Erkrankungen des Herzmuskels
Degenerative Krankheiten des Herzmuskels entstehen manchmal als
Folge von Infektionskrankheiten und Schwermetallvergiftungen. Infolge einer
Nierenerkrankung kann sich der Herzmuskel vergrößern
(Hypertrophie). Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) entsteht während
oder nach einer
Infektionskrankheit; typische Symptome sind ein schneller und
schwacher Puls und eine Lungenanschoppung. Nützliche Arzneien zur
Milderung der
Symptome sind Crataegus ( oder D1), Convallaria ( oder D1) sowie
Strophanthus ( oder D1). Die Diagnose der Herzmuskelentzündung ist
für
den Laien schwierig und sollte dem Arzt überlassen werden.
Blutuntersuchungen und ein Elektrokardiogramm (EKG) sind auf jeden Fall
erforderlich.
Herzasthma
Diese Krankheit entsteht, wenn das Herz das Gewebe nicht mit
genügend Blut versorgen kann. Der Blutkreislauf wird schwach, in verschiedenen
Körperteilen kommt es zu Ödemen, unter anderem in der
Bauchhöhle (Bauchwassersucht, As-zites). Aszites wiederum beeinträchtigt
die
Nierenfunktion, so daß die Nieren die übermäßig
produzierten Flüssigkeiten nicht ausscheiden können.
Ursachen
Hauptursachen sind eine angeborene Herzkrankheit und eine erworbene
Herzklappenerkrankung; im letztgenannten Fall sind auch Herzmuskelschäden
wichtig. Meist sind die Segel- oder Mitralklappen der Unken Seite
betroffen; gelegentlich kommt es aber auch zu einer allgemeinen Störung
der
Herzfunktion.
Symptome
Bauchwassersucht und zunehmende Atembeschwerden sind häufige
Symptome. In seinem Verhalten auffällig ist, daß der Hund oft
unruhig
umherrennt. Um den Druck des Bauchwassers auf das Zwerchfell
zu verringern, nimmt das Tier häufig die Sitzhaltung ein.
Behandlung
Lycopus virginicus D3 Der Puls ist schnell und unregelmäßig;
der Hund ist kurzatmig.
Adonis vernalis D1 Adonis ist eine der besten Arzneien bei Herzklappenleiden.
Die Harnmenge ist vermindert, und der Urin enthält u. a. Eiweiß.
Der
Herzschlag ist beschleunigt, aber schwach. Auffällig sind
auch Wasseransammlungen (Ödeme).
Crataegus oder D1 Diese Arznei reguliert die Herztätigkeit
und kräftigt den Pulsschlag. Ohnmacht ist ein typisches Symptom für
den Gebrauch
von Crataegus.
Convallaria maialis D1 Der Puls ist kräftig und setzt manchmal
aus. Diese Arznei wirkt ähnlich wie Lycopus. Der Hund verspürt
nicht den geringsten
Drang, sich körperlich zu bewegen.
Lilium tigrinum D6 Der Puls ist schwach und schnell, und schon
die geringste Bewegung verschlimmert diese Symptome. Diese Arznei wirkt
besser
bei Hündinnen als bei Rüden.
Laurocerasus D6 (Pmnus laurocerasus, Kirschlorbeer). Körperliche
Bewegung führt zu Kurzatmigkeit, eventuell sogar zu Ohnmachtsanfällen.
Die
Schleimhäute verfärben sich blau.
Strophanthus D1 Ein schneller, kleiner Puls ist das typische Symptom
für Strophanthus. Es verlangsamt die Herzarbeit, kräftigt den
Herzschlag und
unterstützt den Harnfluß bei Bauchwassersucht.
Cactus grandiflorus D6 Obwohl die typischen Symptome nur sehr
subjektiv bewertet werden können, kann diese Arznei zusätzlich
zu anderen
Medikamenten genommen werden. Bei der Behandlung verschiedener
Herzleiden werden gute Resultate erbracht.
Rumex crispus D6 Bei alten Tieren mit länger andauerndem
Herzleiden kann diese Arznei Erfolg bringen. Kurzatmigkeit und Heiserkeit
werden oft
von einem trockenen Krampfhusten begleitet.
Spongia tosta D6 Auch bei Spongia handelt es sich um eine optimale
Arznei für chronische Fälle. Die Symptome ähneln denen bei
Rumex, sie fallen
jedoch wesentlich stärker aus. Der Hund atmet keuchend und
heftig.
Garbo vegetabilis D30 Diese Arznei ist in aussichtslos erscheinenden
Fällen äußerst nützlich oder wenn der Hund im Sterben
liegt. Sie stellt häufig
die tiefe Atmung wieder her. Carbo sollte abends gegeben werden,
wenn zusätzliche Asthmaanfälle auftreten.
Das Lymphsystem, das die Abwehr des Organismus gegen
Infektionen gewährleistet, umfasst die
Lymphbahnen, die mit den Lymphknoten verbunden sind. Die Lymphe,
welche die Zwischenzellräume
entwässert, enthält Leukozyten, die Krankheitserreger
zerstören und Antikörper aufbauen.
Das Nervensystem hat die Aufgabe, Veränderungen innerhalb
und außerhalb des Organismus zu registrieren
und darauf entsprechend zu reagieren. Es stellt also die Beziehung
zwischen dem Hund und seiner Umwelt her
und koordiniert die Funktion seiner Organe (Beziehungsleben und
vegetatives Leben). Zum Nervensystem
gehören das Zentralnervensystem, das periphere Nervensystem
(Nerven) und das unwillkürliche oder
autonome (sympathische und parasympathische) Nervensystem. Das
Zentralnervensystem wird vom Gehirn
und vom Rückenmark gebildet. Das Gehirn setzt sich aus dem
Rautenhirn, dem Mittelhirn, dem Zwischenhirn
und dem Endhirn, dem eigentlichen Gehirn, zusammen. Das Rückenmark,
von dem die Rückenmarksnerven und
die sensiblen und motorischen Nerven ausgehen, befindet sich
in der Wirbelsäule.
Das Zwischenhirn ist für das Leben unerlässlich. Hier
befinden sich die Befehls und Regulationszentren von
Atmung, Herzschlag, Verdauung, Fortpflanzung und Wärmeausgleich.
Das Rautenhirn wirkt auf das
Gleichgewicht, die Haltung und die Motorik, indem es die Muskelkontraktionen
zeitlich und räumlich koordiniert.
Das Großhirn setzt sich aus zwei Hälften zusammen,
deren Oberfläche mit Windungen versehen ist. Hier
befinden sich das bewusste Empfindungsvermögen und die willkürliche
Motorik. Das gesamte
Zentralnervensystem umgeben drei Schutz- und Ernährungshüllen,
die Hirnhäute: außen die harte Hirnhaut,
dann die Spinnwebehaut und innen die weiche Hirnhaut. Die Gehirnrückenmarksflüssigkeit
(Liquor
cerebrospinalis) füllt die Spinnwebehautspalträume
und die Hohlräume des Zentralnervensystems ganz aus.
Das autonome Nervensystem regelt das vegetative Leben; es ist
sowohl auf kurzfristige Hochleistung
(Sympathicus) als auch auf Erholungsphasen (Parasympathicus)
eingestellt.
QUELLE : http://www.dobermanninfo.de