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Altersfreigabe: 18

Teil: 2

Spoiler: nein. Wie immer meine eigene Raum Zeit Einteilung

Inhalt: Lasst euch überraschen!

Hauptcharakter(e)/Paar(e): Buffy/Spike

Disclaimer: Alles gehört Joss Whedon und mir mal sehen...nix!

 

  

Spike hatte mittlerweile gegessen und war überrascht über sich selbst.

Er hatte von der Frau, die er am Waldrand gefunden hatte, gerade soviel getrunken, dass er halbwegs satt war. Ihr Blut schmeckte im Gegensatz zu dem einer Jägerin wie Wasser.

Er spülte mit einem Schluck aus einer Flasche Rotwein nach, die er seinem Opfer abgenommen hatte und nahm sich vor, beim nächsten Mal keine Gnade mehr walten zu lassen, bevor es noch zur Gewohnheit würde.

Schon von weitem sah er in seiner Villa Licht brennen. Spike fragte sich, ob Clem sich vielleicht doch getraut hatte, schneller zurück zu kommen, als er erwartet hatte.

Doch nach einigen Metern roch er es. Falsch. Genaugenommen roch er sie. Ihr Geruch konnte sich nicht die ganze Nacht über gehalten haben, also musste sie zurückgekommen sein.

Die Frage, die er sich stellte war, weshalb sie in der Villa war. Einerseits kam die Hoffnung in ihm hoch, dass sie wegen ihm gekommen war. Um mit ihm zusammen zu sein, aber sie war die Jägerin.

Es war ihre Bestimmung, ihn zu töten, also bereitete er sich auf einen Kampf vor.

Er war sich nicht sicher, ob er sie töten konnte, nach dem, was zwischen ihnen gewesen war, aber wenn er jetzt flüchtete, würde er nie wissen, ob sie nicht doch aus einem anderen Grund gekommen war.

Also nahm er all seinen Mut zusammen und schritt, auf alles vorbereitet, durch die Tür.

Er inspizierte vorsichtig alle unteren Räume, fand sie jedoch leer vor.

Im selben Moment, hörte er oben Wasser laufen.

Er lief die Treppen hoch und ging auf direktem Weg ins Bad. Seine Jägerin stand am Waschbecken und hielt ihren Finger unter Wasser.

Spike näherte sich vorsichtig und sprach sie möglichst leise an.

„Hey, hast du versucht, meine Wohnung mit Bildern zu verschönern? Oder hast du dir beim Pflock schnitzen weh getan?“

Er konnte den leicht sarkastischen Unterton in seiner Stimme einfach nicht unterdrücken, also wartete er auf eine dementsprechende Reaktion.

„Ich hab mir den Finger beim Aufheben DEINER blöden Scherben geschnitten, als ich auf DICH gewartet habe, also lass gefälligst diese dämlichen Sprüche!“

Spike wusste darauf nun wirklich nichts mehr zu sagen und holte ohne ein Wort Pflaster und Jod aus dem Schrank.

„Du hast Jod???“

„Meinst du, ich will mir ne Blutvergiftung holen? Wenn das passiert, krieg ich so hässliche Flecken und das muss nun wirklich nicht sein.“

Er nahm ihren Finger, trocknete ihn ab und leckte das restliche Blut ab. Gut, vielleicht hatte er auch ein bisschen dran gesaugt, aber Buffy störte das nicht im Geringsten.

Er tupfte brav Jod darauf und ignorierte die vulgären Flüche und Drohungen der Jägerin, die angeblich lieber 100 Dämonen killte, als einen Tropfen Jod auf ihrer Wunde spüren zu müssen und verpflasterte sie nach Lehrbuch.

Da das Jod endlich aufhörte zu brennen, konnte Buffy endlich einen klaren Gedanken fassen.

Sie ließ sich von Spike ins Zimmer nebenan führen, wo sie ihre Tasche abgestellt hatte. Dann setzte er sich zu ihr und sah sie fragend an. „Also, wie komme ich zu der Ehre?“

„Ich wollte nicht in die Scherben treten und da…“ Gut, sie wusste genau, was er wissen wollte, das sah sie an seinem durchdringenden Blick. Von Giles hatte sie mittlerweile gelernt, dass das Hypnose hieß und nicht Hypotenuse. Aber das war jetzt egal. „Kann ich bleiben?“

Spike traute seinen Ohren nicht. Das konnte sie jetzt nicht gesagt haben, oder doch?

  „Entschuldige bitte, Liebes, könntest du das bitte wiederholen? Ich habe doch tatsächlich verstanden, du hättest kann ich bleiben gesagt, aber da hab ich mich doch sicher verhört, oder?“

Buffy sprang erschrocken auf und begann, den Versuch zu starten, sich aus der Affaire zu ziehen.

„Ja, da hast du dich bestimmt verhört. Ich sagte: Kannst du das nicht vereisen? Weil mein Finger so weh tut und da dachte ich...“

Sie hatte gerade bemerkt, dass sie nicht mehr sprach, da befand sie sich auch schon liegend auf dem Bett. Mit Spikes Lippen auf ihren eigenen.

So schlecht fand er die Idee dann wohl eindeutig nicht.

Buffy war sich nicht sicher, ob dieser Kuss einige Minuten oder einige Wochen gedauert hatte, die Zeit war jedenfalls sicher stehen geblieben.

Aber irgendwann lösten sie sich dann doch voneinander.

Buffy war gerade dabei, den Sauerstoffgehalt in ihrem Gehirn wieder zu erhöhen, als sie aus Spikes Richtung hörte: „Nein, das geht nie im Leben gut.“

Buffy war sprachlos und versuchte verzweifelt die Tränen, die ihr in die Augen schießen wollten, dazu zu überreden, den Rückzug anzutreten. Zu Ihrer Überraschung war Spike jedoch noch nicht fertig.

„Wir müssen hier weg. Ich hab keine Lust, von deinem Wächter gepfählt zu werden, weil ich die Jägerin als Geisel genommen habe. Sie ist zwar freiwillig da, aber wen interressiert`s, killen wir Spike!“

Buffy wunderte sich, dass Spike die Steinlawine, die ihr vom Herzen fiel, nicht gehört hatte und wischte sich ihre rebellischen Tränen verstohlen aus den Augenwinkeln.

„Und dann? Ich muß doch noch auf Patroullie gehen und Dämonen …. Du weißt schon.“

Spike zog eine Augenbraue hoch und grinste sie breit an. „Dämonen killen, ich verstehe. Das war dir in letzter Zeit nicht ganz so wichtig, schätze ich.“

Eigentlich wollte sie böse gucken, doch dann musste sie auch grinsen. Er hatte ja Recht, die Dämonenjagd hatte in letzter Zeit nicht grade an erster Stelle gestanden, in ihrem Kalender.

„Ich müsste also weg, ganz weg. Genaugenommen hab ich die Wahl. Meine Freunde oder mein Vampir. Sehe ich das richtig?“

Goldrichtig , Liebes“, antwortete er trocken und gab ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor er sich erhob, um sich ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen. „Pass auf, Süße. Ich geh jetzt Clem suchen, bevor er sich unten in der Kanalisation vor Angst in die Hose macht. Und du hast erst mal genug Zeit, um dir zu überlegen, was du willst.“

Er trank sein Bier aus und zog seinen Mantel über. Dann sprang er mit einem Satz über das Treppengeländer und verschwand in der Falltür.

Nun lag sie da. Sie, die Jägerin, im Haus des blutrünstigsten Vampirs, den sie je getroffen hatte und wusste nicht, was sie tun sollte.

Sie dachte an den Moment, als sie Giles zum ersten Mal begegnet war, an Xander und seine Hassliebe zu Cordelia und natürlich an ihre Mum und Willow.

Sie fragte sich, was Willow jetzt tun würde und da fiel ihr ein Satz ein, den ihre Mum immer zu ihr gesagt hatte, wenn sie nicht weiter wusste.

„Folge deinem Herzen, Schätzchen. Es weist dir immer den richtigen Weg“, hörte sie sie im Geiste sagen.

Und als sie dann auch noch an das Gefühl in ihrem Bauch dachte, das sie in ihrem Zimmer ohne Spike verspürt hatte, so wie Hunger, aber irgendwie kein richtiger Hunger, eher Sehnsucht.

Sie hatte ihre Entscheidung also getroffen. Sie würde mit Spike weggehen und hoffen, dass es das Richtige war.

Er war ein Vampir, klar, aber vielleicht konnte sie ihn ja wenigstens überreden, ihr zu Liebe nicht zu töten, sondern seine Opfer am leben zu lassen. Mehr verlangte sie ja gar nicht. Und vielleicht hatten ihre Freunde ja auch ein bisschen Verständnis für sie.

Also beschloss sie, schon mal für ihr persönliches Reiseproviant zu sorgen und tat, was sie immer gerne tat. Einkaufen!

 

Nach zwei Stunden kam sie mit drei vollen Einkaufstüten zurück und amüsierte sich, über Spike, der sich gerade mit Clem um die Fernbedienung stritt.

„Verfluchte Hölle, ich hab jetzt eine Stunde lang diese Draculaschnulze geguckt und mich über diese billige Vampirimitation geärgert. Ich will jetzt 'The bold and the beautiful' sehen. Ridge heiratet heute Brooke!“

Doch Clem ließ sich nicht beirren. „Dracula ist ein Klassiker! Christopher Lee kann besser beißen, als manch anderer echte Vampir. Und außerdem find ich van Helsing klasse. Der Vampirjäger hat`s echt drauf.“

Buffy fühlte sich ein kleines bisschen von Clem beleidigt, aber da sie gerade mit der Notfallkreditkarte ihres Wächters für ca. 300 Dollar eingekauft hatte, konnte nichts ihre Laune wirklich trüben.

Also schmiss sie sich neben Spike auf das Sofa, schnappte dem vor Schreck erstarrten Clem die Fernbedienung aus der Hand und schaltete den Musiksender ein.

Beide starrten Buffy wortlos an und fügten sich dem Willen der Jägerin.

Nach ca. 5 Minuten eines Blink 182 Specials löste sich Clem aus seiner Starre und verzog sich nach hinten in die Küche, um sich einen Beruhigungstee zu kochen.

Spike hatte währenddessen andere Sachen im Kopf. Er nahm Buffy neben sich auf dem Sofa mit allen Sinnen, die ein Vampir so hatte, wahr und konnte nicht anders, als sie zu sich herüber zu ziehen und sie hart zu küssen.

Im ersten Moment wollte Buffy sich instinktiv wehren.

Doch dann spürte sie dieses Feuer. Es begann tief in ihrem Unterleib zu lodern und breitete sich langsam aus.

Sie konnte nicht anders, als ihm das Hemd vom Körper zu reißen und und an seinem Hals entlang zu küssen und sich bis herunter zu seiner Brustwarze zu arbeiten.

Sie knabberte und leckte daran, bis sie aus seiner Kehle ein wohliges Knurren hörte.

Sie wollte sich weiter zu seinem Bauchnabel fortbewegen, als er sie von sich schob, ihr den Rock hochschob und den Slip von ihrem Körper riss.

Er lag inzwischen auf dem Sofa und sah zu, wie Buffy die Knöpfe seiner Jeans öffnete um ihm die Hose auszuziehen.

Sie sah an ihm herab und leckte sich über die Lippen. Dann setzte sich auf ihn und genoss es, sich Zentimeter für Zentimeter auf ihm niederzulassen.

Sie sah ihn voller Lust an und begann, sich zu bewegen. Zuerst in kreisenden Bewegungen und dann langsam auf und ab.

Spike empfand diese langsamen Bewegungen als eine süße Qual, von der Buffy ihn aber noch lange nicht erlösen wollte.

Er strich an ihren Brüsten entlang und rieb ihre bereits geschwollenen Brustwarzen.

Buffys Atem wurde schneller und sie beschleunigte automatisch ihr Tempo. Doch Spike ließ sie nicht weit kommen. Er hielt sie an der Hüfte fest und gab nun das langsame Tempo vor. Mit der anderen Hand massierte er ihren bereits vor Erregung geschwollenen Kitzler und sah zu, wie sie über ihr zusammenzuckte und heftig kam.

„Sieh mich an“ flüsterte er heiser und fühlte die Sturmflut seiner Erregung ihrem Höhepunkt entgegen treiben, während er ihren lustvollen Blick und ihren zuckenden Körper um sich herum fühlte.

Sie sank auf ihn herunter und hielt sich, heftig keuchend an ihm fest.

„Bleib bei mir“ sagte er und spürte als Antwort nur das Nicken ihres Kopfes.

 

Nach einer Weile ging Buffy duschen und Spike regelte mit Clem, was mit dem Haus passierte, wenn er weg war.

„Gut, du wohnst hier und passt auf, dass sich hier kein Anderer niederlässt, falls wir doch mal zurückkommen sollten. Und Ja, ich melde mich regelmäßig bei dir, versprochen.“

„Und pass auf dich auf, ja? Sie ist immer noch die Jägerin, also leg dich nicht mit ihr an!“

Clem war diese Sache offensichtlich nicht geheuer.

Aber Spike klopfte ihm auf die Schultern und redete beruhigend auf ihn ein.

„Reg dich ab Alter, ich hab ein gutes Gefühl bei der Sache und immerhin hab ich schon zwei Jägerinnen getötet, also mach dir nicht ins Hemd. Wenn Not am Mann ist, muss ich eben kämpfen.“

Den Gedanken schob er aber weit weg, denn das letzte, was er wollte, war ein Kampf mit ihr, er würde in Zukunft lieber andere Sachen mit ihr anstellen.

Da fiel ihm ein, dass sie immer noch duschte. Ein breites Grinsen sprang in sein Gesicht und er nahm drei Stufen auf einmal auf dem Weg nach oben.

Doch leider kam ihm Buffy schon komplett angezogen mit feuchten Haaren aus dem Bad entgegen.

Spike fluchte innerlich und begann, seine Sachen zu packen, damit alles bereit war, falls ihre Vollidiotengang doch noch hier auftauchte.

Danach ging er los, um seinen fahrbaren Untersatz aus der Garage zu holen und noch ein bisschen Blut zu tanken, bevor ihr Trip nach Irgendwo begann.

 

Zwei Stunden später saßen ein Vampir und eine Jägerin in einem vollbepackten schwarzen Flitzer, und verabschiedeten sich von einem, mit einem Stofftaschentuch bewaffneten und in Tränen aufgelösten, faltenübersäten Dämon.

Spike war schon leicht genervt und bevor Buffy gleich auch noch anfing, mit zu flennen, ließ er den Motor an und fuhr mit quietschenden Reifen los.

„Man sieht sich im Leben immer zweimal, Alter!“ rief er Clem noch zu, bevor sie die Auffahrt verließen und Richtung Highway fuhren.

Buffy hatte sich am Türgriff festgekrallt und sagte nichts mehr. Irgendwann teilte sie Spike mit zittriger Stimme mit, dass Menschen etwas verletzlicher seien als Vampire und auch eine Jägerin einen Genickbruch durch Umwickelung eines Baumes nicht überleben würde.

Doch Spike hatte dafür nur ein müdes Lächeln übrig und drehte das Radio voll auf.

Buffy hatte noch für einen kurzen Moment Zweifel, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte, aber diese verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren.

Sie fuhren eine Weile und sahen dann das Ortsausgangsschild von Sunnydale.

Spike sah sie kurz an, um sicher zu gehen, dass sie immer noch mit ihm fahren wollte, und bretterte dann mit Vollgas die Straße entlang.

Plötzlich kam ein Sturm auf und der Himmel verdunkelte sich völlig.

Spike schaltete die Scheinwerfer ein. Doch deren Licht zeigte keine Wirkung. Er bremste und wollte rechts ran fahren, doch im selben Moment hatte er das Gefühl, von der Straße abgekommen zu sein, denn der Wagen hatte keine Bodenhaftung mehr und fiel.

Buffy schrie und Spike drehte verzweifelt am Lenkrad.

Sie mussten schon ziemlich tief gefallen sein, als der Wagen mit einem lauten Scheppern wieder auf festen Boden kam.

Buffy war inzwischen bewusstlos, während Spike versuchte, die Wagentür zu öffnen.

Da der Wagen ziemlich zerstört war, konnte der Vampir die Tür seines Lieblingsgefährts nur mit einem Tritt dagegen öffnen.

Sie waren kurz nach Sonnenuntergang losgefahren und jetzt schien die Sonne wieder aufzugehen.

Er stieg zurück ins Auto und schüttelte Buffy, um sie aufzuwecken. „Buffy? Hey, Jägerin! Wir müssen hier weg! Sonst werde ich gegrillt!“

Buffy öffnete verschlafen die Augen und sah sich ungläubig um. „Was ist passiert? Wo bin ich?“

„Weiß ich auch nicht, verflucht! Aber bevor du mich als Aschehäufchen aufkehren kannst, muss ich in den Schatten!“

Buffy raffte sich auf und schnappte sich den kleinen Rucksack, den sie griffbereit neben sich gelegt hatte und kletterte über den Fahrersitz aus dem Auto.

Spike zog Buffy hinter sich her und nach einer Weile fanden sie tatsächlich eine kleine Höhle hinter einem Wasserfall, die tief genug war, um sich dort vor der Sonne zu verstecken.

„Ich geh da nicht durch! Da versaue ich mir nur meine Frisur und meine Wildlederjacke kann ich dann auch…“ Spike hatte wohl jetzt nicht die Absicht zu diskutieren, denn er schnappte sie, warf sie auf seine Schulter und schleppte sie meckernderweise durch den Wasserfall in die Höhle.

„Du verdammter, blutsaugender Mistkerl! Lass mich los! Sobald ich hier runter bin, verarbeite ich dich zu Hackfleisch und pfähle dich anschließend.“

Spike ließ sie runter und grinste breit.

Tropfnass stand sie vor ihm und ihre Augen funkelten vor Wut. Er hätte ihr jetzt am liebsten alle Klamotten vom Leib gerissen, aber sein Verstand riet ihm, dass das jetzt keine so gute Idee war, denn er wollte wenigstens herausfinden, wo und weshalb sie hier gelandet waren.

Denn was auch immer hier passiert war, es ging nicht mit rechten Dingen zu.

Er reichte Buffy ihren Rucksack und holte aus der Innentasche seiner Lederjacke ein Päckchen Marlboro´s, das zum Glück trocken geblieben war.

Buffy war sprachlos vor Wut und beschloss, ihren untoten Begleiter erst einmal zu ignorieren, da er ruhig mal ein bisschen leiden sollte.

Dieser zeigte sich jedoch völlig unbeeindruckt von ihrer Taktik und legte sich hin, um etwas zu schlafen. Seine Jacke hatte er umgedreht, so, dass sein Kopf friedlich auf das rote Samtfutter gebettet war.

Das raubte Buffy nun endgültig den letzten Nerv. „Und ich? Soll ich etwa mit meinem empfindlichen Kopf auf den Steinen schlafen? Du bist untot, du kriegst keine Kopfschmerzen. Los, gib mir deine Jacke!

„Ich denk ja gar nicht dran! Du bist die Jägerin, da wirst du ja wohl mal auf dem Boden schlafen können. Kannst mich ja als Kissen benutzen“, erwiderte Spike frech.

Buffy zog diese Möglichkeit kurz in Erwägung und beschloss, lieber ihren Rucksack als Kissen zu benutzen. Sonst hielt er sie noch für eine anhängliche Memme. Und das konnte die Jägerin nun wirklich nicht akzeptieren.

Gut. Ihr Rucksack war nass, aber sie würde es schon überleben.

Mit erhobenem Kopf nahm sie ihren Rucksack und versuchte ihren Kopf möglichst bequem darauf zu betten.

Sie würde mit Sicherheit nicht schlafen können, aber eine verweichlichte Jägerin darzustellen, war mit Sicherheit schlimmer.

Spike hörte sie noch eine Weile rumoren, bis ihr Atem tief und gleichmäßig zu hören war. Dann zog er die schlafende Jägerin an sich und bettete ihren Kopf auf seine Schulter, damit sie es ein wenig bequemer hatte.

 

Buffy schrak auf, weil sie das Gefühl hatte, beobachtet zu werden.

Sie musste sich kurz orientieren und versuchte, im Dunkel der Höhle zu erkennen, ob sie Besuch bekommen hatte. Da Spike aber sicher bessere Möglichkeiten hatte, schüttelte sie ihn vorsichtig an der Schulter und flüsterte seinen Namen.

„Spike! Hey, Vampir! Ich brauch dich als Nachtsichtgerät. Hier ist jemand. Ich kann das spüren.“

Verschlafen setzte Spike sich auf und murmelte etwas von Jägerinnen, die eben doch nicht alles können und sah sich um.

Auf den ersten Blick war die Höhle völlig leer.

Doch dann konnte er an der Decke etwas hin und her Flatterndes sehen.

Es war völlig lautlos, doch die Flügel glitzerten ein wenig in dem kleinen Strahl Mondlicht, der an der Seite des Wasserfalls durchkam. Deshalb war es sichtbar.

„Na, Jägerin, bist du denn auf die glorreiche Idee gekommen, eine Taschenlampe oder so was einzupacken?“

Buffy war froh, dass es so dunkel war, denn so konnte Spike nicht sehen, dass sie dunkelrot anlief, weil sie an so etwas Unwichtiges mal wieder nicht gedacht hatte. Dafür hatte sie schließlich sechs verschiedene Geschmacksrichtungen Kaugummi und einige Tüten von ihrem Lieblingsweingummi eingepackt.

Das würde ihnen sicher noch nützlich sein. Hier in der Wildnis.

„Äh…Nein!“ antwortete sie dann laut und hörte wenige Momente später, dieses typische Pling, das nur ein Zippo erzeugen konnte.

Dann flammte eine mittelgroße Flamme auf und Buffy konnte Spike dabei beobachten, wie er oben an der Decke entlang leuchtete.

In einem versteckten Winkel hing eine ziemlich große Fledermaus kopfüber an der Decke.

„Mach sie weg! Pfähl sie oder verbrenn sie, aber tu sie weg!!“ schrie die Jägerin hysterisch und flüchtete in die andere Ecke der Höhle.

Spike schüttelte den Kopf und wollte die Fledermaus schnappen, um sie aus der Höhle zu verbannen, doch diese hatte wohl eher andere Absichten, als sich aus ihrer Heimat vertreiben zu lassen.

„Das könnte euch so passen.“ fiepte sie leise.

Spike zuckte erschrocken zurück und schaute die Fledermaus kritisch an.

„Na toll, sprechendes Kleinvieh, als ob ich nichts Besseres zu tun hätte! Also, was willst du von uns?“

Buffy löste sich langsam aus ihrer Starre und stellte sich genau hinter Spike, um die Fledermaus von einem sicheren Ort aus begutachten zu können.

„Genau, los sag, was du willst und dann mach ne Flatter!“ kam es leicht quietschend aus der Ecke hinter Spike.

„Ihr kommt vom Höllenschlund, richtig? Noraya hat euch gesehen, als ihr vom Himmel geflogen seid.“

„Das war auch mit Sicherheit nicht zu übersehen!“ blöckte Spike unfreundlich und versuchte sich von dem Klammergriff, mit dem die Jägerin sich an seinem Gürtel festhielt, zu lockern.

Sie würde ihm mit ihren kleinen, verschwitzten Fingern noch das schöne Leder ruinieren.

„Ich wollte nur mal sehen, wer diesmal angekommen ist“, fuhr die Fledermaus fort und begann, vorsichtig ihre Flügel zu lockern, die sie klein zusammen gefaltet hatte, als ein gewisser entfernter Artverwandter nach ihnen greifen wollte.

„Heißt das, hier landen öfter Menschen, die in einen Sturm geraten sind?“ Buffy wurde langsam hellhörig. Hier schien nicht alles so zu laufen, wie sie es gern gehabt hätte.

„Nicht alle. Nur die, die hierher wollen.“

Spike fragte sich, ob dieses Vieh weiter in Rätseln reden würde, wenn er ihm die Flügel stutzen würde und wollte gerade drohend die Hand ausstrecken, als Buffy weiterfragte. „Wir wollten aber nicht hierher, wieso sind wir dann hier?“

„Hier finden alle her, die nicht gefunden werden wollen. Und soweit ich informiert bin, wart ihr geradewegs auf dem Weg, die Stadt zu verlassen, richtig?“

Spike nickte nur und die Fledermaus sprach weiter. „Seht ihr? Und alle liebenden Paare, die einen neuen Anfang machen wollen, landen hier. Jedenfalls die, die aus Sunnydale kommen und deren Schicksal vorbestimmt ist.“

„Vorbestimmt, alles klar. Der Vampir und die Jägerin! Sonst noch was?“ Spike wurde es langsam zu bunt.

Endlich traute sich Buffy, endgültig hinter Spike hervorzukommen und sich der Fledermaus zu nähern.

„Ich bin übrigens Bradley. Hübsche Ohrringe hast du da.“

„Ja? Danke“ Buffy fühlte sich geschmeichelt und strich sich verlegen durch ihr Haar.

„Mann, genug getratscht“ mischte Spike sich ein und zündete sich eine Zigarette an. „Verrat uns lieber, wie wir nach Sonnenuntergang hier wieder wegkommen!“

„Nach Sonnenuntergang? Wieso denn genau dann? Aus dieser Höhle könntet ihr jederzeit verschwinden.“

Sorry, aber ich hab da ein Problem. Sonnenallergie“, versuchte Spike zu erklären und Buffy grinste ihn an.

„Und? Achso, du meinst, weil du ein Vampir bist? Kein Problem. Viele Vampire kommen hierher. Die Sonne ist hier für sie ungefährlich. Diese Dimension ist eine Zuflucht. Schon vergessen?“

Buffy war verwirrt. „Und wer hat uns hierher geschickt?“

Die Fledermaus setzte zum Flug an und rief noch kurz „Euer Schicksal!“ Dann flatterte sie davon.

Buffy und Spike sahen sich fragend an Plötzlich erahnte Buffy die Gedanken der männlichen Blondine vor ihr. „Nein, ich geh da nicht wieder durch! Vergiss es, ich bin gerade wieder trocken.“

Doch dann wurde ihr klar, dass Spike sein ganzes Unleben lang die Sonne nicht gesehen hatte und sicher nichts als raus wollte. „Gut, aber dann suchen wir uns eine trockene Bleibe!“

Spike wollte momentan nichts sagen. Er schnappte die Jägerin samt Gepäck und zog sie auf dem schnellsten Weg nach draußen.

Erst streckte er vorsichtig einen Finger ins Licht, denn man sollte besser nicht jedem trauen, der schwarz war und in Höhlen hauste. Doch er spürte nichts außer der natürlichen Wärme der Sonne.

Er wollte sich eigentlich langsam an das alte und doch neue Gefühl gewöhnen, aber Buffy rutschte hinter ihm auf einem nassen Stein aus und schubste ihn direkt ins Licht.

Und da sich hinter dem Wasserfall logischerweise der Fluss befand, den sie gestern vorsichtig durchquert hatten, lag er auch gleich noch im Wasser.

Buffy erschrak und überlegt, was sie jetzt tun sollte. Einerseits war es gesünder in Deckung zu gehen, aber andererseits war es vielleicht doch netter, ihm aufzuhelfen.

„Verflucht, Jägerin, was …“

Tropfnass funkelte er sie böse an und Buffy konnte nicht mehr an sich halten. Sie prustete los und lachte laut.

Spike konnte es natürlich nicht ertragen ausgelacht zu werden und richtete sich auf. Dann packte er Buffy am Kragen ihrer Jacke und setzte sein Gameface auf. Zuerst erstarrte Buffy, aber als sie ihn dann so schlammig, nass und wütend sah, war es endgültig vorbei mit ihrer Fassung und sie musste sich den Bauch halten, um nicht am Boden zu liegen.

Spike knurrte sie an und ging fluchend weg.

„Hey, du kannst mich doch nicht so alleine hier stehen lassen!“ rief sie und lief, so schnell es ging hinter ihm her.

Doch Spike ignorierte sie, lief noch eine Weile vor ihr her, bis sie an eine große Wiese kamen und legte sich dann ins Gras.

Buffy setzte sich neben ihm ins Gras und schwieg. Gut, sie hätte vielleicht nicht ganz so laut lachen sollen, aber musste er deshalb stundenlang schmollen?

„Spike…“

„Kann ich mal deine Sonnenbrille haben?“

Er kniff die Augen zusammen und schien wohl langsam genug von der Hitze zu habe, denn sein Gesicht war für das eines Vampirs schon ziemlich rot angelaufen. Also holte Buffy schuldbewusst ihre Sonnenbrille hervor und hielt sie Spike mit einem zuckersüßen Lächeln hin.

Er setzte sie auf und seufzte. „Sonne ist was herrliches, wenn sie nur nicht so verflucht hell wäre. Wie hältst du das den ganzen Tag aus, Slayer?“

Buffy zuckte mit den Schultern und vermied es, ihm zu gestehen, dass sie die Sonne eigentlich auch nicht besonders mochte, aber wenigstens wurde man schön braun, davon. Sie fragte sich, wie Spike sonnengebräunt aussehen würde, beschloss aber, dass sein knackiger Vampirhintern lieber seine Naturfarbe behalten sollte.

Aber sie sollte jetzt lieber darüber nachdenken, wie sie hier wegkommen und wo sie was zu Essen herbekämen.

Apropos Essen, Spike würde sicher auch bald hungrig werden, aber außer Bradley hatte sie bisher nichts gesehen, dass für Spike Nahrung darstellte. Außer natürlich ….

„Komm, lass uns nach einer Bleibe und was zu futtern suchen, bevor ich dich noch anknabbere.“