Neben der Akupunktur mit Nadeln oder Laserstiften ist in den letzten
Jahren die Methode der sog.
Gold-Akupunktur entwickelt worden. "Gold-Akupunktur" heißt, dass
in Akupunkturpunkte 24-karätige Goldpartikel implantiert werden.
Welche Erkrankungen können mit Gold-Akupunktur behandelt
werden?
Mit Hilfe der Goldimplantation werden bisher vor allem Gelenkbeschwerden
(Arthrosen) behandelt. Diese
Beschwerden sind meist sehr schmerzhaft und können zu einer Bewegungseinschränkung
führen. Am häufigsten behandelt werden beim Hund die Hüftgelenke.
Aber auch andere Gelenke wie Knie, Sprunggelenk, Schulter und Ellbogen,
sowie Verknöcherungen im Bereich der Wirbelsäule können
behandelt werden.
Was kann mit Goldimplantaten erreicht werden?
Die Therapieform stellt in erster Linie eine Schmerztherapie dar. Ist
sie erfolgreich, stellt sich zudem einegrößere Beweglichkeit
ein. Die Lebensfreude des Tieres wird deutlich gesteigert. Die Goldimplantation
ist jedoch, wie auch andere Therapieverfahren, nicht in der Lage, Veränderungen
an den Gelenken zu beseitigen.
In den meisten Fällen ist nach einer gewissen Zeit keine Medikamentengabe
mehr notwendig, in wenigen Fällen kann die Dosis zumindest verringert
werden. Natürlich gibt es auch Fälle, bei denen die Goldimplantation
nicht hilft. Der Anteil liegt jedoch bei weniger als 10 %.
Wie lange wirkt die Goldimplantation?
Diese Therapie ist ein einmaliger Eingriff. Nach bisherigen Erfahrungen
wirkt die Implantation ein Leben lang.
Durch Röntgenkontrollen konnte nachgewiesen werden, dass die Implantate
im Körper nicht wandern und sich auch nicht "verbrauchen".
Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten? Welche Risiken bestehen?
Bisher konnten, im Gegensatz zu anderen Verfahren, als Folge der Goldimplantation
keine negativen
Nebenwirkungen festgestellt werden. Eine Nachsorge wie bei anderen
Operationen ist nicht erforderlich. Es bleibt auch im Normalfall keine
Narbe zurück.
Die Risiken sind sehr gering. Zur Implantation der Goldstücke
ist eine leichte Narkose notwendig, die im
Bedarfsfall durch ein Gegenmittel wieder vorzeitig aufgehoben werden
kann. Diese Art der Narkose wird auch von älteren Tieren gut toleriert.
Ein kritischer Punkt liegt in dem versehentlichen Implantieren des
Goldes in ein Gelenk. Eine genaue Kenntnis der Lage der Akupunkturpunkte
sowie eine sorgfältige Vorgehensweise bei der Implantation durch Tierärzte
mit fundierter Akupunkturerfahrung reduzieren dieses Risiko jedoch erheblich.
Theoretisch wären das Auftreten einer lokalen Infektion oder eine
Abstoßungsreaktion des Körpers möglich.
Solche Reaktionen sind allerdings bisher nicht bekannt geworden.
Was geschieht, wenn die Goldimplantation nicht wirkt?
In diesen Fällen behindern oder stören die Goldstücke
eine anderweitige Therapie nicht. Weder eine
naturheilkundliche, eine medikamentöse oder eine operative Therapie
werden hierdurch behindert oder gar verhindert.