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   Hunde gibt es in allen Formen und Größen, aber das Grundmuster eines
   Durchschnittshundes weist ihn als fleischfressendes Lebewesen aus, dazu
   geschaffen, zu jagen, zu fangen, zu töten und seine Beute aufzufressen: er tragt das
   typische Zeichen eines Fleischfressers - riesige Reißzähne. Und doch ist der Hund
   nicht so raffiniert als Fleischfresser ausgestattet wie beispielsweise die Katze; denn
   er hat sich einige Backenzähne (Molaren) erhalten können, die zum Kauen und Mahlen
   gut geeignet sind. Domestizierte Katzen hingegen haben so stark reduzierte Molaren,
   dass diese nur wenig Kaudienste mehr leisten können. Die Zähne eines Hundes sind
   speziell ausgebildet, doch das Körperskelett eines Fleischfressers ist relativ primitiv.
   Karnivoren haben den Pflanzenfressern (Herbivorcn) nicht nachgeeifert, die ihre
   Zehen zu einem Huf umbildeten; denn ein Hund muss schnell und beweglich und in der
   Lage sein, die Richtung rasch zu ändern. Außerdem muss er seine Krallen als Waffe
   einsetzen können. Die wildlebenden Pflanzenfresser müssen auch schnell sein, doch
   beschränkt sich ihre Bewegung auf einen Vorwärtsdrang, und sie sind recht
   ungeschickt, wenn sie sich nach einem Sturz aus vollem Laut wieder aufrappeln
   müssen. In all den Jahren strenger Zuchtauswahl sind verschiedene Hunderassen
   entstanden. die sich in der Anatomie beträchtlich unterscheiden, wobei aber das
   Grundmuster erhalten geblieben ist.

   Ein Rudelmitglied
   Dieses »Grundmuster« gibt dem Hund genügend Schnelligkeit, um im Rudel zu jagen.
   während ein allein jagendes Tier, wie z.B. der Gepard, bedeutend schneller sein muss.
   Hunde, die im Rudel jagen, spornen sich gegenseitig an. Ein wildlebender Hund ist
   außerdem mit starken Muskeln ausgestattet, die ihm Ausdauer und Kraft geben.

   Natürliche und künstliche Auslese
   Erweist sich bei in der Wildnis lebenden Arten ein bestimmtes körperliches Merkmal
   über längere Zeit als besonders nützlich, so werden Tiere, die diese Veränderung
   ausgebildet haben, immer zahlreicher, da sie bessere Überlebenschancen haben.
   Charles Darwin erkannte dies und nannte seine Theorie »Natürliche Auswahl«
   (Natural Selection). Er entwickelte diese Theorie, nachdem er auf den
   Galapagos-Inseln Finken und andere Tiere beobachtet hatte. Während der langen Zeit
   der Domestikation hat der Mensch verschiedene Charakteristika im Hund entwickelt,
   die für seine Ansprüche nötig sind. Er hat dafür gesorgt, dass bestimmte
   Charakteristika deutlicher ausgeprägt werden, als dies je in der Natur geschähe. Man
   kann ruhig sagen, dass der Mensch sich in die Evolution eingemischt hat. Da jedoch
   auch er ein Teil der Natur ist und er selbst seine Umgebung verändert, ist es
   vielleicht sogar entschuldbar, dass er das gleiche mit dem Hund getan hat, damit er
   besser in seine Welt passt, statt ihn daraus auszuschließen oder gar seine Art
   auszulöschen. Eines nämlich ist sicher: Die meisten von uns finden die Welt schöner
   durch unsere Freunde mit dem Fell. Wer immer auch welches Leben führt, es gibt den
   passenden Hund dazu!  Natürlich ist dies nicht die ganze Skala, und es gibt viele
   Ausnahmen zu diesem Grundmuster, aber die meisten Originalzuchten stammen von
   dieser Selektionsform ab. Einige Rassen werden nur zu Showzwecken gezüchtet, und
   die meisten heute existierenden Hunde haben sich beträchtlich von ihrem
   Ursprungszweck entfernt. Die heutigen Bulldoggen können nicht mehr jene Aufgaben
   erfüllen, für die sie ursprünglich (mit geraderen Beinen und längerer Schnauze)
   gezüchtet worden waren. Es ist sicher interessant, darüber zu spekulieren, was mit
   den Hunden in Zukunft geschehen wird. Die alten bekannten Rassen werden sich
   vermutlich verändern, da Arbeitshunde nur noch für Showzwecke gezüchtet werden;
   wobei der eigentliche Arbeitshund hoffentlich nie ganz verloren gehen wird. Sicher
   wird es auch neue »alte« Rassen geben, die aus irgendwelchen entlegenen Ecken
   dieser Welt aufkreuzen. Vielleicht wird man es auch schaffen, angeborene Fehler
   auszumerzen, um gesündere Hunde zu »produzieren«.
   Quelle : HP => http://www.sofawolf.de/