Site hosted by Angelfire.com: Build your free website today!
Titel: A new Dimension

Titel: A new Dimension
Altersfreigabe: 18
Teil: 3
Spoiler: nein - eigenes Raum-Zeit Kontinuum
Inhalt: lasst euch überraschen
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Buffy/ Spike
Disclaimer: Alle Rechte am Buffyversum hat Joss Whedon , aber Bradley gehört mir ;-))
Kommentar: Wie immer vielen Dank für euer tolles Feedback. Ich sitze jedes Mal vorm PC und warte auf eure Kommentare. Und jedes Mal wenn ein neues dazu kommt, grinse ich wie ein Honigkuchenpferd, schrecklich, was ihr mit mir anstellt ;-))


 

 

„ Komm, lass uns nach einer Bleibe und was zu futtern suchen, bevor ich dich noch anknabbere.“

Spike hatte anscheinend den gleichen Gedanken gehabt und zog sie hoch.

„ Äh, was willst du denn essen? Ich hab noch kein Tier hier gesehen. Und Menschen auch nicht.“

Spike lief einen Schritt schneller. „ Eben . Ich auch nicht . Und da hier ja schon mehrere gelandet sind, wird es ja wohl irgendwo eine Siedlung oder so was geben, es sei denn, hier gibt´s auch noch Brunnen mit Blut gefüllt und Essen auf Bäumen. Wäre keine Überraschung mehr für mich.“

Buffy musste grinsen. Sie fand diese Vorstellung sehr angenehm.

Wenn sie jetzt auch noch fliegende Badezimmer und französische Betten dazu kämen…

Sie mussten wohl schon Stunden gelaufen sein, das teilten Buffys Füße ihr jedenfalls mit, als sie in der Ferne mehrere Häuser an einem Strand sahen.

  Spike ? Siehst du auch, was ich sehe?“

Sie liefen einen Schritt schneller und Spike leckte sich die Lippen. „ Sieht nach Futter aus. Oder was sagst du?“

Buffy schluckte einen Kommentar über ihren eigentlichen Job herunter, da sie ja schließlich aus freien Stücken mit ihm hier war und hoffte, dass es dort so was wie eine Blutbank gab, damit Spike nicht den nächstbesten armen Schlucker für seine persönliche Blutentnahme missbrauchen würde.

Die kleinen Steinhütten an diesem traumhaften Sandstrand erinnerten Buffy an alte Filme, in denen Mädchen mit Bastbikini von muskulösen, braungebrannten Kämpfern beschützt wurden, wenn irgendwelche Fabelmonster angriffen.

Und plötzlich hatte sie diese Vision von Spike im Lendenschurz, wie er….

Buffy? Was meinst du, sollen wir uns erst umsehen oder direkt irgendwo anklopfen?“

Buffy fluchte innerlich, dass ihre Phantasie so gemein zerstört worden war.

Und als sie Spike gerade antworten wollte, kam jemand auf sie zu.

„ Willkommen im Niemandsland! Ich habe schon gehört, dass ihr kommt. Ihr wollt euch sicher ein wenig ausruhen und etwas essen. Folgt mir.“

Buffy und Spike sahen sich zweifelnd an, machten aber dann doch Anstalten, dem Mann, der in Jeans und Holzfällerhemd vor ihnen her lief, zu folgen.

„Äh, mit dem Essen ist das so eine Sache…“ wollte Spike protestieren, doch der Mann fiel ihnen ins Wort.

„ Macht euch darüber keine Gedanken. Hier gibt´s für jeden was. Auch für Wesen der Nacht. Ich bin übrigens Jason.“

„ Oh, na gut.“ Darauf wusste Spike nichts mehr zu sagen und nahm vorsichtshalber Buffys Hand. Wer wusste schon, ob der Typ nicht versuchen würde, seine Lieblingsjägerin zu Vampirfutter zu verarbeiten.

Und wenn jemand von ihr naschte, dann war er das. Und dann auch nur so viel, dass es keine Folgen haben würde. Er wusste ja selbst nicht, warum, aber er hatte seinen Jagdinstinkt in punkto Jägerin definitiv verloren.

Buffy ging etwas ganz anderes durch den Kopf. Irgendwo her kannte sie den Namen Jason. Und sie verband nichts Gutes damit. Aber sie kam einfach nicht darauf, Jason… Jason…. Jason! Dieser Horrorfilm mit dem Killer, der immer wieder kam. Der mit der Hockeymaske !

Buffy wurde eiskalt. Natürlich war das nur ein Film, aber wer wusste schon, was in diesem komischen Niemandsland noch so alles passieren würde.

Sie drückte Spikes hand und hoffte, dass ihr Lieblingsvampir gut auf sie aufpassen würde.

Seit er sie gefangen genommen hatte, hatte sie diese seltsame Anziehungskraft gespürt und das Gefühl, einfach bei ihm sein zu müssen. Sie wusste mittlerweile sogar, dass er tatsächlich stärker war als sie und die Tatsache, dass er sie nicht getötet hatte, gab ihr das Gefühl, ihm etwas zu bedeuten.

Jason führte sie zu dem größten Gebäude der Siedlung und öffnete die Tür.

Er betrat vor ihnen das Haus und bat sie hinein.

Der Geruch von gebratenem Fleisch und frisch gebackenem Brot hing in der Luft. Buffy spürte, wie ihr Magen sich meldete und das Wasser ihr im Mund zusammenlief.

Dann sah sie in der Ecke des Raumes einen für zwei Personen gedeckten Tisch und konnte nicht anders, als sich daran zu setzen.

Spike gesellte sich dazu und beobachtete, wie Buffy sich den Teller mit reichlich Essen belud.

Jason, der kurz im Nebenraum verschwunden war, kam mit einer Kanne zurück und füllte Spike einen Becher mit dem Inhalt.

Misstrauisch roch er daran und stellte fest, dass es tatsächlich Menschenblut war. Auch der Probeschluck, den er davon nahm, bestätigte ihn in seiner Vermutung.

Gierig trank er gleich drei Becher nacheinander. Zufrieden rieb er sich den Bauch, als Jason ihn ansprach. „ Gut, nicht wahr? Unsere Köchin hat lange an dem Rezept gearbeitet. Aber jetzt hat sie das Schweineblut tatsächlich so verfeinert, dass jeder Vampir es für Menschenblut hält.“

„ Schweineblut? Verfluchte Hölle! Ich bin William der blutige und habe Schweineblut getrunken! Welche Schande. Gut, dass mich hier keiner kennt.“Nicht gespeichertes Projekt

Buffy hatte mittlerweile ihre dritte Portion vertilgt und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Um die Situation aufzulockern und zu verhindern, dass Jason gleich seine Hockeymaske hervor holte und mit William dem blutigen um das Leben der Köchin kämpfte, legte Buffy Spike beruhigend die Hand auf den Arm und forderte ihn auf, mit ihr bei einem Strandspaziergang den Sonnenuntergang zu beobachten.

„ Sag mal Jason, du weißt nicht zufällig, wo wir heute Nacht schlafen können? Ich hab das Gefühl, schon ewig nicht geschlafen zu haben...“

„ Doch, ihr hab sicher die Hütte mit den runden Fenstern, gleich neben dem Brunnen gesehen. Dort wohnt zurzeit niemand. Da könnt ihr vorerst bleiben“

Buffy lächelte Jason dankbar an und zog Spike nach draußen.

Eilig zog sie ihn Richtung Meer.

Am Strand angekommen zog sie ihre Schuhe aus und lief barfuss durch den warmen Sand. Die Sonne begann, sich am Horizont rötlich zu verfärben und spiegelte sich auf der Wasseroberfläche.

Spike hatte dieses Bild schon ein ganzes Unleben nicht gesehen und blieb fasziniert hinter Buffy stehen.

Die Jägerin setzte sich in den Sand und zog Spike zu sich herunter.

Dem fehlten wohl die Worte. Er saß neben Buffy, hielt ihre Hand und starrte auf das Bild, das sich ihm bot.

Buffy fühlte bei seinem Anblick wieder dieses Kribbeln in der Magengegend und legte sich auf seinen Oberschenkel.

Automatisch begann Spike die weichen Haare seiner Jägerin zu streicheln und ihren Nacken zu kraulen.

Als die Sonne begann endgültig im Meer zu versinken setzte Buffy sich auf und sah Spike an. Er erwiderte ihren Blick und Buffy sah so viele Gefühle darin, die sie bei einem Vampir nie vermutet hätte. Einen kleinen Moment lang glaubte sie, so etwas wie Liebe darin zu sehen und konnte nicht anders, als ihn zu küssen.

Schnell wurde der Kuss leidenschaftlicher und Buffys Hände wanderten unter sein T- Shirt, um es ihm über den Kopf zu ziehen.

Spike tat es Buffy gleich und stellte zu seiner Freude fest, dass sie keinen Bh trug. So knieten sie dann voreinander und begannen den Oberkörper des Anderen zu berühren und erforschen. Nach kurzer Zeit folgte auch der Rest der Kleidung ihren T- Shirts.

Spikes Hände schienen gleichzeitig überall auf ihrem erregten Körper zu sein und Buffy hatte das Gefühl, dass der Sand, der an ihnen klebte, seine Berührungen( falls das überhaupt noch möglich war) noch intensiver auf sie wirken ließ. Er leckte und saugte an ihren Brustwarzen während sie seinen knackigen Hintern massierte.

Buffy stöhnte auf, während sie Spikes Kopf zu sich zog, um seine Zunge zu einem Duell mit der ihren aufzufordern. Am Strand schien Flut zu sein, denn plötzlich spürten sie, wie das Wasser, dass vorhin noch ein Stück von ihnen entfernt war, über ihre Waden spülte.

Doch das hielt Spike nicht davon ab, seine Lippen an Buffys Körper herunter wandern zu lassen und mit seiner Zunge Dinge zu tun, die nach Buffys Meinung nach, sicher bald das Meer verdunsten lassen würden.

So sehr glühte ihr Unterleib von seinen Brührungen.

Die Wellen hatten mittlerweile ihren weg bis zu Buffys Brust gefunden, so dass Spike seine Zungenspielchen zu Buffys Bedauern unterbrach und sich wieder mit ihren Brustwarzen befasste.

Sie spürte seine Erregung an ihrem Oberschenkel und sah ihm tief in die Augen. Gleichzeitig mit einer Welle, die über ihren Körper spülte, drang er in sie ein und hielt einen Moment inne. Er hätte sonst völlig die Kontrolle verloren, denn auch er war von diesen Gefühlen so überwältigt, wie er es noch nie gewesen war.

Langsam begann er, sich in ihr zu bewegen und ließ sich vom Meer das Tempo vorgeben.

Buffy fragte sich, warum ausgerechnet er ihr diese Gefühle geben konnte und klammerte sich noch enger an ihn.

Und als eine besonders hohe Welle sie überflutete, spürten beide, wie ihr Höhepunkt in Wellen von Glücksgefühlen durch ihren Körper jagte. So, dass sie sich einander näher fühlten, als sie es je anderen gewesen waren.

So schnell wollten sie sich nicht voneinander trennen. Doch leider fehlte dem Wasser die Wärmende Sonne, so dass Buffy sich wiederwillig von Spike löste und mit ihm gemeinsam ihre Klamotten einsammelte, um dann in Richtung Hütte zu spazieren und dort ein bisschen zu schlafen.

 

Doch zum schlafen kamen sie nicht. Sie liebten sich immer wieder, bis am nächsten Morgen die Sonne hoch am Himmel stand und schliefen dann irgendwann friedlich ein.

Buffy schreckte hoch, als es an der Tür klopfte.

Buffy, Spike? Schlaft ihr immer noch?“

Buffy sprang auf und wollte gerade die Tür öffnen, als ihr bewusst wurde, dass sie völlig nackt war. Schnell lief sie zum Bett und wickelte sich die Decke um den Körper.

Da Spike ebenfalls nichts an hatte, bedeckte sie seine Männlichkeit mit ihrem Kopfkissen und öffnete die Tür.

„ Äh, hallo! Ich hab dich grade erst gehört. Was gibt`s?“ begrüßte sie Jason verlegen.

„Ich wollte euch nur mitteilen, dass ihr euch heute Abend mit dem Erschaffer dieser Dimension unterhalten könnt. Er ist hier, um euch zu begrüßen. Und wenn ihr dann immer noch hier weg wollt, wird er euch den Weg weisen.“

Buffy sah ihn überrascht an. „ Oh, tatsächlich? Ich schätze, wir sind gleich da.“

Sie warf die Tür zu und wollte im Eiltempo in ihre Klamotten springen, als Spike sie festhielt.

Er war wohl inzwischen aufgewacht und sah sie kritisch an.

Was ist hier los? Was wollte dieser Jason so wichtiges von uns?“

Buffy sah ihn überrascht an und setzte sich auf das Bett. „Oh, ja. Er hat gesagt, dass heute Abend dieser Typ da ist, der das hier gemacht hat und der kann uns auch wieder hier rausholen, wenn wir wollen.“

„ Und? Wollen wir?“ Spike sah Buffy direkt in die Augen und Buffy fragte sich, wie sie mit diesem Bauchkribbeln und den Schweißausbrüchen wohl eine richtige Entscheidung treffen sollte.

Also entschloss sie sich für die Verzögerungstaktik. „ Ich denke, wir sollten uns erst mal anhören, was dieser Kerl uns zu erzählen hat.“

Spike dachte einen Moment nach und nickte ihr zu. Dann hatte er wenigstens auch noch etwas Zeit um nachzudenken.

Schließlich ging es hier um die Frage, ob er wie ein Mensch weiterhin im Tageslicht leben wollte und Schweineblut trank, oder ob er wieder in die Nacht zurückkehren und Jagen würde.

Mensch oder Vampir, er hatte die Wahl.

Eigentlich war er gern ein Vampir. Er mochte das Wilde und anarchistische. Nimm dir, was du haben willst. Das war immer sein Motto gewesen. Bis er Buffy zum ersten Mal gesehen hatte. Er hatte in der Ecke gestanden und die wohl schönste Frau seines Unlebens gesehen. Ihre Ausstrahlung nahm ihn sofort gefangen. Damals dachte er noch, er wollte sie töten, denn schließlich war sie ja die Jägerin.

Aber als er sie in der Villa die Treppe hoch getragen hatte und sie dort auf das Bett legte, hatte er zum ersten Mal gespürt, dass er ihr nie etwas antun könnte. Es war etwas zwischen ihnen.

Am Anfang hatte er noch versucht, diese Gefühle zu verdängen, weil er ja nur die Jägerin vögeln wollte, aber er wusste tief in seinem Inneren, dass das eine Ausrede war.

Auch Buffy hing ihren Gedanken nach. Wenn sie hier blieben, würde sie ihre Freunde und ihre Familie je wieder sehen? Könnte sie jemals Kontakt zu ihnen aufnehmen?

Und was war mit Spike? Wollte er wirklich bei ihr bleiben? Ein Vampir bei der Jägerin? Oder hatte er nur Lust auf ein Abenteuer? Sie wollte ihn schon bei ihrem ersten Kampf. Seine Wildheit und seine Kraft, die ihr ebenbürtig waren, hatten am Anfang nur einen sexuellen Reiz für sie gehabt, aber als er begonnen hatte, sie in seiner Villa zu umsorgen, war ihr Widerstand schnell geschmolzen und sie konnte der Versuchung nicht widerstehen.

 Ob sie wirklich vom Schicksal für einander bestimmt waren und deshalb hier gelandet waren?

 

Eine laute Glocke riss Buffy aus ihren Gedanken.

„ Sieht so aus, als ob der große Meister ruft. Bist du fertig, Kleines?“ Spike lächelte schwach und sah sie auffordernd an.

„ Ja, ich bin fertig. Aber wenn du mich noch einmal Kleines nennst, nenn ich ganz was Anderes hier Kleines. Und ob dir das so gut gefällt…“ erwiderte sie keck und überspielte mehr schlecht als recht ihr flaues Gefühl im Magen.

Spike hielt ihr grinsend die Tür auf und gemeinsam liefen sie zu der großen Hütte, in der sie am Abend zuvor gegessen hatten.

Sie schauten vorsichtig zur Tür hinein und sondierten die Lage.

Um den Kamin herum waren Bänke aufgestellt worden, auf denen sich ca. zwanzig Pärchen niedergelassen hatten. Alle schienen sich gut zu verstehen, obwohl sowohl Menschen, als auch Dämonen unter ihnen waren.

Buffy nahm automatisch Spikes Hand und drückte sie. Irgendwie war ihr die Situation unheimlich.

Jason betrat hinter ihnen den Raum und begrüßte sie herzlich. „ Hallo, ihr zwei. Na, habt ihr euch schon vorgestellt?“

„ Bin ich hier bei den Anonymen Alkoholikern oder wie?“ antwortete Spike patzig.

Wenn dieser Typ davon ausging, dass er mit einem lockeren Hallo, ich bin William der Blutige und habe ein Problem. Ich hab mich in die Jägerin verliebt! hier reinmarschieren würde, hatte er sich geschnitten. Außerdem sollte doch nur dieser komische Erschaffer hier sein.

Buffy war diese Situation ebenfalls unangenehm. Sollte sie etwa jedem hier auf die Nase binden, dass sie die Jägerin war und einen Vampir liebte? Das ging hier jawohl niemanden etwas an.

 

Also suchten sie sich möglichst unauffällig ein freies Plätzchen und warteten ab, was passierte.

Wenige Minuten später war Buffy gerade damit beschäftigt, ein Vampir- Mensch Pärchen zu beobachten, dass in einer Ecke des Raumes saß. Er hielt ihr einen Becher mit Blut hin und sie schlürfte den Inhalt aus einem Strohhalm

 

„Der Anblick sagt dir zu, was?“ Ein alter Mann, der ihr gegenüber saß, lächelte sie freundlich an.

Buffy nickt schüchtern und zupfte Spike am Ärmel, der sich jetzt schon den fünften Becher Schweineblut gönnte.

Er drehte sich zu ihr um und wischte sich einen Tropfen Blut aus dem Mundwinkel.

„ Hm? Was ist denn?“

„ Nichts.“ Erwiderte sie und lehnte sich an seine Schulter. Doch der Alte Mann beobachtete sie weiter. „ Du bist die Jägerin, richtig? Buffy nickte wieder und fragte sich, was dieser alte Mann bloß von ihr wollte.

„ Sag mal...“ sprach Spike den alten Mann an, „… hier sollte der Typ sein, der sich das alles hier ausgedacht hat, hast du `ne Ahnung, wann der hier angetapert kommen soll?“

„ Wieso, wisst ihr denn schon, was euch erwartet?“ Der alte Mann sah das ungleiche Paar vor ihm eindringlich an und Buffy fragte sich, ob hier wohl alles mit rechten Dingen zuging.

Auch Spike fragte sich, warum er das Gefühl hatte, dass der Opa nicht das war, was er zu sein schien.

Trotzdem antwortete er. „ Wir sollen uns mit dem Typen unterhalten und dann entscheiden, ob wir gehen oder bleiben wollen.“

„ Und? Schon entschieden?“ Fragte der Mann weiter.

„ Nein.“ Erwiderte Buffy und sah Spike erwartungsvoll an. Dieser schüttelte ebenfalls den Kopf und nahm Buffy in den Arm.

„ Wie seid ihr denn hergekommen, wenn ich fragen darf. Und weshalb glaubt ihr, seid ihr hier gelandet?“

Buffy dachte kurz nach.

Also hierher gekommen sind wir durch einen Wirbelsturm, der unser Auto mitgerissen hat, aber warum….“

„ Der Wirbelsturm hat übrigens auch mein Lieblingsauto restlos zerstört“ warf Spike vorwurfsvoll von der Seite ein und erzählte für Buffy weiter.

„ Und dann kam dies flatternde Fledervieh und hat uns verklickert, wir wären vom Schicksal hier her geschickt worden. Ja. Und nun sitzen wir hier.“

„ Und wieso wart ihr überhaupt zusammen unterwegs? Ich meine Vampir und Jägerin. Das ist schon eine seltsame Konstellation.“ Der alte Mann zog die Augenbrauen kritisch hoch und schien auf eine Antwort zu warten.

Buffy zögerte kurz, beschloss dann aber ehrlich zu antworten.

„ Am Anfang wollte ich ihn töten, weil ich die Jägerin bin und meinen Job machen muss, aber als er mich dann in seinem Haus gefangen genommen hatte, wurde mir klar, dass ich mich wahnsinnig von ihm angezogen fühle.

Und nun bin ich hier und bereit mit ihm zu leben.“

In genau diesem Moment war ihr mulmig geworden. Sie hatte ihm durch die Blume gesagt, dass sie ihn liebte. Gespannt wartete sie auf seine Antwort.

Er verspannte sich merklich und Buffy wurde schlecht.

„Hm…“Er würde doch jetzt nicht vor allen Leuten zugeben, dass William der Blutige momentan eher William der schmusige war. Jedenfalls was seine Jägerin betraf.

Naja, ich bin hier. Und sie ist noch nicht blutleer. Reicht das?“ Versuchte er sich aus der Affäre zu ziehen.

Buffy war doch etwas enttäuscht, aber da sie gemerkt hatte, wie nervös er war, beschloss sie, ihm diesen Faus Pas ausnahmsweise zu vergeben. Er könnte diesen Fehler heute Nacht wieder gut machen, indem er….Gott, seit sie diesen Vampir zum ersten mal vernascht hatte, konnte sie kaum noch klar denken, sobald er bei ihr war. Und was mit ihr passierte, wenn sie nicht in seiner Nähe war, hatte sie ja gesehen, als sie in Sunnydale zu Giles und ihren Freunden zurückgegangen war.

 

Sunnydale, Rovello Drive, 1630 – Einige Stunden nach Buffys Flucht

 

Die Haustür öffnete sich und Giles, Xander, Cordy und Willow betraten hintereinander das Haus.

„ Und du bist sicher, dass dort Dämonen waren?“ fragte Xander sie nun zum fünften Mal.

Ähm, klar! Große, schleimige Dämonen…mit ekligen Tentakeln.“ Cordy hoffte, dass die Anderen ihr diese Lüge noch ein Weilchen abkaufen würden. Sonst bekäme sie wohl nie den Versace Seidenschal von Buffy aus New York, den sie ihr versprochen hatte. Sie wollte mit einem Wahnsinnstypen durchbrennen und brauchte Jemanden, der die Scoobies ablenkt, damit sie ohne großes Aufsehen das Haus und die Stadt verlassen konnte.

Doch Cordy hatte das unbestimmte Gefühl, dass sie langsam aber sicher aufflog. Vor allem, weil nicht ein Dämon auch nur in der Nähe dieser Kirche zu finden war.

Giles stand an der Treppe und rief Buffy nun schon zum dritten Mal. „ Buffy? Ist alles in Ordnung?“

Totenstille.

Buuuffyyyy!“

Auch Xander wurde langsam misstrauisch, als von oben ein seltsames Geräusch kam.

„ Hört sich an, als ob sich oben ein Vogel ins Haus verirrt hätte.“ Vermutete Willow.

„ Gehen wir doch nach oben und sehen nach“ beschloss Giles und schnappte sich vorsichtshalber noch die Armbrust, die immer im Flur bereitlag.

Im Gänsemarsch schlichen vier verängstigte Scoobies die Treppe hoch.

Da flatterte eine große Fledermaus über ihre Köpfe hinweg und kicherte amüsiert.

Ahhh, Dracula! Ich wusste, es gibt ihn! Ich habe es immer gewusst. Und jetzt vernichtet er uns alle.“

„Xander, beruhige dich, das ist nur eine Fledermaus. Sie wird dir sicher nichts tun.“ Versuchte Giles die hysterische Cordelia zu beruhigen.

„ Außerdem würde Dracula nicht so dämlich kichern“ fügte Cordelia leise hinzu.

„ Das hab ich gehört!“

„ Na toll, jetzt spricht das Biest auch noch, Und was hast du uns zu sagen, du kleiner Möchtegernblutsauger?“

„ Also erstens ist mein Name Bradley und zweitens bin ich eine vegetarische Fledermaus. Und drittens habe ich eine Nachricht für euch.“

„ Eine Nachricht? Für uns? Von wem?“ Xanders Neugier hatte wohl seine Angst besiegt und er kroch hinter den Mänteln an der Garderobe, die er als Deckung benutzt hatte, hervor.

„ Von wem darf ich euch leider nicht sagen. Nur, dass es eure Freundin die Jägerin betrifft.“

Cordy wurde langsam ungeduldig. „ Und was sollst du uns bitteschön sagen? Sie hat hier übrigens noch ne Rechnung offen!“

Sie würde um nichts auf der Welt auf ihren Versace Schal verzichten.

„ Ich soll dem Wächter mitteilen, dass seine Jägerin vor DER Entscheidung steht. Jede Auserwählte muss sie treffen. Irgendwann in ihrem Leben. Und nun ist ihre Zeit gekommen.“

 Giles putzte nervös seine Brille und blinzelte Bradley verwirrt an.

„ Und warum wie? Ich nichts von dieser Sache?“

Haach, also ihr seid ja der dümmste Hilfsverein, den eine Jägerin je gehabt hat. Aber dein Shirt ist cool, süße!“

Cordelia lächelte verlegen und sah sich zu Xander um. „ Siehst du, selbst eine Fledermaus hat mehr Stil als du!“

Xander öffnete den Mund um etwas zu entgegnen, doch in diesem Moment flog Bradley los. Kaum war er aus dem Fenster geflogen, hatte er sich auch schon in Luft aufgelöst.

Verwirrt starrten die Scoobies auf die Stelle, an der sich eigentlich eine Fledermaus hätte aufhalten müssen.

 

- eine Dimension weiter-

 

„ Na gut“ Spike hatte mittlerweile wirklich keine Lust mehr, sich von diesem Greis ausfragen zu lassen.

„ Und wann tritt dieser sogenannte Erschaffer auf und verklickert uns, was genau hier abgeht? Das weißt du doch sicher, Opa!“

Buffy legte ihm eine Hand auf sein Bein, in der Hoffnung, er würde sich etwas beruhigen, aber eigentlich rechnete sie nicht damit, Erfolg zu haben.

Doch plötzlich öffnete sich unter der Decke eine Art Wurmloch und Bradley kam hindurch geflogen.

„ Na, ihr habt ja vielleicht Freunde. Einer versteckt sich hinter Mänteln, einer putzt sich ständig die Brille und die brünette sollte einen Spiegel um den Kopf binden, so eitel wie die ist.“

Bradley setzte sich auf die Schulter des alten Mannes und schnaufte lautstark.

Der alte Mann grinste und nahm ein Stück Paprika von einem Teller und fütterte die Fledermaus damit.

 

Jetzt hatte Buffy genug. „ Ich weiß, ich bin nicht gerade ein Schnellmerker. Aber könnte jetzt bitte jemand der Jägerin sagen, was zur verfluchten Hölle hier los ist?“

Spike sah Buffy an und hob eine Augenbraue. Die Jägerin musste ziemlich sauer sein, wenn sie so fluchte….

Auch der alte Mann schien überrascht zu sein. So aufbrausend hatte er hier noch keine Jägerin erlebt.

 

„ Dann sollt ihr nun erfahren, warum ihr heute Abend hier seid.“ Begann er. „ Ihr wisst ja beide, dass es sowohl Jägerinnen als auch Vampire schob vom Anfang der Menschheit an gegeben hat Und immer war sich die Jägerin bewusst, dass es Dinge wie Beziehung und Familie für sie nie oder nur schwer geben konnte.

Doch vor ca. 800 Jahren verliebte sich eine Jägerin unsterblich. Die Liebe zu dem Mann war ihr wichtiger als alles Andere.

Sie ging zu einem Hexer und klagte ihm ihr Leid.

Dieser hatte großes Mitleid mit ihr, weil auch er den Kampf mit bösen Mächten kannte und seine Frau im Kampf gegen einen Dämon verloren hatte.

Also rief er die Göttin Lamexa und bat sie um Hilfe für die Jägerin. Doch sie hatte kein Verständnis für ihn und schickte ihn vor Wut über seine unverschämte Bitte in eine völlig leere Dimension.

Doch der Hexer nutzte seine Macht um die Dimension lebenswert zu machen und holte jede Jägerin, die den Wunsch hatte mit ihrer Liebe in Friedern zu leben, hierher. Dann wurde sie vor eine Wahl gestellt.

Liebe oder Schicksal.

Das heißt, sie konnte bleiben und ihre Berufung an die nächste Jägerin weitergeben, oder sie musste in ihr gefährliches Leben zurückkehren und Gefahr laufen, ihre Liebe zu verlieren.“

Buffy atmete tief durch. Sie musste das alles erst einmal verstehen und darüber nachdenken, bevor sie sich entscheiden konnte.

Aber Spike hatte wohl noch nicht genug erfahren.

„ Das klingt ja ganz toll, aber warum sind hier auch andere Dämonenpaare und vor allem auch Vampirfrauen? Und warum können Vampire hier in der Sonne leben?“

„ Na ja, bevor der Hexer starb, hat er einen Nachfolger gesucht, der bin ich. Und ich bin ein Vampir, der sich in eine Jägerin verliebt hatte. Also musste er die Atmosphäre für mich erträglich machen.

Und mit der Zeit kamen immer mehr Jägerinnen mit vampirischen Geliebten.

Da kam ich auf die Idee, auch anderen Menschen, die einen Dämon lieben, die Chance für ein friedliches Leben zu geben. Und das, was ihr hier seht, ist das Ergebnis meiner Zufluchtsdimension.“

 

Darauf wusste nun keiner von beiden mehr etwas zu sagen, also sagte der alte Mann zu ihnen:

„ Am besten, ihr schlaft noch eine oder zwei Nächte darüber und teilt mir dann eure Entscheidung mit.“

Der alte Mann stand auf und ging weg. Buffy sah ihm hinterher, doch er war bereits nach wenigen Schritten gemeinsam mit Bradley verschwunden.

Spike sah sich noch einmal alles und jeden in diesem Raum genau an und verließ mit Buffy die Hütte.