Edukation/Bildung
Der gemeine Paulaner ist Bildungsangeboten, welche außerhalb der Weiten des Internets liegen, unaufgeschlossen bis unzugänglich!
21.03.2007
Interview mit dem Hooliganismus- Lehr(Leer)beauftragtenAuch in unserer Bananenrepublik Paulenaesien gestaltet sich die Jobsuche nicht immer ganz einfach. Dem ein oder anderen Hartz IV' ler ist es allerdings gelungen, eine Nische zu finden und es sieht so aus, als würden sie in ihrer selbst gefundenen Tätigkeit völlig aufgehen.Dies trifft sicher auf unseren Staatsfeind No. 2 zu, der nun schon etliche Jahre seiner steilen Karriere als selbsternannter Leerbeauftragter für digitalen Hooliganismus auf dem Buckel hat.Uns war es vergönnt, ihm während seines Einsatzes über die Schulter zu schauen und es gelang uns, ihm einige aufschlussreiche Kommentare zu entlocken.Kaum eingetroffen, hören wir schon sein berühmtes Kommando "Los, kotzen!"Unsere befremdeten Blicke registrierend, gibt er uns daraufhin überaus gefällig Einblicke in seine Arbeitsphilosophie:"Digitale Kotzerei ist doch was die Leute hier sehen wollen, was sie selbst gerne praktizieren würden. Aber viele wissen einfach nicht genau wie das geht, sind im entscheidenden Moment zu gehemmt, das Schwein raus zu lassen. Ihnen beizubringen, ja, vorzuleben, wie man's macht, dafür bin ich da" sagt er uns.Dem umtriebigen 240 kg Mann steht die Leidenschaft zu seinem Beruf ins Gesicht geschrieben. "Digitaler Hooliganismus ist zweifelsohne eine gute Sache: womit sonst kann man Emotionen so herauskitzeln, wo sonst kann man sich so leidenschaftlich einbringen und damit anderen und sich selbst unglaublich viel Übelkeit bereiten?!""Bevor ich die Sache in die Hand nahm sah es hier trübe aus" berichtet Nr. 2 weiter " ödes Lieb-Gequatsche der Flachbrains, null Esprit, Langeweile wohin man schaute! Jetzt sorge ich als ausgekochter Profi-Hooligan dafür, dass auch der Untalentierteste zu seinem Erfolgserlebnis kommt. Meine ausgefeilten Methoden bringen garantiert jeden dazu, irgendwann einmal zu erbrechen.“Bescheiden lässt er dabei die zahllosen Höhepunkte seiner glanzvollen Hooligan-Karriere unerwähnt. Unerreicht seine Parade-Attacken gegen Einzelpersonen oder auch im Alleingang gegen alle. Man kann es so sagen: er ist DIE asozial- ferkelige lebende Hooligan- Legende schlechthin!Welch ein Idealismus muss in einem solchen Mann stecken, der selbstlos anderen vormacht, wie man fachgerecht Fressen poliert, wie man mühelos im Erbrochenen badet und anschließend ohne Selbstüberwindung vollends darin eintaucht. Und: so ganz nebenbei anderen auch noch beibringt, zu sich selbst zu finden, Gefühle endlich zuzulassen und ihnen durch Kotzen Ausdruck zu verleihen!
Uns stehen die Tränen in den Augen.
16.03.2007
Bildung tut not!
Das Amt des Bildungsministers der Republik ist leider seit längerem vakant und sollte schnellstmöglich neu besetzt werden.
Eine aus der "DepAndance" herbei geeilte, abgeklärte und mit allen Wassern gewaschene Dame erklärte sich eifrig bereit, dafür zu sorgen, das Bildungsministerium wieder mit Leben zu füllen.
Wehmütig und zähneknirschend den Stapel der Absagen anderer in Frage kommender Paulaner betrachtend, stimmte der Präsident zu.
Die Ernennungsurkunde war noch nicht ausgestellt, der Amtseid noch nicht abgenommen - trotzdem machte sich die Bildungsministerin in spe emsig ans Werk.
Als erstes machte sie sich auf die Suche nach lernwilligen Staatssekretären. Die intellektuelle Elite winkte ernüchtert ab, nachdem das Bildungsziel offenbar wurde: "Harmonische Integration der Disharmonien".
In ihrer Verzweiflung über die Verweigerungshaltung beschritt die Ministerin in spe seltsame Wege. Sie berief im Schutze der dunklen Nacht konspirative Versammlungen mit den Staatsfeinden ein. Sie musste ziemlich hetzen, kam sie doch gerade von einem locker-flockigen Kaffeepläuschchen.
Die Versammlung artete in ein schaurig fröhliches Treffen aus. Zur Freude aller Beteiligten verteilte sie Scheuklappen in den Landesfarben und warf getröstet durch die Zustimmung, auf die sie traf, falsche Papierschlangen durch die laue Nachtluft.
Dies blieb natürlich nicht unbeobachtet und hatte zur Folge, dass ihr die begehrte Ernennung zur Bildungsministin versagt wurde.
Pikiert reagierte sie umgehend , in dem sie sofort stündlich eine Erklärung für das staunende Volk abgab. Nimmermüde wiederholte sie, dass sie sowieso die Einwohnerschaft eklig fände und nur einen Kurzzeitwohnsitz für sich und ihre zahlreiche Verwandtschaft in Paulenaesien habe.
Und überhaupt erlaubten ihr ihre zahlreichen Aufgaben in der "DepAndance" kein zeitaufwendiges Engagement....