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Abgrund
Ich stehe am Abgrund
mich umweht ein eisiger Wind
über mir ein heller Himmel
an dem schwarze Sterne stehen
und ich steh' am Ende des Regenbogens
betrachte ihn stumm
er ist schwarz
schwarz wie die Nacht
Verlorene Träume
Verkehrte Welt
in der Wüste fällt Schnee
und Eisberge schmelzen
ein neuer Tag bricht an
genau wie gestern
und dem Tag davor
leuchtet eine schwarze Sonne
am purpurnen Himmel
der Himmel brennt
und ich stehe am Abgrund
am Abgrund der Welt
schaue hinunter
schwarz
kalt
tot
bin traurig
abgestorben
haltlos
traue mich nichts
ich stehe am Ende des Weges
ein schwarzer Regenbogen über mir
bin mutlos
feige
traue mich nichts
ich stehe am Abgrund
schaue hinab
springe
falle
bodenlos
ein Schrei
schrill
laut
und
wild
ich habe mich
doch getraut
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