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Vielleicht werd' ich einst

                     Vielleicht werd ich einst gebrechlich und schwach
                     Und quälende Pein hält ständig mich wach
                     Was dann getan werden muss, tue du es allein,
                     in diesem Kampf können wir nicht die Sieger sein.

                     Und bist du dann traurig, versteh' ich es wohl,
                     Doch deine Hand vor Kummer nicht zögern soll!

                     Denn an diesem Tag - mehr als je zuvor geschehen,
                     muß deine Freundschaft und Liebe auf's Schwerste bestehen.

                     Schau, wir hatten soviele Jahre voller Glück!
                     Keine Furcht kann, was kommen muß, halten zurück.
                     Du möchtest doch, daß ich nicht leide dabei.
                     Drum gib, wenn die Zeit kommt, mich bitte gleich frei.

                     Bring mich dahin, wohin ich gebracht werden muß.
                     Nur eins noch, bitte bleib bei mir bis zum Schluß!
                     Und halte mich fest und red' mir gut zu,
                     bis meine Augen kommen zur Ruh!

                     Ich weiß - mit der Zeit wirst du's ebenfalls wissen -
                     es war eine Wohltat, die du mir erwiesen!
                     Und bin ich alsdann schon längst nicht mehr hier,
                     Blieben Schmerz und Leid mir erspart, dank dir!

                     Und dann gräme dich nicht, daß du es bist,
                     der entscheidet, wann die Zeit gekommen ist!
                     Wir Zwei waren viele Jahre so eng vereint -
                     laß nicht zu, daß dein Herz bittere Tränen weint.