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Staatsfeinde 


18.04.2007                                                                                         
                                        
Geheimnummer für Krautsalat

Nr. 1 und Nr. 2 sind in den letzten Tagen zu der Erkenntnis gelangt, dass eine frühe Bettruhe zumindest nicht schädlich sein kann.
 
Nr. 3 dagegen ist noch nicht wirklich überzeugt und irrt hartnäckig nach der mit unbekanntem Ziel verreisten paulenäsischen Bevölkerung suchend über die verödete Inselgruppe.
 
So sieht man ihn hier auf eine vermeintlich gesichtete Hühnerschar Schüsse ins Blaue abfeuern, da Raumdurchsuchungen vornehmen und dort gegen eine verschlossene Tür anrennen, hinter der er das Versteck der paulenäsischen Damenwelt vermutet. Überall das gleiche: NICHTS!
 
Nun sollte ihn wenigstens der Kauf einer vollen Palette des geliebten Krautsalats etwas aufheitern. Durch den Laden seines Providers schlendernd, führte der Weg vorbei an den Tetrapacks mit Wein. Mitleidig betrachtete er den lieblos aufgeschichteten Stapel und beschloss, so viele wie möglich aus ihrer trostlosen Situation zu retten und mit nach Hause zu nehmen.
 
Von seiner guten Tat noch ganz beseelt, reihte er sich in die Kassenschlange ein. Hier stellte er bald fest, dass Gutmütigkeit ihren Preis hat: Nr. 3 musste seine ec-Karte zücken.
 
Nachdem er seine Geheimnummer eingeben sollte, beschied er der Kassiererin – ganz der distinguierte Herr aus intellektuellen, vornehmen Verhältnissen – dass er diktiere, sie möge bitte mal eingeben. Auf ihren entsetzten Einwand, das könne er doch nicht machen, es wäre schließlich eine GEHEIMnummer, wurde er renitent und verkündete lautstark: „Allet feige Säue hier, ick hab nix zu verbergen, wa, ick kann allet sagen, du blöde Spackenfotze, ick trau mir sogar uffe cam, wa, -  und du?“

Die Kassiererin schielte hilfesuchend nach dem Marktleiter, währenddessen Nr. 3 den hinter ihm stehenden murrenden Kunden anbrüllte: "Schnauze, du Legastheniker, ick hab hier die Macht, ick bong dir sonst uff Null, wa!"

Nachdem der so angefahrene Kunde eilig die Kasse gewechselt hatte, wandte sich Nr. 3 wieder pöbelnd der hilflosen Kassierin zu:"Du kannst wohl nur 5,2 MB ab, du Fotze. Nicht mal ne blöde Nummer kannst du eintippen, du Chatschlampe. Lass dir von deiner Bananasau helfen!"
 
Im Supermarkt herrschte Totenstille, die noch anwesenden Kunden duckten sich hinter die Kühltruhen, versteckten sich zwischen den Regalen mit den Hygieneartikeln. Lähmende Angst breitete sich aus, während Nr.3 brüllte „ versucht ruhig euch zu verpissen, ich finde euch Dreckschweine überall und schieße euch euren dreckigen Arsch weg!"

In diesem Moment fuhr die Polizei mit heulenden Sirenen vor – schwer bewaffnete Polizisten sprangen aus den Autos und umstellten den Markt.
 
Nr. 3 verstand die ganze Aufregung nicht – ging es doch schließlich nur um Offenheit, Aufrichtigkeit und böse Versteckerlis. Aber für weitschweifige Begründungen war keine Zeit und keine Gelegenheit, die Handschellen klickten.

Die entsetzten Kunden hörten nur noch, wie Nr. 3 die Beamten anschrie, während sie ihn in das Polizeiauto verfrachteten: „Ihr seid allet Spacken, jawoll, allet Spacken seid ihr, ick hol mia ne neue IP und dann komm ick mit der Army of Evil und dann jeht die Fotzenjagd richtig los“……..



.... wir arbeiten dran ...

05.04.2007

Der fortwährende Dauerbeschuss zwang unsere Reporterinnen, sich in einem aus exotischen Hölzern gefertigten Unterstand zu verschanzen. Nachdem sie sich dort häuslich eingerichtet haben, ist es nun endlich wieder möglich, über die Lage aus dem Kriegsgebiet zu berichten:


Teil II,  Teil I unter Datum 02.04.2007
Staatsfeinde schießen scharf  

Wie sie in Erfahrung bringen konnten, hatte Nr. 2 auf Anraten des Möchtegern-Arztes ein umfangreiches Waffenarsenal angeschafft und Nr. 1 und 3 in der Anwendung dieser – von der übrigen Welt geächteten Waffen – geschult. Nr.1 hielt zusätzlich noch Vorträge über Verhandlungsstrategie, das Leben an sich und die Schädlichkeit von Nebenabreden, denen besonders Nr.3 brav lauschen musste.
 
Der Krieg begann. Blind vor Wut schossen sie auf alles, was sich bewegt. Nr. 2 legte noch zusätzlich 2044er Tretminen aus und wurde für diesen Einsatz frenetisch von seinen Pappkameraden gefeiert. Die Luft wurde bleischwer von dem Gestank der Munition. Die Paulenäsier flüchteten sich auf die Nebeninseln, wurden aber gnadenlos verfolgt.
 
Die Erkenntnis, dass die 3 sich die eigene Lebensgrundlage wegbombten, dämmerte dunkel zuerst Nr. 3. Er deutete leise - kaum vernehmlich - Verhandlungsbereitschaft an.

Inzwischen hatte aber, unbemerkt von dem Trio, „Dr. Psycho“ den Paulenäsiern die Bauanleitung wehrhafter Unterstände zugespielt, so dass die abgefeuerte Munition ihr Ziel verfehlte.

Ratlosigkeit machte sich breit…


Teil III, Teil I unter Datum 02.04.2007
Staatsfeinde wandern aus

Die Paulenäsier nahmen ihr gewohntes Leben wieder auf, während die 3 krampfhaft nach Asyl in Nachbarstaaten Ausschau hielten. Vorsorglich beschafften sie sich eine neue Identität, warfen sich ihre selbstgestrickten Mäntel der Nächstenliebe über und machten sich auf die Reise zu neuen Ufern.
 
Im Dunkel der Nacht landeten sie an der nebelverhangenen Küste einer kleinen Insel.
Die Bewohner sassen noch im Lendenschurz am Lagerfeuer und begrüssten die Neuankömmlinge skeptisch, aber freundlich. Die mitgebrachten Gastgeschenke – Yahelite und eine Voicebügelanleitung – wurden kritisch beäugt. Bewundert wurden allerdings die neuen Beisserchen vom Scheisserchen, wie Nr. 3 liebevoll genannt wurde. Zögerlich rückten die Insulaner zusammen und machten den ungebetenen Gästen Platz am Feuer.
 
Ein locker flauschiges Plauderstündchen folgte – der Holzwurm drehte sich im Sandsturm und Nr. 3 fletschte seine strahlend weissen Beisserchen. Nr. 2 war unterdessen schon irrtümlich von den Umweltschützern ins Meer zurückgeschleppt worden, die ihn lauthals schnarchend am Strand aufgefunden hatten.

Offensichtlich wurde er auch nicht vermisst in dieser friedvollen Nacht, denn alte Bekanntschaften wurden aufgewärmt, gähnende Langeweile diktierte das Geplapper - alles könnte so schön sein -  hätte sie nicht das Heimweh nach Paulenäsien gepackt. Sie liessen ihre Mäntel zurück , drohten einen baldigen weiteren Besuch an, streiften sich ihre Kickschuhe über und machten sich hastig auf den Heimweg. 

02.04.2007

Teil I
Staatsfeinde rüsten auf 

Wie unsere Kriegsreporterinnen berichten, sind die jüngsten kriegerischen Aktionen der Staatsfeinde Paulenäsiens offensichtlich die Folgen einer von Nr. 1 zu wörtlich genommenen Empfehlung:
Nr. 3 hatte ihr kürzlich geraten, sie solle besser versuchen „sich an anderer Stelle zu profilieren, anstatt ausgerechnet gegen ihn einen Krieg anzufangen“. 

Nachdem die vorgeschlagene Ballett- oder Sangeskarriere aus Talent- und Altersgründen nicht in Frage kam, entschied sich Nr. 1 für die Politik. Dies offensichtlich ganz nach dem Vorbild der „Eisernen Lady“ Margret Thatcher und der unter ihrer Führung gelaufenen Eroberung der Falkland- Inseln.

Nr. 1 träumte folgerichtig von der Einnahme der paulenäsischen Inseln  – möglichst im Handstreich! In tage- und vor allem nächtelangen konspirativen Voice- Konferenzen mit Nr. 2 und Nr. 3 wurde so lange geplant, an schon fast glühenden Rechnern gegoogelt, jede Menge Waffen und Munition beschafft, bis die 3 sicher waren, eine Militäraktion ersten Ranges ausgetüftelt zu haben. Der Terror-Angriff konnte gewagt werden. 

Nach letzten Unterweisungen in psychologischer Kriegsführung und Foltermethoden durch Dr. Psycho war es dann so weit: unter Einsatzleitung von Nr. 2 überrannten noch vor Morgengrauen die ersten Landungstruppen der zzz_destroyer völlig überraschend die paulenäsische Inselgruppe.  

„ Nun kickta blöde aus der Wäsche, wa? Merkt euch ein für allemal: wir sind wieder wer, wir sind endlich wieder Täter“ freute sich Nr. 3 nach erfolgreicher Mission und ergänzte hastig mit Blick auf seine Kommandeuse: „ Nr. 1 sah echt klasse aus in ihrem Tarnanzug! Und auch die Haare hatte sie schön als sie mit dem Fallschirm einschwebte.“

Nr. 1 war nach einem Tandemsprung mit Nr. 2 eine (p)flaumenweiche Landung geglückt - sie landete obenauf. Nr. 2 dagegen konnte unter ihr nur eine Bauchlandung hinlegen, was ihm allerdings schon oft passiert war und ihn nicht weiter störte. 

Da Nr. 3 häufig desorientiert wirkte und schon mehr als einmal ein Ziel verfehlt hatte, war er vorsorglich  mit dem Hubschrauber eingeflogen worden und wurde gleich von 4 Mann der Spezialeinheit „Winzerkönig“ in Empfang genommen. Nr. 1 hatte strikte Anweisung gegeben, ihn nicht aus den Augen zu lassen. Zu groß war die Gefahr, dass er versehentlich überlaufen würde.  

Später gab er mit vor Aufregung geröteten Wangen mehreren Fernsehsendern Interviews. Seinen mit Stahlhelm geschützten Kopf in die laufenden Kameras haltend, berichtete er stolz wieder und wieder, wie er für seine Chefin wichtiges Terrain erobern konnte: bei der Einnahme des öffentlichen Klohäuschens habe er eine Schimpfkanonade nach der anderen abgefeuert und nach gezielten Verbal-Attacken schließlich das Klohäuschen im Alleingang besetzt. Er habe sich verschanzt und erfolgreich die Stellung gehalten, bis Nr. 1 und Nr. 2 eingetroffen seien. 

Die Ankunft von Nr. 2 war selbst hinter verschlossenen Türen nicht zu überhören. Eingeleitet durch einen aus tiefsten Tiefen zutage geförderten Rülpser, gab er anschließend sehr einfühlsam auf die Örtlichkeiten abgestimmt lautstark Parolen von sich. Danach kündigte er an, dass er gleich mal eine 1022 Gramm schwere Granate abwerfen werde.  Nr. 3 schilderte tief beeindruckt, wie dann eine gewaltige Detonationswelle folgte, an die sich offenbar ein Einsatz chemischer Waffen anschloss. Es habe jedenfalls sehr nach Faulgasen gerochen.

Nr. 1 sah wohl deshalb von einem Sturm auf die Örtlichkeiten und Abwurf ihrer eigenen Kriegswaffen ab. Es wollte eh keiner ihrer beiden Terrorbrüder den Kopf dafür hinhalten…..

Hier brach leider die Verbindung zu unseren Kriegsreporterinnen ab. Wir melden uns wieder, sobald uns neue Erkenntnisse vorliegen.

Staatsfeindin Nr. 1 

  <<< raucht nur im Freien,  hat die Haare schön und ist ohne Zweifel die hübscheste, bestangezogenste,  intelligenteste und couragierteste der 3 größten Staatsfeinde.

hier ihr Fluchtfahrzeug: das Pippi-Mobil >>>      

 

Staatsfeind Nr. 2

Da unser Staatsfeind Nr.2 zum einkommensschwachen Teil der Bevölkerung
gehört, wurde auf Initiative eines anonym bleibenden bekannten
Millionärs ein Spendenkonto zur Anschaffung zarter, duftig fallender
schwedischer Gardinen eingerichtet. 

          

Staatsfeind Nr. 3

Der Staatsfeind Nr. 3 stammt nach eigenen nicht nachprüfbaren  Angaben aus sehr gut situierten intellektuellen Verhältnissen.

Ergänzend sei hinzugefügt, dass unser Staatsfeind Nr.3 ein Gourmet der gehobenen 5*-Kochkunst ist. Food ist also gleichzusetzen mit Wildbret, Sauerbraten und  Krautsalat.