Der Landesjugendchor Nordrhein-Westfalen
ist ein Zusammenschluß von jugendlichen Sängerinnen und Sängern aus ca. 25 Städten Nordrhein-Westfalens. In der Trägerschaft des LandesMusikRates NRW ist er ein Förderprojekt des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Die etwa 50 Ensemblemitglieder sind zwischen 17 und 28 Jahren alt. Derzeit besteht etwa ein Drittel des Chores aus Musikstudenten. Das Ensemble arbeitet nicht projektbezogen, sondern trifft sich in relativ konstanter Besetzung an 6-7 Wochenenden (Proben bzw. Konzerten) im Jahr. Die vornehmliche Arbeit des Chores ist es, ein breites Spektrum von Chorwerken unterschiedlicher Epochen, verschiedener Stile und Schwierigkeitsgrade zu erarbeiten. Sowohl a-cappella-Literatur als auch Werke für Chor und Orchester stehen auf dem Programm. Dabei erhält stimmbildnerische Arbeit an den Chorwerken eine besondere Bedeutung. Wegen der Größe des Besetzung (ca. 50 Teilnehmer pro Arbeitsphase), die auch die Bewältigung oratorischer Werke ermöglichen soll, ist die ausgewählte a-cappella-Literatur oft vielstimmig oder mehrchörig.
1979 gegründet, unternahm der Chor mehrfach Konzertreisen nach Frankreich sowie in die CSFR und nach Israel. Nach Konzerten in Dresden 1981 brachte das Ensemble zusammen mit dem Hessischen Jugendkammerorchester Mozarts Requiem und Haydns Nelson-Messe zur Aufführung. 1993 und 1995 fuhr der Chor zu Konzertreisen nach Rostock, bei denen u.a. zusammen mit professionellen Chören und Orchestern "Das klagende Lied" und die achte Sinfonie von Gustav Mahler zu Gehör gebracht wurden.1994 stand mit dem Jugendkammerorchester NRW ein Projekt in Burg Wilhelmstein mit "königlicher" Musik von Händel (Krönungsmusiken), Haydn und Holst auf dem Programm. Im Herbst 1994 begab sich das Enseble auf Konzertreise nach Moskau und St. Petersburg. 1995 fand ein Austausch mit mit dem Landesjugendchor Brandenburg statt. 1996 bestritt der Chor zusammen mit dem Landesjugendorchester NRW eine Uraufführung des Oratoriums "Perché" von J. Baur in der Düsseldorfer Tonhalle und der Kölner Musikhochschule. Außerdem wurden verschiedene a-cappella Konzerte veranstaltet, u.a. mit Uraufführungen von preisgekrönten Stücken aus Kompositionswettbewerben des Landes NRW. 1997 fand eine Konzertreise nach Schottland und Nordengland statt.
Ein Geistliches Programm zwischen Palestrina und Pärt wurde 1998 zusammen mit dem LandesJugendBlasorchester NRW einstudiert und in mehreren Städten im Rheinland und Luxemburg zur Uafführung gebracht. Eine erfolgreiche Tournee führte den Chor im Oktober 1999 nach China, wo sieben Konzerte in verschiedenen Metropolen bestritten wurden. Im Herbst 2001 kenzertierte das Ensemble in Nord- und Ostdeutschland sowie in Polen, im Frühjahr 2002 in den Benelux-Ländern, wo zusammen mit dem LandesJugendKammerorchester NRW die hochvirtuose Psalmkomposition "Dixit Dominus" von G. F. Händel und das Requiem von G. Fauré zur Aufführung kamen.
Die erste CD des LandesJugendChores NRW wurde 1998 produziert. Sie enthält Chormusik aus 12 Ländern und 3 Epochen. Eine weitere CD-Produktion mit internationaler Chormusik fand im Mai 2000 in der Kölner Musikhochschule statt. 2002 standen mehrere Radio- bzw. CD-Aufnahmen auf dem Programm, u.a. eine Produktion der "Lustigen Weiber von Windsor" von O. Nicolai mit dem Orchester des WDR, die Aufnahme der "Sorbas-Suite" von M. Theodorakis mit dem Bundesjugendorchester (Deutsche Welle) sowie der Livemitschnitt der Auftritte beim Rheinischen Musikfest in der Euregio-Region
Seit 1989 wird der Chor geleitet von Christiane Zywietz-Godland und Hermann Godland.
Christiane Zywietz-Godland
studierte Schulmusik, Musikwissenschaft, Anglistik und Chorleitung in Essen und Köln. Nach aktiver Teilnahme an vielen internationalen Dirigierkursen verfolgt sie außerdem eine Gesangsausbildung Prof. E. Illerhaus, Prof. M. Friesenahusen und Prof. M Georg. Sie nahm teil an zahlreichen Tourneen namenhafter Konzertchöre und übernahmzudem deren stimmbildnerische Betreuung. Als Sopranistin gestaltet sie viele Oratorien- und Kammerkonzerte und hat einen Lehrauftrag für Gesang an der Uni Essen/Abt. Musikpädagogik.
Hermann Godland
studierte Schulmusik, Latein, Orchersterleitung und Liedbegleitung in Köln. Er nahm aktiv an zahlreichen internationalen Dirigierkursen teil und wirkte bei vielen Tourneen namenhafter Konzertchöre mit. Als Pianist gestaltet er Liederabende und Kammerkonzerte. Er leitet den Chor der städtischen Musikschule Aachen sowie der Musikhochschule Aachen. Regelmäßig hat er mit dem Orchester der Musikhochschule, dem LandesJugendOrchester und dem Chor Modus Novus gearbeitet. Er ist Förderpreisträger der Stadt Aachen.

Die Organisatoren
Trägerschaft und Organisation:

Matthias Pannes
(Generalsekretaer
des LandesMusikRates NRW)
Eva Roth
(Projektmanagerin)
nach oben
|