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"K-NEIN" LAW

Bite German Dog Owners - A wave of breed-specific legislation
in Germany has raised the ire of enthusiasts and the issue of public safety
By Elizabeth Crosby Simpson
Translation from English to German by Dieta Decker

Beissen Deutsche Hunde Bestizer - Eine Welle von rassenspezifischen Gesetzen in Deutschland hat Enthusiasten aufgebracht und das Problem der oeffentlichen Sicherheit erneut beeuchtet. Von Elizabeth Crosby Simpson Wie die Ermordung des Erzherzogs Ferdinand in Sarajewo, hat es nicht den Krieg entfacht, aber der sechsjaehrigen Junge, der von zwei Hunden in Deutschland totgebissen wurde, hat im Juni kriegsgewohnte deutsche Hundebesitzer, Rechtgeber, aergerliche, weinende und aengstliche Buerger, die kriminelle Unterwelt, solche, die mit Hunden barbeiten und die immer wachsame Weltpresse in eine Konfrontation getrieben, aus der es kein zurueck gab. Nun, da sich der Rauch legt, finden sich deutsche Hundeenthusiasten mit einer komplizierten und beaengstigenden Mischung von Rassenverboten, Einschreankungen und Antihundegefuehlen konfrontiert.

In Deutschland, wo nur Polizisten Schusswaffen tragen duerfen, sind Hunde, die auf Angriff abgerichtet sind, die bevorzugten Waffen der Kleinkriminellen, Skinheads, Drogendealer und anderer unerwuenschter Elemente am Rande der Gesellschaft geworden. Kriminelle Kreise haben sogar versucht, den nationalen Hund der Tuerkei, den Kangalenhund, einzufuehren, in der Hoffnung, dass reiche Deutsche diesen Hund kaufen wuerden, haben aber nur wenige Abnehmer fuer diese grosse Rasse gefunden, die in ihrem Heimatland als Schutz- und Hirtenhunde verwendet wurden. Der mutige Bullterrier mit seinen massiven Kinnladen schien einfacher zu importieren, halten und scharf zu machen. Fuer viele Besitzer im Graubereich waren Hundekaempfe ausserdem ein Sport und ein schoenes Zweiteinkommen.

Mit sich haeufenden Berichten von Hundebissen und -Zerfleischungen hat die deutsche Regierung die Idee von haerteren Hundegesetzen im Hintergrund mitlaufen lassen. Deutschland war nicht das erste Land, solche Gesetze in Betracht zu ziehen. 1991 hat England ein Gefaehrliche Hunde Gesetz erlassen, das Bull Terrier, Japanische Tosas, Dogo Argentinos und Fila Brasilieros verbot.

Das Rassenverbot wurde jedoch in den Vordergrund gerueckt, als am 25.06.2000 ein Americanischer Staffordshire Terrier und ein Amerikanischer Pit Bull Terrier auf den Spielplatz stuermten, auf dem der sechsjaehrige Volkan Kaja und seine Freunde Fussball spielten. Die Kinder flohen, aber Kaja stuerzte zu Boden, wo ihn die Hunde umrigngten, festhielten und toeteten.

REAKTION DER REGIERUNG

Gregor von Dungen, President der Gesellschaft der Bullterrier-Freunde, sprach mit Reporter Nick Mays von Englands OUR DOGS Magazin und bezeichnete den Tod des kleinen Jungen auf dem Hamburger Spielplatz als ein "Massaker ... Wir haben inzwischen erfahren, dass der [Besitzer der Hunde] 17 Vorstrafen fuer Raub, Hundekampf und schwere Koerperverletzung hat" Die Regierung reagierte schnell.

"Angreifende Hunde sind eine toedliche Gefahr und muessen von unseren Strassen verschwinden", sagte Innenminister Otto Schily am 27. Juni. Der Buergrmeister von Hamburg, Ortwin Runde, verlangte sofortiges Zucht- und Halteverbot fuer Kampfhunde. Wage Plaene, rassenspezifische Gesetze im Spaetsommer einzufuehren, wurden ploetzlich dringend. Ein paar Stunden nach dem Angriff auf den kleinen Jungen wurde in Koeln in aehnlicher Weise ein aelterer Mann angegriffen, der behauptete, dass ein anderer Mann ihn geschlagen und dessen Pit Bull Terrier aehnlicher Hund ihn ins Gesicht gebissen haette, als er darauf hinwies, dass der Hund nicht frei herumlaufen sollte.

Aussedem war der hamburger Hundebesitzer, seine 19 Jahre alte Freundin und die Hunde, die fuer den Tod des kleinen Jungen verantwortlich waren, der Polizei bekann. FOCUS, ein Magazin fuer deutsche Angelegenheiten, berichtete in der Ausgabe vom 03.07.2000, "Ibrahim K, der Besitzer des Hundes Zeus, ist ein 23 Jahre alter Tuerke. Er ist achtzehn mal von der Polizei untersucht worden, unter anderem wegen Drogenbesitz, Koerperverletzung, Waffenbestitz [und] Diebstahl und Besitz von Hundekampfvideos" Der Artikel listet die Festnahmen und Strafen der letzten zwei Jahre auf und weist ausserdem darauf hin, dass der Hundebesitzer behoerdlich angewiesen war, seine Hunde in der Oeffentlichkeit mit Maulkorb zu versehen und angeleint zu lassen, da mindestens drei Angriffe seiner Hunde vor der Toetung in Hamburg der Polizei gemeldet worden waren.

Der andere Hund gehoerte ebenfalls Ibrahim K. Beide Hunde wurden von der Polizei bei dem Versuch, das Kind zu retten, getoetet. Eine Autopsie an Zeus zeigte, dass der Hund Drogen im Blut und seit ungefaehr drei Tagen vor dem Angriff kein Futter bekommen hatte.

Ibrahim Ks weithin publiziertes Versaeumnis die behoerdlichen Anweisungen zu erfuellen (beide Hunde waren zum Zeitpunkt des Angriffs ohne Maulkorb und Leine) und die oeffentliche Ansicht, dass die Polizei unzureichend auf Hiweise eingegeangen war, dass Ibrahim K und sein Freund Wetten auf diese Hunde in organisierten Hundekaempfen abgeschlossen hatten, brachten die Oeffentlichkeit auf und die deutsche Presse ging darauf ein. Sensationsreportagen in der Presse ueber Hundeangriffe, zusammen mit Hauptartikeln und "Meinungen" ueber die "Koeter" oder "Teufelshunde" hielt die Hysterie der Oeffentlichkeit am Leben und brachte einen Aufruf zur Tat, den die Bundesregierung nicht laenger ingnorieren konnte. Vor dem Vorfall in Hamburg hatte der Bericht, dass eine 86 Jahre alte Frau von einem Rottweiler getoetet worden war, zu den Antihundegefuehlen beigetragen und den deutschen Innenminister dazu gebracht, ein sofortiges generelles Verbot fuer "alle Kampfhunde" zu fordern. Der brutale toedliche Angriff auf den Jungen in Hamburg und die Toetung der angreifenden Hunde gaben dem Innenminister eine Trumpfkarte - und oeffnete die Tuer fuer die haertesten Rassengesetze der Welt.

Am 28. Juni, zwei Tage nach dem Angriff in Hamburg, hatte Bundeskanzler Gerhard Schroeder erklaert, dass Amerikanische Pit Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier und Amerikanische Staffordshire Terrier in Zukunft in ganz Deutschland verboten sein wuerden. (wie in diesem Artikel sind diese drei Rassen oft zusammengefasst unter den Begriffen Bullterrier, Pitbull oder Pitbull Terrier) Es koennte argumentiert werden, dass zwei Tage viel zu kurz sind, fuer die Regierung alle Informationen ueber den Vorfall in Hamburg und das vorgeschlagene Verbot von Hundezuechtern, Tieraerzten, Hunderegistern und Hundeschulen angefordert, eingesammelt und gruendlich bedacht zu haben.

Schroeders Anweisung verlangte ausserdem von allen 16 Bundestaaten, dass sie ihre eigenen Hundeverordnungen ausarbeiten sollten, um mit der aeusseren Manifestierung eines schwelenden Sozialproblems fertig zu werden: Hunde, die von kriminellen Haltern speziell zum Angriff gezuechtet und ausgebildet werden. Es wurde zwischen Schosshund, Schauhund, Arbeitshund oder Angriffshund nur nach Rasse unterschieden und die Bundeslaender gebeten, nachzuziehen.

Das deutsche Bundesland Hessen, etwas suedlich von Niedersachsen, wo das King getoetet wurde, sprach als erstes eine rassenspezifische Legislatur aus, die mehr als nur die Bullterrier betraf. Hessens Gesetz verbietet drei Kategorien von Hunden: Kampfhunde, Hunde, die gefaehrlich werden koennten und jeden Hund, der mehr als 40cm gross ist und mehr als 20 Kilo wiegt. Catrin Walker, eine englische Hundeliebhabering, die mit ihrem deutschen Ehemann gerade auf der anderen Seite der Grenze in Oesterreich lebt, hat das hessische Gesetz uebersetzt (siehe "Rassen auf der Abschussliste), das dann das Modell fuer die anderen Bundeslaender wurde.

Hessen, wie einige andere Laender, velangt einen Tempramentstest bevor eine Lizenz fuer die Haltung eines verbotenen Hundes ausgestellt werden kann. Der Test wird gefilmt, kann bis zu fuenf Stunden dauern und kostet den Hundehalter DM 1000.00. Darin enthalten ist die Beobachtung des Hundes und ein schriftliches Expertenurteil. Hunde, die den Test nicht bestehen, koennen getoetet werden.

Selbst wenn der Hund den Test besteht, kann der Halter ihn nur "aus guten Gruenden" behalten. So besagt das Gesetz in Nordrhein Westfalen, dass Eigner, die ihre Hunde behalten wollen, von dem Landesvererinaeramt eine Bescheinigung erhalten muessen, dass sie das "notwendige Wissen und Kenntnisse" zur Haltung des Hundes haben. Leute mit Jagdschein und solche "die den Hund seit mehr als drei Jahren ohne behoerdliche Auffaelligkeit" halten, duerfen die Erlaubnis erhalten, den Hund zu behalten.

EINE GEFAEHRLICHE HYSTERIE

Statt nun die Kontroverse zu loesen oder auch nur zu beruhigen, machte die bekanntgegebene Version des neuen Gesetzes Hunde jeder Rasse, jedes Berufes und Wertes - und ihre Halter - zum Objekt oeffentlicher Verachtung, Aergers, Schlaegen und auch Toetungen.

Sagte Frau Walker: "In dem Medien befeuerten Rueckschlag .... wurde eine Dame, die immer ihren Collie zum Spaziergang zum Grab ihres Ehemannes mitgenommen hatte, von anderen Friedhofsbesuchern angegriffen, die sie und ihren Hund mit Steinen und Gartengeraeten bewarfen" Frau Walker sieht zwei fast unloesliche Probleme: die unfaire Behandlung von Hunden und Haltern durch die deutschen Behoerden und gewaltsame, diskriminierende Behandlung von Haltern und Hunden durch die deutsche Oeffentlichkeit.

Heide Brzezinski, die in Selm Bullterrier zuechtet, erzaehlt, wie eine Menschenansammlung auf einen Bullterrier und seinen Halter in einer berliner Strasse losgegangen sei. Waehrend der Halter geschlagen und festgehalten wurde, goss eine Menschenmenge Benzin ueber den Hund und zuendete ihn dann an, mit Todesfolgen.

An dem selben Tag, erzaehlt Walker, fuehr eine Oesterreicherin, die Bullterrier vorfuehrt, die Autobahn entlang und hielt an einer Raststaette kurz an. Als sie zu ihrem Auto zurueckkam, fand sie vier Maenner mit Basketballschlaegern dort, die sie konfrontierten. Sie zeigten auf die Bullterrieraufkleber an ihrem Auto, sagten, dass sie eine "Kindermoerderin" sei und mit ihren "Teufelshunden" unerwuenscht. Die Maenner zerschlugen ihre Wagenfenster und Vorderlichter und als sie dagegen protestierte, schlugen sie sie mit den Baseballschlaegern bewusstlos.

Rassen, die verboten wurden, sind nicht die einzigen in Gefahr. "Ein Parson Jack Russel [Terrier] wurde zu totgetreten" sagt Brzezinski "weil er lange Beine und einen Fleck ueber dem Auge hatte. Die Angreifer sagtem dem Halter, dass der Hund wie ein Pitbull aussah und das sei das einzige, was sie wissen muessten" Und dass sie gerade ueber die Oesterreichische Grenze lebt, beschuetzt Frau Walker und ihre Hunde nicht, denn "[Oesterreicher] gehen oft ueber die Grenze, manche taeglich zur Arbeit" erklaert sie "Mein Nachbar liess seinen Rottweiler frei ueber unsere Felder laufen. Nun muss der Hund bei Fuss gehen. Wir haben unsere Hunde immer ueber die Felder laufen gelassen, [aber]jetzt hoeren wir Schreie von den deutschen Touristen, dass wir sie anleinen sollen. Menschen tuen seltsame Dinge aus Angst. Es hat vieles in dem Verhalten der Hundehalter in diesem Gebiet geaendert."

Nach Angaben von Walker und von Dungen haben die Medien in ihrer Berichterstattung der Angriffe und der darauffolgenden Gesetzgebung zu der Hysterie beigetragen. Einige Medien zeigten Fotos von Hunden mit Maulkorb, Hunden mit gefletschten Zaehnen und Polizisten, die so etwas wie "Gesucht"-Plakate hielten, mit Fotos der verbotenen Rassen. Ein Bericht zeigte fuenf Hunde mit offenen Schnauzen, alle von verbotenen Rassen, unter der Ueberschrift: "Wir muessen ruhig bleiben."

"Jeden Tag" erzaehlte von Dungen OUR DOGS "berichten die Zeitungen ueber neue Gesetze. Es ist sehr verwirrend."

Er erklaerte, dass die Medien die Oeffentlichkeit gebeten hatten "Kampfhunde" anzuzeigen, aber, wie die vorherigen Vorfaelle beweisen, haben manche das Gesetz in ihre eingene Hand genommen. "Hundeeigner haben Angst auf die Strasse zu gehen" fuehrte von Dungen fort "Die Hunde werden getreten, die Halter beleidigt, Steine auf sie geworfen und die Reifen von Wagen, die Aufkleber mit den Koepfen verbotener Hunderasses haben, aufgeschlitzt."

In der Zwischenzeit berichtet Mays, dass Politiker aller Parteien im Fernsehen erschienen sind, alle diese Hunde verdammt haben und neue Gesetze gefordert haben, um sie zu kontrollieren. "Der Kampf gegen den [Dangerous Dogs Act] war fuer die Katz" fuegte von Dungen hinzu "Die Politiker haben so schnell wie sonst nei reagiert. Ich fuerchte, dass kein Richter in Deutschland fuer [Hundebesitzer] entscheiden wird, wenn das Gesetz vor Gericht angefochten wird.

TRAURIGE UND AERGERLICHE GRUESSE

Ein Internet Diskussionsforum und eine Adressliste wurde schnell von betroffenen Hundebesitzern aufgesetzt, zusammen mit einer World Wide Web site, www.geocities.com/dogholocaust. Die Website ueberlebte fast die Kritik ihrer Auffassung einer Kristallnacht fuer Hunde nicht, und auch Kritik ihres Namens "Dog Holocaust." In Verteidigung des Listennahmens hat eine Frau, die nur als Anja bezeichnet wird, eine der Gruenderinnen der Site ist und selbst Opfer sinnloser "Reportage" und Verfolgung eine Nachricht geschrieben unter dem Titel: "traurige und aergerliche Gruesse von Deutschland":

"Ich weiss, dass es ein sensibles Thema ist, Vergleiche zu ziehen mit dem, was den Juden vor 60 Jahren angetan wurde.

Ich kenne in meinem Wortschatz dein anderes Wort, das die Situation besser beschreiben wuerde. Ich schaeme mich, Deutsche zu sein, ich hasse mein Land und alle, die uns das antun und bei Gott, ich werde es nie vergessen. Da mein Ehemann Amerikaner ist und schwarz, haben wir unseren Anteil Rassissmus und Diskriminierung gehabt, aber was hier geschieht, ueberbietet alles, was ich mir je vorstellen konnte. Es tut mir leid, wenn juedische Familien durch den Namen der Mailingliste erneut an die schrecklichen Dinge erinnert werden, die ihre Familien und Freunde erdulden muessen, aber vielleicht ist es jetzt notwendig sich zu erinnern, sodass die Welt austeht und Deutschland wieder niederschlaegt! Jetzt moegen es die Hunde sein, dann ihre Halter und was kommt dann?"

Anja selbst wurde angezeigt, da sie ein T-Shirt m dem Bild eines Bullterriers trug und ihr Hund wurde konfisziert, als sie ihm den Maulkorb abnahm. Der Hund, ein Schnauzermischling, was auf keiner Liste verbotener Hunderassen. Die Polizei gab ihr den Hund am 5. August, ungefaehr einen Monat nachdem sie ihre "traurigen, aergerlichen Gruesse" geschickt hatte, zurueck.

Wie Anja und andere Deutsche in Vergangenheit und Gegenwart gesagt haben: "Wer ist als naechster dran?"

Edith Steffen is Deutscher Sprecher fuer den Leonberger, eine Hunderasse, die weder Kategorie 1 noch 2 ist, aber wegen ihrer Groesse als gefaehrlich gesehen wird. Sie ist ein lautstarkes, unermuedliches und passioniertes Mitglied der Dog Holocaust Gruppe und hat in Deutschland vier Demonstrationen gegen rassenspezifische Gesetzgebung geleitet. Frau Steffen sagt, dass die Menschenmenge, die bis zu 10.000 auf der Demo in Duesseldorf waren, generell positiv eingestellt waren, sagt aber auch, dass sie ueberrascht war, zu sehen dass "keine Schlaegertypen da waren, nur respektable Hundebesitzer und Normalbuerger wie sie selbst, die um ihre Tiere besorgt waren."

Frau Steffen sagte, dass selbst die Polizisten, die die Ordnung gewaehren sollten, hilfsbereit und positiv waren. "Auf der Demo in Duesseldorf haben sie uns sogar erlaubt, ihre Lautsprecher zu benutzen, damit alle Sprecher auf dem ganzen Platz gehoert werden konnten" sagte Frau Steffen. In Anlehnung an das beruehmte Wort der Lutheranischen Pastors, Widerstandsfuehrers und Maertyrers des zweiten Weltkriegs, Dietrich Bonhoeffer, marschiert Frau Steffen mit einem Plakat, dass vier Hunderassen zeigt und erklaert in ihrer eigenen Uebesetzung:

"Erst kamen sie fuer die Bullterrier und ander Rassen dieses Typs und ich sagte nichts, weil ich keinen Bullterrier halte. Dann kamen sie fuer die Rottweiler und ich sagte nichts, weil ich keinen Rottweiler halte. Dann kamen sie fuer den Pyr (oder eine ander Rasse) und ich sagte nichts, weil ich die nicht halte. Am Ende kamen sie fuer die Leonberger und es war keiner uebrig, der fuer mich gesprochen haette."

Leider sind auch Frau Steffens geliebte Leos in die Schusslinier geraten. Sie bekam eine Nachricht von Frankreich, dass eine Leonberger von Frau Blins Zwinger in Saint Jean de Monts in France von einem Polizisten mit der Pistole erschossen wurde. Dies passierte, weil der Hund in die Nachbarschaft weggelaufen war. Der Polizist erklaerte, dass sein Verhalten wegen "Touristensicherheit" notwendig gewesen sei.

OEFFENTLICHKEITSARBEIT

Reaktion im Westen war langsam, vielleicht wiel die deutsche Loesung des Problems Gefaehrlicher Hund nicht so weit publik gemacht wurde wie die Zwischenfaelle, die dazu fuerhten.

Frau Steffen hofft, dass mehr Reportage ueber das Verbot im Ausland helfen wird, die Situation in Deutschland zu aendern. "Es ist unser gutes Glueck, dass die Presse in den Vereinigten Staaten und England ueber die Situation berichtet", schrieb sie "Ich weiss, dass Sie nicht von politischen Bedenken zurueckgehalten werden [wie die Presse in Deutschland] und dementsprechend der ganzen Welt davon erzaehlen koennen. Das bedeutet, dass jeder Vorfall sofort weltbekannt wird und ich denke, das wird manche Leute und Beamte ein bisschen vorsichtiger machen. Die wollen alle einen guten Ruf."

Die meisten amerikanischen Enthusiasten hoerten von dem Problem Gefaehrliche Hunde ueber das internet und e-mails von europaeischen Freunden, die Kopien von Mays Artikel in OUR DOGS und Erich Pilgrims exelente dreiteilige Serie in der US Militaerzeitung Stars and Stripes weiterleiteten. Judy Mann, Journalistin der Washington Post, deren Hund Norma ein 105 Pfund Zentralasiatischer Ovcharka ist, schrieb in ihrem Artikel am 7. Juli unter der Ueberschrift "Hunde als Suendenbock fuer soziale Probleme", dass sie von den neuen Gesetzen erst gehoert hatte, als der Zuechter ihres Hundes ihr sagte, es sei auf dem Internet. Ihre durchdachte Reaktion war, dass das Gesetz in gleichem Masse ueber die deutsche beunruhigte Gesellschaft ist, als ueber die Haltung und Ausbildung agressiver Hunde.

Manns Experte, der bayrische Rechstanwalt Max-Klaus Frey, lebt in einem Bundesland, in dem viele Rassen schon seit Jahren verboten sind und publiziert "Freunde des Hirtenhundes" auf dem Intenet. Er hat festgestellt, dass die vorherrschende Massenhysterie viele Halter dazu bringt, die Hunde im Heim abzugeben und schaetzt, dass bereits 300 Hunde bis August getoetet worden sind. Aufwuehlende Fotos von Hundekadavern auf Muellwagen sind auf dem Internet erschienen und haben Proteste erzeugt. "Sie [toeten und shmeissen weg] waehrend der Nacht" sagt er. Er glaubt allerdings dass "die meisten getoeteten Hunde verbotener Rasse und herrenlos waren."

"Falsch", sagt einer der Eigner auf der Holocaust Liste und weist darauf hin, dass einer der Hunde in dem Foto ihre Huending war, die noch die Stiche von der Kastration zeigte. Die Post sagte jedoch nicht, welche Rasse der Hund war oder unter welchen Umstaenden er eingezogen wurde.

Amerikanisches Militaerpersonal in Deutschland fragten sich, wie die neuen Gesetze ihre Haustiere betreffen wuerde. In seiner Serie in Stars and Stripes gab Pilgrim die paar moeglichen Antworten. Er zitierte Millie Waters, die Sprechering fuer USAREUR (US Armee Europa), die sagte, dass nach dem US Armed Forces Agreement sie sich and die deutschen Gesetzte bezueglich Haltung und Zucht von Hunden zu halten haben.

Amerikanische Soldaten, wie die Europeaer, fanden sich in den Irrwegen und Konflikten der neuen Verordnungen gefangen. Luftwaffen Staff Sgt. Denise Yager und ihr vier Monate alter Matiff sind im Staat Rheinland Pfalz sicher, da dort bisher nur Bullterrier und ihre Kreuzungen angegriffen wurden. Pilot Glenn Mayo in dem selben Staat hat weniger Glueck. Er kaufter einen Staffordshire Terrier zu Schau und Zucht und ist entschlossen, die Gesetzgebung zu bekaempfen.

"Das ist Diskriminierung und das lasse ich mir nicht gefallen" sagt Mayo "Meine Sorge ist, dass die diese schoenen Hunderassen in die Ausrottung treiben, nur wegen einiger schlechter Halter."

WIE KONNTE ES DAZU KOMMEN?

Nicht alle Einwohner Deutschlands sind so ueberzeugt wie die Auslaender vom Schlage Mayo. Eine Umfrage zeigte vor kurzem, dass 74% der Deutschen die Verbote unterstuetzen, nach Steve Dales Zeitungsartikel "Meine Haustierwelt". Pilgrim sagte: "Es wundern sich manche, wie eine Nation, die ihre Hunde so liebt, sich so schnell gegen sie stellen kann" und fuer ihn ist die Antwort offensichtlich: Hundebisse und was sie Menschen, ganz besonders kleinen Kindern, antun.

Er zitiert eine Studie, die 1994 von der Amerikanischen Akademie der Kinderaerzte veroeffentlicht wurde, und schreibt: "62% der Patienten, die wegen schwere Hundebissen behandelt wurden waren Kinder unter sechs Jahren und 92% waren Kinder unter 10" Die Amerikanische Midizinervereinigung schaetzt, dass mehr als 50% von Bissen and Kindern Kopfbisse waren.

Walker gibt Bissstatistiken heraus, die die deutsche Regierung 1998 veroeffentlicht hat. Die erste Zahl zeigt die Position der Rasse auf der Liste an, die Zahl danach die Anzahlt angezeigter Beissvorfaelle:

1998 HUNDEBISS STATISTIK - DEUTSCHLAND
58 Rassen registriert:

  1. Schaeferhundmischlinge: 2379
  2. Deutsche Schaeferhunde: 1956
  3. Rottweiler: 542
  4. "Pit Bull": 320
  5. Doberman Pinscher: 223
  6. Bull Terrier: 169

Obwohl der Deutsche Schaeferhund wegen seiner Groesse in Kategorie 3 eingeschlossen werden koennte, bleibt die offensichtliche Frage offen: wenn Deutschlands geliebter Schaeferhund die Beissstatistik anfuerhrt, warum erscheint der Hund nicht in den ersten zwei Katergorien gefeahrlicher Hunde, mit seinen Stammverwandten, dem Rottweiler und Dobermann Pinscher?

Die Antwort mag mehr ueber Politik aussagen, als ueber Hunderassen. Walker nimmt an, dass die Einschliessung des Schaeferhundes in das Zuchtverbot einen politischen Ausbruch in Deutschland ausloesen wuerde. "Es wird generell behauptet, dass es politischer Selbstmord waere, den Deutschen Schaeferhund in die Gesetzgebung mit einzubeziehen, obwohl er mehr Beissunfaelle verursacht, als der Pitbull, Dobermann Pinscher oder Rottweiler."

Die Regierung hat keine Erklaerung abgegeben, warum der Schaeferhund weder in Kategorie 1 noch 2 erscheint.

ORGANISIERTER WIDERSTAND

Fuer die Rassen, die speziell genannt werden, kaempfen Enthusiasten. Am 19. Juli bestaetigte der United States United Kennel Club seine Position auf der Website (www.ukcdogs.com) und Druckmedien, dass er gegen rassenspezifische Gesetzgebung ist und hat die neuen Deutschen Gesetzt fuer schlecht erklaert.

"Fred Miller [der verstorbene UKC Eigner und Praesident] hat sein Leben dem Konzept geweiht, dass alle Sozialprobleme, die mit Hunden zu tun haben, von verantwortungslosen Haltern geschaffen sind, nicht von den Hunden", schrieb UKC Praesident Wayne Cavanaugh. "Freds Motto war: bestrafe die Tat, nicht die Rasse. Ich hoffe, jeder Hundebesitzer, der dies liest, wird die deutsche Regierung wissen lassen, dass das weltweite Netz der Hundeliebhaben dieses Gesetz auf jedem Schritt bekaempfen wird."

Stephanie Ortiz, juristische Direktorin des American Kennel Club, bestaetigte die langbestehende Ansicht des AKC, die eine Tempramentjurisdiktion rassenspezifischen Gesetzen vorzieht. "Die Tat, nicht die Rasse, sollte angesprochen werden", sagt sie "Generell gesprochen wird es besser aufgenommen, wenn wir mit oertlichen Beamten in Verbindung treten koennen und ihnen erklaeren, dass es einen besseren, effektiveren Weg gibt, das Ziel zu erreichen" Der AKC befuerwortet Gesetze, die ein faires Verfahren erarbeiten, wie ein Hund als "gefaehrlich" kategorisiert werden kann, nach einem messbaren Verhanltensstandard.

"Es ist so viel einfacher durchzusetzen" erklaert Ortel "Wenn Sie diese Rasse einschraenken, was passiert denn, wenn eine andere Rasse gefaehrliche Verhaltensmuster zeigt?" Ausserdem ist es ein Problem, einen Hund einer Rasse oder Mischrasse zuzuordnen.

Eines der Probleme mit rassenspezifischen Gesetzen ist, dass es alle Hunde einer Rasse unter einen Hut steckt und ihnen die selben Charaktereigenschafter zuweist, wie die kleine Anzahl notorischer Mitglieder. Ein schlecht sozialisierter, aggressiv abgerichteter Hunde einer bestimmten Rasse wird gleichgesetzt mit einem gesunden, psychologisch stabilen Hunde der selben Rasse, der hervorragende Arbeit leistet oder Kameradschaft bietet.

Ein anderer Grund ist pragmatisch: die meister Hundebeamten koennen eine Rasse nicht von der anderen unterscheiden, besonders bei Bullterriern und ihren Kreuzungen. Ihre Unfaehigkeit, eine Hunderasse akkurat zu erkennen hat immer wieder rassenspezifische Gerichtsprozesse in den Vereinigten Staaten annulliert.

Die mehrfach ausgezeichnete Authorin und Immunologin Dr Susan Thorpe-Vargas weisst darauf hin, dass das DNA von Hunden sich fast nicht von dem der Woelfe unterscheidet, und dementsprechend sind auch die ausgefeiltesten Tests nutzlos, die verhindern sollen, dass Woelfe und Wolfskreuzungen als Haustiere gehalten werden. Sie weist darauf hin, "die Differenz im DNA zwischen Wolf und Hund ist geringer als zwischen den verschiedenen Hunderassen. Der Grund dafuer ist die starke Auswahl und Inzucht, die waehrend dem Anfange einer Rasse vorgenommen wird."

Mays ist ein anerkannter Experte in Hundegesetzgebung und Englands Gefaehrliche Hunde Verordnung. In einem exklusiven Interview fuer DOG WORLD, sagt Mays:

"Es ist fast zehr Jahre her, seit die vorherige konservative Regierung auf die Schnelle das Gefaehrliche Hunde Gesetz in England einegefuehrt hat, nach einer Reihe Hundeangriffen und dem daraus resultierenden Medienrummel. Wenn es je ein Gesetz gab, das aus den falschen Gruenden schlecht ausgearbeit war, dann dieses. Der verstorbene Lord Houghton, ein politischer Veteran und echter Kaempfer fuer Tierrecht nannte es 'eine Ueberreaktion der uebelsten Art.'"

"Tatsache ist", faehrt er fort "das Gefaehrliche Hunde Gesetz hat nichts gebracht. Keine rassenspezifische Gesetzgebung bringt etwas. Indem Pitbullterrier und, viel wichtiger, Pitbulltypen ins Visier genommen wurden, konnte jeder Hund, der auch nur andeutungsweise einem Pitbull aehnlich sah, von der Polizei aufgegriffen werden, falls er nicht registriert war. Aber warum sollte ein Hundebesitzer seinen vollbluetigen Staffordshire Bullterrier als Pitbull registrieren? Oder eine Kreuzung zwischen Labrador und Boxer? Oder eine Rhodesian Ridgeback Kreuzung? Oder eine Strassenmischung? Und doch wurden all diese Hunde aufgegriffen. Es war fast als ob jeder Hund mit Kopf, vier Beinen und einem Schwanz ein Pitbulltyp war. In dem inzwischen unglaubwuerdigen Punktesystem um Pitbulltypen zu erkennen, das in Gerichtsverfahren um das Gefaehrliche Hunde Gesetz von der Anklage verwendet wurde, kriegte ein Dackel 68 von 100 Punkten, die ihn als Pitbulltyp ausweisen konnten.

"Das ist ironisch, wenn man die heutige Situation in Deutschland bedenkt. Wieder haben die Politiker nach der Schnelloesung gesucht. Sicher, es hat isolierte Hundeangriffe gegeben, aber statt das Problem vernuenftig anzugehen und die verantwortungslosen Halter zu belangen, oder dafuer zu sorgen, dass die Polizei ihre Arbeit ordentlich macht und auf Informationen ueber serielle Hundekaempfe reagiert,........ haben sie entschieden, Hunde generell zu verteufeln. Und das trifft auch die Halter. Und waehrend die Regierung scheinbar etwas gegen 'Kampfhunde' tut, wird damit die Aufmerksamkeit von anderen politischen Angelegenheiten abgelenkt und geholfen, das Waehlervolk weiter zu spalten. In diesem Fall indem Nicht-Hundehalter Hundehalter angreifen.

"Was das ganze so viel schlimmer macht, ist dass Gerhard Schroeders Regierung ihre Gesetze auf dem Englischen felhlerhaften Gefaehrliche Hunde Gesetz aufbaut, einem Gesetz, von dem die meisten englischen Politiker jetzt zugeben, dass es schlecht ist. Aber wann hat der gesunde Menschenverstand schon etwas mit Politik zu tun gehabt?

Aber das alte Sprichwort 'wie man in den Wald hineinschreit, schallt es heraus' wird eines Tages auch fuer die Deutsche [Sozialistenpartei] Koalitionsregierung wahr werden, wie das Beispiel Englands zeigt. Generell gesprochen sind Hundehalter gelassene Menschen ... aber sie legen sich nicht auf den Ruecken und spielen tot, wenn es um ihre Freiheiten und das Leben ihrer Hunde geht. Sie werden die Politikern auf die bestmoegliche Art die Zaehne zeigen: an der Wahlurne."

Fuer das Wohl von Hunden und Haltern in Deutschland und Hundeliebhabern in der Welt, hoffen wir, dass sie es tun.


Elisabeth Crosby Simpson, Mitgleid der Hundeschriftsteller Amerikas, had seit zwanzig Jahren Samoyaden gezuechtet, vorgestellt und sich als Schriftstellerin auf reinrassige Hunde spezialisiert. Nach ihrem Motto "alles, was Du willst, kannst Du auf dem Internet finden", hat die ehemaliger New Yorkerin ihren Ehemann ueber America Online 1994 kennengelernt. Das Ehepaar, das im Menienfocus mit Interviews ueber Internetbeziehungen stand, lebt mit ihren sieben Sambushed Samoyaden in "Billimore" in Grenville S.C, einem ehemaligen viktorianischen Waisenhaus, dessen Geschichte sie herausfinden, ueber das sie schreiben und das sie renovieren.


Copyright ©2000 Elizabeth Crosby Simpson. May not be reprinted or reproduced in any form without express written permission from the author.

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