Das Bienenkittharz Propolis gehört zu den wirksamsten natürlichen
Antibiotika.
Propolis hat sowohl eine antibakterielle als auch eine antivirale Wirkung;
und im Gegensatz zu künstlichen Antibiotika wie Penizillin können
Bakterien und Viren keine Resistenz gegen Propolis entwickeln. Zudem besitzt
Propolis pilzabtötende Eigenschaften und stärkt die körpereigenen
Abwehrkräfte. Deshalb kann Propolis auch zur Krankheitsvorbeugung
empfohlen werden.
Infektionsschutz aus dem Bienenstock
Der Begriff »Propolis« kommt aus dem Griechischen und heißt
wörtlich übersetzt »vor der Stadt«. Im antiken Griechenland
wurden damit Verteidigungsanlagen bezeichnet, die den Städten vorgelagert
waren. Auch die Honigbiene benutzt das Kittharz Propolis als Verteidiguns-
und Schutzmittel gegen natürliche Feinde und Infektionsgefahren im
Bienenstock
Desinfektionsmittel und Baustoff
Die Honigbienen verwenden Propolis zum einen als Baustoff für
den Bienenstock. Mit dem Kittharz werden Wachsplättchen zusammengefügt,
Risse und Sprünge in den Zellen repariert sowie der gesamte Stock
gegen Hitze, Kälte und Feuchtigkeit isoliert. Mit Propolis wird auch
bei Bedarf das Einflugloch des Stocks verengt, um äußeren Feinden
das Eindringen zu erschweren. Zum anderen dient Propolis als natürliches
Antibiotikum zum Schutz des Bienenvolks vor möglichen Infektionen,
die sich auf dem engen Raum - in dem in den Sommermonaten bis zu 80000
Bienen leben - leicht und rasch ausbreiten können. So werden beispielsweise
Zellen vor der Eiablage der Königin mit einer mikroskopisch dünnen
Schicht aus Kittharz überzogen, um diese keimfrei zu halten. Außerdem
werden totgestochene Eindringlinge, die wegen ihrer Größe nicht
aus dem Stock geschafft werden können, wie Schlangen oder Mäuse,
mit Propolis überzogen, damit keine Infektionsherde entstehen können.
Pflanzenharze - der Rohstoff von Propolis
Als Grundstoff für das Kittharz Propolis dienen zähe Pflanzenharze.
Die Harze werden von einer kleinen Gruppe Sammelbienen von harzspendenden
Pflanzenteilen - insbesondere von Knospen - abgenagt und in den Stock gebracht.
Diese Harze werden von den Bienen noch mit Wachs und Pollen vermengt und
mit einem speziellen Speichelsekret geschmeidig gemacht. Die fertige Propolis
besteht dann aus etwa 50 bis 55 Prozent Harzen, fünf bis zehn Prozent
Pollen und bis zu 30 Prozent Wachs: etwa zehn Prozent der Inhaltsstoffe
machen ätherische Öle aus.
Gewinnung und Aufbewahrung
Der Imker erntet die Propolis meist dadurch, dass er zusätzliche
Gitter mit einem Zellenmuster in den Bienenstock hängt. Die Bienen
überziehen daraufhin den vermeintlichen Fremdkörper mit Propolis.
Mit dieser Methode können bis zu einem halben Kilogramm Propolis pro
Bienenstock gewonnen werden. Die Propolis wird dann zu Kugeln geformt,
in Nylonpäckchen verpackt und im Dunkeln gelagert. Auf diese Weise
kann Propolis über längere Zeit aufbewahrt werden, ohne dass
dabei die biologische und medizinische Wirksamkeit beeinträchtigt
wird.
Das Kittharz hat es in sich
Die wissenschaftliche Erforschung der Inhaltsstoffe von Propolis ist
noch längst nicht beendet. Bisher hat die medizinische Forschung Folgendes
herausgefunden Propolis ist ausgesprochen reich an Vitaminen und Spurenelementen.
Vor allem enthält das Kittharz Vitamine der B-Gruppe, aber auch die
Vitamine C, E und Biotin (Vitamin H) sind vorhanden. An wichtigen Spurenelementen
enthält Propolis Eisen, Zink, Kupfer, Chrom Silizium, Vanadium und
Mangan. Zudem sind essentielle Aminosäuren, Enzyme und Mineralstoffe
wie Kalzium enthalten. Auf den hohen Gehalt an Bioflavonoiden wird auch
die starke antibiotische Wirkung von Propolis zurück geführt.
Diese in der Medizin auch als Vitamin P bezeichneten Wirkstoffe lindern
Schmerzen, hemmen Entzündungen, binden Giftstoffe und kräftigen
das Immunsystem.
Wirksam gegen Bakterien und Viren
Die wertvollste Anwendungsweise von Propolis ist die als natürliches
Antibiotikum. Das Bienenkittharz hat hochwirksame hemmende und abtötende
Eigenschaften auf zahlreiche Bakterienstämme wie beispielsweise Staphylokokken
oder Streptokokken. Außerdem wirkt Propolis auch antiviral, es ist
dabei gegen Viren von unterschiedlichster Art äußerst hilfreich.
In Frankreich, wo die Propolisforschung weiter fortgeschritten ist als
in Österreich, wurde neuerdings auch die weit reichenden fungiziden
(pilzabtötenden) Eigenschaften von Propolis wissenschaftlich nachgewiesen.
Mit dem vielseitigen Kittharz können also auch Personen, die an Mykosen
(Pilzinfektionen) leiden, erfolgreich behandelt werden.
Gesund im Mund
Vor allem in der Zahnheilkunde Asiens und in den osteuropäischen
Staaten wurde schon vor geraumer Zeit bewiesen, dass Propolis auch eine
stark anästhesierende (schmerzstillende) Wirkung besitzt. Dadurch
können nicht nur herkömmliche chemische Schmerzmittel bei Zahnschmerzen
ersetzt werden, sondern es wird auch der Heilungsprozess bei Entzündungen
im Zahn- und Rachenbereich - beispielsweise bei Zahnwurzelbehandlungen
- durch die Anwendung von Propolis positiv beeinflusst. Karies und Parodontose
gehören inzwischen auch zu den Anwendungsgebieten von Propolis. In
den letzten Jahren bekam Propolis eine immer größere Bedeutung
in der Stomatologie, ein Gebiet der medizinischen Wissenschaft, das sich
mit dem Mund und Rachenraum beschäftigt. Entzündungen der Mundschleimhaut,
des Zahnfleischs sowie im Zungen- und Mundbereich konnten dabei mit Propoliskonzentraten
erfolgreich behandelt werden.
Propolis ist auch gut für die Haut
Medizinisch bestätigt wurde die Wirksamkeit von Propolis auch
bei zahlreichen Beschwerden und Erkrankungen der Haut. Dies gilt insbesondere
für Abszesse, Akne, Furunkel und Geschwüre, leichte Brandwunden
und Sonnenbrand, Schnitt- und Schürfwunden, über- mäßige
Hornhautbildung (Hühneraugen) und Warzen.
Weitere Anwendungsgebiete von Propolis
Anwendungen mit Propolis erzielten bei Magen- und Darmbeschwerden gute
Wirkungen. Propolis schützt ausgezeichnet gegen Verstopfung, Entzündungen
sowie Infektionen der Harnwege und -organe (z.B. Nieren- und Blasenentzündungen).
Propolis für die Prophylaxe
Auch wenn Sie kerngesund sind, ist Propolis als dauerhafte Nahrungsergänzung
empfehlenswert. Propolis wirkt allgemein kräftigend auf den menschlichen
Organismus und stärkt zudem das körpereigene Immunsystem. Zur
Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Propolis besonders gut
geeignet, weil es aufgrund des hohen Anteils an Bioflavonoiden die Funktion
und Leistungsfähigkeit der kapillaren Blutgefäße günstig
beeinflusst. Dieser Umstand wirkt sich wiederum positiv auf den Blutdruck
aus.
So gut wie keine Nebenwirkungen
Die im Fachhandel erhältlichen Propolismittel sind in der Regel
gegen Allergien getestet. In wenigen Fällen kann es jedoch trotzdem
zu Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen bei Anwendungen
mit Propolis kommen. Am größten ist die Wahrscheinlichkeit von
allergischen Reaktionen bei einem naturreinen Propolisextrakt, das mindestens
50 Prozent Propolis enthält, da hier der Pollenanteil sehr hoch ist
- sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt. Im Gegensatz zu synthetischen
Antibiotika sind jedoch die antibiotischen Stoffe, die in Propolis enthalten
sind, frei von Nebenwirkungen. Außerdem können die Krankheitserreger
gegen diese natürlichen Antibiotika keine Resistenz entwickeln.
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