Helena Sibilla Wagenseilin (Mollerin) 1669-1735

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Grosses Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste, 21. Band Mi-Mt, Zedler: Leipzig und Halle 1739, S. 942:

"Mollerin (Helena Sybilla [auch Sibilla, Sibylla]) ein gelehrtes Frauenzimmer. Sie erblickte im Jahr 1669 das Licht der Welt, und war eine tochter des berühmten Professors zu Alt[d]orf, D.   J o h.   C h r i s t o p h   W a g e n s e i l, unter dessen Anweisung sie sowol die Lateinischen als Griechischen Scribenten verstehen gelernet, als auch zu einer ausserordentlichen Fertigkeit in der Hebräischen, Italiänischen, und Frantzösischen Sprache und besondern Einsicht in den Philosophischen und anderen Wissenschafften gelanget. Die Gelehrte sogenannte Societas recuperatorum zu Padua, hat sie dahero unter ihre Mitglieder aufgenommen. Im Jahr 1692 verheyrathete sie sich mit Herrn D a n i e l   W i l h e l m   M o l l e r n, Professor zu Alt[d]orf, mit welchem sie bis 1712 eine vergnügte, aber unfruchtbare Ehe geführet [sie war seine zweite Frau, die erste Ehe Mollers war ebenfalls kinderlos, vgl. S. 937ff.]. Nach dessen Tode lebete sie beständig als Wittwe, bis sie endlich den 29sten September 1735 im 66sten Jahre ihres Alters zu Alt[d]orf gestorben. In die Stamm-Bücher pflegete sie zu schreiben, [eigentlich in griechischen Lettern:] exp theós exdixon omma. Siehe Acta Hist. Eccl. Tom. VIII, p. 279, u. s. Rannst Geneal. Archiv. XXXVIII Theil p. 708 u. s."

Ihr Ehemann war ebenfalls Professor zu Altdorf, hier eine Auswahl seiner Schriften (vgl. Zedler: S. 437/8, S. 439/40):

Erwähnungen in:

A New General Biographical Dictionary; Hugh James Rose at B. Fellowes; 1857

Johann Christopherus Wagenseil
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