Teile des Schädels
Die äußeren Kopfmerkmale passen sich Form und
Typ des Schädels an. Die Augen
liegen in den Augenhöhlen rechts und links vom Jochbeinbogen.
Dieser wiederum
beherrscht die ganze Breite des Schädels und ist
je nach Hunderasse
unterschiedlich. Langschnauzige Hunde haben einen relativ
geraden Jochbeinbogen,
während derjenige von kurzschnauzigen Hunden stärker
gebogen ist.
Kiefer
Die Form des Kiefers ist bei den verschiedenen Rassen
sehr unterschiedlich. Die
offiziellen Rassestandards stellen gewisse Richtlinien
für das Gebiss eines jeden
Hundes auf. Die Kiefermuskeln sind sehr kräftig.
Man sagt, dass eine
Promenadenmischung von 20 kg eine Beißkraft von
165 kg hat; beim Menschen beträgt
der Durchschnittswert des Gebissdruckes 20 bis 30 kg.
Schädeldecke
Der obere Teil des Hundekopfes beherbergt das Gehirn und
unterscheidet sich
ebenfalls stark je nach Rasse. Beim Chihuahua wurde über
viele Jahre der
Zuchtauswahl ein hochgewölbter Kopf herausgebildet.
Leider hat dies dazu geführt,
dass viele Tiere mit vererbbaren Gehirnfehlern oder einem
Wasserkopf geboren
werden.
Der Stop oder Stirnabsatz
Hier geht die Stirn in das Nasenbein über. Einige
Rassen - etwa der Boxer - müssen
laut Zuchtstandards einen stark ausgebildeten Stop haben,
andere wiederum nicht
(Greyhound oder Bullterrier). Auf der Rückseite der
Schädeldecke schließt sich das
Hinterhauptsbein an, das beispielsweise beim Basset sehr
stark ausgebildet ist.
Dieses Merkmal tritt bei Junghunden erst im Alter von
neun bis zehn Wochen auf.
das Gehirn
Das Hundegehirn unterscheidet sich von dem des Menschen
vor allem im Großhirn;
der Mensch hat bedeutend mehr graue Zellen als ein Hund.
Obwohl beide ihre
Körperfunktionen und -bewegungen koordinieren und
kontrollieren müssen, tut dies
der Mensch mit mehr Verstand. Das Wichtigste am Hundegehirn
sind die Sinne und
das »Wiedererkennen«; für das eigentliche
Denken ist kaum Platz. Einem Hund kann
man beibringen, ein Fünfmarkstück wiederzuerkennen,
aber er wird niemals den Sinn
des Geldes verstehen und nicht lernen, wie viel Dosen
Futter man für fünf Mark
kaufen kann. Eine große Hunderasse wie der Bernhardiner,
der ungefähr genauso viel
wiegt wie ein Mensch, hat im Vergleich nur ein Gehirngewicht
von 15%. Dabei hat
aber jener Teil des Gehirns, der für den Geruchssinn
zuständig ist, 40mal so viele
Zellen wie der vergleichbare Teil im menschlichen Gehirn.
Die Zähne
Die Zähne eines Hundes weisen ihn als Fleischfresser
aus. Er hat große, starke
Reißzähne, mit denen er auch zähes Material
durchbeißen kann. Außerdem ist dieser
letzte Prämolar im Oberkiefer nicht nur vergrößert,
sondern hat auch eine
Schneidefläche entwickelt und überschneidet
damit den ersten Backenzahn (Molar)
des Unterkiefers. Die langen, spitzen und leicht gekrümmten
Schneidezähne - auch
Hundezähne genannt - sind nützliche und stechende
Waffen, womit die Beute
gefangen und gehalten wird.
Beim Hund brechen die verschiedenen Zähne auch
zu unterschiedlichen Zeiten aus.
Zahnformel
Die Zahl jedes Zahntyps auf einer Seite des
Ober- und Unterkiefers eines Hundes lautet:
Oberkiefer: 3 Schneidezähne, l Fangzahn, 4
Prämolaren, 2 Molaren
Unterkiefer: 3 Schneidezähne, l Fangzahn, 4
Prämolaren, 3 Molaren.