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Gesundheit
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Aktuell- Reizthema Toner

  • Würzburg, 28.5.2003:
    Umweltmedizinische Fachtagung
    über Nano-Teilchen greift Gesundheitsrisiken durch Toner auf. ITG berichtet über 400 Verdachtsfälle auf Tonerschädigung.
  • Hamburg, 18.5.2003:
    Achtung: Schadstoffe! Nach einer Untersuchung von Farblaserdruckern warnte Computer Bild erneut.
  • Nürnberg, 8.4.2003:
    LGA Bayern vergibt erstmals neues Pr
    üfsiegel für Toner: LGA-schadstoffgeprüft.
  • Berlin, 31.3. 2003: Dicke Luft an Dienststellen; Deutsche Polizei informiert bundesweit über Gesundheitsgefahren durch Toner.
  • Berlin 28.3. und 15.5. 2003:
    BBU weist beim Umweltbundesamt auf die Gefahren durch Toner hin und fordert die Vergabe des Umweltzeichens f
    ür Laserdrucker und Kopiergeräte auszusetzen.
  • Bonn/ Hamburg, Januar 2003:
    Bundesverband B
    ürgerinitiativen Umweltschutz, BBU e.V.,  bildet im Jahr der Chemie neue Arbeitsgruppe Innenraumschadstoffe und Gesundheit, der sich auch die ITG anschliesst
  • Potsdam, 5.4. 2002:
    MAK -Medizinischer Arbeitskreis- Toner best
    ätigt Gesundheitsrisiken durch bestimmte Toner.
  • Nürnberg, März 2002: Verantwortungsbewusste Großarbeitgeber bilden Arbeitskreis Gesunde Büroarbeitsplätze,  bestätigen höchst unterschiedliche Schadstoffbelastungen und widersprechen Verharmlosungen des Industrieverbandes BITKOM.
  • Frankfurt, Oktober 2001 und Februar 2002: ÖKO-TEST: Umweltengel bietet keinen Schutz vor Schädigung durch Laserdrucker.
  • Frankfurt, Februar 2002: ÖKO-TEST wurde wieder fündig: Auch Toner für Kopierer enthalten gesundheitsschädliche Chemikalien und die Schadstoffe gelangen in die Raumluft.
  • 26.09.01, Berufsgenossenschaft warnt: Nach Einatmen von Toner Arzt aufsuchen!
  • Hamburg, 28.8.2001: ÖKO-TEST Toner für Laserdrucker: Schwermetalle, VOC und ultragiftiges Organozinn gefunden.
  • Berlin, 04.05.01:
    Umweltbundesamt r
    ät Toner nicht einzuatmen

ITG berichtet auf umweltmedizinischer Fachtagung über Tonerwirkungen auf den Menschen. Der ITG liegen jetzt schon über 400 konkrete Verdachtsfälle von Erkrankungen durch Toner vor! Ein Enormes Dunkelfeld ist sicher erwartbar. Es besteht ein auffälliger Herstellerbezug! Bereits in jedem achten Fall gibt es medizinische Beweise! Auch Entzündungen der Haut und des Magen-Darm-Traktes können nachweislich durch Toner ausgelöst werden! In jedem dritten Fall sind auch die Augen betroffen.
Umweltmediziner und Wissenschaftler sind sich einig: Gesundheitsrisiken durch Feinstst
äube, wie sie auch Tonern enthalten, sind unkalkulierbar und bedürfen dringend weiterer Erforschung.

In der Ausgabe Nr. 11/2003 berichtete Computer Bild über einen Test von vier Farblaserdruckern. Dabei fand die Landesgewerbeanstalt Bayern in drei Tonern Organozinn-Verbindungen, in einem Fall sogar das ultragiftige TBT, das in kleinsten Spuren Veränderungen des Hormon- und Immunsystems bewirken kann. Test-Urteil: ungenügend.

Aufgrund der Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen und Analysen von Toner und zum Emissionsverhalten von Laserdruckern und Kopiergeräten vergibt die Landesgewerbeanstalt Bayern (www.lga.de) erstmals ihr neues Prüfsiegel LGA-schadstoffgeprüft für zwei Toner der Fa. TBS. Die Bemühungen der LGA um konsequente Schadstoffreduzierung in Tonern ist zu begrüssen. Wegen der unkalkulierbaren Wirkungen von Tonern auf die Gesundheit bleibt aber abzuwarten, ob sich damit Gesundheitsschädigungen tatsächlich ausschliessen lassen.

Dicke Luft an Dienststellen
Die Deutsche Polizei, Gewerkschaftsorgan der Gewerkschaft der Polizei berichtete in der Ausgabe April 2003 ((
http://www.gdp.de/fred/abb/DeuPol0304.pdf), S.18ff) umfassend
über die Gesundheitsgefahren durch Toner. Innerhalb weniger Wochen gingen daraufhin über 100 schriftliche Verdachtsmeldungen auf Tonerschädigung ein. Dies belegt eindrucksvoll die Relevanz des Problems.

Am 26. März 2003 informierte der BBU anlässlich der Anhörungen beim Umweltbundesamt zum neuen Umweltzeichen (Blauer Engel) für Multifunktionsgeräte, Laserdrucker und Kopiergeräte über die vorliegende Verdachts- und Beweislage hinsichtlich der Gesundheitsschädigungen durch bestimmte Toner. Vor dem Hintergrund der aktuellen dramatischen Zunahme von Verdachtsfällen forderte der BBU, derzeit kein neues Umweltzeichen für tonerhaltige Bürogeräte zu vergeben.

Aufgrund der Warnungen der ITG schlossen sich verantwortungsbewusste Großarbeitgeber aus Industrie und Verwaltung zusammen und beauftragten die Landesgewerbeanstalt Bayern mit umfangreichen Untersuchungen (s.a. Presseveröffentlichung der LGA http://www.lga.de/deutsch/infos/prm02-14.htm). Dabei wurden höchst unterschiedliche Schadstoffbelastungen festgestellt. Daraufhin widersprach man den Verharmlosungen des Industrieverbandes BITKOM deutlich und erstellte ein Anforderungsprofil für schadstoffminimierten Toner, das nun die Grundlage der betriebseigenen Beschaffung bildet. Dieses vorbildliche Verhalten ist ein wichtiger Schritt zu Lösung des Problems.

Engagierte Wissenschaftler und Fachärzte fanden sich auf Einladung der ITG am 5.4.2002 in Potsdam zusammen. Sie bestätigten  die Gesundheitsschädigungen durch Toner und gründeten den MAK- Medizinischer Arbeitskreis Toner. Es folgten erste medizinisch wissenschaftliche Veröffentlichungen, so z.B. auf dem Allergiekongress in Dresden im September 2003.

ÖKO-TEST weist in Kurzmeldungen (Februar 2002 und Oktober 2001) darauf hin, dass sowohl der Blaue Engel, als auch das neue Prüfsiegel Eco-Kreis des TÜV Rheinland vergeben wird, ohne die zinnorganischen Verbindungen zu berücksichtigen. Die ITG hat das Umweltbundesamt darüber informiert, dass Laserdrucker mit Umweltzeichen nachweislich schwere Erkrankungen verursachten.

Im Februar 2002 untersuchte ÖKO-TEST (http://www.oekotest.de/) Toner für Kopiergeräte und wurde erneut fündig: v.a. Nickel, Styrol und ultragiftiges Organozinn wurden gehäuft festgestellt. 9 von 14 Toner wurden als mangelhaft oder gar ungenügend abgewertet.

Nach dem Bericht im Spiegel (Nr. 10/2001, s.u. Presse) konnte ÖKO-TEST (August 2001, s.u. Presse) erstmals gewonnen werden, Toner und Geräteemissionen zu untersuchen. Schon damals wurde unser Verdacht bestätigt. In acht von zehn Tonern wurden gefährliche Gifte gefunden: Schwermetalle, wie Kobalt und Nickel, krebserregendes Benzol, Phenol und Styrol und ultragiftige Organozinn-Verbindungen, die in kleinsten Spuren in den menschlichen Hormonhaushalt und das Immunsystem eingreifen.
In einem Emissionstest mit zwei Druckern neuester Bauart wurden zwar keine Staubbelastungen registriert, es wurden aber fl
üchtige organische Verbindungen aus Tonern freigesetzt. Sogar stark reizendes Ozon entstand; ein Problem, das angeblich längst erledigt sein sollte. Wie wäre wohl der Test mit gebrauchten Geräten ausgegangen, die millionenfach im Betrieb sind?

Industrieverband, Hersteller und Verwaltungsberufsgenossenschaften versuchten wiederum mit ebenso geschickter, wie zweifelhafter Argumentation, Entwarnung zu geben. Sogar die ZDF-heute-Nachrichten berichteten und das Handelsblatt kommentierte folgerichtig: Im Zweifel gegen den Angeklagten!

Die Berufsgenossenschaft Feinmechanik und Elektrotechnik (Reizthema Toner , vom 26.09.01, http://www.bgfe.de/) rät, beim Einatmen von Tonerstaub: lüften und Arzt aufsuchen.

Der Spiegel hatte mit seinem Bericht Gefahr aus dem Drucker ins Schwarze getroffen und den Stein ins Rollen gebracht. Die von der ITG eingeschalteten Bundesministerien und -behörden sehen sich nicht zuständig bzw. halten die Gesundheitsgefahr durch Toner für ein Problem von Arbeitgebern und Berufsgenossenschaften. Insgesamt herrscht ein erstaunlich geringes Erkenntnisinteresse. Einzig das Umweltbundesamt rät in einer Presseerklärung vom 4. Mai 2001: Toner nicht einzuatmen. Der Büroalltag zeigt jedoch, dass Toner durch den normalen Druckbetrieb in die Raumluft verblasen wird. Da stellt sich die Frage: Wie soll man sich da schützen???

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