ANDREAS BUTTLER
SPIRITOLOGIE
Die Lehre des Ursprungs, unendlichen Potentials
und der vollständigen Rehabilitierung des geistigen Wesens
Copyright 2007 by Andreas Buttler
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
Rechtschreibreform – Sprachreform 5
Das geistige Wesen 8
Die acht Impulse des Daseins 13
Nichts als die Wahrheit 18
Vorgetäuschte Realität 21
Unerreichte Normalität 25
Gehirnwäsche kostenlos 27
Drei Universen 31
Selbstbestimmung 34
Ursache und Wirkung 47
Gott definiert 50
Spiritologie ist nicht Scientology 58
Allbestimmung 65
Macht und Einfachheit 74
Betrachtung oder Denkschema 76
Phantasie als Quelle neuer Realitäten 77
Wieder belebte Unendlichkeit 78
Nachwort 79
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Vorwort
Schön, dass Sie dieses Buch in Händen halten; auch wenn Sie in »Wirklichkeit« gar keine besitzen,
wie Sie bis zum Ende dieses Buches bemerken werden, sollten Sie sehr aufmerksam lesen.
Die Spiritologie ist eine angewandte Philosophie, die von jedem anhand seiner eigenen
Wahrnehmung überprüft, untersucht und auf Wirksamkeit getestet werden kann; also nicht nur eine
nette Theorie, die vielleicht toll oder gar intellektuell klingt, aber nicht in der Lage ist, Sie, den
Leser, darin zu unterstützen, das Leben mehr und mehr zu verstehen und zu Höhen aufzusteigen, in
denen Sie Ihr Leben leben und kontrollieren – nicht umgekehrt!
Die Spiritologie ist keine Religion im Sinne eines starren Glaubenssystems mit moralischen
Gesetzen oder Regeln, die eine bestimmte Sicht fordern oder gar versucht zu erzwingen; vielmehr
geht es dabei um das Erlangen persönlicher geistiger Freiheit und eigenständigen Denkens des
Individuums, das sie verwendet. Genau darum ist es eine Philosophie und keine Religion.
Im Alter von zehn Jahren begann ich aktiv meine Suche nach Wahrheit, da ich bemerkte, wie
schwierig es war, auf simple Fragen eine wenigstens halbwegs vernünftige oder logisch
erscheinende Antwort in der Welt der angeblich so erfahrenen und wissenden »Erwachsenen« zu
bekommen. Was nützt mir eine Philosophie, die ich studiere – ob an der Universität oder zu Hause
– in der ich Aussagen finde, die mir weismachen wollen, auf bestimmte Fragen niemals eine
Antwort zu bekommen, da es Dinge wie das »Unwissbare« gibt?
Für gewöhnlich werfe ich Bücher dieser Art in den Müll, aber vielleicht fällt mir irgendwann
einmal eine wirklich sinnvolle Verwendung für die Arbeiten hochgeschätzter Autoritäten ein, die
sich die Mühe machten, ihre eigenen Missverständnisse und Verwirrungen über das Leben zu
Papier zu bringen, um damit denen Barrieren und Fallen auf den Weg zu legen, die es vielleicht
geschafft hätten, wären Sie wiederum nicht so unglaublich leichtgläubig gewesen, etwas als
»wahre« oder »richtige« Lehre anzunehmen, ohne vorher brauchbare Definitionen von solch
»belanglosen« Wörtern wie »Wahrheit«, »Realität«; »richtig« oder »falsch« zu haben.
Nun, ich lade Sie herzlich ein, Ihre Wahrheit zu finden; Ihre ganz persönliche Wahrheit, denn der
größte Fehler der Menschheit lag bisher darin, anzunehmen, es gäbe nur die eine Wahrheit, die für
alle gleichermaßen gültig ist.
Mit einem dermaßen unwahren Grundpfeiler als Basis für richtiges Verhalten oder Denken konnte
es nur eine Art von Ergebnis geben: Chaos, Krieg, Krankheit, Leid und Unterdrückung der
Selbstbestimmung des Einzelnen oder was wir sonst noch alles als für den Menschen unabwendbare
»Prüfungen« Gottes angesehen haben.
Hiermit beginnt Ihre Reise. Eine Reise in die Unendlichkeit, denn Sie waren, sind und werden
immer Unendlichkeit sein und ich freue mich auf Sie, wenn Sie den ganzen Weg gegangen sind,
den die Spiritologie beschreibt.
Ich wette, Sie waren und sind ein guter Mensch, doch nun ist die Zeit gekommen, endlich wieder zu
erwachen!
In Liebe
Andreas Buttler
5
Rechtschreibreform – Sprachreform
Weder sollte dieses Buch sich mit so einem Thema beschäftigen, noch sollte es überhaupt Teil
meiner Arbeit werden. Da ein paar ganz »schlaue« Köpfe jedoch nichts anderes zu tun hatten, als
mit dem Versuch einer solchen Reform – die weltweit, aufgrund ihrer ziemlich idiotischen Natur,
Ihresgleichen sucht – Verwirrung und Unstimmigkeit zwischen den Menschen zu stiften, die sich
überall auf diesem Globus der deutschen Sprache bedienen, habe ich mich entschlossen, diese
Situation zu nutzen, um damit ein noch viel weiteres Feld von Problematik anzusprechen: Barrieren
der Kommunikation.
Die Rechtschreibreform sollte einst mit der Absicht eingeführt werden zu vereinfachen. Aus meiner
Sicht ist das erst einmal eine großartige Idee, wenn Dinge ihre Komplexität verlieren sollen. Nur
wird es relativ schnell zu einer tatsächlich lächerlichen Angelegenheit, wenn Personen, die an solch
einem Projekt arbeiten, gar nicht in der Lage sind, zwischen Wichtigkeiten und Unwichtigkeiten zu
differenzieren.
Sprache und Schrift sind dazu da, eine von vielen Möglichkeiten zu bieten, sich verständlich zu
machen und nicht dazu, jedermann davon abzuhalten zu kommunizieren, indem man jeden als
»dumm« abstempelt, der den Rechtschreib- oder Grammatikparagraphen »1025b« nicht gelernt und
in Anwendung hat und dann, aus Angst vor Be- oder Abwertung, seine Gedanken erst gar nicht
mehr öffentlich mitteilt!
Eine Person mag gebildet sein, wenn sie die Regeln einer Sprache oder sogar mehrerer Sprachen
kennt, doch sagt es nicht wirklich etwas über ihre Intelligenz aus. Bildung und Intelligenz werden
sehr häufig in ihrer Bedeutung gleichgesetzt, obwohl dort nur eine vage Ähnlichkeit vorhanden ist.
Jede Sprache auf der Welt hat ihre eigenen Regeln und nicht eine einzige davon basiert auf so etwas
wie einer der Sprache innewohnenden Wahrheit oder Richtigkeit! Daher kann es auch keine
wirkliche Falschheit geben! Fragen Sie doch einmal einen Amerikaner, ob sie das Wort
»Nagelschere« richtig geschrieben haben, wenn sie auf eine zeigen und sich nicht sicher sind, ob
man vielleicht doch »Nagelschehre« schreibt. Er wird Ihnen wahrscheinlich eher zu verstehen
geben, dass sie mit Ihrer Schreib- und auch Ausdrucksweise völlig »falsch« liegen. Sie werden nun
sagen: »Das ist doch normal, denn er ist ja Amerikaner«. Stimmt! Ich wollte mit diesem Beispiel
auch nur darauf aufmerksam machen, wie unsinnig so eine Differenzierung zwischen richtiger und
falscher Rechtschreibung wird, sobald man sie aus einem Gesichtspunkt der gesamten Menschheit
heraus betrachtet, wie ich ihn habe.
Wie »dumm« wäre also der Amerikaner in dem Fall aus Ihrer Sicht, bzw. wie »dumm« wären Sie
wohl aus der Sicht des Amerikaners? Die Antwort auf diese Frage sei Ihnen ganz allein belassen, da
es hier eine unbegrenzte Anzahl subjektiver Möglichkeiten gibt.
Vielleicht kennen Sie die alte biblische Geschichte vom »Turmbau zu Babel«, die davon handelt,
die einst einheitliche Sprache der Menschen zu verwirren, um dadurch zu erreichen, dass Krieg und
Streit unter ihnen entsteht? Wenn man sich die Diskussionen über die Rechtschreibreform unter
diesem Aspekt anschaut, könnte man fast auf die Idee kommen, es sei damals eine enorm
erfolgreiche Strategie gewesen, die hervorragend funktioniert hat. Dort, wo rege, aber vor allem
ehrliche Kommunikation stattfindet, gibt es keinen Nährboden für Streit und Krieg. Den gibt es nur
in Abwesenheit von Kommunikation zwischen Menschen, da niemals eine hohe Ebene von
Verstehen und Liebe erreicht wird, wenn Kommunikation nicht fließen kann oder aber durch
Komplexitäten oder gar Lügen ganz verhindert wird.
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie leicht sich Gefühle von Gereiztheit oder vielleicht sogar
Hass einstellen können, wenn man jemandem bei einem Problem zu helfen versucht, der dann
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dauernd nachfragt, weil er Schwierigkeiten hat, zu verstehen, was genau man ihm sagt? Wenn
Ihnen das bekannt vorkommt, haben Sie eine Vorstellung davon, wie wichtig Verstehen und damit
– da es ein Mittel ist, dies zu erreichen – Kommunikation ist. Es ist sogar schon vorgekommen das
Personen, aus dem guten Vorsatz heraus zu helfen, zusammengeschlagen oder ganz allgemein zu
Feinden wurden, nachdem die beabsichtigte Hilfe durch ein Verständigungsproblem zwischen den
Parteien scheiterte.
Übrigens verwendeten Geheimdienste Sprache ausschließlich entsprechend der alten babylonischen
Absicht, nämlich der, Verstehen zu verhindern! Darum erschufen sie immer neue Code-Sprachen,
um alle, die nicht zum »erlauchten« Kreis gehören, vom Verstehen auszuschließen.
Nun mögen Sie sich fragen, was all dies mit dem Thema Rechtsschreibreform zu tun hat und was
ich eigentlich aussagen möchte. Ich verrate es Ihnen. Einige Zeit habe ich mit Überlegungen
darüber verschwendet, ob ich denn nun die neue oder alte Rechtschreibung verwenden soll und bin
dadurch eigentlich erst darauf gekommen, dass ich gar keinen Sinn darin sehe, mir aus dieser Frage
ein Problem zu machen, da es mich nur davon abhält, das zu tun, was ich eigentlich tun möchte. Ich
hatte keine Lust mich hinzusetzen, Regeln und Änderungen zu lernen, denn ich wollte lediglich ein
Buch schreiben. Ganz sicher hatte ich nicht vor, mich nun mit der Lösung einer künstlichen und von
außen erschaffenen Schwierigkeit zu beschäftigen, sondern ich wollte kommunizieren.
Jedoch wurde mir durch diese Überlegungen bewusst, wie die verschiedenen Regeln all der
unzähligen Sprachen auf der Erde das erschweren, was mir am Herzen liegt: Kommunikation,
Übereinstimmung, Verstehen, Bewusstsein und – als Ergebnis davon – Frieden, Freiheit und
Einheit.
Gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir als Menschheit alle technischen Voraussetzungen
frei und schnell zu kommunizieren. Wir haben Faxgeräte, Handys, Satelliten; wir haben das
Internet, welches ebenfalls eine verzögerungsfreie Kommunikation in alle Welt erlauben würde.
Und ich habe mich gefragt, wieso nur haben wir noch immer nicht die eine gemeinsame Sprache
auf dieser Erde, auf der Aspekte wie Raum und Zeit als Kommunikations-Barrieren gar nicht mehr
relevant sind, wenn es um den Austausch von Ideen und Gedanken geht? Wäre das nicht die Basis
für globale Völkerverständigung? Hier in Deutschland werden aber stattdessen völlig belanglose
Rechtschreibregelungen diskutiert, anstatt sich Gedanken über Verbesserungen in sinnvollen
Größenordnungen zu machen!
Daher habe ich mich entschlossen, mich gar nicht mehr an irgendwelche alten oder neuen Regeln zu
halten, die, jetzt oder in Zukunft, von Personen eingeführt werden, deren Weitblick genau am
anderen Ende des Esstisches endet, an dem sie sich die – sowieso schon viel zu dicken – Bäuche,
aufgrund ihrer ständig erhöhten Diäten, noch voller stopfen können. Damit ist nun Schluss und
hiermit erschaffe ich meine eigene Rechtschreibreform, die aber weit darüber hinausgeht, nur eine
Reform der Schrift zu sein, sondern auch die Sprache betrifft. Es ist Zeit für eine neue Sprache mit
neuen und vereinfachten Regeln, die jeden dazu einlädt, sie mit Spaß zu verwenden, ohne sich
zunächst jahrelang mit dem Regelwerk auseinandersetzen zu müssen.
Diese neue Sprache nenne ich »Spirit«. Es gibt nur eine einzige Regel, die zu beachten ist. Eine
Regel, die mit den universellen Grundgesetzen der Kommunikation im Einklang steht und die
lautet: Kommt beim Empfänger der Kommunikation das gedankliche Konzept an, welches der
Absender der Kommunikation zu übermitteln beabsichtigte, ist es richtiges »Spirit«! Einfacher
ausgedrückt könnte man es so formulieren: Kann man sich verständlich machen, ist es richtig!
Diese von mir aufgestellte Regel gilt für sprachliche und schriftliche Kommunikation, aber ebenso
für geistige (telepathische) Kommunikation, sowie für das Übermitteln von Emotion! Dabei ist es
völlig unerheblich, ob dabei englische, französische, türkische oder chinesische Fragmente von
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Schrift oder Sprache verwendet werden oder – wenn es in schriftlicher Form geschieht – ob jemand
Skizzen oder Zeichnungen eines Gegenstandes mit integriert.
Als Kinder erlernten wir auch keine der angeblich logischen Regeln, sondern haben einfach die
Laute kopiert, von denen wir nach und nach wussten, für welchen Gegenstand, welches Tun oder
für welchen Umstand sie als Symbol dienen. Hätten unsere Eltern andere Laute von sich gegeben,
hätten wir eben andere Schallwellen als »normal« und »richtig« empfunden und sie ebenfalls
verwendet. Genau darum werden manche Personen niemals ihren Dialekt los, den sie als Kinder als
»natürlich« angesehen haben. Ebenso verhält es sich mit dem Schreiben, da Sie, wären Sie in Japan
aufgewachsen, sicher auch nicht gedacht hätten: »Die schreiben hier aber komisch oder falsch«.
Wie Sie sehen, hat also dieses Thema viel weniger mit Logik und Intelligenz zu tun, als mit
örtlichen Übereinstimmungen und der dadurch resultierenden Realität von Gruppen!
Und da mir sehr wohl bewusst ist, dass es sich bei einer jeden Sprache um Übereinstimmung
handelt und ich keine völlig neue Sprache von Grund auf erschaffen mag – wie es Tolkien für sein
Meisterwerk »Herr der Ringe« mit der Elbensprache vollbracht hat – lege ich die deutsche Sprache
als Basis fest. »Spirit« wird sich als eigenständige Sprache weit über die zunächst deutsche Basis
hinaus entwickeln, sobald Einflüsse von Personen aus aller Welt zu ihr beigetragen, und von denen,
die sie verwenden, ebenfalls in den Sprachgebrauch übernommen werden.
Besonders erfreulich an dieser hiermit neu eingeführten Sprache finde ich, dass nicht mehr Bücher
den Menschen vorschreiben werden, was an ihrer in Gebrauch befindlichen Sprache richtig oder
falsch ist, sondern dass die Bücher, die es vielleicht einmal über die Sprache »Spirit« geben wird,
stetig auf den neuesten Stand gebracht werden müssen, da sie sich dem Sprachgebrauch des
Menschen anzupassen haben. Womit dann der Mensch endlich wieder an erster Stelle steht – nicht
ein Lehrbuch! Menschen werden also in Zukunft nicht mehr – wie es in der Vergangenheit viel zu
lange der Fall war – an Bücher und Regeln angepasst, sondern Lehrbücher werden an den
Menschen angepasst! »Spirit« als Sprache wird also genau das in Teilbereichen zur Folge haben,
was die Gesamtabsicht dieses Buches ist: Die scheinbare Fremdbestimmung von einzelnen Wesen,
sowie der Menschheit als Ganzes, in Selbstbestimmung zu verwandeln, um letztendlich
Allbestimmung zu erreichen. Und nachdem ich Ihnen nun mitgeteilt habe, wie ich das Problem der
Rechtschreibreform für mich löste, kann ich endlich damit fortfahren, die von mir geplanten Kapitel
in Angriff zu nehmen, die ich ab jetzt in »Spirit« verfasse. Sollten Sie also entdecken, dass ich alte
und neue Rechtschreibung vermische und nicht ganz sicher sein, ob ich als Autor denn nun falsch
oder richtig schreibe, erinnern Sie sich einfach daran, dass ich keiner deutschen Rechtschreibung
mehr unterworfen bin, da es »Spirit« ist, was Sie lesen.
Außerdem würde ich es natürlich sehr begrüßen, wenn Sie – sollten auch Sie irgendwann einmal die
Nase davon voll haben, nachzuschlagen, wie denn nun was geschrieben wird – dann einfach frei
von der Leber weg schreiben, was Sie schreiben wollen. Sie können ja denen, die Sie unbedingt
wegen einer der ach so lebenswichtigen Regeln in Ihrer Intelligenz abwerten wollen, einen Hinweis
auf dieses Kapitel geben und erwähnen, dass auch Sie die brandneue, kinderleichte Sprache mit nur
einer einzigen Regel verwenden, die alle Diskussionen über Reformen mit einem Schlag beendet
hat: »Spirit«.
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Das geistige Wesen
Der Mensch besteht grundsätzlich aus drei Komponenten. Dies ist nicht neu, da wir diese Aussage
bereits in vielen alten Schriften; Religionen und Philosophien gesehen haben.
Er besteht aus einem Fleischkörper, dem Verstand und dem geistigen Wesen, wobei das geistige
Wesen derjenige Teil ist, der übergeordnet ist, also sozusagen die Steuerungs- oder Kontrolleinheit
darstellt. Dieses geistige Wesen ist das eigentliche »Ich« eines Menschen.
Der Körper hat verschiedene Triebe oder Zwänge wie Essen, Trinken, Fortpflanzung; er braucht im
Winter warme Kleidung, muss Atmen, braucht ein Dach über dem Kopf, das ihn vor Wind und
Wetter schützt. Der Körper hat ein ungeheures Bedürfnis nach Dingen, die täglich zu besorgen
schon allein für sich ausreichen können, all seine Aufmerksamkeit darauf zu richten, so dass
anscheinend keine Zeit mehr dafür bleibt, was die Person selbst – nämlich das geistige Wesen –
eigentlich tun oder erleben will.
All diese rein körperlichen Zwänge machen Arbeit daher viel zu oft zu einem notwendigen »Übel«,
da ein geistiges Wesen, frei und unabhängig von Körpern, keinen einzigen Gedanken an solche
Dinge verschwenden würde, da sie nicht in seinem persönlichen Interessensbereichen liegen, womit
beantwortet wäre, warum sich so viele Menschen jeden Morgen aus dem Bett »prügeln« müssen,
um etwas zu tun, was ihnen eigentlich nur dadurch aufgezwungen wird, weil sie ja unbedingt das
Spiel »Schau, ich bin auch nur ein Mensch« mitspielen wollten.
Wenn Sie völlig frei wären, würden Sie sicher auch nicht faul und untätig herumsitzen, den
frustrierten Sozialamtmitarbei-tern mit Geldforderungen auf die Nerven gehen oder eine Bank nach
der anderen überfallen, aber ich kann Ihnen garantieren, dass Sie eine Arbeit verrichten würden, die
Ihnen unglaublich viel Spaß macht, da diese von Ihnen selbst gewählt wäre und nicht aus dem
Irrglauben heraus, nichts anderes tun zu »können«, weil eben die Welt so schlecht ist und Sie armer
Mensch eine so schlimme Kindheit hatten, die Sie, obwohl schon lange vergangen, immer noch gut
als Ausrede für Ihr eigenes Versagen verwenden und diese dazu auch noch von Ihren, leider viel zu
verständnisvollen, Mitmenschen akzeptiert wird.
Nein, Sie waren nicht gemeint! Sie würden dieses Buch nicht lesen, wenn Sie so denken würden.
Der Verstand ist dasjenige Hilfsmittel, welches uns dabei unterstützen kann – leider jedoch zu oft
darin versagt – im Leben die richtigen Antworten auf unsere Fragen zu berechnen.
Hier ein Beispiel: Erna und Emil stehen an einem Tisch. Auf ihm liegen zwei Äpfel. Nun isst jeder
der beiden einen Apfel. Wie viele Äpfel bleiben übrig? Antwort: Viele Millionen Äpfel auf der
Welt bleiben übrig, die sie danach noch essen können. Außerdem wachsen zukünftig auch noch
neue, die vielleicht noch viel besser schmecken!
Ihr Verstand hatte eine andere Antwort auf Lager?! Na so was! Er hat Ihnen etwas von null Äpfeln
geflüstert? Ich verrate Ihnen nun ein großes Geheimnis der Mathematik – vielleicht sogar das
Größte überhaupt: Es gibt auf unserer Erde keine null Äpfel! Das ist nur und ausschließlich in der
Mathematik wahr. Im Leben angewendet ist diese Aussage eine glatte Lüge.
Also ich an Ihrer Stelle würde mir selbst eine Antwort überlegen, anstatt einfach die zu
übernehmen, die Ihnen von der Gesellschaft, der Schule, Ihren Großeltern usw. in Ihren Verstand
und somit in Ihr Denken eingebaut worden ist, weil eben alle diese eine richtige Antwort verwenden
und sie eben wirklich und selbstverständlich wahr ist – oder jetzt doch nicht mehr?
Das geistige Wesen – also die Person selbst, nicht ihr Verstand, Körper oder Name – hat ihm
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innewohnende Fähigkeiten, die in ihrer Gesamtheit nie zuvor vermutet wurden, denn dafür hätte
jemand die Unendlichkeit in korrekter Weise definieren müssen, was bisher, soviel ich weiß, nicht
geschehen ist.
Jedes GW1 hat die Fähigkeit Materie und Energie in Raum und Zeit zu erschaffen und zu platzieren,
sowie die höhere Fähigkeit, selbst den Raum und die Zeit zu erschaffen, um darin Materie und
Energie zu platzieren. Sie wissen nicht, wie Sie Raum und Zeit erschaffen können? Sie lügen, weil
es Ihnen so viel Spaß macht, unwissender Mensch zu spielen. Keine Sorge, ich bin Ihnen nicht
böse, weil Sie noch immer so viel Freude daran haben, Ihr eigenes Wissen zu unterdrücken.
Vor einigen Monaten erst habe ich während meiner weiterführenden Forschungen die bisher
höchste Fähigkeit eines GWs entdeckt und bin stolz, es Ihnen sagen zu können. Es hat die Fähigkeit
sich selbst als geistiges Wesen zu erschaffen, sowie weitere GW zu kreieren.
Sie mögen sich fragen, wie Sie diese abstrakte Beschreibung in Ihrem Leben anwenden können.
Dazu ein kleines Beispiel: Sie haben nie Zeit für Ihre Hobbys? Erschaffen Sie sich Zeit! Sie haben
das Potential dazu.
Sie haben es sogar in der Hand sich keine Zeit zu erschaffen, denn sonst hätten Sie nicht das
Problem von »keine Zeit«. Sie haben keine Zeit, weil Sie denken, Sie hätten keine!
Ändern Sie Ihr Denken über Ihre Zeit und Sie werden bemerken, dass sich Ihr Zeitempfinden
verändert und Sie plötzlich doch Zeit haben können für das, was Sie tun wollen.
Ich werde später noch im Detail auf die Anwendung dieser Fähigkeiten eingehen.
Ein GW unterliegt keinerlei Einschränkung. Tatsächlich ist ein GW die korrekte Definition von
Null, da es weder Masse, Größe, Ausdehnung noch Wellenlänge oder Bewegung hat.
Es hat keine Position in Raum oder Zeit. Es existiert unabhängig davon als reines Potential. Genau
genommen ist es ein »Nichts« mit dem Potential zu erschaffen, was immer es mag, denn es hat
dennoch Persönlichkeit und Individualität.
Ein GW kann die Vorstellung bekommen in einem Raum zu sein, nimmt aber dann diese Position
nur ein, da es sich dorthin gedacht hat. Es muss daher nicht einmal durch Raum hindurch reisen, um
einen bestimmten Punkt im Raum einzunehmen. Wenn Sie also als geistiges Wesen nach China
wollten, bräuchten Sie nicht auf dem Globus nach der Route schauen. Sie würden einfach
entscheiden in diesem Moment dort zu sein, wo Sie sein wollten und wären augenblicklich da.
Einstein war der Ansicht »Nichts sei schneller als das Licht« – er hatte Recht! Ein GW ist schneller
als das Licht, denn es ist ein »Nichts«, aber eben eines mit Potential! So hatte er es zwar nicht
gemeint, aber über Verstorbene soll man ja bekanntlich nicht schlecht reden.
Ein GW im Urzustand ist unendliches Wissen, unsterblich, unverletzbar, unverwundbar und besitzt
alle der bereits oben beschriebenen Fähigkeiten. Es besitzt das Potential sich etwas vorzustellen und
dann wahrzunehmen und zu erleben, was es sich vorgestellt hat.
Sie wollen Ihren Urzustand wieder erlangen? Ich verrate Ihnen ein weiteres Geheimnis: Sie haben
ihn nie verloren! Zeit ist eine Illusion! Eine sehr frühe Vorstellung des GWs, ohne die kein Etwas;
keine Schönheit, Grausamkeit, kein Schmerz, kein Leid oder Glücklichsein Bestand hätte, da jedes
»Etwas« ohne Zeit einfach aufhören würde zu existieren!
1 Abk. für geistiges Wesen
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Jeder, der selbstbestimmt sein möchte, sollte wissen, was Zeit ist und wie er sie erschafft, denn
damit übernimmt er die Kontrolle über das, was er haben möchte und das, was er in seinem Leben
nicht haben möchte; seien es Besitztümer, Gegenstände, Zustände, Charaktereigenschaften oder
Emotionen.
Da jedes GW in genau diesem Moment so frei und uneingeschränkt ist, wie es im Ursprungszustand
war, gibt es also eigentlich keinen Grund weiterhin irgendeine Unfähigkeit an den Tag zu legen
oder irgendein Wissen nicht zur Verfügung zu haben, da ihm nie wirklich etwas zugestoßen ist.
Seinem Körper könnte etwas passiert sein, das stimmt. Aber was hat das damit zu tun, dass es nicht
aufhört zu denken und zu beteuern, wie sehr es durch ein vergangenes Geschehen beeinflusst wird?
Sie würden doch auch nicht annehmen, dass Sie nun hoffnungslos verloren sind, nur weil Sie beim
Computerspiel einen Körper gesteuert haben, dessen Lebenspunkte auf Null gesunken sind und auf
dem Bildschirm »Game Over!« stand. So ähnlich verhält es sich nämlich mit Ihnen und Ihrem
Körper.
Der Fehler liegt darin, sich mit etwas zu identifizieren, was man nicht wirklich ist. Stellen Sie sich
vor, Sie würden eine Tasse aus Porzellan herstellen. Danach kämen Sie auf die Idee, diese Tasse sei
wunderschön und Sie wären gern diese Tasse. Nun entscheiden Sie als GW diese wunderschöne
Tasse zu sein. Es funktioniert, Sie sind also diese Tasse, haben den Raum der Tasse eingenommen,
stehen nun in einem Regal, jeder bewundert »Ihre« Schönheit, trinkt aus »Ihnen« und eines Tages
macht es plötzlich »Rums!« Jemand hat diese Tasse fallen lassen und Sie als diese Tasse haben die
Idee »Ich bin zerstört!«
Dann fegt Sie jemand zusammen und Sie landen im Müll. Es ist dunkel und riecht obendrein
ziemlich streng. Und dort liegen Sie die nächsten drei Jahre so »zerbrochen« herum und sind
furchtbar deprimiert und traurig über Ihr Dasein.
Klingt verrückt?! Nun, ich habe mit GW kommuniziert (nicht gesprochen), die noch immer in ihren
Gräbern lagen, weil Sie dachten Sie seien gestorben und fühlten sich dort sehr unwohl, nachdem Sie
zu Staub zerfallen sind und all dieses Zeug.
Man kann so sehr der Körper oder wie im obigen Beispiel eine Tasse sein, so überzeugend für sich
selbst, dass man einfach »vergisst«, damit es auch wirklich realistisch ist, wie witzig man diese Idee
einmal gefunden hat, sich so eine Daseinsrolle auszusuchen, um seinen Spaß zu haben! Wie einfach
wäre es doch da, auf die Wahrheit zu schauen, zu bemerken, dass man weder jemals zerbrochen
oder zu Staub zerfallen ist und sich aufzumachen, sich etwas Neues und Lustiges auszudenken,
anstatt in einem alten Spielezeitraum hängen zu bleiben?
Sie können alles sein, was Sie sehen oder wahrnehmen. Ein GW kann jeden Raum erschaffen,
Zeiten, Energie, Materie, Formen, Objekte und dann die Entscheidung treffen zu sein, was er sich
erschaffen hat, um richtig was zu erleben.
Damit ist nichts verkehrt, rein gar nichts. Nur habe ich in der Vergangenheit so viele Klagen über
Zustände und Situationen im Leben dieser GWs gehört, dass ich finde, es ist an der Zeit, den GWs
ins nicht vorhandene Ohr zu flüstern: »Du hast gut gespielt, sehr überzeugend, aber nun sei wieder
du selbst!«
Manch eines wird dann vielleicht ein verschmitztes Grinsen zu unterdrücken versuchen und noch
einmal auf die wirklich ungeheuer dramatische Lebenssituation hinweisen, um Sie doch noch dazu
zu bekommen, an seinem Spiel teilzunehmen. Vielleicht spielt er »Ich habe Krebs« oder »Ich bin
nicht in der Lage mit dem Trinken aufzuhören«, aber dann sollten Sie erkennen, dass er kein
Kandidat für die Spiritologie ist, da er noch lange nicht genug hat und noch ein paar Leben als
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Mensch hier auf der Erde verbringen will.
Ich behaupte nicht, dass die Spiritologie Krankheiten wie Krebs oder Alkoholsucht heilt, denn sie
ist keine medizinische Wissenschaft, aber ich möchte darauf hinweisen, dass ich davon weiß, dass
kein GW jemals auch nur einen Tropfen Alkohol getrunken hat, geschweige denn eine
Krebsgeschwulst in seinen Eingeweiden hatte. Ich habe nämlich bisher weder Kehle, Magen oder
andere Innereien an einem GW entdecken können und körperliche Krankheiten schon gar nicht.
Daher befasst sich die Spiritologie auch nicht mit derartigen Themen, obschon sie das Potential in
sich birgt, selbst eine Spekulationswissenschaft wie die Medizin zu einem Gebiet tatsächlichen
Wissens heranwachsen zu lassen.
Schicken Sie Leute die körperlich krank sind zum Arzt und erzählen Sie einer Person von
Spiritologie, die andere Hobbys hat, als zu demonstrieren, wie tief man sich als geistiges Wesen
noch im Körperspiel verstricken kann. Auch die Ärzte werden es Ihnen danken, da sie so zumindest
weiterhin die Raten für ihre teuren Autos und Häuser bezahlen können, denn Sie sollten verstehen,
dass ein großer Prozentsatz der Ärzte – wirklich nicht alle – seine ganze Existenz darauf aufgebaut
hat, sich von der Krankheit anderer zu ernähren, in der Hoffnung, dass es Krankheit noch lange
geben wird und niemand mal wirklich nachhakt, wenn sie selbst davon reden, dass rund achtzig
Prozent aller Krankheiten psychosomatisch bedingt sind, sie aber zu neunundneunzig Prozent nur
die körperlichen Symptome behandeln.
Sie unterstützen also auf jeden Fall die Selbstbestimmung anderer GWs, wenn Sie nicht darauf
bestehen, dass die Spiritologie wahr ist, denn das ist sie wirklich nicht. Sie ist ein Weg der zu
völliger Wahrheit führt, aber sie selbst ist nur ein funktionierendes »System« Dies wird sicher
klarer, sobald die Themen »Wahrheit« und Realität« in späteren Kapiteln ausführlicher zur Sprache
gekommen sind.
Wahr ist für Sie, was Sie als wahr erachten. Und wenn Sie dieses Recht auch allen anderen um Sie
herum gewähren, werden Sie feststellen, dass Sie nirgends anecken und im Leben allgemein besser
zurecht kommen als irgendwelche Landesführer, die meinen, dass sie mit der Androhung von
chemischen oder nuklearen Kampfstoffen ihre persönliche oder landesweite Wahrheit schneller
verbreiten können – natürlich immer nur zum Wohle derer, die das Zeug auf den Kopf kriegen
sollen. Haben Sie etwa gedacht, es hätte etwas mit den Billiarden zu tun, die man mit Kriegen und
Waffen verdienen könnte? Ich bitte Sie…!!!
Um die Spiritologie zu verbreiten braucht man keine Gewalt oder Waffen, da sie etwas ist, nachdem
der Mensch schon seit ewigen Zeiten sucht und ihn in seiner Selbstbestimmung unterstützt; daher
auch nicht gegen seinen Willen aufgezwungen werden kann, muss oder sollte.
Jeder Versuch dieser Art würde bedeuten, nicht verstanden zu haben, worum es dabei wirklich geht.
Der entdeckte Grundpfeiler, auf dem dieses Buch aufbaut, lautet im Wesentlichen:
Alles – und damit meine ich tatsächlich genau das, nämlich alles – was Sie wahrnehmen und
erleben ist exakt das, was Sie, aus sich selbst heraus, durch Ihr eigenes verursachendes Denken
erschaffen; und zwar genau … jetzt!
Mit dieser Kernaussage ist auch gleichzeitig das letztendliche Ziel – und ich versichere Ihnen, es ist
ein lohnenswertes Ziel – definierbar:
Ein geistiges Wesen, welches die vollständige Kontrolle über sein verursachendes Denken
wiedererlangt und somit unendliche Freiheit und Selbstbestimmung darüber hat, wie es seine
eigene Welt, sein persönliches Universum oder auch sein wirkliches Zuhause einrichtet und das
entscheiden kann, was es darin erleben wird.
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Vielleicht erscheinen Ihnen diese beiden Aussagen im Moment noch »unwahr« oder fürchterlich
»abgehoben« und »unrealistisch«. Doch sollten Sie bedenken: Bis zum Ende des Buches warten
noch einige Kapitel auf Sie, die Sichtweisen zu Themen erörtern, die bislang noch nie, vom jetzt für
Jedermann erreichbaren Bewusstsein, behandelt worden sind.
Daher legen Sie doch für die Dauer dieses Buches einmal Ihr gesamtes »Wissen« ab, so, wie Sie
auch in der Schule die Tafel erst vom alten Stoff befreien würden, der dort mit dicker Kreide
angeschrieben ist, damit neue Informationen überhaupt Platz darauf haben und nicht mit vorherigen,
die rein gar nichts mit dem aktuellen Thema zu tun haben, verschwimmen und Sie nur verwirren, da
nicht ganz klar sein wird, ob da noch ein altes Wort durchschimmert oder ob es eben doch zur
neuen Aussage gehört.
Verstehen Sie, was ich meine?
Bevor man eine Aussage bewerten und auswerten kann, sollte man sie zumindest erst in ihrer
Gesamtheit und Bedeutung aufgenommen haben, um damit zu denken. Und das ist eben nicht der
Fall, wenn man , statt zu lesen, denkt, was da wohl steht oder gar Wörter, die im Text vorkommen,
nicht wirklich in ihrer Gesamtheit kennt und es dann versäumt, ihre Definitionen in einem
Wörterbuch nachzuschlagen.
Es wäre doch wirklich schade, wenn jemand, nur weil ihm der Bedeutungsinhalt von »Paar« fehlt,
den Satz »Sie sind wirklich ein tolles Paar« so versteht: »Sie sind wirklich eine tolle geringe
Menge«, da er den Unterschied zwischen »ein Paar« und »ein paar« nie bemerkt hat und deswegen
das Buch als »Schwachsinn« in die Ecke wirft, da ihm die nachfolgenden Aussagen wohl kaum
noch Sinn machen werden.
Wenn der Text daher schwer begreiflich erscheint oder Sie das Gefühl haben es nicht verstehen zu
können, prüfen Sie sehr sorgfältig, für welches Wort Sie keine oder eine falsche Definition haben,
da Sie absolut jede Aussage verstehen können, wenn Sie sich daran halten; ganz egal, was Ihnen
Ihre Lehrer über Talent, Intelligenz und andere Dinge erzählt haben, um Sie von der Tatsache
abzulenken, dass sie nicht wussten, wieso sie so oft beim Lehren scheitern und die Verantwortung
für das eigene Versagen natürlich nicht bei sich selbst suchen wollten!
Ich könnte ja nun eine wirklich »böse« Aussage machen, die besagt, dass die Benotung am Ende
eines Schuljahres bloß die Qualität des Lehrers widerspiegelt und Sie Ihre Kinder dafür nicht
bestrafen, sondern ein ernstes Gespräch über die Inkompetenz dieser Lehrkraft mit dem Schulleiter
arrangieren sollten, doch wäre das eine vereinfachte Sicht der Angelegenheit, da auch das Kind
eben das erlebt, was es denkt und somit ebenfalls verantwortlich für seine Benotung ist.
Jedoch empfinde ich das die Zeit von »ich habe da keine Verantwortung« und »an mir liegt es
nicht« von keiner Seite mehr geduldet werden sollte, da sich auf dieser Basis unerwünschte
Zustände im Leben sicher nicht zum Besseren verändern werden, unabhängig davon, um welchen
Lebensbereich es geht.
Wer bitte sollte etwas verbessern, wenn jeder auf den anderen zeigt und wartet? Sie wollen eine
bessere, schönere Welt? Dann wissen Sie nun, wo Sie anfangen können.
Viel Erfolg!
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Die acht Impulse des Daseins
»Das Leben ist zu komplex um es in seiner Gesamtheit zu begreifen« könnte als das Motto der
derzeit populären Philosophen und Wissenschaftler zusammengefasst werden.
Sie mögen mir verzeihen – oder auch nicht – dass ich mich dem nicht anschließe, sondern das
Leben in verschiedene Bereiche aufspalte, wodurch es übersichtlicher und somit als eine Art Leiter
des Bewusstseins dargestellt werden kann. Über die kann man dann sehr entspannt nach oben
steigen, so lange man Sprosse für Sprosse nimmt und nicht versucht auf eine höhere Ebene zu
springen, ohne auf der vorherigen Stufe einen sicheren Stand erlangt zu haben.
Da die Zahl acht auch schon in früheren philosophischen und auch religiösen Arbeiten verwendet
wurde, wenn es um die Beschreibung der verschiedenen Lebensbereiche oder -sphären handelte und
dazu noch (auf der Seite liegend) als Symbol für Unendlichkeit dient, nutze ich diese Zahl, um die
einzelnen Impulse, Antriebe oder Dränge, die jedes Wesens in mehr oder minder deutlichem
Ausmaß in sich spüren kann, zu beschreiben.
Wenn ein Wesen sich mehr und mehr entfaltet und nicht allzu viele Probleme und Sorgen
hinsichtlich tieferer Impulse hat, wird man sehr schnell feststellen, wie es sein Spielfeld immer
mehr ausdehnt und größere Probleme in Angriff nimmt, da es nach unendlichem Glücklichsein
strebt, welches es beim Überwinden von wahrnehmbaren, nicht unbekannten Barrieren empfindet,
die den eigenen Zielen und Absichten im Wege stehen.
Ein beim Fußball geschossenes Tor gegen den Torwart, der den Treffer zu verhindern suchte, wäre
ein Beispiel dafür, denn gäbe es ein Glücksmoment, wäre das Tor völlig leer gewesen und niemand
hätte versucht diesen Treffer zu verhindern?
Möglich, aber dazu müsste der Schütze in einem sehr schlechten Zustand gewesen sein, wenn ihn
diese »Leistung« zu einem Glücksgefühl verholfen hat. In dem Falle wäre die persönliche
Unfähigkeit als Fußballer dann Barriere genug gewesen, die es zu überwinden galt und es könnte
sich tatsächlich auch hier ein Glücklichsein einstellen, welches damit die obige Definition bestätigt.
Das geistige Wesen ist auf dem Weg Unendlichkeit zu erreichen, ob es sich nun dessen bewusst ist
oder nicht. Das ist der gemeinsame Nenner all seines Handelns. Es hat sich vielleicht so sehr in den
unteren Lebensimpulsen verstrickt und sein eigenes Sein dabei vergessen, dass es tatsächlich so
aussehen mag, als sei sein Ziel das »Reihenendhaus am Stadtrand mit abgrenzender Umzäunung«
gewesen, die fortwährend von überwuchernden Kirschbaumästen aus Nachbars Garten missachtet
wird, was selbstverständlich viele nervenzerfetzende Gerichtsverfahren auf die Tagesordnung ruft.
Nach dem Erreichen dieses Ziels, wird die Person dann irgendwie das Gefühl nicht wirklich los,
dass diese materiellen Dinge nicht auf Dauer glücklich machen und es noch etwas »Anderes« im
Leben geben muss.
Vielleicht beginnt es dann zu malen oder Geschichten zu schreiben, um anderen dabei zu helfen ein
zufriedeneres Leben zu führen, Ihnen seine Sicht der Dinge mitzuteilen oder auch nur aus dem
Grund, Sie zum Lachen zu bringen.
Leider kommen viele Menschen gar nicht zu solchen Dingen, da sie mit dem täglichen Überleben
schon genug Probleme zu bewältigen haben, da einige Politiker noch immer meinen, es sei legal,
weil eben »gesetzlich geregelt«, den halben Lohn gleich am Ende des Monats als Steuer zu
vereinnahmen, obwohl sie nicht wirklich erklären können, wieso sie sich dazu berechtigt fühlen.
Ja, sie rechfertigen es z.B. mit Straßen, die gepflegt und gebaut werden. Aber zahlt nicht jeder, der
sein Auto tankt – und das tun nicht gerade wenige Leute pro Tag – nicht allein dafür zurzeit schon
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etwa 75 Cent für jeden getankten Liter Benzin!?
Von Kfz-, Öko- und Versicherungssteuer einmal ganz abgesehen, müsste die Welt voller Straßen
sein, wenn all dieses Geld tatsächlich so verwendet würde, wie von ihnen behauptet wird. Steuern
sind gesetzlich geregelt, aber waren nicht auch die Mauerschüsse gegen die eigenen Bürger der
ehemaligen DDR gesetzlich verankert und daher »legal«?
Ich weiß nicht, ob ein Gesetz, nur weil es ein Gesetz ist, auch gleichbedeutend ist mit »Ethik« oder
»Vernunft«. Aber ich denke, Sie, der Leser, können sich dazu eine eigene Meinung bilden.
Nun will ich es mal Ihrer Einschätzung überlassen, ob es nur Zufall oder die Absicht einiger
Weniger ist, dass Sie sich nicht mit den höheren Zielen Ihres Daseins befassen, aber eines weiß ich
ganz bestimmt: Ich habe selten einen Menschen gehört, der eine Mark (okay, Euro) Steuern an
diese oder eine frühere Regierung gezahlt hätte, wenn man ihn nicht mit »liebevollen« Argumenten
wie Polizei, Freiheitsberaubung oder sonstiger Gewaltandrohung, sehr nett, aber auch beängstigend
eindringlich, dazu aufgefordert hätte, seiner »Pflicht« nachzukommen.
Ich frage mich übrigens manchmal – aber nicht wirklich: Wie machen es eigentlich die Länder, in
denen es keine Steuerabgaben in dieser Höhe und Fülle gibt? Es scheint also nicht wirklich
unmöglich zu sein, wenn man eine kompetente Regierung hätte, die auch von sich aus Geld durch
internationale Geschäfte verdienen könnte, also selbst auch arbeitet und nicht nur die Hand bei
denen aufhält, die noch nicht die Nase voll haben und wie andere zum Sozialamt gehen, weil man
da fast besser bezahlt wird, als der, der Tag für Tag einem schlecht bezahlten und harten Job
nachgeht.
Möglicherweise beantwortet ein Beispiel aus eigener Beobachtung die Frage, ob, wie oben
angedeutet, eher der Zufall oder doch eine Absicht hinter all dem steckt, was uns täglich als
»unumgängliche« Probleme des Alltags in Nachrichten und Politsendungen präsentiert werden.
Auch jeder Politiker hatte Bruchrechnen in der Schule und weiß sehr genau, man kann nicht einen
Kuchen in kleine Stücke schneiden und hat dann als Ergebnis mehr Kuchen! Meine Oma wusste
immer schon, dass man dadurch nur kleinere Stücke bekommt, die dann keinen mehr satt machen!
Hin und wieder höre ich aber in den Medien, dass man durch das Aufteilen der Arbeit mehr Arbeit
schafft. Meine Oma hätte einfach weitere Kuchen gebacken, um wirklich mehr Kuchen zu haben,
denn die war wirklich nicht blöd.
Das soll nun nicht heißen, Politiker auf der Welt seien blöd! Ich gebe nur zu bedenken, wie schlau
meine Oma war! Aber leider hat sie nie kandidiert und ich denke, man hätte sie auch nicht gewählt,
weil sie nicht so toll reden konnte wie die intellektuellen alten Männer mit den dicken Bäuchen,
denen man die Reden schreiben lässt, die sie dann vom Blatt vortragen, da sie sich selbst nicht so
tolle Sachen ausdenken können, die sie dann auch beliebt machen würden.
Außerdem habe ich im Vorwort selbst behauptet, Mathematik sei nicht »wahr«, also sollte ich diese
nicht als Messlatte der Intelligenz dieser Leute hernehmen, gebe ich zu. Daher lasse ich es von jetzt
an auch.
Was das alles mit den acht Lebensimpulsen zu tun haben könnte, sehen Sie gleich, wenn die
Bereiche angesprochen werden, in denen ein Wesen hinein expandiert, wenn es sich stärker und
machtvoller fühlt. Denn es wird auf jeden Fall versuchen, seine Selbstbestimmung mehr und mehr
auf das gesamte Leben auszuweiten. Damit das auch geschehen kann, werde mich nun wirklich
»sachlich« ans Thema zwingen und mit wenigen Worten die groben Unterteilungen des
Lebensspektrums erläutern.
Impuls 1: Der Impuls zum Dasein als das eigene Selbst.
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Dazu gehört das Überleben als der Körper den man gerade bewohnt, der eigene
Name, Hobbys, die man als dieser Mensch hat, der Beruf oder auch die selbst
ausgesuchte Rolle, die man sich für sein menschliches Leben ausgesucht hat.
Impuls 2: Der Impuls zum Dasein als Beziehung, Ehe oder Lebensgemeinschaft.
Dieser umfasst das Thema Sexualität, sowie das Zeugen und Aufziehen von Kindern,
um dadurch zukünftiges körperliches Leben zu schaffen, da das »Menschenspiel«
nur so lange aufrechterhalten werden kann, wie es weitere Körper gibt, durch die das
geistige Wesen auch in Zukunft an diesem Spiel teilnehmen kann.
Impuls 3: Der Impuls zum Dasein als Gruppe oder von Gruppen.
In diese Kategorie fallen Vereine, Parteien, Gruppierungen von Gleichgesinnten
hinsichtlich ihrer Interessen, die dazu gedacht sind, in Übereinstimmung mit
mehreren die eigenen Gedanken, Vorstellungen und Einstellungen zu leben, sie
möglicherweise zu verbreiten, um somit eine Ausweitung des Einflusses der Gruppe
oder Gruppierungen zu erreichen. Dieser Impuls kann auch verwendet werden, um
gegnerische Gruppen zu bekämpfen, wie es im Falle eines Krieges geschieht, wobei
man dann das eigene Land, sowie auch »befreundete« Länder als eigenen Impuls 3
bezeichnen würde.
Impuls 4: Der Impuls zum Dasein als gesamte Menschheit.
Auf dieser Ebene befasst sich das Individuum mit der Menschheit als Einheit. Es
differenziert nicht mehr zwischen verschiedenen Rassen, wie schwarz, rot, gelb oder
weiß, sondern sieht sein Dasein als umso schöner an, je glücklicher, zufriedener und
harmonischer die Menschheit als Ganzes ist, da auch das einzelne Individuum
zwischen Kriegführenden Ländern nicht in Ruhe und Frieden leben kann, da es durch
die äußeren Umstände, Unruhen und die dadurch entstehenden Emotionen
beeinflusst wird, die sein eigene Freude am Leben verringern.
Impuls 5: Der Impuls zum Dasein als Tier- und Pflanzenwelt.
Alle mit Leben ausgestatteten Organismen, egal wie groß oder winzig sie sein
mögen, fallen in diesen Bereich. Tiere, Pflanzen, Wiesen, Bäume; wie auch Insekten,
Bakterien oder Einzeller gehören hierzu. Alles in nicht menschlicher Form
»Lebendige« gehört in diese Unterabteilung des Lebens, wobei »Unterabteilung«
hier keine Bedeutung über den »Rang« oder die Wichtigkeit ausdrücken soll.
Impuls 6: Der Impuls zum Dasein als physikalisches Universum.
Materie, Energie, Raum und Zeit sind die Bestandteile dessen, was wir
physikalisches, materielles oder »körperliches« Universum nennen. Nennen wir
diesen Bereich einfach das »Spielfeld« des geistigen Wesens in dem es seine
Abenteuer und Dramen erleben kann.
Impuls 7: Der Impuls zum Dasein als geistiges Wesen oder von geistigen Wesen.
Hierzu gehören Geister, Dämonen, Phänomene wie Poltergeister, Kobolde, Feen,
Engel, als auch Themen wie: Aura, Astralkörper und jede andere Form von geistiger
Entität bzw. Wesenheit. Telepathische Kommunikationen mit anderen Wesen,
außersinnliche Wahrnehmungen, sowie andere körperlose Erfahrungen und
Erlebnisse werden ebenfalls unter diesem Impuls aufgelistet.
Impuls 8: Der Impuls zum Dasein als höchstes Wesen.
Dieser könnte auch als Drang zu göttlichem Bewusstsein oder Unendlichkeit
bezeichnet werden. Auf dieser Bewusstseinsstufe finden wir nichts weiter als reines
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unbegrenztes Potential zu Sein, zu Tun und zu Haben, ohne jedoch ein Etwas zu
Sein, zu Tun oder zu Haben. Hier gibt es weder Zeit, Raum, Ausdehnung, Größe,
Energie, weder Wellenlänge, Bewegung, Materie oder sonstige »Dinge«.
Dies ist, wie schon erwähnt, die korrekte Definition von Null oder auch die
Definition eines Statik und ist die höchste Stufe des Daseins. Hier gibt es nicht
einmal Charaktermerkmale oder Emotion, da all diese Dinge erst von »Null« oder
»Nichts« heraus erschaffen werden müssten, um zu existieren und wahrgenommen
zu werden. Auf dieser Stufe finden wir das geistige Wesen in seinem »Urzustand«
des absoluten Wissens.
Die meistgestellten Fragen wie: »Wer oder was bin ich?«, »Wo komme ich her?«, »Wo gehe ich
hin?« wird sich ein Individuum in seiner Gesamtheit erst dann vollständig beantwortet haben, wenn
es das Bewusstsein des achten Impulses wiedererlangt hat, denn es ist nicht, wie vielleicht zu
Beginn der Rehabilitierung gedacht, der Impuls 1, der seine ganze Persönlichkeit ausmacht, sondern
eben alle Impulse zusammen!
Noch genauer ausgedrückt, sind die Impulse 1-7 sogar nur Produkte der eigentlichen Persönlichkeit,
mit denen sich das geistige Wesen jedoch identifizieren, sie diese Produkte also sein kann, da die
tatsächliche Persönlichkeit, also das ursprüngliche und unveränderte »Ich« reines Potential ist; also
demnach das, was unter Impuls 8 definiert und beschrieben ist.
Es mag Leute geben, die bei dem, was ich hier schreibe, Angst vor einer Verschmelzung und dem
völligen Verlust ihrer Individualität bekommen, doch diese Personen kann ich beruhigen, da der
Aufstieg entlang dieser Impulse genau das Gegenteil bewirkt, nämlich: Ein Auslösen aus der
Masse, des Gleichseins. Das Erkennen der Wechselwirkungen von Denken oder Emotionen
zwischen Ihnen und anderen Menschen oder Wesen wird Sie in die Lage versetzen, zu bemerken,
aus welcher Richtung die Emotion kommt, die Sie empfinden oder wer den Gedanken denkt, den
Sie aufgeschnappt haben. Vielleicht ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wenn Sie gut gelaunt mit
einem traurigen Menschen reden, dass sie plötzlich so wie er empfinden? Das ist von Vorteil, um
ihn zu verstehen und ihm zu helfen, doch sollten Sie auch nach dem Gespräch wieder Ihre eigene
gute Stimmung erschaffen können, ohne die Emotionen, die Sie nur von außen aufgeschnappt und
wahrgenommen haben, oder? Das geht aber nicht mehr, wenn Sie seine Emotionen mit Ihren
eigenen verwechselt haben und nun denken, dass es IHNEN nicht gut geht, denn dann werden Sie
genau das erleben, was Sie denken!
Sie werden endlich ganz für sich selbst denken und empfinden, Ihre eigenen Vorstellungen zu
»wahr« und »unwahr« haben, Ihre eigenen Gedanken und Konzepte glasklar für sich formulieren,
sie von anderen Wesen unterscheiden können und mit Sicherheit wissen, was genau Sie
beabsichtigen.
Entscheidend bei all diesen Impulsen ist die Tatsache, dass ein GW nicht als Teil dieser Impulse
aufsteigt, sondern diese Impulse ist und auch als diese denken und empfinden kann!
Es ist der Ursprung all dieser Bereiche und wird nicht aufsteigen und sich bewusst sein, ein Teil der
Beziehung zu sein, die es lebt wenn wir Impuls 2 als Beispiel verwenden (Sexualität, Partnerschaft),
sondern wird die Handlungen seines Lebenspartners als die eigenen ansehen.
Bei vollem Bewusstsein des Impulses 4 (Menschheit) wäre das GW sich also dessen bewusst, die
ganze Menschheit zu sein und wäre ohne das Gefühl der Verwirrung in der Lage, als jeder einzelne
dieser Menschen zu denken, zu fühlen und zu handeln!
Dies gilt für alle aufgeführten Impulse und es ist eine wichtige Tatsache, die, wenn man sie nicht
beachtet, den Aufstieg zum höchsten Wesen vollständig blockieren wird, da es keinen Aufstieg
geben kann ohne die volle Verantwortung für all das zu erkennen und zu übernehmen, was man um
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sich herum erlebt und wahrnimmt – wie unangenehm es auch erscheinen mag, der Lohn der Freiheit
ist es wert, glauben Sie mir.
Am Ende Ihres Weges, der keine einzige Sekunde dauern muss, wie ich bereits erwähnte, werden
Sie wissen, dass Sie den Impuls 8 erreicht haben, Sie selbst sind. Keine Position in Zeit oder Raum
besitzen, dadurch in keiner Weise mehr bedroht, verängstigt oder angegriffen werden können, weil
Sie sich von da an nie wieder mit Ihrem Körper identifizieren oder verwechseln werden.
Eine Analogie dazu wäre ein Computerspiel, bei dem Sie ein Leben lang dachten, Sie seien die
Figur, die Sie in Wahrheit von außen über einen Joystick kontrollierten und daher furchtbar schnell
ängstlich wurden, wenn Ihnen ein »Angreifer zu nahe kam«.
Nachdem Sie festgestellt hätten, Sie sitzen sicher draußen vor dem Monitor, wissend, dass Sie vor
nichts mehr Angst haben müssen, da Ihnen doch aus dem Spiel heraus keine Gefahr drohen kann, so
lange Sie sich außerhalb befinden, würde das Spiel an dem Punkt nicht erst wirklich beginnen Spaß
zu machen und würden Sie nicht gerne all das tun, von dem Sie vorher dachten, es sei nicht
möglich, weil es Sie »umbringen« könnte?
Wenn schon, dann nehmen Sie sich ein neues »Püppchen« und gehen Sie das nächste Ziel an!
Sie werden es erreichen! Die Frage ist, wie viele »Leben« Sie brauchen, aber wenn Sie wirklich
schnell aufsteigen, schaffen Sie so viel Sie wollen, da Zeit nur eine weitere Sache ist, die Sie
verstehen und damit kontrollieren werden, wenn Sie sich völlig bewusst über den Impuls 6 sind!
Das Leben ist im Grunde ein Spiel. Es besteht wie alle Spiele aus Freiheiten, Barrieren und
Absichten. Doch spielen kann man es erst als Spieler. Die Figuren werden gespielt.
Ich werde Sie nicht fragen müssen, ob Sie ab heute lieber Figur oder Spieler sein wollen, denn eine
Figur hätte die bisher gemachten Aussagen nicht bis zu diesem Punkt »aushalten« können.
Daher freue ich mich, einen weiteren Spieler auf diesem Planeten zu wissen!
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Nichts als die Wahrheit
»Schwören Sie die Wahrheit zu sagen, die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr
Ihnen Gott helfe?»
»Nein, da an Orten wie diesen die Wahrheit weder erwünscht ist noch akzeptiert würde. Sie meinen
nämlich, ob ich die Realität bestätigen werde, die von Ihnen fälschlicherweise als »wahr«
bezeichnet wird«.
So in etwa wäre meine Antwort auf diese Frage ausgefallen, hätte man mir sie jemals gestellt.
Wieso?
Dazu definiere ich zunächst einmal das kleine und so unglaublich oft missverstandene Wort
»Realität«.
Die große Frage der Philosophen aller Herren Länder und aller Herren Zeiten ist nämlich genau die
Frage nach der Bedeutung dieses Wortes: »Realität«.
Realität ist das Ausmaß oder die Menge an Übereinstimmung zwischen zwei oder mehr Personen
oder Wesen. Realität ist eben nicht »Wahrheit« oder etwas, das »tatsächlich und wirklich so ist«.
Wenn das so wäre, dann erklären Sie mir doch bitte einmal, warum nicht alle Menschen die
»Realität« des Lebens gleich sehen, erleben und darüber erzählen?
Es ist nicht so, weil es eben viele, ja sogar unendlich viele Realitäten gibt. Eine Realität ist dann
»erreicht«, wenn man die eigene Sicht mit mindestens einer weiteren Person teilt, wenn mindestens
also ein weiteres lebendiges Wesen mit Ihnen übereinstimmt, haben Sie beide eine gemeinsame
«Realität«.
Es gab da mal einen Mann, der behauptete, die Erde sei gar keine Scheibe, sondern eine Kugel.
Dieser Mann war zu dem Zeitpunkt ziemlich einsam mit seiner Meinung und er wurde heftig in die
Mangel genommen, man zweifelte an seinem Geisteszustand, eben weil er nicht das sagte und
dachte, womit die überwiegende Mehrheit zum damaligen Zeitpunkt übereinstimmte. Damals war
es einfach »unreal«, was er sagte, da »jeder wusste«, dass man, wäre die Erde wirklich eine Kugel,
doch herunterfallen würde, da man abrutschen würde usw.
Ja, heute lachen Sie vielleicht darüber. Damals war das gar nicht so eine witzige Angelegenheit der
Erste zu sein, der sich etwas anderes als Realität vorstellt, als es die Mehrzahl tut.
So wie er werden auch heute noch Menschen belächelt, angegriffen oder – was ja noch viel
effektiver ist – gleich in den Medien zerrissen, um ihren Ruf zu zerstören oder gar von einem
Psychologen »behandelt«, um ihnen dabei zu »helfen« wieder »normal« und »der Realität
entsprechend« zu denken.
Ich könnte hier auch einfach behaupten, dass die Psychologie sozusagen dazu »verwendet« wird
und nur dazu da ist, Ihnen mit der verlogenen Theorie der »Normalität« höllische Angst davor zu
machen, anders zu denken, anders zu sein, als es Ihre Umgebung ist, da Sie sonst aus dieser Sicht
einen »Realitätsbruch« erlitten haben und umgangssprachlich als Idiot oder Spinner gelten.
Spinner – meiner Meinung nach ein wirklich schönes Kompliment – da das Wort von der Tätigkeit
des »Spinnens« abgeleitet ist.
Spinnen bedeutet also eigentlich, seine eigene Welt zu erschaffen, kreativ zu sein, seine Phantasie
zu benutzen, mit Hilfe derer man sich ein eigenes Gedankennetz webt, es mit anderen Netzen
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verknüpft, logisch oder unlogisch, um neue Sichten des Lebens zu gestalten und sie später vielleicht
sogar in die Tat umzusetzen. Unzählige Beispiele von »Spinnern« dieser Art lassen sich in der
Geschichte der Menschheit finden. Viele von ihnen sind steinreiche oder aber auch »nur«
einflussreiche Leute gewesen, die ihrer Nachwelt Möglichkeiten geschaffen haben, die sie, trotz
aller Gegenwehr durch die »du musst mit unserer Realität auch übereinstimmen, sonst… -
Wächter«, durchgesetzt haben.
Manche haben es sogar mit dem körperlichen Leben bezahlen müssen und sind auf Scheiterhaufen
oder den damals sehr beliebten Kreuzen gelandet, weil sie darauf bestanden, Dinge so zu sehen, wie
sie es eben sehen.
Stellen Sie sich doch dazu nur einmal vor, Jesus Christus würde wirklich hier auftauchen und sagen:
»Okay, hier bin ich, wie angekündigt und nun fange ich mal mit der Offenbarung an.«
Ein gefundenes Fressen für alle Psychologen und Psychiater.
Ich wette, er würde bei der ersten Krebsheilung durch Handauflegen von Medizinern verklagt
werden, da er keinen Doktortitel hat, als Spinner in den Medien diffamiert werden und irgendein
»Judas« im engsten Familienkreis würde sich sicher auch schnell finden, der dabei hilft, ihn wegen
des »Christussyndroms« zu entmündigen und ihm, auf einer alten Pritsche festgeschnallt, die
medikamentöse Vollnarkose zu verabreichen, die ihn dann davon »heilt« solche Dinge zu denken
oder gar öffentlich auszusprechen und womöglich sogar noch entsprechend zu handeln; welches
übrigens das Größte aller möglichen Verbrechen hier auf diesem zivilisierten Planeten ist.
Und warum wäre das so? Weil er nicht die Wahrheit sagt! Wessen Wahrheit? Na die der
allgemeinen Bevölkerung! Und vor Gericht käme er sicher auch nicht gut davon; aber da hat er ja
sowieso schon recht schlechte Erfahrung mit gemacht.
Sollte es ihn also irgendwo geben und sich bei einem der Leser dieses Buches zu erkennen geben,
lassen Sie ihn erst ein Exemplar davon lesen, damit er sich ein wenig orientiert, was hier gerade so
gespielt wird, wenn jemand mit »seltsamen« Ideen daherkommt und meint, er könne hier tun und
denken, was er möchte!
Warum schreibe ich das alles und was hat es mit dem Thema Wahrheit zu tun?
Nun, ich möchte Sie dazu einladen, endlich aufzuhören Ihre persönliche Wahrheit an die
Allgemeinheit anzupassen oder sie anpassen zu lassen. Denn das ist, was Wahrheit wirklich ist: Sie
ist eine persönliche, individuelle Sache!
Eine Wahrheit kann für Sie ganz allein existieren. Stimmen andere damit überein, haben Sie es zu
einer Realität gemacht!
Verstehen Sie nun den Unterschied zwischen diesen beiden Wörtern, die seit Urzeiten falsch, weil
eben gleich definiert wurden?
Werten Sie Ihre persönliche Wahrheit der Dinge nicht mehr ab, bloß weil Sie noch kein anderes
Wesen gefunden haben, das ähnlich wie Sie denkt. Vielleicht sind gerade Sie die Person, die schon
lange so eine »verrückte Vorstellung« in sich trägt, die irgendwann einmal zur Realität wird, weil
Sie sie nicht aufgeben und dann irgendwann doch die richtige Person treffen werden, die sie gern
mit Ihnen zusammen realisiert.
Flugzeuge waren auch einmal so eine »verrückte« Idee. Merkt man heute auch nicht mehr, oder?
Bedenken Sie: Es hat noch niemanden gegeben, der seine Ideen oder Ziele nicht umgesetzt hat. Es
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hat nur Leute gegeben, die irgendwann aufhörten daran zu glauben oder daran zu arbeiten. Ist Ihnen
das schon einmal aufgefallen?
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Vorgetäuschte Realität
Nun denke ich, sind Sie »reif« für ein Kapitel, welches es in sich hat. Es ist pures Dynamit, weil es
den Aufbau der Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert. Nein, das ist eine Untertreibung, da
es die Grundsteine in Nichts auflösen wird, was aber die positive Auswirkung hat, dort eine neue
Gesellschaft entstehen zu lassen, die auf anderen Pfeilern errichtet sein wird als die Unterdrückung
jeglichen freien Denkens.
Diese Gesellschaft in der Sie leben basiert auf genau dieser falschen und im vorherigen Kapitel
richtig gestellten Definition von Realität. Was bedeutet das?
Es bedeutet, Sie leben in einem Kartenhaus, welches auf einer Lüge basiert! Es kann jede Sekunde
zusammenbrechen, da das Fundament nicht nur brüchig ist, nein, es ist überhaupt keines!
Es wurde nur vorgetäuscht, es gäbe da eines.
Verstehen Sie nun, warum so viel Druck, Gewalt, Zwang, Gesetze, Psychologie, Psychiatrie und
sogar Armeen nötig sind, diese Gesellschaft fortbestehen zu lassen?
Warum jegliche neue Vorstellung seit jeher in der Geschichte der Menschheit angegriffen wurde in
dem Versuch sie auszurotten? Weil die Angst herrscht ein Chaos würde hereinbrechen, ließe man
jeden Menschen seine eigene Realität haben und leben.
»Nein, nein, es darf nur die Eine geben, um die Ordnung zu wahren!«, lautet die Maxime der
Machthaber, die in Wirklichkeit gar keine Macht besitzen – oder haben Sie schon einmal einen
ängstlichen Mächtigen erlebt? Ein Widerspruch in sich. So, wie ihre Universitätslehren. Sie lehren
in den Religionswissenschaften über die göttliche, seelische Natur des Menschen, auf dem Flur
gegenüber die Theorie vom Tierinstinkt und dem Reiz-Reaktions-Grundcharakter des Menschen –
Psychologie genannt – und wieder eine Etage höher redet man von Menschen nur noch aus dem
Blickwinkel der vererbten Gene, die alles bestimmen.
Und alle behaupten sie, sie seinen Wissenschaften und wahr! Unglaublich, oder?
Es sind Realitäten, Übereinstimmungen zu dieser Zeit, nicht mehr, nicht weniger! Und glauben Sie
mir, schon in fünfzig Jahren wird man so laut über die lachen, die heute noch meinen, sie lehren da
etwas von Bedeutung oder mit Wahrheitsgehalt, wie man über jede überholte Theorie schmunzelt,
wenn sie erst einmal durch neue Erkenntnisse ersetzt wurde.
Vor allem die verschiedenen Religionen des Menschen haben die Angst vor Hölle und ewiger
Verdammnis immer wieder gerne verwendet, um ihre dargestellte »Realität« als die einzig Wahre
zu verbreiten und versucht, jedem das Genick zu brechen, der mit einer Vorstellung vom Leben
daherkommt, die ihre Machtposition schwächen könnte. Die grundlegende Absicht einer jeden
Religion, die Ihnen ein vorgefertigtes Denk- und Glaubenssystem aufzwingen will, ist nämlich
Kontrolle. Es gibt Ausnahmen wie den Buddhismus, der im Ursprung eine reine Philosophie ohne
Gebete, starre Lehren und andere Rituale war, doch haben sich auch dort im Laufe der Zeit
Abweichungen eingeschlichen, die Buddha sicher gar nicht so witzig finden würde – wobei ich aus
sicherer Quelle weiß, dass er darüber tatsächlich nicht lachen kann. Es ist also nicht einmal eine
reine Vermutung.
Im Buddhismus ging es einzig und allein darum, die eigene geistige Natur durch das Heraustreten
aus dem fleischlichen Körper zu erkennen. Daher gab es auch keine »Gottlehre«, sondern es wurde
vom »höchsten Wesen« gesprochen und der Tatsache, dass ein Wesen sein Schicksal durch eigenes
Denken und Handeln erschafft und nicht auf die Illusionen der »äußeren Welt« – des physikalischen
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Universums – hereinfallen soll und womöglich noch die Ursache für erlebte Situationen dort sucht,
wo mit Sicherheit keine Ursache zu finden sein wird. Die einzige Ursache sind und bleiben nämlich
Sie, das geistige Wesen. Sie können lediglich die verursachten Wirkungen in der Welt um Sie
herum sehen.
Wenn Sie einen Stein ins Wasser werfen und die Wellen sich langsam ausbreiten könnte man nun
annehmen, der Stein war die Ursache für die Bewegung des Wassers, oder?
Na ja, ich wüsste nicht, was ein Stein von sich aus bewirken könnte, gäbe es da nicht eine Ursache,
die entscheidet, diesen Stein ins Wasser zu werfen und es dann auch mit Hilfe des Körpers tut.
Die ganze Verwirrung über das Thema Wahrheit und Realität wurde erschaffen, damit einige
Wenige die überwiegende Mehrheit der Menschen ohne große Anstrengung für ihre Zwecke
manipulieren und steuern können ohne das es von ihnen überhaupt bemerkt wird, da aus der Sicht
der Informationen, die man ihnen gegeben hat, irgendwie alles keinen Sinn macht und eben nach
Zufall und »natürlichem« Chaos aussieht.
Es entsteht nicht Chaos, wenn endlich das Potential von »unendlichen Realitäten« akzeptiert wird,
sondern es IST Chaos, weil es noch nicht akzeptiert wurde!
Wissen Sie eigentlich, wie häufig mir Menschen, wenn sie beginnen sich in meiner Nähe sicher zu
fühlen, im Gespräch sagen: »Ich denke da schon mein ganzes Leben etwas, habe mich aber nie
getraut mit jemandem darüber zu reden, weil die mich sonst vor verrückt erklärt hätten«?
Erkennen Sie, welche Angst Menschen auch in diesen »modernen Zeiten« noch haben, wenn es
darum geht, nur darüber zu sprechen, was sie tief in ihrem Inneren empfinden, für »real« halten?
Genau das sind die Auswirkungen der »Krankheit« dieser vorgetäuschten und mit Gewalt und
Strafandrohung aufgedrängten »einen« Realität.
Der Mensch hat in seiner Geschichte anscheinend eines sehr genau »gelernt«: »Du darfst nicht
eigenständig denken und wenn, dann schon gar nicht darüber reden!«
Jeder Krieg, jeder Streit basiert auf diesem Thema. Deine Meinung ist falsch! Deine Realität ist
nicht meine! Dein Gott ist nicht der Gott meiner Realität.
Ihr Gott ist also nicht der Gott des anderen mit dem Sie reden?
Na UND? Wer von beiden soll denn nun anders denken, bitte?
Natürlich der andere, oder? Nur zu dumm, dass der es auch so sieht wie Sie! Jetzt hoffe ich nur, Sie
haben eine Polizei oder Armee im Rücken, die mit Ihrer Realität auch übereinstimmt, denn sonst
werden SIE verlieren und Ihre Realität dem Stärkeren beugen müssen, wenn Sie »eine Realität«
leben wollen.
Am besten, beide rüsten so weit auf, dass sie den jeweils anderen bedrohen können, falls er bei
seiner Ansicht der Dinge bleibt, hm? Das klingt doch »menschlich« und ist allgemein als »geistig
gesund« akzeptiert. Ganze Regierungen machen das so. Dann »muss« es doch richtig sein. Klar
geht dafür auch wieder die Hälfte des Lohnes für mehr Steuern drauf, denn die Raketen und Panzer,
die unser Denken »beschützen«, wollen ja bezahlt sein.
Wissen Sie, wie viel Schutz Sie bräuchten, wenn Sie die Realitäten anderer als deren Realitäten
akzeptierten?
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Null! Sie wären sicher, denn Sie hätten endlich verstanden, dass Streit und Krieg dadurch entstehen,
wenn man die Selbstbestimmung anderer einschränken und ihnen die eigene Sicht der Dinge oder
auch »Realität« genannt, aufzwingen will.
Jetzt könnten Sie einwenden: »Aber wenn die anderen mir ihre Realität aufzwingen wollen? Was
dann?«
Dazu antworte ich: »Sie erleben das, was Sie denken!« Ändern Sie es und hören Sie auf, sich
Angriffe gegen die Realität Ihrer Gruppe oder Landes als Möglichkeit vorzustellen.
Das ist nämlich auch eine vorgetäuschte Realität, die in Schulen schon Ihren Kindern eingehämmert
wird, damit sie gute und vor allem kontrollierbare Bürger werden, denen man die Freiheit nehmen
und die Selbstbestimmung rauben kann, wenn sie nicht »funktionieren«.
Es wird gelehrt, weil es so eben übereingestimmt ist, dass niemand an seinem Schicksal etwas
tun und er eben das Opfer eines jeden werden kann, der »böse« Absichten hat!
Ja, wenn die Kinder das glauben, stimmt es. Dann können und werden sie es auch sicher im Laufe
ihres Daseins so erleben.
Ich habe auch einen Sohn und liebe ihn. Genau darum habe ich ihm die Wahrheit gesagt: »Du
bestimmst mit deinem Denken, was du in deinem Leben erfahren wirst. Denkst du dir schlechte
Menschen um dich herum, wirst du es so erleben. Denkst du dir Menschen, die für dich sind, deine
Selbstbestimmung unterstützen, wirst du solche Leute kennen lernen und es im Leben leichter
haben als Personen, die immer nur Schlechtes erwarten, weil sie zu viel »Aktenzeichen XY«
geschaut haben und ein Weltbild von »Die Welt ist voller Verbrecher« und »Vertraue niemandem«
für ihr Dasein erschufen«.
Der Mensch ist im Grunde gut und es ist die Ausnahme, wenn es nicht so ist« Reden Sie doch
einfach mal mit ein paar Menschen und schauen Sie, wie »gefährlich« und »böse« sie sind, wenn
Sie sie etwas besser kennen.
Und wissen Sie was? Ich denke schon seit ein paar Monaten, dass es gar keine Kriminellen oder
Verbrecher mehr gibt und wissen Sie, was ich in der Zeitung las?
Die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen – da lebe ich – ist erstmals gesunken! So ein
»Zufall« aber auch!
Man täuscht Ihnen diese gefährliche Realität vor, die angeblich für jeden gleich ist, damit Sie es
denken und man Sie unter Kontrolle halten kann. Sie kontrollieren kann man nämlich nur, so lange
Sie nicht anfangen zu denken, Sie könnten Ihre eigene Realität erschaffen, die unabhängig von
Realitäten anderer Gültigkeit haben und wahr sein kann und zu der es nur dann Zugang gibt, wenn
Sie es gestatten.
Darum sind die Medien voll von Tod, Leid oder anderen Katastrophenmeldungen und darum
bekommen Sie die Meldungen in so kurzer Folge um die Ohren gehauen, deswegen geht die Polizei
schon in die Schulen und bringt Ihren Kindern bei wie »böse« fremde Menschen sind und man
ihnen nicht vertrauen sollte.
Damit Sie auch bloß nicht aufhören in Angst zu leben und niemals darüber nachdenken wieso wir
eigentlich so viel Polizei, Überwachung oder Armeen benötigen, wo doch die Menschen auf aller
Welt in Frieden leben wollen?
Wie bitte sollten die Regierungen der Welt denn dann noch ihre Steuereintreiber rechtfertigen,
wenn Sie nicht »Schutz« bräuchten, weil Sie so ein schwaches Menschlein in einer so gefährlichen,
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bösartigen Welt sind?
Wenn Sie als Impuls 8 selbstbestimmt sind, werden Sie die Auswirkungen dieser
Medienberichterstattung sehr exakt einschätzen können und noch genauer verstehen, was ich oben
beschrieben habe und sehr darüber lachen, wie Sie vorher gedacht und empfunden haben, da Sie
dann völlig frei von Angst sind. Was aber nicht bedeutet, Sie dürfen es nicht auch jetzt schon sein.
Da ich nicht von Geld abhängig bin, muss ich auch nicht darauf bestehen, dass Sie erst meinen
»Weg« gegangen sein müssen, um frei zu sein oder mir dafür jeden Monat zweihundert Euro in den
Opferstock zu werfen haben, damit ich Sie mit meiner nicht vorhandenen, weil sinnlosen Armee
»beschütze« oder Ihnen sonst meinen »Segen« verweigere.
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Unerreichte Normalität
Wie oft habe ich den Satz gehört: Der ist ja nicht »normal« oder auch »Das ist nicht normal«? Wie
oft haben Sie ihn gehört und vielleicht auch selbst gesagt? Per welcher »Norm« wird es denn genau
bewertet, was normal ist und was nicht? Wer stellt sie auf? Wer definiert diese Normalität?
Hier haben wir eine ähnliche Problemstellung wie beim Thema Realität. Wieder ein Fundament
ohne Fundament.
Leider komme ich jetzt schon wieder auf den Psychologen zu sprechen, der hier eifrig am Werke
ist, so zu tun, als gäbe es ein »Normalsein«, welches er aber nicht fundiert definieren kann, denn
wenn gesagt wird, normal ist, wenn man sich seiner Umgebung anpassen kann, teamfähig und
allgemein sozial ist, dann frage ich mich: In welcher Umgebung?!
Mein Vater war in meinen frühen kindlichen Jahren Alkoholiker. Sollte ich mich also da anpassen,
um »normal« zu sein? Normal ist, als Mann täglich ein paar Biere die Kehle hinunterzuspülen? Nun
war es natürlich dadurch nicht immer sehr gemütlich und auch der Umgangston lies zu wünschen
übrig, um es »nett« zu formulieren, aber bin ich deswegen unnormal, weil ich nicht so sein wollte
wie meine Umgebung?
Psychologisch betrachtet, wäre es wohl »normal« gewesen, anders zu sein, da dieses Verhalten
gesellschaftlich akzeptiert wird in einem solchen Fall, doch ich möchte Ihnen ein anderes Beispiel
geben und Ihnen erzählen, wie mein Sohn von einem der oben genannten »Gelehrten« beurteilt
wurde.
Er wurde gefragt, ob er denn seinen Namen schreiben könne, was er mit »Ja« beantwortete. Dann
wurde er aufgefordert, ihn aufzuschreiben und er fragte, wie Sie es als Erwachsener wohl auch tun
würden: »Warum?», worauf der Psychologe sagte: »Weil ich sehen möchte, ob du das wirklich
kannst«. »Du denkst, ich lüge«, sagte mein Sohn und war sauer, dass jemand so über ihn denkt und
verweigerte das Schreiben mit den Worten: »Ich muss dir das nicht beweisen«. Worauf der
Psychologe gleich »wusste«, dass mein Sohn schulunfähig sei, da er nicht »kontrollierbar« ist und
nicht tut, was man ihm sagt.
Ich musste lachen und war ganz stolz auf ihn und mich und dachte, was für ein toller Vater ich doch
bin, der seinen Sohn zu einer selbstbestimmten Person hat heranwachsen lassen.
Ja, »leider« muss man ihn fragen, ob er bereit ist, zu tun, was man von ihm verlangt. So wie ich es
mir auch gestatte, selbst zu entscheiden, ob ich dem Wunsch eines anderen Menschen
nachkommen möchte oder nicht. Ich finde das völlig »normal«. Sie etwa nicht?
Sicher ist es nicht ganz leicht mit solch selbstbestimmten Menschen umzugehen, so lange man eben
noch nach der »alten Methode« versucht gegen ihren Willen zu arbeiten oder Sie zu kontrollieren
wie einen Schäferhund, aber ist man einmal mit einer solchen Person in »Übereinstimmung« über
das, was getan werden sollte, haben Sie einen Freund, wie Sie ihn sich immer gewünscht haben.
Das sollte auch in einer Beziehung oder Partnerschaft so gehalten werden. Wenn Sie oder Ihr
Partner ständig das Gefühl haben sie müssten sich gegenseitig die Selbstbestimmung nehmen, weil
sie so unterschiedliche Auffassungen vom Leben haben und davon, wie es in einer Partnerschaft
gelebt werden sollte und es dadurch ständig zu »Krieg« zwischen ihnen kommt, würde ich mir
einmal Gedanken machen, ob Sie da nicht den falschen Lebenspartner an Ihrer Seite haben.
Vielleicht war gerade kein besserer zur Hand, als Sie Single waren oder Sie haben sich durch Ihr
negatives Denken selbst davon überzeugt, dass man eben nicht den Partner bekommen wird, den
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man sich vorstellt und darum einen an Ihrer Seite zugelassen, der Ihre Realität nicht teilt.
Womit Sie sich und auch Ihrem Partner die Tür zu einer gewünschten und harmonischen Beziehung
völlig verschlossen haben. Also beschweren Sie sich nicht, falls Ihre Beziehung unglücklich
verläuft, weil der Partner sich nicht Ihren Vorstellungen »beugt«. Ganz ehrlich, ich möchte keine
Bucklige an meiner Seite, die ihre Persönlichkeit völlig aufgegeben hat, weil ich sie irgendwie dazu
gezwungen oder erpresst habe – natürlich aus lauter »Liebe« – eben »normal«.
Das wäre eine Beziehung nach dem Motto: »Du denkst falsch, also musst du dich ändern«, wobei
wir da eigentlich wieder in ein früheres Kapitel zurückfallen würden. Ich persönlich würde es sogar
Bewusstseins-Steinzeit nennen, auf dieser »Basis« eine Partnerschaft zu gründen. Doch in einer
Gesellschaft, die auf der Grundlage von »es gibt nur die eine Realität« aufgebaut ist, wäre das wohl
die »normale« Beziehung oder Ehe.
Kein Wunder, wenn die Ehe an sich einen so schlechten Ruf genießt und bei den meisten jungen
Menschen schon fast als unerwünscht und schlecht verschrien ist.
Erkennen Sie, wie sich festgefahrene Vorstellungen von »Normalität« lockern oder ändern, sobald
man beginnt von einem höheren Bewusstseinpunkt aus auf Situationen oder Umstände zu schauen?
Erkennen Sie auch, wie leicht sie dann lösbar sind? Wenn Sie von hoch genug schauen, wird es da
gar nichts mehr zu lösen geben, weil Sie von vorneherein diese Fehler nicht mehr begehen werden,
die Sie aufgrund falscher Werte und Daten, die man Ihnen beibrachte und mit denen Sie
übereinstimmten, gemacht haben.
Ich möchte noch klarstellen, auch wenn es vielleicht hin und wieder den Anschein hat, ich habe
nichts gegen Psychologen, doch sind sie einfach ein wundervolles Beispiel für eine unwahre und
nicht anwendbare Wissenschaft im Zeitalter selbstbestimmter, bewusster Menschen und Wesen, die
sich ihrer geistigen Fähigkeiten bewusst sind und diese auch endlich für sich, statt nur gegen sich zu
nutzen. Es wurde sehr hart daran gearbeitet diese Fähigkeiten abzustreiten oder ihr Vorhandensein
»wissenschaftlich« zu leugnen, damit es überhaupt so weit kommen konnte, dass Psychologie
akzeptiert und »wahr« wird, um Sie zu einem kontrollierten Bürger zu machen.
»Sie erleben, was Sie denken« gilt nämlich auch hier. Stimmen Sie mit dem überein, was man in
der Psychologie von Ihnen als Wesen hält, verlieren Sie Ihr gesamtes geistiges Potential und damit
ist die Lehre vom Tier als Ursprung Ihres Seins auch für Sie »wahr« und Sie werden durch äußere
Reize zum Denken und Handeln gezwungen. Stimmen Sie nicht mehr überein, wird es bald keine
Psychologen mehr geben, die ihr Wissen dazu einsetzen, Sie durch Reize in Werbefilmchen zu
animieren, jedes Produkt als »unverzichtbar« anzusehen und zu kaufen, welches man Ihnen
andrehen möchte.
Sie werden einfach vom Erdboden verschwinden, weil niemand mehr einen Cent für ihre »Dienste
am Menschen« ausgeben wird, da selbstbestimmte Wesen nicht mehr von außen manipulierbar sind
und sich auch nicht gegen Bezahlung anhören würden, dass ihre Gedanken, Gefühle, Vorstellungen
und Ängste nicht »normal« sind. Obwohl, warum sollte man sie nicht doch bezahlen? Wenn auch
nur, um mal wirklich lauthals lachen zu können über das, was man einstmals als »Wissenschaft« hat
gelten lassen. Dann wäre die Psychologie eben eine weitere Art sich köstlich zu amüsieren – und da
Lachen doch gesund ist…
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Gehirnwäsche kostenlos
Im Grunde bezeichnet man mit dem Ausdruck »Gehirnwäsche« den Versuch, einem Individuum
den eigenen Willen zu nehmen oder seine Entscheidungsfreiheit mit Hilfe von körperlicher Gewalt
oder geistigem Druck zu brechen. Wie stark dieser Druck sein muss, wird nirgends erwähnt, aber
könnte es nicht ausreichend sein, jemanden für verrückt oder geisteskrank zu erklären, sollte er z.B.
auf die Idee kommen, dass die Erde eine Kugel sei, um damit seine ganze Umgebung gegen ihn
aufzuhetzen, die eben noch in einer völlig anderen Realität lebt? Würde es die Menschen im
sozialen Umfeld einer solchen Person nicht dazu nötigen, den Kontakt zu diesem denkenden
Individuum abzubrechen, es in keiner Weise mehr zu unterstützen, weil sonst auch sie, aufgrund der
Übereinstimmung mit diesem Denken, ebenfalls als verrückt und geisteskrank gelten würden?
Ich bringe dieses Thema deshalb zur Sprache, da mir selbst schon die Anwendung von
Gehirnwäsche vorgeworfen wurde.
Wissen Sie, wenn ich mit Leuten arbeite oder auch nur mit ihnen spreche, kommt es sehr oft, und
vor allem meist auch sehr schnell, zu einer bemerkenswerten Veränderung im Charakter und
Handeln dieser Personen. Ist eine dieser Personen nun z.B. eine Frau, die ihrem Mann in der
Vergangenheit immer aufs Wort gehorchte, dann im Gespräch plötzlich erkennt, sich ihre
»Schilddrüsen-Unterfunktion« dadurch selbst zu verursachen, ihr eigenes Denken, sowie ihre
eigene Meinung ständig aufzugeben, damit Friede und Harmonie herrscht – nur eben mit dem faden
Beigeschmack chronisch krank zu sein – wird sie wohl auf die Idee kommen, damit Schluss zu
machen und vielleicht folgende nie da gewesene Situation herauf beschwören: Sie beschließt, mit
einer Freundin auszugehen, geht zum Schrank, sucht sich einen hübschen kurzen Rock heraus und
macht sich für den Abend zurecht. Ihr Mann schaut ungläubig, da er ihr schon vor Jahren
erfolgreich austreiben konnte sich so hübsch zu machen, wenn er nicht dabei ist und fragt, dumm,
wie man nur fragen kann: »So hast du aber nicht vor, in die Stadt zu gehen, oder? Das Thema hatten
wir schon einmal und ich dachte, du hättest verstanden, dass…«, worauf sie ihn unterbricht und
erwidert: »Du wirst wohl ab heute verstehen müssen, dass ich selbst entscheide, was ich anziehe,
wenn ich mit einer Freundin ausgehe, denn ich bin seit mittlerweile zwanzig Jahren volljährig!«
Das ist eine neue Situation für ihn. Sie hat doch sonst nie aufgemuckt, nie gegen seinen Willen
argumentiert und schon gar nicht hat sie sich jemals so offensichtlich widersetzt! Da läuten nun alle
Alarmglocken, da die sonst so perfekt zu kontrollierende, brave Frau, eine eigene Meinung zu
entwickeln droht. Er schnappt nach Luft, erinnert sich nun endlich daran, dass sie doch die letzten
Male etwas von irgendwelchem geistigen Mist geplappert hatte, mit dem sie sich in Zukunft etwas
mehr beschäftigen wollte – Spiritologie oder so etwas – und er erkennt natürlich sofort die
»Gefahr« und die »wahre« Ursache dieses Konfliktes, nämlich: spiritueller Blödsinn!
Darum stammelt er nun: »Ich erkenne dich überhaupt nicht mehr wieder, seit du mit diesem Mist
angefangen hast. Du hast dich völlig verändert und darum ist ab jetzt Schluss damit. Du gehst nicht
mehr zu dieser Gehirnwäsche und ich verbiete dir, weitere Gespräche mit diesem durchgedrehten
Kerl« – damit bin ich gemeint – »zu führen! Und überhaupt, wieso nimmst du deine Tabletten
eigentlich nicht mehr ein…?« Sie antwortet mit der Wahrheit: »Weil ich erkannt habe, dass du die
Ursache meiner körperlichen Beschwerden warst, bzw. nicht wirklich du, sondern ich, da ich
schließlich diejenige war, die es lange genug zugelassen hat, sich von dir bevormunden zu lassen.«
Zum ersten Mal seit Beginn der Partnerschaft fühlt sie sich stark und selbstbestimmt, wenn auch
vielleicht ein wenig ängstlich, was nun aus der Beziehung werden wird, da er es sicher nicht so
einfach hinnehmen wird, ihr nicht mehr seinen Willen aufdrücken zu können. Doch das wird wohl
in etwa das nächste Thema sein, welches sie bearbeiten will, wenn sie mich das nächste Mal
aufsucht – ihre Partnerschaft – bis sie dann vielleicht erkennt, dass es niemals eine echte
Partnerschaft war und sie diese ganz beendet, sollte er nicht beginnen, sie als ein Individuum mit
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einem Recht auf eigene Meinung und eigenen Wünschen zu akzeptieren.
Aus seiner Sicht ist die Spiritologie also tatsächlich eine Art »Gehirnwäsche«. Nur eben eine Anti-
Gehirnwäsche, da etwas, um Gehirnwäsche genannt zu werden, sich per Definition gegen den
Willen und die Entscheidungsfreiheit eines Individuums richten muss und eben psychischen oder
physischen Druck verwendet. Die Spiritologie hingegen unterstützt ausschließlich den
selbstbestimmten Impuls eines Individuums, wobei weder meine persönliche Meinung von richtig
und falsch zählt, noch die des Papstes oder eines anderen Star-Moral-Apostels aus meinem oder
Ihrem Stadtteil. Ein echter Spiritologe – also jemand, der die Prinzipien dieses Buches in seinem
Leben und in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen anwendet, würde eine Person sogar darin
unterstützen, den Weg zur Selbstbestimmtheit und Freiheit aufzugeben, wenn eine Person, wie im
obigen Beispiel, vielleicht lieber wieder ihrem Mann gehorchen möchte, da er und der Rest der
Familie – Kinder, Verwandte und Bekannte – zu viel Druck ausüben und es ihr damit – aus ihrer
Sicht – unmöglich machen, sich weiter mit dem Thema Selbstbestimmung zu beschäftigen.
Das ist auch kein Verlust für den Spiritologen und ebenso wenig ist es ein Beweiß dafür, dass die
Spiritologie gar nicht wirklich in der Lage ist, die Selbstbestimmung einer Person
wiederherzustellen. Wenn man nämlich einmal genau beobachtet, gibt die Person ihre
Selbstbestimmung niemals auf, da es doch sie selbst ist, die entscheidet, dem Willen anderer
nachzugeben. Also ist die Fremdbestimmung dann wieder nur eine weitere Illusion, dem die
Hauptaussage der Spiritologie zu Grunde liegt: »Sie erleben das, was Sie durch Ihr eigenes Denken
erschaffen!«
Somit trete ich gerade wieder einmal den Beweis dafür an, dass es eigentlich keinen Weg zu gehen
gibt, da jedes geistige Wesen zu keiner Zeit seine Selbstbestimmung oder Freiheit verloren hat.
Jedes Wesen hat aber eben auch die Freiheit sich Unfreiheit und Fremdbestimmung für sein Leben
zu erschaffen und die Dinge dann auch dementsprechend wahrzunehmen. Also, gewähren Sie ihm
in jedem Fall seine Selbstbestimmung und machen Sie nicht den Fehler, den viel zu viele Menschen
eine schon viel zu lange Zeit gemacht haben: Die eigene Meinung und Einstellungen einem anderen
Wesen aufdrängen zu wollen. Denn dann wären Sie auch nicht besser, als der Mann, der seiner Frau
vorschreiben möchte, was sie anzuziehen, zu denken und zu tun hat…
Sie bekommen als Ergebnis davon entweder einen Krieg oder eine Person ohne Persönlichkeit, die
dann auf irgendeine versteckte Art und Weise Krieg gegen Sie führen wird, indem sie Gegenstände,
die Sie brauchen oder sehr mögen »ganz aus Versehen« kaputt macht, Absprachen oder Termine
»vergisst« usw. Ich persönlich empfinde beide Alternativen als wenig erfreulich.
Dieser nicht ganz frei erfundene Situationsablauf, inklusive des Vorwurfs der Gehirnwäsche, ist ein
sehr gutes Beispiel, Ihnen zu demonstrieren, wer am liebsten mit Schlagwörtern dieser Art arbeitet.
Nämlich die, die um den Verlust der Kontrolle über ihre gefügigen Marionetten fürchten, wenn
diese beginnen selbstbestimmt zu werden oder aber jemand wie ich auf die Idee kommt, anderen
dabei helfen zu wollen, die eigene Meinung, den eigenen Willen zu rehabilitieren.
Die obige Geschichte hat auch sehr anschaulich verdeutlicht, wie leicht eine rehabilitierte
Selbstbestimmung hinsichtlich des ersten Impulses, durch eine Unterdrückung über den Impuls 2
aufgegeben werden kann, wenn man nicht den Mumm aufbringt, auch diese Fremdbestimmungen
als das anzusehen, was sie in Wirklichkeit sind: Eigene Entscheidungen das Opfer zu sein. Ein sehr
guter Indikator dafür, ob sie Ihren oder den Willen anderer leben ist im Übrigen Ihr Gefühl! Sind sie
mit einer Entscheidung oder Handlung glücklich oder unglücklich? Fühlen Sie sich stärker,
gesünder oder macht es sie krank? Wenn sie an Depressionen leiden, unglücklich oder aber
körperlich krank sind, sollten Sie sich also zunächst einmal die Frage stellen, wessen Leben sie da
gerade führen, wessen Gedanken sie denken und für wen sie tun, was sie im Allgemeinen tun.
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Sie werden überrascht sein!
Sie müssen sich also keine Sorgen machen, sollte jemand von einer Gehirnwäsche sprechen, wenn
Sie beginnen, nicht mehr so zu handeln, wie andere es gern hätten. Das ist ein recht normales
Phänomen und ist in der Gesellschaft in der wir leben relativ tief verankert. Es geht doch schon los,
sobald man als geistiges Wesen einen Körper übernimmt, was normalerweise während der
Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt geschieht. Die meisten Eltern sehen ihr Kind als eben
ihr Kind. Sehen es als ihr Eigentum an und versuchen ständig alles zu bestimmen, was dieses Kind
tut, denkt oder sagt. Danach kommt es in die Schule, die natürlich Pflicht ist, damit hinterher auch
wirklich alle im Chor dieselben Dinge nachplappern können, die sie wissen müssen, um als guter
und braver Bürger zu funktionieren.
Das Eintrichtern von nicht hinterfragten Informationen wird so zur Normalität, dass hinterher
grundsätzlich alles geglaubt wird, was in den Zeitungen steht oder über das Fernsehprogramm als
Tatsache verbreitet wird.
Danach kann es dann so richtig losgehen mit dem Bilden Ihrer »eigenen« Meinung.
Wenn also jemand in der Schule gefragt würde, wer denn John F. Kennedy erschossen habe, wüsste
natürlich jeder sofort, dass der Mörder Lee Harvey Oswald hieß und bekommt auch ein Sternchen
für die richtige Antwort. Das »wussten« schon die Eltern des Kindes und die Lehrer der Lehrer, die
jetzt dieses »Wissen« an die nächste Generation weitergeben. Natürlich bemerkt niemals jemand
den Unterschied zwischen dem Übereinstimmen mit Informationen, die man zu keiner Zeit selbst
ausgewertet oder beobachtet hat und tatsächlichem Wissen. Man freut sich einfach, wenn man
richtig nachgeplappert hat und dann seine Belohnung in Form einer guten Note für das Fach
»Politik« bekommt.
Wenn man nämlich nicht artig alles nachplappert, was man als guter Papagei eben nachzuplappern
hat, wird mit »keiner Zukunft« gedroht, da man mit schlechten Abschlusszeugnissen später keine
Chance bekommt, seine Brötchen zu verdienen.
Hier nun einfach ein kleines Beispiel für eine kostenlose Gehirnwäsche, wie sie tagtäglich über die
Medien praktiziert werden könnte, nachdem jeder daran gewöhnt ist, übereingestimmte Daten als
tatsächliches Wissen anzusehen: Ich bin also z.B. ein Krimineller, der eine Organisation von
mittlerer Größe besitzt, dem ein bestimmter Kerl einfach mit seinem Tun und Handeln auf die
Nerven geht. Außerdem hat er vielleicht noch eine recht hübsche Frau, auf die ich möglicherweise
ein Auge geworfen habe. Bisher bin ich der Polizei nie in die Fänge gegangen und genieße daher
auch ein gutes Ansehen – alleine schon wegen meines tollen Autos und den nie weniger als
blütenweißen Hemden, die ich trage.
Ich finde heraus, dass er allabendlich einen Waldspaziergang macht, bei dem er immer ohne
Begleitung ist. Ebenso erhalte ich die Information, dass er vielleicht im Moment knapp bei Kasse ist
und er auch schon die letzte Miete nicht bezahlen konnte. Nun brauche ich also nichts weiter zu tun,
als einen günstigen Moment abzuwarten, mich ihm mit voller Brieftasche bei einem seiner
Spaziergänge zu nähern und ihm dann ein Messer in die Hand zu drücken. Dann schreie ich los, er
solle mich nicht töten und zücke sofort meine Brieftasche, hole die Scheine heraus, die ich ihm
ängstlich anbiete. Kurz zuvor habe ich mir natürlich selbst noch schnell eine Wunde an der Lippe
beigebracht, indem ich sie mit dem Messer – das ja nun er in der Hand hält – verletzt habe, so dass
nicht nur seine Fingerabdrücke, sondern auch mein Blut daran zu finden sein wird. Genau in dem
Moment kommen ein paar Personen hinzu, die seine Tat ganz »zufällig« von weitem beobachtet
haben – natürlich sind es bezahlte Leute aus meiner kleinen Verbrecher-Familie, zu denen ich sonst
keinen direkten Kontakt im normalen Leben habe und mit denen ich ganz bestimmt noch nirgends
gesehen wurde. Mit Sicherheit wird niemand ihm diese »verrückte« Geschichte glauben, wenn dann
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die alarmierte Polizei die Aussagen aller Personen angehört und protokolliert hat. Ist doch klar, dass
er es leugnet, jetzt, da er auf frischer Tat ertappt wurde.
Wenn alles gut durchgeplant und – organisiert war, landet der Mann natürlich wegen »bewaffneten
Raubüberfalls« vor Gericht, die »Zeugenaussagen« bestätigen es dann selbstverständlich auch
ausnahmslos und in den Zeitungen wird hinterher »wahrheitsgetreu« zu lesen sein, warum dieser
schlechte Mensch nun die »gerechte Strafe« bekommen hat.
Möglicherweise trennt sich auch seine hübsche Frau von ihm, die ich vielleicht irgendwann später
einmal zu einem leckeren Essen einlade und natürlich weiß danach jeder, der über dieses Urteil aus
den Medien erfahren hat, was da genau passiert ist und was er über diesen Mann zu denken hat.
Können Sie erkennen, dass ein gewaltiger Unterschied zwischen übereingestimmten Daten und
Wissen besteht?
Erkennen sie, wie viele Menschen fälschlicherweise annehmen, sie wüssten etwas? Ist Ihnen
aufgefallen, wie unglaublich gehirngewaschen unsere Gesellschaft bereits ist, wenn so viele Leute
gar nicht mehr bemerken, dass sie eigentlich gar nichts wissen, sondern nur Daten aufsaugen, die
sie dann als ihr Wissen an andere weitergeben? Ist es nicht an der Zeit, diesem Dauer-Irrtum
endlich dadurch den Riegel vorzuschieben, dass jeder eben den Unterschied zwischen Wissen und
Informationen aus dritter Hand kennt?
Und würden Sie mir bitte den Gefallen tun, jetzt sofort damit zu beginnen, jede Information, die Sie
von außen bekommen, zu überprüfen, bevor Sie diese als »wahr« in Ihr Denken, Fühlen und
Handeln integrieren?
Man kann nämlich durch den Fehler des Nicht-Überprüfens einzelne Menschen hassen, ja sogar
ganze Rassen von Menschen hassen und am liebsten vernichtet sehen. Im schlimmsten Fall beteiligt
man sich sogar aktiv an der Vernichtung von Menschen, bloß weil man Zeitungen gelesen oder
Nachrichten geschaut hat und seine Emotionen für diese Menschen durch Informationen
verursachen ließ, die man niemals selbst beobachtet hat und die eigentlich nicht mehr sein dürften,
als eben das, was sie sind: Unüberprüfte Informationen!
Haben sie nun eine Vorstellung, was genau ich mit Gehirnwäsche meine? Nur ist sie nicht wirklich
kostenlos, da Sie mit dem Verlust Ihres eigenen Denkens, Fühlen und Handelns; mit dem Verlust
Ihres individuellen Bewusstseins dafür bezahlen, da Sie zu einem kleinen machtlosen Teilchen in
einem Gedanken kontrollierten System geworden sind. Dann sind Sie das, was man
umgangssprachlich als »die Masse« bezeichnet! Erheben Sie sich aus der Masse!
Denken Sie Ihre Gedanken, wissen Sie, was Sie wissen, wissen Sie, was Sie nicht wissen und
fühlen Sie Ihre eigenen Emotionen!
Die Frage, die man sich immer stellen sollte lautet: »Ist diese Aussage oder Information
entsprechend meiner persönlichen Beobachtung und Wahrnehmung wahr?«
Ein paar Fragen zum Üben:
Wer erschoss also John F. Kennedy??
Wann betraten die ersten Menschen den Mond?
Wer war verantwortlich für die Anschläge am 11. September?
Was sind – per Ihrer eigenen Beobachtung und persönlichen Wahrnehmung – die richtigen
Antworten?
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Vorwaschgang…!
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Drei Universen
Ein Universum könnte man vereinfacht als »ein ganzes System erschaffener Dinge« bezeichnen,
um nicht in die Komplexität zu geraten, was es wohl alles darin geben könnte, da die Möglichkeiten
keiner Begrenzung unterliegen. Um den Aufbau und die Anatomie dieses speziellen physikalischen
Universums, welches wir um uns herum wahrnehmen, zu entwirren, definiere ich drei Universen,
die sich wie folgt beschreiben lassen:
Universum 1:
Dasjenige Universum, welches Sie sich für sich selbst erschaffen. Dies ist das Universum, in dem
Sie sich Räume, Planeten, Zeiten, Wesen, Geister, Wände, Barrieren, Energien, Menschen, Tiere
und Pflanzen entlang aller Daseinsimpulse kreieren können, wobei diese Kreationen nur für Sie
selbst wahrnehmbar, nur für Sie selbst »da« sind. Sie bestimmen die Naturgesetze in Ihrem
Universum. Sie entscheiden, ob es darin Schwerkraft gibt oder dort die Uhren rückwärts laufen, ob
Gegenstände sich bewegen oder unbeweglich sind.
Universum 2:
Dasjenige Universum, welches jedes andere GW für sich selbst erschafft, da jedes andere GW
ebenfalls die Fähigkeit besitzt, ein persönliches Universum mit eigenen Gesetzen, Abläufen und
Funktionen innerhalb seiner Kreationen zu haben. Es spielt keine Rolle, wie groß es ist, ob darin
viele oder wenige Dinge erschaffen sind. Dennoch kann es ein in sich geschlossenes System sein.
Universum 3:
Die von allen geistigen Wesen übereingestimmte Summe der Illusionen aus Universum 1 und
Universum 2. Das physikalische Universum.
Das »mächtige« physikalische Universum besteht also im Grunde aus nichts anderem, als der koerschaffenen
Schnittmenge der verschiedenen individuellen Universen.
Ich denke, so langsam wird offensichtlich, warum ich vorher so sehr darauf bedacht war, zwischen
subjektiver Wahrheit und Realität zu differenzieren, wieso es wichtig ist, Wahrheit, Denken und
Wahrnehmung nicht zu »normen«. Es ist deshalb so wichtig, weil sonst niemand mehr in der Lage
ist – wenn alle Wesen mit denselben Dingen übereinstimmen – den Charakter des physikalischen
Universums zu beeinflussen oder zu verändern.
Gegenwärtig stimmt der Großteil der geistigen Wesen darin überein, dass viele Arbeiten durch
Computer und Mikroprozessoren erledigt werden können, wie man im physikalischen Universum
sehr gut beobachten kann, da es voll mit diesen Dingen ist. Man findet sie in fast jedem Auto, in
Waschmaschinen, Flugzeugen, Kameras usw. Das ist also »normal«. Das war aber nicht immer so!
Das ist nur deswegen so, weil ein einzelnes geistiges Wesen stark genug war und noch ein eigenes
Universum hatte, in dem es sich genau diese Dinge vorgestellt hat! Es hat sich diese »Illusion«
einfach so erschaffen, dass es doch toll wäre, wenn bestimmte Tätigkeiten automatisch, schneller
und mit weniger Kraftaufwand ablaufen könnten, als es vorher die allgemeine Übereinstimmung
gewesen ist. Dann hat es sich wohl weiter vorgestellt, dass es einen Weg geben müsste, diesen
Traum umzusetzen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es diese Dinge nicht im Universum 3, aber in
seinem Universum 1 konnte er sie bereits funktionieren sehen.
Wenn man so eine Illusion dann auch anderen Wesen kommuniziert, stimmen vielleicht nicht alle
darin überein, dass es »feste Realität« werden kann oder sollte, aber doch einige. Diese beginnen
dann damit, sich in ihrem Universum genau das vorzustellen, was das andere Wesen ihnen
kommuniziert hat.
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Sie »duplizieren« dann also die Vorstellung des anderen – erschaffen sie mit; daher »koerschaffen
«.
Irgendwann dann wird diese Vorstellung mehr und mehr verbreitet, es arbeiten immer mehr Wesen
an der Erschaffung, bringen wieder andere dazu übereinzustimmen und plötzlich ist eine so große
Realität entstanden, dass sich diese Pläne zum ersten Mal physikalisch umsetzen und sogar
»beweisen« lassen. Das Universum 3 ist also hiermit verändert! Völlig neue Möglichkeiten eröffnen
sich, neue Spielfelder sind geschaffen!
Folgegenerationen werden dann in das veränderte Universum 3 hineingeboren und empfinden es
dann als völlig normal, dass z.B. fast jeder weiß, was ein Computer ist, einen bedienen kann oder
auch selbst einen Computer hat. Die nächste Generation erschafft also fast »automatisch« alles mit,
was andere bereits in der Vergangenheit erschaffen haben, eben weil sie denken, es ist sowieso da.
Nein, ist es nicht! Wenn alle aufhören würden, Computer in ihren Vorstellungen zu erschaffen,
würden sie ebenso wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind! Wenn niemand mehr denken
würde, er bräuchte so etwas, würde auch niemand mehr Geld dafür ausgeben und die Produktion
würde gestoppt werden. Danach wären Computer irgendwann von der Bildfläche verschwunden
und durch die brandneuen und pflegeleichten »Unsichtbar-Lautlos-Roboter« ersetzt worden.
Und genau darum schreibe ich diese Zeilen. Denn auch unerwünschte Dinge sind genau aus dem
Grund im Universum 3 sichtbar, erlebbar und wahrnehmbar! Doch auch diese unerwünschten
Zustände, Umstände – wie Krieg, Krankheit oder auch Umweltkatastrophen – gab es nicht schon
»immer«. Sie wurden ebenso zu irgendeinem Zeitpunkt in einem Universum 1 erschaffen, dann
durch Kommunikation an andere Wesen in die Universen 2 übertragen, wodurch sie sich dann
irgendwann, durch größere Verbreitung und Übereinstimmung, im Universum 3 manifestierten.
Auch Raum und Zeit, Himmel und Hölle, Berge und Seen, Planeten und Galaxien, Gut und
Schlecht, Engel und Teufel, Glück und Leid sind nach dem gleichen Prinzip entstanden und nach
keinem anderen – ganz egal, was man Ihnen erzählt hat, weil man um die Macht Ihrer Gedanken
fürchtet!
Erkennen Sie darin die Funktionsweisen eines »Virus«? Fällt Ihnen auf, dass es sich dabei um eine
Art »Ansteckung« von Gedanken handelt? Man kann dieses Prinzip der drei Universen sehr leicht
überprüfen und im Leben beobachten. Achten Sie doch z.B. einmal darauf, wie viele in Ihrer
Umgebung krank werden, wenn die Zeitung von einer Grippewelle schreibt, die im Anflug ist.
Denken Sie, diese Leute wären auch dann krank geworden, hätten sie nicht davon gelesen? Nein,
wären sie nicht! Na ja, vielleicht doch, weil andere ja auch so gerne erzählen, was sie aus der
Zeitung »wissen«. Man kann sich also recht schlecht davor schützen, so lange man sein eigenes
Denken nicht unter Kontrolle hat und in der Lage ist, solche Kommunikationen zwar zu hören, sie
aber nicht »automatisch« auch in seinem Universum 1 zu duplizieren. Es ist also von Bedeutung,
dass Sie nicht einfach alles in Ihr Universum kopieren, was Ihnen ein anderer als Konzept
herüberreicht.
Dieses »Geheimnis« der Funktionsweise und Anatomie des physikalischen Universums ist der
Grund dafür, warum die Möchtegern-Machthaber immer schon sehr darauf bedacht waren, Träume
und Illusionen zu Schimpfwörtern zu machen, um das Bewusstsein über die Macht der Gedanken
zu verbannen. Sie ersetzten die Lehre von geistigen Wesen durch eine »Tier-Psychologie«, bringen
schon den Kindern in der Schule bei, dass man als einzelner nichts erreichen kann, dass »Träume
eben nur Schäume sind«, und man nur ein schwacher, anfälliger, von Allem und Jedem abhängiger
Körper sei, der sich jetzt schon einmal Gedanken über die Altersvorsorge und eine gute
Unfallversicherung machen soll.
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Rehabilitieren Sie Ihre Selbstbestimmung entlang aller Daseinsimpulse bis hin zur Unendlichkeit,
lassen Sie Ihr persönliches Universum 1 wieder zu voller Blüte erwachen und Sie werden wissen,
was ich damit meinte, als ich im Vorwort schrieb, dass es an der Zeit sei, endlich wieder zu
erwachen!
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Selbstbestimmung
Selbstbestimmung ist die Fähigkeit, Materie und Energie in Raum und Zeit zu platzieren, sowie die
höhere Fähigkeit, selbst den Raum und die Zeit zu erschaffen, um darin Materie und Energie zu
erschaffen und zu platzieren. Diese Beschreibung erscheint vielleicht auf den ersten Blick relativ
abstrakt, doch kann man anhand dieser Definition sehr schnell feststellen, in welchen Bereichen
sich das GW fremdbestimmt sieht, wenn man die acht Impulse eines geistigen Wesens innerhalb
eines Gespräches hinsichtlich dieser Fähigkeiten untersucht.
Lassen Sie uns doch diese Definition einfach einmal auf wirklich simple Situationen des
alltäglichen Lebens anwenden und dahingehend durchleuchten, ob sie denn tatsächlich so rein
theoretisch ist, wie es zunächst den Anschein hat.
Reißt Ihnen Ihr Chef möglicherweise ständig irgendwelche Arbeiten aus der Hand, die er dann für
Sie weiterführt, weil er Sie für zu langsam oder in manchen Bereichen für zu unfähig hält? Dann
werden Sie hier Ihrer Selbstbestimmung beraubt, bzw. lassen zu, dass es geschieht. Denn wenn es
sich bei dieser Arbeit beispielsweise um die ästhetische Anordnung von Weinflaschen in einem
Regalsystem handelt, wird sehr schnell deutlich, dass es sich hierbei um Materie dreht – nämlich
die Flaschen – die hinterher an einer bestimmten Stelle des Raumes stehen, den dieses Regalsystem
einnimmt.
Ein anderes Beispiel für die Richtig- und Anwendbarkeit dieser Definition würde der Gitarrist einer
Band darstellen, der so gerne einen bestimmten Akkord zu Beginn der dritten Strophe in einen Song
integrieren möchte, welcher soeben geprobt wird. Sind die übrigen Bandmitglieder dagegen, wird er
sich wohl oder übel davor zurückhalten müssen, seiner Kreativität an dieser Stelle freien Lauf zu
lassen.
Dieser so gern gespielte Akkord würde für Energie stehen, da es sich dabei um eine grobe und
daher hörbare Wellenform handelt, die durch das Schwingen mehrerer angeschlagener Saiten zu
Stande kommt. Der Anfang der dritten Strophe ist eine exaktere Beschreibung für den Zeitpunkt
innerhalb des Songs. Ebenfalls ist der Raum, in dem geprobt wird von Bedeutung.
Man könnte daher diese spezielle Probensituation aus Sicht des Gitarristen auch so umschreiben: Er
kann sich gegen die anderen Bandmitglieder nicht mit seiner Absicht durchsetzen, im gemeinsam
genutzten Raum, zu dem von ihm vorgestellten Zeitpunkt, eine Energie zu platzieren; womit er aus
Sicht unserer Definition »fremdbestimmt« ist.
Sollten sie also von jemandem hören, der Ihnen immer wieder erzählt, es einfach nicht zu schaffen,
dieses Buch hier zu lesen, dann seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie da mit einer Person
sprechen, die Schwierigkeiten damit hat, sich Zeit zu erschaffen. Diese existiert nämlich nicht von
sich aus, sondern muss erst gemacht bzw. kreiert werden – was ja ebenfalls ein Aspekt der
Selbstbestimmungs-Definition ist. Es könnte natürlich auch noch eine andere Erklärung geben: Die
Person lügt und hat einfach keine Lust es zu lesen, da ihr Interesse an dem Thema nicht groß genug
ist. Wobei auch in dem Fall keine Zeit erschaffen wurde; aber eben nicht aus einer Unfähigkeit
heraus, sondern weil die Person selbst niemals die Zeit dazu haben oder erschaffen wollte.
Sie könnten ein Haus bauen oder kaufen, um sich den nötigen Raum für Ihre Materie – Möbel,
Besitzgegenstände, Ihren eigenen physikalischen Körper usw. – zu erschaffen. Wenn man ein Haus
oder eine Wohnung nur mietet, könnte es schon vorkommen, dass der Eigentümer einem zum
Beispiel das Halten von Hunden verbietet, weil es eben doch sein »Raum« ist, den man für die
Dauer des Mietverhältnisses verwenden darf. Man besitzt ihn aber nicht tatsächlich, und daher kann
man die Verwendung des Raumes auch nicht in vollem Umfang bestimmen und kontrollieren.
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Kennen Sie vielleicht das leicht angesäuerte Gefühl, welches einen beschleichen kann, wenn man
nach Hause kommt und man findet irgendeinen Gegenstand nicht an dem Platz, an dem man ihn
normalerweise erwartet zu sehen, weil irgendwer aus der Familie diesen Gegenstand an einen Ort
legte, den man persönlich dafür nicht vorgesehen hat? So mancher – möglicherweise sechs
Hauseingänge weiter lebende – Nachbar hat in solchen Fällen schon ein recht durchdringendes und
ohne große Anstrengung klar verständliches »Wieso liegt die Fernbedienung nicht an ihrem
Platz?!« vernehmen können. Und warum? Weil aus der Sicht des Oberhaupt-Schreihalses die
Selbstbestimmung missachtet wurde. Man hat bloß ein Stück relativ unwichtiger Materie, die er
normalerweise im Raum platziert, ohne seine Zustimmung an eine andere Stelle gelegt und schon
geht er in die Luft.
Eine alltägliche Kleinigkeit, wenn man so will. Aber genau hier haben wir das Problem mit der
Selbstbestimmung: Wer darf selbstbestimmt sein und wer nicht?
Das ist sicher keine Frage, die einem der wissende, studierte Sozialpädagoge in einem kurzen,
prägnanten und dazu auch noch in einem, für jeden leicht verständlichen Satz, beantworten könnte;
aber eines steht fest: Als Kind dieser Erde aufzuwachsen ist in den meisten Fällen ganz sicher keine
gute Grundlage für ein späteres, selbstbestimmtes Leben.
Man wird geboren und erst einmal überall hingetragen oder -geschoben, wo man gar nicht hin
möchte. Der eigene Körper wird fast ausschließlich von anderen in Raum und Zeit platziert. Kaum
etwas an Gegenständen darf berührt oder angefasst; untersucht oder bewegt werden. Messer, Gabel,
Schere, Licht sind sowieso verboten – was ja in einem gewissen Alter teilweise auch noch recht
verständlich ist – aber das einem dann auch noch vorgeschrieben wird, wo man in seinem
»eigenen« Zimmer die geschenkten Spielzeuge hinzulegen hat, macht einen dann doch schon
ziemlich fertig.
Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie hätten in der Lotterie einen schicken Sportwagen gewonnen
und dann wäre ständig der »Glücksbeauftragte» hinter Ihnen her, um Ihnen zu sagen, wo und wie
Sie dieses »Geschenk« zu fahren haben!
Also ich könnte mir vorstellen, dass Sie diesem Menschen irgendwann einmal – beim absichtlich
hastigem rückwärts Ausparken – verdammt gerne zeigen würden, wie sein Gesicht im Profil wirkt!
Wieso wohl kaum jemand darauf kommt, dass die ganzen Probleme, die Eltern häufig mit ihrem
pubertierenden Nachwuchs haben, nicht aufgrund der »Hormonumstellungen« auftreten, sondern
einfach daher rühren, dass diese dann in einem Alter sind, in dem sie die Idee haben, dass sie sich
nun auch körperlich gegen die Fremdbestimmung wehren könnten und es oft auch tun würden,
wären sie nicht in einer finanziellen Abhängigkeits-Position!
Als Aufseher in einem Gefängnis hat man natürlich die Möglichkeit, die Insassen spüren zu lassen,
wer dort das Sagen hat, aber man sollte dann auch wissen, welch dunkle Ecken es auf dem
Nachhauseweg gibt, die vielleicht auch diejenigen herausfinden könnten, die irgendwann keine
Inhaftierten mehr sind – oder sehe ich das falsch? Aber zurück zu den Pubertierenden…
Als Besitzer männlicher Körper kommen sie dann auch schon bald in den fraglichen »Genuss« der
Wehrpflicht. Da wird ihnen schnell noch beigebracht, welche Konsequenzen daraus resultieren, sich
zu weigern, einarmige Liegestütze in dreckigen Schlammlöchern zu vollführen, die selbst hart
gesottene Eber nur unter lautstarkem Protest betreten würden. Und wozu das Ganze? Damit ihnen
endlich der letzte Rest Stolz und eigener Wille genommen werden kann und sie somit wirklich
bereit sind, ihr Dasein als Erwachsene zu meistern – oder doch nur als leere, funktionierende
Hüllen, die keine Tätigkeit ausführen können, ohne den Chef fragen zu müssen, was zu tun ist?
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Und, als wenn das Alles nicht schon genug ist, kommt auch noch der Psychologe daher und verrät
uns sein »Wissen« darüber, dass wir von unserem »Unbewusstsein« bestimmt werden und nur auf
äußere Reize reagieren. Wie verdammt Recht der Kerl damit hat, nachdem man fast zwanzig Jahre
durch diese Erdenschule gegangen ist! Aber nur aus diesem Grund hat er Recht! Weil alles darauf
abgestimmt und ausgerichtet ist, jeden in ein Korsett von Fremdbestimmung zu pressen. Und der
»gemeine« Psychologe um die Ecke hat nicht einmal den blassesten Schimmer davon, dass auch er
selbst nur ein weiteres Werkzeug in der Kette ist und die Aufgabe hat, diese »Tatsache« auch
weiterhin den Menschen in ihr Denken zu pflanzen, damit sie bloß nicht auf so »verrückte« Ideen
kommen, man könnte sein eigenes Denken bestimmen oder gar kontrollieren. Damit könnte man
doch auch sein Handeln selbst bestimmen! Und das ist eine Vorstellung, die seine »Auftraggeber«
nun wirklich nicht mögen! Ein Planet voller selbstbestimmter Wesen, die man nicht wie eine Herde
träger Schafe kontrollieren kann? Oh nein!
»Ein geistiges Wesen ohne eigenes Unterbewusstsein«, wird in der Spiritologie als die erste große
zu rehabilitierende Bewusstseinstufe beschrieben. »Warum sollte es wichtig sein, kein eigenes
Unterbewusstsein zu haben?», könnte sich ein etwas weniger cleverer Zeitgenosse fragen. Weil man
nicht tatsächlich als man selbst handelt, wenn dieses Handeln nicht auch auf dem eigenen,
bewussten Denken basiert! Wenn Ihre Gedanken wirklich durch äußere Reize oder Inhalte Ihres
Unterbewusstseins gefärbt sind, agieren sie nicht ganzheitlich als die eigenständige Persönlichkeit,
die Sie eigentlich sind.
Wenn Ihr Denken durch diese jahrelang praktizierte Konditionierung – Erziehung, gesellschaftliche
Zwänge, willkürliche, moralische Verhaltensregeln usw. – erst einmal geprägt ist – und lassen Sie
uns nicht vergessen, wir reden hier von einem unsterblichen, geistigen Wesen, welches nicht erst
nur ein Leben als Mensch auf Erden verbracht hat – besteht die Möglichkeit, dass kein einziger
Gedanke, den Sie im Laufe eines Tages denken, Ihr eigener ist!
Jeder, der schon einmal unentschlossen an einer Kreuzung gestanden hat, weiß, dass es so lange
keine Bewegung in irgendeine Richtung, kein Handeln, kein Weiterkommen im Leben gibt, bis man
eine Entscheidung getroffen hat und diese dann auch in die Tat umsetzt. Ich denke, wir sind uns
darüber einig, wo Selbstbestimmung beginnt, egal um welchen der verschiedenen Lebensbereiche
oder Impulse es auch gehen mag: Sie beginnt in Ihrem eigenen Denken!
Daher gebe ich Leuten, die sich das erste Mal mit mir über das Thema Spiritologie unterhalten und
keine so genau Idee davon haben, wohin das Ganze eigentlich führen soll, eine Art »Checkliste«
oder »Wegweiser« in die Hand. Auf dieser Liste beschreibe ich sozusagen das »Ziel« ihrer Reise.
Denn wie soll jemand wissen, ob er am Urlaubsort angekommen ist, wenn er nicht vorher eine
Umgebungskarte gesehen hat? Wie soll dieser Jemand wissen, wie weit er vom beabsichtigten Ziel
noch entfernt ist oder ob er schon lange über diesen Punkt hinaus fuhr, wenn der zu erreichende
Bestimmungsort bloß eine vage Vermutung ist? Also beschreibe ich logischerweise das Ziel der
Reise, bevor sie überhaupt begonnen hat. Es ist von großer Wichtigkeit, die einzelnen Punkte der
Checkliste in ihrer vollen Bedeutung zu verstehen, da man sonst keine angemessene Vorstellung
davon besitzt, wie gewaltig die Kluft zwischen einem »normalen« Menschen und einer Person ist,
die als »Impuls 1«, ihre volle Selbstbestimmung rehabilitiert hat!
Daher möchte ich hier noch einmal ganz besonders betonen, wie wichtig es ist, einen Duden zur
Hand zu nehmen, sollten Sie durch die nachfolgenden Zeilen verwirrt sein oder das Gefühl haben,
etwas nicht verstehen zu können. Gähnen Sie also öfter einmal während Sie lesen, ist das ein
sicheres Zeichen dafür, dass ein Wort – oder mehrere Wörter – nicht in der verwendeten, richtigen
Bedeutung verstanden wurden. Das nur am Rande bemerkt, als kurze Erklärung dafür, warum viele
Leute so unglaublich gut einschlafen können, wenn sie lesen.
Sie können alles verstehen und können darauf wetten, dass es von meiner Seite keine Bedenken
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gibt, was Ihre Fähigkeit angeht. Neben Wörterbüchern gibt es auch noch die Möglichkeit, sich mit
Skizzen ein tieferes Eindringen in das Geschriebene zu verschaffen. Selbst das Verwenden von
herumliegenden Gegenständen und Dingen wie Streichhölzer, Büroklammern, Papierschnipseln,
Bonbons oder was auch immer, kann Ihnen dabei helfen.
Da ich keine gegenständlichen Dinge beschreibe, sondern geistige, könnte es Ihnen an fester
Materie oder »Masse« fehlen. Durch Skizzen oder das Benutzen kleiner Gegenstände können Sie
einen Ersatz schaffen, den man nicht bräuchte, würde man z.B. etwas über einen Kfz-Motor lesen.
Dieser kann überall besichtigt werden, um die zum Text gehörende Masse oder Materie
anzuschauen. Beim Thema »Denken« sieht das schon etwas anders aus. Sollte Ihnen also die Masse
beim Lesen fehlen, werden Sie es daran bemerken, dass Sie sich »zerdrückt« oder irgendwie
»verbogen« fühlen; Ihnen die Augen wehtun oder Sie Kopfschmerzen bekommen. Spätestens dann
sollte dem Lesen etwas Masse hinzugefügt werden.
Nun aber zu der erwähnten »Checkliste«, deren einzelne Punkte ich mit jeweils mehr oder weniger
ausführlichen, zusätzlichen Erklärungen noch einen Tick »greifbarer« machen werde.
Ein geistiges Wesen hat dann den Zustand der völligen Selbstbestimmung als Impuls 1 erreicht,
wenn die folgenden Fähigkeiten bzw. Bewusstseinszustände ohne jegliche Zweifel oder
Einschränkungen zutreffen und einer sehr genauen sowie sorgfältigen Überprüfung standhalten:
1. Ein GW, welches – wissentlich und willentlich – Ursache über mentalen Raum, mentale
Zeit, Energie und Materie ist.
Hier hätten wir also eine Person vor uns, die jeden Aspekt ihres Denkens kontrollieren und
ursächlich damit umgehen kann. Aussagen wie »Ich kann machen was ich will, aber ich sehe heute
noch jeden Tag das Bild vor mir, wie mein Vater damals mit abgerissenem Arm neben dem
Motorrad lag«, wären ein klares Anzeichen dafür, dass dieser Punkt nicht zutrifft!
Das Motorrad ist Teil der Erinnerung und daher ebenso mentale Materie, wie der materielle Arm
des Vaters, der ja mittlerweile gar nicht mehr physikalisch, sondern nur noch als Teil der
Erinnerung existiert. Raum und Zeit des Geschehens sind ebenso wenig von sich aus in der
Gegenwart vorhanden, wie die Emotionen oder die durch das Erlebte entstandenen »Ladungen«.
Auch umgangssprachlich verwendet man diesen Ausdruck sehr gerne, wie im Beispiel »Ich bin
vielleicht geladen.« Ladungen entstehen immer dort, wo jemand dem ausweichen möchte, was er
gerade erlebt. Dort, wo man sich gegen eine Situation im Leben »wehrt«, dagegen geistig protestiert
und somit einen unsichtbaren »Druck« aufbaut. Genau dieser Druck ist der Grund dafür, warum
man durch gewisse Erlebnisse »geprägt« oder von ihnen Charakter verändernd »beeindruckt«
wurde. Vielleicht haben Sie auch schon einmal davon gehört, dass man Erinnerungen auch als
»geistige Eindrucksbilder« bezeichnet?
Nun, eine wissentlich und willentlich ursächliche Person ist in der Lage, mit einer rein mental
vorhandenen Situation, zu machen, was sie will. Sie könnte einfach die Emotionen und den
Schmerz daraus entfernen, dieses Erlebnis einfach dort in der Zeit platzieren, wo es hingehört –
nämlich in die Vergangenheit, wo es dann auch keinen Einfluss auf den gegenwärtigen
Gemütszustand nehmen könnte – oder aber dieses Geschehen komplett in Luft auflösen! Ihm
einfach den Fortbestand oder, anders ausgedrückt, die darin enthaltene Zeit nehmen, wodurch es auf
Nimmerwiedersehen verschwinden würde.
Jegliche vielleicht dadurch entstandene Eingeschränktheit oder Unfähigkeit wäre damit ebenfalls
verschwunden, da es ja möglich ist, dass jemand, aufgrund einer solchen gemachten Erfahrung, nie
im Leben in der Lage sein würde, ein Motorrad zu fahren! Eine Person aber, die die obige
Definition erfüllt, wäre von ihrer Vergangenheit, egal welcher Art, unbeeinflusst.
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Wobei natürlich dennoch weiterhin die Erinnerungen bewusst erschaffen werden können, die sie
aufgrund der eigenen Meinung für erwünscht ansieht. Erinnerungen sind sowieso nicht »irgendwo«
gespeichert. Sie werden in der Gegenwart – vom geistigen Wesen selbst – erschaffen oder eben
auch nicht erschaffen.
2. Ein GW, welches sich bewusst ist, einen physischen Körper zu besitzen und zu lenken; sich
aber auch darüber bewusst ist, dieser nicht zu »sein«.
Wer bereits die subjektive Erfahrung machen durfte, wie es ist, sich an einen oder mehrere frühere
»Tode« zu erinnern – vielleicht weil damit Ladungen verbunden waren, die einen im gegenwärtigen
Dasein vom Handeln oder Glücklichsein abhielten – hat sicher kein Problem damit, diese Aussage
mit Gewissheit zu bestätigen. Es ist deswegen ein wichtiger Punkt, da die gesamte
Lebenseinstellung eine andere ist, wenn man sich darüber bewusst ist, weder sterblich, noch
verletzbar oder angreifbar zu sein.
Natürlich soll damit das Vorhandensein des Körpers nicht hinweggeredet oder verleugnet werden,
aber wenn man die Aussage im Auge behält, dass man »all das, was man erlebt, durch sein eigenes
Denken verursacht«, könnte es eine dramatische Änderung im Leben bewirken, sobald dieses
Bewusstsein Ihr Denken durchflutet.
Denn könnten Sie überfallen, ausgeraubt oder entführt werden, wenn Sie nicht als Körper denken,
sondern als Sie selbst? Nein, da Sie als geistiges Wesen über solche Ideen lachen würden. Es ist
einfach unmöglich ein geistiges Wesen zu entführen, das in Wirklichkeit nicht einmal eine
tatsächliche Position in Raum und Zeit hat. Und wenn diese Ideen gar nicht mehr Teil Ihres
Denkens sind, muss der Kriminelle, der so etwas plant, wohl auf den Nächsten warten, der des
Nachts um die Ecke gelaufen kommt, da er bei Ihnen irgendwie das »komische« Gefühl hat, er solle
vielleicht einfach noch etwas warten…
3. Ein GW ohne Verdrängungen, Ängste, Zwänge oder, durch eigenes Denken verursachte, so
genannte psychosomatische Krankheiten.
Geistig verursacht – körperlich in Erscheinung tretend. Das ist eine sehr vereinfachte Form
»Psychosomatik« zu beschreiben. Da wir aber von einer Person sprechen, die Kontrolle über die
geistigen Vorgänge während des Denkens besitzt, wird sofort klar, wieso dieser Aspekt in die
Auflistung der Checklistenpunkte gehört.
Daher sind auch in so einer Person keinerlei Zwänge auffindbar. Denn wozu sollte sie sich
gezwungen fühlen, wenn sie doch weiß, dass sie das, was sie denkt und tut, selbst entscheidet und
daher ganz allein die Verantwortung dafür trägt? Warum also sollte sie ihre Fingernägel bis auf die
Knochen abkauen, wenn sie es selbst eigentlich gar nicht tun möchte? Sähe nicht wirklich
selbstbestimmt aus, wenn sie es gegen ihren eigenen Willen tun »müsste«, oder?
Ängste haben ihre Ursache in Ungewissheit oder Unbekanntheit, die man sehr leicht durch Fragen
erschaffen kann, die man sich selbst stellt, wie im Falle einer Flugangst. Eigentlich könnte man ja
die Aussicht über den Wolken genießen oder sich über den furchtbar trockenen Keks ärgern, den
man soeben, von einer, viel zu aufdringlich parfümierten, silikonbusigen Blondine, zum Tee
gereicht bekam.
Stattdessen aber fragt sich so eine von der Flugangst geplagte Person: »Ob wir wohl jemals heil
landen werden?« oder »Wie furchtbar es wohl sein muss, da unten ins eiskalte Wasser zu stürzen
und von Haien zerstückelt zu werden.« Sehen Sie das?
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Sie stellt sich Fragen. Und genau dadurch erschafft sie die Angst! Würde sie in der Gegenwart sein
und ausschließlich erleben und wahrnehmen, was tatsächlich um sie herum geschieht – oder eben
nicht geschieht – wäre diese spezielle Angst nicht vorhanden.
Verdrängungen kann es nur dort geben, wo jemand etwas nicht auflösen oder – vielleicht noch
treffender formuliert – nicht »entschaffen« kann. Wohin überhaupt kann man etwas verdrängen,
außer tief in sich selbst hinein? Sie würden doch zu Hause auch den stinkenden Müll nicht in
irgendwelche Räume »verdrängen«, die Sie danach nicht mehr betreten können, weil es darin so
unangenehm und bestialisch riecht, dass Sie diese Räume am liebsten ganz meiden oder vielleicht
sogar völlig »vergessen« wollten. Vor allem dann nicht, wenn Sie wüssten, wie und wohin Sie den
Müll entsorgen können. Und da eine über das Denken ursächliche Person solche Dinge, die sie
normalerweise verdrängt hätte, anschauen und auflösen kann – weil sie als geistiges Wesen sowieso
durch nichts einen echten Schaden nimmt – sind auch Verdrängungen unnötig und daher auch keine
mehr vorhanden.
4. Ein GW mit der Fähigkeit, jede Art von Unterbewusstsein für sich selbst zu erschaffen,
fortbestehen zu lassen oder auslöschen zu können.
»Meine Abneigung gegen Trompeten kann ich mir auch nicht erklären. Sie kommt wohl aus
meinem Unterbewusstsein.«
So etwas in der Art kann man hin und wieder aufschnappen, wenn man der flauschigen
Unterhaltung zweier Menschen Gehör schenkt, wie sie an einem jedem leicht bewölkten, xbeliebigen
Sonntagabend geführt werden könnte. Und wenn man nicht interessiert auf diese
Menschen zugeht und einmal nachfragt, könnte man denken, sie wüssten, wovon sie da reden!
Solche Wörter sind so selbstverständlich in den Sprachgebrauch übergegangen, dass man meinen
könnte, sie würden von denen verstanden, die damit herumjonglieren! Aber weit gefehlt!
Fragen Sie solche Menschen bloß nie, was genau das Unterbewusstsein denn sein soll, über das sie
da sprechen. Fragen Sie besser auch niemals, wo genau es sich befindet. Scheinbar kommen die
Ideen, Einstellungen, Gedanken und Gefühle dieses erwähnten Unterbewusstseins ja irgendwo her,
wie man den Aussagen solcher Leute entnehmen kann! Dann muss das Unterbewusstsein doch auch
irgendwo sein, oder?
Und wenn es irgendwo ist, woraus besteht es? Welche Form, Struktur oder Anatomie hat es? Was
ist darin enthalten? Wenn man wüsste, was darin enthalten ist, wäre es dann nicht schon
Bewusstsein? Wie sieht es aus? Wieso kann man darüber reden, wenn es sich doch unter der Stufe
des Bewusstseins befindet – was doch an sich die eigentliche Bedeutung des Wortes ist, oder sehe
ich das falsch?? Wenn es unterbewusst ist, dürfte doch gar nicht wissbar sein, dass es so etwas gibt!
Sie sehen, worauf ich hinaus möchte, oder?
Wenn Sie all diese Fragen beantworten könnten – und verdammt noch einmal, seien Sie sich
darüber im Klaren, dass all diese Antworten in Ihnen selbst sind; egal, was Ihnen bisher über dieses
Thema gesagt worden ist! – dann hätten Sie keinerlei Probleme dabei, mir die oben genannte
Fähigkeiten im Handumdrehen zu demonstrieren; und jeder Psychologe dieser Welt würde Ihnen
neidlos sein Diplom für den Fall zur Verfügung stellen, dass Ihnen bei einer langen, abendlichen
Wattwanderung das Toilettenpapier ausgehen sollte…
Das Unterbewusstsein könnte man sehr grob als die Ansammlung all der Dinge beschreiben, für die
eine Person keinerlei Verantwortung übernommen hat! Genau dafür wird es ja in vielen Fällen auch
verwendet, da es z.B. eine fantastische Ausrede für jeden Vergewaltiger ist, der vor dem Richter
seine eigentliche Nicht-Verantwortung beteuern möchte und darin auch noch mit dem beglaubigten
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Gutachten des »Fachmannes« tatkräftig unterstützt wird! Denn darin steht ja, dass er es gar nicht
getan hätte, wäre da nicht dieser Impuls aus seinem Unterbewusstsein, der wahrscheinlich aufgrund
seiner schweren, traumatischen Kindheit bla, bla, bla…
Ich würde den Kerl, der dieses Gutachten erstellt hat und dafür sorgen wird, dass dieser
verantwortungslose Kriminelle schon nach kurzer Zeit wieder auf der Suche nach dem nächsten
Opfer ist, gleich mit einsperren! Also das würde ich tun, wenn ich nicht wüsste, dass es die
Spiritologie als alternative Handhabung gibt, mit der auch sein Bewusstsein zu dem Punkt
heraufgebracht werden kann, an dem er erkennen würde, welchem Aberglauben er da selbst zum
Opfer gefallen ist.
Ich finde, es ist an der Zeit, dass wir nicht mehr zulassen, so einen pseudowissenschaftlichen
Schwachsinn wie die Lehre über das tatsächliche Vorhandensein eines Unterbewusstseins in jedem
Menschen – welches niemals vollständig verstanden oder aufgelöst werden kann – weiterhin an
Universitäten zu lehren.
Und schon gar nicht sollte geduldet werden, dass man bereits Kindern in allen Schulen dieser Welt,
eine solche Falsch-Information als wissenschaftlich anerkannte »Wahrheit» in den Unterrichtsstoff
knallt – den sie dann auch noch bei Tests und Prüfungen nachzuplappern haben, um auch bloß die
gute Note zu bekommen, die sie ja für ihr späteres Leben brauchen!
Denn wenn die Kinder das erst einmal in ihr Denken integriert haben, werden auch sie sich dadurch
ein Unterbewusstsein erschaffen haben, welches von sich heraus gar nicht existieren würde! Und
damit haben wir da den nächsten, potentiellen Vergewaltiger, der einfach nicht anders konnte,
obwohl er ja selbst gar nicht wollte usw.
Eine Person, die die volle Verantwortung für ihr eigenes Sein, ihr eigenes Denken, Fühlen,
Kommunizieren, Handeln usw. übernommen hat, braucht die Ausrede »Unterbewusstsein« nicht
mehr und wird Ihnen danach sehr bereitwillig – und mit viel Erleichterung in der Stimme –
demonstrieren, wie genau man eines erschafft, wie man es fortbestehen lassen kann und wie man es
wieder auflöst!
5. Ein GW, welches sich aus der festen Verbindung zu den Massen, Energien, Bildern, Zeiten
und Räumen des Verstandes herausgelöst hat und völlig unabhängig davon denken und
entscheiden kann.
Wissen Sie, was oft das Unangenehme an Leuten ist, die sich ihr ganzes Leben mit sehr logischen
Dingen beschäftigen? Sie können meist nicht mehr lachen!
Als Kind liebte ich »Dick und Doof« – diese TV-Serie mit Stan Laurel und Oliver Hardy. Und
wissen Sie, worauf ich mich immer am meisten gefreut habe? Auf diese völlig bescheuerte und
unlogische Art der beiden, einfach stehen zu bleiben und abzuwarten, was der andere wohl
Gehässiges tun wird, wenn sie sich wieder mal stritten. Allein Stans fragender, dummer Blick, wenn
Oli gerade im Zeitlupentempo damit beschäftigt ist, ein rohes Ei auf Stans Schädeldecke zu
zerschlagen, das dann langsam über sein Gesicht läuft und er dann noch mit der Zungenspitze ein
bisschen davon kostet, während er darüber nachdenkt, was er im Gegenzug tun könnte – Gott, habe
ich gelacht! Heute kann ich Ihnen sogar eine sehr exakte Analyse darüber geben, wieso ich mich
fast nicht auf dem Stuhl halten konnte: Weil es völlig unlogisch war, sich in solch einer Situation so
zu verhalten! Logik wäre nicht witzig gewesen. Niemand lacht über etwas, was logisch ist! Und
niemand, der sich als geistiges Wesen zu sehr mit dem auf Erfahrung basierenden logischen
Verstand verbunden hat, kann noch richtig herzhaft lachen oder echte Freude am Leben empfinden.
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Ein Wesen, welches sich vollständig dem logischen Denken verschrieben hat, kann über solche
Typen wie »Stan und Oli« auch nicht mehr lachen. Es würde höchstens etwas in der Art sagen wie:
»Das ist doch bescheuert. Ich kann nicht verstehen, wieso man über so etwas lacht.« Dabei
beschreibt es doch genau das, was einen lachen lässt: Bescheuertes, Irrationales; Dinge, die eben
unlogisch sind oder etwas, das unvernünftig ist.
Das Problem dieser logischen Person liegt darin, dass sie nicht mehr bescheuert denken kann! Sie
kann nicht mehr willentlich unlogisch sein und hat daher ihren Sinn für Humor verloren. Sie hat
aber noch etwas viel Wichtigeres verloren als nur ihren Sinn für Humor, wenn sie nicht mehr
unlogisch sein kann: Ihre Fähigkeit kreativ zu sein, ihr Potential sich Neues ausdenken zu können
und zu erschaffen. Sie hat den gesamten Bereich ihrer Phantasie auf Null reduziert; womit sie aus
dem Kreis der Persönlichkeiten fällt, die man braucht, um eine Gesellschaft oder Zivilisation
wirklich nach vorne zu bringen.
In den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Technik, Politik usw. ist man sozusagen völlig
aufgeschmissen, wenn man nicht genügend kreative, mutige, Individuen hat, die in der Lage sind,
sich Lösungen und Wege vorzustellen, die noch nie ein Mensch vor ihnen je gewagt hat zu denken.
Wenn Wissenschafter sich Gedanken darüber machen, wie man die Reisedauer zu einem entfernten
Planeten verkürzen kann, ist es ja in Ordnung, wenn sie herauszufinden versuchen, ob es effektivere
Treibstoffarten geben könnte, die eine höhere Geschwindigkeit ermöglichen, um so die Entfernung
zwischen Planet A und Planet B in kürzerer Zeit zu überwinden. Aber wieso sagt nicht jemand
einmal: »Stopp, stopp! Genug damit! Wir lassen das Ganze jetzt völlig sein und starten von einem
gänzlich neuen Gesichtspunkt aus. Um da etwas Schwung in die Sache zu bringen, werden wir uns
ab jetzt damit beschäftigen, wie wir in Zukunft den Raum zwischen zwei voneinander entfernten
Punkten manipulieren können, um dadurch eine Verringerung der zu überbrückenden Distanz zu
erreichen. Wir habe doch lange genug mit der Beschleunigung von Materie mit Hilfe von Energie
herumgemacht, um den Raum zu durchqueren, der zwischen uns und einem Zielort stand. Nun
werden wir uns anschauen, wie wir das von einem viel höheren Gesichtspunkt aus handhaben. In
spätesten sechs Monaten möchte ich erste Ergebnisse sehen. Los geht’s!«
Raum-Manipulationen – Blödsinn? Oder nicht realisierbar? Ha! Lesen Sie noch einmal das Kapitel
»Drei Universen«, wenn Sie da doch etwas »verpasst« haben sollten.
Sie haben jetzt eine Idee davon, was damit gemeint sein könnte, wenn eine selbstbestimmte Person
sich aus der festen Verbindung mit dem Ding Namens Verstand herausgelöst hat? Prima! Und
selbst Albert Einstein – der übrigens ein sehr humorvoller und »verrückter« Zeitgenosse seiner
Generation war – bekräftigt die Wichtigkeit dieser fünften Definition mit einer seiner bekanntesten
Aussagen, die auch Ihnen geläufig sein wird:
»Phantasie ist wichtiger als Wissen.«
Vielen Dank, Albert!
6. Ein GW ohne unerwünschte oder aufgezwungene Verhaltensmuster – aus seiner eigenen
Sicht heraus gesehen.
Ich denke, eine fast für sich allein sprechende Aussage, die eigentlich nicht vieler weiterer Worte
bedarf. In besonderem Maße wichtig ist hier eigentlich nur der Aspekt der eigenen Sicht; des
eigenen Gesichtspunktes. Es interessiert nämlich überhaupt nicht, was irgendein Dritter über Ihr
Verhalten denkt oder wie er es beurteilt. Ausschließlich die Frage, ob Sie selbst an sich
Verhaltensmuster finden, die Sie nicht aufgrund Ihres freien Willens so für sich festgelegt haben,
wäre hier zu stellen.
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Nur weil Sie ein Mensch sind, der – selbst im Urlaub – jeden Morgen um fünf Uhr erwacht, erst
einmal die aktuellen Aktiennotierungen erfahren muss, weil ihm sonst nicht einmal das köstliche
Frühstück schmecken will, käme ich noch lange nicht auf die Idee, anzunehmen, bei Ihnen handele
es sich dabei um ein unerwünschtes oder aufgezwungenes Verhaltensmuster. Wenn es das ist, was
Sie genau so tun wollen, weil es eben ein persönliches »Ritual« ist, um den Tag zu beginnen, dann
ist daran überhaupt nichts verkehrt. Ganz anders sieht es dann aus, wenn Sie es eben nur darum
jeden Morgen so machen, weil Sie gar nicht anders »können«, selbst wenn Sie sich dazu
entschließen würden.
Dann können Sie aber auch sicher sein, dass es eine Menge »erklärender« Gründe dazu in ihrem
Denken gibt, die eben genau dazu führen, dass dieses Verhaltensmuster nicht ohne Probleme und
durch den einfachen Beschluss, »es von nun an anders zu machen«, geändert werden kann. Aber
diese »Gründe« und »Warums« werden Ihnen schon ins Bewusstsein aufsteigen, sobald Sie zu
diesem Thema einmal etwas genauer in sich hineinhorchen. Denn es ist fast nie nur ein einziges
»Denk-Schema« wie z.B. »Ich werde einfach jeden Morgen um fünf Uhr wach – ob ich will oder
nicht«, welches für eine bestimmte Schwierigkeit verantwortlich ist; denn wäre es nur der eine
entscheidende Gedanke, der dieses Verhalten aufrechterhält, wäre diese Sache schneller gelöst, als
man sie überhaupt aussprechen könnte. Schaut man sich aber dieses erste, offensichtlich und
bekanntermaßen gedachte Denk-Schema vor seinem »geistigen Auge« wiederholt an, kommen
weitere Schemata in Sicht, die das Ganze untermauern, wodurch sie sich zu genau dem schönen,
festen »Pullover« zusammenstricken, den man dann eben nicht mehr so leicht zu etwas Anderem
umfunktionieren kann, wie es noch mit dem einzelnen, schwachen Wollfaden möglich gewesen
wäre.
Wer aber diesen Pullover genauer unter die Lupe nimmt, wird eben auch die anderen Maschen und
Schlaufen erkennen, die ihn zusammenhalten und zu dem machen, was er ist. Mit anderen Worten
können unglaubliche Mengen solch aufgestellter Denk-Schemata auftauchen, die aber, allein schon
durch bloßes Erkennen und unbewerteter Wahrnehmung, ihre Kraft und beeinflussende Macht
verlieren. Diese, eventuell in sehr großer Zahl auftauchenden Schemata, könnten Inhalte haben wie:
»Ich bin eben ein Arbeitstier«, »Da bin ich wie mein Vater, hat mir meine Mutter schon als
Jugendlicher immer gesagt«, »Da kann ich einfach nicht aus meiner Haut« oder eben andere
Varianten, die Sie – als die Unendlichkeit, die Sie ja in Wirklichkeit sind – daher auch in
unendlicher Quantität erschaffen haben könnten!
Unerwünschte oder aufgezwungene Verhaltensmuster können aber auch viel größere Ausmaße
annehmen und Dimensionen erreichen, die einem im Augenblick des Erkennens, für einen Moment
die Luft zum Atmen nehmen können, wenn z.B. ein ganzes Leben darauf aufgebaut wurde!
Nehmen wir doch für solch eine Größenordnung einmal die fiktiven Lebensumstände einer relativ
erfolgreichen und gut situierten Anwältin, die offensichtlich gut zurechtkommt, soweit es die
materielle Seite ihres Daseins betrifft.
Alles läuft – aus rein menschlich körperlicher Sicht – nach Plan, und für jeden außen stehenden
Beobachter sieht es so aus, als würde sich im Leben dieser erfolgreichen Frau auch in den nächsten
zehn Jahren nichts von großer Bedeutung ändern. Sie ist inzwischen zweiundvierzig Jahre alt, nicht
wirklich richtig glücklich, aber soweit ganz zufrieden mit sich selbst. Sie ärgert sich nur immer mal
wieder darüber, wie rapide an manchen Tagen ihre Konzentrationsfähigkeit nachlässt und das sie
dann, ganz häufig, erst nach Stunden wieder in der Lage ist, sich in den Fall hineinzudenken, den
sie gegenwärtig zu bearbeiten hat. Sie muss sich förmlich dazu zwingen.
In der Zwischenzeit – wenn sie eben wieder genau in so einer vorher beschriebenen Phase steckt –
tut sie nicht wirklich etwas Produktives, sondern schaut sich lieber ihre auf DVD gesammelten TVDokumentationen
über das Leben buddhistischer Mönche an oder liest Bücher, die von
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irgendwelchen paranormalen Phänomenen handeln, die sie schon seit ihrer Kindheit gefesselt
haben. Nichts wirklich Beunruhigendes bis zu diesem Punkt, wie man annehmen könnte. Auch die
sporadisch auftretenden Kopfschmerzen, die ein leichtes, aber noch gut erträgliches
Schwindelgefühl verursachen, scheinen damit in keinem Zusammenhang zu stehen. Nur das für sie
eher »untypische« Verhalten verursacht ihr schon die eine oder andere Stress-Situationen, weil die
vertrödelten Stunden ja doch irgendwo fehlen; und genau darum möchte sie der Sache, bei
Gelegenheit, auf den Grund gehen.
Während sie dies dann endlich tut und ihr Verhaltensmuster immer genauer und intensiver
durchleuchtet, wird ihr erstmals wirklich deutlich bewusst, dass fast alle Familienmitglieder in
irgendeinem juristischen Beruf tätig sind. Sie erinnert sich plötzlich auch an die ewigen, sehr
massiven Streitgespräche mit den Eltern, als es darum ging, dass sie diese »Tradition« brechen
wollte, weil sie damals nicht die geringste Lust verspürte, den Beruf der Anwältin auszuüben.
Doch noch viel »schlimmer« wird es, als sie sich daran erinnert, wer sie – als geistiges Wesen –
eigentlich wirklich ist!
Sie hat herausgefunden, einst ein bedeutender buddhistischer Lehrer gewesen zu sein, der sich zur
Aufgabe gemacht hatte, diese Lehren in die westliche Welt zu tragen, um den Menschen von ihrer
wahren geistigen Natur und der Möglichkeit zu erzählen, durch verantwortliches Denken und
Handeln, den ewigen Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt zu durchbrechen. Und genau das
tut sie seitdem!
Jetzt gibt es keine Fragen mehr darüber, warum solche Themen sie schon ein Leben lang magisch
anzogen oder wieso sie nie das Gefühl hatte, ihr Dasein sei wirklich erfüllend. Sie lebte das Leben,
welches ihre Eltern sich für sie ausgedacht hatten – nicht ihr eigenes! Daher war das scheinbar
»untypische« Verhaltensmuster genau das, was wirklich zu ihr gehörte. Den Rest hat sie
mittlerweile von sich abgeschüttelt und Kopfschmerzen hat sie seitdem auch nie wieder erfahren
müssen.
Eine sehr gute Messlatte dafür, ob etwas wirklich zu Ihnen gehört, also Teil Ihres Selbst ist oder
nicht, ist die Qualität und Intensität der eigenen Zufriedenheit Selbst die körperliche Gesundheit ist
ein wichtiger Indikator. Wie heißt es noch so schön? »In einem gesunden Körper, steckt ein
gesunder Geist.«
7. Ein GW, dessen Schlussfolgerungen, Berechnungen, Entscheidungen oder Gedanken nicht
mehr durch unbewusste Einflüsse verfälscht oder verzerrt werden, die vorher die Ursache
für falsche Ergebnisse in seinem Denken waren oder zu irrationalem Verhalten führten.
Um ein bestehendes Problem tatsächlich lösen zu können, müssen alle Fakten dazu erst einmal auf
dem Tisch liegen. Fehlen Aspekte davon, kann es nur teilweise oder eben gegebenenfalls überhaupt
nicht gelöst werden. Diese Aussage trifft auch auf die Bereiche des Denkens und Handelns zu.
Wenn Sie ein Auto zu reparieren hätten, welches nicht startet, müssten Sie wirklich herausfinden,
welche Bauteile und Leitungen mit diesem Vorgang des Startens verbunden sind. Lassen Sie die
Zündkerzen außer Acht, kann es Ihnen passieren, dass Sie genau die Bauteile nicht untersucht
haben, die das Problem verursachen und daher niemals ein repariertes Auto haben werden.
Natürlich können Sie sich eine Rechtfertigung ausdenken und eine andere »wahre« Ursache
»erfinden«. Mit einer wirklich hochtrabend und intellektuell klingenden Erklärung könnten Sie
womöglich noch Eindruck bei den Unwissenden schinden, aber Sie hätten nachweislich eines nicht
geschafft: das Problem zu lösen!
Dass diese Vorgehensweise in der Psychologie leider oft der Regelfall ist, scheint bisher
niemandem aufgefallen zu sein. Daher dachte ich, ich erwähne diese »Nebensächlichkeit« einmal
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an dieser Stelle. Es gab da mal einen Herrn, der zu seiner Zeit recht unbeliebt war. Dennoch möchte
ich ihn mit den Worten zitieren: »An ihren Taten werdet ihr sie erkennen.«
Jesus von Nazareth wusste, wie man Lügner von ehrenhaften Personen und echte Profis von
Quacksalbern unterscheiden kann. Er wusste auch, worauf man seine Aufmerksamkeit richten
muss, um genau diesen feinen Unterschied aufdecken zu können, nämlich: Auf das Ergebnis,
welches durch die Arbeit oder das Handeln dieser Person erreicht wird.
Der Mensch ist nicht zu komplex, um ihn in seiner Gänze zu verstehen. Die bestehenden geistigen
»Wissenschaften« sind einfach nur zu »unwahr« und zu »frei erfunden«, als dass man damit
wirklich etwas zum Funktionieren bringen könnte. Daher wenden wir nun einfach das Prinzip der
fehlgeschlagenen Autoreparatur auf das Denken an, weil es keine Rolle spielt, welches Problem
man angeht. Wenn alle Fakten bekannt und verstanden sind, ist es lösbar – so auch anwendbar auf
das menschliche Verhalten.
Jemand, der etwas tut, was dumm oder irrational aussieht, weiß, wieso er es tut! Natürlich kann es
sein, dass er diese Gründe und Motive auch vor sich selbst so gut versteckt hat, dass er sie wirklich
im ersten Augenblick nicht mehr kennt, aber da dies selbst verursacht ist, ist es auch rückgängig zu
machen. Hat ein Wesen nämlich erst einmal damit angefangen, verschiedene Entscheidungen über
das eigene Verhalten, Sein oder den eigenen Charakter vor sich selbst zu verleugnen – und bei
einem unsterblichen Wesen kann dieser Anfang eine sehr, sehr lange Zeit her sein – so kann es
schon den Anschein erwecken, dass da so etwas wie »unbewusste« Einflüsse sind, die sich in
Entscheidungen einschleichen oder das Verhalten von Wesen gegen ihren eigenen Wunsch
modifizieren. Aber wie gesagt: Es hat nur den Anschein, als wären diese Einflüsse unbewusst.
Daher kann es vorkommen, dass eine Person, immer wenn sie das Haus verlässt, einen Liter Wasser
mit sich herum trägt – was sie selbst aber nur äußerst unlogisch erklären kann. Bei genauer
Untersuchung dieses Verhaltens kommt aber dann ein Geschehen in Sicht – durch das Verwenden
eines bestimmten Verfahrens, welches in der Spiritologie angewandt wird – in dem diese Person
sich als Karawanenführer mit seiner Truppe auf den Weg zu einer Wasserstelle machte, die zwei
Tagesritte entfernt war. Dort angekommen musste man leider feststellen, dass es am Zielort gar kein
Wasser mehr gab, wodurch alle an der Reise Beteiligten verdursteten. Inmitten ihres Todeskampfes
traf die Person dann kurz vor ihrem Ableben die Entscheidung, in Zukunft nie wieder ihr Zuhause
zu verlassen, ohne einen zusätzlichen Liter frisches Wasser mit auf die Reise zu nehmen.
Wenn sich nun die Person, die bis dahin dieses »seltsame« Verhalten an den Tag legte, dieses
Geschehens bewusst wird, kann sie die Entscheidung, die sie zu dem früheren Zeitpunkt machte,
revidieren. In der gegenwärtigen Lebenssituation gibt es an jeder Ecke Häuser, in denen es
fließendes Wasser gibt, wenn man wirklich einmal in die Situation kommen sollte, sehr durstig zu
werden. Man kann einfach klingeln und nach einem Glas Wasser fragen. Nun sind ihr die
tatsächlichen Gründe für dieses komische Verhalten bewusst und sie kann eine – den jetzigen
Lebensumständen entsprechende – neue Entscheidung treffen.
Welche Art Verfahren in der Spiritologie in so einem Fall verwendet wird, beschreibe ich noch in
späteren Kapiteln. Jedoch sollte klar sein, dass man im Grunde auch gar kein Verfahren benötigt,
um solch ein Verhalten bei sich selbst zu entdecken und zu ändern, da es ja sichtbar ist, was man
tut. Und die Entscheidung sich so zu verhalten trifft man in jeder Sekunde neu, in der man sich
wieder zu diesem Verhalten entschließt. Ebenso wie der Alkoholiker, der natürlich nicht heute
trinkt, weil seine Mutter ihn nie mochte, sondern darum, weil er genau heute wissentlich zur
Flasche greift und trinken will! Aber es klingt einfach besser, wenn es nicht an einem selbst liegt
und daher kann ein Verfahren manchmal schneller die unbekannten Aspekte ans Tageslicht fördern,
die sonst vielleicht unbeachtet im Dunkel verbleiben würden. Denn vielleicht ist der wahre Grund
dafür, zur Flasche zu greifen, der, dass er einfach zu schüchtern ist, im nüchternen Zustand eine
Frau anzusprechen – oder etwas in der Art. Aber so lange wie dieser Teil des Problems nicht auf
den Tisch kommt, kann man auch das eigentliche Problem der Schüchternheit nicht angehen.
45
Aus Sicht des hier beschriebenen Alkoholikers wäre der Alkohol auch gar nicht das Problem. Nein,
der Alkohol ist für ihn sogar die Lösung für ein tatsächlich vorhandenes, aber bis dahin noch
unbekanntes, weil nicht beachtetes Problem – wie im Falle der Zündkerzen bei der Beseitigung der
Startschwierigkeiten. Daher scheitern Sie, wenn Sie hier versuchen würden, ihm seine Lösung
auszureden! Was übrigens bei jeder Form von Drogen- oder auch Medikamentenabhängigkeit die
eigentliche Problematik derer ist, die zu helfen versuchen!
8. Ein GW, welches die volle Verantwortung für sein Denken und Handeln übernommen hat
und sie nicht mehr der Vergangenheit, dem Unterbewusstsein oder anderen Quellen
zuschreibt
Das Übernehmen der vollen Verantwortung ist eine – in der heutigen Gesellschaft – nicht wirklich
sehr gern gemochte Angelegenheit. Das Unterbewusstsein als Ausrede haben wir ja schon
ausführlich unter die Lupe genommen, aber es gibt natürlich noch unendlich viele andere
Möglichkeiten, mit Hilfe derer man sich vor seinen Mitmenschen als das »Opfer« äußerer
Umstände darstellen kann. Die beliebteste Begründung, wenn einem in einer schwachen und
weniger kreativen Stunde so wirklich gar nichts anderes mehr einfällt, ist Gott. »Keine Ahnung,
was Gott sich dabei gedacht hat, als er mich mit diesen Charaktereigenschaften ins Leben schickte.«
Hört sich doch prima nach Opfer an, oder? Ist doch klar: Diese arme Person kann offensichtlich
wirklich nichts dafür, dass sie sich oftmals wie eine antisoziale Persönlichkeit verhält.
Von den »Sternzeichenjüngern« will ich da gar nicht erst anfangen, die immer so gern mit der
Planetenkonstellation zur Zeit ihrer Geburt ankommen, um sich damit für ihre unmögliche Art zu
entschuldigen, fast chronisch in einem so aggressiven Tonfall mit einem zu sprechen, dass man
meinen könnte, man sei die Erbsünde in personifizierter Form. Spricht man diese Person dann
einmal darauf an, bekommt man ein »Ach weißt du, ich mach das gar nicht mit böser Absicht. Du
musst wissen, ich bin Skorpion und die haben immer schnell den »Stachel« draußen.« Ach so! Jetzt
ist natürlich klar, wieso da keine Verantwortung für das eigene Verhalten eingeräumt werden kann
– Skorpion! Hätte man aber auch früher wissen sollen, dann hätte man doch gleich jede verbale
Frechheit seitens dieser Person akzeptiert und verstanden!
Hin und wieder könnte man sich fragen: »Wäre es wohl auch okay und akzeptabel, wenn ich ihr
jetzt eine knalle und sage, ich bin Stier?« Also ich würde mich dabei nicht so wirklich
unverantwortlich fühlen. Aber der Skorpion ja in Wirklichkeit auch nicht, da er genau weiß, wie
weit hergeholt diese Erklärung ist. Man kann nur leider bei ihm keine Veränderung im Verhalten
bewirken, wenn er sich dieses Abschieben der Verantwortung nicht eingesteht. Hoffen wir also
einfach darauf, dass er irgendwann die Nase voll hat, dauernd mit jedem im Clinch zu liegen und
nach einer Einführung in die Spiritologie verlangt, weil er von Bekannten hörte, da gäbe es ein paar
Antworten zu der Frage, was zu tun sei, wenn man sein Leben selbstbestimmter und gleichzeitig
auch noch glücklicher verbringen möchte.
Richtig! Wie in diesem Punkt beschrieben, die eigene Verantwortung auf einhundert Prozent
hochzuschrauben und geliebte Ausreden, Rechtfertigungen und Erklärungen, die äußere Ursachen
für das eigene Sein verantwortlich machen sollen, einfach nicht mehr so fest an den – bei einem
geistigen Wesen nicht vorhandenen – Busen zu pressen.
9. Ein GW ohne eigenes Unterbewusstsein.
Der letzte Punkt auf der Checkliste, steht sozusagen als Gesamtkonzept am Ende all der – unter
Punkt 1 bis 8 – einzeln aufgeführten Teil-Aspekte, die Ihnen nun sicher auch in diesem einen
kurzen Satz integriert erscheinen. Eigentlich hätte ich auch nur diese eine beschreibende Definition
auf die Liste setzen können, aber ich denke nicht, dass sie dann so viel Aussagekraft gehabt hätte,
wie es jetzt der Fall ist, nachdem der volle Bedeutungsumfang dieser wenigen Wörter bekannt ist.
Wenn es um die Selbstbestimmung als Impuls 1 geht, werden alle Punkte dieser Checkliste auch
ausnahmslos im Hinblick auf die Person selbst überprüft!
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Ich kann Ihnen versichern, dass dies ein unglaublich schöner und machtvoller Zustand ist, aber ich
kann Ihnen auch versichern, dass es danach erst richtig losgeht. Denn ist dieser Zustand mit völliger
Gewissheit erreicht bzw. rehabilitiert, kann man damit beginnen, diesen auf alle acht
Lebensimpulse auszuweiten – hin zum vollen Bewusstsein als Unendlichkeit!
47
Ursache und Wirkung
Nehmen wir an, Sie sehen einen Fuß, der sich kraftvoll auf ein Gaspedal stemmt. Fast im selben
Augenblick vernehmen Sie dann auch schon das laute Gebrüll eines Motors. Eine sehr
übersichtliche und leicht durchschaubare Situation, die wir da vor uns hätten. Daher könnte man ja
nun eigentlich annehmen, dass Sie sehr genau sehen konnten, was die Ursache für die Wirkung war,
die soeben erzielt worden ist.
Würde ich diese Frage nach der Ursache an verschiedene Personen richten, die diesen Vorgang
ebenfalls genau beobachten konnten, wäre ich fast schon geneigt vorherzusagen, dass ein paar von
ihnen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, einen bereits leicht pikierten Unterton in
der Stimme hätten, wenn sie mir dann ihr »Aber selbstverständlich!« um die Ohren hauen würden.
Selbstverständlich? Na da bin ich aber gespannt, ob diese Leute die Ursache tatsächlich sehen
konnten.
Ihre Antworten würden wahrscheinlich so ausfallen: »Ursache war der der Kerl da, der aufs Gas
gedrückt hat“, »Die Ursache für das Geräusch war der laute Motor«, oder vielleicht auch: »Ursache
dafür war, dass der Wagen vorher repariert wurde und mit der Aktion getestet werden sollte, ob
wieder alles in Ordnung ist.“
Klingt doch gar nicht übel, oder? So für den ersten Versuch.
Das Problem ist nur: Keiner hat mir die Ursache nennen wollen oder nennen können. Sie alle
beschrieben Wirkungen!
Es war aber auch wirklich fies von mir, die Frage genau so zu formulieren, wie ich sie formulierte,
da ich ganz bewusst wissen wollte, ob sie »genau sehen konnten, was die Ursache für die Wirkung
war, die soeben erzielt worden ist.« Und da war ich mir sicher, dass sie keiner gesehen haben
konnte! Wieso konnte ich mir da so sicher sein? Weil, wie man mittlerweile fast »landläufig« sagt:
»Das Wesentliche für das Auge unsichtbar ist.«
Diese Leute haben einen bewegten physikalischen Körper gesehen, einen Fuß, der eine Bewegung
vollführte, haben einen Motor gehört oder von einer kurz vorher durchgeführten Reparatur
gesprochen. Es gibt aber nur eine einzige Ursache in dem Beispiel: Und das ist das unsichtbare
geistige Wesen!
Die Ursache ist das, was eine Handlung, Bewegung, einen Impuls oder eine Aktion initiiert, also
startet.
Der Fuß wurde bewegt, das war sichtbar. Der gesamte physikalische Körper konnte auch in Aktion
gesehen werden und vielleicht konnte man sogar die sich schneller drehenden Teile des Motors mit
den Augen wahrnehmen, okay. Aber all diese Dinge sind physikalisch, bestehen aus Materie –
wenn auch teilweise aus belebter Materie, wie im Falle des Körpers. Materie aber ist, war und wird
niemals tatsächliche Ursache sein!
Wenn Sie mir das nicht glauben wollen, platzieren Sie Ihren Körper doch zur Überprüfung meiner
Aussage für einen Tag in einen Sessel, und warten Sie ab, ob Ihr Fuß irgendetwas von sich aus tut,
oder von mir aus auch, ob der Sessel irgendwann die Nase voll hat und sich beim Türken gegenüber
eine saftige Dönertasche bestellen wird. Nein … nein.
Wenn ich einen Stein gegen eine Scheibe werfe, die durch diese Aktion in tausend Teile zerspringt,
könnte man natürlich auch aus Gewohnheit – oder purer menschlicher Ignoranz heraus – sagen,
dass der Stein die Scheibe zertrümmert habe. Diese Aussage ist aber nur in einem sehr materiellen
Sinne richtig, da dieser Stein gar nichts wirklich »getan« hat, außer eben ein Stein zu sein; das zu
sein, als das er erschaffen wurde. Materie reagiert, aber sie agiert nicht! Sie mag stark und gewaltig
erscheinen, ist aber ohne Macht. Materie ist Wirkung!
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Moment? Hat da eben jemand etwas davon gesagt, dass es möglicherweise doch eine andere
Ursache gibt? »Sie sind was, bitte? Psyche-, Psychi-, ach, egal! Was sagten Sie? Das Gehirn ist
Ursache? Oh!«
Also ist bei einem Steinwurf doch das Gehirn Ursache? Da die willentlichen Bewegungen ja durch
das motorische Zentrum gesteuert werden, welches sich im hinteren Teil des Frontallappens
befindet, ist nun also alles geklärt. Ich habe mich wohl doch geirrt, meine Aussagen sind widerlegt
und daher werde ich das Buch an dieser Stelle natürlich nicht weiter schreiben. Aber Sie und ich
wissen ja nun, wer bzw. was, die Ursache dafür ist: Die Lappen! Und das mir, wo ich doch gerade
zu Skandinaviern eigentlich immer ein so gutes Verhältnis hatte.
Aber vielleicht mache ich da doch noch eben einen Test – nur so zur Sicherheit. Ich stelle mich also
vor eine andere Schaufensterscheibe – den Stein habe ich schon vorher in die Hand genommen –
und warte nun darauf, dass dieses Zentrum meines Lappens in Aktion tritt, die willentliche
Bewegung koordiniert, kontrolliert und … Nichts! Keine Verursachung einer zerbrochenen
Scheibe, kein Stein fliegt, der Arm hängt auch schon die ganze Zeit schlaff am Körper runter, kein
Klirren – Nichts! Hm?
Von der Steuerung willentlicher Bewegung war die Rede, als dieses Zentrum – das primäre
motorische Cortex – erwähnt wurde. Wessen Wille? Okay, ich bin wieder im Rennen! Das Buch
wird also fortgesetzt.
Es braucht einen Willen und den Impulsgeber, um diesen, vom Impulsgeber selbst erschaffenen
Willen, in eine Handlung zu verwandeln, die dann als Wirkung wahrzunehmen oder zu sehen ist.
Davon rede ich ja die ganze Zeit: Von der Ursache, der Quelle, die eine Handlung startet, einen
Impuls initiiert usw. Wir können es gerne bei der Annahme belassen, das Gehirn führe bestimmte
Steuerfunktionen aus, aber diese Aussage steht im selben Verhältnis zu der, dass ein Gaspedal
ebenfalls bestimmte Vorgänge steuert! Doch braucht es jemanden, der Ursache sein kann und es
verwendet! Das Gehirn ist also ebenfalls Wirkung zur Ursache!
Und diese Ursache sind Sie, das geistige Wesen. Unsichtbar, ohne Position in Raum oder Zeit, ohne
Wellenlänge, Ausdehnung oder Masse, ohne Bewegung – reines Potential – wie im Kapitel »Die
acht Impulse des Daseins« als »Impuls 8« beschrieben.
Kein Wunder also, dass so viele Dinge zur Ursache erklärt wurden, die in Wirklichkeit gar nicht
Ursache, sondern Wirkung sind! Sie haben sich aber auch gut versteckt. Gratuliere.
Natürlich kann ich etwas bauen oder erschaffen, was dann auch von sich heraus etwas verursacht.
Ich könnte ja ein kleines Computerprogramm schreiben, welches dann – alle elf Monate, über einen
Zeitraum von 3 Monaten – eine beliebige Zahl zwischen Eins und Neunundvierzig hervorsprudelt
und diese dann in immer anderen bunten Farben, irgendwo auf dem Monitor, erscheinen lässt. Dann
freunde ich mich mit »Bill Gates« an, der dafür sorgt, dass dieses Programm auf jedem PC der Welt
installiert wird und auch nicht abgeschaltet werden kann, da es in das Betriebssystem selbst
integriert wurde.
Ich bin sicher, dass es einige Leute gäbe, die daran ihre Freude hätten, andere würden sich vielleicht
darüber schwarz ärgern und wieder andere würden sich dieses seltsame Phänomen einfach als eine
Art »Madonnenerscheinung« erklären – und gewissenhaft, wie sie eben sind, die Verkaufszahlen
von Opferkerzen in die Höhe schnellen lassen. Wie dem auch sei: Dieses Programm verursacht
dann etwas. Aber es verursacht eben nur etwas in einem von mir sehr genau vorherbestimmten
Rahmen, da selbst das Hervorbringen der scheinbar wirklich zufälligen Zahl, von mir selbst
programmiert, und damit gar kein echter Zufall ist.
Doch ist es nicht in Wirklichkeit so, dass dieses Programm auch wieder nur eine wahrnehmbare,
beobachtbare Wirkung wäre, die ich – als Ursache – bewusst erschaffen habe? Ja, so ist es, aber
vielleicht fragen Sie sich gerade, warum ich mit diesem ganzen Gerede über ein
Computerprogramm so weit vom Thema abschweife.
49
Nun, weil ich genau so gut von irgendwelchen Kugeln hätte sprechen können, die sich immer auf
eine bestimmte Weise verhalten, sich drehen, um andere Kugeln herumkreisen, von denen einige
wiederum ganz besonders groß und heiß sind. Ich hätte auch von Gewächsen schreiben können, die
aus dem Nichts heraus entstehen, dann immer größer werden, immer wieder mal ihre Blätter färben,
die sie dann aber wieder verlieren. Kleine bunte, duftende Kreationen wären auch sehr schön, die
erst erblühen, dann auf einmal völlig verschwinden, aber dann im nächsten Jahr wieder – wie von
Hexenhand herbeigezaubert – aus dem Boden sprießen und das gleiche Spiel von vorn beginnen
lassen.
Sie erkennen, dass ich dabei von Planetenkonstellationen, deren Umlaufbahnen, Sonnen; Bäumen
und Pflanzen schreibe, die ein ganz spezielles Verhalten an den Tag legen?
All das sind Wirkungen – wie die zufälligen Zahlen des Computerprogramms – die wir beobachten
können. Sie wurden geschaffen. Geschaffen von einer Ursache. Geschaffen mit der Absicht, genau
das zu verursachen, was sie eben verursachen. Geschaffen, um sich genau in der Art zu verhalten,
wie sie sich eben verhalten. Und dieser Dinge gibt es unendlich viele! Unendlich viele erlebbare,
wahrnehmbare, sichtbare Wirkungen können wir um uns herum finden. Doch das, was all diese
unbegrenzte Vielfalt und Komplexität erschaffen hat, ist nicht Teil dieser Welt, da diese Welt aus
den Produkten und Kreationen dieses Erschaffers – aus Wirkungen – besteht. Diese Wirkungen
wurden von einer tatsächlichen Ursache erschaffen, die man innerhalb dieser Welt bis heute
vergeblich gesucht hat.
Und diese Ursache ... sind Sie!
50
Gott definiert
Ich möchte dieses Kapitel mit einem Original-Zitat aus der Predigt des »Heiligen Vaters« Johannes
Paul II. beginnen, die er zum Anlass der Karsamstags-Osternachtsfeier, am 11. April 1998, gehalten
hat:
»Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.« (Gen 1,26) »Gott schuf also den
Menschen als sein Abbild, als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.« (Gen
1,27)
Johannes Paul II. zitierte also aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel, dem ersten Buch Mose – der
Genesis.
Als »Abbild«?! Ein Abbild wird als eine genaue Wiedergabe, als Spiegelbild, als Nachbildung,
Kopie oder auch Ebenbild definiert, wenn man die Bedeutung einmal in verschiedenen
Wörterbüchern nachschlägt.
Da ich mich noch nicht für völlig vertrottelt halte, müsste ich doch eigentlich damit richtig liegen,
dass Gott dann ebenfalls menschlich, oder genauer gesagt, körperlich ist, oder? Nicht nur einfach
körperlich, sondern auch noch gleichzeitig weiblich und männlich körperlich, da ja beide als sein
Abbild geschaffen wurden!
Wieso aber steht dann in der ganzen restlichen Bibel, Gott sei rein geistiger Natur? Und vor allem:
Wieso fällt nicht einmal dem ehemaligen weltlichen Oberhaupt und Vorprediger der katholischen
Kirche auf, dass diese Aussage irgendwie völlig idiotisch klingt? Kann mir das jemand logisch
erklären?!
Ich meine, ist es vielleicht Pflicht, seinen Verstand an irgendeiner Garderobe abzugeben, bevor man
die Universität betritt, um Theologie zu studieren und vielleicht die Absicht verfolgt Papst zu
werden?
Für wie dumm muss man seine Schafe überhaupt halten, um so etwas auch noch öffentlich zu
zitieren? Ich würde mich schämen, so etwas von mir zu geben und würde es einfach schon
deswegen unterlassen, so etwas zu lehren oder als Lehre weiterzugeben, weil die Unlogik zum
Himmel schreit. Außerdem wäre ich mir auch noch sehr sicher, dass sie jedem auffiele, da ich Leute
für gewöhnlich nicht für folgsame Vollidioten halte, die einfach alles schlucken. Aber anscheinend
gibt es noch genügend geistige Wesen, die in früheren Leben durch die Brutalität der Kreuzzüge so
überwältigt wurden, dass sie selbst heute noch nicht wagen, diese Kirche und deren Lehre in Frage
zu stellen, weil ihnen damals beigebracht wurde, was geschieht, wenn sie nicht jeden noch so
widersprüchlichen Schwachsinn glauben! Mord und Totschlag waren schon früher immer
unschlagbare »Argumente« in Glaubensfragen.
Nun noch einmal die Klarstellung der Bedeutung des Wortes »Abbild« für die wenigen
Legastheniker unter denen, an die Sie dieses Buch möglicherweise weitergeben wollen: Das Abbild
eines Apfels ist ein Apfel! Die Kopie eines Schafes ist ein Schaf! Das Ebenbild eines Menschen ist
ein Mensch! Und das Abbild Gottes kann daher auf keinen Fall ein Mensch sein!
Aber es geht ja noch weiter! Und ich zitiere noch einmal – wie der Papst – aus dem Buch Genesis:
»Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.« (Gen 1,26)
Lasst uns? Wer ist denn uns? Es gibt also mehrere von denen, die sich Gott nennen?! Oder meinte
Gott vielleicht sich und seine Mutter? Denn eine »Mutter Gottes« wurde auch schon des Öfteren in
christlichen Schriften und Predigten erwähnt.
Ganz ehrlich: Wissen Sie, wie es mir manchmal vorkommt, wenn ich mir die Menschheit so als
Gesamtheit anschaue? Als wenn da sogar die böse »Schwiegermutter Gottes« die ungewaschenen
Finger im Spiel hatte! Aber von der habe ich komischerweise bisher noch nichts gehört oder
gelesen. Vielleicht ist es aber gerade deswegen wahr, weil sie unerwähnt blieb. Denn heißt es nicht
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»Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte«? Wenn man die restliche Bibel liest, gab es ja
ständig Streit zwischen Gott und den Menschen – bis hin zur Sintflut haben sie es getrieben. Also
wenn Sie mich fragen, macht das mit der Dritten im Bunde – der »Schwiegermutter Gottes« – noch
am meisten Sinn.
Sie haben Recht, wenn das alles ziemlich blasphemisch – oder umgangssprachlich ausgedrückt –
gotteslästerlich klingt, doch möchte ich darauf hinweisen, dass ich mit meinen hier gemachten
Aussagen keinen Gott und kein höchstes Wesen ins Lächerliche ziehe, sondern die Naivität und
Dummheit derer an der Pranger stelle, die sich als Gelehrte bezeichnen!
Auf anderen zivilisierten Planeten würden Personen, die nicht in der Lage sind Geschriebenes zu
verstehen, zu analysieren, Widersprüche zu erkennen, zu hinterfragen und gegebenenfalls richtig zu
stellen, wohl kaum ihr täglich Brot verdienen können; geschweige denn in eine einflussreiche
Machtposition gelangen.
Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass dieses Zitat aus dem Buch Genesis in englischer Sprache eine
ganz andere Bedeutung hat?
Da heißt es nämlich: »So God created man in his own image, in the image of God he created him.«
Übersetzt heißt es: »So erschuf Gott den Menschen in seinem eigenen Bilde, im Bilde Gottes
erschuf er ihn.«
Na das klingt doch schon ganz anders, Herr Papst! Hätten da wohl doch besser die englische
Ausgabe nachgeplappert.
Was bedeutet es, wenn man sagt, ein Maler erschuf die Landschaft in seinem eigenen Bilde?
Natürlich, dass er die Landschaft entsprechend seiner eigenen Vorstellung auf die Leinwand
brachte! Es bedeutet nicht, dass die Landschaft ein Abbild oder Ebenbild des Malers selbst sei!
Das liest sich zwar schon viel, viel besser und hat auch nicht diesen idiotischen Widerspruch in
sich, wie in der deutschen Übersetzung, die vom Papst verwendet wurde, aber nun muss ich Sie
wirklich enttäuschen, denn:
Gott hat den Menschen gar nicht erschaffen. Das war jemand völlig anderes!
Woher ich das wissen will? Wenn Sie Ihr eigenes Bewusstsein bis hin zu Unendlichkeit ausgeweitet
haben, können Sie sich die Frage selbst beantworten! Und wenn der Papst Ihnen höchstpersönlich
sagen wird, es sei unmöglich, dann lassen Sie sich von mir versichern, dass es bereits geistige
Wesen auf dieser Bewusstseinstufe gibt, die es mit Hilfe der Spiritologie geschafft haben, sich als
»Impuls 8« zu rehabilitieren.
Ich verlange sicher nicht, dass Sie nun mir glauben, aber ich möchte Ihnen eine
Schöpfungsgeschichte erzählen, die nicht voller seltsamer Widersprüche und Ungereimtheiten
steckt, sondern eine Schöpfungsgeschichte ist, die sogar die Dinge entwirrt und aufdeckt, die
bislang als »unerklärlich« galten.
Vor dem Beginn war eine Ursache und diese Ursache traf die Entscheidung zu sein. Vorher gab es
weder »Sein« noch »Nicht-Sein« – nur das Potential zu sein.
Klingt abgehoben philosophisch? Ich gebe Ihnen ein Beispiel, da Sie diesen Zustand sehr genau
kennen! Sie kennen ihn, weil Sie genau diesen Urzustand fast täglich einnehmen!
Wenn Sie schlafen – traumlos schlafen – ist Ihnen dann bewusst, dass Sie existieren? Haben Sie
dann die Idee, dass Sie »Nicht-Sind«? Nein, und es gibt da auch keine Zeit oder die Frage von »Wie
lange war denn die Zeit vor dem Beginn?« So lange Sie traumlos schlafen, existiert kein »wie
lange«, da Zeit nicht vorhanden ist! Daher gibt es auch keine Idee wie: »Ist das langweilig so lange
im Urzustand nicht zu sein.« Da ist einfach gar nichts, verstehen Sie das? Okay, diese Ursache ist
also aufgrund eigener Entscheidung zum Sein erwacht und sah was? Nichts!
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Aber das war auch richtig so, da noch nichts erschaffen war. Nicht einmal leeren Raum gab es, da
noch keine Vorstellung von Raum kreiert wurde.
Niemand war da, dieser Ursache etwas zu erklären oder zu zeigen, da es auch noch keinen
»anderen« gab. Also begann diese Ursache einen Gesichtspunkt zu erschaffen. Einen Punkt, von
dem aus man wahrnehmen kann. Doch gab es noch nichts zum Wahrnehmen. Nur das Nichts. Diese
Ursache dachte, es könnte vielleicht etwas geben und streckte Dimensionspunkte aus, wodurch
Ausdehnung und somit Raum erzeugt wurde.
Ein Dimensionspunkt ist einfach eine Stelle, bis zu der Sie versuchen wahrzunehmen oder zu sehen.
Im alltäglichen Leben können Sie ein Auto vor sich auf der Autobahn fokussieren oder eben diesen
Dimensionspunkt ans Ende der Autobahn – hin zum Horizont – verschieben, wodurch Sie natürlich
mehr Raum erschaffen und auch wahrnehmen, als wenn Sie nur bis zum Auto schauen, das vor
Ihnen fährt.
Die Ursache suchte und suchte, fand aber nichts, wobei diese Ursache dachte, es müsste aber etwas
oder jemand da sein! Und sie erschuf sich durch diese Überlegungen mehr und mehr Ungewissheit.
Wobei eigentlich genau das da war, was sie wahrgenommen hatte – nämlich Nichts!
Mittlerweile hatte die Ursache aber so etwas wie Ausdehnung erschaffen – Raum, den sie
durchsuchen konnte – und stellte dabei die Überlegung an: »Es muss doch irgendwo jemanden
geben, der genau so ist wie ich!«
Und so machte sich die Ursache auf die Suche nach dem, was genau so sein müsste, wie sie selbst.
Zeit gab es damals noch nicht, daher ist unklar, wie lange die Ursache suchte, bis irgendwann
tatsächlich eine andere Ursache auftauchte! Und genau an dieser Stelle der Entwicklung des
geistigen Wesens haben wir das Erschaffen eines Abbildes oder Ebenbildes! Aber nicht ein Mensch
wurde erschaffen, sondern das bis dahin einzige und somit »höchste« Wesen erschuf »in seinem
Bilde« die Vorstellung von einem anderen geistigen Wesen mit unendlichem Erschaffens-Potential.
Das höchste Wesen – oder lassen Sie uns ruhig einmal die Bezeichnung »Gott« dafür verwenden –
kreierte somit eine exakte Kopie seiner selbst!
An dieser Stelle möchte ich Ihnen noch einmal eine Aussage ins Gedächtnis rufen, die ich in einem
früheren Kapitel als den entdeckten Grundpfeiler beschrieb, auf dem dieses Buch aufbaut:
»Alles – und damit meine ich tatsächlich genau das, nämlich alles – was Sie wahrnehmen und
erleben ist exakt das, was Sie, aus sich selbst heraus, durch Ihr eigenes verursachendes Denken
erschaffen; und zwar genau … jetzt!«
Diese Entdeckung konnte aber erst dadurch gemacht werden, dass unzählige Situationen,
Umstände, Zustände, »Zufälle«, Schwierigkeiten oder Schicksalsschläge bis vor ihrem ersten
Auftreten – also sogar bis zu einem Zeitpunkt vor der Verursachung – zurückverfolgt wurden! Und
bei jeder Untersuchung stellte sich heraus, dass am Anfang der Gedanke war! Vor diesen
verursachenden Gedanken gab es diese Art Schwierigkeit oder Situation nicht! Erst danach tauchte
sie im Dasein der Personen auf. Ich habe wirklich nach einer Ausnahme gesucht, da ich mir erst
tatsächlich sicher sein wollte, ob es nicht doch noch andere Aspekte gibt, die etwas verursachen,
bevor ich mit dieser Aussage an die Öffentlichkeit trete, aber diese gesuchte Ausnahme gab es in
keinem einzigen Fall! Am Anfang stand jeweils der Gedanke, das Konzept, die Vorstellung über
das was ist, sein wird oder sein könnte!
Gott hatte zwar unendliche Schöpferkraft, aber auch ihm war diese unbewusst! Diese ganze
Geschichte über das willentliche und wissentliche Schaffen Gottes ist eine rein menschliche
Erfindung! Darum ist sie auch so völlig widersprüchlich, irrational und nicht wirklich alles
erklärend!
Das höchste Wesen hatte keinerlei Erfahrung im Umgang mit seiner unbegrenzten schöpferischen
53
Macht, vergessen Sie das nicht! Es hat niemals gesagt: »So, nun erschaffe ich – weil gerade Montag
ist und ich heute besonders kreativ bin – ein Wesen, welches so ist wie ich.«!
Nein, das war nicht der Fall. Dieses Wesen gab es zwar irgendwann, aber erst sehr lange – wenn
man da überhaupt von so etwas wie einem Zeitrahmen sprechen kann – nachdem in seiner
Vorstellung genau dieses Wesen durch das Konzept entstand »Es muss doch irgendwo jemanden
geben, der genau so ist wie ich.« Es wurde also eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit ins Dasein
gerufen, die sich daher auch irgendwann manifestieren konnte.
Gerade die zukünftige Möglichkeit ist eine äußerst versteckte Art und Weise etwas Erlebbares zu
erschaffen!
Nun muss ich aber kurz in den Bereich Biologie abgleiten, da ich Ihnen etwas über die Zellteilung
erklären möchte, das Sie aber sicher längst wissen – jedoch zum Verständnis dessen beiträgt, was
danach geschah.
Wenn sich eine Zelle teilt, dann haben hinterher beide Zellen dieselben Informationen, die – bis
zum genauen Zeitpunkt der Teilung – noch die Informationen der bis dahin ungeteilten, einzelnen
Zelle waren. Richtig?
Welche »Informationen« konnte also Gott bei dieser – nennen wir es aufgrund des Beispieles ruhig
einmal »Teilung« – an das andere Wesen weitergegeben haben? Natürlich die Information »zu
sein«, dann die Information, dass es »Unbekanntheit« gibt und vor allem – und das ist der
wichtigste Aspekt – die Information darüber, dass vor der Teilung das Bewusstsein vorhanden war,
»allein« zu sein! Dadurch kam ja die Idee erst auf, jemand anderen finden zu wollen. Und »jemand
anderes« beinhaltet das Konzept von »Nicht-Ich«. Auch diese Information wurde also im exakten
Moment der Teilung weitergegeben!
All diese »vererbbaren Daten« sind nun also auch im anderen Wesen vorhanden, welches dann
natürlich davon »weiß«, dass es erst »später« entstanden ist, da auch das Wissen des ersten Wesens
an das Zweite weitergegeben wurde, welches beinhaltete, dass es ein »vorher allein« gab. Eine
unglaublich wichtige Sache, die später zu dem führen wird, was als »Der Sündenfall« in der Bibel
beschrieben wird. Aber darauf komme ich gleich zurück.
Diese beiden Wesen kommunizieren also nach der ersten Begegnung auf einer nicht sprachlichen
Ebene miteinander; tauschen Konzepte aus.
Irgendwann stellt das »neue« Wesen dem »ersten« Wesen die Fragen: »Woher komme ich? Hast
Du mich erschaffen? Du warst doch vor mir da.«, worauf das erste Wesen erwidert: »Ich weiß
nicht, woher Du kommst und wer Dich erschuf. Ich habe nur gedacht, dass es jemanden wie mich
geben müsste und bin dann auf die Suche gegangen und irgendwann sind wir uns begegnet, wie du
weißt.«
Das erste Wesen antwortet also absolut wahrheitsgemäß, soweit es sein eigenes Erleben und
Bewusstsein zu diesem Zeitpunkt betrifft.
Es kann auch nicht die Frage danach beantworten, von wem es selbst erschaffen wurde und woher
es kommt, da es vor dem Beginn natürlich keine Erinnerung gibt, die abzurufen wäre.
Verstehen Sie hier die Problematik?
Stellen Sie sich vor, Sie hätten kein körperliches, sondern ein rein geistiges Sein. Sie hätten exakt
die Schwierigkeit, die auch das höchste Wesen hatte, sich selbst zu erklären, wenn Sie plötzlich aus
dem allerersten traumlosen Schlaf erwacht wären, vor dem es keinen früheren Wachzustand gab!
Woher würden Sie dann kommen? Von Nirgends! Wer hätte Sie erschaffen? Niemand! Und was
war vorher? Nichts! Und was genau wären Sie? Sie wüssten es nicht! Wobei aber genau das die
richtigen Antworten wären, die sie natürlich wissen könnten! Sie hatten nämlich wirklich keine
Position in Raum oder Zeit; und einen »Charakter« oder bestimmte »Wesensart« hatten Sie zu dem
Zeitpunkt auch noch nicht für sich selbst definiert.
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Und ich schwöre Ihnen, man kann sich bei solch wahren, aber eben auch extrem schwammig
erscheinenden Antworten verdammt unwohl fühlen und dann vielleicht – wie die beiden ersten
Wesen – entscheiden, dass es da sicher noch mehr Wesen gibt, die vielleicht Antworten zu diesen
Fragen geben können.
Natürlich erschaffen nun beide Wesen gleichzeitig viele weitere Wesen in ihrer – jetzt
gemeinsamen – Vorstellung, die dann irgendwann ebenfalls »gefunden« werden.
Aber auch die haben keine Antworten auf die brennenden Fragen und wissen hinterher nur, dass
diese zwei Wesen vor ihnen da waren, wobei das eine Wesen sogar noch früher existierte, als das
andere.
Und nun beginnt der Streit, den ich vorhin als »Sündenfall« bezeichnete. Allen ist bekannt, dass ein
Wesen früher als alle anderen existierte. So kommt eines der hinzugekommen Wesen
verständlicherweise auf die Idee, es würde belogen! Oder denken Sie nicht, dass Ihre Kinder Sie als
Lügner bezeichnen würden, wenn Sie ihnen erklären wollten, Sie wüssten nicht, woher sie kämen?
Sie waren schließlich vor Ihren Kindern da, daher ist es doch nachvollziehbar, wenn keines der
Kinder Ihnen Glauben schenken würde, oder?
Die Erklärungsnot würde sogar noch um einiges größer werden, wenn Ihre Kinder einmal sehr
clever danach fragen würden, wer denn eigentlich das allererste Kind geboren hat! Oh, oh! Ich
denke, da müssten Sie sich eine ziemlich verrückte Schöpfungsgeschichte ausdenken, wie Sie in
den modernen Bibeln der Welt zu finden ist, oder? Die wäre sicherlich voller Widersprüche und
Unerklärlichkeiten, aber vielleicht würden die Kinder irgendwann aufhören zu fragen, weil sie zu
dem Thema in Apathie verfallen sind, da eh keine wirklich schlüssigen Antworten von Ihnen zu
bekommen sind. Vielleicht würden Ihre Kinder aber auch einfach nur wütend werden, da sie das
Gefühl bekommen könnten, von Ihnen um die Antwort betrogen zu werden.
Wie gesagt: Eines der neu hinzugekommenen Wesen verbreitet also die Idee unter allen anderen,
sie würden vom ersten Wesen belogen. Danach stimmten also einige darin überein, dass »Gott« sie
nicht vom »Baum der Erkenntnis« essen lassen wolle! Und so entstand Streit und Zwietracht
zwischen den Wesen, wobei einige für und andere gegen diese Theorie waren. Es bildeten sich also
mehrere Gruppen: die Theorie-Gegner, die Theorie-Befürworter und die, die sich der Theorie
gegenüber neutral verhielten.
Das höchste Wesen fühlte sich sehr beleidigt, da es niemals gelogen hatte und beschloss alles zu
tun, um die Antworten auf all diese Fragen herauszufinden.
Dann kam es aus einer der Gruppen sogar zu versuchten Angriffen gegen das höchste Wesen, weil
der ständige Gedanke von Gott belogen zu werden, Hass in ihnen erzeugte – eine Emotion, die bis
dahin nie erschaffen worden war.
Der Anführer dieser Gruppe griff also das höchste Wesen aus seiner Wut heraus an und wartete
danach auf eine ihm unbekannte Reaktion, da es so etwas noch niemals zuvor gegeben hatte. Es
stellte sich also vor, es würde gleich etwas Unbekanntes erleben, was dann auch geschah. Obwohl
Gott gar nichts tat, und dieses Wesen nur das erlebte, was es durch die Kraft seiner eigenen
Gedanken als seine mögliche Zukunft verursachte, – nämlich etwas bisher Unbekanntes – war aus
seiner Sicht klar, dass Gott selbst es bestraft hatte. Die Idee der »Strafe Gottes« war also auch hier
vor dem eigentlichen Erleben der Strafe der verursachende Gedanke!
Dieses Wesen verschwand also nach dem »Angriff« ganz plötzlich aus dem Kreis aller anderen, die
sozusagen die »Welt« abgrenzten, obwohl diese Welt bis dahin ohne Grenze war. Und da es
verschwunden war, stellte man sich natürlich vor, wohin es verschwand. Man erschuf also in der
Vorstellung eine Welt »unter dieser Welt«.
Da aber außerhalb dieser Welt noch nichts erschaffen war, gab es also auch zum ersten Mal ein
»außerhalb« im Denken der Wesen, die dieses Geschehen wahrgenommen hatten.
Auch das Wesen selbst – welches die Vorstellung der Gottes-Reaktion erschaffen hatte – wusste
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nicht, wo es war, da es sich in einem Nichts aus Schwärze befand, da dort bisher kein Etwas kreiert
wurde.
Das höchste Wesen konnte sich auch diesen Vorfall wieder nicht erklären, da es gar nicht reagiert
hatte, aber ebenfalls wahrnehmen konnte, wie das andere Wesen nach dem Angriff aus der
bestehenden Welt in die Finsternis, ins Nichts, verschwand.
Die Anhänger dieses Wesens, welches der Anführer der Gruppe war, die die Theorie vertraten, Gott
würde sie nicht vom Baum der Erkenntnis essen lassen wollen, verschwanden ebenfalls aus der
bestehenden Welt, da sie die Entscheidung getroffen hatten, ihren Anführer in der »Unterwelt« zu
finden und ihm zu helfen.
Natürlich fanden sie ihn irgendwann aufgrund ihres Denkens ihn zu finden und selbstverständlich
hat dieses Wesen aus seiner Sicht erklärt, er wäre vom höchsten Wesen, zur Strafe seiner Tat, aus
der Welt hinausgeworfen worden – was seine Anhänger natürlich entsprechend ihrer Beobachtung
und unter Berücksichtigung der geschilderten Wahrnehmung des bestraften »Opfers« ebenfalls so
sahen. Der Rausschmiss wurde also erst nachträglich als direkte Folge des Angriffes
wahrgenommen!
Sehen Sie, wovon ich hier eigentlich erzähle? Es ist die wahre Geschichte über die Entstehung der
Unterwelt – auch Hölle genannt. Dies ist die Geschichte des Entstehens von Konzepten wie Gut und
Böse, Tat und Strafe, aber vor allem von der Geburt des »gefallenen Engels«, der seither als »Fürst
der Finsternis« oder auch »Luzifer« bekannt ist! Der, der sich selbst zum Feinde Gottes ernannt hat,
weil er mit anderen darin übereinstimmte, von ihm belogen zu werden und entsprechend seiner
eigenen Vorstellung das erlebte, was er erschuf, ohne aber wirklich zu bemerken oder zu wissen,
dass er selbst derjenige war, der durch die Macht seiner eigenen, machtvollen Gedanken, einer
Täuschung von Ursache und Wirkung unterlegen ist!
Diese Tatsache war niemandem bekannt. Nicht dem ersten Wesen und daher auch nicht allen
folgenden erschaffenen Wesen!
In der bisherigen Welt glaubten einige Wesen dem »ersten« Wesen, welches seine Unschuld
beteuerte, da es sich völlig sicher war, nichts getan zu haben, jedoch keinen Beweis erbringen oder
eine Erklärung dafür geben konnte, was denn genau geschehen war. Andere wiederum glaubten gar
nichts und verhielten sich neutral – gingen also sozusagen in die Wartestellung, bis sich all diese
Dinge wirklich erklären lassen würden.
So kam es, dass sich drei Gruppen bildeten: die Gläubigen, die Gott-Ungläubigen und die, die sich
für Neutralität entschieden.
Und soll ich Ihnen verraten, wer für das Schaffen der Menschen verantwortlich war? Der Teufel
selbst! Denn der gefallene Engel hatte kein größeres Ziel, als herauszufinden, wie er selbst das
höchste Wesen sein konnte. Und dazu tat er alles, bis er selbst eine Form von Leben erschaffen
konnte. Körperliches Leben zwar, aber immerhin Leben. Er war sich immer sicher, das Wissen
darüber, wie man neues Leben erschafft, würde ihm von dem Wesen, welches als erster existierte,
vorenthalten, um alle in Unwissen zu halten, damit sie dumm blieben und es als höchstes Wesen
seine Macht– und Kontrollposition behalten könne.
Dieses Wesen wollte Gott spielen, aber mit seiner falschen Idee darüber, wie und was Gott ist; wie
er denkt oder handelt! Und er ist derjenige, der davon redete, dass man ihm glauben müsse, ihm
gehorchen müsse, weil sonst sein »Vater« alle bestrafen werde und man nur dann erlöst werde und
zurück in den Himmel käme, wenn man demütig und bedingungslos das tue, was der »Sohn« lehrt.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
Dieser Luzifer ist Ihnen vielleicht besser unter einem seiner vielen anderen irdischen Namen
bekannt – nicht umsonst wird er auch als der Meister der Täuschung bezeichnet: »Jesus von
Nazareth«. Jeder Voodoo-Großmeister zieht den Hut vor Ritualen wie »Esset, denn dies ist mein
Fleisch.« und »Trinket, denn dies ist mein Blut.« Dann behält man dieses Ritual auf ewig bei,
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wiederholt es in regelmäßigen, kurzen Abständen, damit die Übereinstimmung und das Denken
jeweils neu bekräftigt wird, den Geist und Willen »Christi« durch den eigenen Körper hindurch
wirken zu lassen – womit natürlich bei allen, die es so praktizieren, eine geistige Fernsteuerung
installiert wird, über die das gesamte Denken und Handeln einer Person lenkbar ist. Natürlich nur
dann, wenn man dazu sein Einverständnis gegeben hat. Aber genau das gibt man ja, wenn man an
Ritualen wie diesem Beschriebenen teilnimmt!
Und einer der unwissenden Handlanger des Meisters der Täuschung und Tarnung – um nur einen
einzigen der Unzählbaren zu nennen – war der, den ich zu Beginn des Kapitels zitierte! Es gibt viele
andere Wesen, die sich einst zu den Anhängern des gefallenen Engels zählten, aber sich dann selbst
auch in die Idee verliebten, Gott zu spielen – daher all die anderen drohenden, dogmatischen
Religionen, die absoluten Gehorsam und blinden Glauben verlangen, die über die Jahrhunderte
miteinander im Krieg waren und teilweise immer noch sind!
Und man darf natürlich nicht in Frage stellen, dass jede einzelne dieser Religionen, die einzig wahre
Religion ist, die einen zurück ins Himmelsreich bringen kann! Na das ist doch sowieso klar.
Diese von mir beschriebene Schöpfungsgeschichte legte den Grundstein für all das, was überliefert
wurde und auch heute noch in völlig verdrehter und menschlich abgeänderter Form im Denken der
Wesen vorhanden ist.
Es wird in vielen Religionen von der Offenbarung gesprochen. Wissen Sie, was das Wort
»offenbaren« per Duden bedeutet? Ich verrate es Ihnen: »Etwas, was bisher verborgen war,
unbekannt war, zu enthüllen, offen zu legen.«
Und genau das hatte das höchste Wesen beschlossen. Die Antworten auf diese unbeantworteten
Fragen herauszufinden, um nicht weiterhin als Lügner oder strafender Gott dazustehen.
Ich habe schon als Kind die Schwachsinnigkeit und Widersprüchlichkeit in der Aussage sehen
können, dass der liebe Gott jemanden strafen würde, um Ihnen nur einen Grund zu nennen, aus dem
ich mich nie dazu entschlossen hätte, Theologie zu studieren oder eine Lehre zu verbreiten, die
mittels Androhung von Strafen oder sogar der gewaltsamen Vernichtung aller »Ungläubigen«,
Gehorsam seitens der Menschen verlangt! Zu viel Blödsinn, zu viel Widerspruch und unlogisches
Zeug sprang mir beim Lesen der Bibel ins Auge, als ich diese im Alter von 10 Jahren komplett
durchgearbeitet hatte – ohne jemals getauft worden zu sein.
Was also genau ist das, was offenbart wird? Was war bisher nicht bekannt oder verdeckt? Wie wäre
es damit?
Gott oder das höchste Wesen ist genau das, was als »Impuls 8« im Kapitel »Die acht Impulse des
Daseins« beschrieben wurde, nur mit einem Zusatz: Dieses höchste Wesen war sich niemals
darüber bewusst, dass alles – und damit meine ich tatsächlich genau das, nämlich alles – was es
wahrgenommen und erlebt hat, exakt das war, was es, aus sich selbst heraus, durch sein eigenes
verursachendes Denken erschaffen hat!
Aber schauen Sie sich das Kapitel hier ruhig noch einmal an, während Sie dieses Konzept vor
Augen haben, und Sie werden feststellen, dass niemand auf irgendwen böse sein oder ihn gar
hassen muss, da gar nichts von dem geschehen wäre, was geschah, wenn diese unbekannte
Information vorher bekannt gewesen wäre! Denn dann hätte Gott wirklich bewusst erschaffen, hätte
gewusst, dass alle anderen durch ihn selbst und der unbegrenzten Schöpferkraft seiner Vorstellung
entstanden sind. Wenn diese Erfahrung bereits vor der »Teilung« im höchsten Wesen vorhanden
gewesen wäre, hätten auch alle anderen erschaffenen Wesen dieses Wissen ebenfalls als Teil ihres
Bewusstseins in sich getragen. Und wenn ein jedes erschaffenes »Ebenbild« sich der Fähigkeit
bewusst gewesen wäre, die eigenen Gedanken, Träume, gedachten Möglichkeiten, Vorstellungen
usw. als Realität erleben zu können, dann hätten wir jetzt eine andere Welt!
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Aus diesem Gesichtspunkt heraus gesehen ist natürlich auch meine früher in diesem Kapitel
gemachte Aussage »Gott hat den Menschen gar nicht erschaffen. Das war jemand völlig anderes!«
nicht ganz wahr! Denn wenn Sie als Gott durch das Konzept »es muss doch irgendwo jemanden
geben, der genau so ist wie ich« jemanden erschaffen, der dann irgendwann, durch seine
Vorstellungen, eigene Dinge kreiert, dann sind Sie – und niemand anderes – die Ursache für das,
was auch von diesem Wesen erschaffen oder verursacht wird! Denn ohne dieses unwissentliche
Erschaffen des anderen Wesens hätte es auch dessen Wirken oder Kreieren niemals gegeben!
Außerdem ist der Mensch nicht der Körper allein. Daher hat man noch lange keinen Menschen
erschaffen, wenn man einen Körper erschuf.
Geistige Wesen sahen in diesen Körpern aber auch eine Möglichkeit, die Bandbreite des Erlebbaren
zu vergrößern. Und so lange man nicht zum Sklaven des eigenen Körpers mutiert und sich nicht
vollständig identifiziert, kann man ja auch wirklich sehr viele schöne Dinge erleben, die einem
sonst verschlossen blieben. Wer schon einmal versucht hat, den leidenschaftlichen Kuss eines
Menschen zu genießen, ohne selbst einen Körper zu besitzen, weiß, wovon ich rede.
Aber lassen Sie uns eines nicht aus den Augen verlieren: Diese Welt wurde auf den Grundpfeilern
von Unbewusstheit, Unerfahrenheit und Unbekanntheit über die wahre Natur und Fähigkeit des
höchsten Wesens »erbaut«.
Denken Sie sich diese – meinem persönlichen Bewusstsein innewohnende – Schöpfungsgeschichte
doch einmal bis zum heutigen Zeitpunkt weiter und entscheiden Sie selbst, ob sie mehr Fragen
aufwirft oder doch eher viele Dinge beantwortet, die sonst als »die unergründlichen Wege Gottes«
galten.
Von nun an wird die Welt sich ändern! Und sie ändert sich, weil niemand mehr auf den einen Gott
warten wird, der uns von Krieg und Leid befreit oder uns wegen unserer Verfehlungen straft, da es
keinen Gott außer uns selbst gibt, der diese Dinge bewerkstelligen könnte – und es bis zur
Gegenwart auch tat! Nun sind wir viele. Alle mit demselben unendlichen, ursprünglichen Potential
zu erschaffen – aber diesmal bewusst zu erschaffen.
Wir alle sind Gott und daher erleben wir das, was wir – als die Schnittmenge aller – in unserem
Denken kreieren. Und wenn wir diese Fähigkeit eben weiterhin dafür einsetzen wollen uns Morde,
Hass, Terror-Anschläge und Anderes zu erschaffen, was wir als unerwünscht empfinden, können
wir natürlich auch dies tun. Aber lasst uns nicht vergessen, dass wir ab jetzt weder einem äußeren
Gott, noch einem äußeren Teufel die Verantwortung dafür in die Schuhe schieben können, dass
etwas schlecht ist oder wir davon nicht erlöst werden. Denn unsere Fähigkeit zu erschaffen ist
unbegrenzt, uneingeschränkt, unendlich und nun auch nicht mehr unbekannt oder verborgen.
Wir selbst sind das höchste Wesen und können Göttliches, wie auch Teuflisches erschaffen – aber
es bleibt immer unsere eigene Kreation!
Fröhliches, bewusstes Schaffen, Gott!
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Spiritologie ist nicht Scientology
Mir kamen hin und wieder Aussagen verschiedener Leute zu Ohren, die behaupteten, Spiritologie
sei eine Abspaltung von Scientology. Daher möchte ich Ihnen eine kleine, aber wahre Geschichte
erzählen, die ganz sicher für einigen Wirbel sorgen wird, da sie so verrückt und unglaublich klingt,
dass man nicht genau weiß, ob man nun darüber weinen, vor Begeisterung jubeln oder lachen
sollte!
Bevor ich Ihnen aber diese Geschichte erzähle, möchte ich ein wenig ausholen, da die tatsächliche
Bedeutung dieser Story sonst gar nicht in ihrem vollen Umfang und Ausmaß dargestellt werden
kann.
Es gibt eindeutige Parallelen zwischen der Spiritologie und der Scientology, die ich überhaupt nicht
wegdiskutieren möchte. Aber ebenso könnte man sagen, es gibt diese Parallelen zwischen der
Spiritologie und dem Buddhismus, da auch darin von der geistigen Natur des Menschen gesprochen
wird. Ebenfalls decken sich Aussagen über die Themen Wiedergeburt, das höchste Wesen und die
zugrunde liegende Theorie, dass alles Wissen und Bewusstsein darüber aus sich selbst heraus
erlangt und rehabilitiert werden kann – man also nicht von der Gnade eines äußeren Gottes oder
irgendeiner anderen Autorität der äußeren Welt abhängig ist, um zu Erkenntnissen zu gelangen.
Ich selbst habe mich, bis vor etwa zehn Jahren, sehr intensiv mit den Lehren der Scientology befasst
und möchte Ihnen daher ein paar wenige Grundlagen dieser Lehre nahe bringen, die Sie benötigen,
um das, was ich zu berichten habe, korrekt einschätzen zu können.
Unabhängig davon, wie Sie, ich oder andere zu den Scientology-Organisationen stehen, sind die
Scientologen aller Länder ebenfalls davon überzeugt, unsterbliche, geistige Wesen zu sein, die
einen Körper bewohnen. Nur gibt es keine reine Reinkarnations-Theorie, die besagt, man würde
nach dem Tod in einem neuen Körper wiedergeboren – was in östlichen Religionen sehr häufig der
Fall ist – sondern, in den Vorträgen des Gründers, L. Ron Hubbard, wird extra betont, dass es für
ein geistiges Wesen sogar sehr üblich ist, zur selben Zeit mehrere Körper zu bewohnen.
Es ist völlig unwichtig, ob Sie oder ich denken, ob es wahr oder unwahr ist, da es mir nur darum
geht, dass klar wird, wovon Scientologen überzeugt sind, okay? Also weiter.
Diese Aussage über das gleichzeitige Bewohnen mehrerer Körper wird in einer Vortragsreihe
gemacht, die in den frühen Fünfzigern von L. Ron Hubbard gehalten wurde und den englischen
Titel trägt: »Timetrack of Theta«. Da eine wortwörtliche Übersetzung des Titels zu viele zusätzliche
Erklärungen nötig machen würde, erkläre ich ihn sehr vereinfacht und nur grob sinngemäß: »Die
Geschichte über die Vergangenheit dessen, was man umgangssprachlich als Leben bezeichnet«.
Man muss dazu wissen, dass diese Vortragsreihe gehalten wurde, um diejenigen zu unterrichten,
welche innerhalb der Scientology Organisationen, die vom Gründer gelehrten Techniken in
Sitzungen verwenden. Warum diese Aussage über das simultane Steuern mehrerer Körper so betont
wird, erklärt L. Ron Hubbard damit, dass die Praktizierenden sich nicht darüber wundern sollen,
wenn eine Person in der einen Sitzung davon berichtet, sie sei 1942, als sechzehnjähriges Mädchen,
im Krieg umgekommen und dann in einer späteren Sitzung von einem Geschehen erzählt, in dem
sie – ebenfalls im Jahre 1942 – bei einem Überfall getötet wurde, wobei die Person in diesem Falle
vielleicht ein vierzigjähriger Mann war!
Es wird also ausdrücklich darauf hingewiesen, dass hier nicht von der sonst eher verbreiteten
Reinkarnation gesprochen wird, bei der irgendwann nach dem Ableben ein neuer Körper
übernommen wird, sondern davon, dass es nichts Besonderes sei, wenn ein geistiges Wesen bis zu
zehn oder mehr Körper zur selben Zeit kontrolliert, die nicht nur in verschiedenen Städten oder
Ländern leben, sondern auch unterschiedlichen Alters und auch unterschiedlichen Geschlechts sein
können.
Die Personen, an die dieser Vortrag gerichtet war, sollten es also nicht als Blödsinn abtun, sondern
es wie jede andere Sache behandeln, die auftauchen kann, da die Person, welche die Sitzung
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bekommt, schon genug damit zu tun hat, sich selbst aufgrund der scheinbaren
Widersprüchlichkeiten anzuzweifeln oder abzuwerten.
Die angegebenen Beispiele stimmen zwar nicht wortwörtlich, aber die grundlegenden von L. Ron
Hubbard gemachten Aussagen – und damit auch die im Original dazu gegebenen Beispiele – kann
jeder nachprüfen, da diese Vortragsreihe auch heute noch für etwa einhundert Euro käuflich zu
erwerben ist. Das nur für den Fall, jemand möchte mir unterstellen, ich hätte die Grundaussage
verzerrt oder verdreht, nur weil ich andere Fallbeispiele nannte, um die Theorie zu erklären. So
etwas liegt mir wirklich fern.
Was mir nun wirklich am Herzen liegt ist, dass Sie sehr genau verstehen, dass diese Dinge zum
grundlegenden Fundament der Scientology-Lehre gehören! Einmal die Aussagen über die
unsterbliche geistige Natur des Wesens selbst und dazu die eben von mir erwähnte Theorie über das
simultane Steuern mehrerer Körper.
Jeder Scientologe der Welt ist also der Überzeugung, er sei ein unsterbliches, geistiges Wesen,
wobei der körperliche Tod nicht den Tod der Persönlichkeit an sich bedeutet, da diese ja
unabhängig davon, in einem neuen – oder anderen simultan gesteuerten Körpern – weiterexistieren
und agieren kann.
Soweit, so gut. Nun gehen wir logischerweise davon aus, dass sie dieser Überzeugung auch sind,
wenn es sich um L. Ron Hubbard selbst handelt, richtig? Auch das würde mir jeder Scientologe der
Welt bestätigen, weil es auch absurd wäre, wenn sie da gegen die Lehre des eigenen Gründers – und
daher auch gegen ihre eigene Realität argumentieren würden!
Das wäre, als würde der Besitzer eines von ihm selbst gekauften und hochgeschätzten Kochbuches
– welches er gegen jede äußere Kritik vehement verteidigt – erklären, dass ein im Buch
beschriebenes Spiegelei-Rezept vom Autor des Buches selbst nicht umsetzbar sei, da in die Pfanne
gehauene Eier nur bei anderen unter Zugabe von Hitze fest und gar würden.
Sie hielten so ein Verhalten für ebenso unfassbar und idiotisch, wie ich, oder? Na dann halten Sie
sich jetzt lieber gut fest, denn die wahre Geschichte beginnt!
Bedenken Sie aber noch einmal: Es geht nicht darum, was Sie glauben oder was für Sie wahr sein
kann oder wahr ist. Es geht ausschließlich um das, was die an der Story beteiligten Personen
glauben. Stimmen Sie darin überein? Dann kann es losgehen!
Frühjahr 2004.
In Deutschland gibt es eine Person – männlich, geboren 1966, der Name ist im Augenblick ohne
Bedeutung, aber bekannt – die der festen Überzeugung ist, einst die körperliche Identität L. Ron
Hubbard gewesen zu sein. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass mir diese Person persönlich bekannt
war und auch immer noch ist! Daher kenne ich auch alle Überlegungen, Handlungen und
Situationen aus erster Hand, die ich im Nachfolgenden zu Papier bringe!
Diese Person hatte seit 1989, über mehrere Jahre hinweg, immer wieder verschiedene Scientology-
Organisationen persönlich besucht, um – wie sie selbst sagte – sich ein Bild darüber machen zu
können, ob die von ihr entwickelte Lehre noch so angewandt würde, wie es einst beabsichtigt war.
Leider musste sie verschiedene Dinge feststellen, die vollständig dagegen sprachen.
Um die Abweichungen zu verstehen, muss man erst einmal wissen, dass diese Organisationen
grundsätzlich nur nach Richtlinien handeln dürfen, die vom Gründer L. Ron Hubbard persönlich
geschrieben oder autorisiert wurden. Diese geschriebenen Richtlinien, die es für alle
Tätigkeitsbereiche der Organisationen gibt, dürfen von niemandem geändert oder gar vernichtet
werden. Dies wird damit begründet, die »Funktionsfähigkeit der Scientology« zu erhalten, da sonst
über die Jahre mit Abänderungen der ursprünglichen Lehre zu rechnen sei – wie dies ja in allen
religiösen Gruppierungen zu beobachten war – sobald der Gründer seinen irdischen Körper
verlassen hatte.
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Diese Person musste nun also feststellen, dass z.B. die Beiträge für Dienstleistungen ins
Unermessliche angestiegen waren. Ehemals geschriebene Richtlinien, in denen es exakte Formeln
dafür gab, wie diese zu berechnen sind, wurden in »überarbeiteten« und dann neu herausgegebenen
Richtlinien-Sammlungen – genannt Volumes – einfach ersatzlos gestrichen. Diese Überarbeitungen
wurden ausnahmslos vom internationalen Management in Auftrag gegeben, welches nach außen hin
die Hauptaufgabe vertritt, die Unverfälschtheit der Lehre und aller Richtlinien L. Ron Hubbards zu
gewährleisten!
Dies geschah etwa 1989 – drei Jahre nach dem offiziellen Tod des Gründers. Immer mehr
»überarbeitete« Original-Vorträge wurden herausgegeben. Angeblich, da die alten, teilweise sehr
verrauschten Aufnahmen, durch die moderne digitale Technik verbessert werden sollten.
Sie waren aber nicht nur klanglich verbessert, wie die Person durch einen Vergleich mit alten
Original-Aufnahmen herausfand, sondern teilweise fehlten ganze Vorträge, die dem neuen
Management wohl nicht in den Kram passten, oder es waren plötzlich ganz anders formulierte Sätze
zu hören, die den Sinn völlig verdrehten! Entweder waren die einzelnen Wörter mit digitaler
Technik neu zusammen geschnitten worden, oder man hatte ganz einfach Stimmenimitatoren
eingesetzt, da klar ist, dass sich gesprochene Sätze eines Originalvortrages nicht vom Sinn her
verändern, wenn man nur ein paar Störgeräusche beseitigt!
Auch unter den schriftlichen Kursmaterialien wurden überarbeitete »Neu-Ausgaben« Anfang der
Neunziger von ihm entdeckt, die seine originalen Aussagen abschwächten oder in völlig anderer
Bedeutung erscheinen ließen.
Darüber hinaus war der »ehemalige« L. Ron Hubbard erschüttert, als er feststellen musste, in
wessen Händen sich seine »Kirche« befand. Offiziell werden alle Organisationen von der
Management-Ebene aus kontrolliert, die den Scientologen als »RTC« oder »Religious Technology
Center« bekannt ist. Was ihnen aber nicht bekannt ist, dass es darüber ein weiteres - sehr geheimes
– Management gibt, welches als »CST« ausgeschrieben »Church of Spiritual Technology«
bezeichnet wird, das dem »angeblichen« Management »RTC« bloß leihweise die Copyrights zur
Verfügung stellt!
Was kaum ein Scientologe auf der Welt weiß ist, dass in diesem versteckten Management Leute
sitzen, die nie auch nur einen Kurs der Scientology absolviert, geschweige denn eine einzige
Sitzung gemacht haben. Einer dieser versteckten Manager und damit Kontrolleure der Copyrights
ist ein Herr »Meade Emory«. Dieser Steuerjurist kommt direkt aus der Führungsebene des
amerikanischen Finanzamtes, welches jahrzehntelang versuchte, L. Ron Hubbard, wie auch seine
Organisationen in den Bankrott zu treiben. Meade Emory war von Anfang 1970 bis Ende 1970
einer der treibenden Kräfte hinter den Bemühungen, den Scientology Organisationen die
Steuerbefreiung in Amerika zu verweigern.
Sollte man sich nicht fragen, was solche Leute heute im Management der Scientology-Kirche tun,
die, zu Lebzeiten Hubbards, keinen größeren Feind auf Erden kannten als ihn und seine
Organisationen?
Die Person, die sich als früherer L. Ron Hubbard bezeichnet, ist zu folgendem Schluss gekommen,
was die Strategie hinter all dem ist: Auf normalem Wege konnten die ehemaligen Feinde L. Ron
Hubbards ihn nicht stoppen, da man nicht wirklich etwas gegen ihn in der Hand hatte. Zunächst
sollte die Kirche also unter die Kontrolle der Ex-Gegner gebracht werden. Dann sollte es nach
außen hin so aussehen, als gäbe es die Scientology auch weiterhin in nicht abgeänderter oder gar
pervertierter Form. Der nächste Schritt war, die Dienstleistungen für jedermann unbezahlbar zu
machen, damit niemand in den Genuss dieser Techniken kommt.
Für Leute wie John Travolta oder Tom Cruise, die es sich dennoch leisten können, weil es ihnen
nicht auf eine oder zwei Millionen Dollar oder Euro ankommt, wird dann die Lehre an sich
abgeändert, damit sie nicht den vollen Nutzen aus der Anwendung der Lehre ziehen können,
wodurch sie vom Bewusstsein her auch niemals so hoch aufsteigen können, um den ganzen
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Schwindel zu durchschauen – aber immer noch genug Funktionsfähigkeit darin bemerken, um den
Organisationen weiterhin die Stange zu halten. All das zusammen erschafft auch noch ein herrlich
destruktives Bild für die Öffentlichkeit, die dann mit Sicherheit jegliches Interesse an der ganzen
Philosophie an sich verliert und sie sogar noch bekämpft.
Die Scientology war aus Sicht des ehemaligen Gründers also zu einer sehr diffusen Falle geworden,
die nur noch den Schatten dessen darstellte, was einst von ihm beabsichtigt war. Durch all diese
Abänderungen sah diese Organisation natürlich auch für die uninformierte Öffentlichkeit so aus, als
sei sie von Anfang dazu gedacht gewesen, unglaubliche Geldsummen aus den Mitgliedern
herauszupressen und im allgemeinen ziemlich menschenverachtend zu agieren – was der - heute in
einem anderen Körper auftretende – ehemalige L. Ron Hubbard nur bestätigt!
Um das Schreiben etwas zu vereinfachen, verwende ich für die Person, die von sich sagt, Hubbard
gewesen zu sein, nun bloß noch die Initialen des Scientology-Gründers »LRH«.
Daher beschloss LRH im Jahr 2004, Kontakt zu verschiedenen Scientology-Organisationen
aufzunehmen, um intern, über die jahrelang gesammelten Informationen zu sprechen. Da er
natürlich nicht mit den ehemaligen Gegnern reden wollte, die heute im höchsten Management
sitzen, versuchte er über die Organisationen in Kopenhagen, München und Düsseldorf die Punkte
ins Gespräch zu bringen.
Erste telefonische Kontakte mit hochrangigen Scientologen aus Deutschland verliefen recht
erfolgreich, wobei diese aber auf die Richtlinie verwiesen, dass solche Dinge dem internationalen
Management mitgeteilt werden müssen, da untere Organisationen nicht zuständig seien.
LRH-Zitat aus einem solchen Telefonat: »Das ist mir bekannt, ich kenne ja meine selbst verfassten
Richtlinien. Aber wenn ich weiß, dass jemand Rauschgift an Schulen verkauft, dann werde ich ganz
sicher nicht der Mafia darüber Bericht erstatten und dann die Idee haben, es würde sich etwas
ändern.«
Da diese Mitarbeiter aber die Pflicht haben, über solche außergewöhnlichen Dinge einen Bericht zu
verfassen, der an das Management geschickt werden muss, wurde als Reaktion darauf die
Anweisung gegeben, jeglichen Kontakt zu unterbinden. Zukünftig waren also diese Personen zu
keinem Gespräch mehr bereit und legten den Hörer auf!
Auch wenn Sie als Leser vielleicht sowieso alles, was ich hier über den ehemaligen LRH schreibe
für Blödsinn halten, sollten Sie nicht vergessen, dass es die Scientologen ganz sicher nicht tun
sollten. Denn es ist die Basis ihrer religiösen Überzeugung, dass ein Wesen nach dem Tod weiter
existiert! Es ist die Basis all ihrer Bücher, Kurse und Sitzungen. In den geführten Telefonaten
wurde klar und deutlich gesagt, dass es sich bei dem Anrufer um die Person handelt, die auch die
körperliche Identität L. Ron Hubbard gewesen ist. Und das war weder als Spaß, noch als Test dafür
gedacht, ob Scientologen von den Lehren ihres eigenen Gründers überzeugt sind!
Es wurde sogar in einigen Gesprächen behauptet, die Person, die LRH gewesen sein will, könne es
ja gar nicht sein, da sie 1966 geboren ist und der Gründer doch erst 1986 verstorben sei!
Man musste diesen Möchtegern-Scientologen doch tatsächlich erst noch beibringen, dass ihre
Religion nicht die übliche Reinkarnationstheorie lehrt und sie nachdrücklich auf die Vorträge
hinweisen, die ich zu Anfang des Kapitels erwähnt habe!
Als weiteren Schritt nahm LRH einen persönlichen Freund mit ins Boot, der dann nach Dänemark
reiste, um vor Ort mit einem hochrangigen Mitarbeiter der fortgeschrittenen Organisation in
Kopenhagen zu sprechen. LRH hatte die Idee, dass es vielleicht etwas leichter wäre, wenn ein
Dritter zunächst den Kontakt herstellt, davon berichtet, dass der Gründer in einem neuen Körper
existiert und wichtige Dinge besprechen möchte, bei denen es um grobe Abänderungen seiner Lehre
geht.
Da passierte dann etwas sehr Ähnliches, wie vorher bei den Telefonaten, die mit Mitarbeitern der
Münchner Organisation geführt wurden. Dieser Freund hatte kaum angedeutet, um was es sich bei
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seinem gewünschten Gespräch handelt, als ihm auch schon mit der Polizei gedroht wurde, wenn er
nicht sofort die Organisation verlassen würde. Es hatte sich also schon herumgesprochen, wie es
scheint, und alle waren in Alarmbereitschaft. Also reiste er ab und berichtete nach seiner Rückkehr
von seinem fehlgeschlagenen Versuch, dort auch nur eine einzige Person anzutreffen, die zu einem
Gespräch über den Scientology-Gründer LRH und dessen Sorge über Scientology bereit war.
Verstehen Sie das??
Da verteidigen Scientologen aus aller Welt ihre Lehre wie wahnsinnig gegen jeden äußeren Angriff,
aber möchte man mit ihnen über die Möglichkeit sprechen, dass ihre Lehre tatsächlich wahr sein
könnte und darüber, dass der verstorbene Gründer – jetzt in einem anderen Körper existierend – mit
ihnen sprechen möchte, schmeißen sie die Hörer auf oder drohen mit der Polizei?!
Jeder Buddhist würde Sie anhören und sehr genau überprüfen lassen, wenn Sie nur die Vermutung
äußern würden, sie seien ein verstorbener Dalai Lama, der nun einen neuen Körper bewohne!
Buddhistische Mönche gehen sogar auf die Suche, um ihren Dalai Lama im neuen Körper zu
finden, nachdem er seine alte körperliche Hülle verlassen hat! Auch der jetzige Dalai Lama ist auf
diese Art und Weise in sein Amt zurückgekommen. Der letzte Dalai Lama verstarb 1933. Am 6.
Juli 1935 wurde ein Kind mit dem Namen »Lhamo Dhondrub« geboren. Mönche sahen in ihm die
Wiedergeburt des Verstorbenen und prüften dann das Kind, um festzustellen, ob es sich bei ihm, um
ihr spirituelles Oberhaupt handeln könnte.
Diese Überprüfungen sind nicht sehr kompliziert, aber auf keinen Fall »zufälligerweise« zu
bestehen. Das Kind musste dann z.B. aus sehr vielen Gegenständen die jeweils eigenen, früheren
Besitztümer heraus sortieren. Wenn Sie aus zwanzig sehr ähnlich aussehenden Gebetsketten, die
frühere, eigene herausziehen sollten, könnten Sie natürlich auch rein zufällig die Richtige
ausgesucht haben, aber wenn man diese Prozedur dann mit vielen anderen, früheren Besitztümern
unterschiedlichster Art wiederholt, wäre es wie ein Sechser im Lotto, wenn alle Gegenstände, die
sie aussortiert hätten, tatsächlich die des Verstorbenen sind.
In dieser Art wurde der aktuell amtierende Dalai Lama als Kind überprüft und wurde somit als
Wiedergeburt des verstorbenen Dalai Lamas anerkannt.
Was immer Sie oder ich als wahr erachten: Die Buddhisten glauben und praktizieren wenigstens
genau das, wovon sie behaupten, dass es ihre Überzeugung und Religion sei, denn ich habe noch
niemals davon gehört, dass ein Buddhist die Polizei gerufen hätte, wenn jemand darüber reden
wollte, dass ein Verstorbener Dalai Lama in einem anderen Körper wiedergeboren ist und er sehr
gerne einmal mit den Mönchen über den Buddhismus sprechen möchte!
Aber die Geschichte geht ja noch weiter…
Nach Fehlschlägen in München und Kopenhagen war Düsseldorf der nächste Ort, an dem ein
weiterer Versuch unternommen werden sollte, um ins Gespräch zu kommen. Diesmal entschied ich
mich, beim nächsten Versuch persönlich anwesend zu sein, da ich das bisher Erzählte fast nicht
glauben konnte, wo doch gerade den Scientologen nachgesagt wird, sie stünden hinter der Lehre,
wie eine Wand. Zu dem Zeitpunkt machte es mir eher den Anschein, sie stünden hinter der Leere
ihres eigenen Verstandes!
Ich übernahm sogar die Gesprächsführung, nachdem wir in der Düsseldorfer Organisation
angekommen waren. Außer mir war noch der persönliche Freund von LRH anwesend, der auch
schon die vergebliche Reise nach Kopenhagen unternommen hatte.
Wir waren kaum durch die Eingangstür gegangen, als drei Personen sehr grimmig auf uns zukamen,
die in schroffem Ton fragten, was wir in der Organisation wollen. Ich sagte, dass wir vorhätten, mit
der Leiterin der Organisation über das Thema
L. Ron Hubbard zu sprechen und ein paar Dinge zur Sprache bringen wollen, die für die
Scientology in ihrer Gesamtheit als sehr bedenklich eingestuft werden könnten.
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Wir wurden sehr streng begutachtet, während eine Person für zwei Minuten den Raum verließ. Kurz
danach kam sie wieder und teilte uns mit, dass der Leiter der Organisation zu keinem Gespräch
bereit sei und das wir das Gebäude sofort zu verlassen hätten.
Es war also auch schon bis dort durchgedrungen, was in München und Kopenhagen passierte. Auch
hier hatte das internationale Management scheinbar schon die Befehle ausgesprochen, jedes
Gespräch zu dem Thema sofort zu unterbinden. Mir war das Ganze einfach zu dumm und daher
blieb ich sitzen und sagte diesen Scientologen – die mittlerweile schon zu fünft um uns herum
standen – dass es doch wohl möglich sein müsse, ein paar wenige Sätze zu sagen, da wir nicht in
feindlicher Absicht da seien. Ich hatte mich also entschieden, nicht eher zu gehen, bis ich all die
Dinge gesagt hatte, die ich sagen wollte. Und das tat ich dann auch.
Und wissen Sie, was geschah? Auch dort wurde die Polizei gerufen – hinter unserem Rücken! Diese
traf zwar erst ein, nachdem wir das Gebäude schon wieder verlassen hatten, dennoch wurden wir
von ihr noch ermahnt, beim nächsten Mal, schon nach der ersten Aufforderung, die Organisation zu
verlassen, dies auch zu tun.
Ich möchte noch auf einen weiteren Aspekt aufmerksam machen. Vielleicht wissen Sie, dass auch
in den Scientology Organisationen ein elektronisches Gerät verwendet wird, welches dort als
Elektro- oder E-Meter bezeichnet wird. Im Grunde ist es ein sehr feiner Widerstandsmesser, der in
Sitzungen genutzt wird, um Bereiche im Denken zu lokalisieren, die in irgendeiner Form geladen
sind. Ich schreibe »auch«, da ich selbst in meinen Sitzungen ein sehr ähnliches Modell benutze, um
der Person dabei zu helfen, schneller an die Bereiche des Denkens heranzukommen, die noch
angeschaut werden müssen, um bestimmte Geschehnisse und Bereiche im Leben wirklich
ladungsfrei zu bekommen. Das werden sie nämlich niemals, wenn man versucht, Details, die einem
vielleicht unangenehm sind, wegzudrücken und dadurch zu dem zu machen, was man dann
hinterher wieder als Unterbewusstsein bezeichnen könnte.
Wenn Sie einen Internet-Anschluss besitzen, schauen Sie doch unter www.abilitymeters.com nach.
Dort finden Sie eines der Geräte, die ich selbst auch schon sehr erfolgreich in Gebrauch hatte. Es
gibt zwar noch viele andere Modelle, die ähnlich funktionieren, aber um überhaupt eine Vorstellung
von solch einem Gerät zu haben, genügen auch die Bilder und Beschreibungen auf der angegebenen
Internet-Seite.
Das E-Meter erwähne ich deswegen, da ich den Scientologen sogar angeboten hatte, mich während
meiner Aussagen an dieses E-Meter zu setzen, damit überprüfbar ist, ob ich wirklich da bin, um nur
zu sprechen oder vielleicht doch eine andere oder vielleicht sogar »feindliche« Absicht verfolge.
Diese Absicht würde nämlich spätestens dann am Gerät sichtbar werden, wenn man mich danach
fragen würde, ob ich andere Absichten verfolge, als ich vorgebe zu haben. Wenn eine Person
tatsächlich andere Absichten hätte, würde sie bei so einer Frage zwangsläufig daran denken. Da sie
die aber nicht aussprechen möchte, wäre da also der Versuch, diesen Gedanken wegzudrücken oder
zurückzuhalten, damit er nicht messbar ist. Aber genau dieser Versuch führt zu einem erhöhten
Widerstand, der dann am Gerät anzeigt – um einmal grob die Funktionsweise zu erklären. Alles,
was verdrängt oder unterdrückt werden soll, alles, wogegen man protestiert, einem unangenehm ist
oder eine Form von Miss-Emotionen verursacht bzw. vergangenen seelischen oder körperlichen
Schmerz hervorbringt, erhöht den Widerstand im Denken und ist daher messbar.
Das E-Meter: Eine weitere wichtige Grundlage, ohne die in der Scientology keine einzige Sitzung
auf höherer Stufe gegeben werden darf!
Und wissen Sie, was man mir da sagte, als ich anbot, mich an dieses E-Meter zu setzen? »Es
bedeutet nichts, wenn keine Ladung am E-Meter anzeigt! Wir nehmen dich hier nicht ans E-Meter.«
Bitte?!
Irgendwie hat für die Scientologen kein Aspekt der Lehre ihres Gründers irgendeine Bedeutung? Es
bedeutet ihnen also gar nichts, was sie in der Scientology als die Grundlagen lehren und gelernt
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haben?! Es glaubt auch niemand? Wozu machen sie es dann überhaupt? Dann sollen Sie den Leuten
doch gleich sagen: »Du, wir nehmen hier zwar eine Menge Kohle von dir, aber weder glauben wir
dir, wenn du sagst, du bist ein geistiges Wesen und hattest auch schon andere Leben, noch bedeutet
es etwas, ob dieses E-Meter hier dazu etwas anzeigt oder nicht.«
Und wieder wären wir bei einem Beispiel wie diesem: Sie gehen in einen buddhistischen Tempel
und sagen: »Ich würde mich gern setzen und etwas meditieren, vorher aber noch ein paar
Gebetsmühlen drehen, wenn ich darf, und mich hinterher mit den Mönchen über meine gemachten
Erfahrungen unterhalten.« und man sagt Ihnen: »Das bedeutet doch alles nichts. Gehen Sie! Oder
ich rufe die Polizei!«
Also noch einmal in der kurzen Zusammenfassung:
Die Scientologen halten ihr eigenes E-Meter für bedeutungslos! Sie holen die Polizei, wenn man
über LRH, ihren Gründer, sprechen will. Dass der Gründer auch nach seinem Ableben im Jahre
1986 weiterhin existieren könnte, halten sie für lächerlich bis unmöglich und reagieren in einer
Weise auf solche Aussagen, wie ich sie nur von einem eingefleischten Inquisitor härtester Schule
erwartet hätte.
Jede Kommunikation wird abgebrochen, Mitgliedern wird mit dem Ausschluss aus der Organisation
gedroht, wenn sie weiterhin mit uns oder dem ehemaligen LRH Gespräche führen würden,
Telefonhörer werden aufgeschmissen usw.
Mal ehrlich: Wer nach der Veröffentlichung dieser Geschichte noch einen einzigen Cent für
Scientology-Dienste bezahlt oder auch nur eine Minute lang, in welcher Form auch immer, diese
Organisation unterstützt, sollte eigentlich wegen »unheilbarer Dummheit und Ignoranz«, dazu
verdonnert werden, zweihundert Jahre lang das erste Buch Mose von jeder Kanzel der Welt
herunterpredigen zu müssen – egal, wie sehr er auch dafür ausgelacht wird!
Und auch wenn dieses Buch ganz sicher auf die interne Liste der für Scientologen verbotenen
Bücher kommt, sollten sich alle Mitglieder sehr genau überlegen, ob sie es nicht dennoch lesen oder
mich persönlich kontaktieren sollten, falls sie Angst haben, von ihrer Gruppe ausgeschlossen zu
werden, wenn sie sich dem Verbot nicht fügen. Ich kann ihnen nämlich noch viel mehr, und vor
allem noch viel explosivere Details nennen, die aber den Rahmen sprengen würden, den ich für
dieses Kapitel angedacht hatte!
Was auch immer sie von der Geschichte halten, eines steht fest: Ich stehe zu dem, was ich in jedem
einzelnen Kapitel meines Buches schreibe, ich lebe es, praktiziere es, weiß es! Und ganz sicher
habe ich nichts mit denen gemeinsam, die sich Scientologen nennen – bis vielleicht auf ein paar
spirituelle Wahrheiten oder philosophische Grundlagen, die aber in der Scientology gar keinen Platz
mehr haben, wie man überdeutlich lesen konnte!
Und um es mit den Worten der Person abzuschließen, die, mit guten Absichten, vor über 50 Jahren
die Scientology ins Leben rief und die gerade in diesem Moment – während ich diese Zeilen
schreibe – ein wenig traurig auf meinen Monitor schaut: »Spiritologie ist nicht Scientology –
Spiritologie ist frei!« - LRH.
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Allbestimmung
Wer beim Lesen der Kapitelüberschrift die Idee hat »Jawohl, endlich kommt der Teil, in dem es
darum geht, wie ich alle Individuen um mich herum – natürlich auch gegen ihre eigene
Selbstbestimmung – manipulieren und kontrollieren kann.«, ist hier ganz sicher an der falschen
Adresse.
Wenn Sie – entlang aller sieben Daseins-Impulse – ladungsfrei wären, würden Sie sehr genau
wissen, wen Sie da eigentlich manipulieren oder gegen dessen eigenen Willen kontrollieren wollten
– nämlich, sich selbst! Da Sie, mit dem Bewusstsein als »Impuls 8« darum wissen, alles und jeder
zu sein, kämen Sie nicht mehr auf die Idee, ein geistig krankes und asoziales Verhalten an den Tag
zu legen, wie es beispielsweise ein George W. Bush demonstriert. Diese Aussage muss ich, meiner
eigenen Lehre entsprechend, natürlich wieder relativieren, da dieser Mann aus Sicht seiner
persönlichen Wahrheit und Überzeugung, völlig richtig und daher auch »normal« handelt. Wie sagt
er so oft? »God bless America!« - also Gott, segne Amerika! Vielleicht sollte dieser Gottesfürchtige
es einfach auch einmal mit »God bless Iraq, too! (auch!)« versuchen!
Aber – wie ich ja in vorangegangenen Kapiteln beschrieb – ist »Gott« leider auch ein Amerikaner
Namens George W. Bush, der durch solche Äußerungen, eine »leicht« patriotische, und daher auch
eingeschränkte Färbung der göttlichen Liebe zum Ausdruck bringt, die bei ihm selbstredend nicht
allumfassend sein kann, sondern nur Amerikaner begünstigt. Aber von einem eingeschränkten Geist
kann eben auch keine uneingeschränkte Segnung erwartet werden. Da fällt mir doch glatt ein, was
ich mir wünschen könnte: Ich wünsche mir also zum nächsten Weihnachtsfest einen völlig
unbeschränkten, unendlichen George W. Bush.
Okay, ich gebe zu, auch das wird wohl nicht passieren, wenn wir es nicht selbst in die Hand
nehmen, da ich munkeln hörte, auch der Nikolaus und sogar das Christkind sind geistige
Konstrukte, die nichts bewirken können, wenn nicht einer von uns in diese Rolle schlüpft und deren
Dasein und Wirken erschafft.
Die amerikanische Rüstungsindustrie braucht aber natürlich genau solch asoziale, tote Wesen, die
zwar als Mensch sehr lebendig erscheinen, jedoch exakt das darstellen, was in früher sehr populären
Filmen unter dem Begriff »Zombie« bekannt wurde – womit ein »wandelnder Leichnam« gemeint
war. Diese Industrie hat genug Geld, um so einen gefühlskalten Deppen in eine Machtposition zu
bringen, aus der heraus er sicher dafür sorgen wird, dass schon bald jede Sekunde Raketen im Wert
von 600.000 bis 3.000.000 US-Dollar pro Stück, über einen möglichst langen Zeitraum hinweg,
gezündet werden.
Welcher Mensch – mit einem noch halbwegs intakten Gefühlsleben – wäre dazu im Stande,
aufgrund von selbst gebastelten, reinen Lügengeschichten über Fabriken, in denen angeblich
Waffen zur Massenvernichtung hergestellt werden, den Befehl zu erteilen, der zur Ermordung
zehntausender irakischer Väter, Mütter, Söhne und Töchter führt? Und das nur, weil die
Rüstungsindustrie, welche den Löwenanteil der Wahlkampfkosten beisteuert, ihren Helden für die
dadurch erzielten unvorstellbaren Umsätze hinterher auch noch feiert und darum für die nächste
Wahl gleich noch ein paar hundert Millionen US-Dollar mehr zur Verfügung stellt?
Wenn man nach dieser erneuten Investition auch noch dazu in der Lage ist, dem verdummten Teil
der eigenen Bevölkerung vorzugaukeln, man würde von äußeren Quellen her angegriffen –
nachdem man über viele geheimdienstliche Umwege selbst dafür gesorgt hat, dass »zwei Türme«
und wieder einige Menschen in die Luft gejagt wurden – dann ist dies schon eine tolle Sache, wenn
man sich in die Lage einer der Personen versetzt, die diese »genialen« Schachzüge planen, um mehr
Geld zu verdienen und damit ihre Kontrolle noch weiter ausdehnen können. Jeder Schachspieler der
Welt würde zwei Türme und selbstverständlich auch ein paar der eigenen »Bauern« opfern, wenn er
damit sein Ziel erreicht und den gegnerischen König »mattsetzen« kann! Nur dazu bedarf es in
einer »Demokratie« leider der Übereinstimmung aus der Bevölkerung.
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Die bekommt man aber ziemlich leicht und ganz sicher dann, wenn man recht geschickt für die
Umsetzung der geheimen Pläne sorgt, dann durch Tod und Explosionen jeden in Angst und
Schrecken versetzt und danach in den Medien das Land als »Schuldigen« bezeichnet, welches
schon lange vorher als nächster Kriegsschauplatz bestimmt wurde, um dort ein paar weitere
Raketen abfeuern zu können, die dann wieder neuen Umsatz garantieren und, noch zur Freude der
eigenen amerikanischen Bevölkerung, sogar das Bruttosozialprodukt anheben. Welcher arbeitslose
Mensch freut sich nicht über einen dadurch zu besetzenden Arbeitsplatz, da ja irgendwer die ganze
Tötungsmaschinerie entwickeln, bauen, zusammensetzen oder transportieren muss?
Welcher Mensch sich nicht über so eine Stelle freut? Ich! Und ich hoffe, auch Sie, der Leser,
würden so einen Arbeitsplatz mit den Worten ablehnen: »Danke, aber da ich ein unsterbliches
geistiges Wesen bin, nehme ich den Hungertod dieses Körpers in Kauf und ertrage sogar, dass
meine Frau mich verlässt, weil der Nachbar – der solch eine Stelle natürlich sofort angenommen hat
– ein schickes Haus besitzt und sogar ein tolles Auto fährt.« Es ist nämlich weitaus besser, Sie
werden von einer käuflichen, materialistisch eingestellten Frau, als von allen guten Geistern
verlassen, Mann!
Sie wären sonst der Nächste, der – vom Geist verlassen – die Bezeichnung Zombie verdient hätte.
Ich bin mir sicher, mit dem bisher Beschriebenen sehr plastisch dargestellt zu haben, was
Allbestimmung nicht bedeutet. Allbestimmung bedeutet nicht Massen-Manipulation, wie sie von
korrupten Politikern, selbsternannten Kriegs-Präsidenten und anderen kriminellen oder geldgierigen
Elementen der Gesellschaft praktiziert wird.
Allein der Begriff »die große Masse« stellt bereits eine Abwertung dar, da wir nicht Masse sind! Es
gibt gar keine Masse, sondern nur einzelne Individuen. Lassen wir also ab jetzt nicht mehr zu, dass
wir über die »Massenmedien« als Masse zu einer Massenpanik aufgestachelt werden, die uns
vordenken möchte, wir hätten Iraker, Muslime, Chinesen oder wen auch immer zu hassen, damit
wir einem Krieg zustimmen, weil Gewinne in Milliardenhöhe damit erzielt werden. Denn wenn wir
dem unsere Übereinstimmung geben, der den Befehl zur Tötung erteilt, ist es ähnlich zu betrachten,
als hätten wir selbst getötet! Und diese Personen werden auch dann noch ermordet worden sein,
wenn wir hinterher feststellen, es gab gar keine Fabriken, die Massenvernichtungswaffen
herstellten.
Ehrlich gesagt, musste ich laut lachen, als ich davon las, wie einfach auch die deutsche Bevölkerung
mittlerweile zu manipulieren ist. Man muss nur noch ein paar mit elektronischem Kram gefüllte
Koffer auf zentralen Plätzen abstellen, danach in den Medien das Gerücht verbreiten, darin seien
enorme Sprengsätze gefunden worden, die Terroristen platziert hatten, und schon geben alle ihr »Ja-
Wort«, und schreien fast nach noch mehr Kontrolle und Überwachung, die sie natürlich auch noch
aus den eigenen Taschen bezahlen, welche ohnehin schon fast leer sind! Man braucht also nicht
einmal mehr eine Explosion, wie es früher der Fall war, damit Menschen den Gesetzen zustimmen,
durch die sie sich selbst die Freiheit nehmen!
Sie erinnern mich an kleine Kinder, denen man nur noch mit dem Zeigefinger drohen muss, weil
man sie durch häufige Schläge in der Vergangenheit dahingehend konditioniert hat, sofort allem
zuzustimmen, um dem möglichen, angedeuteten Schmerz auszuweichen, falls sie es nicht tun.
Nachdem also – auf »demokratischem« Wege – die noch schärferen Anti-Terror-Gesetze
durchgesetzt werden, müssen selbstverständlich noch mehr Steuerabgaben von jedem Arbeiter
geleistet werden, um noch mehr Leute zu bezahlen, die selbst nichts produzieren, nichts arbeiten,
außer denen das Leben schwer zu machen, die versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen!
Einer arbeitet und fünf Personen kontrollieren seine ausgefüllten Formulare, seine Ausweispapiere,
seine Speichelprobe, seinen Kugelschreiber – der natürlich eine getarnte Bombe sein kann – oder
hören seine Handygespräche ab, während zehn bewaffnete Polizisten – auch von Steuergeldern
bezahlt – die ganze Angelegenheit nervös beobachten, da ja jeder ein Terrorist sein könnte!
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Wir sollten also auf keinen Fall Anti-Terror-Gesetze mit »Anti-Freiheits-Gesetzen« verwechseln –
auch wenn sie uns als solche verkauft werden.
Das ist also Demokratie? Oh nein! Demokratie kann es nur dann geben, wenn jeder Einzelne als
Individuum seine eigenen Gedanken denkt und seine darauf beruhenden eigenen Entscheidungen
trifft. Nicht dann, wenn zu viele so furchtbar leicht in ihren Emotionen und Ängsten zu steuern sind.
Dann hat man nämlich eine Gesellschaft, die nur scheinbar eine demokratische Gesellschaft ist, da
jeder halbwegs intelligente, kontrollbesessene – im neuen Körper – auferstandene Pseudo-Hitler,
unter Zuhilfenahme der Medien, die Möglichkeit hat, die wachen Wesen durch die manipulierbaren
Wesen überstimmen zu lassen!
Das eben Erwähnte, sollte eigentlich unmissverständlich veranschaulichen, aus welchen Gründen
eine friedliche Philosophie wie diese, welche das Bewusstsein des einzelnen Individuums
tatsächlich in neue Höhen bringen kann, so gerne in den Medien zerrissen wird.
Daher wäre ich sehr stolz, wenn auch dieses Buch, diese Philosophie, dem gleichen Schicksal zum
Opfer fiele, da es ein sofortiger Indikator dafür wäre, wie »gefährlich« meine Aussagen aus Sicht
derer sind, die weiterhin manipulierbare, gedanklich und emotional steuerbare Menschen brauchen,
um ihr System am Laufen zu halten und deswegen darüber besorgt sind, ob sie eventuell die
Kontrolle verlieren. Na und ob sie das werden. Das kann ich sogar mit Stolz garantieren!
Solche Dinge gehören nämlich ab sofort der Vergangenheit an. Dieses Buch beendet die geistige
Steinzeit, in der so etwas möglich war und läutet eine neue Ära ein, in der wir um unser volles
geistiges Potential wissen und es auch bewusst einsetzen. Eine Ära, in der niemand mehr sagen
wird: »Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!«
Doch, wir wissen jetzt…
Es ist also tatsächlich von Bedeutung, ein jedes GW im Zustand vollständiger Selbstbestimmung zu
haben, damit eine echte – und nicht nur scheinbare – Demokratie möglich und umsetzbar ist.
Natürlich liest sich das auf den ersten Blick nach Chaos und Regellosigkeit, aber dieser Eindruck
täuscht gewaltig, wie Sie gleich sehen werden.
Ist eine Person nämlich erst einmal wirklich sie selbst, womit das Dasein als »Impuls 8« gemeint
ist, ist sie auch gleichzeitig alle anderen und kann jeden Gesichtspunkt einnehmen als auch
verstehen. Sie schaut dann also nicht mehr nur die eine Seite der Medaille an wenn eine
Schwierigkeit analysiert wird, sondern beide oder – noch viel größer – alle Seiten, wie im Falle
einer Schwierigkeit, die die ganze Bevölkerung betrifft.
Sie ist in der Lage, ein komplettes, eigenes Universum (U1) zu erschaffen, welches vollständig von
ihr selbst kontrolliert wird. Darin kann sie dann alle im physikalischen Universum (U3)
beobachteten, unerwünschten Zustände analysieren und in ungeheurer Geschwindigkeit Lösungen
auf der Grundlage berechnen, die die Selbstbestimmung eines jeden Individuums berücksichtigt, da
die Person – als GW - nicht den Gesetzen von Raum oder Zeit unterworfen ist.
Da sie selbst aber auch alle anderen ist, wird sie natürlich keinen Aspekt ihrer selbst bekämpfen,
unterdrücken oder gar zerstören, weil die optimale Lösung immer nur dann eine optimale Lösung
ist, wenn durch das Ergebnis dieser Berechnungen, das Überleben und Dasein aller gefördert wird!
Dazu gehören auch Tiere und Pflanzen; Gegenstände und der Fortbestand von Materie in Raum und
Zeit an sich. Und für all das benötigt ein geistiges Wesen nichts weiter, als seine unendliche,
uneingeschränkte und grenzenlose Kreativität – seine Phantasie, die zu diesem Zweck natürlich erst
vollständig rehabilitiert sein muss.
Ein höchstes Wesen würde also nicht einmal einen George W. Bush wegen Massenmordes –
schließlich waren die Gründe für seine Kriege entweder nur erfunden oder inszeniert – auf dem
elektrischen Stuhl sehen wollen, da völlig klar wäre, dass als Produkt davon, nur ein geistiges
Wesen den Körper verlassen würde, um dann in einem anderen Körper erneut zu versuchen,
Präsident der vereinigten Staaten zu werden! Also keine wirklich langfristige Lösung des Problems.
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Außerdem würde er sich sogar ungerecht behandelt fühlen, wodurch noch mehr Hass, Gefühlskälte
und Rachegelüste im später neugeborenen Kind vorhanden wären.
Denken Sie also nicht gleich, Sie seien schlechte Eltern, wenn Ihr Kind ein aggressives, asoziales
und gewalttätiges Verhalten demonstriert, welches Sie sich gar nicht erklären können, da Sie
wirklich versuchten, es in liebevoller Atmosphäre aufwachsen zu lassen.
Bis heute war Ihnen vielleicht noch gar nicht bewusst, dass Sie da genau so ein nettes Kerlchen –
gerade noch bei der eigenen Hinrichtung, jetzt in unserem Kreissaal – als Ihr »eigenes«
Neugeborenes in den Armen halten könnten. Und ganz sicher, wären Sie falsch beraten, wenn Sie
später, beim – die Seele und das geistige Wesen verleugnenden Quacksalber um die Ecke – nach
möglichen Ursachen in der Kindheit forschen ließen!
Man könnte Ihnen höchstens den Vorwurf machen, Sie hätten zu viel Zeit mit unwichtigen
Überstunden für das Abtragen der Eigenheim-Hypotheken verbracht, statt auch etwas Zeit dafür
aufzubringen, sich mit geistigen Dingen und tatsächlichen Antworten auf bisher unbeantwortete
Fragen zu beschäftigen – was dann doch wieder auf »schlechte Eltern« hinausläuft.
Aber machen Sie sich nicht zu viele Gedanken darüber, denn genau betrachtet, gibt es wohl kaum
jemanden, der sich da nicht an die eigene Nase fassen könnte; gerade hier im zivilisierten, technisch
so hoch entwickelten westlichen Teil der Erde, wurden solche »Belanglosigkeiten« nur allzu gerne
vernachlässigt.
Wie könnte man nun also eine Person wie George W. Bush dazu bringen, sein Verhalten zu ändern,
ohne dessen Selbstbestimmung einzuschränken oder ihn zu irgend etwas zu zwingen? Indem man
ihm hilft!
Sie glauben nicht, dass er Hilfe braucht? Sie denken, eine Person, die 60.000 Sicherheitsbeamte
benötigt, um sich einigermaßen sicher zu fühlen, die alle Gully- und Kanaldeckel im Umkreis von
sechzig Kilometern verschweißen lässt, wenn sie zu Besuch kommt, sei in gutem, emotionalem
Zustand?!
Für wie »geistig gesund« würden Sie eine Person halten, die nicht vor die Tür geht, ohne allen
Anwohnern ausdrücklich zu untersagen, ihre Balkone zu betreten oder aus dem offenen Fenster zu
schauen? Eine Person, die verlangt, niemand dürfe seinen Pkw weder am Straßenrand noch in der
eigenen Garage parken – Garagen müssen sogar versiegelt sein – und dazu noch alle freistehenden
Briefkästen, Mülleimer und Stromkästen abmontieren lässt, wenn sie sich zu einem Besuch
anmeldet?
Genau das und noch viel mehr, waren die Bedingungen, die Georg W. Bush vor seinem
Deutschlandbesuch im Jahre 2005 stellte!
Ich würde diesen Verfolgungswahn weder unterstützen, noch die mehrere Millionen Euro
verschlingenden Bedingungen erfüllen – die besser investiert wären, um Hunderte armer Familien
ein Jahr lang durchzufüttern. Stattdessen würde ich solch einer Person den geplanten Besuch
untersagen und als Alternative anbieten, ihm dabei zu helfen, die Ursachen zu finden, die in ihm
diese Angstzustände hervorrufen! Denn sie muss ja nicht zu Besuch kommen, wenn ihr diese
Bedingungen nicht erfüllt werden. Das wird sie dann auch sicher gar nicht mehr wollen. Und wenn
kein Land dieser Welt ihre Bedingungen erfüllt, ihr dafür aber Hilfe und Unterweisung darin
anbietet, wie man ein glückliches Leben ohne Angst führen könnte, ohne sich Millionen Feinde zu
schaffen, die einem nach dem Leben trachten, wäre sie wohl nach kurzer Zeit kaum noch mehr als
eine Lachnummer, die selbst für die Rüstungsindustrie nicht mehr von Nutzen sein könnte.
Sicher könnte man einem Land wie Deutschland dann zur Strafe mit erhöhten Ölpreisen drohen,
aber wozu haben wir die Firma »BMW«, die schon seit Jahren Autos in Serie produzieren kann,
welche mit Wasserstoff fahren? Erste Meldungen dazu habe ich bereits im Jahre 2004 gelesen!
Übrigens stoßen diese Fahrzeuge natürlich nur Wasserdampf aus; also keine Spur von schädlichen
Abgasen! Aber irgendwie scheint keiner wirklich an der Umwelt interessiert zu sein, da man mit
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Benzin und Öl mehr Geld aus den Leuten herauspressen kann und außerdem würde natürlich auch
die Umweltsteuer wegfallen. Von daher verstehe ich schon, wieso man so etwas lieber nicht zu
bekannt macht oder sogar in die Tat umsetzt! Und warum sollte noch jemand Kriege in Gebieten
anzetteln, die große Ölvorkommen haben, wenn Öl gar nicht mehr in dem Maße gebraucht wird?
Das allein würde einem ja schon den ganzen Spaß am Krieg versauen! Da ich aber kein
Spielverderber sein will, rede ich auch nicht weiter darüber, damit niemand zu viel über so etwas
nachdenkt – ich bin ja doch auch hin und wieder ein netter Kerl.
Allbestimmung beginnt also damit, jedem anderen Wesen erst einmal die eigene Selbstbestimmung
zu gewähren! Sollte aber eines der Wesen über den Bereich der Selbstbestimmung hinausgehen und
damit beginnen, andere Wesen in ihrer Selbstbestimmung einzuschränken, zu unterdrücken, ihnen
diese verweigern, abzusprechen oder versuchen, ihnen seinen Willen aufzuzwingen, hat dieses
Wesen damit sein Recht auf die eigene Selbstbestimmung verloren und muss sofort in die
Schranken gewiesen werden, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, da sonst Tür und Tor für
Konflikte, Kriege, Streit, Gewalt und auch Kriminalität weit geöffnet werden!
Denn was ist ein Krimineller anderes, als jemand, der gern Geld hätte, aber lieber jemanden
überfällt, der Geld besitzt, als selbst dafür zu arbeiten? Sehen Sie, wie hier die Selbstbestimmung
des Überfallenen, der sein hart verdientes Gehalt sicher lieber für sich behalten möchte, vom
Kriminellen missachtet wird?
Das ist der gemeinsame Nenner eines jeden Konfliktes, jedes Krieges, jedes Streits, jeder Gewalttat;
ungeachtet der Größenordnung. Es ist also völlig egal, ob es den Streit zwischen zwei Personen,
einen Krieg zwischen zwei oder mehr Nationen oder ob es eine gewaltsame Auseinandersetzung
zwischen Fußballfans verschiedener Mannschaften betrifft. Der Grund dafür ist immer: Die
Selbstbestimmung anderer wird nicht gewährt oder toleriert! Dies ist gleichbedeutend mit der
Aussage: Das Bewusstsein um Allbestimmung war nicht Grundlage des Denkens und Handelns, da
es sonst diese Verletzung von Selbstbestimmung nicht gegeben hätte!
Was ist dieser Zustand von Allbestimmung genau, von dem ich da rede? Hier die Definition:
Allbestimmung ist der Bewusstseinszustand, in dem ein Wesen, die Gewissheit darüber erlangt hat,
die Fähigkeit und Bereitschaft zu besitzen, zwei oder mehr Kräfte zu starten, zu verändern und zu
stoppen, seien diese Kräfte einander entgegengesetzt oder nicht.
Obige Definition beinhaltet auch:
Zwei oder mehr Individuen, zwei oder mehr Gruppen, zwei oder mehr Planeten, zwei oder mehr
artverwandte Rassen, zwei oder mehr Universen, zwei oder mehr geistige Wesen, als auch die
Betrachtungen zweier oder mehrerer Identitäten regulieren zu können, seien sie entgegengesetzt
oder nicht.
Schwere Kost, meinen Sie? Ich werde Ihnen sogar sehr leicht an einem Beispiel zeigen können,
dass niemand die Fähigkeit zur Allbestimmung, sondern auch hier wieder nur das Bewusstsein über
diese Fähigkeit verloren hat!
Dazu nehmen wir die Umstände eines Fußballspieles. Zwei gegnerische Mannschaften stehen auf
dem Platz. Der Schiedsrichter und seine zwei Assistenten sind ebenfalls da um das Spiel zu leiten.
Ein Torhüter, jeweils zehn Feldspieler pro Team ergeben also zweiundzwanzig Akteure, die alle ein
Ziel verfolgen: Mehr Treffer innerhalb der Spielzeit zu erzielen, als der Gegner.
Um ein Spiel zu haben, darf der Zustand von Allbestimmung nicht eingenommen werden, da sonst
kein Spiel stattfinden kann. Man gewährt dem Gegner natürlich nicht die geringste
Selbstbestimmung, sondern tut alles, um ihn darin zu hindern, seinen Willen durchzusetzen! In
einem Spiel steht Kraft gegen Kraft, Absicht gegen Absicht, Anstrengung gegen Anstrengung und
natürlich Selbstbestimmung gegen Selbstbestimmung.
Nehmen Sie einmal gedanklich die Rolle des Torjägers einer der Mannschaften ein und stürmen Sie
mit dem Ball aufs Tor zu. Kommen Sie! Etwas schneller dürfen Sie schon stürmen…! Gut! Sie
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kommen jetzt also dem gegnerischen Tor immer näher. Nun können Sie im Nacken fast den Atem
des Verteidigers spüren, der sich von der linken Seite an Sie herangepirscht hat und Ihnen den Ball
abjagen möchte, um Sie am Torschuss zu hindern. Er ist aber nicht so schnell wie Sie und sieht die
einzige Möglichkeit darin, mit ausgestrecktem Bein in den Ball zu rutschen, damit dieser in die
fangbereiten Arme des eigenen Torhüters gelenkt werden kann, womit die gefährliche Situation
bereinigt wäre.
Er hebt ab, streckt sein Bein aus und rutscht genau auf den Ball zu, den Sie dicht am Fuß führen.
Aber Sie haben es noch schnell genug bemerkt und schon eine winzig kleine Ausweichbewegung
genügte, um seine geplante Aktion ohne Wirkung verpuffen zu lassen. Nur Sekundenbruchteile
später, gerade als Sie – frei vor dem Tor stehend – den Ball, am Torhüter vorbei, ins Netz befördern
wollen, stochert der noch immer rutschende Verteidiger, Ihnen doch tatsächlich mit den
Fingerspitzen den Ball vom Fuß! Klares Handspiel im Sechzehnmeterraum! Das muss einen
Elfmeter geben! Aber der Pfiff bleibt aus. Der dämlich grinsende, gegnerische Torwart hat den Ball
aufgenommen, der ihm mit den Fingerspitzen seines Verteidigers in die Hände gespielt worden war
und Sie rennen zum Schiedsrichter und protestieren so lautstark und beschimpfen ihn als
Blindschleiche. Als Folge davon sehen Sie die rote Karte wegen Beleidigung und müssen das
Spielfeld verlassen, da weder Schiedsrichter, noch seine Assistenten, das geschickte Handspiel
wahrgenommen hatten. Da dies das letzte Spiel in der Meisterschaft war und genau ein Treffer
gefehlt hatte, um die Saison als Meister zu beenden, trifft der Schlusspfiff, den Sie noch hören,
während Sie in die Kabine schleichen, erst recht mitten ins Herz. Furchtbar, oder?
Nein, so furchtbar, wie es scheint, ist es gar nicht. Und so fremdbestimmt, wie es aussieht, ist es
auch nicht. Wie sehr Sie den Schiedsrichter, seine Assistenten oder die gegnerischen Spieler in
diesem Augenblick auch hassen mögen, eines machen Sie sich bitte bewusst: Sie erleben das, was
Sie durch Ihr eigenes Denken verursachen! Wie alle anderen auch.
Ist es nicht so, dass ein Fußballspieler nicht nur Mitspieler, sondern auch Gegner braucht? Es
werden sogar Termine gemacht, damit bloß alle pünktlich da sind, um dieses Spiel zu spielen. Man
nimmt auch nicht irgendwelche Gegner, weil es doch gar keinen Spaß macht, wenn da keine
Gegenwehr zu erwarten ist. Wo bleibt die Spannung, wenn schon vorher klar ist, dass man etwa
Vierzig zu Null gewinnen wird? Also spielen in einer Liga natürlich nur Mannschaften, die nach
Möglichkeit auf einem Fähigkeitsniveau liegen.
Natürlich braucht man auch die hoffentlich unparteiischen Schiedsrichter, die aber auch hin und
wieder Fehlentscheidungen treffen können, wie jeder Fußballer »weiß«. So wie es Gegenspieler
gibt, die eben auch mit unfairen Mitteln kämpfen oder Fouls einsetzen, wenn normale Mittel nicht
reichen, um ihr Ziel zu erreichen – was ja auch jedem Fußballprofi »bewusst« ist.
Dann kommen noch Betrachtungen von Glück oder Unglück hinzu, Schicksal oder einfach nur Pech
– alles ebenfalls im Denken enthalten! Abgeschlossen wird diese ganze Gedankenkonstellation
noch damit, dass der Ball eben rund sei! »Das ist eben Fußball«, sagt man hinterher, wenn die
Emotionen wieder etwas heruntergekocht sind.
Und jeder, der an einem Spiel wie Fußball beteiligt ist, wird Ihnen bestätigen, dass genau das, was
passiert ist, eben passieren kann! Das ist, was als Fußball betrachtet wird. Und so richtig verzichten
möchte man auf keinen einzigen Aspekt davon, da genau diese Dinge in ihrer Komplexität,
relativen Unvorhersehbarkeit und Gesamtheit, genau die gewünschte emotionale Achterbahnfahrt
und Spannung erschafft, die dieses Spiel für viele so interessant macht.
Passiert also wirklich jemals etwas in einem Fußballspiel, das nicht direkt mit dem Denken
jeglicher am Spiel beteiligter Wesen in Harmonie beziehungsweise im Einklang steht? Nein!
Wird also auch der Gegner auf den Platz gewünscht, von dem man erwartet, dass er sich den
eigenen Absichten in den Weg stellt und ist genau das, was erwünscht ist, um dieses selbst gewollte
»Problem« lösen oder besser gesagt besiegen zu können? Ja, so ist es!
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Also liegt hier eigentlich doch der Zustand von Allbestimmung vor! Nur wird dies verdrängt,
verschleiert und mit Absicht unbewusst gehalten, da sonst der Gegner kein wirklicher »Gegner«
mehr wäre, sondern ein Mitspieler! Bei sehr genauer Beobachtung dessen, was da geschieht, stellt
man also fest, dass Gegner keine Gegner und Feinde keine Feinde sind!
Scheinbar entgegengesetzte Kräfte, Individuen, Gruppen oder Absichten, sind also gar nicht
tatsächlich entgegengesetzt! Das wird man aber auch nur dann wahrnehmen können, wenn man sich
mit keiner Seite identifiziert oder Partei für sie ergreift, sondern unabhängig von Identität, Raum,
Zeit oder Geschehen, das Bewusstsein als »Impuls 8« einnehmen kann, wodurch man
selbstverständlich in der Lage ist, jegliche dieser Situationen starten, verändern, stoppen und
regulieren zu können!
Ebenso im Falle der Polizisten, die völlig abhängig davon sind, dass es noch Verbrecher gibt, weil
Sie sonst gar keine Daseinsberechtigung hätten und schon gar keine Steuergelder aufgewendet
werden müssten, sie zu bezahlen! Daher müssten Polizisten eigentlich jedem Kriminellen einen
gewissen Prozentsatz ihres Einkommens überweisen, da diese ja schließlich dafür sorgen, dass es
überhaupt ein Spiel Namens »Räuber und Gendarm« geben kann! Oder macht es die Polizei doch
ganz allein, indem sie ja sogar andere Kriminelle über Strohmänner zu Straftaten verleitet, um diese
dann auf frischer Tat zu verhaften? Die Frage ist doch hier: »Hätten diese Kriminellen überhaupt
ein Verbrechen begangen, wenn sie nicht von getarnten Polizisten zu einem Verbrechen angestiftet
worden wären?« Ist Anstiftung zu einer Straftat nicht auch für Polizisten ungesetzlich? Sagen Sie
mal, kann es sein, dass auch in diesem Bereich etwas ziemlich verkehrt läuft?
Oder trifft auch hier wieder nur die Aussage zu, dass jeder im Spiel »Räuber und Gendarm« in
voller Übereinstimmung mit dem anderen ist, also der Zustand »Allbestimmung« angezeigt und
damit die volle Ursacheposition eines jedes einzelnen am Spiel beteiligter Wesen bestätigt werden
kann? Die Antwort liegt doch auf der Hand, wenn Sie den Mumm haben, auf die Antwort zu
schauen!
Wissen Sie, dass ich mir sogar manchmal ein aus purer Fassungslosigkeit geborenes Lachen
verkneifen musste, wenn ich amerikanische Mütter sah, die in Fernsehinterviews um ihre im Krieg
gefallenen Söhne weinten? Sie waren doch noch so stolz, als ihre »Helden« in schicker Uniform
loszogen, um die bösen Iraker zu töten! Warum weinten sie also jetzt? So verdammt stolz waren sie
auf ihre gut gedrillten, potentiellen Killer »fremder« irakischer Väter, Mütter, Töchter und Söhne.
Als diese Iraker aber nicht sagten: »Oh, Ihr seid Amerikaner und darum werden wir uns natürlich
nicht wehren, wenn Ihr in unser Land einmarschiert, um uns – gegen unseren eigenen Willen –
verjagen oder erschießen zu wollen!“ waren sie doch tatsächlich überrascht?!
Ich fasse es nicht! Was dachten diese amerikanischen Mütter und Väter denn, was ein Krieg ist, in
den sie ihre Kinder ziehen ließen? Eine nette Samstagabend-Gameshow, in der es keine Toten
geben wird? Wer mit der Absicht loszieht zu töten, sollte sich nicht wundern, wenn er selbst getötet
wird! Wer seine Kinder für einen feigen Irren an die Front schickt, sollte sich darüber bewusst sein,
dass der »Feind« aus Notwehr auch auf ihre Kinder schießen wird, die mit Waffen in fremde
Länder eindringen! Sie haben ihre Kinder völlig bewusst in den möglichen Tod geschickt – es
wurde nur verdrängt! Und darum weinen sie! Weil sie genau wissen, wer für den Tod ihrer Kinder
wirklich verantwortlich ist: Sie selbst und natürlich die Kinder, die auch Buddhisten hätten werden
können, um dann später – aufgrund ihrer eigenen Überzeugung – den Dienst an der Waffe zu
verweigern!
Vielleicht – und aus meiner Sicht sogar ganz sicher – bin ich auch selbst dafür verantwortlich. Denn
hätte ich mich nur ein bisschen mehr beeilt und meine Zeit nicht mit unwichtigen Dingen wie
Musikproduktionen, Filmdrehs oder irgendwelchen Frauengeschichten vertrödelt, wäre dieses Buch
schon viel früher fertig gestellt worden, wodurch möglicherweise ein schnelles Ansteigen des
Bewusstseins in der gesamten Bevölkerung dazu geführt hätte, dass kaum jemand noch einem Krieg
zugestimmt hätte – möglicherweise! Denn auch bei einem blutigen Krieg ist Allbestimmung im
Spiel – wenn auch ebenso unbewusst – wie im Beispiel des Fußballs oder des Spiels »Räuber und
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Gendarm«. Jeder hat alle Karten in der Hand und verursacht, durch die Macht seiner eigenen
Gedanken, daran beteiligt oder unbeteiligt zu sein, dieses Kriegsspiel zu spielen oder nicht zu
spielen; gefoult zu werden oder nicht gefoult zu werden, getötet zu werden oder zu töten. Vielleicht
ist es auf den ersten Blick nicht so offensichtlich, doch gibt es keinen Zweifel mehr, wenn man aus
Sicht des »Impulses 8« darauf schaut, den auch Sie jederzeit einnehmen könnten. Bei den oben
genannten Beispielen konnten Sie es doch auch. Jedoch war da natürlich keine so enorm große
Verantwortung zu übernehmen, wie im Falle eines Krieges. Doch in Wirklichkeit gibt es zwischen
diesen Dingen keinen großen Unterschied, da die gemeinsamen Nenner dieselben sind.
Selbst für mich gab es noch eine Kluft zu überwinden, die zwischen dem reinen Wissen über die
eigene Verantwortung und Fähigkeit und der Umsetzung bzw. Anwendung des Wissens lag. Diese
Kluft habe ich mit dem Schreiben dieses Buches überwunden.
Ob es aber dazu gekommen wäre, einen oder gar beide Bush-Kriege durch solch ein Buch zu
verhindern, ist reine Spekulation. Aber leider habe ich – im Gegensatz zu Ihnen – nicht die
Ausrede, dass ich bisher nicht gewusst hätte, die Fähigkeit zu besitzen, wirklich etwas ändern zu
können. Aber auch Sie haben diese Ausrede ab heute nicht mehr! Wenn Allbestimmung und seine
Bedeutung nämlich erst einmal in Schulen gelehrt würde, hätten wir innerhalb einer einzigen
Generation, die Basis für eine neue Zivilisation erschaffen, die in frischem Glanze, in Einigkeit,
Recht und Freiheit erblühen könnte.
Und daher denke ich gerade: Wenn wir es geschafft haben und diese Welt wirklich keine weiteren
Kriege mehr erleben wird, weil jedes GW sich selbst, als höchstes Wesen, als »Impuls 8«,
rehabilitiert hat, was wird Ihre Antwort auf die Frage sein: »Haben auch Sie dabei geholfen?«
Allbestimmung geht also sehr weit über den Bereich der reinen Selbstbestimmung hinaus. Sie
beinhaltet das Bewusstsein darüber, nicht nur im eigenen Universum (U1) das zu verursachen, was
man selbst, als seine sieben Daseins-Impulse erlebt, sondern sogar das, was ein jedes andere Wesen
in seinem Universum (U2) erlebt! Einen Schritt weiter gedacht, sieht man die weitere logische
Konsequenz davon, welche erkennen lässt, dass sogar das gemeinsam wahrgenommene
physikalische Universum (U3) exakt dem entspricht, was im Denken des geistigen Wesens, welches
es wahrnimmt, vorhanden ist. Damit möchte ich einmal die so oft gehörte Weisheit als richtig
bestätigen, welche besagt: »Die äußere Welt ist nur der Spiegel Ihrer Seele« – wobei Sie aber keine
Seele »haben«, sondern die Seele »sind«!
Und diese Aussagen treffen auch auf Fußballer und – was vielleicht die Wenigsten vermutet hätten
– ebenso auf Polizisten, Kriminelle; selbst Psychologen sowie – es kommt mir wirklich schwer über
die Finger –, George W. Bush zu. Denn: »Vor Gott sind alle gleich.«
Wenn Sie z.B. in einem Kinosaal sitzen und herzzerreißend schluchzen, weil die soeben gesehene
Szene Sie zu Tränen gerührt hat, ist dann wirklich der Film, der Regisseur, Schauspieler oder eine
vielleicht gewaltige Filmmusik die Ursache für Ihren emotionalen Zustand? Oder sind es doch Sie
selbst, da Sie – um genau das zu erleben – sogar extra dafür an der Kasse bezahlt haben? Ist es nicht
bereits vorher Teil Ihres Denkens gewesen, dass es Filmemacher gibt, die Filme schaffen, welche
Ihnen unbekannt sind? Ist nicht auch Teil Ihres Denkens, dass es eine Filmindustrie gibt,
Drehbuchautoren, nette oder weniger nette Damen an Kinokassen – oder vielleicht sogar
unangenehm ausdünstende, verschwitzte Sesselnachbarn, an denen die Werbefilmchen für Seife
und Duschgel einfach wie ein biblischer Kelch vorüber gezogen sind?
Als Sie das Ticket besorgten, war es nicht von Ihnen so gewollt, dass der Film für den Sie
bezahlten, Ihre eigene Gefühlswelt beeinflussen und kontrollieren soll? Natürlich war es so gewollt,
denn wer würde sonst ein Kino besuchen, wenn keine erlebbare Wirkung dabei herauskäme, die das
Leben doch erst zum dem macht, was es ist: Ein Wechselspiel von Verursachungen und Wirkungen,
die wiederum von »anderen« verursacht werden, die Sie aber in Wirklichkeit selbst sind.
Aber wer denkt schon darüber nach, wer in so einem Falle was verursacht? Die Wahrheit ist: Sie
selbst erschaffen unbekannte Filme, unbekannte Regisseure, unbekannte Situationen, die in Ihnen,
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zu einer unbekannten Zeit, an einem unbekannten Ort, unbekannte Emotionen verursachen können.
Überprüfen Sie Ihr eigenes Denken und Sie werden es mir bestätigen, wenn Sie ehrlich zu sich
selbst sind und nicht der enormen, dann spürbaren Verantwortung ausweichen wollen, die sich
dadurch, in mörderischem Tempo, in Ihr Bewusstsein schiebt.
Ebenso findet jeder Hobby- oder Profifußballer der Welt unbekannte Endergebnisse, unbekannte
Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, unbekannte Aktionen des Gegners, unbekannte
Handlungen seiner Mitspieler oder unvorhergesehene Reaktionen der Zuschauer usw. in seinem
eigenen Universum, wenn er es einmal nach solchen Konzepten und möglichen Zukunfts-Szenarien
untersucht.
Und genau das ist es, was Allbestimmung bedeutet! Dies ist die Erklärung dafür, warum es in der
Definition heißt, man könne sogar die Betrachtungen und das Denken mehrerer Identitäten
regulieren, starten, verändern oder stoppen, auch wenn sie einander entgegengesetzt seien. Weil
selbst das zukünftige Verhalten und Denken anderer Wesen, anderer vollständiger Universen (U2),
in Ihrem eigenen Denken bereits vorhanden ist – und zwar genau jetzt! Es schlummert nur in einer
Ecke der Unendlichkeit, ohne bisher von Ihnen geweckt worden zu sein.
Das ist der Grund, warum Allbestimmung möglich ist, wenn man das Bewusstsein darüber in sich
selbst rehabilitiert hat. Zunächst ist es daher erforderlich, herauszufinden, wie genau man durch sein
Denken all das verursacht, was man selbst erlebt. Wenn das erreicht ist, ein Wesen also die volle
Selbstbestimmung und Ursacheposition im Hinblick seines eigenen Universums (U1) ohne Zweifel
oder Einschränkungen erkannt hat, kann man damit beginnen, dieses Bewusstsein wiederum
auszuweiten.
Wenn also alle Aspekte dessen angeschaut wurden, was genau Sie durch welches exakte Denken
verursachen, dann sind Sie bereit für den nächsten Schritt, der aber ein schon unendliches
Bewusstsein als »Impuls 8« voraussetzt. Denn dann schauen wir uns einmal an, was Sie durch alle
anderen Wesen verursachen lassen, zu dem Sie hinterher, aber nur dem Anschein nach – wie im
Falle des Kinofilms – in einer Wirkungs- oder Empfängerposition stehen, welche man auch als die,
von verantwortungslosen Menschen so geliebte, »Opferposition« bezeichnen könnte. Das ist ein
unendlich großer Bereich von Wirkungen, die Sie – über andere – für sich selbst, und somit auch
für wieder andere, erlebbar machen.
Ist das eine Bewussteins-Reise, die nach Abenteuer und Spannung riecht? Was meinen Sie? Ich
kann Ihnen nur eines sagen: Ich habe diese Reise geliebt. Ich habe sie deswegen geliebt, weil sie
eine Reise ist, die einen nach Hause bringt – heim nach Eden.
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Macht und Einfachheit
Die Frage nach den Eigenschaften, die man besitzen muss, um eine wirklich mächtige Person oder
ein machtvolles Wesen zu sein, kann man am einfachsten beantworten, wenn man sich einmal
anschaut, was der gemeinsame Nenner solcher bekanntermaßen machtvollen Persönlichkeiten ist.
Es gibt nämlich eine bestimmte Sache, die allen anderen Charaktermerkmalen übergeordnet, also
überlegen ist. Dieser entscheidende Faktor, welcher zwischen Macht und Schwäche steht und damit
die Waage entweder zu der einen oder anderen Seite neigt ist:
»Die Fähigkeit, eine Position im Raum zu halten.«
Niemand wird jemals seine Ziele erreichen können, wenn er nicht in der Lage ist, auch enormem
Druck standzuhalten, ohne gleich davonzulaufen. Politiker, die nach aufgedeckten Fehlern oder
einem persönlichen Fehlverhalten davon sprechen, durch ihren Rücktritt »die Konsequenzen« zu
ziehen, sind nichts weiter als memmenhafte Witzfiguren, die nicht genügend Rückrat besitzen, um
für die tatsächlichen – durch ihre Fehler verursachten – Konsequenzen, die volle Verantwortung zu
übernehmen.
Sie haben ganz bestimmt schon folgende Aussage gehört: »Er steht da, wie ein Fels in der
Brandung.« Genau das ist es, da Macht sehr viel mit Raum zu tun hat, den man – einmal
eingenommen – nicht wieder aufgibt oder verlässt. Dabei ist es völlig egal, was alles auf einen
niederprasselt, was auf einen einströmt oder mit welcher Wucht man getroffen wird, um dazu
bewegt zu werden, diese Position aufzugeben. Bevor Sie daher beginnen, ein großes Ziel
anzustreben oder irgendetwas von wirklicher Größenordnung zu tun, seien Sie sich darüber im
Klaren, dass Sie dafür die Fähigkeit besitzen müssen, eine Position im Raum zu halten.
Japanische Sumoringer demonstrieren sehr exakt die Definition von Macht, die ich Ihnen gab, denn
beim Sumo verliert ein Kämpfer dann, wenn er von seinem Gegner in eine Position außerhalb des
Kampkreises befördert wird oder seinen festen Stand verliert – also entweder zu Boden geht oder
aber eine Hand zu Hilfe nehmen muss, um nicht zu stürzen.
Aber auch in allen anderen populären Sportarten, die auf der Welt Verbreitung gefunden haben, gibt
es unendliche viele Variationen von Regeln, welche über Sieg oder Niederlage bestimmen, die in
irgendeiner Form mit Raum, Raumgewinn oder der Kontrolle von Raum zu tun haben. Wer z.B.
beim Autorennen nicht oft genug die Position vor allen anderen einnehmen und auch bis ins Ziel
halten kann, wird wohl kaum damit rechnen können, am Ende der Saison den Siegerkranz um den
Hals gelegt zu bekommen – und die meist magersüchtigen Damen neben dem Siegerpodest, denen
ich ja am liebsten regelmäßig eine nahrhafte Suppe reichen würde, damit diese, irgendwann einmal,
wenigstens andeutungsweise weibliche Rundungen bekommen, wird man als Rennfahrer auch
selten küssen dürfen bzw. müssen.
Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen Sportler handelt, der von Gegnern bedrängt wird, einen
Arbeitnehmer, den die netten Kollegen täglich mobben oder ob es einen Geschäftsinhaber betrifft,
der von irgendwie übertrieben grinsenden Mafiamitgliedern eindringlich gebeten wird, sein
Geschäft doch an anderer Stelle neu zu eröffnen, wenn er nicht bald die geforderten
Schutzgebühren zahlt. In jedem dieser Fälle wird nur derjenige seine Vorstellungen und Pläne
weiterhin umsetzen können, der die Fähigkeit besitzt, seine Position im Raum zu halten. Ob dieser
Raum ein spezieller Arbeitsbereich ist, der Ort, an dem jemand die Geschäftsräume für sein
Unternehmen gemietet hat oder ob es der Raum ist, den der Ring im Beispiel des Sumokampfes
abgrenzte, ist hier nicht von Bedeutung.
Nun mögen Sie sich fragen: »Wie soll man als Mensch eine Position im Raum halten können, wo
der Geist zwar recht willig, aber das Fleisch so schwach ist? Wie sollte man sein Unternehmen in
Ruhe weiterführen können, wenn die Beulen in den Jacken der argumentierenden Mafiakameraden
deutlich erkennen lassen, dass diese von Schusswaffen verursacht werden?«
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Wie? Indem Sie jetzt damit aufhören, als ein machtloser, schwacher Mensch wahrzunehmen und zu
denken!
Ihr Körper kann fast gar nichts ertragen, ohne zu sterben und dann logischerweise auch seine
Position im Raum aufzugeben. Menschen weichen fast bei jeder Kleinigkeit aus und geben ihren
eingenommen Raum auf. Ein bisschen Kritik, etwas Verleumdung, eine kleine Prise
Gewaltandrohung und schon nehmen sie Reißaus – lassen Freunde, Frau und Kinder im Stich, um
ihre eigene Haut zu retten. Ein psychotischer Landesführer redet von nuklearen Angriffen und alles
schlottert vor Angst. Angst? Vor was denn? Sie machen sich wirklich wegen einiger kleiner
»Atombömbchen« in die Hosen, mit denen ein schwacher, sterblicher und sicher ziemlich kranker
Mensch ohne jedes höhere Bewusstsein, denkt, einem wahrhaft mächtigen und unsterblichen
geistigen Wesen drohen zu können?
Fangen Sie an zu lachen! Hören Sie endlich auf, sich mit dem Körper zu identifizieren und haben
Sie richtig Spaß, wenn Sie so einen Kindskopf in Zukunft reden hören. Sie hören da jemanden
reden, der nicht weiß, wie einfach es schon für ein paar wenige, bewusste, geistige Wesen ist, die
gemeinsame Realität über eine Art Rutsche – bestehend aus geistiger Materie – zu erschaffen,
welche ihm die eigenen Sprengköpfe wieder zurück schleudert! Oder man lässt die Rutsche ganz
weg und entscheidet gemeinsam, dass diese Sprengköpfe alle nicht explodieren – je nachdem,
welche Kreation diese Wesen als »amüsanter« betrachten. Es mag für Sie verständlicherweise noch
unglaubwürdig erscheinen so etwas bewirken zu können, doch bedenken Sie, dass es bisher auch
noch keine Gesellschaft gegeben hat, die völlig bewusste und als Impuls 8 rehabilitierte Wesen in
ihren Reihen hatte. Kein solches Wesen hätte jemals destruktive oder zerstörerische Absichten, da
es dafür sein Bewusstsein einschränken müsste und damit seine Macht mit sofortiger Wirkung
verlieren würde, aber Sie können mir glauben, dass ein solches Wesen eine Menge Vergnügen
dabei empfindet, destruktive Absichten noch bewusstloser Wesen – aus seinem Allbestimmungs-
Gesichtspunkt heraus – in Nichts zu verwandeln. Die »Zauberformel«, die ein geistiges Wesen dazu
befähigt lautet: »Null-Wahrnehmung«.
Dieses neue Wort – Null-Wahrnehmung – steht für reines Wahrnehmen ohne irgendwelche
Zusätze. Es steht aber nicht für das Wahrnehmen von einem menschlichen, körperlichen
Gesichtspunkt aus, sondern es steht für das Wahrnehmen aus der Sicht des GW!
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Betrachtung oder Denkschema
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Phantasie als Quelle neuer Realitäten
Es kann sein, dass
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Wieder belebte Unendlichkeit
Wenn auch die meisten
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Nachwort
Immer wieder mal