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Teil: 2/?






Auf dem Weg zu Warren sah Spike immer wieder die Bilder von Buffy vor sich. Wie sie sich lüstern unter dem Roboter wand und ihre Zunge über seine Haut wandern ließ. Er beschleunigte sein Tempo und erreichte bald Warrens Haus. Er wollte gerade die Tür mit seiner Faust bearbeiten, als er sich eines besseren besann. Zuerst wollte er ja ins Haus und wenn Warren sich bedroht fühlte, würde er sich mit Sicherheit nicht überreden lassen, ihn hereinzubitten. Spike setzte ein gekünsteltes Lächeln auf und betätigte die Klingel.

Eine ältere Frau mit einer Zigarette im Mundwinkel öffnete ihm die Tür.

„N`abend Mam, ist Warren zufällig zuhause?“ Oh, wie er es hasste, so verflucht freundlich zu sein.

Sie drehte sich um und rief nach ihm. „Warren!!!?? Besuch für dich!“

„Ist es Andrew, Mum?“

Warrens Mutter sah ihn fragend an.

„Ähm, ja. Ich bin Andrew. Ein Freund von Warren.“

Warrens Mutter zuckte mit den Schultern und ging weg. Die Tür ließ sie halb offen stehen.

„Ähm, Entschuldingung, Mam. Darf ich reinkommen?“ Spike fluchte innerlich, dass diese alte Schachtel ihn nicht vernünftig hereinbitten konnte.

„Jaja, tu dir keinen Zwang an und komm endlich rein!“

Diesmal war sein Lächeln echt, als er die Tür hinter sich schloss und in Warrens Zimmer ging.

Warren saß vor seinem Computer und sah nicht einmal auf, als Spike hereinkam. „Hey Andrew! Ich hab endlich den korrekten Nacktcheat für die Sims rausbekommen! Totaler Bockmist. Die Typen haben keine Schwänze und die Frauen sind auch nicht das Wahre!“

„Na, dann weißt du ja jetzt endlich, warum es in dem Spiel keinen Sex gibt, hm?“

Warren sprang auf, als er Spikes Stimme erkannte und schleuderte so seinen Stuhl durch das halbe Zimmer.

Spike grinste. Das würde einfacher werden, als er sich das vorgestellt hatte.

„Du solltest dich wieder hinsetzen, ich denke, du bist mir eine Erklärung schuldig, du Wurm!“ Mit diesen Worten ging er auf Warren zu und drückte ihn unsanft auf seinen Stuhl. Dann zog er den zweiten Stuhl vom Schreibtisch ab, setzte sich umgekehrt darauf und zündete sich eine Zigarette an.

Warren sah ihn fragend an.

„Also, ich mach`s kurz. Ich kann dich vielleicht nicht verletzen, aber diese Zigarette würde im Inneren deines Hauptrechners nichts Gutes bedeuten, richtig?“

Warren nickte und beschloss, alles zu tun, um die Fotomontagen, an denen er die letzten fünf Nächte gesessen hatte, zu schützen. Es war schon schwer genug gewesen, einigermaßen unauffällig an Fotos von Buffy, Anya und Willow zu kommen, passende nackte Körper zu finden, war aber noch viel schwerer gewesen. Er hatte sich am Ende selbst gewundert, wie echt die Ergebnisse wirkten. Nein, er war bereit, sein Leben für die Bilder zu lassen.

„OK, ist ja schon gut! Ich mache alles was du willst, aber lass die Finger von der Elektronik!“

„Na, dann…“ begann Spike „…sind wir uns ja einig. Dann leg mal los und erzähl dem echten Spike wie genau du seine Kopie zusammengebastelt hast.“

„Ähm, du meinst wohl, welche Spezialprogramme Buffy wollte?“

Spike runzelte die Stirn und sah ziemlich verwirrt aus. „Buffy hatte Extrawünsche??“ Seine Stimme klang etwas nervös. „Red nicht um den heißen Brei herum, rede Kleiner!“

Die nächsten zweeinhalb Stunden verbrachte Warren damit, Spike sämtliche Programmierungen des Spikebots genau zu erläutern. Und Spike quetschte wirklich jedes noch so kleine Detail aus Warren heraus. Um seinen Plan in die Tat umzusetzen durfte er sich keine Fehler erlauben.

Als Spike aufstand, um zu gehen, natürlich nicht, ohne Warren noch einen freundschaftlichen Hieb in den Magen zu verpassen, war er zwar viel klüger als vorher, aber auch leider noch viel verwirrter und noch schärfer auf seine Jägerin als vorher. Doch wenigstens wusste er jetzt ganz genau, was er tun musste, damit er nicht aufflog.

Die Sonne würde bald aufgehen, also fehlte ihm die Zeit, heute Nacht schon zu beginnen, aber da Buffy morgen Abend ein Treffen mit Giles hatte, hatte er genug Zeit, die Sache anzugehen. Einen kurzen Umweg an Buffys Haus vorbei konnte er sich trotzdem nicht verkneifen. Sie schien es immer noch mit diesem Spikebot –so hatte Warren ihn genannt- zu treiben, denn er konnte ihre Erregung sogar noch auf der Straße riechen.

„Wart´s nur ab, du kleines Luder!“ sagte er zu sich selbst. „Ich wird dir schon noch zeigen, wie viel mehr Spaß du mit dem echten Spike haben wirst!“

Er machte sich schnell auf den Weg in seine Gruft, bevor er noch als ein Häufchen Asche auf Buffys Fensterbank enden würde…



Buffy kniete mittlerweile auf ihrem Bett, während der Spikebot von hinten in sie stieß und mit der seiner rechten Hand ihre Brustwarze massierte. Die andere hielt sie erbarmungslos fest an ihrer Hüfte, um sich noch heftiger in sie rammen zu können.

Buffy stöhnte. Sie nahm den aufkommenden Orgasmus nur entfernt wahr, während sie seinen Namen immer wieder flüsterte.

Ihr Körper zuckte und ihre inneren Muskeln zogen sich um ihn zusammen. Genau in diesem Moment kam er und rief „Oh, Buffy! Gott, jaaaa“

Unterbewusst wurde Buffy klar, dass er immer genau dann kam, wenn sie es auch tat und immer denselben Satz sagte. Sie verdrängte diese Tatsache so gut sie konnte. Er war eben doch nicht ihr Spike sondern nur ein Roboter.

Der Spikebot lag neben ihr im Bett, als draußen die Sonne aufging und Buffy in seinen Armen in einen tiefen Schlaf fiel...sexuell völlig befriedigt und doch ein bisschen traurig…



Spike kam im letzten Moment vor dem Sonnenaufgang in seiner Gruft an.

Er genehmigte sich einen Whiskey und ging dann schlafen. Das heißt, er versuchte es, denn die Bilder von Buffy und diesem Spikebot ließen ihn nicht ruhen. Er verfluchte die Tatsache, dass sie nicht einfach zu ihm gekommen war, obwohl sie doch wusste, dass er sie liebte. Er hätte ihr den Himmel auf Erden bereitet, wenn er nur gewusst hätte, was sie empfand.

Und irgendetwas empfand sie für ihn. Das wusste er schon lange. Ihre Blicke, die er auf seinem Körper gespürt hatte, immer, wenn er ihr den Rücken zugekehrt hatte. Und dann das kleine Funkeln in ihren Augen, wenn sie gemeinsam jagten…

Wenn sie doch nur zu ihm gekommen wäre.



Buffy wurde gegen Mittag wach und war froh, an diesem Tag frei zu haben, denn sie hätte es sicher nicht geschafft, heute pünktlich ins College zu kommen. Der Spikebot lag schlafend neben ihr und hatte seine Arme um ihren Körper geschlungen. Buffy wollte sich vorsichtig befreien, aber der Roboter ließ sich keinen Zentimeter bewegen.

„Spike?“ sprach Buffy ihn an.

Er öffnete die Augen und sah sie direkt an. „Oh, Entschuldigung, Buffy. Ich wollte dir nicht wehtun.“

„Kein Problem, aber könntest du mich jetzt bitte loslassen?“

„Oh, natürlich, Buffy. Würdest du mich nachher bitte aufladen? Diese Nacht hat meine Akkus zu siebzig Prozent entleert, Liebes.“

Buffy runzelte die Stirn. „Ähm, ja sicher.“ Langsam wurde ihr klar, warum Riley ihr nicht reichte. Nicht nur, dass er völlig phantasielos war, nein, er war auch viel zu schnell müde, um sie wirklich zu befriedigen.

Immer noch leicht verwirrt zog sie sich an, um zu ihrem Treffen mit Riley zu gehen. Er erwartete sie um zwölf in seinem Wohnheim und Buffy hatte exakt noch eine halbe Stunde Zeit, um dort hinzukommen.

Schnell schloss sie den Spikebot an sein Ladegerät an und stellte ihn in den Schrank. Vorher musste er ihr aber noch versprechen, diesmal nicht auf Putztour zu gehen. Spikebot schloss seine Augen und Buffy machte sich noch schnell die Haare, bevor sie endgültig das Haus verließ.

Zehn Minuten nach zwölf erreichte Buffy schnaufend das Wohnheim. Riley hasste es, wenn sie zu spät kam. Sicher würde er ihr wieder einen Vortrag über Zuverlässigkeit halten und diesen „ich bin sehr enttäuscht von dir- Blick“ aufsetzten. Buffy hasste es, wenn er das tat.



Als sie an seine Tür klopfte, überlegte sie noch kurz, wie sie ihre Verspätung erklären sollte, aber eigentlich hatte sie gar keine Lust, sich ständig rechtfertigen zu müssen.

Doch als Riley sie hereinbat, wurde Buffy überraschenderweise nicht strafend angesehn. Er hatte die Vorhänge zugezogen und lag in einem Frotteebademantel auf dem Bett. Buffy wusste, was es bedeutete. Es bedeutete immer, dass er Sex haben wollte. Immer auf die gleiche Weise. Zuerst sollte sie sich vor ihm ausziehen, während er wie ein Pascha auf dem Bett lag und sich selbst betaschte, bis er hart war. Dann zog er sie zu sich aufs Bett, legte sich auf sie und drang in sie ein. Meistens kam er schon nach ein paar Minuten und schlief ein.

Am Anfang hatte er versucht, zärtlich zu ihr zu sein, doch als er bemerkte, dass es mehr dazu brauchte, als sie zu küssen und ein paar mal an ihrer Brust zu knabbern, hatte er wohl sein eigenes Vergnügen als vorrangig eingestuft.

Und als sie ihn jetzt da so liegen sah, an die Nacht davor dachte und das, was sie jetzt erwarten würde, wurde ihr übel. Speiübel.

„Ich..Hallo Riley“ stotterte sie.

Eigentlich mochte sie Riley. Es hatte am Anfang auch gefunkt, aber je näher er ihr kam, desto mehr widerte er sie an. Manchmal wusste Buffy selbst nicht, warum sie sich nicht schon längst von ihm getrennt hatte.

Riley lächelte und sah sie fordernd an. „Nun komm schon. Willst du mich ewig warten lassen?“

„Ähm..nein, aber …Ich hab meine Tage. Tut mir leid!“ Das war es. Die perfekte Ausrede nach der schon zu oft benutzten Migräne. Warum war ihr das nicht schon viel eher eingefallen?

Riley zog gefrustet seinen Bademantel zu und stand auf.

„Na toll. Hattest du die nicht schon vor zwei Wochen?“ Upps..Wo er Recht hatte, hatte er Recht. Nur war es vor zwei Wochen die Wahrheit gewesen.

„Ja, stimmt, aber manchmal kommt eine Frau durcheinander damit, weißt du? Die Hitze oder zuviel Stress…“

„Ah ja. Aber so genau wollte ich das eigentlich nicht wissen. Ich brauche jetzt eine Dusche. Wir sehn uns dann später bei Giles.“ Er drückte ihr im Vorbeigehen noch einen Kuss auf die Wange und machte sich dann auf den Weg in die Gemeinschaftsdusche im Flur.

Buffy ballte vor Wut ihre Fäuste und trat vor seine Zimmertür. Sie hasste es, wenn er so mit ihr umsprang. Warum war sie bloß immer noch mit diesem Pappkameraden, wie Spike ihn immer nannte zusammen? Sie verließ das Wohnheim und machte sich auf den Weg. Wohin wusste sie selbst noch nicht so genau. Nur weg von ihm.



Spike hatte einige Stunden geschlafen und konnte einfach keine Ruhe finden. Er dachte nun schon zum x-ten Mal seine Pläne durch und hoffte, dass alles glatt gehen würde. Wenn er keinen Fehler machte, würde der Spikebot heute Nacht im Keller übernachten und er würde die Jägerin bis zur Besinnungslosigkeit…

“Rums!“

Spike schreckte hoch und ging in Deckung vor dem Sonnenlicht, das durch die aufgetretene Tür fiel.

„Hallo Spike. Lust auf einen Kampf? Ach, ich vergaß, du bist ja wehrlos! Darf ich dich dann wenigstens verprügeln.“

Nachdem Buffy die Tür wieder zugetreten hatte, kam Spike hervor und konnte sich das Grinsen kaum aus seinem Gesicht wischen. „Tja, Slayer, ich kann zwar nicht mit dir kämpfen, aber ich wüsste da schon was Anderes, um deine aufgestaute Wut loszuwerden. Stress mit deinem Pappkameraden, hm?“

Buffy erstarrte und fragte sich, woher er das schon wieder wusste. Er konnte es eigentlich nicht wissen. Kannte er sie tatsächlich so gut? Sie setzte sich auf seinen Fernsehsessel und schnüffelte kurz an seinem Mantel, der darüber hing.

„Iih, Spike. Gestern wieder in Schnaps gebadet, was?“

Hach, sie liebte diesen Geruch. Sie stand wieder auf und streifte ein wenig durch den Raum.

„Buffy? Jägerin? Wolltest du mich nicht vermöbeln? Hey! Einen Schluck von deinem Blut wären mir die Kopfschmerzen schon wert!“ Irgendwie musste er sie ja aus der Reserve locken.

Doch sie sah ihn nur kurz traurig an, schnappte sich ihre Armbrust, die seit ihrer letzten gemeinsamen Jagd dort stand, weil sie sie nachdem sie sie sich unten umgezogen hatte, dort vergessen hatte und verschwand ohne ein Wort.

Es hätte nicht viel gefehlt und Buffy hätte ihm erzählt, warum sie so wütend und traurig zu gleich war. Sie hätte ihn auf seinen Sarkophag geworfen und ihn vernascht, so, wie sie es letzte Nacht mit seiner Kopie tun wollte. Aber Warren hatte die spontane, wilde Variante nicht installiert. So hatte der Bot jedenfalls geantwortet, als sie ihn gegen die Wand schleuderte. Und bevor er noch kaputt ging….

Sie schaute auf die Uhr und stellte fest, dass sie in einer Stunde mit Giles und den anderen Scoobies im Magic Shop verabredet war. Sie würde einfach etwas früher hingehen.



Spike war verwirrt. Warum hatte sie ihn so traurig angesehen. Hatte dieser Idiot ihr wehgetan? Sie am Ende sogar geschlagen? Er würde ihn den anderen Vampiren zum Fraß vorwerfen, wenn er ihr auch nur ein Haar gekrümmt hatte. Dies war wieder einer dieser Momente, in denen Spike seinen Chip verfluchte. Wenn er dieses kleine Stück Metall nicht in seinem Kopf hätte, wäre dieser Vollidiot längst ein blutleeres, verrottetes Stück Fleisch.



Als Buffy im Laden ankam, waren alle, bis auf Xander und Riley schon dort. Willow las, Tara dekorierte einige magische Schmuckstücke, Anya und Giles saßen gemeinsam an Buchführung oder irgendwelchen anderen Zahlen.

Sie setzte sich zu Willow, die von ihrem Buch aufsah.

„Buffy, hi! Ich hab dich gar nicht gehört. Wie war dein Treffen mit Riley?“

Sie verdrehte die Augen. „Frag nicht!“

Willow nickte wissend. Buffy hatte ihr davon erzählt. „Bademantel?“ fragte sie leise.

Buffy nickte.

„Hast du…?“

Buffy schüttelte den Kopf und Willow seufzte erleichtert.

Xander kam herein und ging auf Anya zu.

„Schon wieder Zahlen, Süße?“ fragte er und gab ihr einen Kuß aufs Haar. Dann setzte er sich zu Willow und Buffy. „Hey, Buffy. Ich hab Riley unterwegs getroffen. Er kann nicht kommen. Die Initiative braucht ihn für irgendeinen Sondereinsatz. Er ist aber in spätestens zwei Tagen zurück. Ich soll dir sagen, er wird dich vermissen. “

Buffy lächelte gequält. „Danke Xander.Ich denke, ich werd´s überleben.“

Xander runzelte die Stirn, beschloss dann aber, sich lieber nicht weiter einzumischen, bevor er noch mit Dingen konfrontiert wurde, von denen er lieber nichts wissen wollte. Frauendinge eben.

Buffy war erleichtert, dass Xander keine Fragen stellte und wandte sich Giles zu, der zu ihnen kam, um ihnen den Grund ihres Treffens mitzuteilen.



Spike stand zur gleichen Zeit vor dem Summers Haus und schaute sich zu allen Seiten um. Dann griff er unter den großen Findling im Vorgarten und zog den Schlüssel zum Hintereingang darunter hervor. Er hatte Buffy schon ein paar Mal dabei beobachtet, wenn sie nachts auf der Jagd gewesen waren und er ihr heimlich gefolgt war, um sicher zu gehen, dass ihr auf dem Heimweg nichts passierte.

Zum Glück hatte Buffy´s Mum ihn vor ein Paar Wochen ins Haus eingeladen. Nichts konnte ihn jetzt noch daran hindern, ins Haus zu gelangen. Er schloss die Tür auf und ging hinein.

Er liebte den Geruch im Haus. Eine Mischung aus Rosen, Kakao und Buffy…einfach zuhause.

Er vergewisserte sich, dass niemand im Haus war und ging durch die Vordertür in den Vorgarten, um den Schlüssel an seinen Platz zurück zu bringen.

Auf dem Weg nach oben fragte er sich, ob Buffy es wirklich nicht bemerken würde, wenn er an die Stelle des Roboters trat, aber einen Versuch war es auf jeden Fall wert.

Oben in Buffys Zimmer befreite sich der frisch aufgeladene Spikebot gerade von seinem Ladegerät. Wie Buffy es ihm gesagt hatte, verstaute er die Kabel im Schrank und setzte sich wartend aufs Bett. Da hörte er Schritte auf der Treppe.

„Buffy, Schatz! Ich habe dich ja so vermisst. Soll ich Programm 12 wieder laden? Das hast du doch in deine Favoriten eingeordnet.“ Doch als er zur Tür sah und auf sein Ebenbild schaute, schienen seine Schaltkreise sich leicht zu überhitzen.

Spike sah den Roboter und betrachtete ihn genau. Immerhin hatte er seit über hundertzwanzig Jahren sein Spiegelbild nicht mehr gesehen.

„Hey, ich bin ja ein richtig knackiger Bursche!“

„Du bist der Vampirspike.“ schloss der Roboter aus seinen Daten.

„Genau der bin ich, Robby Tobby! Und du wanderst jetzt ab in den Keller und bleibst da, solange ich hier bin, kapiert?“

„Es tut mir leid, aber Befehle nehme ich nur von meinem Systemadministrator, Buffy an.“

Spike runzelte die Stirn. „Systemadministrator, wunderbar! Aber der nutzt dir gar nichts, wenn ich dir deinen Kopf abreiße und deine Hardware in den nächsten Gartenteich schmeiße, klar?“

„Aber du kannst mich nicht angreifen, du hast eine elektronische Blockade, so, wie ich!“

In den Augen des Spikebots blinkten kurzzeitig ein paar Zahlen auf, als würde er Daten abrufen oder so was.

„Da irrst du dich, aber Warren kann ja nicht alles wissen. Ich kann alles killen, das nicht menschlich ist und eine Maschine gehört definitiv nicht zur menschlichen Gattung.“

Der Spikebot sah Spike enttäuscht an. „Ich sehe aus, wie du und du würdest mich töten?“

Spike tat so, als würde er nachdenken. „Hmmm, ja, wenn`s um Buffys süßen Arsch geht, jederzeit!“

„Gut, dann geh ich mal in den Keller. Aber ich komme wieder, wenn du sie nicht glücklich machst, so, wie es meine Bestimmung ist.“ Der Roboter gab auf und ging die Treppe herunter.

Spike grinste und biss sich auf die Lippe, als er Buffys Zimmer betrat, dass der Spikebot bereits äußerst anregend hergerichtet hatte. Eine Aromalampe verbreitete zarten Moschusduft im Zimmer und Buffys Bett war mit dunkelroter Satinwäsche bezogen. Massageöl stand auf dem Nachttisch und daneben waren Trauben und Erdbeeren in einer Schüssel lecker angerichtet.

Spike hatte Erdbeeren schon zu seiner Zeit als Mensch geliebt und gehörten sie zu den wenigen menschlichen Nahrungsmittel, die er ab und zu sogar im Laden kaufte. Er steckte sich eine in den Mund und war sich sicher, dass es neben Blut nur noch einen Saft gab, der süßer schmecken würde, als der einer Erdbeere. Und mit ein bisschen Glück würde er ihn heute Nacht noch kosten.

Ein wenig Zeit blieb ihm noch. Die Treffen mit den Anderen dauerten seltsamerweise immer ziemlich genau 90 Minuten. Spike hatte das jetzt schon seit Jahren beobachtet und solange keine Weltuntergangsdrohungen im Raum standen, hatte sich das bisher nie geändert.

Also legte er sich auf Buffys Bett, schaltete die Stereoanlage mit Hilfe der Fernbedienung ein und drückte die Play- Taste des CD- Players.

New Kids on the Block… Harm hatte diesen Mist auch immer geträllert. Schnell schaltete er den Radioteil ein und suchte, bis er tatsächlich einen Song von den Ramones hörte.

„Sheena is a Punkrocker…Punkrocker…“ sang er mit und schnappte sich noch eine Erdbeere aus der Schüssel.



Der Spikebot war nicht in den Keller gegangen, nein. Er hatte sich so, wie Warren es programmiert hatte, auf den Weg zum Friedhof gemacht, um Spikes Platz in der Gruft einzunehmen, damit niemand Verdacht schöpfen würde.

Er betrat die Gruft und stellte fest, dass er dringend den Putzmodus aktivieren sollte. Hier war es ja noch schlimmer als in Buffys Keller. Buffy war bei ihren Freunden und der echte Spike war im Summers Haus, er zog sich aus und öffnete eine Klappe an seinem Bauch, aus der er eine kleine, weiße Kellnerschürze zog. Er band sie um und ging nach unten, um nach einem Wischlappen oder Staubwedel zu suchen.