F
R I
E D E
O
R D N U N G
R
E D L I C H
M
U
T
A
N S T A N D
T
R E U
E
I
D E E
N
O
F F E N H E R Z I G
N
A T
U R
G E L A S S E
N
E
I N I G K E I T
M
A S S V O L L
E
N T H A L T S A M
I
N N I G K E I T
N A C H D R
Ü C K L I C H
S
C H Ö N H E I T
C H A R
A K T E R F
E S T
H
U M O R
A U F G E
S C H L O S S E N
F
R E U D E
T
A K
T V O L L
B E
S I
N N U N G
E
H R F U R C H T
R
U H
E
G L A
U B E
E
R L
Ö S U N G
Die erste Aufzeichnung der Richtlinien
zur Erhaltung von seelischer und geistiger Gesundheit war
1975. Die Ursache war der Besuch einer Vortragsreihe des Psychologen Dr. Max
Piperek,
in der Urania in Wien. Nun habe ich diesen
Text aus der Schublade geholt und
neu gestaltet. Heute werden viele neue Begriffe verwendet und es lag
für mich auch eine gewisse Neugierde darin: Welche Aktualität
meine nun 25 Jahre alte Niederschrift noch hat? So wie bei jeder neuen
Fassung, fällt das Unnötiges heraus und es fließt
dafür Aktuelles hinein. Wien 15.09.02 Bruno Mayer
÷20090901GLAUBE ÷ 6. Rundbrief 2009: Elias,
Totenerweckung Görlitz 17.August 2009 Liebe
Freunde, nun in den
letzten
heißen Sommerwochen hole ich die Eliaskapitel aus
1.Könige, Kap.17 und 18 noch nach; Kap.19 mit der
"neuartigen Gotteserfahrung" des Propheten ist ja schon seit vorigem Jahr hebräisch/griechisch/lateinisch/deutsch
im Netz. Mit
ihrer archaisch-schlichten Symbolsprache hat die Erzählung märchenhafte
Züge, wozu auch paßt, daß sie sich wie die Perlmuttschichtungen in der Auster um
Spruchkerne herumschmiegt. Der erste Spruch, unmittelbar aus dem Munde des Propheten statt
des Gottes (wenn auch mit einer Gottesschwureinleitung wie später, mit gleichen Worten, bei
der verwitweten Hausherrin) kündigt die große Dürre an. Der zweite und dritte
Spruch, nun aus Gottes Mund, gibt dem Propheten selbst Rettung, Herberge und
Speisung zunächst bei einem Bach durch die "Raben" (recht üppig: Brot und
Fleisch), und dann,
als dieser austrocknet, bei der genannten Witwe, die sich mit ihrem Sohn auf den Hungertod in
der angekündigten Dürre vorbereitet, jetzt aber durch einen vierten
Spruch selbst mit-gerettet wird, indem sie erst einmal den Propheten nährt:
Das Mehl im Topf und das Öl im Krug sollen nicht alle werden bis zum Ende der
großen Dürre. Dann,
ein altes
Märchenmotiv, auch aus den Evangelien bekannt, stirbt der Sohn der Witwe;
Elias (einzigartig für einen Menschen, prototypisch für den Christus des Neuen Testaments) erweckt ihn zum Leben, indem er
ihn in sein Obergemach hinaufnimmt und sich dreimal über ihm "ausmißt", so wie
man einen Maßstab anlegt. In der Außenwelt, wo König Achab regiert (und
selbst von seiner Gattin Isabel regiert wird), also die große Dürre, und hier,
in einer umkammert-abgeschiedenen Eigenwelt, eine
Speisung, gralshaft-autark aus dem inneren Lebensquell selbst, mit Wasser,
Mehl und Öl, für die Dreiheit von Hausherrin, Sohn und prophetischem Gast. Ihre
letzten Nahrungsvorräte soll die Witwe dem Gast opfern, von da an füllen sich
Mehltopf und Ölkrug für die drei immer neu. Und aus dieser ICH-Verkammerung mit ihren
spontan-spenderischen Nahrungs-Binnengefäßen, aus dem Leibeshaus der verwitweten
Mutter Natur, deren verstorbenen Sohn der Geistsprecher wiedererweckt hat, wird
der Prophet der großen Dürre im folgenden Kapitel (18) wieder
hervortreten, hinaus ins sonnenverbrannte Hunger- und Durstland, grusz, hansz.* Rundbrief -
Anmeldung * Rundbriefe
÷
Die erwachte Seele
wird sich ihrer Lage bewusst aus dem Werk Bhagavad Gitas Sperlingskauzerwachen
Eine
erwachte Seele erkennt weiterhin ihr falsches Ego, in dem sie so lange
gefangen war. Ich zeige Ihnen jetzt ein Bild, entnommen aus dem Werk „BHAGAVAD
GITA wie sie ist“, das an
Aussagekraft nicht mehr zu übertreffen ist. Das Bild zeigt eine
erwachte Seele, die sich gerade ihrer absolut hilflosen Situation
bewusst wird. Die spirituelle Seele (also Sie!) erkennt, dass sie in
einem Gefährt (materielle Hülle) steckt, und dass diese
Hülle eine furchtbare Reise ins Ungewisse macht.
i
Das Gefährt wird von
fünf Pferden gezogen,
die wiederum durch die Kraft der Gunas angetrieben werden. Da die Gunas
über den Geist auf die fünf Sinne des Menschen wirken,
repräsentieren die fünf Pferde die Sinne. Die Zügel
stellen den Geist dar, der die Sinne gemäß den Kräften
der Gunas steuert. Dasjenige Wesen, das die Zügel in Händen
hält, ist Ihr falsches Ego. Und ganz hinten, als Fahrgast
sozusagen, bleich vor Schreck und völlig hilflos, in das Geschehen
eingreifen zu können, sitzen Sie! http://www.zurwahrheit.de/
- CHRISTENTUM
Alles, was Du willst, dass
die Menschen Dir tun, dass tue ihnen zuvor
- JUDENTUM
Was
Du nicht willst, dass andere Dir zufügen,
tue es auch Du ihnen nicht
- ISLAM
Der ist kein
wahrhaftiger
Gläubiger, der seinem Bruder nicht das gleiche zudenkt und
erweist, was er sich selber zuliebe täte
- HINDUISMUS
Füge Deinem
Nachbarn
nicht zu, was Du nicht von ihm erdulden möchtest
- BUDDISMUS
Erweise
anderen die gleiche
Liebe, Güte und Barmherzigkeit, von der Du wünschest, dass
sie Dir entgegengebracht werde
- JANISMUS
In Freude und
Glück, wie
in Leid und Not sollten wir alle Wesen so behandeln wie uns selbst
- PARSISMUS
Weise und edel ist
nur, wer
das, was für ihn selbst
nicht gut ist, auch anderen nicht
zufügt
- KONFUZIANISMUS Verhalte
Dich anderen
gegenüber so, wie Du von ihnen behandelt werden möchtest
- TAOISMUS
Betrachte Deines
Nächsten Glück und Leid als Dein eigen Glück und Leid
und trachte, sein Wohl wie Dein eigenes zu wahren
Auch kleine Werte
können, wenn die Macht des Geistes über die Gier und Sucht
die Oberhand hat, große Freude bereiten. Worüber kann sich
der, der schon alles hat noch freuen? Man kann nicht gleichzeitig in
mehreren Betten schlafen, aus mehreren Teller essen, aus mehreren
Gläsern trinken und man kann nur mit dem eigenen Kopf denken. Jede
Ära der Elitekultur, die Ägyptische, die Griechische, die
Chinesische, die Römische und die der Inka ist mit der Zeit
zerfallen.
Es gibt kein
auserwähltes
Volk, es gibt nur begnadete Menschen die mit guten Beispiel voraus
gehen. Heute, als Zeichen der Engstirnigkeit der sogenannten
zivilisierten Länder, spricht man im Zeitalter der Globalisierung
von einer ersten, zweiten und dritten Welt. Ein offensichtlicher Irrtum
ist es, der uns in getrennte Welten einordnet. Nur das alleinige
Streben nach materiellen Bereicherungen zerrt mit der Zeit das Brot der
Seele auf. Das Totenhemd hat keine Taschen, so wie wir geboren wurden
werden wir wieder sterben.
Wie kann Kopf- und
Fußloses, in den Köpfen der politischen
Entscheidungsträger immer mehr an Gestalt gewinnen, wenn die
Entscheidungen vom globalen Illuminatentum bestimmt werden. Wenn wir,
vom unseren Geist, nichts weitergeben wird alles was wir an
außergewöhnlichen künstlerischen, seelischen und
körperlichen Eigenschaften besitzen, mit uns ins Grab wandern.
Kein Lebensführer
kann Leidvolles vermeiden- und Freudiges herbeiführen. Er kann nur
Ratschläge für die Ausrüstung erteilen, das
Marschgebäck und der Weg jedes Menschen wird immer
eigenständig bleiben. Es gibt kein ungefährdetes Leben,
Leidende suchen Tröstende, Nervöse suchen Ruhige – aber
gerade in diesen ständigen Gegensätzen liegt die
Lebensvielfalt.
Weniger Übertreibung und
Geschwindigkeit hätte mehr Substanz und Wirksamkeit.
In der Bildhauerei, der
Malerei,
der Musik und der Literatur sind Formen, Farben, Töne und Worte
immer eine Bereicherung. Alles geformte ist der Ausdruck, im
fruchtbaren Augenblick, mit gegebenen Elementen - in der Spiegelung
einer Idee und einer Seele. Kunst ist Inhalt und kein Umhang,
Kunst entsteht wenn die Wunderwerke der Schöpfung von Begabten
nachempfunden werden. Das Virus des schlechten Beispiels hat, so wie in
der Medizin und im Internet, auch vor der Kunst nicht Halt gemacht. Es
gibt angsterregenden Provokationen und Aktionen, aber unter dem
Deckmantel Kunst hat sich schon immer viel verborgen.
Mit einigen Worten
kann
man einen Lebenslauf auf einem Grabstein ausdrücken, denn an den
wahren Sentenzen führt kein Weg des Wellerismus vorbei. Gebender
oder Nehmender, Schöpfer und Laber, der Hauch der Kunst ist der
Atem der Seele. Ein Kunstwerk ist was organisch Gewachsenes
dessen Quelle im induitiven und inspirativen Bewußtsein liegt.
Die Schlafenszeit, die Schaffenszeit ist ein ewiger Rhythmus,
doch kein Augenblick, keine Welle des Meeres - keine Schneeflocke
gleicht der anderen. Die Kunst ist ähnlich wie das Leben und die
Natur, aber sie vermag es einen fruchtbaren Augenblick
allgegenwärtig zu machen.
Dem Forscher, dem
Wissenschaftler gibt, jede geöffnete Tür, Einblick in neue
unendliche Räume, die irgend einmal, in der für den Menschen
nicht mehr erfüllbaren vierten Dimension liegen. Klang Rhythmus
und Variation wird erst mit einem Thema zur Musik und ähnlich dazu
ist auch die Melodie jedes vernünftigen Lebens anzusehen.
In Freude oder in Schmerz, folgen die Künstler einem inneren
Auftrag und nehmen somit ihre eigentliche Berufung wahr. Wo keine Kunst
mehr entstehen kann, degeneriert die Entwicklung, es entschwindet der
Lebenswert und es wuchern die Stilblüten.
In der Natur
lauschend
beobachten und empfinden ergibt die beste Anregung für die
Betätigung mit oder in der Kunst. Ein Gedicht mit Sinn,
Klang, Form und Inhalt ist erbauend, lockernd und entspannend
zugleich. Die Kunst, lange zu reden aber nichts zu sagen und noch
weniger zu unterhalten, hat sich in der Politik eingenistet. Die
Gierigen machen aus der denaturisierten, selbstzerstörenden und
mechanisierten Kunst ein Geschäft und zerstören, so wie
die künstlichen Aromate und Geschmacksverstärker, jedes
Geschmacks- und Kunstempfinden.
Wertvoll bleibt immer eine von
innen gesteuerte Kraft des schöpferischen Kampfes, bei dem es nur
Gewinner gibt. So wie der Mensch - wird auch die Kunst, obwohl sie
zeitlos, unsterblich und allgegenwärtig ist, immer wieder neu
geboren.
Die Formation
zum
nützlichem Gedankenaustausch, im Bestreben Fruchtbares in die Tat
umzusetzen.
Atelier.Jens.Rusch
Das Finkenrad. Strichätzung und
Aquatinta. Die
unterschiedliche Spezialisierung der Schnabelformen der
Galapagos-Finken brachten Darwin auf die Formel von Vielfalt
und Auslese, dem Schlüssel zu seiner ( und
Wallaces ) Evolutions-Theorie.
Der Begründer der
Abstammungslehre (Evolutions- und
Selektionstheorie), gehört
zu den größten
englischen Gelehrten. Sein Verdienst besteht darin, dass er als Erster
versuchte, wissenschaftlich zu deuten, wie sich die Lebewesen unserer
Erde auseinander entwickelt haben und welche Ursachen dabei
entscheidend gewesen sein könnten. Dabei beschränkte er sich
auf rein wissenschaftliche Vorgänge. Darwins
Abstammungslehre, die Entstehung der Arten stellte erstmals Prinzipien
über die tierische Abstammung des Menschen auf. Nach diesen
Erkenntnissen hat sich unser naturwissenschaftliches Weltbild
orientiert. Die Kernaussage des
Darwinismus
ist jedoch, dass nur die Artenvielfalt das Wachstum und die
Weiterentwicklung der Pflanzen und der Lebewesen fördert. de/lexika/persoenlichkeiten
÷
06 KOLLEKTIV
UND NORMPRESTIGE
Das Kollektiv und die Norm sind
immer nur eine
hintergründige Gleichmacherei mit versteckten Absichten. Die von
der Zeit Geplagten mit ihrer Hetzjagd werden mit der Zeit selbst zu
einer Plage auf Zeit. War die gute alte Zeit auch wirklich für
alle so gut? Unser größter geschenkter Besitz das Leben
dauert immer länger, unsere wertvollste erhaltene Gabe der
Verstand kann da nicht Schritt halten.
Verwalten
wir unser Leben doch wirtschaftlich und pflegen wir unsere erhaltenen
Geistesgaben richtig.
÷
Biographi Leuchtende Tage
-
Nicht weinen, dass sie vergangen,
Sondern
lächeln, dass sie gewesen.
Im Grödnertal hab ich den
Wandspruch gelesen.
Viktor war nicht nur
ein großer Wissenschaftler und Seelenarzt, sondern auch eib
Philosoph. in dem Interviev, das er in seinem "Land der
Berge" -Portrait mit
Reinhard Messner führte, kam dies
deutlich zu Tage: "Wenn ich als alter
Mann auf meine Erlebnisse
zurückblicke, die ich den Bergen verdanke - niemand kann sie mir
nehmen! Alle Taten, die man getan, alle Lieben, die man geliebt, ja
sogar alle Leiden, die man mit Tapferkeit und Würde durchgestanden
hat - niemand kann sie dir nehmen!"
Ouelle ÖAV
Artikel von Lutz
Maurer
Univ.-Prof. DDr. (med.
et phil.) Viktor Emil Frankl wurde am 26. März 1905 unweit des
Wiener Praters als zweites von drei Kindern geboren. Er hält als
16-Jähriger seine erste Rede über den "Sinn des Lebens",
studiert Medizin (FA für Neurologie & Psychiatrie) sowie
Philosophie und begegnet seinen "Lehrmeistern" Sigmund Freud und Alfred
Adler persönlich. 1927 wird er wegen "unorthodoxer
Meinungen" aus
dem Verein für Individualpsychologie ausgeschlossen. Frankl
entwickelt daraufhin seine eigene therapeutische Schule, eine
sinnzentrierte Psychotherapie, die er "Logotherapie" nennt. Er
gründet vor 1930 Jugendberatungsstellen, worauf die
Schülerselbstmordrate deutlich zurückgeht.
Nach dem Einmarsch
Hitlers leitet er bis 1942 die Neurologische Station im jüdischen
Rothschildspital und wird nach seiner Eheschließung mit seiner
Familie ins KZ Theresienstadt deportiert. Seine Schwester Stella kann
nach Australien flüchten. Frankls Frau, seine Eltern und sein
Bruder werden Opfer des Holocaust. Frankl überlebt mit 38
Kilogramm als einziger seiner Familie die Gräuel mehrerer Lager.
Nach
seiner
Heimkehr
heiratet er 1947 seine 2. Frau, die ihm eine Tochter schenkt. Frankl
wird für 25 Jahre Vorstand der Neurologischen Abteilung der Wiener
Poliklinik. In seiner zweiten Lebenshälfte lehrt er das, was er
zuvor selbst erlebt und überlebt hatte. Frankl bekommt Professuren
an mehreren Universitäten (Dallas, Pittsburgh, San Diego, Harward)
und hält Vorträge auf allen fünf Kontinenten.
Frankl hat bis zuletzt
Vorlesungen am Wiener AKH gehalten und gilt nach Freud (1856-1939) und
Adler (1870-1937) als Begründer der "Dritten Wiener
Psychotherapeutischen Schule". Prof. Frankl
schließt am 2. September 1997 für immer seine Augen, ohne
jemals von Rache und Vergeltung für sein im KZ erlittenes Unrecht
gesprochen zu haben. Es gäbe keine retrograde Kollektivschuld.
Niemand könne dafür verantwortlich gemacht werden, was seine
Eltern oder gar seine Großeltern getan beziehungsweise zu tun
unterlassen haben.
Zu seinem literarischen
Lebenswerk zählen über 30 Bücher in millionenfachen
Auflagen, darunter: "Man's
Search for Meaning", "Trotzdem
Ja zum Leben
sagen", "Ärztliche
Seelsorge", "Der unbewusste
Gott", "Das Leiden
am sinnlosen Leben", "Der
Wille zum Sinn", "Theorie
& Therapie der
Neurosen", "Psychotherapie in
der Praxis", "Was nicht in
meinen
Büchern steht", "Man's
Search For Ultimate Meaning"
(1997) Quelle
Es
gibt nur einen Rivalen
beim
Bergsteigen oder Klettern: Man nimmt es mit sich selbst auf.
Genau darin sehe ich die Funktion, um
nicht zu sagen die Mission, des Sports im Allgemeinen
und
des
Alpinismus im Besonderen: Sie sind die moderne, die säkulare Form
der Askese. Viktor E. Frankl
÷
Bergerlebnis
und Sinnerfahrung (2002, Tyrolia, ISBN
3-7022-2466-1) Klappentex Viktor E. Frankl war zeit seines Lebens
ein
begeisterter Bergsteiger und Kletterer. Die Angst vor dem Klettern
wirkte für den bekannten Neurologen und Psychiater als Würze
des Lebens: "Muss man sich
denn alles von sich gefallen lassen? Kann
man nicht stärker sein als die Angst?"
"In den Bergen bekommen die Gedanken ihren freien
Lauf, und es gibt eigentlich keine größere, wesentliche
Entscheidung in meinem Leben, die ich nicht dort getroffen hätte
..." All die Erlebnisse,
die wir den Bergen und Wänden und Graten
verdanken, gilt es nach Frankl in die Scheunen der Lebensernte
einzubringen und zu bergen, wo sie vor Vergänglichkeit bewahrt
sind.
Die tiefen Gedanken
zum Bergsteigen werden ergänzt durch die eindrucksvollen Aufnahmen
von Christian Handl, der seinen persönlichen Lebenssinn im Erleben
und Fotografieren der Natur, der Berge und des Kletterns gefunden hat.
Kommentar: Endlich jemand, der etwas
zu sagen hat. Das zutiefst Menschliche, Sinnhafte und Sinngebende des
Bergsteigens in wenigen, aber prägnanten Worten - Viktor E. Frankl
weiß das Lebensgefühl der nach Sinn suchenden Fun-Generation
besser in Worte zu fassen als ganze Psycho-Bibliotheken.Neben
grandiosen und einprägsamen Bildern auch Notizen zum Leben
Frankls. Ein dünnes, aber umso wichtigeres Buch. Quelle
÷
Zitate
Viktor E. Frankl
- Das
Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu
fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu
antworten
- das Leben zu verantworten hat.
- Es
gibt nur zwei "Rassen": die Rasse der anständigen Menschen und die
Rasse der unanständigen Menschen. Gerade deshalb, weil wir wissen,
dass die Anständigen in der Minorität sind,
ist jeder einzelne aufgerufen, diese Minorität zu stärken und
zu stützen.
- Ganz Mensch ist der
Mensch eigentlich nur dort, wo er ganz aufgeht in einer Sache, ganz
hingegeben ist an eine andere Person. Und ganz selbst wird er, wo er
sich selbst -
übersieht und vergisst.
- Der Mensch ist das
Wesen, das immer entscheidet. Und was entscheidet es? Was es im
nächsten Augenblick sein wird.
- Der Mensch kann sich
letzten Endes nur in dem Maß verwirklichen, in dem er einen Sinn
erfüllt - draußen in der Welt, aber
nicht in sich selbst.
- Mensch-sein
heißt Bewusstsein und Verantwortlich-sein.
- Das Gewissen
lässt sich definieren als die intuitive Fähigkeit, den
einmaligen und einzigartigen Sinn, der in jeder Situation verborgen
ist, aufzuspüren. Mit einem Wort,
das Gewissen ist ein Sinn-Organ.
- Wer sein Schicksal
für besiegelt hält, ist außerstande es zu besiegen.
- Das Leiden - auch die
Schuld - hat einen Sinn, wenn du selbst ein anderer wirst.
- An Stelle der
Automatie eines seelischen Apparates sieht die Logotherapie die
Autonomie der geistigen Existenz.
- Logotherapie ist
Therapie vom Geistigen her auf Geistiges hin....immer
wieder gilt
es die "TROTZMACHT DES GEISTES" wie ich sie genannt habe, aufzurufen
gegen die nur scheinbar so mächtige Psychophysis.
- Eine rehumanisierte
Psychotherapie setzt voraus, dass wir die Selbst-Transzendenz in den
Blick bekommen und die Selbst-Distanzierung in den Griff bekommen.
- Die
Sinnmöglichkeit ist wie die Situation immer einzigartig und
einmalig.
- Die Intention ist
unser, der Effekt Gottes.
- Werte können wir
nicht lehren, Werte müssen wir leben.
- Der Sinn ist
Schrittmacher des Seins.
- Wie oft sind es erst
die Ruinen, die den Blick frei geben auf den Himmel!
- Sinn kann nicht
erfunden, sondern nur gefunden werden.
- Sinn kann nicht
verschrieben, sondern nur beschrieben werden.
- Alles, was sich
verwirklicht, verewigt sich.
- Lebe so, als ob du
zum zweiten Mal lebtest und das erste Mal alles so falsch gemacht
hättest, wie du es zu machen – im Begriffe bist!
- Je mehr es dem
Menschen um die Lust geht, umso mehr vergeht sie ihm auch schon.
- Je mehr er nach
Glück jagt, um so mehr verjagt er es auch schon.
- Freilich: bloße
Verliebtheit macht irgendwie blind; echte Liebe jedoch macht sehend.
- Mensch sein
heißt Bewusstsein und Verantwortlich sein.
- Das
Allervernünftigste ist, nicht allzu vernünftig sein zu wollen.
- Eine
Sinnmöglichkeit ist die Möglichkeit, die Wirklichkeit (im
Positiven) zu verändern. Eine solche Möglichkeit geht
entweder so vor sich,dass – solang dies möglich ist – die
Situation geändert wird,
oder dass der Mensch – sobald dies notwendig wird – sich selbst
ändert.
- Der Selbstmord ist
ein Nein auf die Sinnfrage.
- In einem Zeitalter,
in dem die 10 Gebote für so viele ihre Geltung zu verlieren
scheinen, muss der Mensch instandgesetzt werden, die 10.000 Gebote zu
vernehmen, die in den 10.000 Situationen verschlüsselt sind, mit
denen ihn sein Leben konfrontiert.
Am Anfang war der Sinn, die Sinnfrage
des begnadet
gewesenen Viktor Frankl hat sich
nicht umsonst rund um die Erde verbreitet. Gott
ist und bleibt immer der intimsten Partner unserer Selbstgespräche. Man soll doch die Menschen so nehmen wie sie
sein sollen, wenn man sie nimmt wie sie sind verschlechtern wir sie.
Man kann auch auf sich
selbst böse sein und tagelang mit sich
nicht reden, denn alles braucht man sich auch, von sich selbst, nicht
gefallen lassen.
Mit oder trotz der
Angst
etwas zu unternehmen, das ist die Trotzmacht des Geistes. Bei jeder
sinnvollen Sportausübung ist man nur der eigene Rivale, dies gilt
insbesondere für das Klettern. Bergsteigerisch betätigte sich
Viktor Frankl u.a. in den Wiener Hausbergen und mit Vorliebe in der Rax
Preinerwand. Bei allen wichtigen Entscheidungen ging er auf die Rax und
auch die meisten Einfälle seiner zahlreichen Publikationen
entstanden dort. Frankl entwickelte sich sehr bald zum guten Kletterer,
der auch schwierige Touren, wie die Dachstein- Südwand oder das
Totenkirchl im Wilden Kaiser durchkletterte. Zu seinen
Kletterpartnern
zählte u.a. der Nacherschließer der Raxwände, Rudolf
Reif, nach dem der bekannte Reifweg benannt ist.
Er wurde auch gefragt: Ob
er Angst vor dem Tod hätte? Wer
im großen und ganzen das Seine getan hat,
fürchtet den Tod nicht. Nur wer falsch gelebt hat sieht im Tod
irrtümlich die gerechte Strafe, der man nicht entgehen kann. Man
soll so leben, dass man auf Erden mit dem Tod gut Freund wird.
Nach seiner Entlassung
aus dem Konzentrationslager war V.Frankl im München am Punkt Null
angelangt: Wer wartet auf
mich noch in Wien?
Fragte er sich. Seine Mutter, sein Vater, seine Frau - die vorher noch,
aus nazistisch rassischen Gründen, das gemeinsame Kind abtreiben
lassen mußte, aber auch sein Bruder waren dem
Rassenwahn Hitlers
zum Opfer gefallen. Doch der sechste Sinn zum Leben war stärker
als sein Hang nach dem Strick.Trotzdem oder gerade deswegen war Frankl
immer ein Gegner der Kollektivschuld gewesen.
Es gibt keine Kollektivschuld, wenn soll ich hassen ich kannte nur die
Opfer- und nicht die Täter persönlich. Sagte er.
Die erste
Buchausgabe des
Bestseller Autors Frankls, Ein
Psycholog
erlebt das KZ, wurde in
Wien eingestampft, es ist aber
inzwischen unter dem Titel Trotzdem ja
zum
Leben sagen mit
großem Erfolg erschienen. Es gibt eine
Stiftung, den Viktor - Frankl - Fonds
und einen Viktor-Frankl - Preis der Stadt Wien. Wien hat aber noch immer
keinen Lehrstuhl für Logotherapie und kein Frankl Museum. Viktor
Frankl war ein heimatverbundener
Wiener und hat verfügt, dass auch sein Nachlaß in Wien
bleiben soll. Trotz vieler verlockender Angebote, aus Amerika und
Japan, wurde dem, von seiner Frau, Rechnung getragen.
÷
05 Stillstand ist
nie
sinnvoll
So wichtig auch die
Wissenschaft ist, sie allein kann der Welt keine Deutung und keinen
Sinn geben. Eine Überheblichkeit ist gegeben wenn wir von unseren
Erkenntnissen beherrscht werden. Die Demut gebietet uns ein inneres
Maß zu finden, um uns in ein sinnvolles ewiges Ganzes einzuordnen
zu können. Der Sinn des Fortschrittes ist es sich ständig zu
bewegen – aber nie sich selbst verlassen. Die Menschen litten immer
unter einer Massenverblendung, deshalb ist eine bewußte
Einstellung der seelischen und geistigen Pflege stets eine
Verpflichtung.
Die
das Paradies versprechen, bereiten in
Wirklichkeit die Hölle auf Erden vor
Nicht in der Breite
sondern in der Tiefe, nicht an der Oberfläche sondern im Inhalt
soll dialektisch der Sinn das Ziel gesucht werden. Ein gedachtes Sieb
trennt auch im geistigen Bereich, das Feinere von dem Gröberen,
dies ist bei der Aufgabenstellung zur Erreichung einer festen
Überzeugung vom Sinn des Lebens, notwendig. Es hat keinen Sinn;
notwendige Unterschiede mit einer entwertenden vollkommenen
Gleichmacherei, zu verwischen. Es gibt keinen Wert ohne Sinn oder
umgekehrt. Schon im Keime steckt die Entwicklung, aus Nichts kann Alles
werden, aber auch aus Allem kann wieder Nichts werden. Alles was wir
denken ist die Erweiterung von Gewesenen in einer neuen Art und Form. Die
sensorischen Sinnes -
Empfindungen und ihre Kommunikation sind das Tor zur Außenwelt.
Ein Wesen ohne Sinn wüßte weder von sich selbst, noch von
anderen und der Welt etwas. Es gibt wenig Sender der gesunden
Ansteckung, viel Erlebtes wird in Brocken unverdaut hinuntergeschluckt.
Alles hat Sinn, aber nicht
alle finden ihn.
VIKTOR
FRANKL ENDE ANFANG
÷
Er hat in der
Verhaltungsforschung bei den
Graugänsen unser Menschenverhalten wieder veranschaulicht.
Mit anderen Worten gesagt: Jetzt wissen wir wie wir sein könnten
wenn wir Tiere wären. Alle Yoga Übungen basieren auf den
Entspannungsverhalten der Tiere. Nicht umsonst spricht man von der
falsch interpretierten Affenliebe. Vom sozialem Verhalten der Affen
könnte sich der Mensch, auch ohne das Zitat von Pestallozi: Zurück auf den Baum
ihr Affen, viel
zurückgewinnen
÷
2006
Siegmund Freud 150.Geburtsjahr
Erinnerung
O.Schopf Quelle
Tavistock.and.Freudstatue
/ Iridescenti
2007-05-09 / Galerie
/ Zitate /
Sigmund Freud der Pionier und
Wegbereiter in dem endlosen Feld der
Seele hat uns auch einen Zugang zum Unbewußten
eröffnet. Die
sogenannten Freudschen Versprecher
offenbaren die Wahrheit
über die größten
Verstellungskünstler.
÷
07 MAMMON

Von Kindheit an beginnt
die Dressur zur nie erreichbarer menschlichen Vollkommenheit und dem
Streben nach Reichtum und Macht, das kreative Geistige und
Körperliche schwindet. Die bewußten Manipulation durch die
Werbeindustrie und die Geschmacksteuerung durch die Nahrungsindustrie
beginnt schon früh durch eine unbewußte Abhängigkeit
bei der Ernährung und im Freizeit- und Prestigeverhalten.
Euch soll es besser gehen als es uns einst ging!
Meinte die
Kriegsgeneration. Alles was in ihrem Leben fehl schlug versuchten sie
an ihren Kindern nachzuholen. Jede Generation hat andere
Maßstäbe, im guten wie auch im schlechten Sinn, so war es
immer schon.Verkrampfte
alte Hierarchien
brechen auf, neue schädliche Systeme bilden sich. Das Web bietet
einen neuen weltweiten Horizont der Information und der Kommunikation,
wir sind näher daran die Erde als Einheit zu erkennen. Wir sollten
uns von unseren peinlichen ersten-, zweiten- und dritten Welthorizont
verabschieden und uns einer fruchtbaren Globalität zuwenden. Trotz
der Unersättlichkeit und der Gier nach immer mehr, wird ohne
eigenständiges Denken der ererbte Besitz schwinden. Parasiten und
Milben ohne Opfer - sind wie Spinnen ohne Netz.
Nur der
innere Reichtum
allein bürgt für die Wertbeständigkeit
÷
08 MEDIEN
Die Medienwelt hat sich
Kontra produktiv entwickelt, dort zählt die Sensation, die
Zerstörung, der Mord und die peinlichen Nebensächlichkeiten
im Nachrichtendienst. Im Unterhaltungsprogramm dominieren Gewalt,
Animation, virtuelle Scheinwelten, Geldspiele und seichtes
Volksdümmliches als die Vielfalt des Wertlosen. Das Medium
Fernsehen, und Internet wurde als Surrogate der menschlichen Zuwendung,
der Erziehung und der Unterhaltung, in den Lebensmittelpunkt
gerückt. Mit allen seinen Nachteilen entwickelte sich der
Fernseher allmählich zum Haupterzieher und zum Moderator zur
Tatenlosigkeit.
Alle wollen in der
Freizeit animiert und unterhalten werden, die natürliche
Unterhaltung das Gespräch stirbt. Eine Übersättigung
durch oberflächliche Kontakte, führt naturgemäß,
durch Mißverständnisse und verspannten Gefühlen, zur
seelischen Einsamkeit. Die aufgestauten Spannungen werden in der
Familie abgeladen, sie sind die Ursache der steigenden Scheidungkurve.
Die
Ballungsräume
ergeben durch den Massenkontakt eine Isolation des Einzelnen, die
scheinbaren Kontakte der Medien sind für den veranlagten
Kontaktmenschen kein Ersatz. Zu viel an Eindrücken führt zur
Abstumpfung und Störung der psychischen Reizschwelle. Der
quantitative Kontakt ist oberflächlich man übersieht dabei
den echten Umkreis der menschliche Sphäre. Früher waren
Menschenanhäufungen die Ausnahmen, denn man lebte und arbeitete in
Kleingruppen.
Der Ansatzpunkt für
ein persönliches Gespräch bietet ein innerer
Interessenskreis. Die Gespräche der Anständigen, die
Gesprächsermunterung an die wertvollen Schweigsamen ist in den
Medien nicht gefragt.
Eine gute Sache oder eine
positive Nachricht unterliegt keiner Quotenregelung
÷
09 VERSPANNTHEIT
Festina
lente. Eile mit Weile
gilt auch, unter der Anwendung der
alten Kantschen Formel; acht Stunden Arbeit, acht Stunden Erholung,
acht Stunden Schlaf, für das Verhalten
innerhalb des
täglichen Arbeitspensums. Der Talmud
gestattet
nicht mehr als 60
Atemzüge Tageschlaf, dass der Büroschlaf ungesund ist
erkennt man am Spitzenreiter der Frühpension, dem Beamtestand.
Einige haben noch nicht einmal
von Ihrer Unnötigkeit amtlich geträumt. Hast, Negativismus
und Vandalismus stoßen immer auf einen guten Nährboden, wenn
eine Zivilisation ihre Wurzeln mit dem lebendigen Organismen verliert.
Das Freizeitverhalten hat hier einen gewaltigen Anteil, es wird immer
mehr, immer weiter entfernt, in immer kürzerer Zeit und zu immer
günstigeren Preisen schmackhaft gemacht.
Speude
bradeōs. „Eile mit Weile!“ - „Eile langsam!
Ein vorsichtiger ist
besser als waghalsiger Heerführer.“ Die lateinischen
Übersetzung „festina
lente!“ war, gemäß Suetons „Divus Augustus“
25, 4, ein
Lieblingsausspruch des römischen Kaisers Augustus.
Der Wahlspruch des
Augustus wurde durch einen Kreis und einen Anker, um den sich ein
Delphin windet, bildlich wieder gegeben. Erasmus.von.Rotterdam
erklärt das
1508 so: „Der
Kreis bedeutet die
ewige Zeit, weil er durch kein Ende beschlossen wird; der Anker
bedeutet die Langsamkeit, weil er das Schiff verzögert und
anhält. Der Delphin drückt die Schnelligkeit aus, weil kein
anderes Tier im Angriff gefährlicher und schneller ist als dieses.
Wenn man diese kundig zusammenfügt, ergeben sie den Spruch „semper
festina lente“ – und diese Art der Schrift hat nicht nur eine hohe
Würdigkeit, sondern bietet auch nicht geringen Genuss, wenn man
nur die Eigenschaft der Dinge völlig durchschaut.“ 
Den Preis
für die
Billigflüge wird immer katastrophaler, schon jetzt schädigen
die Flugzeuge die Atmosphäre mehr als alle LKW weltweit.
Angefangen von den Webstühlen bis zur totalen EDV und Internet
Revolution, die nun alle Administrationen betrifft, änderten sich
zwangsweise die Betätigungsfelder. Das Individuelle, das Kreative
kann für die Freigesetzten wieder an Bedeutung gewinnen - um mit
der sozialen Härte leichter fertig zu werden. Die Tätigkeiten
die nicht zu automatisieren sind, vor allem im Pflege- und Sozialdienst
sowie im Handwerk aber auch auf dem kulturellen Sektor, werden wieder
an Bedeutung gewinnen. Bei vielen Verdienstlosen fehlten die
materiellen und geistigen Rücklagen für das Unvorhergesehene
im Leben. Eine bittere aber weise Lehre kommt aus dem Argument, mit so etwas habe nicht gerechnet - und warum ist
das gerade mir passiert!
Im Leben
ist eben mit allem,
im guten- wie im schlechten Sinn zu rechnen, ohne Höhen und Tiefen
wäre es seicht
Zeit ist immer für
alles ausreichend vorhanden, wenn man sich die Zeit dafür nimmt.
Viele nehmen sich keine- oder finden keine Zeit für Sinnvolles.
Junge Menschen sind immer eine leichtere
Beute für die Sucht
deshalb werden sie auch mit allen Mitteln der Werbung zum sinnlosen
Konsum beeinflußt, die Schäden für die Fehlgeleiteten
und für die Allgemeinheit sind unreversibel. Sie verstümmeln
ihre Wachstumskeime und opfern ihre Zukunft in einer entmutigten
ablehnenden Stimmung nor vor der Reifezeit. Lust, Frust und
körperlicher oder seelischer Schmerz emotionell oder statisch sind
immer lebenswichtige Warnzeichen. Im Leistungssport gibt es kaum einen
Zentimeter von der Körperfläche des Kämpfers, ohne
Promotion. Der Geist von Olympia ist tot, es lebe die Webung, er ist
einer degenerierten Geistlosigkeit gewichen. Zeitmaßstäbe
von Hundertstel Sekunden entscheiden über Sieg oder Niederlage der
Berufssportler, die Dopingskandale sorgen für immer raffiniertere
Stimulationsmittel.
Wenn
der Hut schon brennt kann man auch das Feuer
am Dach nicht mehr abstreiten. Ohne Berücksichtigung
der Assimilationszeit und einen Spielraum für Unvorhergesehenes
gibt es keine sinnvolle Einteilung der Lebenszeit. Nach der geistige
Verdauungszeit entscheidet sich der Zeitpunkt für den fruchtbaren
Moment, wann? wie? was? wo? - zu tun ist um den Stier bei den
Hörnern packen zu können. Die Zeit einen angerichteten
Schaden wieder gut zu machen ist immer verloren um so wertvoller ist
die Zeit der Schadensverhütung. Es sollen immer Zeitspannen
für das Unvorhergesehene eingeplant werden.
Das
Grundübel der Zeit ist
für Nichts Zeit zu haben. Dabei wird die Zeit immer
sinnloser und leerer und wird vergeudet und sogar tot geschlagen.
Minuten, Stunden, Tage, Jahre die wertvoll sind oder waren, helfen beim
Überbrücken schwerer und unausgefüllter Zeitabschnitte.
Echtheit
und
Erlebnisvertiefung werden Menschen - die nur die Uhrzeit verleben nie
erfahren
÷
10.1 HERR
UND KNECHT
Wer das Unangenehme und das Wichtige
immer vor sich
her schiebt - dem wird es zur Last. Die Verwendung von
falschen Werkzeugen, die Überbewertung des Unwichtigen, die
Über- oder Unterforderung, die Ausübung einer Tätigkeit
oder einer Macht die zur Gewissenslast wird - dies alles zerrt an einer
gesunden Substanz. Wie der Herr so der Knecht, wie der König so
sein Narr, oft war allerdings die Könige dümmer wie ihre
Narren.
Wenn die Skrupellosigkeit auch
als Selektion für Führungspositionen in den Psyche - Tests
mit einbezogen wird, gibt es wie in der Politik die Auslese der
Rücksichtslosen. Ein Vertreter der von seinem Produkt nicht
überzeugt ist, wird früher oder später sein eigenes
Gewissensopfer. Wer nicht weiß wie man sich selbst schützt,
kann man auch nicht andere schützen. Unfähige
Mensch kämpfen erfolgreich um die Zügel der Macht um dann
blindlings ins Verderben zu kutschieren.
Organismus ist eine
unzertrennbare Einheit von Körper Seele im Geist. Maßvolle
körperliche Betätigung und Sport helfen Verspannten,
Verkrampften, Übersättigten und
Appetitlosen zu einer
besseren Atmung und einer wirkungsvolleren Herztätigkeit. Eine der
wertvollsten Eigenschaften ist immer geistige und körperliche
Bewegung. Das Leben selbst ist die einzigartigste Form der
Veränderung. Die Schwereübungen sind am hilfreichsten, wenn
sie von dem durch Nervosität gestörten Körperteil
ausgehen, zum Beispiel von der trommelnde Hand. Man setze sich bequem
zum Tisch und stelle sich vor, ich bin ganz ruhig und überlasse
mich der Übung. Dann ist der rechte Unterarm locker und geduldig
auf den Tisch zu legen, der einzige Gedanke soll die Schwere der Hand
sein.
Das Loslassen, das
Entspannen, den Geist frei machen oder die Meditation sind wichtig,
außer der Kontemplation und den Gebeten hat das Christentum hier
wenig Praktisches anzubieten. Vor einer Flucht in fernöstliche
Religionen ist jedoch abzuraten, wir können nicht alle Fakire und
Jogas werden, aber wir können Nützliches davon aufgreifen.
Das beste Training endet mit der Bettschwere im gesunden Schlaf, oder
im totalen Loslassen. Schlafstörungen führen immer zu
Konzentrationsschwächen. Das Wichtigste ist jedoch, gelerntes
Wissen auch zu verstehen und bei sich selbst und in den Gruppen des
Lebensbereiches immer wieder anzuwenden. Der gute Gedanken dem die Tat
folgt stärkt das Strahlungszentrum der inneren Ruhe.
Wir alle sind
irgendwie
voneinander abhängig, der Hirte lebt von den Schafen und ohne
Hirten haben die Schafe nicht zu fressen. Instinkt, Gefühl und
Intellekt, so könnte man wohl die Parameter für den gesunden
Hausverstand nennen. In unserer Sprache verwenden wir Gewohnheits
Synonyme, jeder weiß was sie bedeuten - aber was wäre ein
Bauer ohne Hofverstand?
Im ewigen
Ganzen ist das Leben ein winziger aber doch der wichtigste Akt Ausgleichsfähigkeiten
und
Ausgleichsbereitschaften sind durch sinnvolle, elastisch andauernde
und stärkende Übungen anzustreben.
Bewußtes Atem ist bis zur ständigen Gewohnheit das Gebot. Durch die Tiefatmung steigt
der Pumpenwert
des Herzens und das Gehirn bekommt mehr Sauerstoff. Durch die
Ruhigatmung werden die Lungenbläschen weit aufnahmefähiger,
die Konzentrationsfähigkeit vermehrt sich, die Reaktion wird
besser. Die Einatmung sammelt Kräfte man kann sie mit der
Wahrnehmung von Rosenduft vergleichen. Leider sieht die Praxis anders
aus, denn die Luftqualität hat sich in den Ballungsräumen
erheblich verschlechtert, umso mehr hat die frische und gesunde Luft in
der Natur an Stellenwert gewonnen. Die Ausatmung ist gedanklich mit der
Abgabe von Unangenehmem verbunden, man spricht nicht umsonst in
Räumen mit einer Menschenansammlung von verbrauchter Luft.
Wir
können zwar nicht von der Luft leben aber ohne Luft sterben wir,
sie ist wie das Wasser unser Lebenselexier. Die besten
Atmungsgedanken sind: Ich werde
natürlich und entspannt geatmet, es strömen frische
Kräfte in mich hinein und alles Schlechte und Unangenehme atme ich
aus. Die
Erfolgszeichen einer Atmung sind Erleichterungs
Seufzer und Gähnen. Im Schlaf stellt sich der gesunde Atemrhytmus
von alleine ein, die psychische Atmung kann auch zur Tagesangewohnheit
werden. Schon der Gedanke daran, kann wie bei den Schwere- und
Meditationsübungen auch bei der Atemung nach jahrelanger
erfolgreicher Anwendungen, in Notsituationen hilfreich sein. Die
Schwereübung und die Atemübung ist nur in nacheinander
folgender Reihenfolge sinnvoll.
Die
Atmung ist ein
wichtiges Teilstück des gesamten Organismus. Die schlechten
Atmungs Gewohnheiten haben sich in Laufe des Lebens eingenistet, sie
lassen sich nicht von heut auf morgen, durch schulmeisterliche
Anwendung von Regeln und Vorschriften, beseitigen. Die Anspannung und
die Entspannung, im natürlichen Rhythmus, ist für jeden
Menschen sinnvoll, überwiegt ein Teil davon ist es
abträglich. Je primitiver und einfacher die Lösung ist, um so
besser ist die Wirkung zu einer langsameren Atmung. Bei
Mißerfolgen heißt es trotzdem elastisch aber bestimmt
weitermachen. Die Kurzatmer, die Atemstoßer halten die Luft
von ihrem Körperinneren fern.
Wer
sich für die Atmung nicht Zeit nimmt wird
sein eigener Totengräber
Was es auch immer
ist - was uns behindert es soll sich im Ausgleich und nicht als
Mittelpunkt ändern. Was nicht zerbricht kann nur stärker
werden, sich in der Jugend die Hörner abstoßen ist besser
wie im Alter mit dem Dickschädel durch die Wand zu rennen. Ein
sinnvoller Lebensplan ist: Wie man Kräfte im richtigen Moment
einsparen kann um sie im Augenblick der Notwendigkeit zur
Verfügung zu haben.
Zu jeder Zeit kann man so
sinnvoll leben, dass man menschlich wertvoll ist.
Zum
Unterschied von einer
gesunden Reaktion sind Handlungen im Affekt immer sinnlos. Das habe ich nicht gewollt - ist dann immer
das Argument, davon werden Tote nicht mehr lebendig und die
Schimpfworte auch nicht ungesagt. Im Jähzorn öffnet der
Mensch ein Sicherheitsventil und verliert die Kontrolle über das
Ausströmende.
Die Bekämpfung kann nur im
Keime des entstehenden Ausbruches erfolgen. Die Symptome entstehen in
der Wiege, im Gegensatz zum Euter der Tiere haben die Kleinkinder
keinen Dauerzugang zur Brust und geben durch Schreien ihren Hunger
bekannt. Dieses Schreien wird dann später bei einigen Menschen zum
Erfolgsrezept, schuld daran sind die Eltern, sie wollen Ihre Ruhe haben
und geben deshalb lieber das Gewünschte. Die Sprache der Gewalt,
die Macht der Sprache und die Ohnmacht des Schweigen gegen
Schwächere gerichtet führt zum Flächenbrand. Nur allzu
oft kann man immer wieder beobachten, wie sehr viele Menschen sich als
Spielball der anonymen Gewalt gebärden.
Die Wut beginnt
mit der
Verkrampfung der Schreibhand, die Verspannung der Mimik und die
drohende Körperhaltung sind die weiteren Anzeichen. Ist man selbst
der Erzürnte, dann heißt es bewußt die Fäuste
lockern, gedanklich die Wege zur Muskelentspannung zu gehen, um Distanz
zu den Ursachen zu gewinnen. Die Ansatzpunkte die zu einer Entspannung
führen, können nur von einer seelischen Grundeinstellung
getragen sein. Durch Zorn provozierende Handlungen sollen den Kochtopf
nicht bewußt zur Explosion bringen. Schlimm ist es allerdings
immer wenn zwei Hitzköpfe aufeinander stoßen. Ein labiles
System führt zu unbewußten Unlustempfindungen, oft
genügt nur ein kleiner Funke, aber oft auch geschieht es ohne
auslösende Ursache, dass ein sinnloser Flächenbrand entsteht.
Steht nur das Schlechte
im
Vordergrund verschwindet das Gute und es entsteht eine Entfremdung. Der
Teufelskreis von Mißerfolgen führt zu Wut und Verbitterung.
Wütende zu unterstützen ist leichter als
sich vor ihnen zu schützen
÷
14 GEMÜTSSHYGENIE
Das Gegenteil vom Zorn
ist die Depression. Die Vernünftigen geben nach, dann geschieht
meistens der Wille der Zornigen und der Dummen. Besser wäre es die
Zornigen auf einen Rammbock umzuleiten, denn wenn der Zorn Früchte
trägt vermehrt er sich. Doch der Falschheit Preis ist hoch und
früher oder später richtet er sich, durch einen Freudschen
Versprecher selber. So wie bei der Nahrungsaufnahme, ist alles in
sich hinein fressen und nichts mehr los werden, auch fürs
Gemüt ungesund. Hier tritt eine Eigensuggestion in Kraft, es ist
wie bei unappetitlichen Empfindungen beim Essen dabei unterbleibt die
Speichelbildung und der Enderfolg kann eine Überernährung
oder eine Magersucht sein.
Die
Gefühlsstimmungen sind keiner konkreten Ursache unterworfen, sie
schwanken im biologisch bedingten Kreislauf. Stark ausgeprägte
Gefühle haben immer einen Ursprung der im körperlichen,
psychologischen oder materiellen Ablauf liegen kann. Liebe ist die
stärkste Einheit zwischen Leib und Seele. Wem das
Intuitionsvermögen und die Fähigkeit die kausalen Wahrheiten
aufzuspüren fehlt, ist ein Opfer seiner einseitigen Lebensart.
Man kann sich aber durch
bewußtes hervorheben und üben, gewisser
vernachlässigter Anlagen, harmonisieren. Die Abstumpfung der
Reizübertragung durch die Nerven kann bei Nichtbeanspruchung oder
Reizüberflutung, ähnlich wie bei den Körperteilen, zur
Unterentwicklung führen.
Keiner kann aus seiner Haut,
aber jeder kann sich in seiner Haut wohl fühlen.
÷
15 GABEN
PFLEGEN
GELASSEN zu sein durch
Angstfreiheit
AUFGESCHLOSSEN
ohne
Vorurteile
BESINNUNG erhöht
den Lebenswert
EDEL-
sein und nicht
-erscheinen
NATUR
Gesetze
gelten ohne Richter
PAARUNG ist das Grundelement
FREUDE
der
Selbstverwirklichung
LUST
an der Schadlosigkeit
EHRLICHKEIT bringt Gewissensfreiheit
GRÖSSE ist die Bescheidenheit
EHRE
Ehre wem sie gebührt
NORMALITÄT
Gnade
Sterbliche
Wenn du den Frieden im
Herzen hast wird die Hütte zum Palast
Ein
reines Nützlichkeitsstreben ist wie ein falscher Glaube und
führt zu einer Gesinnungs Vernichtung. Wir
werden die Zelle der Ursubstanz, das Echo des
Urknalls nicht ergründen- und die vierte Dimension nie erleben
können - und das ist gut so.
÷
16
NATUR
Das Leben besteht wie die
Natur aus
Vielfalt, kein Blatt, keine Welle, keine Schneeflocke, kein Augenblick
und kein Mensch ist gleich. Das Leben soll das Auge der Welt, im
Selbstbewußtsein des unveränderlichen Wert des bestehenden
Seltenen, sein. Jeder Kontakt, jede Hingabe und jede Beschäftigung
mit der Natur, mit Achtung der Schöpfung, führt zur
Kräftesammlung, zur sinnvollen Form des Charakters und der
Persönlichkeit.
Auch wir
sind ein Teil der Schöpfung!
Unsere Welt ist global
gesehen unser zu schützendes Heim und das
Universum übersteigt unseren Umwelthorizont. In ihrer
Unersetzlichkeit gibt die Natur den Menschen die elementare Besinnung,
es beginnt eine aufkommende Schwierigkeitserfassung, wer aber ohne
Kompaß die Orientierung verloren hat kommt nicht weiter. Im
richtigen Moment das richtige zu tun ist dem Instinkt- und
Orientierungslosen nicht mehr möglich.
Mit mangelnder Ehrfurcht und
Kult vor den ewig wertvollen Schöpfungen, haben wir die geistige
Anpassung an die ständig Veränderungen des Lebens
versäumt. Die Naturgesetze unterscheiden sich wesentlich von den
Gesetzen der Menschen, bei ihnen gibt es keine authentische
Interpretation, es ist besser nach ihnen zu leben, das sie sich letzten
Endes immer durchsetzen. Viele handeln naturentfremdet und
übersehen dadurch die Fehlerquellen im geistigen und seelischen
Bereich.
Eine Zivilisation ohne
Natur ist wie ein Planet ohne Sonne.
÷
17 FREUDE
Wo aber liegen meine wichtigsten
Entspannungsquellen meiner Lebensanschauung zur Freude und in der
Harmonie mit dem Gesamten? Sind es schöpferische Gegengewichte,
ist es ein Steckenpferd? Ungeduld und Wut liegen eng zusammen, beide
haben zur Freude keine Zeit. Eine geglückte körperliche Tat,
aber auch eine soziale und ästhetische Menschenhilfe, werden immer
mit Freude und Selbstwertgefühl belohnt.
Freude ist das
Produkt aus dem
richtigem Verhalten und Besitz ist das mit dem wir geistig überein
stimmen. Der materielle Besitz kann ersetzt werden, geistige Werte
jedoch unterliegen keinem Konkurs, sie können auch nicht
ersteigert werden. Die Freude hängt auch eng mit dem Erfolg
zusammen, der Lebenserfolg ist auf gelassenes Ruheatmen aufgebaut und
ist gefestigt in der individuellen Überzeugung
Die
erfüllte Gegenwart
ist als Freude ein wertvoller Baustein der Zukunft
÷
18 ARBEIT
Für das
geistige Arbeiten, ist der intellektuelle Antrieb mit dem Interesse an
einer Sache verbunden, aber es kann auch die Funktionslust der Motor
sein. Arbeit als Betäubung, da zerstört sich der Mensch in
der Erhaltung, erst richtig ernähren und schlafen um dann
qualifiziert arbeiten zu können. Viele wissen auch nicht was sie
ohne Arbeit mit ihrer Zeit anfangen sollen. Was hat unsere Arbeit
für einen Sinn, wenn wir mit ihr alles in Frage stellen, was
für uns Menschen sinnvoll ist?
Manches
wäre
ohne Fehler und deshalb auch schneller gewesen wenn man sich mehr Zeit
dafür genommen hätte.
Alles kann nicht
immer noch
schneller, billiger und besser werden, es kann nicht jede Arbeitskraft
durch eine bessere, billigere und anspruchslosere ersetzt werden. Mit
Kaffe, Nikotin, Alkohol und Aufpeitschmittel wird versucht den
Zeitdruck zu bewältigen. Schablonierer, Befehlsempfänger
wurden zu abrufbaren Scheinselbständigen und es trifft die
schwächsten Glieder, die fremden Kulturen und die Frauen
immer am härtesten.
Ohne Ziel ist jede
Arbeit
sinnlos, vorausgesetzt für jede Arbeit ist aber die
körperliche und geistige Eignung. Neugierde führt zu
Interesse, Interesse führt zur Arbeitsfreude, Arbeitsfreude
führt zum Erfolg, der Erfolg mahnt zur Bescheidenheit.
Im Zuge der
Spezialisierung, kann nur oft mehr indirekt eine Beziehung zur Arbeit
hergestellt werden, der letzte Ausweg ist immer eine soziales
Erfordernis: Irgendwer muss auch diese Arbeit machen. Es gibt keinen Menschen der zur Arbeit ungeeignet ist.
Abgehärtet aber nicht
abgestumpft, reif aber nicht faul – sind die
Menschen, die in der Arbeit einen positiven Zweck erkennen.
Wenn hier
einer
den Mund aufreißt, dann aber nur zum Gähnen. Arbeitswut ist eine schwere psychische
Störung,
die nur mit einer Tasse Tee
oder Kaffe und einer gemütlichen Plauderei überwunden werden
kann.
÷
19
DER
MENSCH
Der Mensch ist ein Gruppenwesen, die
qualitative Auslese der Führung ist immer entscheidend. Der Mensch
neigt dazu das Unangenehme zu vergessen und das Angenehme in Erinnerung
zu behalten. Es gibt keine gute alte und keine gute neue Zeit, es gibt
nur gute und schlechte Menschen. Wenn sie nicht benötigt oder
falsch verwendet werden, verkümmern die körperlichen und
geistigen Fähigkeiten des Menschen. Mein Kind, meine Frau sind
semantische Fehlbegriffe, alle Menschen gehören als Einzelwesen
nur sich selbst und sonst niemanden.
Ohne Wasser und Luft
gäbe es kein Leben, Wasser ist in jeder Form ein Lebenselexier,
auch der Mensch besteht größtenteils aus Wasser. Jeder
Mensch ist und bleibt ein Eigenwesen, es gibt also keine universalen
Gesetze sondern nur Gesetzmäßigkeiten. Die Menschen suchen,
wie die Flüsse, den Weg des geringsten Widerstandes, was dann
immer nur ein Umweg sein kann. Obwohl wir Menschen nur Staubkörner
des Alls sind, können wir in unseren Abschnitt über die
Götter hinaus wachsen, denn wir sind Gott sei Dank nicht wie sie
zum ewigen Leben verurteilt. Anständige Menschen gehören
gekräftigt, sie haben durch die vielen Frevler an Seele und
Leib, zu wenig Selbstwertgefühl.
Der Sieg der Frechheit ist der
Verlust des
Charakters
Die besten Freunde sagen die Wahrheit,
ständig schmeichlerische Menschen sind mit Vorsicht zu
genießen. Die meisten Menschen wollen Vieles nicht wahrhaben, sie
wollen lieber umschmeichelt werden. Zivilisierte Menschen verkraften
oft nicht die Einbuße eines Bruchteiles ihres Komfortes. Das
Lebendige, ist Gott sei Dank noch kein enträtseltes Wesen
geworden, die Gen- und Klontechnik zeigt zwar neue Möglichkeiten –
aber auch ungeahnte neue Rätsel auf. Wie sehen nur das - was wir
gerne hätten, was wir schon besitzen übersehen wir. Die
unbewußten Masken der voreingenommenen und unvoreingenommenen
Menschengruppen, spielen bei den Ersteindrücken eine große
Rolle.
Menschen
mit guten
Überzeugungen, stechen durch Ausdruckskraft hervor
÷
20 ANGST
Angst ist mit dem Schmerz
verwandt und
ist als Warnsymptom zu verstehen, sie ist im Kern ein
Instinktphänomän zur Hilfe und Abhilfe. Zur Risikovermeidung
ist die Angst grundsätzlich notwendig, eine Übermaß
davon kann zu einem Lähmungszustand führen. Je mehr man die
Angst verbergen will desto schlimmer wirkt sie. Nichts unterliegt so
sehr dem Mißbrauch wie die Angst, Nichts hat so verheerende
Folgen, wie wenn die Angst zur Panik wird.
Ängste werden
geschürt
geweckt, erfunden verheimlicht, verdrängt und durch
Brutalitäten erzeugt. Die Reizüberflutung der Gewalt in den
Medien durch Horror, Sardismus und Abnormalität imunisiert die
gesunde Angstempfindung.
Gegen die
Errötungsangst hilf der Ausspruch der Errötenden: Fällt ihnen nicht auf wie sehr ich die Farbe
wechsle! Bei
wasserscheuen – gesellschaftlichen –
zwischenmenschlichen Kontakt, verbraucht die Angst naß zu werden
alle Kräfte. Eine sofortige seelische oder körperliche
Reaktion, ist der Schmerzwahrnehmung ähnlich. Eine psychisch
allergische Beurteilungsangst hat keine ausreichende Motivation, sie
ist eine Gefahr. Ein Ewigkeitsbewußtsein überwindet die
Existenzangst.
Die Versagensangst
bildet sich
aus wenn nicht genug Kraftreserven vorhanden sind. Manches
Fehlverhalten ist durch die Vorsituation bedingt, vor wichtigen
Anlässen ist wenig oder schlechter Schlaf der Verhinderer des
Erfolges. Angst kommt von zu eng werden, die Atmung bringt die
notwendigen gasförmigen Stoffe für das Nervensystem.
Schlechte Erfahrungen führen zu Voreingenommenheit, vertiefen die
eingefahrene Rinne aus Angst vor Kontakten. Nur durch die
Vorurteilslosigkeit ergibt sich eine persönliche Ausstrahlung, wo
kein Kontaktvorschuß erfolgt kann nicht nach kommen. Ohne einen
echten Persönlichkeitskern, führt die Stille und Einsamkeit
zur Angst immer etwas zu versäumen, wenn man nicht überall
dabei ist.
Die
Lampenfiebersituation
als eine Form der Erwartungsangst und torpediert den gesuchten Erfolg.
Erst eine fixierte Lebenseinstellung und eine normalisierte Lebensform
ermöglicht die Unterbewertung von Nebensächlichkeiten, die
Angst, die Verkrampfung und das Lampenfieber beim ersten Schritt,
löst sich von selbst, wenn man es nicht mehr beachtet.
Ängstlichkeit, Lampenfieber, Öffentlichkeitsscheue hat einen
Anteil von fünfzig Prozent am Erfolg in der Endsituation oder bei
Vorstellungen. Nicht fürchten sondern neu formen, nicht nur
vermehren sondern auch erhöhen soll sich der Mensch. Gegen die
Bewußtseinsangst hilft immer wieder ein Ewigkeitsbewußtsein.
Jede
übersteigerte
perfektionistische Handlung geschieht aus Aberglaube oder aus
Versagensangst. Die Ursachen der Angst sollen an den Wurzeln erkannt
werden, oft ist es die Beziehungslosigkeit zur Arbeit. Unmotivierte
Angst, Vorturteilsangst, Lebens- und Sterbensangst mindern erheblich
das Leistungsvermögen.
Angst entsteht durch
gezielte Unterdrückung unter der Ausnutzung der Abhängigkeit
oder durch Mißerfolg in der Situation. Man begegnet ihr am besten
mit einem kritischen Realismus, durch erreichbare Zielsetzungen und dem
schrittweisen Auf- und Aufbau kleinerer Erfolge. Unter der Anwendung
von Zivilcourage entsteht auch wieder ein gewisses Maß an
Selbstvertrauen. Einem durch
Angsteinstreung
geweckten Schuldbewußtsein, kann durch
Vergleichsmöglichkeiten und einer zusammenhängenden
Aufklärungsmethode, entgegengetreten werden.
÷
21 WILLE
Die Kinder entdecken den Willen
im
Trotzkopfalter und es beginnt die Funktionslust. Der Irrtum führt
dabei zum Erkennen der Willensgrenzen, bei den Willenszielen sind die
sinnvollen zu belohnen und die gefährlichen zu bestrafen. Durch
Wollen allein kann man keine Verkrampfung lösen deren Ursache in
einem übersteigerten Willen liegen. Zu stark mit bewußten
Willen zu arbeiten ist schädlich, doch trotzdem müssen
Erkenntnisse in die Tat umgesetzt werden.
Durch
Erschöpfung der
Reserveenergien des Menschen, fehlt der neue Schwung um die Dinge
wieder in Bewegung zu bringen oder um das Krankhafte zu bekämpfen
und zu heilen. Der bewußte Wille muss eine Ursache und ein Ziel
haben. Die Emotionen sind das Gegenstandsgefühl des
stimmungsunterworfenen Willen mit unbewußten Objekt. Triebstreben
in reflextorischer dynamischer Art sind Übergänge des
Bewußtseingrades mit den Fragen der: Willensprobleme,
Willensenergie und der Willenmotivation?
Das
Willenstraining ist
richtig zu kultivieren, damit nur das entscheidenste Maß an
Willen, bei der Überwindung von Widerständen, zur Anwendung
kommt. Im Willenserlebnis ist das Ergebnis das Wirken einer seelischen
und geistigen Kraft, die in erster Linie im eigenen ich Schlechtes
wegräumen soll. Der Wille soll vorsichtig, bei langsamer
Steigerung der Aufgaben, von innen nach außen wirken. Ein Wille
der ständig ausweicht verkümmert, bei übersteigertem
Willen tritt eine Abminderung des Selbstvertrauens auf. Interesse und
Wille hängen eng zusammen, durch Fehlen einer sinnvollen
Motivation tritt die Willensschwäche auf.
Durch Ziele die
nicht zu
hoch gesetzt sind, erfolgt der schrittweise Aufbau der
Willensmotivation. Gewaltsamer Wille, den Anderen aufzwingen - oder
sich von Anderen aufzwingen zu lassen, ist nie zielführend.
Für die nicht leichte Kunst - die richtige Basis für den
Willen zu finden, gibt es kein allgemeines Rezept.
Die
Selbstüberzeugung
sagt was ich will und wird in der Bodenvorbereitung für diesen
Willen fruchtbar
÷
22
PROFILAXE
Es
wird immer noch und es wird immer
wieder vergeblich nach einem Allheilmittel oder nach einer Methode
gesucht um in Allem bestehen zu können. Es gibt keine allselig
machende Regel, aber es gibt aber eine psychische Harmonie durch den
inneren Gleichklang und der Weg dorthin ist mit lebenslänglichen
Entspannungsübungen gepflastert.
Im Rahmen des
Gesamten gibt es
nur ähnliche, nie aber gleiche, Richtlinien, bei denen jeder
für sich das entscheidende Einzelne herausfinden soll.
Der Weg
zur
Hölle ist mit unausgeführten guten Vorsätzen gepflastert
Um Fehlentwicklungen im geistigen
Bereich zu
verhindern sind Ausgleichsziele, durch Geistesenergie - Pflege zu
schaffen. Man gräbt an den Wurzeln des Lebens und sägt an dem
Ast auf dem man sitzt. Der Unterschied zwischen Arbeit und Spiel ist
bewußt oder unbewußt, jeder kann sinnvoller und
erfolgreicher arbeiten, indem er ein Ziel mit Methode und Wegweisern
anstrebt. Erhöhte Leistung und Qualität durch die Freude
erfolgt dann, wenn das Spielerische die Vorübung für den
Ernstfall ist.
Die Wert und
Erfolgserlebnisse
sind von besonderer Wichtigkeit, ein Studienzwang oder eine
Geistesarbeit zermürbt mit der Zeit den Ungeeigneten. Durch
Großraumbüros verliert man den Kontakt zur Sache, es fehlt
eine persönliche Beziehung. Falsche Versuche zum
selbsttätigen Ausgleich, üben von falschen Funktionen,
familiäre, schulische und berufliche Konflikte beeinflußen
die Konkurrenzsituation.
Die
schlechten
Folgen der
Überbetriebsamkeit sollen dazu beitragen um sich wider auf seine
Grundwerte zu besinnen. Nur eine Stunde täglich, in der Einkehr in
sich selbst Mensch zu sein, führt wieder zu eigenständigem
Denken und Handeln und läßt die geistige Nahrung, für
die Zeit der echten Werterlebnisse, wieder finden. Die seelische
Abhärtung - ist kein Mittel für den psychischen Selbstschutz,
sie führt zu einer Verrohung des Gemüts. Wenn man daran
arbeitet, kann so wie in der Entspannung der Muskulatur, auch eine
Entspannung des Geistes vor sich gehen. Dies kann nur
bewußtseinsmäßig, durch Lockern ohne Eile und
Perfektionismus mit natürlicher Gelassenheit, erfolgen.
Um den
Trägheitsteufel zu bekämpfen heißt es; in jeder
Situation des Lebens den Mut finden zu finden, die Kerbe des Erfolges
immer aus neuen Richtungen zu schlagen. Eine seelische Harmonie ist das
beste Ausgleichprinzip für die Gesundheit jedes Menschen. An
der Ursprungswurzel ist jedes Übel zu suchen, zum Beispiel die
ständige Meinungsunterbreitung, ständiges Vordrängen
oder die Verständigungsarmut. Nach Mißerfolgen ist die
Fähigkeit; unter der Ausmerzung der alten Fehler, immer neu
beginnen zu können wertvoll.
Ein
abergläubische
Einstellung über Erfolg oder Mißerfolg ist ein Irrglaube
÷
23
PSYCHOHYGIENE
Eine Lebensanschauung als
die persönliche
Wirkung, ist noch immer die beste Visitenkarte. Ein günstiger
Verkauf der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten und
Verdienste ist anzustreben, sofern darunter die Gemeinnützigkeit
nicht leidet. Die entscheidenden Lebensfragen sind keine logischen
Entscheidungen.
Die vorurteilslose
Bekämpfung des Schlechten wird nicht durch plötzliches
Anvisieren erreicht. Es gibt keinen Baum der alle Früchte
trägt, es gibt keinen Menschen der alles kann, der Mensch ist das
Produkt seines Fleißes und seiner Anlagen. Die Parallelität
zwischen Reden und Handeln ist für ehrliche Leute keine Frage. Die
Mißachtung der Person des Anderen - ist pflanzen auf
unfruchtbaren Boden. Die Überlebensfähigkeit des Fruchtbaren
zu erhalten ist immer das Gebot für die Anständigen. Wen man
in zehn Fällen einmal Erfolg hat ist es schon wertvoll.
Alles Scheinbare ist
unscheinbar und der Kreislauf
des Fließens wird linear
÷
24
MENSCHENTYPEN
Es gibt eine praktische oder
eine theoretische
Intelligenz, der reine Theoretiker ist meist spekulativ.
Psychodiplomatie: Alles Schlechte fällt auf den zurück
der es verursacht hat. Der Einzelne steht sich selbst zu nahe um
objektiv gegen sich selbst zu sein. Ist er ein Kontaktmensch, ein
Temperamentsmensch, ein Rhytmusverschieber, ein Systematiker, ein
Pionier oder Nachbeter, ein Schablonierer oder Kreativer, ein Feigling
oder ein Risikofreudiger die Vielfalt der Eigenschaften der Menschen
sind unbegrenzt.
Denk-
Gefühls- Probier-
oder Wissenstypen mit all ihren Intensionen und Erkennungshilfen
verhindern im Verhalten zum Mitmenschen überlegte Entscheidungen.
Enttäuschungen, durch das Nichterkennen der Möglichkeiten,
bieten immer Ursachen für neue Schwierigkeiten durch die Fahrt auf
den eingefahrenen Geleisen. Zu wenig eigene Menschenkenntnis,
verhindert auch das Erkennen der anderen Menschen, und ergibt die Armut
der eigenen inneren Leere.
Durch die
Erbsituation
gibt es angstbetonte Naturen und Kraftmenschen, wobei das eine das
andere nicht ausschließt. Der stolze Vogel ist außen und
innen voller Eigenbarrieren und bedarf dem Umgangstyp des
Bücknikers als Kontakthelfer. Durch
Minderwertigkeitseindrücke und Enttäuschungen bildet sich der
Hysteriker, er verkrallt sich in äußere Formalitäten,
hier sind die Systeme gestört und labil. Ganz reine Menschentypen
kommen sehr selten vor, ein Überwiegen von einzelnen Eigenschaften
zeigt sich in Überraschungssituationen. Wertvolle Menschen,
Gemeinschaften mit echten Lebenswerten müssen, bevor man sich
ihnen zuwendet, immer zuerst als solche erkannt werden. Den zeitlosen
Erfolg bringen vertrauensvolle kleine Schritte, sie sind wie Samen die
den Winter überdauern, sie sind gleich dem vielfältigen
Aufflackern von kleinen Sternen in neuen Welten.
Psychologie
ist eine
Erfahrungswissenschaft, jedoch hat jede menschliche Regel ihre
Ausnahme. Wenn man daraus lernt, kann Schlechtes gut werden, dies gilt
für Egozentriker, die sich bei jedem sachlichen Argument
gekränkt fühlen und sich nur selber gerne sprechen
hören. Windhund Charaktere, weichen allem aus, legen sich mit
niemanden an, sagen jeden was er hören will und tun nur das was
für sie selbst von Vorteil ist. Wer
sich
immer mit dem Winde dreht damit es ihm am besten geht! Ist ein
Wendehals. Die
Glaubwürdigkeit kann man nur einmal aber
dann unwiderrbringbar verlieren. Bei Sensiblen und leicht Geknickten,
liegt eine gewisse Gebrechens - Veranlagung vor, die durch die Flinten in das Kornwerfung, an
Durchschlagskraft einbüßt. Die mangelnden Fähigkeiten
auf einem Sektor - werden durch Imponiergehaben auf einen anderen
Gebiet, übersteigernd betrieben. Der Mutlose zeigt sich durch die
Körpersprache, der Skrupellose zeigt sich in der unzustehenden,
schamlosen Ausnützung jeder Situation.
Die nur Rück-
und
Vorwärtsblicker versäumen den Augenblick. Oft stecken in
einem, nach außen hin, uninteressanten Außenseiter,
ungeahnte Begabungen und Kräfte. Die gegenseitige Wertung und
Wirkung bedingt durch die Verschiedenartigkeit der Wesen, benachteiligt
den Gespürlosen so, dass er sich immer an den Falschen wendet.
Prangerische Menschen werden die Barrieren der Verschiedenartigkeit
selten übersteigen. Notorische Meinungsbildner und Nachäffer
ergeben eine niederschlagende Wirkung, besser und angenehmer ist die
Worttreuheit und die Verläßlichkeit. Penedrante menschliche
Naturen finden in der Vielfalt der Möglichkeiten, vor allem in de
Ehe, imme wieder Schwierigkeiten die keine sind.
Nur Neurotiker negieren
eine Lebensgefahr
÷
25 FÜHRUNGSKRÄFTE
Für
die Führungskräfte ist eine
Schulung pädagogischer und psychologischer Art - oder ein gesunder
Hausverstand unerläßlich. Sie sollen ja direkt oder indirekt
alles steuern. Neueinführungen und Eingliederungen sind mit
Nachdruck, Durchsetzungsvermögen mit dem Ganzheitsstandpunkt aber
ohne Brüskierungen vorzunehmen. Den Erfolg in der sachlichen
Interessenssparte ist die Feststellung der Leistungstypen und der
Leistungsmöglichkeiten. Die Arbeit und die Ernährung soll
nicht zum Selbstzweck – sondern als Mittel zum Zweck angesehen werden.
Der Arbeitsplatz ist so wie beim Lärmschutz auch vor
schädlichen psychischen hygienischen Einwirkungen abzusichern.
Die Vielfalt der Berufswelt hat zur Folge, dass jeder irgendwo
unfähig ist, der Arbeitstyp vor allem im Publikumsverkehr in
der Diskussion und auch im Streit. In
der
Beeinflußung von Menschengruppen, liegt das
Durchsetzungsvermögen einer Führungskraft, dazu gehört
vor allem das
Eingehen
auf die intellektuelle Richtung und auf die persönlichen
Umstände, der Verschiedenartigkeit der Ansprechbarkeit des
Einzelnen.
÷
26
METHODE
Welche
Methode führt zweckmäßig
und sinnvoll zum Ziel? Diese Frage verlangt ein
Fingerspitzengefühl der gelassenen Überlegung eines, im
vernünftigen Mittelmaß stehenden, Tages- Wochen- Monats-
Jahres- und Lebensplanes. Die Lebensqualität ergibt eine
Zeitvariante und eine Lebensverlängerung durch die
Erfülltheit in den einzelnen Minuten.
Gänzlich
gleiche
Situationen gibt es nicht, es gibt nur ähnliche Konstellationen,
die durch Auftreten irrationaler, psychologischer Komponenten,
schwierig sind.
Wenn eigene Mißerfolge
auf Andere abgeladen werden, wird man zum Wiederholungstäter und
scheitert
÷
27
SEELE
Die Zeit
für die Pflege der Seele ist
genauso wichtig oder noch wichtiger wie die Zeit für die
Körperpflege, denn die seelischen Leiden und Schäden sind
sehr versteckt und nachhaltig. Ursachen liegen aber nicht nur in der
von Erwin Ringel sehr strapazierten
Österreichischen Seele, sondern es sind die Zeichen des
Fortschrittes, die den Verlust der Sinneswahrnehmungen fördern.
Nur der
Geistesbesitz
hilft - auf eigenen Beinen den Weg aus der Sackgasse ins Licht zu
finden. Nicht durch Dogmen und Idealogien - sondern durch
Persönlichkeitsfundamente aus eigener Auffassung entsteht eine
Seelenverwandtschaft. Ein tiefseelisches, unbewußtes, effektives
Wirkungspotential ist immer wieder die Kindheit und die
Jugendzeit. Der Fortschritt der Technik und die damit
erscheinende Manipulation ist auch mir einer gewissen seelischen
Unterernährung verbunden.
Wie trostlos
wäre ein Leben
ohne seelische Bereicherung
÷
28 PÄDAGOGIK
Es sind
immer zuerst die Interessen zu wecken,
dann stellt sich der Fleiß von selbst ein. Ist erst die
gegenständliche Beziehung zur Materie geschaffen, wie zum Beispiel
in der Naturkunde durch Wanderungen, kommt auch die innere Beteiligung.
Ein Fehler ist es zu Glauben – der Appetit wird mit dem Essen kommen.
Oft vermischt sich
sogar
das Spielerische mit den Zielvorstellungen, so wie bei
Kompositionsbeispielen in der Kunst, wo bis zu einem gewissen Grad auch
ein Gefühl befriedigt wird. Die Glassturzerziehung
führt zur Unterentwicklung und Aussetzung von entstehenden
Funktionen. Das Lebensfeindliche droht überall, jede Tat die wir
tun, jedes Wort was wir aussprechen ist ein gutes oder schlechtes
Vorbild.
Alles beeinflußt alles
Eine Kindererziehung zur
Kontaktunfähigkeit - ergibt den egozentrischen Standpunkt der
Seelentaubheit für andere. In der Abhebung vom Trotzalter bildet
sich das Selbstbewußtsein, das Kind entdeckt, dass es keine Kugel
ist. In der Probierphase ist Sinnvolles zu fördern und
Schlechtes zu unterbinden, die sogenannte Affenliebe führt zur
Egozentrizität. Mit, du darft das nicht! Du bist zu dumm! du
kannst das nicht! Oder indem man das Kind ständig als Wunderkind
darstellt, erzielt man kein befriedigendes Ergebnis. Neunzig
Prozent aller indirekt auftretenden Komplexe, haben ihren Ursprung in
der Kinderstube. Das
Unterentwickelte soll
gepflegt werden, präpotente überentwickelte, wuchernde Triebe
sind wie in der Baumschule, auf das richtige Maß, zu stutzen.
Die eingesetzten
Mittel
sind nicht immer geeignetsten, dabei spielt das Kräftefeld der
Erziehungsgruppe eine Rolle. Auch eine Gruppen - Beeinflußung mit
echten Zielen ist, wenn man falsche Methoden anwendet, zum Scheitern
verurteilt. Einer Frageflutreaktion soll man so entgegentreten dass,
man ernstgemeinte Fragen beantwortet - je nach Sinn anregend oder
dämpfend, dadurch kann eine Einprägung erzielt werden. Die
Ablenkung von einer Frage ist auf jedem Fall schlimmer als das
ehrliche Zugeben des Nichtwissens.
Der
Übertriebene
Ehrgeiz der Erzieher ist nur für Faulpelze erforderlich, bei
sensiblen Kindern führt er zur Fehlreaktion. Es
ist die Verdammung von geistigen Werten, wenn die lyrischen,
musikalischen und bildnerischen Schwärmereien von Kindern als
unnützlich angeprangert werden.
÷
29
DAS
ICH
Um vor sich selbst bestehen zu
können,
darf man sich selbst nicht das geistige Rückgrat brechen - und es
sich auch nicht von Anderen brechen lassen. Mit einer korrekten
Ichdiagnose und einen anstrebenswerten Ideal hat man eine gute
Richtschnur. Es heißt nach dem eigenen geistigen Instinkt
zu schürfen und ihn auszugraben, dann wird auch das innere
Fundament gegen die falsche psychische Führung, gegen den Virus
der Hektik zum Schutz des eigenen Organismus wieder stärker werden.
Selbstvertrauen,
Selbstsicherheit, Selbsterkenntnis und Selbstbewußtsein sind
Eigenschaften die nicht von selbst entstehen aber sie sind die
größten Feinde des Minderwertigkeits - Bewußtsein.
Jedem ist es gegeben, zu sich selbst zurückführende,
ausgleichende Faktoren, zu finden. Nur was ich selbst bereit bin zu
geben, hat Bestand.
Ein unhörbarer Ruf
der uns allen vorausgeht, wirkt wie ein anonymer Steckbrief,
beeinflußt die Anderen im Voraus. Durch Selbstkritik kann eine
Niederlage zum Sieg über sich selbst werden. Eine echte
Eigenanalyse, kann äußeren Erfolg, unter der
Berücksichtigung der eingesetzten Mitteln, zu innerlichen
Mißerfolg führen. Das
Leben
in seiner Einzigartigkeit bedeutet eine ständige Veränderung,
eine Abweichung von der empirischen Evolution ist schädlich.
÷
30
KULTUR
Dem
wirtschaftlichen Zweckstreben soll nicht unwiederbringliches Kulturgut
geopfert werden. Ohne Kulturschutz ethisch religiös zu sein ist
Heuchelei. Jedes Leben ist eine Einheit, durch die Aufspaltung oder der
Vereinheitlichung der Kulturen, geht jede Kultur zugrunde. Jeder ist
imstande die Kultur aufzunehmen, unser Kulturerbe zu erhalten und es
weiter zu pflegen und verpflanzen. Der
Wert des Menschen liegt nicht in der Körpergröße und
der Kraft sondern in der Ästhetik der intellektuellen menschlichen
Sphäre des Kulturbewußtseins.
÷
31
VERTRAUEN
Ein
gewisses
Maß an Selbstvertrauen, Einschränkung und Gelassenheit
bringt wieder die Freude an den geistigen und materiellen Besitz
zurück. Sicherheit und Vertrauen verkümmern durch extreme
Über- oder Unterbeanspruchung. Eine gesunde mittlere Linie des
Selbstwertgefühles ist selten vorhanden. Die Erkenntnis
über die - Zusammenwirkung der Menschen in der gegenseitigen
Abhängigkeit, wird nicht in die Wiege gelegt, sie schmilzt langsam
in das gegenständliche Bewußtsein ein. In einem Menschen der
sich selbst nicht vertraut – kann man kein Vertrauen suchen und finden.
Ein andauerndes Eigenvorurteil führt zur Lähmung des
Vertrauens.
Mehr Mißtrauen
gegenüber dem enthemmten Faktum, mehr natürliches Vertrauen
gegenüber den Gewissenhaften ist anzuwenden.
÷
32
DIE
ALTEN
Die Menschen werden immer
älter,
aber niemand will älter werden. Die Situation der Alten entsteht
durch die Verschiebung des Leistungsbildes – zu sogenannten
Erfolgsgeneration der Jungen. Der Erfolg allerdings, mit der
Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist
unabhängig vom Alter. Immer weniger Menschen wollen alt
werden und alt sein, dabei fürchtet man sich nicht vor dem Tod
sondern vor dem Sterben.
Manche Alten sind selber schuld
an diesem Zustand, sie übertünchen und vertuschen ihr Alter
und werden zur peinlichen Erscheinung. Die Haut kann nicht immer
nachgespannt werden, jede Frischzellenkur verliert einmal ihre Wirkung,
denn ersten Preis kann man nicht ewig beanspruchen, Haartransplationen
- Schönheitsoperationen die Rolle des jugendlichen Liebhabers oder
der schönen Maid ist auch einmal ausgespielt. Aufpoliert oder
ungeschminkt können diese Schwachköpfe auch charakterlich
nicht punkten.
Wer
nicht zu dem steht was er ist - steht daneben
Die
Jungen brauchen die
Alten und umgekehrt,
die Tradition des Menschen ist es Erfahrungen weiter zu geben.
÷
33
TOD
Kein Leben kann ewig sein, es wird immer nur
einen Teil des Ganzen offenbaren. Wir sterben um immer neu geboren zu
werden. Man soll sich vor dem Scheiden aus dem ewigen Ganzen nicht
fürchten, sondern an das unverlierbare Ganze glauben. Jedes
Ende bietet einen neuen Anfang für ein gesichertes würdiges
Menschenleben. Das Bestreben von Jahrtausenden ändert nichts an
der Grundsubstanz. Man soll durch die richtige Partnerwahl ein
verpflichtendes Bewußtsein schaffen einen besseren Menschen zu
bilden.
Ein Totenhemd hat keine
Taschen, was bleibt sind die Spuren eines guten Lebens. In vielen
Ländern der Erde sterben noch immer zu viele Menschen am
Hungertod. Als Kontrast davon steigen, besonders bei den Jugendlichen
in der sogenannten Zivilisation, die Selbstmordzahlen.
Überall kann man
nicht mitgehen, zumindest nicht am eigenen Begräbnis. Nicht jede
Veränderung in ein anderes Leben ist mit Angst verbunden es gibt
auch viel Erfreuliches was auf uns zukommt. Alles zu seiner Zeit; wer
sich in der Jugend abstößt, braucht sich im Totenbett
nicht wund schlagen.
|