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Geschichte 

23.04.2007

Paulenäsien - unberührt vom Wandel des Fortschritts

Der Vater des modernen Paulenäsien, ganz familiär „Babba“ genannt, führte das heutige Staatswesen ein. Nach ihm sind Strassen, Brücken, Gebirge, Flüsse und sogar eine ansteckende Krankheit – die Bananenstaupe - benannt. Paulenäsien erlebte eine kurze kulturelle Blütezeit. Die Dauer dieser Periode geben manche  Historiker mit 1 bis 2 Tagen an.

In seiner Regierungsszeit gelang es ihm trotz aller Bemühungen nicht, die widerstreitenden Gruppen zu einigen, obwohl er die Einheitspartei der Despoten, Tyrannen und Diktatoren – kurz DTD –  gründete.

Es ist nicht überliefert, ob er noch unter den Lebenden weilt. Im Volksmund wird ängstlich hinter vorgehaltener Hand vorm zahnlosen Mund gemurmelt, er sei gekickt und würde den Rest seiner Tage in den Armen einer Sufragette verbringen müssen. 

Eine andere Überlieferung besagt, dass „Babba“ seinen 2-jährigen Auslandsaufenthalt dazu benutzt haben soll, einen angesehenen Stimm – und Dialektverzerrer zu konsultieren und nach erfolgreicher Behandlung in die Identität des „Babba Paule" geschlüpft ist und den Personenkult eifrig weiter betreibt. Im Volksmund ist er als verschwommener Visionär verschrieen.

Er führte das Clonen ein und verbot den Paulenäsiern per Dekret, der Exekutivliga beizutreten.
Ein neuer öffentlicher Gruß wurde eingeführt:  die Bürger haben sich zu verbeugen und dabei die Absätze vernehmlich aneinanderzuknallen.

Der Gast hat stets bei Besuchen die Schuhe auszuziehen und sie griffbereit in der Hand zu behalten, um nötigenfalls damit zuschlagen zu können, falls der  Gastgebers ungewöhnlich freundliche Töne anschlägt. Gastgeschenke sind immer mitzubringen. Besonders freut sich der Paulenäsier über Zigaretten, Tetrapacks gefüllt mit Hochprozentigem sowie illegale Feuerwaffen für den Nachwuchs.

Es wird sich nur durch lautstarkes Gebrüll und wilde Beschimpfungen verständigt. Bei der Anwesenheit des Landesvaters, die man nie ganz ausschließen kann, ist die Stimme abzusenken und eine ehrerbietige Haltung, möglichst gebückt, einzunehmen.
 
Die Paulenäsier handeln seit Menschengedenken nach dem Spruch, den ihre Ahnen in den Wipfeln des Affenbrotbaumes beschwörerisch in den glutroten Himmel murmelten:
„ Lieber ein Feind unter der Schwelle als ein Freund durch die Tür“
 
Da der gütige Landesvater den Paulenäsiern per Gesetz sportliche Aktivitäten untersagt hat, wird das Stadion, welches einst der „große“ Babba für Kulttänze und Anbetungsrituale errichten ließ, heute nur noch für Aufmärsche der  Forza Spacko und hinreißende Heimatabende mit Kettensägenwettsägen genutzt. Die Veranstaltungen sind ein MUSS für jeden Touristen. 
  Fortsetzung folgt…………        

 

15.03.2007

Paulenaesien ist seit Beginn des neuen Jahrtausends ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land. 
 
Die Bürgerkriegsjahre sind geprägt von Grabenkämpfen, gebrochenen Waffenstillstandsverträgen, Heimtücke und Grausamkeit.

Sämtliche Friedensverhandlungen galten nur für den Augenblick der Verhandlungen. 

Die intellektuelle Elite verließ bis auf wenige Hoffnungsträger die Republik.

Es regiert das Chaos und der Plebs. Alle Vernunft wird torpediert durch asoziales Verhalten.  

wird fortgesetzt ...