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m.bruno@gmx.at   1120 Wien Anderseng. 23/29/1
 Historie, Kunst, Neuigkeiten, Texte und Bilder im Streulicht des obersteirische Silbermarktes. Oberzeiring ist eine Marktgemeinde auf 933m Seehöhe in den Wölzer Tauern im Bezirk Judenburg in der Obersteiermark (Styria Austria) mit 870 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2010). Der Markt ist vor allem durch eine geschickte Betonung seiner Geschichte berühmt geworden. Im Markt wohnen ca. 500 Personen, die Gemeinde hat ca. 900 Einwohner, darunter befinden sich auch Höfe von Bergbauern, die auf bis zu 1.400 Höhenmeter liegen. Historie
         
    
> 2011 Perchthalerr Eduard Friedrich SchafferFelfer Michael 12 Kreuzer (Ohrn) Toni Klosterhütte Status Stanimayer Bertl 08 Wagner Kur Katzenurteil 05 2010 Kelag Verrechnungen? Skiptorium Freythal Fridolin 11 Habering Weymayr Heimat {Wischenbart Tauernreise Heimat Habering} Brauchtums Änderung Titushütte 06 Steiner Franz Faßhuber Peter Geigerhochzeit Adolf Sturm Die große Verschwendung 05 2009 August Strasser ÖAV Seelenverkauf - Klosterneuburgerhütte 10 Gipfelmesse Bocksruck Erinnerung Julius Moschitz Friedrich Schaffer 50 Jahre Priester Ergebnis EU Wahl Felfer Fritz Da Dichta Thiller Franz Stranimayer Josefine Steinberger Saitenblicke Pichlmair Dörflinger Josef 2008 Prieger Viktor Jagdunfall commons Johann Hasler vlg Freita Wir starben für euch! Ölzant Franz 50 Jahre Schaubergwerk Autor Mali Hugo Geheime Tränen 2007 Ludwig Vogelsanger Gasthaus Trattenwirt Oedsteinkante 2006 Schwab Günther
 
KUNST LITERA PERSONEN D Dörflinger Josef E Eichberger Günther F Faßhuber Peter Fischer Agnes Fötschl Sarah Freythal Fridolin G Gams in Gwänd Greyer Ernst Gruber Rudolf K {Karner Benedik Stefan  Preis  Ausstellung 2005} M Madtritsch Anderl Mordtat Zugtal Mali Hugo > Meller Adolf Moschitz Julius Moser Barbara Ö Ölzant Franz P Personen Pichlmair Johanna {Purgstall Hammer Banausen Mang Schützenhöfer Androsch Schnorrer Stifter Gedenkstätte Purgstallofen>} S Schola Cantorum Kirchenchor Schwab Günther Singgemeinschaft {Sperl Gerfried Blick zurück  Sperl Artikel} Spielfolck Liederlich Stocker Reicher Hubert Stranimayer Adalbert T Thiller Wolfgang W Wahl Alexander Weymayr Thasillo Heimat Wiesnegger Geiger Hans Wimmer Walter {Wischenbart Steiner Josef Tauernreise Habering Heimat}
SKRIPTORIUM 2010-11-04 [ Freiheitsheldin ] [Weymayr Hexameter^] [Wischenbart > Tauernreise^]
           
1-469 A Ansicht1v28 Ansichtskarte1v13 Ausstellung1v12 B Bäume1v12 { BERGWERK1-110 Angelika1v3 Bruno1v12 Karleitenstollen1v33 Mundloch1v21 Roland1v14 Schaubergwerk1v22 Sch-Kegelspiel1v8 Russenhöhle1v2 Sch-Historie1v9 <POOL>} Brunnen1v3 E Engele1v4 F Fasching1v3 Fauna1v6 Fernsicht1v26 Flora1v6 G Gösser Bierstadl1v9 H Habering1v13 Handwerkshof1v13 K Katholikenzeichen1v4 Kalvarienberg1v20 Kapelle1v30 { KELAG Verrechnung1-19} Kirche St. Elisabeth1v14 Kirche St. Nikolaus1v14 Kriegerdenkmal1v4 L { LACHTALSCHILDA1-147 Schilda1v7 Schildaspezial1v5 Spatenstich1v2 Bäume1v15 Fauna Flora1v8 Gipfelkreuz1v13 Glaubenszeichen1v7 Kapelle1v3 G-Marterl1v4 Hütten1v7 Kanonenteich1v9 Kühe1v6 Naturschutz1v8 Rossalm1v19 <POOL>} M Mandl Stadl1v5 Marterl1v13 { Meller Adolf1-130} Moschitz1v6 O Osterfeuer1v11 O-Ballon1v3 Personen1-30 P Purgstall1v3 S Schilda1v40 Sch-Brücke1v4 Sch-Franz Josef Höhe1v16 Sch-Mayerhaus1v14 Skulptur1v2 St. Oswald1v14 T Theater1vTillerhaus1v3 { TOTENBUCH1-147 Oberzeiring} Trattenwirt1v8 U Unterzeiring1-31 Armensünderkapelle1v12 U-Hanfelden1v4 U-Probstei1v7 V Vogelsanger1v6 W { Wahl Alexander1-37} Wappen1v12 Wischenbart1v7 Z Zugtal1v6 Zündholzbude1v6 <POOL>  
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ÖFWG Anschluss Exxon ÖFWG Bluff 10 Jahre TVBO Rosa Rabitsch Tourismus Idee für örtliche Notdurft Kein Geld für Steuervorschreibungen Wahlgeschenke Notstand Hauskrankenpflege Kurbetrieb unwirksam Sanierung Schaubergwerk Schildbürgerpräsident FWA Auskunftsbegehren Korres Ehrungen Faschingstauglichkeit Amtliche Mitteilung Trinkwasser Verunreinigung Verbesserungsbedarf Entschuldigung FW Abgabe Wellenlänge Klassentreffen JG38/39/40 Biomülltarif Biomüllpfad BM Schlacher Hochgeehrte Persönlichkeit Causa Mayer EU Bund Land Komunenabfall Müllsäcke müssen bei Entleerung verschlossen sein? Spendenfreudigkeit BM Schlachers Causa Wehr Stadtwerke Müll Hierrarchie EU Bund Land Gemeinde Erlebnispfad Biomüll Feuerbrand Forstgesetz Jagdstubn Baden gehen Tauernwindpark Provinzdetail Klanic Von Zeiring wegschauen
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  KELAG VERRECHNUNGEN> Bei ab geschalteter Heizung im Sommer > >
 
 
  Die Wagner Kur Gesunde Geschäfte - Österreich - Report ORF 17052011. In den Häusern des größten privaten Anbieters von Kuren und Rehabilitation rumort es. Kunden der Dr.Dr. Wagner-Gruppe klagen über regelmäßige Ausfälle von Therapien... Der von Steuergeldern und von der Gemeinde Oberzeiring (Kurhaus, Mayerhaus + 35.000 Euro, den um Millionen  gekauften  Gösserbierstadl, öffentlichen Gassengrund, Parkplatzherstellung, Heilmittel Taxen Erlassung usw.) so reich beschenkte "Immobilien Hai im PVA Sumpf" kann doch kein Betrüger sein? Denn der ORF Beitrag wurde gelöscht und die Medien berichteten nicht darüber! Wager: "Oberzeiring die schöne Gegend, die freundlichen Leute und die fleißigen Mitarbeiter". (Weniger zahlen dafür mehr leisten ist die Wagner Formel). Bei diesen Zitat wurde bei der Gründer Versammlung das Lachen verboten. Inmobilien Hai Wagner ohne Kurteich 20090417 - 2007 Handschlag Qualität 2006-09-14^.
 
KATZENURTEIL GEMEINDE OBERZEIRING für STREUNKATZ 2011-05-22 >
  Während man Hunde bzw. Halter in der Gmd.Na.05/2011 amtlich streng reguliert, und  sogar die Steuer erhöht hat, sind Streunkatzen und Katzenkot für die Gemeinde, trotz Beschwerden, nicht wahrnehmbar. Es ist aber nicht nur der Duft von Kitikatkot sondern auch das Ausgraben der Pflanzen in Nutzgärten eine Schädigung. Auch in diesem Rundschreiben wurde die Katzenmisere, entgegen dem steirischen Tierschutzgesetz, wieder ausgespart. Keine Einzelfälle. Für ständig im Wohngebiet wildlebende Katzen, sofern kein öffentliches Verbot kundgemacht wurde, haftet primär die Gemeinde und sekundär Personen denen in Wohngegenden von der Gemeinde verboten wurde diese Katzen anzufüttern.
  KATZENURTEIL Bezirksgericht Hall, bestätigt vom Landesgericht Innsbruck im Mai d.J.. Die Richter verweisen darauf, dass die Urteile zwar die Verschmutzung der Nachbarschaft durch die Katzen, nicht aber deren Streunen untersagt hätten. „Der Tierhalter müsse mit zumutbaren Maßnahmen das Eindringen von Katzen auf die Nachbarliegenschaft verhindern, dass diese nicht durch Kot und Urin die Liegenschaft verschmutzen. Das Bezirksgericht Hall und das Landesgericht haben deshalb entschieden, dass die Tierhalterin es zu unterlassen hat, zu dulden, dass ihre Katzen die Liegenschaft des Nachbarn verschmutzen, da es Mittel gibt, den Bewegungsraum von Katzen so einzuschränken, dass sie am Eindringen in den Nachbarschaftsgrund gehindert werden können. In beiden Urteilen wurde aber Katzen das Streunen nicht untersagt.“
Hundekot und Pferdemist (Hunde an die Leine) Gmd.Na.07/2009
^ 22. Mai 2011 Public / Info Katzenurteil Verifizierung gemeinde@oberzeiring.at
 
HABERING Bergmoarkreuz 1496m Gipfelbuch hinterlegt 2010 Allgemein > Wischenbart Habering^ Bergerhebung zwischen am Höhenrücken zwischen Murtal und Pölstal bzw. Zeiringtal, Zeiringer und Unzmarkter Hausberg. Danke für das schöne Kreuz.
 
Brauchtums Änderung 2010-06-03  
  In Oberzeiring, der Filialkirche von Pöls, wurde erstmals der Fronleichnam vorverlegt und vom Hr. Pfarrer Heimo am Sonntag vorhher, mit reduzierten Umgang, zelebriert. Die Grabreden finden nun nicht mehr am Grab sondern in der Kirche statt. Erstmals wurde auch die Abendfeier einer Bauernhochzeit nämlich die des Geigerhof Bauer, in einem Zelt gefeiert. Es war wohl ungewohnt, aber dem freudigen Ereignis wurde dadurch kein Abbruch erteilt, ganz im Gegenteil, danke, das Zelt stand nach 24 Uhr auch für nicht eingeladene Nachtschwärmer offen. Unabhängig vom Brauchtum Gratulation: Die älteste Frau von Zeiring, Frau Gscheiter wurde heute, bei voller geistigen Rüstigkeit, 100 Jahre alt.
   Mit dem Brauchtum ist das so eine Sache, Gutes wird abgeschafft und Schlechtes bleibt, so auch der bestalische Brauch des Desphin Massakers auf den Foröer Inseln in Dänemark.

        Info Restaurant / Café Pernthaler (ehemalige Klosterneuburger Alpenverein Schutzhütte) ??? 2011-08-13 > >
--ÖAV Status: Sommer Winter vorübergehende wg. Umbau geschlossen Wirt Titus Pernthaler.
--Facebook Informationen: Restaurant/Café Das Team verwöhnt Sie mit regionalen Spezialitäten und Köstlichkeiten. Geschäftsführer Titus Pernthaler.
--Gemeinde Oberzeiring Beherberger und Betriebe Details: Seit Sonntag dem 8.08.2010 ist die Klosterneuburgerhütte wieder geöffnet. Die Hütte ist täglich so ab ca. 10.00 Uhr bis ca. Ende September/Anfang Oktober (je nach Wetterlage) geöffnet. Ganztägig warme Küche! Reklametafel Abzweigung Höhenstraße: Aufschrift Pächter gesucht.
--Gastgewerbeberechtigung?

ALPENVEREIN
Wadsack und Fischer 2 Präsidenten mit übermenschlicher begnadeter Geistesgröße. Fischer entsorgte seinen alten Bergpickel mit Signatur, bei Licht im Dunkel. Wadsack schenkt dem armen Hofburgklemmer einen Rucksack mit nützlichen Gegenständen für eine Hubschrauber Bergtour am Bizz Buin im Ländle. Dafür verkaufte Wadsack eine Schutzhüttenwidmung an einen Studienkollegen. Von allen Gipfelzeichen verbot er, (auf Weisung des Agnostiker Fischer ?), nur das Kreuz. Marterl von Verstorbenen müssen laut Wadsack an Seilbahn Talstation befestigt werden. Sozial für die Allgemeinheit veranlagt versorgte er seine Frau mit einer gut dotierten Vereinsstellung. Ein Blindgänger allein ist nicht der Verein.

Stoanakogelhütte Schaffer vlg. Mong Jausenstation Petz Hobelleitner Ulrike Tanzstatt > Zinken> Schießeck> Roßalm>

Gipfelmesse Bocksruck> 2009-09-13   50 Jahre Priester Pfarrer Friedrich Schaffer 2009 2011

 
50 Jahre Schaubergwerk 1v110 1958 - 2008 *** "Gruabntheater" im Schaubergwerk.Oberzeiring 20080410
  Seit 30 Jahren bewältigt Fritz Stuhlpfarrer täglich vier Mal 600 Stufen, wenn er durch die Stollengänge des ehemaligen Oberzeiringer Silberbergwerks huscht. Lassen Sie sich in die faszinierende Welt der Knappen vor Jahrhunderten zurückversetzen, tauchen Sie ein in eine längst vergangene Zeit, fahren Sie mit uns ein in die historischen Silbergruben.........GLÜCK AUF!        

Wir starben für euch!^ Karner 2008-04-23  Willkommen im Gasthaus Trattenwirt 1v8 2007  

K U N S T   L I T E R A  P E R S O N E N
 
Festmarathon für Dörflinger Josef 2009-01-08
  Seit 1972 nimmt Josef Dörflinger den Marsch bei der Knappen Kapelle Oberzeiring ernst. Am Freitag wird er 70, am Samstag feiert er Goldene Hochzeit. Josef Dörflinger kann eine Reihe an Auszeichnungen sein Eigen nennen Foto: KKEr soll ja ein gemütlicher Mensch sein, der Herr Dörflinger, doch dieses Wochenende wird - nein, nicht Flügelhorn gespielt - auf die Pauke gehaut: Der gebürtige Oberzeiringer feiert am Freitag seinen 70. Geburtstag und morgen mit Ehefrau Veronika Goldene Hochzeit. Ein zweitägiger Festmarathon mit der Großfamilie und Vereinen steht ins Haus, schließlich will man den Obmann der Knappen Kapelle Oberzeiring anständig hochleben lassen. 
  "Musikbezirk". Der 1. Jänner anno 1972 war jener Tag, an dem Josef Dörflinger bei der Knappen Kapelle aktiv wurde, und bis heute haben ihn Flügelhorn und musikantische Funktionärstätigkeit nicht losgelassen. Er wirkt außer als Chef seines Stammvereins als stellvertretender Obmann des "Musikbezirkes" Judenburg - und nimmt den Marsch ernst: Wie aus dem Verwandtenkreis zu vernehmen, tourt Josef Dörflinger unermüdlich mit der Musik durch den Bezirk, besucht viele Konzerte.
  Auszeichnungen. Üppig ist die Liste der Auszeichnungen des vormals in der Baubranche Tätigen: Sie reicht von Verdienstkreuzen und Ehrenzeichen der Knappen Kapelle sowie des Bezirkes bis zum Goldenen Ehrenzeichen des Landes.
  Kinderquintett. Den Oberzeiringer Taktstock schwingt mit Ewald Dörflinger einer seiner drei Söhne. Zwei Töchter machen das Kinderquintett voll. Und sonst? Sei er hilfsbereit und Tierliebhaber. Und dieses Wochenende hoffentlich in Feierlaune. KZ
 
 EICHBERGER Günter *1959 in Oberzeiring Literaturhaus 2007
   „Poesie entsteht dann, wenn nichts anderes mehr übrig bleibt." Dieser Satz des tschechischen Dichters Miroslav Holub ist mir eingefallen, während ich Günter Eichbergers neuestes Buch „Nein" las. Falsch. Auf diesen Satz bin ich irgendwo gestoßen oder dieser Satz ist irgendwo auf mich gestoßen, nachdem ich „Nein" gelesen hatte. Wieder falsch. Diesen Satz habe ich in meiner praktischen kleinen Sammlung ausgegraben, in der irgendwann notierte Sätze darauf warten, ans Licht geholt und in einem Text welcher Art auch immer, zum Beispiel einem Anlasstext wie diesem, recycled zu werden. Das macht man heute so. Sätze recyclen. Anlasstexte schreiben.
  Wie schon der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei „Nein" um ein durch und durch bejahendes Buch. Es bejaht seine eigene Unmöglichkeit, die Unmöglichkeit des Erzählens, die Unmöglichkeit, einen Protagonisten zu erfinden für eine ohnedies nicht zu erzählende Geschichte. Das Buch behelligt seinen Leser, seine Leserin erst gar nicht mit den armseligen Frustrationen des vorgeblich Erzählten, sondern bekennt sich lieber gleich zum Unsagbaren, falsch, zum Unsäglichen. „Tröstlich ist immer nur die Aussicht auf nichts", lesen wir an einer Stelle. Da ist es nicht weit zu Bashos trostreichem Rat: „Nimm nichts und füge nichts hinzu." Wer hätte gedacht, dass Nihilismus und Buddhismus so nahe beisammen liegen wie ein Liebespaar in seinen besten Tagen? Kann sein, sie haben bei der Gelegenheit dieses Buch gezeugt.
  „Nein" nimmt allen Zweiflern den Wind aus den Segeln, indem es den Zweifel zur Gewissheit macht. Den Zweifel an den Dingen ebenso wie den Zweifel an den Worten über die Dinge und an dem als irrwitzig entlarvten Unterfangen, mit diesen Worten eine Geschichte erzählen zu wollen. Ergo wird eine Geschichte in immer neuen Anläufen nicht erzählt. Und löst ihre dichte Prosa am Ende in lichte Verse auf. Falsch. Verdichtet ihre ohnehin schon dichte Prosa am Ende in ein paar lichte Gedichte. „Poesie entsteht dann, wenn nichts anderes mehr übrig bleibt." Gedichte also sind das folgerichtige Ende eines Buches mit dem folgerichtigen Titel „Nein". (Helwig Brunners Einführungstext in die Lesung von Günter Eichberger beim Lesefest bei den Minoriten)
   Vom Heimweh der Sesshaften, Graz. Theaterstücke (1992 Ausgeliefert oder Sex, Sucht & Dramentechnik) und Hörspiele. Lebt in Graz. Studium der Germanistik und Anglistik, 1984 Promotion. Freier Schriftsteller.
 
Buchveröffentlichungen: Der Wolkenpfleger, Residenzverlag,1988 Gemischter Chor, Residenz Verlag 1990, Der Doppelgänger des Verwandlungskünstlers, Verlag Styria, 1994 Ich Fabelwesen, Verlag Styria
 1996,
Vom Heimweh der Sesshaften, Graz. Theaterstücke (1992 Ausgeliefert oder Sex, Sucht & Dramentechnik) und Hörspiele 1998, Gesicht aus Sand 1999 3-85415-255-8, Nein 2006 3-85415-388-0, Überall im All derselbe Alltag 2001 3-85415-306-6, Theaterstücke: Ausgeliefert, Ensemble Theater, Wien, 1992 Der König, sein Narr, seine Königin und ihre Geliebte, Theatro, Graz, 2001 Neun Hörspiele im ORF Quelle
 
Faßhuber Peter Theo Theater 1v3 2010-05-22 Wenig Brot für Spiele Murtal 2010
  Peter Faßhuber, Theater Oberzeiring Chef. "Engagement geht bis zur Selbstaufopferung, sonst wäre es einfach nicht finanzierbar". Sein Theatersaal wurde einst, unter der Leitung von Moschitz Reinhard gemeinnützig saniert. Er gehört zum Gasthaus Haunschmidt und die Wirtin ist seine Schwester. Außer der Trophäenschau und dem Wunschkonzert der Ortsmusik, stehen der große und kleine Saal nicht mehr zur Verfügung. Alle Veranstaltungen und Versammlungen finden nun in Pausenräumen oder in den Turnsäälen der Schulen statt.
  Allerdings für Hochzeiten ist dies etwas schwieriger, so wurde heute erstmals in Oberzeiring für die Bauernhochzeit Geiger ein Festzelt errichtet. Bei aller Wertschätzung der unumstrittenen und anerkannten Arbeit des Herrn Faßhuber
, in einer Kultur armen Zeit, taucht doch die Frage auf: Wäre es nicht sinnvoller statt einer Aufopferung ökonomischer zu sein?
 
F R E Y T H A L FRIDOLIN > 2010-11-14
  Jakob Simbürger 1832-1903 War ein Heimatdichter der Niederen Tauern. Das Pusterwaldthal hat eine gemüthvollen und naturgesinnten Schilderer in seinem Sohne Jakob Simbürger gefunden.
  S. wurde am 12.Juli 1832 auf dem schönsten Fleck des Pusterwaldthales in Mitterspiel auf dem vulgo Kirchschlagergute, das in alten Kaufbriefen vor mehr als 200 Jahren der „Friedl“ oder „Friedlhof“ genannt worden ist, geboren. Schon in seiner gar sonnig verlaufenden lauschte er gerne den Volksweisen und lustigen „Tanzeln“ wie sie die Burschen zur Maultrommel, Harmonika oder Zitherklängen sangen und den aufjubelnden Jodler (Wolitzen), dessen Echo weit in den Bergeswänden widerhallte oder erlauschte den sagenreichen Erzählungen vom fröhlichem Almleben, von Jägern und Wildschützen, oder von alten Bergbauten und ihren Schicksalen. Nahmen schon die Erzählungen die aufgeweckte Phantasie des Knaben gefangen, so waren die Eindrücke von der Majestät der Alpen in ihrer überwältigten Größe bei dem wiederholten Besuch der umliegenden Gebirgswelt mit ihren schönen Almböden umso mächtiger, und diese Eindrücke vertieften sich in den empfänglichen Herzen des Jünglings so sehr, dass sie ihn später zur unerschöpflichen Quelle seiner schriftstellerischen Thätigkeit wurden und noch an der Schwelle des Greisenalters das Leben des Priesters verschönern, der heute noch tiefbewegt ausruft: „O wie ist meine Kindheit schön gewesen!“ Dazu kam, dass auch der Volksschullehrer, Josef Heinisser war sein Name, ein großer Alpenfreund war, der auf den Alpenhöhen gar wunderschöne Sänge ertönen ließ und dem Waldhorn  gar zauberisch traute Klänge zu entlocken wusste, die weit ins Tal herabtönten.
  Im J. 1845 kam S. an das Gymnasium in Graz und absolvierte dasselbe am 31.Juli 1853 (Matura), in den Zeugnissen der letzten Jahre wird durchwegs die ungewöhnlich klare Auffassung und die Fähigkeit behandelte Stoffe schriftlich vorzüglich darzustellen, gelobt und wies insbesonders auch der Professor für deutsche Sprache, Dr. Josef Karner, schon 1851, von einer scharfen Beobachtungsgabe Zeugnis gebend, auf die produktive Anlage S.’ hin.
  Einen inneren Trieb folgend, kleidete S. in dieser Zeit vielfach seine Lieblingsgedanken in poetische Form und es entstanden zahlreiche Gedichte auf die Alpen, die waldgrüne Heimat, auf Deutschland und seine Helden u. s. f., die jedoch S. sich nur selten aufbewahrte, wie überhaupt die Natur S. sich mehr nach innen vertiefte.
  Vom Herbst 1853 bis Sommer 1857 absolvierte S. die theologischen Studien im Priesterhause zu Graz, um am 27.Juli 1856 zum Priester geweiht zu werden.
  Mit Decret  vom 26.Juli 1857 wurde S. nach Ober-Zeiring als Kaplan berufen, woselbst er 5 Jahre verblieb, um sodann in gleicher Eigenschaft nach Lassing bei Liezen zu kommen; es folgten die Stationen Irdning, Wörschach, Donnersbachau und Liezen, um endlich am 1.März 1866 zuerst als Provisor, dann als Localcurat nach dem herrlich gelegenen Walfahrtsort Kummitz im steirischen Salzkammergut zu kommen.
  Hier mitten in der großartigen Natur des Salzkammergutes, verbrachte S. die glücklichste und schaffensfreudigste Zeit seines Lebens unter den freundlichsten Verhältnissen. In Kummitz weilte S. bis 38.September 1877, um sodann als Dechant und Pfarrer nach Schöder berufen zu werden, woselbst er am 21.Juli 1879 zum Fürstbischöflichen Geistlichen Rathe ernannt wurde.
  Seit 23.Jänner 1889       ist S. auch Mitglied des historischen Vereines von Steiermark. Ein glückliches Selbstgenügen bewog S. lange Zeit seine schriftstellerischen Arbeiten im Schreibpulte zu bewahren und es bedurfte erst vielfachen Zuspruches von befreundeter Seite, um S. zur Überlassung seiner Arbeiten zur Publication zu bewegen, wobei S. abermals unter dem Einflüsse Anderer als Pseudonym, mit Bezug auf sein heimatliches Tal, den Namen „Fridolin von Freithal“ annahm.
  • 1865 „Katharina von Erlenbrunn, oder Freud und Leid in den Alpen“, Novelle; Vereinsausgabe des katholischen Pressvereines, welche 1892 im „Sonntagsboten“
  • wieder zum Abdrucke gelangte.
  • 1866 „Das Hochgericht in Birkachwald“, 1881 abermals im „Sonntagsboten“ abgedruckt.
  • 1877 „Vater Martins Heimgang“, im „Sonntagsboten“.
  • 1878 „die Kohlröserl am Ödensee“, in welchen die Sitten des steirischen Salzkammergutes beschildert werden, im gleichen Blatt.
  • 1883 „Das Vermächtnis des Einlegers“, im steirischen Volks-(Josefs) Kalender.
  • 1893 „Der Werker Rocherl“, eine Dienstbotengeschichte aus dem steirischen Oberlande.
  • 1894 „Bader Heinrich“ (Heinrich Lobenstock), ein Lebensbild voll interessanter Charakterzüge bietet dieses Buch.
  Nebst diesen selbständigen fanden wir größeren Arbeiten fanden wir von S. zahlreiche Feuilleton – Arbeiten, Correspondenzen etc., die von local Interesse sind.
  S. Erzählungen, immer auf den heimatlichen Boden des steirischen Hochlandes fußend, zeichnen sich durch eine feine sinnige Naturbetrachtung und gemüthstiefes Erfassen des Seelenlebens der Älpler in ihren schlimmen und guten Regungen aus und in dem S. zahlreiche Erinnerungen und die Schilderung alter Sitten und Bräuche, Volksweisen und Volksspiele verwebt, werden dieselben stets auch eine wichtige Fundgrube für den culturhistorischen Forscher. Schlicht und prunklos wie das Leben der Älpler dahinzieht, führt auch S. das Volksleben, meist mit moralisierender Tendenz, vor den Augen des Lesers aus. Schließlich geben wir der Hoffnung Raum, dass die interessanten größeren Arbeiten S. ihren wohlverdienten Platz in der Literatur finden.
„Die Eherne Mark“ Eine Wanderung durch das steirische Oberland S.: 434-435 Auszug: „Das Pusterwaldthal“ Leykam Graz 1892-97 
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FÖTSCHL Sarah *in Oberzeiring lebt in Graz 2007
  Märchenstund Blaubart und Mixed Pickles war am Freitag, 28.5., 20 Uhr im Forum Stadtpark Graz. Im Wasserpfeifenrauch und Teetrink-Ambiente gibt's akustisches im Hintergrund. Es liest Sarah Fötschl zusammen mit Denovaire (Musik und Geräusch und Klang), diesmal nicht mit seinem Wäscheständer als Instrument. Es wird die Rede sein von /Blaubart/ und von vielen kleinen, süßsauren, bunten Stücken. /Mixed Pickles/. Eine Kooperation von Veilchen, Forum, Praxis in Graz und Unzine. Von glücklichen Künstlern aus Freilandhaltung.
Und as Gams in Gwänd und der Hirsch im Woad
is mei oanzig Freid, is mei Aufenthoalt.
I: Zwischen Berg und Toal fliaßt a Woasserfoall,
singan d' Vögerl drin und schlägt die Noachtigoal :I
singan d' Vögerl drin und schlägt d'Nachtigoall.

Warst net auffigstiegn, warst net oabigfoalln,

warst net henkn bliebn bei der Koammerschnoalln.
I: Häst mei Schester gheirat, warst mei Schwoager wordn,
häst a liees Diarndl kriagt mit oachzehn Joahrn, :I
häst a liees Diarndl kriagt mit oachzehn Joahrn.

Wer an Oapfl schölt und er ißt 'n net,

wer a Diandl liabt und er küßt sie net,
I: wer ins Wirtshaus geht und er trinkt kan Wein,
muaß a rechter Poatzn- Poatznlippl sein,a :I
muaß a rechter Poatzn- Poatznlippl sein.
  Aus Oberzeiring am Tauern stammt diese 1904von Viktor Zack aufgezeichnete Fassung des Liedes, das er 1925 in seine in Graz erschienenen Zwanzig schöne alte Volkslieder aufnahm. Jäger und Almlieder > Volksliederwerk S. 56
 
GREYER Ernst 1v3   Oberzeiring 11.5.1907 - 30.10.1983 Salzburg 2004  
  Ernst Greyer wurde am 11. Mai 1907 in Oberzeiring/Stmk. als Sohn des Ehepaares Josef und Katharina Greyer geboren. Der Vater war Gemeindevorsteher und wird wenig später nach Wolfsberg in Kärnten versetzt.
  Nach der Bürgerschule absolviert Ernst Greyer die Lehrerbildungsanstalt in Klagenfurt, und übt den Lehrberuf 10 Jahre lang aus. Er fühlt sich aber schon lange zur Malerei hingezogen, als er die Maler Anton Kolig und Herbert Böckl kennenlernt, beschließt er, nach Wien zu gehen, um Malerei zu studieren. Bereits 1938 stellt er das erste Mal in der Wiener Secession aus. Ernst Greyer beherrschte alle techniken der Malerei meisterlich, und war mit Leib und Seele Künstler.
Trotzdem setzt er seine Ausbildung fort, und besucht die Meisterklasse für Malerei bei Prof. Andersen.
Seine erste Ehefrau war Opernsängerin, so wechselt Ernst Greyer auch ins Bühnenfach, und wird Schüler bei Prof. Beer an der Wiener Skala. Er spielte dann in weiterer Folge beim Wiener Werkl und an der Exelbühne. Während des Krieges war er in der Truppenbetreuung eingesetzt.
  Nach dem Krieg wendet sich Ernst Greyer nur mehr der Malerei zu. Er bezieht ein Atelier in der Annagasse und später in der Goldeggasse.
Seine Atelierfeste sind immer ein beliebter Treffpunkt von Malern und Künstlern aus Film und Bühne. Sergius Pauser, Josef Dobrovsky, Franz Brazda, Franz Xaver Pieler, Malerfamilie Dogarth sind ebenso oft gesehene Gäste wie die Schauspieler Heesters, Schönböck, Waltraud Haas oder Marianne Schönauer, um nur einige zu nennen.
  Ein Mißgeschick beim Tennisspiel veranlaßt Ernst Greyer, nach Bad Gastein zu reisen, um sich zu kurieren. Daraus wird ein ständiger Aufenthalt, er kauft das Haus Tirolia, baut es um, bemalt das Haus innen und außen mit
Fresken. Nun trifft sich die Welt der Künstler bei ihm in Bad Gastein.
  1951 eröffnet er die Galerie Greyer, zuerst im Haus Sponfelder am Wasserfall, später mietet er ein weiters Lokal in Bad Hofgastein. Zusätzlich veranstaltet er jeden Sommer seine dann zur Tradition gewordenen Ausstellungen.
Ernst Greyer heiratet zum zweiten Mal, diesmal eine russische Prinzessin. Er unternimmt viele Reisen ins Ausland, die er sowohl für Einkäufe nutzt, als auch, um andere Künstler kennenzulernen.
  Auf einer dieser Reisen lernt er die Künstlerin K.Körössy kennen, ihre Bilder faszinieren ihn, und es entsteht eine Verbindung, die sich positiv auf die Malerei auswirkt. In München lernt er Maler wie Dürrnberger, Henze oder Klaiberg kennen.
Ernst Greyer verbringt einen Sommer am Montmatre in Paris und das lokale Fernsehen berichtet, dass nun auf einmal am Montmatre "Bergbilder" verkauft werden. Über eine Begegnung mit Picasso wird in der Zeitung berichtet. Er tauscht Gedanken mit Zenic, Cloqué und Michel Roll aus. Die Begegnungen mit den verschiedenen Malern beeinfusst seine Malerei sehr, und man kann an seiner Malerei diese Epochen gut erkennen.
  Eine Einladung, in Kairo auszustellen, nimmt Ernst Greyer gerne an. Sein Leben verändert sich noch einmal, als er mit 66 Jahren endlich einen Sohn bekommt. Seine dritte Frau konnte ihm dieses Glück schenken. Seine schönsten Bilder entstehen in dieser Zeit, und er widmet sich wieder ganz der Blumenmalerei im altmeisterlichen Stil. Er baut nochmals ein neues Atelier, diesmal direkt an der Kaiserpromenade. Sein Engagement bei Ausstellungen wird 1980 durch eine Goldmedaille bei der internationalen Kunstausstellung in Salsomaggiore/Italien belohnt:
  In den Jahren stellt er auch im Künstlerhaus in Salzburg, in der Wirtschaftskammer oder in Meran/Italien aus.
Die Jubiläumsausstellung im Grand Hotel de ŽlEurope in Bad Gastein war ein voller Erfolg. Nicht nur seine eigenen Bilder fanden großen Anklang, ebenso wie ein auch ein Querschnitt der Galerie, die er in den Jahren zusammen mit seiner Frau zu einem Schmuckstück in Bad Gastein gemacht hatte. Ernst Greyer wird am 30. Oktober 1983 plötzlich aus seinem Schaffen herausgerissen….. aber seine Bilder……..leuchten noch immer………………

Gruber Rudolf "Eine großartige alpinistische Leistung"
2007
  Der Oberzeiringer Gruber Rudolf, beging einst mit Gefährten die außerst schwierige Osteinkante des Großen Ödsteins im Gesäuse. Wer dieses Gebiet kennt weiß dies ganz besonders zu schätzten. Für alle Nichteingeweihten steht diese Fuhre, begangen von Willi End  2002, zur Verfügung. Östeinkante Gruber Rudolf bestieg auch mit Stranimayer Adalbert^ das Matterhorn>. Von Beruf war er selbstständiger Ofensetzer.
 
HAMMER Purgstall Joseph > 2006 
(* 9. Juni 1774 in Graz † 23. November 1856 in Wien) 2006 150. Todesjahr. An der Schwelle zum Orient
Stürze hinab mein Gesang, Wie der erbrausende Waldstrom schäumend über den Felsenhang.
Ode an die Steiermark>
Die Kulturbanausen Mang und Schützenhöfer
  Ein Steierer der Weltliteratur und 2006 ist sein 150. Todesjahr, der Gründer der Akademie der Wissenschaften in Wien und deren 1. Präsident. Ein sanfter Wink mit der Zaunlatte an den amtierenden Präsidenten o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr.h.c.mult. Herbert Mang a.D. und an den ÖVP Kulturrefernten 1. LH Stv. Hermann Schützenhöfer, der nach seinem Watschnen Plattler als schwarzer Missionar am Ho-Chi-Min-Pfad schreitet. (Ho-Chi-Min-Pfad, Bez. für den Hauptnachschubweg der Vietkong Truppen im Vietnamkrieg. Der H. führte durch unwegsames Dschungelgelände im vietnamesischen laotischen kambodschanischen Grenzraum. Er wurde von Hr. Schützenhofer zitiert.)

Der Weg vom Schnorrer zum Stifter ANDROSCH Hannes> 2006
  Er hat sich nun zum Wohltäter gewandelt - er wurde im Jahr 2004 als Stiftung Vorstand zunächst mit einer halben Million Euro in der ÖAW einverleibt. Einst als Generaldirektor der Creditanstalt - lebte er noch von der Jause der Donnerbacher Jäger. "Lieber sind uns die einfachen Leute, denn sie verpfegen sich selbst". Sagten damals die Waidmänner.
   Hammers Werk Verzeichnis scheint virtuell interessanter Weise nur in der 
Berlin- Brandenburgschen Akademie der Wissenschaften auf. Hammer Purgstall ist der Grabnachbar von Lenau> in Weidling bei Klosterneuburg.
  Der Orientalist Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall > 1774-1856 erwarb sich große Verdienste um die Kenntnis des islamischen Orients. Er blieb aber seiner Heimat, der Steiermark, immer verbunden, lebte gerne auf seinem schönen Schloss Hainfeld. Mit seiner Zeitschrift "Fundgruben des Orients" (6 Bände, 1809-18) und seinen nachgestalteten Dichtungen ("Diwan des Hafis", 1812 und andere) erschloss er die mittelalterliche morgenländische Literatur für das Abendland und regte damit auch unter anderem Johann Wolfgang von Goethes "Westöstlichen Diwan" an.
  Im vorliegenden kleinen Sammelband „An der Schwelle zum Orient“ (Stiasny 1957) findet sich sowohl Lyrisches (z. B. Ode an die Steiermark) als auch Episches wie beispielsweise „Die Hexen von Feldbach“, die Schilderung einer Hexenjagd von 1672. Im Schloss Hainfeld hatte der Freiherr, Hofdolmetsch und Diplomat verborgene Akten des Feldbacher Hexenprozesses in alten Chroniken gefunden, welche ihn zu seinem historischen Roman „Die Gallerin auf der Riegersburg“ inspirierten.
 Quelle
KARNER BENEDIK Stefan gelöscht08 Kerkersuppe Steiner Benedik 2005 Ausstellungen^
  "Erlebte Zeit Geschichte u. verschwiegene Gegensätze" 251-267 www.jungetanztage.com (Projektleitung)  www.zeiring.com (Obmann) Alltagsbewältigung in der Steiermark 45-55 (Mitarbeit)  „Austria. a crashcours in 5 stereotypes“ gelöscht08 (a short-film)
Publikationen
  2005: "Leben unter Gegensätzen 1920-80" Gemeinsam mit Walter Steiner^ Historisches Zeiring: 2005. 320 Seiten, zahlreiche Abbildungen. Bestellbar bei office@zeiring.com und im Buchhandel  ^
  2006: Erlebte Zeit, Geschichten und Gegensätze. Kleine Anmerkungen zum Alltagsleben im Oberzeiring des 20. Jahrhunderts. In Walter Brunners^ "Wechselvolle Geschichte Oberzeiring": Eigenverlag der Marktgemeinde 2006. S. 241-275 
  Anmerkung: Als gebürtiger Oberzeiringer ist Benedik über die vielen Brunner Fehler und Verwechlungen, in dieser "Beamten - Makulatur Chronik" gestolpert. Ein Beitrag für eine solche steuergeldlastige fehlerhafte Lektüre ist keine Offenbarung. Eine besondere Feinheit, weder der Bürgermeister noch der Pfarrer als Vorwortschreiber hatten die Verwechslung "Berghaus Steiner mit der Friedhofkirche" registriert.
  2007:
"Der kleinen Dinge langer Atem". Als unbedeutend verstandene Objekte einer Nachkriegs-Sachkultur „kleiner Leute“ und Erzählungen innerhalb einer Atmosphäre des Nicht-Erinnerns. In: Editha Hörandner, Stefan Benedik Karner (Hg.): „Durch die Jahre ist es immer besser geworden“. Alltagsbewältigung in der Steiermark 1945-55. [in Druck]
gelöscht08
Preise und Auszeichnungen
  2000: GPA/Der Standard Preis Chefredakteur der „besten Schülerzeitung Österreichs“ (2000)
  2005: „Innovationspreis — einfach lebendig“ der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 9-Kultur für das Projekt junge! tanz tage stefan benedič karner - texte. keine beispielhaft literatur muss jedenfalls text sein. wie das leben und ein nagel, der über die dünne haut auf meinem handrücken fährt. um den diesbezüglichen wünschen nachzukommen, gibt es jetzt auf der folgenden seite ein paar downloadmöglichkeiten: gelöscht08
Getötete Erinnerungen an ermordete Menschen  gelöscht08
  Wenn wir schon dabei sind, darüber zu sprechen, worüber man schreibt und worüber nicht, dann soll noch eines gesagt sein. Wie wir alle wissen, vergisst man vieles und erinnert sich an manches absichtlich lieber nicht.
  Manchmal geht so mit Menschen auch die Erinnerung an sie verloren. Besonders im letzten Jahrhundert kommt man darum nicht herum. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist eine Geschichte der verschwundenen Menschen. Noch vor wenigen Jahren wurden in Südosteuropa Menschen vertrieben, getötet, und von vielen blieb nicht einmal eine Spur.
  Aus Oberzeiring kann man ähnliche Fälle aus der Zeit fünfzig Jahre davor berichten und es ist vollkommen
unmöglich, über dieses vergangene Jahrhundert zu schreiben, ohne jene Menschen und deren Leiden zu berücksichtigen. Ganz im Gegenteil, nachdem genau jene Geschichten über diese Opfer des Dritten Reichs so lange nicht erzählt wurden, möchte ich mich ihnen hier ganz am Anfang widmen. Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten, die den Wahnsinn der Menschenvernichtung auf die unvergleichliche Spitze getrieben haben, haben auch Zeiringerinnen und Zeiringer sinn- und grundlos ermordet. Das bemerkenswerte daran ist. Von diesen Menschen ist kaum etwas geblieben, kein Grab, keine Geschichte, keine Erinnerung.
  Nehmen wir das Beispiel einer Zeiringerin, Frau Heller, die wohl um die Jahrhundertwende geboren wurde. Wir
kennen sie nur mehr von einem Foto (vgl. SBK01), das sie in der Mitte der „Altsteirer-Tanzgruppe“ zeigt, lächelnd, mit einem Hut auf dem Kopf, „in Tracht“. Die wenigen Bruchstücke, die man davon abgesehen noch von ihrem Leben zusammensetzen kann, sind: Sie lebte mit ihrem Lebensgefährten in Unterzeiring, arbeitete wohl als Hausfrau. Geheiratet haben die beiden nie und während der Zwischenkriegszeit wurde allgemein bekannt, dass Frau Heller eine „Halbjüdin“ sei. Dieser Ausdruck wurde im nationalsozialistischen Rassenwahn für jemanden verwendet, der einen Elternteil „jüdischer Abstammung“ hatte.
  Für Frau Hellers Alltag hatte das
Folgen. In Oberzeiring kam ein Spottlied in Umlauf mit dem sie immer wieder beschimpft wurde. Eine der Textvarianten dieses Liedes lautete: „Salomon der Weise, sprach zu seiner Frau: `Sarah, du hast Läuse, schämst dich nicht, du Sau?`“10 Was von ihrem weiteren Leidensweg noch bekannt ist, ist das Gerücht, dass sie jemand angezeigt hatte und schlussendlich alles, was man aus folgender Aussage lesen kann: „De hab’n sie g’holt. […]
  Von ihr hat man nichts mehr g’hert.“11 Doch auch ein solches Ereignis klingt aus den Mündern verschiedener
Leute ganz unterschiedlich. Manche sagen, jeder sei schockiert gewesen, als die Nachricht vom Abtransport die Runde machte,12 andere wiederum betonen den Spott, dem Frau Heller ausgesetzt war, als sie noch in Zeiring lebte.13 Auch von diesen beiden Seiten betrachtet ist eines klar. Mit nur wenigen Sätzen kann man alles zusammenfassen, was als Erinnerung an diese Frau geblieben ist.
  Mit dem „Verschwinden“ von Frau Heller
verschwand auch ihre Geschichte, weil sie als peinliche, unangenehme Erinnerung verstanden wurde, mit der niemand umgehen konnte. Das führte dazu, dass sich von den Menschen, die neben und mit ihr zu dieser Zeit lebten, niemand mehr an ihren Vornamen erinnern kann. Genauso wie Frau Heller kein Grab hat, an dem man ihren vollen Namen, ihr Geburts- und Todesdatum ablesen kann, gibt es über sie keine Geschichte. Dasselbe kann man über Kinder berichten, die als behindert und nach den NS-Vorstellungen deshalb als „unwertes Leben“ eingestuft wurden. Auch hier gab es einige Fälle in Oberzeiring, und auch darüber sprach niemand mehr ausführlich. Über den Fall eines behinderten Kindes kursierte das Gerücht, dass es der eigene  (unverheiratete) Vater, ein Gendarm, bei der Mutter abholen lassen hätte.14 Doch abgesehen davon existieren nicht die geringsten Hinweise auf die mindestens zwei Oberzeiringer Kinder, die im Nationalsozialismus ermordet wurden. Nur ganz wenige Menschen erinnern sich überhaupt an sie.
  Im Gegensatz dazu wurde im Marktkern von Oberzeiring 1958 ein „Denkmal“ errichtet, das Namen und Kurzdaten
von Männern nennt, die während des Zweiten Weltkriegs als Soldaten der nazideutschen Wehrmacht starben. Viele Angehörige betrachteten dieses „Kriegerdenkmal“ als so etwas wie ein Ersatzgrab, an das man die Erinnerungen an ihre Verwandten knüpfen konnte.15 Für jene Menschen, deren Angehörige als Jüdin oder als behinderte Kinder ermordet wurden, war es undenkbar, ein Ersatzgrab zu verlangen. Die Geschichten dieser Menschen sollten nicht erzählt werden, sie waren selbst für die Verwandten der Opfer peinlich. Aus dem Nationalsozialismus machte man „die Zeit, über die man besser schweigt“ und die Menschen, die von diesem Regime, seinen Helferinnen und Helfern ermordet wurden, wurden zu den „Fällen“, über die man besser schwieg. Nach den Menschen wurden also auch die Erinnerungen an sie getötet.
Sent: Friday, February 16, 2007 9:24 PM Subject: AW: Publizierung Sehr geehrter Herr Mayer, Natürlich können Sie die Materialien gerne verwenden. Danke schön für die Anführung des copyrights und vor allem herzlichen Dank für die lobenden Erwähnungen unserer (meiner) Aktivitäten. Herzliche Grüße aus Prag Stefan Benedik Karner all texts, all pictures, all content  © 2006   stefan benedik karner.
0804 Sehr geehrter Herr Mayer, ich versuche gerade, die Anzahl meiner im Internet genannten Email-Adressen zu reduzieren. Jedes mal, wenn eine Emailadresse offen im Netz auffindbar ist, kann sie gegoogelt werden, was einerseits praktisch ist, leider aber andererseits zu vielen Spam-Mails führt. Nachdem ich inzwischen schon mehrere hunderte solcher Mails täglich bekomme, bitte ich Betreiber von Homepages, auf denen meine Adressen genannt sind, daraus den Klammeraffen @ zu streichen. Ich wäre Ihnen daher auch sehr sehr dankbar, wenn Sie meine oder von mir gewartete Adressen  umändern könnten. Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe und beste Grüße, Ihr Stefan Benedik Karner
S.g.  Hr. Karner,  danke  für Ihr  Mail, dem ich durch die Bezeichnung Mailadresse entsprochen haben. Den unerwünschten Maileingang können nur mehr spezielle Filter, und teilweise auch  kostenfreie Spamfighter, abwehren. Weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße
 
Ideenwettbewerb Preisverleihung
an Stefan Benedik Karner
2005
  Im Rahmen des "Jahres der Steirischen Volkskultur" - eine Initiative des Ressorts Volkskultur unter dem zuständigen Referenten Landeshauptmann Stellvertreter Leopold Schöggl - wurde innerhalb der volkskulturellen Verbände und Institutionen der Ideenwettbewerb "Zukunfts-Werkstatt Volkskultur" ausgeschrieben.
1. Projekt "junge ! tanz tage" (Projektpreis)
Schaffung von Zugangsmöglichkeiten zum Volkstanz für junge Menschen - unter dem Motto "erleben - bewegen - ausprobieren" Landesarbeitsgemeinschaft Volkstanz Steiermark unter Leitung des Vorsitzenden OSR Franz Wolf Projektleiter: Stefan Benedik Karner.

2. "Volkskultur-Datenbank / Volkskultur Verlag" (Anerkennungspreis) Das Internet-Portal für Wissen, Information und Fakten Volkskultur Verlag, Leibnitz Mag. Guido Jaklitsch www.volkskultur.steiermark.at
  Stefan Benedik Karner gewann den Ideenwettbewerb zum Jahr der steirischen Volkskultur mit unkonventionellen Ideen zum Tanzen von Gerald Winter (Kleine Zeitung Steiermark)

"Wir versuchen, Jugendliche anzusprechen, die sonst gar nicht mit Tradition und Tanz in Berührung kommen." So umreißt Stefan Benedik Karner die Idee für sein Projekt "junge tanz tage", das von der Fachjury der "Zukunfts-Werkstatt Volkskultur" diese Woche mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde.
  "Es wird eine Tanzmischkulanz werden", erklärt Karner das unkonventionelle Konzept, das nicht bei allen traditionellen Vereinen auf Zustimmung stößt. Im August findet ein viertägiges Seminar am Grundlsee statt, bei dem Afro-Dance auf Tänze aus Zentraleuropa trifft. Abschließend gibt es einen Musical-Workshop. "Es wird spannend, welche neuen Perspektiven sich daraus ergeben", freut sich der Geschichte - und Volkskunde - Student.

Sozial engagiert
  Der 22-Jährige stellt selbst einige Konventionen auf den Kopf. Als Mitarbeiter der ersten Stunde beim Homeless Worldcup stellt er sein soziales Engagement unter Beweis. Wissenschaftlich arbeitet er in einem Forschungsprojekt unter der Leitung von Editha Hörandner mit, Leiterin des Instituts für Volkskunde und Kulturanthropologie. "Alltagsbewältigung in der Steiermark 1945-55", das heuer auch in Buchform erscheinen soll. Dass Karner den Volkskultur - Preis, der ihm von Landeshauptmann Stellvertreter Leopold Schöggl überreicht wurde, überhaupt zugesprochen bekam, hat ihn überrascht. "Ich spreche lieber vom kreativen Umgang mit Traditionen als von Volkskultur", wehrt sich der gebürtige Oberzeiringer gegen jede politische Vereinnahmung.
 
AUSSTELLUNG 
"Der echte Alltag, damals"
1v12 2005
  Ausschließlich erstmals zu sehendes Material über die "kleinen Leute" zeigt eine Schau zur Nachkriegszeit in Oberzeiring. Aus einem Flugzeugtank haben sich die Bretsteiner Buben einen Schibob gebastelt - und im Sommer wurde das Tankloch einfach zu gestoppelt und schon war das Ding ein Boot am See: Kinderwelten, das Basteln von Spielzeug aus ehemaligem Kriegsmaterial, die dinglich gemachte verdrängte Erinnerung - ein Schwerpunkt der Ausstellung "Durch die Jahre ist es immer besser geworden". Eröffnet wird heute im Pfarrhof Oberzeiring (19.30 Uhr). Auf 120 Quadratmetern Fläche geht es um den steirischen Alltag in der Nachkriegszeit, um Haushalt und Wohnen, um Motor, Kleidung, Freizeit und die damit einhergehende Amerikanisierung.
  "Unser Zugang ist der der kleinen Leute", betont der angehende Historiker Stefan Benedik Karner vom Verein Historisches Zeiring. Die Leute, für die damals das Problem, eine sechsköpfige Familie durchzubringen, dringlicher war als die Frage, wo es eine englische und wo eine russische Besatzung geben werde.

  Probleme also, die in dem Veranstaltungswust anlässlich des Gedenkjahres eher untergehen. Karner: "Deshalb die Alltagskultur-Schau, welche in dieser Form in Österreich einzigartig ist. Gezeigt wird ausschließlich Material, das erstmals zu sehen ist." Fünf Jahre Vorbereitung stecken in der Ausstellung, Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Verein und einer Projektgruppe des Instituts für Volkskunde und Kulturanthropologie der Uni Graz. Starke Basis sind Zeitzeugen-Interviews und Fotos, vor allem die Privatsammlung von Walter Steiner.

  Steiner und Stefan Benedik Karner präsentieren im Zuge der Eröffnung außerdem ihr Buch "Kino, Kur und Kerkersuppe - Leben unter Gegensätzen in Oberzeiring 1920-80" ISBN 3-95020112-1-1 
KZ
 
MADRITSCH ANDERL DER MORD im ZUGTAL 1v6 Mordtatort Zugtal 1999
  Sehr geehrter Herr Steiner, ich hoffe, dass die von mir zu Ihrer freien Verfügung gestellten Unterlagen, zur Erstellung einer Geschichtsaufzeichnung, brauchbar sind. Erwähnenswert wäre noch der ungeklärte Mord an der Bäuerin Abwieser im Zugtal, sie wurde eines Tages mit dem um 180 Grad verdrehten Kopf gefunden. Ihr Anwesen wurde, so wie das der anderen Zugtal Bauern vom Herrschaftsbesitz Neuper einverleibt - einzig allein der Bauer  Hasler vulgo Freitag hat im Zugtal überlebt.
Weiter ist die Begebenheit des Anderl Madritsch, ein Geometer der Grenzverschiebungen zu Gunsten des Großgrundbesitzer Neuper festgestellt hatte, bedeutungsvoll. Er wurde, deshalb von dem für unzurechnungsfähig erklärt, es gelang ihm jedoch immer wieder aus dem Irrenhaus zu entfliehen.
  Er versteckte sich in Oberzeiring im Bergwerk und wurde von der Bevölkerung von Oberzeiring verköstigt. Später wohnte er eine Zeit lang in unseren Gartenhaus und anschließend im EngeIe Turm. Abschließend verweise ich auf die dreibändige Ortschronik des Oberzeiringer Volkshistorikers Josef Steiner Wischenbart^. -Zitiert im Vorwort der Broschüre: Wie's früher war - vom Lehrer Franz Ehrer. Auch der Lehrer Gehbauer hat darüber schon erfolgreich die Feder geschwungen. Zu Ihrem Vorhaben wünsche ich Ihnen viel Erfolg  Buchherausgabe "Leben unter Gegensätzen": Steiner Benedik 2006>
 
MALI Hugo 2008-04-07
  Der Autor: Hugo Mali, geboren 1964 in Oberzeiring / Steiermark, studierte Klarinette, Chorleitung und Instrumentalpädagogik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz sowie Hackbrett bei Prof. K. H. Schickhaus am Linzer Bruckner-Konservatorium.
  Franz Koringer. Leben und Werk VON Hugo Mali Weishaupt Verlag, Gnas, 1. Aufl. 1996 17,5 x 24,5 cm, 144 Seiten (u.a. mit einem Werkverzeichnis), farbiger Schutzumschlag, ca. 80 teils farbige Abb., geb ISBN-10: 3-7059-0032-3 ISBN-13: 978-3-7059-0032-5 Quelle

MELLER Adolf 2008
  Maurer, Schulwart, Mitarbeit beim Bildhauer Wahl Alexander^, lebt in Oberzeiring, Studienfahrten nach Italien. Zeichnungen und Malereien in verschiedenen Techniken. Kooperationen mit Wimmer Walter^
 
Moser Barbara Bild mit Gedicht  DIE KLOUNE KAPÖLLN Maria Schnee Kapelle 1v5 > 2009-07-14
 
Ölzant Franz
1v6 geb. 1934 in Oberzeiring  Altartisch Nikolauskirche
  • 1955-1958 Hochschule für angewandte Kunst in Wien, bei Prof. Hans Knesl
  • 1958-1965 freischaffend in Pfaffenschlag im Waldviertel
  • 1962 Aufenthalt in Berlin bei Hans Hartung
  • 1963-1964 mit dem Institut für klassische Archäologie der Universität Wien als Grabungsteilnehmer in Kleinasien, Fahrten nach Athen und in die Ägäis
  • 1966-1976 Arbeit für den österreischen Bundestheaterverband:in den Jahren 1972-1976 als bildhauerischer Leiter
  • 1980 Würdigungspreis der Stadt Wien
  • 1986 Berufung an die Akademie der bildenden Künste, Wien
  • 1990 Würdigungspreis des Landes Steiermark
"Persönlichkeiten" 2007
  In dem Kapitel, "Bedeutende Persönlichkeiten" der Brunner  Makulatur Chronik^ werden 4 Männer angeführt, Ölzant und Sperl leben noch. Auf 12.5 von den 15 Kapitelseiten wurde die Familiengeschichte Neuper abgeschrieben.
Nachdem Anderl Madritsch Grenzverletzungen feststellte, wurde er vom Neuper ins Irrenhaus abgeschoben^
  Der berühmte geborene Oberzeiringer Gelehrte und Wissenschaftler Tassilo Weihmayer^ wurde nur mit zwei Sätzen erwähnt. Weimayer war auch ein feinfühliger Lyriker und ein Freund des Dichters Robert Hammerling. Gedicht Heimat Oberzeiring>
 
Schöne Saitenblicke Pichlmair Johanna 2009-01-13
  Johanna Pichlmair aus Oberzeiring ist ein echtes Ausnahmetalent an der Geige. Warum, konnte man etwa bei ihrem Duo-Abend überprüfen.  Zur Person, geboren am 18. März 1990 in Judenburg. Geigerin, Musikschule Fohnsdorf, Mozarteum Salzburg. Zahlreiche Preise, u. a. in Povoletto, Görz (I) und Neerpelt (B). Erster Griff zur Geige mit sechs, heute ein großes Versprechen für die Zukunft.
  "Musik ist die Kurzschrift des Gefühls", sagt Leo Tolstoi. Also müsste Johanna Pichlmair eigentlich verflixt gut in Steno sein. Wer die 18-Jährige schon an der Violine gehört hat, weiß: Da vermengen sich Talent und Passion ganz wunderbar.
Pichlmair Johanna 2007-05-08
  Bewerb nicht vergeigt. Eine gute Schule, Talent und Fleiß: Dieser Mix machte Johanna Pichlmair aus Oberzeiring zur Ausnahmegeigerin, die wieder einen Preis holte.
  Wie viele Preise sie bereits eingeheimst hat? "Keine Ahnung, aber es gibt welche von großer und welche von weniger großer Bedeutung", so Johanna Pichlmair. Ein "großer" ging erst dieser Tage wieder an die Ausnahmegeigerin aus Oberzeiring: Sie gewann in Italien einen internationalen Violinwettbewerb in der Kategorie der 15- bis 18-Jährigen.
  17 Jahre ist Johanna jung. Dass sie eines Tages mit Musik ihr Geld verdienen wird, steht so gut wie fest. Die Anfragen von Orchestern, bei denen sie spielen kann, oder von Profis, die sie unterrichten wollen, häufen sich und machen sie klarerweise stolz. Das Angebot etwa, als Solistin beim Salzburger Orchester Pro Musica zu spielen, hat sie natürlich nicht ausgeschlagen.
Wählerisch
  Bei der Wahl ihres künftigen Lehrers ist sie allerdings wählerisch: "Ich werden sicher Musik studieren, muss aber erst den richtigen Lehrer finden." Die Richtige war seit der ersten Stunde Alexandra Rappitsch von der Musikschule Fohnsdorf: "Von ihr habe ich viel gelernt und kann ich sicher noch viel lernen", schwärmt Johanna von ihrer Lehrerin. Aber nicht nur eine gute Schule, auch Talent und Fleiß gehören zu einer Karriere als Profimusiker. Und weder an dem einen noch an dem anderen mangelt es bei Johanna: "An einem normalen Schultag spiele ich nicht mehr als zwei Stunden." In den Ferien ist sie aber "irrsinnig fleißig": "Da spiele ich zwischen vier und acht Stunden."
  Ihre bevorzugten Stilrichtungen sind übrigens virtuose Violinmusik und Klassik a la Beethoven oder Mozart. Kurz zusammengefasst: "Mir gefällt es, wenn es dem Publikum gefällt." Apropos: Am 19. Mai tritt Johanna bei den Seckauer Kulturwochen auf, und zwar mit ihrem Klavierpartner Dimitrij Manelis und Christina Müller, die ebenfalls in der Begabtenklasse von Alexandra Rappitsch ist. Mit dem Sinfonieorchester des Aichfeldes wird sie als Solistin am 5. und 6. Juni in Knittelfeld und Fohnsdorf Beethovens berühmtes Violinkonzert in D-Dur interpretieren.
"Eigener Weg"
  Vorbilder hat Johanna Pichlmair keine: "Ich gehe meinen eigenen Weg und will mich nicht zu sehr beeinflussen lassen." Ihr Spiel beeinflusst allerdings nicht ihre Leistungen in der Schule. Trotz enormer Fehlstunden, etwa aufgrund von Konzertreisen, hatte sie stets eine Vorzug: "Einmal habe ich 300 Stunden in einem Semester gefehlt", lacht sie.
  Übrigens: Wer mehr über Johanna Pichlmair erfahren und genau wissen will, welche und wie viele Preise sie gewonnen hat, erfährt dies unter www.rauscher-kultur.at  KZ  Michaela Fröhlich

SCHOLA CANTORUM und KIRCHENCHOR 2005
Leitung: Maria Freudenschuß, das weitgefächerte Reportoir der Schola Cantorum reicht vom Mittelalter bis in die Neuzeit  
 
Prof. Schwab Günther > 2004-10-07 feierte am 7. Oktober 2004 seinen 100. Geburtstag
Die Leute von Aurali Ein Sittenbild der Vergangenheit von Pusterwald in der Steiermark von Günther Schwab
 
Singgemeinschaft 2008-03-11  
  Gefängnis, rote Herzen und geheime Tränen  (Auszug) "Ausradiert". Der pensionierte Fehringer Schuldirektor Erwin Luckmann schüttelt noch immer den Kopf, wenn er daran denkt, wie er durch die Nazi-Propaganda gelenkt und beeinflusst wurde. "Ich war acht Jahre alt und in der Nacht des 12. März läuteten die Glocken in Oberzeiring. Mit meinem Vater ging ich zum Marktplatz, wo viele Braunhemden herum standen. Zuhause habe ich dann den Vater das letzte Mal weinen gesehen. Er sagte: Jetzt ist Österreich aus der Landkarte ausradiert. Er war ein christlich-sozialer Schuhmacher Meister und musste bereits im April 1938 zu Militär einrücken", erinnerte sich Luckmann mit Tränen in den Augen. KZ
  Singgemeinschaft Oberzeiring Der gemischte Chor besteht seit 1986 und verfügt über 18 Chormitglieder. Die Leitung des sehr erfolgreichen Chores hat Herr OSR Erwin Luckmann. Er wurde in Oberzeiring geboren und war Volksschuldirektor in Fehring, wo er auch seit vielen Jahren schon beheimatet ist. Trotzdem zieht es ihn, vor allem wegen seines Chores, immer wieder in die Heimat zurück. Die Singgemeinschaft Oberzeiring verfügt über ein sehr breit gefächertes Repertoire. Hauptsächlich pflegt der Chor das Volksliedgut. Er singt aber auch gerne bei kirchlichen Veranstaltungen. 1997 entstand eine Weihnachtslieder-CD und ein Jahr darauf eine Volkslied-CD. Die zweite Weihnachtslieder-CD entstand 2000.
  Waltraud Gruber (Sopran) Anni Koini (Sopran) Heidi Pally (Sopran) Elfriede Gruber (Sopran) Lucia Pfandl (Sopran) Hermine Kreuzer (Sopran) Anneliese Graßl (Alt) Renate Schneidl (Alt) Karla Haberl (Alt) Brigitte Kopsche (Alt) Cilli Fruhmann (Alt) Michael Felfer (Tenor) Arnold Krawanja (Tenor) Herwig Leitner (Tenor) Werner Haberl (Bass) Michael Felfer (Bass) Josef Schmidt (Bass) Franz Fruhmann (Bass)

SPERL Gerfried 2007
  Gerfried Sperl, Chefredakteur der Tageszeitung DER STANDARD, erhält den Kurt Vorhofer Preis 2007, teilte Paul Vecsei für die Journalisten Gewerkschaft am Freitag mit. Sperl sei ein "freier, unberechenbarer Geist, der besonders im Jahr des Regierungswechsels Distanz zu den Mächtigen bewiesen hat", begründet die Jury ihre Entscheidung. Die Auszeichnung ist mit 7.200 Euro dotiert und wird am 29. Mai von Bundespräsident Heinz Fischer überreicht.
  Sperls politische Grundhaltung sei "frei von Zynismus", er sei ein Anwalt der Bürgerrechte und der Menschenrechte, so die Vorhofer Preis Jury. Sperl habe auch immer klar gegen die "Verluderung der politischen Sitten" Stellung bezogen.

Seit 1992 geschäftsführender Chefredakteur
  Gerfried Sperl, geboren am 11. Dezember 1941 in Oberzeiring in der Steiermark, begann seine journalistische Laufbahn 1967 bei der "Kleinen Zeitung". 1982 wurde er Chefredakteur der "Südost-Tagespost", nach kurzem Zwischenspiel beim "Kurier" wechselte er in den STANDARD, wo er seit 1992 geschäftsführender Chefredakteur ist. Sperl wird diese Funktion mit 1. Juli dieses Jahres an Alexandra Föderl-Schmid abgeben. Er wird dem STANDARD als Kolumnist erhalten bleiben, die "Montagsgespräche" weiter leiten und dem Verlag als publizistischer Berater zur Verfügung stehen.
  Der Namensgeber des renommierten Preises, der 1995 gestorbene Kurt Vorhofer, war viele Jahre lang stellvertretender Chefredakteur und Leiter des Wien-Büros der "Kleinen Zeitung". Erster Preisträger war im Jahr 1996 Engelbert Washietl ("WirtschaftsBlatt"). Ihm folgten 1997 Katharina Krawagna-Pfeifer (STANDARD), 1998 Karl Danninger ("Oberösterreichische Nachrichten"), 1999 Christoph Kotanko ("Kurier"), im Jahr 2000 Andreas Koller ("Salzburger Nachrichten"), 2001 Armin Thurnher ("Falter"), 2002 Gerhard Marschall ("WirtschaftsBlatt"), 2003 Anneliese Rohrer ("Die Presse"), 2004 Hans Rauscher (Kolumnist bei STANDARD und "Format"), 2005 Florian Klenk ("Falter") und 2006 Antonia Gössinger ("Kleine Zeitung").
  Die Jury: Ilse Brandner-Radinger (Concordia), Hans Haider (Sponsor Verbund), Vorjahrespreisträgerin Antonia Gössinger (Kleine Zeitung), Thomas Götz (Mitveranstalter Kleine Zeitung), Andreas Koller (Salzburger Nachrichten), Hans Rauscher (Standard-Autor) sowie Paul Vecsei und Astrid Zimmermann von der Journalistengewerkschaft, die den Preis vergibt. (APA)  Kommentare  Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen
 
Blick zurück in Liebe
  Mag sein, dass die Steiermark im Vergleich zu den anderen Bundesländern in der Tageszeitung „Der Standard” manchmal etwas überrepräsentiert ist. Der Grund dafür ist simpel: Ihr Chefredakteur, Gerfried Sperl, ist Steirer. Obwohl er seit mehr als zehn Jahren in Wien lebt, verfolgt er die Vorgänge jenseits des Semmerings nach wie vor mit Herzblut, wenn auch ohne Heimweh: „Graz hat den Charakter eines Laboratoriums verloren, die Geschichte hat Graz wieder eingeholt.”, analysiert er trocken die Rückentwicklung vom Zentrum der Avantgarde zur „(spieß-) bürgerlichen Provinzhauptstadt”, die sich in den letzten Jahren vollzogen hat. Tatsächlich hat Sperl als Student wohl die bisher spannendste Epoche nach 1945 in Graz miterlebt und auch mitgestaltet.
  Geboren 1941 in Oberzeiring besuchte er die Mittelschule in Bruck/Mur. Einer seiner Lehrer, der spätere Landesschulinspektor und Landtagsabgeordnete Dr. Hans Steiner, vergatterte die Schüler gern zur Teilnahme an Vorträgen und Diskussionen des Katholischen Bildungswerkes. Unter den Referenten waren Geistesgrößen wie Otto Mauer und Friedrich Heer. Sperl: „Damals hat uns das total angezipft, aber später sind wir darauf gekommen, was wir gelernt haben.” Um sich die Berufsentscheidung weitgehend offen zu lassen, studierte Sperl nach der Matura, 1959, Germanistik und Anglistik: „Hätte ich wie mein Vater, Groß- und Urgroßvater Jus studiert, wäre die Berufswahl zu beschränkt gewesen.” Mehr noch als seine unmittelbaren Studienfächer interessierte ihn allerdings die Philosophie. Er hörte Vorlesungen bei den legendären Professoren Amadeo Silva-Tarouca, der ein Bindeglied zur Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) darstellte, und Georg Jánoska: „Jánoska hat uns mit den marxistischen Richtungen vertraut gemacht, die später die Basis für eine Politik waren, die zum Sturz der kommunistischen Regime geführt hat. Dafür, dass er uns das beigebracht hat, hat man in dem reaktionären Graz einen Philosophieprofessor dieser Güte des Kommunismus verdächtigt. Da sieht man, welche schwachsinnigen Leute damals das Sagen in Graz gehabt haben.” Im kulturellen Bereich sorgte bald Hanns Koren für eine Öffnung nach allen Seiten. An der Universität waren bis in die frühen 60er Jahre die Luken völlig dicht und das nicht nur auf Professorenebene. So gab es etwa ein fixes Abkommen auf bürgerlicher Seite („Wahlblock”), wie die Vorsitze innerhalb der Hochschülerschaft zu verteilen sind: Der Gesamtvorsitz an der Universität Graz ist dem MKV (Mittelschüler Kartellverband) zugestanden, während der CV (Cartellverband) Anspruch auf den Vorsitz an der TU gehabt hätte, wenn dort nicht schon der RFS (Ring Freiheitlicher Studenten) regiert hätte. In diesem Sinne wurden dann auch die einzelnen Fachschaften aufgeteilt, wobei die Fachschaft Philosophie in den Machtbereich der KHG (Katholische Hochschulgemeinde) fiel.
  Als deren Repräsentant wurde Sperl 1961 Vorsitzender der Fachschaft Philosophie und beschloß mit seinen Freunden, die Machenschaften innerhalb der ÖH aufzubrechen: Die Studentenvertretung sollte nicht länger Ebenbild der „großen Politik” sein, die damals ja auch noch fest in den Händen des CV war. Tatsächlich wurde Sperl zwei Jahre später, 1963, zum Gesamtvorsitzenden der ÖH an der Universität Graz gewählt. In dieser Funktion gründete er einen Universitätskindergarten und eine psychotherapeutische Beratungsstelle für Studenten, worauf er heute noch stolz ist. Zwei Mal fuhr er nach Berlin, um mit den dortigen Studentenpolitikern zu diskutieren und ihre Reformüberlegungen auch in das verschlafene Graz einzubringen. Jeden Donnerstag Nachmittag traf sich Sperl mit seinen Freunden in seinem Untermietzimmer in der Goethestraße zum Tee. Theoretisch blieb dabei kein Stein auf dem anderen, auch im privaten Bereich: „Nicht schöne Frauen sind erotisch, sondern gescheite Frauen sind erotisch”, lautete der Paradigmenwechsel, den Sperl auch zu begründen weiß: „Die zu besichtigende schöne Frau wird immer langweiliger, die gescheite Frau wird immer spannender.”

Die „Aktion”
  1965 gründeten die Freunde, zu denen der heutige Grazer ÖVP-Kulturstadtrat Helmut Strobl und Matthias Wabl, Professor für Biochemie in San Francisco, zählten, die „Aktion”. „Links von rechts und rechts von links” lautete die Devise der Gruppe, die dafür verantwortlich ist, dass die Studentenbewegung der späten 60er Jahre nicht ganz spurlos an Graz vorbeigezogen ist: Mädchen wurden in Koffern in Studentenheime geschleust, in denen striktes Besuchsverbot für Frauen herrschte; Gegeninaugurationen mit Klopapierrollen statt Samtteppichen sollten provozieren. Aus den Transistorradios dröhnten die „Stones”, die „Who” oder „The Velvet Underground and Nico”. Herbert Marcuse und Theodor Adorno gehörten zur Pflichtlektüre, Bände aus der „edition suhrkamp” stapelten sich in den Studentenzimmern. Sperl: „Es war eine Gegenbewegung zu den Macherjahren in den 50ern, in denen ja auch gar nichts anderes gemacht werden konnte, als aufzubauen. Dabei ist ein intellektuelles Vakuum entstanden.”
  Eine eigene Studentenzeitschrift, der „Impuls”, wurde gegründet; Hans Preiner, der spätere Erfinder des „Mundl”, fungierte als Chefredakteur, Sperl als Herausgebervertreter; Bernd Schilcher und Helmut Gries („Neue Zeit”) zählten zu den Autoren. 1970, als sich die „Aktion” wieder auflöste, sprach Sperl in seiner „Grabrede” vom „politischen Lumpazivagabundus”. „Im Prinzip” möchte er sich von nichts absetzen, was er damals vertreten habe. Geblieben sei ihm vor allem aber eine Überzeugung, die er inzwischen fast zum Dogma erhoben habe: „Forschung und Kunst sind eine Voraussetzung, damit ein Staat konkurrenzfähig ist.” Ein Angebot der „Deutschen Hochschulzeitung” nach seiner Promotion lehnte er ab, um sich seine ersten journalistischen Sporen bei der „Kleinen Zeitung” (1969 – 1982) zu verdienen. 1982 wechselte er als Chefredakteur zu jener Zeitung, mit der er als Studentenfunktionär ständig auf Kriegsfuß stand: Der „Südost-Tagespost”. Sie siedelte seine „Aktion” einst „östlich von Peking” an. Nach Einstellung des ÖVP-Blattes, 1987, übersiedelte er, nach einem kurzen Zwischenspiel beim „Kurier”, in die Chefredaktion des „Standard”. „Der Zeitungsjournalismus hat das größte Potential, um Aufklärung zu betreiben, daher sind Qualitätszeitungen auch nicht umzubringen”, ist Sperl nach wie vor überzeugt. Graz biete aber keine Plattform für die Herstellung einer Qualitätszeitung.

Herausforderung Ausland
 Er würde heute aber auch nicht mehr in Graz studieren wollen. England sei sein bevorzugtes Land für eine Ausbildung: „Ich glaube, dass die Universitäten im Ausland mehr bieten an Aktualität und ein Klima größerer Herausforderung haben”. Auch bei der Studienwahl würde er heute eine andere Entscheidung treffen, als er es vor 40 Jahren getan hat: „Politische Theorie, oder ein modernes Fach, wie Bioethik, würden mich interessieren”. Rührig wie er ist, erfüllt er sich den Wunsch noch im Seniorenstudium. Quelle (04.02.2006)
SPERL  Gerfried 11.12.1941 Oberzeiring (1.Artikel)
  Journalist. Studierte Anglistik, Germanistik und Philosophie in Graz; gründete mit B. Frankfurter die Studentenbewegung "Aktion". Ab 1968 Journalist bei der "Kleinen Zeitung", 1973-78 Ressortleiter für Außenpolitik, 1978-82 leitender Redakteur. 1982-86 Chefredakteur der Tageszeitung "Süd-Ost Tagespost", 1987-88 stellvertretender Chefredakteur des "Kurier", 1988 Gründungsmitglied der Tageszeitung "Der Standard" und seither Chefredakteur.
Werke: Auf dem Schnee ein Feuer, 1978 (Drehbuch); Steirer Blut ist kein Himbeersaft, 1979 (Drehbuch); Liberalismus gegen Nationalismus, 1993; Gegen den Strich gebaut, 1997.

SPIELFOLCK LIEDERLICH 2004
  In den Gemeindenachrichten nicht berücksichtigt, war ein Konzert in der Elisabethkirche zu dem der Herr Pfarrer Friedrich Schaffer, sozusagen als Hausherr, in den Pfarrnachrichten  eingeladen hatte.  Das Ensemble Liederlich Spielfolck aus Oberzeiring  präsentierte geistliche  und  weltliche  Musik sowie  Gesang  aus sieben Jahrhunderten in 50 Minuten. In den Pausen  wurde die Bedeutung der  Elisabethkirche-Fresken^, die verwendeten Musikinstrumente und der Weg durch sieben Jahrhunderte erläutert.
  Die Kirche war im Altertum der einzige überdachte Raum und deshalb auch eine Stätte der weltlichen Begegnung mit Musik und Tanz. Wie das Konzert in der Elisabethkirche veranschaulichte, können die Katholiken auch heute wieder unter Wahrung der Paradigmen, ihre Gotteshäuser füllen.
  Es war ein künstlerisches wertvolles Konzert und die zahlreichen Zuhörer aus Oberzeiring und der näheren Umgebung haben ihrer Begeisterung durch langen Applaus Ausdruck verliehen. Es war ein Gegensatz zum diesjährigem Theaterfestival bei dem sich der Besuch der Ortseinwohner in sehr engen Grenzen hielt.
 
STOCKER REICHER Hubert 2004 geb. 1963 in Oberzeiring
  Lebt in Salzburg, Studium am Mozarteum, Salzburg, 1984 Teilnahme an den XIX. Internationalen Malerwochen in der Steiermark, Ausstellungen (Auswahl): 1981 Künstlerhaus Graz 1986 Galerie Bleich Rossi, Graz
 
Stranimayer Adalbert
2011-08-13
  Er bestieg zwei mal das Matterhorn> ohne Führer, einmal davon mit Gruber Rudolf^. Das erste mal davon von Zermatt aus, das Geld für die Seilbahn reichte nicht. Er war Bergmann im Sunk Hohentauern, politisch war er Gemeinderat und später Pensionisten Obmann. Ein Draufgänger beim Sport und Bergsteigen jedoch stets ein grundehrlicher Mann mit erstaunlicher, auch im hohen Alter noch, geistlicher und körperlicher Fähigkeit. Ein Bär von einem Mann der abenteuerliche Geschichten aus seiner Jugendzeit erzählen kann. Ich traf ihn heute im Gasthof zum "Grünen Specht", ihm fiel gleich auf dass, ich meinem Pullover verkehrt an hatte, was innen sein sollte war außen. Einst wurde am Marktplatz von der Landjugend ein Maibaum> aufgestellt, das Überwachung Kommando saß im Grünen Specht. Natürlich war das Bestreben dem Brauch, den Gipfel des Maibaumes zu kappen, zu vollziehen. Die Türen des Wirtshauses wurden von außen mit Stricken zugebunden. Als einer versuchte aus dem Fenster zu steigen wurde er mit einer Siphon Flasche bespritzt. Damals war beim Specht noch eine Sodawasser Siphon Flaschen Erzeugung, auf denen man mit einem Hebel den Inhalt heraus spritzen konnte. Inzwischen wurde der Maibaum mit Steigeisen erstiegen und die mit Bändern geschmückte Spitze abgeschnitten.
  Schließlich gelang es der Landjugend die Hintertür aufzubrechen darauf hin entstand, wie auch bei jedem Anlass damals, eine Rauferei bei der auch die damals berühmt berüchtigten alten Jaidl Buben gegen Bertl keine Chance hatten. Bertl  brachte sie ohne große Anstrengung  in die Horizontal Lage und ging dann nach  Hause um zu schlafen, jedoch die Raufereien setzten sich fort. Schließlich weckten die Maibaum Frevler, in ihrer Not, nach einigen Stunden Bertl wieder auf, er erschien in seiner vollen Größe bedrohlich und sprach: "Ihr werdet doch wohl noch einen alten Brauch verstehen", danach war Schluss mit dem Spektakel und alle beruhigten sich. 
 
THILLER Wolfgang "Da Dichta Herbst" 20090327 Volkskulturverlag
  Kategorie: Moderner Heimatroman DA DICHTA Tayring, ein steirisches Dorf, umgeben von Bergen, im Herbst. Das Buch beginnt damit, dass der Gaisberg, wie durch Zauber rot eingefärbt wird, während im Friedhof ein Begräbnis ohne eine Leiche stattfindet.
  Das Buch "DA DICHTA" -Hiabst/ Herbst" ist zweisprachig geschrieben und der erste Teil von vier Büchern, in denen die Heimat der Tyringer, die in Tayring leben ebenso erzählt wird, wie jener, die Tayring verlassen haben, oder, wie der schwarze Pfarrer Bogasso, für die Tayring zu einer neuen Heimat geworden ist.
  DA DICHTA ist eine neue Art von Heimatroman, und versucht gleichzeitig eine Fortsetzung der "stoateirischn" Geschichten von Peter Rosegger zu sein. Es ist der Versuch, Heimat in Sprache zu fassen, die ebenso wie die Menschen Tayrings, in einem steten Wandel leben.
DA DICHTA von Wolfgang Thiller, gebunden im Taschenbuchformat; 184 Seiten Verkaufspreis: EUR 9,90.-
Kann direkt beim Volkskultur Verlag in Leibnitz unter 03452/ 71 1 35 bestellt werden und ist ab Anfang Oktober 2008 im guten steirischen Buchhandel erhältlich.
Wenn....
 Der Holler Mathias ist kein Heiliger gewesen, weil es ja einen Grund hat, dass die Zwillinge der Merk Fritzi den Kopf und die pechschwarzen Haare vom Mathias haben. Da kann die Fritzi noch so scheinheilig dreinschauen, wenn sie mit dem Landesrat über ihren Golfplatz redet, denkt sich der Bürgermeister und ist so in seine Gedanken versunken, dass er die Vizebürgermeisterin im Gemeindeamt vor dem Fenster, das zum Marktplatz hinaus schaut, gar nicht wahrnimmt, obwohl sie ihm die Aussicht auf die drei Heiligen verstellt. Wahrnehmen wird der Bürgermeister aber auf alle Fälle die Schreierei der Winkler Stephanie, wenn aus ihrem Hotel auf seinen Wiesen vor Tayring wegen dem Golfplatz der Merk Fritzi nichts wird.
  Der Bürgermeister lässt die Vizebürgermeisterin und dem Alex im Gemeindeamt zurück, weil er beim Bachwirt schnell ein paar Krügel hinunter schütten muss. Er braucht einen klaren Kopf, und den bekommt er nur vom Biertrinken. Er weiß nicht, vor wem er mehr Angst haben soll: Vor seiner Frau daheim, die ihm das Leben zur Hölle machen wird, wenn er der Kartenabreißerin vom Gloria Kino, wie seine Agnes zur Winkler Stephanie sagt, die Wiesen verkauft, oder vor der Winkler Stephanie, die ihn nie mehr zum  Oktoberfest nach München mitnehmen wird, wenn vor Tayring statt ihrem Hotel ein Golfplatz gebaut wird. Nicht zum Ausdenken, wenn die Winkler Stephanie ihn nicht mehr mögen würde! Das könnte der verliebte Huberbauer nicht ertragen. Und er schaut beim Biertrinken nur auf die Haare der hellblonden Kellnerin, die vor Jahren auf den Mathias und auf den Giacomo gestanden, oder genauer gesagt, unter ihnen gelegen ist.
  Bei der letzten Fahrt zum Oktoberfest ist der Holler Mathias noch dabei gewesen. Und die hellblonde Kellnerin ist auch mitgefahren. Das war ein Spaß! Die Pradlerbuam haben im Reisebus aufgespielt, und der Bassspieler hat über die drei heiligen Steffis Lieder gesungen, über die alle außer der Winkler Stephanie sich vor Lachen gebogen haben.
  "Die Wahrheit ist halt nicht immer zum Lachen", hat der Mathias in der letzten Bank die Stephanie getröstet, bis der Bürgermeister wild geworden ist und den Mathias von der Stephanie verscheucht hat.
  In dieser Zeit hat ganz Tayring über der Merk Fritzi ihre Zwillinge geredet, und dass sie dem Mathias aus dem Gesicht geschnitten sind. Und wenn der Mathias nicht wie seine Mutter verrückt geworden wäre, dann hätte der alte Merk, weil der junge Merk ein Waschlappen ist und sich gegen seine Fritzi nicht durchsetzen kann, dann hätte der alte Merk seine Schwiegertochter mitsamt ihren Zwillingen verjagd, und die Merk Fritzi wäre nicht mehr die Schwiegertochter vom reichen Frächter gewesen und es gäbe keinen Gedanken über einen Golfplatz auf den Wiesen des Huberbauern.
  Und wenn es in seinem Wohnzimmer keinen Fernseher gegeben hätte, dann hätte seine Frau nie die Geschichte von der Straußenzucht in Deutschland gesehen, und es gäbe in seinem Stall keine großen Vögel, und er müsste nicht seine Wiesen verkaufen, weil er sein ganzes Geld wegen der blöden Straußen dem Tierarzt geben muss, denkt sich der Huberbauer und bestellt noch ein Krügel.
  Und hätte die Winkler Stephanie einen Schwanz, dann wäre sie sein bester Freund, denkt er sich. So aber ist die ganze Welt gegen ihn, weiß der Bürgermeister beim vierten Krügel und wird plötzlich ganz ruhig, weil ihm das Herz bis zum Hals schlägt. Er spürt, dass hinter der Friedhofmauer, die aus den Steinen der alten Häuser aus Tayring gebaut worden ist, mit einem Schlag alles vorbei sein könnte. (Auszug)
Miniaturgedichte
48 Seiten, 10,5 x 14,8 cm, Hardcover ISBN: 3-9501534-5-4 Erscheinungstermin: Oktober 2005 Bezug

  Mund-art-Veröffentlichungen auch im "morgenschtern", Wolfgang Thiller wird in Fachkreisen als H.C. Artmann der steirischen. Mundartdichtung bezeichnet. Wolfgang Thiller wurde am 20. August 1955 im steirischen Oberzeiring geboren, verheiratet,  zwei Kinder. Vertragsbediensteter und lebt seit seinem 22zigsten Lebensjahr in Wien. Das urbane Leben wirft für ihn ein neues Licht auf seinen steirischen Heimatschatten. Nach dem Tod seiner Eltern begann in ihm ein Prozeß der Erinnerung zu reifen, der seinen schriftlichen Niederschlag in Form dieses Büchleins fand. „Nichts ist sinnlicher, nichts ehrlicher als die Mundart“, so Wolfgang Thiller.
HOAMAD

hintad beag
wiads toi
eing und schmoi
und weata
broad und waid
hintad beag

im hirbscht is da wind koit
im winta sand weg häu
im fruijoa biagn si di biakn
und im summa schwizn die ualauba

hintad beag
is oias a lug
auf da hintasaitn
fan hochoitoa
is da guidane tabanakl
faschtabt
is ois a lug hintad beag.

di guat gschtouchane sau
di dam daumpfn
im droug
untan schedl schtet
da kibl bluat
driba di sau
aufgschpaunt
wia da heagout
nua fakeat
du ripm blaunk
fan fleischamesa
di leba glaunzat
wia a bochschta
di keitn fui boaschtn
lign im hasn wosa
*
da fleischa luisl
schlukt a schtampal oubstla
auf
di
guat
gschtouchane
sau

WAHL Alexander 1v371910 - 1994
  Geboren 1910 in Berlin, lebte und arbeitete in St. Oswald, Möderbrugg in der Probstei^, gestorben 1994, 1933-37 Akademie der bildenden Künste Wien, Bildhauer, Grafiker, 1959 Kunstförderungspreis der Stadt Graz, Ausstellungen (Auswahl): 1948 Neue Galerie Linz, 1956 Joanneum Ecksaal, Graz.
  03.08.1961: Wieder Plastiken Ausstellung im Stadtpark. Ein Querschnitt durch das Schaffen der Wiener Bildhauer der diesjährigen Plastiken Ausstellung im Stadtpark, die heute eröffnet wurde, zeigen 17 Wiener Bildhauer ihre neuesten Schöpfungen, von denen die meisten im Auftrag der Gemeinde Wien entstanden sind. Die Ausstellung zeigt u.a. Werke von Wander Bertoni, Oskar Bottoli, Gertrude Fronius, Heinz Leinfellner, Hilde Uray, Alexander Wahl.
WEYHMAYR Thassilo 1825 - 1874 > > Bedeutende Persönlichkeiten von ^ 20101021
1v4 Weymayr Touren-Gedicht in Hexameter
HEIMAT OBERZEIRING
 
Mich zieht es fort in´s Alpental
Zu den Bergen, sturmumsaust,
Wo der Vögel lust´ger Schall,
Wo der Gießbach schäumt und braust.

Ihr Alpentriften im Sonnenglanz,
Wo reinere Lüfte weh´n,
Beschneite Felsen, gereiht im Kranz:
Oh könnt ich euch wieder seh´n!
am Gipfel 19870207<13> 19870418<14>
  Von Tassilo Weymayr 21.03.1825-21.06.1874, geboren in Oberzeiring, bekannt seine freiheitlichen Gedichte und durch die Topographi Admonts, Wissenschaftsprofessor und Freund Robert Hammerlings Sein Nachlass ist im Stiftsarchiv Admont

  4.Ad Ober-Zeyring. Am 21.März 1825 wurde dem Zeyringer Syndicer Weyhmayr im Rathhause daselbst ein Sohn geboren, welcher in der Taufe  den Namen Josef Franz de Paula erhielt. Derselbe studierte an den Gymnasien zu Judenburg und Graz mit glänzenden Erfolge, trat am 31.August 1844 in das Noviziat in Admont, woselbst er den Klosternamen Tassilo erhielt und feierte am 4.Juni 1948 die Profess. In den Jahren  1848-1860 war P. Tasillo Präfect und Lehrer der stiftischen Sängerknaben, fungierte 1860-1873 als Professor am (I.) Staatsgymnasium in Graz, kehrte dann in das Stift  zurück, wo er am 21.Juli 1874 eine reiche Bibliothek, sowie eine interessante Mineraliensammlung hinterlassend starb.
Weymayr war in erster Linie Naturfreund und Naturforscher u. zw. vorzüglich Botaniker und Etmologe, dann aber auch Dichter und Kenner der altclassischen wie der modernen Literatur. Er war Mitglied des Historischen und Naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermark und der  k.k. Landwirtschafts-Gesellschaft.
Im Drucke  erschienen von ihm:
a) "Versuch einer Topographie des Admonterthales und Fuchs", Kurzgefasste Geschichte des Benedictiner-Stiftes Admont Graz 1859;
b) "Über leuchtende Thiere" (Grazer Gymnasial-Programm, 1861);
c) "Die Gefässpflanzen der U
mgebung von Graz" (daselbst 1867-1868); "Der Tourist in Admont", historisch - topographische Skizze, Wien 1873.
Quelle "Die eherne Mark" eine Wanderung durch das steirische Oberland. Ferdinand Krauss Graz Leykam 1892-97 Band 1.
  
  20101022 Lieber Bruno, dass du auf Pater Thassilo Weymayr gestoßen bist, freut mich. Seine Topographie des Admontthales (In: Gregor Fuchs, Kurzgefaßte Geschichte des Benedictiner-Stiftes Admont. Graz 1859) benutze ich öfters. Weimayrs "Tourist in Admont" 1873 steht bei mir.
  Im Nachlass Weymayrs gibts ein köstliches Gedicht, einen Auszug daraus habe ich vor Jahrzehnten (1988) im Artikel "Das Stift Admont und die Anfänge des Gesäusetourismus" (In: Berg 88, Alpenvereinsjahrbuch, Zeitschrift Band 112) veröffentlicht. Foto von den Seiten 58/59 anbei. Ein Tourenbericht in Hexametern! Die Gedichte sind in meinen Augen weniger "freiheitlich", sondern viel mehr vom freundlichen humanistisch-wissenschaftlichen Geist der damaligen Admonter Professorenschaft getragen. Ich nenne diese geistig regen Männer des 19. Jahrhunderts "Geistliche mit Botanisierbüchse und Nagelschuh". Von ihren Leistungen als Gesäuse - Erschließer handelt mein Artikel. (Auch in den Gesäuse - Pionieren 2008 sind den Patres Muchar, Kreil, Weymayr und Strobl je ein Kapitel gewidmet. Pater Thassilo Weymayr auf S. 55-58. Manuskript anbei.) Liebe Grüße aus Admont Sepp Hasitschka
>

  20090810 johann.tomaschek@stiftadmont.at Sehr geehrter Herr Mayer, ich habe Ihre Anfrage mit Interesse zur Kenntnis genommen, sehe mich aber aus Zeitgründen außerstande, Ihnen die erbetene "für Wikipedia verwendbare Auskunft" über P. Tassilo Weimayr zu übermitteln. Um ein zutreffendes geistiges Profil dieses vielseitig interessierten und versierten Ordensmannes zu skizzieren, wären aufwändige Recherchen in seinem handschriftlichen Nachlass und in seiner etwa 4.000 Bände umfassenden (nun in unserer Stiftsbibliothek befindlichen Büchersammlung) erforderlich.
 Die wichtigsten bio-bibliographischen Daten finden Sie übrigens in der folgenden Publikation: Scriptores Ordinis S. Benedict, qui 1750-1880 fuerunt in Imperio Austriaco-Hungarico, Wien 1881, S. 509f.
 Ich lade Sie aber gerne ein, selbst einmal (nach vorheriger Terminvereinbarung) hierher nach Admont zu kommen und in den archivalischen wie auch in den bibliothekarischen Nachlass des P. Tassilo Einblick zu nehmen.
 Dass Weymair (er selbst hat seinen Namen auch "Weimaier" und "Weymayr" geschrieben) wegen seiner "freiheitlichen Gedichte" bekannt geworden sei, ist mir neu. Von diesen Gedichten ist ja kaum etwas in Druck erschienen. Auch wusste ich bisher nicht, dass er ein Freund von Robert Hamerling gewesen sei (in dessen Autobiographie "Stationen meiner Lebenspilgerschaft" kommt sein Name jedenfalls nicht vor).
 Ich bedaure, Ihnen keine ausführliche Auskunft übermitteln zu können, hoffe aber, dass auch die oben stehenden Mitteilungen für Sie von Interesse sind und verbleibe mit freundlichem Gruß aus Admont Dr. Johann Tomaschek Stiftsarchivar und -Bibliothekar.
Der berühmte geborene Oberzeiringer Gelehrte und Wissenschaftler Tassilo Weihmayer^ wurde in der Ortschronik nur mit zwei Sätzen erwähnt. Weimayer war auch ein feinfühliger Lyriker und ein Freund des Dichters Robert Hammerling. Gedicht Heimat Oberzeiring>

Brunners Zeiringer Chronik: Am 21.März 1825 wurde in Oberzeiring der berühmte Admonter Gelehrte Tassilo Weymayr, bekannt durch seine Tpographie Admonts, seine freiheitlichen Gedichte und seine "ersprießlichen wissenschaftlichen Tätigkeiten als Professor und Freund Hammerlings", geboren. Er starb am 21.Juli 1874. Sein Nachlass befindet sich im Stiftsarchiv Admont. Quelle: Josef Steiner Wischenbart. Gedenkschrift Gewerken Neuper in Unterzeiring (1906) 44.
 
WIESNEGGER Johann >> alias  Hans Geiger ~ 70 x Grimming, 1 x am Kilimandscharo 20040722
 
WIMMER Walter 2005 > Im Perpetuam Memorian das Gesetz der Ewigkeit 
 
WISCHENBART STEINER Josef 1v7 1876 - 1948 >
1.) DER TAUERN 2010-10-31 1.1) Wischenbart Habering 2.) Heimat Oberzeiring 2004
Beiträge zur Kultur- und Heimatgeschichte Hohentauerns Herausgeber: Dr. Alois Leitner, 8785 Hohentauern 23. Nr. 61-Okt.2010
Josef Steiner  Wischenbart und seine erste Reise über den Tauern.
  Einleitung: Wie wir alle wissen, geschieht die Wahrnehmung geographischer Regionen stets aus dem Blickwinkel des Betrachters, dessen Herkunft und dessen Wissenstands heraus.
  Hohentauern wurde in den Ausgaben „Der Tauern“ bereits aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Vielfach aus historischer Sicht. Es sind aber auch Menschen zu Wort gekommen, die ihre Lebensgeschichte, ihr Dasein in Hohentauern erzählt haben.
  In der heutigen Ausgabe soll der blick auf Hohentauern  aus der Sicht eines „Volksliteraten“ eines geborenen Zeiringers wiedergegeben werden.
  Josef Steiner - Wischenbart, 1895 als Sohn eines Gebirgsbauern im Zeiringgraben geboren, schildert neben seiner Vorstellung „vom Tauern“ auch seine Reise von Oberzeiring nach Hohentauern als neunjähriger Bub.
  Josef Steiner fügte den Vulgonamen seines Großvaters, auf dessen Hof er aufwuchs und für dessen Weiterführung er bestimmt war, nämlich Wischenbart, als eine Art Künstlername dem Namen Steiner hinzu. Bei Steiner  Wischenbart zeichnete sich bereits in seiner frühen Kindheit ein größeres Interesse an Literatur, als an bäuerlicher Arbeit ab. Erzählungen über „frühere Zeiten“ faszinierten ihn ebenso, wie auf Baumwipfeln zu steigen, um eine ausgedehntere sicht zu bekommen und über den Talrand schauen zu können. Steiner  Wischenbart wollte mehr als nur das leben in seiner Heimatgemeinde kennen lernen. Es ist bekannt, dass er als achtjähriger bereits Kalendergeschichten vorlesen konnte, später kleine Geschichten verfasste, welche in der Schule als „Wochenschrift“ dargeboten wurden.
  Obwohl Wischenbart seinen Großvater als liebens- und strebenswerten Menschen beschreibt und dieser auch dafür gesorgt haben soll, dass er zu Lesestoff kam, so schien ihm doch seine Herkunft und das damit zusammenhängende geringe Verständnis für „derart unnütze Dinge“ wie beispielsweise das Schreiben, für seine weitere literarische Entwicklung nicht gerade förderlich gewesen zu sein, meinte doch der Großvater: „Schreiben ist dein größter Schaden“.
  In Steiner - Wischenbarts Künstlerleben gab es zwar einige „Hochs“ meist jedoch erzielte er nicht den gewünschten Erfolg. Ähnlich erging es ihm bei den Versuchen einen geeigneten „Brotberuf“ zu finden.
  Dass er als alpenländischer Volksschriftsteller dennoch nicht unbedeutend war, zeigt sich daran, das ihm zu seinem 25. Schriftsteller-Jubiläum eine Gedenkschrift gewidmet, und seine Geschichte über „den Tauern“  im „S’ Judenburger G’läut“ veröffentlicht wurde.
  Die Geschichte Wischenbarts über „den Tauern“ soll hier nun unverändert wiedergegeben werden. Zum einem, um die volksübliche Sprache zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu veranschaulichen und zum anderen, um Wischenbarts Authentzität zu gewährleisten.
Meine erste Reise über den Rottenmanner Tauern
Eine Humoreske aus dem obersteirischen Volksleben von Josef Steiner - Wischenbart
  Über den Tauern fahren heißt im Pölstal soviel, als den heiligen Ulrich anrufen. Weil aber auch dieser Ausdruck nicht überall landläufig ist, so muß ich schon heraus mit der Geschichte, wie ich das erste Mal über den Rauern fuhr und dennoch den heiligen Ulrich nicht anrief, weil er woanders zu tun hatte.
  Schon als ich noch ein kleiner Knirps war, besuchte ich hoch droben auf dem Haberingberg in lederner Hose bisweilen die Baumwipfeln, um die Geiernester „auszunehmen“, von wo ich auch einen großartigen Überblick über das Murtal von Scheifling bis Knittelfeld und über das ganze Pölstal und auf den romantischen Rottenmanner Tauern hatte. Abends saß ich dann oft ruhig und dennoch gespannt auf dem Fußschemmel meiner Tante, der „Moiz“, wenn sie das eckige „Kindergedicht“ mir und meiner Ziehschwester, der viel braveren „Darnfranza-Luisl“ vordeklamierte:

Bauer, du, steh früah auf!
Treib ma Ochs’n und Küah aus,
Treib ma’s übern Tauern,
Komm# ma zu ein’ Bauern,
Den Bauern geb’n ma a Kuah.
Die Kuah gibt uns Milch,
Die Mich gibt uns Rahm,
D’ Rahm gibt uns Butter,
D’ Butter gib i’n Kaiser,
Der Kaiser gibt und Ross’ und Koglwog’n,
Daß ma alli kinnen d’n Himmel foh(r)n.
Bua, das wär lustig! Zuerst über den Tauern und dann in den Himmel“. Die Augen der Kinder leuchteten.

  Obwohl ich ganz nahe am Tauern aufgewachsen bin und wir derselben mit seinen gigantischen Felsen und dem engen Passe bei Hohentauern täglich sahen, so gab es doch stets neue, wunderliche dinge von demselben zu hören. Wir waren halt im Pölstale zu wenig mit den Leuten „enters Tauern“ bekannt, höchstens, dass einer  oder eine über das Reitereck, Pustereck oder Mittereck usw. nach Oppenberg wallfahren ging oder gar ein Bessersituierter eine „Buß“ machte nach Frauenberg, wobei er auch viel vom Stift Admont, wo der Teufel in Gestalt eines Wilderers aufgehängt wär’ und von der Stiftswirtschaft Kaiserau und dem Lichtmeßberg erzählte.  Die Palt’n, hieß es oft, rinne bei Trieben Hinauf, d.h. aufwärts. Das ganze Ennstal sei moosig und voll Frösch’ und kropfige Leut! Sie täten dort auch so merkwürdig reden, die Ennstaler, die „Enterstaurer so abg’schupft“, und dann beim Arbeiten – U! Jesas! Wie diese arbeiten! Ganz anders, wie unsere Bauern. All’s tun sie „hiffeln“ (auf Stangen hängen) nau jo  – weils moosig ist. Und die vielen „Heuschupfen!“ Ganz Wien hat nit soviel „Heuschupfen“, als die Bauern „enters Tauern“. Zu was soviel „Heuschupfen“? Nau jo, weil’s Ennstal und s’Paltental nit einem Herrn gehört und alles zerstückelt ist, freilich auch so wie bei uns. Der „Palsenhans“ war einmal auf Kirchfahrt in Oppenberg und da hat er „Mittereck“ gesehen. Der erzählte ganz anders. Dort – in Mittereck – sei es so „stücklig“ (steil), dass die Leut’ nur mit dem „Darnrad“ (Pflug mit einem Rad) umbauen könnten und ein Gehilfe immer das „Dan-Radl“ hinauf halten müsse. Der Bauer “trage beim Ackern immer drei, vier Furchen an“ und es würde trotzdem nur eine Furche, das heißt, wenn kein Stein drin ist, der den „Adelmann“ auswirft. Ist ein solcher vorhanden, so schreit der „Adelmann“ (Ackersmann) dem Fuhrmann zu: „Zuichi! (hinzu) Zuichi! Sappra! Zuichi!“ So „stücklig“ wär’s bei uns nicht. – Sonst wären die Läut’ „enters Tauern“ recht lustig und täten schön singen. Sie hätten schöne Ross’, besonders in Liezen und „Wirscha“ (Wörschach) und auch schöne Dirndln. – Halt! – die hat der Fröstl Rochus bei Kirchenfahrten erspäht. Es wäre also im Ennstal nicht viel los: „Schöne Ross’ und schöne Diandla hätten wir im Pölstal auch und dazu wäre es da nicht zu moosig“ und nicht zu „stücklig“.
  Auch über den Tauern selbst wußte man so manches schöne und „schiache“. Der „Pfarrer vom Tauern“ sei einst vom Gottvater angeschrien worden: „Du Pfarrer vom Tauern! Wo sind deine Bauern!?“, worauf der Pfarrer, nicht verlegen, sofort antwortete: „Herrgott im Himmel – da sind meine Leutl“ – und er zeigte auf seine Gemeinde. „Na, so schlimm sollte auch ein Pfarrer nicht sein“, meinte einmal ein Knecht, als es auch, als der Alpensturm den übergroßen „Regnerstadl“ (beim Tauernwirt in Hohentauern) „abdeckte“ und später eine Schneelawine die „Lacknerhütt’n“ herunter trug. Man konnte nicht wissen, ob nicht das  zweite mal eine solche Katastrophe kommen oder ausbleiben könnte und man baute schnell wieder einen Stadl und eine Hütte an der früheren Stelle. Ja, das wütende Element hat am Tauern oft genug verheerend gewirkt; äußerst beschwerlich ist die Arbeit, sehr klein das Erträgnis des Feldes. Dafür aber läuten im Sommer überall die Viehglocken und im Winter eilt der geschäftige „Futterer“ von Krippe zu Krippe, denn die Stallungen sind voll und die Viehpreise nicht schlecht. Auf der breiten, weißen Tauernstraße treiben die oberösterreichischen und böhmischen Viehhändler usw. große Scharen Ochsen einher. Sie bringen Geld ins Land (wenn sie auch nicht mehr so flink auszahlen, wie ehdem) und ersetzen den vor Bahnzeiten über den Tauern herrschenden Salzfuhrmann und den zu Eisenzeiten überall gerne gesehenen „Kohlführer“.
  Noch heute erzählt das Volk manches Interessante von den Salzfuhrleuten, die wie die Grafen vier-, sechs- und achtspännig fuhren und vor welchen sich die Gastwirte am Tore tief beugten, welche Taler rollen ließen, dass einem beim Zusehen schwindelig wurde. Der „Schneepoldl“ galt auch bei den zwei Dutzenden Gasthäusern von Möderbruck bis Trieben als der reichste und nobelste Salzführer. Aber auch die „Stangenreiter“ hatten „Schab“ und manche Maid war ihnen zugetan.
  Wo sind die Zeiten, als noch die Römer den Weg über den Tauern fanden und eisenbeschlagene Männer die breite Heerstraße über die „Schulterhöhe austraten? Wann und warum ist das Zeiringer Silberbergwerk versunken und warum verschwunden jene Karren mit Silberbarren, die der mächtige Prälat von Admont, Heinrich II., von Zeiring nach Admont hinüber fahren ließ? Verschwunden sind auch jene Tage, als Rudolf von Habsburg, Rudolf IV., der Stifter, Maximilian I., der letzte Ritter und dann Erzherzog Karl von Steiermark mit prächtigem Trosse über den Tauern zogen. Dann als die Salz- und Kohlführer die Tauernstraße belebten, entstanden die zahlreichen großen Gasthöfe, z.B. „Jaudas“, „Lackwirt“, „Mohrenwirt“, „Grieswirt“, „Seppwirt“, „Unterwirt“, „Tauernwirt“ usw..
  So erzählte man uns manch farbenprächtiges Märchen vom Tauern und was sich alles darauf zugetragen, auch von der neueren Zeit: „Die Protestanten am Tauern hätten vom Kaiser Josef das Erlaubnis erhalten, eine Kirche zu erbauen, aber sie wollten auch einen Turm und darin Glocken“. „Nein“, sprach Kaiser Josef, „Glocken könnt ihr haben, aber gläserne mit eisernen Klacheln“. – Zwischen dem Griesstein und seinem stolzen Nachbar sei vor nicht langer Zeit das „wilde Gjoard“ herunter gefahren. Dabei hätte man die Stimme jenes Hausierers gehört, dem das Sterben da droben am Tauern so leicht und rasch ging. Er habe dort, wo die Straße von Hohentauern gegen den „Brodjaga“ ziemlich jäh abfällt, mit seiner schweren Kraxe ausgeschnauft, uns zwar sei dort an der Straße ein schwerbeladener Holzwagen gestanden, den die Fuhrleute bis auf den anderen Tag stehen lassen wollten. Der Hausierer habe seinen Stock unter die Deichsel dieses Holzwagen gestellt und die Kraxe, noch am Buckel hängend, auf die Deichsel gestützt. Dabei sei er mit der Kraxe an der Stange hängen geblieben und als er wieder gehen wollte, habe er an der Deichsel einen Ruck gemacht, das schwere Fuhrwerk sei von selbst in Gang gekommen, habe in rasender Eile den armen Hausierer mitgeschleift und Fuhre und Hausierer seien zerschmettert „enters Tauern“ gelegen.
  Zahlreich sind auch Wilderergeschichten am Rottenmanner Tauern. Gibt es doch hier eine erkleckliche Zahl von Gemsen zu jagen. Auch Mordtaten finden sich in der friedlichen Almgegend. Erst vor 20 Jahren wurde der vulgo „Weingruber“ ermordet. Und wer weiß noch von der Ermordung des „Lorelolomannls“ auf dem Rosenkogel?
  Haben schon die majestätischen Alpen in mir die Sehnsucht wachgerufen, einmal dieselben zu besuchen und nahm mich schon nach dem bereits Erzählten die Phantasie so gefangen, dass ich auf jedem Fall über und „enters“ des Tauern wollte, um alles das zu sehen und an Ort und Stelle hören, am wunderschönen Niederen Tauern, so war schier meine Freude unbegrenzt, als ich – neun Jahre alt – vom Großvater die Erlaubnis erhielt, über den Tauern zu reisen. Diese Erlaubnis kam ganz unerwartet.
  Mein Großvater, ein vermögender Bauer im Zugtale, weitum bekannt als der „Freitagbauer“, hatte immer wertvolle Ochsen und diese waren mit Recht, sein Stolz, seine Freude, sein Vermögen. Nicht ungern kamen die „Österreicher“ (oberösterreichische Viehhändler) zu ihm, z.B der Heißmann, der Kopeneder, der Mauritner, der Halm, der Bachhauser usw. Aber der Handel um die runden Ochsen ging meist zu langsam, denn mein Großvater – er hatte ganz recht – ließ nicht gern einen Gulden nach und die Viehhändler waren trocken, wie das bauchige leder ihrer fuchsroten Brieftaschen. Aber dann wenn der Handel abgeschlossen war und lautes patschen und klatschen verriet, daß soeben etwas rechtskräftig geworden war, dann – begann mein Herz im Leib zu hüpfen, denn ich durfte regelmäßig beim „Ochsenstellen“ nach Möderbruck den Großvater begleiten. Es war nämlich Sitte, dass jeder Bauer selbst das verkaufte Vieh zu einem bestimmten Gasthaus, meist in Möderbruck an der Tauernstraße, in einigen Tagen zu „stellen“ hatte, wo es der Händler übernahm und den Rest des Kaufschillings auszahlte. Auf ein paar Liter Wein und das obligate „Bratl“ durfte es dem Viehhändler dort nicht ankommen.
  In Möderbruck fand man damals wohl auch häufig den „Gottvater“ des Bezirkes (richtig: den Großgrundbesitzer Alphons Schmoll), der es liebte, mit überlauter Stimme die zahlreichen Ochsenhändler zu leiten.
  Diesmal war es der Händler Heißmann aus der Gegend von „Kirdorf“ (Kirchdorf in Oberösterreich), der meinem Großvater ein paar schöne Murbodner2 abgekauft hatte und welche am nächsten Montag zum Gasthofe „Lackwirt“ in Möderbruck zu „stellen“ waren. Es war Herbst und der Hafer war schon im Stadel. Das ist die beste Zeit zum „Ochsenstellen“. Bals waren wir mit den Ochsen auf der Straße, denn, wisset, des Großvaters haus stand mindestens so hoch als zehn Zeiringer Kirchtürme über der Talsohle. Die Öchslein waren nur lose mit einem „Prügeljoche“ aneinandergebunden und benahmen sich bei der Abreise sehr würdig und anständig. Ich hatte das wichtige Amt eines „Antreibers“, der immer wieder schrie: „Hüa, hüa, Mannl!“, „Hüa, Bam-Liaz!, 2Hüa Bam!“ Mit der Peitsche durfte man nicht antreiben, denn die Ochsen mussten ohne „Striche“ bleiben, sauber wie ein Ei und auch nicht schwitzig.
  Als wir zum „Lackwirt“ kamen, waren schon genug Bauern mit Ochsen da. Man braucht nicht überall der erste zu sein. Würdig durchschritt der Viehhändler, ein kleines, lustiges Männchen, die Reihen, musterte mit Kennerblick die gekauften Ochsen, schnitt wohl hie und da mit einer kleinen Schere ein „H“ auf dem Rücken der Rinder in die Haare ein, bekrittelte dort und da die langen Klauen, weil das weite Gehen der Tiere dadurch erschwert sei und auch die langen Schweifbüscheln, welche gewöhnlich die Viehtreiber, meist blutarme Strolche, sogleich abschnitten und verkauften. Auch Materialisten!
  Aber auch die Bauern unter sich waren in lebhaften Verkehr. Es galt ja, wieder jüngere Ochsen anzukaufen und für den „Österreicher“ zu züchten. Bei dieser Gelegenheit erfuhr man alles Getier im ganzen Bezirke, wie es aussah und wie teuer der Besitzer damit war. Man beschrieb z.B. damals den Ochsen: „schöa (schön) kopfad, schöa rotschopfad, schöa blaßlad (schwarz gestreift an dem Maule oder mit einem breiteren weißen Streifen über den Nasenrücken), schöa kropfad (mit dickem Hals), schöa brustad (mit breiter Brust), schöa aufg’stellt (hinten hochschößig), schöa zoachied (gekennzeichnet, mit Merkmalen der Murbodener Rasse: schwarze Hornspitzen, schwarzer Schweifbüschel, schwarze klauen und schwarzgeteiltes „blaßlad’s“ Maul). Man fragt auch gerne, ob die Terzen (junge Ochsen) schon gebrochen hätten; man meint damit das Brechen der ersten Zähne. Da erfährt man untrügsam das Alter. Interessant ist’s auch, wie die Tiere geschätzt wurden. „Was kosten’s?“ „Fuchzg“ u.a. Man meint damit: Dreihundertfünfzig Gulden. Seltener schätzt man „Fuchsz zu drei!“ (zu dreihundert Gulden). „Oha!“ heißt es oft verbessernt, „Fuchzg zu zwoa!“ (zu zweihundert). – Man will nicht schnell heraus mit dem Preise, um früher schnell noch zu erwägen, wie heute die Preise stehen und was der Händler überhaupt heute sagt. „Fahr’ ma ab, es is schoan zölfi!“ sagt der Baueran einem Markttag zu seinem „Ochsenbuam“, wenn er bis Mittag nicht verkaufen konnte.
  Also gab es auch diesmal beim Lackwirt viel Gespräch um die ochsen und über dieselben. Der Viehhändler zahlte protzig aus; die Bauern steckten nachdenkend die volle Brieftasche ein. Der Wirt eilte geschäftig mit der Literflasche hin und her; in der Küche „prastelte“ das „Bratl“. Nicht selten ging nach dem „Ochsenstellen“ mancher später heim und zählte an den großen, silbernen Westenknöpfen, die nachträglich in kleinerer Form den hübschen Titel „Rokitanskyknöpfe“ erhielten: „Bin i’s? – Bin is net!“ – „Bin i’s!“ (drinnen im Straßengraben.)
  Der Steiner in Zeiringgraben, zeitlang ein lustiger Bauer, sang wohl auch manchmal:

Gams und die Reh – holadie,
Kemmen schoa he – zum Stoaner in Grob’n
Und a schea’s Weib – lusti valeib,
Und scheani Ouchs’n hei – das muaß ma hob’n“.

  Der Händler trieb seine 30 bis 40 Ochsen noch am selben Abend  vom „Lackwirt“ weiter. Heute hatte er noch Hohentauern als Reiseziel. Aber es fehlte ihm heute an „Treibern“ und so schrie er: „Wer gibt sein Buam mit bis am Tauern? – einen Gulden – und d’Jaus’n – und
`s Übernachten – das zahl ich! – Die Peitsch’n selber mitbringa!“ Ich sah den Großvater begierlich an: Da wär die schönste Gelegenheit, einmal auf den Tauern zu kommen und dabei einen Gulden zu verdienen. Beherzt lispelte ich dem Großvater diesen Gedanken ins Ohr: „Aber du bist noch zu schwach ; Hohentauern ist fünf Stunden von Möderbruck entfernt. Du bist nocha kloaner Knäufl (Knirps) und kannst nix dermaunln“. („Nauln“ heißt das unbeholfene Gehen der Kinder). Ich blickte verschämt zu meinen kurzen Füßen hinab. Ich war, wie gesagt, ja erst neun Jahre alt. Ich hatte den Mut und in der nächsten Viertelstunde ging ich hinter dem großem Schock Ochsen einher (Großvater hatte es bewilligt) und schwang gar majestätisch den lärchenen Peitschenstecken. Es ging famos. Nur selten sprang ein übermütiges  Öchslein hinaus in die Krautäcker, die noch im späten Herbst für Rinder „eppes“ aufzuweisen haben. Der Staub legte sich an den Kleidern, die Sonne stach buchstäblich und zeitweilig brachte der Händler, der per Fiaker bald vor der Karawane, bald hinter derselben fuhr (wie ein echter Beduinenhäuptling) aus einer Oase ich will sagen: aus den an der Straße stehenden Gasthäusern perlenden Wein. „Trink Sepperl! – Da hast a Semmel“. Neugestärkt ging es längs der Tauernstraße hinan. Das Vieh wurde müder, aber auch ich, der  Sepperl 2. Beim „Kurz“ im Vortauern (sprich „Kuschz“ stand eine imposante Kapelle am Wege. Vom großen, schönen „Altarl“ hatte ich schon gehört. Das wollte ich sehen. Ich sprang hinein, um auch ein wenig zu sitzen und auszuruhen. Ich weiß nicht, wie viele Minuten ich da drinnen saß – lautes Geschrei: „Wo steckt der Viehtreiber? Sapprawold!“ erweckte mich am Arm mit den Worten: „Ah! Doda, in der Kapell’n huckt der Höllsappra!“ Ich war fast nicht mehr fähig, den Ochsentreiber zu spielen. Die jungen Muskeln waren nach diesem zweistündigen Marsche zu viel ermüdet, der Wein hat das kleine Hirn gelähmt.
  Der Ochsenhändler Heißmann dingte gleich beim Bauern „Kuschz“ einen Knecht als Viehtreiber und nahm mich in seinem Wagerl mit nach St. Johann, wo ich mich beim „Seppwirt“ erholen sollte. Er war mit meinem Großvater gut Freund und die Mühe, die er mit mir hatte, machte ihm Spaß. Dabei hatte er selbst schon einen respektablen Kirchtagrausch. Der Ochsenschock wackelte vor und her und wir – da ist auch der Kutscher mit inbegriffen  – hieben zeitweilig hinunter auf das zu Fuß gehende, vierfüßige Proletariat. Meine Augen sahen bald wieder heller; die Füße bekamen wieder Kraft; der „Seppwirt“, ein gar lebenserfahrener Mann, in deiner halbseidenen  Zipfelhaube, schaffte einen saftigen Rostbraten herbei, der weit „über den Teller hinausging“ und zu dem ich Neunjähriger – zwei Semmel verzerrte. Und in einen unbewachten Augenblick sah man mich – während der Rast – im Dorfe mit einem ganz neuen, jungen Freunde auf einem Zwetschkenbaum.
  Der Abend war schon bald da und das Vieh sollte noch nach den Orte Hohentauern getrieben werden. Der Viehhändler bestellte für mich in St. Johann am Tauern „Nachthiabi“, aber ich blieb nicht und hielt wieder als „Treiber“ bis Hohentauern Stand, wobei freilich der Knecht des „Kuschz“ wacker half. Spät nachts – mir dünkte der Weg schier unendlich – kamen wir in Hohentauern an, wo wir die Ochsen in eine umzäunte Wiese über Nacht ließen. Der Hausknecht schob ihnen eine halbe Fuhr Heu hinein, die sie sogleich erstürmten. Ich hatte meinen Gulden ehrlich verdient, und schrecklich müde, legte ich mich im hause des „Tauernwirtes“, wo die hohen Föhren auf dem Dache der Hausschmiede jedermanns Bewunderung erregen, zu Bette. Der Viehhändler war noch nicht da; er hatte ja in St. Johann beim „Seppwirt“ noch ein längeres „Geschäftliches“ abzuwickeln.
  O, du heiliger, süßer Schlaf eines neunjährigen Knaben! – Es muß um Mitternacht gewesen sein. – ich öffnete die Augen und sah  – o Schrecken! Mich im hell beleuchteten Gastzimmer vor einer großen Gesellschaft lachender Männer.
  Und das kam so: Als der stets lustige Viehhändler Heißmann von St. Johann nach dem Orte Hohentauern kam und dort seinen Fiaker verabschieden wollte, fiel ihm ein, dass ich mit diesem Mann bequem zurückfahren könnte und der gute Fuhrmann war gerne bereit, mich mitzunehmen. „Schlafen kann der Bua ja während der Fahrt.“
  Der Viehhändler beauftragte die Kellnerin mich zu wecken. Diese kehrte aber mit der Erklärung zurück: „Ich kann dem Buam nit derweck’n. – Tragt’s ihn owa!“, befahl Heißmann, der originelle Mann, den ich heute gerne sehen möchte. Die Kellnerin ging auf den Scherz ein; ich war wie aus Butterteig, noch immer schlaftrunken und so trugen sie mich zum allgemeinen Gaudium, in Leinen gehüllt in die große Gaststube, wo die braven der Gegend mit dem Viehhändler zechten und wo ich endlich erwachte.
   Bald steckte ich in Jacke, Hose und Brustfleck und so rasch ging es hinaus in die stockdunkle Nacht, dass ich kaum Zeit fand, dem Heißmann zum Abschiede die Hand zu küssen und den sauer erworbenen Gulden in Empfang zu nehmen. Als ich später diesen betrachten wollte, erkannte ich mit Schrecken, dass es ein Zweiguldenstück war. Auf die Kellnerin, die Lisl, habe ich beim Abschiednehmen vergessen.
  Es ändert sich doch alles auf der Welt und so geschah es auf der Rückfahrt, dass ich frisch und munter war, die Alpen in sternbesäter Nacht beguckte und breitspurig auf dem Wagen saß, während mein Kutscher, offenbar betäubt von dem Alkohol, auf dem Bocke einschlief. Da kam etwas Unerwartetes. Auf einmal hob sich das Wägelchen rechts gewaltig hoch; ich hatte noch Zeit links abzuspringen. Das müde Pfers blieb geduldig stehen, mein Kutscher lag am Schotterhaufen, auf dem er im Schlaf gefahren war. Jetzt musste ich den Herrn spielen. Ich schrie gewaltig um Hilfe, obwohl auf eine Meile kein Auge wach sein konnte und hielt krampfhaft an dem Leibriemen, damit das Pferd still stände. Der Kutscher rief den heiligen Ulrich an. (Lieber Leser du verstehst mich?) „Verdankt!“ schrie er, endlich aufspringend, „jetzt bin ich noch mal über’n Tauern gefahren“, warf das Wägelchen wieder empor, wie es normal geformt war, „Hü, Bräunl“ und fort ging’s ins Pölstal hinaus. Als der Morgen dämmerte, kam ich nach Hause und erzählte lebhaft, wie ich das erst mal auf den Tauern kam. 
Literaturverzeichnis:
Grasmug Rudolf: Joseph Steiner - Wischenbart und Felsbach. In: Mitteilungsblatt der Korrespondenten der Historischen Landeskommission für Steiermark, H. 9. Graz 2007. S.. 77-92
Steiner - Wischenbart Joseph: Meine erste Reise über den Tauern. In: „’s Judenburger G’läut“. Obermurtaler Bauerngeschichten, Gedichte und Skizzen. Vlg. Alpenheim, Graz, 1904. S. 24-37
Steiner - Wischenbart Joseph: Meine erste Reise über den Rottenmanner Tauern. In: Obersteirische Volkszeitung, 20. Jg., Nr. 94 u. 95. Leoben, 1904.
Alle Ausgaben der Zeitschrift „Der Tauern“ können beim Herausgeber bezogen werden. Alle Rechte bezüglich Vervielfältigung liegen beim Herausgeber! Freiwillige Spenden sind erbeten auf das Konto Nr. /012651 bei der Raiffeisenbank Pölstal, BLZ. 38.076, Kennwort: „Der Tauern“.
   
MEINE HEIMAT Oberzeiring 2004
  Aus "Eine obersteirische Bauerngemeinde" (Steirische Landwirtschaftszeitung, 1920) Unser Stamnhaus heißt "Steiner (Stoaner) im Zeiringgraben", einer der letzten Bauernhöfe im hintersten Winkel des Zeiringgrabens. Hier saß schon im 16. Jahrhundert ein Michl Steiner, aus Tirol (Lienz,Pustertal) eingewandert, mit vier Söhnen. Und merkwürdig, auch in unserer Zeit kannte ich auf diesem Hause als Besitzer einen Michael Steiner mit vier Söhnen. Es war ein recht fideler Bauer, der fleißig und arbeitsam war und viel auf schöne Ochsen hielt, aber - manchmal gleich die ganze Woche im Markte Oberzeiring sitzen blieb bei gutem Schnaps und Bier. Sowohl der alte Michl Steiner, der "Stoana im Zeiringgraben", als auch seine Söhne waren die besten Sänger ringsum, und ihre Lieder erklangen und ihre Jodler und Juchezer an allen Sonntagen in den alten Knappenschenken in Zeiring und beim Trattenwirt, ja der alte "Stoana" hat sich sogar eine Haus- und Familienhymne komponiert, mit selbst gedichtetem Text, welcher lautet:

Gams und die Reh', holadiö,
Kemmen schöa he(r)
Zum Stoana im Grob'n.-
Und a schöas Weib, lusti va Liab
Und schöane Ochs'n,
Däs muß ma hob'n! - Juchu!

  Vor einem Jahrzehnt ist er gestorben, dieser "fidele Bauer", und sein Sohn Peter Steiner, auch ein gewaltiger Sänger, Tänzer und Kirchenprobst zugleich, bewirtschaftet die schöne, mehr als 100 Joch umfassende Bergwirtschaft vulgo "Stoaner". Hier blieb durch Jahrhunderte auch der Familienname
beim Hause. Ein seltener Fall!  Wir könnten uns ganz recht "von Steiner" nennen. Mein Vaterhaus heißt vulgo "Wischenbart" und ist eine halbe Stunde vom Stoaner, am Fuße des Stoanerkogels, im Gugitzgraben, hinter dem Fröstlwald, gelegen. Eine Bergrealität von 70 Joch Ausmaß, aber mit glatten, sonnseitigen. futterreichen Wiesen. Man gelangt von der Gemeindestraße. an einem Marterl vorbei, rechts in einen steinigen Seitengraben, dann über eine steile Leiten hinauf zum Hause, das ein altes Knappenhaus ist. Es steht auch auf einem Erzbüchel zu Füßen eines alten Stollens und ist, wie die meisten Bauernhäuser hier, zur Hälfte gemauert, zur Hälfte ein hölzernes Blockhaus, das noch mit "Schindeln" versehen ist.
  Ein hohes Kuchlg'wölb'  ragt weit in das erste Stockwerk hinauf  und lässt auf einen sehr alten Bau schließen. In der Tat sind die Trambäume uralt, und das '"C.+M.+B." wurde auf der bunt bemalten Stubentür wohl schon hundertmal geschrieben. Die Tür- und Fensterstöcke sind bereits wurmstichig, denn mein Vater ließ nicht viel daran ändern in den 45 Jahren, in denen er hier der vulgo "Wischenbart" ist. Er stammt aus dem Stamme "Stoaner im Zeiringgraben", heißt Andreas Steiner und war der Sohn des gleichnamigen, benachbarten Bauers vulgo "Kußolt im Grillgraben", welcher ein hohes Alter erreichte und ein religiöser Sonderling war.
   Der alte Kußolt schloß sich völlig vom gesellschaftlichen Leben ab, lebte mit seiner Familie bei vielem Gebeten und allerlei Bräuchen und Sprüchen fast klösterlich, war dem Tanzen und Spielen abhold, so wie ich ein Nichtraucher, und wir Enkel bekamen von ihm nur heilsame Lehren - sonst nichts. Er galt als Geizhals und war es auch. Auch meinem Vater gegenüber zeigte er sich knauserig, wie er überhaupt seine Kinder ungleich bedachte. Der Mangel an rechter Kindes- und umgekehrt Elternliebe ist vielleicht eine der ersten Schattenseiten dieser Älplerbauern. So nannte ein Bauer seinen mehr als 40 Jahre alten Sohn, der nach dem Kriege auf Besuch kam, einen "Hundling". Mein Vater übernahm das Gütl vulgo Wischenbart im Jahre 1875, heiratete die älteste Tochter des Ochsenbauers vulgo "Freitag", und ich kam 1876 als erster Sohn zur Welt.
  Es ist ein schönes, wald- und wiesenreiches Hochtal, meine Heimat, wo im Frühjahr der Ruf des "Gugitz" ganz anders klingt als sonst wo und vielfaches Echo in den Wäldern hervorruft, wo im Sommer von den grünen Höhen herab fröhliche Jodler und Juchzer ertönen, wo im Herbste die Hirsche röhren und im Winter die Glocken und Klingeln der "Holzfretter" und das fleißige Tick Tack der Drescher die Almruhe unterbrechen. Trotz der hohen Lage hat man dort noch zu leben, ja, diese braven Bergbauern müssen außer dem zahlreichen Viehmaterial heute auch noch - Getreide abliefern. (...)   
  021204 Hallo Bruno! Hab gerade deine Seite von Oberzeiring durchgesehen. Musste ein paar mal herzlich lachen (Schilderwald...). Übrigens, lese gerade das Buch von Schwab - die Leute von Arauli - sehr interessant. Kann man irgendwo etwas von Steiner - Wischenbart bekommen? MfG Udo Lerchegger
  Der Auszug  stammt aus einer einst in Zeiring herausgegebener gebundener Schrift von Josef Steiner Wischenbart. kfunigraz unter naubli scheint er mit dem Werk Steiner - Wischenbart, J.Madonna del Mare im Jahre 1898 auf.

Brunners Zeiringer Chronik: Josef Steiner kam am 13. März 1876 als Sohn von Andreas Steiner vlg. Wischenbart in Zeiringgraben zur Welt, besuchte in Oberzeiring die Volksschule, war dann bei seinem Großvater vlg. Freitag im Dienst, verfasste als Rossknecht im Pfarrhaus St. Oswald bei Zeiring eine historische Abhandlung, die unter dem Titel "Achiadiokonat Pöls" in zwei Folgender "Gaben des katholischen Pressvereins der Dioziöse Graz Seckau" veröffentlicht wurde. 1897 wurde er bei der Rekrutenmusterung für tauglich befunden und sammelte in diesem Jahr Dokumente und Unterlagen über die Frauenburg bei Unzmarkt. 1906 veröffentlichte er eine Gedenkschrift über "Gewerke Neuper in Unterzeiring". In seiner dreibändigen Ortschronik brachte er seine Gedanken und Erinnerungen zu Papier. Josef Steiner - Wischenbart starb am 14. September 1948 in Graz. (Ohne Quelle)
 
KULTURGÜTER ATLAS

GIPFELZEICHEN 1-118

  HANEFELDEN KAISERRESIDENZ UNTERZEIRING 1v4
   Es ist im Privatbesitz des ärmsten? Großgrundbesitzers des Pölstales, auf Grund seines Kunstverständnis und seiner Hoffnung auf eine Denkmalförderung, ist es dem Verfall preisgegeben. Von einer Mauer umschlossenenes Schloss mit Kaskaden im Innenhof. Der Bau, wurde im 15. Jahrhundert begonnen und im 16. vollendet. Die Fassade und eine Stuckdecke wurden im 17. Jahrhundert errichtet. Der Kaisersitz auf der Franzjosefshöhe wurde, Dank einer ganz besonderen örtlichen Weitsichtigkeit, der Standplatz eines Handymastens.
  Kaiser Maximilian der I. hatte in den Jahren 1505 - 6 seine Residenz in Hanefelden, in dieser Zeit war die Maximilianhube sein Jagddominizil. Die Maximilianhube  ist auch die Geburtstätte der Dichterin Fischer Agnes > (geb. am, 18.01.1918) die im Maria Schnee >  verewigt ist. Die Hoffnung des Kaisers, seine vielen Kriegszüge mit dem Zeiringer Silber finanzieren zu können, zerschlug sich.
Schloss Hanfelden liegt im Ortsgebiet von Unterzeiring (KG. Oberkurzheim , Bez. Judenburg, Steiermark), auf der Südseite des Triebener Tauerns, inmitten einer weiten Hochebene. Was Hanfelden zu einer baukundlichen Kostbarkeit macht ist der Umstand, dass sich hier Holzeinbauten in überraschendem Ausmaß erhalten haben, die anderswo längst entweder verfallen sind, oder bei späteren Umbauten vollständig entfernt wurden.
 

 
Inschrift im Kaisersaal Hanfelden 

Als nach christi geburt die Zahl

Eintausend man schrieb überall
Fünfhundertsechse daneben,
Ward diesem Sitz der Name gegeben.
Hanfelden von Max
Römischen König lobesam.
Den ersten dies Nam, aus Österreich
Den Purkfried gab er auch zugleich.
Und tat in der Stuben residieren,
Wie er die Gruben wollt aufführen.
Das wasser vom Perkhwerch Zeyring,
Welches ertrenkhet hat gächling
Vil hundert knappen auf einmal,
Die Gottes Zorn hat bracht Zufaal,
Wegen ihrs großen Übermüth,
Der laider ja nie thuet guet.

Bald wurden Vierzehnhundert frauen
Zu Wittiben, mit großen trauren,
Vor dreihundert Achtundvierzig Jaren,
Hat man solchen Jammer erfaren.
Das Perkhwerch bis auf diese Stundt
Niemand wieder erheben kund,
Ob wohl königlich Mäestätt
Sambt anderen Gewechen vil angewandt hat.

Von Zeit die löblichen König an
Den Nam Königsstuben ich gewann.
So leb Österreich, du Edls Haus
Und theil viel Gab und Freihait aus,
Dein treuen Dienern und Landsleuten,
Wie du hast than zu allen Zeiten,
Trumb bist du billich rumenswerth
Vor viel Königen und Fürsten geehrt.

Verfall wo einst sogar ein Kaiser residierte KRONE 1999
  Das Schloß Hanfelden bei Unterzeiring sei mit keinem anderen Gebäude in der Steiermark vergleichbar, schwärmen Experten. Das Schloss ist im Besitz der Familie Neuper und steht heute nicht mehr so da, wie auf einem Vischer - Stich aus dem Jahr 1681 abgebildet. Das Denkmalamt und andere Institutionen haben sich zwar mehrmals bemüht, das Schloss zu bewahren, vor Jahren wurde unter anderem ein Notdach errichtet, einen wirklichen Stopp des Verfalls wurde aber noch nicht erreicht. Wenn nicht bald etwas geschieht, droht das Schloss endgültig zu verfallen.
  Die 
Bergruine Mödling ist ein Gegenbeispiel:  Obwohl es sich hier nur mehr um Mauerreste handelt wurde sie fachmännisch  erhalten. Jeder Stein wurde verfugt alle Mauerkronen und Bruchstücke wurden gefestigt. Private Initiativen in fachmännischer Ausführung, z. B. unter Verwendung von Löschkalk. Mit noch heißen Löschkalk wurde früher, als es noch keinen Zement gab gemauert und dadurch wurde eine fast unvergängliche Festigkeit erzielt. Die Burgruine Mödling wurde dadurch ein Paradebeispiel der Erhaltung eines historischen Bauwerkes.


H I S T O R I E
  Der Markt liegt auf 933m Seehöhe in den Wölzer Tauern>, ist ein geschichtsträchtiger Ort in der Obersteiermark im Bezirk Judenburg (Österreich). Im Markt wohnen ca. 650 Personen, die Gemeinde Oberzeiring hat ca. 1.600 Einwohner, die meisten sind Bergbauern, deren Höfe bis auf über 1.400 Höhenmeter hinaufgehen.
  Oberzeiring ist ein alter Silberbergwerksort, dessen Silbermine 1-110 seit 1362 durch einen Wassereinbruch geflutet und nicht mehr abbaubar ist. Damals kamen auch fast alle Männer ums Leben, die im Stollen gerade Schichtwechel hatten.
  Von diesem Ereignis gibt es heute noch eine Sage>, die vom Übermut und der Mordlust der reichen und betrunkenen Knappen erzählt. Sie haben sich an einem kleinen Kind versündigten, dessen Kopf sie mit dem Schwert abschlugen und als Kugel beim Kegeln zu ihren silbernen Kegeln hinausrollten. Die Großmutter verfluchte sie, verstreute einen Schüssel mit Mohn und sagte: "Soviele Mohnkörner hier liegen, solange soll es in Zeiring keinen Bergsegen mehr geben". Am nächsten Tag kam der Wassereinbruch in die Zeiringer Silberstollen und alle Knappen wurden getötet.
  Viele spätere Versuche den Silber-Stollen wieder trockenzulegen brachten unter anderen auch Kaiser Maximilian nach Oberzeiring. Er wohnte selbst einige Zeit im Schloss Hanfelden> in Unterzeiring, musste aber ohne Erfolg sein Vorhaben aufgeben. Selbst das NS-Regime versuchte erfolglos wieder an die Silbervorräte von Oberzeiring zu gelangen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Eisen und bis ins 20. Jhd. Schwerspat abgebaut. Aus den Stollen von Oberzeiring wurde auch ein sehr schöner hellblauer Aragonit, der "Zeiringit" herausgebrochen. Leider ist sein Vorkommen heute schon sehr selten. Oberzeiring wurde namentlich 958 erstmals in einer Urkunde im Stift Admont erwähnt. So feierte der Markt 1958 die 1000 Jahr Feier 1v2.
  Die Knappen in Oberzeiring waren "Freie" und durften zum Zeichen ihrer Freiheit das Schwert tragen. Sie verfügten ebenfalls über die Hohe Gerichtsbarkeit, die sonst nur dem Landesfürsten vorbehalten war. Die Hohe Gerichtsbarkeit ist die Gerichtsbarkeit über Leben und Tod. In Unterzeiring ist heute noch ein Galgen zu sehen. Es wurde ein eigener Silberpfennig, der Zeiringer Pfennig>, im Ort geprägt. Der Silberabbau ist aber wesentlich älter, es sind schon viereckige Stollen aus der Keltenzeit (800-400 vor Christus) im verzweigten unterirdischen Stollensystem zu finden. Der Ort ist schon seit der vorgeschichtlichen Zeit besiedelt und Funde von Hockgräbern mit Grabbeigaben (Bronzespangen) aus der Hallstattzeit sind ebenfalls beim Bau einer Tankstelle im Ort gemacht worden und zeigen, dass der Ort schon sehr lange bewohnt war. So haben das Königreich Norikum und die Römer ihre Spuren hinterlassen.
  Heute lebt der Silbermarkt Oberzeiring vom Fremdenverkehr und ist durch sein Schaubergwerk> und als Asthmaheilstollen bekannt. Da die Luft im Stollen radonhältig ist (ein strahlendes Edelgas), ist der Erfolg einer 14-tägigen Kur im Stollen (täglich eine Stunde) bei Atemweg Erkrankungen sehr groß. Die Lufttemperatur im Heilstollen beträgt Sommer wie Winter +8°C. Die gotische Pfarrkirche> stammt aus der Zeit des großen Wassereinbruchs und ist dem Hl. Nikolaus geweiht. Die frühgotische Friedhofskirche> ist wesentlich älter und der heiligen Elisabeth geweiht. Die Oberzeiringer pflegen auch heute noch die Bergmannstradition und haben eine Reihe von Veranstaltungen, welche die bäuerliche und die Bergwerkstradition zur Aufführung bringen. So sind die Mitglieder der Musikkapelle Oberzeiring in Bergwerkstracht gekleidet und der Bergwerksgruß: "Glück auf!" ist bei öffentlichen Veranstaltungen üblich. Im Ortswappen> ist ein kniender Knappe mit gekreutztem Hammer und Meißel verewigt.
 
N A T U R D E N K M Ä L E R   Schalenstein 1v4

PFIAT DIE GOTTLÄRCHE 1v3
  Bei der Talverzweigung Pölstal - Zeiringtal. Dieser 300 Jahre alte Lärchenbaum mit zwei weitausladenden Ästen ist 25m hoch und hat einen Brusthöhe einen Stammumfang von 3,70m. Um ihn gibt es sehr viele an eine Trennung oder Verabschiedung anknüpfenden Legenden.
 
STIELEICHEN
  In der Pölsniederung der Probstei Zeiring. Die wuchtigen, knorrigen, teils angemorschten Eichen sind ein Bestandteil der Probstei und bieten die Nistmöglichkeit für Höhlenbrüter.
 
    B A U W E R K E  und  FLURDENKMÄLER
 
ARMENSÜNDERKAPELLE> 1v12 AUFSCHRIFT:  Das Hochgericht im Birkachwald unter Mautner und Landrichter  Thomas Zeller  Auf der Niederen Zeyring (Sprengel Reifenstein)
  Nach der Römerbrücke 1v3 ging die Römerstrasse durch den ehemaligen Birkachwald, mit dem Galgen des Hochgerichtes, zur Armensünderkapelle >. Von der Römerbrücke blabachaufwärts ging die Straße nach Oberzeiring, dem 3 tausendjährigen Silberabbauort mit einer römischen Siedlung.
  Am Taläußeren der römische Ortskern von Oberzeiring, an dem die Norische Hauptstraße vorbei führte. Sehenswert sind hier die wunderschönen, kleinen, schmucken Häuser, in denen in nur einem Stock oft unzählige Gewerbe untergebracht waren. Die Suchstollenfom der Römer ist hufeisenförmig, die der  Kelten birnenförmigen -  sie wurden auch mit Feuersetzstellen bearbeitet.
 
DREI HEILIGE
  Der Hl. Florian, die Hl. Maria und der Hl. Rochus die am Kirchplatz innerhalb eines Eisengitters auf getrennten Sockeln stehen werden noch immer als Pestsäule bezeichnet. Vom November 1714 - Mai 1715 fielen 55 Menschen der Pest zum Opfer zum Opfer, manche Höfe verloren alle ihre Bewohner, deshalb wurde ein Bildstock aufgestellt.
  Von der  etwa 
1760 - 1780 errichteten Pestsäule gibt es keine Aufzeichnungen. Während der schweren Pestepedemie der Jahre 1714 -15 gelobten die Zeiringer eine jährliche Fußwallfahrt nach Maria Schöder. In Oberzeiring waren nicht nur viele Menschen, sondern auch alle Vögel der Pest zum Opfer gefallen. Als die  Zeiringer einst erstmals nach Schöder kamen, hörten sie die Vögel wieder singen. Zur Erinnerung an diese Begebenheit, wird auch heute noch bei der Pestwallfahrt die Schöderer Vögel gebacken. Die jährliche Fußwallfahrt findet noch immer statt.

St. ELISABETHKIRCHE 1v14 Hl. Elisabeth
  Die frühgotische Filialkirche St.Elisabeth, die alte Knappenkirche, stammt aus dem 12.Jh. und weist noch romanische Stilelemente auf, z.B.in den schmalen Südfenstern. Das vielfach mit "1111" angegebene Weihedatum geht auf einen Irrtum in der Lesung einer spätgotischen Inschrift in der vorderen Fenstleibung zurück. Der gotische Chor wurde später angebaut,der ursprünglich flachgedeckte Kirchenraum 1832 eingewölbt. In der Mitte des 14.Jh. wurde die Kirche mit reichem Freskenschmuck ausgestattet, der das Werk einer Obermurtaler Werkstatt ist. Der 1955/56 freigelegte Zyklus entstand noch in der Blütezeit des Zeiringer Silberbergbaues, der zwischen 1361 und 1365 durch die sagenumrankte Grubenkatastrophe ein jähes Ende fand.
  Die Wandmalereien der Knappenkirche sind thematisch nicht einheitlich und die einzelnen Darstellungen sind ohne Rücksicht auf ihre Rangordnung in der christlichen Dogmatik aneinandergereiht. Künstlerisch gesehen sind sie von unterschiedlicher Qualität, da sie von verschiedenen Mitgliedern der Werkstatt geschaffen wurden. Dennoch bildet die Freskenausschmückung der Knappenkirche eine Einheit, die dem Betrachter das von der Religion beherrschte Denken und Leben des mittelalterlichen Menschen vor Augen führt.

  Die einzelnen Darstellungen (sehr unterschiedlicher Erhaltungszustand): Nordwand (von West nach Ost) Enthauptung Johannes des Täufers: Enthauptung des hl. Johannes und Aufnahme seiner Seele in den Himmel - Überreichung seines abgeschlagenen Hauptes - Tanz der Salome. Mehrere Szenen sind in zeitlich nicht richtiger Reihenfolge in diesem Bild zusammengefaßt, das deutliche Stilmerkmale der Zeit um 1340 bis 1350 zeigt.
  Obere Reihe: Heiligenmartyrium (Hl. Erasmus, Heiliger am Geißelpfahl, Hl. Vitus, hl. König). Von Aposteln flankierter Christus (linke Hälfte zerstört). Magdalenenlegende: Die Heilige mit einem Buhlen und einem Jüngling, der - im wahrsten Sinne des Wortes vom Teufel besessen ist und 3 Darstellungen der Heiligen als Büßerin, in denen sie nur in ihr lang herabfallendes offenes Haar gekleidet ist.
  Untere Reihe: Dornenkrönung, Kreuzigung (mit 2 fast unkenntlichen Stifterfigürchen). Gregoriusmesse Dreifaltigkeit mit anbetenden Engeln, links Gruppe der 24 Ältesten.
  Triumphbogenwand Links: 4 Heilige, darunter Reste von Heiligenfiguren. Die sogenannten "sozialen Heiligen" Franz v. Assisi, König Ludwig d. Heilige und Antonius v. Padua mahnen zu Demut und Mäßigkeit. Links steht der Pilgerheilige Jakobus d. Ältere. Das von zwei Engeln gehaltene Schweißtuch der Veronika mit dem Haupt Christi bildet gedanklich und räumlich den Mittelpunkt der Fresken.
  Rechts: Anbetung der Heiligen Drei Könige und Königszug mit Schloss des Herodes. Im Gegensatz zur sonst gebräuchlichen Darstellungsform ist dieses bewegungsreiche und (ehemals) farbenfrohe Bild von rechts nach links zu betrachten.
  Südwand (von Ost nach West): Schloß des Herodes, Fensterumrahmung in Dreiecksmuster, in der unteren Zone drei Apostelkreuze.
  Der Feiertagschristus: Dieses besonders interessante Fresko zeigt die Christusfigur, deren oberer Teil leider durch den später eingezogenen Gurtbogen zerstört ist, umgeben von Werkzeugen und Geräten, deren Gebrauch man an Sonn- und Feiertagen unterlassen sollte. Das unter einem Bettuch liegende Paar könnte darauf hinweisen, dass man am Sonntag wie Feiertag nicht im Bette liegenbleibt, sondern die Messe besucht. Der Oberzeiringer Feiertagschristus ist das früheste der bisher bekannten Beispiele. Auf Grund der Attribute (Krone, Zepter und Reichsapfel) könnte es sich bei der stehenden Heiligenfigur rechts um den hl. Oswald handeln.
  Hochaltar: Stammt aus dem 18.Jahrhundert. In der Mitte des Altares die Statue der hl. Elisabeth, ein Werk vom Judenburger Bildhauer Balthasar Prandstätter. Die Statuen der Hl. Barbara und der Hl. Katharina sind von anderer Hand. Über dem Altar das Lamm mit dem Buch mit den sieben Siegeln.
  Seitenaltar: Dem Hl. Antonius geweiht, mit Knorpelwerk verziert. Datiert vom Jahre 1691. Der zweite Seitenaltar (1711) befindet sich als Leihgabe in der Pfarrkirche St.Marein bei Knittelfeld. Kanzel Auf dem Boden stehend (nur mehr der Korb vorhanden) mit Bildern der 4 Evangelisten. Um 1700 entstanden.  Orgel 1870 von Franz Werner aus Graz erbaut.
  Apostelbilder und Altarraum: Aus dem 18. Jahrhundert. Chorgestühl mit Schablonenmalerei, 1638 datiert. Römerstein an der südlichen Außenseite. Bei der Außenrestaurierung 1981 freigelegt. Vermutlich ein Jagdmotiv darstellend. Quellen: Dehio, Steiermark Dr.Dedekind: Der Freskenzyklus in der Knappenkirche Oberzeiring Herausgeber: Pfarramt 8762 Oberzeiring Für den Inhalt verantwortlich: Pfarrer Friedrich Schaffer, 8762 Oberzeiring, Bergwerkgasse 4

STELEFRAGMENT ELISABETHKIRCHE
  ID-Nummer 4828 Fundort Oberzeiring  POSITION: Zwischenbild; THEMA:Tottenopfer; BESCHREIBUNG: Beine eines Dieners und Rest des Tisches (?); POSITION: Zwischenfries; THEMA: Tiere; BESCHREIBUNG: Raubkatze verfolgt Hirsch. Ein bedeutender Freskenzyklus aus dem Jahre 1400 in der Elisabeth- Friedhof-, der ehemaligen Knappenkirche verblasst immer mehr. die Patronanzfigur der Hl. Elisabeth ist ebenfalls ein Werk  Balthasar Prandtstätters aus Judenburg. Der restaurierte Antoniusaltar ist aus den Jahre 1691, die teilweise erhaltene Kanzel ist aus den Jahre 1700.
 
JAGAKREUZ Trratten 
  LEGENDE Das Jagakreuz ein gotischer Tabernakel - Bildstock, steht im Ortsteil Tratten, am Zusammenfluss des Zeiring- und Gföllbaches. Es ist eine gemauerte Säule 157x 157cm mit gotischen Spitzdach. Gesamthöhe ca 600cm. Der gotische Nischenbildstock stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert. Nordseite; des Hl. Georgs Drachenkampf zu Pferd, Nische weibliche Heilige und der Hl. Wolfgang, Ostseite; Anbetung der Könige, Nische Kreuzigung Christi, Südseite; verloren, Nische Pieta, Westseite; Haupt Christi verloren. Es wurde 1957 restauriert. Das Jagakreuz ist ein Beweis, dass die Türken 1480 auch den Markt Oberzeiring überfielen. Bei der Talgabelung in der Tratten sahen die Türken die finsteren Waldtäler, dahinter ve rmuteten sie keine Bewohner mehr und kehrten um. Am Jagakreuz war noch vor Jahren folgende Inschrift zu lesen:

 Bis HIERHER kamen die türkischen Reiter und nicht weiter.
Quelle: Der Tauern Zeitschrift Nr. 36/04.00 HG Mag. Alois Leitner 8785 Hohentauern 23


Renovierung Jagakreuz 2004-12-16 Gmd.N
  Das sogenannte „Jagakreuz“, der gotische Tabernakel Bildstock in der Tratten, ist eines der wenigen Flurdenkmäler aus dem Spätmittelalter und ist in künstlerischer, kultureller und religiöser Hinsicht sehr bedeutend. Die Malereien stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert und zeigen Einflüsse aus der Trecentomalerei Oberitaliens. Dieses bemalte Wegkreuz, ist ein gutes Beispiel für die spätmittelalterliche Volksfrömmigkeit. Es wurde heuer vom Bundesdenkmalamt unter Denkmalschutz gestellt und von Claudio Bizzarri restauriert und konserviert. Die Marktgemeinde bedankt sich bei den Initiatoren und freiwilligen Helfern des Ortsteiles Tratten, die heuer die Sanierung des „Jagakreuzes“ in Eigeninitiative durchgeführt haben und bei allen, die dieses Projekt finanziell unterstützt haben.

HANDWERKSHAUS und HOF 1v13 KUNSTWERKSTATT REGIONALMUSEUM
  Adresse: Bachstraße 10 - 12, A-8762 Oberzeiring  Kontakt: Telefon: 03571/2307  Fax 03571/2307-4 Öffnungszeiten: nach Vereinbarung, Telefon: 03571/2307 Leiter: Ing. Wernfried Neuper Ein Arbeitskreis engagierter Bürger aus Oberzeiring hat es sich seit 1989 zum Ziel gesetzt, alte Dokumente, Urkunden und Fotomaterial, aber auch landwirtschaftliche Geräte und Zeugnisse der einst regen Handwerkstätigkeit von Oberzeiring zu sammeln, systematisch aufzuarbeiten und teilweise auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Schausammlung ist noch im Aufbau begriffen.
Derzeit kann eine teilweise rekonstruierte und funktionstüchtige Esse, eine Feldschmiede und ein Synchrongenerator aus dem Jahr 1924 besichtigt werden. Im Obergeschoß werden Kleinexponate und Fotos aus dem Bergbauwesen, den alten Handwerksberufen und dem Oberzeiringer Bürgertum gezeigt. In einem überdachten Bereich des Innenhofes sind verschiedene Ackerbaugeräte untergebracht.Das Areal des Handwerkshofes und das Handwerkshaus werden auch für Veranstaltungen (Hochzeiten, Privatfeiern..) vermietet!
 
Kulturdenkmäler 2005-11-10 Gmd.N 
  Geschätzte Zeiringerinnen und Zeiringer, liebe Jugend! Die Bauarbeiten beim Hochbehälter Habering wurden bereits im Jahr 2003 abgeschlossen. Mit der Färbelung, der Beschriftung und der Sanierung der Eingangstüre ist dieses Projekt zur Gänze abgeschlossen. Herr Otto Kaufmann hat die Fassade des Hochbehälters neu beschriftet und der Eingangstür ein kunstvolles und sehenswertes Erscheinungsbild verliehen. Mitteilungen und Bericht Im heurigen Jahr wurden in Eigeninitiative die Nagelschmiedkreuz Kapelle 1v3 Dreifaltigkeitskreuz und das Färberkreuz renoviert und restauriert. Die Marktgemeinde Oberzeiring bedankt sich bei den Initiatoren, den freiwilligen Helfern, bei allen, die diese Projekte finanziell unterstützt haben und bei jenen, die durch die regelmäßige Betreuung zur Erhaltung dieser Kulturdenkmäler beitragen. Ihr Bürgermeister Hans Kreuzer

Hier an dieser Stelle verunglückte >
Hobelleitner Markus vulgo Bruckenbauer Pusterwald
unser unvergesslicher Kamerad

am 1.Mai 1948 tödlich im Alter von 22 Jahre

Bildstock Unterzeiring Probstei gewidmet von seinen Musik und Feuerwehrkameraden Oberzeiring

 
KALWARIENBERG und KIRCHE 1v20 Kalvarienbergkapelle > Lorettokapelle > Pestkapelle >
Kapelle  hinter  der Kalvarienkirche Schrifttafel unter der sich auf dem Kreuz sitzend ausruhender, nachdenklicher Jesus.
  Zu dem Gnadenbild unseres Herrn ruhe.  O kreuzruhender Jesus! Der du die 33 Jahre deines allerheiligsten Lebens hie´nieden nirgends Ruhe gefunden hast als auf dem Kalvarienberg am heiligen Kreuze.  Sieh! Auch ich kann auf der ganzen Welt keine Ruhe finden, als allein bei dir mein Erlöser.  Daher komme ich zu dir O Jesus! Und falle vor deinem trost- und gnadenreichen Bildnis in deiner heiligen Kreuzes Ruhe auf meine Knie, und such` und suche in meinem Kreuz und Leiden, besonders in dieser meiner gegenwärtigen Anliegen, Trost und Hilfe bei Dir. Ich bitte dich: O schmerzensvoller Jesus! Erhöre mich und sehe gnädig auf mich herab. Entzünde mein Herz mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe, damit ich dich als das allerhöchste Gut, über alles und meine Mitmenschen, wie mich selbst lieben möge.
  Gib mir die Kraft und Stärke, damit ich mein Kreuz geduldig dir nachtragen, meine Sünden hier her zu beweinen und bereuen, eine glückselige Sterbensstunde erlangen kann, und einst bei dir die ewige Ruhe finden möge dort in dem Himmel.
  Erhöre mich O Jesus! Durch die Fürbitte deiner schmerzhaften Maria Amen.  Bete 7 Vater Unser. "Christus in der Rast" am Kalvarienberg, eine selten dargestellte Szene der Leidensgeschichte.

  Die Kirche wurde von der Familie Neuper, der auch das Schloß Hanfelden gehört, gestiftet. Die flankierenden offenen
Kapellen und die Inneneinrichtung sind ein Werk aus dem 15. Jahrhundert. Von den Stiftern wurde sie im Jahre 2003 vorbildlich restauriert. Der einzige Wermutstropfen sind Bäume die die Sicht versperren. Der Gebietswaldbesitzer kann sich nicht von ihnen trennen.

KRIEGERDENKMAL 1v4 2004-08-04
   Offene eckige Turmbauweise mit Natursteinen und Spitzdach wurde 1953-56 gebaut
 
Wir starben für euch! Maileingang Stefan Benedik Karner^
  Liebe Leute, wie ihr wisst, stirrln wir HistorikerInnen ja immer im Mistkübel der Geschichte herum. Dabei kann man manchmal ganz zufällig ueber hochinteressante Zusammenhaenge stolpern:
Als das Ding an der Hauptstrasse von Oberzeiring, das wir heute "Kriegerdenkmal" nennen, gebaut wurde, sollte dort folgende Inschrift stehen: "Und ihr habt doch gesiegt." (Schlussendlich steht dort, genauso eindeutig: "Wir starben fuer euch").
  Bei einer Recherche bin ich nun draufgekommen, woher dieser Spruch stammt:
Es ist ein ganz offizieller Nazi - Spruch, und zwar eigentlich der fuer jene Nazis, die 1923 beim Putschversuch in München (Feldherrenhalle) gestorben waren. Im ehemaligen Oesterreich wurde der Spruch nach 1938 für beim "Juliputsch" 1934 ums Lebens gekommenen Nazis verwendet. (1934 hatten diese versucht, die Macht zu uebernehmen, wobei die Beteiligung in der Steiermark besonders groß war. Auch unter den Oberzeiringer Nazis gab es einen großen Zuspruch.) Nun wurde als Erinnerung daran 1938 auch in Graz ein Denkmal errichtet. Und ihr dürft jetzt raten, was da drauf gestanden ist. Ganz genau: "Und ihr habt doch gesiegt."
  Was sagt uns das über jene Männer, die in der Nachkriegszeit das Zeiringer "Kriegerdenkmal" geplant haben? Die Architektur: Nazistil (hoch und monumental), die Symbolik: Nazi (dem Adler in der Mitte oben "fehlt" nur das Hakenkreuz, alles andere "passt") und die Inschrift: ein Nazispruch, aber kein verdeckter, verschlüsselter. Ein allgemein bekannter offizieller Gedenkspruch des NS-Regimes konnte offen "wiederverwendet" werden.
Das dazugehörige Denkmal steht heute noch dort, ohne dass darüber nachgedacht wird... Liebe Grüße, Stefan

Der kleinen Dinge langer Atem
  Erinnerung an den Krieg und der Umgang mit den Überresten daraus Gewissermaßen als letzter Teil der Vorausbestimmung zu den folgenden Analysen seien hier einige Grundangaben zu den relativ speziellen Kontexten, innerhalb derer die nachfolgenden Beobachtungen gemacht wurden, ausgeführt. Den Schauplatz bilden im Wesentlichen zwei in mancherlei Hinsicht unterschiedliche Zusammenhänge, die in stark divergierenden familiären Situationen ihren Kristallisationspunkt finden. Geografisch wird erstens der kleine Markt Oberzeiring eine Rolle spielen, der, in den späten 1930er Jahren als Brenn- und Sammelpunkt des illegalen Nationalsozialismus dienend, mit einer eklatant hohen Gefallenenzahl (die mehr als 20% der gesamten männlichen Bevölkerung umfasste) bis in die 1960er Jahre vielerlei auffallende Kontinuitäten aus dem Nationalsozialismus aufwies.
  Als besonders interessantes Beispiel sei auf das ebendort 1958 eingeweihte
und die faschistische Monumentalarchitektur nachempfindende „Kriegerdenkmal“ des Kameradschaftsbundes verwiesen, das anfänglich die Botschaft „UND IHR HABT DOCH GESIEGT“ tragen sollte, schließlich jedoch, etwas verschlüsselter, die Deutung „WIR STARBEN FÜR EUCH“ eingemeißelt bekam. Die Plakativität betreffend genau reziprok dazu steht die Handhabung der als privat empfundenen Gesprächs- und Erinnerungskultur innerhalb des intimisierten Umfelds der Familien, in dem gerade vormals so aktive NationalsozialistInnen bzw. Wehrmachtssoldaten kein Wort über Themen beginnend von Krieg, Faschismus über ihr jeweiliges Leben vor 1945 überhaupt bis hin zu Politik ganz generell zu verlieren pflegten.
  Dieser vielfach beschriebene Mechanismus der nicht nur als
Nicht-Erinnern, Verdrängen und Vergessen, sondern in bestimmten Fällen sogar als darüber hinausreichende generelle Weigerung zur Kommunikation, als Rückzug in die schützende Schale der Traumatisierung charakterisiert werden könnte, bildet nicht nur die Grundlage für jeden Schnitt in die Kultur der Nachkriegszeit, sondern lässt Gegenstände – die, wenn schon keine Rechtfertigung, dann zumindest eine Geschichte ihrer selbst verlangen – eine besondere Bedeutung als Brücke zu Antworten auf nicht gestellte Fragen erlangen. Dies gilt jedenfalls (und ausschließlich) für die Perspektive jener Generation der Nachkriegs- bzw. unmittelbar vor Kriegsende geborenen Kinder, für die die große Traumatisierung spürbar, aber weder formuliert noch erklärt wurde.
 
PROBSTEI UNTERZEIRING 1v7
  Nach dem Schloss Hanfelden auf einem Plateau  vor der Pöls Niederung gelegen. Sie wurde 1047 vom Salzburger Erzbischof dem Stift Admont geschenkt, 1480 von Türken verwüstet und wieder aufgebaut ist im Privatbesitz. Eine Wehrmauer umgibt Die gesamte Anlage, mit allen Haupt- Neben- und Wohntrakten, umgibt eine Wehrmauer.
Die spätgotische St. Agathe von Zeiring 
Kapelle aus dem Jahre 1160 birgt: Die Statue der Hl. Agathe 1470-80, Freskenreste aus dem Jahre 1500, den hochbarocken Hochaltar, Seitenaltäre mit Knorpelwerkornamentik, Engel und Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. St. Agathe von Zeiring Holzschnitt von Alexander Wahl^ In der Nacht vom 9. auf den 10.August 1480 wurde die Probstei von den Türken niedergebrannt. 15 Jahre nach der Niederbrennung der Probstei wurde sie wieder aufgebaut.