde. Fam. Adam Pürgg 09.80
5.5 Ach
laß den WIND doch weh`n,
Denn über uns der Himmel
Läßt uns nicht untergeh`n. Klaus
Hamburg 30.10.82
5.6
Bist du Weißer oder NEGER,
Bist du König oder
Jäger,
Bist du Jude, Moslem oder
Christ,
Hinterlasse bitte keinen
Mist.
Denk daran auf jeden Fall
Dieses Biwak ist kein
Stall. Buchhinterlegung
08
- 09.12. 84 >
Gestern
Nachmittag`s bin ich auf der NW Seite des Grimmings, rechts neben den
großen Plattenschluchten, hinaufgestiegen. In der Höhe der
Latschengrenze gab es Sturm Nebel und Schneefall, ich habe biwakiert,
es war sehr kalt. Heute bin ich bei stürmischem Wetter mit
schlechter Sicht hier gut angekommen und war von 09:00 - 15:00 anwesend.
5.7 Ich
hoffe, dass GOTT mir den Weg in das Tal weisen wird.
Max Holzer ÖBRD Neuberg/M.
07.04.85
5.8 HÜTTENTRAUM Ein Traum am
Hüttenherd
Draußen sang der Wind,
Saitenspiel so lieb und wert,
Klang bald laut, bald lind.
Vergang`nes sang mit
Im
Lied der Einsamkeit,
Was
ich liebte was ich litt
Es
war so weit - so weit.
Gebrochene
Lebens Schwinge
Ohne
Schmerz ganz verklärt,
Leben
Tod wechseln Ringe
Ein
Wanderer ist heimgekehrt.
Längs
Überschreitung 17. -
18.05.85 >
5.9
Reines Herzen zu sein
Das ist das HÖCHSTE,
Was Weise ersannen,
Und noch Weisere taten. Hölderlin.an.Diotima >
Stefan.Schefberger >,
SO
Grat 03. - 04.08.85 Bruno
Mayer herrlicher 8 Stunden Aufstieg
bei
prächtigem Wetter am Süd Ost Grat, von 14 - 17:00 den
herrlichen Sonnenschein genossen und in der Obersteiner Biwak Schachtel
genächtigt. Am
Abend zog ein gräßliches Gewitter auf und die ganze Nacht
war Sturm und Regen. Um 05:00 aufgestanden, der Sturm hat angehalten
der Regen hat nachgelassen, dafür ist dichter Nebel, Abgang
über das Multereck.
5.10
Als du auf die WELT kamst, da
weintest du und alle um dich freuten sich sehr. Lebe auf der Welt so,
dass wenn du diese Welt verläßt, alle weinen und nur du
alleine lächelst.
Längs Überschreitung 02.
- 03.08.
86 >
5.11
GLÜCKLICH
wie die
Tage sprießen
Wechselnd zwischen Freud und Leid,
Zwischen darben und genießen,
Zwischen Welt und Einsamkeit. Alfred
Matlschweiger Stainach
25.10.86
5.12 DAS
GIPFELKREUZ Ein
Kreuz in den Bergen
Hält schützend die Hand,
Als König der Gipfel
Hoch über dem Land.
Als Mahnmal in Stille
Es geschehe Gottes Wille.
Abstieg
mit
dem Kaiserkreuz durch die Zinnoberinne,
zur Jausengrube 22. -
21.08.87 >
5.13
Warum
gibt es zuwenig MÄNNER
Auf der Welt weit und breit?
Weil eine Edelpflanze
Viel seltener gedeiht.
Sepp
Kaiser Graz
03.10.88 Nach einer Ersteigung des Süd - Ost - Grates,
teilweise bei Mondlicht, haben wir eine erholsame Nacht in dieser
gemütlichen Hütte verbracht. Stefan Kanlich
Perchtoldsdorf, Michael Gretzmacher Wien 21. - 22.06. 88
5.14
In
den STUNDEN des Leidens
Steh`st du vor den Pforten des Glücks.
Toni
Adam
Gedenkgang, Tressenstein Multereckgrat Buchhinterlegung 08. - 09.12.
89 >
5.15
TOD Tor des ewigen
Leben.
Unvergessen bleibt der,
Der auch selbst niemanden vergaß.
Toni Adam
Gedenkgang
31.03.91 >
Martina
Zefferer, Stefan Kukula Junior von der Öblarner
Begmusik, Kind Ludwig 03.
- 04.10.91
5.16
GOTTES
Weise
Gütiges ist leise,
Lautes ist Rausch,
Drum Seele lausch.SRSPR
09. - 10.05.91 >
5.17
Warum
Ärger über schlechte FRÜCHTE am
Baum?
Wenn Boden, Luft und der Regen die Ursachen sind.
Nordwand
Besteigung 06. -
07.07.91 >
5.18 Nicht
wer am längsten Ast sitzt,
Sondern wer am Boden der VERNUNFT bleibt,
Dessen Wille geschehe.
Sonderbarerweise
stand die Biwak
Schachtel nicht am gewohnten Platz, vermutlich wurde sie mittels
Hubschrauber, zwecks Instandsetzung, hier abgestellt. Nordwand
Besteigung 31.07.1991 Bruno Mayer Die neue Dr.
Obersteiner - Toni Adam
Biwakschachtel steht seit 18:00 Reini Fuchs, Willi Schrempf, Kurt
Kumberger, Erwin Eingang, Hans Kreuzer ÖAV ÖBRD Stainach
22.09.91 Biwak Erneuerung Restarbeiten Erwin Eingang, Anton Semmer,
Franz Pötsch, Alfred Grüßer, Robert Kreiner
26.11.91Vielen Dank
an
die Errichter, es bleibt nur zu hoffen, dass der
Zustand die vorbildliche Gipfelunterkunft
erhalten bleibt. 02. -
03.05.92 >
5.19
Ewig
ist der BERG,
Er ist Anfang und Ende.
Was wir sind ist nichts,
Was wir suchen ist alles.
ÖAV
Sektion Stainach Biwakbuch hinterlegt
23.10.98 Die
hinab geflogene und unten, von Helmut Augenschrok, renovierte
Biwack Schachtel wurde am, 23.10.98 wieder herauf geflogen. Sie wurde
von Helmut Augenschrok, Reinhold Fuchs und Franz Pötsch
zusammengebaut und verankert. Vielen Dank an alle freiwilligen
Mitarbeitern, die bei der Renovierung mit geholfen haben auf Lärchkogel Gamsspitz
Multereck bei
Regen Gipfel
Biwak Längs
Überschreitung bei Nebel Fr. 20. - 21.08.99
Bruno Mayer
5.20
Wer
sich mit einem ZWEIG begnügt
verzichtet
auf den ganzen Baum.
auf
Lärchkogel 05. - 06.10.04 Di Sonne >
Biwaknächtigung weiter
Längseberschreitung 4.Längsüberschreitung
2004 >
6.1
- 8 G I P F E L B Ü C H E R
6.1
- 44
†
2351m 6.1.0 KREUZCHRONIKEN 6.1.0.1 KAISERKREUZ >
Das Kaiser
Jubiläums Gipfelkreuz Grimming, wurde im, September 1903 aus
Anlaß des, 55
jährigen Regierungsjubiläums, Kaiser
Franz Josefs am Grimminggipfel errichtet. Während 1898
anläßlich des 50
jährigen Regierungsjubiläums, in Stainach auf Anregung des
Reichsrates, Freiherr Ritter
von Pantz
neben der Volkschule ein Jubiläumsbrunnen und zwischen dem
Rüsthaus der Feuerwehr und dem Schwimmbad ein Jubiläumspark
errichtet wurden,
wollten
die Nachbargemeinden Pürgg und Neuhaus, nicht mehr länger
zurückstehen. Sie beschlossen die Errichtung eines Jubiläums
Gipfelkreuzes am Grimming
Gipfel. Unter den Initiatoren befand sich auch mein Vater. In der Huf und- und
Zeugschmiede des Herrn Rudolf
Wolf,
in Untergrimming - einem
Einwanderer aus dem Ruhrgebiet, wurden die Eisenrohre angefertigt, aus
dem später das Kreuz zusammengesetzt wurde.
Die einzelnen Teile wurden von einheimischen Burschen und Männern,
über den Tressensattel - Grasleiten - Multereck auf den Gipfel des
Grimmings getragen und dort zusammengesetzt. Bei dem Festakt
anläßlich der Kreuzaufstellung waren 103
Personen damals
eine Rekordzahl auf
den Gipfel, darunter auch eine Frau!
Das alte
unansehlich
gewordenen
Gipfelkreuz, fand in einer Felsspalte unweit des Gipfels seine
Ruhestätte, wo es nach mehr als 30 Jahren von
Bruno Mayer
wieder entdeckt, und am Krippelberg in Burgenland errichtet, wurde.Toni >
6.1.0.2 ÖAV-KREUZ > ANSPRACHE
Das neue ÖAV
Grimmingkreuz erhebt sich an der Grimmingkante, vor dem Abgrund,
in Richtung Südosten. nach einem stillen Gedenken an die Grimming
Bergopfer, hielt in Gegenwart von 250 Personen der Almvater Franz
Zehentleitner eine Rede. Der Pfarrer Rabl aus Stainach weihte das Kreuz
als ein besonderes Glaubenssympol für das gesamte Enntal. 51
Jahre nach
der
Aufstellung war das alte
Kreuz kurz vor dem Verfall, da wurde am, 14.05.54
von unserer ÖAV Sektion Stainach beschlossen es zu erneuern. Das
neue
Kreuz
bestehend aus 24
Elemente und 48
Gährungs Schweißungen stammt,
einschließlich des Entwurfes, von Rudolf
Zefferer.
Es wurde vor dem Transport auf den Grimming
Gipfel, durch ÖBRD
Männer aus
Stainach, Pürgg, Mitterndorf und Liezen, in Stainach am Hauptplatz
aufgestellt.Quelle Toni Adam Die ÖAV
Sektion
Steinach feierte im Jahre 1994 mit
einer
Gipfelmesse das 40 jährige Bestehen des Kreuzes. 2004 wird (wurde)
am
21.August um 10:30 gleichfalls mit einer Gipfelmesse das 50
jährige
Kreuzjubiläum gefeiert. Paralell dazu gibt (gab) es eine
Fotoausstellung in Trautenfels.
6.1.0.2.1 KREUZTRÄGER
oberes
Kreuzende: Franz Kohlhauser Schladming
02.09 Rechtes und linkes oberes
Verbindungsstück: Toni Adam HG
ÖBRD Pürgg 04.09 Linkes und
rechtes Kreuzende: Sigurd Fahringer HG
ÖBRD Untergrimming Linkes
unteres
Verbindungsstück: Toni Adam Rechtes
unteres Verbindungsstück: Franz
Strick Bad Mitterndorf 03.09 Gipfelbuchbehälter: Toni >
Untere Mittelteile und Bodenteile: M.Bachler, H.Eingang WSV Liezen,
K.Mayer,
O.Ogris Stainach, Storch ÖAV, A.Vasold.
Am Sonntag den, 05.09.1954 um 8 Uhr wurde das Kreuz auf dem
Grimming Gipfel von den ÖAV
Mitgliedern
Erich Finger, Rudolf Klapper und Rudolf Zefferer errichtet
und eingeweiht. Es erhebt sich in Richtung Südosten vor dem
Abgrund an der Grimming Kante. Nach einem stillen Gedenken an Tote,
die der Grimming gefordert hatte, sprach in Gegenwart von 250 Personen,
von der Sektion Stainach
des ÖAV dessen Obmann, der mit den Namen Almvater
weit über das Ennstal hinaus bekannte Dir. Franz Zehentleitner. Er
dankte dem
Hersteller, den Trägern und den Errichtern des neuen Kreuzes. Mit
der Mahnung: Das Bergsteigen mit Vernunft zu
betreiben und dem Bergsteiger Gruß Berg Heil!
Schloß er seine Ansprache. — Gott hat die Natur zur Freude
geschaffen, nur wenn wir in Respekt vor
der Allmacht seine Werke bewundern, wird und das Bergsteigen zum Segen.
- Das Grimming Kreuz ist ein besonderes Symbol für uns Ennstaler
geworden und ein Kreuzzeichen, auch nur mit den Händen geschlagen,
ist immer eine Ansprache - ein stilles Gebet mit Gott. Amen. Otto Rabl
Ortspfarrer von Stainach Quelle Toni
Adam
6.1.8
HOHER
- 01.auf
ab Kulm Gipfelbuch hinterlegt 23.08.84<1>
- 02.auf
Südost Grat ab Nachtabstieg
Multereck Grasleiten 8. - 9.12.84<2>
- 03.Längsüberschreitung
Grimminscharte
Multereck 17.05.85<3>
- 04.auf
Südost Grat ab Multereck Kaiserkreuz
gefunden mit Stefan
> 03.-
04.08.85<4>
- 05.Karl
Reiterer Gedenken am Grimming Gipfel 12:00
18.08.85<5>
- 06.Längsüberschreitung Stausee
Grimming Multereck
02.08.86<6>
- 07.ABSTIEG mit
dem alten
KAISERKREUZ
durch
die Zinnoberwand Rinne, zur Jausengrube 22.08.87<7>
- 08.Ein
letztes Berg
Heil! 08.12.89<8>
- 09.Die
Winterreise von Wilhelm Müller u. Franz Schubert Toni
>
Gedenkgang 31.03.91<9>
- 10.09.05.91
Grimming Nordwand
06.07.91<10>
- 11.Grimming
Nordwand 31.07.91<11>
- 12.auf
undab Espang
02.05.92<12>
- 13.Längsüberschreitung auf
Lärchkogel Gamsspitz Biwak Multereck Hoher Grimming Mittereck ab
Krungler Alm 09.08.92<13>
- 14.Längsüberschreitung Grimming
Scharten Biwak ab Südostgrat 20.09.92<14>
- 15.auf
SOGrat ab
Multereck Tressensattel Grat 1994<15>
- 16.auf
Lärchkogel
Gamsspitz Multereck Sommerwende,
wegen
belegten Biwak Gipfel Freinacht ab Nordabstieg Kulm 20. -
21.06.97<16>
- 17.auf
Lärchkogel
Gamsspitz Multereck bei Schönwetter Gipfel Biwak ab Süd Ost
Grat
Untergrimming bei Regen 12. - 13.10.97<17>
- 18.auf
Lärchkogel
Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel
Biwak weiter Längs Überschreitung bei Nebel Fr. 20. -
21.08.99<18>
- 19.auf
SO
Grat neues Grimmingbuch
im Biwak hinterlegt. ab Multereck Sonne 07.08.01<19>
20.auf und
ab Kulm mit
den Firngleitern, beim Gipfelaufbau im Aufstieg zu weit links, im
Abstieg zu weit auf der Gegenseite, Verlust: Ein Teleskopstecken gebrochen
und einen
verloren, durch leichten Dunst getrübtes Schönwetter -
anschließend zur Kukula Maibaumaufstellung Mi 30.04.03<20>
- 21.auf
SO-Grat ab Kulm
mit dem Grimmingfranz - Freund Pepi Senior Sonne Pötschenpaul
Einkehr 27.09.03<21>
SO-Grat
Bericht NL1003
>
- 22.auf Lärchkogel
051004<22>Di Sonne Biwaknächtigung weiter
Längsüberschreitung 4.Längsüberschreitung
2004>
- 23.auf Lärchkogel
 >
mit Franz
Zeiringer >
und 17 Leuten von ÖAV
Stainach ab Kulm So Sonne 25.09.05<23>
BEGEHUNGEN Bruno
Mayer
6.1.1
Aufstieg
Plattenverschneidung im östlichen Teil der Kutscherwände
- Multereck,
Abstieg markierter
Weg nach Trautenfels. Nach
sechsjähriger
Unterbrechung wieder die erste
Grimmingbergfahrt.
Toni.Adam > aus
dem
Krieg zurück 30.08.1945
6.1.2 Bergrettungseinsatz:
Multereck Nordwand und dann zum Gipfelkreuz,
wobei dichter Nebel und ab
1700 m Schnee unsere Begleiter waren.
Den Vermißten nicht
gefunden. Bei
diesem Einsatz verunglückten die Bergretter
Maier und Resch,
der Vermißte wurde gerettet.
Adam,
Scherzer 20.06.48
6.1.3 HELDEN IM FELS
Wild
wie
eine Furie rast der Sturm über den Gipfel, die beiden Männer
müssen sich am Kreuze festhalten. Adam öffnet mit halb
erfrorenen Fingern den Gipfelbuch Behälter. Er versucht das Buch
zu öffnen, wild bläst der Wind durch die Blätter, beide
Männer stellen sich eng zusammen, um den Wind zu trotzen. Sie
suchen die Eintragung des Verstiegenen, denn vielleicht war er auf dem
Gipfel, vielleicht hat er sogar die Route seines Abstieges eingetragen,
vielleicht ist dann seine Rettung leichter möglich? Adam schlägt
die letzte beschriebene Seite des
verwitterten und zerzausten Buches auf, die letzte Eintragung war vor
zwei Tagen.
Anmerkung:
In dem Buch Helden im Fels von Albrecht
Gaiswinkler, wird im 6. Kapitel Am Gipfelbuch,
diese Eintragung teilweise
unrealistisch erzählt. Herr Adam hat dies auch bestätigt,
Herr Gaiswinkler hat auch nie mit Herrn Adam ein persönliches
Gespräch gesucht. Man sieht aber auch, dass exakte Angaben in
Gipfelbüchern für die Bergrettung hilfreich sind und für
Vermißte Lebens rettend sein können.
6.1.4 BERG HEIL Steig
froh empor zu den Höhen
Nah dich ehrfurchtsvoll dem Berg,
Wenn du umtost von kräft`gen Böen
Und fühle dich als winziger Zwerg.
Der
du bist vor seinem Angesichte
Der Berg duldet keinen Stolz.
Darum, dass er dich nicht richte
Und der Schöpfer der Berge wollt's.
Dann
sei das Glück dir beschieden,
Bist du wieder gelöst vom Seil
Bring' im Herzen mit den Frieden,
So grüßen wir mit, Berg Heil. Almvater
Franz Zehentleitner im Juni 54
6.1.5
BERGRETTUNGS
EINSATZ Höhenfeuer
anläßlich
der Errichtung des Gipfelkreuzes
Schartenspitze.
Wegen Überfüllung der Biwak Schachtel, Biwak im Freien. Sehr
kalt!
Karl Lindner, Rudolf Bamacher, Richard Fritz Lehner ab Multereck 08:00
18. - 19.09.65 ÖBRD
Einsatzgruppe
Mitterndorf und Tauplitz über Schartenspitz Nordwand,
sämtliche weiteren Möglichkeiten zu den Schartenköpfeln
und zum Verbindungsgrat des Grimmings abgesucht. Die beiden, seit
19.09. vermißten Bergsteiger Ewers
mit
Braut Umshaus wurden am Fuße des Westverbindung Grates
tot aufgefunden und auf den Gipfel auf geseilt. Heiner
Zörweg, Peter Marl, Sepp Grill, Adolf Jendlhofer, Friedl Aigner,
Helmut Seebacher, Rudolf Neuper, Sepp Möselberger, Ernst Percht,
Helmut Gassner, M. Sölkner, Hubert Egger, Emmerich Schnupp, Josef
Peer. 22.09.65
6.1.6 VERLIEBT Ich
kenn' ein Tal mit grünen Auen,
Mit schmucken Dörfern und manch' schöner Stadt
Und wo aus endlos weiten Wäldern,
So mancher schöne Gipfel ragt.
In
einen dieser schönen Berge,
Da hab' ich mich so sehr verliebt,
Dass es für mich auf Erden,
Nur selten etwas Schön'res gibt.
Da
ragt ein Berg so stolz erhaben
Vom Tal der Enns so kühn empor,
Wie eine Burg umrahmt von Sagen,
Der mächtige Grimming mit seinem Tor.
Es
schmückt ein Kleid von Tausend Blumen,
Den Grimming in der Sommerszeit
Makellos strahlt er im Winter,
Wie eine Braut im weißen Kleid.
So
mög' der Schöpfer oft noch geben,
Dass mich die Sehnsucht dorthin trägt,
Wo in diesem Erdenleben
Das Herz mir höher schlägt.
Gottfried.Walcher >
Frauenburg 30.08.80
auf
Wildbachverbauungskegel Eipelofen Multereck
Grimming ab Radio Radiisweg Grimminghütte. > Pürgg
16.09.80
6.1.7 MEIN HEIMATLAND Dort wo im Firnenglanz
Die reinen Berge steh`n,
Der Gipfel Sonnenpracht
Sich malt in dunklen Seen.
Wo holder Andacht Geist
Auf Felsaltären thront
Wo Kraft und Heldensinn
Bei schlichter Einfalt wohnt
Dort wo der Treue Lied
Noch hallt von Wand zu Wand
Das ist mein Steiermark
Mein Heimatland. Gried
Schwab ÖAV
Niederöblarn 26.10.81
Für
meinen
Bruder Martin der die Berge geliebt hat
Leave the ancient places to the ancient
let the saints attend to their keeping of
the cathedrals and leave the dead
be neat the ground so cold
for god in this hand that i hope
as we open up the gates of the Garden
gates to the garden. Nick
Cavel
Überlasse
das Alte, die alten Plätze, die Kathedralen und das Tote den
Heiligen
Sei
ein fruchtbarer Boden der für die Saat Gottes nicht zu kalt ist,
Während
dem Erschließen
des
Weges durchs ewige ewige Gartengatter. Freie
Ubersetzung
Dieses Buch wurde von Hr. Schaumberger / Irdning / Donnersbach zur
Verfügung gestellt
G
R I M M I N G -
KREUZE 1903-2003
100 Jahre KAISERKREUZ
15 Jahre
KAISER-
LENAUKREUZ
am
Krippelberg in
Burgenland
2004 50
JAHRE ÖAV
GIPFELKREUZ
am
G R I M M I N G
G
R I M M I N A V I G A T O R >
Vorwort
Dieses Buch ist unser
Dank den Bergen,
Die unser`m Leben die Richtung weisen,
Dieses Buch ist unser Dank den Kameraden
Der Bergrettung die für uns das Leben wagen.
Dieses Buch ist unser
Dank, den schönen Stunden
Auf des Lebens Sonnenseite in den Bergen,
Dieses Buch schenkt uns die Bergerinnerung
Aus der wir ewig schöpfen können.
GBA auf ab Kulm Gipfelbuch
Hinterlegung 23.08.84 >
6.1.9
Gesamt
Längs
Überschreitung Harald Mayer 04.11.84 HARALD MAYER stürzte
nach dieser Eintragung im zwanzigsten Lebensjahr am Südostgrat
tödlich ab. Ehre seinem Angedenken Um 13:00 bei
der Bergung von Mayer geholfen Flugretter: Stecker Rudolf Bergrettung:
Helmut Angschöll Helmut Gsöll, Rudolf
Pointner, Friedrich Eichhorn. 05.11.84 KLEINER GRIMMING
TONI ADAM HARALD
JÜRGEN EWERS HARALD MAYER
KREUZ 23007 > ^
6.1.10
Am GIPFEL
sind wir alle gleich
Woher wir kommen, wohin
wir gehen?
Was wir auch sind; ob arm
oder reich. SGsp
auf
Südost Grat ab Nachtabstieg
Multereck
Grasleiten 08. - 09.12.84 >
Letzte
Eintragung
1984 R.Loidl 23.12.84
erste Eintragung 1985 Harald Bruckner 16.05.85
6.1.11
Wem
Zeit
wie
Ewigkeit
Und EWIGKEIT wie Zeit,
Der ist befreit
Von allem Leid. SW
Längsüberschreitung
Grimminscharte Multereck 17.05.85 >
6.1.12
KLUGHEIT
ist:
Vergangenes
bedenken
Gegenwärtige tun,
Künftiges lenken. SW
auf
Südost Grat
ab Multereck Kaiserkreuz
gefunden 03. - 04.08.85
St. >,
>
6.1.13
Den
Männern den GIPFEL
Den Frauen das Tal,
Oben ist die Freiheit
Unten die Qual. F.J.
16.08.85
6.1.14
In EINSAMKEIT
und Ruh`
Bring ich mein stilles Leben zu.
Ohne Sorgen mit heit'rem Sinn
Freu' ich mich alle Tage hin.
Karl
Reiterer Berggedenken
am Grimming Gipfel 12:00 18.08.85 Bruno
Mayer
6.1.15
Was
die BLUMEN unseren Gärten,
Sind die Künste unserem Leben.
Längsüberschreitung
Stausee
Grimming Multereck 02.08.86 Bruno
Mayer
ÖAV Stainach Gipfelbuch
Hinterlegung W.Zeiringer
17.10.86
6.1.16 Wer
GELIEBT kann
der vergessen?
Wer vergißt hat der geliebt?
Lieben heißt niemals vergessen,
Vergessen heißt niemals geliebt. Alfred
Holzer St.Michael
18.10.86
6.1.17 Wunderbar
ist GOTTES Erde
Und wert darauf vergnügt zu sein,
Drum will ich bis ich Asche werde
Mich dieser Schönheit freu`n. Bruno
Gluckner 11.07.87
6.1.18 GLÜCKLICH ist wer nie verlor
Im Kampf des Lebens, den Humor.
Reich ist nur der, der es versteht
Das was er hat auch zu genießen. Gerry
Rieder 12.07.87
6.1.19 O
HEIMAT wie betör'st du mich,
Keine Verlockung reicht an dich.
Deine Sterne, die funkeln so klar,
O Heimat wie bist du wunderbar.Rudi
30.07.87
Abstieg mit
dem alten Kaiserkreuz durch Zinnoberwand
Rinne, zur Jausengrube. 22.08.87
Bruno
Mayer
6.1.20
Der
Ostwind braust, der MORGEN blaut,
Und läßt die Wolken treiben.
Dem vor Höhen und Tiefen graut,
Der soll im Tal verbleiben. SA
ÖAV Stainach Gipfelbuch
Hinterlegung A.Zeiringer 21.8.89
6.1.21
Gib
jedem TAG die gleiche Chance,
Dass er der schönste deines Lebens werde. Resi
und Sepp Schnedl 22.8.89
6.1.22
Die BERGE
sind meine Heimat,
Die Berge sind mein Recht,
Hier oben bin ich König
Und unten bin ich Knecht. Max
Fladerer Weiz
22.08.89
6.1.23 HOCH
DROBEN Hoch droben von des
Grimmings Gipfel
Schau ich hinab in`s tiefe Tal,
Vergessen sind die Alltagsmühen,
Vorüber meines Herzens Qual.
Hier stand ich
und mein Auge blickte
All was zu sehen es vermag,
Wie schön hat Gott die Welt erschaffen,
Die da zu meinem Füßen lag.
O dass ich dies
erleben durfte
Macht stark und glücklich mich zugleich,
Nun bin ich frisch an Leib und Seele
Und fühle mich unendlich reich. Herbert
Salfellner 09:15
18.9.89
6.1.24
Grün
ist das Wasser der Enns
Still mit TRAUTENFELS vereint,
Golden ist unser Berg der Grimming,
Wenn die Sonne ihn bescheint.
Rot ist das Blut und
heiß die Liebe
Zu dem Boden, zu dem Land
Und wir kommen immer wieder
Hierher wo uns`re Wiege stand. Helmut
Lebisch 28.10.89
6.1.25
Dort wo die GRENZEN,
die Wege sich verwischen, wo
das Schweigen beginnt, dort dringe ich langsam vor, bevölkere die
Nacht mit Sternen, mit dem Atem, mit den Worten eines fernen Wassers,
das mich erwartet dort wo die Frühe beginnt. SA Klaus Reisenauer Bad
Goisern 1.
Advent 03.12.89
6.1.26 TONI >
GEDENKGANG,
Nachtwanderung
bei Vollmond über den Tressenstein und Multereckgrat. Er kannte
und liebte dem Grimming wie kein anderer, auf der Himmelsleiter schritt
er den Weg voraus, den wir alle einmal gehen müssen.
Der
Weg ist das ZIEL, man wandert um des Wanderns willen Henry Höck
Ein letztes Berg Heil! 08.12.89 >
6.1.27 GRÜSS
GOTT! O mein Berg, Wald und
Flur,
Wie bist du schön, Mutter Natur.
Und steig ich aus dem
dumpfen Tal
Empor beim ersten Sonnenstrahl,
Zur Bergeshöh`, in steiler Wand,
Liegt tief unter mir das weite Land.
Bin ich allein mit
Gams und Aar,
Wird mir im Gemüt so wunderbar,
Da schnellt wie ein Pfeil das Herz,
Meine Jauchzer klingen himmelwärts. SA
Hans.Fraungruber† Bad
Mitterndorf
Herbert Salfellner 25.08.90
6.1.28
Das
Wetter ist schön der HIMMEL blau,
Den Dachstein den sehen wir genau
Und rundherum die Gipfel, wer hat sie gezählt,
Da kann man nur sagen, schön ist die Welt. Wolfgang ÖAV Hartberg
20.03.91
6.1.29 WINTERREISE Fliegt der Schnee
mir in`s Gesicht,
Schüttle ich ihn runter,
Wenn das Herz im Busen spricht,
Sing ich hell und munter.
Lustig
in die Welt
hinein,
Gegen Wind und Wetter,
Wird kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter.
Wilhelm.Müller u. Franz.Schubert >Toni > Gedenkgang
31.03.91 >
6.1.30
Wer
üppig lebt
Ist immer satt,
Versteht nie den,
Der HUNGER hat.
SW 09.05.91 Bruno Mayer Grimming
Nordwand
AM
GIPFEL 06.07.91 Bruno
Mayer
6.1.31
Die
seelische GESUNDHEIT
Ist die Seele der Gesundheit. SW
Grimming Nordwand 31.07.91
>
6.1.32 GIPFELGLÜCK Weit ausgebreitet
liegt das Land,
Geformt durch Gottes Wunderhand.
Das Auge trinkt, die Seele schweift,
Bis Andacht still das Herz ergreift
Und tief erfüllt vom Gipfelglück,
Steig dankbar ich in`s Tal zurück.
Sieglinde u.Hansi Lange
Mitterberg bei Gröbming 16.08.91
6.1.33
BERGSTEIGEN steht über der Tagesfrage,
Bergsteigen steht über den Nationen,
Bergsteiger sind Brüder,
Sie alle bilden eine Seilschaft. ÖAV
Stainach Gipfelbuch
Hinterlegung 17.08.91
6.1.34
Mögen
alle, die sich in dieses 
Eintragen von Gott gesegnet sein. V.J.
17.08.91
6.1.35
Mein
Herz es jauchzt vor Freud,
Wenn ich vom Wald hin schau,
Die Sonn` g`rad untergeht,
Der GRIMMING rot und grau
Im letzten Sonnschein steht. SU
frei
nach Hans
Frauengruber, dem Bad Mitterndorfer
Dichter Josef Aremser Biedermannsdorf
25.08.91
6.1.36
Die MENSCHEN
kommen und gehen,
Die Berge bleiben ewig stehen.
Was bleibt ist die Liebe zu ihnen. Johannes
Hochfellner
Knittelfeld 16.10.91
6.1.37 Heute
ist
der
erste TAG
Vom Rest meines Lebens SW
02.05.92
Bruno Mayer Längsüberschreitung
auf Lärchkogel Gamsspitz
Biwak Multereck
Hoher Grimming
Mittereck ab Krungler Alm 09.08.92 Bruno Mayer
Unterwegs zur Einweihung der Toni Adam
Biwakschachtel auf
St.Martinerscharte
Längsüberschreitung
Grimming
Scharten
Biwak.ab Südostgrat 20.09.92 >
6.1.38
GRIMMING 40 JAHRE GIPFELKREUZ >
Herzlich
willkommen beim Gipfelkreuz und bei der Gipfel Messe. Der Herrgott
meint es gut mit uns, denn ich glaube die Wolken werden sich bald
verziehen. Ich begrüße den Militärdekan
Magister Auer.
Unser Pfarrer
Rabl
der dieses Kreuz und auch das neue Biwak geweiht hat, kann leider nicht
mehr mit uns feiern - wir wollen an ihn in Stille gedenken. Danke
unserer Musik
Lois Strobl und Artur
Gröll, der ÖBRD, den Führen des Nord und
Südanstieges. Danke meinen Freunden mir denen wir gestern Nacht
die Grimminggrat Beleuchtung durchgeführt haben. ÖAV Obmann
Sektion Stainach Karl Kronsteiner
6.1.38.1 AUFRUF ZUR MESS
ANDACHT
Hochwürdiger
Herr Dekan, liebe Bergfreunde, jetzt wo die Sonne scheint freuen wir
uns ganz besonders. Ich bin heute das 13. mal am Gipfel, 12 mal von der
Klachauer Seite. Der Südostgrat war mir bisher zu schwierig
gewesen, ich habe mich immer wieder gefragt: - Wie man hier wohl herauf
kommen könnte? Heute habe ich ihn mit meinem Musikkollegen Artur
erstmals begangen, es sind allerdings noch ältere Leute wie ich
mit meinen 70 Jahren am Grat herauf geklettert, trotzdem bin ich als
Nichtalpinist stolz darauf.
Mit dem Lied Sonntag
ist`s wollte ich dem Herrgott ein Dankeschön sagen. Wir
waren auf drei Bläser eingestimmt, aber es hat sich ergeben, dass
der Dritte mit der Musikkapelle mitspielen muß. So haben wir die
Stücke für unser Duo neu zusammengestellt. Wir spielen die
Messe von Franz
Schubert und Arien vom
Kapellmeister Bruno Sulzbacher aus Selztal. Wenn wir schon,
so hoch oben am Gipfel, dem Herrgott ein Stück näher sind,
bitte ich darum, dass alle die Messe mit einer gewissen Andacht
mitfeiern. Wanderer Schirmherr Lois.Strobl > Untergrimming.
Zum
Abschluß rezitierte Lois die Die
Hymne an den
Grimming >
von Hans
Fischelschweiger. Lois.Strobl >
auf
Südost Grat ab Multereck
Tressensattel Grat 1994 Bruno Mayer auf Lärchkogel Gamsspitz
Multereck Sommerwende, wegen belegten Biwak
Gipfel
Freinacht ab Nordabstieg Kulm 20.
- 21.06.97 Bruno Mayer
6.1.39 Was
an allen Orten
Sich
ewig gut erweist,
In
gebundenen Worten
Ein
freier GEIST. SW
auf
Lärchkogel Gamsspitz Multereck bei Schönwetter Gipfel
Biwak
ab Süd Ost Grat Untergrimming bei Regen
12. - 13.10.97 >
ÖAV
Steinach Gipfelbuch
hinterlegt 17.06.99
6.1.40
GRIMMING
Und wieder wirst du
Weiter weg von mir sein
Und doch um so fester
In meinem Herzen bleiben.S.G.P.
30.07.99
auf Lärchkogel
Gamsspitz Multereck bei Regen Gipfel Biwak weiter Längs
Überschreitung bei
Nebel Fr. 20. - 21.08.99 >
6.1.41 Bergsteigen
und WANDERN
gehören
zusammen. H.Hök
Buch hinterlegt ÖAV Stainach K.Krst. 09.09.00
6.1.42
Auf Wiedersehn GRIMMING!
Du bist der Berg, der alle schafft
Und trotzdem auch noch Freude macht.
Walter 12.09.00 Aufstieg
Schneegrubengrat weiter zum Schartenspitz und St.Martiner Scharte
Danglmair Helmut Neuper Eckehard Raumberg 9:30 27.09.00
6.1.43
O GOTT
- der Du der Berge Größe schuftst
Uns durch die Schönheit liebend ruftst,
Gib uns die Gnade Dich zu lieben
Und in dem Glauben uns zu üben,
Damit wir Dich im Himmel schauen
Und jetzt vom Herzen Dir vertrauen.
In
Dankbarkeit
Schmidt Peter Bad Aussee / Wien endlich
im Jahre 00 die ersehnte Grimming Tour anno domini 30.10.00
6.1.44 Gepriesen
sei GOTT in Ewigkeit
Der
liebe,
Kraft und Huld verleiht,
Wir
danken
für der Berge Pracht
Die Du
o
Gott
so wundervoll erdacht.
Schmidt
Peter Bad Aussee / Wien
anno domini 06.07.01 Krummbachstein >
6.2 - 15 SCHARTENSPITZE†
2328m >
Mit
großer Anstrengung haben wir das Gipfelkreuz von Klachau
über das Heil herauf getragen. Da das Wetter unsicher ist, stellen
wir es noch heute auf. Das Kreuz wurde von Karl
Heinz
Schnupfer
angefertigt.
Die ÖAV Jugend Stainach, Jürgen
Ewers
HG BRD, Traute Umshaus, ÖAV Graz,
Karl Lindner, Rudolf Bamacher, Lindner und Schnupfer gehen
hinüber zum Hohen Grimming, um das Höhenfeuer
anzuzünden. 18.09.1965
6.2.1
Kaum ein Gipfelzeichen eines Berges hat eine so tragische Kreuzlegende.
Nach
ihrer Kreuzaufstellung, hat ein junges Brautpaar mit dem
bleibenden Symbol des Kreuzes, nach einem verzweifelten Kampf im
Eisregen, von
unserer Welt Abschied genommen. Dort wo alle Wege einmal enden,
dort wo wir alle einmal sein werden, sind sie nun für immer
vereint. Traute Umshaus erfror nur wenige Meter von der Biwakschachtel
entfernt.
6.2.1.1
Was wäre ein Leben ohne
Trost
und HOFFNUNG?
6.2.1.2
Jürgen
Ewers HG ÖAV BRD Stainach,
Traute Umshaus ÖAV
Graz,
verunglückten in der Nacht, vom 18. - 19.09.1965 bei der
Überschreitung zum Hohen Grimming
Ehre ihrem Angedenken KB
Jürgen.Ewers >KLEINER - -EWERS-MAYER-KREUZ 23007> ^
6.2.2 ALLGEMEINES
Die
Schartenspitze ist ein kühn geformter, schwierig zu besteigender
Gipfel. Vom Grimming senkt sich das Massiv des Grimmingstockes steil
gegen Westen ab. Südwestlich davon ragt jenseits der tiefsten
Kammeinsenkung der Scharten
Schachen,
zunächst mit einigen vorgebauten Türmen, eine kühne
Spitze, die Schartenspitze, dann senkt sich der zerzackte Grat ab und
erhebt sich noch einmal zur Kulmination des Kleinen Grimming 2285m Stierkarkogel,
Steinfeldspitze. Der
weitere Kammabfall gegen Westen wird als Steinfeld bezeichnet. Quelle: Dachsteinführer
Alfred von Radio Radiis.
Der Heil ist eine
ungeheure steil ansteigende Platte die die
westliche Begrenzung des Schartenkars bildet, auf der die
übereinander getürmten, dicken Bänke der Schartenspitze
wie zum Abgleiten ruhen. Dieser Gipfel ist der schönste,
stolzeste, aber auch schwierigste des ganzen Gebirges. Auf zwei
mächtig, wilde Zacken in der Scharten - Reste von
Gesteinsbänken die auf dem Joch reitend, sich trotz der
schrägen Lage erhalten haben, folgt die dritte dickste Platte, aus
der sich durch Abbrechen der Ränder allmählich die
schöne Spitze geformt hat. Von
Mitterndorf und vom Kar aus gesehen, gleicht sie mit ihrer
vorhängenden Spitze einem antiken Kriegerhelm, vom
Weg auf den Grimming aus, wo sich der lotrechte Abbruch der Bank in der
Seitenansicht zeigt, ist sie eine
schlanke, ungemein wilde Gestalt, die an die stolzesten Berge der
Dolomiten erinnert. Vom Ennstal aus betrachtet,
wo der zierliche Gipfel gegen den fast 1000m hohen
Aufbau der Wände zurücksteht, ist sie stolz und auffallend
genug, um an Größe und Schönheit mit dem Grimming zu
wetteifern. Quelle: Mons
Styria
altissimus Dr. Fritz Benesch 
6.2.3
GESCHICHTLICHES
Die
erste Besteigung der Schartenspitze gelang im Sommer 1888 Dr. Eduard
Suchanek mit dem Führer
Matthias Lieber vulgo Hiesl vom Kleinen Grimming her. Die
zweite Ersteigung machte Lieber
mit einem Kamaraden, die dritte Georg
Geyer
und Siegmund Ritter von Hartmann.
Am 20.08.1891 kletterten Ing. Muhry und Dr.
Benesch die gewaltige
Jausengrubenrinne gegen die Heilscharte, gaben aber die
beabsichtigte Ersteigung der Schartenspitze wegen einem Gewitter auf.
Einige Wochen darauf vollführte Dr.
Benesch die vierte Besteigung der Schartenspitze von der Grimming
Scharte Karl Greenitz und Roderich Kaltenbrunner
her. Die gewaltige Südostwand der Schartenspitze erkletterten
erstmals Karl
Greenitz
und Roderich
Kaltenbrunner
am, 31.07.1904. Quelle: Dachsteinführer
Alfred von Radio Radiis und Mons Styria altissimus Dr. Fritz
Benesch 
6.2.4 NORDWAND
ERSTBEGEHUNGEN
Am 18.09.1908 wurde von R.Damberger
und
H.Krichmair die Nordwand
erstiegen. Walter
Höller und Toni Adam, gingen die Höller
- Adam Fuhre 1935 Poldl Steiner
und Josef Trinkl 1958 gingen eine neue Route durch die
Schartenspitz Nordwand. Quelle
Grimming Archiv
Museum Strick Bad Mitterndorf.
6.2.5
Aufstieg
Schartenkar
durch die Schlucht auf den SCHIEFEN TURM
und über die Schartenspitze zum Grimminggipfel
Toni,
Herwig, Helke Adam Pürgg 15.08.79
6.2.6 Fremder
Trost
ist gut,
Besser ist eigener MUT.
SW
Längs
Überschreitung
St.Martiner Scharte Multereck Gipfelbuch
Entwässerung am Gipfel 18:00 16.05.85 <01> >
6.2.7
Wird der LEBENSGANG
Vor Schmerzen bang.
Bei jeder Qual
Schimmert ein Strahl. SW
Längs
Überschreitung
Mittereck
Multereck 03.08.86 <02> >
Gipfelbuch
erneuert
gewidmet von Kurt Hüttler, Manfred
Kottan Hubert Schiefer
aus Frastanz Vbg. 12.08.90
6.2.8 TONI ADAM 24.11.84
GEDÄCHTNISTOUR > >
Am 03.06.1947 ging ich
erstmals mit meinem
Mann die Nordwand der Schartenspitze. Oftmals war die Schartenspitze
unser Ziel. Sehr oft aber gingen wir den Verbindungsweg Schartenspitz
Grimming. Am Grimming war Toni Adam ungefähr 150 mal und immer
wenn es die Zeit erlaubte stattete er, wie er einstmal schrieb der Dame
des Hauses der Schartenspitze
Besuche ab. Dorli Adam
Pürgg 08.08.91Herwig
Adam
08.08.91 auch ich habe die gute Tradition
wahrgenommen um die Dame des Hauses
zu besuchen. Auch für mich sind mit der
Schartenspitze schöne Erinnerungen an meinen Vater verknüpft
Helmut
Adam 08.08.91
6.2.9 BESCHEIDEN
und
zufrieden sein,
Haben Weise ersonnen
Aber noch Weisere sind es. Friedrich.Hölderlin >
Längs
Überschreitung auf
Lärchkogel
Biwak Gamsspitz Multereck Hoher Grimming
Mittereck
ab Krungler Alm 09.08.92 <03> >
6.2.10
MÜLLBERGE
Wenn
auch die Menschheit in ihrer Gier die Umwelt zerstört und die
Müllberge in den Himmel wachsen, so gibt es doch eine heile Welt
und die ist hier oben. Ein netter Besuch bei der Dame des Hauses
wie mein Vater die Schartenspitze, ihrer Zierlichkeit wegen,
nannte.weiter zum Grimming Herwig Adam
08:45 92
6.2.11
LERCHENSANG
Berges Widerhall,
Ferner Täler Klang
Ich lieb sie allemal.
LN
Unterwegs
zur Einweihung des Toni
Adambiwak
auf St. Martinerscharte
Längs Überschreitung ab
Südostgrat 19.09.92 <04> >
6.2.12
DIE GIPFELRAST Ein stetes Steigen
Im tiefen Schweigen,
Ein glückliches Schauen
Auf Berge und Auen.
Am Gipfel ein Rasten
Befreit von den Lasten,
Ein stiller Traum
Im hohen Raum.
Adi
Kolb ÖAV Steinach,
Hans Wiesnegger 14.08.93
GIPFELPOST
Lieber Bruno, um diese Zeit
wirst du
gerade deine Lesung am Waidhofsee
halten! Grüße Hans.Wiesnegger >
6.2.13
Der jährliche Besuch bei Dame des Hauses in Gedenken an meinen Vater, Toni
Adam,
diesmal
über den
Nordwest Grat weiter zum Grimming Gipfel 08:40
Herwig Adam 22.07.94
Nach
vier Jahren
endlich wieder bei der alten Dame des Hauses.
An einem Tag ohne
Wölkchen am Himmel.
Hier
oben zu
sitzen
ist ein Stück Paradies, das wir unten im Tal längst schon
verloren haben. Helmut Adam 27.07.95
Nach mehreren
Jahren
statten wir wieder einmal der Dame des Hauses
der Schartenspitze einen Besuch ab. In Erinnerung an
Anton
Adam, der diese Tradition an uns weitergegeben hat. Grimming
Schartenspitze Abstieg übers Heil Herwig
u. Helmut Adam Längs
Überschreitung auf
Lärchkogel
Gamsspitz Multereck bei
Regen
Biwak
Hoher Grimming Nebel Fr. 20. - 21.08.99 <05> >
6.2.14
SCHARTENSPITZE NORDWAND
Eine
markante Höhle. Das
Schneefeld nach rechts queren und über plattige Felsen auf die
rechte Terrasse, dann links über Schroffen auf ein zur Terrasse
parallel laufendes Band. 5 Meter ober der Terrasse über steilen
Fels und einer leichten Verschneidung, bis
zu einem Überhang. Nun etwas schwierig nach links, dann in eine
Schleife leicht nach rechts zum unteren Ende des Säbel Kamines.
Nun steil nach links aufwärts, wo immer wieder guter Stand ist,
bis ein Querriß wieder zum Kamin führt, 3 Meter davor
hört er auf. Im Quergang ist es sehr ausgesetzt und griffarm. Aus
dem
Kamin mit Glimmzug auf ein breites Band Feldflasche. Das Band verfolgt
man bis zu einer steilen glatten Platte,
auf das Band aufgesetzt geht ein steiler, zum Teil
überhängender 15 Meter hoher Riß empor, (im oberen
Drittel ist ein schöner Stand), der in eine Scharte
einmündet. Ein Band, auf dem lockere Steine liegen,
führt 4 Meter nach links, dann auf ein auffallendes spitzes
Felsköpferl welches sich 1,5 Meter am oberen Bandende befindet.
Ein großer Spreizschritt nach links grifflos
dann über lotrechten
Fels, der sich später etwas zurücklegt, direkt auf den Gipfel
empor. Toni >
6.2.15 SCHARTENSPITZE NORDWAND ERINNERUNG 1971
Es
hat
den Anschein, als sollte das schöne Wochenende wieder
ungenützt bleiben. Oberbaurat Kernstock, den ich mit Sepp
Mössner zusammen eine Tour auf die Schartenspitze versprochen
hatte, war telefonisch nicht erreichbar und Egon, ein
Schulfreund von Herwig aus dem Gymnasium, der mit Herwig
verabredet war, hat kein Lebenszeichen gegeben.
Um 9:00 klingelt das Telefon
und Herwig geht zum Apparat. Egon will wissen: Machst
du was? Kurze Rückfrage bei mir. Ja
wir holen dich ab! Um 10:00 wird unser Auto am Kulm
neben anderen Fahrzeugen geparkt, deren Insassen das schöne
Herbstwetter gleichfalls grimmingwärts gelockt hat. Die Luft ist
warm, doch oben am
Heil kann man noch die Spuren vom letzten Wettersturz feststellen.
Schneebänder deuten darauf hin, dass der Nordwand Anstieg der
Schartenspitze heute nicht völlig problemlos sein würden.
Zügig geht es hinauf in die Strübing. Die Schuttzone ist von
metertiefen Rinnen, - die Spuren eines mächtigen Sommergewitters,
durchfurcht.
Im Schartenkar verlassen wir den markierte Steig und
über griffige Steilstufen und grasbepolsterte Platten, auf denen
vereinzelt Schneereste liegen, erreichen wir zuerst die untere und dann
die obere der beiden Terrassen, die zwischen den Abstürzen der
Nordwand und dem Kar eingebettet sind. Vom höchsten Punkt der
Terrasse führt eine kaminartige
Verschneidung zu einem schmalen ausgesetzten Band, welches den Zugang
zum sogenannten Säbelkamin, der Schlüsselstelle der Nordwand
bildet. Ein Blick um die Felsrippe zeigt, dass der Kamingrund bereits
eine starke
Vereisung aufweist. Es wird daher Zeit das
Seil anzulegen.
Egon, der eben erst vom Bundesheer als Korporal abgemustert
hat, will seine Konditionsstärke unter Beweis stellen und begibt
sich als erster in den eisigen Schlund.
Mit dem Kletterhammer werden im Eis richtige Badewannen fabriziert, in
denen auch der Fuß mit der Profilsohle Halt findet. Als die
gegenüberliegende Kaminseite erreicht ist, dauert es nicht lange,
bis Egon über eine kurze Verschneidung zu einem schönen
Sicherungsplatz gelangt, auf
dem wir uns alle drei versammeln. Ein 15 Meter Quergang, auf dem Griffe
und Tritte sparsam plaziert sind, führt in den Kamingrund
zurück. Das Eis rechtfertigt hier einen Sicherungshaken, denn nun
gilt es, das Feldflaschenband zu
erreichen, welches 1,5 Meter über dem mehr als glatten Standplatz
ansetzt. An seinen Beginn wurden vor
mehr als 36 Jahren, anläßlich
der ersten Besteigung dieses Weges, die Trümmer einer zerbrochenen
Feldflasche deponiert, sie sind auch heute noch in einer speziellen
Nische nicht zu übersehen.
Auf dem breiten Felsband haben wir eine Zeit lang das
Gefühl uns auf einer Autobahn zu befinden, bis es in einer
glatten, steilen Platte endet, die in eine brüchige Verschneidung
überleitet Hier werden Erinnerungen an den 1.Juli 1935
wach: Mein
Freund Walter, auch ihn deckt schon der kühle Rasen, -
verbeißt sich als Führender in die Verschneidung. Vom ersten
Überhang löst sich ein Stein, schlägt auf der Platte auf
und durchtrennt das Bergseil. Augenblicke später nimmt Walters
Körper den selben Weg.
Mit dem durchtrennten Bergseil kann ich ihn nicht mehr
sichern und während er über die Platte zu meinen Standplatz
rutscht werfe ich mich auf ihn. Keiner
oder
beide: Zuckt es durch
mein Hirn und tatsächlich gelingt es mir, seinen Sturz zum
Stillstand zu bringen. Wir
genießen
beide das Gefühl, das Leben ein zweites mal geschenkt zu erhalten
und entdecken, während unsere Blicke die Wandstürze
östlich von uns abtasten, eine von 2 Absätzen unterteilte
Rißreihe, die uns den Weiterweg ermöglicht. Und
auch diesmal, bringt uns die wunderschöne Kletterei durch diese
Rißreihe an den Rand des sogenannten Daches,
über welches auch der vom Grimming
Gipfel auf die Schartenspitze führende Anstieg verläuft. Wir allerdings streben
durch eine kaminartige Verschneidung
in eine kleine Scharte des Nordpfeilers, zu dem ein Band unschwierig
zum kurzen Nordostgrat führt, über ihn erreichen wir in
herrlicher Genußkletterei den Gipfel der Schartenspitze. Kein
Lüftchen regt sich und die Strahlen der allmählich
tiefergehenden Sonne verschönern uns die Gipfelrast. Doch die Uhr
kennt kein Erbarmen und da es um sechs Uhr stockfinster ist, bleibt uns
nichts übrig als den Abstieg anzutreten. Wir wählen einen
Abstieg, der uns ohne große Schwierigkeiten in den obersten
Schartenwinkel bringt, von wo aus wir in wenigen Minuten den markierten
Weg erreichen. Die Sonne beginnt unter dem Traunstein zu verschwinden
als uns der Wald wieder aufnimmt und während die Konturen der
Berge zu einer geschlossenen Silhouette verschwimmen, klettern wir, ein
bißchen steif aber doch befriedigt von der Bergfahrt, zur
Heimfahrt in unseren braven VW. SUA
Ein Bericht den mein
Mann unseren Sohn zu seinem 14. Geburtstag, am 09.10.71 in sein
Tourenbuch geschrieben hat. Dorli Adam
6.2.16 Es
wird nicht die
Armut bekämpft - es werden die Armen bekämpft
auf
Lärchkogel 051004 Di
Sonne Grimming Biwaknächtigung 06.Sonne weiter
Längs Überschreitung <06> >
4.Längsueberschreitung
2004 >
Wenn das
Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig,
hinzieht Grimming Grimming was ist los >
Das Gipfelbuch wurde von "Herwig Adam"
anläßlich des Jahrtausendwechsel in memoriam von
"Anton Adam" am, 18.08.2000 hinterlegt.
Die Schartenspitze war für die Familie Adam aus Pürgg ein
immer wieder gern besuchter Gipfel, meist als Draufgabe auf die
Grimmingtour bereitete uns der Besuch der "Dame des Hauses", (wie Anton
Adam die Schartenspitze nannte), immer besondere Freude und Genuß.
Hier ein
kurzer Auszug aus der langen Liste der Schartenspitze - Besteigungen
von Anton Adam:
05.06.1935 A. Adam
erstmals auf der Schartenspitze.
01.07.1935 A. Adam legt gemeinsam mit Höller Walter
eine Route durch die Nordwand an
23.07.1935 A. Adam Nochmalige Begehung der Adam -
Höller Route
27.10.1946 A. Adam Alleingang durch die vereiste Nordwand
03.06.1947 A. Adam und Frau Dorli Kohlhauser Nordwand
Vollmonddurchstieg
05.10.1965 A. Adam 30 Jahre nach der Erstbesteigung,
Wiederholung der Adam - Höller Route durch
die Nordwand, im Gedenken an "Jürgen Ewers
und Traudl Umshaus",
die am
08.09.1965 am Verbindungskamm zum Grimming verunglückt waren.
18.08.1979 Zum 50.
Geburtstag von Dorli Adam: Familientreffen am Grimming;
Anton und Herwig
Adam wählen die Schartenspitze als Aufstiegsroute
18.08.2000 Anstieg übers Heil - dann rüber zum
Grimminggipfel, 30.10.2005 weiter
zum Grimming, 15.10.2007 Herwig Adam
05.09.2008
Kulm Öslinger - Kleiner Grimming Heil Kulm Sonne > Wenn das Herz, mit aller Kraft zur Heimat am
Grimmig, hinzieht  >Nur wenige Blätter des Gipfelbuches sind
beschrieben. Am, 06.10.2004 finde ich noch meine letzte Eintragung:"Gott selbst staunt stets noch auf's neu
bei jedem Sonnenaufgang".

6.03 KLEINER GRIMMING nach >Stierkarkogel  >ENDE^ >  Franz>   „HARALT MAYER KREUZ“ 1.
Gipfelkreuz 1993 Harald.Mayer > >
10.06.1993 - 12:00: Eintreffen der
Teilnehmer Brösi, Wolfgang Pelz, Pieti, Fuzzy in Öblarn.
Aufstieg ab St.Martin durch die Gamsrinne, teilweise Kampf durch die
Latschen, Feiglkar und Einstieg durch den Kamin bei den kleinen Fichten
links in die SW-Schlucht. Nach 200m Aufstieg über Schroffen
Richtung SW-Grat. Nach
Verfehlung
der Durchstiegsroute Notbiwak in einer Felsspalte. Am Abend Erkundung
des Weiterweges. Im „unteren Stockwerk“ noch gemütlicher Tratsch
bei Dosenbier.
11.06.1993 - 05:00: Aufbruch
und
Einstieg in den Grat, der sich kühn in Richtung des Kleinen
Grimming erhebt. Errichtung des Gipfelkreuzes und Gipfelbuch
Hinterlegung mit dem Gedenken an Harry Mayer. Höhenwanderung zum
12er über blumenbedeckte Grasrücken, dann über
Mandlscharte und Krautschwellereck zur St.Martiner Scharte und Abstieg.
Ausklang
bei Faßbier in Öblarn.
Es waren sehr vielseitige Eindrücke und Erlebnisse, aber die ganz
deutlich Transparenz der Gefahren zeigte, wie nah Glück und
Unglück am Berg voneinander entfernt sind, besonders wenn man
eigene Eindrücke aus der Erinnerung zu wenig mit dem Istrisiko
hinterfragt. Besonders deshalb bleibt diese Tour ein
unvergeßlicher Mosaikstein im Lebenslauf.
„ADAM EWERS MAYER KREUZ“2.Gipfelkreuz 2007 KREUZERRICHTUNG >STEINFELDRINNE >Kreuzerneuerung zum
Gedenken an die Grimmingliebhaber Toni >Jürgen
Ewers>Harald.Mayer, am 08.07.2007 >
Am Samstag den, 02.09.2006 war eine Markierungsaktion für den
Pürgger Lärchkogelweg
angesagt gewesen, wegen Neuschnee ist es zur Absage gekommen. Um den Tag
auszunützen nahm ich mir vor, mich an den Südwänden des westlichen
Grimmingzuges etwas umzusehen. Ich stieg vom Bierhäusl senkrecht auf. So elegant
sich die Latschen im Abstieg anbieten umso lästiger sind sie im Anstieg, wenn
man nicht einen Wildsteig findet ist man auf einen verlorenen Posten. Ich war
der Meinung vor den Steinfeldrinnen zu stehen dabei waren es die
Südwandsschluchten. Hinterher erst informierte ich mich, dass die
Steinfeldrinne, Nr. 85 nach Alfred von
Radio Radiis >, östlich vom Zwölfer auf das
Steinfeld führt. Die rechte Südwandschlucht beginnt mit einem unüberwindlichen
Überhang, jedoch neben der linken Schlucht sah es sehr einladend aus. Ich
gelangte unwissentlich auf die Route des Südgrates auf den Kleinen Grimming. Ein
gehbarer Weg ergab sich fast wie von selbst und der Einstieg hat teilweise noch
alte Kennzeichnungen. Es ist immer ein Erlebnis; unvorbereitet und uninformiert
auf gut Glück was zu unternehmen, auch wenn man dabei Schiffbruch erleidet
bleibt es aufregend. Am
Kleinen Grimming fand ich in dem Steinhaufen aus dem ein Stab ragte,
als große Überraschung, einen Glasbehälter mit dem Gipfelbuch. Nach dem Abstieg
über den Zwölfer und dem Krautschwellereck, war es bereits 22 Uhr als ich die
Kukulahütte betrat. Stefan Kukula hat in seinen Leben, bei seiner Hütte, schon
viele Maibäume aufgestellt und wenn die Zeit reif war - wieder umgeschnitten. Zu
diesem Anlaß gab es immer ein Zusammentreffen von Bergkameraden und Musikanten.
Es war immer eine Bereicherung und mehr als eine Berauschung."Ich bin auch nicht mehr der Jüngste, und irgend
einmal im Leben hört sich alles auf". So wurde in dieser Nacht sein
letzter Maibaum gefällt und auch aus aus diesem Grund dementsprechend feierlich
gewürdigt. In
diesem Jahr fertigte ich ein Holzkreuz mit vielen Löchern, erstens
weil es dadurch leichter zum Tragen wurde, zweitens weil auch mein
Trojanikreuz
Löcher hat. Drittens am Grimming bin ich viermal dem Jenseits sehr nahe
gestanden und viertens; nachdem ich einst das alte Grimmingkreuz nach Burgenland entführt habe,
wollte ich als Gegenleistung das Kreuz des Kleinen Grimming erneuern.Die
Todesnähe hatte ich folgendermaßen erlebt. Weißrinnspitz: Abseilfehler und
Absturz im Hamburger Kamin, Zinnoberwandrinne: Steinschlag, Pürgger
Lärchkogelweg: Ein Baum verhinderte den Absturz.Es war am Samstag den, 07.07.2007 als ich um Mittag in die Grimming
Gegend kam, da machte ich zuerst einen Spaziergang zur Grimming Hütte um mich
leiblich zu stärken und der Weg hatte sich gelohnt. Nun kam die Aktion
Bierhäussl, mit dem aus dem Rucksack ragenden, verhüllten Kreuz durch
besiedeltes Gebiet zu schreiten. Ein Mann auf einem Kran half einem Dachdecker
und gerade darunter mußte ich durchgehen. Ich warnte den alten Mann mit der
Bemerkung, "falle mir ja nicht auf mich
herunter", das Geheimnis meines Rucksackes wollte ich jedoch nicht
offenbaren, da auch der Erfolg der Aktion noch fraglich war. Diesmal
wählte die direkte Rinne zum Wandeinstieg, kam in eine
unbesteigbare Schlucht und der Kampf mit den Latschen blieb mir nicht erspart.
Solche Zwischenspiele sind, abseits der Wege, eben ein unverzichtbarer
Bestandteil und gehören einfach dazu. Auf halber Höhe des Grates war die Zeit
gekommen um eine geeignete Schlafstelle zu suchen, den die Nacht stehend im
Biwaksack zu verbringen, wie es mir am Hochtor bei einem Gewitter einmal erging,
ist nicht sehr angenehm. Die Abendstimmung brach herein, schwarze Wolken zogen
auf und zwischendurch warf die Sonne eigenartige Lichtstreifen auf den
Ennsboden. Ein Stimmung, mit einer mystischen Offenbarung, wie man sie, so wie
das Brockengespenst > , nur selten wahrnehmen kann.
Es kam aber eine sternenhelle Nacht, von Stainach und von Öblarn her beschossen
jeweils Laserkanonen den nächtlichen Himmel mit - am Himmel wandernsten
gespenstischen Strahlen. Wer nie die Sterne betrachtet der kann sich sich auch
nichts wünschen, denn er sieht keine Sternschnuppen. Es gibt nichts Schöneres
als ein Erwachen in der Natur, wenn sich am Horizont ein schöner Tag ankündigt
und so entfaltete sich auch der Tag der Kreuzaufstellung Sonntag der, 08.07.2007, erfolgreich und von seiner
schönsten Seite. Als Selbstbelohnung und zum Abschied kehrte ich dann noch im
Bierhäusl ein. Am
Samstag den, 11.08.2007
angesagte Toni  > Gedenkwanderung am Pürgger
Lärchkogelweg, fand wegen schlechten Wetter und mangelnden Teilnehmern nicht
statt. So konnte ich dem Grimming Franz, bei seinen Fassadendämmungs Arbeiten
etwas zur Hand gehen. Auch Sonntag regnete es, Franz hatte mir es schon gesagt:
"Der Salzastausee ist wegen Bauarbeiten abgelassen". Ich pirschte mich von
Heilbrunn aus am linken unwegsamen Ufer am alten Gamsrautensteig entlang. Die
Konturen dieses Steiges, der sich auf den verschiedensten Höhenstufen in der
Umgehung der steil abfallenden Felsen hinzieht, sind noch zu finden. Kurz vor
der Staumauer soll es eine Stelle geben bei der die seltene und unbekannt Blume
die "Gamsraute" noch zu finden sein soll. Ob ich sie und den sagenhaften
Grimmingdom auch einmal finden werde liegt noch in den Sternen oder in der
Wahrheit des Weines. Die Dämmerung mahnte zur Umkehr der Regenwanderung, am
Rückweg fand ich auf einem Baum hängende eine Luftpost. Auf dem Zettel mit den
zerplatzten Ballon wurde um die Weiterleitung einer Botschaft gebeten. Es waren
Glückwünsche von vielen zur Vermählung für "Bernadette und Martin Ostermann" Florianiweg
A-54411 Oberalm. Ich hoffe, dass die Glückwünsche
auch per Post so gut angekommen sind wie per Luft. Zum Abschluß
wollte ich mir Groggers Hochzeit
in Öblarn ansehen, doch auch hier war wegen Regen eine Absage.
Ich ging den Kulmweg bis
ins Schartenkar auf wettermäßig war es nicht freundlich, ich stieg wieder ab und
spazierte am Wandfuß, auf gut Glück, westwärts. Schon von weit unten zieht sich
ein Kammansatz bis zu dem Fels empor, und an diesem Ort gibt es einen
ausgeschnittenen krummholzfreien Anstieg auf den Kleinen Grimming. Nun kam die
Abendsonne hervor und ich erkundigte noch eine zeitlang diesen bequemem Weg.
Nach zwei Tagen schreiten im Regen war Sonnenlicht ein kurzer Traum der bald mit
der Dämmerung versank.Am Dienstag den 14.08.2007 war ich wieder gut gerüstet zur
Stelle um den Abguß der betenden Hände von A.Dürer am Kreuz zu
montieren. Um 01:00 sagte
Kathi, die Kurvenwirtin von Bruckenhauser, gebürtig vom Wirtshaus Geierhäusl in Filzmoos, zu mir: "Auch Du noch"! Beim
Bruckenhauser, am Eingang des zu den Gamskögeln > führende
Bärentales, hängt auch der Filzmooser   Telegrafengams >.
Nach diesem kurzen Gastspiel
landete ich in der Tankstelle, vor der Abzweigung ins Salzkammergut nach
Stainach, also schon auf vertrauten Boden. In dem Lokal der Tankstelle ist zu
später zeit immer, der Treffpunkt von prominenten Nachtschwärmern. Mit dem
Gärtner vom 4 Sterne Schloß Gstatt entspann
sich eine interessante Unterhaltung, die auch immer wieder von einem
Dauerautomatenspieler ergänzt wurde. Dann wurde auch der amtlich gekleidete
Straßen Pfleger von Donnersbach, seines Glauben nach der Nachfolger vom dem,
"Musikantenstadl Hias",
munter. Hias hatte ja sein Leben durch einen gezielten Schuß frühzeitig beendet.
Zum Abschluß kamen noch zwei friedliche Polizisten, die sich aber an den
Gesprächen nur mit den perlosstrierenden Blick beteiligten. Die innere Uhr
weckte mich schon weit vor der Dämmerung, nun begann ein Drama der höchsten
Stufe: Ich bekam die Hintertür des Autos nicht auf, das Gitter zum Führerhaus
war ohne Werkzeug nicht zu entfernen. Irgendwie gelang es mir dann, nach einer
Stunde - ich weiß aber nicht mehr wie, doch die Zwangslage zu beenden und die
Türe zu öffnen.
Dann stand einem verheißungsvollen Tag nichts mehr im Wege. Der NW Kamm Anstieg Nr. 61
(nach wie vor), ist ohne Übertreibung der leichteste Anstieg und ist schon
teilweise mit Steinmännern versehen. Unter dem Kleinen Grimming auch
Stierkarkogel genannt, der Steinfeldspitze und dem Farbkogel befindet sich ein
großes Kar und dürfte vermutlich das Stierkar sein. Die Nacht war etwas regnerisch ich schuf
mir in einem Loch des Steinfeldes, unter einem Felsüberhang den Schlafplatz. Es
hörte zu regnen auf doch es tropfte immer noch von dem Fels herab, dummerweise
hatte ich den Biwacksack vergessen, so stieg mitten in der Nacht wieder an die
Oberfäche um den Rest der Nacht unter dem freien Sternenhimmel zu verbringen.
Das vorausgesagte Schönwetter hielt an auf den Weg zur Schartenspitze traf ich dann Herrn Herwig Adam mit seinen Sohn.
Sie waren unterweg auf ihren gewohnten jährlichen Gang, "zur Dame des Hauses
Grimming", der Schartenspitze, wie sie
Toni Adam immer genannt hat. Ich hatte vorher den Versuch die Schartenspitze
nördlich zu besteigen abgebrochen, die Südumgehung dagegen ist leichter aber mit
einem großen Umweg verbunden. Ein schöner Tag der Große Frauentag oder der Maria
Himmelfahrtstag wie er auch genannt wird ging zu Ende, auf der Kaltenbachhütte
des ennstalseitigen Sölkpasses stärkte ich mich mit Eigenprodukten bei der
untergehenden Sonne, die ich aber dann am Pass murtalseitig noch lange auf meine
müden Glieder scheinen lassen konnte.
 |
Kl.Grimming
von
>
|
|
Kulm Öslinger -
Kleiner Grimming Heil Kulm Sonne <4>05.09.2008Wenn das
Herz, mit aller Kraft zur Heimat am Grimmig,
hinzieht Grimming Grimming was ist los >
- 11.06.1993
aufgestellt
durch 5 Rodauner HARALT MAYER KREUZ
So
bist Du ein Land, das ich kenne, in dem es aber noch viel zu entdecken
gibt und so wünschen wir allen Bergsteigern, dass
sie all die
Schönheit ringsum gut genießen können, tragt Euch ein
in dieses Bücherl, denkt an uns und wir grüßen Euch die
Kreuzaufsteller
- 11.06.1993
- nach einem Aufstieg durch die SW-Schlucht
, Biwaknacht unter den
SW-Grat und nach Aufstieg über diesen, haben wir bei Kaiserwetter
das Kreuz aufgestellt, auch wenn wir wissen, dass dieser schöne
Hügel nicht genau der KLeine Grimming ist. Hans Steiner Wien/Öblarn,
Peter Rott Wien, Ernst Steininger
Wien, Werner Ambrosi Wien, Wolfgang Petz Wien.
- 14.08.1993
Grimming-Schartenspitz-Zwölfer-St.Martin Edith u. Hubert
Pleninger, Manfred Lindtner, Manfred Kaltenbacher Öblarn
- 17.08.1993
Erich, Ossi, Hubert
Stadler Bad Mitterndorf
- 19.08.1993
Hans Steiner sen. u.
jun. Bei nebeligen Wetter
Variante Mandlscharte-Zwölfer-Steinfeldrinne
- 28.09.1993
Grimmingüberschreitung Ost-West
- 27.07.1994
Aufstieg Diemlarn-Schartenspitz über Grat zum Zwölfer Abstieg
St.Martin Kurt Arbeiter, Fridolin und Josef
- 08.09.1994
14:30
Grimmingüberschreitung westwärts Sepp
Brantner Großdeutschland
- 02.10.1994
C.Radolfssky Liezen
- 14.09.1995
Gratbeleuchtung und Aufsammlung alter Dosen u. Kanister BRD Bad
Mitterndorf Sepp und Peter Ranner, Lackner Herbert
- 09.07.1995
Aufstieg
Mandlschartenrinne, 12er, Steinfeld u. weiter
Steinfeldrinne Bretterebner Fridolin
- 06.08.1995
Aufstieg über
Kulmalm-Steinfeldgrat über 12er und
Stierkar zurück nach Mitterndorf Hans Geiger, Annemarie Mayer aus
dem Chiemgau
- 15.10.1995
12:50 Gratrwanderund
Aufstieg SO-Grat-Schartenspitze weiter
zum Zwölfer Abstieg Pass Stein.
- bei diesem
Traumwetter
grüße ich Euch Kurt Arbeiter
- 14.07.1996
vom Gr.Grimming über Schartenspitze und weiter nach Stammaktien
Smog Glatter, Johann und Thomas Dirnböck ÖAV Reichenau/Rax
- 21.07.1996
Bretterebner Fridolin,
Bernhard Schmid
- 27.07.1996
Wihelm Morgenbesser
ÖAV-ÖGV 2620 Neunkirchen
NÖ
- 22.06.1997
Am 21.06 Sonnwendfeuer abgebrannt (Steinfleldbeleuchtung) Abstieg
über Steinfeldrinne Fridolin und Sepp Bretterebner, Eggenmayr Heinz
- 17.09.1997
Singer Herbert
- 21.09.1997
Grimming
Überschreitung Klaus Rabitsch, Hans
Graßl, Plank Reini, Bretterebner Fridi, Schmid Beno, Berger
Stefan St.Martin.
- 21.06.1998
05:30 Sonnwendfeuer Frido und Sepp Bretterebner, Plank Reinhard,
Arbeiter Kurt, Eggmaxr Heinz
- 14.08.1998
SW-Schlucht-Kl.Grimming, dann SW-Grat nach St.Martin. Nach
langem, anstrengenden Aufstieg erreichten wir endlich Papas Gipfelkreuz
Hans und Diana Steiner (15 Jahre alt)
- 01.08.1999
Gratwanderung Aufstieg SO-Grat 09:40 über Schartenspitze 10:30
Kleiner Grimming 11:30 gehe nacher zum Zwölfer, ich hoffe er
ist mehr besucht Wanderer Grüße Kurt Arbeiter
- 18.06.2000
die ersten im neuen Millenium. Wo ist Kurt dieses Jahr? Floh,
Fridolin und Sepp Bretterebner
- 07.07.2001
12:00 Niederstuttern-Gr.Grimming-SO-Grat-Schartenspitze-Kl.Grimming-
Zwölfer-St.Martiner Scharte- St.Martin Walter Stefan ÖTK Wien
- 26.08.2001
Jüral Gerhard,
Kranabritl Thomas
- 26.08.2001
Und wo ist der Kurti?
Aufstieg Mandlscharte Abstieg
Steinfeldrinne Fridl und Sepp Bretterebner
- 29.08.2001
Grimminüberschreitung nach St.Martin Stefan Berger,
Gehard Fuchs, Gerhard Cupek, Kurt Zandl, Johann Schachner
- 25.08.2002
13:00 Und der Kurt war immer noch nicht da. Friedl und Sepp
Bretterebner, Bretterebner Renate Erstbesteigung
- 22.06.2003
Gehard Ceipek, Walter Röhrlinger, Susi Fuchs
- 03.08.2003
Bomenhofer
Blasius, Johanna Boucht, Gruber Peter
- 05.08.2003
Von (Klach) Weingraben
"Kornradl" zur St. Martiner Scharte
schönesWetter. Erich Miller B.Goisern, Hans aus Kainisch
- 17.08.2003
Über Mandlscharte
12er hierher, runter durch die
Steinfeldrinne. Berg Heil (Wo ist Kurti?) Fridolin und Sepp Bretterebner
- 20.09.2003
Leistental-Kulmeralm-Kornradl-Stierkar-10erSpitz. Franz und
Monika Scheffbauer, Franz Schulere, Stacher Sonja
- 21.09.2003
Mandl Dagmar, Seebacher
Kurt
- 00.00.2004
Ost-West Überschreitung Karl und Bernd Lenkischa, Herbert
Gillesberger
- 09.10.2005
Aufstieg SO-Grat Überschreitung Schartenspitze über
Steinfeldspitze über Zwölfer Abstieg Steinfeldrinne
- 15.10.2005
Carpe Diem Sonne
Arbeiter Kurt, Bretterebner Fridolin
und Kurt, Gerhard Kreuzig, Kopf Gerhard
- 15.10.2005
Ost-West
Überschreitung Mittmasser Gerhard
NÖ, Erich und Günter Horn Rottenmann
- 19.08.2006
Überschreitung Rupert Stummer Spital/D.
- 02.09.2006
Sonne
6.03
Gar
manche ZEILE unbekannt,
Gar mancher Weg auch unbenannt,
Gar mancher Wunsch und Traum -
Gibt flücht'gen Bättern Raum.
Nicht
als Ersatz für die; wegen
Neuschnee abgesagte Pürgger - Lärchkogel Wegauffrischung
sondern zur Erhöhung. Bisher bin ich am Kleinen Grimming immer
vorbeigegangen. Im Steinhaufen mit dem Kreuzrest befindet sich, in
einen Rexglas ein 22 Jahre altes Gipfelbuch. Auf Bierhäusl
Südgrat ab Zwölfer St.Martin Sonne >
- 10.09.2006
Ost-West Überschreitung. Wo sind die Bretterhaufen Buam? Kopf
Gerhard, Arbeiter Kurt
- 07/08.07.2007 Sonne auf
Bierhäusl Kreuzweg mit Biwak am
Südgrat Kreuzerneuerung im Gedenken Anton.ADAM - Jürgen.EWERS -
Harry.MAYER - KREUZ
ab
St.Martiner Scharte. >
- 14.07.2007
Schultes Martin, Gerhart, Kogler Sebastian
- 15.07.2007 Bert Harreiter(?)
- 23.07.2007 Gratwanderung Mayer
Christian
- 24.07.2007 Gratwanderung von der
Steinfeldspitze aufs Stierkar, die Männer noch auf die
Schartenspitze und retour Monika, Birgit, Franzi Schulerer, Johanna,
Franz &Franzi Schulerer
- 26.07.2007 Von Kulm über
Ösling weiter zum Zwölfer Krainer Wolfgang
- 14/15.08.2007
Sonne auf Kulmalm Ösling Steinfeldloch Biwak
> Ad augusta per
angusta
„Durch
die Enge zum Erhabenen“
- 19/20.06.2008 Do.
Sonne auf ab Kulmalm Ösling Gipfel Biwak
> Irren ist
menschlich, tolerieren ist göttlich
- 30.06.2008
Ende Juni 08 Vom 12'er A.
A.
- 27.07.08
Dr. Anita M., Dr. Günther St., Hans
G., Günther Unterberge, Gerfried Göschl
- 28.07.08
Schwab Gernot Irdning vom Neupereck
- 10.08.08
Gerhard Kopf, Rabitsch Klaus, Sonne, O -
W - Überschreitung Carpe Diem
- 11.08.08 R.
W., Stangl Hans, Sonne, O - W - Überschreitung
- 05.09.2008 Kulm
Öslinger - Kleiner Grimming -
Schartenspitze Heil Kulm Sonne
>
Wenn das
Herz, mit aller Kraft zur Heimat
am Grimmig, hinzieht
Als Alternative zur abgesagten
Gipfelmesse am, "Hohen Grimming" soll hier am "Kleinen
Grimming" ein bescheidenes, christliches Zeichen gesetzt werden.
Ich liege in einer Senke neben dem Gipfel, bei der Niederschrift im
Gipfelbuch wärmt mich die Mittagssonne.
Lesung aus dem ersten Brief
an die Korinther (Das Hohelied der LIEBE)
Strebt nach den Gnadengaben,
die höher stehen. Ich zeige euch jetzt noch einen Weg, der
über alles hinausführt:
Wenn ich in den Sprachen der Menschen und der Engel
redete, aber die LIEBE nicht hätte, wäre ich dröhnendes
Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden
könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnisse
hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge
damit versetzen könnte, aber die LIEBE nicht hätte,
wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe
verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergebe, aber die
LIEBE nicht hätte, nützte es mir nichts.
Die LIEBE ist langmütig,
die Liebe ist gütig, sie ist nicht eifersüchtig, sie prahlt
nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht unschicklich,
sucht nicht ihren Vorteil, sie läßt sich nicht herausfordern
und trägt das Böse nicht nach, sie freut sich nicht über
das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, glaubt
alles, hofft alles, hält allem stand. Die LIEBE hört
niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede
verstummt, denn Stückwerk ist unser
Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das
Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk, Erkenntnis vergeht.
Als ich ein Kind war, redete
ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind, als
ich ein Mann wurde, Legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen
Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir
von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber
werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch
erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube,
Hoffnung, LIEBE, diese drei; doch am größten unter
ihnen ist die LIEBE.
Bibel Apostelgeschichte. Der erste Brief
der Korinther Quelle: Teilweise Wandschrift in meiner Schlafstätte
der Pension Zeiringer.
Schön ist alles was mit Liebe betrachtet wird: Christian
Morgenstern
- 25.05.2009 Kulm 3 Regengüsse beim Anstieg dann Sonne. Leben steigen und gehen, fallen sterben und vergehen.
> - 15.07.2009 Schwab Gernot, Neuper Eckhard Raumberg, bei super Wetter auf meinen Lieblingberg
- 17.07.2009 Schwab Gernot Raumberg ohne Worte
- 30.07.2009 Bei guten Wetter und Wind auf den schönen Gipfel. Posch Peter mit Kirchgasser Franz
Ein Dank dem Schöpfer
dem Schöpfer alles Lebens, dass ich wieder gesund sein konnte. Phil
4,4-9-13 - 01.08.2009 Grick Ossi Stadler Hubert
- 16.08.2009 Christof, Tanja, Matthias (Pilz) Ost - Westüberschreitung
> > - 17.08.2009 Franz Zeiringer, Bruno Mayer ↑Öslinger ↓Krungl Sonne Alme sol.
Lebenspendende Sonne Franz>
  "Wo
wir auch immer hingehen, wie es auch immer weitergeht, was wir auch
immer unternehmen, wir stehen oder gehen immer dort wo wir sind."
KLEINER GERIMMING ENDE ANFANG^
6.3.1
Das Kreuz wurde, im Jahre 1960 von dem
Bergkameraden JOHANN ARBEITER
im Alleingang, über die St.Martiner Scharte transportiert und vom
ihm hier am Gipfel aufgestellt.
Nr.:
2
auf bei Sonnenschein vom Zehnerschlag und der St.Martiner Scharte ab
durch die Steinfeldrinne.
Harald
Mayer, Arthur Bachleitner
05:00 - 19:30 07.08.80 Zur
Grimmingscharte
neu markiert und anschließend einen Abstecher zum Zwölfer.
Berg
Heil! Harald Mayer 19.00 12.06.84 6.3.2 HARALD
MAYER gest. stürzte,
am 04.11.84
im zwanzigsten Lebensjahr am Südostgrat tödlich ab.
Ehre seinem Angedenken Harald.Mayer > >
KLEINER
GRIMMING TONI ADAM
HARALD JÜRGEN EWERS HARALD
MAYER
KREUZ 23007 ^
6.3.3
Nicht große Taten,
Sondern große OPFER,
Bleiben unvergeßlich. SWLängs
Überschreitung
St.Martinerscharte Multereck Sonne
16.05.85<01> >
6.3.4 GRIMMING!
Gebe acht,
Dass ich winzig werde,
Mein Kreuz! Halte Wacht,
Wen ich einst sterbe. TB
Längs
Überschreitung Mittereck
Multereck 03.08.86<02> Bruno
Mayer Längs Überschreitung auf Lärchkogel Biwak
Gamsspitz
Multereck Hoher Grimming Mittereck
ab Krungler Alm 09.08.92 Bruno Mayer Unterwegs
zur Einweihung des Toni Adam Biwaks am
Hohen Grimming. Längs Überschreitung auf St.Martiner
Scharte ab
Südostgrat 19.09.92<03> >
Nr.: 3 vom 18.10.94
- 29.10.99
70 Eintragungen
6.3.5
Steige höher, höher immer zu,
Was das Tal dir nie kann geben
Findest auf den BERGEN du. Oktober 94
6.3.6
ÖBRD Gratbeleuchtung
Sind
um 14:00 aufgebrochen und werden vom Zwölfer
zum Elfer 90 Stk. Fakeln anzünden. Wetter in Hinterberg leicht
bewölkt, im
Enntal bewölkt. Aigner
Friedl, Huber
Jörg, Ranner Peter, Ranner Gerhard Junior, Seebacher Rudl
15.08.98
6.3.7
Tritt für
Tritt
von Stein auf Stein,
Gipfel rings am Himmelssaum,
Der Himmel klar, die Sicht ist rein
Das alles hier, ist wie ein TRAUM. SGSp
6.4
UNTERER WEISSRINNSPITZ
 > 6.4.1 HISTORISCHES
Der
Erstbesteiger des Hamburgerkamines war der ÖBRD Obmann des
ÖAV Wien
Herr Hamburger. Das erste Gipfelbuch
wurde im Jahre 1934,
von
den
Öblarner Bergsteigern hinterlegt. Wegen seines schlechten
Zustandes wurde es im Jahre 1970 erneuert. Quelle
Toni Adam
6.4.2 MENSCHEN
kommen und
gehen,
Aber ewig stehen die Berge.
Gipfelbuch
hinterlegt ÖAV Stainach, Egon
Sternad, Herwig Adam, Helmut Adam ÖBRD 11.07.70 Zur
Erinnerung an unsere bereits legendär gewordene Gipfelbuch
Hinterlegung. auf ab
Hamburger
Kamin Egon Sternad, Helmut
Adam ÖBRD 26.06.71 auf
Hamburger Kamin ab Nordflanke, Heli Zefferer ÖAV Hochgebirgsgruppe
Grimming
Gröbming, Hans
Gruber ÖAV HG ÖBRD Haus 21.09.71 Hamburger
Kamin,
Hans Zemann, Peter Krainz, Reinhard Kraxner 30.07.80 Nordost
Wand Erstbesteigung, wahrlich schlimme und brüchige Tour
Erich Traumuger, Franz Gemayer 16.08.80
Anmerkung: Die
Nordost
Wand ist unbesteigbar, hier dürfte es sich um einen Riß auf
den Vorgipfel handeln. Toni Adam
Hamburger
Kamin Heli Zefferer Gröbming, Hans Gruber Haus 22.08.82
6.4.3
DIE HÖLLENFAHRT
Wanderung in der Fallinie
von Espang zum
Grimmingtor,
am Nachmittag traf die angekündigte Schlechtwetterfront ein. Auch
Unwetter sind ein grandioses Naturschauspiel, wenn man sie aus einer
geschützten Stelle betrachten kann.
Seit gestern Nachmittag sitze ich, wegen Gewitter und Dauerregen, im
Zelt in der Jausengrube. 10:57
Der Regen hat etwas nachgelassen, ich wage einen Besteigungs Versuch
des Weißrinnspitz. Etwas links von der Scharte, die den
Weißrinnspitz vom Bergmassiv trennt, verfolgte ich einen
Felsenriß, er wird jedoch
immer enger, ausgesetzter und schließlich für mich
unbezwingbar. Im brüchigem Steilterrain schlug ich mich dann zur
Weißrinnscharte durch, auch dort gab es für mich, kein
Weiterkommen nach oben.
Der Abstieg auf der Westseite in der Schlucht, nach dem von Toni Adam so
genannten Jägersteig,
wurde mir zu einer
unvergeßlichen
Lehre:
Faulheit und Leichtsinn sind die gefährlichsten Verführer. Um
nicht endlos tief ins Kar hinabsteigen zu müssen, wollte ich mich
an der Südseite des Weißrinnspitz abseilen. Sicherungs
Hacken schlage ich
prinzipiell nur im Notfall, deshalb schlang ich das Seil um einen
Felsvorsprung und war schon drauf und dran abzufahren, Gott sei Dank!
Machte ich vorher eine Belastungsprobe - und siehe da! Die Sicherung
gab nach, es wäre eine Höllenfahrt geworden. Denn nur die
Hölle, wäre der Lohn für diese Dummheit gewesen. Gerne
nahm
ich nun den mühevollen Abstieg hinab zum Krummholzfeld im Kauf.
Als ich die Stelle meiner Unvernunft von unten betrachtete wurde mir
erst richtig bewußt: - Hier könnten nun, auf den
Felsblöcken verteilt, die zerschmetterten Teile meines
Körpers liegen. Man sollte sich ja nie im unbekannten Terrain
abseilen! Der
Weg zur Hölle
ist ohnehin mit Regeln und guten Vorsätzen gepflastert.
6.4.4 Seil
und Leben
enden,
Was kommt DANACH?
Bevor ich dann von der Jausengrube
aus abstieg,
besuchte ich noch das Grimmingtor und die ostseitigen Gemsenhöhlen
unter den Wänden des Südgrates, das Zelt ließ ich
für weitere Nächtigungen in der Jausengrube stehen. auf ab
Espang Biwak Jausengrube Dauerregen
19.
Anstiegsversuch
Weißrinnspitz bewölkt 20.08.87
6.4.5 DIE
WEISSRINNE
Die Weißrinne, ist
eine teilweise mit
weißen Felsabsätzen versehene und bis zum Talboden
hinabführende Rinne. Sie wird am Gipfelaufbau des
Weißrinnspitz durch eine linke, zur Scharte führende
Steilschlucht, dem Jägersteig verlängert. Im oberen Teil der
Schlucht ist ein Felsband als Schlüsselstelle auf dem, nach dem
Quergang nach rechts, der Vorgipfel Nord seillos erreicht werden kann.
Immer
wieder bekomme ich Schuldkomplexe wenn ich eine Gemsen Idylle
störe: Schon
bei meinem Erscheinen in
der Schlucht war dies
der Fall, nun vom Vorgipfel sah ich den Gemsenrudel, auf dem
gegenüberliegenden, zum Oberen Weißrinnspitz hinauf
führenden und durch die Scharte getrennten Grat. Gemsen
Standplätze sind aussichtreiche Stellen an besonders romantischen
Orten - hier verharren die Gemsen oft wie zur Statue erstarrt, doch mit
neugierigen Lichtern alles um sich wahrnehmend und witternd, als
Wächter ihrer Horde. Nationalfeiertag
26.10.87
6.4.5.1 DER
HÖHENTAUMEL
Den Jägersteig hatte
ich vom letzten Besuch, in
einprägsamer Erinnerung. Damals war es der Leichtsinn im Abstieg
gewesen, der mich zu einer unüberlegten Handlung hingerissen
hatte, diesmal war der es Leichtsinn im Aufstieg, der mich verleitete
den Gipfel des Weißrinnspitz seillos zu besteigen. Obwohl mich
nur mehr einige Meter vom Gipfel trennten, kehrte ich um. Nebel war
eingefallen und dunkle Gewitterwolken
brauten sich am Horizont zusammen.
6.4.5.2
Verantwortunglosen
Emporkömmlingen
Droht ein unsanfter ABSTURZ.
Im Höhentaumel
sieht man nur den scheinbaren
Gipfelsieg und wird beim Abstieg zum großen
Verlierer. Der Preis
ist hoch und kostet das Wertvollste, das
Leben. Es überfiel mich eine furchtbare Angst und ich sah mich
schon im Geiste, zerschmettert auf den Schroffen des Vorgipfels liegen.
Angst und Panik ist in einer Lebens bedrohlichen Situation am wenigsten
hilfreich, da heißt es emotionslos und überlegt zu handeln.
Unsere Ziegen sprangen einst Gemsen ähnlich in der Steinbruch Wand
umher. Auch ich wollte dies als Kind tun, hatte mich dabei aber bald
verstiegen und mußte geborgen werden. Für uns Kinder waren
Felsen tolle Spielplätze. Noch ein zweites mal mußte ich
gerettet werden: - Mein
Körper bebte vor
Angst, ich klebte in einer Wand Nische wie eine Klette, ohne einen
Schritt nach vor oder zurück machen zu können. Nun als
Erwachsener, war ich trotz meiner bitteren Erfahrung, blindlings der
Dummheit auf den
Leim gegangen.
6.4.5.3
Hinunter zu klettern ist immer schwerer
Dieses ERKENNEN kann das letzte sein.
Wie aber kann man Angst
und Panik abbauen? - Die
Ursache, den Abgrund vor mir, zu beseitigen war nicht möglich. Wie
aber schafft man es, die Furcht vor dem Tod abzubauen? - Es kam mir
mein Jausengruben Traum wieder in den Sinn, und der bloße Gedanke
daran beruhigte mich wieder. Darin
hatte ich
im Sarg Todesängste ausgestanden, wurde aber durch eine wundersame
Erscheinung beruhigt.
6.4.5.4 Der
TOD
ist
gewiß,
Die Zeit ist ungewiß.
Dieser Bestimmung soll
man nicht Vorschub leisten: -
Dachte ich mir und konnte die kritische Stelle beherrscht, kühl
und überlegt abwägend, meistern. Jeder Handgriff jeder Tritt
mußte gesucht und überprüft werden, es gab keine
Alternative und dauerte sehr lange bis ich wieder am Vorgipfel war.
Dort hinterlegte und versorgte ich dann das Weitwanderbuch zur
Überwinterung.
6.4.5.5
Ein BLATT Papier kann
älter werden,
Als alle Menschen hier auf Erden,
Was du schreib`st in deinem Leben
Kann später von dir Zeugnis geben. Wanderer
Schirmherr August.Krainer >
Sich
der Sicherheit bedingungslos unterordnen und auch umkehren zu
können, sind die wichtigsten Eigenschaften im Gebirge, doch ganz
ohne Gefahr werden die Berge nie sein. Am Jägersteig abwärts
schreitend bekam ich den kalten Umschlag des Gewitters voll zu
spüren, ich war aber froh, dass mein Höhendrang so glimpflich
verlaufen war. Es blieb bei Schlechtwetter, auch als ich in die
Jausengrube zurückkam und dann zu Tal stieg. Nationalfeiertag
26.10.87
6.4.5.6 ANSTIEGSVERSUCHE
WEISRINNSPITZ
Am
Anfang war es eine Forstweg Wanderung,
später eine Querung nach rechts zum Weißrinnen Graben.
Diesem folgend stieß ich auf ein vom Lawinenschnee freigegebenen
Gemsen Kadaver. Mit den Steigeisen kam ich auf der
schneebedeckten Rinne flott voran.
Im oberen Teil
erhielt ich Gemsen Gesellschaft, ich
verhielt mich ruhig und die Horde verweilte lange Zeit in meiner
Nähe. Problemlos erreichte ich das Weitwanderbuch und
erfreute mich an dem herrlichen,
schönen Bergtag. auf
ab Weißrinne Fr 06.04. 88
In
Umgehung der Weißrinnspitz
Südwand, gelangte ich in die mir schon bekannte Schlucht mit dem
Jägersteig, der gefallene Neuschnee und kleinere Lawinen
Abgänge machten mir jedoch mein Vordringen nicht besonders
schmackhaft. In der Nähe des Wandeinstieges hielt ich eine
Stärkungsrast und zog mich dann gemächlich dorthin
zurück wo ich hergekommen war. Christi
Himmelfahrt 12.04.88
Schönwetter
Aufstieg am Jägersteig zum
Vorgipfel Nord, zum Weitwanderbuch. In
meinen Innersten hatte ich vor den Gipfel
des Weißrinnspitz zu besteigen, doch es war eine zu spontane
Bergfahrt, die vielleicht nicht mit der für ein solches Vorhaben
erforderliche Ausgeglichenheit und Sorgfalt durchgeführt wurde. Es
ist nicht gut, wenn man sich zuwenig seelisch auf den Berg einstellt
dem man besteigen will. Bei einer solchen Unternehmung müssen alle
Faktoren zusammenstimmen, es waren dann schließlich Angstsignale
die
mich am Vorgipfel wieder umkehren ließen. 06.05.88
6.4.6 ERLEBNIS
AM GIPFEL (DIE WEISRINNSPITZ BESTEIGUNG)
Direkter
Weißrinnanstieg von Diemlern bei
nebeligem Wetter. Nur langsam schleppte ich meinen trägen
Körper bergwärts, jedoch eine schöne Vorahnung von
Erlebnissen und des guten Gelingen meines Vorhabens erfüllte mich.
In dieser frohen Stimmung hatte ich keine besondere Eile, genoß
die Bezauberung des Bergfrühlings und musizierte lange im
Widerstreit mit den fliegenden Waldsängern. In der Schlucht
beobachtete ich am Jägersteig eine Blindschleiche und später
ein neugieriges Gamskitz. Mein Vorhaben, schon unterhalb der
Schlüsselstelle in den Bergkörper einzudringen,
mißlang. Es blieb mir also nur der schon bekannte luftige
Quergang nach der Schlüsselstelle, hier fühlte ich immer das
eigenartige Kribbeln in den Beinen.
Für das letzte Hindernis, vom Vorgipfel zum
Hauptgipfel war ich diesmal, durch die Investition von einigen Haken,
gut gerüstet. Inzwischen hatte sich das Wetter gebessert und die
Sonne mit ihrer vollen wärmenden Kraft kam zum Vorschein, um mich
auf den letzten Weg zum
Weißrinnspitz zu begleiten.
Nun befreit von
jedem
Höhentaumel und in aller Ruhe bezwang ich, ohne dabei auch nicht
die geringste Sicherheitsvorkehrung zu unterlassen, die letzte
senkrechte Hürde.
6.4.6.1 DIE ÜBERRASCHUNG
Mit langsamen fast
feierlichen Schritten, näherte
ich mich zaghaft, dem höchsten Punkt des markanten Spitz und als
erfreuliche Überraschung war ein Gipfelbuch vorhanden.
Gipfelfrequenz von 1970
- 1988 15 Mann.
Die Sonne hatte auch den Segelfliegern Aufwind gebracht,
von hier oben hat man eine direkte Sicht zum Segelflughafen in
Niederöblarn, einer der Segelflieger flog so nah an mir vorbei,
dass wir uns grüßen konnten. Unten im Ennstal waren die
Bauern bereits mit der Heuernte beschäftigt, oben auf dem Hohen
Grimming sah ich mit dem freien Auge zwei Bergsteiger stehen. Die Zeit
lief mir wie im Flug davon, wie auch schon auf der Schartenspitze war
auch
hier der Gipfelbuch Behälter mit Wasser gefüllt gewesen, zur
weiteren Trockenhaltung des Buches waren Entwässerungslöcher
am Boden des Buchbehälters anzufertigen. Danach genoß ich
nur mehr die Zauberkraft meiner Residenz, die ich so sehr angestrebt
hatte und deren Erreichbarkeit an der Grenze meiner Fähigkeit
gelegen hatte. Regentropfen mahnten zum Abstieg, jählings war von
Westen her ein Gewitter aufgezogen, mit schwerem Herzen verließ
ich den
Gipfel.
Als ich am nördlichen Vorgipfel ankam, zog das
Unwetter südlich vorbei und die Sonne kam wieder zum Vorschein, so
schnell wie das Gewitter gekommen war - hatte es sich wieder
verabschiedet. Ungern trennte ich mich von der lieblichen Bergspitze,
die mir so viel an Schönheit beschert hatte. Die Südseite des
Gipfels hat einen Gemsen Garten, die Südwand ist vom Hamburger Kamin durchzogen.
Eine Säule
beim
Südwand
Fuß sieht mit etwas Phantasie, der Gottesmutter mit dem Jesuskind
ähnlich. Beim Abgang verlor ich jedes Zeitmaß, der Tag klang
aus die Nacht senkte sich und der Mond stieg empor. Eher widerwillig,
Tritt für Tritt, Schritt für Schritt, mit vielen dazwischen
liegenden Betrachtungs- und - Denkpausen, ging es in der
Weißrinne abwärts. Als ich das Felsen Terrain der
Weißrinne hinter mir hatte war es Mitternacht - und auch für
einen Nachtschwärmer in den Bergen Zeit um zu schlafen.
6.4.6.2
Menschenherz was ist dein GLÜCK?
Ein rätselhaft geborener,
Kaum gegrüßt verlorener,
Unwiederbringlicher Augenblick.
Nikolaus
Lenau Gedenkjahr
auf
ab
Weißrinne Jägersteig im Sonne 11. Biwak Weißrinne
12.06.1988 Bruno
Mayer
6.4.7
DER
HAMBURGER KAMINRUTSCH
6.4.7.1
DER KATZENJAMMER
Abgang von Deamlarn, ohne
Hast, bei leichten
Regenwetter, am späteren Vormittag gab es einige Aufhellungen mit
sonnigen Abschnitten. Ein Katzenjammer nach einer durchzechten Nacht
verlangt immer viele Ruhepausen. Langsam ging es die Rinne
aufwärts, in der Mitte ist eine weiße Wand - deshalb auch
der Name Weißrinne und Weißrinnpitz. Nach der seitlichen im
Krummholz erfolgten Umgehung dieser Wand, wechselte vor mir in der noch
schneebedeckten Rinne ein Hirschtier.
Die Beschreibung des Hamburger Kamines von Toni Adam hat
sich tief in mein Bewußtsein eingeprägt. Bei jeder sich
gebotenen Gelegenheit - sei es vom Wandfuß oder aber auch vom
Ennstal habe ich ihn betrachtet. Aber ich bin kein guter Kletterer,
erstens bin ich nicht ganz schwindelfrei und zweitens umfaßt
meine Ausrüstung nur einige Nothaken. Nur die Literatur von Anton
Schubert
- der
Große
Ödstein hat
mich auch in die Felsdomänen vordringen lassen. Heute wollte ich
nur den berühmten Hamburger Kamin etwas näher ansehen.
Problemlos erreichte ich den großen Felsblock, unter ihm hindurch
gelangt man zum Einstieg.
6.4.7.2 EIN SICH AUFBÄUMENDE
HENGST
Danach bäumte sich
der Kamin wie ein
widerspenstiger Hengst, der den Aufstieg unmöglich macht, auf.
Noch von der Nachwirkung der Alkohol Nacht beeinträchtigt
versuchte ich es trotzdem, wurde aber immer abgeworfen. Es regte sich
ein falscher Ehrgeiz eines nicht Zurechnungsfähigen in mir - ich
versuchte es immer wieder bis mir der Einstieg gelang. Dabei waren die
vorhandenen, noch von Hand geschmiedeter Kletterhaken, hilfreich. Es
dämmerte bereits, als ich die von Herrn Adam beschriebene
Felsenkanzel erreichte. Doch ich hatte nicht die Muße mich auf
ihr auszuruhen, oder mich mit ihr zu bescheiden, es trieb mich weiter.
Beim nächsten Überhang geschah es dann - was ich
Leichtsinniger provoziert hatte: Ich
verlor den Halt glitt aus, rutschte die Rinne hinunter und konnte mit
letzter Kraft die Erdbeschleunigung besiegen. Nicht ein widerspenstiges
Pferd hat mich
abgeschüttelt, sondern die eigene Dummheit. Nun hätte ich
auch Zeit genug gehabt, um mich
auf der Felsen Kanzel auszuruhen. Doch es wurde nicht daraus, der
Schock saß zu tief in mir und tief war auch noch der Abgrund vor
mir. Erst wenn ich wieder auf sicheren Boden stände - würde
ich Ruhe finden.
6.4.7.3 DER PEINLICHE RÜCKZUG
In der Wand wollte ich
keinesfalls bleiben, das Wetter
könnte umschlagen und dann würde es noch brenzliger werden.
In der mühseligen Kleinarbeit der Selbstsicherung mit dem Seil,
dabei ergibt sich zwangsweise immer der zweifache Weg, trat ich den
Rückzug an. Teilweise fanden sich im Kamin auch noch mehr alte
Haken denen ich mich anvertraute. Die Nacht war angebrochen, der
Sternenhimmel und der aufgegangene Halbmond erhellten mir den dunklen
Kamin. Der Vorteil eines engen Kamines
ist auch der, man kann sich bei Grifflosigkeit darin verspreizen.
Diesmal vermied ich es peinlichst mit irgend einem Licht zu hantieren,
denn dafür hatte ich bereits mein Lehrgeld schon in der
Zinnoberrinne gezahlt. Langsam
dafür
aber um so sicherer gelangte ich wieder zum Einstieg, unter dem
Felsblock verbrachte ich, einem Bündel von seelischen Elend
gleich, die verbliebene Nacht.
6.4.7.4 KAMPF
DER WETTERFRONTEN
Ein blaues Auge einige
Abschürfungen und eine
zerrissene Lederhose, das war die sichtbare Bilanz des Vortages.
Unterhalb des Wandeinstieges steckte, wie ein Wegweiser, auch der mir
aus dem Kamin entfallene Pickel. Mir war es als ob eine Ewigkeit an mir
vorbei gegangen wäre - und doch war nur eine Nacht vergangen.
Meine ganze Bewunderung galt denen die den Hamburger Kamin bereits
bestiegen haben. Die einzige Frau davon dürfte wohl die Frau
Adam gewesen sein.
Doch was war mit mir geschehen? War ich nicht mehr in der
Lage vom Kamin Einstieg nach unten steigen zu können? Als Folge
des Schocks beherrschte mich nun, wider jeder Vernunft, die Angst.
- Oft habe ich mich lustig gemacht über Leute denen die
Trittfestigkeit gefehlt hat, nun stand ich selber mit
schlotternden Beinen da. Wo ich Gestern problemlos zur Wand hin
stolziert bin, da sollte ich heute scheitern? Mit allen
schönen Vorboten begann ein neuer Tag. Es entwickelte sich ein
faszinierendes Wetterbild: Von Osten schien die Sonne, von Westen her
zog
eine Gewitterfront auf, über dem Ennsboden prallten
die beiden Gegensätze zusammen. Zuerst sah
es aus, als ob die dunklen Wolken die Oberhand bekämen, doch die
Sonne erwies sich als stärker und es kam zu Schönwetter. Mein Trauma war
überwunden - unten im Wald
traf ich dann zum Abschied noch mit einem großen Rudel von Wild
zusammen. Vom Talboden des Ennstales blickte ich noch einmal
zurück auf den Hamburger Kamin. auf
ab Weißrinne
Kamin Besteigungs Versuch Biwak Hamburger Kamin Wandfuß Sonne 06.
- 07.06.92 >
6.4.8 DER
HAMBURGERKAMIN
Durch
die Weißrinnscharte von der Schartenspitze getrennt, steht als
westlicher Eckpfeiler der Jausengrube
jenes schnee- und trümmererfüllten Kares unter den
Südabstürzen des Grimmings, welches auch das sagenumwobene Grimmingtor
birgt,
die Untere Weißrinnspitze. Nur wenige wissen von ihrem
Vorhandensein. Vom Ennstal erscheint es, als ob sie ein Teil der
Schartenspitze wäre und auch die Einheimischen kennen sie nur als
Stutterer Lahnwand.
Und doch führt auf sie einer der
reizvollsten Kletterwege des Grimming Gebietes, der Hamburger oder
Südkamin, der einen Vergleich mit den genußreichen Touren im
Gesäuse oder Dachstein durchaus nicht zu scheuen braucht. Peter-
und Paul Tag! Wer irgendwie kann, geht heute auf die Alm oder strebt
einem Gipfel zu. Mein junger Kamerad und ich wanderten den schönen
Steig empor, der von Oberstuttern zum Grimmingtor führt.
6.4.8.1
DIE SAGE VOM GRIMMINGTOR
Wenn
wir
uns beeilen, können wir die Jausengrube noch
erreichen, bevor die Kirchenglocken von Irdning zur
Wandlung läuten. Dann nämlich, so behauptet die Sage,
öffnet sich für eine kurze Zeitspanne das steinerne
Tor und man kann einen Blick auf die Schätze und Kostbarkeiten
tun, die seit urdenklichen Zeiten hier im Schoß des Berges ruhen.
Doch leider
wird
nichts daraus! Denn unser Weg führte
über einen Erdbeerschlag und da die köstlichen Beeren so
verlockend rot leuchteten und ihrer so viele waren, hebt ein herzhaftes
Schmausen an und erst als das Geläute der Kirchenglocken von
Irdning an unser Ohr dringt erinnern wir uns, dass wir längst oben
im Kar sein sollten. Durch Buchenwald, später durch Latschenfelder
führt das Steiglein empor, bis schließlich die Jausengrube
erreicht ist. Über Geröll und Schroffen geht`s dann links
abwärts vorbei an blühendem Almrausch und Bergastern die sich
im Winde wiegen. Bis wir uns unmittelbar unter dem Kamin befinden der
sich
in der Form eines leicht gekrümmten F durch den ganzen
Südabsturz der Weißrinnspitze zieht.
Eine
rasendurchsetzte steile Rinne die
oben von einem mächtigen Block versperrt ist unter dem man jedoch
durchschlüpfen kann, bringt uns zum Einstieg.
6.4.8.2
DER
KLETTERKAMIN
Hier
heißt es, Seil und Kletterschuhe aus dem Rucksack holen. Gleich
die erste Seillänge, ein überhängender Riß,
verlangt Kraft und Beherrschung der Rißtechnik und dann geht es
weiter. Jede Seillänge ist anders als die vorhergegangene.
Verflacht sich der Kamin zuerst zu einer griffarmen Verschneidung, so
bäumt er sich bald darauf wieder steil auf und schließlich
gilt es einen Überhang zu überwinden. Einer kleingriffigen
Plattenstelle folgt ein Riß und dann sperrt wieder ein Klemmblock
den Weiterweg dem Dank der wunderschönen Griffe mittels Klimmzug
nicht allzuschwer beizukommen ist. Jedesmal, bevor das 30 m
Seil abgelaufen ist, findet sich
ein idealer Sicherungsplatz und nie
wird die Kletterei eintönig oder langweilig. Schließlich
führt ein Band ein paar Meter nach links auf eine kleine
Felsenkanzel, einem prachtvollen Rast und Aussichtsplatz. Die ganze
Kette der Niederen- und Hohen Tauern, vom Bösenstein bis zum
Glockner liegt vor uns,
vom Dachstein und der übergossenen Alm grüßen
gleichfalls die Firnfelder herüber.
Der Weiterweg erfordert wieder etwas mehr Kraft. Der Kamin
verengt sich stellenweise zum Riß und gliedert sich in
ungefähr gleichhohe Absätze, die am besten stemmend
bewältigt werden. Dass man sich dabei mit dem Rücken bald
gegen die rechte, bald gegen die linke Begrenzungswand stemmt, ist das
Geheimnis dieses Weges, der mit überraschenden Lösungen
schwierig aussehender Kletterstellen keineswegs kargt. Wenige Meter
unterhalb der Scharte in welcher der Kamin endigt, befindet sich ein
markanter Sicherungsblock.
Hier verläßt man ihn nach rechts auf einer
Hangeltraverse und erreicht in steiler, ausgesetzter Plattenkletterei,
die eine Ähnlichkeit mit den Maischberger Fasseln in der Hochtor
Nordwand aufweist, den Westgrat.
6.4.8.3 DER
WEISSRINNSPITZ GIPFEL
Etwa
30
Meter geht`s nun unschwierig auf
den Grat zum Gipfel den ein Steinmann ziert. Das im Jahre 1934
hinterlegte Gipfelbuch weist nur wenige Eintragungen auf, doch sind
Namen von gutem Klang darunter.
Schön ist der Blick auf den Grimming Südgrat mit
seinen zackigen Grattürmen und der sich steil aufbäumende
Kante in ihrer prachtvollen Linienführung, die das Herz jedes
Kletterers begeistert. Auf der Jausengrubenleiten äsen Gams, die
dort kaum jemals von einem Menschen gestört werden. Sonst ist weit
und breit kein Lebewesen zu sehen, nur der Ton der Herdenglocken dringt
leise in unsere Einsamkeit.
Für den Abstieg gibt es mehrere Möglichkeiten.
Die einfachste ist wohl nach Südwesten. Im oberen Teil geht es
über gut griffigen, steilen Fels zum Ostgrat. Durch eine
Latschengasse, gelangt man in eine Steilrinne, aus der wir knapp vor
dem letzten Steilabbruch nach rechts queren. Ein
schönes Band
führt zum Abseilhaken. Über eine 15
Meter hohe Abseilstelle und leichte Schroffen erreichen wir wieder das
Steiglein das uns zum Einstieg brachte. 4 Stunden rechnet man für
den Anstieg so, dass man an einem solchen langen Sommertag richtig
bummeln kann. Schließlich langt die Zeit auch noch zu einem Bad
in den kühlen Fluten der Enns. Gleich ist alle Müdigkeit
verschwunden und nur die Erinnerung an eine genußreiche Bergfahrt
bleibt zurück. Toni > Pürgg ÖAV Juli
1948 Heft 7
6.4.9 S
C H R I F T V
E R K E H R
6.4.9.1
HAMBURGERKAMIN |