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A new  Dimension Teil 5

 

 

Dann wickelte er sie in ein Badetuch ein und trug sie völlig erschöpft und überwältigt in das Bett im Nebenzimmer.

Er legte sich neben sie und Buffy kuschelte sich sofort eng an ihn.

„ Sag mal Buffy“ begann Spike während er seine Nase in ihren duftenden Haaren vergrub „ Was wolltest du da vorhin, in der Dusche sagen? Ich meine, als du..du weißt schon!“

Spike wirkte tatsächlich verlegen.

Buffy dachte einen Moment nach und dann fiel ihr wieder ein, was ihr da beinah über die Lippen gekommen war.

„Äh, ich weiß nicht, ich war so in Gedanken versunken…ich kann mich an nichts mehr erinnern.“

Sie konnte doch jetzt nicht einfach so einem blutrünstigem Vampir DIE Worte sagen.

„ Na dann.“ Spike drehte sich um und tat so als ob er schlief. Sie schien ihm immer noch nicht völlig vertrauen. Aber er war ja auch nur ein Vampir, warum sollte eine Jägerin ihn lieben?

Er rollte sich zusammen, wie ein kleines Kind und versuchte, zu schlafen oder an etwas anderes zu denken, aber irgendwie gelang es ihm nicht.

Buffy spürte, dass irgendetwas nicht stimmte. Aber wenn sie sich ihm jetzt offenbarte, war sie verletzlich. Und durfte eine Jägerin verletzlich sein? Immerhin hatte sie ihn von ihr trinken lassen. War das nicht ein viel größerer Liebesbeweis? Doch eigentlich bewies sie damit Vertrauen, aber Liebe? Wohl nicht so sehr.

Immerhin hatte er nie etwas getan, das ihr Grund gab, diese Worte nicht zu sagen. Denn diese Gefühle waren da.

Sie drehte sich zu ihm, kuschelte sich eng an ihn und griff nach seiner Hand.

„ Du dummer, dummer Vampir“ flüsterte sie lächelnd. „ Weißt du es denn nicht?“

Hmmm.“ Brummte er. „ Willst du denn, dass die ganze Welt hört, dass die Jägerin William den Blutigen liebt? Ich hab doch einen Ruf zu verlieren.“ Wieder hatte sie geschickt drum herum geredet. „ Außerdem hat mein sexy Lieblingsvampir auch noch nichts über seine Gefühle zu der kleinen, schüchternen Jägerin gesagt.“

Grinsend drehte Spike sich zu ihr herum. „ Ach, die arme kleine, schüchterne Jägerin. Muss ich dich erst wieder so weit bringen, wie vorhin unter der Dusche, damit ich es von dir höre?“

„ Vielleicht“ antwortete Buffy und leckte sich die Lippen. Sie war auf einmal gar nicht mehr müde.

Er schnappte sie und leckte über die kleine Bisswunde am Hals.

Buffy seufzte und wollte die Augen schließen, um sich ganz auf Spikes Liebkosungen zu widmen, doch dann hielt er inne.

„ Ich weiß nicht, warum, Buffy Summers, aber ich liebe dich von ganzem Herzen.“

Buffy hatte Tränen in den Augen, als sie ihm antwortete „ Und ich liebe dich, wenn ich ehrlich bin, schon von dem Moment an, als wir uns zum ersten Mal sahen, Spike.“

Und bevor sie vor Rührung losheulte, fügte sie noch schnell sarkastisch hinzu „ Schließlich hat es noch niemand geschafft, mich so wahnsinnig zu machen, du verrückter Vampir!“

Wenn Spikes Herz noch geschlagen hätte, hätte es jetzt wohl einen Aussetzer gemacht. Deshalb begann er, die Jägerin zu kitzeln und biss ihr stumpf in den Hals. Sie kicherte und flüchtete aus dem Bett.

„ Ich hab Hunger, ich fühl mich plötzlich so blutleer!“ Sie griff sich an die Kehle und tat so als wollte sie in Ohnmacht fallen, doch Spike schnappte sie und warf sie über seine Schulter.“

„ Dann wollen wir doch mal schnell unten nachsehen, ob noch ein bisschen Jägerinnenfutter für dich da ist, dann kann ich ja bald wieder ein bisschen nuckeln.“

Scherzhaft schlug sie ihn auf den Rücken, als er mit ihr die Treppe herunter lief.

Buffy hatte nach Spikes Meinung schon mindestens den halben Kühlschrank leer gefegt, als Spike seinen dritten Becher Blut austrank und laut rülpste.

„ Spike!“ Mahnte Buffy.

„ Was? „ erwiderte Spike.

„ Ich hab einen Ruf als böser Vampir zu wahren, oder soll ich lieber…“

Er ließ sein Gameface aufflammen, als direkt vor ihnen plötzlich Bradley angeflattert kam.

„ Hach, wie gut, ihr seid OK. Als ich in die Hütte kam und ihr wart weg, dachte ich. Ist jetzt auch unwichtig. Wichtig ist, dass ihr kurz nach Sonnenuntergang weiterzieht und den Weg in eure Dimension einschlagt.

Sonst kann ich für eure Sicherheit nicht mehr garantieren.“

Buffy strich Bradley vorsichtig über die Flügel.

„ Ich bin ja so froh, dass es dir gut geht...“ säuselte sie gedankenverloren.



- Sunnydale-

„ Das ist nicht ihr Ernst!“ Cordys Stimme überschlug sich fast und Xander wurde kreidebleich.

Die Einzige, die Giles mit großen Augen zustimmte, war Willow, Xander und Cordy schienen von dieser Idee wenig überzeugt zu sein.

„ Jeder von euch muss genug Blut opfern, um den Kreis für das Dimensionstor zu füllen. Gut, das sind wohl einige Liter, aber das müsste Buffy euch doch sicher wert sein.“

Xander lenkte ein. „Eigentlich schon, aber wir sind zu fünft und wenn ich das richtig verstanden habe, dann muss jeder von uns gleich viel Blut geben. Nach der Größe, die sie uns angegeben haben, schätzungsweise drei für jeden. Das ist ziemlich happig, meinen Sie nicht?“

Jetzt wurde es Willow zuviel. „ Sagt mal, habt ihr vergessen, dass Buffy nicht nur die Jägerin, sondern auch unsere Freundin ist? Sie würde sich jederzeit für uns opfern, aber wenn es euch an den Kragen geht…“

Willow war einen Moment lang über sich selbst überrascht, aber sie hatte jedes Wort genauso gemeint.

Giles war zwar erfreut über Willows Einsatz für Buffy, aber die Bestürzung über Xanders und Cordys Protest, seine Rettungspläne betreffend war doch weitaus größer.

„ Ihr habt bis Sonnenuntergang Zeit, euch zu einigen. Teilt mir dann bitte mit, ob ihr Buffy retten wollt.“ Er presste die Lippen zusammen und sagte dann etwas leiser zu den anderen „ alleine kann ich das nicht schaffen.“

Er drehte sich um und verließ ohne ein Wort das Haus.



-und zurück in ein hübsches Häuschen in einer anderen Dimension-

Spike schielte argwöhnisch zu der Fledermaus hinüber, die sich seit einer ganzen Weile von seiner Jägerin streicheln ließ.

„ Es geht ihm gut, Buffy, das ist doch wohl kaum zu übersehen, oder?“

Hmmm, ja.“ Säuselte die Jägerin und wandte ihren Blick dabei nicht von Bradley ab.

Doch da besann sich Bradley seiner Aufgabe und .hüpfte ein Stück zur Seite.

„ Also, wie gesagt, ihr wartet hier bis Sonnenuntergang und lauft dann weiter den Bach entlang.

Am Ende des Weges findet ihr einen Wasserfall vor, hinter dem ihr eine Höhle findet, so, wie die, in der ich euch zum ersten Mal begegnet bin.

Lasst euch von nichts und niemandem aufhalten, versprecht ihr mir das?“

„ Versprochen“ Buffy nickte eifrig. Spike dachte mittlerweile darüber nach, ob dieses Fledervieh Buffy mit seinen Ultraschallwellen hypnotisiert hatte.

Sie hing ja förmlich an seinen Lippen. Natürlich war er nicht eifersüchtig, aber ein bisschen weniger Angeschmachte wäre auch OK. Vor allem, da sie ja ursprünglich sogar Angst vor der Fledermaus hatte.

Da hatte sie ihm, ängstlich in seine Jeansschlaufen gehakt, besser gefallen.

Er fuhr aus seinen Gedanken hoch, als Bradley sich erhob und sich wieder einmal in Luft auflöste, während er ihnen noch ein kurzes „ wir sehen uns dann dort!“ zurief.

Buffy seufzte und sah Spike müde an.

„ Komm“ sagte er und nahm ihre Hand.

„ Wir legen uns noch ein bisschen hin und du erzählst mir dann noch mal genau, was uns heute Nacht so alles erwartet. Ich hab nämlich leider nicht alles mitbekommen.“

Der Vampir ging mit seiner Jägerin nach oben in das Schlafzimmer, wo sie eng aneinander gekuschelt bis Sonnenuntergang schliefen.



Nachdem die beiden sich ausgeschlafen hatten, machten sie sich sofort auf den, von Bradley beschriebenen Weg.

Buffy überlegte die ganze Zeit, was es wohl mit Janice auf sich hatte. Bradley hatte sie mit keinem Wort erwähnt und sie war auch nicht, wie sie es versprochen hatte, nach Sonnenuntergang aufgetaucht, um mit ihnen weiter zu gehen.

Tja, sie hatten wohl keine andere Wahl, als Bradley zu vertrauen und abzuwarten, was passieren würde.

Außerdem war Bradley viel niedlicher als Janice.

Da sah sie den Wasserfall in der Ferne und ihre brennenden Füße witterten Hoffnung.



-Sunnydale-

„ Nein, Giles. Das mache ich nicht. Schließlich ist Buffy mit diesem Blutsauger abgehauen, warum sollte ich dann für sie mein Leben riskieren.“ Xander saß mit verschränkten Armen am Tisch und war keinesfalls bereit zu diskutieren.

„ Und du, Cordelia?“ Giles sah sie an und sie schüttelte den Kopf.“ Vergessen sie`s. Ich riskiere nicht meinen Kopf, um die Jägerin zu retten, obwohl sie vielleicht gar nicht will.“

Willow?“

„ Logisch“ antwortete sie dem Wächter „ Ich bin dabei. Allerdings wird das für uns zwei nicht ganz einfach sein. Denn blutleer nutzen wir Buffy ja nichts.“

„ Tja, dann müssen wir beide wohl noch mal nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten.“

Er warf Xander und Cordy einen bösen Blick zu. „ Ihr geht dann wohl besser!“

Erschrocken über Giles` Reaktion sprang Xander auf und zog Cordy mit nach draußen.



-währenddessen ca eine Dimension weiter-

„ Sieh mal! Rief Buffy Spike zu. „ Dort müssen wir durch!“


„ Na toll!“ Spike fluchte, als er die Höhle hinter dem Wasserfall erblickte. Sie lag ca fünf Meter über dem Erdboden, ohne eine Aufstiegsmöglichkeit.

„ Eine Möglichkeit gibt es, aber dafür … du hast nicht zufällig noch ein Bisschen Blut in deinem Rucksack als Wegzehrung für mich eingepackt, süße?“

Buffy schüttelte verlegen den Kopf und hoffte, dass Spike nicht mitbekommen hatte, dass sie für sich selbst eine ganze Wochenration an Chips und anderen Leckereien einpackt hatte.

„Na dann wird wohl nichts aus meinem Plan. Ich hab nicht mehr genug Kraft, um mit dir da hoch zu springen.“

Er hielt Ausschau nach Kleinen Tieren, die ihm als Stärkung dienen könnten, doch er konnte nichts sehen oder riechen.

„ Aber du könntest doch…“ Spike unterbrach Buffys Angebot. „ Sorry, aber wenn du noch lebend nach Hause kommen willst, biete dich jetzt lieber nicht als Blutspender an. Ich hab Hunger und könnte die Kontrolle über meinen Dämon verlieren.“

Buffy runzelte die Stirn und ignorierte seine Einwände. „ Unsinn! Ich bin immer noch die Jägerin und wenn du Gefahr läufst, mich auszutrinken, merk ich das ja wohl als erste.“

In ihrem Inneren wusste sie, dass er Recht hatte.

Doch ihr Spike würde sie nicht in Gefahr bringen. Das spürte sie.

Um ihr Anliegen noch deutlicher zu machen, nahm sie ihre Haare zur Seite und sah ihm tief in die Augen.

Buffy…Ich..“ Spike versuchte zu protestieren doch Buffy presste ihren Körper an seinen und küsste ihn heftig.

Wogen der Lust preschten durch seinen Körper und damit wuchs auch der Hunger in ihm auf ein fast unerträgliches Maß an. Während sie sich küssten kam der Dämon in ihm an die Oberfläche und sein Gameface blitzte auf.

Seine Lippen wanderten in ihre Halsbeuge und er knabberte lüstern an ihrem Hals. Dann ritzte er vorsichtig ihre Halsschlagader auf und saugte daran.

Doch die wenigen Tropfen, die aus der kleinen Wunde traten, reichten bei weitem nicht. Und sein Hunger war durch den kleinen Appetithappen nur noch größer geworden.

Ohne nachzudenken schlug er seine Zähne in ihren Hals und trank gierig.

Ihr Blut, das zuerst ein bisschen nach Angst geschmeckt hatte, schmeckte nun nach purer Leidenschaft. So süß, wie es nur das Blut seiner Geliebten sein konnte.

Der Vampir wurde sich unterbewusst wieder seiner ursprünglichen Pläne bewusst und trennte sich unwillig von ihrem Hals. Er drückte Buffy fest an sich, während er ein wenig in die Knie ging, um dann in einem Satz, mit seiner Jägerin im Arm, auf den Felsvorsprung gleich neben dem Wasserfall zu springen.

Aus Buffys Kehle drang ein erschrockener Laut, als sie die Schwerelosigkeit und die Geschwindigkeit während des Sprunges spürte.

Doch sie war schwach vom Blutverlust, so, saß Spike sie in die Höhle tragen musste.

Er legte sie auf den Boden der Höhle und bette ihren Kopf auf seinen Mantel.

Ihre Jacke benutzte er, um sie zuzudecken und in ihrem Rucksack fand er auch noch ein Kakaopäckchen. Spike versuchte, ihr den Kakao einzuflößen, doch sie war bewusstlos.

Buffy…los, komm… ach, verfluchte Hölle!“

Da erschien plötzlich Janice in der Höhle.

Sie funkelte Spike böse an „ Was ist passiert, warum ist sie bewusstlos?“

Spike erzählte ihr die ganze Geschichte. Alleine würde er hier sowieso nicht verschwinden, also hatte er keine andere Wahl, als einfach mal zu hoffen, dass er ihr vertrauen konnte.

Janice beugte sich über Buffy, während sie Spike zuhörte.

Hm..Blutverlust, sagst du? Ich bin gleich wieder da!“

Und schon verschwand sie wieder und Spikes Faust flog wütend gegen die Höhlenwand.

„ Müssen in dieser Verflucht beschissenen Dimension denn alle kommen und gehen, wie sie wollen?“

Und wie auf Kommando kam Bradley angeflattert.

Hachgottchen, was macht ihr denn für einen Unsinn, armes Mädchen! Hast sie ja fast ausgetrunken, du Gierhals!“

Um seine Empörung zu betonen, flatterte Bradley dann noch eine Runde durch Spikes Haare, was den Vampir noch wütender machte, aber aus Sorge um Buffy vergaß er doch glatt, Bradley den Hals umzudrehen.

„ Toll, das hätten wir ja dann geklärt. Und wie geht`s jetzt weiter? Deine Freundin Janice wollte doch gleich wiederkommen.“

Spike sah die Fledermaus prüfend an und hoffte, dass jetzt endlich die Wahrheit über diese seltsame Frau ans Licht kommen würde.

„ Hm… ja, also..oh! Ich muss we…“ Doch bevor Bradley sich deutlich nervös aus dem Staub machen konnte, hatte Spike die Fledermaus geschnappt und hielt sie mit seinem eisernen Griff fest.

„ Du wolltest mir doch was erzählen!“ knurrte Spike genervt und Bradley sah ein, dass sein einziger Fluchtweg wohl zwischen den Zähnen eines Vampirs zuende wäre und er beschloss, zu reden.

„ Gut, du hast gewonnen, aber könntest du ein bisschen locker lassen? Ich bin sehr migräneanfällig.“

Spike lockerte seinen Griff ein kleines Bisschen und Bradley begann.

„ Janice ist tatsächlich nicht das, was sie vorgibt zu sein. Sie ist die Frau des Erschaffers, aber sie liebt ihn seit langem nicht mehr und bereut ihre Entscheidung, hier zu bleiben. Wenn sie ihren Mann ärgern will, hilft sie bei der Flucht aus dieser Dimension. Und später erzählt sie es ihm dann, damit er sich schwarz ärgert. Wenn zu wenig Menschen diese Dimension bevölkern, löst sie sich nämlich auf.“

„ Und was hat das jetzt mit uns zu tun?“ Spike wusste immer noch nicht, worauf Bradley hinaus wollte.

Bradley verdrehte die Augen. „ Wenn ER es zu früh mitbekommt, seid ihr in Gefahr. Jetzt kapiert?“ Die Fledermaus erinnerte sich plötzlich, wo sie sich gerade befand.“ Ähm, natürlich hast du es verstanden. Wie komme ich nur auf die Idee, dass du mich nicht verstehst?“

Bradley atmete auf, als Spike seinen Griff endgültig lockerte und die Fledermaus losließ.

Nun war es an Spike, ein wenig verlegen dreinzuschauen.

„ Du musst mir helfen“ sagte er so leise, dass nur Bradley es hören konnte.

Sein Blick spielte pure Verzweifelung und Sorge um Buffy wieder. Bradley kamen fast die Tränen. So hatte er noch nie einen Vampir erlebt.

„ Ich schau mal, was Janice macht. Sie kann uns sicher helfen. Ich bin auch gleich wieder da, versprochen.“

Mit diesen Worten ließ er Spike und seine Jägerin allein zurück.

Spike beschloss, auf die Heilungskräfte der Jägerin zu hoffen und redete auf Buffy ein, während er immer wieder über ihr Haar strich und ihre Hand fest drückte.

„ Es tut mir so verdammt leid, Buffy. Aber ich werde alles tun, um dich zu retten, das verspreche ich dir, bei meinem gottverdammten Unleben.“

Er war sich nicht ganz sicher, aber er glaubte, einen Moment gespürt zu haben, dass Buffy seine Hand drückte. Aber vielleicht hatte er sich das ja auch nur eingebildet.

Er nahm das Kakaopäckchen und führte ihr den Strohhalm an die Lippen. Einen Moment lang reagierte sie gar nicht. Dann begann sie tatsächlich zu trinken.

Spike fiel ein Stein vom Herzen, als er hörte, dass ihr Herzschlag kräftiger wurde.

Ihre Wangen bekamen einen rosigen Schimmer und als sie aufhörte, zu trinken, hustete sie ein wenig.

„ So schnell kriegt dich keiner klein, was Jägerin?“

Spike war heilfroh, dass sie eine Reaktion gezeigt hatte und wollte sich zur Feier des Tages erst mal eine Zigarette rauchen.


„ Nimmst du wohl den Stengel aus dem Hals?“ Schnauzte es plötzlich hinter ihm, Der Vampir zuckte zusammen und die Zigarette fiel in eine kleine Pfütze am Höhlenausgang.

Fuck!“ Konnte denn hier niemand anklopfen?

Er drehte sich um und hinter ihm stand Janice mit einer alten Frau.

„ Na, da hat deine neue Jägerin sich ja einen tollen Mann ausgesucht.“ Die alte Frau sah Spike böse an und beugte sich zu Buffy herunter.

Sie legte der Jägerin eine Hand auf die Stirn und murmelte ein paar unverständliche Formeln.

Ein Lichtstrahl traf Buffys Kopf und sie stöhnte leise.

„ Hey, was zur Hölle wird das?“

Spike runzelte die Stirn und sah zu Janice herüber.

„ Das ist meine Mutter.“ Antwortete Janice etwas beschämt „ sie ist eine gute Hexe und wird sie heilen. Wir können ihr vertrauen.“

Spike wollte hier niemandem mehr vertrauen. Eigentlich würde er jetzt sogar lieber mit den Scoobies vor der Glotze sitzen und Das Glücksrad sehen, als hier fest zu sitzen.

Notfalls würde er sogar mit dem Pappschädel Xander sein Popcorn teilen.

Die alte Frau stand auf und sah Spike an.

„ Du hast ihr viel Energie genommen, aber sie ist sehr Stark. Sie wird bald wieder aufwachen, dann gib ihr dies.“

Sie hielt ihm ein Säckchen mit Kräutern hin und Spike nahm es, mit einem kritischen Blick darauf, an.

Janice lächelte Spike an. „ Zwei Prüfungen habt ihr bestanden. Der Weg ist nicht mehr weit.“

„ Prüfungen? Häh?“

Doch Janice hatte bereits die Hand ihrer Mutter genommen und war verschwunden.

Erschaffer, sprechende Fledermäuse, Dimensionen, Prüfungen…Er hatte die Nase langsam gestrichen voll von diesen ganzen mystischen Abgründen, die sich da vor ihm auftaten. Hoffentlich hatte dieser ganze Firlefanz bald ein Ende. Im Moment wünschte er sich nichts sehnlicher, als mit seiner Jägerin in der alten Villa vor der Glotze zu hängen und ein Bierchen zu schlürfen, so, wie es jeder Vampir tat. Gut, nicht jeder Vampir würde mit der Jägerin zusammensein wollen. Und die Meisten Vampire tranken auch kein Bier oder hingen vor der Glotze. Genaugenommen benahm er sich seit einiger Zeit nur noch selten, wie ein richtiger Vampir, aber wer wollte schon sein, wie alle Anderen, das war nicht sein Stil.

Und ganz nebenbei, welcher Vampir hatte schon das Glück, fast regelmäßig Jägerinnenblut zu trinken zu bekommen? Und das sogar freiwillig.

Ungeduldig fummelte er die letzte Marlboro aus der Schachtel in seiner Manteltasche.

Er steckte sie zwischen die Lippen und wollte sie gerade anstecken, als sich vor ihm eine Art Strudel öffnete.


Spike fragte sich, ob ihm irgendeine höhere Macht das Rauchen abgewöhnen wollte, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies ein Weg aus der Dimension heraus war, erschien ihm dann doch um einiges höher.

„Scheiß drauf!“ murmelte er, hob Buffy auf seine Arme und trat in den Strudel.