(c) Öömrang Archiif 1999 I,2.2 (Teil)Nachlaß von Knudt Jungbohn Clement (1803-1873). Signatur: NCl. Erwerbsvorgang und Geschichte des Nachlasses Der größte Teil des Nachlasses von K.J. Clement wurde dem Bearbeiter 1993 von Pastor Erich Pörksen, Nebel, übergeben. Weitere einzelne Schriftstücke dann bis 1995. Der Nachlaß befand sich lange Jahre im Besitz von Hulda Louise Jens geb. Clement (1873-1933), eine Tochter von Clements Sohn Edmund Olde (1848-1904). Sie war verheiratet mit Hinrich Johannes Jens ("Post Jens") und bewohnte das Haus in Norddorf, worin bis kurz vor dem 2. Weltkrieg die Poststation eingerichtet war. Nach dem Krieg wurde das Haus dann von Johannes Jens' zweiter Frau an Georg Flor verkauft. Dieser hatte dann die Papiere gefunden und Pastor Pörksen übergeben, der sie seitdem in seinem Aktenschrank verwahrte. Wann die Übergabe erfolgte, war mit Sicherheit noch nicht zu ermitteln. Pastor Pörksen meinte "so Anfang der siebziger Jahre". Daß es bekannt war, daß sich ein derartig umfangreicher und wichtiger Nachlaß in dem Haus befand, beweist eine Notiz von Heinz Howaldt aus dem Jahr 1937, die sich im Nachlaß Johannes E. Jannen1 unter der Nr. 3d, S. 74 befindet: "Im Besitz des Herrn Jens Norddorf befand sich April 1937 aus dem Nachlass des Gelehrten Dr. K.J. Clement ausser Büchern, die noch nicht durchgesehen wurden, drei Pakete mit Briefen und Manuscripten. Eine sehr flüchtige Durchsicht ergab, daß es sich hierbei um an Clement gerichtete Briefe handelt. Es ist Verschiedenes für Amrum Wichtiges und Interessantes darunter. Herr Jens will auch im Winter während seiner Abwesenheit alles zur genauen Durchprüfung zugänglich machen. Herr Lützen hat die Schlüssel zur Wohnung." Und auch nach dem Krieg ist schon einmal die Chance dagewesen, daß die Papiere früher entdeckt würden, nämlich von Johannes Jensen, als dieser Material für seine Dissertation "Nordfriesland in den geistigen und politischen Strömungen des 19. Jahrhunderts" recherchiert. So fragt Jensen in einem Brief vom 5. Juli 1955 bei Pörksen an, "ob auf Amrum noch Papiere, etwa Briefe oder andere private Aufzeichnungen von Clement existieren", worauf dieser antwortet, daß bei Frau Jens in Norddorf etwas zu finden sei. Jensen hat dann von Frau Jens (Brief an Pörksen v. März 1956) "nach langer Suche in einer Abseite" an Clement adressierte Briefe, u.a. von Herzog Christian August von Augustenburg, Theodor Mommsen, Caroline Hegewisch, von Clements Verlegern, von Persönlichkeiten aus Holland, England und Dänemark sowie seinen Verwandten aus Heidelberg, Amrum und Amerika, bekommen. "Ich fand diese Briefsammlung so bedeutend, daß ich glaubte für ihre Erhaltung sorgen und sie für die historische Forschung zugänglich machen zu müssen. Das Landesarchiv in Schleswig war bereit, sie zunächst zu lagern und mit Frau Jens über ihren Ankauf in Verhandlungen einzutreten. Als ich neulich in Schleswig war, erfuhr ich nun, daß das Landesarchiv die Briefe erworben hat, und daß sie nun also dort fachmännisch geordnet und der öffentlichen Benutzung zugänglich gemacht werden."2 Biographische Bemerkungen zu K. J. Clement Knudt Jungbohn Clement wird am 4. Dezember 1803 in Norddorf auf Amrum geboren. Seine Eltern sind der Seemann Jung Boh Oldis, 1771 auf Amrum geboren und 1825 auf See verunglückt, und Ehefrau Kerrin geb. Knudten (1778-1854). Wichtige Informationen zu seinem Leben liefert eine von Clement selbst verfaßte Biographie, die sich in seinem Nachlaß unter der Nummer 2.2 befindet. Über seinen Entschluß die Insel zu verlassen und zu studieren schreibt er: "Eines Abends kurz vor dem Einschlafen, kam mir plötzlich der Gedanke zu studiren. Mir war wunderbar zu Muthe, allein ich betrachtete ihn als einen Wink des Himmels und wandte mich sofort an den Director des Altonaer Gymnasiums. 17 Jahre alt verließ ich meine Dünenheimath, nichts anders mit mir nehmend, als Gesundheit an Körper und Geist, ein unschuldiges Herz, ein starkes Gottvertrauen und dazu noch ein lebenslanges Heimweh, kein Geld und keine Aussicht." Er ist in Hamburg aber nicht ganz allein und ohne Hilfe, denn in seiner Biographie dankt er seinem "Hamburger Wohlthäter", dessen Namen er allerdings nicht nennt. Nachdem er das Gymnasium in Altona absolviert hat, bezieht er die Universität zu Kiel, wo er zunächst zweieinhalb Jahre Theologie studiert. Dazu bemerkt er in seiner Biographie: "Ich hörte alle theologischen Vorlesungen, die man hören muß, nahm überdieß an Examinationen in der Logik, Moral usw. theil, besuchte das philosophische Seminar, studirte fleißig Hebräisch und Syrisch, Isländisch und Dänisch, trieb in den drittehalb Jahren mit Lust Sanskrit, las schon als Student meist alle römischen Klassiker bis auf Ammianus Marcellinus, besonders Tacitus, machte mich dann mit den meisten mittelalterlichen Geschichtsschreibern, Chronisten und Annalisten und den lateinischschreibenden Koryphäen der neueren Zeit in Holland, Deutschland und England bekannt". Er setzt dann sein Studium in Heidelberg fort. Dieser Wechsel nach Heidelberg kommt durch seine ungenannten Wohltäter aus Hamburg zu Stande. Seinen Lebensunterhalt verdient er dadurch, daß er Unterricht an einer französischen Lehranstalt sowie drei Enkeln von Herder Privatstunden gibt. In Heidelberg betreibt er anderthalb Jahre "historische, juristische und cameralistische Studien".3 1835 kehrt er nach Kiel zurück und "bestand das philososphische Examen und ward nach vorhergegangener mehrstündiger, in lateinischer Sprache geführten Verteidigung gewisser Thesen, wobei zwei Philologen und ein Professor der Theologie meine Opponenten waren, zum Dr. Philos. promovirt".4 Danach geht er nach Kopenhagen, wo er sich um ein Reisestipendium für eine dreijährige Studienreise bewirbt und dieses auch vom dänischen König bewilligt bekommt. Er tritt diese Reise durch Westeuropa im September 1836 an. Während seiner Reise, 1837, bewirbt er sich das erste Mal um eine Professur in Kiel. Nach seiner Rückkehr Ende 1838, bleibt er noch bis 1841 in Kopenhagen und wird im selben Jahr als Privatdozent an die Universität Kiel berufen. Es ist keine feste Anstellung, sondern er erhält sein Gehalt quasi nur als "Gratifikation", hat also keinen rechtlichen Anspruch darauf, diese unbefristet zu erhalten. Die Bezahlung ist daran geknüpft, daß er mit äußerstem Fleiß weiter studieren soll und daß die Zahlung dann eingestellt wird, wenn er eine feste Anstellung erhalten hat. Clement hat diese letzte Bedingung stets als ein Versprechen der Universität angesehen und sich im späteren Streit um die Weiterzahlung der Gratifikation und um die Stelle als Professor an der Universität, immer wieder auf diesen Passus berufen. 1841 beginnt er seine Tätigkeit mit Vorlesungen zur schleswig- holsteinischen und deutschen Geschichte, zur dänischen Sprache, über die englische Verfassung, die Germania des Tacitus sowie einige Stücke von Shakespeare. Nach seinen eigenen Angaben sind mehrere dieser Vorlesungen gut besucht. 1842 bewirbt er sich erneut um die Professur in Kiel, da der Amtsinhaber Michelsen5 nach Jena gegangen ist. Er richtet seine Bewerbung wieder direkt an den König, da er nicht an ein unbefangenes Urteil der zuständigen Professoren glaubt. Sein Ansuchen wird erneut abgelehnt. Am 19. April 1843 heiratet er Hulda Louise Fries, die er während seiner Zeit in Heidelberg kennengelernt hat, und die nach seinen eigenen Angaben "von außen und innen ein wahrer Engel war und welcher der Geheimrath Schlosser die Perle Heidelbergs genannt hat".6 Hulda Louise Fries, geboren 1813, ist die Tochter des Heidelberger Bankiers Christian Adam Fries. Die Heirat findet am 19. April 1843 statt. Sie haben zusammen fünf Söhne und zwei Töchter, von denen Kerrin Louise (1845-1848) und Gottfried (1851-1854) noch vor der Mutter sterben.7 Clement hat noch bis 1848 seinen Wohnort in Kiel, wobei er sich im zweiten Halbjahr 1847 und in den ersten beiden Monaten 1848 wegen des schlechten Gesundheitszustandes seiner Frau in Süddeutschland aufhält. Am 8. März 1848 kehrt er nach Kiel zurück. Nachdem sich Ende März die provisorische Regierung etabliert, sollen alle dänischen Beamten und Professoren per Schiff nach Kopenhagen gebracht werden. Clement weigert sich aber mitzufahren. Wahrscheinlich im April 1848 zieht Clement nach Hamburg. Seit dieser Zeit erhält er die Gratifikation nicht mehr und er mußt sich als freier Schriftsteller durchschlagen. In den fünfziger Jahren versucht Clement sich mit Zeitschriftenartikel über Wasser zu halten. Neben Aufsätzen über die friesische Sprache in Herrigs Archiv für das Studium der neueren Sprachen (1848-1853), verfaßt er kenntnisreiche Artikel über die Küstensicherung, die Befeuerung der Nordseeküste u.a., die im "Itzehoer Wochenblatt", in der "Börsenhalle" und in den "Hamburger Nachrichten" erscheinen. Hilda Louise Fries stirbt am 29. März 1855. Den Tod seiner Frau hat Clement nie überwunden und er führt ihren frühen Tod direkt auf die nach seiner Meinung ungerechte Behandlung seiner Person bei der Besetzung der Professur in Kiel zurück: "So weit ein menschliches Auge sehen kann, scheint ihre in Folge der schändlichen Behandlung dänischerseits, die ich erfuhr, ohne etwas verbrochen zu haben, ganz veränderte Lebenslage [ihr] frühes Ende herbeigeführt zu haben." Nach dem Tod seiner Frau kommen die ältesten Söhne auf ein Knabeninstitut in Kornthal, die beiden jüngsten Kinder wachsen bei einer Nichte von Clements Frau auf. Clement lebt noch bis 1869 in Hamburg und dann reichlich zwei Jahre auf Amrum. 1871 geht er nach Amerika, wo er bei seinem Sohn Ermin in New Jersey 1873 stirbt. Dieser Abriß der Lebensstationen von Knudt Jungbohn Clement scheinen auf ein wenn auch nicht sehr glückliches, so doch auch nicht ungewöhnliches Leben hinzudeuten. Erst bei einer genaueren Sichtung von einschlägigen Materialien, die glücklicherweise zu wichtigen Lebensstationen dieses Mannes vorliegen, ergeben ein völlig anderes Bild. Es soll anhand dieser verschiedenen Quellen versucht werden eine Charakterstudie von Clement zu zeichnen. Sowohl seine berufliche Karriere als auch sein privates Leben wird immer wieder durch seine Überheblichkeit und schroffes Verhalten negativ beeinflußt. Ausgangspunkt dieser negativen Ckaraktereigenschaften ist wohl seine lebenslange finanzielle Not und die damit verbundene Abhängigkeit von anderen. Die Briefe im Landesarchiv Schleswig um Clements Bewerbung als Professor an der Universität Kiel8 sowie seine Forderungen nach Weiterzahlung des "Wartegeldes",9 d.h. der Gratifikation für seine Tätigkeit als Privatdozent bis zu einer festen Anstellung sowie seine Eingaben um eine finanzielle Unterstützung für die Herausgabe einer Schrift (1848/49)10 bieten hinreichend Material darüber, wie Clements Fähigkeiten und Charakter von anderen eingeschätzt werden, aber auch wie er sich selbst einschätzt.11 Daneben bringen auch die privaten Briefe jener Zeit, gerade auch der Briefwechsel mit seiner süddeutschen Verwandtschaft sowie mit der "Selskip foar Fryske Tael- en Skriftekennisse" in Westfriesland, noch zusätzliche Informationen und zeigen, daß Clement durchaus schon früh gewarnt wird, sich anders aufzuführen. Auch an warnenden und wohlmeinenden Stimmen was die Planung seiner beruflichen Laufbahn betrifft, fehlt es nicht. Einer Akte12 ist zu entnehmen, daß er seine Promotion "nicht ohne große Nachsicht u. erst nach vielfacher Überlegung" bekommen hat. Eine drastische Charakterisierung liefert der Vorgang nach seiner ersten Bewerbung um die Professur in Kiel. Diese Bewerbung schreibt er von seiner Studienreise aus Großbritannien direkt an den dänischen König und zwar zusammen mit einem Reisebericht und seinen "Hauptgedanken von der großen Macht der nordgermanischen Kriegsvölker."13 Er begründet seine Bewerbung damit, daß er, "gerade weil er ganz neue Thesen vertrete, und gegen alte und moderne Irrthümer, Vorurtheile und Luftschlösser in Geschichte und Politik kämpfe, einen festen Standpunkt in unseren Universitäten haben muß, von wo aus ich mit Kraft und Ansehen in und auf die literarische Welt wirken kann, die seit mehr als einem halben Jahrhundert kränkelt."14 Und um mit diesen neuen Ansichten durchzudringen, braucht er ein Amt mit einer gewissen Würde, "die ich mir durch meine Jugend und Armuth nicht geben, auch von der Gunst der Gelehrten nicht erwarten kann, weil sie durchweg jeden Radikalen in irgendeiner Kunst und Wissenschaft niederdrücken, natürlich da dieser wissenschaftliche Radikalism gegen ihr eigenes Interesse ist."15 Läßt man mal außenvor, daß Clement zu jener Zeit wohl noch gar nicht die Reife und Qualifikation für ein solches Amt hat, beraubt er sich seiner Chancen selbst, wenn er fortfährt: "Auf Empfehlung der sogenannten Historiker darf ich nicht rechnen, weil ich gegen ihren Irrthum, also gegen ihren Vortheil kämpfe."16 Aber an eben diese "sogenannten Historiker", unter ihnen L.J.A. Michelsen und Theodor Olshausen von der philosophischen Fakultät der Universität gelangt diese Bewerbung. Sie werden daraufhin gebeten ein Gutachten über Clement anzufertigen, was für diesen vernichtend ausfällt17. Ihr Ablehnungsbegründung liest sich wie eine Charakterstudie: "Mit Bedauern hat die Facultät besonders aus den das Gesuch begleitenden Beilagen ersehen, daß der Dr. Bohn Clement seit der Zeit, da ihm nicht ohne große Nachsicht u. erst nach vielfacher Überlegung die Doctorwürde ertheilt wurde, statt die ihm beim Examen gewordenen Erinnerungen u. Aufforderungen zu gründlichern Studien zu befolgen, nur in seinem Dünkel zugenommen u. sich noch tiefer in seine Einbildungen verloren hat, so daß er dann auch seine Reise und die ihm dazu bewilligte Unterstützung im Ganzen nur dazu verwandt, die Irrungen seiner barocken, unreifen, durch kein irgend solches Studium gestützten, historischen Meinungen zu verfolgen, und zugleich Stoff zu politischen Declamationen zu sammeln, in denen er ohne Kenntniß u. Prüfung der Verhältnisse und ohne einfache Wahrheit der Gesinnung mit eigenthümlichen Ansichten und mit Patriotismus stolziert."18 Sie raten sogar, daß man Clement von dieser Reise zurückbeordern soll, damit er ermahnt würde, ernsthaft zu forschen, "wiewohl wenig Hoffnung ist, einem in dem Grunde eingebildeten und in seinen Vorurtheilen befangenen jungen Mann noch zu einem bescheidenen Urtheil über sich selbst und soliden Fleiße gelangen zu sehn. Gerade eine energische Kraft, wie die des Herrn Bohn allerdings ist, wenn sie so von Dünkel durchdrungen ist, läßt sie gerade eine solche Umwandlung um so weniger hoffen. Nicht unbefangene Prüfung, sondern Anmaßung ist überall seine Leuchte. Es beginnt dieser junge Mann alles mit dem Gedanken, daß er zuerst, allein und immer das Wahre und Richtige sehe. In dieser Anmaßung spricht er über die bewährtesten Forscher mit oder auch ohne alle eigene Kenntniß ihrer Leistungen ab, und dispensirt sich in seinem, doch historischen, Studium von der Mühe Quellen und Vorarbeiten kennen zu lernen."19 Sie begründen in diesem Gutachten auch noch einmal, warum sie trotz Bedenken, Clement die Doktorwürde gegeben haben: "Es war damals die Besorgniß, daß eine Abweisung bei diesem Candidaten eine Gemüthsstörung zur Folge haben könnte, welche uns zuletzt bestimmte, ihm ungeachtet seiner sehr einerseits guten Kenntnisse, im Ganzen aber verkehrten Bildung und Richtung, die gesuchte Würde zu bewilligen. Er bewies ein gutes Verständniß des Griechischen und Lateinischen, Vertrautheit mit dem Tacitus, und Talent den kernigen Stile dieses Schriftstellers nachzuahmen; auch sonst zeigte sich ein gewisses Sprachtalent. Allein die Aufforderung bei den Sprachforschungen zum Behuf seiner Studien in der germanischen u. nordischen Geschichte die Werke und womöglich den Unterricht Jacob Grimms zu benutzen, erwiderte er mit der Erklärung, daß dieser ihm schwerlich etwas lehren könne." Aufschluß über seinen Charakter gibt auch die zweite Bewerbung Clements 1842 um die Professur in Kiel, die er wiederum direkt an den dänischen König richtet: "Ich habe in den lezten 8 Jahren, besonders auf meinen drittehalbjährigen Reisen und nach meiner Rückkehr ins Vaterland, seit welcher jezt 3 Jahre verflossen sind, diese Geschichte wie die gesammte germanische Menschheit mit Vorliebe und Fleiß studirt, und doch wenigstens Einige haben im Lauf dieser lezten Jahre die Ueberzeugung gewonnen, daß ich für das Universitätsfach nicht ganz unfähig bin, zumal da meine Vorlesungen gut besucht wurden."20 Auch dieses Begehren wird von der Fakultät abgelehnt, aber nicht mehr so schroff. Es wird Clement bescheinigt, daß er seine Vorlesungen nicht nur ganz durchgeführt, sondern seine Zuhörer auch durch seine Darstellungsgabe angezogen hat. Außerdem wird vermerkt, daß er jetzt ein sorgfältigeres Studium betreibt, er aber immernoch die "Geschichte beschränkt zu behandeln nicht offenkundig entsagt hat." [...] "Beschränkt in seinem Interesse und seinem Studium hat er von vorn herein den historischen Sinn in sich nicht ausgebildet, vielmehr mit besonderem Urthrib sich ein Gewebe von Ansichten über die geschichtliche Entwicklung geschaffen, aus dem sich jetzt heraus zu finden ihm noch schwerer sein wird als seinen Studien den Umfang zu geben, den eine academische Wirksamkeit verlangt. Eben wegen der Schwierigkeit, von sehr subjectiven Interessen zu allgemeiner Wissenschaftlichkeit, von eifrig genährter Befangenheit zu freier Forschung überzugehen, muß die Facultät bezweifeln, daß das sorgfältige Studium, welches Dr. Clement allerdings jezt zu treiben scheint, ihn auch zum Rechten führen würde...."21 Kurator Jensen von der Universität Kiel beurteilt Clement zu selben Sache: "Er ist mit Talent begabt, gehört aber zu den starren Naturen, denen es so außerordentlich schwer wird, sich aus ihrer Subjectivität herauszuarbeiten und zu einem klaren Bewußtseyn des Allgemeinen sich zu erheben..."22 Clement selbst bezieht diese Ablehnungen nicht auf seine mangelnden Fähigkeiten oder auch charakterliche Eigenschaften, sondern er sieht sich als ein Opfer, das auf Grund der neuen Theorien, die er vertritt, ungerecht behandelt wird. So schreibt er in einem Brief an das Department der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten am 2.11.1850: "Schon im dritten Jahr muß ich das Unrecht leiden, das mir widerfahren ist, und in dieser Zeit ist es mir immer klarer geworden, was es heißt: odisse quem laeterit. Also im gegenwärtigen Augenblick nochmals einen Schritt thuend, um darauf hinzuweisen und zu mahnen, wie sehr mein Recht gekränkt worden, trete ich vor Ihnen hin, nicht als ein Bettler, der um etwas fleht, was sein nicht ist, oder als ein Landesfeind, den man besser behandelt als mich, sondern als ein unverdächtiger politischer Character, als Mann, der dem Lande genüzt, als anerkannter Schriftsteller und als der, den die Regierung dieses Landes wie einen Verbrecher behandelt hat. [...]. Was würde Deutschland sagen, wenn es erführe, daß der Verfasser so vieler Leitartikel und Aufsäze zum Besten unsrer Landessache, daß er es ist, den man wie einen Verbrecher behandelt hat? Auch wissen Sie nicht, wie groß mein Zuthun ist zu den Stimmen, die im deutschen Lande für Schleswig-Holstein eingekommen. Nur mein Pflichtgefühl hat mich dies thun heißen, aus andren Beweggründen handle ich nicht."23 Nachdem im Oktober die Provisorische Regierung zurücktreten muß, fragt Clement bei der neuen Gemeinsamen Regierung noch einmal an, wie es mit der Fortzahlung seines Wartegeldes sei. Er beschwert sich bitter über das ihm widerfahrene Unrecht: "...[ich mußte] hier ein Opfer werden und unbefördert in der Welt herumwandern, verfolgt von Menschen, welche die Hochschule des Landes für ihr Eigenthum zu halten scheinen. Es sind nämlich in den lezten Tagen der provisorischen Regierung zwei junge Männer an der Universität angestellt worden. Die Auszeichnung des einen besteht in der nächsten Verwandtschaft mit Herrn Beseler, und die des anderen in dem Professorensohn24, der die Tochter eines Professors heirathet. Bei solchen Schritten, die jeder thun kann, der die Macht in Händen hat, und wo kein Gericht befragt wird, ist es eben so leicht, ungefähr zur selben Zeit einem Familienvater das Seinige zu nehmen, was ihm König Christian 8. aus Achtung vor seinen wissenschaftlichen Leistungen bis zu einer Anstellung schriftlich zugesagt."25 Aber auch diese Bitte wird abgeschlagen, unter anderem mit der Begründung, daß die Zahlung an seine Anwesenheit in Kiel geknüpft wäre, Clement sich aber von dort entfernt hätte. Auf diese Ablehnung erfolgt eine heftige Beschwerde Clements:26 "Wer hat denn meine Wirksamkeit in Kiel mir abgebrochen? Ich nicht, sondern die provisorische Regierung. Ich habe Kiel nicht verlassen, sondern die provisorische Regierung hat mir den ferneren Aufenthalt dort unmöglich gemacht [...], darin liegt der allersicherste Beweis, daß man mir den letzten Faden meiner gelehrten Wirksamkeit in Kiel mit Gewalt abgeschnitten hat. Wie? Nachdem die Professur der Geschichte an der Universität in Kiel, die mir und keinem anderen im Land zukam - das kann ich Ihnen beweisen-, dem Schwiegersohn des Profess. Paulsen (!) gegeben worden war, sollte ich da noch wieder in Kiel erscheinen? Solche Ehrlosigkeit verlangt man von einem Ehrenmann?" Nach die Erhebung endgültg gescheitert ist, wendet Clement sich nun wieder "an die andere Seite" und stellt sich als ein Opfer der Erhebung dar. So schreibt er am 5.2.1852 an Reventlou-Criminil, dem Minister für Holstein-Lauenburg:27 "Im Mai 1848 machte der Präsident der provisorischen Regierung [Beseler] meiner Wirksamkeit in Kiel dadurch ein Ende, daß er mir...die Auszahlung meines Wartegeldes verweigerte....Ich erhielt nicht die geringste Entschädigung und war wie ein Verbrecher behandelt, der ich nichts verschuldete. Ich brauche kaum zu erwähnen, daß ich mich bei der Revolution nicht betheiligt. [...] Excellenz! Es wäre jezt wol an der Zeit, daß mir eine passende Professur an der inländischen Universität übertragen würde [...] und ich habe das Vertrauen zu Ihrer Einsicht, daß Sie besser sehen, als der Präsident der provisorischen Regierung, besser erkennen, als er, was Recht ist und menschliches fühlen gegen einen Mann, der nichts verbrochen hat und in Dürftigkeit eine zahlreiche Familie zu ernähren hat." Auch gegenüber T.R. Dijkstra, dem Vorsitzenden der Selskip foar Fryske Tael- en Skriftekennisse, dessen Mitglied Clement ist, äußert er sich in einem Brief vom 19. Mai 1852 zu diesen Vorkommnissen28: "Nach Vollendung meiner großen Reise durch Westeuropa erhielt ich ein Wartegeld von der dänischen Regierung bis zu einer festen Anstellung, was mir vom König von Dänemark 1842 schriftlich zugesichert wurde. Ich war der einzige Privat-Docent an der Universität zu Kiel, der mit Gehalt angestellt war. Am 26. April 1852 ist mir nun von der jezigen Regierung in Kiel angezeigt worden, daß ich im Lande nichts mehr zu erwarten habe. Ich bin also viel ärger gestellt als ein wirklich Verbannter, da dieser doch noch das öffentliche Interesse und Mitleid hat. Der Minister von Holstein, mit dem ominösen Namen Criminil, war dumm und schlecht genug, mir zu verstehen zu geben, daß ich vor 22 Jahren (!) - 1830, als ich die Universität bezog - einen Artikel in der Zeitung geschrieben über die Friesen, den er damals beantwortet habe. Diese Replick von ihm machte ich zu Schanden durch Thatsachen, die meine Landsleute mir mitgetheilt,29 und ich nannte den anonymen Verfasser der Replick, der sich nachher nicht mehr hören ließ, einen Lügner. Ich hatte nämlich die jammervolle Lage der Frisischen Insulaner geschildert, was man in Kopenhagen nicht gern gesehen hatte. Dafür denn, für dieses Crimen [?], hat sich, de Crimikerel [?] nun gerächt und die dänische Regierung dafür, daß ich den Frisen ein so schlechtes Beyspiel des Patriotismus gegeben und nach ihrer Meinung nicht zu belehren sein werde." Hier führt er seine beruflichen Fehlschläge also in erster Linie darauf zurück, daß er für die friesische Sache eintritt, ja, daß er friesischer Abkunft ist: "Allein ich muß beinahe fürchten, daß man in Deutschland mich auch kaum brauchen kann, weil ein Friese wie ich, den Deutschen, die an den Hochschulen die Dinge leiten und verleiten, mehr oder weniger ein Aergerniß ist. Ich habe schon soviel gelitten, dafür daß ich von frisischer Abkunft bin [...]. 1845 im Herbst hatte ich Aussicht in Jena, dort als Professor angestellt zu werden, und waren auch schon Vorlesungen für mich bestimmt. Da denuncirte ein dortiger Gelehrter, daß ich im Sommer desselben Jahres (1845) bei der frisischen Volksversammlung zu Bredstedt präsidirt hätte, und hiermit war es zwischen Minister Schweitzer in Weimar und mir zu Ende." Auch seine ärmliche persönliche Lage führt er in erster Linie auf sein Eintreten für die friesische Sache zurück. So schreibt er am 6. Sept. 1851 an T.R. Dijkstra: "Sie kennen meine Gestelltheit nicht, ich bin, obwohl man mich als Mann der Wissenschaft, der sich viele Kenntnisse erworben, und als Mensch allgemein achtet, schon seit vielen Jahren ein Opfer meines frisischen Patriotismus, meiner eigenthümlichen Entdeckungen in der Wissenschaft (und als für diese corrumpirte Welt zu freisinniger Charakter) geworden und gewesen, als gelehrter Frise war ich stets für das eitle Dänemark und das grobe aristrokratische Holstein gleich unbrauchbar, an der Universität zu Kiel kann nur der angestellt werden, der sich entweder an die dänische Regierung oder an den Adel Holsteins klammert, das war mir unmöglich [?], man überging mich also 4 mal an der Universität zu Kiel und sezte und sezte die Unwissenheit an die Pläze, die ich verdient, und das Ende war, daß man (die aristrokratische Regierung Holsteins in den lezten Erhebungsjahren) mir mein Gehalt an der Universität auszuzahlen weigerte, da es aus einer andern Casse als der Universität war, obgleich ich immer für die Herzogthümer und gegen Dänemark gewesen, um der Frisen willen."30 Ein wichtiger Abschnitt in Clements Leben ist seine Studienreise durch Westeuropa, die er 1836 beginnt. Ermöglicht wird im diese durch ein Stipendium aus der dänischen Staatskasse. Das Stipendium ist ihm vom dänischen König nach einer einstündigen Audienz bewilligt worden. Im zweiten Jahr erhält er sogar die doppelte Summe. Über die Stationen seiner Reise gibt er in seiner Biographie ausführlich Auskunft.31 Im Oktober 1836 befindet er sich auf der Isle of Man, wo er einen Reisebericht verfaßt.32 Er setzt seine Reise 1837 über die Orkney fort und kehrt 1838 wieder nach Hause. An den König schreibt er am 16.10.1837:33 "Ich bin auf einer Reise begriffen, wie sie nie vorher unternommen worden ist, deren großer Gegenstand die wahre Geschichte der neuen Zeit ist, die außer mir keiner von Roms Fall an datirt, die mit den nordgermanischen Kriegsvölkerzügen, d.i. mit den Dänen und ihren Nachbarn beginnt, diesen Schöpfern der Universalgeschichte, der Seefahrt und des Welthandels, die endlich nie einer vor mir von dieser Seite aufgefaßt hat. Mit Rücksicht auf diese Auffassung, welche die allein wahre ist, weil sie Geist und Leben enthält und keinen einzigen Widerspruch in sich trägt, viel mehr selbst in ihren kleinsten Theilen mit Erfahrung und Annalen zusammenstimmt, gilt es dem Ruhm Dänemarks als des [sic] höchsten unter allen Völkern Europas." Er fügt diesem Brief neben dem Reisebericht auch seine Hauptgedanken von der großen Macht der nordgermanischen Kriegsvölker bei. Er bittet den König ihm zusätzlich 150 Pfund zu schicken, "da meine Reise nach den Westinseln und durch Irland, mir über die Hälfte des ganzen Stipendiums für das zweite Jahr gekostet, es war aber nothwendig, und ich bin überzeugt, daß keiner solche Reisen mit weniger Geld hätte machen können." Er mußt sich daher in Edinburgh bei einer Privatfamilie einquatieren. Daß die Reise und deren Ergebnisse von anderen Personen anders beurteilt wird als von Clement, auch darüber geben die Briefe aus dem Landesarchiv Schleswig Auskunft. So wundert sie der Kurator Jensen34, daß Clement, obwohl nur eben ausreichende Kenntnisse in der Promotionsprüfung hatte, ein derartiges Reisestipendium bekommt. So meint er, "die Wirksamkeit [der Reise] als solcher stand von vorne herein entgegen, daß er in einigen Schriften seine Ansicht, daß der Zustand von Europa fast ganz ausschließlich durch die Züge der Nordländer und namentlich der Dänen in der Vorzeit bedingt sei, auf eine Weise vortrug, die keinen Beifall hervorrufen konnte."35 Auch seine Reiseberichte werden kritisiert. So schreibt die Philosophische Fakultät an Kurator Jensen v. 13. Februar 1838:36 "In dieser Anmaßung spricht er über die bewährtesten Forscher mit oder auch ohne alle eigene Kenntniß ihrer Leistungen ab, und dispensirt sich in seinem, doch historischen, Studien von der Mühe Quellen und Vorarbeiten kennen zu lernen. Von dieser dünkelvoll bequemen Vernachlässigung der vorhandenen Leistungen giebt er jetzt in seinen Reiseberichten einen besonders sprechenden Beweis..." Daher ist die Fakultät auch dagegen, die Reise weiterhin zu finanzieren, "weil bei einem so hohlen Enthusiasmus nie irgend ein reeller Nutzen hervorgehen kann. Vielmehr müssen wir es für das eigne Wohl des Bittstellers rathsamer finden, daß er von den Wegen, wo er nur sich selbst hört und, nach dem Sprichwort, nur 'seinem Affen Zucker sucht', zu bescheidenem Fleiße und ernsterem Forschen heimgerufen und ermahnt werde. [...] Die Ansicht von der Bedeutung der Friesen für die Weltgeschichte, welche in seiner Abhandlung angesprochen war, hat der Verf. jetzt [in seinen Beilagen zur Bewerbung] mehr als damals der Fall war, mit der Wichtigkeit der Normannen combinirt, aber die verworrenen Begriffe von der Weltgeschichte, die er dabei handhabt, lassen, so wie die Mittheilungen über die Spuren des Altdänischen in Irland, womit er sr. Majestät gefallen zu wollen scheint, Besorgniß entstehen, ob Herr Bohn Clement nicht nahe daran sei, unwirsch im Verstand zu werden." Clements erste Buchveröffentlichung (1835) ist seine Promotionsschrift De origine Theudiscorum (Über den Ursprung der Theudisken). Über dieses Buch urteilt die Philosophische Fakultät der Universität Kiel an Kurator Jensen v. 13. Februar 1838: "Seine Probeschrift unter dem Titel de origine Theudiscorum behandelte die Grille, daß ein Theil der Franken, u. unter diesen vornämlich die Friesen das eigentliche, wahre, und alleinige urdeutsche Volk seien. Diese Grille war nicht bloß ohne gute Ordnung, sondern auch mit dem absprechendsten Urtheile und ohne vorher die einschlägige Literatur wirklich studirt zu haben ausgeführt; namentlich wußte der Verfasser, da er doch [?]37 ein Thema aus der altfränkischen Geschichte behandelt hatte, Nichts von der Entstehung der fränkischen Annalen, der Hauptquelle für seine Frage."38 Die nächsten Bücher stammen aus seiner Kopenhagener Zeit, wo er stark von Nikolai Frederik Severin Grundtvig beeinflußt wird, was sich auf den Inhalt der Bücher niederschlägt. 1839 erscheint die Erklärende Einleitung zur Geschichte Dänemarks, besonders zur Geschichte des dänischen Heldenzeitalters und seines letzten Helden. Dann 1840 Die nordgermanische Welt oder unsere geschichtlichen Anfänge. Eine Einleitung zur Universalgeschichte und Ueber die dänischen Reichssymbole, Elephant und Danebrog, ein paar bisher zwar unbekannte, aber nothwendige Materialien zu einer gründlichen Nachweisung des Ursprungs der dänischen Staats-Orden. Einen Eindruck darüber, wie die Bücher aufgenommen werden vermittelt das von Theodor Olshausen herausgegebene Kieler Correspondenzblatt (KC). So schreibt es u.a. über die "Erklärende Einleitung..": "Der Verfasser hält sich nicht für einen Deutschen, sondern für ein Glied der 'nordgermanischen Menschheit', die sich ziemlich rein in den Dänen, am allerreinsten aber in den Nordfriesen ausgeprägt findet. Die Dänen und namentlich die Friesen sind das erste Volk auf der Welt." Der Rezensent (ob es Olshausen selbst war ist nicht bekannt) zieht am Ende seiner Besprechung das harsche Urteil: "Dieses Buch ist ohne Zweifel eines der absurdesten, welche in diesem Jahrhundert erschienen sind."39 Auch die "Nordgermanische Welt.." wird kurz behandelt und ebenfalls schlecht beurteilt und mit dem knappen Kommentar versehen: "Man sagt, daß dieses Werk auf Kosten der dänischen Regierung gedruckt ist. Man sagt, daß dieser Mann Professor der Geschichte werden will." In seinem 1842 erschienen Buch Erklärendes Vorwort zur Geschichte der nordgermanischen Welt, an die germanisch gesinnte Jugend, relativiert Clement seine These, daß die Nordfriesen ein Teil der 'nordgermanischen Menschheit' seien und er verwahrt sich gegen den Vorwurf ein 'danisierter Mensch' zu sein. Er bekennt sich demgegenüber, daß er in "Sprache, Abkunft und Gesinnung ein Nordfrese" sei. 1845 erscheint Clements bekanntestes Werk Die Lebens- und Leidensgeschichte der Frisen, insbesondere der Frisen nördlich der Elbe. Die Kritik im KC ist recht wohlwollend. Zwar findet man, daß das Werk sich durch eine "nationale Schwermuth" (KC 14.6.1845) auszeichne, der Rezensent findet aber auch "so viel Gelungenes" (KC 18.6.1845), daß er sich wünsche, "der originelle Verf." möge alsbald eine leicht korrigierte Auflage folgen lassen. 1845 im Sommer unternimmt Clement eine Reise durch Friesland, Holland und Deutschland, die er 1847 in seinem Buch Reise durch Friesland, Holland und Deutschland im Sommer 1845, festhält. In diesem Buch erläutert er seine Theorie, nach der die europäischen Völker in West- und Ostgermanen aufzuteilen sind, wobei die Westgermanen, dazu zählen auch die Friesen, "reingermanisch" seien. Im Juni 1848 erscheint Die Unabhängigkeits-Erklärung der 13 vereinigten Staaten von Amerika. Darin stellt er die Unabhängigkeitserklärung im Original vor sowie eine von ihm gemachte Übersetzung. Außerdem fügt er Kurzbiographien ihrer 25 Unterzeichner bei. Da sich für seine nächste Arbeit Die geeignetsten Mittel zur Besserung der schleswig-holsteinischen Landeszustände und zu Abwehr einer einseitigen und volksfeindlichen Staatsverfassung, die sich thematisch an obiges Werk anschließt, kein Verlag findet, gibt er das Buch im Selbstverlag heraus. Er macht in dieser Schrift Vorschläge wie das künftige Staatswesen in Schleswig Holstein auszusehen hat. Er geht dabei von der Verfassung der Vereinigten Staaten aus. Er fordert u.a. das Wahlrecht für jeden Bürger, daß die Universität von Kiel nach Alsen verlegt werden solle und daß das Amt des Kurators gestrichen werde. Die Straßen sollen ausgebaut und der Eiderkanal vertieft werden. Die wichtigste Forderung ist aber die nach einer Bodenreform. Sie sieht vor, daß durch ein "Verteilungsgesetz" die "grundherrliche Aristrokratie" zu zerbrechen sei (S. 211). Er verweist auf das Beispiel Amerika, wo der Boden in Bauernhand das "Bollwerk der Freiheit" bilde, da ein jeder um so leichter für seine Freiheit kämpfe, je mehr er zu verteidigen habe. Außerdem fordert er, daß Helgoland zurückgekauft werden soll und die Aufhebung des Hoheitsrechts über die Austernfischerei an der Westküste. An eine Teilung der Herzogtümer denkt er in diesem Buch allerdings nicht mehr, was eine Änderung seiner früheren Ansichten, wie z.B. in seiner Stellungnahme zum "Sendschreiben" von Beseler (s.u.), darstellt. Ebenfalls noch 1848 hat er ein Manuskript zu einer weiteren Veröffentlichung fertig. Es ist eine Entgegnung auf C.F. Allens "Ueber die Sprache und Volksthümlichkeiten im Herzogthum Schleswig". Allen vertritt darin die Ansicht, daß Schleswig in sprachlicher, ethnographischer und historischer Sicht von jeher dänisch gewesen sei. Da Clement kein Geld zur Veröffentlichung hat, fragt er daher bei der neuen Gemeinsamen Regierung um finanzielle Hilfe nach und bietet an, seine Schrift einer genauen Prüfung unterziehen zu lassen. Diese Prüfung erfolgt und es wird ihm zwar bescheinigt "mit einem reichen Schatze von statistischen und Sprachkenntnissen" gegen die Allensche Schrift vorzugehen, aber auch bei dieser Schrift stört dem Rezensenten die Art und Weise, wie Clement vorgeht: "Die Art der Behandlung ist nicht überall eine glückliche zu nennen; hin und wieder wird der innere Zusammenhang durch das strenge Festhalten an den Behauptungen Allens gestört, und Wiederholungen finden sich häufig. Dazu kommt, daß eine unverkennbare Selbstgefälligkeit des Verfassers den Leser oft unangenehm berührt, auch möchte in stilistischer Hinsicht Manches gegen die Arbeit zu erinnern sein,...[...]. Eine augenscheinliche Vorliebe für friesische Nationalität und Sprache spricht sich fast auf jeder Seite dieser Schrift aus, und nicht immer kann man sich des Eindrucks erwehren, daß der Verfasser als geborener Friese bei seinen Forschungen von vorn herein das Ziel vor Augen gehabt, möglichst viele Spuren friesischen Wesens zu entdecken."40 Das Buch wird dann unter dem Titel Das wahre Verhältnis der Süderjütischen Nationaltität u. Sprache zur Deutschen und Friesischen im Herzogthum Schlewig. Eine historische und ethnographische Beleuchtung des 6. Hefts der antischleswig-holsteinischen Fragmente doch gedruckt und zwar mit der finanzieller Unterstützung der Gemeinsamen Regierung und auch von Herzog Christian August v. Augustenburg, nachdem Clement einige Änderungswünsche des Herzogs mit eingebaut hat. 1850 erscheint Die Weissagung der Frisin Hertje vor fünftehalbhundert Jahren, betreffend das Herzogthum Schleswig und die neue Zeit. Hierin stellt Clement die Visionen der Friesin Hertje vor, die um 1400 gelebt haben soll. Die Weissagungen sind fragmentarisch in niederdeutscher Sprache überliefert. Hertje warnt darin unter anderem vor der Zeit der großen Pfennige, mit der eine schwere Inflation einhergehen soll. Clement sieht diese Zeit mit dem Speciestaler (= zwei Reichsbanktaler) und der Einführung des "Zettelgeldes" eintreten und wartet auf eine ebenfalls vorhergesagte Schlacht bei Flensburg. Seine letzte große Schrift ist Schlewig, das urheimische Land des nicht dänischen Volkes der Angeln und Friesen und Englands Mutterland, wie es war und wie es ward. Eine historisch-ethnologische Denk- und Beweisschrift. Es erscheint 1867 sogar noch eine zweite Auflage unter dem Titel Schleswig, das Urheim der Angeln und Friesen, nach vierhundertjährigem mit Holstein unter dänischer Herrschaft getheiltem Leben und Leiden nun Deutschland wieder einverleibt. Die Grundlage dieser Untersuchung bildet Clements Annahme, daß Schleswig bis zum 16. Jahrhundert in Sprache und Nationalität überwiegend Deutsch gewesen sei. Als Beweis führt er an, daß öffentliche Inschriften und sogar Urkunden und Gesetzbücher wie das Jyske Lov Waldemars auf Niederdeutsch abgefaßt bzw. übersetzt wurden. Das Buch wird von Georg Waitz in den Göttinger Gelehrten Anzeigen (1862, S. 1542) besprochen. Er schreibt u.a., "daß der patriotische Eifer den Verf. nicht selten zu weit[führt]..., wenn er auch im Mittelalter das dänische Element in Schleswig für so geringfügig ansieht, daß er meint, bis zur Reformation hin sein plattdeutsch im Lande die vorherrschende Sprache gewesen".41 Ein großer Teil der Korrespondenz im Nachlaß befaßt sich mit den inhaltlichen Vorbereitungen sowie der Subskription dieses Buches. Neben Clements wahrscheinlich tatsächlich vorhandener mangelhaften wissenschaftlichen Qualifikation, mag auch seine politische Einstellung ein Grund für die Ablehnung gewesen sein, ihm eine Professur zu geben. Denn die Professoren der Philosophischen Fakultät treten für die schleswig-holsteinische Sache ein. "Da konnte es nicht sonderlich gelegen kommen, wenn sich mit Clement jemand um eine Professur bewarb, der darauf hinwies, es gebe im Herzogtum Schleswig eine eigenständige Volksgruppe der Friesen, deren Gebiet dieser Kandidat zu allem Überfluß auch noch als zu Dänemark gehörig betrachtete, mehr noch, die er zusammen mit den Dänen zum 'Hauptvolk' Europas zählte."42 1842 sind die Positionen auf der dänischen und deutschen Seite klar verteilt. Auf der einen Seite die "Eiderdänen", die Holstein und Lauenburg preisgeben und dafür das Herzogtum Schleswig in den dänischen Staat eingliedern wollen. Ihre führende Persönlichkeit haben sie in Orla Lehmann. Die "Nationalliberalen" auf der deutschen Seite wollten dagegen, daß Schleswig-Holstein ungeteilt bleibt. Gerade aber in dieser Frage beweist Clement eine Besonnenheit und Weitsicht, die man ihm nicht zugetraut hat. Im Kieler Correspondenzblatt (Ausgabe vom 21.12.1842) antwortet er dem Ständeabgeordneten Beseler, der vorgeschlagen hat, das Amt Hadersleben Dänemark zuzuschlagen und dafür die Nordfriesischen Inseln dem Herzogtum einzugliedern. Gerade letzteres findet Clements Beifall: "Dafür sey Ihnen auch öffentlich der friesische Dank mit Herzlichkeit dargebracht." Allerdings schlägt er eine Trennung etwas weiter südlicher vor, ungefähr auf der Linie Apenrade - Hoyer, denn dies würde "beiden Theilen politisch förderlich seyn, denn der eine würde duch seinen Anschluß an Jütland und dessen Ständeversammlung seiner eigenen Nationalität genügen." Er sieht also nur eine staatliche Einigung im Norden, im Süden nicht, zu sehr fühlt er sich als Friese und somit als eine ebenbürtige Volksgruppe. Aber Clement sieht doch, daß man nur durch die Teilung der Herzogtümer einen Krieg verhindert kann. Aber schon diese von ihm vorgeschlagene Teilung beinhaltet, daß Clement an eine Sonderentwicklung Nordfrieslands im verbleibenden südlichen Teil nicht mehr richtig glaubt. Es ist aber zweifellos Clements Verdienst, daß er durch seine Schriften immer wieder auf die Nordfriesen und ihre Sprache aufmerksam gemacht hat. Um die Nordfriesen auf die Schleswig-Holsteinische Sache einzuschwören, werden u.a. "Nordfriesische Volksfeste" veranstaltet, die zwar eigentlich den Nordfriesen selbst als Stärkung ihres Nationalgefühls dienen sollen, aber von vornherein darauf ausgelegt sind, sie auf die Sache der Schleswig-Holsteiner zu ziehen. Auf dem ersten Volksfest 1844 in Bredstedt hält auch Clement eine Rede, die gerade von den anwesenden Kieler Liberalen, u.a. Beseler und Falck, mit Spannung erwartet wird, gilt es doch zu sehen, ob Clement eine Sonderrolle für Nordfriesland beansprucht, oder ob er sich auf die Seite der Schleswig-Holsteiner schlagen würde. Letzteres ist der Fall. In seiner Rede stellt er zunächst fest, daß das friesische "Volkstum tief gesunken"43 sei und weiter: "..zu einem eben so großen Nationalunternehmen sind sie ausgezogen, die festländischen mit den Inselfriesen um diese deutschen Herzogthümer schützen zu helfen gegen den wilden König Erik von Pommern,44 und wenn ihr, nein, Eure Vorväter, diese Westhälfte des Landes nicht beigestanden, wer weiß, was aus den Herzogthümern geworden wäre." Somit hat Clement die Verbindung zwischen Nordfriesland und den Herzogthümern geknüpft und schließt in seiner weiteren Rede einen eigenen Weg der Nordfriesen aus: "...und wenn die Friesen, wo sie auch wohnen, nie recht Ursache gehabt haben, die Geest- und Landmenschen mit Liebe zu erfassen, so seid ihr doch gehalten, Euch immer mehr an die deutschen Herzogthümer anzuschließen, um mit ihnen die Schicksale der Zukunft zu theilen. Abgerissen von Allem um Euch her, in dieser Zeit, gehet ihr vollends unter." Zum Volksfest 1845 lädt Clement im Namen des Festkomitees persönlich ein. Es ist bei diesen Volksfesten zu bemerken, daß sich die Inselfriesen, jedenfalls im dänischen Teil, von den Parolen der Schleswig-Holsteiner kaum angesprochen fühlen und den Veranstaltungen fernbleiben. So schreibt Keike Wellems an ihren Bruder Clement im Jahre 1848: "Wir Amrumer und Westerlandföhr[er] sind ganz und gar dänisch gesinnt, ein Einzelner, der der holsteinischen Sache zugethan ist, und der darf es nicht mal hören lassen. ...Wieck und Silt sind ganz für Schleswig-Holstein aber Amrum und Westerlandföhr nicht, wir wollen beim Alten bleiben." Chronologische Übersicht der Veröffentlichungen Clements Ueber den Ursprung der Theudisken. Altona. 1836. 'Schreiben eines reisenden Landsmanns an einen Freund im westlichen Irland'. Altonaer Merkur. 1838. Beiblatt zu Nr. 299 u. 300. Erklärende Einleitung zur Geschichte Dänemarks, besonders zur Geschichte des dänischen Heldenalters und seines letzten Helden. Hamburg. 1839. 'Vor Historie'. Söndagen Nr. 3. 1839. 'Den Skotske Folkemusik'. Söndagen. Nr. 4. 1839. 'Om de gamle Sö- Berge paa de nordfrisiske Oeern'. Söndagen. Nr.7 u. 8. 1839. 'Knudt den Store ved Assinden i Essex'. Söndagen. Nr.9. 1839. Et Ord over de forskjellige Folgeskegter i de storbritanniske Lande'. Söndagen Nr.18. 1839. 'Unsere Geschichte'. Hamburger Correspondenzblatt. 1839. (Einer dieser Aufsätze im Eckernförder Wochenblatt Nr. 5. 1839). Die nordgermanische Welt oder unsere geschichtlichen Anfänge. Eine Einleitung zur Universalgeschichte. Kopenhagen. 1840. Ueber die dänischen Reichssymbole, Elephant und Danebrog, ein paar bisher zwar unbekannte, aber nothwendige Materialien zu einer gründlichen Nachweisung des Ursprungs der dänischen Staats-orden. Kopenhagen. 1840. 'Steuerlasten auf Amrum'. Kieler Correspondenzblatt Nr. 103. 1841. 'Bemerkungen über Amrum mit Rücksicht auf die Gegenwart'. Kieler Correspondenzblatt Nr. 89. 1841. 'Zwei Leuchtfeuer auf Amrum'. Itzehoer Wochenblatt Nr. 21. 1842. 'Der Dünenbruch und das Sandvogtwesen auf der Insel Amrum'. Itzehoer Wochenblatt Nr. 28. 1842. 'Gegen Unwahrheiten, die Insel Amrum betreffend'. Kieler Correspondenzblatt Nr. 72. 1842. S. 318. 'Strandungen und Rettungen bei der Insel Amrum'. Itzehoer Wochenblatt Nr. 17. 1842. Erklärendes Vorwort zur Geschichte der nordgermanischen Welt, an die germanisch gesinnte Jugend. Kiel. 1842. 'Das Herzogthum Schleswig'. Kieler Correspondenzblatt Nr. 100. 1842. 'Sendschreiben an den Abgeordneten Beseler'. Kieler Correspondenzblatt Nr. 102. 1842. Die Lex Salica oder die Text - Glossen in der Salischen Gesetzsammlung, germanisch nicht keltisch; mit Beziehung auf die Schrift von Dr. Leo: Die Malbergische Glosse, ein Rest altkeltischer Sprache und Rechtsverfassung. Ein Versuch. Mannheim. 1843. (Alberti: Nach seinem Tode als Band der staats- und rechtswissenschaftlichen Abtheilung der in Grieben's Verlag erschienenen Bibliothek für Wissenschaft und Literatur: Forschungen über das Recht der Salischen Franken vor und in der Königszeit. Lex Salica und Malbergische Glosse. Nachgelassenes Werk, herausgegeben und mit Vorwort begleitet von Heinrich Zöpfl. Berlin. 1876. 2. (Titel-) Ausgabe 1879). 'Glossen zu dem Aufsatze 'Das Herzogthum Schleswig'. Kieler Correspondenzblatt Nr.5. 1843. Bearbeitung von N.F. Aikens vergleichende Darstellung der Constitution Großbritaniens und der Vereinigten Staaten von Amerika. Mit einer Vorrede von Franz Baltisch. Leipzig. 1844. 253 Seiten. Die Lebens- und Leidensgeschichte der Frisen, insbesondere der Frisen nördlich von der Elbe. Kiel. 1845. Reisen in Irland in historischer, statistischer, politischer und socialer Beziehung. Kiel. 1845. 'Leuchtfeuer an der Nordfriesischen Küste'. Kieler Correspondenzblatt Nr. 11, 18, 25, 34, 50, 73. 1846. 'Leuchtfeuer an der Nordfriesischen Küste'. Itzehoer Wochenblatt Nr. 5. 1846. 'Über Leuchtfeuer an der Westküste'. Börsenhalle Nr. 10. S. 466 u. Nr. 11. S. 473. 1846. Shakespeares Sturm, historisch beleuchtet! Leipzig. 1846. 115 Seiten. Lappenkorb von Gabe Schneider aus Westfriesland mit Zuthaten aus Nord-Frisland. Mit 5 Abbildungen. Leipzig, o.J. Vorwort von 1846. 348 Seiten. Enthält: 'Das Leben des nordfriesischen Helden Hark Ulws von der Insel Amram'. S. 207-261.45 'Gefangennahme des von Nordfrisen geführten Schiffs Oranje Boom am 20. Juni 1867. S. 262-278. 'Die Brigg Frau Margaretha von Glückstadt, geführt von Commandeur Georg Heinrich Simons von der nordfriesischen Insel Amram. S. 279- 293. 'Friesische Sinnsprüche'. S. 294-316. 'Klein Ehlke und Groß Ehlke'. S. 317-319. 'Hühnchen und Hahn'. S. 319-321. 'Die Borghsam-Burg'. S. 328. 'Heilig Anna'. S. 328-329. 'Sark Hethk'. S. 329. 'Die Unterirdischen'. S. 330-331. 'Die verschworene Stätte'. S. 331-332. 'Christian Johannesen'. S. 337-338. 'Der Frise Nis Ipsen aus Klanxbüll, alias Admiral Bombel'. S. 338- 339. 'Der starke Andres'. S. 340. 'Der Brand'. S. 342-343. 'Volkssagen und Sagenglaube'. S. 321-328. 'Wat Neis brangst mä fan Nurden?'. S. 332. 'Ein Amring Liedchen'. S. 333-336. 'Hans Jensen von Fer (Föhr) in Nord-Frisland'. S. 336-337. 'Das Iter Risummorense (Reise in Risum-Moor)'. S. 339-340. 'Strenge Sitte und seltne Verbrechen und Folgen'. S. 340-342. 'Der grönländische Commandeur Buh Karstens'. S. 343. 'Ok Tükkis (in Holland Arjan Teunis geheißen) von der Insel Fer in Nord-Frisland'. S. 344. 'Arfst Hansen'. S. 345. 'Rörd Jensen'. S. 345-346. 'Oluf Jacob Olufs'. S. 346. 'Arfst Nikkelsen'. S. 346-347. Reise durch Friesland, Holland und Deutschland im Sommer 1845. Kiel. 1847. 300 Seiten. Eigenthümliche Elemente der frisischen Sprache in: Herrigs Archiv für das Studium der neueren Sprachen, Bd. III, 1848. Bd. V, 1849. Bd. VI, 1849. Bd. IX. 1851. S. 179-187; Bd. X. 1852. S. 136-147 u. 269- 287; Bd. XII. 1853. S. 71-81. Der Franzos und seine Sprache. Frankfurt. 1848. Die geeignetsten Mittel zur Besserung der schleswig-holsteinischen Landeszustände und zur Abwehr einer einseitigen und volksfeindlichen Staatsverfassung. Altona. 1848. 24 Seiten. Die Unabhängigkeitserklärung der 13 vereinigten Staaten von Amerika durch ihre 56 Vertreter auf dem Continentalcongress zu Philadelphia vom 4. Juli 1776. - Eine Denkschrift für unsere Zeit. Urschrift und Übersetzung mit zwei Vorworten und einem biographischen Anhang versehen v. K. J. Clement. Frankfurt/Main. 1848. 23 Seiten. Das wahre Verhältnis der süderjütischen Nationalität und Sprache zur Deutschen und Friesischen im Herzogthum Schleswig. Eine historische und ethnographische Beleuchtung des 6.Heftes der antischleswig. holsteinischen Fragmente. Hamburg. 1849. Die Weissagung der Friesin Hertje vor fünftehalbhundert Jahren, betreffend das Herzogthum Schleswig und die neue Zeit. Altona. 1850. 8 Seiten. König Abels Feldzüge gegen Nordfriesland. Neuer Schleswig-Holst. Kalender für 1851 (Hrsg. v. Ernst Fr. Hammerich, Altona). S. 5-18. 'Die Religionsfreiheit in den Vereinigten Staaten'. Aus dem Schwedischen. Altonaer Merkur. 1852. Beilage zu Nr. 240. 'Rezension von Klaus Groths Quickborn'. Altonaer Merkur. 1852. Beilage zu Nr. 300. 'Die nordfriesischen Dünen und Deiche'. Altonaer Merkur. 1853. Beilage zu Nr. 116 Letj Eelke an grat Eelke in: Nachlaß Mechlenburg(Hamburg) Nr. 11,12 (handschriftlich). Gedruckt in: Firmenich, J.M.: Germaniens Völkerstimmen, Bd. III. Berlin. 1854. S. 454f. Adebaar Lungsnaar (Storchlied). Firmenich, J.M.: Germaniens Völkerstimmen, Bd. III. Berlin. 1854. S. 2 Wat Neis brangst mä fan Nurden? Firmenich, J.M.: Germaniens Völkerstimmen, Bd. III. Berlin. 1854. S. 2 Henk an Höön. Firmenich, J.M.: Germaniens Völkerstimmen, Bd. III. Berlin. 1854. S. 455f. 'Aus meiner Schilderung des Volkes und Volksleben im nordwestlichen Teil von Frankreich'. Ausland Nr. 40. 1854. S. 937- 943; ebd. Nr. 41. 1854. S. 967-973; ebd. Nr. 43. 1854. S. 1009-1013; ebd. Nr. 44. 1854. S. 1035-1040. 'Die Wissenschaft der alten Gräber'. Ausland Nr.44. 1854. S. 999- 1000. 'Meteorologisches'. Altonaer Merkur Nr. 70, 71. 1855. 'Unsere Nordseeküste'. Hamburger Nachrichten. 1859. (vgl. Altonaer Merkur, Nr. 265. 1859.) 'Über die Sicherung von Norderney und die Lage der Nordseeküsten'. Hamburger Nachrichten. 1859. Redigierte seit 1860 das bei Th. Grefe in Hamburg, St. Pauli, erscheinende Weltmeer. Jahrgang 1, 2, 4. Das große Nordlicht in der Nacht zum 29. August und die Telegraphenverbindung in Nordamerika und Europa. Hamburg. 1860. Schleswig, das urheimische Land des nicht dänischen Volkes der Angeln und Friesen und Englands Mutterland, wie es war und wie es ward - Eine historisch-ethnologische Denk- u. Beweisschrift. Hamburg. 1862. 366 Seiten. Selbstverlag. Die dänischen Enklaven im Herzogthum Schleswig und ihre gewaltsame Entstehung auf nicht dänischem Boden. Altona. 1864. Der Kampf um Schleswig, 2 Vorträge. Hamburg. 1863. Schleswig Holsteins Rechte und rechtmäßiger Landesherr. Altona. 1864 Der Zustand der Nordwestküste Schleswig - Holsteins hinsichtlich ihrer Dünen und Seewehren, Leuchtfeuer, Baaken u. Seemarken, Fahrwasser und Häfen, Halgen u. Inselmarschen, Navigationsschulen und Specialkarten, Strandvögte und Rettungsmittel in Seenoth. Kiel. 1865. 57 Seiten. Der Zustand der Nordseeküste Schleswig - Holsteins. 1865. Die schleswig-holst. Seekanal Projekte. Hamburg. 1865. Die Lombardei und ihre eiserne Krone. Hamburg/Leipzig. 1866. Die dänische Schriftsprache und die nordschleswigsche Volkssprache als zwei in Natur und Ursprung von einander sehr verschiedene, wenn auch mindestens zur Hälfte aus deutschen Sprachelementen bestehende Mundart. Hamburg. 1869. Die deutsche Namenswelt. Nachgelassenes Werk von Dr. K.J. Clement aus Nordfriesland. Hamburg. 1887. (Hrsg. Edmund Clement). Die deutschen Auswanderer und die neue Welt. Gedicht. Abgedruckt im (zweiten Blatt) der Föhrer Zeitung, Nr. 44. 15.4.1931. Handschriftliches Uk an fresk Steam tu tha Könnang, man fan't bütjenst Eilun in: Mechlenburg, L.F. Heft A S. [?] So lange Amrum war - Feiergesang auf der Insel Amrum zu Ehren des Königs (Christian VIII) und der Königin. Nachlaß Mechlenburg(Hamburg) Nr. 11,9,1, Gliederung des Titelverzeichnisses 1. Manuskripte 1.1 vollständige bzw. in sich abgeschlossene Arbeiten 1.2 Vorlagen für gedruckte Arbeiten 1.3 Manuskriptfragmente 1.4 Notizen - Lose Blätter 2. Persönliche Aufzeichnungen 3. Lebensdokumente 3.1 Beglaubigungen - Atteste 3.2 Konvolut zur Gantsache Christian Adam Fries 3.3 Konvolut mit Rechnungen an Clement 4. Korrespondenz an Clement 4.1 Briefe von Zeitgenossen 4.2 Briefe von seinen Brüdern aus Amerika (1839-1850) 4.3 Briefe von seiner Amrumer Verwandtschaft (1840-1851) 4.4 Briefe von der Heidelberger Verwandtschaft (1836-1861) 4.5 Briefe verschiedener aus Süddeutschland 4.6 Briefe von Ermin Clement 4.6.1 Briefe an K.J. Clement aus der Zeit zwischen 1856 bis 1862 4.6.2 Brief an einen Freund 4.6.3 Briefe an K.J. Clement aus der Zeit zwischen 1866-1871 aus Amerika. 4.6.4 Brief an seinen Bruder Edmund Clement. 4.6.5 Brief an seinen Bruder Alfred Clement. 4.6.6 Brief an Heinrich Fries. 4.7 Briefe von G. Pfleiderer an K.J. Clement 4.8 Brief von Alfred Clement an K.J. Clement 5. Sonstige Sammlungen 6. Lose Materialien Titelverzeichnis des (Teil)nachlasses von Knudt Jungbohn Clement. Signatur NCl NCl\1. Manuskripte NCL\1.1. Vollständige bzw. in sich abgeschlossene Arbeiten. NCl\1.1.1 Dr. B. Clements Reisebericht na de König von Dänemark, über Irland und die Westseelande, geschrieben in der Ins. Man im Octbr. 1837. Die erste Seite fängt an: "Unter allen Völkern der Welt sind die Nordgermanen, d.i. die Frisen, Dänen und Normannen das Hauptvolk." Am Ende der letzten Seite steht: Geschrieb. in der Insel Man im Mon. Octbr. 1837, Dr. K. J. Clement von Amrum in Dänemark. 44 Seiten 8 NCl\1.1.2 Die schottische Volksmusik Clement beschreibt darin die Schönheit der Volksmusik im Nordwesten von Europa. In dieser Musik wird ausgedrückt, was das Volk denkt und fühlt. Wie die Musik beschaffen ist, ob traurig oder heiter, sei davon abhängig, ob ein Volk oft besetzt und besiegt oder immer frei war. Die Musik ist aber auch immer ein "Strahl der Hoffnung", wie Clement es vor allem in der schottischen Volksmusik vorzufinden glaubt, die er mit ihren klaren Klängen und der reinen Sprache für die lieblichste hält. Dieser Aufsatz ist in dänischer Sprache unter dem Titel "Den Skotske Folkemusik", in 'Söndagen Nr.7 u. 8, 1839, veröffentlicht. 2 Seiten 4 NCl\1.1.3 Unsere Geschichte Für Clement ist Geschichte in erster Linie "die Macht des nordgermanischen Geistes über Rom und das Keltenthum". Die herausragenden Vertreter bei der Zerschlagung des "römischen Adlers", der die anderen Länder in seinen Klauen hielt, waren die Bewohner der dänischen Küste. Nach der Zerschlagung des römischen Reiches "begann eine ganz neue Welt auf den Ruinen der alten, das Leben dieser neuen Welt, welches aufblüht, als der Käfig gefallen ist, das ist unsere Geschichte". Aufgrund dieser Einstellung hält er auch das Werk des dänischen Sagen- und Geschichtsschreibers Saxo Grammaticus für das geistvollste jener Zeit, "das je ein Volk über seine Vorzeit nachzuweisen kann". Er ist sich dabei bewußt, daß es sich dabei zum größten Teil um Sagengeschichte handelt, die Saxo aus Volksliedern und mündlicher Überlieferung schöpfte, aber gleichwohl den "Stempel der Wahrheit trägt", weil auch der "Grundstoff echter Volkssage immer wahr ist". Neben Saxo Grammaticus hält er die englischen Geschichtsschreiber sowie die irischen Annalen für die wichtigsten historischen Zeugnisse. Der Artikel ist in dänischer Sprache unter dem Titel "Vor Historie" in 'Söndagen' Nr.3, 1839, veröffentlicht. 4 Seiten 4 NCl\1.1.4 Knut der Große bei Assindon in Essex Es ist ein Bericht über die Schlachten zwischen den dänischen Eindringlingen und den englischen Truppen am Anfang des 11. Jahrhunderts, besonders der Schlacht bei Assindon 1016, wo der Däne Knut der Große den Engländer Edmund Ironside vernichtend schlug. Der Aufsatz ist in dänischer Sprache unter dem Titel 'Knudt den Store ved Assinden i Essex', in Söndagen Nr.9, 1839, veröffentlicht. 3 Seiten 4 NCl\1.1.5 A most remarkable ancient tomb discovered in the Island of Ré. Unterschrieben mit: Dr. K. J. Clement of North Friesland. 4 Seiten 8 NCl\1.1.6 Die See Clement versucht in diesem Artikel die Behauptung zu widerlegen, daß sich um die Pole herum Land befindet und man die Pole deshalb als Kontinente auffassen darf. Der Artikel scheint Teil einer Serie zu sein. 4 Seiten 8 NCl\1.1.7 Adam von Bremen über die Entdeckungsreise der Frisen nach dem Nordpol in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts, übersetzt und erörtert von Dr. K. J. Clement. Der erste Teil ist eine Übersetzung der Reise der Friesen nach dem Nordpol, wie sie von Adalbert von Bremen in lateinischer Sprache niedergeschrieben wurde. Im zweiten Teil erläutert Clement diese Schilderung und versucht nachzuweisen, daß es sich bei der Reise nicht um einen Raubzug, sondern um eine Entdeckungsreise gehandelt hat. Diese Arbeit Clements steht in der Verbindung zu seinem Aufsatz "Die See" (vgl. 1.1.6). Durch diese Schilderung aus dem Mittelalter will er nachweisen, daß die Behauptung, die Pole seien Kontinente, falsch ist. 8 Seiten 8 NCl\1.1.8 Of the Sound (by Lord Viscount Molesworth: "An Account of Denmark, as it was in the year 1692" - Lond. 1694 - pag.16). 8 Seiten 8 NCl\1.1.9 Deutsch und Preußisch. Ein historisch-ethnologischer Fingerzeig. Der Aufsatz gliedert sich wie folgt: I Arminius und Marbod. (S. 3-4). II Der Deutsche und der Romane ein neuer Wahlspruch. (S. 4-8). III Preußen. (S. 8-13). IV Deutsch und Preußisch. (S. 13-18). V Deutschland einst und jetzt. (S. 18-23). Aus dem Inhalt geht hervor, daß der Aufsatz 1866 oder später geschrieben wurde. 22 Seiten 8 NCl\1.1.10 England - her Chronicle, her Newspaper Press and her Mother- Country. Auf der ersten Seite befindet sich ein Überblick, danach ist der Artikel in 8 Kap. (Chapter) eingeteilt. In der Abhandlung selbst sind diese Kapitel nicht näher unterschieden. Das benutzte Briefpapier stammt aus Hamburg. 19 Seiten 8 NCl\1.1.11 Ueber die Constitution von England. Enthält: Vorbericht. (S. 1-12). Zur Kenntnis der Constitution Englands - 1. Quellen, 2. Quellensammlungen, 3. Schriftsteller. (S. 12-17). Geschichtliche Einleitung. (S. 18-23). Abriß der Geschichte der engl. Constitution. (S. 24-122). 122 Seiten 12 NCl\1.1.12 Naturschilderungen 2. Der Sturm Es ist ein Gedicht mit fünfzehn Strophen (keine Numerierung) mit jeweils vier Zeilen. Keine Datierung. Aus dem Inhalt des Gedichts läßt sich erkennen, daß die fünfzehnte Strophe nicht die letzte ist. Auch befinden sich in den letzten Strophen noch Fußnotenzeichen, die nicht erklärt werden, wie in den Strophen zuvor, wo Clement vor allem Fachausdrücke der Seefahrt näher erläutert. 2 Seiten 8 NCl\1.1.13 Aufzeichnung verschiedener nordfriesischer Sagen, Erzählungen sowie Notizen zu geschichtlichen Vorkommnissen. Enthält:46 Die Schnitterin zu Ballum. (S. 1). Das Licht der treuen Schwester auf der Hallig. (S. 1). Reisen und Entdeckungen des berühmten Binnenlandschiffers Brork. (S. 1-2). Die merkwürdige Fahrt zweier Föhrer nach dem Monde. (S.3). Von dem berühmten dänischen Philosophen und Robbenschläger Paul Moders auf der Insel Röm. (S. 3-4). Bericht des Morsumer Pastors Krohn über das Unglücksjahr 1744, als viele nordfriesische Walfangfahrer ertranken. (S. 4). Plündernde Seeräuber auf Silt im 16. Jahrhundert. (S. 5). Tam Tamen von Kampen auf Silt, alias Begler Beg oder Fürst der Wüste. (S. 5-6). Nis Ipsen von Widingharde, alias Admiral de Bombell. (S. 6). Einige Notizen aus der Sylter Vergangenheit. (S. 6). Der Bröddehoog-Mann auf Silt. (S. 7). Die Sage von einem friesischen und einem dänischen Riesen. (S. 8). Die Sage von den Bridfoar-Hügeln auf Silt. (S. 8). Abenteuer einiger Silter Fischer (Aus einer alten Handschrift von Jens Schwennen). (S. 9). Predigerabsezung [sic] auf Föhr. (S. 9-10). Strandvogt und Strandläufer auf der Insel Amrum. (S. 10, unvollst., hier Abruch des Manuskriptes). 10 Seiten 8 NCl\1.1.14 Aufzeichnung des alten Tanzliedes De Rädder trädh äh [?] Bahj ûhn äh Dahns.47 NCL\1.2. Vorlagen für gedruckte Arbeiten NCl\1.2.1 Teile der handschriftlichen Vorlage zu Clements Buch Schleswig, das urheimische Land des nicht dänischen Volkes der Angeln und Friesen und Englands Mutterland, wie es war und wie es ward." Hamburg, 1862. Das Manuskript enthält folgende Kapitel (die angegebenen Seitenzahlen geben die entsprechende Stelle im Originaldruck an):48 Kap. I: Das Schleswigsche Land, wie es war und ward. S. 1-3. Kap. III: Die vergessene Heimat (nicht vollst.) S. 7-38. Kap. IV: Das Herzogthum Schleswig (nicht vollst.) S. 51-53. Fragment S. 55 (Mitte) - 56. Kap. X: Die Ursprache unseres Landes - Anglisch und Friesisch - ihre Identität. Folgende Seiten sind erhalten: S. 62-66 (Mitte); S. 70 (Mitte) - 110; S. 115-123; S. 127 (nur bis zum Wort 'Skiw', und zwar ohne die Eintragungen, die in der Handschrift in Klammern hinter diesem Wort stehen); S. 127-131. Kap. XVI: Forscherblicke in unsere Vorzeit. S. 316-366 (vollst.). NCl\1.2.2 Fragment eines Manuskripts paginiert S. 9-64 u. 93-104.49 Enthält folgende Kapitel: II Irlands Oberfläche. (S. 9-16). III Die prägende Hauptstadt Irlands und ihre Nachbarschaften. (S. 17- 26). IV Naturschönheit Irlands. (S. 27-35). V Der irische Mensch. (S. 35-60). VI Irisches in Volk und Sprache. (S. 60-64). Das Manuskript setzt sich auf den Seiten 93-94 mit dem Ende eines anderen Kapitels fort. XI Daniel O'Conell. (S. 95-98). XII Im Jahre 1868 - die [.?.] - das Ministerium - das Unterhaus. (S. 99-104, hier Abbruch). NCl\1.2.3 Friesische (d.h. amringer) Sprichwörter, mit deutscher Übersetzung. Fragment einer längeren Abhandlung. Oben rechts sind die Blätter paginiert von 219 bis 222. Die Sprichwörter sind numeriert von 182 bis 238. Es ist die handschriftliche Vorlage zur späteren Veröffentlichung im Lappenkorb von Gabe Schneider50, S. 311 (Mitte) - 238 (Ende). In dieser handschriftlichen Vorlage befindet sich auch noch eine Nr. 239 (von Clement so numeriert, dann aber durchgestrichen): Wat witj a Büür fan Sawweran - Was weiß der Bauer von Safferan. 2 Blätter 8 NCl\1.2.4 Manuskript paginiert von 5-128 (nicht vollständig). Es geht um die Geschichte Ost- und Westfrieslands. Wahrscheinlich Vorlage für ein später gedrucktes Buch. Auf Seite 101 steht: II Der historische und politische Theil. NCl\1.2.5 Manuskript paginiert von S. 5-104. Auf Seite 104 wird der Altonaer Merkur vom 17. Dezember 1861 zitiert. Das Manuskript enthält keine Kapitelgliederung oder ähnliches. Es scheint aber nur der Anfang zu fehlen, da auf Seite 104 am Ende steht: "Dies Buch enthält die Antwort." Es geht in diesem Buch um das Verhältnis Dänemarks zu Deutschland und Nordfriesland. NCl\1.2.6 Manuskriptfragment Inhalt: Urgermanisches Königsthum und urgermanisches Volksthum. Großer Abstand zwischen Ostgermanien und Westgermanien, dem nichtfreien und dem freien Deutschland. (S. 18f). VI Germanien - Deutschland - deren Namen, dessen Ursprung, dessen Grenzen - bisherige Begriffsverwirrung beider. (S. 34f). VII Das Machwerk Ptolemäus. (S. 49f). VIII Die westgermanischen und die ostgermanischen Ortsnamen - ihr tiefer Sinn - ihre geschichtliche Wichtigkeit - ihr großer Unterschied - unsere Heimsuchung. - Eine Skizze, keine dürre, keine trockne, sondern mit Gedanken und mit Stoff zum Denken. (S. 52f). IX Die westgermanischen und die altgermanischen Flüsse und Berge. (S. 70f). 60 Seiten 8 NCl\1.3. Manuskriptfragmente NCl\1.3.1 Manuskript, pag. 10-20. Die Seiten 10-12 sind das Ende eines bisher noch unbekannten Kapitels. S. 12-16: IV Deutsch und Preußisch. S. 16-20:V Deutschland einst und jetzt. Aus dem Inhalt geht hervor, daß der Text nach 1855 geschrieben worden ist. NCl\1.3.2 Manuskript über die Geschichte der Griechen und Römer. Genaue Reihenfolge der Seiten ist nicht sicher, da ein Vergleich mit dem (unbekannten) gedruckten Original (noch) nicht möglich war. Datierung: 1831 (mit Siegel). 142 Seiten 12 NCl\1.3.3 Eine von Clement angefertigte Art 'Bibliographische Liste' von wissenschaftlichen Arbeiten verschiedener Autoren. 24 Seiten 8 NCl\1.3.4 Schriftstück auf dessen Deckblatt steht: Dr. K. J.B. Clement of Denmark to Miss Hanna Stewart of Scotland unfergnedly to testify his admiration of her genuine taste and talents' 2. April 1838. Der Titel befindet sich auf der dritten Seite: The New Age of the World produced and governed by Christianity and the Northern Nations, the Creators of Universal History. An Introduction to the History of the Northern Nations. Vol.I from the dark Ages till the Conquest of England by William of Normandie. by Dr. K. J.B. Clement of Denmark Contents: Introduction: A general survey. What is History an Universal History? Who is an historian, and who not? Es scheint sich bei diesem Manuskript um eine Stoffsammlung oder Inhaltsangabe einer wissenschaftlichen Arbeit zu handeln. Es gliedert sich zwei Teile (part I and II), die wiederum in verschiedene Kapitel (chapter) mit mehren numerierten Gliederungspunkten unterteilt sind. 14 Seiten 8 NCl\1.3.5 Geschichte der Herzogthümer Schleswig und Holstein von 1660 bis auf die Gegenwart. Unvollständiges Manuskript, das mit der 16. Seite abbricht. 16 Seiten 12 NCl\1.3.6 Volkssagen vom äußersten Nordwestrande Europas (gesammelt an Ort und Stelle von Dr. K. J. Clement). 4 Seiten 8 NCl\1.4. Notizen - Lose Blätter NCl\1.4.1 Einband mit verschieden Notizen und Aufzeichnungen. Die Manuskripte in diesem Paket scheinen später zusammengebunden worden zu sein. Der Umschlag stellt ein Bild mit der Aufschrift "Die Luftfahrt" dar. Das Bild zeigt einen großen Ballon, der über einem Dorf schwebt. Auf dem Umschlag steht 'Edm. Clement 1871'. Edmund ist ein Sohn von K. J. Clement. Die Schriften in diesem Band sind aber eindeutig die von K. J. Clement. Inhalt: An die englische Nation. (S. 1-2). Olynthian speeches by Demost[h]enes.51 (S. 3). Ostfries. Sprichwörter und Redensarten, aus Stürenbergs Ostfr. Wörterbuch, Aurich 1857. (S. 4-33). The English throwing over board their own native words an substituting or pretering ones. (S. 33-35). The following "North Country" words are taken from John Trotter Brokkelt's Glossare (Newcastle 1825). Most of these words belong to the fresian language, and few among them are of danish origin, though the Danes once have densely settled themselves allover the nothern half of England. (S. 36-64). Clement vergleicht darin englische Wörter mit Dänischen und Friesischen. Es folgen Listen, die aus drei Spalten bestehen: a. Northenglish, b. Fresish (especially Northfresish), c. Danish. 72 Seiten 8 NCl\1.4.2 Das fries. Element in der holländischen Sprache. Es handelt sich um eine Art Notizheft, in dem er holländische Wörter mit anderen Sprachen, u.a. Friesisch, vergleicht. 28 Seiten Kleinoktav 8 NCl\1.4.3 Die Französische Revolution u. Bemerkungen Amrum betreffend. 1 Blatt 8 NCl\1.4.4 Vergleichende Wortlisten Englisch - Friesisch (Amring), u.a. eine Liste der unregelmäßigen Verben. Doppelspaltig beschrieben. 12 Seiten 8 NCl\1.4.5 Die deutsche Schrift- und seine Umgangssprache, das sogenannte Hochdeutsch. Konzept für einen Vortrag. Es handelt sich um eine Anzahl loser Blätter in verschiedener Größe. NCl\1.4.6 Vokabelliste Englisch - Deutsch - Friesisch (S. 1-11) u. der Aufsatz Bewohner des schleswigschen Landes (S. 13-20). 20 Seiten 8 NCl\1.4.7 Konvolut mit losen Blättern. NCl\2. Persönliche Aufzeichnungen NCl\2.1 Eine von Clement selbst vorgenomme Kopie eines Briefes vom ihm an den König von Dänemark vom 9. Dezember 1839. Dieser Brief ist sehr schwer zu lesen, da es sich offensichtlich nur um eine "Gedächtnisstütze" handeln sollte. Daher sind fast alle Wörter abgekürzt. Auf der Rückseite befinden sich Notizen in dänischer und deutscher Sprache. NCl\2.2 Ein kurzer Abriß meines Lebens. Handschriftlicher Lebenslauf von Clement selbst verfaßt. Ob diese Fassung allerdings die Handschrift von ihm ist, kann bisher noch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Datiert: Hamburg, 16. Juli 1858.52 8 Seiten 4 NCl\2.3 Gedanken zu seinem Buch Die englische Sprache, wie sie ist und war,53 mitgeteilt in einem Brief an seinen Sohn Edmund Clement in Jena, vom 31. März 1873, West Philadelphia. 1 Seite 8 NCl\2.4 Brief von Heinrich Zoepfl an N. N. v. 28. August 1871, Heidelberg. Oben auf dem Blatt steht 'Abschrift'. Wahrscheinlich hat Zoepfl Clement eine Kopie seines Briefes gemacht. Auf der Rückseite des Blattes befindet sich der Eintrag: Daß umstehende Abschrift wörtlich mit dem Original übereinstimmt, wird hiermit bescheinigt. Hamburg, den 30. August 1871, Königlich Preußische Gesandtschaft. I.A. Sageris [?]. Zoepfl rät dem Adressaten, Clements Arbeit über die "Lex Salica"54 drucken zu lassen. Wie aus NCl\2.5 hervorgeht, hat Zoepfl diese Eingabe an die Preußische Regierung in Berlin gesandt. 1 Blatt 4 NCl\2.5 Einleitung zu einem Vortrag, den Clement ca. 1871 in Amerika vor Freunden Irlands gehalten hat bzw. halten wollte. Die Einleitung ist in Englisch geschrieben und ist eine Vorstellung seiner Person. 4 Seiten 4 NCl\2.6 Schriftstück bestehend aus 2 Blättern (4 Seiten). Auf der ersten Seite oben befinden sich einige Bemerkungen zu weltweiten Wettererscheinungen. Unten auf der Seite die Abschrift einer Rezension (erschienen in der Unterrichtszeitung Beiblatt [?] v. 25 Nov. 1859) seiner Schrift Das große Nordlicht in der Nacht zum 29. August 1859 und die Telegraphenverwirrung in Nordamerika und Europa, Hamburg 1860 [?]. Auf den Seiten 2 bis 4 befinden sich in Doppelspalten lexikalische bzw. etymologische Notizen, die von einem deutschen Stichwort ausgehen (Sage - Pest), und ihre Herleitung aus dem lateinischen beweisen. Außerdem gibt er teilweise auch die friesischen und englischen Entsprechungen an. Scheint Teil einer längeren Abhandlung zu sein. 4 Seiten 8 NCl\2.7 Vorrede zum "Lappenkorb". Datiert: Oktober 1846, Kiel. Die Vorrede befindet sich auf der Rückseite des Briefes von W. Engelmann an K. J. Clement vom 2. Februar 1847 [siehe NCl\4.1.6]. NCl\2.8 Empfl. Brief v. Mr. James an John Murray, Albermarle Street London. Heidelberg. 3. Octbr. 1845. Es handelt sich um eine von Clement gemachte Abschrift, die sich auf der Rückseite des Briefes von Thiedemann an Clement vom 30. Dezember 1843 befindet [siehe NCL\4.1.37] NCL\3. Lebensdokumente NCl\3.1. Beglaubigungen - Atteste NCl\3.1.1 Beglaubigungsschreiben von Christian Riese Mechlenburg für Clement vom 21. April 1824. Das Beglaubigungsschreiben hat folgenden Wortlaut: Daß Vorzeiger dieses Knudt Jung Bohn, der sich dem Schulfache gewidmet hat, macht von hier eine Reise nach Blankenese um daselbst als Unterschullehrer angestellt zu werden, bezeuge ich als hiesiger Pastor - C.R. Mechlenburg, Amrum d. 21. Apr. 1824 1 Seite (der Text befindet sich auf der Vorderseite unten, Rest ist frei) 4 . NCl\3.1.2 Kurze Notiz von H. Olshausen an Clement. Die Notiz hat folgenden Wortlaut: Ich bedarf, auf einige Tage wenigstens, der Übersetzung des Korans. Möchten Sie, lieber Herr Clement, dieselbe an die Überbringerin dieses verabfolgen! Freitag Ihr ergebenster H. Olshausen 4 Seiten (der Text befindet sich auf der ersten Seite oben) 8 . NCl\3.1.3 Attest von Hegewisch für meine Frau v. 7. April 1847. Das Attest hat folgenden Wortlaut: Frau Doctorin Clement, geboren in Heidelberg, hat seit ihrem vierjährigen Aufenthalt an unserer Küste Schaden genommen an ihrer Gesundheit. Großentheils ist das veränderte Klima als Ursache zu beschuldigen. Als Arzt darf und muß ich den Wunsch aussprechen, daß dieselbe längere Zeit wiederum in ihrem Neckerthale sich aufhalte. Ich bin gewiß, daß alle ihre Freunde in diesem Wunsch einstimmen und der hohen Hand sehr dankbar sein werden, welche die Ausführung des Plans zu erleichtern gewähren möchte. Kiel d. 7. April 1847 Hegewisch Die Schrift dieses Attestes ist die von Clement. Auf der Rückseite links befindet sich eine Notiz (mit Zeichnung) überschrieben mit: Der merkwürdige Stein in den Domruinen zu Elgin. Auf der Rückseite rechts (ebenfalls mit Zeichnung): Old Wilk Castle 2 engl. [.?.] südlich von Wilk in [.?.]. NCl\3.2 Konvolut zur Gantsache Christian Adam Fries NCl\3.2.1 Rechnung für Frau Luise Clement, geb. Fries. Heidelberg, im Januar 1854. NCl\3.2.2 Vollmacht in der Gantsache Christian Adam Fries. Es handelt sich um eine Vollmacht, die es einer Person ermöglichen soll, Clements Interessen in der Gantsache Fries am Amtsgericht in Heidelberg zu vertreten. Es ist wahrscheinlich vom Amtsgericht Hamburg ausgestellt und datiert mit: Januar 1858. NCl\3.2.3 Brief von K. J. Clement An das löbliche Großh. Badische Amtsgericht zu Heidelberg, vom 1. Februar 1858. Es geht um die Gantsache Christian Adam Fries (Schwiegervater von Clement). Clement hat noch Geld, das seine verstorbene Frau Luise von ihrem Vater geerbt hat, von seinem Schwager Heinrich Fries zu bekommen, dessen Auszahlung ihm dieser aber verweigert. NCl\3.2.4 Brief von K. J. Clement An das löbliche Großh. Badische Amtsgericht zu Heidelberg, 14. März 1858. Clement hält den anberaumten Termin in der Gantsache Fries für zu kurzfristig, da er über die im Vorfeld getroffenen Entscheidungen hinsichtlich eines Vergleichs nicht informiert worden ist und somit auch keine sinnvolle Vertretervollmacht ausstellen könne. NCl\3.2.5 Brief des Großherzogl. Badischen Amtsgerichts, Heidelberg, an Clement v. 25. Mai 1858, Heidelberg. Das Gericht teilt Clement mit, daß der Vergleich in der Gantsache Christian Adam Fries rechtskräftig ist. NCl\3.3 Konvolut mit Rechnungen an K. J. Clement NCl\4. Korrespondenz NCl\4.1. Briefe von Zeitgenossen NCl\4.1.1 Karl Leomhard Biernatzki an K. J. Clement v. 19. Mai 1861, Sierksdorferfeld b. Neustadt/Holstein. NCl\4.1.2 Brief des Bibliographischen Instituts an K. J. Clement v. 11. April 186[?],55 Hildburghausen. NCl\4.1.3 N. Bleicken an K. J. Clement v. 4. Mai 1861, Keitum/Sylt. NCl\4.1.4 Chemnitz56 an K. J. Clement v. 6. April 1864. NCl\4.1.5 Mary Dobson an K. J. Clement v. 26. Juni (keine Jahresangabe). NCl\4.1.6 Wilhelm Engelmann57 an K. J. Clement v. 2. Februar 1847, Leipzig. NCl\4.1.7 Wilhelm Engelmann an K. J. Clement v. 4. Oktober 1847, Leipzig. NCl\4.1.8 Christian Feddersen an K. J. Clement v. 26. März 1855, Kellinghusen. NCl\4.1.9 Marie Fermak an K. J. Clement v. 22. Juni (keine Jahreszahl). NCl\4.1.10 Firmenich an K. J. Clement v. Dezember 1852.58 NCl\4.1.11 Firmenich an K. J. Clement.59 NCl\4.1.12 Friedrichs an K. J. Clement v. 23. Februar 1862, Schleswig. NCl\4.1.13 H. Johs. [?] an K. J. Clement v. 4. April 1857, Kiel. NCl\4.1.14 A. Hansen an K. J. Clement v. 25. Mai 1861, Petersburg b. Apenrade. NCl\4.1.15 A. Hansen an K. J. Clement v. 3. Oktober 1861, Petersburg b. Apenrade. NCl\4.1.16 A. Hansen an K. J. Clement v. 3. November 1861, Petersburg b. Apenrade. NCl\4.1.17 Caroline Hegewisch an K. J. Clement v. 17. August 1847, Kiel.60 NCl\4.1.18 Caroline Hegewisch an K. J. Clement v. 30. September 1847, Kiel. NCl\4.1.19 Heis an K. J. Clement v. 8. Mai 1860, München. NCl\4.1.20 Herrig an K. J. Clement v. 5. Januar 1848, Elberfeld. NCl\4.1.21 H. Kroeger an K. J. Clement v. 2. Mai 1865, Hamburg. NCl\4.1.22 Johannes Mark an K. J. Clement v. 1. Januar 1848, Handschuchsheim. NCl\4.1.23 C. Martin an K. J. Clement v. 2. März 1845, Mügele b. Oschatz. NCl\4.1.24 Ernst Mercks [?] an K. J. Clement v. 14. August 1858, Hamburg. NCl\4.1.25 Dr. Meyer an K. J. Clement v. 15. Mai 1861, Hadersleben. NCl\4.1.26 Andreas Ludwig Jakob Michelsen an K. J. Clement v. 19. Juni 1861, Jena. NCl\4.1.27 Emil Naeck an K. J. Clement v. 17. August 1862, Kiel. NCl\4.1.28 Moritz Nissen61 an K. J. Clement v. 29.März 1855, Gammendorf (Fehmarn). NCl\4.1.29 A. Petermann an K. J. Clement v. 2. April 1857, Gotha. NCl\4.1.30 A. Petermann an K. J. Clement v. 3. Juni 1857, Gotha. NCl\4.1.31 Phillmann (?) an K. J. Clement v. 24. Dezember 1862, Altona. NCl\4.1.32 J.T. Plambeck an K. J. Clement v. 1. Januar 1843, Neumünster. NCl\4.1.33 Rumohr an K. J. Clement v. 17. April 1863, Coburg. NCl\4.1.34 Otto Spielberg an K. J. Clement v. August 1869, Altona. NCl\4.1.35 Dr. Steingaß an K. J. Clement v. 30. August 1858, Wien. NCl\4.1.36 Strong62 an K. J. Clement v. 17. März 1853, Hamburg. NCl\4.1.37 Thiedemann an K. J. Clement v. 30. Dezember 1843, Eckernförde.63 NCl\4.1.38 Thomsen an K. J. Clement v. 31. März 1862, Oldesloe. NCl\4.1.39 Türk an K. J. Clement v. 28. September 1852. NCl\4.1.40 G. Waitz64 an K. J. Clement v. 5. Mai 1861, Göttingen. NCl\4.1.41 I. Wilckens an K. J. Clement v. 14. Juni (keine Jahresangabe), Hamburg. NCl\4.1.42 Konvolut mit 5 Briefen an Clement, deren Absender bisher noch nicht identifiziert werden konnten. NCl\4.2. Briefe von seinen Brüdern aus Amerika (1839-1850). NCl\4.2.1 Olde John Clement65 und Boi Olde Clement an K. J. Clement v. 21. Dezember 1839, Portland. NCl\4.2.2 Olde John Clement und Boi Olde Clement an K. J. Clement v. 25. Oktober 1843, Boston. NCl\4.2.3 Boi Olde Clement an K. J. Clement v. 6. März 1845, Boston. NCl\4.2.4 Olde John Clement und Boi Olde Clement an K. J. Clement v. 27. Juni 1846, Boston. NCl\4.2.5 Olde John Clement an K. J. Clement v. 12. April 1850, Boston. NCl\4.3. Briefe von seiner Amrumer Verwandtschaft NCl\4.3.1 Kerrin Hansen, Wilhelm Peters und Hans Sponagel an K. J. Clement v. 8. Januar 1840, Amrum.66 NCl\4.3.2 Kerrin Hansen an K. J. Clement v. 28. Mai 1842, Amrum. NCl\4.3.3 Kerrin Hansen an K. J. Clement v. 6. Juli 1851, Amrum. NCl\4.3.4 Wilhelm (Wellem) Peters an K. J. Clement v. 4. August 1840, Amrum. NCl\4.3.5 Wilhelm (Wellem) Peters an K. J. Clement v. 4. November 1843, Amrum. NCl\4.3.6 Wilhelm (Wellem) Peters67 an K. J. Clement v. 2. Februar 1846, New York. NCl\4.3.7 Keike Wellems68 an K. J. Clement v. 185[?], Amrum.69 NCl\4.4. Briefe von der Heidelberger Verwandtschaft NCl\4.4.1 Hulda Louise Fries70 an K. J. Clement v. 26. Februar 1841; Erlangen. NCl\4.4.2 Konvolut mit drei Briefen von Christian Adam Fries71 an K. J. Clement aus der Zeit zwischen 1836-1844, Heidelberg. NCl\4.4.3 Hermann Fries an K. J. Clement v. 5. Januar 1836, Heidelberg. NCl\4.4.4. W. Fries an Clement v. 24. Juni 1859, München. NCl\4.4.5 Konvolut mit 9 Briefen von der Schwiegermutter Fries an Knudt Jungbohn u. Louise Clement aus den Jahren 1848-1857 aus Heidelberg. NCl\4.4.6 Konvolut mit 10 Briefen von Robert Fremerey72 an K. J. Clement aus den Jahren 1852 - 1861, Heidelberg. NCl\4.4.7 Konvolut mit drei Briefen von Marie Thilo73 an Clement v. 16. Februar 1856, Halle u. zwei weitere, undatiert. NCl\4.4.8 Zwei Briefe von S. Nida74 an K. J. Clement. Ein Brief datiert vom 17. September 1858, der andere undatiert. NCl\4.4.9 Zwei Briefe (1856, 1857) von Emilia Fremerey75 an K. J. Clement. NCl\4.4.10 Konvolut mit 7 Briefen von Wilhelm und Charlotte Kastner76 an Luise und K. J. Clement aus den Jahren 1843 - 1860. NCl\4.5 Briefe verschiedener aus Süddeutschland Konvolut mit Briefen verschiedener aus der 'Heidelberger Linie'. NCl\4.6. Briefe von Ermin Clement NCl\4.6.1 Konvolut mit Briefen von Ermin Clement aus der Zeit von 1856-1862 (vor seiner Auswanderung nach Amerika) an seinen Vater K. J. Clement. NCl\4.6.2 Ermin Clement an einen Freund, Hamburg 9. Juni 186377. NCl\4.6.3 Konvolut mit Briefen von Ermin Clement aus Amerika an seinen Vater K. J. Clement aus den Jahren 1866-1871, NCl\4.6.4 Ermin Clement an seinen Bruder Edmund Clement v. 29. Juni 1863, Hamburg. NCl\4.6.5 Ermin Clement an seinen Bruder Alfred Clement v. 21. Oktober 1860, Kornthal. NCl\4.6.6 Ermin Clement an seinen Onkel Heinrich Fries.78 NCl\4.7 Briefe von G. Pfleiderer an K. J. Clement Konvolut mit Briefen von G. Pfleiderer79 an K. J. Clement aus den Jahren v. 1856-1860. NCl\4.8 Brief von Alfred Clement an K. J. Clement Alfred Clement an seinen Vater K. J. Clement v. 28. April o.J., Bargteheide. NCl\5. Sonstige Sammlungen NCl\5.1 Konvolut mit monatlichen Zeugnissen des Knaben-Instituts Kornthal für Ermin Clement aus den Jahren 1857-1860. NCl\5.2 Exemplar des "The Evening Star", Philadelphia, 8. März 1873. Beinhaltet eine kleine Notiz, daß Clement eine neue Arbeit über die Geschichte Irlands im Druck hat. NCl\5.3 Konvolut mit Material zur Zeitschrift "Ricardo" - Zeitschrift für alles, erscheint täglich mit Ausnahme der 6 ersten Tage der Woche. Enthält: NCl\5.3.1 Zusammengebundene Ausgaben der Zeitschrift "Ricardo" (alles handschriftlich). Auf den ersten elf Seiten verschiedene Artikel, wahrscheinlich von der Nr.5 (auf der elften Seite steht das Datum 7. September 1866), S. 12-23 die Ausgabe Nr.6 v. 16. September 1866, S. 23-30 die Ausgabe Nr.7 v. 29. September 1866. 30 Seiten 8 . NCl\5.3.2 Ausgabe Nr.8 v. Sonnabend d. 29. September 1866. 4 . NCl\5.3.3 Ausgabe Nr.10 v. Sonnabend d. 20. Oktober 1866. Enthält die Mitteilung, daß mit dieser Nummer das Erscheinen eingestellt wurde. 4 . NCl\5.4 Die gedruckten Seiten 49 bis 206 seines Buches Schleswig, das urheimische Land des nicht dänischen Volkes der Angeln und Friesen und Englands Mutterland, wie es war und ward. Hamburg, 1863. 366 Seiten. NCl\6. Lose Materialien NCl\6.1 Christian Feddersen an Warnsted,80 v. 4. November 1846, Nordhackstedt. NCl\6.2 Hinrich Jappen81 an Seine Königliche Majestät v. 19. Mai 1826. NCl\6.3 Chr. D. Roelofs, Süderende, an Hark Wögens, Boston, v. 2. April 1838. NCl\6.4 Chr. D. Roelofs, Süderende, an Hark Wögens, Boston, vom 4. Dezember 1838. NCl\6.5 Eingabe Amrumer Bewohner v. 21. Februar 1836 an den Stiftsamtmann v. Sponeck zu Ribe. 1 Siehe Kap. I,1.1. 2 Der Teilnachlaß befindet sich im Landesarchiv Schleswig (LAS) unter der Nummer 399.1029. 3 NCl\2.2 4 NCl\2.2 5 Andreas Ludwig Jakob Michelsen. Verfasser der Buches "Nordfriesland im Mittelalter" (1828). 6 NCl\2.2 7 Diese Daten sind der Inschrift auf dem Grabstein von Hulda Louise Clement entnommen, die Johannes E. Jannen abgeschrieben hat (siehe NJa\3c, S. 45 u. NJa\9, S. 30). 8 LAS 65.2 Nr.563. 9 LAS 57.1 Nr.166. 10 LAS 51.283. 11 Die Zitate sind entnommen aus Schmidtke, Thomas "Knut Jungbohn Clement in der Zeit des Nationalen Gegensatzes in Schleswig-Holstein", Kiel. 1995. Betont Schmidtke mehr den amtlichen und historischen Charakter der Vorgänge, sollen im Rahmen dieser Biographie in erster Linie die Aspekte angesprochen werden, die den Menschen Clement beleuchten. 12 LAS 62.2 Nr.563, Philosophische Fakultät an den Kurator, v. 13.2.1838. 13 NCl\1.1.1 14 LAS 65.2 Nr. 563, Clement an Friedrich VI v. 16. Oktober 1837. 15 ebd. 16 ebd. 17 LAS 65.2, Nr.563, Philosophische Fakultät an Kurator Jensen v. 13. Februar 1838. 18 LAS 65.2 Nr. 563, Philosoph. Fakultät an Kurator Jensen v. 13.2.1838. 19 ebd. 20 LAS 65.2. Nr.563, Clement an Christian VIII v. 5.1.1842. 21 LAS 65.2 Nr.563, Fakultät an den Kurator, 13.3.1842. 22 LAS 65.2 Nr. 563. Kurator Jensen an die Kanzlei v. 22. März 1842. 23 LAS 47.1 Nr. 166 24 Karl Wilhelm Nitzsch, Sohn von G.W. Nitzsch, war verheiratet mit einer Tochter von Prof. Paulsen. 25 LAS 47.1 Nr.166 Clement an die Gemeinsame Regierung v. 22.11.1848. 26 LAS 47.1 Nr.166, Clement an das Department für geistliche und Unterrichtsangelegenheiten v. 2.11.1850. 27 Zitiert nach Schmidtke (1995:70). 28 FLMD, Selskip, F1, Nr. 13. 29 Eine Abschrift dieses Repliques durch die Hand Mechlenburgs liegt vor im NLM Nr. 37,11. Jensen schreibt zu diesem Vorgang in "Amrum - Geschichte und Gestalt einer Insel", 1964, S. 85: "Ein frühes Beispiel für die Unklarheit und die Undiszipliniertheit seines Geistes ist ein Artikel Clements im KC von 1831 [sic]; er erhob darin eine ganz allgemeine und unbegründete Klage über zu hohe Steuerlasten, Unterdrückung durch die Steuerbeamten und als Folge davon Bedrohung der Sitte und friesischen Eigenart auf Amrum. Die königl. Rentenkammer ordnete eine Untersuchung an, durch die festgestellt wurde, daß zwar der Haupterwerbszweig - die Schiffahrt - seit 1810 erheblich zurückgegangen sei, daß es aber Not auf der Insel nicht gebe [...]. Das Obergericht ging nur deswegen nicht gegen Clement vor, weil er nur "irrtümlich und voreilig, aber nicht in böser Absicht seine grundlosen Behauptungen aufgestellt habe." In Mechlenburgs Nachlaß Nr.26, Blatt 71, befindet sich ein Teil eines Briefes, der sich wahrscheinlich auf besagten Artikel bezieht: "Ich will keineswegs die brennende Vaterlandsliebe des Stud. Bohn Clements [.?.] u. tadeln, allein mich dauert seiner sehr, weil er seinen wohlgemeinten Zweck, den Wohlstand etwas zu fördern, durch Verdrehung der reinen Darstellung und durch auf der schwächsten Basis beruhenden Meinungen u. Behauptungen zu erreichen sich vergebens abhärmt." 30 FLMD, Selskip, F1, Nr.9. Brief an Dijkstra v. 6. September 1851. 31 Siehe NCl\2.2 32 Siehe NCl\1.1.1 33 LAS 65.2 Nr.563 34 LAS 47.1 Nr.166, Kurator Jensen an die provisorische Regierung v. 5.5.1848. 35 ebd. 36 LAS 65.2 Nr.563 37 Vorlage beschädigt. 38 LAS 65.2 Nr.568 39 KC 30.10.1839. 40 LAS 51.283 41 Zitiert nach Schmidtke (1995:76). 42 Schmidtke (1995:26). 43 Alle Zitate aus: Lorentzen, Paul "Geschichte des am 10. Juny 1844 gefeierten Volksfestes der Nordfriesen". Husum. 1844. 44 König Erich VII von Dänemark (1412-1429). 45 Auf den Seiten 237-261 druckt Clement eine von Hark Ulws selbstverfaßte Lebensbeschreibung ab, die dieser nach seiner Rückkehr nach Amrum geschrieben hat. 46 Da es sich um Notizen handelt, hat Clement einige Wörter abgekürzt. Wo die vollständige Form eindeutig herauszulesen war, ist dies stillschweigend gemacht worden. Die Seitenzahlen in Klammern sind vom Bearbeiter zur besseren Übersicht eingefügt worden. Die Originaltitel (von Clement unterstrichen) sind hier kursiv hervorgehoben. Titel in normaler Schrift sind vom Bearbeiter. 47 In einem friesischgeschriebenen Brief an Tiede Dijkstra von der "Selskip for fryske Tael- en Skriftekennisse", vom 25. Januar 1853 erwähnt Clement diese Abschrift. Es heißt nämlich: "Baai Redder as ferswünjan üb üs Eilunnen. Ik ha an ünfollenkemmen Ufskraft thiarfan, man huar't nü un't Ugenblak as, witj ik eg, ik kaan't eg finj, man so gau üs ik't finj, skel jam't fu, ik theenk, ik finj't noch wether." Eine vollständige Abschrift sowie erläuternde Bemerkung findet man in Dietrich Hofmanns Aufsatz "Baai - Redder": Ein weiterer Zeuge der altföhringschen Ballade. Nordfries. Jahrb. Bd. 31, 1995. S. 153-161. 48 Ein Teil dieses Manuskriptpaketes konnte noch nicht zugeordnet werden, da mir zur Zeit kein vollst. Druck vorliegt. 49 Es könnte sein, daß es sich bei diesem Manuskriptfragment um die Vorlage eines Buches über die Geschichte Irlands handelt, das sich laut 'Evening Star' v. 8. März 1873 in Druck befindet, siehe NCl\5.2. 50 K. J. Clement Der Lappenkorb von Gabe Schneider aus Westfrisland, mit Zuthaten aus Nordfrisland. Leipzig o.J. (Vorrede: Okt. 1846, Kiel). 51 Demosthenes hielt in Athen gegen König Philip von Mazedonien (ähnlich wie seine bis heute sprichwörtlichen Philippika) drei "olynthische Reden", als Philipp im Jahre 349 v. Chr. die Stadt Olynth (Olynthos auf der Halbinsel Chalkidike südöstlich des heutigen Saloniki) angriff - und sie 348 zerstörte. [Mitteilung von D. Hofmann in einem Brief an den Bearbeiter v. 21. März 1995]. 52 Dieser Lebenslauf ist vollständig abgedruckt in Ingwer Petersen "Dr. Clement. Ein Friese." Keine Orts- und Jahreszahlangabe. Ein Exemplar dieser Schrift befindet sich im Nachlaß von Johannes E. Jannen unter der Nr.74 im Öömrang Archiif. Auf S. 67 schreibt Petersen: [...] durch die Freundlichkeit des Herrn Edmund Clement [Sohn von K. J. Clement] bin ich in den Besitz eines Schriftstücks gelangt, das, von Dr. Clement selbst verfaßt, eine kurze, freilich nur bis zum Jahre 1858 führende Skizze seines Lebens enthält, und dieselbe möchte ich den Lesern des Kalenders um so weniger vorenthalten, als ich Grund zu behaupten habe, daß Dr. Clement in mancher Hinsicht der gelehrteste Friese aller Zeiten gewesen ist." Da über diesem handschriftlichen Lebenslauf 'Copie' steht, ist es also auch möglich, daß Edmund der Verfasser ist. 53 Vgl. Bibliographie. 54 Vgl. Bibliographie. 55 Die letzte Zahl der Jahresangabe ist durch eine Beschädigung des Briefes nicht mehr lesbar. Die Unterschrift des Verfassers konnte noch nicht identifiziert werden. 56 Chemnitz ist Beamter im Amtshaus von Husum gewesen. 57 W. Engelmann ist der Verleger des 'Lappenkorbs'. Auf der Rückseite dieses Briefes befindet sich eine von Clement geschriebene Vorrede zum "Lappenkorb" datiert: Oktober 1846, Kiel. Diese Form ist nicht in allen Einzelheiten identisch mit der gedruckten Form im "Lappenkorb von Gabe Schneider" S. III. Vollständige Abschrift siehe Anlage S. 58 Der Brief ist teilweise beschädigt, so daß kein Absendeort auszumachen ist. 59 Der Brief ist teilweise so stark beschädigt, daß sich kein Datum bzw. Absendeort feststellen läßt. 60 In diesem Brief befindet sich auch eine kurze Nachricht, die unterschrieben ist mit L. Boie. 61 Moritz Nissen (1822-1902). Von ihm stammen u.a. 'Den freske Sjemstin', 'De freske Findling' u. ein mehrbändiges friesisches Wörterbuch (noch ungedruckt). 62 Strong betitelt sich mit 'Bevollmächtigter der Grund'schen [?] Erben'. 63 Auf der Rückseite des Briefes befindet sich ein 'Empfehlungsschreiben' (Clement betreffend) von G. L. R James an John Murray v. 30. Oktober 1845 (scheint eine von Clement gemachte Kopie zu sein). 64 Waitz hat Clements Schrift "Schleswig, das urheimische Land.." in den Göttinger gel. Anzeigen 1862, S. 1540-1544, rezensiert. Waitz hat außerdem 1846 eine Arbeit über die 'Lex Salica' geschrieben, einem Thema, dem sich auch Clement intensiv gewidmet hat. 65 O.J. Clement u. B.O. Clement sind Brüder von K. J. Clement. O.J. Clement unterschreibt mit 'O.J. Bohn' und später amerikanisiert 'O.J. Bowen'. Beide wandern in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts nach Amerika aus. 66 Kerrin Hansen ist Clements Mutter, Wellem Peters sein Schwager und Hans Sponagel sein Stiefvater. 67 Nennt sich in Amerika William Peters. 68 Keike Wellems ist die Schwester von Clement. 69 Der Brief ist zum Teil beschädigt, so daß die Jahreszahl nicht genau zu entziffern ist, und der Absendeort sich nur aus dem Inhalt folgern läßt. 70 Hulda Luise Fries ist die Braut von Clement. Sie heiraten 1843. 71 C. A. Fries ist der Schwiegervater von K. J. Clement. Im Brief v. 1837 befindet sich ebenfalls eine Nachricht von einem Weiland [?]. Dieser ist Mitarbeiter bei der Zeitschrift 'Das Ausland'. 72 Schwager von Clement. Es befinden sich auch zwei Briefe in diesem Konvolut, wo Fremerey seine Nachricht an Clement auf einem Breif von Ermin Clement an seinen Vater geschrieben hat. 73 Thilo ist Clements Schwägerin. 74 Nida ist die Cousine von Luise Clement. 75 Emilia Fremerey ist Clements Schwägerin. 76 Großonkel und Großtante von Luise Clement geb. Fries. 77 Jahreszahl durch Verwischung nicht sicher zu identifizieren. 78 Der Name ist nicht genannt, geht aber aus dem Inhalt hervor. 79 G. Pfleiderer ist Direktor [?] an der Schule in Kornthal, die Clements Sohn Ermin besucht. 80 Warnsted, Flensburg, wird von Feddersen mit 'Kammerherr u. Amtmann' Ritter v. Dannebrog angeredet. 81 Jappen ist Schullehrer in Toftum. In diesem Brief bittet Jappen den König, ihn wieder in den Schuldienst zu setzen. Er erläutert in dem Brief eingehend die Umstände, die zu seiner Suspendierung geführt haben.