In erster Linie (zu 70-80%) besteht Honig aus verschiedenen
natürlichen Zuckerarten, vor allem Fruchtzucker und Dextrin
sind
vorhanden.
Natürliche Zucker werden nach dem Verzehr sehr schnell
in
Energie umgewandelt. Glukose wird sofort, Fructose etwas
weniger schnell ins Blut absorbiert, in beiden Fällen aber
sind
keine chemischen Umwandlungsprozesse mehr nötig. Honig
bedeutet für den menschlichen Körper also Energie
pur.
Des Weiteren enthält Honig die Mineralstoffe Kalium, Kalzium,
Natrium, Magnesium, Kieselerde, Eisen, Kupfer, Mangan,
Phosphor, Schwefel. Diese Mineralstoffe sind für den
menschlichen Organismus lebenswichtig. An Vitaminen finden sich
im Honig unter anderem kleine Mengen der Vitamine B1, B2, B6,
C, Pantothensäure, Nikotinsäure, Folsäure und
Biotin. Wichtig sind
auch die stoffwechselfördernden Enzyme, z.B. Invertase
(die die
im Honig enthaltenen Zuckerarten aufspaltet und leicht verdaulich
macht), Diastase (ein Ferment, das Stärke zu Dextrin abbaut)
und Katalase (zur Abspaltung des Sauerstoffs). Das die
Herztätigkeit und das Nervensystem unterstützende
Hormon
Azetylcholin findet sich im Honig ebenso wie antibakteriell
wirkende Stoffe (Inhibine) und Stickstoffverbindungen (z.B.
Aminosäuren). Die für den Geschmack und Geruch des
Honigs
ausschlaggebenden Säuren und Aromastoffe tragen zur
Anregung der Verdauung bei.
Woran erkennt man wirklich reinen Honig?
Diese Frage bewegt jeden, der weiß, dass nur absolut reiner
Bienenhonig alle gesundheitsförderlichen pflanzlichen Wirkstoffe
enthält. Ein Honig mit einem künstlichen Zusatz schmeckt
zwar wie
Honig, ist aber für die Gesundheit völlig wertlos.
Leider gibt es
jede Menge Fälschungen (und Falsch-Deklarationen) auf dem
Markt. Gepanschter Honig ist eine Alltagserscheinung. Aber:
Wie
kann der Laie sich in diesem Tohuwabohu zurechtfinden?
1. Achten Sie beim Kauf darauf, ob das Honigglas
mit dem Siegel des Deutschen Imkerbundes (siehe
Abbildung) versehen ist. Dieses Siegel bedeutet:
- es handelt sich um Honig aus Deutschland;
- Der Honig enthält maximal 18% Wasser (für
Heidehonig gilt: maximal 21% Wasser);
- der Honig enthält keinerlei artfremde
Bestandteile.
2. Sie haben Ihren Honig bereits gekauft, und zwar einen Honig
mit wohlklingendem Namen, aber ohne Gütesiegel? Dann prüfen
Sie seine Qualität doch zu Hause einfach nach:
- Geben Sie einen Tropfen Honig auf eine Glasplatte oder eine
ähnlich glatte Unterfläche. Falls der Honig schnell
auseinander
fließt, ist er nicht rein, sondern mit Wasser gemischt.
- Träufeln Sie einen halben Teelöffel Honig 5 Tropfen
Jod.
Verfärbt sich der Honig grau, fleischfarben oder rötlichblau,
ist er
mit Mehlprodukten gestreckt.
- Verrühren Sie einen halben Teelöffel Honig in einem
Glasschälchen erst mit einem Teelöffel Wasser, dann
mit 15 ccm
Brennspiritus. Falls dabei eine milchige Trübung entsteht,
zeigt
das, dass der Honig mit Sirup gestreckt wurde.
Aufbewahrung des Honigs:
Gläser sind besonders gut geeignet da sie hygienisch und
wiederverwendbar sind. Der Deckel muss luftdicht sein. Honig
sollte immer
luftdicht verschlossen sein, da er sonst Wasser zieht und nicht
mehr so gut
schmeckt. Da Honig Säuren enthält, sollte der Deckel
eine
lebensmittelechte Papiereinlage haben. Blechdeckel mit einer
lebensmittelechten Beschichtung eignen sich am besten. Bei der
Reinigung
des Deckels ist darauf zu achten, dass die
Beschichtung nicht beschädigt wird. Ein Deckel mit Beschädigung
sollte auf
keinen Fall weiter verwendet werden.
Blech- und Plastikhonigeimer sind aus mehreren Gründen problematisch:
Ein Lebensmittel aus natürlicher Urproduktion
verträgt sich weder mit
Blech noch mit Plastik.
Nach mehrmaligem Gebrauch schließen
Blech- bzw. Plastikkübel nicht
mehr sicher.
Eloxierte Blecheimer sind äußerst
kratzempfindlich. Beschädigte
Eimer rosten und sind daher gesundheitlich
bedenklich.
Lebensmittelechte Plastikeimer haben oftmals
einen penetranten
Eigengeruch.
Eimer sind nur bedingt wiederverwertbar und
belasten die Umwelt.
Die Honigentnahme aus Eimern ist umständlich
und ein Kübel
wiederspricht einfach dem exklusiven Flair
des Honigs. (Würden Sie
Kaviar (ohne jetzt den Preis zu beachten)
in Eimern kaufen?)
Honig sollte auch dunkel gelagert werden, da besonders wertvolle
Inhaltsstoffe licht- und wärmeempfindlich sind. Sehrgut
geeignet ist hier
z.B. der Kühlschrank. Sollten Sie aber keinen gekühlten
Honig wollen,
können Sie dem Glas auch eine dunkle Stoffhaube überstülpen.
Achten Sie
hier aber trotzdem darauf, daß der Honig nicht zu warm
gelagert wird,
am besten nicht über 20°C. Viele werden sich nun fragen,
warum wird
Honig dann nicht gleich in dunklen Gläsern verkauft? Tja,
wenn der Kunde
die Farbe und Konsistenz des Honigs nicht sehen kann, sieht er
meist von
einem Kauf ab.
Warum sollte Honig auf keinen Fall offen gelagert
werden?
es entweichen ätherische Öle, die
sogenannten Duft- und
Aromastoffe, von denen bis zu 50 verschiedenartige
(kommt auf die
Honigsorte an) im Honig enthalten sind. Ihnen
werden ähnliche
Wirkungen wie den Vitaminen zugeschrieben.
der Honig zieht Wasser und kann dadurch sauer
(gärig) werden. In
einem Raum mit einer Temperatur von 20°C
und einer
Luftfeuchtigkeit von 60% und höher nimmt
offener Honig bereits
Wasser auf.
Der Honig nimmt Fremdgerüche an.
Was bedeutet eigentlich "Kalt geschleudert"?
Den meisten Imkern stellt es die Nackenhaare auf wenn ein Kunde
die
Frage stellt: "Ist Ihr Honig kalt geschleudert?"
Honig wird bei einer Temperatur zwischen 20 und 30 Grand Celsius
geschleudert, je nach dem wie das Wetter ist ;-). Wenn man die
Waben
theoretisch zum Schleudern erhitzen würde wäre ein
Schleudern
technisch nicht mehr machbar. Da sich das Wachs der Waben bei
höheren
Temperaturen verformt oder gar schmilzt und den Honig somit stark
verunreinigen würde. Die immer wieder zu lesenden Bezeichnungen
auf
Honiggläsern "besonders wertvoll da kalt geschleudert" ist
somit
schlichtweg eine Verbrauchertäuschung.
"Kaltgeschleudert" ist Standard
Die Beschaffenheit gibt einen wichtigen Hinweis. Frühjahrs-
und
Sommerhonige kristallisieren beispielsweise aufgrund ihres hohen
Traubenzuckeranteils relativ schnell aus. Dies ist ein natürlicher
Vorgang,
der Honig ist keineswegs ”verzuckert”, im Gegenteil, wenn dieser
Vorgang ausbleibt, kann dies ein Hinweis auf Wärmebehandlung
sein.
Das auf vielen Honigetiketten ausgewiesene Qualitätsmerkmal
”kaltgeschleudert” hat keinen besonderen Wert. Kaltgeschleudert
ist
nämlich seit Erfindung der Honigschleuder jeder Honig, da
es das
schonendste Honiggewinnungsverfahren ist.
Wie man kristallisierten Honig schonend wieder
verflüssigt.
Wenn Honig fest ist und kandiert, ist das keineswegs ein Hinweis
auf
Zuckerzusatz (Verfälschung), sondern geradezu ein Echtheitsbeweis.
Wollen Sie ihn flüssig haben, stellen Sie das verschlossene
Glas auf z.B.
3-4 Schraubenmuttern in ein Wasserbad und erwärmen Sie den
Honig
leicht. Die Schraubenmuttern dienen dazu das Glas vom Topfboden
zu
heben, dadurch hält man die größte Hitze vom
Glas fern und das Wasser
kann auch unter dem Glas zirkulieren. Achten Sie dabei aber unbedingt
darauf, daß der Honig nicht über 35°C erhitzt
wird! Verwenden Sie hierzu
z.B. ein Thermometer, daß auch für Babybädern
verwendet wird. Da
dieser Vorgang oft mehrere Stunden dauert ist hier schon einiges
an
Erfindergeist gefragt. Sie können z.B. auch die Restwärme
im Backofen
nutzen oder den Topf auf einen Heizkörper wie einen Kachelofen
stellen.
Sollten Sie Fragen zu unserem Honig aus eigener Ernte stellen
wollen
würden wir uns freuen!
Senden Sie Ihre Fragen an folgende E-Mailadresse:
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HP : http://www.imkerei-mueller.de