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Fragen zur BIBEL

-Was macht die Bibel so besonders?

-Ist das Neue Testament nicht verändert worden, als es im Laufe der Geschichte immer wieder abgeschrieben wurde?

-Wie kann man einer Bibel glauben, die voller Widersprüche ist?

Fragen über JESUS CHRISTUS

-Hat Jesus behauptet, Gott zu sein? Und selbst wenn er dieses Anspruch erhob, warum sollte ich es glauben?

-Wie können wir wissen, ob Jesus von den Toten auferstanden ist? Fragen über GOTT

-Warum ist Jesus der einzige Weg, um zu Gott zu gelangen?

-Wie können Sie wissen, daß Gott existiert?

Fragen über schwierige bibelstellen

-Läßt die Bibel der Evolutionstheorie Raum?

-Was macht die Bibel so besonders?

Fragen über den glauben

-Zählen meine guten Werke denn gar nicht? Wird Gott mich nicht annehmen, wenn ich ein gutes Leben geführt habe?

-Kommt es wirklich darauf an, was ich glaube?

Was macht die Bibel so besonders?

Das Christentum glaubt und lehrt, daß allein die Bibel das offenbarte Wort Gottes ist. Wenn sie auch von Menschen geschrieben wurde, war Gott, der Allmächtige, der eigentliche Urheber. Dieser Anspruch wurde nicht von der Kirche erfunden, es ist der Anspruch, den die Bibel selbst für sich erhebt. "Doch das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit" (1.Petr 1,25). "Jede von Gott eingegebene Schrift" (2.Tim 3,16). "Denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil ein Mensch es wollte, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Auftrag Gottes geredet" (2.Petr 1,21). Allein im Alten Testament finden sich mehr als zweitausendmal Formeln wie "Und Gott sprach zu Mose", "das Wort des Herrn kam zu Jona"; und "Gott sagte". Darüber hinaus behauptet die Bibel, ein Bericht der Worte und Taten Gottes zu sein. So betrachtet die Bibel sich selbst als Wort Gottes. Die bloße Behauptung der Bibel, das Wort Gottes zu sein, beweist noch nicht, daß sie es auch ist; denn es gibt andere Bücher, die ähnliche Ansprüche erheben. Der Unterschied besteht darin, daß die Heilige Schrift unbestreitbare Beweise dafür enthält, daß sie Gottes Wort ist. Ein Punkt, der die Bibel von anderen Büchern unterscheidet, ist ihre Einheitlichkeit. Obwohl dieses Buch von Menschen verfaßt wurde, verrät seine Einheitlichkeit die Hand des Allmächtigen. Die Bibel wurde in einem Zeitraum von etwa 1500 Jahren von mehr als 40 menschlichen Autoren geschrieben. Die Herkunft dieser Autoren war unterschiedlich und vielfältig, da ist Josua (ein General), Daniel (ein Premierminister), Petrus (ein Fischer) und Nehemia (ein Mundschenk). Die Verfasser der verschiedenen Bücher schrieben an unterschiedlichen Orten, wie in der Wildnis (Mose), im Gefängnis (Paulus), im Exil auf Patmos (Johannes). Die biblischen Schriften wurden auf drei verschiedenen Kontinenten (Afrike, Asien, Europa) und in drei verschiedenen Sprachen (Hebräisch, Aramäisch, Griechisch) geschrieben. Der Inhalt der Bibel befaßt sich mit vielen gegensätzlichen Themen. Trotzdem ist die Bibel eine Einheit. Von Anfang bis Ende entfaltet sich die Geschichte von Gottes Plan zur Erlösung der Menschheit. Diese Erlösung geschieht durch die Person Jesu Christi (Joh. 14,6). Jesus selbst hat bezeugt, daß er der Gegenstand der ganzen Bibel ist. "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; gerade sie legen Zeugnis über mich ab... Wenn ihr Mose glauben würdet, müßtet ihr auch mir glauben; denn über mich hat er geschrieben. Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie könnt ihr dann meinen Worten glauben?" (Joh. 5,39.46.47). An anderer Stelle: "Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht" (Lk. 24,27; vgl auch Lk. 24,44). Das Alte Testament ist die Vorbereitung (Jes. 40,3). Die Evangelien sind die Offenbarung (Joh. 1,29). Die Apostelgeschichte ist die Ausbreitung (Apg. 1,8). Die Briefe geben die Erklärung (Kol 1,27). Das Buch der Offenbarung ist die Vollendung (Offb. 1,7). Die ganze Bibel handelt von Jesus. Die gesamte Bibel ist eine Einheit, deren einzelne Teile die anderen brauchen, um vollständig zu sein. Dr. W.F. Albright drückt es so aus: "Für die Verfasser des Neuen Testaments war die hebräische Bibel die Heilige Schrift, und sie waren die unmittelbaren Erben ihrer Propheten. Es ist also völlig unmöglich, das Neue Testament zu verstehen, ohne anzuerkennen, daß sein Zweck war, die hebräische Bibel zu ergänzen und zu erklären." "Jeder Versuch, zu den Quellen des Christentums zurückzugehen, ohne die gesamte Bibel als unseren Führer zu akzeptieren, wäre daher zum Scheitern verurteilt." (zitiert von Roger T. Foster und v. Paul Marston, That's a Good Question, S.67). Damit niemand denkt, dies sei nichts Wunderbares, möchten wir folgende Herausforderung an Sie richten. Finden Sie zehn Leute in Ihrer Umgebung, die ähnliche Bildung besitzen, alle dieselbe Sprache sprechen und alle grundsätzlich derselben Kultur angehören, dann trennen Sie sie voneinander und bitten Sie sie, ihre Meinung zu nur einem winzigen kontroversen Gegenstand niederzuschreiben, wie z. B. dem Sinn des Lebens. Wenn sie fertig sind, vergleichen Sie die Ergebnisse dieser zehn Leute. Stimmen diese überein? Aber die Bibel besaß nicht nur zehn Autoren, sondern vierzig Autoren. Sie wurde nicht in einer Generation geschrieben, sondern über einen Zeitraum von 1500 Jahren; nicht von Verfassern derselben Erziehung, Kultur und Sprache, sondern mit sehr unterschiedlicher Erziehung, aus vielen verschiedenen Kulturen, von drei Kontinenten und drei verschiedenen Sprachen und schließlich nicht nur zu einem Thema, sondern zu Hunderten. Und doch ist die Bibel eine Einheit. Sie zeigt ihre vollkommene Harmonie, die nicht durch Zufall oder Absprache erklärt werden kann. Die Einheitlichkeit der Bibel ist ein starkes Argument für ihre göttliche Inspiration. Die Einheitlichkeit der Bibel ist nur ein Grund unter vielen, die den Anspruch der Bibel stützen, das Wort Gottes zu sein. Andere, die im Detail ausgeführt werden könnten, sind das Zeugnis der frühen Kirche, das Zeugnis von Geschichte und Archäologie und der Beweis veränderter Schicksale durch die Jahrhunderte, um nur einige zu nennen. Diese Faktoren führten den großen Archäologen W.F. Albright zu dem Schluß: "Der Inhalt der Bibel steht weit über jeder früheren religiösen Literatur, und sie steht ebenso eindrucksvoll weit über jeder späteren Literatur, in der einfachen Klarheit ihrer Botschaft und der Universialität ihres Anspruchs an die Menschen aller Länder und Zeiten" (The Christian Century, November 1958): Die Bibel ist etwas Besonderes. Sie ist einzigartig. Kein anderes Buch hat solche Bürgen. Kein anderes Buch kommt den auch nur nahe. "England besitzt zwei Bücher, die Bibel und Shakespeare. England formte Shakespeare, aber die Bibel formte England" (Victor Hugo, zitiert von Mead, Encyclopedia of Religious Quotations S. 49)

Wie kann man einer Bibel glauben, die voller Widersprüche ist?

Es ist wirklich erstaunlich, wie oft diese Frage gestellt wird. Diese Frage unterstellt, daß die Bibel voll von Widersprüchen sei, die es unmöglich machen würden, an den göttlichen Ursprung der Bibel zu glauben. Es ist eine populäre Haltung, zu behaupten, daß die Bibel sich selbst widerspreche, was beträchtlichen Zweifel auf ihre Glaubwürdigkeit wirft. Sollte die Bibel wirklich nachweisbare Irrtümer enthalten, so würde das beweisen, daß zumindest diese Teile nicht von einem vollkommenen, allwissenden Gott stammen können. Wir bestreiten nicht diese Schlußfolgerung, sondern die ursprüngliche Prämisse, daß die Heilige Schrift voll von Fehlern sei. Es ist sehr leicht, die Bibel der Ungenauigkeit zu beschuldigen, aber etwas ganz anderes ist es, das auch zu beweisen. Bestimmte Abschnitte scheinen auf den ersten Blick widersprüchlich zu sein, aber eine eingehendere Untersuchung zeigt, daß dies nicht der Fall ist. Eines der Dinge, die wir im Hinblick auf mögliche Widersprüche fordern, ist Fairneß. Wir sollten das Problem weder herunterspielen, noch übertreiben, und wir müssen immer davon ausgehen, im Zweifelsfalle dem Autor recht zu geben. Das ist in der übrigen Literatur die Regel, und wir verlangen, daß es auch hier die Regel ist. Wir stellen oft fest, daß die Leute andere Regeln anlegen wollen, wenn es darum geht, die Bibel zu untersuchen, und dem treten wir unverzüglich entgegen. Woraus besteht ein Widerspruch? Der Satz des ausgeschlossenen Widerspruchs, die Grundlage allen logischen Denkens, besagt, daß ein Ding nicht gleichzeitig A und Nicht-A sein kann. Mit anderen Worten, es kann nicht gleichzeitig regnen und nicht regnen. Wenn man eine Verletzung dieses Prinzips in der Schrift nachweisen kann, dann und nur dann läßt sich ein Widerspruch belegen. Wenn die Bibel z. B. sagen würde - was sie nicht tut- daß Jesus gleichzeitig in Jerusalem und in Nazareth durch Kreuzigung starb, dann wäre das ein nachweisbarer Irrtum. Bei der Betrachtung möglicher Widersprüche ist es von größter Bedeutung, sich daran zu erinnern, daß zwei Aussprüche voneinander abweichen können, ohne widersprüchlich zu sein. Manche versäumen es, die Unterscheidung zwischen Widerspruch und Abweichung zu treffen. Das ist z.B. der Fall der blinden Männer in Jericho. Matthäus berichtet, daß zwei blinde Männer Jesus trafen, während Markus und Lukas nur einen erwähnen. Doch keine dieser beiden Aussagen leugnet die andere, vielmehr ergänzen sie einander. Stellen Sie sich vor, Sie sprechen in Rathaus mit dem Bürgermeister Ihrer Stadt und mit dem Polizeichef. Später treffen Sie Ihren Freund Jim und erzählen ihm, daß Sie heute mit dem Bürgermeister gesprochen haben. Eine Stunde später treffen Sie Ihren Freund John und erzählen ihm, daß Sie heute sowohl mit dem Bürgermeister, als auch mit dem Polizeichef gesprochen haben. Wenn Ihre Freunde ihre Meinungen austauschen, finden sie einen scheinbaren Widerspruch. Aber es gibt keinen Widerspruch. Wenn Sie Jim gesagt hätten, daß Sie nur mit dem Bürgermeister gesprochen haben, dann hätten Sie mit der Aussage dem widersprochen, was sie John gesagt haben. Die Aussagen, die Sie tatsächlich gegenüber Jim und John getroffen haben, sind unterschiedlich aber nicht widersprüchlich. Ähnlich fallen auch viele biblische Aussagen in diese Kategorie. Viele glauben Irrtümer in Passagen zu finden, die sie nicht richtig gelesen haben. Im Buch der Richter haben wir einen Bericht über den Tod des Sisera. Richter 5,25-27 soll angeblich besagen, daß Jael ihn mit Hammer und Pflock erschlug, während der Milch trank. Richter 4,21 sagt, daß sie es tat, als er schlief. Doch genaueres Lesen von Richter 5,25-27 wird zeigen, daß dort nicht behauptet wird, er habe im Augenblick des Zuschlagens Milch getrunken. So verschwindet der Widerspruch. Manchmal scheinen zwei Passagen widersprüchlich zu sein, weil die Übersetzung nicht so genau ist, wie sie sein könnte. Die Kenntnis der ursprünglichen Sprachen der Bibel kann diese Schwierigkeit sofort beseitigen, denn sowohl das Griechische als auch das Hebräische besitzen - wie alle Sprachen - Besonderheiten, die es schwierig machen, sie ins Deutsche oder eine andere Sprache zu übersetzen. Es muß auch betont werden, daß es unvernünftig ist zu behaupten, eine Passage der Bibel enthalte einen nachweisbaren Fehler, wenn es für diese Schwierigkeit eine mögliche Erklärung gibt. Manche Probleme in der Schrift resultieren aus einer unzureichenden Kenntnis der Umstände und setzen nicht unbedingt einen Irrtum voraus. Sie beweisen nur, daß wir den Hintergrund nicht kennen. Mit dem Fortschreiten der historischen und archäologischen Forschung wird neues Licht auf schwierige Abschnitte geworfen, und viele "Irrtümer" sind mit dem neuen Verständnis verschwunden. Manche Probleme machen eine abwartende Haltung notwendig. Wenn auch noch nicht alle Schwierigkeiten und Widersprüche in der Bibel geklärt sind, so ist es doch unsere feste Überzeugung, daß diese Probleme verschwinden werden, je mehr Kenntnisse man über die Umwelt der Bibel gewinnt. Die biblische Vorstellung von Gott ist die eines allwissenden, allmächtigen Wesens, das sich nicht selbst widerspricht, und so sind wir überzeugt, daß auch sein Wort, wenn es richtig verstanden wird, sich nicht widerspricht.

Ist das Neue Testament nicht verändert worden, als es im Laufe der Geschichte immer wieder abgeschrieben wurde?

Ein verbreitetes Mißverständnis besagt, der Text der Bibel sei nicht so auf uns gekommen, wie er ursprünglich geschrieben wurde. Viele Anschuldigungen sprechen von eifernden Mönchen, die den Wortlaut im Verlauf der Kirchengeschichte verändert haben sollen. Diese Streitpunkt ist von äußerster Wichtigkeit, da ein verfälschter Text der Glaubwürdigkeit der Geschichte schweren Schaden zufügen würde. Wie F. F. Bruce sagt: "Der historische Anspruch auf Endgültigkeit des Christentums, der es von denjenigen Religionen und Philosophien unterscheidet, die nicht speziell auf eine bestimmte Zeit bezogen sind, macht die Zuverlässigkeit der Schriften, die den Bericht dieser Offenbarung überliefern, zu einer Frage von erstrangiger Bedeutung." (The New Testament Documents, Are They Reliable S.8). Das Problem ist glücklicherweise nicht das Fehlen von Beweisen. Es gibt drei verschieden Arten von Zeugnissen, die verwendet werden können, um den Text des Neuen Testaments zu beurteilen. Das sind die griechischen Manuskripte, die verschiedenen Übersetzungen des Neuen Testaments und die Schriften der Kirchenväter. Das Neue Testament wurde ursprünglich in griechischer Sprache verfaßt. Es existieren annähernd 5500 Handschriften, die das Neue Testament ganz oder in Teilen enthalten. Wir besitzen zwar nicht die Originale, doch Kopien aus sehr früher Zeit. Das Neue Testament wurde in der Zeit von ungefähr 50 - 90 n. Chr. geschrieben. Das früheste Fragment stammt von ungefähr 120 n. Chr., während ca. 50 andere Fragmente aus einer Zeit von 150- 200 Jahren nach der Entstehungszeit datieren. Zwei bedeutende Manuskripte, der Codex Vaticanus (325 n. Chr.) und der Codex Sinaiticus (350 n.Chr.), eine vollständige Kopie, stammen aus einem Zeitraum von 250 Jahren nach der Entstehungszeit. Das mag als eine lange Zeitspanne erscheinen, aber sie ist minimal, verglichen mit den meisten antiken Werken. Die früheste Kopie von Caesars "Gallischem Krieg" datiert 1000 Jahre nachdem er verfaßt wurde, und die erste vollständige Kopie der Odysee von Homer 2200 Jahre, nachdem sie geschrieben wurde. Wenn man das Intervall zwischen dem Entstehen des Neuen Testaments und den älteren Handschriften mit anderen Werken vergleicht, zeigt, sich daß das Neue Testament der Zeit des Originals viel näher steht. Die 5 500 Handschriften sind bei weitem die meisten, die wir von irgend einem antiken Werk besitzen. Viele alte Schriften sind uns nur in einer Handvoll von Manuskriptem überliefert worden (Catull- 3 Kopien, die älteste 1600 Jahre nachdem er schrieb; Herodot - 8 Kopien und 1300 Jahre). Die Dokumente des Neuen Testaments umfassen nicht nur viele Manuskripte als Zeugnis und eine kurze Zeitspanne zwischen der Abfassung und der ältesten Kopie, sondern sie wurden auch schon früh in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Übersetzung eines Dokuments in eine andere Sprache war in aller Welt selten, so ist dies also ein zusätzliches Plus für das Neue Testament. Die Anzahl der Kopien der Übersetzungen übertrifft 18 000, möglicherweise bis zu 25 000. Dies sind weitere Zeugnisse, die uns helfen, den Text des Neuen Testaments festzustellen. Selbst wenn wir die 5 500 griechischen Manuskripte oder die 18000 Kopien der Übersetzungen nicht hätten, könnte der Inhalt des Neuen Testaments innerhalb von 250 Jahren nach seiner Entstehung wiederhergestellt werden. Wie? Durch die Schriften der frühen Christen. In Kommentaren, Briefen usw. zitieren diese antiken Schreiber den biblischen Text und geben uns so ein weiteres Zeugnis für den Wortlaut des Neuen Testaments. John Burgon hat mehr als 86 000 Zitate der frühen Kirchenväter katalogisiert, die verschiedene Stellen des Neuen Testaments wiedergeben. Wir sehen also, daß es sehr viel mehr Beweise für die Zuverlässigkeit des neutestamentlichen Textes gibt als für jede andere vergleichbare Schrift der alten Welt. F. F. Bruce macht folgende Beobachtung: "Die Zeugnisse für die Schriften unseres Neuen Testamentes sind viel besser als die Zeugnisse für viele Schriften klassischer Autoren, deren Authentizität niemand auch nur im Traum anzweifelt." Er stellt weiterhin fest: "Und wenn das Neue Testament eine Sammlung weltlicher Schriften wäre, seine Authentizität würde allgemein als jenseits allen Zweifels betrachtet" (The New Testament Documents, Are They Reliable? S.15). Sir Frederic Kenyon, ehemaliger Direktor und leitender Bibliothekar des Britischen Museums, war einer der herausragenden Experten für antike Manuskripte und ihre Glaubwürdigkeit. Kurz vor seinem Tod schrieb er folgendes über das Neue Testament: "Die Zeitspanne zwischen dem Datum der ursprünglichen Abfassung (des Neuen Testaments) und den frühesten erhaltenen Zeugnissen wird so kurz, daß sie in der Tat geringfügig ist, und die letzte Grundlage für irgendeinen Zweifel daran, daß die Bibel im Wesentlichen so auf uns gekommen ist, wie sie geschrieben wurde, ist damit beseitigt. Sowohl die Authentizität als auch die allgemeine Integrität der Bücher des Neuen Testaments kann als endgültig festgestellt gelten" (The Bible and Archeology, S.288-89).

Wie kann man einer Bibel glauben, die voller Widersprüche ist?

Es ist wirklich erstaunlich, wie oft diese Frage gestellt wird. Diese Frage unterstellt, daß die Bibel voll von Widersprüchen sei, die es unmöglich machen würden, an den göttlichen Ursprung der Bibel zu glauben. Es ist eine populäre Haltung, zu behaupten, daß die Bibel sich selbst widerspreche, was beträchtlichen Zweifel auf ihre Glaubwürdigkeit wirft. Sollte die Bibel wirklich nachweisbare Irrtümer enthalten, so würde das beweisen, daß zumindest diese Teile nicht von einem vollkommenen, allwissenden Gott stammen können. Wir bestreiten nicht diese Schlußfolgerung, sondern die ursprüngliche Prämisse, daß die Heilige Schrift voll von Fehlern sei. Es ist sehr leicht, die Bibel der Ungenauigkeit zu beschuldigen, aber etwas ganz anderes ist es, das auch zu beweisen. Bestimmte Abschnitte scheinen auf den ersten Blick widersprüchlich zu sein, aber eine eingehendere Untersuchung zeigt, daß dies nicht der Fall ist. Eines der Dinge, die wir im Hinblick auf mögliche Widersprüche fordern, ist Fairneß. Wir sollten das Problem weder herunterspielen, noch übertreiben, und wir müssen immer davon ausgehen, im Zweifelsfalle dem Autor recht zu geben. Das ist in der übrigen Literatur die Regel, und wir verlangen, daß es auch hier die Regel ist. Wir stellen oft fest, daß die Leute andere Regeln anlegen wollen, wenn es darum geht, die Bibel zu untersuchen, und dem treten wir unverzüglich entgegen. Woraus besteht ein Widerspruch? Der Satz des ausgeschlossenen Widerspruchs, die Grundlage allen logischen Denkens, besagt, daß ein Ding nicht gleichzeitig A und Nicht-A sein kann. Mit anderen Worten, es kann nicht gleichzeitig regnen und nicht regnen. Wenn man eine Verletzung dieses Prinzips in der Schrift nachweisen kann, dann und nur dann läßt sich ein Widerspruch belegen. Wenn die Bibel z. B. sagen würde - was sie nicht tut- daß Jesus gleichzeitig in Jerusalem und in Nazareth durch Kreuzigung starb, dann wäre das ein nachweisbarer Irrtum. Bei der Betrachtung möglicher Widersprüche ist es von größter Bedeutung, sich daran zu erinnern, daß zwei Aussprüche voneinander abweichen können, ohne widersprüchlich zu sein. Manche versäumen es, die Unterscheidung zwischen Widerspruch und Abweichung zu treffen. Das ist z.B. der Fall der blinden Männer in Jericho. Matthäus berichtet, daß zwei blinde Männer Jesus trafen, während Markus und Lukas nur einen erwähnen. Doch keine dieser beiden Aussagen leugnet die andere, vielmehr ergänzen sie einander. Stellen Sie sich vor, Sie sprechen in Rathaus mit dem Bürgermeister Ihrer Stadt und mit dem Polizeichef. Später treffen Sie Ihren Freund Jim und erzählen ihm, daß Sie heute mit dem Bürgermeister gesprochen haben. Eine Stunde später treffen Sie Ihren Freund John und erzählen ihm, daß Sie heute sowohl mit dem Bürgermeister, als auch mit dem Polizeichef gesprochen haben. Wenn Ihre Freunde ihre Meinungen austauschen, finden sie einen scheinbaren Widerspruch. Aber es gibt keinen Widerspruch. Wenn Sie Jim gesagt hätten, daß Sie nur mit dem Bürgermeister gesprochen haben, dann hätten Sie mit der Aussage dem widersprochen, was sie John gesagt haben. Die Aussagen, die Sie tatsächlich gegenüber Jim und John getroffen haben, sind unterschiedlich aber nicht widersprüchlich. Ähnlich fallen auch viele biblische Aussagen in diese Kategorie. Viele glauben Irrtümer in Passagen zu finden, die sie nicht richtig gelesen haben. Im Buch der Richter haben wir einen Bericht über den Tod des Sisera. Richter 5,25-27 soll angeblich besagen, daß Jael ihn mit Hammer und Pflock erschlug, während der Milch trank. Richter 4,21 sagt, daß sie es tat, als er schlief. Doch genaueres Lesen von Richter 5,25-27 wird zeigen, daß dort nicht behauptet wird, er habe im Augenblick des Zuschlagens Milch getrunken. So verschwindet der Widerspruch. Manchmal scheinen zwei Passagen widersprüchlich zu sein, weil die Übersetzung nicht so genau ist, wie sie sein könnte. Die Kenntnis der ursprünglichen Sprachen der Bibel kann diese Schwierigkeit sofort beseitigen, denn sowohl das Griechische als auch das Hebräische besitzen - wie alle Sprachen - Besonderheiten, die es schwierig machen, sie ins Deutsche oder eine andere Sprache zu übersetzen. Es muß auch betont werden, daß es unvernünftig ist zu behaupten, eine Passage der Bibel enthalte einen nachweisbaren Fehler, wenn es für diese Schwierigkeit eine mögliche Erklärung gibt. Manche Probleme in der Schrift resultieren aus einer unzureichenden Kenntnis der Umstände und setzen nicht unbedingt einen Irrtum voraus. Sie beweisen nur, daß wir den Hintergrund nicht kennen. Mit dem Fortschreiten der historischen und archäologischen Forschung wird neues Licht auf schwierige Abschnitte geworfen, und viele "Irrtümer" sind mit dem neuen Verständnis verschwunden. Manche Probleme machen eine abwartende Haltung notwendig. Wenn auch noch nicht alle Schwierigkeiten und Widersprüche in der Bibel geklärt sind, so ist es doch unsere feste Überzeugung, daß diese Probleme verschwinden werden, je mehr Kenntnisse man über die Umwelt der Bibel gewinnt. Die biblische Vorstellung von Gott ist die eines allwissenden, allmächtigen Wesens, das sich nicht selbst widerspricht, und so sind wir überzeugt, daß auch sein Wort, wenn es richtig verstanden wird, sich nicht widerspricht.

fragen über JESUS CHRISTUS

Hat Jesus behauptet, Gott zu sein? Und selbst wenn er dieses Anspruch erhob, warum sollte ich es glauben?

Unter den religiösen Führern, die im Laufe der Geschichte eine große Anhängerschaft gewonnen haben, ist Jesus einzigartig durch die Tatsache, daß er allein behauptete, Gott in menschlicher Gestalt zu sein. Ein verbreitetes Mißverständnis besagt, daß einige oder viele Religionsführer in der Welt ähnliche Ansprüche erhoben, aber das ist einfach nicht der Fall. Buddha hat nicht behauptet, Gott zu sein; Mose hat niemals gesagt, er sei Jahwe; Mohammed identifizierte sich nicht mit Allah und nirgends werden Sie finden, daß Zoroaster behauptete, Ahuramnazda zu sein. Doch Jesus, der Zimmermann aus Nazareth, sagte, wer ihn (Jesus) gesehen habe, der habe den Vater gesehen (Joh.14,9). Die Ansprüche Christi sind zahlreich und vielfältig. Er sagte, daß er vor Abraham existiert habe (Joh. 8,58) und daß er dem Vater gleich sei (Joh. 5,17-18). Jesus nahm für sich in Anspruch, Sünden vergeben zu können (Mark. 2,5-7), was nach der Lehre der Bibel nur Gott tun kann (Jes. 43,25). Das Neue Testament setzt Jesus mit dem Schöpfer des Universums gleich (Joh. 1,3) und mit dem, der alles erhält (Kol. 1,17). Der Apostel Paulus sagt, daß Gott im Fleisch offenbar wurde (1.Tim. 3,16), und der Evangelist Johannes sagt: "Das Wort war Gott" (Joh. 1,1). Das gemeinsame Zeugnis Jesu und der Verfasser des Neuen Testaments besagt, daß er mehr war als ein Mensch; er war Gott. Nicht nur seine Freunde erkannten, daß er behauptete, Gott zu sein, sondern ebenso seine Feinde. Es mag heute unter den Skeptikern, die es ablehnen, die Beweise zu prüfen, Zweifel geben, doch auf Seiten der jüdischen Behörden gab es keinen Zweifel. Als Jesus fragte, warum sie ihn steinigen wollten, antworteten sie: "Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott" (Joh. 10,33). Diese Tatsache unterscheidet Jesus von den anderen religiösen Gestalten. In den großen Religionen ist die Lehre - nicht der Lehrer - das Wichtigste. Der Konfuzianismus ist eine Sammlung von Lehren; Konfuzius ist nicht wichtig. Der Islam ist eine Offenbarung Allahs mit Mohammed als Prophet, und der Buddhismus betont die Prinzipien des Buddha und nicht den Buddha selbst. Vor allem aber trifft es für den Hinduismus zu, der keinen historischen Gründer kennt. Das Zentrum des Christentums jedoch ist die Person Jesu Christi. Jesus erhob nicht nur den Anspruch den Menschen die Wahrheit zu lehren, er behauptete, er sei die Wahrheit (Joh. 14,6). Nicht, was Jesus lehrte, ist der bedeutendste Aspekt des Christentums, sondern wer Jesus war. War er der Sohn Gottes? Ist er der einzige Weg für einen Menschen, zu Gott zu gelangen? Das ist es, was er von sich selbst behauptet hat. Stellen Sie sich vor, noch heute Nacht erschiene der Präsident der Vereinigten Staaten auf allen Bildschirmen und verkündete: "Ich bin Gott der Allmächtige. Ich habe die Macht, Sünden zu vergeben. Ich habe die Vollmacht, von den Toten aufzuerstehen." Er würde schnell und unauffällig ausgeblendet und durch den Vizepräsidenten ersetzt. Jeder, der es wagen sollte, eine solche Behauptung aufzustellen, müßte entweder verrückt sein oder ein Lügner, außer er wäre Gott. Genauso war es mit Jesus. All dieses und mehr nahm er eindeutig für sich in Anspruch. Wenn er Gott ist, wie er sagt, müssen wir ihn glauben, und wenn er es nicht ist, dann sollten wir nichts mit ihm zu tun haben. Jesus ist entweder der Herr aller oder überhaupt kein Herr. Ja, Jesus behauptete, Gott zu sein. Warum sollte irgend jemand das glauben? Schließlich, etwas einfach nur zu behaupten, macht es noch nicht wahr. Wo ist der Beweis dafür, daß Jesus Gott ist? Die Bibel bietet verschieden Gründe, einschließlich der Wunder und erfüllter Prophezeiungen, die uns überzeugen sollen, daß Jesus derjenige ist, der zu sein er behauptet (Joh. 20,30-31). Der wichtigste Grund oder das Zeichen, das nach Jesu eigener Aussage zeigen würde, daß er der Sohn Gottes ist, war seine Auferstehung von den Toten. Als die religiösen Führer von ihm ein Zeichen verlangten, antwortete Jesus: "Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein." (Matth. 12,40). An einer anderen Stelle sagte er, als er nach einem Zeichen gefragt wurde: "Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten ... Er aber meinte den Tempel seines Leibes" (Joh. 2,19-21). Die Macht, von den Toten aufzuerstehen, war das Zeichen,daß ihn nicht nur von allen anderen Religionsführern unterscheidet, sondern auch von allen, die jemals gelebt haben. Jeder der das Christentum widerlegen will, muß die Geschichte der Auferstehung wegerklären. Daher beweist Jesus, nach der Bibel, durch seine Rückkehr von den Toten, daß er Gottes Sohn ist (Röm. 1,4). Es gibt überwältigende Beweise, daß Jesus aus dem Grab auferstanden ist, und diese Tatsache ist es, die beweist, daß Jesus Gott ist.

Wie können wir wissen, ob Jesus von den Toten auferstanden ist?

Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden? Ist diese Frage wirklich von Bedeutung? Ronald Gregor Smith gibt eine typische Antwort: "Soweit es die Geschichte betrifft, ist es notwendig zu erklären: Wir können ruhig sagen, daß die Gebeine Jesu irgendwo in Palästina liegen. Der christliche Glaube wird durch dieses Eingeständnis nicht zerstört. Ganz im Gegenteil: Erst jetzt, nachdem dies gesagt worden ist, sind wir in der Lage, nach der Bedeutung der Auferstehung als einem wesentlichen Bestandteil der Botschaft von Jesus zu fragen" (Secular Christianity, London, Collins, 1966, S.103). Entgegen dieser Ansicht ist es von Bedeutung, ob Christus von den Toten zurückgekehrt ist oder nicht, weil das Christentum mit der Auferstehung Jesu Christi steht und fällt (1. Kor. 15,12-19). Wenn Jesus nicht von den Toten zurückgekehrt ist, zerfällt der christliche Glaube zu Staub. Glücklicherweise ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eines der bestbelegten Ereignisse der antiken Welt. Als er den religiösen Führern seinerzeit gegenüber stand, wurde Jesus nach einen Zeichen gefragt, um zu zeigen, daß er der versprochene Messias sei. Er antwortete: "Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein" (Matth. 12,39-40). Das Zeichen der Auferstehung sollte Jesus von allen anderen, die jemals lebten, absetzen und ihn als den Sohn Gottes bezeichnen (Röm. 1,4). Die Berichte von seinem Erscheinen sind für uns von Augenzeugen festgehalten worden, denen Jesus über einen Zeitraum von vierzig Tagen nach seiner öffentlichen Kreuzigung lebendig erschienen ist. Wie der Bericht der Schrift erklärt: "Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, daß er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen" (Apg. 1,3). Ungefähr im Jahre 56 n.Chr. erwähnt der Apostel Paulus die Tatsache, daß einmal mehr als fünfhundert Menschen gleichzeitig den auferstandenen Christus gesehen haben, und daß die meisten von ihnen noch lebten, als er schrieb (1. Kor. 15,6). Diese Angabe stellt eine Art Herausforderung an diejenigen dar, die vielleicht nicht glaubten, da Paulus sagt, daß viele Menschen noch lebten, die befragt werden könnten, um herauszufinden, ob Christus wirklich auferstanden war. Der historische Beweis ist mehr als ausreichend, um einen ehrlichen Untersucher zufriedenzustellen. Dies wird nicht nur durch die positive Verteidigung für die Auferstehung deutlich, sondern auch durch das Fehlen jeden Beweises für eine andere Erklärung. Die Theorien, die versuchen, eine alternative Erklärung für die Auferstehung zu geben, verlangen mehr Glauben als die Auferstehung selbst. Frank Morrison, der ein agnostischer Journalist war, hat versucht, ein Buch zu schreiben, das die Auferstehung Christi leugnen sollte. Nach langen Forschungen änderte er seine Meinung und begann, an Jesus Christus zu glauben. Und so hat Morrison beschrieben, was mit ihm geschah: "Diese Studie ist in gewisser Weise so ungewöhnlich und provozierend, daß der Verfasser es für wünschenswert hält, hier ganz kurz zusammenzufassen, wie das Buch in seiner gegenwärtigen Form zustandegekommen ist. Eigentlich hätte es auch gar keine andere Form annehmen können, denn es ist im Wesentlichen ein Bekenntnis, die innere Geschichte eines Mannes, der ursprünglich eine Art von Buch schreiben wollte und durch die pure Macht der Umstände gezwungen war, ein anderes zu schreiben. Es ist nicht so, daß die Tatsachen sich geändert hätten, denn sie sind unvergänglich festgehalten auf den Dokumenten und Seiten der menschlichen Geschichte. Aber die Interpretation der Tatsachen war einer Veränderung unterworfen" (Who moved the Stone? Vorwort, Zondervan, 1971). Morrison entdeckte, daß Christus am Freitag öffentlich in das Grab gelegt wurde, aber am Sonntagmorgen fehlte der Leichnam. Wenn er nicht von den Toten auferstanden war, dann hat jemand den Körper fortgebracht. Es gibt drei Interessengruppen: die Römer, die Juden oder die Jünger. Die Römer hätten keinen Grund gehabt, den Leichnam zu stehlen, da sie den Frieden in Palästina bewahren wollten. Das Ziel war, die Provinzen so ruhig wie möglich zu halten, und den Leichnam Christi zu stehlen, würde diesem Ziel nicht dienen. Die Juden würden den Körper nicht fortbringen, da eine Verkündung der Auferstehung das Letzte war, was sie wünschten. Sie sind es, die nach Matthäus 27 eine Wache verlangten. Die Jünger Jesu hatten keinen Grund, den Leichnam zu stehlen, und wenn sie es taten, dann starben sie später für etwas, von dem sie wußten, daß es falsch war. Außerdem legte die Religion, die sie verkündeten, großen Wert darauf, die Wahrheit zu sagen und nicht zu lügen. Ihre Handlungen wären unvereinbar gewesen mit dem, was sie als Wahrheit kannten und das zu befolgen sie anderen befahlen. Die andere vernünftige Erklärung lautet, daß Christus auferstanden war, und die Augenzeugen machten klar, daß dies tatsächlich stimmt. Die Jünger Jesu mögen auf den Gebiet der wissenschaftlichen Erkenntnis nicht so aufgeklärt gewesen sein wie der Mensch des 20. Jahrhunderts, aber sie kannten sicherlich den Unterschied zwischen einem Toten und einem Lebenden. Wie Simon Petrus sagte: "Denn wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe" (2.Petr. 1,16).

fragen über GOTT

Warum ist Jesus der einzige Weg, um zu Gott zu gelangen?

Die Menschen fragen ständig: "Was ist so besonders an Jesus? Warum ist er der einzige Weg, um Gott zu erkennen?" Neben dem Problem der Heiden gibt es keine andere Frage, die so häufig gestellt wird, wie diese. Man wirft uns vor, engherzig zu sein, weil wir erklären, daß es keinen anderen Weg zu Gott gibt. Die erste Feststellung, die getroffen werden muß, ist, daß wir die Behauptung, Jesus sei der einzige Weg, nicht erfunden haben. Dies ist nicht unser Anspruch; es ist seiner. Wir geben nur seine Behauptung wieder und die Behauptung der Verfasser des Neuen Testaments. Jesus sagte: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich" (Joh. 14,6), und "Denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben" (Joh. 8,24). Der Apostel Petrus wiederholte diese Worte: "Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen" (Apg. 4,12). Paulus stimmt ihn zu: "Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus ..." (1.Tim. 2,5). Das vereinte Zeugnis des Neuen Testaments besagt also, daß niemand Gott den Vater erkennen kann, außer durch die Person Jesu Christi. Um zu verstehen, warum dies so ist, müssen wir zum Anfang zurückgehen. Ein unendlicher, persönlicher Gott schuf Himmel und Erde (1. Mose 1,1) und den Menschen nach seinem eigenen Bild (1. Mose 1,26). Als er die Schöpfung vollendet hatte, war alles gut (1.Mose 1,31). Mann und Frau wurden in eine vollkommene Umgebung gesetzt, für all ihre Bedürfnisse war gesorgt. Sie erhielten nur ein einziges Gebot; sie durften die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse nicht essen, sonst müßten sie sterben (1.Mose 2,17). Unglücklicherweise aßen sie von dem Baum (1.Mose 3), und das Ergebnis war ein Fall in vier verschiedenen Bereichen. Die Beziehung zwischen Gott und den Menschen war gebrochen, wie man daran erkennen kann, daß Adam und Eva versuchten, sich vor Gott zu verstecken (1. Mose 3,8). Die Beziehung zwischen dem Menschen und seinen Mitmenschen ist gestört, da Adam und Eva sich streiten, und jeder versucht, die Schuld auf einen anderen zu schieben (1.Mose 3,12-13). Auch das Band zwischen Mensch und Natur war zerbrochen, denn die Erde brachte Dornen und Disteln hervor, und die Tiere waren nicht mehr friedlich (1. Mose 3,17-18). Der Mensch wurde auch von sich selbst getrennt, durch ein Gefühl der Leere und Unvollkommenheit, das er vor dem Fall nicht gekannt hatte. Doch Gott versprach, all diese Dinge wieder gut zu machen, und er gab sein Wort, daß er einen Erlöser oder Messias senden würde, der die ganze Schöpfung aus der Knechtschaft der Sünde befreien sollte (1.Mose 3,15). Das Alte Testament wiederholte immer wieder, daß diese Person eines Tages in die Welt kommen und die Menschheit erlösen werde. Gottes Wort ist wirklich wahr geworden. Gott wurde Mensch in der Person Jesu Christi (Joh. 1,14.29). Jesus starb schließlich für uns, damit wir uns wieder der richtigen Beziehung zu Gott erfreuen können. Die Bibel sagt: "Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat", und "Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden" (2.Kor 5,19.21). Jesus hat den Weg geebnet! Gott hat alles getan und unsere Pflicht ist es, diese Tatsache zu akzeptieren. Wir können dem Werk Jesu nichts hinzufügen; alles ist für uns getan worden. Hätte die Menschheit Gott auf irgendeinem anderen Weg erreichen können, dann hätte Jesus nicht zu sterben brauchen. Sein Tod bezeugt die Tatsache, daß es keinen anderen Weg gibt. Daher kann keine andere Religion und kein anderer religiöser Führer jemanden zur Erkenntnis des einen wahren Gottes führen. Aber der Tod Jesu ist nicht das Ende der Geschichte. Lassen Sie uns darstellen, warum wir Jesus über alle anderen religiösen Führer erheben. Stellen Sie sich vor, eine Gruppe von uns unternähme eine Wanderung in einem sehr dichten Wald. Sowie wir tiefer in den Wald kommen, verirren wir uns. Da wir erkennen, daß die Wahl des falschen Pfades uns nun das Leben kosten kann, beginnen wir uns zu fürchten. Aber bald bemerken wir, daß weiter vorn, wo sich der Weg teilt, an der Gabelung zwei menschliche Gestalten stehen. Während wir auf diese Leute zulaufen, stellen wir fest, daß der eine die Uniform eines Forstaufsehers trägt und daß er vollkommen gesund und lebendig dort steht, während die andere mit dem Gesicht nach unten liegt, tot. Welchen dieser beiden werden wir nun nach dem Weg fragen? Natürlich den, der lebt. Wenn es um ewige Dinge geht, werden wir den, der lebt, nach dem Weg aus der Not fragen. Das ist nicht Mohammed, nicht Konfuzius, sondern Christus. Jesus ist einzigartig. Er kam von den Toten zurück. Das zeigt, daß er der ist, der er zu sein behauptet (Röm 1,4), der einzige Sohn Gottes und der einzige Weg, durch den ein Mensch eine persönliche Beziehung zu dem wahren und lebendigen Gott haben kann.

Wie können Sie wissen, daß Gott existiert?

Gibt es wirklich einen Gott? Wie kann jemand sicher sein, daß ein solches Wesen existiert? Wir glauben, daß die Existenz Gottes und solche Fragen, die sich darauf beziehen, vernünftig beantwortet werden können. Wir wissen, daß Gott existiert, weil er es uns gesagt hat und er sich uns offenbart hat. Es wäre für uns in unserer menschlichen Not keine Hilfe, wenn Gott schweigen würde, aber glücklicherweise ist das nicht der Fall. Gott existiert nicht nur, sondern hat uns diese Tatsache auch mitgeteilt. Er hat uns gesagt, wer er ist, wie er ist und welches sein Plan für den Planet Erde ist. Er hat den Menschen diese Dinge durch die Bibel offenbart. Die Bibel hat gezeigt, daß sie mehr als ein bloßes Buch ist; sie ist das wirkliche Wort Gottes. Die Beweise sind für jeden, der ihre Ansprüche ehrlich in Betracht zieht, überzeugend. Wegen der stolzen Aussagen, die die Bibel über sich selbst macht, haben viele versucht, sie zu zerstören, wie diese Aussage Martin Luthers berichtet: "Mächtige Herrscher haben gegen dieses Buch gewütet und versucht, es zu zerstören und auszumerzen - Alexander der Große und die Prinzen Ägyptens und Babylons, die Monarchen von Persien, von Griechenland und von Rom, die Kaiser Julius und Augustus - aber sie haben nichts erreicht. Sie sind untergegangen, während das Buch bleibt, und es wird bleiben für immer und ewig, vollkommen und unversehrt, wie es zuerst verkündet wurde. Wer hat ihm so geholfen? Wer hat es vor solch gewaltigen Mächten geschützt? Niemand sicherlich, als Gott selbst, der Herr aller Dinge" (Zitiert von Fritz Ridenour, Who says, G.L. Publications, Regal Books, 1967). Selbst der französische Skeptiker Rousseau sah in der Schrift etwas Besonderes. "Ich muß Ihnen gestehen, daß die Erhabenheit der Schrift mich erstaunt; die Heiligkeit der Evangelisten spricht zu meinem Herzen und trägt solch eindrucksvolle Züge der Wahrheit und ist außerdem so vollkommen unnachahmlich, daß, wäre sie eine Erfindung der Menschen, die Erfinder größer wären als die größten Helden" (Encyclopedia of Religious Quotations, Frank Mead, S.32). Die Bibel gibt uns daher ausreichend Grund zu glauben, daß sie das Wort des lebendigen Gottes ist, der existiert und der sich der Welt offenbart hat. Ein weiterer Grund für uns zu wissen, daß Gott existiert, ist, daß er in menschlicher Gestalt aufgetreten ist. Jesus Christus war Gott der Allmächtige, der ein Mensch wurde. Die Bibel sagt: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt" (Joh. 1,14), und sie ist eindeutig hinsichtlich der Tatsache, daß Jesus auf die Welt kam, um zu offenbaren, wer Gott ist und wie er ist (Joh. 1,18). Wenn jemand wissen will, wer Gott ist und wie er ist, dann muß er nur Jesus Christus ansehen, wie Lord Byron sagte: "Wenn jemals ein Mensch Gott war oder Gott ein Mensch, dann war Jesus Christus beides" (Encyclopedia of Religious Quotations, Frank Mead, S.81). Nicht der Mensch reichte hinauf, um Gott zu finden, sondern Gott reichte herab zu den Menschen, wie Casserley erklärt: "Das Evangelium bietet das Wissen von der letzten Wahrheit, das die Menschen in der Philosophie vergebens gesucht haben, unvermeidlich vergebens, weil es der eigentlichen Natur Gottes entspricht, daß er nicht durch das Suchen und Forschen des menschlichen Geistes entdeckt werden kann, daß er nur dann erkennbar wird, wenn er zuerst die Initiative ergreift und sich selbst offenbart" (J.V. Langmead Casserley, The Christian in Philosophie, New York, Charles Scribner's Sons, 1951, S.21). Mit seiner Wiederkehr von den Toten bewies Jesus, daß er Gott ist, und diese Tatsache war es, die einer ungläubigen Welt diese Wahrheit zeigte. Machen sagt: "Die große Waffe, mit der die Jünger daran gingen, die Welt zu erobern, war nicht eine bloße Einsicht in ewige Prinzipien, es war eine historische Botschaft, ein Bericht über etwas, das geschehen war, es war die Botschaft: >Er ist auferstanden<" (J.G. Machen, Christianity and Liberalism, S. 28.29). So haben wir die Bibel und die Person Jesu Christi als zwei starke Gründe, die für die Existenz Gottes sprechen. Keine andere Religion oder Philosophie bietet etwas Ähnliches, um zu beweisen, daß ein Gott existiert.

fragen über den glauben

Zählen meine guten Werke denn gar nicht? Wird Gott mich nicht annehmen, wenn ich ein gutes Leben geführt habe?

In den frühen sechziger Jahren kam ein Song von Frank Wilson and the Cavaliers heraus, mit dem Titel "The Last Kiss". Der Song handelt von einem Paar, das sich verabredet hat und in einen Autounfall verwickelt wird. Das Mädchen stirbt in den Armen seines Freundes. In Trauer um ihren Tod singt er: "Oh wo, Oh wo kann mein Baby sein?/ Der Herr nahm sie fort von mir./ Sie ging in den Himmel, und ich muß gut sein,/ so daß ich mein Baby sehen kann, wenn ich die Welt verlasse." Dieser Song faßt die Haltung vieler Menschen zusammen. Sie denken, wenn sie ein gutes Leben führen und die guten Werke, die sie tun, die schlechten aufwiegen, sie sich den Weg in den Himmel verdienen. Die Bibel aber erlaubt niemand, seinen Weg in den Himmel zu verdienen. Die Bibel lehrt, daß gute Werke nichts damit zu tun haben, ob jemand in die richtige Beziehung zu Gott tritt. Diese Beziehung ist nichts, was wir verdienen könnten, weil Gott alles für uns getan hat. "... hat er uns gerettet - nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens" (Tit 3,5). "Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann" (Eph 2,8-9). "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (Gott) zu gefallen" (Hebr 11,6). "Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat" (Joh 6,29). Wenn unsere ewige Erlösung auf Werken beruhen würde und wir sie erfolgreich verdienen könnten, dann wäre Gott unser Schuldner: er wäre uns etwas schuldig (Röm 4,1-3). Die Bibel lehrt, daß Gott keinem Menschen etwas schuldet und unsere eigene Gerechtigkeit wie ein bedecktes Gewand ist (Jes 64,6). Der einfache Grund dafür ist, daß Gott einen vollkommenen Maßstab hat, und wir alle haben gesündigt und erreichen dieses Ziel nicht (Röm 3,23). Wir vergleichen uns gerne mit anderen und haben das Gefühl, daß wir gar nicht so schlecht sind. Aber Gott vergleicht uns mit Jesus Christus, und ihn können wir bei weitem nicht erreichen, keiner von uns, ohne Ausnahme. Das läßt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen. In Südkalifornien liegt vor der Küste eine Insel namens Catalina, 26 Meilen vom Pier von Newport Beach entfernt. Nehmen wir an, eines Tages stehen drei Männer am Ende der Pier. Einer ist ein Alkoholiker, schmutzig, krank, lebt auf der Straße. Der zweite ist ein durchschnittlicher Amerikaner und der dritte fein, aufrecht, eine Stütze der Gesellschaft. Plötzlich springt der Alkoholiker von der Pier, anderthalb Meter weit ins Wasser. Die anderen beiden rufen: "Was tust du da?" Der Mann im Wasser ruft zurück: "Ich spring nach Catalina!" Der zweite Mann, der durchschnittliche Mann auf der Straße, sagt: "Sieh mich an. Ich kann das besser!" Er springt und landet drei Meter weit draußen, doppelt so weit, wie der Alkoholiker. Der dritte Mann, sehr moralisch, aufrecht, herausragende Persönlichkeit, die er ist, lacht verächtlich über die beiden Männer im Wasser. Er geht fünfzig Meter weit zurück, nimmt Anlauf und landet sechs Meter weit draußen, doppelt so weit wie Mr. Durchschnitt und viermal so weit wie Mr. Alkohol. Die Küstenwacht fischt sie aus dem Wasser und fragt, was sie da tun, warauf sie alle antworten: "Wir springen nach Catalina", und Mr. Durchschnitt prahlt, daß er Mr. Alkohol geschlagen hat, und Mr. Großartig prahlt, daß es ihm gelungen ist, sie beide zu schlagen. Der Mann von der Küstenwacht kann nur den Kopf schütteln und ausrufen: "Ihr Dummköpfe! Ihr habt euer Ziel immer noch um sechsundzwanzig Meilen verfehlt." Obwohl der moderne Mensch glaubt, besser - oder mindestens genauso gut - zu sein, als andere, ist er immer noch weit von dem Ziel entfernt, daß Gott uns gesetzt hat. Es ist für jeden unmöglich, von der Pier nach Catalina zu springen, und es ist für jeden unmöglich, den Himmel durch seine eigenen Taten und ohne Jesus Christus zu erreichen. Wie Jesus es ausdrückt: "Niemand kommt zum Vater außer durch micht" (Joh 14,6).

Kommt es wirklich darauf an, was ich glaube?

Eine Frage, die wir oft hören, lautet: "Kommt es wirklich darauf an, was ich glaube, solange ich nur an irgend etwas glaube?" Oder: "Solange dein Glaube dir hilft, ist das nicht alles, worauf es ankommt?" Die Vorstellung hinter solchen Aussagen ist, daß es keine absolute Wahrheit gäbe, an die man glauben könnte, und daß daher allein der Akt des Glaubens alles sei. Wir alle glauben an etwas, wie Edgar Sheffield Brightman feststellt: "Ein denkender Mensch kann nicht realen Überzeugungen entsagen, und es ist sinnlos zu tun, als habe man keine" (E.S. Brightman in H.N. Wiemann, B.E. Meland, Hrsg., American Philosophies of Religion, New York, Harper & Brothers, 1936). Die Idee, irgendeine Wahrheit oder Sinn im Leben zu finden, ist dem modernen Menschen verlorengegangen. Diese Aussage reflektiert die Unfähigkeit, etwas außerhalb des eigenen Selbst zu erfassen: "Es gibt keine Regeln, mit derer Hilfe wir ein Ziel oder einen Sinn im Universum entdecken könnten" (Hans Reichenbach, The Rise of Scientific Philosophy, S.301). Obwohl wir in einer Zeit leben, in der wir alle einen bestimmten Glauben an Dinge haben, scheint das Klima eher auf dem Akt des Glaubens zu beruhen als auf irgendeinem realen Gegenstand des Glaubens. "Fürchte dich nicht vor dem Leben. Glaube, daß das Leben lebenswert ist, und dein Glaube wird helfen, die Tatsache zu schaffen", sagt der Pragmatiker William James. Leider ist das nicht der Fall. Glauben schafft keine Tatsachen. Die Wahrheit ist unabhängig vom Glauben. Wie sehr ich es auch versuchen mag, etwas zu glauben macht es noch nicht wahr. Zum Beispiel kann ich von ganzem Herzen glauben, daß es morgen schneien wird, aber das garantiert mir keinen Schnee. Oder ich kann glauben, mein altes heruntergekommenes Auto sei ein Rolls Royce, aber mein Glaube ändert die Tatsachen nicht. Glaube ist nur so gut, wie der Gegenstand, auf den wir unser Vertrauen setzen. Jemand mag zu mir kommen und sagen: "He, laß uns einen Flug mit meinem neuen Flugzeug machen!" Wenn ich herausfinde, daß sein Flugzeug gar nicht funktioniert, und daß er nicht einmal eine Fluglizenz besitzt, dann ist mein Glaube, gleichgültig wieviel ich aufbringe, nicht gut gegründet. Mein Glaube macht aus meinem Freund keinen großartigen Piloten, wenn wir einmal in der Luft sind! Wenn jedoch ein anderer Freund vorbeikommt und mir dasselbe Angebot macht, er aber ein geprüfter Pilot mit einem neuen Flugzeug ist, dann hat mein Vertrauen eine wesentlich solidere Grundlage. So ist es von Bedeutung, was ich glaube, denn mein Glaube macht es noch nicht wahr. Auch die Bibel betont die Tatsache, daß es lebenswichtig ist, was man glaubt. Jesus sagte: "Wenn ihr nicht glaubt, daß Ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben" (Joh 8,24). Uns wird auch gesagt: "Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das ewige Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm" (Joh 3,36). So liegt die Betonung der Schrift weniger auf dem Akt des Glaubens als vielmehr auf dem Gegenstand des Glaubens. Herausgehoben wird nicht so sehr derjenige, der vertraut, sondern derjenige, dem vertraut wird. Jesus sagte: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich" (Joh 14,6). Die Menschen heute glauben, was immer sie zu glauben wünschen, aber das wird am Ende zu ihrer Zerstörung führen. Die berühmte Hörsaalgeschichte von dem Philosophen Georg Hegel illustriert die Art von Glauben, den die Leute zeigen und der vollkommen unbiblisch ist. Hegel erläuterte, wie man erzählt, seine Geschichtsphilosophie in bezug auf eine bestimmte Reihe von Ereignissen, als einer seiner Stundenten Hegels Ansicht widersprach und sagte: "Aber Herr Professor, die Tatsachen sind anders." "Um so schlimmer für die Tatsachen", war Hegels Antwort. Eine der dunkelsten Perioden in der Geschichte Israels lag in der Zeit der Könige. Während dieser Zeit gab es einen Wettstreit zwischen Gott dem Herrn und Baal, einer hochverehrten Kultgottheit. Ein Altar aus Holz wurde errichtet, und Teile eines Stiers wurden als Opfer darauf gelegt. Der Gott, der mit Feuer antworten und das Opfer verzehren würde, sollte als der wahre Gott in Israel anerkannt werden. Baal kam zuerst an die Reihe. Wenn einer Feuer aus dem Himmel schleudern konnte, dann war es Baal - der große Naturgott, der das Wetter kontrollierte (z.B. Regen, Gewitter, Blitz). Die Priester des Baal zogen den ganzen Morgen bis zum späten Nachmittag um den Altar und flehten Baal an, sie zu erhören. Diese falschen Priester sprangen um den Altar herum, schnitten sich selbst mit Schwertern, tanzten bis zur Raserei, wüteten und flehten den ganzen Tag. Doch nichts geschah. Niemand kann sagen, sie seien nicht aufrichtig gewesen oder hätten nicht geglaubt. Als sie fertig waren, und der Altar wieder hergestellt war, antwortete Gott der Herr mit Feuer vom Himmel und verzehrte Altar und Opfer. Die falschen Propheten des Baals wurden erschlagen (1.Kön 18). Bedeuteten Aufrichtigkeit und Glaube Rettung, so wären diese Propheten verschont worden. So ist es aber nicht. Diese Propheten vertrauten auf den falschen Gegenstand. Sie hatten sich niemals entschieden, die Wahrheit zu untersuchen. Gott verlangt von den Menschen, ihren Glauben auf Jesus Christus zu setzen; nichts Geringeres wird sie oder ihn zufriedenstellen.

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