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HUNDEOHREN :

Allerlei Hundeohren
Formenvielfalt eines besonderen Organs
Die Formenvielfalt bei Hundeohren ist groß, dabei hat sie mit der eigentlichen Gehörleistung nur wenig zu tun.

Mittel- und Innenohr
Während die Form des äußeren Ohrs von Rasse zu Rasse sehr unterschiedlich ist, gleicht sich der Aufbau des Mittel- und Innenohrs sehr: Durch den Ohrkanal dringen Geräusche auf das Trommelfell und von dort zum Mittelohr. Dieses besteht aus einer Kammer mit den drei Gehörknochen Hammer, Amboss und Steigbügel. Diese winzigen Knochen übertragen ankommende Vibrationen ins Innenohr, das die Signale letztendlich zum Gehirn weiterleitet.

Züchtung der Ohrformen
Beim Wolf, dem Urahn des Hundes, findet man noch die natürliche Form des Ohrs: aufgerichtet und äußerst beweglich. Er kann sie in beide Richtungen, unabhängig voneinander drehen und flach an den Kopf anlegen; dafür sorgen 17 Muskeln. Das unterstreicht bereits die wichtige Funktion der Hundeohren. Nichtsdestotrotz ist gerade hier durch Züchtungen viel herummodifiziert worden. Die größten Auswüchse hat dies unter anderem beim Basset genommen, der riesige Hängeohren besitzt. Zu dieser Kategorie zählen außerdem Bluthunde und Spaniels.

Von Fledermäusen und Schmetterlingen
Man unterscheidet eine ganze Reihe von Hundeohren. Manche Rassen wie z.B. der Deutsche Schäferhund, der Bullterrier und der Elchhund haben noch heute sehr bewegliche, aufrechte Hundeohren wie der Wolf. Diese Form dürfte wohl die idealste sein, um Geräusche einzufangen und zu orten. Etwas abgerundetere Ohren hat unter anderem die Französische Bulldogge; sie werden als Fledermausohren bezeichnet. Kippen die Ohrspitzen v-förmig nach vorn, werden daraus die sogenannten Knopfohren (Foxterrier), ist die Innenseite des Ohrs dagegen nach außen gewendet, wie beim Whippet, entstehen Rosenohren. Und schließlich gibt es noch die Schmetterlingsohren: Die Außenseiten der Ohren sind mit feinen, langen Haaren bedeckt, die an einen Schmetterling erinnern sollen.

Ohrprobleme und Eingriffe
In einigen Ländern ist es noch immer erlaubt, die Ohren der Hunde zu kupieren. Hierbei entfernt ein Tierarzt ein Teil der Ohrmuschel, um daraufhin aufrecht stehende Ohren zu erhalten. Besonders verbreitet ist diese Prozedur beim Dobermann und Boxer. In Deutschland ist diese Modeerscheinung glücklicherweise durch das Tierschutzgesetz mittlerweile verboten und daher völlig zurückgegangen.

Die selektive Züchtung hat leider auch zu Ohrproblemen bei Hunden geführt. Bei manchen Rassen wie zum Beispiel Tibet Terrier wachsen Haare in den Ohren. In diesen kann sich Ohrensekret und Schmutz sammeln, die einen Nährboden für Infektionen darstellen. Um diesem Problem entgegenzutreten, müssen die Haare regelmäßig geschnitten werden. Aber auch anderen Rassen müssen durch schnelle Verschmutzung regelmäßig mit entsprechenden Pflegemitteln die Ohren gereinigt werden. Nach anfänglichem Unbehagen lassen sich dies die meisten Hunde ganz gern gefallen.
 

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