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Deutschland

Lebenslauf > Leben und Arbeiten - Ein Ueberblick

Auf Fehmarn angekommen wandte ich mich an die Gemeindeverwaltung in Burg. Diese verwiesen mich an die Kirche und vertrösteten auf den nächsten Tag. Die Pastorin wies mir unfreundlich und wiederwillig ein Zimmer für die Nacht an. Dank des engagierten Einschreitens unzuständiger Verwaltungsangestellter erhielt ich am nächsten Tag eine Fahrkarte nach Hamburg und den Tagessatz von etwa 12EU für Lebensmittel.
In Hamburg setzte ich mich vor das Bezirksamt, schrieb erneut die „BfA“ an und reichte meine Anträge im Bezirksamt ein. Unterkunft und Sozialhilfe wurden verweigert (s. Anlage 5a, b u. c).
Ich sprach mit einer Frau die seit 3 Monaten auf ihr Geld wartete der Aschram im Stadtteil trug Sorge, dass sie nicht verhungert. Wir haben dort als Jugendliche an Kochkursen teilgenommen.
Ein Mann wurde in seiner Wohnung mehrfach erpresst, schließlich schlugen sie ihm die ganze Wohnung kurz und klein. Er hatte Angst, hungerte und fror. Die Polizei verweigerte die Anzeigenaufnahme, das Bezirksamt nicht nur die Sozialhilfe sondern auch die Dokumente für einen neuen Ausweis. Er war Mitte zwanzig hatte allen Widrigkeiten in seiner Kindheit zum trotz einen Schulabschluss und eine Ausbildung bestanden. Er war plötzlich weg, ich konnte zu einer Behörde nicht mitgehen, ich weiß nicht ob er noch lebt.
Einen Freund traf ich mit einer Wolldecke bekleidet, er war am verhungern. Die Kleidung die ich auf eine Parkbank legte war zwei Minuten später verschwunden. Selbst das gönnten sie ihm nicht.
Einen anderen traf ich beim Pfandflaschen aufsammeln. Wir haben jahrelang zusammen im „Dachverband der Hamburger MieterInneninitiativen“ gearbeitet, er war damals schon Rentner.
Die Mutter einer Freundin hat noch genug zu essen da ihre Tochter sie unterstützt. Sie sitzt in Ihrer Wohnung fast blind, einen Gehwagen kann sie nicht benutzen, das Krankenhaus verweigerte nicht nur die Behandlung einer Thrombose im Auge sondern auch die eines komplizierten Armbruches. Sie hat gearbeitet bis sie mit achtzig Jahren einen Herzanfall erlitt. Die Krankenkasse sandte ihr gerade eine Urkunde für 50-zig jährige Mitgliedschaft. Sie war Selbständig. Die Beiträge zu den Sozialversicherungen entrichtete sie freiwillig.
Mir verhalfen Freunde zu etwas Geld von der „BfA“ und einer Wohnung zur Untermiete. Im Frühjahr verließ ich das Land (s. Anlage 6a u. b).


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