| Historie, Kunst, Neuigkeiten, Texte und Bilder im Streulicht des obersteirische Silbermarktes. Oberzeiring ist eine Marktgemeinde auf 933m Seehöhe in den Wölzer Tauern im Bezirk Judenburg in der Obersteiermark (Styria Austria) mit 870 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2010). Der Markt ist vor allem durch eine geschickte Betonung seiner Geschichte berühmt geworden. Im Markt wohnen ca. 500 Personen, die Gemeinde hat ca. 900 Einwohner, darunter befinden sich auch Höfe von Bergbauern, die auf bis zu 1.400 Höhenmeter liegen. Historie |
|
A
Adressen
Ärzte
Äutorenbuch
B Bauwerk F Flurdenkmal
G
Gipfelbuch H
Historie
Hütten
K
Kultutatlas
Kunst L
N
P
Personen
Picasa Politik
S Skiptorium
T
Tote V
Y ![]() |

>
|
Die
Wagner Kur
Gesunde
Geschäfte
-
Österreich
- Report ORF
17052011. In
den
Häusern
des
größten
privaten
Anbieters von
Kuren und
Rehabilitation
rumort es.
Kunden der
Dr.Dr.
Wagner-Gruppe
klagen
über
regelmäßige
Ausfälle
von
Therapien...
Wager: "Oberzeiring
die
schöne
Gegend, die
freundlichen
Leute und die
fleißigen
Mitarbeiter".
(Weniger
zahlen
dafür
mehr leisten
ist die Wagner
Formel). Bei
diesen Zitat
wurde bei der
Gründer
Versammlung
das Lachen
verboten.
Inmobilien Hai
Wagner ohne
Kurteich
20090417 -
2007
Handschlag
Qualität
2006-09-14^.
KATZENURTEIL GEMEINDE OBERZEIRING für STREUNKATZ 2011-05-22 >
Während
man Hunde bzw.
Halter in der
Gmd.Na.05/2011
amtlich streng
reguliert,
und
sogar die
Steuer
erhöht
hat, sind
Streunkatzen
und Katzenkot
für die
Gemeinde,
trotz
Beschwerden,
nicht
wahrnehmbar.
Es ist aber
nicht nur der
Duft von
Kitikatkot
sondern auch
das Ausgraben
der Pflanzen
in
Nutzgärten
eine
Schädigung.
Auch in diesem
Rundschreiben
wurde die
Katzenmisere,
entgegen dem
steirischen
Tierschutzgesetz,
wieder
ausgespart. Keine
Einzelfälle. Für ständig im Wohngebiet wildlebende
Katzen, sofern
kein
öffentliches
Verbot
kundgemacht
wurde, haftet
primär
die Gemeinde
und
sekundär
Personen denen
in
Wohngegenden
von der
Gemeinde
verboten wurde
diese Katzen
anzufüttern.
KATZENURTEIL Bezirksgericht Hall, bestätigt vom Landesgericht Innsbruck im Mai d.J.. Die Richter verweisen darauf, dass die Urteile zwar die Verschmutzung der Nachbarschaft durch die Katzen, nicht aber deren Streunen untersagt hätten. „Der Tierhalter müsse mit zumutbaren Maßnahmen das Eindringen von Katzen auf die Nachbarliegenschaft verhindern, dass diese nicht durch Kot und Urin die Liegenschaft verschmutzen. Das Bezirksgericht Hall und das Landesgericht haben deshalb entschieden, dass die Tierhalterin es zu unterlassen hat, zu dulden, dass ihre Katzen die Liegenschaft des Nachbarn verschmutzen, da es Mittel gibt, den Bewegungsraum von Katzen so einzuschränken, dass sie am Eindringen in den Nachbarschaftsgrund gehindert werden können. In beiden Urteilen wurde aber Katzen das Streunen nicht untersagt.“ Hundekot und Pferdemist (Hunde an die Leine) Gmd.Na.07/2009^ 22. Mai 2011 Public / Info Katzenurteil Verifizierung gemeinde@oberzeiring.at HABERING†
Bergmoarkreuz
1496m
Gipfelbuch
hinterlegt
2010 Allgemein
> Wischenbart
Habering^
Bergerhebung
zwischen am
Höhenrücken
zwischen
Murtal und
Pölstal
bzw.
Zeiringtal,
Zeiringer und
Unzmarkter
Hausberg.
Danke für
das
schöne
Kreuz.Brauchtums Änderung 2010-06-03 In
Oberzeiring,
der
Filialkirche
von Pöls,
wurde erstmals
der
Fronleichnam
vorverlegt und
vom Hr.
Pfarrer Heimo
am Sonntag
vorhher, mit
reduzierten
Umgang,
zelebriert.
Die Grabreden
finden nun
nicht mehr am
Grab sondern
in der Kirche
statt.
Erstmals wurde
auch die
Abendfeier
einer Bauernhochzeit
nämlich
die des Geigerhof
Bauer, in
einem Zelt
gefeiert. Es
war wohl
ungewohnt,
aber dem
freudigen
Ereignis wurde
dadurch kein
Abbruch
erteilt, ganz
im Gegenteil,
danke, das
Zelt stand
nach 24 Uhr
auch für
nicht
eingeladene
Nachtschwärmer
offen.
Unabhängig
vom Brauchtum
Gratulation:
Die
älteste
Frau von
Zeiring, Frau
Gscheiter
wurde heute,
bei voller
geistigen
Rüstigkeit,
100 Jahre alt.
Mit dem Brauchtum ist das so eine Sache, Gutes wird abgeschafft und Schlechtes bleibt, so auch der bestalische Brauch des Desphin Massakers auf den Foröer Inseln in Dänemark. Info Restaurant / Café Pernthaler (ehemalige Klosterneuburger Alpenverein Schutzhütte) ??? 2011-08-13 ![]() > >--ÖAV Status: Sommer Winter vorübergehende wg. Umbau geschlossen Wirt Titus Pernthaler. --Facebook Informationen: Restaurant/Café Das Team verwöhnt Sie mit regionalen Spezialitäten und Köstlichkeiten. Geschäftsführer Titus Pernthaler. --Gemeinde Oberzeiring Beherberger und Betriebe Details: Seit Sonntag dem 8.08.2010 ist die Klosterneuburgerhütte wieder geöffnet. Die Hütte ist täglich so ab ca. 10.00 Uhr bis ca. Ende September/Anfang Oktober (je nach Wetterlage) geöffnet. Ganztägig warme Küche! Reklametafel Abzweigung Höhenstraße: Aufschrift Pächter gesucht. --Gastgewerbeberechtigung? ALPENVEREIN Wadsack und Fischer 2 Präsidenten mit übermenschlicher begnadeter Geistesgröße. Fischer entsorgte seinen alten Bergpickel mit Signatur, bei Licht im Dunkel. Wadsack schenkt dem armen Hofburgklemmer einen Rucksack mit nützlichen Gegenständen für eine Hubschrauber Bergtour am Bizz Buin im Ländle. Dafür verkaufte Wadsack eine Schutzhüttenwidmung an einen Studienkollegen. Von allen Gipfelzeichen verbot er, (auf Weisung des Agnostiker Fischer ?), nur das Kreuz. Marterl von Verstorbenen müssen laut Wadsack an Seilbahn Talstation befestigt werden. Sozial für die Allgemeinheit veranlagt versorgte er seine Frau mit einer gut dotierten Vereinsstellung. Ein Blindgänger allein ist nicht der Verein. Stoanakogelhütte Schaffer vlg. Mong Jausenstation Petz Hobelleitner Ulrike Tanzstatt >
Zinken>
Schießeck> Roßalm>
![]()
Seit 30 Jahren
bewältigt
Fritz
Stuhlpfarrer
täglich
vier Mal 600
Stufen, wenn
er durch die
Stollengänge
des ehemaligen
Oberzeiringer
Silberbergwerks
huscht. Lassen
Sie sich in
die
faszinierende
Welt der
Knappen vor
Jahrhunderten
zurückversetzen,
tauchen Sie
ein in eine
längst
vergangene
Zeit, fahren
Sie mit uns
ein in die
historischen
Silbergruben.........GLÜCK
AUF!
Wir starben für euch!^ Karner 2008-04-23 Willkommen im Gasthaus Trattenwirt 1v8 2007 K
U N S T
L I T E R
A P E R
S O N E N
Seit 1972
nimmt Josef
Dörflinger
den Marsch
bei der
Knappen
Kapelle
Oberzeiring
ernst. Am
Freitag wird
er 70, am
Samstag feiert
er Goldene
Hochzeit. Josef
Dörflinger
kann eine
Reihe an
Auszeichnungen
sein Eigen
nennen Foto:
KKEr soll ja
ein
gemütlicher
Mensch sein,
der Herr
Dörflinger,
doch dieses
Wochenende
wird - nein,
nicht
Flügelhorn
gespielt - auf
die Pauke
gehaut: Der
gebürtige
Oberzeiringer
feiert am
Freitag seinen
70. Geburtstag
und morgen mit
Ehefrau
Veronika
Goldene
Hochzeit. Ein
zweitägiger
Festmarathon
mit der
Großfamilie
und Vereinen
steht ins
Haus,
schließlich
will man den
Obmann der
Knappen
Kapelle
Oberzeiring
anständig
hochleben
lassen.
"Musikbezirk".
Der 1.
Jänner
anno 1972 war
jener Tag, an
dem Josef
Dörflinger
bei der
Knappen
Kapelle aktiv
wurde, und bis heute
haben ihn
Flügelhorn
und
musikantische
Funktionärstätigkeit
nicht
losgelassen.
Er wirkt
außer
als Chef
seines
Stammvereins
als
stellvertretender
Obmann des
"Musikbezirkes"
Judenburg -
und nimmt den
Marsch ernst:
Wie aus dem
Verwandtenkreis
zu vernehmen,
tourt Josef
Dörflinger
unermüdlich
mit der Musik
durch den
Bezirk,
besucht viele
Konzerte.Auszeichnungen. Üppig ist die Liste der Auszeichnungen des vormals in der Baubranche Tätigen: Sie reicht von Verdienstkreuzen und Ehrenzeichen der Knappen Kapelle sowie des Bezirkes bis zum Goldenen Ehrenzeichen des Landes. Kinderquintett. Den Oberzeiringer Taktstock schwingt mit Ewald Dörflinger einer seiner drei Söhne. Zwei Töchter machen das Kinderquintett voll. Und sonst? Sei er hilfsbereit und Tierliebhaber. Und dieses Wochenende hoffentlich in Feierlaune. KZ EICHBERGER Günter *1959
in Oberzeiring
Literaturhaus 2007
„Poesie
entsteht dann,
wenn nichts
anderes mehr
übrig
bleibt." Dieser
Satz des
tschechischen
Dichters
Miroslav Holub
ist mir
eingefallen,
während
ich
Günter
Eichbergers
neuestes Buch
„Nein" las.
Falsch. Auf
diesen Satz
bin ich
irgendwo
gestoßen
oder dieser
Satz ist
irgendwo auf
mich
gestoßen,
nachdem ich
„Nein" gelesen
hatte. Wieder
falsch. Diesen
Satz habe ich
in meiner
praktischen
kleinen
Sammlung
ausgegraben,
in der
irgendwann
notierte
Sätze
darauf warten,
ans Licht
geholt und in
einem Text
welcher Art
auch immer,
zum Beispiel
einem
Anlasstext wie
diesem,
recycled zu
werden. Das
macht man
heute so.
Sätze
recyclen.
Anlasstexte
schreiben.
Wie
schon
der
Titel
vermuten
lässt,
handelt
es
sich
bei
„Nein"
um
ein
durch
und
durch
bejahendes
Buch.
Es
bejaht
seine
eigene
Unmöglichkeit,
die
Unmöglichkeit
des
Erzählens,
die
Unmöglichkeit,
einen
Protagonisten
zu
erfinden
für
eine
ohnedies
nicht
zu
erzählende
Geschichte.
Das
Buch
behelligt
seinen
Leser,
seine
Leserin
erst
gar
nicht
mit
den
armseligen
Frustrationen
des
vorgeblich
Erzählten,
sondern
bekennt
sich
lieber
gleich
zum
Unsagbaren,
falsch,
zum
Unsäglichen.
„Tröstlich
ist
immer
nur
die
Aussicht
auf
nichts", lesen
wir an einer
Stelle. Da ist
es nicht weit
zu Bashos
trostreichem
Rat: „Nimm
nichts und
füge
nichts hinzu."
Wer hätte
gedacht, dass
Nihilismus und
Buddhismus so
nahe beisammen
liegen wie ein
Liebespaar in
seinen besten
Tagen? Kann
sein, sie
haben bei der
Gelegenheit
dieses Buch
gezeugt.
„Nein" nimmt
allen
Zweiflern den
Wind aus den
Segeln, indem
es den Zweifel
zur Gewissheit
macht. Den
Zweifel an den
Dingen ebenso
wie den
Zweifel an den
Worten
über die
Dinge und an
dem als
irrwitzig
entlarvten
Unterfangen,
mit diesen
Worten eine
Geschichte
erzählen
zu wollen.
Ergo wird eine
Geschichte in
immer neuen
Anläufen
nicht
erzählt.
Und löst
ihre dichte
Prosa am Ende
in lichte
Verse auf.
Falsch.
Verdichtet
ihre ohnehin
schon dichte
Prosa am Ende
in ein paar
lichte
Gedichte.
„Poesie
entsteht dann,
wenn nichts
anderes mehr
übrig
bleibt."
Gedichte also
sind das
folgerichtige
Ende eines
Buches mit dem
folgerichtigen
Titel „Nein".
(Helwig
Brunners
Einführungstext
in die Lesung
von
Günter
Eichberger beim
Lesefest bei
den Minoriten)
Vom Heimweh
der Sesshaften,
Graz.
Theaterstücke
(1992 Ausgeliefert
oder
Sex, Sucht
&
Dramentechnik)
und
Hörspiele.
Lebt
in Graz. Studium
der
Germanistik
und Anglistik,
1984
Promotion.
Freier
Schriftsteller.
Buchveröffentlichungen: Der Wolkenpfleger, Residenzverlag,1988 Gemischter Chor, Residenz Verlag 1990, Der Doppelgänger des Verwandlungskünstlers, Verlag Styria, 1994 Ich Fabelwesen, Verlag Styria 1996, Vom Heimweh der Sesshaften, Graz. Theaterstücke (1992 Ausgeliefert oder Sex, Sucht & Dramentechnik) und Hörspiele 1998, Gesicht aus Sand 1999 3-85415-255-8, Nein 2006 3-85415-388-0, Überall im All derselbe Alltag 2001 3-85415-306-6, Theaterstücke: Ausgeliefert, Ensemble Theater, Wien, 1992 Der König, sein Narr, seine Königin und ihre Geliebte, Theatro, Graz, 2001 Neun Hörspiele im ORF Quelle Faßhuber Peter Theo Theater 1v3
2010-05-22
Wenig
Brot für
Spiele Murtal
2010
Peter
Faßhuber,
Theater
Oberzeiring
Chef. "Engagement
geht bis zur Selbstaufopferung,
sonst
wäre es
einfach nicht
finanzierbar".
Sein
Theatersaal
wurde einst,
unter der
Leitung von
Moschitz
Reinhard
gemeinnützig
saniert. Er
gehört
zum Gasthaus
Haunschmidt
und die Wirtin
ist seine
Schwester.
Außer
der
Trophäenschau
und dem
Wunschkonzert
der Ortsmusik,
stehen der
große
und kleine
Saal nicht
mehr zur
Verfügung.
Alle
Veranstaltungen
und
Versammlungen
finden nun in
Pausenräumen
oder in den
Turnsäälen
der Schulen
statt.
Allerdings für Hochzeiten ist dies etwas schwieriger, so wurde heute erstmals in Oberzeiring für die Bauernhochzeit Geiger ein Festzelt errichtet. Bei aller Wertschätzung der unumstrittenen und anerkannten Arbeit des Herrn Faßhuber ,
in einer
Kultur armen
Zeit, taucht
doch die Frage
auf: Wäre
es nicht
sinnvoller
statt einer
Aufopferung
ökonomischer
zu sein?F R E
Y T H A L
FRIDOLIN
S. wurde am
12.Juli 1832
auf dem
schönsten
Fleck des
Pusterwaldthales
in Mitterspiel
auf dem vulgo
Kirchschlagergute,
das in alten
Kaufbriefen
vor mehr als
200 Jahren der
„Friedl“ oder
„Friedlhof“
genannt worden
ist, geboren.
Schon in
seiner gar
sonnig
verlaufenden
lauschte er
gerne den
Volksweisen
und lustigen
„Tanzeln“ wie
sie die
Burschen zur
Maultrommel,
Harmonika oder
Zitherklängen
sangen und den
aufjubelnden
Jodler
(Wolitzen),
dessen Echo
weit in den
Bergeswänden
widerhallte
oder
erlauschte den
sagenreichen
Erzählungen
vom
fröhlichem
Almleben, von
Jägern
und
Wildschützen,
oder von alten
Bergbauten und
ihren
Schicksalen.
Nahmen schon
die
Erzählungen
die
aufgeweckte
Phantasie des
Knaben
gefangen, so
waren die
Eindrücke
von der
Majestät
der Alpen in
ihrer
überwältigten
Größe
bei dem
wiederholten
Besuch der
umliegenden
Gebirgswelt
mit ihren
schönen
Almböden
umso
mächtiger,
und diese
Eindrücke
vertieften
sich in den
empfänglichen
Herzen des
Jünglings
so sehr, dass
sie ihn
später
zur
unerschöpflichen
Quelle seiner
schriftstellerischen
Thätigkeit
wurden und
noch an der
Schwelle des
Greisenalters
das Leben des
Priesters
verschönern,
der heute noch
tiefbewegt
ausruft: „O
wie ist meine
Kindheit
schön
gewesen!“ Dazu
kam, dass auch
der
Volksschullehrer,
Josef
Heinisser war
sein Name, ein
großer
Alpenfreund
war, der auf
den
Alpenhöhen
gar
wunderschöne
Sänge
ertönen
ließ und
dem
Waldhorn
gar zauberisch
traute
Klänge zu
entlocken
wusste, die
weit ins Tal
herabtönten. >
2010-11-14
Jakob
Simbürger
1832-1903 War
ein
Heimatdichter
der Niederen
Tauern. Das
Pusterwaldthal
hat eine
gemüthvollen
und
naturgesinnten
Schilderer in
seinem Sohne
Jakob
Simbürger
gefunden.
Im J. 1845 kam S. an das Gymnasium in Graz und absolvierte dasselbe am 31.Juli 1853 (Matura), in den Zeugnissen der letzten Jahre wird durchwegs die ungewöhnlich klare Auffassung und die Fähigkeit behandelte Stoffe schriftlich vorzüglich darzustellen, gelobt und wies insbesonders auch der Professor für deutsche Sprache, Dr. Josef Karner, schon 1851, von einer scharfen Beobachtungsgabe Zeugnis gebend, auf die produktive Anlage S.’ hin. Einen inneren Trieb folgend, kleidete S. in dieser Zeit vielfach seine Lieblingsgedanken in poetische Form und es entstanden zahlreiche Gedichte auf die Alpen, die waldgrüne Heimat, auf Deutschland und seine Helden u. s. f., die jedoch S. sich nur selten aufbewahrte, wie überhaupt die Natur S. sich mehr nach innen vertiefte. Vom Herbst 1853 bis Sommer 1857 absolvierte S. die theologischen Studien im Priesterhause zu Graz, um am 27.Juli 1856 zum Priester geweiht zu werden. Mit Decret vom 26.Juli 1857 wurde S. nach Ober-Zeiring als Kaplan berufen, woselbst er 5 Jahre verblieb, um sodann in gleicher Eigenschaft nach Lassing bei Liezen zu kommen; es folgten die Stationen Irdning, Wörschach, Donnersbachau und Liezen, um endlich am 1.März 1866 zuerst als Provisor, dann als Localcurat nach dem herrlich gelegenen Walfahrtsort Kummitz im steirischen Salzkammergut zu kommen. Hier mitten in der großartigen Natur des Salzkammergutes, verbrachte S. die glücklichste und schaffensfreudigste Zeit seines Lebens unter den freundlichsten Verhältnissen. In Kummitz weilte S. bis 38.September 1877, um sodann als Dechant und Pfarrer nach Schöder berufen zu werden, woselbst er am 21.Juli 1879 zum Fürstbischöflichen Geistlichen Rathe ernannt wurde. Seit 23.Jänner 1889 ist S. auch Mitglied des historischen Vereines von Steiermark. Ein glückliches Selbstgenügen bewog S. lange Zeit seine schriftstellerischen Arbeiten im Schreibpulte zu bewahren und es bedurfte erst vielfachen Zuspruches von befreundeter Seite, um S. zur Überlassung seiner Arbeiten zur Publication zu bewegen, wobei S. abermals unter dem Einflüsse Anderer als Pseudonym, mit Bezug auf sein heimatliches Tal, den Namen „Fridolin von Freithal“ annahm.
S. Erzählungen, immer auf den heimatlichen Boden des steirischen Hochlandes fußend, zeichnen sich durch eine feine sinnige Naturbetrachtung und gemüthstiefes Erfassen des Seelenlebens der Älpler in ihren schlimmen und guten Regungen aus und in dem S. zahlreiche Erinnerungen und die Schilderung alter Sitten und Bräuche, Volksweisen und Volksspiele verwebt, werden dieselben stets auch eine wichtige Fundgrube für den culturhistorischen Forscher. Schlicht und prunklos wie das Leben der Älpler dahinzieht, führt auch S. das Volksleben, meist mit moralisierender Tendenz, vor den Augen des Lesers aus. Schließlich geben wir der Hoffnung Raum, dass die interessanten größeren Arbeiten S. ihren wohlverdienten Platz in der Literatur finden. „Die Eherne Mark“ Eine Wanderung durch das steirische Oberland S.: 434-435 Auszug: „Das Pusterwaldthal“ Leykam Graz 1892-97 >FÖTSCHL Sarah *in Oberzeiring lebt in Graz 2007
Märchenstund
Blaubart
und Mixed
Pickles war am
Freitag,
28.5., 20 Uhr
im Forum
Stadtpark
Graz. Im
Wasserpfeifenrauch
und
Teetrink-Ambiente
gibt's
akustisches im
Hintergrund.
Es liest Sarah
Fötschl
zusammen mit
Denovaire
(Musik und
Geräusch
und Klang),
diesmal nicht
mit seinem
Wäscheständer
als
Instrument. Es
wird die Rede
sein von
/Blaubart/ und
von vielen
kleinen,
süßsauren,
bunten
Stücken.
/Mixed
Pickles/. Eine
Kooperation
von Veilchen,
Forum, Praxis
in Graz und
Unzine. Von
glücklichen
Künstlern
aus
Freilandhaltung.
is mei oanzig Freid, is mei Aufenthoalt. I: Zwischen Berg und Toal fliaßt a Woasserfoall, singan d' Vögerl drin und schlägt die Noachtigoal :I singan d' Vögerl drin und schlägt d'Nachtigoall. Warst net auffigstiegn, warst net oabigfoalln, warst net henkn bliebn bei der Koammerschnoalln. I: Häst mei Schester gheirat, warst mei Schwoager wordn, häst a liees Diarndl kriagt mit oachzehn Joahrn, :I häst a liees Diarndl kriagt mit oachzehn Joahrn. Wer an Oapfl schölt und er ißt 'n net, wer a Diandl liabt und er küßt sie net, I: wer ins Wirtshaus geht und er trinkt kan Wein, muaß a rechter Poatzn- Poatznlippl sein,a :I
Ernst Greyer
wurde am 11.
Mai 1907 in
Oberzeiring/Stmk.
als Sohn des
Ehepaares
Josef und
Katharina
Greyer
geboren. Der
Vater war
Gemeindevorsteher
und wird wenig
später
nach Wolfsberg
in
Kärnten
versetzt.
Nach der Bürgerschule absolviert Ernst Greyer die Lehrerbildungsanstalt in Klagenfurt, und übt den Lehrberuf 10 Jahre lang aus. Er fühlt sich aber schon lange zur Malerei hingezogen, als er die Maler Anton Kolig und Herbert Böckl kennenlernt, beschließt er, nach Wien zu gehen, um Malerei zu studieren. Bereits 1938 stellt er das erste Mal in der Wiener Secession aus. Ernst Greyer beherrschte alle techniken der Malerei meisterlich, und war mit Leib und Seele Künstler. Trotzdem setzt er seine Ausbildung fort, und besucht die Meisterklasse für Malerei bei Prof. Andersen. Seine erste Ehefrau war Opernsängerin, so wechselt Ernst Greyer auch ins Bühnenfach, und wird Schüler bei Prof. Beer an der Wiener Skala. Er spielte dann in weiterer Folge beim Wiener Werkl und an der Exelbühne. Während des Krieges war er in der Truppenbetreuung eingesetzt. Nach dem Krieg wendet sich Ernst Greyer nur mehr der Malerei zu. Er bezieht ein Atelier in der Annagasse und später in der Goldeggasse. Seine Atelierfeste sind immer ein beliebter Treffpunkt von Malern und Künstlern aus Film und Bühne. Sergius Pauser, Josef Dobrovsky, Franz Brazda, Franz Xaver Pieler, Malerfamilie Dogarth sind ebenso oft gesehene Gäste wie die Schauspieler Heesters, Schönböck, Waltraud Haas oder Marianne Schönauer, um nur einige zu nennen. Ein Mißgeschick beim Tennisspiel veranlaßt Ernst Greyer, nach Bad Gastein zu reisen, um sich zu kurieren. Daraus wird ein ständiger Aufenthalt, er kauft das Haus Tirolia, baut es um, bemalt das Haus innen und außen mit Fresken. Nun trifft sich die Welt der Künstler bei ihm in Bad Gastein. 1951 eröffnet er die Galerie Greyer, zuerst im Haus Sponfelder am Wasserfall, später mietet er ein weiters Lokal in Bad Hofgastein. Zusätzlich veranstaltet er jeden Sommer seine dann zur Tradition gewordenen Ausstellungen. Ernst Greyer heiratet zum zweiten Mal, diesmal eine russische Prinzessin. Er unternimmt viele Reisen ins Ausland, die er sowohl für Einkäufe nutzt, als auch, um andere Künstler kennenzulernen. Auf einer dieser Reisen lernt er die Künstlerin K.Körössy kennen, ihre Bilder faszinieren ihn, und es entsteht eine Verbindung, die sich positiv auf die Malerei auswirkt. In München lernt er Maler wie Dürrnberger, Henze oder Klaiberg kennen. Ernst Greyer verbringt einen Sommer am Montmatre in Paris und das lokale Fernsehen berichtet, dass nun auf einmal am Montmatre "Bergbilder" verkauft werden. Über eine Begegnung mit Picasso wird in der Zeitung berichtet. Er tauscht Gedanken mit Zenic, Cloqué und Michel Roll aus. Die Begegnungen mit den verschiedenen Malern beeinfusst seine Malerei sehr, und man kann an seiner Malerei diese Epochen gut erkennen. Eine Einladung, in Kairo auszustellen, nimmt Ernst Greyer gerne an. Sein Leben verändert sich noch einmal, als er mit 66 Jahren endlich einen Sohn bekommt. Seine dritte Frau konnte ihm dieses Glück schenken. Seine schönsten Bilder entstehen in dieser Zeit, und er widmet sich wieder ganz der Blumenmalerei im altmeisterlichen Stil. Er baut nochmals ein neues Atelier, diesmal direkt an der Kaiserpromenade. Sein Engagement bei Ausstellungen wird 1980 durch eine Goldmedaille bei der internationalen Kunstausstellung in Salsomaggiore/Italien belohnt: In den Jahren stellt er auch im Künstlerhaus in Salzburg, in der Wirtschaftskammer oder in Meran/Italien aus. Die Jubiläumsausstellung im Grand Hotel de ŽlEurope in Bad Gastein war ein voller Erfolg. Nicht nur seine eigenen Bilder fanden großen Anklang, ebenso wie ein auch ein Querschnitt der Galerie, die er in den Jahren zusammen mit seiner Frau zu einem Schmuckstück in Bad Gastein gemacht hatte. Ernst Greyer wird am 30. Oktober 1983 plötzlich aus seinem Schaffen herausgerissen….. aber seine Bilder……..leuchten noch immer……………… Gruber Rudolf "Eine großartige alpinistische Leistung" 2007
Der
Oberzeiringer Gruber Rudolf, beging
einst mit
Gefährten
die
außerst
schwierige
Osteinkante
des
Großen
Ödsteins
im
Gesäuse.
Wer dieses
Gebiet kennt
weiß
dies ganz
besonders zu
schätzten.
Für alle
Nichteingeweihten
steht diese
Fuhre,
begangen von
Willi
End
2002, zur
Verfügung. Östeinkante Gruber
Rudolf bestieg
auch mit Stranimayer
Adalbert^
das Matterhorn>.
Von Beruf
war er
selbstständiger
Ofensetzer.
HAMMER Purgstall Joseph > 2006 (* 9.
Juni 1774 in
Graz † 23.
November 1856
in Wien)
2006 150.
Todesjahr. An der
Schwelle zum
Orient
Stürze
hinab mein
Gesang,
Wie der
erbrausende
Waldstrom
schäumend
über den
Felsenhang.
Ode an die Steiermark >Die
Kulturbanausen
Mang und
Schützenhöfer
![]() ÖVP
Kulturrefernten 1.
LH Stv. Hermann Schützenhöfer,
der nach
seinem
Watschnen
Plattler als
schwarzer
Missionar am
Ho-Chi-Min-Pfad
schreitet. (Ho-Chi-Min-Pfad,
Bez. für
den
Hauptnachschubweg
der Vietkong
Truppen im
Vietnamkrieg.
Der H.
führte
durch
unwegsames
Dschungelgelände
im
vietnamesischen
laotischen
kambodschanischen
Grenzraum. Er
wurde von Hr.
Schützenhofer
zitiert.)
Er hat sich
nun zum
Wohltäter
gewandelt - er
wurde im Jahr
2004 als Stiftung
Vorstand
zunächst
mit einer
halben Million
Euro in der
ÖAW
einverleibt.
Einst als
Generaldirektor
der
Creditanstalt
- lebte er
noch von der
Jause der
Donnerbacher
Jäger.
"Lieber sind
uns die
einfachen
Leute, denn
sie verpfegen
sich selbst".
Sagten damals
die
Waidmänner.
Hammers Werk Verzeichnis scheint virtuell interessanter Weise nur in der Berlin- Brandenburgschen Akademie der Wissenschaften auf. Hammer Purgstall ist der Grabnachbar von Lenau > in
Weidling bei
Klosterneuburg.
Der
Orientalist
Joseph
Freiherr
von
Hammer-Purgstall
> 1774-1856
erwarb sich
große
Verdienste um
die Kenntnis
des
islamischen
Orients. Er
blieb aber
seiner Heimat,
der
Steiermark,
immer
verbunden,
lebte gerne
auf seinem
schönen
Schloss
Hainfeld. Mit
seiner
Zeitschrift
"Fundgruben
des Orients"
(6 Bände,
1809-18) und
seinen
nachgestalteten
Dichtungen
("Diwan des
Hafis", 1812
und andere)
erschloss er
die
mittelalterliche
morgenländische
Literatur
für das
Abendland und
regte damit
auch unter
anderem Johann
Wolfgang von
Goethes
"Westöstlichen
Diwan" an.Im vorliegenden kleinen Sammelband „An der Schwelle zum Orient“ (Stiasny 1957) findet sich sowohl Lyrisches (z. B. Ode an die Steiermark) als auch Episches wie beispielsweise „Die Hexen von Feldbach“, die Schilderung einer Hexenjagd von 1672. Im Schloss Hainfeld hatte der Freiherr, Hofdolmetsch und Diplomat verborgene Akten des Feldbacher Hexenprozesses in alten Chroniken gefunden, welche ihn zu seinem historischen Roman „Die Gallerin auf der Riegersburg“ inspirierten. Quelle
gelöscht08
Kerkersuppe
Steiner
Benedik
2005
Ausstellungen^
"Erlebte
Zeit
Geschichte u.
verschwiegene
Gegensätze" 251-267 www.jungetanztage.com (Projektleitung) www.zeiring.com
(Obmann)
Alltagsbewältigung
in der
Steiermark 45-55
(Mitarbeit)
„Austria.
a crashcours
in 5
stereotypes“ gelöscht08
(a
short-film)
Publikationen
Preise
und
Auszeichnungen
2005: "Leben
unter
Gegensätzen
1920-80"
Gemeinsam mit
Walter
Steiner^
Historisches
Zeiring: 2005.
320 Seiten,
zahlreiche
Abbildungen.
Bestellbar bei
office@zeiring.com
und im
Buchhandel
^2006: Erlebte Zeit, Geschichten und Gegensätze. Kleine Anmerkungen zum Alltagsleben im Oberzeiring des 20. Jahrhunderts. In Walter Brunners^ "Wechselvolle Geschichte Oberzeiring": Eigenverlag der Marktgemeinde 2006. S. 241-275 ![]() Anmerkung: Als gebürtiger Oberzeiringer ist Benedik über die vielen Brunner Fehler und Verwechlungen, in dieser "Beamten - Makulatur Chronik" gestolpert. Ein Beitrag für eine solche steuergeldlastige fehlerhafte Lektüre ist keine Offenbarung. Eine besondere Feinheit, weder der Bürgermeister noch der Pfarrer als Vorwortschreiber hatten die Verwechslung "Berghaus Steiner mit der Friedhofkirche" registriert. 2007: "Der kleinen Dinge langer Atem". Als unbedeutend verstandene Objekte einer Nachkriegs-Sachkultur „kleiner Leute“ und Erzählungen innerhalb einer Atmosphäre des Nicht-Erinnerns. In: Editha Hörandner, Stefan Benedik Karner (Hg.): „Durch die Jahre ist es immer besser geworden“. Alltagsbewältigung in der Steiermark 1945-55. [in Druck] gelöscht08
2000:
GPA/Der
Standard Preis
Chefredakteur
der „besten
Schülerzeitung
Österreichs“
(2000)
2005:
„Innovationspreis
— einfach
lebendig“ der
Steiermärkischen
Landesregierung,
Abteilung
9-Kultur
für das
Projekt junge!
tanz tage
stefan benedič
karner - texte.
keine
beispielhaft
literatur muss
jedenfalls
text sein. wie
das leben und
ein nagel, der
über die
dünne
haut auf
meinem
handrücken
fährt. um
den
diesbezüglichen
wünschen
nachzukommen,
gibt es jetzt
auf der
folgenden
seite ein paar
downloadmöglichkeiten:
gelöscht08
Wenn wir schon
dabei sind,
darüber
zu sprechen,
worüber
man schreibt
und
worüber
nicht, dann
soll noch
eines gesagt
sein. Wie wir
alle wissen,
vergisst man
vieles und
erinnert sich
an manches
absichtlich
lieber nicht.
Manchmal geht so mit Menschen auch die Erinnerung an sie verloren. Besonders im letzten Jahrhundert kommt man darum nicht herum. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist eine Geschichte der verschwundenen Menschen. Noch vor wenigen Jahren wurden in Südosteuropa Menschen vertrieben, getötet, und von vielen blieb nicht einmal eine Spur. Aus Oberzeiring kann man ähnliche Fälle aus der Zeit fünfzig Jahre davor berichten und es ist vollkommen unmöglich, über dieses vergangene Jahrhundert zu schreiben, ohne jene Menschen und deren Leiden zu berücksichtigen. Ganz im Gegenteil, nachdem genau jene Geschichten über diese Opfer des Dritten Reichs so lange nicht erzählt wurden, möchte ich mich ihnen hier ganz am Anfang widmen. Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten, die den Wahnsinn der Menschenvernichtung auf die unvergleichliche Spitze getrieben haben, haben auch Zeiringerinnen und Zeiringer sinn- und grundlos ermordet. Das bemerkenswerte daran ist. Von diesen Menschen ist kaum etwas geblieben, kein Grab, keine Geschichte, keine Erinnerung. Nehmen wir das Beispiel einer Zeiringerin, Frau Heller, die wohl um die Jahrhundertwende geboren wurde. Wir kennen sie nur mehr von einem Foto (vgl. SBK01), das sie in der Mitte der „Altsteirer-Tanzgruppe“ zeigt, lächelnd, mit einem Hut auf dem Kopf, „in Tracht“. Die wenigen Bruchstücke, die man davon abgesehen noch von ihrem Leben zusammensetzen kann, sind: Sie lebte mit ihrem Lebensgefährten in Unterzeiring, arbeitete wohl als Hausfrau. Geheiratet haben die beiden nie und während der Zwischenkriegszeit wurde allgemein bekannt, dass Frau Heller eine „Halbjüdin“ sei. Dieser Ausdruck wurde im nationalsozialistischen Rassenwahn für jemanden verwendet, der einen Elternteil „jüdischer Abstammung“ hatte. Für Frau Hellers Alltag hatte das Folgen. In Oberzeiring kam ein Spottlied in Umlauf mit dem sie immer wieder beschimpft wurde. Eine der Textvarianten dieses Liedes lautete: „Salomon der Weise, sprach zu seiner Frau: `Sarah, du hast Läuse, schämst dich nicht, du Sau?`“10 Was von ihrem weiteren Leidensweg noch bekannt ist, ist das Gerücht, dass sie jemand angezeigt hatte und schlussendlich alles, was man aus folgender Aussage lesen kann: „De hab’n sie g’holt. […] Von ihr hat man nichts mehr g’hert.“11 Doch auch ein solches Ereignis klingt aus den Mündern verschiedener Leute ganz unterschiedlich. Manche sagen, jeder sei schockiert gewesen, als die Nachricht vom Abtransport die Runde machte,12 andere wiederum betonen den Spott, dem Frau Heller ausgesetzt war, als sie noch in Zeiring lebte.13 Auch von diesen beiden Seiten betrachtet ist eines klar. Mit nur wenigen Sätzen kann man alles zusammenfassen, was als Erinnerung an diese Frau geblieben ist. Mit dem „Verschwinden“ von Frau Heller verschwand auch ihre Geschichte, weil sie als peinliche, unangenehme Erinnerung verstanden wurde, mit der niemand umgehen konnte. Das führte dazu, dass sich von den Menschen, die neben und mit ihr zu dieser Zeit lebten, niemand mehr an ihren Vornamen erinnern kann. Genauso wie Frau Heller kein Grab hat, an dem man ihren vollen Namen, ihr Geburts- und Todesdatum ablesen kann, gibt es über sie keine Geschichte. Dasselbe kann man über Kinder berichten, die als behindert und nach den NS-Vorstellungen deshalb als „unwertes Leben“ eingestuft wurden. Auch hier gab es einige Fälle in Oberzeiring, und auch darüber sprach niemand mehr ausführlich. Über den Fall eines behinderten Kindes kursierte das Gerücht, dass es der eigene (unverheiratete) Vater, ein Gendarm, bei der Mutter abholen lassen hätte.14 Doch abgesehen davon existieren nicht die geringsten Hinweise auf die mindestens zwei Oberzeiringer Kinder, die im Nationalsozialismus ermordet wurden. Nur ganz wenige Menschen erinnern sich überhaupt an sie. Im Gegensatz dazu wurde im Marktkern von Oberzeiring 1958 ein „Denkmal“ errichtet, das Namen und Kurzdaten von Männern nennt, die während des Zweiten Weltkriegs als Soldaten der nazideutschen Wehrmacht starben. Viele Angehörige betrachteten dieses „Kriegerdenkmal“ als so etwas wie ein Ersatzgrab, an das man die Erinnerungen an ihre Verwandten knüpfen konnte.15 Für jene Menschen, deren Angehörige als Jüdin oder als behinderte Kinder ermordet wurden, war es undenkbar, ein Ersatzgrab zu verlangen. Die Geschichten dieser Menschen sollten nicht erzählt werden, sie waren selbst für die Verwandten der Opfer peinlich. Aus dem Nationalsozialismus machte man „die Zeit, über die man besser schweigt“ und die Menschen, die von diesem Regime, seinen Helferinnen und Helfern ermordet wurden, wurden zu den „Fällen“, über die man besser schwieg. Nach den Menschen wurden also auch die Erinnerungen an sie getötet. Sent:
Friday,
February 16,
2007 9:24 PM
Subject: AW:
Publizierung
Sehr geehrter
Herr Mayer,
Natürlich
können
Sie die
Materialien
gerne
verwenden.
Danke
schön
für die
Anführung
des copyrights
und vor allem
herzlichen
Dank für
die lobenden
Erwähnungen
unserer
(meiner)
Aktivitäten.
Herzliche
Grüße
aus Prag
Stefan Benedik
Karner all
texts, all
pictures, all
content
©
2006
stefan benedik
karner.
0804 Sehr geehrter Herr Mayer, ich versuche gerade, die Anzahl meiner im Internet genannten Email-Adressen zu reduzieren. Jedes mal, wenn eine Emailadresse offen im Netz auffindbar ist, kann sie gegoogelt werden, was einerseits praktisch ist, leider aber andererseits zu vielen Spam-Mails führt. Nachdem ich inzwischen schon mehrere hunderte solcher Mails täglich bekomme, bitte ich Betreiber von Homepages, auf denen meine Adressen genannt sind, daraus den Klammeraffen @ zu streichen. Ich wäre Ihnen daher auch sehr sehr dankbar, wenn Sie meine oder von mir gewartete Adressen umändern könnten. Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe und beste Grüße, Ihr Stefan Benedik Karner S.g. Hr. Karner, danke für Ihr Mail, dem ich durch die Bezeichnung Mailadresse entsprochen haben. Den unerwünschten Maileingang können nur mehr spezielle Filter, und teilweise auch kostenfreie Spamfighter, abwehren. Weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße 1. Projekt "junge ! tanz tage" (Projektpreis) Schaffung von Zugangsmöglichkeiten zum Volkstanz für junge Menschen - unter dem Motto "erleben - bewegen - ausprobieren" Landesarbeitsgemeinschaft Volkstanz Steiermark unter Leitung des Vorsitzenden OSR Franz Wolf Projektleiter: Stefan Benedik Karner. 2. "Volkskultur-Datenbank / Volkskultur Verlag" (Anerkennungspreis) Das Internet-Portal für Wissen, Information und Fakten Volkskultur Verlag, Leibnitz Mag. Guido Jaklitsch www.volkskultur.steiermark.at Stefan Benedik Karner gewann den Ideenwettbewerb zum Jahr der steirischen Volkskultur mit unkonventionellen Ideen zum Tanzen von Gerald Winter (Kleine Zeitung Steiermark) "Wir versuchen, Jugendliche anzusprechen, die sonst gar nicht mit Tradition und Tanz in Berührung kommen." So umreißt Stefan Benedik Karner die Idee für sein Projekt "junge tanz tage", das von der Fachjury der "Zukunfts-Werkstatt Volkskultur" diese Woche mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. "Es wird eine Tanzmischkulanz werden", erklärt Karner das unkonventionelle Konzept, das nicht bei allen traditionellen Vereinen auf Zustimmung stößt. Im August findet ein viertägiges Seminar am Grundlsee statt, bei dem Afro-Dance auf Tänze aus Zentraleuropa trifft. Abschließend gibt es einen Musical-Workshop. "Es wird spannend, welche neuen Perspektiven sich daraus ergeben", freut sich der Geschichte - und Volkskunde - Student. Sozial
engagiert
Der
22-Jährige
stellt selbst
einige
Konventionen
auf den Kopf.
Als
Mitarbeiter
der ersten
Stunde beim
Homeless
Worldcup
stellt er sein
soziales
Engagement
unter Beweis.
Wissenschaftlich
arbeitet er in
einem
Forschungsprojekt
unter der
Leitung von
Editha
Hörandner
mit, Leiterin
des Instituts
für
Volkskunde und
Kulturanthropologie.
"Alltagsbewältigung
in der
Steiermark
1945-55", das
heuer auch in
Buchform
erscheinen
soll. Dass
Karner den
Volkskultur -
Preis, der ihm
von
Landeshauptmann
Stellvertreter
Leopold
Schöggl
überreicht
wurde,
überhaupt
zugesprochen
bekam, hat ihn
überrascht.
"Ich
spreche
lieber vom
kreativen
Umgang mit
Traditionen
als von
Volkskultur",
wehrt sich der
gebürtige
Oberzeiringer
gegen jede
politische
Vereinnahmung.
Ausschließlich
erstmals
zu sehendes
Material
über die
"kleinen
Leute" zeigt
eine Schau zur
Nachkriegszeit
in
Oberzeiring.
Aus einem
Flugzeugtank
haben sich die
Bretsteiner
Buben einen
Schibob
gebastelt -
und im Sommer
wurde das
Tankloch
einfach zu
gestoppelt und
schon war das
Ding ein Boot
am See:
Kinderwelten,
das Basteln
von Spielzeug
aus ehemaligem
Kriegsmaterial,
die dinglich
gemachte
verdrängte
Erinnerung -
ein
Schwerpunkt
der
Ausstellung
"Durch die
Jahre ist es
immer besser
geworden".
Eröffnet
wird heute im
Pfarrhof
Oberzeiring
(19.30 Uhr).
Auf 120
Quadratmetern
Fläche
geht es um den
steirischen
Alltag in der
Nachkriegszeit,
um Haushalt
und Wohnen, um
Motor,
Kleidung,
Freizeit und
die damit
einhergehende
Amerikanisierung.
"Unser Zugang ist der der kleinen Leute", betont der angehende Historiker Stefan Benedik Karner vom Verein Historisches Zeiring. Die Leute, für die damals das Problem, eine sechsköpfige Familie durchzubringen, dringlicher war als die Frage, wo es eine englische und wo eine russische Besatzung geben werde. Probleme also, die in dem Veranstaltungswust anlässlich des Gedenkjahres eher untergehen. Karner: "Deshalb die Alltagskultur-Schau, welche in dieser Form in Österreich einzigartig ist. Gezeigt wird ausschließlich Material, das erstmals zu sehen ist." Fünf Jahre Vorbereitung stecken in der Ausstellung, Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Verein und einer Projektgruppe des Instituts für Volkskunde und Kulturanthropologie der Uni Graz. Starke Basis sind Zeitzeugen-Interviews und Fotos, vor allem die Privatsammlung von Walter Steiner. Steiner und Stefan Benedik Karner präsentieren im Zuge der Eröffnung außerdem ihr Buch "Kino, Kur und Kerkersuppe - Leben unter Gegensätzen in Oberzeiring 1920-80" ISBN 3-95020112-1-1 KZ
Sehr
geehrter Herr
Steiner, ich
hoffe, dass
die von mir zu
Ihrer freien
Verfügung
gestellten
Unterlagen,
zur Erstellung
einer
Geschichtsaufzeichnung,
brauchbar
sind.
Erwähnenswert
wäre noch
der
ungeklärte
Mord an der
Bäuerin
Abwieser im
Zugtal, sie
wurde eines
Tages mit dem
um 180 Grad
verdrehten
Kopf gefunden.
Ihr Anwesen
wurde, so wie
das der
anderen Zugtal
Bauern vom
Herrschaftsbesitz
Neuper
einverleibt -
einzig allein
der Bauer
Hasler
vulgo Freitag
hat im Zugtal
überlebt.
Weiter ist die Begebenheit des Anderl Madritsch, ein Geometer der Grenzverschiebungen zu Gunsten des Großgrundbesitzer Neuper festgestellt hatte, bedeutungsvoll. Er wurde, deshalb von dem für unzurechnungsfähig erklärt, es gelang ihm jedoch immer wieder aus dem Irrenhaus zu entfliehen.
Er versteckte
sich in
Oberzeiring im
Bergwerk und
wurde von der
Bevölkerung
von
Oberzeiring
verköstigt.
Später
wohnte
er
eine
Zeit
lang
in
unseren
Gartenhaus
und
anschließend
im
EngeIe
Turm.
Abschließend
verweise
ich
auf
die
dreibändige
Ortschronik
des
Oberzeiringer
Volkshistorikers
Josef
Steiner
Wischenbart^.
-Zitiert im
Vorwort der
Broschüre:
Wie's
früher
war - vom
Lehrer Franz
Ehrer. Auch
der Lehrer
Gehbauer hat
darüber
schon
erfolgreich
die Feder
geschwungen.
Zu Ihrem
Vorhaben
wünsche
ich Ihnen viel
Erfolg
Buchherausgabe
"Leben
unter
Gegensätzen": Steiner Benedik 2006 >
Der Autor:
Hugo Mali,
geboren 1964
in Oberzeiring
/ Steiermark,
studierte
Klarinette,
Chorleitung
und
Instrumentalpädagogik
an der
Hochschule
für Musik
und
darstellende
Kunst in Graz
sowie
Hackbrett bei
Prof. K. H.
Schickhaus am
Linzer
Bruckner-Konservatorium.
Franz Koringer. Leben und Werk VON Hugo Mali Weishaupt Verlag, Gnas, 1. Aufl. 1996 17,5 x 24,5 cm, 144 Seiten (u.a. mit einem Werkverzeichnis), farbiger Schutzumschlag, ca. 80 teils farbige Abb., geb ISBN-10: 3-7059-0032-3 ISBN-13: 978-3-7059-0032-5 Quelle MELLER Adolf 2008
Maurer,
Schulwart,
Mitarbeit beim
Bildhauer Wahl
Alexander^, lebt
in
Oberzeiring,
Studienfahrten
nach Italien.
Zeichnungen
und Malereien
in
verschiedenen
Techniken.
Kooperationen
mit Wimmer Walter^
Moser Barbara Bild mit Gedicht DIE KLOUNE KAPÖLLN Maria Schnee Kapelle 1v5
>
2009-07-14
Ölzant Franz 1v6
geb.
1934 in
Oberzeiring Altartisch
Nikolauskirche
In dem
Kapitel,
"Bedeutende
Persönlichkeiten"
der
Brunner
Makulatur
Chronik^
werden
4 Männer
angeführt,
Ölzant
und Sperl
leben noch. Auf
12.5 von den
15
Kapitelseiten
wurde die
Familiengeschichte
Neuper
abgeschrieben.
Nachdem
Anderl
Madritsch
Grenzverletzungen
feststellte,
wurde er vom
Neuper ins
Irrenhaus
abgeschoben^
Der
berühmte
geborene
Oberzeiringer
Gelehrte und
Wissenschaftler
Tassilo
Weihmayer^ wurde
nur mit zwei
Sätzen
erwähnt.
Weimayer war
auch ein
feinfühliger
Lyriker und
ein Freund des
Dichters Robert
Hammerling.
Gedicht
Heimat
Oberzeiring
>Schöne Saitenblicke Pichlmair Johanna 2009-01-13
Johanna
Pichlmair aus
Oberzeiring
ist ein echtes
Ausnahmetalent
an der Geige.
Warum, konnte
man etwa bei
ihrem
Duo-Abend
überprüfen.
Zur
Person,
geboren am 18.
März 1990
in Judenburg.
Geigerin,
Musikschule
Fohnsdorf,
Mozarteum
Salzburg.
Zahlreiche
Preise, u. a.
in Povoletto,
Görz (I)
und Neerpelt
(B). Erster
Griff zur
Geige mit
sechs, heute
ein
großes
Versprechen
für die
Zukunft.
Pichlmair
Johanna 2007-05-08 "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls", sagt Leo Tolstoi. Also müsste Johanna Pichlmair eigentlich verflixt gut in Steno sein. Wer die 18-Jährige schon an der Violine gehört hat, weiß: Da vermengen sich Talent und Passion ganz wunderbar. ![]()
Bewerb
nicht
vergeigt. Eine
gute
Schule,
Talent
und
Fleiß:
Dieser
Mix
machte
Johanna
Pichlmair
aus
Oberzeiring
zur
Ausnahmegeigerin,
die
wieder
einen
Preis
holte.
17 Jahre ist Johanna jung. Dass sie eines Tages mit Musik ihr Geld verdienen wird, steht so gut wie fest. Die Anfragen von Orchestern, bei denen sie spielen kann, oder von Profis, die sie unterrichten wollen, häufen sich und machen sie klarerweise stolz. Das Angebot etwa, als Solistin beim Salzburger Orchester Pro Musica zu spielen, hat sie natürlich nicht ausgeschlagen. Wählerisch
Bei der Wahl
ihres
künftigen
Lehrers ist
sie allerdings
wählerisch:
"Ich werden
sicher Musik
studieren,
muss aber erst
den richtigen
Lehrer
finden." Die
Richtige war
seit der
ersten Stunde
Alexandra
Rappitsch von
der
Musikschule
Fohnsdorf:
"Von ihr habe
ich viel
gelernt und
kann ich
sicher noch
viel lernen",
schwärmt
Johanna von
ihrer
Lehrerin. Aber
nicht nur eine
gute Schule,
auch Talent
und
Fleiß
gehören
zu einer
Karriere als
Profimusiker.
Und weder an
dem einen noch
an dem anderen
mangelt es bei
Johanna: "An
einem normalen
Schultag
spiele ich
nicht mehr als
zwei Stunden."
In den Ferien
ist sie aber
"irrsinnig
fleißig":
"Da spiele ich
zwischen vier
und acht
Stunden."Ihre bevorzugten Stilrichtungen sind übrigens virtuose Violinmusik und Klassik a la Beethoven oder Mozart. Kurz zusammengefasst: "Mir gefällt es, wenn es dem Publikum gefällt." Apropos: Am 19. Mai tritt Johanna bei den Seckauer Kulturwochen auf, und zwar mit ihrem Klavierpartner Dimitrij Manelis und Christina Müller, die ebenfalls in der Begabtenklasse von Alexandra Rappitsch ist. Mit dem Sinfonieorchester des Aichfeldes wird sie als Solistin am 5. und 6. Juni in Knittelfeld und Fohnsdorf Beethovens berühmtes Violinkonzert in D-Dur interpretieren. "Eigener
Weg"
Vorbilder hat
Johanna
Pichlmair
keine: "Ich
gehe meinen
eigenen Weg
und will mich
nicht zu sehr
beeinflussen
lassen." Ihr
Spiel
beeinflusst
allerdings
nicht ihre
Leistungen in
der Schule.
Trotz enormer
Fehlstunden,
etwa aufgrund
von
Konzertreisen,
hatte sie
stets eine
Vorzug:
"Einmal habe
ich 300
Stunden in
einem Semester
gefehlt",
lacht sie.Übrigens: Wer mehr über Johanna Pichlmair erfahren und genau wissen will, welche und wie viele Preise sie gewonnen hat, erfährt dies unter www.rauscher-kultur.at KZ Michaela Fröhlich Gefängnis,
rote Herzen
und geheime
Tränen (Auszug) "Ausradiert".
Der
pensionierte
Fehringer
Schuldirektor
Erwin
Luckmann
schüttelt
noch immer den
Kopf, wenn er
daran denkt,
wie er durch
die
Nazi-Propaganda
gelenkt und
beeinflusst
wurde. "Ich
war acht Jahre
alt und in der
Nacht des 12.
März
läuteten
die Glocken in
Oberzeiring.
Mit meinem
Vater ging ich
zum
Marktplatz, wo
viele
Braunhemden
herum standen.
Zuhause habe
ich dann den
Vater das
letzte Mal
weinen
gesehen. Er
sagte: Jetzt
ist
Österreich
aus der
Landkarte
ausradiert. Er
war ein
christlich-sozialer
Schuhmacher
Meister und
musste bereits
im April 1938
zu
Militär
einrücken",
erinnerte sich
Luckmann mit
Tränen in
den Augen. KZ
Singgemeinschaft
Oberzeiring Der
gemischte Chor
besteht seit
1986 und
verfügt
über 18
Chormitglieder.
Die Leitung
des sehr
erfolgreichen
Chores hat
Herr OSR Erwin
Luckmann.
Er wurde in
Oberzeiring
geboren und
war
Volksschuldirektor
in Fehring, wo
er auch seit
vielen Jahren
schon
beheimatet
ist. Trotzdem
zieht es ihn,
vor allem
wegen seines
Chores, immer
wieder in die
Heimat
zurück.
Die
Singgemeinschaft
Oberzeiring
verfügt
über ein
sehr breit
gefächertes
Repertoire.
Hauptsächlich
pflegt der
Chor das
Volksliedgut.
Er singt aber
auch gerne bei
kirchlichen
Veranstaltungen.
1997 entstand
eine
Weihnachtslieder-CD
und ein Jahr
darauf eine
Volkslied-CD.
Die zweite
Weihnachtslieder-CD
entstand 2000.
Waltraud
Gruber
(Sopran) Anni
Koini (Sopran)
Heidi Pally
(Sopran)
Elfriede
Gruber
(Sopran) Lucia
Pfandl
(Sopran)
Hermine
Kreuzer
(Sopran)
Anneliese
Graßl
(Alt) Renate
Schneidl (Alt)
Karla Haberl
(Alt) Brigitte
Kopsche (Alt)
Cilli Fruhmann
(Alt) Michael
Felfer (Tenor)
Arnold
Krawanja
(Tenor) Herwig
Leitner
(Tenor) Werner
Haberl (Bass)
Michael Felfer
(Bass) Josef
Schmidt (Bass)
Franz Fruhmann
(Bass)
SPERL Gerfried 2007
Gerfried
Sperl,
Chefredakteur
der
Tageszeitung
DER STANDARD,
erhält
den Kurt
Vorhofer Preis
2007, teilte
Paul Vecsei
für die
Journalisten
Gewerkschaft
am Freitag
mit. Sperl sei
ein "freier,
unberechenbarer
Geist, der
besonders im
Jahr des
Regierungswechsels
Distanz zu den
Mächtigen
bewiesen hat",
begründet
die Jury ihre
Entscheidung.
Die
Auszeichnung
ist mit 7.200
Euro dotiert
und wird am
29. Mai von
Bundespräsident
Heinz Fischer
überreicht.
Sperls politische Grundhaltung sei "frei von Zynismus", er sei ein Anwalt der Bürgerrechte und der Menschenrechte, so die Vorhofer Preis Jury. Sperl habe auch immer klar gegen die "Verluderung der politischen Sitten" Stellung bezogen. Seit 1992
geschäftsführender
Chefredakteur
Gerfried
Sperl, geboren
am 11.
Dezember 1941
in Oberzeiring
in der
Steiermark,
begann seine
journalistische
Laufbahn 1967
bei der
"Kleinen
Zeitung". 1982
wurde er
Chefredakteur
der
"Südost-Tagespost",
nach kurzem
Zwischenspiel
beim "Kurier"
wechselte er
in den
STANDARD, wo
er seit 1992
geschäftsführender
Chefredakteur
ist. Sperl
wird diese
Funktion mit
1. Juli dieses
Jahres an
Alexandra
Föderl-Schmid
abgeben. Er
wird dem
STANDARD als
Kolumnist
erhalten
bleiben, die
"Montagsgespräche"
weiter leiten
und dem Verlag
als
publizistischer
Berater zur
Verfügung
stehen.
Der
Namensgeber
des
renommierten
Preises, der
1995
gestorbene Kurt
Vorhofer,
war viele
Jahre lang
stellvertretender
Chefredakteur
und Leiter des
Wien-Büros
der "Kleinen
Zeitung".
Erster
Preisträger
war im Jahr
1996 Engelbert
Washietl
("WirtschaftsBlatt").
Ihm folgten
1997 Katharina
Krawagna-Pfeifer
(STANDARD),
1998 Karl
Danninger
("Oberösterreichische
Nachrichten"),
1999 Christoph
Kotanko
("Kurier"), im
Jahr 2000
Andreas Koller
("Salzburger
Nachrichten"),
2001 Armin
Thurnher
("Falter"),
2002 Gerhard
Marschall
("WirtschaftsBlatt"),
2003 Anneliese
Rohrer ("Die
Presse"), 2004
Hans Rauscher
(Kolumnist bei
STANDARD und
"Format"),
2005 Florian
Klenk
("Falter") und
2006 Antonia
Gössinger
("Kleine
Zeitung").
Die Jury: Ilse
Brandner-Radinger
(Concordia),
Hans Haider
(Sponsor
Verbund),
Vorjahrespreisträgerin
Antonia
Gössinger
(Kleine
Zeitung),
Thomas
Götz
(Mitveranstalter
Kleine
Zeitung),
Andreas Koller
(Salzburger
Nachrichten),
Hans Rauscher
(Standard-Autor)
sowie Paul
Vecsei und
Astrid
Zimmermann von
der
Journalistengewerkschaft,
die den Preis
vergibt. (APA) Kommentare
Alle
Beiträge
zu diesem
Thema anzeigen
Mag
sein,
dass
die
Steiermark
im
Vergleich
zu
den
anderen
Bundesländern
in
der
Tageszeitung
„Der
Standard”
manchmal
etwas
überrepräsentiert
ist.
Der
Grund
dafür
ist
simpel:
Ihr
Chefredakteur,
Gerfried
Sperl,
ist
Steirer.
Obwohl
er
seit mehr als
zehn Jahren in
Wien lebt,
verfolgt er
die
Vorgänge
jenseits des
Semmerings
nach wie vor
mit Herzblut,
wenn auch ohne
Heimweh: „Graz
hat den
Charakter
eines
Laboratoriums
verloren, die
Geschichte hat
Graz wieder
eingeholt.”,
analysiert er
trocken die
Rückentwicklung
vom Zentrum
der Avantgarde
zur
„(spieß-)
bürgerlichen
Provinzhauptstadt”,
die sich in
den letzten
Jahren
vollzogen hat.
Tatsächlich
hat Sperl als
Student wohl
die bisher
spannendste
Epoche nach
1945 in Graz
miterlebt und
auch
mitgestaltet.
Geboren 1941 in Oberzeiring besuchte er die Mittelschule in Bruck/Mur. Einer seiner Lehrer, der spätere Landesschulinspektor und Landtagsabgeordnete Dr. Hans Steiner, vergatterte die Schüler gern zur Teilnahme an Vorträgen und Diskussionen des Katholischen Bildungswerkes. Unter den Referenten waren Geistesgrößen wie Otto Mauer und Friedrich Heer. Sperl: „Damals hat uns das total angezipft, aber später sind wir darauf gekommen, was wir gelernt haben.” Um sich die Berufsentscheidung weitgehend offen zu lassen, studierte Sperl nach der Matura, 1959, Germanistik und Anglistik: „Hätte ich wie mein Vater, Groß- und Urgroßvater Jus studiert, wäre die Berufswahl zu beschränkt gewesen.” Mehr noch als seine unmittelbaren Studienfächer interessierte ihn allerdings die Philosophie. Er hörte Vorlesungen bei den legendären Professoren Amadeo Silva-Tarouca, der ein Bindeglied zur Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) darstellte, und Georg Jánoska: „Jánoska hat uns mit den marxistischen Richtungen vertraut gemacht, die später die Basis für eine Politik waren, die zum Sturz der kommunistischen Regime geführt hat. Dafür, dass er uns das beigebracht hat, hat man in dem reaktionären Graz einen Philosophieprofessor dieser Güte des Kommunismus verdächtigt. Da sieht man, welche schwachsinnigen Leute damals das Sagen in Graz gehabt haben.” Im kulturellen Bereich sorgte bald Hanns Koren für eine Öffnung nach allen Seiten. An der Universität waren bis in die frühen 60er Jahre die Luken völlig dicht und das nicht nur auf Professorenebene. So gab es etwa ein fixes Abkommen auf bürgerlicher Seite („Wahlblock”), wie die Vorsitze innerhalb der Hochschülerschaft zu verteilen sind: Der Gesamtvorsitz an der Universität Graz ist dem MKV (Mittelschüler Kartellverband) zugestanden, während der CV (Cartellverband) Anspruch auf den Vorsitz an der TU gehabt hätte, wenn dort nicht schon der RFS (Ring Freiheitlicher Studenten) regiert hätte. In diesem Sinne wurden dann auch die einzelnen Fachschaften aufgeteilt, wobei die Fachschaft Philosophie in den Machtbereich der KHG (Katholische Hochschulgemeinde) fiel. Als deren Repräsentant wurde Sperl 1961 Vorsitzender der Fachschaft Philosophie und beschloß mit seinen Freunden, die Machenschaften innerhalb der ÖH aufzubrechen: Die Studentenvertretung sollte nicht länger Ebenbild der „großen Politik” sein, die damals ja auch noch fest in den Händen des CV war. Tatsächlich wurde Sperl zwei Jahre später, 1963, zum Gesamtvorsitzenden der ÖH an der Universität Graz gewählt. In dieser Funktion gründete er einen Universitätskindergarten und eine psychotherapeutische Beratungsstelle für Studenten, worauf er heute noch stolz ist. Zwei Mal fuhr er nach Berlin, um mit den dortigen Studentenpolitikern zu diskutieren und ihre Reformüberlegungen auch in das verschlafene Graz einzubringen. Jeden Donnerstag Nachmittag traf sich Sperl mit seinen Freunden in seinem Untermietzimmer in der Goethestraße zum Tee. Theoretisch blieb dabei kein Stein auf dem anderen, auch im privaten Bereich: „Nicht schöne Frauen sind erotisch, sondern gescheite Frauen sind erotisch”, lautete der Paradigmenwechsel, den Sperl auch zu begründen weiß: „Die zu besichtigende schöne Frau wird immer langweiliger, die gescheite Frau wird immer spannender.” Die
„Aktion”
1965
gründeten
die Freunde,
zu denen der
heutige Grazer
ÖVP-Kulturstadtrat
Helmut Strobl
und Matthias
Wabl,
Professor
für
Biochemie in
San Francisco,
zählten,
die „Aktion”.
„Links von
rechts und
rechts von
links” lautete
die Devise der
Gruppe, die
dafür
verantwortlich
ist, dass die
Studentenbewegung
der
späten
60er Jahre
nicht ganz
spurlos an
Graz
vorbeigezogen
ist:
Mädchen
wurden in
Koffern in
Studentenheime
geschleust, in
denen striktes
Besuchsverbot
für
Frauen
herrschte;
Gegeninaugurationen
mit
Klopapierrollen
statt
Samtteppichen
sollten
provozieren.
Aus den
Transistorradios
dröhnten
die „Stones”,
die „Who” oder
„The Velvet
Underground
and Nico”.
Herbert
Marcuse und
Theodor Adorno
gehörten
zur
Pflichtlektüre,
Bände aus
der „edition
suhrkamp”
stapelten sich
in den
Studentenzimmern.
Sperl: „Es war
eine
Gegenbewegung
zu den
Macherjahren
in den 50ern,
in denen ja
auch gar
nichts anderes
gemacht werden
konnte, als
aufzubauen.
Dabei ist ein
intellektuelles
Vakuum
entstanden.”Eine eigene Studentenzeitschrift, der „Impuls”, wurde gegründet; Hans Preiner, der spätere Erfinder des „Mundl”, fungierte als Chefredakteur, Sperl als Herausgebervertreter; Bernd Schilcher und Helmut Gries („Neue Zeit”) zählten zu den Autoren. 1970, als sich die „Aktion” wieder auflöste, sprach Sperl in seiner „Grabrede” vom „politischen Lumpazivagabundus”. „Im Prinzip” möchte er sich von nichts absetzen, was er damals vertreten habe. Geblieben sei ihm vor allem aber eine Überzeugung, die er inzwischen fast zum Dogma erhoben habe: „Forschung und Kunst sind eine Voraussetzung, damit ein Staat konkurrenzfähig ist.” Ein Angebot der „Deutschen Hochschulzeitung” nach seiner Promotion lehnte er ab, um sich seine ersten journalistischen Sporen bei der „Kleinen Zeitung” (1969 – 1982) zu verdienen. 1982 wechselte er als Chefredakteur zu jener Zeitung, mit der er als Studentenfunktionär ständig auf Kriegsfuß stand: Der „Südost-Tagespost”. Sie siedelte seine „Aktion” einst „östlich von Peking” an. Nach Einstellung des ÖVP-Blattes, 1987, übersiedelte er, nach einem kurzen Zwischenspiel beim „Kurier”, in die Chefredaktion des „Standard”. „Der Zeitungsjournalismus hat das größte Potential, um Aufklärung zu betreiben, daher sind Qualitätszeitungen auch nicht umzubringen”, ist Sperl nach wie vor überzeugt. Graz biete aber keine Plattform für die Herstellung einer Qualitätszeitung. Herausforderung
Ausland
Er
würde
heute aber
auch nicht
mehr in Graz
studieren
wollen.
England sei
sein
bevorzugtes
Land für
eine
Ausbildung:
„Ich glaube,
dass die
Universitäten
im Ausland
mehr bieten an
Aktualität
und ein Klima
größerer
Herausforderung
haben”. Auch
bei der
Studienwahl
würde er
heute eine
andere
Entscheidung
treffen, als
er es vor 40
Jahren getan
hat:
„Politische
Theorie, oder
ein modernes
Fach, wie
Bioethik,
würden
mich
interessieren”.
Rührig
wie er ist,
erfüllt
er sich den
Wunsch noch im
Seniorenstudium. Quelle
(04.02.2006)
Journalist.
Studierte
Anglistik,
Germanistik
und
Philosophie in
Graz;
gründete
mit B.
Frankfurter
die
Studentenbewegung
"Aktion". Ab
1968
Journalist bei
der "Kleinen
Zeitung",
1973-78
Ressortleiter
für
Außenpolitik,
1978-82
leitender
Redakteur.
1982-86
Chefredakteur
der
Tageszeitung
"Süd-Ost
Tagespost",
1987-88
stellvertretender
Chefredakteur
des "Kurier",
1988
Gründungsmitglied
der
Tageszeitung
"Der Standard"
und seither
Chefredakteur.
Werke: Auf dem Schnee ein Feuer, 1978 (Drehbuch); Steirer Blut ist kein Himbeersaft, 1979 (Drehbuch); Liberalismus gegen Nationalismus, 1993; Gegen den Strich gebaut, 1997.
In den
Gemeindenachrichten
nicht
berücksichtigt,
war ein
Konzert in der
Elisabethkirche
zu dem der
Herr Pfarrer
Friedrich
Schaffer,
sozusagen als
Hausherr, in
den
Pfarrnachrichten
eingeladen
hatte.
Das Ensemble Liederlich
Spielfolck aus
Oberzeiring
präsentierte
geistliche
und
weltliche
Musik
sowie
Gesang
aus sieben
Jahrhunderten
in 50 Minuten.
In den
Pausen
wurde die
Bedeutung
der
Elisabethkirche-Fresken^, die
verwendeten
Musikinstrumente
und der Weg
durch sieben
Jahrhunderte
erläutert.
Die Kirche war im Altertum der einzige überdachte Raum und deshalb auch eine Stätte der weltlichen Begegnung mit Musik und Tanz. Wie das Konzert in der Elisabethkirche veranschaulichte, können die Katholiken auch heute wieder unter Wahrung der Paradigmen, ihre Gotteshäuser füllen.
Es war ein
künstlerisches
wertvolles
Konzert und
die
zahlreichen
Zuhörer
aus
Oberzeiring
und der
näheren
Umgebung haben
ihrer
Begeisterung
durch langen
Applaus
Ausdruck
verliehen. Es
war ein
Gegensatz zum
diesjährigem
Theaterfestival
bei dem sich
der Besuch der
Ortseinwohner
in sehr engen
Grenzen hielt.
STOCKER REICHER Hubert 2004 geb. 1963 in Oberzeiring
Er
bestieg zwei
mal das Matterhorn>
ohne
Führer,
einmal davon
mit Gruber
Rudolf^. Das erste
mal davon von
Zermatt aus,
das Geld
für die
Seilbahn
reichte nicht.
Er war
Bergmann im
Sunk
Hohentauern,
politisch war
er Gemeinderat
und
später
Pensionisten
Obmann. Ein
Draufgänger
beim Sport und
Bergsteigen
jedoch stets
ein
grundehrlicher
Mann mit
erstaunlicher,
auch im hohen
Alter noch,
geistlicher
und
körperlicher
Fähigkeit.
Ein Bär
von einem Mann
der
abenteuerliche
Geschichten
aus seiner
Jugendzeit
erzählen
kann. Ich traf
ihn heute im
Gasthof zum "Grünen
Specht", ihm
fiel gleich
auf dass, ich
meinem
Pullover
verkehrt an
hatte, was
innen sein
sollte war
außen.
Einst wurde am
Marktplatz von
der Landjugend
ein Maibaum>
aufgestellt,
das
Überwachung
Kommando
saß im
Grünen
Specht.
Natürlich
war das
Bestreben dem
Brauch, den
Gipfel des
Maibaumes zu
kappen, zu
vollziehen.
Die Türen
des
Wirtshauses
wurden von
außen
mit Stricken
zugebunden.
Als einer
versuchte aus
dem Fenster zu
steigen wurde
er mit einer
Siphon Flasche
bespritzt.
Damals war
beim Specht
noch eine
Sodawasser
Siphon
Flaschen
Erzeugung, auf
denen man mit
einem Hebel
den Inhalt
heraus
spritzen
konnte.
Inzwischen
wurde der
Maibaum mit
Steigeisen
erstiegen und
die mit
Bändern
geschmückte
Spitze
abgeschnitten.
Schließlich gelang es der Landjugend die Hintertür aufzubrechen darauf hin entstand, wie auch bei jedem Anlass damals, eine Rauferei bei der auch die damals berühmt berüchtigten alten Jaidl Buben gegen Bertl keine Chance hatten. Bertl brachte sie ohne große Anstrengung in die Horizontal Lage und ging dann nach Hause um zu schlafen, jedoch die Raufereien setzten sich fort. Schließlich weckten die Maibaum Frevler, in ihrer Not, nach einigen Stunden Bertl wieder auf, er erschien in seiner vollen Größe bedrohlich und sprach: "Ihr werdet doch wohl noch einen alten Brauch verstehen", danach war Schluss mit dem Spektakel und alle beruhigten sich. THILLER Wolfgang "Da
Dichta Herbst"
20090327 Volkskulturverlag
Kategorie:
Moderner
Heimatroman DA
DICHTA
Tayring, ein
steirisches
Dorf, umgeben
von Bergen, im
Herbst. Das
Buch beginnt
damit, dass
der Gaisberg,
wie durch
Zauber rot
eingefärbt
wird,
während
im Friedhof
ein
Begräbnis
ohne eine
Leiche
stattfindet.
MiniaturgedichteDas Buch "DA DICHTA" -Hiabst/ Herbst" ist zweisprachig geschrieben und der erste Teil von vier Büchern, in denen die Heimat der Tyringer, die in Tayring leben ebenso erzählt wird, wie jener, die Tayring verlassen haben, oder, wie der schwarze Pfarrer Bogasso, für die Tayring zu einer neuen Heimat geworden ist. DA DICHTA ist eine neue Art von Heimatroman, und versucht gleichzeitig eine Fortsetzung der "stoateirischn" Geschichten von Peter Rosegger zu sein. Es ist der Versuch, Heimat in Sprache zu fassen, die ebenso wie die Menschen Tayrings, in einem steten Wandel leben. DA DICHTA von Wolfgang Thiller, gebunden im Taschenbuchformat; 184 Seiten Verkaufspreis: EUR 9,90.- Kann direkt beim Volkskultur Verlag in Leibnitz unter 03452/ 71 1 35 bestellt werden und ist ab Anfang Oktober 2008 im guten steirischen Buchhandel erhältlich. Wenn....
Der
Holler Mathias
ist kein
Heiliger
gewesen, weil
es ja einen
Grund hat,
dass die
Zwillinge der
Merk Fritzi
den Kopf und
die
pechschwarzen
Haare vom
Mathias haben.
Da kann die
Fritzi noch so
scheinheilig
dreinschauen,
wenn sie mit
dem Landesrat
über
ihren
Golfplatz
redet, denkt
sich der
Bürgermeister
und ist so in
seine Gedanken
versunken,
dass er die
Vizebürgermeisterin
im Gemeindeamt
vor dem
Fenster, das
zum Marktplatz
hinaus schaut,
gar nicht
wahrnimmt,
obwohl sie ihm
die Aussicht
auf die drei
Heiligen
verstellt.
Wahrnehmen
wird der
Bürgermeister
aber auf alle
Fälle die
Schreierei der
Winkler
Stephanie,
wenn aus ihrem
Hotel auf
seinen Wiesen
vor Tayring
wegen dem
Golfplatz der
Merk Fritzi
nichts wird.
Der Bürgermeister lässt die Vizebürgermeisterin und dem Alex im Gemeindeamt zurück, weil er beim Bachwirt schnell ein paar Krügel hinunter schütten muss. Er braucht einen klaren Kopf, und den bekommt er nur vom Biertrinken. Er weiß nicht, vor wem er mehr Angst haben soll: Vor seiner Frau daheim, die ihm das Leben zur Hölle machen wird, wenn er der Kartenabreißerin vom Gloria Kino, wie seine Agnes zur Winkler Stephanie sagt, die Wiesen verkauft, oder vor der Winkler Stephanie, die ihn nie mehr zum Oktoberfest nach München mitnehmen wird, wenn vor Tayring statt ihrem Hotel ein Golfplatz gebaut wird. Nicht zum Ausdenken, wenn die Winkler Stephanie ihn nicht mehr mögen würde! Das könnte der verliebte Huberbauer nicht ertragen. Und er schaut beim Biertrinken nur auf die Haare der hellblonden Kellnerin, die vor Jahren auf den Mathias und auf den Giacomo gestanden, oder genauer gesagt, unter ihnen gelegen ist. Bei der letzten Fahrt zum Oktoberfest ist der Holler Mathias noch dabei gewesen. Und die hellblonde Kellnerin ist auch mitgefahren. Das war ein Spaß! Die Pradlerbuam haben im Reisebus aufgespielt, und der Bassspieler hat über die drei heiligen Steffis Lieder gesungen, über die alle außer der Winkler Stephanie sich vor Lachen gebogen haben. "Die Wahrheit ist halt nicht immer zum Lachen", hat der Mathias in der letzten Bank die Stephanie getröstet, bis der Bürgermeister wild geworden ist und den Mathias von der Stephanie verscheucht hat. In dieser Zeit hat ganz Tayring über der Merk Fritzi ihre Zwillinge geredet, und dass sie dem Mathias aus dem Gesicht geschnitten sind. Und wenn der Mathias nicht wie seine Mutter verrückt geworden wäre, dann hätte der alte Merk, weil der junge Merk ein Waschlappen ist und sich gegen seine Fritzi nicht durchsetzen kann, dann hätte der alte Merk seine Schwiegertochter mitsamt ihren Zwillingen verjagd, und die Merk Fritzi wäre nicht mehr die Schwiegertochter vom reichen Frächter gewesen und es gäbe keinen Gedanken über einen Golfplatz auf den Wiesen des Huberbauern. Und wenn es in seinem Wohnzimmer keinen Fernseher gegeben hätte, dann hätte seine Frau nie die Geschichte von der Straußenzucht in Deutschland gesehen, und es gäbe in seinem Stall keine großen Vögel, und er müsste nicht seine Wiesen verkaufen, weil er sein ganzes Geld wegen der blöden Straußen dem Tierarzt geben muss, denkt sich der Huberbauer und bestellt noch ein Krügel. Und hätte die Winkler Stephanie einen Schwanz, dann wäre sie sein bester Freund, denkt er sich. So aber ist die ganze Welt gegen ihn, weiß der Bürgermeister beim vierten Krügel und wird plötzlich ganz ruhig, weil ihm das Herz bis zum Hals schlägt. Er spürt, dass hinter der Friedhofmauer, die aus den Steinen der alten Häuser aus Tayring gebaut worden ist, mit einem Schlag alles vorbei sein könnte. (Auszug) 48 Seiten, 10,5 x 14,8 cm, Hardcover ISBN: 3-9501534-5-4 Erscheinungstermin: Oktober 2005 Bezug
Mund-art-Veröffentlichungen
auch im
"morgenschtern",
Wolfgang
Thiller
wird in
Fachkreisen
als H.C.
Artmann der
steirischen.
Mundartdichtung
bezeichnet.
Wolfgang
Thiller wurde
am 20. August
1955 im
steirischen
Oberzeiring
geboren,
verheiratet,
zwei Kinder.
Vertragsbediensteter
und lebt seit
seinem
22zigsten
Lebensjahr in
Wien. Das
urbane Leben
wirft für
ihn ein neues
Licht auf
seinen
steirischen
Heimatschatten.
Nach dem Tod
seiner Eltern
begann in ihm
ein
Prozeß
der Erinnerung
zu reifen, der
seinen
schriftlichen
Niederschlag
in Form dieses
Büchleins
fand. „Nichts
ist
sinnlicher,
nichts
ehrlicher als
die Mundart“,
so Wolfgang
Thiller.
HOAMAD
hintad
beag
wiads toi eing und schmoi und weata broad und waid hintad beag im hirbscht is da wind koit im winta sand weg häu im fruijoa biagn si di biakn und im summa schwizn die ualauba hintad beag is oias a lug auf da hintasaitn fan hochoitoa is da guidane tabanakl faschtabt is ois a lug hintad beag. di guat
gschtouchane
sau
di dam
daumpfn
im droug untan schedl schtet da kibl bluat driba di sau aufgschpaunt wia da heagout nua fakeat du ripm blaunk fan fleischamesa di leba glaunzat wia a bochschta di keitn fui boaschtn lign im hasn wosa * da fleischa luisl schlukt a schtampal oubstla auf di guat gschtouchane sau
Geboren
1910
in
Berlin,
lebte
und
arbeitete
in
St.
Oswald,
Möderbrugg
in
der
Probstei^,
gestorben 1994,
1933-37
Akademie der
bildenden
Künste
Wien,
Bildhauer,
Grafiker, 1959
Kunstförderungspreis
der Stadt
Graz,
Ausstellungen
(Auswahl):
1948 Neue
Galerie Linz,
1956 Joanneum
Ecksaal, Graz.
03.08.1961:
Wieder
Plastiken
Ausstellung im
Stadtpark. Ein
Querschnitt
durch das
Schaffen der
Wiener
Bildhauer der
diesjährigen
Plastiken
Ausstellung im
Stadtpark, die
heute
eröffnet
wurde, zeigen
17 Wiener
Bildhauer ihre
neuesten
Schöpfungen,
von denen die
meisten im
Auftrag der
Gemeinde Wien
entstanden
sind. Die
Ausstellung
zeigt u.a.
Werke von
Wander
Bertoni, Oskar
Bottoli,
Gertrude
Fronius, Heinz
Leinfellner,
Hilde Uray, Alexander
Wahl.
HEIMAT
OBERZEIRING
Mich zieht es fort in´s Alpental Zu den Bergen, sturmumsaust, Wo der Vögel lust´ger Schall, Wo der Gießbach schäumt und braust. Ihr Alpentriften im Sonnenglanz, Wo reinere Lüfte weh´n, Beschneite Felsen, gereiht im Kranz: Oh
könnt ich
euch wieder
seh´n!
am
Gipfel 19870207<13> 19870418<14>
Von
Tassilo
Weymayr
21.03.1825-21.06.1874,
geboren in
Oberzeiring,
bekannt seine
freiheitlichen
Gedichte
und durch die
Topographi
Admonts,
Wissenschaftsprofessor
und Freund Robert
Hammerlings
Sein Nachlass
ist im Stiftsarchiv
Admont4.Ad Ober-Zeyring. Am 21.März 1825 wurde dem Zeyringer Syndicer Weyhmayr im Rathhause daselbst ein Sohn geboren, welcher in der Taufe den Namen Josef Franz de Paula erhielt. Derselbe studierte an den Gymnasien zu Judenburg und Graz mit glänzenden Erfolge, trat am 31.August 1844 in das Noviziat in Admont, woselbst er den Klosternamen Tassilo erhielt und feierte am 4.Juni 1948 die Profess. In den Jahren 1848-1860 war P. Tasillo Präfect und Lehrer der stiftischen Sängerknaben, fungierte 1860-1873 als Professor am (I.) Staatsgymnasium in Graz, kehrte dann in das Stift zurück, wo er am 21.Juli 1874 eine reiche Bibliothek, sowie eine interessante Mineraliensammlung hinterlassend starb. Weymayr war in erster Linie Naturfreund und Naturforscher u. zw. vorzüglich Botaniker und Etmologe, dann aber auch Dichter und Kenner der altclassischen wie der modernen Literatur. Er war Mitglied des Historischen und Naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermark und der k.k. Landwirtschafts-Gesellschaft. Im Drucke erschienen von ihm: a) "Versuch einer Topographie des Admonterthales und Fuchs", Kurzgefasste Geschichte des Benedictiner-Stiftes Admont Graz 1859; b) "Über leuchtende Thiere" (Grazer Gymnasial-Programm, 1861); c) "Die Gefässpflanzen der Umgebung von Graz" (daselbst 1867-1868); "Der Tourist in Admont", historisch - topographische Skizze, Wien 1873. Quelle "Die eherne Mark" eine Wanderung durch das steirische Oberland. Ferdinand Krauss Graz Leykam 1892-97 Band 1. 20101022 Lieber Bruno, dass du auf Pater Thassilo Weymayr gestoßen bist, freut mich. Seine Topographie des Admontthales (In: Gregor Fuchs, Kurzgefaßte Geschichte des Benedictiner-Stiftes Admont. Graz 1859) benutze ich öfters. Weimayrs "Tourist in Admont" 1873 steht bei mir. Im Nachlass Weymayrs gibts ein köstliches Gedicht, einen Auszug daraus habe ich vor Jahrzehnten (1988) im Artikel "Das Stift Admont und die Anfänge des Gesäusetourismus" (In: Berg 88, Alpenvereinsjahrbuch, Zeitschrift Band 112) veröffentlicht. Foto von den Seiten 58/59 anbei. Ein Tourenbericht in Hexametern! Die Gedichte sind in meinen Augen weniger "freiheitlich", sondern viel mehr vom freundlichen humanistisch-wissenschaftlichen Geist der damaligen Admonter Professorenschaft getragen. Ich nenne diese geistig regen Männer des 19. Jahrhunderts "Geistliche mit Botanisierbüchse und Nagelschuh". Von ihren Leistungen als Gesäuse - Erschließer handelt mein Artikel. (Auch in den Gesäuse - Pionieren 2008 sind den Patres Muchar, Kreil, Weymayr und Strobl je ein Kapitel gewidmet. Pater Thassilo Weymayr auf S. 55-58. Manuskript anbei.) Liebe Grüße aus Admont Sepp Hasitschka >
20090810 johann.tomaschek@stiftadmont.at
Sehr
geehrter Herr
Mayer, ich
habe Ihre
Anfrage mit
Interesse zur
Kenntnis
genommen, sehe
mich aber aus
Zeitgründen
außerstande,
Ihnen die
erbetene
"für
Wikipedia
verwendbare
Auskunft"
über P.
Tassilo
Weimayr zu
übermitteln.
Um ein
zutreffendes
geistiges
Profil dieses
vielseitig
interessierten
und versierten
Ordensmannes
zu skizzieren,
wären
aufwändige
Recherchen in
seinem
handschriftlichen
Nachlass und
in seiner etwa
4.000
Bände
umfassenden
(nun in
unserer
Stiftsbibliothek
befindlichen
Büchersammlung)
erforderlich.
Die wichtigsten bio-bibliographischen Daten finden Sie übrigens in der folgenden Publikation: Scriptores Ordinis S. Benedict, qui 1750-1880 fuerunt in Imperio Austriaco-Hungarico, Wien 1881, S. 509f. Ich lade Sie aber gerne ein, selbst einmal (nach vorheriger Terminvereinbarung) hierher nach Admont zu kommen und in den archivalischen wie auch in den bibliothekarischen Nachlass des P. Tassilo Einblick zu nehmen. Dass Weymair (er selbst hat seinen Namen auch "Weimaier" und "Weymayr" geschrieben) wegen seiner "freiheitlichen Gedichte" bekannt geworden sei, ist mir neu. Von diesen Gedichten ist ja kaum etwas in Druck erschienen. Auch wusste ich bisher nicht, dass er ein Freund von Robert Hamerling gewesen sei (in dessen Autobiographie "Stationen meiner Lebenspilgerschaft" kommt sein Name jedenfalls nicht vor). Ich bedaure, Ihnen keine ausführliche Auskunft übermitteln zu können, hoffe aber, dass auch die oben stehenden Mitteilungen für Sie von Interesse sind und verbleibe mit freundlichem Gruß aus Admont Dr. Johann Tomaschek Stiftsarchivar und -Bibliothekar. Der berühmte geborene Oberzeiringer Gelehrte und Wissenschaftler Tassilo Weihmayer^ wurde in der Ortschronik nur mit zwei Sätzen erwähnt. Weimayer war auch ein feinfühliger Lyriker und ein Freund des Dichters Robert Hammerling. Gedicht Heimat Oberzeiring >Brunners Zeiringer Chronik: Am 21.März 1825 wurde in Oberzeiring der berühmte Admonter Gelehrte Tassilo Weymayr, bekannt durch seine Tpographie Admonts, seine freiheitlichen Gedichte und seine "ersprießlichen wissenschaftlichen Tätigkeiten als Professor und Freund Hammerlings", geboren. Er starb am 21.Juli 1874. Sein Nachlass befindet sich im Stiftsarchiv Admont. Quelle: Josef Steiner Wischenbart. Gedenkschrift Gewerken Neuper in Unterzeiring (1906) 44. WISCHENBART STEINER Josef 1v7
1876 - 1948 >
Beiträge
zur Kultur-
und
Heimatgeschichte
Hohentauerns
Herausgeber:
Dr. Alois
Leitner, 8785
Hohentauern
23. Nr.
61-Okt.2010
Einleitung:
Wie wir alle
wissen,
geschieht die
Wahrnehmung
geographischer
Regionen stets
aus dem
Blickwinkel
des
Betrachters,
dessen
Herkunft und
dessen
Wissenstands
heraus.Josef Steiner Wischenbart und seine erste Reise über den Tauern. Hohentauern wurde in den Ausgaben „Der Tauern“ bereits aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Vielfach aus historischer Sicht. Es sind aber auch Menschen zu Wort gekommen, die ihre Lebensgeschichte, ihr Dasein in Hohentauern erzählt haben. In der heutigen Ausgabe soll der blick auf Hohentauern aus der Sicht eines „Volksliteraten“ eines geborenen Zeiringers wiedergegeben werden. Josef Steiner - Wischenbart, 1895 als Sohn eines Gebirgsbauern im Zeiringgraben geboren, schildert neben seiner Vorstellung „vom Tauern“ auch seine Reise von Oberzeiring nach Hohentauern als neunjähriger Bub. Josef Steiner fügte den Vulgonamen seines Großvaters, auf dessen Hof er aufwuchs und für dessen Weiterführung er bestimmt war, nämlich Wischenbart, als eine Art Künstlername dem Namen Steiner hinzu. Bei Steiner Wischenbart zeichnete sich bereits in seiner frühen Kindheit ein größeres Interesse an Literatur, als an bäuerlicher Arbeit ab. Erzählungen über „frühere Zeiten“ faszinierten ihn ebenso, wie auf Baumwipfeln zu steigen, um eine ausgedehntere sicht zu bekommen und über den Talrand schauen zu können. Steiner Wischenbart wollte mehr als nur das leben in seiner Heimatgemeinde kennen lernen. Es ist bekannt, dass er als achtjähriger bereits Kalendergeschichten vorlesen konnte, später kleine Geschichten verfasste, welche in der Schule als „Wochenschrift“ dargeboten wurden. Obwohl Wischenbart seinen Großvater als liebens- und strebenswerten Menschen beschreibt und dieser auch dafür gesorgt haben soll, dass er zu Lesestoff kam, so schien ihm doch seine Herkunft und das damit zusammenhängende geringe Verständnis für „derart unnütze Dinge“ wie beispielsweise das Schreiben, für seine weitere literarische Entwicklung nicht gerade förderlich gewesen zu sein, meinte doch der Großvater: „Schreiben ist dein größter Schaden“. In Steiner - Wischenbarts Künstlerleben gab es zwar einige „Hochs“ meist jedoch erzielte er nicht den gewünschten Erfolg. Ähnlich erging es ihm bei den Versuchen einen geeigneten „Brotberuf“ zu finden. Dass er als alpenländischer Volksschriftsteller dennoch nicht unbedeutend war, zeigt sich daran, das ihm zu seinem 25. Schriftsteller-Jubiläum eine Gedenkschrift gewidmet, und seine Geschichte über „den Tauern“ im „S’ Judenburger G’läut“ veröffentlicht wurde. Die Geschichte Wischenbarts über „den Tauern“ soll hier nun unverändert wiedergegeben werden. Zum einem, um die volksübliche Sprache zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu veranschaulichen und zum anderen, um Wischenbarts Authentzität zu gewährleisten. Meine
erste Reise
über den
Rottenmanner
Tauern
Eine
Humoreske aus
dem
obersteirischen
Volksleben von
Josef Steiner
- Wischenbart
Über den
Tauern fahren
heißt im
Pölstal
soviel, als
den heiligen
Ulrich
anrufen. Weil
aber auch
dieser
Ausdruck nicht
überall
landläufig
ist, so
muß ich
schon heraus
mit der
Geschichte,
wie ich das
erste Mal
über den
Rauern fuhr
und dennoch
den heiligen Ulrich
nicht anrief,
weil er
woanders zu
tun hatte.Schon als ich noch ein kleiner Knirps war, besuchte ich hoch droben auf dem Haberingberg in lederner Hose bisweilen die Baumwipfeln, um die Geiernester „auszunehmen“, von wo ich auch einen großartigen Überblick über das Murtal von Scheifling bis Knittelfeld und über das ganze Pölstal und auf den romantischen Rottenmanner Tauern hatte. Abends saß ich dann oft ruhig und dennoch gespannt auf dem Fußschemmel meiner Tante, der „Moiz“, wenn sie das eckige „Kindergedicht“ mir und meiner Ziehschwester, der viel braveren „Darnfranza-Luisl“ vordeklamierte: Bauer,
du, steh
früah
auf!
Treib ma Ochs’n und Küah aus, Treib ma’s übern Tauern, Komm# ma zu ein’ Bauern, Den Bauern geb’n ma a Kuah. Die Kuah gibt uns Milch, Die Mich gibt uns Rahm, D’ Rahm gibt uns Butter, D’ Butter gib i’n Kaiser, Der Kaiser gibt und Ross’ und Koglwog’n, Daß ma alli kinnen d’n Himmel foh(r)n. „Bua,
das wär
lustig! Zuerst
über den
Tauern und
dann in den
Himmel“.
Die Augen der
Kinder
leuchteten.
Obwohl ich ganz nahe am Tauern aufgewachsen bin und wir derselben mit seinen gigantischen Felsen und dem engen Passe bei Hohentauern täglich sahen, so gab es doch stets neue, wunderliche dinge von demselben zu hören. Wir waren halt im Pölstale zu wenig mit den Leuten „enters Tauern“ bekannt, höchstens, dass einer oder eine über das Reitereck, Pustereck oder Mittereck usw. nach Oppenberg wallfahren ging oder gar ein Bessersituierter eine „Buß“ machte nach Frauenberg, wobei er auch viel vom Stift Admont, wo der Teufel in Gestalt eines Wilderers aufgehängt wär’ und von der Stiftswirtschaft Kaiserau und dem Lichtmeßberg erzählte. Die Palt’n, hieß es oft, rinne bei Trieben Hinauf, d.h. aufwärts. Das ganze Ennstal sei moosig und voll Frösch’ und kropfige Leut! Sie täten dort auch so merkwürdig reden, die Ennstaler, die „Enterstaurer so abg’schupft“, und dann beim Arbeiten – U! Jesas! Wie diese arbeiten! Ganz anders, wie unsere Bauern. All’s tun sie „hiffeln“ (auf Stangen hängen) nau jo – weils moosig ist. Und die vielen „Heuschupfen!“ Ganz Wien hat nit soviel „Heuschupfen“, als die Bauern „enters Tauern“. Zu was soviel „Heuschupfen“? Nau jo, weil’s Ennstal und s’Paltental nit einem Herrn gehört und alles zerstückelt ist, freilich auch so wie bei uns. Der „Palsenhans“ war einmal auf Kirchfahrt in Oppenberg und da hat er „Mittereck“ gesehen. Der erzählte ganz anders. Dort – in Mittereck – sei es so „stücklig“ (steil), dass die Leut’ nur mit dem „Darnrad“ (Pflug mit einem Rad) umbauen könnten und ein Gehilfe immer das „Dan-Radl“ hinauf halten müsse. Der Bauer “trage beim Ackern immer drei, vier Furchen an“ und es würde trotzdem nur eine Furche, das heißt, wenn kein Stein drin ist, der den „Adelmann“ auswirft. Ist ein solcher vorhanden, so schreit der „Adelmann“ (Ackersmann) dem Fuhrmann zu: „Zuichi! (hinzu) Zuichi! Sappra! Zuichi!“ So „stücklig“ wär’s bei uns nicht. – Sonst wären die Läut’ „enters Tauern“ recht lustig und täten schön singen. Sie hätten schöne Ross’, besonders in Liezen und „Wirscha“ (Wörschach) und auch schöne Dirndln. – Halt! – die hat der Fröstl Rochus bei Kirchenfahrten erspäht. Es wäre also im Ennstal nicht viel los: „Schöne Ross’ und schöne Diandla hätten wir im Pölstal auch und dazu wäre es da nicht zu moosig“ und nicht zu „stücklig“. Auch über den Tauern selbst wußte man so manches schöne und „schiache“. Der „Pfarrer vom Tauern“ sei einst vom Gottvater angeschrien worden: „Du Pfarrer vom Tauern! Wo sind deine Bauern!?“, worauf der Pfarrer, nicht verlegen, sofort antwortete: „Herrgott im Himmel – da sind meine Leutl“ – und er zeigte auf seine Gemeinde. „Na, so schlimm sollte auch ein Pfarrer nicht sein“, meinte einmal ein Knecht, als es auch, als der Alpensturm den übergroßen „Regnerstadl“ (beim Tauernwirt in Hohentauern) „abdeckte“ und später eine Schneelawine die „Lacknerhütt’n“ herunter trug. Man konnte nicht wissen, ob nicht das zweite mal eine solche Katastrophe kommen oder ausbleiben könnte und man baute schnell wieder einen Stadl und eine Hütte an der früheren Stelle. Ja, das wütende Element hat am Tauern oft genug verheerend gewirkt; äußerst beschwerlich ist die Arbeit, sehr klein das Erträgnis des Feldes. Dafür aber läuten im Sommer überall die Viehglocken und im Winter eilt der geschäftige „Futterer“ von Krippe zu Krippe, denn die Stallungen sind voll und die Viehpreise nicht schlecht. Auf der breiten, weißen Tauernstraße treiben die oberösterreichischen und böhmischen Viehhändler usw. große Scharen Ochsen einher. Sie bringen Geld ins Land (wenn sie auch nicht mehr so flink auszahlen, wie ehdem) und ersetzen den vor Bahnzeiten über den Tauern herrschenden Salzfuhrmann und den zu Eisenzeiten überall gerne gesehenen „Kohlführer“. Noch heute erzählt das Volk manches Interessante von den Salzfuhrleuten, die wie die Grafen vier-, sechs- und achtspännig fuhren und vor welchen sich die Gastwirte am Tore tief beugten, welche Taler rollen ließen, dass einem beim Zusehen schwindelig wurde. Der „Schneepoldl“ galt auch bei den zwei Dutzenden Gasthäusern von Möderbruck bis Trieben als der reichste und nobelste Salzführer. Aber auch die „Stangenreiter“ hatten „Schab“ und manche Maid war ihnen zugetan. Wo sind die Zeiten, als noch die Römer den Weg über den Tauern fanden und eisenbeschlagene Männer die breite Heerstraße über die „Schulterhöhe austraten? Wann und warum ist das Zeiringer Silberbergwerk versunken und warum verschwunden jene Karren mit Silberbarren, die der mächtige Prälat von Admont, Heinrich II., von Zeiring nach Admont hinüber fahren ließ? Verschwunden sind auch jene Tage, als Rudolf von Habsburg, Rudolf IV., der Stifter, Maximilian I., der letzte Ritter und dann Erzherzog Karl von Steiermark mit prächtigem Trosse über den Tauern zogen. Dann als die Salz- und Kohlführer die Tauernstraße belebten, entstanden die zahlreichen großen Gasthöfe, z.B. „Jaudas“, „Lackwirt“, „Mohrenwirt“, „Grieswirt“, „Seppwirt“, „Unterwirt“, „Tauernwirt“ usw.. So erzählte man uns manch farbenprächtiges Märchen vom Tauern und was sich alles darauf zugetragen, auch von der neueren Zeit: „Die Protestanten am Tauern hätten vom Kaiser Josef das Erlaubnis erhalten, eine Kirche zu erbauen, aber sie wollten auch einen Turm und darin Glocken“. „Nein“, sprach Kaiser Josef, „Glocken könnt ihr haben, aber gläserne mit eisernen Klacheln“. – Zwischen dem Griesstein und seinem stolzen Nachbar sei vor nicht langer Zeit das „wilde Gjoard“ herunter gefahren. Dabei hätte man die Stimme jenes Hausierers gehört, dem das Sterben da droben am Tauern so leicht und rasch ging. Er habe dort, wo die Straße von Hohentauern gegen den „Brodjaga“ ziemlich jäh abfällt, mit seiner schweren Kraxe ausgeschnauft, uns zwar sei dort an der Straße ein schwerbeladener Holzwagen gestanden, den die Fuhrleute bis auf den anderen Tag stehen lassen wollten. Der Hausierer habe seinen Stock unter die Deichsel dieses Holzwagen gestellt und die Kraxe, noch am Buckel hängend, auf die Deichsel gestützt. Dabei sei er mit der Kraxe an der Stange hängen geblieben und als er wieder gehen wollte, habe er an der Deichsel einen Ruck gemacht, das schwere Fuhrwerk sei von selbst in Gang gekommen, habe in rasender Eile den armen Hausierer mitgeschleift und Fuhre und Hausierer seien zerschmettert „enters Tauern“ gelegen. Zahlreich sind auch Wilderergeschichten am Rottenmanner Tauern. Gibt es doch hier eine erkleckliche Zahl von Gemsen zu jagen. Auch Mordtaten finden sich in der friedlichen Almgegend. Erst vor 20 Jahren wurde der vulgo „Weingruber“ ermordet. Und wer weiß noch von der Ermordung des „Lorelolomannls“ auf dem Rosenkogel? Haben schon die majestätischen Alpen in mir die Sehnsucht wachgerufen, einmal dieselben zu besuchen und nahm mich schon nach dem bereits Erzählten die Phantasie so gefangen, dass ich auf jedem Fall über und „enters“ des Tauern wollte, um alles das zu sehen und an Ort und Stelle hören, am wunderschönen Niederen Tauern, so war schier meine Freude unbegrenzt, als ich – neun Jahre alt – vom Großvater die Erlaubnis erhielt, über den Tauern zu reisen. Diese Erlaubnis kam ganz unerwartet. Mein Großvater, ein vermögender Bauer im Zugtale, weitum bekannt als der „Freitagbauer“, hatte immer wertvolle Ochsen und diese waren mit Recht, sein Stolz, seine Freude, sein Vermögen. Nicht ungern kamen die „Österreicher“ (oberösterreichische Viehhändler) zu ihm, z.B der Heißmann, der Kopeneder, der Mauritner, der Halm, der Bachhauser usw. Aber der Handel um die runden Ochsen ging meist zu langsam, denn mein Großvater – er hatte ganz recht – ließ nicht gern einen Gulden nach und die Viehhändler waren trocken, wie das bauchige leder ihrer fuchsroten Brieftaschen. Aber dann wenn der Handel abgeschlossen war und lautes patschen und klatschen verriet, daß soeben etwas rechtskräftig geworden war, dann – begann mein Herz im Leib zu hüpfen, denn ich durfte regelmäßig beim „Ochsenstellen“ nach Möderbruck den Großvater begleiten. Es war nämlich Sitte, dass jeder Bauer selbst das verkaufte Vieh zu einem bestimmten Gasthaus, meist in Möderbruck an der Tauernstraße, in einigen Tagen zu „stellen“ hatte, wo es der Händler übernahm und den Rest des Kaufschillings auszahlte. Auf ein paar Liter Wein und das obligate „Bratl“ durfte es dem Viehhändler dort nicht ankommen. In Möderbruck fand man damals wohl auch häufig den „Gottvater“ des Bezirkes (richtig: den Großgrundbesitzer Alphons Schmoll), der es liebte, mit überlauter Stimme die zahlreichen Ochsenhändler zu leiten. Diesmal war es der Händler Heißmann aus der Gegend von „Kirdorf“ (Kirchdorf in Oberösterreich), der meinem Großvater ein paar schöne Murbodner2 abgekauft hatte und welche am nächsten Montag zum Gasthofe „Lackwirt“ in Möderbruck zu „stellen“ waren. Es war Herbst und der Hafer war schon im Stadel. Das ist die beste Zeit zum „Ochsenstellen“. Bals waren wir mit den Ochsen auf der Straße, denn, wisset, des Großvaters haus stand mindestens so hoch als zehn Zeiringer Kirchtürme über der Talsohle. Die Öchslein waren nur lose mit einem „Prügeljoche“ aneinandergebunden und benahmen sich bei der Abreise sehr würdig und anständig. Ich hatte das wichtige Amt eines „Antreibers“, der immer wieder schrie: „Hüa, hüa, Mannl!“, „Hüa, Bam-Liaz!, 2Hüa Bam!“ Mit der Peitsche durfte man nicht antreiben, denn die Ochsen mussten ohne „Striche“ bleiben, sauber wie ein Ei und auch nicht schwitzig. Als wir zum „Lackwirt“ kamen, waren schon genug Bauern mit Ochsen da. Man braucht nicht überall der erste zu sein. Würdig durchschritt der Viehhändler, ein kleines, lustiges Männchen, die Reihen, musterte mit Kennerblick die gekauften Ochsen, schnitt wohl hie und da mit einer kleinen Schere ein „H“ auf dem Rücken der Rinder in die Haare ein, bekrittelte dort und da die langen Klauen, weil das weite Gehen der Tiere dadurch erschwert sei und auch die langen Schweifbüscheln, welche gewöhnlich die Viehtreiber, meist blutarme Strolche, sogleich abschnitten und verkauften. Auch Materialisten! Aber auch die Bauern unter sich waren in lebhaften Verkehr. Es galt ja, wieder jüngere Ochsen anzukaufen und für den „Österreicher“ zu züchten. Bei dieser Gelegenheit erfuhr man alles Getier im ganzen Bezirke, wie es aussah und wie teuer der Besitzer damit war. Man beschrieb z.B. damals den Ochsen: „schöa (schön) kopfad, schöa rotschopfad, schöa blaßlad (schwarz gestreift an dem Maule oder mit einem breiteren weißen Streifen über den Nasenrücken), schöa kropfad (mit dickem Hals), schöa brustad (mit breiter Brust), schöa aufg’stellt (hinten hochschößig), schöa zoachied (gekennzeichnet, mit Merkmalen der Murbodener Rasse: schwarze Hornspitzen, schwarzer Schweifbüschel, schwarze klauen und schwarzgeteiltes „blaßlad’s“ Maul). Man fragt auch gerne, ob die Terzen (junge Ochsen) schon gebrochen hätten; man meint damit das Brechen der ersten Zähne. Da erfährt man untrügsam das Alter. Interessant ist’s auch, wie die Tiere geschätzt wurden. „Was kosten’s?“ „Fuchzg“ u.a. Man meint damit: Dreihundertfünfzig Gulden. Seltener schätzt man „Fuchsz zu drei!“ (zu dreihundert Gulden). „Oha!“ heißt es oft verbessernt, „Fuchzg zu zwoa!“ (zu zweihundert). – Man will nicht schnell heraus mit dem Preise, um früher schnell noch zu erwägen, wie heute die Preise stehen und was der Händler überhaupt heute sagt. „Fahr’ ma ab, es is schoan zölfi!“ sagt der Baueran einem Markttag zu seinem „Ochsenbuam“, wenn er bis Mittag nicht verkaufen konnte. Also gab es auch diesmal beim Lackwirt viel Gespräch um die ochsen und über dieselben. Der Viehhändler zahlte protzig aus; die Bauern steckten nachdenkend die volle Brieftasche ein. Der Wirt eilte geschäftig mit der Literflasche hin und her; in der Küche „prastelte“ das „Bratl“. Nicht selten ging nach dem „Ochsenstellen“ mancher später heim und zählte an den großen, silbernen Westenknöpfen, die nachträglich in kleinerer Form den hübschen Titel „Rokitanskyknöpfe“ erhielten: „Bin i’s? – Bin is net!“ – „Bin i’s!“ (drinnen im Straßengraben.) Der Steiner in Zeiringgraben, zeitlang ein lustiger Bauer, sang wohl auch manchmal: „Gams
und die Reh –
holadie,
Kemmen schoa he – zum Stoaner in Grob’n Und a schea’s Weib – lusti valeib, Und scheani Ouchs’n hei – das muaß ma hob’n“. Der Händler trieb seine 30 bis 40 Ochsen noch am selben Abend vom „Lackwirt“ weiter. Heute hatte er noch Hohentauern als Reiseziel. Aber es fehlte ihm heute an „Treibern“ und so schrie er: „Wer gibt sein Buam mit bis am Tauern? – einen Gulden – und d’Jaus’n – und`s Übernachten – das zahl ich! – Die Peitsch’n selber mitbringa!“ Ich sah den Großvater begierlich an: Da wär die schönste Gelegenheit, einmal auf den Tauern zu kommen und dabei einen Gulden zu verdienen. Beherzt lispelte ich dem Großvater diesen Gedanken ins Ohr: „Aber du bist noch zu schwach ; Hohentauern ist fünf Stunden von Möderbruck entfernt. Du bist nocha kloaner Knäufl (Knirps) und kannst nix dermaunln“. („Nauln“ heißt das unbeholfene Gehen der Kinder). Ich blickte verschämt zu meinen kurzen Füßen hinab. Ich war, wie gesagt, ja erst neun Jahre alt. Ich hatte den Mut und in der nächsten Viertelstunde ging ich hinter dem großem Schock Ochsen einher (Großvater hatte es bewilligt) und schwang gar majestätisch den lärchenen Peitschenstecken. Es ging famos. Nur selten sprang ein übermütiges Öchslein hinaus in die Krautäcker, die noch im späten Herbst für Rinder „eppes“ aufzuweisen haben. Der Staub legte sich an den Kleidern, die Sonne stach buchstäblich und zeitweilig brachte der Händler, der per Fiaker bald vor der Karawane, bald hinter derselben fuhr (wie ein echter Beduinenhäuptling) aus einer Oase ich will sagen: aus den an der Straße stehenden Gasthäusern perlenden Wein. „Trink Sepperl! – Da hast a Semmel“. Neugestärkt ging es längs der Tauernstraße hinan. Das Vieh wurde müder, aber auch ich, der Sepperl 2. Beim „Kurz“ im Vortauern (sprich „Kuschz“ stand eine imposante Kapelle am Wege. Vom großen, schönen „Altarl“ hatte ich schon gehört. Das wollte ich sehen. Ich sprang hinein, um auch ein wenig zu sitzen und auszuruhen. Ich weiß nicht, wie viele Minuten ich da drinnen saß – lautes Geschrei: „Wo steckt der Viehtreiber? Sapprawold!“ erweckte mich am Arm mit den Worten: „Ah! Doda, in der Kapell’n huckt der Höllsappra!“ Ich war fast nicht mehr fähig, den Ochsentreiber zu spielen. Die jungen Muskeln waren nach diesem zweistündigen Marsche zu viel ermüdet, der Wein hat das kleine Hirn gelähmt. Der Ochsenhändler Heißmann dingte gleich beim Bauern „Kuschz“ einen Knecht als Viehtreiber und nahm mich in seinem Wagerl mit nach St. Johann, wo ich mich beim „Seppwirt“ erholen sollte. Er war mit meinem Großvater gut Freund und die Mühe, die er mit mir hatte, machte ihm Spaß. Dabei hatte er selbst schon einen respektablen Kirchtagrausch. Der Ochsenschock wackelte vor und her und wir – da ist auch der Kutscher mit inbegriffen – hieben zeitweilig hinunter auf das zu Fuß gehende, vierfüßige Proletariat. Meine Augen sahen bald wieder heller; die Füße bekamen wieder Kraft; der „Seppwirt“, ein gar lebenserfahrener Mann, in deiner halbseidenen Zipfelhaube, schaffte einen saftigen Rostbraten herbei, der weit „über den Teller hinausging“ und zu dem ich Neunjähriger – zwei Semmel verzerrte. Und in einen unbewachten Augenblick sah man mich – während der Rast – im Dorfe mit einem ganz neuen, jungen Freunde auf einem Zwetschkenbaum. Der Abend war schon bald da und das Vieh sollte noch nach den Orte Hohentauern getrieben werden. Der Viehhändler bestellte für mich in St. Johann am Tauern „Nachthiabi“, aber ich blieb nicht und hielt wieder als „Treiber“ bis Hohentauern Stand, wobei freilich der Knecht des „Kuschz“ wacker half. Spät nachts – mir dünkte der Weg schier unendlich – kamen wir in Hohentauern an, wo wir die Ochsen in eine umzäunte Wiese über Nacht ließen. Der Hausknecht schob ihnen eine halbe Fuhr Heu hinein, die sie sogleich erstürmten. Ich hatte meinen Gulden ehrlich verdient, und schrecklich müde, legte ich mich im hause des „Tauernwirtes“, wo die hohen Föhren auf dem Dache der Hausschmiede jedermanns Bewunderung erregen, zu Bette. Der Viehhändler war noch nicht da; er hatte ja in St. Johann beim „Seppwirt“ noch ein längeres „Geschäftliches“ abzuwickeln. O, du heiliger, süßer Schlaf eines neunjährigen Knaben! – Es muß um Mitternacht gewesen sein. – ich öffnete die Augen und sah – o Schrecken! Mich im hell beleuchteten Gastzimmer vor einer großen Gesellschaft lachender Männer. Und das kam so: Als der stets lustige Viehhändler Heißmann von St. Johann nach dem Orte Hohentauern kam und dort seinen Fiaker verabschieden wollte, fiel ihm ein, dass ich mit diesem Mann bequem zurückfahren könnte und der gute Fuhrmann war gerne bereit, mich mitzunehmen. „Schlafen kann der Bua ja während der Fahrt.“ Der Viehhändler beauftragte die Kellnerin mich zu wecken. Diese kehrte aber mit der Erklärung zurück: „Ich kann dem Buam nit derweck’n. – Tragt’s ihn owa!“, befahl Heißmann, der originelle Mann, den ich heute gerne sehen möchte. Die Kellnerin ging auf den Scherz ein; ich war wie aus Butterteig, noch immer schlaftrunken und so trugen sie mich zum allgemeinen Gaudium, in Leinen gehüllt in die große Gaststube, wo die braven der Gegend mit dem Viehhändler zechten und wo ich endlich erwachte. Bald steckte ich in Jacke, Hose und Brustfleck und so rasch ging es hinaus in die stockdunkle Nacht, dass ich kaum Zeit fand, dem Heißmann zum Abschiede die Hand zu küssen und den sauer erworbenen Gulden in Empfang zu nehmen. Als ich später diesen betrachten wollte, erkannte ich mit Schrecken, dass es ein Zweiguldenstück war. Auf die Kellnerin, die Lisl, habe ich beim Abschiednehmen vergessen. Es ändert sich doch alles auf der Welt und so geschah es auf der Rückfahrt, dass ich frisch und munter war, die Alpen in sternbesäter Nacht beguckte und breitspurig auf dem Wagen saß, während mein Kutscher, offenbar betäubt von dem Alkohol, auf dem Bocke einschlief. Da kam etwas Unerwartetes. Auf einmal hob sich das Wägelchen rechts gewaltig hoch; ich hatte noch Zeit links abzuspringen. Das müde Pfers blieb geduldig stehen, mein Kutscher lag am Schotterhaufen, auf dem er im Schlaf gefahren war. Jetzt musste ich den Herrn spielen. Ich schrie gewaltig um Hilfe, obwohl auf eine Meile kein Auge wach sein konnte und hielt krampfhaft an dem Leibriemen, damit das Pferd still stände. Der Kutscher rief den heiligen Ulrich an. (Lieber Leser du verstehst mich?) „Verdankt!“ schrie er, endlich aufspringend, „jetzt bin ich noch mal über’n Tauern gefahren“, warf das Wägelchen wieder empor, wie es normal geformt war, „Hü, Bräunl“ und fort ging’s ins Pölstal hinaus. Als der Morgen dämmerte, kam ich nach Hause und erzählte lebhaft, wie ich das erst mal auf den Tauern kam. Literaturverzeichnis:
Grasmug
Rudolf: Joseph
Steiner -
Wischenbart
und Felsbach.
In:
Mitteilungsblatt
der
Korrespondenten
der
Historischen
Landeskommission
für
Steiermark, H.
9. Graz 2007.
S.. 77-92Steiner - Wischenbart Joseph: Meine erste Reise über den Tauern. In: „’s Judenburger G’läut“. Obermurtaler Bauerngeschichten, Gedichte und Skizzen. Vlg. Alpenheim, Graz, 1904. S. 24-37 Steiner - Wischenbart Joseph: Meine erste Reise über den Rottenmanner Tauern. In: Obersteirische Volkszeitung, 20. Jg., Nr. 94 u. 95. Leoben, 1904. Alle Ausgaben der Zeitschrift „Der Tauern“ können beim Herausgeber bezogen werden. Alle Rechte bezüglich Vervielfältigung liegen beim Herausgeber! Freiwillige Spenden sind erbeten auf das Konto Nr. /012651 bei der Raiffeisenbank Pölstal, BLZ. 38.076, Kennwort: „Der Tauern“.
Aus "Eine
obersteirische
Bauerngemeinde"
(Steirische
Landwirtschaftszeitung,
1920)
Unser
Stamnhaus
heißt "Steiner
(Stoaner) im
Zeiringgraben",
einer der
letzten
Bauernhöfe
im hintersten
Winkel des
Zeiringgrabens.
Hier saß
schon im 16.
Jahrhundert
ein Michl
Steiner, aus
Tirol
(Lienz,Pustertal)
eingewandert,
mit vier
Söhnen.
Und
merkwürdig,
auch in
unserer Zeit
kannte ich auf
diesem Hause
als Besitzer
einen Michael
Steiner mit
vier
Söhnen.
Es war ein
recht fideler
Bauer, der
fleißig
und arbeitsam
war und viel
auf
schöne
Ochsen hielt,
aber -
manchmal
gleich die
ganze Woche im
Markte
Oberzeiring
sitzen blieb
bei gutem
Schnaps und
Bier. Sowohl
der alte Michl
Steiner, der "Stoana
im
Zeiringgraben",
als auch seine
Söhne
waren die
besten
Sänger
ringsum, und
ihre Lieder
erklangen und
ihre Jodler
und Juchezer
an allen
Sonntagen in
den alten
Knappenschenken
in Zeiring und
beim
Trattenwirt,
ja der alte "Stoana"
hat sich sogar
eine Haus- und
Familienhymne
komponiert,
mit selbst
gedichtetem
Text, welcher
lautet:
Gams
und
die
Reh',
holadiö,
Kemmen
schöa
he(r)
Zum Stoana im Grob'n.- Und a schöas Weib, lusti va Liab Und schöane Ochs'n, Däs muß ma hob'n! - Juchu! Vor einem Jahrzehnt ist er gestorben, dieser "fidele Bauer", und sein Sohn Peter Steiner, auch ein gewaltiger Sänger, Tänzer und Kirchenprobst zugleich, bewirtschaftet die schöne, mehr als 100 Joch umfassende Bergwirtschaft vulgo "Stoaner". Hier blieb durch Jahrhunderte auch der Familienname beim Hause. Ein seltener Fall! Wir könnten uns ganz recht "von Steiner" nennen. Mein Vaterhaus heißt vulgo "Wischenbart" und ist eine halbe Stunde vom Stoaner, am Fuße des Stoanerkogels, im Gugitzgraben, hinter dem Fröstlwald, gelegen. Eine Bergrealität von 70 Joch Ausmaß, aber mit glatten, sonnseitigen. futterreichen Wiesen. Man gelangt von der Gemeindestraße. an einem Marterl vorbei, rechts in einen steinigen Seitengraben, dann über eine steile Leiten hinauf zum Hause, das ein altes Knappenhaus ist. Es steht auch auf einem Erzbüchel zu Füßen eines alten Stollens und ist, wie die meisten Bauernhäuser hier, zur Hälfte gemauert, zur Hälfte ein hölzernes Blockhaus, das noch mit "Schindeln" versehen ist. Der alte Kußolt schloß sich völlig vom gesellschaftlichen Leben ab, lebte mit seiner Familie bei vielem Gebeten und allerlei Bräuchen und Sprüchen fast klösterlich, war dem Tanzen und Spielen abhold, so wie ich ein Nichtraucher, und wir Enkel bekamen von ihm nur heilsame Lehren - sonst nichts. Er galt als Geizhals und war es auch. Auch meinem Vater gegenüber zeigte er sich knauserig, wie er überhaupt seine Kinder ungleich bedachte. Der Mangel an rechter Kindes- und umgekehrt Elternliebe ist vielleicht eine der ersten Schattenseiten dieser Älplerbauern. So nannte ein Bauer seinen mehr als 40 Jahre alten Sohn, der nach dem Kriege auf Besuch kam, einen "Hundling". Mein Vater übernahm das Gütl vulgo Wischenbart im Jahre 1875, heiratete die älteste Tochter des Ochsenbauers vulgo "Freitag", und ich kam 1876 als erster Sohn zur Welt. Es ist ein schönes, wald- und wiesenreiches Hochtal, meine Heimat, wo im Frühjahr der Ruf des "Gugitz" ganz anders klingt als sonst wo und vielfaches Echo in den Wäldern hervorruft, wo im Sommer von den grünen Höhen herab fröhliche Jodler und Juchzer ertönen, wo im Herbste die Hirsche röhren und im Winter die Glocken und Klingeln der "Holzfretter" und das fleißige Tick Tack der Drescher die Almruhe unterbrechen. Trotz der hohen Lage hat man dort noch zu leben, ja, diese braven Bergbauern müssen außer dem zahlreichen Viehmaterial heute auch noch - Getreide abliefern. (...)
021204 Hallo
Bruno! Hab
gerade deine
Seite von
Oberzeiring
durchgesehen.
Musste ein
paar mal
herzlich
lachen
(Schilderwald...).
Übrigens,
lese gerade
das Buch von
Schwab - die
Leute von
Arauli - sehr
interessant.
Kann man
irgendwo etwas
von Steiner -
Wischenbart
bekommen? MfG
Udo Lerchegger
Der
Auszug
stammt aus
einer einst in
Zeiring
herausgegebener
gebundener
Schrift von
Josef Steiner
Wischenbart. kfunigraz unter naubli scheint
er mit dem
Werk Steiner -
Wischenbart,
J.Madonna del
Mare im Jahre
1898 auf.
Brunners Zeiringer Chronik: Josef Steiner kam am 13. März 1876 als Sohn von Andreas Steiner vlg. Wischenbart in Zeiringgraben zur Welt, besuchte in Oberzeiring die Volksschule, war dann bei seinem Großvater vlg. Freitag im Dienst, verfasste als Rossknecht im Pfarrhaus St. Oswald bei Zeiring eine historische Abhandlung, die unter dem Titel "Achiadiokonat Pöls" in zwei Folgender "Gaben des katholischen Pressvereins der Dioziöse Graz Seckau" veröffentlicht wurde. 1897 wurde er bei der Rekrutenmusterung für tauglich befunden und sammelte in diesem Jahr Dokumente und Unterlagen über die Frauenburg bei Unzmarkt. 1906 veröffentlichte er eine Gedenkschrift über "Gewerke Neuper in Unterzeiring". In seiner dreibändigen Ortschronik brachte er seine Gedanken und Erinnerungen zu Papier. Josef Steiner - Wischenbart starb am 14. September 1948 in Graz. (Ohne Quelle) KULTURGÜTER
ATLAS
GIPFELZEICHEN 1-118 WÖLZER
TAUERN>
Bocksruck>
Hirzeck>
Kreuzkogel>
Purgstallofen>
Rossalm>
Schießeck>
Schrattofen> Trojani>
Zinken>
Zinken
(Niederer)> TRIEBNER
TAUERN>
Rosenkogel>
Es ist im
Privatbesitz
des
ärmsten?
Großgrundbesitzers
des
Pölstales,
auf Grund
seines
Kunstverständnis
und seiner
Hoffnung auf
eine
Denkmalförderung,
ist es dem
Verfall
preisgegeben.
Von einer
Mauer
umschlossenenes
Schloss mit
Kaskaden im
Innenhof. Der
Bau, wurde im
15.
Jahrhundert
begonnen und
im 16.
vollendet. Die
Fassade und
eine
Stuckdecke
wurden im 17.
Jahrhundert
errichtet. Der
Kaisersitz auf
der
Franzjosefshöhe
wurde, Dank
einer ganz
besonderen
örtlichen
Weitsichtigkeit,
der Standplatz
eines
Handymastens.
Kaiser
Maximilian der
I. hatte in
den Jahren
1505 - 6 seine
Residenz in
Hanefelden, in
dieser Zeit
war die
Maximilianhube
sein
Jagddominizil.
Die
Maximilianhube
ist auch die
Geburtstätte
der Dichterin
Fischer
Agnes
>
(geb. am,
18.01.1918)
die im Maria
Schnee
>
verewigt ist.
Die Hoffnung
des Kaisers,
seine vielen
Kriegszüge
mit dem
Zeiringer
Silber
finanzieren zu
können,
zerschlug
sich.Schloss Hanfelden liegt im Ortsgebiet von Unterzeiring (KG. Oberkurzheim , Bez. Judenburg, Steiermark), auf der Südseite des Triebener Tauerns, inmitten einer weiten Hochebene. Was Hanfelden zu einer baukundlichen Kostbarkeit macht ist der Umstand, dass sich hier Holzeinbauten in überraschendem Ausmaß erhalten haben, die anderswo längst entweder verfallen sind, oder bei späteren Umbauten vollständig entfernt wurden.
Als nach christi geburt die Zahl Eintausend man schrieb überall Fünfhundertsechse daneben, Ward diesem Sitz der Name gegeben. Hanfelden von Max Römischen König lobesam. Den ersten dies Nam, aus Österreich Den Purkfried gab er auch zugleich. Und tat in der Stuben residieren, Wie er die Gruben wollt aufführen. Das wasser vom Perkhwerch Zeyring, Welches ertrenkhet hat gächling Vil hundert knappen auf einmal, Die Gottes Zorn hat bracht Zufaal, Wegen ihrs großen Übermüth, Der laider ja nie thuet guet. Bald wurden Vierzehnhundert frauen Zu Wittiben, mit großen trauren, Vor dreihundert Achtundvierzig Jaren, Hat man solchen Jammer erfaren. Das Perkhwerch bis auf diese Stundt Niemand wieder erheben kund, Ob wohl königlich Mäestätt Sambt anderen Gewechen vil angewandt hat. Von Zeit die löblichen König an Den Nam Königsstuben ich gewann. So leb Österreich, du Edls Haus Und theil viel Gab und Freihait aus, Dein treuen Dienern und Landsleuten, Wie du hast than zu allen Zeiten, Trumb bist du billich rumenswerth Vor viel Königen und Fürsten geehrt.
Das Schloß
Hanfelden
bei
Unterzeiring
sei mit keinem
anderen
Gebäude
in der
Steiermark
vergleichbar,
schwärmen
Experten. Das
Schloss ist
im
Besitz der
Familie Neuper
und steht
heute nicht
mehr so da,
wie auf einem
Vischer -
Stich aus dem
Jahr 1681
abgebildet.
Das Denkmalamt
und andere
Institutionen
haben sich
zwar mehrmals
bemüht,
das Schloss zu
bewahren, vor
Jahren wurde
unter anderem
ein Notdach
errichtet,
einen
wirklichen
Stopp des
Verfalls wurde
aber noch
nicht
erreicht. Wenn
nicht bald
etwas
geschieht,
droht das
Schloss
endgültig
zu verfallen.
Die Bergruine Mödling ist ein Gegenbeispiel: Obwohl es sich hier nur mehr um Mauerreste handelt wurde sie fachmännisch erhalten. Jeder Stein wurde verfugt alle Mauerkronen und Bruchstücke wurden gefestigt. Private Initiativen in fachmännischer Ausführung, z. B. unter Verwendung von Löschkalk. Mit noch heißen Löschkalk wurde früher, als es noch keinen Zement gab gemauert und dadurch wurde eine fast unvergängliche Festigkeit erzielt. Die Burgruine Mödling wurde dadurch ein Paradebeispiel der Erhaltung eines historischen Bauwerkes. H I S T O R I E
Der
Markt liegt
auf 933m
Seehöhe
in den Wölzer
Tauern>,
ist ein
geschichtsträchtiger
Ort in der
Obersteiermark
im Bezirk
Judenburg
(Österreich).
Im Markt
wohnen ca. 650
Personen, die
Gemeinde
Oberzeiring
hat ca. 1.600
Einwohner, die
meisten sind
Bergbauern,
deren
Höfe bis
auf über
1.400
Höhenmeter
hinaufgehen.
Oberzeiring
ist
ein
alter
Silberbergwerksort,
dessen
Silbermine
1-110
seit 1362
durch einen
Wassereinbruch
geflutet und
nicht mehr
abbaubar ist.
Damals kamen
auch fast alle
Männer
ums Leben, die
im Stollen
gerade
Schichtwechel
hatten.
Von
diesem
Ereignis
gibt
es
heute
noch
eine
Sage>,
die vom
Übermut
und der
Mordlust der
reichen und
betrunkenen
Knappen
erzählt.
Sie haben sich
an einem
kleinen Kind
versündigten,
dessen Kopf
sie mit dem
Schwert
abschlugen und
als Kugel beim
Kegeln zu
ihren
silbernen
Kegeln
hinausrollten.
Die
Großmutter
verfluchte
sie,
verstreute
einen
Schüssel
mit Mohn und
sagte:
"Soviele
Mohnkörner
hier liegen,
solange soll
es in Zeiring
keinen
Bergsegen mehr
geben". Am
nächsten
Tag kam der
Wassereinbruch
in die
Zeiringer
Silberstollen
und alle
Knappen wurden
getötet.
Viele
spätere
Versuche
den
Silber-Stollen
wieder
trockenzulegen
brachten
unter
anderen
auch
Kaiser Maximilian
nach
Oberzeiring.
Er wohnte
selbst einige
Zeit im
Schloss Hanfelden>
in Unterzeiring,
musste aber
ohne Erfolg
sein Vorhaben
aufgeben.
Selbst das
NS-Regime
versuchte
erfolglos
wieder an die
Silbervorräte
von
Oberzeiring zu
gelangen. Im
18. und 19.
Jahrhundert
wurde Eisen
und bis ins
20. Jhd. Schwerspat
abgebaut. Aus
den Stollen
von
Oberzeiring
wurde auch ein
sehr
schöner
hellblauer Aragonit,
der "Zeiringit"
herausgebrochen.
Leider ist
sein Vorkommen
heute schon
sehr selten.
Oberzeiring
wurde
namentlich 958
erstmals in
einer Urkunde
im Stift
Admont
erwähnt.
So feierte der
Markt 1958 die
1000 Jahr
Feier
1v2. Die
Knappen in
Oberzeiring
waren "Freie"
und durften
zum Zeichen
ihrer Freiheit
das Schwert
tragen. Sie
verfügten
ebenfalls
über die
Hohe
Gerichtsbarkeit, die sonst nur dem Landesfürsten
vorbehalten
war. Die Hohe
Gerichtsbarkeit
ist die
Gerichtsbarkeit
über
Leben und Tod.
In
Unterzeiring
ist heute noch
ein Galgen zu
sehen. Es
wurde ein
eigener
Silberpfennig,
der Zeiringer
Pfennig>,
im Ort
geprägt.
Der
Silberabbau
ist aber
wesentlich
älter, es
sind schon
viereckige
Stollen aus
der Keltenzeit
(800-400 vor
Christus) im
verzweigten
unterirdischen
Stollensystem
zu finden. Der
Ort ist schon
seit der
vorgeschichtlichen
Zeit besiedelt
und Funde von
Hockgräbern
mit
Grabbeigaben
(Bronzespangen)
aus der Hallstattzeit
sind ebenfalls
beim Bau einer
Tankstelle im
Ort gemacht
worden und
zeigen, dass
der Ort schon
sehr lange
bewohnt war.
So haben das
Königreich
Norikum und
die Römer
ihre Spuren
hinterlassen.
Heute lebt der
Silbermarkt
Oberzeiring
vom
Fremdenverkehr
und ist durch
sein Schaubergwerk>
und als
Asthmaheilstollen
bekannt. Da
die Luft im
Stollen
radonhältig
ist (ein
strahlendes
Edelgas), ist
der Erfolg
einer
14-tägigen
Kur im Stollen
(täglich
eine Stunde)
bei Atemweg
Erkrankungen
sehr
groß.
Die
Lufttemperatur
im Heilstollen
beträgt
Sommer wie
Winter
+8°C. Die
gotische Pfarrkirche>
stammt aus der
Zeit des
großen
Wassereinbruchs
und ist dem
Hl. Nikolaus
geweiht. Die
frühgotische
Friedhofskirche>
ist wesentlich
älter und
der heiligen
Elisabeth
geweiht. Die
Oberzeiringer
pflegen auch
heute noch die
Bergmannstradition
und haben eine
Reihe von
Veranstaltungen,
welche die
bäuerliche
und die
Bergwerkstradition
zur
Aufführung
bringen.
So
sind die
Mitglieder der
Musikkapelle
Oberzeiring in
Bergwerkstracht
gekleidet und
der
Bergwerksgruß:
"Glück
auf!" ist bei
öffentlichen
Veranstaltungen
üblich.
Im Ortswappen>
ist ein
kniender
Knappe mit
gekreutztem
Hammer und
Meißel
verewigt.
![]()
Bei
der
Talverzweigung
Pölstal
-
Zeiringtal.
Dieser
300 Jahre
alte
Lärchenbaum
mit zwei
weitausladenden
Ästen ist
25m hoch
und hat einen
Brusthöhe
einen
Stammumfang
von 3,70m. Um ihn
gibt es sehr
viele an eine
Trennung oder
Verabschiedung
anknüpfenden
Legenden.
In
der
Pölsniederung
der
Probstei
Zeiring.
Die
wuchtigen,
knorrigen,
teils
angemorschten
Eichen sind ein
Bestandteil
der Probstei
und bieten die
Nistmöglichkeit
für
Höhlenbrüter.
B A U W E
R K E
und
FLURDENKMÄLER
ARMENSÜNDERKAPELLE>
![]() 1v12
AUFSCHRIFT:
Das
Hochgericht im
Birkachwald
unter
Mautner und
Landrichter
Thomas
Zeller
Auf der
Niederen
Zeyring
(Sprengel
Reifenstein)
Nach der Römerbrücke
1v3
ging die
Römerstrasse
durch
den ehemaligen
Birkachwald,
mit dem Galgen
des
Hochgerichtes,
zur Armensünderkapelle
>.
Von der
Römerbrücke
blabachaufwärts
ging die
Straße
nach
Oberzeiring,
dem 3
tausendjährigen
Silberabbauort
mit einer
römischen
Siedlung.Am Taläußeren der römische Ortskern von Oberzeiring, an dem die Norische Hauptstraße vorbei führte. Sehenswert sind hier die wunderschönen, kleinen, schmucken Häuser, in denen in nur einem Stock oft unzählige Gewerbe untergebracht waren. Die Suchstollenfom der Römer ist hufeisenförmig, die der Kelten birnenförmigen - sie wurden auch mit Feuersetzstellen bearbeitet. DREI HEILIGE
Der Hl.
Florian, die
Hl.
Maria
und der Hl.
Rochus die
am
Kirchplatz
innerhalb
eines
Eisengitters
auf
getrennten
Sockeln
stehen
werden
noch
immer
als
Pestsäule
bezeichnet.
Vom
November
1714 - Mai
1715
fielen 55
Menschen der
Pest zum Opfer
zum Opfer,
manche
Höfe
verloren alle
ihre Bewohner,
deshalb wurde
ein Bildstock
aufgestellt.
Von der etwa 1760 - 1780 errichteten Pestsäule gibt es keine Aufzeichnungen. Während der schweren Pestepedemie der Jahre 1714 -15 gelobten die Zeiringer eine jährliche Fußwallfahrt nach Maria Schöder. In Oberzeiring waren nicht nur viele Menschen, sondern auch alle Vögel der Pest zum Opfer gefallen. Als die Zeiringer einst erstmals nach Schöder kamen, hörten sie die Vögel wieder singen. Zur Erinnerung an diese Begebenheit, wird auch heute noch bei der Pestwallfahrt die Schöderer Vögel gebacken. Die jährliche Fußwallfahrt findet noch immer statt. St. ELISABETHKIRCHE 1v14
Hl.
Elisabeth
Die
frühgotische
Filialkirche
St.Elisabeth,
die alte
Knappenkirche,
stammt aus dem
12.Jh. und
weist noch
romanische
Stilelemente
auf, z.B.in
den schmalen
Südfenstern.
Das vielfach
mit "1111"
angegebene
Weihedatum
geht auf einen
Irrtum in der
Lesung einer
spätgotischen
Inschrift in
der vorderen
Fenstleibung
zurück.
Der gotische
Chor wurde
später
angebaut,der
ursprünglich
flachgedeckte
Kirchenraum
1832
eingewölbt. In
der Mitte des
14.Jh. wurde
die Kirche mit
reichem
Freskenschmuck
ausgestattet,
der das Werk
einer
Obermurtaler
Werkstatt ist.
Der 1955/56
freigelegte
Zyklus
entstand noch
in der
Blütezeit
des Zeiringer
Silberbergbaues,
der zwischen
1361 und 1365
durch die
sagenumrankte
Grubenkatastrophe
ein jähes
Ende fand.
Die Wandmalereien der Knappenkirche sind thematisch nicht einheitlich und die einzelnen Darstellungen sind ohne Rücksicht auf ihre Rangordnung in der christlichen Dogmatik aneinandergereiht. Künstlerisch gesehen sind sie von unterschiedlicher Qualität, da sie von verschiedenen Mitgliedern der Werkstatt geschaffen wurden. Dennoch bildet die Freskenausschmückung der Knappenkirche eine Einheit, die dem Betrachter das von der Religion beherrschte Denken und Leben des mittelalterlichen Menschen vor Augen führt.
Die einzelnen
Darstellungen
(sehr
unterschiedlicher
Erhaltungszustand): Nordwand
(von West
nach Ost)
Enthauptung Johannes des
Täufers:
Enthauptung
des
hl. Johannes
und Aufnahme
seiner Seele
in den Himmel
-
Überreichung
seines
abgeschlagenen
Hauptes - Tanz
der Salome.
Mehrere Szenen
sind in
zeitlich nicht
richtiger
Reihenfolge in
diesem Bild
zusammengefaßt,
das deutliche
Stilmerkmale
der Zeit um
1340 bis 1350
zeigt.
Obere Reihe: Heiligenmartyrium
(Hl.
Erasmus,
Heiliger am
Geißelpfahl,
Hl.
Vitus, hl.
König).
Von Aposteln
flankierter
Christus
(linke
Hälfte
zerstört).
Magdalenenlegende:
Die Heilige
mit einem
Buhlen und
einem
Jüngling,
der - im
wahrsten Sinne
des Wortes vom
Teufel
besessen ist
und 3
Darstellungen
der Heiligen
als
Büßerin,
in denen sie
nur in ihr
lang
herabfallendes
offenes Haar
gekleidet ist.
Untere Reihe:
Dornenkrönung,
Kreuzigung
(mit 2 fast
unkenntlichen
Stifterfigürchen). Gregoriusmesse
Dreifaltigkeit
mit anbetenden
Engeln, links
Gruppe der 24
Ältesten.
Triumphbogenwand Links:
4 Heilige,
darunter Reste
von
Heiligenfiguren.
Die
sogenannten
"sozialen
Heiligen" Franz
v. Assisi,
König
Ludwig d.
Heilige
und Antonius
v. Padua
mahnen zu
Demut und
Mäßigkeit.
Links steht
der Pilgerheilige
Jakobus d.
Ältere.
Das von zwei
Engeln
gehaltene
Schweißtuch
der Veronika
mit dem Haupt
Christi bildet
gedanklich und
räumlich
den
Mittelpunkt
der Fresken.
Rechts:
Anbetung der
Heiligen Drei
Könige
und
Königszug
mit Schloss
des Herodes.
Im Gegensatz
zur sonst
gebräuchlichen
Darstellungsform
ist dieses
bewegungsreiche
und (ehemals)
farbenfrohe
Bild von
rechts nach
links zu
betrachten. Südwand
(von Ost
nach West):
Schloß
des Herodes,
Fensterumrahmung
in
Dreiecksmuster,
in der unteren
Zone drei
Apostelkreuze.
Der
Feiertagschristus:
Dieses
besonders
interessante
Fresko zeigt
die
Christusfigur,
deren oberer
Teil leider
durch den
später
eingezogenen
Gurtbogen
zerstört
ist, umgeben
von Werkzeugen
und
Geräten,
deren Gebrauch
man an Sonn-
und Feiertagen
unterlassen
sollte.
Das unter
einem Bettuch
liegende Paar
könnte
darauf
hinweisen,
dass man am
Sonntag wie
Feiertag nicht
im Bette
liegenbleibt,
sondern die
Messe besucht.
Der
Oberzeiringer
Feiertagschristus
ist das
früheste
der bisher
bekannten
Beispiele. Auf
Grund der
Attribute
(Krone, Zepter
und
Reichsapfel)
könnte es
sich bei der
stehenden
Heiligenfigur
rechts um den
hl. Oswald
handeln.
Hochaltar: Stammt
aus dem
18.Jahrhundert.
In der Mitte
des Altares
die Statue der
hl. Elisabeth,
ein Werk vom
Judenburger
Bildhauer
Balthasar
Prandstätter.
Die Statuen
der Hl.
Barbara
und der Hl.
Katharina
sind von
anderer Hand.
Über dem
Altar das Lamm
mit dem Buch
mit den sieben
Siegeln.
Seitenaltar: Dem Hl.
Antonius
geweiht, mit
Knorpelwerk
verziert.
Datiert vom
Jahre 1691.
Der zweite
Seitenaltar
(1711)
befindet sich
als Leihgabe
in der
Pfarrkirche
St.Marein bei
Knittelfeld.
Kanzel Auf dem
Boden stehend
(nur mehr der
Korb
vorhanden) mit
Bildern der 4
Evangelisten.
Um 1700
entstanden.
Orgel 1870 von
Franz Werner
aus Graz
erbaut.
Apostelbilder
und
Altarraum:
Aus
dem 18.
Jahrhundert.
Chorgestühl
mit
Schablonenmalerei,
1638 datiert.
Römerstein
an der
südlichen
Außenseite.
Bei der
Außenrestaurierung
1981
freigelegt.
Vermutlich ein
Jagdmotiv
darstellend.
Quellen:
Dehio,
Steiermark
Dr.Dedekind:
Der
Freskenzyklus
in der
Knappenkirche
Oberzeiring
Herausgeber:
Pfarramt 8762
Oberzeiring
Für den
Inhalt
verantwortlich:
Pfarrer
Friedrich
Schaffer, 8762
Oberzeiring,
Bergwerkgasse
4
ID-Nummer 4828 Fundort Oberzeiring POSITION:
Zwischenbild;
THEMA:Tottenopfer;
BESCHREIBUNG:
Beine eines
Dieners und
Rest des
Tisches (?);
POSITION:
Zwischenfries;
THEMA: Tiere;
BESCHREIBUNG:
Raubkatze
verfolgt
Hirsch.
Ein
bedeutender
Freskenzyklus
aus dem Jahre
1400
in der
Elisabeth-
Friedhof-, der
ehemaligen
Knappenkirche
verblasst
immer mehr.
die
Patronanzfigur
der Hl.
Elisabeth ist
ebenfalls ein
Werk Balthasar
Prandtstätters
aus
Judenburg.
Der
restaurierte
Antoniusaltar
ist aus den
Jahre 1691,
die teilweise
erhaltene
Kanzel ist
aus
den Jahre
1700.
JAGAKREUZ
Trratten
LEGENDE
Das
Jagakreuz ein
gotischer
Tabernakel -
Bildstock,
steht im
Ortsteil
Tratten, am
Zusammenfluss
des Zeiring-
und
Gföllbaches.
Es ist eine
gemauerte
Säule 157x
157cm mit
gotischen
Spitzdach.
Gesamthöhe
ca 600cm. Der
gotische
Nischenbildstock
stammt
vermutlich aus
dem 15.
Jahrhundert.
Nordseite;
des Hl. Georgs
Drachenkampf zu
Pferd,
Nische
weibliche
Heilige und
der Hl. Wolfgang,
Ostseite;
Anbetung der
Könige,
Nische
Kreuzigung
Christi,
Südseite;
verloren,
Nische Pieta, Westseite;
Haupt Christi
verloren. Es
wurde 1957
restauriert.
Das Jagakreuz
ist ein
Beweis, dass
die
Türken
1480 auch den
Markt
Oberzeiring
überfielen.
Bei der
Talgabelung in
der Tratten
sahen die
Türken
die finsteren
Waldtäler,
dahinter
ve rmuteten
sie keine
Bewohner mehr
und kehrten
um. Am
Jagakreuz war
noch vor
Jahren
folgende
Inschrift zu
lesen:
Bis HIERHER kamen die türkischen Reiter und nicht weiter. Quelle: Der Tauern Zeitschrift Nr. 36/04.00 HG Mag. Alois Leitner 8785 Hohentauern 23 Renovierung Jagakreuz 2004-12-16 Gmd.N
Das sogenannte
„Jagakreuz“,
der
gotische
Tabernakel
Bildstock
in der
Tratten, ist
eines der
wenigen
Flurdenkmäler
aus dem
Spätmittelalter
und ist in
künstlerischer, kultureller
und
religiöser
Hinsicht sehr
bedeutend. Die
Malereien
stammen aus
dem
frühen
15.
Jahrhundert
und zeigen
Einflüsse
aus der Trecentomalerei
Oberitaliens.
Dieses bemalte
Wegkreuz, ist
ein gutes
Beispiel
für die
spätmittelalterliche
Volksfrömmigkeit.
Es wurde heuer
vom
Bundesdenkmalamt
unter
Denkmalschutz
gestellt und
von Claudio
Bizzarri
restauriert
und
konserviert.
Die
Marktgemeinde
bedankt sich
bei den
Initiatoren
und
freiwilligen
Helfern des
Ortsteiles
Tratten, die
heuer die
Sanierung des
„Jagakreuzes“
in
Eigeninitiative
durchgeführt
haben und bei
allen, die
dieses Projekt
finanziell
unterstützt
haben.
Adresse:
Bachstraße
10 - 12,
A-8762
Oberzeiring
Kontakt:
Telefon:
03571/2307
Fax
03571/2307-4
Öffnungszeiten:
nach
Vereinbarung,
Telefon:
03571/2307
Leiter: Ing.
Wernfried
Neuper Ein
Arbeitskreis
engagierter
Bürger
aus
Oberzeiring
hat es sich
seit 1989 zum
Ziel gesetzt,
alte
Dokumente,
Urkunden und
Fotomaterial,
aber auch
landwirtschaftliche
Geräte
und Zeugnisse
der einst
regen
Handwerkstätigkeit
von
Oberzeiring zu
sammeln,
systematisch
aufzuarbeiten
und teilweise
auch der
Öffentlichkeit
zu
präsentieren.
Die
Schausammlung
ist noch im
Aufbau
begriffen.
Derzeit kann eine teilweise rekonstruierte und funktionstüchtige Esse, eine Feldschmiede und ein Synchrongenerator aus dem Jahr 1924 besichtigt werden. Im Obergeschoß werden Kleinexponate und Fotos aus dem Bergbauwesen, den alten Handwerksberufen und dem Oberzeiringer Bürgertum gezeigt. In einem überdachten Bereich des Innenhofes sind verschiedene Ackerbaugeräte untergebracht.Das Areal des Handwerkshofes und das Handwerkshaus werden auch für Veranstaltungen (Hochzeiten, Privatfeiern..) vermietet! Kulturdenkmäler 2005-11-10 Gmd.N neu
beschriftet
und der
Eingangstür
ein
kunstvolles
und
sehenswertes
Erscheinungsbild
verliehen.
Mitteilungen
und Bericht Im
heurigen Jahr
wurden in
Eigeninitiative
die
Nagelschmiedkreuz
Kapelle 1v3
Dreifaltigkeitskreuz
und das
Färberkreuz
renoviert und
restauriert.
Die
Marktgemeinde
Oberzeiring
bedankt sich
bei den
Initiatoren,
den
freiwilligen
Helfern, bei
allen, die
diese Projekte
finanziell
unterstützt
haben und bei
jenen, die
durch die
regelmäßige
Betreuung zur
Erhaltung
dieser
Kulturdenkmäler
beitragen. Ihr
Bürgermeister
Hans KreuzerKALWARIENBERG und KIRCHE 1v20
Kalvarienbergkapelle
> Lorettokapelle
> Pestkapelle
>Kapelle
hinter
der
Kalvarienkirche
Schrifttafel unter
der sich auf
dem Kreuz
sitzend
ausruhender,
nachdenklicher
Jesus.
Zu dem
Gnadenbild
unseres Herrn
ruhe. O
kreuzruhender
Jesus! Der du
die 33 Jahre
deines
allerheiligsten
Lebens
hie´nieden
nirgends Ruhe
gefunden hast
als auf dem
Kalvarienberg
am heiligen
Kreuze.
Sieh! Auch ich
kann auf der
ganzen Welt
keine Ruhe
finden, als
allein bei dir
mein
Erlöser.
Daher komme
ich zu dir O
Jesus! Und
falle vor
deinem trost-
und
gnadenreichen
Bildnis in
deiner
heiligen
Kreuzes Ruhe
auf meine
Knie, und
such` und
suche in
meinem Kreuz
und Leiden,
besonders in
dieser meiner
gegenwärtigen
Anliegen,
Trost und
Hilfe bei Dir.
Ich bitte
dich: O
schmerzensvoller
Jesus!
Erhöre
mich und sehe
gnädig
auf mich
herab.
Entzünde
mein Herz mit
dem Feuer
deiner
göttlichen
Liebe, damit
ich dich als
das
allerhöchste
Gut, über
alles und
meine
Mitmenschen,
wie mich
selbst lieben
möge.
Gib mir die Kraft und Stärke, damit ich mein Kreuz geduldig dir nachtragen, meine Sünden hier her zu beweinen und bereuen, eine glückselige Sterbensstunde erlangen kann, und einst bei dir die ewige Ruhe finden möge dort in dem Himmel. Erhöre mich O Jesus! Durch die Fürbitte deiner schmerzhaften Maria Amen. Bete 7 Vater Unser. "Christus in der Rast" am Kalvarienberg, eine selten dargestellte Szene der Leidensgeschichte. Die Kirche wurde von der Familie Neuper, der auch das Schloß Hanfelden gehört, gestiftet. Die flankierenden offenen Kapellen und die Inneneinrichtung sind ein Werk aus dem 15. Jahrhundert. Von den Stiftern wurde sie im Jahre 2003 vorbildlich restauriert. Der einzige Wermutstropfen sind Bäume die die Sicht versperren. Der Gebietswaldbesitzer kann sich nicht von ihnen trennen. KRIEGERDENKMAL 1v4
2004-08-04
Offene eckige Turmbauweise mit Natursteinen und Spitzdach wurde 1953-56 gebaut Wir starben für euch! Maileingang Stefan Benedik Karner^
Liebe Leute, wie
ihr wisst,
stirrln wir
HistorikerInnen
ja immer im
Mistkübel
der Geschichte
herum. Dabei
kann man
manchmal ganz
zufällig
ueber hochinteressante
Zusammenhaenge
stolpern:
Der
kleinen Dinge
langer Atem
Als das Ding an der Hauptstrasse von Oberzeiring, das wir heute "Kriegerdenkmal" nennen, gebaut wurde, sollte dort folgende Inschrift stehen: "Und ihr habt doch gesiegt." (Schlussendlich steht dort, genauso eindeutig: "Wir starben fuer euch"). Bei einer Recherche bin ich nun draufgekommen, woher dieser Spruch stammt: Es ist ein ganz offizieller Nazi - Spruch, und zwar eigentlich der fuer jene Nazis, die 1923 beim Putschversuch in München (Feldherrenhalle) gestorben waren. Im ehemaligen Oesterreich wurde der Spruch nach 1938 für beim "Juliputsch" 1934 ums Lebens gekommenen Nazis verwendet. (1934 hatten diese versucht, die Macht zu uebernehmen, wobei die Beteiligung in der Steiermark besonders groß war. Auch unter den Oberzeiringer Nazis gab es einen großen Zuspruch.) Nun wurde als Erinnerung daran 1938 auch in Graz ein Denkmal errichtet. Und ihr dürft jetzt raten, was da drauf gestanden ist. Ganz genau: "Und ihr habt doch gesiegt." Was sagt uns das über jene Männer, die in der Nachkriegszeit das Zeiringer "Kriegerdenkmal" geplant haben? Die Architektur: Nazistil (hoch und monumental), die Symbolik: Nazi (dem Adler in der Mitte oben "fehlt" nur das Hakenkreuz, alles andere "passt") und die Inschrift: ein Nazispruch, aber kein verdeckter, verschlüsselter. Ein allgemein bekannter offizieller Gedenkspruch des NS-Regimes konnte offen "wiederverwendet" werden. Das dazugehörige Denkmal steht heute noch dort, ohne dass darüber nachgedacht wird... Liebe Grüße, Stefan
Erinnerung
an
den
Krieg
und
der
Umgang
mit
den
Überresten
daraus
Gewissermaßen
als
letzter
Teil
der
Vorausbestimmung
zu
den
folgenden
Analysen
seien
hier
einige
Grundangaben
zu
den
relativ
speziellen
Kontexten,
innerhalb
derer
die
nachfolgenden
Beobachtungen
gemacht
wurden,
ausgeführt.
Den
Schauplatz
bilden
im
Wesentlichen
zwei
in
mancherlei
Hinsicht
unterschiedliche
Zusammenhänge,
die
in
stark
divergierenden
familiären
Situationen
ihren
Kristallisationspunkt
finden.
Geografisch
wird
erstens
der
kleine
Markt
Oberzeiring
eine
Rolle
spielen,
der,
in
den
späten
1930er
Jahren
als
Brenn-
und
Sammelpunkt
des
illegalen
Nationalsozialismus
dienend,
mit
einer
eklatant
hohen
Gefallenenzahl
(die
mehr
als
20%
der
gesamten
männlichen
Bevölkerung
umfasste)
bis
in
die
1960er
Jahre
vielerlei
auffallende
Kontinuitäten
aus
dem
Nationalsozialismus
aufwies.
Als besonders interessantes Beispiel sei auf das ebendort 1958 eingeweihte und die faschistische Monumentalarchitektur nachempfindende „Kriegerdenkmal“ des Kameradschaftsbundes verwiesen, das anfänglich die Botschaft „UND IHR HABT DOCH GESIEGT“ tragen sollte, schließlich jedoch, etwas verschlüsselter, die Deutung „WIR STARBEN FÜR EUCH“ eingemeißelt bekam. Die Plakativität betreffend genau reziprok dazu steht die Handhabung der als privat empfundenen Gesprächs- und Erinnerungskultur innerhalb des intimisierten Umfelds der Familien, in dem gerade vormals so aktive NationalsozialistInnen bzw. Wehrmachtssoldaten kein Wort über Themen beginnend von Krieg, Faschismus über ihr jeweiliges Leben vor 1945 überhaupt bis hin zu Politik ganz generell zu verlieren pflegten. Dieser vielfach beschriebene Mechanismus der nicht nur als Nicht-Erinnern, Verdrängen und Vergessen, sondern in bestimmten Fällen sogar als darüber hinausreichende generelle Weigerung zur Kommunikation, als Rückzug in die schützende Schale der Traumatisierung charakterisiert werden könnte, bildet nicht nur die Grundlage für jeden Schnitt in die Kultur der Nachkriegszeit, sondern lässt Gegenstände – die, wenn schon keine Rechtfertigung, dann zumindest eine Geschichte ihrer selbst verlangen – eine besondere Bedeutung als Brücke zu Antworten auf nicht gestellte Fragen erlangen. Dies gilt jedenfalls (und ausschließlich) für die Perspektive jener Generation der Nachkriegs- bzw. unmittelbar vor Kriegsende geborenen Kinder, für die die große Traumatisierung spürbar, aber weder formuliert noch erklärt wurde.
Nach dem
Schloss
Hanfelden auf
einem Plateau
vor der
Pöls
Niederung
gelegen.
Sie wurde 1047
vom Salzburger
Erzbischof dem
Stift Admont
geschenkt, 1480
von
Türken
verwüstet
und wieder
aufgebaut ist
im
Privatbesitz.
Eine Wehrmauer
umgibt Die
gesamte
Anlage, mit
allen Haupt-
Neben- und
Wohntrakten,
umgibt eine
Wehrmauer.
Die spätgotische St. Agathe von Zeiring Kapelle aus dem Jahre 1160 birgt: Die Statue der Hl. Agathe 1470-80, Freskenreste aus dem Jahre 1500, den hochbarocken Hochaltar, Seitenaltäre mit Knorpelwerkornamentik, Engel und Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. St. Agathe von Zeiring Holzschnitt von Alexander Wahl^ In der Nacht vom 9. auf den 10.August 1480 wurde die Probstei von den Türken niedergebrannt. 15 Jahre nach der Niederbrennung der Probstei wurde sie wieder aufgebaut. |