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A New Dimension Teil 6

„Scheiß drauf!“ murmelte er, hob Buffy auf seine Arme und trat in den Strudel.

Einen Moment lang glaubte er, keinen Boden mehr unter seinen Füßen zu haben und zu fallen. Buffy hielt er so fest er nur konnte. Plötzlich wurde ihm schwindelig und er verlor für einen Moment sein Bewusstsein.

„Spike? Spike, alles in Ordnung? Spike!“

Etwas kniff ihn in den Oberarm, worauf er verwirrt die Augen aufriss.

„Mann, du hast mir ja einen Schreck eingejagt!“ Buffy sah ihn besorgt an.

„Hey, ich liege hier ohne Bewusstsein und du kneifst mich. Nicht gerade die Art, wie man seinen Geliebten wecken sollte!“

Doch Buffy grinste ihn nur frech an. „Dafür bist du doch wach, oder?“

Darauf wusste Spike ausnahmsweise mal nichts zu sagen und insgeheim war er schrecklich froh, dass seine Jägerin wohl wieder fit war.

Er sah sich um und stellte fest, dass sie auf irgendeinem Friedhof gelandet waren. Der Mond erhellte die Gräber und die Nachtluft roch herrlich frisch. Wenn er nicht von Natur aus misstrauisch wäre, würde er vermuten, wieder in Sunnydale zu sein.

Er erhob sich und nahm plötzlich einen ihm sehr bekannten Geruch wahr. Das konnte doch nicht sein.

Er zog Buffy mit sich und lief ein Stück, bis er Kampfgeräusche hörte.

„Was..?“

Spike deutete Buffy, leise zu sein und versteckte sich mit ihr hinter einer Hecke.

Er sah sich selbst, wie er kurz nach seiner Ankunft in Sunnydale mit Buffy kämpfte… und dass er gleich flüchten würde, wusste er ja mittlerweile auch. Mit ungläubigen Blicken verfolgten die beiden das Geschehen.

„Das sind ja wir!“ flüsterte Buffy.

„Ach, ne! Schnellmerker!“ konterte Spike und schüttelte den Kopf.

Er war leicht gereizt, weil er wusste, dass hier irgendetwas schon wieder nicht mit rechten Dingen zuging. Mittlerweile taumelte sein zweites Ich verdächtig nach hinten und ergriff die Flucht. Die anderen Scoobies kamen angelaufen und lobten Buffy für den tollen Kampf.

„Und jetzt liegt die Wahl bei dir, Jägerin“

Beide drehten sich zu der Stimme um und Angel stand vor ihnen.

„Angel?“

„Du verdammter Bastard! Bist wohl nicht totzukriegen, was?“

Spike wollte ihn packen, doch im nächsten Moment lief er durch ihn durch.

„Sicher, tot bin ich. Dafür hast du ja mit deiner verrückten Dru gesorgt, aber da ich zumindest eine Zeit lang eine Seele hatte, haben mir die Mächte der Ewigkeit eine Chance gegeben. Dafür brauche ich dich, Buffy

Buffy schluckte und Tränen füllten ihre Augen. „Aber was soll ich tun?“

„Wie ich schon sagte, du hast jetzt die Wahl. Die Mächte haben euch die ganze Zeit über beobachtet. Sie haben mir gesagt, nur die wahre Liebe der Jägerin kann mich wieder zurückkommen lassen. Und hier bin ich. Du musst diesen Mistkerl nur schnell killen, dann gehöre ich wieder dir.“

„Ich soll ihn töten, warum“ Buffy wusste nicht, was das alles hier sollte.

„Ist doch logisch, du kannst deine Liebe nur einem geben, also… lass dich nicht aufhalten.“ Angel grinste Spike siegessicher an, der die Szene mit zusammengekniffenen Lippen beobachtete.

„Und was passiert, wenn sie mich jetzt killt?“ blaffte Spike.

„Dann komme ich gleich Buffy zur Hilfe, töte dich und alles, was noch passieren wird, löst sich in Wohlgefallen auf. Vor allem, diese widerlichen Sachen, die ihr die ganze Zeit getrieben habt, Buffy, Buffy. Das hätte ich nicht von dir gedacht.“

Buffy sah verwirrt von einem zum anderen. Entscheidungen waren noch nie ihr Ding gewesen. Und diese Sache hier war besonders gemein, da sie wusste, dass Spike Angel auf dem Gewissen hatte, also müsste sie sich eigentlich für Angel entscheiden, aber Spike töten?

Sie musste an ihren Aufenthalt in dem Haus denken, nachdem sie unter der Dusche…geduscht hatten. Ihr Unterleib kribbelte schon wieder, doch sie ignorierte es und versuchte, einen vernünftigen Gedanken zu fassen.

Spike sah Buffy wartend an. Er wusste, nach allem, was zwischen ihnen war, konnte er sie nicht mehr töten und wenn sie sich tatsächlich für Angel entscheiden würde, hätte sein Unleben auch keine wirkliche Bedeutung mehr. SIE war der Sinn seines Lebens geworden und er konnte nur hoffen, dass seine Jägerin das gleiche für ihn fühlte.

Angel wurde langsam ungeduldig. „Nun komm schon, Buffy. Mach ihn kalt, dann kann ich Captain Peroxyd hier endlich zeigen, wie sich so ein Stück Holz im Leib anfühlt.“

Doch da wurde ihr etwas klar. Spike war ihr in der Zeit, die sie gemeinsam verbracht hatten, so wichtig geworden, dass sie ihre Freunde und Sunnydale verlassen hatte. Sie hatte auch keinen einzigen Gedanken an Angel verschwendet und auch nicht um ihn getrauert.

Sie ging auf Spike zu und sah ihn ernst an.

„Hey, vergiss nicht, den Pflock zu zücken, Kleines!“

Sie nahm Spike in die Arme und küsste ihn. Sie ließ ihn vor Angels Augen an ihrem Hals knabbern und drehte sich dann zu ihm um.

„Weißt du, was Spike dir immer voraus haben wird, Angel? Er war immer imstande, zu lieben. Erst Dru,
dann mich. Und das auch ohne Seele. Du hast deine Seele ja nichtmal gewollt und glaubst, ich kann dich nach alledem noch lieben? Viel Spaß in der Hölle!“

Angels Blick wechselte von verständnislos in hasserfüllt. „So schnell werdet ihr mich nicht los…ich…..“

Ein kleiner Wirbelsturm erschien hinter ihm und sog Angel in sich hinein.

Buffy lächelte und ihre Umgebung begann zu beben an und verschwand spurlos. Wenige Sekunden später standen die beiden in Willows Zimmer.

Willow?“

Spike sah sich überrascht im Zimmer um.

„Oh, mein Gott, bin ich froh, dich zu sehen. Ich dachte schon, ich müsste ewig zwischen diesen blöden Dimensionen herumhüpfen.“ Buffy umarmte Willow und strahlte glücklich.

„Und ich bin froh, dass mein Zauber euch nun doch zurückgeholt hat. Als die Kerzen ausgingen und nichts passierte, dachte ich, ich hätte es nicht geschafft.“

Willow sah Spike mit großen Augen an und hoffte, dass er grad nicht hungrig war.

„Na, ich schätze, Buffy´s Ex hat uns ein bisschen aufgehalten, bevor wir endgültig abzwitschern konnten.“ antwortete er der Hexe und fragte sich, warum sie ihn die ganze Zeit so anstarrte.

„Das war was! Aber erzähl du mir erst mal, wie du es geschafft hast, uns zurückzuholen. Vor allem alleine! Wo sind die anderen?“

„Erzähl mal! Was habt ihr erlebt? Und wer war dieser Bradley?“ Willow versuchte Buffys Frage zu ignorieren, doch Buffy ließ sich nicht ablenken.

„Später! Wo sind Xander und Giles? Und wie habt ihr dieses Ritual gefunden?“ Willow seufzte verzweifelt und beschloss mit der Wahrheit rauszurücken.

Sie erzählte Buffy von dem Blutritual und der Tatsache, dass ihnen Xander und Cordy nicht helfen wollten. Auch Bradleys Besuch und GilesPrivatbiblothek“ ließ sie nicht aus.

Buffys Augen wurden immer größer und Spike runzelte die Stirn während er Buffy näher an sich zog.

„Na toll, dazu hat man also Freunde! Und wie bist du auf diese Idee gekommen? Hast du das hier echt alleine gemacht?“

Buffy redete wie ein Wasserfall, um sich nichts anmerken zu lassen, doch Spike spürte, dass ihr Körper vor Wut zitterte und jeder ihrer Muskeln bis aufs äußerste angespannt war. Er kraulte ihr sanft den Nacken und sie beruhigte sich ein wenig.

„Na ja und dann kam dieser Bradley aus deiner Dimension angeflogen und hat mir dieses Buch gebracht. Da hab ich dann das Rückholritual gefunden. Giles fand das zu gefährlich, weil er das Buch nicht kannte. Aber ich hab mir gedacht, dieser Bradley schien mir ganz in Ordnung zu sein und mehr als schief gehen konnte es ja nicht.“

Willow lächelte etwas hilflos. Buffy drückte ihre Hand und sah ihr fest in die Augen. „Du hast richtig gehandelt, Will! Bradley hat uns die ganze Zeit über geholfen.“

ÄhmBuffy, unterbreche euch nur ungern. Aber in einer Stunde geht die Sonne auf und ich würde dann gerne an einem etwas dunklerem Ort sein.“ sagte Spike und deutete auf Willows Balkon, durch den jetzt noch das Mondlicht schimmerte.

„Oh, sicher. Willst du uns begleiten, Will?“

„Ihr wollt in die Villa. Hab ich Recht?“ Sie grinste und zog sich ihre Jacke über. „Da wollte ich eh nachher noch vorbeischauen. Also kann ich auch jetzt mit euch gehen.“

Spike sah Willow ungläubig an und fragte sich, was diese kleine Hexe wohl in seiner Villa verloren hatte. Aber da ihn neuerdings eigentlich nichts mehr wirklich überraschen konnte, sagte er vorerst nichts und folgte Buffy und Willow nach draußen.

Sie stiegen in Willows VW Käfer und fuhren zu der Villa.

Spike bemerkte einen seltsamen, aber gleichzeitig bekannten Geruch in dem Auto. Er kam aber nicht darauf, woher der Geruch stammte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass er nur den typisch männlichen Geruch seines Autos gewohnt war.

Den Rest der Fahrt verbrachte er trauernd. Um seinen geliebten Flitzer, der wohl auf ewig an dieser seltsamen Dimension vor sich hin rosten würde….



Wenig später betraten sie die Villa und der blonde Vampir traute seinen Ohren kaum, als er hörte, wie Willow laut durch die ganze Villa brüllte.

Clem, Schatz! Ich bin daaaa! Und schau, wen ich mitgebracht habe!“

Buffy sah Spike ungläubig an.

Clem und…“

Willow!“ beendete Buffy Spikes Satz, als sie sah, wie Willow Clem liebevoll umarmte und ihm einen Kuss auf die Wange gab.

Spike schluckte und lächelte gequält.

Der Geruch im Auto. Wieso war er nicht gleich darauf gekommen? Clem. Nur Clem hatte diese Mischung aus Au de Toilette und Dämonengestank an sich.

Dann sah er sich im Wohnzimmer um und sein Lächeln verschwand aus seinem Gesicht. Auf dem Tisch lag eine beigefarbene Häkeltischdecke und an den Wänden hingen überall Bilder von kleinen, verspielten Katzenbabys. Sogar der Fernseher war mit einer Häkeldecke geschmückt und er explodierte fast, als er sah, dass der Deckel seiner alten Waffenkiste mit einem hellblauen Plüschüberzug bespannt war.

Das war dann wohl eindeutig zuviel für ihn. Er schnappte Clem und zog ihn ins Nebenzimmer. „Was hast du mit meinem Haus gemacht, du kleiner Möchtegerndämon?“

Clem begann zu stottern und Spike tat sein plötzlicher Angriff schon fast leid. „Ich… Ich wollte…“

„Ach, vergiss es! Wenn ich heute Abend aufstehe, ist der ganze Kram verschwunden. Kapiert?“

„Ja, klar, Spike! Tut mir …“

„Später, Clem, später!“

Spike wollte nur noch schlafen. „Kommst du?“ rief er Buffy zu und ging die Treppe hoch.

„Bis nachher, Will“ Buffy folgte Spike und zwinkerte Clem noch kurz zu, bevor sie oben verschwand.

Spike betrat sein Schlafzimmer und fluchte. „Verdammt, Clem, ich könnte dich…“

„Was?“ Buffy sah ihn fragend an, als sie hinter ihm den Raum betrat.

„Ach, nichts.“

Er sagte lieber nichts, schnappte sich alle rosafarbeben Deckchen und die anderen „Schwulitäten“ wie er so etwas gewöhnlich nannte und warf sie einfach die Treppe herunter. Clem würde sie sicher finden.

„Sag mal, Spike. Was ist Clem eigentlich genau für ein Dämon?“

„Warum, Liebes?“

Der Vampir inspizierte sein Zimmer noch einmal ganz genau, bevor er sich beruhigt auf den Sessel neben dem Bett fallen ließ.

„Na ja, ich mein ja nur. Wegen seiner Anatomie..ich meine…“ Buffy lief dunkelrot an.

Spike lachte.

„Ach, du meinst, wenn er mit Willow...“

Sprichs nicht aus!“ rief Buffy mit großen Augen. „Nichts gegen Clem, aber DARÜBER will ich keine Details“

Er zog Buffy auf seinen Schoß und begann, an ihrer Bluse zu zupfen. „Du, Willow ist eine verdammt fleißige Hexe. Meinst du nicht, die beiden lassen sich da nichts einfallen?“

„Na ja…“

Buffys Gehirntätigkeit verlangsamte etwas, als sie seine kühle Hand am Verschluß ihres BH`s spürte.

„Ist auch egal“ murmelte sie und beschloss, Willow morgen mal unter vier Augen zu verhören.

„Morgen…“



Buffy träumte von ihrer Grandma. Sie hatte ihr Sonntagmorgens immer frische Brötchen gebacken und sie saß dann stundenlang am Frühstückstisch (jedenfalls kam es ihr immer so lange vor), bis endlich alle am Tisch saßen und sie gemeinsam frühstückten.

Doch seltsamerweise saß Spike in ihrem Traum mit am Familientisch und sie teilten sich das letzte Brötchen. Ihre Mum lächelte ihm zu, während ihr Pa ihn eher kritisch beäugte.

Doch ihre Grandma verpasste ihrem Sohn einen Klaps in den Nacken und sagte zu Buffy: „Du hast dich richtig entschieden, meine Kleine. Du sollst immer deinem Herzen folgen. Auch, wenn der richtige Weg dir manchmal etwas seltsam erscheint.“

Spike sah sie dankend an drückte Buffys Hand.

Buffy?“ Sie öffnete die Augen und stellte fest, dass der Geruch im Haus ihren Traum ausgelöst haben musste.

Spike hatte sich seine Jeans schon übergezogen und kniete vor ihr. „Komm, du Schlafmütze!“ sagte er und drückte ihr einen Kuss auf. „Frühstück ist angesagt!“

Buffy nahm seine Hand, um ihn wieder ins Bett zu holen, doch Spike schummelte und zog sie aus dem Bett.

„Spielverderber!“ murmelte sie und tapste ins Bad, um sich anzuziehen.

Zwanzig Minuten später saßen alle zusammen am Frühstückstisch. Spike hatte versucht, Widerstand zu leisten, doch nun stand vor ihm eine Tasse mit lauwarmem Schweineblut.

Buffy machte sich mit großem Appetit über die frischen Brötchen her, während Willow und Clem sich gegenseitig mit Obsthäppchen fütterten und bei jedem Bissen verliebt kicherten.

„Sag mal Buffy, wie geht`s jetzt eigentlich weiter, wo du wieder hier bist?“

Hmmm.“ Darüber hatte Buffy sich noch gar keine Gedanken gemacht. Willow sah sie erwartungsvoll an und hoffte natürlich, dass alles wie früher werden würde, doch Xander und Giles, die Spike mit Sicherheit bei der nächsten Gelegenheit pfählen würden, komplizierten die Lage doch erheblich.

Auch Spike hätte die Luft angehalten, wenn er kein Vampir wäre. Er schaute stur auf seine Tasse und wagte nicht, Buffy anzusehen.

Nur Clem ließ sich von der ganzen Sache nicht stören, löffelte sein Obst in sich hinein und nuschelte Buffy mit vollem Mund etwas zu. „Also, Jägerin, wenn ich du wäre, würde ich meinen angeblichen Freunden mal die Meinung sagen! Und was die Villa angeht, also an mir soll’s nicht liegen. Nicht wahr Spike? Du willst sie doch hier haben, oder?“

Buffy schaute in seine Richtung und Spike hob vorsichtig den Kopf. Er konnte doch nicht hier… vor Clem und Willow

Zum Glück kannte Buffy ihn gut genug, um zu wissen, dass er vor einem faltigen Dämon und ihrer besten Freundin garantiert nichts über seine Gefühle sagen würde. Also zog sie ihn mit in die Küche.

Spike vergrub die Hände tief in seinen Taschen und legte den Kopf schief.

„Also, was meinst du?“ fragte sie vorsichtig.

Er sah ihr tief in die Augen. „Buffy, ich wäre mit dir durch die Hölle gegangen, um bei dir zu sein. Und du denkst, ich würde zulassen, dass du gehst und bei diesem Gipskopf und dem Bücherwurm rumhängst?“

Buffy grinste. „Da wäre nur noch ein Problem. Das Blut… du kannst nicht…na ja, wenigstens nicht mehr so oft…“

Er zog eine Hand aus seiner Tasche und hob die Hand. „Ich werde niemanden mehr umbringen, versprochen. Vielleicht hier und da mal ein Schlückchen.“

Er legte seine Arme um sie und vergrub sein Gesicht in ihrer Halsbeuge. „Und wenn ich ab und zu mal ein Schlückchen Jägerinnenblut naschen darf, hab ich bestimmt weniger Hunger.“

Buffy kicherte und wusste, dass alles gut werden würde, solange Spike nur bei ihr war.



The End