Besser als New York - New England...
Ein letzter Bericht über meinen USA-Aufenthalt, "Die letzten 4 Tage" ...
Am ersten Tag fuhren wir also die 7 hoch, wunderschöne Gegend, herrliche
Landschaften, tolle Häuser. In den Orten immer drei sehenswerte Gebäude:
Town Hall (Rathaus), Post Office und Public Libary (Bibliothek). Ist kein
Scherz, gerade auch die Postgebäude sahen immer imposant aus, mit Eingängen
wie ein griechischer Tempel. Überhaupt, Hauptsache SÄULEN. Wo immer es
ging, und manchmal auch wo es nicht ging, Säulen.
Aber das werdet Ihr Euch irgendwann mal auf den Fotos auf der HP anschauen
können... wenn ich endlich mal zum scannen gekommen bin.
Und natürlich KIRCHEN.
Nicht eine, nicht zwei, mindestens drei, oftmals sogar vier oder mehr Kirchen,
in jeder Ortschaft! Von klassisch weiss aus Holz bis überladene Kopien von
Notre Damm oder ähnlichen europäischen Prunkbauten, allerdings wie alle
amerikanischen Kopien überspitzt und zuviel des Guten, was Verzierungen,
Ornamente und sowas angeht...
Christiane und ich haben dort ein kleines Spiel gespielt: welches soll unser
Haus werden... aus den vielen Beispielen haben wir dann einige Eckdaten
für unser Haus entwickelt: ein schönes Tor an einer weiten Einfahrt, ein
Schild mit unserem Namen an der Straße, den klassischen alufarbenen
US-Briefkasten dezent an der Seite, das Haus von der Straße nicht zu
sehen, nur eine lange Auffahrt, einige alte Bäume und gepfegter Rasen
das Haus selber weiss mit dunkelgrünen Fensterläden (okay, die Farbe
ist noch nicht entgültig geklärt, aber NICHT PINK, Christiane!!!).
Dann eine große Eingangstür auf einer kleinen Frontveranda mit -
genau - Säulen! Und dann nach hinten oder zur Seite eine große Veranda,
mit an der Decke befestigten kleinen Hollywoodschaukel für 2 Personen,
und nach hinten einem kleinen aber feinen Wintergarten.
Einige potentielle Häuser hatten wir auch schon gefunden... aber noch wäre
der Kauf wohl verfrüht, naja, und bei dem Wechselkurs eben auch nicht
gerade preiswert!
Unsere erste Nacht verbrachten wir dann in Great Barrington, einem sehr
schicken Ort in den Berkshires, einem für seine Schönheit bekannten und
beliebten (und entsprechend teurem) County in MA. Touristengegend halt.
Wir wollten eigentlcih B&B (Bed and Breakfast) übernachten... und wir
fanden auch tatsächlich ein wundervolles altes grosses Haus, das eben dieses
anbot. Wir traten ein, eine nette Frau nannte uns den Zimmerpreis - $100.
Glücklicherweise hatte ich in weiser Voraussicht und einer Vorahnung Christiane
VORHER gefragt, wo Ihr Limit läge (Zimmer $60). Doch die Frau bot
uns gleich an, uns die Zimmer zu zeigen, und Christianes Augen bekamen
beim Treppensteigen zum Zimmer diesen komischen Glanz.... okay, meine auch!
Mit letzter Willenkraft erklärten wir dieser so verdammt netten Frau unsere
(finanziell angespannte) Lage, und - wie überall in New England - war sie nicht
pikiert oder beleidigt, sondern ganz offen und hilfsbereit und schickte uns
2 BLocks weiter, da wäre ein "Days Inn", ein Hotel/Motel einer der großen
Ketten. "Die könnten ein wenig günstiger sein, aber versprechen könne sie das
nicht, denn das wär ja hier die Berkshires...." und "die haben auch, wenn über-
haupt, ein kleines Frühstück" und "sie wäre noch eine Stunde da, bevor sie
zum Dinner geht, falls wir es uns anders überlegen".
Nun ja, da Christiane gerne spazieren geht, sind wir halt die 2 Blöcke gelaufen.
Auf dem Dorf sind die Blöcke allerdings wesentlich weiter auseinander als in NYC.
Blöcke bedeutet soviel wie Straßenkreuzung. Allerdings war auf dem Weg schonmal
der LiquorShop (für den Rotwein) und ein Schloß hinter hohen Mauern, ein Nobel-
college. Wir wollten uns das mal ein Stückchen näher anschauen, aber beim 3.
"No Trepassing" (Kein Durchgang) - Schild haben wir es den Leuten dann geglaubt,
daß sie ungestört sein wollten...
Wir sind dann tatsächlich bis zum Motel gelaufen, obwohl wir schon mindestens 4 mal
so weit waren, umzudrehen und das B&B-Zimmer zu nehmen... aber das Motel war
selber wunderschön, ganz frisch renoviert, das Zimmer groß und herrlich, das Bett
RIESIG, und alles inklusive Frühstück (gut und reichlich) für $80. Naja, also das
war halt doch das bessere Angebot! Wir haben es nicht bereut.
Am Abend sind wir dann nochmal durch den sehr schönen Ort spaziert, und haben da
wieder ein paar typisch amerikanische Dinge ("Die spinnen, die Amis!") gesehen: einen
Drive up ATM und Drive up Teller. Für alle, die jetzt an Ihrem Englisch zweifeln:
Nein, es waren wirklich an jeder Bank ein Geldautomat und ein Schalter, die man aus
dem Auto erreicht! (Ihr glaubt das nicht? Seht Euch das Foto an... - okay, k¨nnt Ihr
noch nicht, wird noch eingescannt. Müsst Ihr halt erstmal so glauben!)
Am nächsten Morgen (okay, es war schon fast Mittag) haben wir dann nochmal einen
kleinen Spaziergang gemacht, weil ich mir die eine, sehr schöne und vornehme Bank
und Christiane die - oder besser: eine der Kirche(n) von innen ansehen wollten, bevor
wir uns dann wieder auf die Straße begeben haben... aber davon mehr beim nächsten
Mal... JA, Ihr habt eben richtig gelesen, es kommt NOCH EIN Reisebericht. Ihr müßt
ihn ja nicht lesen wenn Ihr nicht wollt!