AiDS

AIDS
Dies ist ein Referat, was ich mit einer Freundin (Lisa *knutscha*) für die Schule geschrieben habe. Nun, letztendlich haben wir das Thema etwas verfehlt, dennoch finde ich es sehr informativ und irgendwie ist es des Veröffentlichens wert *g*. (Außerdem einen mehr oder weniger freundlichen Gruß an die Frau vom Gesundheitsamt: Andrea, wir wissen, wo du wohnst. *zwinka*)

AIDS bedeutet Acquired Immunodeficiency Syndrome (dt.: erworbenes Immunschwäche-Syndrom). AIDS ist das Endstadium der HIV- (Human Immunodeficiency Virus) Infektion. Es tritt im Durchschnitt 10 Jahre nach der Infektion auf (Inkubationszeit); bei Kindern sogar noch früher. In Deutschland leben heute ca. 39000 HIV-Infizierte.

Die möglichen Übertragungswege von HIV sind:

Schwangerschaft
13-30% der Kinder HIV-infizierter Mütter sind deutlich gefährdet ebenfalls infiziert zu werden. Das ist zwar eine deutlich geringere Anzahl als angenommen, dennoch raten Ärzte zu einem Schwangerschaftsabbruch. Wenn das Kind trotzdem geboren wird, wird vom Stillen abgeraten, da die Muttermilch infektiös ist. Wissenschaftliche Untersuchungen haben keinen Unterschied zwischen Kaiserschnitt und „normaler“ Geburt ergeben.

Folgen der Infektion
Ein mit HIV infizierter Mensch bzw. sein Immunsystem ist nicht fähig, das Virus vollständig aus dem Körper zu entfernen und die Ausbreitung im Organismus langfristig zu unterbinden. Das Virus verursacht Schädigungen im Immunsystem, aus der sich ohne Behandlung verschlimmernde Krankheitsbilder entwickeln.

Häufige Symptome für eine HIV-Infektion sind:

Behandlung
Das HI-Virus steuert die Zellen des menschlichen Immunsystems so, dass sie, wenn es in diese eingedrungen ist, das Virus reproduzieren. Diese Produktion kann durch die Stoffe in antiviralen Medikamenten blockiert werden. Je nach der Phase der Virus-Produktion, in der diese Substanzen einwirken, heißen sie Protease-Hemmer (PI) oder Reverse-Transskriptase-Hemmer (RTI). Meist werden heute in der HIV-Therapie mehrere Medikamente kombiniert (Kombinationstherapie). In jedem Fall werden die Kombinationen individuell angepasst. Dennoch ist eine vollständige Heilung bis heute unmöglich.

Besonders gefährdete Gruppen für eine HIV-Infektion sind:

Lebensregeln
Es gibt „Lebensregeln“ für HIV-infizierte Personen, die unbedingt beachtet werden sollten. So sollte der Sexualpartner nicht oft gewechselt, aber auf jeden Fall über die Krankheit informiert werden. Beim Geschlechtsverkehr müssen Kondome benutzt werden, um eine Infektion eines Nicht-Infizierten zu vermeiden. Übermäßige UV-Strahlen (Sonnenstudio), sowie Aufputschmittel, Nikotin oder Alkohol sollten vermieden werden, weil dadurch das Immunsystem geschwächt wird. Außerdem können HIV-Positive ihre Mitmenschen schützen, indem sie kein Blut, Organe, Samen oder andere Gewebe spenden und alle behandelnden Ärzte informieren.

Gesellschaft
In der Gesellschaft wird mit der Krankheit verschieden umgegangen. Hier ein Fallbeispiel:
Einem 26-jährigem Mann aus Baltimore/USA wurden nach Bekanntwerden seiner AIDS-Erkrankung seine Wohnung und sein Job gekündigt. Weil Pflegeheime und Krankenhäuser sich weigerten, ihn aufzunehmen, zog er in ein Hotel. Doch auch der Hotelmanager warf ihn heraus, weil die Zimmermädchen sein Zimmer nicht betreten wollten. Ein Reporter wurde auf den jungen Mann aufmerksam und schrieb einen Bericht über ihn. Dieser zog Aufmerksamkeit auf den 26-jährigen. Mitleid, Hilfsbereitschaft und Verständnis für das Schicksal waren das Ergebnis. Eine ältere Dame nahm den Mann sogar auf und kümmerte sich um ihn.
Dieses Beispiel zeigt, dass mit dieser Krankheit in der Gesellschaft sowohl positiv als auch negativ umgegangen wird.

Blick in die Welt
In Deutschland ist man außerdem um einiges weiter mit der Aufklärung über AIDS als in Afrika. Obwohl andere Länder, wie z.B. Deutschland, versuchen, die afrikanische Bevölkerung aufzuklären, wissen dort die Wenigsten, was ein Kondom ist geschweige denn, wie man es anwendet.
Von den 31 Mio. HIV-Infizierten weltweit leben 21 Mio. in Afrika. Dort liegt die Lebenserwartung inzwischen bei ca. 41 Jahren. Die meisten HIV-Infektionen in Afrika passieren nicht durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, sondern durch mehrfache Benutzung von Spritzen bei Impfungen.91% aller durch AIDS bedingten Todesfälle der Welt kommen in afrikanischen Ländern vor.
Pro Minute stecken sich weltweit ca. 10 Menschen mit HIV an.
Anfang 1987 gab es in San Francisco 4000 AIDS-Kranke.
Heute leben davon nur noch 40%.
Es gibt dort vier Neudiagnosen und drei AIDS-Tote pro Tag.

Lokales
In Bremen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich über die Krankheit zu informieren. Es gibt z.B.:
Die AIDS-Hilfe bietet z.B. betreutes Wohnen an. Es wird individuell entschieden, für wen so etwas in Frage kommt.
Das Gesundheitsamt Bremen startet einmal im Jahr die Jugendfilmtage im Cinemaxx. Dort werden Filme über Geschlechtskrankheiten gezeigt, um die Jugendlichen zum Nachdenken anzuregen. Bei dieser Veranstaltung werden auch Spiele angeboten, die von Homosexuellen geleitet werden, um Vorurteile von Jugendlichen abzubauen. Durch den Kontakt zu Betroffenen lassen sich Jugendliche leichter auf das Thema ein.
