Chapter8:
Nach meinem Unterricht klopfte ich an die Bürotür des Direktors.
„Ja bitte?“ Ich trat ein und Mister Lambert strahlte mir bereits entgegen.
„Setzen sie sich doch Amber.“
„Vielen Dank.“ Ich fragte mich immernoch weshalb mein Boss mich sprechend wollte. Prüfend warf ich einen Blick auf die Uhr bevor ich mich setzte. In einer dreiviertel Stunde hatte ich einen Termin beim Friseur und anschließend hatte ich mich mit Taylor verabredet.
„Darf ich ihnen etwas zu trinken anbieten?“
„Nein dankeschön.Worum geht es?“ Mister Lambert stellte die Flasche auf den Tisch und kehrte mir den Rücken zu.
„Haben sie schon das Material für ihren Unterricht bekommen?“
„Nein bislang noch nicht. Ich hatte das Fax gleich heute Morgen abgeschickt,also schätze ich das morgenb die Lieferung kommt.“
„Gut,das ist gut.“ Er setzte sich mir gegenüber auf den Schreibtisch. Sein Blick machte mich nervös. Ich hatte das Bedürfniss meine Beine übereinander zu schlagen um dem Lambert die direkte Sicht auf meine Unterwäsche zu verwehren.
„Sagen sie,sind sie eigentlich noch mit dem Sportmoderator zusammen den sie bei der letzten Kollegenfeier hier vorgestellt hatten?“
„Nein Sir. Weswegen fragen sie?“
„Aus reiner Neugierde,reiner Neugierde.“ Er leckte sich über die Lippen und lächelte dann süffisant.
„Mister Lambert,ich muss noch zu zwei Terminen von denen sich einer nicht verschieben lässt.“ ,fing ich an als Mister Lambert mich plötzlich an meinen Oberarmen packte und mich auf die Beine zog.
„Was glauben sie eigentlich wer sie sind?Sie tanzen hier Tag für Tag an,mit ihrem Achsowinzigen Miniröckchen und ihrem Ausschnitt der einem Pnorama der Grand Canyons ähnelt.Ich bin ein verdammter Mann,denken sie ich kann mich bei so einem Anblick im zaum halten? Glauben sie ich kann mich zusammenreißen wenn sie an mir vorbeigehen?“
„Ich weiß nicht was sie meinen Mister...“
„Ach hör schon auf! Du weißt genau was ich meine!“ Seine Hand glitt von meinem Oberarm über meine Schulter bis runter zu meinem Busen.
„Hören sie gefälligst damit auf!“,schrie ich und schuppste meinen Boss von mir. Tiefe Röte stieg mir ins Gesicht als ich aus dem Zimmer rannte und beim laufen versuchte meine Kleidung zu richten. Erst an der Straße hörte ich auf zu laufen,blieb stehen und hob die Hand um mir ein Taxi zu ordern. Zum ersten Mal in meinem Leben hielt sofort eines an.
„Grand Avenue Nummer 428.“,sagte ich schnell. Der Fahrer starrte mich noch einen Moment prüfend an bevor er aufs Gaspedal trat und losfuhr. Vielleicht kam mir die Zeit nicht so lange vor,aber von der Schule bis zur Grand waren es nichtmal Zehn Minuten. Ich hätte auch gehen können,aber das hätte meine Beine nicht mitgemacht.
„3,78$ Miss!“Der Fahrer drehte sich um,ich drückte ihm das Geld in die Hand und stieg aus dem Auto.
„Einen schönen Tag noch!“,schrie er mir hinterher,dann fuhr er los und ich stieß die Eingangstür auf. Einige Leute die im Flur standen zuckten erschrocken zusammen. Ich blieb eine Sekunde stehen und sprang dann die Treppenstufen hinauf bis in den dritten Stock.
Wie eine Irre hämmerte ich gegen Taylors Wohnungstür.Ich schlug und trat gegen,doch im Inneren rührte sich nichts. Neben Taylors Wohnung öffnete sich eine andere Tür und eine etwas ältere mollige Frau trat hinaus auf den Flur.
„Was machen sie denn für einen Lärm?Ich versuche zu schlafen.“,raunzte sie.
„Verzeihen sie Miss.“,schluchzte ich.
„Wenn sie den Mieter aus 14C suchen,der ist heute Morgen schon früh aus der Wohnung raus.“ Ich nickte und lehnte mich gegen die haustür.Langsam rutschte ich auf den versifften Boden.
„Sie wollen hier auf ihn warten,oder sehe ich das falsch?“ Die Frau humpelte vor mich. Eine lange Narbe zierte ihr gesammtes rechtes Bein.
„Irgendwann wird er ja wohl wiederkommen.“,murmelte ich in meine Hände.
„Sie werden sich hier noch eine Erkältung holen.“
„Das ist mir gleich.“ ,sagte ich aus Trotz,zog mir die Jacke aber dennoch fester um den Körper.
„Wie sie meinen.“,raunzte sie und humpelte zurück in ihre Wohnung. Verzweifelt schlug ich meinen Kopf gegen diese verdammte Tür. Wenn sie wenigstens aufgehen würde,dann könnte ich mich in Taylors Wohnung legen und dort ein wenig Wärme tanken. Ich verschwendete keinen Gedanken daran auch nur noch einen Tag an der Schule zu arbeiten. Nicht mit einem Arbeitgeber der mir an die Wäsche wollte. Jetzt wusste ich auch weshalb ich immer einen höheren Geldbetrag auf meinem Scheck stehen hatte als üblich. Meine Wut sprang nun auch auf Taylor über. Wo war er bloß so lange? Ich war drauf und rann die Tür einzutreten.
Mein Hintern wäre sicherlich fest gefroren wenn ich nicht Schritte auf der Treppe gehört hätte und ich nicht schell aufgesprungen wäre. Pfeifend und in seiner Hosentasche nach dem Haustürschlüssel kramend schritt Taylor auf den Flur. Erst als er die Tür aufschließen wollte bemerkte er mich.
„Was machst du denn hier?“,fragte er verblüfft. Mir steckte ein dicker Kloß im Hals. Ich merkte wie meine Unterlippe anfing zu zittern und wartete nur darauf zu weinen anzufangen.
„Wo warst du denn die ganze Zeit? Ich hab auf dich gewartet,Tay!“
„Im Park. Komm mit rein.“Besorgt legte er einen Arm um mich und schloss dann auf. Kaum waren wir in seiner Wohnung schmiss ich mich ihm entgegen.
„Oh ksst,Amy,was ist denn passiert?“ Taylor strich über meinen Kopf und schob mich langsam weiter. Ich schüttelte den Kopf und sah nun ein,das es ein Fehler war hierher zu kommen.
„Leg dich erstmal hin.“,flüsterte Tay in mein Ohr. Er ließ mich für eine Sekunde los um seine Matraze mit frischer Wäsche zu beziehen und legte mich dann dort nieder.
„Ich versuche dir frischen Kaffee zu besorgen. Bleib du hier liegen!“ Vorsichtig wollte er seine Hand aus meiner lösen,doch ich klammerte mich an ihr fest als würde mein Leben daran hängen.
„Bleib bei mir,bitte!“ Jetzt traten wirklich Tränen aus meinen Augen hervor. Ganz langsam perlten sie an meiner Wange hinab. Taylors Blick wandelte sich ins verständnisslose. Er legte sich hinter mich und schlang seine Arme um mich. Meine Augenlider fielen mir nieder.Erst verscuhte ich sie noch offen zu halten,aber die Kraft war mir ausgegangen.
„Was ist denn bloß passiert,Liebling?“ Liebling. Er hatte es schon wieder gesagt. Und ich konnte nichts erwiedern aus dem Dämmerschlaf in dem ich mich befand.
Durch einen leichten Kältezug in meinem Gesicht wachte ich auf. Verschlafen drehte ich mich auf die Seite und öffnete langsam die Augen. Taylor stand an der Tür und zog sich die Schuhe aus bevor er leise die Tür schloss und dann ins Wohnzimmer oder was auch immer dieser Raum war,kam.
„Hey!“,flüsterte ich. Taylor sah erschrocken zu mir hinab und lächelte dann.
„Ausgeschlafen Prinzessin?“ Er kniete sich neben mich und strich über meine Stirn.
„Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt.“
„Entschuldige bitte.“ Verlegen zog ich eine Decke über mich.
„Was war los?“,fragte er vorsichtig. Ich schluckte und schloss die Augen. Wieder quälte mich die Frage warum ich zu Taylor gekommen war und nicht einfach nach Hause gegangen bin.
„Wenn du nicht drüber reden möchtest ist das schon in Ordnung.“
„Nein,ich will drüber reden,aber ich kann nicht.“,erwiederte ich hastig.
„Okay,lass dir Zeit. Ich habe Kaffee geholt.“ Taylor griff hinter sich und hielt mir zwei Becher frisch gebrühten Starbucks Kaffee hin. Ich lächelte dankbar und setzte mich hin. Auf meiner Haut bildete sich sofort eine unangenehme Gänsehaut aus. Taylor reagierte sofort und legte mir seine Jacke um die Schulter.
„Die heizung geht nicht.“,entschuldigte er sich. Die Heizung ging noch nie wollte ich sagen,aber ich presste die Lippen aufeinander. Taylors Lage war schon so nicht die beste und ich wollte ihm soetwas nicht unvorbereitet gegen den Kopf knallen.
„Die Alte Miss Lewis hat mir erzählt was passiert ist.“
„Woher will die das denn wissen?“ ,fauchte ich erzürnt.
„Sie hat nur gesagt das du gegen meine Tür gehämmert hast und nicht bereit warst mit ihr in ihre Wohnung zu kommen.“
„Das hat sie mir ja auch überhaupt nicht angeboten!“
„Du musst zwischen den Zeilen lesen Amy!“,lachte er und pustete an seinem Getränk. Ja,wenn ich zwischen den zeilen gelesen hätte,wäre ich jetzt sicher nicht in dieser Lage. Egal,mir war jetzt alles egal.
„Taylor,ich kündige meinen Job!“
„Was?“ ,schrie er auf. Ich zuckte zusammen durch seinen lauten Ausruf und umklammerte meinen Becher fester.
„Mein Boss,Mister Lambert hat,nein er wolte mich anfassen.“
„Er wollte was?“ Taylor war aufgesprungen.
„Er hat mich in sein Büro gerufen unter dem Vorwand
mit mir reden zu wollen. Er fragte ob ich noch mit Joe zusammen seie und noch irgendwas wegen dem Material wegen des Unterrichtes. Und als ich dann sagte das ich noch einen Termin habe,packte er mich an den Armen und ....“ Ich stockte kurz und versuchte normal zu atmen. Eine Träne kullerte an meiner Nasenspitze vorbei . Taylor nahm mir den Kaffeebecher aus der Hand und zog mich in seine Arme.
„Schon okay!“,hauchte er.
„Du musst zur Schulbehörde und ihnen dort von Mister
Lambert berichten!“
„Bist du verrückt?“ Ich stieß Taylor von mir weg und stand auf.
„Die werden mir nicht glauben!“
„Sie müssen der Sache nachgehen.“
„Garnichts müssen sie. Taylor du kennst diese Leute nicht,du kennst Mister Lambert nicht. Er wird die Leute von der Behörde die Geschichte so erzählen das ich die Schuldige bin.“
„Das kannst du nicht wissen. Du musst es versuchen.“ Beruhigend legte er seine Hand auf meine Wange und strich mit seinem Daumen über meine Lippe.
„Ich will nach Hause.“,stotterte ich und griff nach meiner Tasche.
„Okay.Ich bringe dich.“Taylor zog sich seine Jacke an und brachte mich zur Tür wo er in seine Schuhe schlüpfte und dann hinter uns abschloss.
„Am besten ist,ich melde mich einfach nochmal eine Woche krank,dann ist sicher ein wenig Gras über die Saceh gewachsen,meinst du nicht?“ Taylor sah mir nur mitleidend an. Ich seufzte und starrte in meinen Kaffee.
„Ich geh baden.“ Geknickt und total missverstanden stand ich auf und schlurfte ins Bad. Taylor sah mir noch nach,bevor er dann das Geschirr in die Küche brachte. Der heiße Dampf legte sich wie eine Schutzschicht auf meiner Haut ab. Ich mochte es Taylor nicht sagen,aber nachdem ich auf seiner Matraze lag hatte ich mich so schmutzig gefühlt. Den Gedanken das er dort schlief ließ mich zusammen zucken.
„Amber!“ Taylor steckte seinen Kopf durch die Tür.
„Puh,mach am besten mal das Fenster auf hier drin ist mehr Nebel als im Regenwald.“ Ich lachte leise und streckte meine Hand nach ihm aus.
„Bleibst du bei mir?Heute Nacht?“ Taylor lächelte und hockte sich neben die Badewanne.
„Wenn du das willst.“ Ich nickte heftig und lehnte mich dann über den Rand. Taylor kam mir ein Stück entgegen und presste seine Lippen auf meine. Ein warmer Schauer durchflutete mich sofort. Vorsichtig stieg ich aus der Wanne ohne dabei den Kontakt zwischen mir und Taylor zu trennen. Trotzdem ich nass war,zog er mich an sich.
„Ich muss nacher aber wieder weg,Ame!“,flüsterte er zwischen zwei Küssen. Ich seufzte und band mir ein Badelaken um.
„Wo musst du immerhin?Verschweigst du mir etwas?“
„Ich hatte dir angeboten es dir zu sagen,aber du wolltest es nicht wissen!“,lachte er und öffnete das Badezimmerfenster.
„Ich weiß.“Grummelnd setzte ich mich auf den Toilettedeckel und cremte meine Beine ein.
„Verräts du mir wenigstens wohin du musst?“ Taylor hockte sich vor mich und legte seine Hände auf meine Knie.
„In den Park.“
„New York hat viele Pärke!“
„Wenn ich dir den genauen Park nenne werde ich unter Verfolgungswahn leiden.“
„Haha!“Ich versuchte nicht zu lachen,was mir allerdings schwer fiel da Taylor mich mit diesem Du-Kannst-mir-nicht-widerstehen Blick ansah.
„Und wann musst du genau weg?“
„In etwa einer Stunde.“
„Gut zu wissen.“ Langsam öffnete ich den Knoten meines Lakens und ließ es hinabsinken.
„Amy,ich geh jetzt.“ Taylor hatte sich über mich gebeugt und küsste sanft meine Schläfe.
„Kommst du später nochmal wieder?“,murmelte ich im Halbschlaf.
„Natürlich. Bis später Honey!“ Nach einem weiteren Kuss stieg er aus dem Bett. Ich sah ihm mit einem geöffneten Auge nach und fiel dann wieder in tiefen Schlummer der aber nicht lange andauerte. Mein Tagespensum am Schlafn war bereits bedeckt. Langsam schlüpfte ich aus dem Bett,zog mich an und verkrümelte mich auf die Couch. Taylor hatte seine Mappe mit den Songs vergessen. Ich überlegte lange hin und her ob ich sie lesen sollte,immerhin war es Taylor Privat Eigentum. Der Teufel auf meienr Schulter besiege den Engel und ich fing anzu lesen. Ohne Musik im Hintergrund lasen sich die Songs eher wie Gedichte und dennoch,oder vielleicht gerade deswegen,verloren sie nichts an ihrem Zauber.
In welchem Zeitraum hatte er die gesammten Songs geschrieben? Es waren so viele. Nachdenklich legte ich die Zettel fein säuberlich zurück in die Mappe und diese zurück auf den Tisch. Ich wollte garnicht weiter über die Songs nachdenken. Mir stand das Wasser ja jetzt schon bis zur Nase.
„Amy,ich bin wieder da!“,kam es von der Haustür. Ich vergewisserte mich nochmal das die Mappe korrekt auf dem Tisch lag und setzte mich dann so bequem und lässig hin wie möglich.
„Hab was zum essen mitgebracht.“ Lächelnd stellte er zwei Tüten vom Chinese vor meine Füße und zog sich seine Jacke aus.
„Schön,dann muss ich nicht kochen!“ Ich zog ihn zu mir runter und küsste ihn sanft.
„Ich hab vorhin ein paar mal geglaubt dich hinter einem Busch zu sehen.“,grinste er während er mir zwei Stäbchen in die Hand drückte.
„Tay,du warst nie lustiger!“Ich knuffte ihm leicht in die Seite und griff dann in die Tüte.
„Hast du kein Hähnchen Süß-Sauer?“,fragte ich enttäuscht. Taylor sah mich streng an und hielt mir dann seinen Karton hin.
„Dankeschön!“ Ohne zu zögern griff ich dannach und steckte meine Stäbchen hinein.
„Hmm!Das ist das leckerste Hühnchen das ich jemals gegessen hab!Wo hast dus her?“
„Jaha das würdest du jetzt gerne wissen.“ Taylor lachte und lehnte sich zurück.
„Klar,das wird mein neuer Lieblingschinese!“
„Amber,wieso fragst du nicht einfach wo ich war?“
„Im Park,das weiß ich doch schon. Ich möchte nur wissen wo der Chinese ist damit ich beim nächsten mal was holen kann.“
„Hab ich vergessen!“ Dass das eine Lüge war,war offensichtlich. Ich stöhnte genervt auf und holte eine Flasche Wein und zwei Gläser aus der Küche.
„Darf ich dann fragen was du im Park immer machst?“ Vorsichtig goss ich den Wein Taylor ein und setzte mich dann wieder im Schneidersitz neben ihn.
„Nur sitzen und nachdenken.“,schmatzte er.
„Das kannst du auch bei dir zu Hause oder hier.“
„Ja nur wenn ich hier wäre würdest du mich andauernd stören.“ Lachend stellte er seinen Chinesenkarton ab und wischte sich den Mund mit einer Serviette ab.
„Ach ich störe also. Gut zu wissen.“ Angesäuert stand ich auf und ging ins Schlafzimmer.
„Hey,so war das doch nicht gemeint!“,rief Tay mir noch hinterher als ich die Tür zuknallte.
Das Männer es auch immer wieder schafften meine gute Laune zu verderben. Und das ich es auch immer wieder zuließ,grauenvoll. Nungut,von Taylor hatte ich das eigentlich nicht erwartet und ich wusste auch das er es tatsächlich nicht so gemeint hatte,aber in diesem Moment habe ich es eben als Angriff aufgenommen. Ich beschloss einfach so lange im Schlafzimmer zu bleiben bis Taylor sich bei mir entschuldigte. Es verging die erste halbe Stunde und Taylor war noch immer nicht erschienen. Stattdessen hörte ich den Fernseher.
„Hast du dich beruhigt?“ Taylor war hinter mich getreten und legte seine Hand auf meine Schulter. Ich würdigte ihm keines Blickes,stattdessen räumte ich weiter meinen Schrank auf.
„Amy!“,seufzte er und drehte mich um. Nochimmer sah ich ihn nicht an sondern blickte stur auf meine Füße.
„Ich hab das vorhin echt nicht so gemeint.“Er legte seine Hand um mein Kinn und schob es langsam hoch um mir in die Augen zu sehen.
„Das weiß ich!“
„Und wieso bist du dann sauer?“
„Weil ich gerade in Stimmung war.“,grummelte ich. Taylor sah mich ratlos an.
„Manchmal bist du wie ein kleines Kind.“
„Ach!“ Wartend stemmte ich meine Hände gegen meine Hüften.
„Das war nicht beleidigend Amber. Es war eine Feststellung!“
„Eine Beleidignede Feststellung!“
„Wenn du meinst.“ Gleichgültig zuckte er mit den Schultern und ging aus dem Zimmer.
„Du kannst mich nicht so einfach da stehen lassen!“ Wütend stampfte ich ihm nach. Taylor blickte von einer Zeitung auf.
„Wieso?Du hast mich vorhin auch so einfach stehen gelassen.“ Das war kein Argument.
„Das hatte einen völlig anderen Hintergrund.“ Ich schmiss mich neben ihn,legte meine Füße auf den Tisch und verschränkte meine Arme vor der Brust.
„Ganz wie du meinst.“;sagte er leise und leckte sich kurz über den Zeigefinger um die Seite umzublättern. Er tat es mit so einer Gelassenheit die meine Wut nocheinmal steigerte.
Schmollend drückte ich mich immer tiefer in die Kissen der Couch und wartete wieder darauf das er sich entschuldigte. Erst als er die zeitung durch hatte und sie auf dem Tisch ablegte wand er sich mir zu.
„Ich nehme an du erwartest eine Entschuldigung?“,fragte er lächelnd.
„Jep.“
„Ich werde mich aber nicht entschuldigen,weil es keinen Grund dafür gibt. Ich habe weder etwas falsch gemacht noch habe ich dich in irgendeiner Weise verletzt oder beleidigt.Ich weiß das du das anders siehst,aber das ist deine Sache.“ Sprachlos starrte ich ihn an. Und gerade als ich den Mund öffnen wollte legte Taylor mir seinen Finger auf die Lippen.
„Ich möchte jetzt auch nicht mit dir disskutieren,ich sehs dir schon an der Nasenspitze an das du das willst!“ Ich schüttelte den Kopf und Taylor ließ seinen Finger von meinen Lippen gleiten.
„Ich will ja auch nicht.“,flüsterte ich.
„Sondern?“
„Ich will,das du mich küsst!“ Taylor lächelte und beugte sich zu mir hinab. Anfangs presste er nur kurze Küsse auf meine Lippen,doch ziemlich schnell wurden sie inniger und leidenschaftlicher. Seine Hand wanderte an den Saum meines Shirts,zog es mir langsam über die Arme und schmiss es dann hinter sich. Ich legte mich zurück und wartete sehnsüchtig auf Taylors Berührung. Zärtlich presste er seine Lippen auf meinen Bauch. Ich schloss die Augen und versuchte mich zu entspannen. Aber Taylor machte dies wieder zunichte. Mit seinen Händen ging er auf Wanderschaft. Jeden Centimerter meines Körper liebkoste er mit den Fingerspitzen. Ich öffnete die Augen und beobachtete ihn dabei. Wir beide zuckten zusammen als mein Telefon klingelte. Panisch zog ich mir einen Schuh aus und warf ihn gegen das Telefon. Taylor sah mich überrascht an. Ich lächelte und krabbelte unter ihm hervor.
Geschickt öffnete ich ihm seine Hose und schob ihn zurück. Er blickte mich wie ein kleiner Junge an der nicht wusste was vor sich ging. Dafür wusste ich es umso besser.
Zärtlich biss ich ihm in sein Ohrläppchen. Er zuckte zusammen und legte seine Arme um mich. Ich küsste mich von seinem Ohr zum Hals bis ich schließlich seine Lippen fand. Wir verschmolzen miteinander .
„Amy!“Taylor schob mich ein Stück von sich und legte seine Hand auf meine Wange. Ich lächelte und presste mich gegen seine warme Hand.
„Gott.“Er schüttelte den Kopf und setzte sich aufrecht hin. Ich schloss die Augen und ließ mir meine Enttäschung nicht anmerken.
„Ich liebe dich!“,wisperte er dann plötzlich. Ein Lächeln trat auf mein Gesicht. Langsam öffnete ich meine Augen und blickte in die Taylors. So sehr hatte ich diesen Moment hervor gesehnt und nun,als er endlich da war,war es mir kaum möglich einen klaren Gedanken zu fassen.
„Amber?“ Taylor zog mich an sich und stieß mit seiner Nase gegen meine.
„Wenn du wüsstest,Tay wenn du wüsstest.“,flüsterte ich leise.
Chapter9
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