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Das ÖDSTEINLIED und die Niederschrift aller am Ödstein durchgeführten Bergbegehungen 
IMPRESSUM^ m.bruno@gmx.at  > 1120 Wien Andersengasse 23/29/1  «»> (un)-subscribe mailto: «» NEWS>
 
     
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INHALT  VORWORT    
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INHALT ANFANG^ ENDE^
200908  20080401
W÷÷HAGA÷÷GNS
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  ANFANG ENDE^
 
Carl Hermann> gez. J.Kaiblinger>1976 Bergrettungsmann Haindlkar^>Carl>   Haindlkarhütte
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B©C©BDH
 
KUNST Reichenstein Bruno Hess  Ödsteinkante Robert Zinner und -Kar    Planspitze Nordwand und Hochtor - Ödstein Nordfront und  Tellersack Bruno Hess
 
R©Ö©K©©P©T©
 
KUNSTGesäuseeingang  Ingo Köckl  Östein von Johnsbach -Wolfsbauerschlucht u. Bergfriedkirche Gesäuseeingang u.  Reichenstein vom Johnsbachtal Sissi Shattuck 
 
G©Ö©©B©R©
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Weng.Gesäuse Hochtor-Ödstein Gruppe Einladung Sonderaktion Ödstein Gipfelfestakt  am, 16.08.1986     
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E
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Vor-Nachschau  1Anton Schubert Urstamm und Anton Schubert Gedenkstätte Ödstein Weisse Höhle
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VSDWD

Wandeinstieg bei Regen Trimmel Bernhard Schefberger Glavanovic Mayer   Karl Minhard  Kl.Ödstein^
von Süden im Frühling Kl.Ödstein-Südwandbegehung 2005 ÖGV©   Grüne Höhle Gr. Ödstein Gipfelaufbau Süd ^
 
WDKDSD©G

Gr. Ödstein Schneefahne Quelle: Licht u. Schatten im Gesäuse  100 Jahre ÖBRD Gesäuse  Gschwandtner Hasitschka und Scheb Das neue bereits beschädigte
Gipfelkreuz  2002 Willi End^ u. Gefährte nach Ödsteinkante ^ Altes Metallkreuz Lesung  1986  Ein  Lächeln, ein Handschlag, vergessene Mühen
 
S©G©ADL

Mayer Wiesnegger Minhard > Wiesnegger> Nordanstiege: ÖT=Ödsteinkarturm P=Plaichinger Anstieg PM=Pfannl-Maischberger Anstieg H=Horeschowsky Anstieg NK Nordwestkante Anstieg, PG=Pichl Gams Anstieg  Zeichnung Robert Zinner  ÖDSTEINKANTEBergsteigermutter.Ditz^  Kirchengrat^ August
 
MpWNDBKD
 
 BERGFRIED^: Zinner:Bergfried-Entwurf Ansichtskarte                                            
 
       Jahn.Gustav Jahnhütte -Grab Ditz^ Members   BD©ED©AD©
JD©DDM©

Aug in Aug mit der Gämse©  Gämse Gämsenbilder    ^Gämsengalerie> GEMSEN
S
onderaktion Ödsteingämsen
Bildmontage> und Biwakgams  Gämsengalerie>
Die Gämse der es dort gefällt, hoch droben auf dem Dach der Welt, kennt keine Furcht und äst mit Fleiss bei Enzian und  Edelweis  n. J.Guggenmos
Ö^  Skizze vom Hochtor  Ödstein, Grimming, Trojani ANSICHTSKARTEN Gesäuse-Wasserfallweg u.1902 und 1920
 
AD©SDBDDÖDSDW
 
 Wasserfallweg©  xeisberg.klettersteig
 
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Hochtorkreuz  ^   ANSICHTSKARTEN  AmtsmanngalgenGesäusegruss Lith. 1900 Admont Reichenstein Sparafeld Kaibling 1912  
 
HAGA
 
Grosser Ödstein vom Johnsbachtal 1909   Ödstein Nordfront vom Kulmberg Sonnenuntergang-Ödstein
  
GN©S©
ENDE ANFANG^
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VORWORT
  Es stürzen sich nach einem Gewitter, die Wildwasser, mit einer unbändigen, unaufhaltsamen Kraft zu Tal, sie sind bestimmt; im Bach, im Fluß, im Strom nach dem Gesetz der Schwerkraft zum Meer - zu fließen. Die Sonnen - Wärme läßt sie als, feuchten Dunst aufsteigen, des Windes Kraft bringt sie zurück und als Niederschlag schließen sie ihren ewigen Kreislauf. Durch die Erd - Umdrehungen erleben wir die Sonnenauf- und Untergänge, Tag und Nacht, der Umlauf der Erde um die Sonne bewirkt uns die Jahreszeiten. Von den Atomen bis zu den Planeten alles ist Umlauf und auch nur im Kreislauf der Blutbahnen ist Leben möglich.
  Im Ablauf der Jahreszeiten und im Kreislauf der Jahre, so erlebte ich den Zauberberg des Gesäuses; den Großen Ödstein, er wurde mir der Pfad der Freude; zum Lied, zum Gedicht und zur Schöpfung. Die Niederschrift beginnt mit der Erzählung, Der Große Ödstein, nach der Aufzeichnung einer Ödsteinbesteigung im Jahre, 1893; von Anton Schubert.
  Anton Schubert, - verdanke ich alle meine Erlebnisse am Ödstein, ohne ihn den unbekannten Wiener, der alle seine Bergfahrten in den Ostalpen, als Zeitzeuge schriftlich überliefert hat, wäre diese Schrift nicht entstanden. Er half mir bei der Überwindung meiner Angst und führte mich zu höchsten, Gipfelfreuden, von seinem Beispiel ermuntert, brachte auch ich meine Empfindungen in der Natur zu Papier.

  Mit der Erzählung,
Der Große Ödstein, dem epischen Gedicht Das Ödsteinlied, mit 20 Strophen in Stanzenform, den Ödsteinerinnerungen, den Briefen, der Historie, und mit dem Bilderbuch versuchte ich, das Interesse der Natur- und Kunstbegeisterten, für den nicht jedem zugänglichen Berg, zu wecken.
Wien am, 05. Februar 1995 - Neuaflage am, 05 Februar 2004 >

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20090931 GUSTAV JAHN^
  "Der Bergsteiger-Maler". Auszüge aus dem Jahresbuch des ÖTK, 1927 von Dr. Karl Leopold Schubert sowie aus "Wiens Bergsteigertum von Ing. Eduard Pichl, Wien 1927. Aus dem Buch "Die Rax Juwel in den Kalkalpen", Seite 54 von Gottfried Brandstätter Höller Verlag ISBN 3-85226-082-5 1999.
Auszüge: "Kritiker nannten ihn 'den Lyriker in der Gebirgsmalerei'".
(Bildanmerkung:
S.g. Hr. Winkler Die Namensgleicheit hatte auch ich in Nachinein im Raxbuch auf Seite 126 festgestellt. Allerdings scheint dort ein total anderes Hüttenbild auf, wahrscheinlich die Urhütte oder eine Verwechslung jedoch die Höhenangabe stimmt überein. Jahnhütte, Namensgleichheit mit G.Jahn, sie wurde nach F.L.Jahn 1778-1810 Lehrer in Berlin, Werke: 1810 "Deutsches Volkstum", "Runenblätter", 1816 zusammen mit Eiselen " Die Deutsche Turnkunst", um nur einige zu nennen.)  

"Denn wo das Strenge mit dem Zarten,

Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang."

Ein Mann wie Gustav Jahn
  .......Ein Mann wie Gustav Jahn, der jeden künstlichen Effekt als Maler vermied, um nur der Natur Ehre zu geben, konnte auch im Schnee und Fels nur vollwertiger Tatmensch bleiben. Unberührt von persönlicher Eitelkeit bilden seine bergsteigerischen Erfolge einen mächtigen Ansporn für die Jugend. Eine Unzahl von Gipfeln hatte er bestiegen, davon viele Erstbesteigungen durchgeführt, und einige neue Wege tragen seinen Namen. Mit tiefster Befriedigung erfüllte ihn die Felskletterei, die ihm auf der Rax, in den Gsäusebergen, im Glockner- und Triglavgebiet sowie in den Dolomiten unvergeßlichen Ruhm bescherte....... Seite 56
  .....In der zweiten Augustwoche 1919 traf sich Jahn mit Michael Kofler in Gstatterboden zu gemeinsamen Fahrten. Am 16. August hatten sie miteinander Pfannis Weg durch die Hochtor-Nordwand in unglaublich kurzer Zeit begangen. Am Abend äußerte Gustl wiederholt seine Freude darüber, daß er sich so besonders wohl fühle und trotz seiner 40 Jahre so außerordentlich "gut in Form" sei. Darum wurde für den kommenden Tag etwas ganz besonderes, der Aufstieg über die Ödstein-Norwestkante vereinbart. Als am Abend des 17. August die zwei nicht zurückkamen, wurde man im Hotel besorgt und rief, was gerade erreichbar war, zu einer Rettungsunternehmung. Die Rettungsmannschaft brauchte nicht lange zu suchen. Im Ödsteinkar fand man am Fuße der Kante Jahn und Kofler als Leichen. Gustav Jahn wurde im Johnsbacher Friedhof, in dem schon viele abgestürzte Bergsteiger ihre letzte Ruhe gefunden hatten, begraben. Sein Name ist und ein Symbol, und als Mensch ist er uns Vorbild durch seine beispielgebenden Taten und dem Unvergänglichen seiner geschaffenen Kunstwerke.
19990822 Raxbuchbeschreibung Auszug
Seite 57: Die abgebidete Gedenktafel an den Künstler "Gustav Jahn" befindet sich an seinem Grab, Quelle: "Bergsteigerfriedhof Johnsbach" von Josef Hasitschka 1997, Grab Nr.: 116.
Zu: "Die Rettungsmannschaft brauchte nicht lange zu suchen". Der Alpinschriftsteller Kurt Maix schreibt in seinem Buch "Bergeschichten" über die Bergung im Ödsteinkar: "Sie fanden die beiden. Es war nicht leicht dieses Finden. Den an mancher Stelle hatte die Kante wie ein steinernes Schwert gewirkt. Man mußte östlich und auch westlich des Sockels suchen un alles zu finden - was von den beiden sterblich gewesen war. Der Absturz dürfte an der schwierigsten Stelle, beim Preußenquergang passiert sein.
1919 Absturz von Gustav Jahn an der Ödsteinkante
  Einer der bedeutensten Gesäuse Erschjließer aus der "Wiener Schule" stürzte am 17.September 1919 ab: Gustav Jahn. Gemeinsam mit  seinem Freund Michael Kofler stieg er an diesen Herbsttag in die Ödsteinkante ein. Vermutlich in der Höhe des "Preußquerganges" stürzten beide aus ungeklärten Umständen ab. Gustav jahn wurde auf dem Johnsbacher Friedhof begraben. Die Pfarrer von Johnsbach mußten auch später noch oft in das Sterberegister "Tod durch Absturz" eintragen. Auszug aus dem Buch "Licht und Schatten im Gesäuse" 100 Jahre Bergrettung Admont 1997 Seite 62  
 
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A N T O N   S C H U B E R T
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SONNENAUFGÄNGE  von Anton Schubert
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ADMONTER REICHENSTEIN

  Es war ein prächtigrt Morgen, würzig dufteten die taufrischen Gräser und Büsche, nur einige lichte Wölcken schwebten fast regunglos im blauen Äther, durchleuchtet von der Sonne, die auch die Berghäupter und Berghänge schmückte und hie und da wärmte schon ein goldener Strahl, den morgenkühlen Tag. Ahnungsvolle Vorfreude, schöner Stunden des guten Gelingens durchbebten mich und erfüllte mein Innerstes mit jubelnder Freude. Anton Schubert
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BUCHSTEIN

  Während ich emporklomm, entstieg die Sonne dem prächtig lohenden Rahmen, des Horizontes und als ich bei dem verwitterten alten Gipfelkreuz stand, auf morgenfrischer einsamer Höhe, umgeben von heiliger Stille und Sonnenschönheit, verspürte ich es, was den Einsamen tief erfaßt und in Verehrung versinken läßt. Anton Schubert
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GAMSECKWAND
  Ein klarer Frühlingsmorgen umschwebte die heilige Bergstimmung, Sonnenschönheit umleuchtete, die nahen Höhen des Gefels, meines steilen Grates. Ihre Strahlen malte silberne Gebilde, in den dämmrigen Schatten der Tiefe. Anton Schubert
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GRETCHENSTEIG
   Ich betrat das Felsenhaupt, dieser kleinen hübschen Zinne, als die Sonne hell und blendend, dem rosig leuchtenden Horizonte entstieg und ihr erster Strahl das Bergland silbern färbte. Anton Schubert
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ÖDSTEIN
   Inzwischen war es Tag geworden, die hohen Wolken schimmerten rosig im Widerscheine der sich dem feurigem Horizonte nähernden Sonne. Ehe ich den Wald erreichte erglänzten auch die umliegenden Höhen unter den ersten Strahlen des königlichen Tagesgestirnes. Anton Schubert
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HEXENTURM
   Die laue Sommernacht, war der frischen Kühle des dämmernden Morgen gewichen. Dessen erster Schein von Jubellauten befiederter Waldsänger begrüßt mein Tal matt erhellte und die Höhen rosig färbte. Anton Schubert
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STEINERNER WIRT
  Nach dieser schattenhaften Nebelwanderung war es eine Freude, die hübsche Umgebung zu sehen. Traulich hob sich das schmucke Grün von Wald und Busch vom bleichen Gestein ab, gierig tranken wir, mit den von der Großstadtluft so karg beschickten Lungen, die reine Bergluft mit taufrischen Hauche tausender Kräuter und inmitten sich immer romantischer gestaltenden Szenerien, tönte das silberhell klingende Rieseln der Quelle, ZUM STEINERNEM WIRT.
 Das gute Wasser, kalt, dass einem beim Berühren desselben, in der Hand fror, war höchst willkommen und gab auch unseren Flaschen erquickenden Inhalt für die nächsten Stunden.

  Wir waren schon ober der Waldgrenze und genossen bereits einen wunderbaren Umblick. Vom Sonnenschein umgossen ruhten die Hallermauern jenseits des weiß glitzernden, von Wind’sstille gebannten Nebelmeeres, rosig schimmerten die Wände und Gipfel des langen Höhenzuges im zarten Morgenduft.
Ein in Unendlichkeit blauendes Firmament, rein und ungetrübt, umwölbte das schöne Bergland. Ich verbarg meine wachsende Freude und befleißigte mich eines Tempos, das keine Plauderei zuließ. Wir strebten schweigend zügig hinauf und brachten schneller, als ich geschätzt hatte, den langen Hang hinter uns. Dann standen wir auf dem mit einem Kreuze geschmückten Gipfel des Kreuzkogels.

  Da erwartete uns ein faszinierender Tiefblick. Der Talnebel war größtenteils verschwunden und die Morgensonne, deren milder Strahl die Höhen schon vom Rauhreif befreit hatte, überflutete auch die tief unten übersichtlich ausgebreitete Niederung. Auszug aus der gestörten Sparafeldtour Anton Schubert Sa 12.09.1891
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SONNENAUFGANG 
Schwächer wird der Sternenkranz,
In bunter erwachender Dämmerung,
Stärker wird der purpurne Glanz,
In weckender Kraft der Erinnerung.
Der Tag kommt wieder, aber nie zurück,
Hell und heller erstrahlet ein Licht,
Geboren in Flammen für menschliches Glück,
               Ensteigt am Himmel der Sonne Gesicht. >
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UNZUGÄNGLICHER ÖDSTEIN von Anton Schubert
  Es war ein prächtiger Morgen, würzig dufteten die taufrischen Gräser und Büsche, nur einige lichte Wölkchen schwebten fast regungslos im bläuenden Äther, durchleuchtet von der Sonne, die auch die höchsten Berghäupter und Berghänge schmückte und hie’ und da, - wärmte auch schon ein goldiger Strahl den morgenkühlen Talgrund. Ahnungsvolle Vorfreude, schöner Tage und guten Gelingens, durchbebte mich und erfüllte mein Innerstes MIT JUBELNDER FREUDE. Viel zu langsam für meine Ungeduld rollte der Zug taleinwärts, als wolle er die Schönheiten die infolge der windungsreichen Fahrt bald links, bald rechts oder im Hintergrund kulissenhaft auftauchten besser zur Schau stellen.
 Stumme Andacht umgab mich, als ich in Gstatterboden ausstieg und angesichts der herrlichen Berge ennsaufwärts, dann durch das malerische JOHNSBACHTAL nach Johnsbach wanderte. Vor dem Donner - Wirtshaus sitzend stärkte ich mich mit einem Frühstück. Während dessen vernahm ich das Geplauder am Nebentisch, wo der alte Donnerwirt einen gleichfalls gesetzteren Herrn, Ausflügler oder Sommerfrischler, Gesellschaft leistete. Der Herr bewunderte die prächtige Gebirgslandschaft, besonders der GROSSE ÖDSTEIN war es, der immer wieder seinen Blick fesselte.
  Hinauf deutend fragte er den Wirt, was das für ein Berg sei? Der GROSSE ÖDSTEIN, erklärte der Wirt. Oh! Wie schön der ist, da möchte ich einmal hinaufsteigen, ÄUSSERTE SICH DER HERR.
  Ich bemerkte, dass der Donnerwirt seinen Gast fast mitleidig von unten bis oben musterte, erst nach einer Weile meinte er lakonisch: DA KOMMEN’S NET HINAUF!
Dieses brüske Urteil, das der Herr etwas verlegen lächelnd entgegen nahm, packte auch mich. Denn bei meinem ersten Versuche den GROSSEN ÖDSTEIN zu besteigen, gelang es mir, infolge des einbrechenden schlechten Wetters, nur den KLEINEN ÖDSTEIN zu erreichen. Seitdem hatte ich nichts mehr unternommen, um die Tour auf diesen Berg, der mir seit je als Urbild eines wildschönen Berges erschienen war, zu wiederholen.
  Heute, wo ich meinen Plan schon zurecht gelegt hatte, wollte ich diesen nicht ändern, aber ich nahm mir vor, so bald wie möglich wieder zu kommen.
Dieses überlegend folgte ich dem Weg durch den Wald und über Wiesen hinauf zur Treffneralm.
  Groß und gewaltig eröffneten sich die markanten Felsgestalten des ÖDSTEINS und des Reichensteins, hüben und drüben des Johnsbachtales leuchteten ihre Häupter in den Sonnenhimmel. Deutlich konnte ich drüben das Gelände überschauen wo ich vor einem Jahre vergebens dem ÖDSTEIN zustrebte. Auszug aus Reichenstein und Hexenturm Juli 1982
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INHALT DER GROSSE ÖDSTEIN  von Anton Schubert
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  Der GROSSE ÖDSTEIN machte von all den schönen Gipfeln des Gesäuses den größten Eindruck auf mich. Sein allseitig mächtig emporragender Bau, steil und kühn in die Lüfte türmend, erweckte schon bei meiner ersten Gesäusetour, als ich ihn von Johnsbach aus mit seinem sonnverklärten Gipfel in den Abendhimmel tauchen sah, meine Bewunderung. Er wurde mir in seiner naturbelassenen Ureigenheit ein Begriff eines für nicht jeden zugänglichen Berges.
  Auch ich suchte mein Glück bei ihm, wagte mich aber erst an ihn heran nachdem ich alle seine Nachbarn bestiegen hatte. Im September 1892 erreichte ich über den Kirchengrat ansteigend leider nur den KLEINEN ÖDSTEIN, Schlechtwetter wie es im Gebirge oft plötzlich auftritt, hatte meinen Plan durchkreuzt. Ein Jahr später wagte ich den zweiten Besteigungsversuch, mein Vorhaben war:
  AUFSTIEG VOM GAMSSTEINSATTEL UND ABSTIEG ÜBER DEN KIRCHENGRAT, im Falle einer eventuellen Verspätung, wollte ich über einem mir bereits bekannten Weg absteigen.

Der letzte Gesäuse - Vergnügungszug dieses Jahres war bereits eingestellt, und da der Nachtpersonenzug wegen seiner zu späten Ankunft für diese Tour nicht geeignet war, nahm ich mir am Samstag nachmittag frei und fuhr mit dem Eilzug nach Gstatterboden, um dort die Nacht zu verbringen.

  Sonntag wanderte ich um drei Uhr früh unter dem dunklem sternenbedeckten Himmel nach Johnsbach. Auf einer Bank, vor der geschlossenen Pforte des Donnerwirtes, stärkte ich mich mit einer Morgenjause aus dem Rucksack und trank Wasser vom nahen Brunnen, dabei leuchtete durch Wolkenbreschen des bedeckten Firmamentes das bleiche Licht der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes.
  Langsam begannen sich unter der hohen Bewölkung die Konturen der Berge vom dämmrig werdenden Äther abzuzeichnen, die Luft war eher sommerlich lau als herbstlich kühl.

Bald waren die leiblichen Bedürfnisse gestillt und ich schritt auf der steiler werdenden Straße weiter, am Kölbelwirt vorbei und dann auf den Weg hinauf gegen den Koderboden.
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  INZWISCHEN WAR ES TAG GEWORDEN, DIE HOHEN WOLKEN SCHIMMERTEN ROSIG IM WIDERSCHEIN DER SICH DEM FEURIGEM HORIZONTE NÄHERNDEN SONNE. EHE ICH DEN WALD ERREICHTE, ERGLÄNZTEN AUCH DIE UMLIEGENDEN HÖHEN UNTER DEN ERSTEN STRAHLEN DES KÖNIGLICHEN TAGESGESTIRNES
  Bei der starken Quelle hoch oben im Walde verschnaufte ich, trank und füllte meine Feldflasche mit den erquickenden Wasser für tagsüber. Danach ging ich über den Serpentinenweg des Gamssteinhanges, überquerte den Gamssteinsattel und kam in das von den Wänden des Kleinen - und Großen Ödsteins begrenzten Kar.
Eine großartige, schier unpassierbar erscheinende Felsenwildnis, durchrissen von einer schluchtartigen Rinne, sah ich vor mir emporsteigen. Von der Steinfallgefährlichkeit dieser Route hatte ich schon vernommen, doch bis jetzt blieb alles ruhig.
VON STILLE UMGEBEN STARRTE ICH DIE GRAUE WAND EMPOR
  Nur das dunkle Grün, der in den unteren Partien wurzelnden Krummholzbestände der Gemsengärten gab, wenn zeitweise die Sonne zwischen den Wolken hervorlugte und die wilde Szenerie grell beleuchtete, der Düsterkeit ein eindrucksvoll entfaltetes Leben.
  Ich hatte mich schon auf ein längeres Suchen des Einstieges eingestellt, jedoch die Abdrücke von Bergschuhnägeln und ein Steinmann leiteten mich zum Wandeinstieg, Rinnen und Kamine bilden natürliche Wege. Ohne mich lange aufzuhalten, klomm ich nach dem übersteigen des Wandfußes in der Wandrinne empor, glatter- wechselte mit brüchigem Fels und wie immer in solchem Terrain achtete ich, dass mir kein loser Stein abging.
 Durch eine Art von Lärmscheuheit war ich heute besonders vorsichtig, zu meiner Genugtuung blieb alles lautlos, doch ich sollte mich dessen nicht mehr lange erfreuen.

Als ich oberhalb der Rinne über rasendurchsetzte Felsen stieg und dabei fest in das Geäst des manchmal aus fast senkrechten Steinfugen ragenden Krummholzes griff, glitt ein ziemlich großer, von einem der Äste gehaltener Stein, dicht an meinem Kopf vorbei. Da ich beide Hände benötigte um mich festzuhalten, konnte ihn nicht erfassen und der Unhold trat seinen Weg in die bereits beträchtliche Tiefe an.
  Unter mir hörte ich ihn noch von Fels zu Fels schmettern und der Lärm wuchs, denn viele von ihm losgeschlagenen Steine und das mitgerissene, lose Geschiebe wurde sein prasselndes Gefolge. Erst im Schutt des Kares kam die polternde Gesellschaft langsam zur Ruhe.

  Verärgert durch den von mir verursachten Tumult wollte ich weiter, doch als wäre der Steinfall ein Alarmsignal gewesen, hörte ich hoch oben das nun mir schon bekannte Geknatter von Steinen. Auch Lärm kann in Steinfall gefährdeten Gebieten einen Steinschlag auslösen, dachte ich mir. Schutzsuchend kroch ich in eine durch einen kleinen Überhang gedeckte Felsnische und erwartete die gefährlichen Ungetüme.
 Zuerst kamen Gesteinstrümmer von ganz ansehnlicher Größe die alles was nicht fest angewachsen war mit sich reißend, gleich einem Wettersturm vorbei fegten, dann folgten schwirrend und pfeifend wie Geschoße die kleineren Stücke und fast etwas bedächtiger folgte der nachrieselnde Schutt. Es dauerte eine Weile bis sich der wilde Aufruhr der Unholde beruhigte und es trat eine fast unheimliche Stille ein.

 Noch vorsichtiger als bisher setzte ich den Aufstieg fort, bald näher, bald weiter von der unheimlichen Schlucht entfernt. Noch mehr als bisher mußte ich während des anstrengenden Klimmens über die steilen Felsen, die Arme betätigen und das Krummholz half mir dabei mit seinen zähen Ranken.

 Meine Freude wuchs, weil ich mich auf den teilweise von Schuhnägeln und Bergstockspitzen eingeprägten Spuren immer zurechtfand, dort wo ich sie nicht sah lenkte mich ein Steinmann oder mein Instinkt.
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VERSTIEGEN 
   Plötzlich wurde mein Vordringen immer schwieriger und bald darauf schon gänzlich gehemmt. Glatt und senkrecht ging es vor mir empor, angesichts dieser Ausgesetztheit wurde mir bewußt, ICH HATTE MICH VERSTIEGEN.
 In Erzählungen von Bergfreunden habe ich von solchen peinlichen Vorkommnissen schon gehört, doch nun als Betroffener spürte ich erst was es bedeutet:
WENN MAN WEDER VORWÄRTS NOCH RÜCKWÄRTS KANN.
  Vielleicht war ich wie so mancher Unachtsame, zu schnell geklettert, von der abgründigen Tiefe eingeschüchtert und von den Anstiegsschwierigkeiten ermüdet, in diese bedrohliche Situation gekommen.
  Zu meinem Glück, es war bei mir nicht ganz so kritisch, denn ich war weder müde noch nervös, einige Minuten entspannte ich mich durch kräftiges Atmen, dann betrachtete ich so lange die Umgebung bis meine Augen ein von Menschenhand zusammengefügtes Steinzeichen entdeckten.
 Es war auf gleicher Höhe, allerdings etwa hundert Meter weiter rechts, dazwischen lag die unbesteigbare glatte Wand. Obwohl es gefährlich war blieb es mir nicht erspart, ich mußte einige hundert Meter, bis zum Ausgangspunkt meines Seitensprunges absteigen.

  Nur mehr einige Stellen erwiesen sich dann noch schwieriger, als sie vorher aussahen, doch allmählich ging es besser und schneller vorwärts. Der Gipfelfelsen des KLEINEN ÖDSTEINS kam zum Vorschein und bald darauf stand ich dort, wo ich im vorigem Jahr umgekehrt war.
  Nach diesem steilen, all meine Sinne höchst beanspruchenden Stiege, erfüllte es mich nun mit großer Freude, von nun an meine gescheiterte Gipfelbesteigung fortsetzen zu können.

  Damals hatte es durch Nebel und Regen trostlos ausgesehen, lange Zeit suchte ich ohne Erfolg die Wegfortsetzung, alles hatte sich gegen mich verschworen und das war Grund genug gewesen, ein weiteres Vordringen aufzugeben.
  Doch nun hinauf, denn der imposante Bau des nach oben hoch in die Lüfte reichende GROSSE ÖDSTEIN machte den Eindruck, dass er noch eine ganz stramme Steigerei fordert.
 Deutlich sah ich oben den Gipfel hinter einem wilden Gratzacken emporragen, in der Tiefe erblickte ich meine erste nächtliche Unterkunft in den Gesäusebergen; die gänzlich vom Wald umgebenen Hütten der UNTEREN KODERALM.

  Nun sind schon vier Jahre vergangen seitdem ich im Heu der Scheune geschlafen hatte, in dieser Zeit habe ich eine Anzahl von Gesäusebergen von denen mir immer einer schöner vorkam als der andere, bestiegen.
 Nun war der mächtigste von allen, der GROSSE ÖDSTEIN an der Reihe, seinen Gipfel zu erreichen ist heute der Höhepunkt meines Strebens, dachte ich.
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MINUTENLANG VERSANK ICH IN DIESE BESINNLICHEN RÜCKBLICKE, WIE EIN ANGENEHMER TRAUM SCHWEBTEN SIE VORBEI.
  In der Scharte zwischen dem Kleinen- und dem Großen Ödstein erhebt sich eine senkrechte glatte Wand, sie kann erst Hundert Meter tiefer in einem Teilabschnitt der etwas überhängig aber niedriger und griffig ist, bestiegen werden.
  Die Plattenschlucht zwischen dem Teufelszahn und dem Hauptgipfel ist für den Weiterweg ein zeitraubendes, schwieriges und offensichtliches Hindernis.
 Etwas von der gewonnenen Höhe wieder verlierend folgte ich einem bandartigen Absatz auf die rechte Seite hinüber. Auf der rechten Seite der Plattenschlucht - Böschung klomm ich über hohe Stufen, durch Risse, kleine Kamine und von Band zu Band bis zum Gipfelgrat.

  Nun ist durch lockeres Geschiebe mit großen wackeligen Blöcken der steile Aufstieg sehr mühsam, fast gefährlich. Die Sonne brannte und ich war froh aus den weiß glitzernden, heißen Reflexen empor in die kühle Luftströmung des freien Grates zu kommen.
  Einige ausgesetzte Stellen, ein luftiger Gang angesichts der um mich allmählich versinkenden Umgebung, dann oh Freude, der Steinmann als Gipfelzeichen des GROSSEN ÖDSTEIN.
 Umgeben von ungeheuren Abgründen, die den Berg noch markanter gestalten, ließ ich mich zu einer Rast nieder und entnahm aus den Tiefen des Rucksacks alles Eßbare um mich zu stärken. Es dauerte nicht lange und ich war satt, denn zu sehr war mein Innerstes voll Freude, voll des beseelten Gefühl´s, im Glanz und in der Glorie eines Sonntages, nun endlich auf der heißersehnten Zinne zu stehen.

  Es war kein Wunder, wenn das junge, in seinem Glück schwelgende Herz vorläufig stärker war, als der den irdischen Genüssen unterworfene Magen.
WER NIE ALLEIN UND NUR EINEM INNEREN DRANGE FOLGEND EINEN BERG ERSTIEG UM EINSAM UND ZUFRIEDEN AUF DEM GIPFEL ZU STEHEN,
DEM IST DIE STILLE, FROHE UND ZUGLEICH WEIHEVOLLE STIMMUNG UNBEKANNT, WELCHE DER ZAUBER SCHIER WELTENTRÜCKTER HÖHEN HERVORRUFT.

 Bei manchen Bergwanderungen begegneten mir unterwegs sehr viele Touristen, die dann am Gipfel kleine Volksansammlungen bildeten, doch inmitten dieser plaudernden, lachenden und Witze machenden Menschen, hatte ich nie das große Naturerlebnis.
  Nur auf einsamen Höhen empfand ich das große Wunder der Schöpfung und da ergriff es mich manchmal ganz gewaltig.
Ein solcher Idealzustand ist heute und im Anblick der ringsum dicht gescharten Berge und der schwindelnden Tiefen, vergeht die Zeit wie ein schöner Traum, dachte ich.
Als ich wieder einmal hinüber zu meinem kühn geformten Bergnachbarn dem Reichenstein blickte, erwachte ich plötzlich aus meinen Träumereien: Unheilverkündende dunkle Wolken waren mittlerweile am westlichen Horizont aufgezogen und verliehen dem Berg mit seiner bleichen Felsengestalt eine dämonische Wildheit.

  Nun war es höchste Zeit für den Abstieg, so nahm ich meinen Rucksack und verließ eilig den Gipfel. Kaum hatte ich ein Stück des Weges zurückgelegt, da hörte ich auch schon die aus der Ferne eindringlich zur Eile mahnende und dumpf grollende Stimme eines Gewitters.
  Eine besondere Konzentration wegen des lockeren Gesteines und das Suchen nach dem richtigen Abstiegsryhtmus, hemmte meine Schnelligkeit, es dauerte deshalb eine gute halbe Stunde bis ich nach dem schwierigsten Teil, wieder das große Couloir betrat.
 Nun donnerte es in kürzer werdenden Zeiträumen immer dröhnender und das Echo grollte in den Wänden, die Wolken über mir wurden bedrohend dunkler. Als ich an der Mündung meines Anstiegsweges vorbei am südlich abdachenden Kamm des KLEINEN ÖDSTEINS, befürchtete ich den Beginn eines Infernos. Gott sei Dank war es nicht so und ich nützte die Frist um möglichst weit unten den kalten Umschlag des Gewitters zu verspüren.

 Im Angesicht der Gefahr und diese war nicht zu unterschätzen, verdoppelte ich die Schnelligkeit meines Abganges, als ich über den allmählich gratig werdenden Fels abstieg, regnete es zwar noch immer nicht, aber ich fühlte ein durch die elektrisch geladene Luft ausgelöstes unangenehmes Prickeln. Um wegen der erhöhten Blitzgefahr schleunigst vom Grate zu verschwinden, hastete ich abwärts zur Gratscharte und jenseits dieser in die gegen Johnsbach gekehrten Wände.

 Im fahlen Dämmerlichte des grausigen Widerscheines der Blitze vom Reichenstein, sah ich in der Tiefe das jäh versinkende Gefels verschwinden und am leicht verschleierten Grunde des Tales, die Häuser Johnsbachs. -Wie schön wäre es nun da unten zu sein und vom Donnerwirt aus dieses grandiose Naturschauspiel des Gewitters geruhsam bewundern zu können, anstatt inmitten der entfesselnden Elemente, deren gröbsten Widerwärtigkeiten hinnehmen zu müssen!

 Das war beim vollen Anblick des düster gezeichneten Bildes vom herannahenden Unwetter, meine Gedanken. Doch schon bald beschäftigte mich wieder meine bedrohliche Lage, die keine Träumerei duldete sondern die angstlose Tat verlangte, denn die gewaltige Tiefe eines Tausend Meter - Abgrundes lag noch zwischen mir und Johnsbach.

 Diese Erkenntnis machte mich trotz der Notwendigkeit sorgfältig zu schauen um den Weg nicht zu verlieren, vorsichtig zu sein um nicht abzustürzen, noch flinker und während ich abstieg, halfen mir meine aus dem Vorjahr stammende Erinnerung.

 Diese leitete mich durch die unterhalb der Scharte steil verlaufende, immer breiter werdende und schließlich in eine flache, abschüssige Verschneidung übergehende Rinne über teils mit Rasenpolstern bewachsenen Felsabsätze tief im steilen Gehänge, nach anstrengendem langem Klimmen am Kirchengrat hinunter.
 Diesen Namen erhielt der vom KLEINEN ÖDSTEIN absinkende Felsenkamm, wegen seines Verlaufes in Richtung der Kirche von Johnsbach.

 Zufrieden, die Route ohne fehlzugehen eingehalten zu haben, folgte ich jenseits der deutlicher gewordenen Wegspur und wo sie mir entging half mir mein Gedächtnis weiter.
Dadurch bestens unterstützt ging es ganz flott durch die Wandrinne, die im unteren Teil durch eine Krummholzzone mit vereinzelten Bäumen und schließlich über einen steilen Absatz mit brüchigem Gestein, zur Steilschutthalde führt.
 Der anregende Verlauf des Felsenweges hatte meine Sinne so sehr beansprucht, dass ich mich nicht mehr um das Wetter gekümmert hatte, dieses war inzwischen verzogen und die Sonne lächelte durch leichtes Gewölk; der Ödstein entließ mich gnädig.

  Glücklich über die Gunst des Wetters, stieg ich über die Halde zu dem beginnenden Waldgraben hinunter und wanderte an einer Köhlerei vorbei nach Johnsbach. Nachdem meine hoffnungsvoll begonnene Bergfahrt so wunderbar verlaufen war, spürte ich einen mächtigen Appetit und einen noch mächtigeren Durst.
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DER BERGSTEIGERFRIEDHOF
  Schnellen Schrittes eilte ich auf der Straße nach Johnsbach hinunter und saß bald im Gastgarten vor dem Donnerwirtshaus.
Angesichts meines prächtigen Berges stärkte ich mich und überlegte mein weiteres Handeln. Es war fünf Uhr, da mein Personenzug nach Wien erst um elf Uhr abends fuhr, hatte ich noch viel Zeit. Während ich so sann fiel mir ein, dass ich noch nie im Bergsteigerfriedhof von Johnsbach war, um die Gräber der verunglückten Touristen zu besuchen. Deshalb nützte ich den mir vom Wetter, weil es mich so schnell vom Ödstein hinuntergetrieben hatte, verschafften Zeitgewinn dazu.
 Mir war nachdem ich nach dem Öffnen des Eisentores den kleinen Friedhof betrat, als würde ich in einer anderen Welt zu der kein Hauch des menschlichen Getriebes mehr dringt, wandeln.

 Ich war allein inmitten der mit bunten Blumen geschmückten, vom düsteren Ernste der erhabenen Majestät des Todes umwitterten Grabhügel. Der Eindruck den diese geheiligte Idylle des ewigen Friedens hervorrief, war mir unerklärbar.
 Was mich so schmerzlich bewegte, wird mir ein Leben lang ein Rätsel bleiben und ich war froh in dieser Verfassung allein zu sein.

Vielleicht war es der krasse Gegensatz, hervorgerufen durch den schnellen Übergang von der sonnigen Gipfelhöhe des Ödensteines, zur tiefen Schwelle des geheimnisvollen Schattenreiches? Oder war es nur ein angstvolles Schaudern?
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DA UNTER DEN TOTEN WIRD AUCH MEIN KÖRPER EINMAL MODERN.
  Obwohl die Namen der stillen Schläfer; teils Einheimische, teils Touristen, nur verschwommen vor meinen Augen zitterten, dass ich sie nur mit großer Mühe lesen konnte, trieb es mich von Grab zu Grab, von Reihe zu Reihe um die Kirche herum.
 Ich habe schon Bergfriedhöfe, in denen viele Bergführer und Bergsteiger in Frieden ruhen aufgesucht, aber immer nur die Pietät des Lebenden gegenüber dem Totem empfunden, noch niemals aber spürte ich diese Ergriffenheit, wie auf diesem von herbstlich bunten Lauben umgebenen, einsamen und kleinem Gottesacker.

In seiner weihevollen Stille hatte er meinem seelischem Empfinden viel zu berichten, von dem fassungslosem Trennungsschmerz und der Trauer. TBA
 Aus der gewaltigen Höhe blickten der vom Abendrot umflutete Kirchengrat mit seinen Türmen und die Wände des ÖDENSTEINS auf die zu ihrem Füßen liegende letzte Ruhestätte der gefallenen Männer, deren Kreuz - Inschriften mir vom Berg ihres Schicksals, wo die unabwendbare Parze plötzlich ihren Lebensfaden durchschnitten hatte, erzählten.

 Ich wollte mich schon entfernen, da hörte ich draußen Schritte, ein Priester erschien am Eingang, er sah mich und ging wieder. Es war der Pfarrer von Johnsbach ein schon älterer Herr, ich hatte ihn einmal an einem Tisch der Vorstube des Donnerwirtes, im unterhaltlichen und belehrendem Gespräche mit Johnsbacher Bauern, beobachtet.
Bei den Touristen war er wegen seiner guten Gesinnung zu ihnen und durch sein originelles Wesen, sehr beliebt und bekannt. Gab es an Doppelfeiertagen beim Donnerwirt kein freies Bett mehr, verschaffte er den schlafbedürftigen Wanderern bei diversen Einheimischen Quartiere.

 Ich befürchtete, dass meine Verfassung den Augen des Pfarrers nicht verborgen geblieben war und um eventuellen Fragen die ich nicht beantworten konnte auszuweichen, wartete ich ein Weilchen und verließ dann schnell den kleinen Friedhof.
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DER BERGFRIED VON JOHNSBACH   Chronik
 Eine 1958, von den alpinen Vereinen und von Bergrettungsmänner errichtete Gedenkstätte. In einem Kupferbuch und auf Tafeln im Friedhofportal, sind die Namen aller seit dem Jahre 1810, im Gesäuse tödlich abgestürzten Bergsteiger vermerkt. Auch die Grabstätte der Gesäuse Bergsteigermutter KATHARINA DITZ befindet sich im Bergfried.
Mit der Entdeckung des Gesäuses als hochalpines Touristenparadies für bergbegeisterte Wiener bekam der Johnsbacher Friedhof in der Steiermark eine neue Aufgabe. 1885 trug man auf Stangen die ersten Opfer vom Reichenstein herunter und bettete sie zwischen den Johnsbacher Bauern zur letzten Ruhe. Heute sind am Johnsbacher Bergsteigerfriedhof 83 Verunglückte bestattet. Der Friedhof wurde nicht planmäßig angelegt, sondern wuchs nach und nach. Alte Friedhofpläne belegen, dass bereits vor der Jahrhundertwende auch im rechten Teil des Areals Gräber von Einheimischen wie von Bergtoten angelegt wurden. Der linke, südliche Teil des Friedhofs, war eher den Einheimischen vorbehalten, der rechte, also östliche und nördliche Teil, vornehmlich den Bergtoten. Ab den Fünfzigerjahren wurden die Unfallopfer zwar weiterhin in der alten Johnsbacher Totenkammer aufgebahrt, immer häufiger aber dann in ihre Heimatorte überführt. Das letzte Bergopfer fand Anfang der Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts am Johnsbacher Bergsteigerfriedhof die „ewige“ Ruhe. Quelle
Die Geschenke von armen Leuten,
Sind der Inbegriff des Guten.
Sie war eine von vielen,
Und doch in ihrer Art einzigartig.
Widmung im >

Grabstätten des Schriftstellers und Malers
GUSTAV JAHN und seines Seilgefährte MICHAEL KOFLER
die im Jahre 1919, bei der Besteigung
 der Nordwestkante des Großen Ödsteines, tödlich abstürzten
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Den BERGEN treu

Im Jugendglück
Den Weg vollendet Grab Nowotny und Wimmer

Landfahriges HERZ, in Stürmen geprüft,
Im Weltkampf erhärtet und oftmals doch
Zerknittert vom schäbigen Kleinmut,
Du hast eine Ruhe ein Obdach gefunden,
Hier magst du gesunden. Grab Müller

Ach der zu wissen begann und schweigt nun,
                       Ausgesetzt auf den Bergen des HERZENS. RILKE>
 Grab Reifschneider

Zur MUTTER Erde gingst du still nach Haus,
Um auszuruh‘n vom letzten schweren Gang.
Doch jauchzend flog deine Seele hinaus
Ins Sonnenglück hoch über Grat und Hang. Grab Gössnitzer
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HUMORVOLLER AUSKLANG
  Während ich im abendlichen Dämmerlichte des scheidenden Herbsttages durch das JOHNSBACHTAL wanderte, war ich so besonnen, dass mir auch die faszinierende aus Schluchten Zinnen und Graten bestehende Felsenwildnis, des sich rechts neben dem Bach steil erhebenden ÖDSTEINES, nichts abgewinnen konnte.
Erst als die zwischen den Baumwipfeln sichtbar werdenden dunkelpurpur verschimmernden Wände des Großen Buchsteines sichtbar wurden, kam allmählich die Stimmung die eine gelungene Bergtour immer auslöst, wieder zurück.
 Bei meiner Ankunft in Gstatterboden war es schon dunkel, doch begünstigt durch die angenehme fast laue vom Duft des Waldes angereicherte Luft, saßen viele Gäste auf der offenen Terrasse und im anschließenden Waldgarten an den beleuchteten Tischen, des Gasthauses.

 Im Blickfeld der aus schwarzen Bergwäldern dunkel und formverwischt nur mit den obersten Umrissen hervorragenden Silhouetten des ÖDSTEIN - HOCHTORZUGES, machte auch ich es mir da draußen bequem.

 Ich glaubte nun die Zeit bis zur Ankunft meines Zuges in ungestörter, beschaulicher Ruhe verbringen zu können, doch ich sollte noch etwas erleben, was mich anfangs ärgerte, aber dann erheiterte.
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ABER BITTE RASCH
  Bei dem um mein Begehr fragenden Wirt bestellte ich eine Omelette und Wein, gleich darauf kam eine am Nebentisch platznehmende Gesellschaft hastig wirkender Menschen. Als ob sie mit dem nächsten Zug abfahren würden, bestellten sie bei der durch ihr geräuschvolles Auftreten rasch herbei geeilten Kellnerin, Getränke und Speisen, ein Mann davon verlangte eine Omelette  ABER BITTE RASCH!
 Schon nach wenigen Minuten brachte die Kellnerin das Gewünschte, darunter auch wie ich es mit sehr gemischten Gefühlen sah, auch für den ungeduldigen Herrn eine Omelette.

 Dieser lobte die schnelle Erledigung und begann sogleich mit der Verzehr der appetitlichen Speise. Obwohl mir noch genug Zeit zur Verfügung stand, war ich keineswegs damit einverstanden, dass ein später gekommener Gast früher bedient wurde. Da es auch sehr nahe lag, dass man auf mich vergessen hatte, sagte ich meine Bedenken dem unfern von mir sitzenden und mit einem Gast plaudernden Wirte.
 Dieser erinnerte sich des Auftrages und enteilte mit dem Ruf: SOFORT! Nach geraumer Weile erschien er auf der Veranda, mit einem großen ovalen Teller, auf dem sich, wie mir vorkam, ein gebratenes Huhn befand, also wieder nichts für mich! Der Wirt stieg die paar Stufen in den Garten hinab und kam, begleitet von den neugierigen Blicken der Gäste an denen er vorbei gegangen war, direkt zu meinen Tisch. Je näher er kam desto mehr Blicke folgten ihm, an seinem mir zulächelnden Gesicht erkannte ich dass er zu mir kam. Gleichzeitig bemerkte ich, was mir schier ganz unglaublich vorkam, was er trug war kein Huhn sondern eine Omelette, die wegen ihrer enormen Größe die allgemeine Bewunderung ausgelöst hatte.

 SO BITTE HIER IST DAS BESTELLTE, ES IST NUR STARK GEWACHSEN WEIL SIE SOLANGE WARTEN MUSSTEN!
sagte schmunzelnd der Wirt und nachdem er mir die köstliche Speise vorsetzte, stand ich im Mittelpunkt aller Blicke.

 DA BLEIBT SICHER WAS ÜBRIG, rief mir ein Herr zu, es war wie bei einem Schauessen, es fehlten nur noch die diesbezüglichen Wettabschlüsse. Mein Appetit war groß, die Riesenomelette war schmackhaft und leicht bekömmlich, so dass schon nach kurzer Zeit das duftige Gebilde der Kochkunst vom Teller spurlos in meinem Magen verschwunden war.
 Es schien als ob nun diese erheiternde Episode beendet sei, sie sollte sich jedoch in geänderter Form und in einer anderen Besetzung zu einem Zwerchfell erschütterten Höhepunkt aufschwingen. Viele Gäste hatten davon bereits die richtige Ahnung, die mir da ich von meiner nahrhaften Beschäftigung voll beansprucht war, noch fehlte.

Als Augenzeugen meiner Riesenomelette und meines verschwenderischen Mahles, hatten zwei Touristen ebenfalls Omeletten bestellt. Sie waren der Meinung ebenfalls die großen Portionen zu bekommen und ihre diesbezüglichen erwartungsvollen Äußerungen, wurden durch den Zuruf eines Gastes! EURE OMELETTEN WERDEN NOCH GRÖSSER SEIN, bestärkt.

 Bald verbreitete sich die zu erwartende Schadenfreude wie ein Lauffeuer und alle harrten gespannt auf das kommende Geschehen.

 Bald war es soweit; es wurden Normalportionen serviert, die im Vergleich zu meiner sehr winzig erschienen. Das allseits beginnende Gekicher wuchs an zu schallendem Gelächter, als wegen der geringen Größe der Speise, die Gesichter der Empfänger immer länger wurden. Dieses Mienenspiel geschah unwillkürlich aus dem Innersten heraus und war deswegen so komisch ausdrucksvoll, dass sich niemand mehr das Lachen verhalten konnte.
ALLE LACHTEN, SOGAR DER WIRT UND DIE KELLNERIN, DIE OHNE ES ZU WOLLEN DIE URHEBER DIESER HUMORESKE GEWORDEN WAREN, DIE GESELLSCHAFT DIE ES ANFANGS JEDOCH SO EILIG HATTE ZU IHREN SPEISEN UND GETRÄNKEN ZU KOMMEN, WAR BEI MEINEM ABGANG NOCH IMMER ANWESEND
.

So endete mit Heiterkeit meine vom Anfang bis zum Ende gelungene, herrliche Bergfahrt. Ich nahm Abschied von dem mir zu einem Paradiese gewordenen Gesäuse und seinen Bergen, meinen Glücksbringern. Das Gelöbnis eines möglichst baldigen Wiedersehens endete in dem Wunsche, dass ein gütiges Schicksal es mir bescheren möge, die Berge, die mir in der Jugend den Weg wiesen der mein Leben entscheidend geprägt hat, noch viele Jahre besteigen zu können. Sie sollten mir einst im Alter noch immer so sein wie damals, als ich sie als Kind das erste Mal erblickte und so wie ich sie als Jüngling das erste Mal erstieg.

Quelle: Anton Schuberts handgeschriebenen Aufzeichnungen UNVERGESSLICHE STUNDEN EINSAMER BERGFAHRTEN IM ZAUBER DES GESÄUSES.
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DAS ÖDSTEINLIED
Einsam wand`le meine Bahnen
Flinken Schritt´s nicht lang gefragt,
Einmal loben einmal mahnen,
Finde was mir niemand sagt,
Viel erkennen, vieles ahnen,
Wie das Herz es in mir tragt,
Wandelbar mit bunter Welle
Ist des Lebens heil´ge Quelle.

Wie der Sommervogel singt

Will ich nun den Sang anheben,
Der dieSeele tief durchdringt
Und die Töne sollen schweben
Traurig, aber auch beschwingt
Auf und ab so wie das Leben.
Vom Berg wie Elfenbein
Von dem Grossen Ödenstein.

Aus verschwieg´nen Quellen

Im Verborg'nen fließt,
An geheimen Stellen
Eine selt'ne Blume sprießt.
Verweile Geselle,
Ein kühner Gipfel grüßt.
Einsame Stunden
Ort zum Erkunden.

Der Ödstein ragt hervor,

Allein zu sein
Zieht mich empor
Zum Felsenschrein,
Zum Felsentor,
Im fahlen Schein.
Silberschwingen
Gutes Gelingen.

Rauschende Bäume

Schöpfer Skulptur,
Lebendige Träume
Zeit ohne Uhr
Freiheit der Räume,
In der Natur.
Dunkel gebricht
Es werde Licht.

Berge erhellt

Leuchtende Wand,
Dämmerungs Zelt
Schlummerndes Land.
Geborene Welt.
Mit sicherer Hand,
Zu Dir allein
Du Ödenstein.

Entwichene Nacht

Gefieder Gesang,
Herzlich gelacht
Verlorener Zwang.
Betörende Pracht
Einsamer Gang.
Auf alter Spur
Zur Felsenflur.

Erinnerung

Im Widerhallen,
In Überlieferung
Ein Lyra Schallen,
Ewige Wanderung
Nebel sie fallen.
Steigender  Aar
Im Sonnenklar.

Alles beginnt

Leben und sterben
Spielendes Kind
Samen auf Erden,
Alles zrinnt
Vergehen und Werden.
Leuchtende Flammen
Führen zusammen.

Im Fluge auf Zeit,

Ein Schmetterling
Vom Kokon befreit,
Im Frühling
Der Ewigkeit.
Endlosen Ring.
Am Gipfel stehen,
Kommen und Gehen.

Krummholz ohne Pfad

Schwüler Stieg und Wunden,
Ein Gewitter naht
Doch den Weg gefunden
Gämsengärten, Kirchengrat
Müde und zerschunden.
Blitzezucken  Donnerknallen
Hagelschauer Nebelwallen.

Zum Verdruss

Purgatoriums Pein
Samuel zum Gruss
Auf  dem Ödenstein
Und zum Schluss
Kampf um's Sein.
Hasten und fluchen
Unterstand suchen.

Angstvoll getrieben

In dunklen Schlund,
Hängen geblieben
Zerschlissen und wund
Dankend verblieben.
Auf festen Grund.
Auf steinernem Kissen
Dem Tode entrissen.

Am Anfang ist das Ende

Auf zu neue Bahnen,
Einstens Neige - nun die Wende
In der Wand auf den Altanen.
Einstens Fährnis - nun Legende,
Vieles sehen, vieles ahnen.
Berge stehen
Menschen gehen.

Ich steh am Gipfel und träume den Traum:

Der einsamen Bergen voll Zauber und Wunder
Leise ganz leise Musik, ich höre sie kaum,
Ein Klingen, ein Schweben herauf und hinunter.
Gedanken entschweben ohne Zeit, ohne Raum
Scheinbar entrückt und doch wieder munter.
Entrückendes Schweigen
Langer Verbleiben.

Die Enns durchschäumt das Felsentor

Auf grüner Flut der Sonne Glanz,
Immer noch schöner als zuvor
Im Saus und Braus und Tanz.
Im  Bett der Felsenflor
und Wellenkranz.
Zauberberg du Ödenstein
Gesäusekönig bist nur du allein.

Gedanken wandern und verweilen,

Wie traute Wesen, traute Weisen,
Getragen wie von flinken Pfeilen
Und Sie fliegen und sie kreisen.
Erste Schritte und erste Zeilen,
Erstes  Frühlings - Preisen.
Eroberer- und Forscherträume,
Blauer Himmel  hohe Bäume.

Frei der Sinn und frei das Denken,

Frei die Feder in der Hand,
Halte still nun zum Gedenken
Frei der Blick von steiler Wand,
Nicht zu kaufen nicht zu schenken
Ist ein Stück vom Heimatland.
Stille Andacht um mich blickt
Was ich erträumt es ist geglückt.

Im Geiste will ich bei ihm sein

Zum Gedenken noch ein Halt,
Für Anton Schubert ganz allein
Ade du schöner grüner Wald,
Ade du letzter Sonnenschein
Des Abschied´s Lied erschallt.
Im Herzen schließe ich dich ein,
Ade  Du mein Lieb Ödenstein.

Einsam wand`le meine Bahnen

Flinken Schritt´s nicht lang gefragt,
Einmal loben einmal mahnen,
Finde was mir niemand sagt,
Viel erkennen, vieles ahnen,
Wie das Herz es in mir tragt,
Wandelbar mit bunter Welle
                     Ist des Lebens heil´ge Quelle. >
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ÖSTEIN ERINNERUNGEN
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RÜCKBLICK
  Samstag Nach dem Aufstieg vom Koderboden, beobachteten wir eine sich gemächlich in die Gemsengärten des Ödsteines zurückhiehende, Gemsenherde. Am Wandeinstieg, Gamsstein begann es zu regnen, verständlicherweise wurde unser Tatendrang gehemmt:
Eine seltsame Naturerscheinung begann; knapp über uns vor  der Südwand hatte sich aus Nebelschwaden eine einzelne Regenwolke gebildet. Oh wie schade, alles ist ins Wasser gefallen! hörte ich rufen. Doch! So plötzlich wie der Regen gekommen war hörte er auf'.

Nach dem Übersteigen des Wandfußrücken beendeten in der Südwandschlucht, Rudolf Bernhardt und Johann Glavanovits, die Ödsteinbegehung. Nur wer das Echo in den Felswänden kennt, der wird auch unsere Freude verstehen, als wir vom Gamssattel herauf, die Weisen der Oblarner Bergmusik erklangen.
Das erste Frühlicht der Morgensonne beleuchtete bereits die höchsten Zinnen und Spitzen ein neuer Tag, mit all seiner Bergschönheit, eröffnete sich uns.

So wie sich langsam die letzten Nebelschleier um den Gipfel des Großen Ödsteins auflösten, so kamen mir, damals alle meine Vorerlebnisse am Zauberberg Ödstein traumähnlich in den Sinn......
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ERlNNERUNGEN 
1974 PFINGSTEN, ZINÖDL Bei meimer ersten Fahrt durch das Johnbachtal faszinierten mich die wildromantischen Türme und Zinnen, die wilden Schluchten und die zerklüfteten Wände des westlichen Ödsteinfußes. Kurz vor der Ortschaft, Johnsbach, führt ein Felsentor durch den letzten Ausläufer des Kirchengrates. Ich schlief damals in der Heßhütte, die geplante Hochtorbesteigung war mir wegen des noch vorhandenen Altschnee  zu schwierig, deshalb bestieg ich Zinödl und die Gsuchmauer.
Er war unser,
Mag das stolze Wort
Den lauten Schmerz,
Gewaltig übertönen.
Gipfelkreuzinschrift
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DIE GEWALTIGE FELSSZENERlE 
  Irgendwo in einem Bücherbasar der UNICEF in Wien lagen zwei Stöße handgeschriebene Hefte und Bücher, es waren lauter sorgfältige Niederschriften von Bergf'abrten m den OstaIpe, geschrieben von dem  Wiener Anton Schubert. Einen kLeinen davon habe ich erworben. Davon ist Der Große Ödstein, eine außergewöhnliche Schilderung einer Ödsteinbesteigung, im Jahre 1893. Angeregt von dieser Schrift, als einer der sich bisher sich schwierigeren Kletterfuhren  enthalten hatt, wagte auch ich mich an an den Großen Ödstein heran. Mein erster Besteigungsversuch des Ödsteines,  im Jahre 1982; war sehr mühselig, die Idee; den Kirchengrat vom Felsentor vor Johnsbach zu begehen, war reizvoll aber sehr abenteuerlich.
Ungewollt geriet ich in eine gewaltige Felsenszenerie, des
westseitigen Bergaufbaues. Ein unüberwindliches Bollwerk von Türmen zwangen mich dabei wieder teilweise abzusteigen, mein zweiter Vorstoß scheiterte an dem Übererhang einer Steilschlucht. Ein Gewitter zwang mich am Kleinen Ödstein umzukehren, ich wählte dazu den Gamssteinabstieg. Es goß in Strömen um der Nässe zu entgehen suchte und fand ich in einer Schluchtwandhöhle Schutz und Unterschlupf für die Nacht.
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MEINE ERSTE ÖSTEINBEGEHUNG 
  Eine Woche später, erfüllt von der Vorahnung des guten Gelingen meines Vorhabens, ich bin noch im Dunkel Nacht in die Südwand eingestiegen. Nach dem Überstieg des' Wanddfußrüoken's  zur Wandschlucht, erweckte sofort der eigenartige Schluchtauslauf mein besonderes Interesse. Zufrieden mit meiner bereits erbrachten Leistung wollte ich ruhend den Tagesbeginn erwarten. Jedoch von der Neugierde getrieben, stieg ich nach einer Stärkung zum Schlucht- grund hinab. Nun kam die große Überraschung. Der  schluchtabschließende Gamsgartenwall war nicht das Ende, ein Loch geht unterirdisch nach unten weiter.
DER KLETTERHELM: Etwas anorganisches, Rotes? - war ganz unten, wo der Schrund wieder zu Tage kam, zu sehen. Es kann  nur von einem Menschen stammen, dachte ich, nun war es das Gebot der Stunde der Sache auf den Grund zu gehen. Nach einer Seillänge, fand ich schon den völlig intakten Kletterhehn und gottseidank, ansonsten aber keinerlei Utensilien oder Spuren eines Menschen.
Die Erklärung war logisch; das gesamte Fallgut der Wandschlucht muß durch dieses Nadelöhr und so war es auch mit dem vermutlich hoch oben verlorenen Helm. Nun - nach ldiesem Abstecher setzte ich durch meinen Fundus geschützt, den Aufstieg fort.
SONNENAUFGANG: Es war! ein prächtiger Morgen, würzjg duf teten die taufrischen Gräser und Latschen, nur einige silberne Wölcken schwebten fast regunslos im purpurnen Äther, durchleuchtet von der Sonne, die die.höchsten Berghäupter golden überzog, hie und da wärmte auch mich schon manch goldener Strahl. Ahnungsvolle Vorfreude! Von schönen Stunden des guten Gelingen, durchbebte michund erfüllte mein Innerstes mit jubelnder Freude.
Ein wundersamer Bergtag mit einer mehrstündigen Gipfelrast, war nrir dann beschieden. Allerdings war ich am Gipfel nicht lange allein denn, bald erschienen Kameraden der Berge.
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DIE GRÜNE HÖHLE
  Wegen meiner frübzeitigen Gipfelankunft konnte ich auch das Gebiet abseits des Weges, erkunden. Das ist immer ein großer Vorteil, denn dadurch lernt man den Berg besser kennen, meistens findet man dabei auch für eventuelle Biwakiernngen geeignete Unterschlüpfe oder man stoßt auf besonders idyllische Plätze, wo man zu einer Freinacht verführt wird. Der Tag war ereignisreich; wenn man nach der Plattenschlucht zwischen dem, Teufelszahn und dem, Großen Ödstein, auf einem Rasenband etwa hundert Meter nach rechts wandert, erreicht man die moosbewachene Grüne Höhle.
Die Straße zur Echokanzel ist ein breites nordseitiges Felsenband nit einer Verengung und führt schräg nach oben - zu einer Stelle die gegenüber der Teufelszahnwand liegt. Dem besonderen Echo an dieser Stelle verdanke ich eine Harmonielehre und eine einprägsame Fehlerrückmeldung und letzten Endes auch die Entstehubg des Ödstein Liedes.

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DIE WEISSE HÖHLE   ANTON SCHUBERT - GEDENKBUCH  ENDE  ÖDSTEIN
Traum Mit.dem.Gams.Aug'im.Aug' Höhlenweihnacht Naturschauspiel Mondlicht Menschen Freiheit
Frühling
Stille Ein.Blatt.Papier Wo.anderere Das.Höchste Anstiegsversuch.nach.25.Jahren
  • <1>19/20.10.82 Kirchengrat Kleiner Ödstein Höhlen Biwak Gamssattel.
  Am späten Nachmittag, beim Abstieg zum Gamssattel  braute sich, wie es m den Bergen öfters vorkommt, plötzlichein Gewitter zusammen. Um den Auswirkungen des Unwetters zu ent gehen, seilte ich mich wieder durch das Nadelöhr  in die am Morgen entdeckten Kluft hinab.
Draußen wütete das Unwetter und zog alle Register mit Donner- und Hagelschlägen sowie später mit gefrierenden Regen alle Register eines Wettersturzes.  Wehe dem! der solchen Gewalten in der Wand schutzlos ausgeliefert ist. Drinnen  im Berg war bald ein Feuer entfacht und wärmte den zwar nicht idealen, aber trockenen Schlafplatzt. Eigenartig, ich beobachtete wie der Rauch oberhalb eines Überhanges, wie bei einem Kamin abzog. Der Abend und die ganze Nacht lagen noch vor mir und meine Kraftreserven erlaubten es noch die Ursache der Abzugsströmung zu ergründen. Der Anfang war zwar, mit der Überwindung des Überhanges, sehr knifflig - doch unter Verwendung der Nothaken  möglich.
   DIE KAMINUMKEHR Nun stand ich vor einem runden Kamim, je höher ich stieg umso eigenartig wundersamer, wurde mir zumute. Der kahle Fels wurde immer mehr von den weißen Kalkblüten durchsetzt, an einer Stelle gleich einer Messerkante kam es zur, senkrechten Kaminumkehr. Auch die Luftströmung zischte in den nun gänzlich weiß bewachsenen Kamin hinab von Neugierde geplagt und ohne zu zögern auch ich.  Am Seil mit voller Ausrustung und landetet freischwebend in einen ebenerdigen tockenen Raum der von mit sogenannten Weißen Höhle.
Ein Platz zur Nachtruhe und ein Ort wie geschaffen für eine Gedenkstätte an den Dichter Anton Schubert, dessen Werk Einsame Stunden im Gesäuse Zauber mich auf den Ödstein geführt hat. Dort hatte ich auch meine Liegestätte gefunden und bald schon wandelte ich; im weiten Lande der Träume.
Nur einige Stunden Schlaf in einer, im Gemsengarten, in Wandnischen, in einem Schneeloch oder am Gipfel, regenerieren schom die körperliche Strapazen. Es gibt zwar immer Leute, oder richtig gesehen sind es Gewohnheitstiere, die behaupten sie könnten nur im eigenen Bett gut schlafen.
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TRAUM 
  Gleichzeitig mit der Natur, an enem Schönwettermorgen zu erwachen, bleibt ein unvergeßliches Erlebnis, man fühlt sich wie neu geboren und voll Tatendrang. Manchmal ist eine Traumdeuutung schwierig obwohl nur die Fragmente in Erinnerung bleiben, empfindet man von allen Epochen und zeitlos von Lebenden und Toten, geträumt zu haben.
Wie ein Mondsüchtiger oder ein Geist, wandelte ich in einemem Friedhof von Grab zu Grab und suche meine Eltern, doch! - Plötzlich höre ich Stimmen sprechen.
MUTTER
Was die Mutter ist gewesen,
Ist am Grabstein nicht zu lesen,
 Eingebettet wie im Berg das Erz,
 Ist es in der Kinder Herz.
 Der Schöpfer aller WeIten,
Wird es Ihr  vergelten.

VATER
Mein liebes Kind wo gehst dut hin,
 Bedenk' das ich dein Varter bin,
So bleib doch steh 'n und grüße mich,
Denn über alles lieb' ich dich.

  Nun war der Zeitpunkt eines weiteren Vorstoßes gekommen. Durch ein horizontales, hufeisenförmiiges und halb mit Geröll gefülltes Loch, kam ich an einem wundersamen Ort ans Tageslicht. Inmitten der senkrechten Nordwand ist eine grünbewachsene Nische dem von mir sogenannten Wintergarten. Für mich, der aus dem Dunklen gekrochen kam, war er ein Paradies. Viele Kräuter, Sträucher ja sogar Pflanzen mit Blüten in all ihrer Pracht, hatten hier ein fruchtbares Gedeihen und den Schutz vor den Frösten in dem durch ein Felsendach geschützten Raum gefunden.
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 MT DEM GAMS AUG IM AUG 
  Ich hatte verschlafen, die Sonne stand schon hoch, der Vormittag war bereits angebrochen. Auch ich wollte vom Sonnenglanz umflutet sein, deshalb ging ich auf die vorgelagerte Felsenkanzel. Dann stand ich, das erste mal und wahrscheinlich auch das letzte mal in meinem Leben, Aug im Aug mit dem Gams. Dieser schöne Anblick prägte sich mir unauslöschlich ein:
Es war das Haupt mit seinen großen, runden, braunen Augen, den Losern, den Hörnern und dem Äser aus dem, ein verlegenes Räuspern drang, beide waren wir sehr überrascht von unserer Erscheinung und starrten uns eine Zeit lang wie gelähmt an.
Das Tier verhoffte, es war wie die Fortsetzung einer meiner nächtlichen Träume, im wechselvollen Licht des jungen Morgen fielen die ersten Sonnenstrahlen auf den unten gegenüberliegenden Gamsstein.
Tief unter mir im Kar des Gamsstein Sattels liegt die Maischgrube, eine Mulde gefüllt mit riesigen Felsblöcken die von oben wie Kieselsteine aussahen. Unter mir lagen, im Kar des Gamsstein Sattels, die haushohen Felsblöcke wie kleine Kieselsteine herum. Bald erreichte auch mich der wärmende Sonnenschein als Auftakt zu einem hoffnungsvollen, erwachenden Bergtag.
Einen Tag nach der Berglesung am Grimminggipfel, erfüllte ich einen lang gehegten Wunsch meines Freundes, Herrn Johann> 1902 - 89, SÄNGER mit 500 LIEDER im Gedächtnis, MUSIKANT, ALMVATER und WANDERER - SCHIRMHERR, durch eine gemeinsame Fahrt nach Johnsbach und dem Besuch des, Bergsteiger - Friedhofes.
  • <2>26/27.10.82 Gamssattel  05:00 Weiße Höhle Grosser Ödstein Südwand Biwak Kölbl.
  • <3>01/02.11.85 Kölbl Gamssattel Höhlen Biwak  Erkundung des Loches am Wandschluchtende, eine unterirdische wieder an Tag führende Schluchtfortsetzung. Über einen Überhang geht ein Schacht nach oben, dann in der Umkehrung wieder nach unten in einen Raum mit weißen Kalkblüten. Von hier führt ein waagrechter Schluf auf eine Felsenkanzel mit Wintergarten in der Südwand.
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HÖHLENWEIHNACHT
<4>25/26/27.12.1985 Christtag 06:30 Kölbl Gamssattel Höhlenbiwak bei teilweisen sonnigen Wetter. Eine überhängende Schneewächte vor dem Unteren Kluftausgang und eine Vereisung im unteren aufsteigenden Kaminteil bereiteten, mir erhebliche Schwierigkeiten. 26. Stefanitag: Schlechtwetter mit Schneefall, freischaufeln des Wandausganges, Anbringung einer Aluseil - Sicherung an den exponierten Stellen des Kamines. Gedenkraum Bodenebnung Wintergartenausgang vom Schnee befreit und Vergrößerung Nachtlawinen haben den Wintergartenausgang wieder verschlossen, der Schluchtausgang nach oben zum Gamssattelanstieg ist noch zugeeist Höhlenbiwak  27. Schlechtwetter mit Schneefall, der Wandausgang war wegen der ständig abgehenden Lawinen nicht mehr freizuhalten. Hinterlegung des ANTON SCHUBERT  - GEDENKSTÄTTENBUCHES. Gamssattel Kölbl.
  1985 Christtag: Aufstieg Gamssattel Ost. Es ist mir in letzter Zeit ein Bedürfnis, für die vielen unbekannten Gipfelbuch- und Marterlspruchweisheiten, eine Lanze im Kampf gegen die Windmühlen der Banausitäs zu brechen.
Solche Sentenzen lösen bei mir, vor allem an Stellen wo Menschen verunglückt sind, immer induitive Gedankenanstöße aus.
Gams zu jagen war sein letzter Wille, da stand sein Herz plötzlich stille.
Zum ewigen Gedenken an den Revier Jäger SEPP WERL,
denn an dieser Stelle am, 17.11.1945 der Tod ereilte
Bildmarterl Gamssattel Ost
  Es war winterliches Schönwetter, am Wandfuß war ein bis zum Unteren Kluftausgang reichender Schneekegel, fast problemlos erreichte ich die Weiße Höhle. Am Nachmittag sammelte- und transportierte ich Brennholzvorräte in die Höhle.
Stefanitag: Vergrößerung des Wandausganges, Ebnung des Gedenkstättenraumes und Schaffung eines Tropfwasser - Sammelbeckens. Meine Freude war groß; im Wintergarten der Südwand hatten einige Farne und Pflanzen die Kälte überdauert.
Den ganzen Tag fiel Schnee, um die Mittagszeit gab es kurzen Sonnenschein, am Abend versuchte ich vergeblich den, vom Schnee verschlossenen, Oberen Klufteingang, zu öffnen. Es war die Nacht der Lawinen, sie donnerten über die Wandnische hinweg. Durch den Druck wurde dabei feiner Schneestaub durch den Wandausgang zu meiner Schlafstätte im Gedenkraum geweht . Am nächsten Tag war auch dieser Ausgang verschlossen, ich verließ die Weiße Höhle.
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GAMSSTEIN NATURSCHAUSPIEL 
  Noch in der sternhellen Nacht verließ ich durch den Unteren Kluftausgang die Weiße Höhle und querte schleunigst vom Schidepot zum Gamsstein - Sattel. Den neuen Tag wollte ich auf dem Gamsstein begrüßen. Ein klarer Wintermorgen umschwebte die heilige Bergstimmung, Sonnenschönheit umleuchtete, die nahen Höhen des Großen- und des Kleinen Ödsteins. Ihre Strahlen malten silberne Gebilde über die dämmrigen Schatten der Tiefe.
Ich betrat das Felsenhaupt des Gamssteines, als die Sonne hell und blendend, dem rosig leuchtenden Horizonte entstieg und ihr Schein das schneebedeckte Bergland silbern färbte. Nach den drei Tagen in der Höhle, war es wohltuend sich von der Sonne wärmen zu lassen. Durch die Sonneneinstrahlung kam Bewegung in die Südwand, für den Beobachter von einem sicheren Standort, wie es bei mir der Fall war, bot sich, durch die abgehenden Lawinen, ein einzigartiges Naturschauspiel. SA
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MONDLICHT - SCHNEEKRISTALLE
  • <4.1>25/26.02.86 Kölbl Gamssattel Wandfuß Biwak starker Schneefall verhinderte den Anstieg zur Höhle.
  Seit meinem Weihnachtsaufenthalt in der Weißen Höhle, habe ich mich mit dem Ödsteinlied beschäftigt, in der Nacht vor der Abfahrt, hatte ich die Melodie und den Text in das Anton Schubert Gedenkstättenbuch eingetragen. Dieses Buch wollte ich in nun der Weißen Höhle hinterlegen.  Es war Schlechtwetter mit Talnebeln, in den vergangenen Tagen waren großen Mengen Schnee gefallen. Bis zum Abend schaffte ich die Wegstrecke bis zu den ersten Felsen des Gamssattel - Anstieges.
  Die Nacht eines Winterbiwaks kann eine Ewigkeit dauern, als sich der Himmel aufhellte und der Halbmond und die Sterne sichtbar wurden, setzte ich meinen Weg fort.
DAS BESTE MITTEL GEGEN DIE KÄLTE IST DIE BEWEGUNG
  Mit den Steigfellen auf den Schiern im glitzernden und klirrenden Pulverschnee zu schreiten, war ein traumhaftes Erlebnis. Mühsam aber kam ich im Kampf gegen meine Müdigkeit und mit dem tiefen Schnee vorwärts, in dem Schidepot, einer Wandfußnische der Südwand, verbrachte ich die Nacht. Schlechtwetter mit Schneefall verhinderte am nächsten Tag den Aufstieg zur Weißen Höhle.
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Fehlt den MENSCHEN die Qualität,
Herrscht Falschheit und Brutalität. SS
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Über die Lüfte fliegt der Mensch wie nichts
An FREIHEIT, Frieden und Brot da gebricht`s.
Am Schirm sieht er die ganze Welt von zu Haus
Vergeblich strecken Hungernde die Hände aus. LF
  • <5>24/25.03.1986 Kölbl Gamsstein links Gamssattel Wandfußhöhle Biwak Seilsicherungen Umkehrkamin angebracht und Wintergartenausgang vom Schnee befreit, der Wintergartenausgang war wegen ständigen Lawinen nicht mehr freizuhalten Höhlenbiwak 25. Gamssteinbesteigung.
  • <6>01/02/03.05.86 05:00 Kölbl Gamssattel Weiße Höhle Südwand Biwak 02. Jahreserstbesteigung Kleiner Ödstein Grüne Höhle Grosser Ödstein ab Gamssattel weiter Rinnerstein Biwak  03. Festkogel.
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    FRÜHLING AM ÖDSTEIN 
  • <7>01/02.05.86 Kölbl Gamssattel Weiße Höhle Anton Schubert Gedenktafel Anbringung und Enthüllung Höhlen Biwak 1. Gamssattel Festkogel Kölbl.
      Aufstieg, weglos links vom Gamsstein durch die Maischgrube und den Unteren Kluftausgang. Während des Anstieges; hörte ich öfters die Klänge der Johnsbacher Blasmusik, dieser musikalische Weckruf am ersten Mai, ist ein alter steirischer Brauch.
    Anbringung der, Anton Schubert Gedenktafel in der Weißen Höhle und Erweiterungsarbeiten am Südwandausgang. Am Abend klarte das Wetter auf, das war Grund genug um durch den Oberen Klufteingang die Höhle zu verlassen und in der sternhellen Nacht, in den Gemsengärten ein Nachtlager zu suchen.
      Nach dem Aufstehen beobachtete ich eine Maus, ohne zu flüchten lief sie verstört herum. Jahreserstbesteigung des Große Ödstein, nach anfänglichen Vernebelungen kam wie bestellt Schönwetter.
  • <8>17/18.05.86 Kölbl Gamssattel Weiße Höhle Kleiner Ödstein Grüne Höhle Großer Ödstein Gipfelbiwak Pfingstsa 18. Jahreserstüberschreitung Gipfelgrat Hochtor Hesshütte Kölbl.
  • <9>27/28.06.1986, Freitag: Schönwetter, Gamssattel - Ost, Besuch der "Weißen Höhle" durch den "Unteren Klufteingang", Gamsgartennächtigung.
GIPFELGRAT - SCHARTENBUCH HINTERLEGUNG  Zum Gedenken an Franz Lanner tödlich abgestürzt, am 13.06.1984 im 35. Lebensjahr
Geht man am Südwandfuß der Gamssattelwand in Richtung Westen, gelangt man zur geräumigen "Spaltenhöhle" 28.06.1986, Samstag: Schönwetter, Besteigung des "Kleinen Ödsteins" über die "Straße" mit der "Echokanzel", Besteigung des "Großen Ödsteines", Abstieg in die Scharte, Hinterlegung des instandgesetzten Gipfelgrat - Schartenbuches. Abstieg in der "Großen Ödsteinostwand - Verschneidung" links neben der "Großen Höhle" dann in Richtung "Festkogel" in der Umgehung der Abschlußwand Kölbl. 
  • <10>22/23.09.89 Weiße Gedenkhöhle um 9:40 Kölbl.
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Es gibt viel Lärm -aber nur eine STILLE SS 
  • <11>23.07.91 von der Festkogel  Östeinüberschreitung Kölbl.
  • <12>03.04.98 Kölbl Überschreitung Ödstein - Festkogel - Hochtor - Heßhütte - Peternpfad Biwak Haindlkar Gesenbkscharte ↓Johnsbach. Tour zur Besichtigung des Steinernen Bergrettungsmannes eine bisher noch unbekannte Plastik von Carl Hermann vor der Bergrettungshütte Haindelkar. 
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Schwer ist der Kampf ehe man begreift, 
Um ein Blatt PAPIER in Stürmen gereift.
Alle Voraussetzungen dafür, daß diesem ANTON SCHUBERT - GEDENKBUCH eine entwürdigende menschliche Behandlung erspart bleibt, sind hier in der Gedenkstätte gegeben.
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WO ANDERE VORÜBER GEH´N
Ich hab darüber nachgedacht,
Was wohl den Menschen glücklich macht;
Ein netter Blick, ein liebes Wort,
Hilft dir im Alltag immer fort.
Ist dein Herz manchmal schwer,
Bedaure dich nicht allzu sehr.

Wo andere vorüber geh´n,

Da bleibe du ein Weilchen steh´n.
Oft ist es nur ein Stein ein Falter,
Schenk ihnen ein Stückchen Leben,
Man lernt es auch noch im Alter,
                           Dem Auge Grund zur Freude geben. Frau Silvinger Wien
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DAS HÖCHSTE
Reine Herzens zu sein Das ist das Höchste,
Was Weise ersannen Weisere aber waren.
HÖLDERLIN> an Diotima

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20090820 Anstiegsversuch nach 25 Jahren ÖDSTEIN
  • <12.1>20.08.09 Kölbl Gamssattel Schlucht- und Wandeinstiegsversuch gescheitert ↓Maischgrube und Gamsspitz rechts.
  Günter wollte in seinem Urlaub auch wieder einen Alpenspaziergang> mit mir unternehmen, so landen wir im Johnsbachtal beim Kölblparkplatz. Wir schlendern gemächlich bergan, einer der wenigen Schönwettertage dieses Sommers ist angebrochen, eine kleine Völkerwanderung belebt den Weg zur Heßhütte. Richtige Bergsteiger brechen allerdings schon vor oder bei der Dämmerung auf - Nachzügler haben es bekanntlich, wir ausgenommen, immer eilig. Oberhalb des Wasserfalles im Koderalmboden finden wir auf einem Stein des Baches einen idyllischen Rast- und Jausenplatz. In gewisser Entfernung ziehen die Wandersleute, mit und ohne Rucksack oft auch nur mit Tragtaschen, vorbei einer war besonders originell; er trug eine standesgemäße kurze Lederhose und hatte dazu das modische Männerkopftuch auf. Eine ständige Gesichtsverhüllung ist menschenunwürdig, aber ein Kopftuchverbot ist doch die größte aller zivilisierten Peinlichkeiten, denke ich mir. Am Festkogel- und Hochtorweg sind wir dem Trubel entkommen und  finden dann auch den Gewohnheitssteig zum Gamssattel. Am Rand des ersten Schneefeldes ziehen wir eine sitzende Verschnaufpause in die Länge, Günter der Jäger widmet sich einen schönen Anblick einer Gämse, die durch unser ruhiges Verhalten weder verhofft noch flüchtet.
  Die Besteigung der Schubertschlucht breche ich beim letzten Überhang vor dem Höhleneingang ab. "Ein Seil ohne Haken" ist immer ein Haken in der Sache. Es bleibt ja noch der Höhleneinstieg von oben, der alte Haken über dem Eingangsloch ist noch vertrauenswürdig. Nun stehen wir beide beim Überhang zum Umkehrschacht und auch am Ende unseres Seiles. Der Überhang hat noch die Doppelhakensicherung mit einem kurzen Aluseil, doch ich vermisse meine Fähigkeit des Spreizschrittes, auch hier ist die Tageslosung wieder Umkehr. Heute nach genau 25 Jahren> weiß ich es nicht mehr wie es mir damals möglich war diese gefährliche ausgesetzte Stelle zu überwinden. Ob die Gedenkhöhle mit dem Wintergarten, außer von mir, jemals besucht wurde?  Wäre im Gedenkbuch> gestanden, die Felsnische Wintergarten hat auch in der kalten Jahreszeit immer grünen Bewuchs. Der Wandabstieg hat einen  etwas kribbeligen Abschnitt, der mir auch schon in der Vergangenheit immer im Magen gelegen war, so auch wieder heute.  Letzten Endes habe ich bei dieser Tour nicht Günter eine Angst eingejagt, damit er von meiner Bergpartnerschaft geheilt ist, sondern mir selber.
  Der Durst treibt uns in die Randkluft zu plätschernden Wasser, Günter schwingt sich mühelos in die herzförmige Ausschmelzung mit Fenstern und wir stillen unseren großen Durst. Eine Person quert vom Gamssattel Kirchengrat zum Gamssattel Gamsspitz und verweilt auf halber Höhe des Gamsspitzes. Wir queren das romantische,  von Krummholz bewachsene Gamssattelkar "die Maischgrube", mit den kreuz und quer durcheinander gewürfelten, liegenden und stehenden Felsblöcken, ich finde ein waidmännisches Andenken für Günter von einem Lawinengams. Dieser ist ganz im Banne der Gämsenbeobachtung die zahlreich äsend auftauchen. Der wilde Abstieg rechts vom Gamsspitz hat es in sich, zumindest ist es ein Landschaftsteil der zwangsmäßig vom Menscheneingriff verschont ist.
  Trotzdem sind wir froh als wir einen Forstweg erreichen und später einen vorbildlichen Wandersteig finden, der uns am Berg zurück hinein zum Kölbl führt. Unterwegs hatte sich Günter noch eingehend mit der Beobachtung einer Blindschleiche beschäftigt. Es ist bereits dunkel und wir stolpern fast über die vielen braunen eingewanderten Nacktschnecken auf der Wiese hinter dem Kölbwirtshaus. Dieses hat im Vergleich zu einst wesentlich vergrößert und viele, auch in Freien sitzende, Gäste geben ein Zeichen von guter Bewirtschaftung. Am Nebentisch sind Gesprächsfetzen von der begangenen "Jahn-Zimmer" Fuhre der Nordwand und vom Tod des Grogger Verwandten> am Grimming zu hören. Der Wert des Lebens oder der Gesundheit zeigt sich meistens erst bei Gefahr oder Krankheit. Um sein nacktes Leben zu zittern jedoch gleicht dem Stumpfsinn vom: "Letzten Lebewohl der sterblichen menschlichen Überreste".
"Mit Geist und Leben vorwärts streben"?
Und wieder dringt diese Frage an mein Ohr,
Doch wieder ist und bleibt alles wie zuvor.
Und wieder dringt die Frage an das Lied,
Warum Amtenorias Schatten es nicht mied?
WEISSE HÖHLE  ENDE ANFANG   ÖDSTEIN

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GIPFELKREUZ GROSSER ÖDSTEIN
  Es wurde, am 22.08.1965 von der ÖAV - Sekt. ÖGV Jugend aufgestellt, die zum gleichen Zeitpunkt das Steigbuch des Hochtor - Ödsteingrates hinterlegte. GIPFELBUCH GROSSER ÖDSTEIN Es wurde am, 20.08.1980 von Herman Maunz aus Weng hinterlegt. Es ist ein Taschenkalender und wegen der geringen Gipfelfrequenz ist dieser erst halb voll geschrieben. 20.10.82 Mein erster Besteigungsversuch des schwer zugänglichen Zauberberg und König des Gesäuses mit über 1700 m relativer Höhe.
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Leben heißt wandern und nicht in Stille stehen,
Von einem GIPFEL sind viele andere zu sehen.SG

auf Gamssattel 26. 05:00 Gamssattel Weiße Höhle Grosser Ödstein ab Südwand Biwak Kölbl 27.10.82 <1> JAHRESERSTBESTEIGUNG
Kleiner Ödstein Grüne Höhle Grosser Ödstein ab Gamssattel weiter Rinnerstein Biwak 02. Festkogel ab Kölbl 03.05.86 <2>
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Unter dem Zeichen des KREUZES, habe ich hier oben eine
einsame aber wunderbare Sternennacht verbracht. KBGA
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NACH EINER GIPFELNACHT AM ÖDSTEIN 

  An jenen wonnigen, jungen Tage im Frühling, küßte mich die milde Mutter die Sonne, aus dem Schlummer.Allein mit dir meine Seele, - hoch oben am Gipfel! In den Tälern lag noch der Schatten der Nacht, manche träumten noch von ihrer kurzen Kindheit und von den fernen Bergen, ich erlebte nach einer Zeit voll holder Träume schon das Wunder der Schöpfung. Ein Bett zwischen Himmel und Erde. SA auf Kölbl Gamssattel Weiße Höhle Kleiner Ödstein Grüne Höhle Großer Ödstein Gipfelbiwak Pfingstsa 17. JAHRESERSTÜBERSCHREITUNG Gipfelgrat Ödstein Hochtor Hesshütte ab Kölbl 18.05.86 <3 > auf ab Gamssattel 28.06.86 <4>

Anton Schubert Berggedenken Öblarner Berg Musik Euphorionwanderung 06.08.86 <5>

auf Kölbl Schneekarturm Festkogel Ödstein Anton Schubert Gedenkhöhle Gamssattel ab Kölbl 23.07.91 <6> auf Kölbl JAHRESERSTÜBERSCHREITUNG Gipfelgrat Ödstein Hochtor Hesshütte zur Besichtigung der bisher unbekannten Steinernen Bergretter von Carl Hermann vor der ÖBR Diensthütte Haindelkar.
Das neue  beschädigte Ödsteinkreuz
   Ein neues Holzkreuz lag aufstellungsbereit am Gipfel. Peternpfad Wandverschneidung Biwak, Wolkenbruch, aus der Felsnische kam ein Bach, von der Wand kam die Traufe 03. Haindlkarhütte ab Gsenkscharte 04.06.98 <7>
Bei der Suche nach Willi End, von ihm sind alle Aufnahmen im
AV-FÜHRER>,  stiess ich auf das neue Ödstein Gipfelkreuz. Das alte Gipfelkreuz war aus Metall und somit auch gleichzeitig  ein natürlicher Blitzableiter. Das neue Holzkreuz wurde zwar mit dem Hubschrauber auf den Grossen Ödstein transportiert, doch an den Blitzableiter hat man nicht gedacht.
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ÖDSTEINKANTE2002
Am Eckpfeiler des Gesäusekamms: Eine Begehung der Nordwestkante des Grossen Ödsteins.
  Manche Träume brauchen länger, um wahr zu werden. Die Ödsteinkante war für mich so ein Traum. Doch auf den grossen Ödstein trifft zu, was auch über manch grösseres Ziel schon gesagt wurde: an diesem Berg gibt es nichts zum Nulltarif. Und im Bewusstsein der Länge dieser Unternehmung hat es auch bis zum Entschluss etwas gedauert. Ende August 2002 war es dann soweit.
  Kurz nach 6h morgens verlassen Rudi und ich das im unteren Johnsbachtal abgestellte Auto und begeben uns auf die Suche nach den spärlichen roten Markierungspunkten, die uns ins Ödsteinkar leiten. Wir steigen zuerst durch Wald, dann ein Bachbett nutzend, zwischen Latschen und schließlich mühsam über lockere Schuttströme in den entlegenen, rinnenartigen Winkel unter der düsteren, 700m hohen Ödstein-Nordwand. Den Einstieg markiert ein herabhängendes Seilstück, welches die Stelle vermutlich auch bei Schneelage gut kenntlich macht. Diesmal ist der Wandfuss jedoch trocken. Während wir die Seile durchziehen, entdecken wir im Kar weitere Kletterer, die rasch näherkommen. Für die nächsten Stunden übernehmen wir beide die Routensuche, die anderen folgen uns dicht; an den Standplätzen rennt der Schmäh auf wienerisch, nieder- und oberösterreichisch, nicht unangenehm angesichts der grossartig-ernsten Umgebung.

  Die Kletterschwierigkeiten sind vorerst moderat. Vor den beiden wesentlich schwierigeren Schlüsselseillängen, etwa in der Hälfte der Tour, befindet sich ein schöner Gratsattel, in dem wir kurz Pause machen. Der Ausblick ist hier schon überwältigend, vor allem auf die gegenüberliegende Westwand des Ödsteinkarturms.

  Dann kommt bald der härtere Teil: Rudi führt zunächst eine Seillänge über dachartig abwärts geschichtete Platten bis zu einer Stelle, von der mehrere Varianten weiterführen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, mit einem etwas grösseren Überhang fertig zu werden.
  Nun bin ich dran, quere nach links über rauhe Platten, lege einen Klemmkeil, finde einen neuen Zwischenhaken, weiss dann aber fürs erste nicht mehr weiter. Einige Minuten vergehen mit Herumprobieren. Rudi hat mir später einiges über meine verbalen Äusserungen an dieser Stelle mitgeteilt... Schliesslich ist es klar: weit nach links auf einen trittbrettartigen, rissigen Vorsprung gespreizt, dann schwierig entlang mehrerer alter Haken gerade hoch, und über einen Spalt in leichteres Gelände und zum nächsten Stand.

  Was dann noch folgt, ist ein langwieriges sich - Heranarbeiten an ein schräges breites Ausstiegsband, aber die Hauptschwierigkeiten liegen hinter uns. Bald haben wir Sonne. Der Ausstieg führt auf den obersten Kirchengrat, wenige Minuten vom Gipfel entfernt! Es ist 3h nachmittags. Wir ziehen die Bergschuhe an, verstauen die Klettersachen, fallen über unsere restlichen Ess- und Trinkvorräte her.

  Auf dem Gipfelkreuz sitzen zwei Kolkraben dicht nebeneinander. Bei unserem Näherkommen gleiten sie lautlos ins Ödsteinkar hinaus, elegant, mit gespreizten, glänzend schwarzen Federn, als wollten sie allen Kletterern zeigen, wie man sich in den Bergen bewegt. Kolkraben unterscheiden sich von Alpendohlen durch ihre Grösse sowie durch die schwarzen Schnäbel und Füsse, und sie sind perfekte Kunstflieger.

  Wir machen eine ausgiebige Gipfelrast, warten noch auf die nächste Seilschaft, plaudernd, fotografierend, sitzend und stehend auf der wunderschönen Gipfelplatte. Das Wetter scheint uns Zeit zu lassen, doch die Bewölkung nimmt langsam zu.

  Als wir uns gegen 4h an den Abstieg über den Kirchengrat machen, freue ich mich eine Zeitlang über die gute Markierung und über allerlei nette Stellen, die wir in ziemlichem Tempo abklettern. Wir passieren den blau markierten Abstieg zum Gamssteinsattel und queren den kleinen Ödstein. Dann jedoch wird der Abstieg zusehends mühsamer. Hunderte Meter Schrofengelände werden abgeklettert und der Höhenmesser belehrt uns unerbittlich darüber, wie langsam wir an Höhe verlieren.

  Es folgt ein etwas einfacheres Stück bis zur Johnsbacher Scharte, dann geht es nach Süden hinunter. In einer endlos scheinenden, trockenen Felsrinne wird steil hinuntergelaufen und abgeklettert, dann wechselt die Markierung in eine noch weitaus unangenehmere Nachbarrinne, wo wir mit Steilstufen, Geröll und Steinschlag noch einige Zeit herumraufen. Aber schließlich nimmt uns im Wald ein netter Weg auf.

  Nach 1500 Höhenmetern wilden Abstiegs landen wir gegen 7h abends am Talboden. Der Himmel hat sich mittlerweile stark verfinstert, das Farbenspiel zwischen fahlem rosa und dunkelviolett könnte einen Maler begeistern, verheisst aber nichts Gutes. Erster Donner knattert in den Wolken. Geschwind mache ich mein beim "Ödsteinblick" abgestelltes Fahrrad flott und flitze die immer steiler werdende Strasse talauswärts, um das Auto zurückzuholen, und das möglichst noch vor dem Gewitter.

  Während ich unter den ersten Regentropfen durch Johnsbach rolle, löst sich von einem der Häuser schräg vor mir die dunkle Gestalt eines schlappohrigen fetten Hundes, dessen Jagdinstinkt plötzlich erwacht ist und der Anstalten macht, mich seitlich anzuspringen. Das hat mir noch gefehlt, unmöglich, bei dem Tempo auszuweichen, kein Helm auf dem Kopf, die Strasse schon feucht, verfluchtes Vieh! Wild entschlossen trete ich noch kräftig durch und lenke dabei stur geradeaus, der Hund ändert im letzten Augenblick die Richtung und ich bin vorbei, Krankenhaus ade!

  Das Auto ist erreicht, und während ich das Rad hineinlade, bricht das Wetter so richtig los. Einigermassen durchnässt bin ich bald darauf wieder beim "Ödsteinblick", wo Rudi schon beim Bier sitzt. Forelle essen, Bier trinken, einer nebenan lärmenden und qualmenden Raftinggruppe ausgeliefert, überdreht, aber glücklich verbringen wir den Abend und wanken dann zu Bett.
  Um 3h morgens wachen wir unvermittelt auf. Meine Beine schmerzen. Rudi schaut aus dem Fenster.
  "Was ist?" "Es regnet." "Na, passt ja!" Gelächter.
  Ende. Schönwetter am nächsten Tag wäre doch schlimm. Man müsste in dem Zustand glatt noch eine Tour gehen... 
TEXTANFANG ÖDSTEINKANTE^
INFO
Die Ödstein-NW-Kante (erstmals begangen auf etwas anderer Route von Angelo Dibona 1910, weiteres siehe [1]) wurde neulich saniert, was eine beachtliche und dankenswerte Arbeit darstellt. Die sanierte Routenführung ist in [2] dokumentiert.
Beim Einstieg dürfte es sich nach den Beschreibungen in [1] um die Einstiegsvariante "Preuss/Relly" handeln. Die Standplätze sind durchwegs mit je einem Bühlerhaken saniert und nicht immer leicht zu finden, denn an Zwischenhaken gibt es nur einen weiteren Bühler in der 2. Schlüsselseillänge (nach [1] ist dies die Variante "Redlich/Stefansky") und ein paar Normalhaken, fast alle recht ehrwürdig.
Die beiden Schlüsselseillängen sind im Topo [2] für freie Kletterei mit 5 bzw. 6- bewertet. Ansonsten liegen die Schwierigkeiten nicht über 3+, dazwischen gibt es auch etwas Gehgelände.

Das Topo in [2] ist brauchbar, wenn man berücksichtigt, daß mehrere Seillängen in der Darstellung ausgelassen wurden, und zwar:
 eine Seillänge im Bereich der dargestellten 3. Seillänge "50m, 1" (letztere ist entweder wesentlich länger als 50m, oder wir haben einen Standhaken übersehen - gleichviel, es ist praktisch ein Band mit Gehgelände)
 eine Seillänge im Bereich der direkt an der Kante verlaufenden Wegführung in der unteren Routenhälfte
 eine kurze Seillänge nach dem darauffolgenden Linksquergang und Kamin "3, 50m" (dieser Linksquergang dient nur dazu, einige Gratbuckel zu umgehen, hinter denen sich der "gr. Absatz" verbirgt - nicht zu früh nach links queren!)

 eine Seillänge im Bereich der schräg links aufwärts weisenden Wegführung nach den beiden Schlüsselseillängen. (Hier nach eineinhalb Seillängen die Rinne verlassen und auf ihrem linken Begrenzungsrücken weitergehen. Dann keinesfalls zu früh nach rechts abbiegen - mehrere Verhauermöglichkeiten - am besten nach dem Bild auf S.395 in [1] orientieren!!)
Der von uns im Abstieg begangene Kirchengrat [3] (das ist der Normalweg auf den grossen Ödstein) ist sehr mühsam, reicht stellenweise an Schwierigkeitsgrad 3 heran und sollte in keiner Weise unterschätzt werden. TEXTANFANG ÖDSTEINKANTE^
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LITERATUR  u. Willi End  Werkverzeichnis
  • [1] Willi End: "Alpenvereinsführer Gesäuseberge", Rother-Verlag, 1988
  • [2] Reinmüller, Hollinger, Mikofei: "XEIS-Auslese", herausgegeben vom Alpinen Rettungsdienst Gesäuse, Mai 2002
  • [3] Willi End in "Der Gebirgsfreund" Jg.113, Nr.1, S.8-9, Feb./März 2002
Willi End Werkverzeichnis Rother-Verlag
Alpenvereinsführer (AVF) Gesäuseberge - Ennstaler Alpen Glockner- und Granatspitzgruppe Venedigergruppe Neuauflage im März '06. Gebiets- und Auswahlführer (GF) Glockner-, Granatspitz-, Venedigergruppe - mit angrenzenden Berggebieten Neuauflage im Juli '07 vergriffen GF Dachsteingebirge vergriffen AVF Lienzer Dolomiten
Anmerkung: Wie kam ich zu diesen Bericht?
Bei der Suche nach Willi End, von ihm sind alle Aufnahmen im AV-FÜHRER>,  stiess ich auf das neue Ödstein Gipfelkreuz. Das alte Gipfelkreuz war aus Metall und somit auch gleichzeitig  ein natürlicher Blitzableiter. Das neue Holzkreuz wurde zwar mit dem Hubschrauber auf den Grossen Ödstein transportiert, doch an den Blitzableiter hat man nicht gedacht. Von > hat nach meinem Wissensstand nur der Ofensetzer Gruber Rudolf die Östeinkante begangen.
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KLEINER ÖDSTEIN  
GIPFELBUCH Bei der Besteigung des Kleinen Ödsteines über die Straße mit der Echokanzel, erfreute mich ein flirtendes Dohlenpaar. Seit Oktober 1985, gibt es ein neues Gipfelkreuz, das Gipfelbuch wurde am, 29.09.1985; von Manfred Üblacker und Johann Zacharias, hinterlegt, es ist anzunehmen das sie auch die Gipfelkreuzaufsteller sind. Nach dem Abstieg über die, Gamssteinroute", fand ich zur Nächtigung einen Baum: Seine unteren Astreihen waren vom Tiefschnee zeltartig zu Boden gedrückt, dadurch war um den Stamm, ein von Süden zugänglicher schneefreier und windgeschützter Hohlraum entstanden.
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REICH ist jener Mann
Der auch verzichten kann. SW
auf Kirchengrat Höhlen Biwak 19. ab Gamssattel 27.10.82 <1> Jahreserstbesteigung
02.05.86 <2> jeweils am Gipfel 17.05.86 <3> 28.06.86 <4>
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KLEINER ÖDSTEIN SÜDOSTWAND 2005  
Südostwand Waidhofner Weg, 4-5 17 Seillängen. Abstieg: 400 bis 500m abklettern zum Gamssteinsattel, 2.Grad. Diese Eintragung in unserer Tourenpartnerbörse hat anscheinend nicht allzu verlockend geklungen.
Die kurze Bemerkung über den (leider notwendigen) Abstieg war wohl eher abschreckend und wurde durch ein verheißungsvolles Foto einer bildschönen Wasserrillenplatte aus dem Xeis-Führer nicht aufgewogen.
Aber Christian war fest entschlossen, diese Tour im Frühjahr 2005 an Land zu ziehen, und blieb beharrlich, wenn auch mit Hintergedanken

("na ihr seids ma Alpinisten...").
Nach der Bereinigung von Wetter- und Terminproblemen blieben nur noch drei Unentwegte übrig, Bärbel, Hans und Christian, und sie bildeten eine Dreierpartie an einem wolkenlosen Samstag Mitte Juni. (Unentwegte = Die sich den Weg nicht nehmen lassen)
 Abends beim Johnsbacher Kölblwirt beschlossen, um 5h aufzustehen, abendgegessen, im Bett geräkelt, tramhappert aufgestanden, ansatzweise gefrühstückt, den Wald hinaufgewankt, den "Mini-Gletscher" samt Randkluft am Wandfuß beäugt, eine schon anwesende Seilschaft abgewartet, grasige Felsbuckel hochgestiegen und gequert, schließlich mit zunehmender Munterkeit die sich langsam aufsteilende Wand hochgeturnt, dann Wasserrillen,Wasserrillen,Wasserr...
Wunderschön und etwas schmerzhaft: Wasserrillen. Teils seicht, gerade für die Finger- und die Zehenspitzen. Dann wadltief, O-beinig zu gehen, Rille links, Rille rechts, den scharfkantigen Steg dazwischen zum Krallen. Und plötzlich geht gar nichts mehr. Der Schuh steckt fest, die Wasserrille hat sich darin verbissen wie ein Hund. Beim Versuch, sich loszureißen, läuft man Gefahr, rücklings aus der Platte zu kippen.
Glücklicherweise gibts einen Haken, halt dich fest (reine Notwehr - hat mit technischem Klettern nichts zu tun) und reiß ihr den Schuh gewaltsam aus dem Maul. Er sieht schlimm aus. (Heisst nicht die Nachbarroute "Gummikiller"?) Je höher, desto toller, die Kletterei ist nun wirklich traumhaft! Die beiden Männer vermissen bei Bärbel ein wenig die erwartete Begeisterung:

(12. Seillänge:) "Ja, mir gefällts eh gut" -- "des klingt aber net ganz überzeugend..."
(13. Seillänge:) "Also Christian, jetzt werd ich aber richtig euphorisch!" -- "na liab, hast des öfter...?"

(15. Seillänge:) "Das is ja richtig toll!" -- "na endlich..." Gutmütiges Geblödel.

Eine bildschöne, steile Fünfer-Seillänge, wandig, mit nur mehr angedeuteten Rillen, und noch eine Länge, dann ist der Ausstieg erreicht. Christian, wie immer gipfelhungrig, braucht dringend den Blick hinüber ins Ennstal und gibt sichs noch bis zum Gipfelkreuz des Kleinen Ödsteins. Alles endet irgendwann, auch die Gipfelrast fällt schließlich dem Abstieg zum Opfer. Blaue Markierungen, wie gut! Abklettern, abklettern, ab- -wo? Ganz nach vor gehen, senkrecht runterschauen, tatsächlich, da geht er weiter, dieser "Zweier", traut sich was! Die ersten paar mal lachen wir noch. Bis der Zweier dann durch eine Steinschlagrinne "sickert", in der alle Trümmer unabhängig von ihrer Größe nicht nur locker sind, sondern auch wirklich abgehen. Bis er eine Gras-und-Fels-Kanzel nicht nur senkrecht nach unten verlässt, sondern in einzelnen Metern sogar ein bisschen hängt. (Zitat Oliver König: "üüberhängendes Zweiergelände!" - mit verhaltener Abscheu ausgesprochen) Am coolsten bleibt noch Hans: "I kenn de Gsäus-Schluchten, de schaun halt net besser aus..."
Der Abstieg zum Gamssteinsattel wird nach unten immer schlimmer, hat aber gegenüber dem "Kirchengrat" den Vorteil, dass wegen der Steilheit "was weitergeht", dass er einfach früher endet. Bei Nässe wärs allerdings grimmig. (Zitat Willi End: "mehr gefährlich als schwierig")
Beim Kölblwirt werden noch diverse Köstlichkeiten durchprobiert, für die es gestern wegen der späten Stunde nicht mehr gereicht hat, und nachdem Hans einen ordentlichen Kaffee getrunken hat, fährt er ruhig und sicher nach Hause, während Christian vor sich hin döst und Bärbel hinten auf der Bank einschläft. Ein wunderschöner Aufstieg, ein grauslicher Abstieg, zum Glück wars net umgekehrt! Quelle.Gebirgsverein Christian.Faltin
Update 18.9.05 TEXTANFANG ÖDSTEINKANTE^

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DIE KREUZOTTER UND DIE NATTER 
   Der Schönwettertag begann mit einem, schönen Anblick von Gemsen, ich unternahm einen wilden Anstieg links vom Schneekarturm, dabei erschreckte mich eine von mir aufgeschreckte, zischende Kreuzotter.  Auf einem typischen Gemsenstandplatz, am zum Schneekarturm hinführenden Felsengrat, verweilte ich einige Stunden.
Gemsenstandplätze sind immer an landschaftlich schönen und markanten Stellen. Ich atmete im Gleichklang mit der ringsherum in der Frühlingstimmung pulsierenden Natur, musizierte und beobachtete die, zum Fesrkogel wandernden, Schitourengänger. Während ich so gedankenversunken vor mich hin sann, erschreckte mich plötzlich ein lautes Plub! - mit einem folgenden Wasserplatschen, von der Schneekarturm - Südwand her. Dort schoß durch die Sonneneinstrahlung plötzlich befreit der Inhalt; einer zugefrorenen Felsenquelle oder eines Schmelzwasser - Einschluß, hervor und stürzte kurze Zeit als Wasserfall von der Wand.

Nachmittags beim Abstieg; suchte ich unterhalb der Koderalm eine Route in der Nähe des Wasserfalls. Da dies nicht möglich war, umging ich die Wand taleinwärts. Oberhalb dieser Wand beobachtete ich eine große Natter: Zuerst bewegte sie sich langsam auf einem flachen, sonnerwärmten Felsen, dann bei meiner Ankunft stellte sie sich tot.

Der Ödstein, der mir in den drei vergangenen Frühlingstagen viele unvergeßliche Erlebnisse beschert hatte, verabschiedete sich mit einem in der Abendsonneaufflammenden Gipfel, ich aber wanderte talauswärts zu meinem Fahrzeug. Dass ich aber trotz der Atomstrahlungs - Gefahr - Warnungen, wegen der Reaktorzerstörung in Tschernobyl, eine Gesäusebergfahrt unternommen hatte, war vielleicht unvernünftig, aber was wäre das Leben noch wert, wenn man auf solche Freuden verzichten müßte?

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ANGST ALS UMKEHRSIGNAL 
  Christihimmelfahrtstag: Anstieg; Gamssattel - Ost - Oberer Klufteingang, Schlechtwetter mit späteren Übergang des Regens in Schnee, Anbringen einer Stahlseilsicherung beim Oberen Klufteingang, Erweiterung des Südwandausganges, Ebnung des Wintergartens, Höhlennächtigung.
Schlechtes Wetter mit Nebel und teilweisen Aufhellungen unterhalb der Südwände querte ich zum Schneekarturm, dieser Turm hatte es mir angetan. Vom Westgrat her bestieg ich seine letzte Vorhutspitze und sah schon deutlich den Gipfelbuchbehälter, doch die einsetzende Angst ließ mich umkehren.
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GIPFELGRAT ÖDSTEIN HOCHTOR JAHRESERSTBESCHREITUNG 
  Anstieg Gamssattel - Ost, Besuch der Weißen Höhle durch den Oberen Klufteingang, Besteigung des Kleinen Ödsteins über die Straße mit der Echokanzel, Erforschung der Grünen Höhle: Sie besteht aus Spalten und Nischen und hat kein weiterführendes System.
Gipfelnacht auf dem Großen Ödstein, das Gipfelkreuz mit einem grünen Schutzanstrich versehen.  Von der Felsenkanzel des Wintergartens der Weißen Höhle und während des Aufstieges im Nebel hatte ich, schöne Gemsen - Anblicke. Am Abend löste sich der Nebel auf und das im Wetterbericht vorhergesagte Schönwetter, trat ein.

Mit ihrem goldenen Scheine färbte die Sonne zum Abschied den Gipfel des Großen Ödsteines, fasziniert blickte ich auf den Trojani Hochweberspitze, auf den Grimming, auf das Schießeck und auf die zahlreichen anderen, mir bekannten und unbekannten Berghäupter.  Ein Gipfelfreilager bei Schönwetter, ist stets ein Erlebnis von bleibenden Erinnerungswert. Die Stelle rechts vom Trojani, am Wölzer Tauernkamm wo die Sonne untergetaucht war, leuchtete noch einige Zeit im Flammenschimmer und war dann bald am lohenden Horizont nicht mehr zu erkennen. SU
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DAS LEBENSABLAUFDATUM 
  Wenn man im Leben die Gnade besaß die Wunder der Schöpfung erleben zu können, dann wird man auch dem Übergang in die ewige Nacht, gelassen entgegensehen. Das Leben ist unser wertvollster Besitz, wir bekommen es geschenkt und verlieren es wieder. Doch bereits in die Wiege wird uns ein Blankototenschein gelegt, nach dem Gesetz nach dem wir alle angetreten sind, müssen wir auch abtreten. Das Lebensablaufdatum, bestimmt einerseits das Schicksal, andererseits im wesentlichen wir selber. Was aber wird bleiben, von dem was wir schreiben? Es ist wie bei den Sonnenauf oder -Untergängen, die Außergewöhnlichen vergißt man nicht.
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STILLE ANDACHT
Ist deine Seele einmal voll Leid,
Ist dein Herz einmal zu Tode betrübt,
Verzage nicht es kommt die Zeit,
Wo neues Leben in dir blüht
Such deinen Trost nicht im Gewühl
Kehr ein nur in dein eig´nes Herz,
Kein Mensch versteht dein Gefühl,
Kein Mensch fühlt deinen Schmerz.
Schrei´ ihn nicht in die Welt hinaus
Und wein´ dir nicht die Augen wund,
Menschen machen sich nichts d`raus,
Nur durch dich selbst wirst du gesund.
Drum geh auf einen Berg hinauf,
Wo stille Andacht um dich blickt,
Der Friede richtet wieder auf,
Was deine Seele hat bedrückt.
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GIPFELGRAT - SCHARTENBUCH
  In der Scharte zwischen dem Großen Ödstein und dem "Abseilturm" ist seit dem, 22.08.1965 ein kleines Heft hinterlegt. Es war mir eine ehrenvolle Aufgabe dieses Heft, zur Instandsetzung und zur Erneuerung des Heftbehälters, mitzunehmen. Der "Große Ödstein" ein seltener besuchter Berg, aber noch seltener wird der Höhengrat vom "Großen Ödstein" zum "Festkogel" oder weiter zum "Hochtor", begangen.
STEIGBUCH
HISTORIE Für den am 15.071942 abgestürzten Bergkameraden ROBERT RECHER von den Städtischen Bühnen Graz, wurde hier eine Gedenkstätte von seinem Bergfreund Otto Schärf errichtet. Es war ein, am 22.08.1965 hinterlegtes nun aber verschlissenes Steigbuch vorhanden. Es wurde, am 18.05.86 zur Instandsetzung vom Verfasser mitgenommen und im Kopierverfahren erneuert. Das Original ist im Archiv Hasischka Admont, am 28.06.86 auf wurde es wieder hinterlegt.
STEIGBUCH 1965 hinterlegt erste Eintagung F. Dibl. Von 1965 bis 1984 haben sich 460 Personen eingetragen, dies ergibt einen Jahresdurchschnitt von ungefähr 23 Personen. Die letzte Eintragung 10.07.84 Andreas Porman AV Leoben 1986 Buch reatauriert und erweitert, die vorhandenen Eintragungen blieben durch Ablichtungen erhalten. Das Originalbuch wurde dem Archiv Hasitschka in Admont zur Verfügung gestellt.

Zur Erinnerung an meinen lieben Bergkameraden

ROBERT RECHER von den städtischen Bühnen in Graz,
der hier, am 15.07.1942 tödlich abgestürzt ist.
Dein Bergfreund Otto Schärf
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DAS ÖDSTEINLIED 

Es ragt der Ödstein steil hervor
Im sonnverklärten Widerschein
Un wieder zieht es mich empor
Zu seinem Felsenschrein.
JODLER
Mit ist es als ob ich träume
In herrlich freier Natur,
Umgeben vom Rauschen de Bäume
Vom Schönem und Gutem nur.
JODLER
Nur du allein du stein'ger Ries'
In dem Gesäuse Paradies
Mach dass, die Flamme wieder brennt
Und man den Anton Schubert kennt.

Höhengrat Ödstein Hochtor Jahreserstüberschreitung 18.05.1986 <1>

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Ich stand noch halb im Zelt - als plötzlich knapp an
mir ein
GAMS, wie ein Pfeil, vorbeischoß.

Vergebliches Warten auf Schönwetter unter der Ödstein Südwand Verschneidung, zum Versuch einer
Abseilturm Steigbuch Hinterlegung auf ab Kölbl Fronleichnam Biwak 29. cm Neuschnee 30.05.86

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GIPFELGRAT - SCHARTENBUCH HINTERLEGUNG
27.06.1986, Freitag: Schönwetter, Anstieg Gamssattel - Ost, Besuch der "Weißen Höhle" durch den "Unteren Klufteingang", Gamsgartennächtigung. Geht man am Südwandfuß der Gamssattelwand in Richtung Westen, gelangt man zur geräumigen "Spaltenhöhle".28.06.1986, Samstag: Schönwetter, Besteigung des "Kleinen Ödsteins" über die "Straße" mit der "Echokanzel", Besteigung des "Großen Ödsteines", Abstieg in die Scharte, Hinterlegung des instandgesetzten Gipfelgrat - Schartenbuches. Abstieg in der "Großen Ödsteinostwand - Verschneidung" links neben der "Großen Höhle" dann in Richtung"Festkogel" in der Umgehung der Abschlußwand. <2>
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Ein loses BLATT
In Stürmen gereift.
Die Farben sind matt
Bis man begreift. LK
auf ab Kölbl Schneekarturm Festkogel Ödstein Höhengratüberschreitung  Schubert Gedenkhöhle
Gamssattel 23.07.91 <3>
Jahreserstüberschreitung Gipfelgrat Ödstein Hochtor 03.04.98 <4>
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Wenn wir sind, ist der Tod nicht
Wenn er ist, sind wir nicht. Cicero>
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GIPFELBUCH FESTKOGEL 
Es wurde, am 02.08.1981 hinterlegt.  Besitzt die ältesten N-Wandanstiege im Hochtor - Ödsteinzug  Nach fünf Stunden vergeblichen Suchens nach der Südost-kante über möglicherweise neue Route den Gipfel erreicht. Verlauf zwischen Südostkante und Pichelweg, Anstieg an linker Begrenzungswand der Schlucht, zwischen Großen Ödstein und Ödsteinkar, 90% IV, 3 Stellen V. 21.06.86
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Es war ein berauschender Anblick unten rauschte die grüne Enns, rundherum
als Felsengarten Eden die Gesäuseformation wie eine zu Stein erstarrte SYMPHONIE. PK

05:00 ab Kölbl Gamssattel Weiße Höhle Südwand Biwak 01. Jahreserstbesteigung Kleiner Ödstein Grüne Höhle Grosser Ödstein ab Gamssattel weiter Rinnerstein Biwak 02. auf Festkogel ab Kölbl 03.05.86 <1> 
09.05.86  Normalanstieg <2>
am Gipfel 18.05.86 Jahreserstbesteigung Gipfelgrat Ödstein Hochtor Hesshütte <4>
auf Kölbl Ödstein Festkogel Südschluchtverschneidung Festkogel Hochtor Gewitternacht Biwak 25. Hesshütte Sulzkar Lugauer ab Radmer 26.07.86<5> Überschreitung Gipfelgrat Festkogel Ödstein  23.07.91 <6>  Jahreserstüberschreitung Gipfelgrat Ödstein Hochtor 03.04.98 <6>
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SCHNEEKARTURM GIPFELBUCH angebracht Hemut Abel 10.10.1979 
Südwandriß Vplus Erstbegehung Helmut Abel TVN Weng, Karl Kröll TVN Hieflau.
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Menschen, Tier und NATUR  gehören zusammen
Aber wir besitzen uns nicht gegenseitig. LN
auf Kölbl Schneekarturm Festkogel Ödstein Anton Schubert Gedenkhöhle ab Gamssattel Kölbl 23.07.91
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HOCHTOR - GIPFELBUCH  
Unter dem Zeichen des Kreuzes, habe ich hier oben
eine einsame, aber wunderbare Nacht verbracht.
Reinhard Maurer 28 - 29.09.1985
vielbesuchte Höchsterhebung   Kreuzaufschrift

HIER IST
FREIHEIT
EWIGE PRACHT

TREUE KAMARADSCHAFT HÄLT WACHT. FB

Jahreserstüberschreitung Gipfelgrat Ödstein Hochtor Hesshütte 18.05.86 <1> auf Kölbl Ödstein Festkogel Südschluchtverschneidung Festkogel Hochtor Gewitternacht stehend im Biwak 25. Hesshütte Zinödl Sulzkar Lugauer ab Radmer 26.07.86 <2> Gipfelgrat Ödstein Hochtor Jahreserstüberschreitung 03.04.98 <3>

Dem Gedenken der Bergkameraden
Franz Wegscheider Stud. Phil.
und Ernst Glatta Bankbeamter gewidmet,
welche auf der Jahn Zimmer Route der Hochtor Nordwand,
 mit ihren Gefährten Otto Margulies und Hans Spiegler
am 28. Juni 1928; den Bergtod fanden.
Gedenktafel westlich vom Hochtorgipfel
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VOM GAMS ERSCHRECKT 
29.05.1986, Donnerstag - Fronleichnamstag: Anstieg im Regen, mein Vorhaben war die Verschneidung der "Großen Ödsteinostwand" zu besteigen, um das in Stand gesetzte "Gipfelgrat - Schartenbuch" zu hinterlegen.  Den ganzen Tag und die Nacht verbrachte ich im Biwak, in der Nacht war der Regen in Schneefall übergegangen.
30.05.1986, Freitag: Am Morgen waren fünfzehn Zentimeter Neuschnee gefallen, auf Grund von Fährten sah ich, daß sich Gemsen in der unmittelbaren Nähe meines Zeltes aufgehalten hatten. Es war dichter Nebel, ich stand halb im Zelt und halb im Freien, als ein "Gams" unmittelbar neben mir vorbeischoß, blitzschnell wie ein Pfeil tauchte er auf und verschwand im Nebel. Zuerst war ich zu Tode erschrocken, aber dann habe ich fast zu Tode gelacht. Da das schlechte Wetter anhielt brach ich die Bergfahrt ab.

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ZINÖDL  2191m GIPFELBUCH 
  Kreuzaufschrift
Er war unser!
Mag das stolze WORT
Den lauten Schmerz
Gewaltig übertönen
auf ab Johnsbach Gsuchmauer 2114 m Pfingsten 02.06.74 <1> auf Kölbl Ödstein Festkogel Südschluchtverschneidung Festkogel Hochtor Gewitternacht stehend im Biwak 25. Hesshütte Zinödl Sulzkar Lugauer ab Radmer 26.07.86<2>
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DER LUGAUER weit hervorragender Fels Koloß
25.07.1986 Anstieg in der linken Festkogel - Südwandver-schneidung, zum "Festkogel" und zum "Hochtor". Die Nacht verbrachte ich, bei einem Gewitter, im Biwaksack auf dem "Hochtorgipfel". 26.07.1986 Abstieg zur "Heßhütte" - Sulzenkar - "Lugauergipfel Ost und West" - Abstieg Radmer.
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GIPFELBUCH LUGAUER OST
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Selig ist wer im Sonnenschein über Höhen schreiten kann,
Selig ist wen um das Haupt der reine Bergwind weht.
Glücklich ist der an dessen Seite stumm der zweite geht,
Der im Herzen die gleiche Liebe zu den Bergen trägt
Sepp Bacher Göstling, 01.08.1981
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GIPFELBUCH LUGAUER WEST
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Laß dich nicht von Bergen schrecken,
Schau ihnen stolz ins Angesicht,
Wenn sie sich auch mutig recken,
So schlecht wie Menschen sind sie nicht.
Gudrun und Dietmar Plakalmer, 13.07.1985
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Steht dir der Schweiß auf der Stirn,
Dann wanderst du ohne Hirn.
Manfred Pichler Mooslandl, 20.07.1985
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BERGLESUNG GROSSER ODSTEIN 
986 Samstag Nach dem Aufstieg vom Koderboden, beobachteten wir eine sich gemächlich in die Gemsengärten des Ödsteines zurückhiehende, Gemsenherde. Am Wandeinstieg, Gamsstein begann es zu regnen, verständlicherweise wurde unser Tatendrang gehemmt:
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DIE REGENWOLKE
  Eine seltsame Naturerscheinung begann; knapp über uns vor  der Südwand hatte sich aus Nebelschwaden eine einzelne Regenwolke gebildet. Oh wie schade, alles ist ins Wasser gefallen! hörte ich rufen. Doch! So plötzlich wie der Regen gekommen war hörte er auf'.
UMKEHR Nach dem Übersteigen des Wandfußrücken beendeten in der Südwandschlucht, Rudolf Bernhardt und Johann Glavanovits, die Ödsteinbegehung. Nur wer das Echo in den Felswänden kennt, der wird auch unsere Freude verstehen, als wir vom Gamssattel herauf, die Weisen der Oblarner Bergmusik erklangen. Das erste Frühlicht der Morgensonne beleuchtete bereits die höchsten Zinnen und Spitzen ein neuer Tag, mit all seiner Bergschönheit, eröffnete sich uns.

So wie sich langsam die letzten Nebelschleier um den Gipfel des Großen Ödsteins auflösten, so kamen mir, damals alle meine Vorerlebnisse am Zauberberg Ödstein
traumälmlich in den Sinn.
Wieder hörte ich Töne von Stefan Kukula und seinen Musikgefährten, in Erwiderung spielte ich auf der Melodica das Ödsteinlied. Die Nebelschleier gaben den Gipfel des Kleinen Ödsteins und den spitzigen Teufelszahn frei.
Es war wie bei einer Denkmalenthüllung, der weiße Nebelvorhang zog sich am Gipfelgrat empor und gab auch den im Glanze der Morgensonne glänzenden Gipfel des "Großen Ödsteines", frei.  Was nun passierte war sehr unvernünftig, entgegen jeder S
icherheitsregel, stürmten wir alle den Gipfel. Dementsprechend, leistungsmäßig gestaffelt war auch unsere, Gipfelankunft. Der Senior, STEFAN> traf als Letzter am Gipfel ein, doch dies hatte seine besondere Ursache.
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AM GIPFEL 
  Nach dem Wandüberstieg zum Gipfelaufbau des "Großen Ödsteins", hatte sich Stefan, bei dem nach unten führenden Quergang verirrt und kam ungewollt auf den Teufelzahn. Dieser ungewollte, aber nicht ungefährliche Seitensprung, hat einige Stunden gedauert. "Beim Abstieg vom Teufelzahn hatte er einen Abrutscher gehabt und hatte sich dabei beim Festhalten die Hände aufgerissen".  "Das Zusammenbleiben einer Gruppe am Berg ist eine der wichtigsten Sicherheitsregeln in den Bergen". Wir alle: Karl Minhard, Stefan Schefberger, Johann Trimmel, Hans Wiesnegger Ottensheim vulgo Geiger und meine Wenigkeit  waren froh dass, kein Bergunfall passiert war.
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ÖDSTEINS MORGENLIED
Einst wacht ich auf aus tiefen Schlaf
Und Tau lag auf den Matten,
 Es fielen blaue Schatten
Als mich der Hauch des Morgens traf.

Ich fühlt´ mein Herz erbeben,
 Auch meine Wimper war betaut
Und eine Drossel sang vertraut
Da mußt´ ich mich erheben.

Unwiederbringlich ist die Zeit,
Sie geht und kommt nie wieder
Die Schleier fielen nieder,
Im Pulsschlag der Vergänglichkeit.

Im sonnverklärten Widerschein,
Da ragt der Ödstein steil hervor
Und wieder zieht es mich empor,
Zu seinem Felsenschrein.

Bei dem Gefels dem grauen,
Ging ich bald am alten Steig
Und sah dann durchs Gezweig,
Der Sonne Anlitz schauen.

Blaue Schatten ruhten noch im Tal,
Mir war es als ob ich träume
Und ferne rauschten die Bäume,
as Märchen es war einmal.
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  DIE BERGSTEIGERMUTTER
Liebe Bergfreunde! Herzlich willkommen, auf der "Ödsteinmajestät" und seinem Gefolge, im Zauber des Gesäuses. Es freut das ihr die Mühen des Aufstieg` nicht gescheut habt, um hier oben eine Feierstunde, im Gedenken an den Wiener Alpinisten, "Anton Schubert", zu feiern.
Zuerst wollen auch an die DIE BERGSTEIGERMUTTER  Frau Katharina Ditz, aus Gstatterboden, - in Stille Gedenken.

"HERMANN>", der Vater der Weitwanderbewegung, ist in seiner Studienzeit in Graz, oft von dort aus mit dem Fahrrad zu Gesäuse - Wanderungen, nach Gstatterboden gefahren. So kam es, daß der Student die gütige, "Mutter Ditz" kennen und schätzen lernte. Gestern nach der Weitwanderermesse in der Pauluskapelle, auf der Weinebene, hat er mir von davon erzählt.
Wer weiß heute noch; dass "Carl Hermann", einmal "Kletterlehrer im Gesäuse war" oder, dass er einmal nach einem Bergunglück am Ödstein, "den örtlichen Totengräber im Bergsteigerfriedhof Johnsbach ersetzte".
Obwohl, "Mutter Ditz", selbst nicht mit Reichtümern gesegnet war, schenkte sie so manchen armen Bergsteiger, ein Stück Brot und einen Schluck Milch.
So wie "Maria" der Inbegriff der Gottesmutter im Volk ist, so galt "Frau Katharina" als die Mutter der Bergsteiger. Sie ruht in Frieden im Bergsteigerfriedhof in Johnsbach.
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Die Geschenke von armen Leuten,
Sind der Inbegriff des Guten.
Sie war eine von vielen,
Und doch in ihrer Art einzigartig.
Widmung des Weitwander Buches
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VOM BASAR ZUM ÖDSTEIN 
  Es war einmal im Palais Lichtenstein in Wien, ein Bücherbasar der UNICEF für die Missionen, dort erstand ich unter anderen auch, "Die Laute des Hochlandes", des albanischen Homeriden "GJERGJ.FISHTA>" und die handgeschriebenen Hefte von "Anton Schubert". Vor zwei Jahren hatte ich auf dem "Trojani" Hochweberspitze, anläßlich meiner Gipfelkreuzaufstellung zu Ehren von "Gjergj Fishta", meine erste Gipfellesung. Dann war die Karl Reiterer Gedenklesung am Grimming >, die heutige Bergfeier ist dem unbekannten "Anton Schubert", gewidmet. Von ihm weiß ich nur, dass er im 18.- und im 19. Jahrhundert in Wien gelebt hat.
Seine Schriften jedoch zeugen davon er war,
mit Leib und Seele, ein literarisch gebildeter Bergwanderer.  Seine Erzählung, "Der große Ödstein", ist die Ursache unser heutigen Gipfel - Zusammenkunft. Mit seiner Notiz; die er hier bei seinem Gipfelaufenthalt gemacht hat, soll er nun posthum zu Wort kommen.
  Wer nie allein und nur einem inneren Drange folgend, einen Berg erstieg um einsam und zufrieden auf dem Gipfel zu stehen,
dem ist die stille, frohe und zugleich weihevolle Stimmung unbekannt, welche der Zauber schier weltentrückten Höhen, hervorruft.
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PANORAMA 
  Von diesem Panorama bin ich begeistert. Nie! hätte ich es mir jemals träumen lassen, dass ich es einmal so von hier oben sehe werde. Auch wir Burgenländer können die Berge besteigen und brauchen uns deshalb nicht als Flachlandindianer, abstempeln lassen. Zum Aufstieg möchte ist zu sagen; er zerrt natürlich, das ist nur ein Anstieg für durchtrainierte Sportler. Der Ödstein trifft eine harte Auslese und es ist daher verständlich wenn so mancher, aus Angst oder aus Erschöpfung, umkehrt. Wir haben heute einen herrlichen Tag, was kann man sich, außer einen guten Abstieg, noch mehr wünschen. Berg frei! "Hans Trimmel"  geb. 1939; aus Schattendorf Bgld.
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WEICHE KNIE 
  Ein paar mal, ist es mir schon momentan vor lauter Schwindel in den Knien weich geworden, fast wäre ich beim Rudolf und Johann unten geblieben. Dann aber nach diesen kritischen Stellen, zog es mich auf den Gipfel hinauf und ich bereue es nicht, dass ich heute hier heraufgegangen bin. Von Selztal her fließt die Enns gemächlich dahin, doch ab dem Gesäuse - Eingangstor wird sie ein "schäumendes Wildwasser". Deshalb der Name, "Gesäuse"; weil oft der Wind zusammen mit der brausenden Enns, durch das Felsental saust. Berg Heil!  "Karl Minhard" aus Schwechat NÖ
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BENJAMIN 
  Unser altersmäßiger Benjamin, "H.WIESNEGGER>" vulgo Geiger im Zeiringgraben ist in der unwahrscheinlich kurzen Zeit, von 2¾ Stunden, von Johnsbach über den Kirchengrat her, aufgestiegen. Noch vor kurzen bist Du noch vom "Kleinen Ödstein" zur Scharte gegangen, wir haben uns gewundert wie schnell Du auf den Gipfel gekommen bist.
Von meinem Elternhaus "Geiger", in unserer Heimatgemeinde "Oberzeiring", gehe ich zwei Stunden auf das "Schießeck". Vom "Schießeck" her sah ich mir den,"Großen Ödstein" schon genau an, im Gesäuse war ich, außer auf dem "Großen Ödstein" schon allen Bergen. In dem Gipfelbuch der "Hochweberspitze" habe ich von deinen Aktivitäten gelesen und im vorigem Jahr am "Grimming" war ich irrtümlich einen Tag zu spät dran, aber heute klappte es mit meiner Ankunft und mit dem dem Wetter. Berg Heil! "Hans Wiesnegger"  geb. 1941; Ottensheim OÖ
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SENJOR 
  Unser ältester Bergfreund ist, "STEFAN>", er hat heute hier am Ödstein eine hervorragende Leistung vollbracht. Sein Gipfelkampf war am härtesten, denn einen Teil seiner Energie hat er vorher ungewollt in den Teufelszahn investiert.
Eine besondere Leistung möchte ich gerade nicht sagen, aber als der Älteste der Gruppe ist es klar, dass man schon etwas an den Kräften zerrt. Ich hatte Pech; als die Burschen schon weit voraus waren, da bin ich vom Weg abgekommen und habe mich auf einen wilden Turm hinauf verstiegen.

Eine Stunde bin ich dort herumgestiegen und nur ganz schwer wieder hinabgekommen. Beim Abstieg habe ich mir die Finger aufgerissen, deswegen das Blut an meinen Händen. Meine Anstiegszeit beträgt nun einschließlich der Pausen; "sechs Stunden", das ist keine hervorragende Zeit, trotzdem war ich bei meiner Ankunft sehr erschöpft. Aber nun habe ich mich schon etwas erholt und bin glücklich, dass ich trotz meines Fehltrittes, noch geschafft habe den Gipfel des"Großen Ödsteines" zu besteigen. Berg Frei!, heißt mein Beitrag, zu dieser Feierstunde.  Im Jahre 1981; ist mir einmal etwas über das Bergwandern eingefallen und daraus wurde ein Gedicht:

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BERG FREI
Berg frei! Das heißt wandernDurch Wald und Flur,
Von einem Ort zum andrenIn freier Natur.
Berg frei! Über Täler und HügelHinaus in die Welt,
Laß schießen die ZügelWohin´s dir gefällt.
Berg frei! Steig auf bewaldete Höh´nFrei ist die Luft,
Wirst seh´n er ist schönDer harzige Duft.

Berg frei!
Und hinauf zu den Almen und Wiesen,
Vorbei am springenden Quell.
Das sollst du genießenSei ein froher Gesell´.
Berg frei! Und weiter steige, weiter bergan,
Wo noch gedeihen Flechten und Moos
Und Bergfreund das Glück dann,
Daß dir winkt das ist groß.

Berg frei! Und bist du dann obenSchon im Urgestein

Wird Sturm dich umtoben
Doch frei wirst du sein.Berg frei!
Im ewigen EiseUnd im Gletscherschnee
Vollend´t sich die Reise
Der seelische Druck ist passe.
Berg frei! Die Krönung der Freiheit
Der Gipfelsieg zum Schluß
Unvergessen für alle Zeit
Durch den Bergsteigergruß Berg frei!
Der Ödstein ist wunderbar, wenn ich es gesundheitlich und leistungsmäßig schaffe, besteige ich ihn vielleicht noch einmal, aber dann etwas weniger unter Zwang ruhiger und eventuell mit einer Biwakierung. Berg frei! >" Schattendorf 1929-2005 Wienerneudorf
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UMKEHR 
  Auch die "ÖBLARNER.BERGMUSIK>" hatte sich in der "Wandschlucht" zur "Umkehr" entschlossen. Mit Rudolf und Johann, wurden sie vom"Erich", des Österreichischen Bergrettungsdienstes Johnsbach, durch die unterirdische Kluft der Weißen Höhle und die fortlaufende Schlucht, abgeseilt.
Herr "
>" hatte unsere Begehung von Johnsbach aus mit dem Fernglas beobachtet. Bei unserer Abschlußgeselligkeit im Gasthof Ödsteinblick, waren wir zum Abschied wieder alle vereint. Ein schöner Bergtag am Ödstein, bei dem der Berg auch seine Gefährlichkeit zeigte hatte, ging mit Musik und Freude zu Ende. Der Ödstein hatte uns alle, dank des Rettungseinsatzes von, "Erich", wieder gnädig entlassen.
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ÖDSTEIN - ABSCHIED 
23.07.1991, Dienstag: In diesem Urlaub hatte ich mir vorgenommen; alle Berge auf denen ich bisher eine Berglesung abgehalten hatte, zu besteigen. Vormittag war ich am "Schießeck", dann bei der Grimming - Besteigung habe ich in der Nordwand; eine ">" Gedenkstelle, in den Gemsengärten auf einem Plateau vor einer kleinen Felswand, errichtet. Den "Trojani" (Hochweberspitze) bestieg über den historischen Ostgrat vom "Glattjoch" Glattjochkapelle mit Trojani Ostgrat.
Nach der Gipfelbucherneuerung, verließ ich ihn auf dem Südgrat und in einer Höhenwanderung nach Oberwölz. Dann nach einer Autonächtigung, bestieg ich als vierten Berg den "Großen Ödstein". Aufstieg bei Schönwetter links vom Schneekarturm, Besteigung des "Schneekarturmes" über den Westgrat. An derselben Stelle wie vor fünf Jahren, sah ich wieder eine Kreuzotter.
Damals hatte ich aus Angst, die Besteigung des "Schneekarturmes" auf dem Westgrat abgebrochen. Inzwischen wurde ich bergerfahrener, die Begehung des Westgrates und Turmbesteigung war problemlos. Vor der Besteigung des südostseitigen Gipfelwand des "Festkogels", machte ich eine Pause.

Durch eine Unachtsamkeit verlor dabei, meinen roten Kletterhelm. Diesen Helm hatte ich vor acht Jahren in der "Kleinen Ödstein" - Südwandkluft gefunden, er hatte mir damalsden Weg in die "Weiße Höhle" gezeigt. Acht Jahre war er mein treuer schützender Begleiter gewesen, der auch meinen Kopf beim Abtransport des alten Grimming - Kaiser Gipfelkreuzes, durch die Zinnoberwandrinne vor Steinschlag - Schäden, bewahrte.
Wie gefunden so verschwunden.
  Die Suche nach dem Helm war aussichtslos, deshalb fand ich mich betrübt mit seinen Verlust ab. Das "GIPFELGRAT - SCHARTENBUCH" in der Scharte zwischen dem "Großen Ödstein" und dem Abseilturm und das Gipfelbuch am "Großen Ödstein", waren außer einigen Eintragungen, unverändert geblieben. Bei dem Besuch der "Weißen Höhle", stellte ich im "Anton Schubert" Gedenkbuch fest, daß noch kein Mensch diesen Ort betreten hat. Später  habe ich dann erfahren "Erich" aus Johnsbach hatte die Gedenkstätte schon besucht - er hatte sich aber nicht in das Buch eingetragen.
Gemsen, Gemsen und nichts als Gemsen war die Losung des Tages, sie waren mir nah und sie waren ferne von mir, um 22 Uhr war ich bei meinem Fahrzeug. Der Nachklang des schönen Bergtages und der Zauber der angebrochenen Nacht, spiegelte sich in meinem Geiste wieder.  Im Mondschatten des "Großen Ödsteines", wurden Erinnerungen aufgewühlt, dieser Berg hat mir unvergeßliche Erlebnisse geschenkt, die meiner Neigung zur Natur einen tieferen Sinn gegeben haben und all dies verdankte ich "Anton Schubert".  Allmählich spürte ich die Strapazen des Tages, in einer bleiernen Müdigkeit, man kann es kaum fassen was man an einem Bergtag alles erleben kann, war mein letzter Gedanke bevor in einem traumlosen Tiefschlaf versank.
Als ich munter wurde war es noch stockdunkel und das war gut so, denn dadurch wurde mir der Abschied vom Ödstein leichter.  Bei der Fahrt am Grimming vorbei durch das Ennstal, wurde mir wieder leichter ums Herz, ich freute mich auf die geplante Besteigung des "Großen Knallsteins", von der Tuchmooralm aus.
"Der Wanderer "
HÖLDERLIN>", "Antenoria" durch die Hölle zum Knallstein und vieles andere entstand. Doch niemals mehr hat mich je eine Lektüre, wie die von "Anton Schubert" so sehr wie damals verändert und seitdem wurde mir erst richtig bewußt, wie groß die Macht von "Geschriebenen" sein kann. Gedächtnisaufzeichnung 1995
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NASS VON UNTEN UND OBEN  Carl Hermann Bergrettungsmann
  Als Dank für das alte Gipfelgratschartenbuch Ödstein Hochtor widmete mir Herr Hasitschka Admont das, für Gesäuse Freunde unentbehrliche Buch: Licht und Schatten im Gesäuse 100 Jahre ÖBRD Gesäuse, von Gschwandtner, Hasitschka, Scheb. In dieser Lektüre fand ich eine Abbildung des Steinernen Bergretters eine mir bisher noch unbekannte Plastik von Carl Hermann. Sie ist  vor der ÖBRD Diensthütte Haindlkar aufgestellt und aus örtlichen Konglomerat gemeißelt. Zur Besichtigung wählte ich den Weg über den Ödstein - Hochtor Gipfelgrat zur Hesshütte und über den Peternpfad ins Haindlkar. Es wurde ungewollt eine JAHRESERSTÜBERSCHREITUNG mit all ihrer Landschafts- und Wetterschönheit, am Ödstein lag ein neues Holzkreuz aufstellungsbereit am Gipfel.
  In der Hesshütte hatte ich vor zu nächtigen und betrat die gute Stube. Außer mir war noch zwei Leute in der Hütte  aber sie waren auch nur Eintagsfliegen gewesen. So blieb ich allein über, allein
– dachte ich in einer Hütte ? Dann doch lieber eine Freinacht. Schon lange ist es her als ich hier, zu Pfingsten im Jahre 1974, die Nacht verbracht hatte. Das ist aber gelinde ausgedrückt, die Hütte war damals so gerammelt voll, dass nur mehr das Gastzimmer zur Hüttenruhe zur Verfügung stand. Vom Peternpfad habe ich schon sehr viel gehört und war der Meinung er würde sich für einen Abendspaziergang gut eigenen. Es kommt aber immer alles anderst und vor allem anderst als man sich es gedacht hat. Es kam die Dämmerung es kam die Nacht und ich kam auf den Neuschneefeldern von der Markierung ab. Weiter zu gehen wäre wohl nicht klug gewesen - so suchte und fand ich einen idealen Biwakplatz.
  Es war eine Wandnischenhöhle in der Nähe der Schluchtverschneidung. Reste von Sardinendosen und ähnliche Relikte zeugten davon, dass ich nicht der Erstbenützer dieses Gemaches gewesen war. Kaum war ich am Einschlafen da kam ein Wolkenbruch, der ganze Wasserschwall sammelte sich in der Schlucht und wurde zum fallenden Strom, der einige Meter von mir entfernt vorbeischoß und immer größer wurde. In meinem sicheren Raum fühlte ich mich geschützt und war froh jetzt nicht im Bereich der Schlucht weggespült zu werden. Doch dies währte nicht lange, in meiner Behausung gab es eine unterirdische Verbindung und aus sickerte Wasser hervor und schwoll zu einem Bach, fürwahr keine angenehme Schlafsituation!

Ich mußte hinaus aus dem Loch und draußen bekam ich die Traufe voll von oben von der Wand. Hinterher erfuhr ich, dass dieses
Gesäuse - Gewitter große Schäden verursacht hatte, doch ein Gewitter geht wieder vorbei – nach einigen Stunden kam der Mond zum Vorschein und alles sah wieder friedlich aus. Nur der Sturzbach in der Schlucht erinnerte an das Unbill. Es war keine feuchtfröhliche - sondern eine nasse Nacht doch der kommende Tag trotzte wieder voll Sonnenschein.
  Ich kam zum Besichtigungsziel dem Steinernen Bergretter von Carl Hermann - hatte aber noch immer nicht genug von den Flüssigkeiten und tröstete mich mit einigen Bierkrügen. Erstmals überschritt ich dann die Gsenkscharte und wanderte gemächlich durch das romantische Jonsbachtal zu meinem Ausgangspunkt dem Kölblwirt zurück. Ob es nun der letzte Abschied vom Ödstein war stand oder steht in den Sternen, doch gewiß ist: Zwei Tage in der Natur können ein ganzes Leben ausfüllen und bei mir war es Gott sei Dank mit erbauenden Sinn.
 
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SCHUBERT LEGENDE
  Anton Schubert: Wien, Quelle, wie gestochen handgeschriebene Bergprosa, erstanden am Missionsbasar im Jahre 1982. Aus den mehreren aufgelegen Stößen dieser Literatur, wurde eine kleine Auswahl getroffen, die Qualität der Schriften wurde leider erst später festgestellt. Auszüge aus den Tourenbüchern, von den unvergessenen Stunden einsamer Wanderungen.
Suchkriterien: 12.09.1891 Samstag Die gestörte Sparafeldtour, mit dem damals 19 Jahre alten Bruder Franz.
31.10.94 Herrn Dr. Braun Alpenkurhotel Knappenhof A2651 Reichenau a. d. Rax. Entschuldigen Sie bitte mein langes Schweigen und, dass ich erst jetzt ihrem Wunsche entspreche, etwas vom Ödstein und Franz Schubert zu senden.

Bei der Durchsicht des alten Exemplars des Östeinprofiles, entschloß ich mich es neu für eine Sonderausgabe zu gestalten und Ihnen mit der Tondokumentation Ödstein und dem WGB zu senden.
Die Qualität des Tones hat im Laufe der Jahre etwas gelitten, der Schirmherr Johann Ploder, der Bildhauer Karl Hermann, der Bauer Rauch, sind bereits in die Ewigkeit eingegangen. In der Anton Schubert Forschung kam ich noch nicht weiter, die Suchkriterien sind auch sehr gerin
g.
Anmerkung: Zu seiner freien Verwendung, wurden dem Autor des „Rax Hüttenwirtbuches,“ Herrn Dr. Braun, alle Raxberichte von A. Schubert zur Verfügung gestellt. 
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HISTORIE
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DAS GESÄUSE 
  Es besitzt einige stolze Gipfel, die nur mittels Kletterkunst bezwungen werden können. Auch die schwierigsten Kletteranstiege haben ihre Berechtigung, sie vermitteln das Erlebnis - von gewaltigen Wandfluchten mit Türmen und Graten, davon kann der Bergwanderer auf den markierten Wegen, keine Vorstellung gewinnen. Andererseits kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, als ob im Gesäuse bereits eine Übererschließung stattgefunden hätte. Hier kann nur jeder für sich selbst eine exakte Grenze, des Sinnvollen ziehen und ein vergleichendes Urteil, über die Bedeutung all der schwierigen Neutouren, soll den Besteigern vorbehalten bleiben.
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DER GROSSE ÖDSTEIN 2355 m 
  Er ist der eindrucksvollste und aussichtsreichste Gipfel des Gesäuses, mit einer relativen Höhe von 1700 m ist er besonders von Westen her imposant anzusehen. Der nach Osten hinziehende Verbindungskamm mit dem Hoch-tor ermöglicht einer der herrlichsten Gratwanderungen im Gesäuse.
ANSTIEGE: Kirchengrat, 5½ Std., Gamssteinsattel, 5½ Std. Südgrat: Pichl- Panzer und Peterka - Kofler Südwand:1899; F. Panzer - E. Pichl Peterka - Kofler - Weg Südostwand:1919; O. Friedmann - G. Mayer Südostkante: Fischer - Peterka Nordwestkante: Horoschowsky

Aus dem Ödsteinkar:1910; L. Rizzi - A. Dibona - G. und M. Mayer H. Püchler - H. Schneller - L. Magyar - Weg Preuß - Relly - Weg Redlich - Stefansky - Weg Südost- Ödsteinkarwand: Kolb Verschneidung zwischen Ödstein und Ödsteinkarwand: Poppinger Nordwest- Ödsteinkarwand:1897; Pfannl - Maischberger-Weg 1900; Gams - E. Pichl - Weg, Langsteiner - Phillapitsch - Rössel - Weg Gipfelfallinie; Gerlich - Lindenbach Nordwestverschneidung; Knebl - Peterka.
TEUFELSZAHN 2120 m: Felsenturm nach der Scharte zwischen Kleinen- und Großen Ödstein, der Einstieg befindet sich etwa 50 m südöstlich unter der Scharte.

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DAS JOHNSBACHTAL 
  Bei der von der Bahnstation beginnenden Wanderung auf der Fahrweg in das Johnsbachtal, entrollt sich dem Betrachter ein Gebirgspanorama, das im Bezug auf Seltsamkeit der Bergforma-tion und der überraschenden Lichteffekte einzigartig ist. Man ist entzückt von den reichen Wechsel an lieblichen und wahrhaft großartigen Szenerien, und ich übertreibe gewiß nicht, wenn ich sage, daß es geradezu unmöglich ist, die überwältigende Fülle von Eindrücken wiederzugeben, welche wir auf dieser Wanderung empfangen.
Eine Felsenwildnis schauerlich schöner Art ist es, die uns da umfängt: Die vielzackigen, ausgewaschenen Berggipfel, die bizarren Felsgebilde, die teils senkrechten und teils überhängenden reichdurchfurchten hohen Steinwände. Zügellos über mächtigen, zum Absturz bereiten Felstrümmern und entwurzelnden Baumstrünken, über riesige Lager von Schutt und Geröll, herunterdosende Alpenbäche, geben tiefe Einblicke in die geheimnisvolle Werkstätte der ewig schaffenden Natur; Die hier den Anlaß zu allerlei Sagen, wie zum Beispiel der vom "Amtmanngalgen", gegeben hat.
Nach F. A. Kienast, Quelle: Ennstalführer 1905; von Karl Reiterer
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JOHNSBACHTALER AMTMANNGALGEN
   Im Dorfe Krumau wirkte im Dienste des Stiftes Admont ein Amtmann, er war sehr unverläßlich, trank kegelte und ergab sich dem Kartenspiel. Seine Frau Elisabeth verwaltete mit einem strengen Regiment das Hauswesen, es kam oft vor, daß sie dem Amtmann, wenn er wieder einmal betrunken nach Hause kam, handgreiflich die Leviten las.  Als er sich, wieder einmal, vor lauter Schulden nicht mehr zu helfen wußte, wanderte er ennsaufwärts und dann in die Wildnis des "Johnsbachtales". Von einem alten Kohlenbrenner hatte er einmal gehört, daß sich dort in der wüsten Einsamkeit der Teufel, von dem man leicht viel Geld bekommen könne, herumtreibe.
  Um Mitternacht - erschien "Luzifer", er sprach: "Ein Jahr lang will ich als dein Diener sorgen, daß du alles was du willst bekommen sollst". Daraufhin unterschrieb der Amtmann den Vertrag des Seelenkäufers..  Von nun an lebte der Amtmann im Überfluß, nichts war ihm zu teuer, alles war ihm nicht gut genug und wenn er betrunken war, ließ er den Teufel auf dem Tisch tanzen.
  Eines Tages befahl er dem Teufel: "du besuchst jetzt, in meiner Gestalt meine Frau und entschuldigst dich für das lange Fernbleiben". Als der Teufel die Stube der Amtmannfrau betrat, empfing ihn diese; mit einer wahren Flut ärgster Beschimpfungen. Mit gellender Stimme schrie sie in höchster Wut: "Du Lump, du Gauner! Wo warst du so lang? Warte, ich werde dir helfen!" Und schon fuhr sie mit allen zehn Fingern ihrem vermeintlichen Gatten ins Gesicht und zerkratzte es jämmerlich.

  
Dann riß sie ihm büschelweise die Haare aus, ergriff den langen Besenstiel und drosch mit solcher Gewalt auf ihn ein, daß ihm Hören und Sehen verging und er winselnd zur Tür eilte. Da erhielt er noch einen gewaltigen Tritt in die runde Hinterseite und flog in einem weitem Bogen, auf die kotige Straße hinaus.
  An einen anderen Tage befahl der Amtmann dem Teufel: "Gehe in meiner Gestalt nach Hall und schlichte den Streit der Bauern". Mit zwei Löchern im Kopf, mit einem schmerzhaft ver-renktem Arm und mit blutendem Rücken, humpelte der Teufel mit geschwollenen Füßen zu seinem Herrn zurück.
  "Amtmann!" - schrie der Teufel in höchster Wut; du bist schuld, daß mich die Bauern so zugerichtet haben als ich Frieden stiften wollte   "Warum schreist du so"? erwiderte der Amtmann, geh nach Admont zum Hofrichter, dort wird dir die volle Gerechtigkeit zuteil werden".

 
Bescheiden betrat der Teufel in der Gestalt des Amtmannes, die Kanzlei des gestrengen Herrn Hofrichters.- Dieser den Amtmann erkennend, sprang sogleich so heftig von seinem Stuhl auf, daß dieser krachend umkippte. Mit zornbebender Stimme - krebsrot in Gesicht - schrie der Richter!: "Du Schurke, du Erzlump, du Spitzbube, du Saufbruder! Wo sind deine Abrechnungen? - Wo ist der Zehent der Bauern? - Na warte ich will´s dir schon besorgen! - Schani, Toni! - Bringt die lange Bank.
  Sie warfen den Armen bäuchlings auf die Bank und spannten die Eisenbänder um seinen Körper. Mit einen gekonnten Ruck, der auf eine gute Übung schließen ließ, riß ihm der Gerichtsdiener Schani auch noch die Hose herab.

"Fünfzig mit den Haslinger Stöcken" schrie der Richter und schon klatschten die fünfzig wohlgezielten und gar kräftig mit den astigen Haselnußstecken geführten Hiebe, auf die entblößte Rundhinterseite des armen Teufels nieder.
  So arg, wie du mir mitgespielt hast, ist es bestimmt noch keinen Teufel ergangen. In diesem Augenblick stand der Teufel in sei-ner wahren Gestalt vor dem erschrockenen Amtmann, packte ihn und fuhr mit ihm durch die Luft in die Johnsbacher Schlucht. Hier warf er ihn an der Stelle nieder, wo noch heute die beiden hohen Felssäulen knapp neben der Straße, stehen.

  "Ein Jahr ist vorbei, wähle jetzt als letzte Gnade, auf welche Art und Weise ich dich umbringen soll", schrie der Teufel.
"Wenn ich schon sterben soll lieber Luzifer, so kannst du mich da oben zwischen den beiden Säulen aufhängen".  In der ganzen Umgebung stand aber jedoch kein Baum, der für das Querholz lang genug gewesen wäre. "Schurke"! Schrie der Teufel voll Grimm und Zorn und seine Augen sprühten wie Feuer, ich armer Teufel, du bist sogar für die Hölle zu schlecht, scher dich doch zum ......!

 
Nein das geht nicht! Bevor du in die ewige Verdammnis eingehst, lebe zur Strafe mit deiner eigenen Frau, sie wird besser wie ich dafür sorgen, daß du "die Hölle bereits auf Erden hast".   Mit diesen wutschnaubenden Worten, gab der Teufel dem Amtmann eine fürchterliche Ohrfeige, spuckte Feuer und Schwefel aus und - war im nächsten Augenblick verschwunden.   Der Amtmann erschauderte in Mark und Bein, der kalte Angstschweiß stand ihm auf der Stirne, er kniete nieder bekreuzigte sich und seine Seele war, von allem Bösen, befreit. Unweit der Bachlwirtshauses, am Eingang zum Johnsbachtale, stehen noch heute die zwei hochaufragenden Felssäulen, den der Volksmund den Namen "Amtsmanngalgen" gegeben hat. Nach F. A. Brauner, Quelle: Steir. Bauernkalender 1955
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ÖDSTEIN TONDOKUMENT  WANDERER 1986 
  • A
  • 00 - 04    Sinfonie Nr. 9 Franz Schubert Auszug
  • 04 - 05    Wie schön ist es Kantorei Altmannsdorf
  • 05 - 07    Im Frühjahr  1. Schirmherr >
  • 08 - 20    Alte Volkstänze Walter Wimmer Akkordeon, Alexander Wimmer Violine, > Gitarre
  • 20 - 26    Das Ödsteinlied >
  • 26 - 30    Am Gipfel des Großen Ödsteins
  • B
  • 00 - 09    Der Gesäusekönig in der Steiermark
  • 09 - 15    Die Öblarner Bergmusik
  • 15 - 26    Bergmesse Weinebene Steiermark, mit >
  • 26 - 30    Das Katschatallied, (Tal zum Schrein steirische Sölkpass - Seite)  Bauer Rauch mit Familie 
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SONNENUNTERGANG
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ÖDSTEIN
  
  Der Tag neigte sich allmählich seinem Ende zu, schön wie er begonnen, und verklärt mit mildem Scheine, die im ersten Abendrot schimmerten Berge und die gegen das Tal versinkenden Wälder. Schmuck stellten sich diese dar mit ihren, schon vom Herbst buntfärbig geschmückten Lauben, farbenprächtig zwischen dem Dunkelgrün der Nadelbäume glänzend. Sonnenschein lag auf den hochschlanken Stämmen, rötete die Rinden und vergoldete die leicht vom Wind bewegten Wipfeln.
Anderseits des malerischen Kammes erblickte ich in beträchtlicher Tiefe einige Häuser Johnsbachs. Friedlich ruhte das dämmernde Tal inmitten der hohen Berge. Und jenseits dieser Idylle türmte sich hoch über den Waldrahmen der wildeste Berg des Gesäuses, der als gewaltige Felsenpyramide erscheinende GROSSE ÖDSTEIN.

Der Schein der tieferstehenden Sonne überflutete die zerklüfteten und prallen Felsen seiner Wände und Grate, die schier wie glühend, rot bis hellfeurig, in das ewige Blau leuchteten.
Angesichts dieser Herrlichkeit lenkten wir unsere Schritte talwärts. Bald schimmerte das schöne Bild nur zeitweise zwischen den Bäumen, deren immer dichter sich zusammen schließenden Scharen es allmählich ganz verdeckten.
Auszug die gestörte Sparafeldtour  Anton Schubert Sa 12.091891
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SONNENUNTERGANG