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Teil 1

 

Altersfreigabe: 18

Teil: 1

Spoiler: nein. Wie immer meine eigene Raum Zeit Einteilung

Inhalt: Lasst euch überraschen! Teil 1 ist nur der Anfang....

Hauptcharakter(e)/Paar(e): Buffy/Spike

Disclaimer: Alles gehört Joss Whedon und mir mal sehen...nix!

 

Er sprang aus dem Fenster und lief so schnell wie möglich weiter. Diese verdammte Jägerin! Zwei habe ich ohne Probleme gekillt, aber diese hat´s echt in sich. Seit einem Monat hatte er diesen Angriff geplant und eigentlich hätte alles problemlos von statten gehen müssen.

Aber da er auf einmal von ihren komischen Freunden mit Armbrüsten und Pflöcken umkreist wurde, war der Kampf für ihn nicht gerade ehrenvoll verlaufen. Warte nur dachte er bei sich irgendwann läufst du auch alleine über den Friedhof. Dann gibt es Jägerinnencocktail a la Spike.

Er war inzwischen in der alten Villa angekommen, die Dru und er damals erobert hatten.

Angelus, der Dru zum Vampir gemacht hatte, hatte sie für sich beansprucht. Er hatte ihn mit ihr zusammen getötet und damit versucht, die Jägerin zu schwächen.

Aber da sie wohl noch stärker geworden war, schien er dieses Spiel verloren zu haben. Aber Angelus` Tod war nun wirklich kein Verlust für ihn. Er war, seit diese Zigeuner ihn verflucht hatten, ein seelenvolles Weichei geworden.

Aber Drusilla hatte wohl doch mehr Probleme ohne ihren Sire und hatte Sunnydale verlassen, um seine Asche (sie hatte seine Asche tatsächlich eingesammelt!) nach Irland zu bringen.

 

„Gefühlsduselige Wracks!“ murmelte er und ließ sich auf dem Sofa nieder, schnappte sich den alten Wälzer, den er nun zum fünften Mal las und entspannte sich bei seinem Lieblingsbuch.

Er war gerade an der Stelle angekommen, an der dieser Rhett Butler seine Tussi die Treppe hoch trug und sie ins Schlafzimmer schleppte, als sein Kumpel Clem ins Zimmer kam.

Spike hatte ihm angeboten, bei ihm zu wohnen. Er hatte einen nagelneuen Großbildfernseher und das bedeutete für Spike, dass er keine Folge von Passions mehr verpassen musste, weil seine Schrottkiste den Geist aufgab.

Er wackelte nervös mit seinen Schlappohren und stotterte vor sich hin. Spike hatte Mühe ihn zu verstehen, deshalb fing er von vorne an.

„Die... die Jägerin... Sie ist auf dem Weg… hierher… wir müssen weg. Sofort!“

Spike zögerte einen Moment und öffnete eine Luke im Boden. „Hier, klettere da rein! Ich komm schon klar.“ Jetzt kann ich dieses Miststück killen dachte er und hoffte, er würde dieses, ja gut dieses dritte Mal, mehr Glück haben.

In diesem Moment flog seine Tür durch die Halle der Villa und landete krachend vor seinen Füßen.

Uups, das wollte ich nicht. Oder... Nein, eigentlich war es Absicht!“

Buffy betrat auf ihre selbstsichere und arrogante Arte den Raum, während sie sich umsah.

„Nett hast du´s hier! Für einen Vampir viel zu nett. Wird Zeit, dass wir mal für ein etwas staubigeres Ambiente sorgen.“

Sie hatte ihren Pflock gezückt und funkelte ihn böse an. Wenn sie jetzt schon so einen wilden Blick hat, wie sieht sie dann wohl aus, wenn sie auf dir reitet, Spikey?

Spikes Augen weiteten sich vor Überraschung und er fragte sich, wo dieser Gedanke wohl her kam.

Buffy sah die Luke im Boden und spottete „Sieh einer an, unser böser, böser Vampir hat ein Versteck, um vor der bösen Jägerin zu flüchten? Ts Ts Spike, für so feige hätte ich dich aber nicht gehalten.“

Wut stieg in Spike hoch, was bildete sich diese Schnepfe eigentlich ein? Wenn sie ihre Freunde vorhin nicht gehabt hätte, wäre ihr Wächter jetzt dabei, ihre Überreste zu entsorgen.

Da kam seine Chance. Buffy hob überrascht sein Buch auf und blätterte darin. Spike nutzte diese willkommene Ablenkung Buffys sofort.

Er griff zu der Statue, die neben ihm stand, hechtete zu Buffy herüber und schlug sie damit nieder.

Stolz stellte er fest, dass Buffy bewusstlos zu Boden sank.

Als er dann sah, dass sie im Fall direkt auf die Kante des Marmortisches zusteuerte, fing er sie schnell auf und sie lag in seinen Armen.

Hmmmmm, so gut hat noch keine Jägerin gerochen, direkt zum Anbeißen.

Aber er wollte die Jägerin töten, während sie wach war, sie sollte seine scharfen Reißzähne in ihrem Fleisch millimetergenau spüren.

Ein Kribbeln durchfuhr bei diesem Gedanken seinen Körper.

Er legte ihr Handschellen an und brachte sie in eins der Schlafzimmer im Obergeschoss.

Er legte sie dort auf das Bett und blieb einen Moment bei ihr stehen.

Er drehte sich um, um wieder nach unten zu gehen. Dann zögerte er kurz und nahm eine Decke von dem Stuhl neben dem Bett, deckte sie damit zu und verschwand kopfschüttelnd aus dem Zimmer.

Unten angekommen setzte er sich wieder hin, um weiter zu lesen. Doch er konnte sich nicht auf sein Bürgerkriegsepos konzentrieren.

Oben lag die Jägerin und würde wahrscheinlich bald mit großen Kopfschmerzen aufwachen. Und dann?

Würde ihre seltsame Clique gleich hier auftauchen, um sie zu retten?

Was, wenn sie sich befreien konnte? Und was, wenn nicht?

 

Er musste bei seinen Spekulationen wohl kurz eingenickt sein, denn ein lauter Rums von oben ließ ihn aufschrecken.

Buffy war inzwischen wieder bei sich und beschäftigte sich damit, sich irgendwie zu befreien.

Wie konnte er mich bewusstlos schlagen? Sie versuchte sich zu erinnern, wieso sie nicht aufmerksam genug war, um ihn abzuwehren. Super, Jägerin! Nur, weil du wissen wolltest, was dieser Blutsauger liest, hängst du jetzt hier fest. Prima, Giles wird stolz auf dich sein, weil du ihm jetzt genau sagen kannst, welche Sarglektüre ein gewisser platinblonder Vampir bevorzugt.

Sie versuchte die Handschellen durch zu reißen, was normalerweise kein Problem für sie war, aber diese Mistdinger waren extrem stabil.

Spike war inzwischen nach oben geeilt und beobachtete die Jägerin vom Türrahmen aus.

Sie hatte den Stuhl neben dem Bett wohl umgetreten, was den Lärm verursacht hatte. Jetzt wand sie sich und versuchte, die Handschellen zu zerreißen.

„Vergiss es, Jägerin, das ist magischer Stahl, der ist nicht zu brechen. Nicht mal Vampire schaffen den. Hat dein Freund Angel auch nicht geschafft, also kannst du damit aufhören.“

Buffy funkelte ihn böse an und Spike verspürte wieder dieses Kribbeln. Was genau das auf sich hatte, wusste er im Moment selbst nicht so genau.

Er beschloss, sie etwas leiden zu lassen, also setzte er sich neben sie auf das Bett und ließ sein Gameface zum Vorschein kommen. Buffys Augen weiteten sich und sie versuchtem, ihn mit den Beinen vom Bett zu treten.

„Du elender Mistkerl!! Verdammter Blutsauger, wenn du mich töten willst, komm her und tu es, aber spiel keine Spielchen mit mir.“

Spike grinste. Sogar jetzt versuchte sie noch, ihm zu sagen, was er zu tun hatte. Musste wohl an ihrem Job liegen.

Er hielt ihre Beine fest, bis sie aufgab, weil es ja doch nichts brachte.

Dann beugte er sich über sie und dachte Das war's ja dann wohl, du kleines Luder!

Er ritzte zuerst ganz vorsichtig eine kleine Öffnung in ihre Haut, so, dass einige Tropfen Blut hervortraten.

Buffy spürte seinen kühlen Atem auf ihrer Haut und erschauderte.

Im ersten Moment dachte sie auch, ein kleines Kribbeln in ihrem Unterleib verspürt zu haben, aber da hatte sie sich mit tödlicher Sicherheit geirrt.

Spike wurde von ihrem Duft, der sich mit dem ihres Blutes mischte, mitgerissen und konnte nicht anders, als ihr die Blutstropfen von der Haut zu lecken. Er saugte vorsichtig an der Wunde und genoss Tropfen für Tropfen.

Wie von selbst begann er, ihren Hals hinab zu küssen und seine Hand begann automatisch, ihr Haar zu streicheln.

Buffy hatte inzwischen bemerkt, dass sie sich geirrt hatte. Kaum hatte seine Zunge die Wunde an ihrem Hals berührt, war in ihrem Unterleib ein loderndes Feuer ausgebrochen.

Sie wand sich unter ihm, als er begann, ihren Hals hinab zu küssen und biss sich auf die Lippen, um keinen Laut der Leidenschaft von sich zu geben.

Doch da fiel ihr wieder ein, weshalb sie überhaupt in diese Situation gekommen war. Warum ließ sie sich das überhaupt gefallen?

Sie sammelte ihre Jägerinnenkräfte und stieß Spike mit ihrem mittlerweile freien rechten Bein gegen die gegenüberliegende Wand.

Spike war noch völlig im Rausch des Jägerinnenblutes gefangen, als er plötzlich bemerkte, dass er soeben durch die Luft flog und gegen die Wand knallte.

Benommen blieb er erst einmal wo er war und sah sich vorsichtig um.

Auf dem Bett lag immer noch eine gewisse, blonde Jägerin, die ihn kampflustig ansah.

„Hey, du Wurm. Du fällst auch auf jedes Spiel herein, was? Jetzt weiß ich, wie dich deine Dru 120 Jahre bei Stange gehalten hat.“

Da er ihre Erregung gerochen hatte und sich sicher war, dass sie das Gleiche gespürt hatte, wie er, lief er nur noch wütend aus dem Zimmer und zuckte, beim Knallen der Tür auch noch zusammen.

„Verfluchte Weiber!“ murmelte er in sich hinein und beschloss, sich erst mal einen kleinen Imbiss zu fangen. Also auf ins Bronze.

Er ging unten gerade an seinem Sofa vorbei und rechnete sich aus, wie lange er brauchen durfte, um Passions nicht zu verpassen, als er unten an der Falltür ein leises Klopfen hörte.

„Spike? Lebst du noch? Ist die Jägerin weg?“ Clem. Er hatte wohl eine Weile in den Abwässerkanälen gewartet und traute sich wohl noch nicht hoch zu kommen. Spike grinste. „Die Luft ist rein, du Memme! Komm hoch, Alter!“

Er öffnete die Falltür und half ihm raus. „Die Jägerin, hast du sie getötet?“ Die Angst stand ihm auch jetzt noch ins Gesicht geschrieben.

„Nein, die Jägerin lebt noch. Sie liegt angekettet oben auf dem Bett im Gästezimmer. Ich weiß noch nicht genau, was ich mit ihr anstelle“, antwortete Spike trocken.

 „Ha ha, der war gut! Klar, oben im Gästezimmer, alles klar, wahrscheinlich hast du schon ein bisschen genascht und ihr hat`s gefallen, was?“

Der faltige Dämon lachte mit jeder Falte seines Körpers.

„Ja, so in etwa ist es abgelaufen, nicht ganz, aber doch so ungefähr“ antwortete Spike todernst.

Wart`s nur ab, wenn mein Wächter dich findet, macht er Hackfleisch aus dir“ kreischte es wie auf Kommando von oben.

Clems Augen wurden riesig und Spike machte Anstalten, die Villa zu verlassen.

„Du passt dann auf, dass sie nicht das Weite sucht! Bin gleich wieder da!“

Clem stand hilflos da und murmelte weinerlich: „Du kannst mich doch jetzt nicht alleine lassen. Nicht mit dieser bösen Jägerin.“

Dann sank er verzweifelt auf das Sofa und hoffte, dass sein Vampirfreund bald heim käme, um ihn notfalls zu beschützen.

Spike war derweil gerade mit seinem Abendbrot beschäftigt. Er beschloss jedoch, zu seiner eigenen Überraschung, das knackige Mädel nicht komplett leer zu trinken, vielleicht hatte ja ein Anfänger noch Spaß daran. Vielleicht (er fand sie auch recht sexy) blieb sie ja auch am Leben, dann hätte er in ein paar Wochen vielleicht die Möglichkeit noch mal von ihr zu trinken.

So gut wie satt (für ein kleines Schlückchen Jägerinnenblut hatte er immer Platz), lief er zurück zur Villa.

Dort angekommen rief er Clem zu, er solle schon mal den Fernseher einschalten und ging die Treppe hoch zu seiner Jägerin.

Er öffnete die Tür und lugte vorsichtig hinein.

Sie hatte wohl erst mal aufgegeben und schlief friedlich. Spike nahm sich vor, eine bequemere Möglichkeit für ihre Handschellen zu finden. Sie würde sich ja noch völlig die Arme verrenken.

Aber jetzt wollte er erst einmal fernsehen.

Und dann ging die Sonne auf und auch er würde sich ein Nickerchen gönnen.

Bevor er schlafen gehen wollte, ging er noch einmal in ihr Zimmer. Er hatte ihr, während sie schlief, bequemere Ketten angelegt - natürlich auch magischer Stahl.

Sie hatte sich auf die Seite gedreht und kuschelte sich unter die Decke.

Von irgendeiner Macht getrieben, setzte sich Spike an ihre Seite und strich ihr über die Haare.

Wenn sie schlief, sah sie aus, wie ein Engel, jedenfalls stellte er sich Engel so vor.

Er zog verwundert die Augenbraue hoch, als sie zufrieden seufzte.

Spike beschloss, sein Lager heute hier aufzuschlagen und legte sich auf das Sofa im hinteren Teil des Zimmers. Er musste ja schließlich jeden möglichen Fluchtversuch vereiteln.

Und hier würde er es auch sofort mitbekommen, wenn ihre Freunde sie retten wollten.

Während er ihrem Herzschlag und dem regelmäßigen Atem lauschte, fiel er in einen tiefen Schlaf.

Buff! Spike zuckte zusammen, weil er glaubte, einen Schlag ins Gesicht bekommen zu haben.

Es tat aber nicht weh, also… Buff! Langsam kam er zu sich und schaute auf eine hellwache Jägerin, die ihn mit Kissen bewarf. Er hätte die Fesseln vielleicht doch nicht austauschen sollen.

„Ich hab Hunger. Ich will Frühstück sofort und falls es dich interessiert, hungernde Menschen haben Blutarmut, also nichts mit Jägerinnenblut, wenn du mich hungern lässt.“

Spike hatte so wenig Schlaf bekommen, dass er ohne Gegenwehr hinunter ging und Clem bat, etwas zu essen für die Jägerin zu besorgen.

Denn noch schien die Sonne hell und er wollte nicht zum Grillbrikett mutieren.

Etwa zwanzig Minuten später kam Spike mit einem Tablett nach oben.

Obst, Waffeln, Sahne und überbackene Käsebaguettes hatte Clem angeschleppt. Er naschte gerne und das war hier mal wieder sehr deutlich geworden.

Er stellte Buffy das Tablett auf den Stuhl, den er aufgehoben hatte, während sie schlief, und achtete genau auf eventuelle Angriffe ihrerseits.

Doch sie hatte scheinbar wirklich Hunger, denn sie verputze fast das komplette Frühstück in etwa sieben Minuten.

Spike hatte schon länger keinen Menschen mehr essen sehen. Erst recht nicht solche Mengen.

Und zwischen der sechsten und der zehnten Waffel musste er wohl angefangen haben, sie anzustarren, denn sie wischte sich plötzlich am Mund rum und nuschelte zwischen zwei Bissen „Hab ich Essen im Gesicht oder was starrst du mich so an?“

Spike wollte schon einen Spruch über ihre Essgewohnheiten lassen, als ihm bewusst wurde, dass er nah genug an der Jägerin saß, um einen Tritt in den Magen zu bekommen. Also ließ er es besser bleiben.

Dann stellte er das Tablett beiseite und grinste: „Kommen wir dann jetzt zu meinem Frühstück. Ich hab einen Bärenhunger!“

Die Jägerin wollte ihn angreifen, doch er hatte damit schon gerechnet.

Buffy hatte inzwischen auch gemerkt, dass diese Art von Gegenwehr zwecklos war und beschloss, ihn erst einmal in dem Glauben zu lassen, dass sie aufgegeben hatte.

Wie eine Raubkatze auf der Jagd näherte er sich ihr und sah ihr direkt in die Augen, während er sich verwandelte. Buffy wurde mulmig und sie dachte darüber nach, ob er diese Hypotenusesache auch so gut konnte, wie dieser Dracula in den Filmen. Musste wohl so sein, denn jegliche Angst oder Angriffslust war plötzlich wie weggeblasen.

Spike war wie in Trance von ihrem Blick und wunderte sich, dass er keine Angst darin sah, wie bei den anderen Jägerinnen.

Aber auch von der funkelnden Angriffslust, die er sonst immer an ihr bewunderte, war nichts übrig geblieben.

Also ließ er sich von ihrem betörenden Duft mitreißen und näherte sich langsam den kleinen Wunden, die er ihr beim letzten Mal zugefügt hatte.

Er leckte über ihre Wunde und Buffy durchfuhr ein wohliger Schauer. Angel war nie so zärtlich, wenn er von mir getrunken hat ging ihr plötzlich durch den Kopf.

Aber als sie seine Reißzähne spürte, die langsam ihre Haut schnitten, mischten sich Schmerz und wachsende Erregung, so dass sie nicht mehr an sich halten konnte und ihre Hand in seinen Haaren versenkte.

Spike saugte an ihrem Hals und spürte den lieblichen Geschmack des Jägerinnenblues in seiner Kehle.

Ihr Blut war das süßeste, das er je getrunken hatte und er hoffte, noch öfter von ihr trinken zu können, bevor er sie töten oder …genau, er könnte sie zu seiner Gefährtin machen!

„Spike? Alles in Ordnung da oben? Passions läuft seit zehn Minuten! Du weißt schon, die Jubiläumsfolge, die wir letzte Woche verpasst haben!“

Spike wollte seinen Kopf heben, um zu antworten, doch Buffy hielt ihn fest. „Nicht gehen“ flüsterte sie atemlos, während er begann, zarte Liebesbisse auf ihrem Hals zu verteilen. „Nicht jetzt“

Er hob noch einmal den Kopf, diesmal mit Erfolg und sah sie an. Ihre Wangen waren gerötet und ihr Atem ging stoßweise.

Er lächelte sie an und gab ihr einen kurzen, federleichten Kuss dann warf er den Stuhl um und rief: „Clem, die Jägerin, sie ist frei. Rette dich, bevor sie dich auch noch kriegt!“

Buffy konnte sich gerade noch beherrschen. Solch eine schauspielerische Fähigkeit hatte sie ihm gar nicht zugetraut. „Komm bloß her, du blutsaugendes Monstrum!“ spielte sie mit. „Ich mach dich zu…“ Rums- Die Falltür schlug hinter Clem zu. „Staub.“

Sie wollte laut loslachen, aber da lagen Spikes Lippen schon wieder auf ihren und seine Zunge suchte ihre, um den Jägerinnen – Vampirkampf dort zu vertiefen.

Dann sah er ihr tief in die Augen um dort nach ihren Gefühlen zu suchen. Er fand Lust, Leidenschaft und ein Blitzen, dass er nicht einordnen konnte. Noch nicht.

Er dachte nicht darüber nach, ob sie ihn nun töten würde, oder ob sie vielleicht flüchten wollte. Er öffnete ihre Fesseln und zog ihr das Shirt über den Kopf. Dann küsste er jeden Zentimeter ihrer Haut und liebkoste ihre Brüste. Buffy entfuhr ein lautes Stöhnen. Sie schob ihn von sich weg und setzte sich auf, um sich ihm besser nähern zu können. Ihre Finger strichen zart über seinen kühlen Oberkörper und streiften ihm das ohnehin völlig überflüssige Teil ab. Ihre Hände wanderten herunter zu seiner Jeans und öffneten sie flink. Gegenseitig entfernten sie sich die lästigen Kleidungsstücke und Buffy dachte, sie würde den Verstand verlieren, als sich sein kalter Körper langsam ihrem ohnehin schon glühenden näherte und sich vorsichtig auf ihr niederließ.

Sie spürte seine Erregung. Er atmete unnötigerweise heftig und seine stahlblauen Augen strahlten, als ob die Sonne den Himmel erhellte.

Mit einem Ruck drang er in sie ein und beide waren von diesem neuen Gefühl so überwältigt, dass sie nicht anders konnten, als den Namen des Anderen zu stöhnen, als wäre es das Letzte, was sie täten.

Er bewegte sich langsam in ihr und sie passte sich seinen Bewegungen an, um keinen Moment der innigen Verbindung mit ihm zu verpassen. Sie versuchte, ihn mit ihren Beinen zu umfangen, um ihn noch tiefer in sich zu spüren, doch er entzog sich ihr und setzte sich auf. Buffy sah ihn fragend an.

Doch er sagte nichts und kniete sich aufs Bett. Er drehte Buffy von sich weg und sie sog scharf Luft ein, als sie sein bestes Stück an ihrem Po spürte. Er hielt sie so, dass sich ihre Körper aneinander schmiegten und streichelte, während sie sich weiter liebten, ihre empfindlichste Stelle.

Als er spürte, dass sie kurz davor war, zu kommen, biss er sie. Er konnte ihre Erregung körperlich spüren und sie sogar schmecken. Er konnte sich nicht mehr zurückhalten, als er ihren Höhepunkt fühlte und gleich danach überkam es ihn so heftig, wie er es in seiner Existenz nie erlebt hatte. Er klammerte sich an ihr fest und sank mit ihr auf das Bett nieder. Vollkommen zufrieden rollte Buffy sich neben ihm zusammen und schlief ein. Gut, dass ich keine Seele habe, die wäre jetzt futsch. Dieser Gedanke raste noch kurz durch seinen Kopf, bevor er es Buffy gleichtat.

 

Als er einige Stunden später aufwachte, schreckte er hoch. Verfluchte Hölle, dachte er, kaum dreht man der Frau den Rücken zu, ist sie weg.

Aber die Tatsache, dass er noch lebte, machte ihn stutzig. Wenn sie abhauen wollte, hätte sie ihn ohne Mühe töten können. Da bemerkte er, dass ihre komplette Kleidung noch immer im Zimmer verstreut war.

Neugierig ging er die Treppe herunter, wo Buffy vor dem Fernseher saß und hin und her zappte.

Als sie auf einem Kanal ein Bild von sich in den Nachrichten sah, sagte sie tonlos „sie suchen mich.“

Keine Beschimpfung, kein Angriff und kein Hilferuf. Seltsam, dachte Spike. Er setzte sich zu ihr und versuchte heraus zu finden, was sie hier hielt, außer dass sie sein Hemd trug, fiel ihm jedoch nichts auf. Na gut, schwarz stand ihr gut, aber das hatte ja nichts mit diesem Moment zu tun.

„Du.. Du willst gar nicht gehen?“ Sie schüttelte den Kopf.

„Vermisst du sie nicht?“ Wieder das Gleiche.

Spike überlegte, ob er weiter fragen sollte, entschied sich aber dagegen. Er blieb einfach neben ihr sitzen und brachte ihr irgendwann noch ein paar Reste aus Clems Vorrat. Er hatte Zeit. Er war ein Vampir, also könnte er hier auch die nächsten 100 Jahre sitzen. Er müsste sie dann zwar irgendwann auch zum Vampir machen, damit sie nicht irgendwann als Leiche hier saß, aber hey, das ließe sich machen.

Irgendwann kuschelte sie sich an ihn und schloss ihre Augen.

„Ich fühl mich wohl“ hörte er sie flüstern „Bei dir“

Spike schüttelte den Kopf. „Verrücktes Huhn“ sagte er grinsend zu sich und beschloss, eins von diesen bunten Gummidingern zu probieren, von denen sie schon fast alle vertilgt hatte.

Gar nicht so übel. Längst nicht so gut wie Blut, aber nicht schlecht.

Wenig später schlief die Jägerin selig auf der Couch und Spike durchsuchte Clems Vorräte nach anderen Leckereien, als Buffys Vollidioten mit einem Haufen Armbrüsten hereinmarschiert kamen.

„Wo ist sie? Los, lass sie frei!“

Spike hob hilfesuchend die Hände und rief die Jägerin.

Buffy, du hast Besuch, Süße“ sagte er provozierend in Xanders Richtung.

Xander schaute überrascht in die Richtung, in die Spike gerufen hatte und fand Buffy reglos auf dem Sofa vor.

„Dafür wirst du büßen! Ich werde dich zu Staub machen und deine Asche in Cordys Lidschatten mischen. Dann wirst du ihr Gequassel noch als Geist ewig ertragen, aber vorher werde ich dich noch ein bisschen…“

„Xander! Giles, Willow, ihr hier?“ Buffy erhob sich und sah sich verschlafen um.

Als sie bemerkte, dass alle sie anstarrten, während sie nichts als Spikes Hemd trug, wickelte sie sich schnell eine Decke um die Taille.

Xander ließ Spike erschrocken los. „Buffy, du lebst?“ Im gleichen Moment wurde ihm bewusst, dass er sich gerade in Todesgefahr befunden hatte, denn gegen Spike hatte er nun wirklich keine Chance.

Er verdrehte die Augen und fiel in Ohnmacht. Giles hatte wie immer schon damit gerechnet und stand hinter ihm, um ihn aufzufangen. Gemeinsam legten sie ihn auf das Sofa, auf dem Buffy eben noch geschlafen hatte.

Willow wagte es als erste, diese prickelnde Situation anzusprechen.

„Äh, Buffy, dieses Hemd steht dir echt gut, aber wenn ich mich recht entsinne, sieht das eher nach Vampirgarderobe aus.“

Buffy lief rot an und sah an sich herunter. Spike hatte sich inzwischen vorsichtshalber nach oben verdrückt.

„Hm, ich denke, ihr wollt eine Erklärung, richtig?“ Buffy sah Giles an und arbeitete fieberhaft an einer Lüge oder sagen wir besser, an einer Alternative zu der wahren Geschichte, die ihr Wächter sicher nicht hören wollte.

„Also, ich hab hier mit Spike kämpfen wollen und da hat er mich überwältigt und gefangen genommen. Dann muss er mir was in das Wasser getan haben und mich umgezogen haben. Ja, so war's wohl.“

Giles musste mal wieder an ihrer Logik zweifeln. Typisch... „Sicher Buffy. Und wie kommt es dann, dass du auf dem Sofa ohne Fesseln geschlafen hast und deine Lieblingssüßigkeiten auf dem Tisch liegen?“

Ihr Gehirn ratterte. „D... da hat er sicher noch Schlafmittel drübergestreut. Ich hab doch Hunger gehabt und das hat er bestimmt ausgenutzt!“

In Gedanken entschuldigte sie sich bei Spike für diese Lügen. Vielleicht konnte er sie ja hören.

„Nun, dann können wir dich ja jetzt sicher nach Hause bringen, oder?“ Er schien ihr immer noch nicht ganz zu glauben.

„Äh, klar, gehen wir, los.“ Sie warf sich ganz jägerinnenlike den immer noch ohnmächtigen Xander über die Schulter und verließ in Spikes Hemd und einer Wolldecke das Haus.

Vom Schlafzimmer im oberen Stock aus sah Spike ihr hinterher.

„Ich hätte sie töten sollen, als ich die Gelegenheit hatte!“ schrie er und warf eine Vase, die neben ihm auf einem Regal stand, gegen die Wand.

Dann beschloss er sich abzulenken und ging jagen.

 

Buffy lief währenddessen umgezogen, aber nervös, wie ein Tiger im Käfig durch ihre Küche und überlegte, wie sie am unauffälligsten das Haus verlassen könnte.

Leider saßen alle im Wohnzimmer und konnten die Haustür ohne Probleme sehen und die Hintertür lag genauso ungünstig, denn sie musste dazu über die Hecke springen, was ebenfalls nicht unbemerkt bleiben würde.

Ihr Kopf musste sicher schon rauchen, denn ihr Gehirn arbeitete auf Hochtouren.

Da war sie! Die rettende Idee.

Einige Minuten später klingelte das Telefon im Hause Summers.

Da Buffy nicht ranging, ging Giles davon aus, dass sie schlief und nahm den Hörer ab.

Es war Cordelia. Panisch hechelte sie ins Telefon. „Die Kirche, die Dämonen umzingeln sie und sie ist voll von Menschen. Giles, das müssen sie sehen. Sie müssen etwas unternehmen.“

Giles legte den Hörer auf und deutete Xander und Willow, ihm zu folgen.

Buffy saß in ihrem Zimmer auf dem Bett und hörte unten das Telfon klingeln, doch bevor es bei ihr klingelte, wurde unten abgenommen. Eins, zwei, drei.. Rums Bingo, danke Cordy, bist halt ab und zu doch zu was zu gebrauchen.

Buffy schlich nach unten und stellte fest, dass das Haus leer war. Sie schnappte sich ihre Jacke, holte ihr monatliches Haushaltsbudget aus der Kassette in der Küche, holte noch schnell Spikes Hemd und stopfte alles Lebenswichtige und noch ein paar Dinge, an denen sie besonders hing, in eine kleine Reisetasche.