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Staupe

Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten der Hunde. Das Krankheitsbild
ist seit mehr als 2 Jahrhunderten bekannt. Der Staupevirus kommt in allen Ländern mit Hundehaltung vor und ist
auch hierzulande noch weit verbreitet.  Obwohl die Bedeutung der Staupe seit Einführung der Impfung sehr
zurückgegangen ist, treten wieder vermehrt Fälle dieser Erkrankung auf (vor allem seit der Öffnung der
Grenzen zum Osten). Der Hund kann sich nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hunden anstecken, sondern
Gefahr droht z.B. auch beim Waldspaziergang, weil z.B. Marder und Frettchen (und andere Fleischfresser) die
Krankheit übertragen können.

Die Ansteckung durch das Staupevirus erfolgt über Mund oder Nase des Hundes.

Erste Krankheitsanzeichen treten etwa 1 Woche nach der Ansteckung auf. Sie beginnen mit hohem Fieber,
Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Begleitet werden diese Symptome von anfänglich wässrig-klarem Augen- und
Nasenausfluss, der im weiteren Verlauf dann zähflüssig wird. Dieser Ausfluss ist im höchsten Maße ansteckend.
Entweder unmittelbar anschließend, oder nach einer fieberfreien Phase der scheinbaren Erholung, können weitere
Krankheitssymptome auftreten.

Die Ausprägung der Symptome hängt u.a.. vom Individuum, dem Alter des Tieres, der Immunkompetenz ab.

Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die sog. nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus
Schädigungen am Gehirn. Das äußert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen,
Lähmungen und Krampfanfällen, vergleichbar dem Erscheinungsbild der Multiplen Sklerose. Der Schweregrad der
verschiedenen Formen kann variieren. Die nervöse Form endet jedoch immer tödlich bzw. erfordert, dass der
Hund eingeschläfert werden muss.

Die einzig wirksame Methode, Hunde gegen die Staupe zu schützen, ist die konsequente Impfung.