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Die Geschichte des Computers


Die Entwicklung der Hardware

Bereits im Juni 1945 legte der Amerikaner John von Neumann den Grundriß für den Aufbau eines Computers auf über einhundert Seiten fest. Er nannte darin folgende Voraussetzungen: dieser muß ein Rechenwerk, ein Steuerwerk, einen Speicher, Ein- und Ausgabeeinheiten haben, elektronisch laufen und mit binären Zahlen arbeiten. Diese Voraussetzungen erfüllen auch heute noch fast alle modernen Computer (man spricht dann von der "von - Neumann - Architektur").
Die US - Army trieb den Bau von Computern (die erst noch nicht nach diesem Prinzip liefen) an, da sie solche dringend benötigte, um die Zielgenauigkeit ihrer Geschütze zu verbessern. Sie gab den Auftrag zum Bau eines Großrechners an die Pennsylvania Universität in Philadelphia. Dort wurden John W. Mauchly und John P. Eckert für den Bau beauftragt. Sie erhielten 1944 John von Neumann als Berater an ihre Seite.

Das Vorbild für den ersten "richtigen Rechner" waren  Zuses Rechenautomaten, die mit Relais arbeiteten.

Sie waren sehr laut und langsam - aber zuverläßlich. Mit Zuses Rechenautomaten als Vorbild entstand der erste "richtige Rechner", der ENIAC. Er arbeitete mit der hohen Schaltgeschwindigkeit von Elektroröhren und verwendete 17468 Stück davon. Er war zwar schneller, aber sehr groß und schwer. Er hatte einen äußerst hohen Energieverbrauch und war ziemlich störanfällig. Bei jeder Programmumstellung mußten, da die Programme auf Programmtafeln gesteckt waren, neue Befehle über Kabel und Stecker eingegeben werden.
1945 entwarf deshalb von Neumann den Nachfolger des ENIAC, den EDVAC.
Mitte der 50er Jahre kam die 2. Generation von Computern auf den Markt. An Stelle von Röhren enthielten sie Transistoren, welche noch heute die Nervenzellen des Computers sind. Für diese Erfindung erhielten deren Entwickler John Bardeen, Walter Houser Brattain und William Shockles 1956 den Nobelpreis. Dank dieser elektronischen Schaltungen, die einfacher und billiger zu produzieren waren, sank der Preis der Rechenautomaten drastisch. Bis dahin war jeder Rechner eine Einzelanfertigung gewesen. 1954 brachte IBM die erste in Serie gefertigte Rechenanlage auf den Markt, die "IBM 650", welche 1800 mal verkauft wurde. 1957 produzierte Siemens den ersten voll mit Transistoren bestückten Computer, den "2002".
Die Computer der 3. Generation von 1964 an waren etwa 10 mal so schnell und dank ihrer integrierten Schaltung viel kleiner. Sie waren die Erfindung von Jack St. Clair Kilby.

Diese wichtige " integrierte Schaltung" entsteht, indem man (bei der ursprünglichen integrierten Schaltung, die von Kilby entworfen wurde) auf ein Siliziumplättchen (Chip) von 1 cm² Größe mehrere Schaltelemente aus Transistoren, Widerstände und Kondensatoren zusammenfaßt. Mit der integrierten Schaltung war die Mikroelektronik geboren.
Einen Schritt weiter ging Robert T. Noyce, der die Leitungen, welche die integrierten Bauteile verbinden, bereits in den Chip integrierte.
1970 stellte die Firma Intel den ersten Mikroprozessor her (das Rechen- und Steuerwerk wurde auf einen integrierten Schaltkreis gepackt), der "Intel 4004" hieß. Dies brachte die 4. Computergeneration und so auch die PCs hervor. Man konnte diese beliebig programmieren, d.h. für eine Aufgabe war nicht immer ein eigener spezialisierter Chip nötig, sondern es reichte einen Prozessortyp zu produzieren. Man konnte dies dann in großen Mengen tun, was sich in niedrigeren Kosten und Preisen niederschlug. Es war endgültig der Durchbruch geschafft. Mittlerweile stehen Millionen Computer in den Firmen und Haushalten.



Die Software

Der Begriff Software bürgerte sich erst um 1960 ein: Zu dieser Zeit wurden zum ersten Mal Programme getrennt von der Hardware verkauft. Derjenige, der als erster erkannte, dass es Programmiersprachen brauche, welche die Wünsche der Programmierer (und Benutzer) in den computerverständlichen Code übersetzen, war Gary Kildall. Er entwickelte 1973 sein "Control Program for Microsystems" ("CP/M"), das auf vielen Kleincomputern als Betriebssystem installiert war.
Dass man mit Computern und auch mit deren Software viel Geld machen kann, zeigt sich am Besten am Beispiel von William "Bill" Gates. Er gründete 1976 mit Paul Allen die Firma Microsoft. Nachdem sie sich 4 Jahre schon sehr erfolgreich durchgeschlagen hatten, gelang ihnen 1980 der Megaerfolg. In diesem Jahr übernahm nämlich der Monopolist in Sachen Computer, IMB, das Microsoft Betriebssystem DOS und installierte es auf Tausenden seiner verkauften Computer vor. Nach diesem Deal wuchs Microsoft immer mehr und hält nun das Monopol bei aller Art von Software. Der Begründer dieser Firma Bill Gates ist mittlerweile der reichste Mann der Welt und hat als erster die Vermögenssumme von 100 Milliarden $ (!!!) überschritten.

Die Zukunft des Computers

Oft wird über die Zukunft des Computers spekuliert. Zunächst wird er auf alle Fälle kleiner, leistungsstärker und billiger. In der Zukunft werden wir ihn durch Sprache oder durch reine Gedanken steuern können. Aber sie werden nicht nur in solchen Geräten zu finden sein, wie wir sie heute als Computer kennen, sondern sie werden in Haushaltsgeräten und allen anderen Arten von Maschinen stecken, sie werden in die Kleidung, ins Auto und ins Haus integriert sein ... und vor allem werden sie alle miteinander vernetzt sein. Alles nur, um die Wünsche des Besitzers "von den Augen ablesen" und erfüllen zu können.

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