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Aktuell- Reizthema Toner
ITG berichtet auf umweltmedizinischer Fachtagung
über
Tonerwirkungen auf den Menschen. Der ITG liegen jetzt schon
über
400 konkrete Verdachtsfälle
von Erkrankungen durch Toner vor! Ein Enormes Dunkelfeld ist sicher
erwartbar. Es besteht ein auffälliger
Herstellerbezug! Bereits in jedem achten Fall gibt es medizinische Beweise!
Auch Entzündungen
der Haut und des Magen-Darm-Traktes können
nachweislich durch Toner ausgelöst
werden! In jedem dritten Fall sind auch die Augen betroffen. In der Ausgabe Nr. 11/2003 berichtete Computer Bild über einen Test von vier Farblaserdruckern. Dabei fand die Landesgewerbeanstalt Bayern in drei Tonern Organozinn-Verbindungen, in einem Fall sogar das ultragiftige TBT, das in kleinsten Spuren Veränderungen des Hormon- und Immunsystems bewirken kann. Test-Urteil: “ungenügend”. Aufgrund der Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen und Analysen von Toner und zum Emissionsverhalten von Laserdruckern und Kopiergeräten vergibt die Landesgewerbeanstalt Bayern (www.lga.de) erstmals ihr neues Prüfsiegel “LGA-schadstoffgeprüft” für zwei Toner der Fa. TBS. Die Bemühungen der LGA um konsequente Schadstoffreduzierung in Tonern ist zu begrüssen. Wegen der unkalkulierbaren Wirkungen von Tonern auf die Gesundheit bleibt aber abzuwarten, ob sich damit Gesundheitsschädigungen tatsächlich ausschliessen lassen.
“Dicke
Luft an Dienststellen” Am 26. März 2003 informierte der BBU anlässlich der Anhörungen beim Umweltbundesamt zum neuen Umweltzeichen (Blauer Engel) für Multifunktionsgeräte, Laserdrucker und Kopiergeräte über die vorliegende Verdachts- und Beweislage hinsichtlich der Gesundheitsschädigungen durch bestimmte Toner. Vor dem Hintergrund der aktuellen dramatischen Zunahme von Verdachtsfällen forderte der BBU, derzeit kein neues Umweltzeichen für tonerhaltige Bürogeräte zu vergeben. Aufgrund der Warnungen der ITG schlossen sich verantwortungsbewusste Großarbeitgeber aus Industrie und Verwaltung zusammen und beauftragten die Landesgewerbeanstalt Bayern mit umfangreichen Untersuchungen (s.a. Presseveröffentlichung der LGA http://www.lga.de/deutsch/infos/prm02-14.htm). Dabei wurden höchst unterschiedliche Schadstoffbelastungen festgestellt. Daraufhin widersprach man den Verharmlosungen des Industrieverbandes BITKOM deutlich und erstellte ein Anforderungsprofil für schadstoffminimierten Toner, das nun die Grundlage der betriebseigenen Beschaffung bildet. Dieses vorbildliche Verhalten ist ein wichtiger Schritt zu Lösung des Problems. Engagierte Wissenschaftler und Fachärzte fanden sich auf Einladung der ITG am 5.4.2002 in Potsdam zusammen. Sie bestätigten die Gesundheitsschädigungen durch Toner und gründeten den “MAK- Medizinischer Arbeitskreis Toner”. Es folgten erste medizinisch wissenschaftliche Veröffentlichungen, so z.B. auf dem Allergiekongress in Dresden im September 2003. ÖKO-TEST weist in Kurzmeldungen (Februar 2002 und Oktober 2001) darauf hin, dass sowohl der Blaue Engel, als auch das neue Prüfsiegel Eco-Kreis des TÜV Rheinland vergeben wird, ohne die zinnorganischen Verbindungen zu berücksichtigen. Die ITG hat das Umweltbundesamt darüber informiert, dass Laserdrucker mit Umweltzeichen nachweislich schwere Erkrankungen verursachten. Im Februar 2002 untersuchte ÖKO-TEST (http://www.oekotest.de/) Toner für Kopiergeräte und wurde erneut fündig: v.a. Nickel, Styrol und ultragiftiges Organozinn wurden gehäuft festgestellt. 9 von 14 Toner wurden als mangelhaft oder gar ungenügend abgewertet.
Nach dem Bericht im Spiegel (Nr. 10/2001, s.u. Presse) konnte
ÖKO-TEST
(August 2001, s.u. Presse) erstmals gewonnen werden, Toner und Geräteemissionen
zu untersuchen. Schon damals wurde unser Verdacht bestätigt.
In acht von zehn Tonern wurden gefährliche
Gifte gefunden: Schwermetalle, wie Kobalt und Nickel, krebserregendes
Benzol, Phenol und Styrol und ultragiftige Organozinn-Verbindungen, die in
kleinsten Spuren in den menschlichen Hormonhaushalt und das Immunsystem
eingreifen. Industrieverband, Hersteller und Verwaltungsberufsgenossenschaften versuchten wiederum mit ebenso geschickter, wie zweifelhafter Argumentation, Entwarnung zu geben. Sogar die ZDF-heute-Nachrichten berichteten und das Handelsblatt kommentierte folgerichtig: „Im Zweifel gegen den Angeklagten!“ Die Berufsgenossenschaft Feinmechanik und Elektrotechnik („Reizthema Toner“ , vom 26.09.01, http://www.bgfe.de/) rät, beim Einatmen von Tonerstaub: lüften und Arzt aufsuchen. Der Spiegel hatte mit seinem Bericht Gefahr aus dem Drucker ins Schwarze getroffen und den Stein ins Rollen gebracht. Die von der ITG eingeschalteten Bundesministerien und -behörden sehen sich nicht zuständig bzw. halten die Gesundheitsgefahr durch Toner für ein Problem von Arbeitgebern und Berufsgenossenschaften. Insgesamt herrscht ein erstaunlich geringes Erkenntnisinteresse. Einzig das Umweltbundesamt rät in einer Presseerklärung vom 4. Mai 2001: Toner nicht einzuatmen. Der Büroalltag zeigt jedoch, dass Toner durch den normalen Druckbetrieb in die Raumluft verblasen wird. Da stellt sich die Frage: Wie soll man sich da schützen???
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