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Chapter5:
Ich konnte es ihm nicht länger verschweigen. Joe war mir zu wichtig um ihn derartig zu belügen. Ich musste ihm sagen das ich die Verlobung auflösen wollte und ich musste ihm von der Affaire zwischen Taylor und mir berichten. Sicher würde er es nicht verstehen, aber so wollte ich einfach nicht weiter machen. Ich warf einen Blick auf die große runde Ziffernuhr an der Wand. Halb2.
„Miss Reynolds?“ Erschrocken setzte ich mich aufrecht hin.
„Hanna,was gibt es?“
„Ich bin fertig.“ Mit strahlender Miene überreichte sie mir ihren Aufgabenzettel und setzte sich dann wieder auf ihre Platz. Ich packte meine Stifttasche wieder aus und korriegierte ihre Fehler. Sie war ein so begabtes Mädchen,wieso hatte sie nur solche Schwierigkeiten in Mathe.
„Miss Reynlolds! Henry schmeißt Paierkugeln auf mich!“,schrie Steven aufgebracht. Steven und Henry. Ich musste die Beiden auseinander setzten sonst würde es in der Klasse keine Ruhe mehr geben.
„Henry!“,rief ich mahnend. Er versteckte sich hinter Steven und zog den Kopf ein.
„Bring bitte das Papier zu mir!“ Reumütig stand der Junge auf und legte mehrere Papierkugel auf meinen Leherpult. Ich seufzte tief und ließ sie in meiner Schublade verschwinden.
„Beim nächsten mal darfst du dem Unterricht vom Flur aus folgen!“
„Ja Miss Reynolds!“,murmelte er und trottete wieder zurück an seinen Platz,nicht ohne Steven noch einmal eine Kopfnuss zu verpassen. Ich beschloss diesen Vorfall nicht gesehen zu haben und steckte meinen kopf wieder über Hannahs Aufgaben.
„Hanna,kommst du bitte einmal zu mir!“ Das Mädchen stellte sich neben meinen Pult.
„Haben deine Eltern sich um den Nachhilfelehrer gekümmert?“,fragte ich als ich ihr den zettel zurück gab. Sie schüttelte den Kopf.
„Haben sie sich meinen Brief durchgelesen?“ Wieder ein kopfschütteln.
„Du hast ihn ihnen nicht gegeben,habe ich recht?“ Diesmal nickte sie.
„Sag deiner Mom bitte das sie mich heute Abend zu Hause anrufen soll!“ Ich schrieb ihr meine Telefonnummer auf einen Zettel und drückte ihn Hanna in die Hand.
„Versprichst du mir das?“ Hanna nickte betrübt. Eh ich nocheinmal seufzen konnte klingelte es zum Stundenende.
„Bis Donnerstag möchte ich das ihr die Aufgaben 4 und 5 in eurem Buch macht. Bis Morgen!“ Ich hatte es genauso Eilig wie die Kinder aus der Schule zu kommen. Joe wartete bestimmt schon im Café auf mich. Schnell packte ich meine Sachen zusammen und schloss nachdem meine Schüler draußen waren den Klassenraum ab.

„Da bist du ja endlich!“ Joe war aufgestanden um mich in den Arm zu nehmen.
„Es tut mir leid. Ein Höllenverkehr.“,entschuldigte ich mich.
„Worum geht es? Ich habe nicht viel Zeit Liebling. Nacher ist noch eine Aufzeichnung zu der ich muss.“ Prüfend sah er auf seine Uhr. Ich holte tief Luft. Tu es,tu es! ,schrie es in mir.
„Joe,ich kann so nicht weiter machen.“,fing ich an.
„Womit?“ Das,würde ich auf jeden Fall nicht vermissen. Seine ständigen Unterbrechungen wenn ich erzählte.
„Mit uns. Ich mache es so kurz wie möglich,deine Zeit!“ Interessiert blickte er mich an.
„Ich möchte unsere Verlobung auflösen!“.erklärte ich kurz und in der Hoffnung damit alles geklärt zu haben.
„Das heißt?“ War der Mann wirklich noch immer so schwer von Begriff?
„Das heißt das ich mich von dir trennen werde,Joe!“ Sein Gesicht änderte sich schlagartig. Seine Ader am Hals bebte und unter seinen Augen trat ein leichtes Blau.
„Wie bitte?“,zischte er. Ich fuhr mir durchs Haar.
„Es geht einfach nicht mehr. Es ging eingentlich noch nie. Wir führen keine Beziehung. Haben wir noch nie. Wir tollerieren einander nur. Und das ist nicht das was ich möchte.“ Ich zog mir meine Jacke wieder an und wollte aufstehen als Joe mich grob am Arm wieder auf den Stuhl riss.
„Du kannst dich nicht einfach so von mir trennen Amber!“
„Ich kann!“
„Nein kannst du nicht.Die Gäste für unsere Hochzeit wurden schon eingeladen.“
„Die kann man wieder ausladen.Ich werde dir deine Sachen nach Australien schicken. Machs gut.“ Mein Herz fühlte sich nicht mehr so schwer an wie noch fünf Minuten zuvor. Rekordzeit,so schnell hatte ich es noch nie geschafft mit jemandem Schluss zu machen. Aber irgendetwas sagte mir,dass das noch nicht das Ende sein sollte.
Taylor saß schon auf den Treppenstufen vor meinem Appartment und wartete auf mich.
„Na!“
„Hey Amy!“ Er drückte mir einen Kuss auf die Lippen und nahm meine Hand. Lächelnd stellte ich fest das es ihm außergewöhnlich gut ging.
„Wie war dein Tag?“,fragte er mich auf dem Weg zu meiner Tür.
„Oh gut. In der Schule lief es prächtig. Naja,eines der Mädchen hat so ihre probleme.Ich telefoniere heute Abend mit ihrer Mom und dann sehen wir weiter.“
„Aha!“ Aha. Taylor schien mir nicht wirklcih interessiert an meinem Tag.
„Frag mich wie mein Tag war!“ Ich lachte und schloss die Haustür auf.
„Okay also schön. Taylor,wie war dein Tag?“
„Du musst schon schöner fragen!“ Neckend biss er mir in den Nacken und hielt mich an sich gedrückt.
„Tay,erzähl mir bitte wie dein Tag gewesen ist.Es gibt nichts wichtigeres als dies zu hören!“,lachte ich.
„Ich war einkaufen.“,strahlte er. Uui toll. So was mache ich dreimal die Woche.
„So?“ Ich schmiss meine Jacke über einen Stuhl und stellte die Tasche daneben.
„Frag mich was!“,forderte ermich auf.
„Ich hab keine Lust auf dein albernes Spiel. Sags mir einfach.Tay!“Entsetzt schrie ich auf und hielt mir die Hand vor den Mund. Taylor hielt mir eine Gitarre entgegen. Ich fragte mich wo er sie versteckt hatte.
„Wo hast du die denn her?“ Vorsichtig berührte ich sie.
„Pawnshop. Ecke Gillmore und 19th Avenue.“ Er strahlte bis über beide Ohren.
„Das heißt?“
„Das heißt das sich mal wieder ein bisschen üben sollte!“,grinste er.
„Ein bisschen?“,fragte ich nach. Taylor stellte die Gitarre an die Wand und zog mich an meiner Taille zu sich.
„Er habe ich noch etwas anderes zu tun!“,flüsterte er mir ins Ohr.
„Ich habe keine Ahnung was du meinst!“ Ich ließ mich von ihm ins Schlafzimmer drängen und zog ihn mit mir aufs Bett.
„Wie lange kannst du es denn Verschieben,zu üben?“,hauchte ich als ich ihm das Hemd von seinen Schultern strich. Er küsste meine Nasenspitze und stoppte dann.
„Eigentlich garnicht.“,seufzte er und stand auf. Schockiert richtete ich mich auf.
„Hanson!“,rief ich gespielt böse. Taylor drehte sich um und kam zurück zum Bett.
„Würdest du es verschieben wenn ich dir sage das ich mich von Joe getrennt habe?“ Seine Augen bekamen ein seltsames Funkeln und um seine Lippen spielte ein süßes Lächeln.
„Eine Stunde,höchstens!“Er krabbelte über mich und bedeckte mein Gesicht mit zärtlichen Küssen.
Während ich in der Badewanne lag,übte Taylor im Wohnzimmer auf seiner Gitarre. Er hatte nichts verlernt. Im Cock‘n‘Pie hatte er das schon bewiesen und jetzt auch hier. Ich schloss die Augen und lauschte den sanften Klängen die er anschlug. Mit dem Fuß wippte ich leicht zum Takt so das ein wenig Schaum über den Rand schwappte. Plötzlich nahm ich leisen Gesang wahr. Langsam erhob ich mich aus der Wanne und wickelte ein Badelaken um mich.Taylor hielt seine Augen geschlossen während er sang. Er wippte mit dem Oberkörper leicht vor und zurück wobei ihm seine Haarsträhne ins Gesicht fiel. Ich lehnte mich gegen die Tür und hörte ihm gespannt zu. Als alter Hansonfan hätte ich erkannt wenn es ein alter Song wäre,aber es muss einer neuer gewesen sein. Unverkännlich Taylors. Seine Art Songs zu schreiben hätte ich unter Tausenden wiedererkannt.
„Before you I was lonely. What I let it control me? You are the revolution against my own conclusions. Today I feel I cant lose Im letting go of what I knew!“
Er sang diesen Sont mit soviel Leideschaft das ich fast Eifersüchtig hätte werden müssen auf die Gitarre. Die Gitarre die er so zärtlich behandelte. Er ließ die letzten Takte ausklingen öffnete langsam die Augen. Ich räusperte mich leise. Taylor drehte sich erschrocken um und seufzte dann,als er mich sah,erleichtert auf.
„Begabt. Sehr begabt!“ Ich ging an ihm vorbei in die Küche. Sein Blick brannte förmlich auf meiner Haut.
„Name?“,rief ich ihm zu.
„Wie Name?“
„Hat der Song einen Namen?Songtitel?“
„Nunja,nein eigentlich nicht.“Taylor stellte sich vor mich,nahm mir meine Tasse Kaffee aus der Hand und setzte sie an seinen Lippen an. Ich wollte ihn noch zurück halten!
„Bäh!Da ist ja Milch drin!“ Angwiedert stellte er die Tasse neben mir ab und wischte sich mit dem Hemdärmel über den Mund. Ich kicherte,nahm meine Tasse und verzog mich damit ins Wohnzimmer.
„Du weißt schon was dein Köper,nur mit einem Badelaken bedeckt,für Auswirkungen auf mich hat,oder?“
„Ich weiß auch was mein Körper für Auwirkungen auf dich hat wenn ich etwas anhabe Taylor!“Ich küsste langsam seine Wange und setzte mich an den Tisch.
„Ja schon.“Taylor ob mein Kinn an damit ich ihn ansehen konnte.
„Aber wenn du so vor mir herum läufst,sind die Auswirkungen schwerwiegender als mit normalen Klamotten.“
„Hey,Willst du mir etwa sagen das mein Arsch in Badelaken besser aussieht als in meiner Lederhose?“Drohend stand ich auf und stieß Taylor meinen Zeigefinger gegen die Brust.
„Oh ich würde es nie wagen dies zu behaupten,Lady!“,lachte er und hob mich hoch. Ich schrie leise,wusste aber dennoch das der Kamp,Ich gegen Taylor,aussichtslos war. Langsam stellte er mich dann wieder auf dem Boden ab,zog mich aber wieder an sich.
„Ich kann es noch gar nicht fassen das du dich von Joe getrennt hast!“,flüsterte er.
„Glaub es ruhig Tay.“Ich verschloss seine lippen mit einem sanften Kuss.
„Ich glaube die Gitarre hat eine kleine Ruhepause verdient.Findest du nicht auch?“ Ich riss entsetzt meine Augen auf.
„Taylor...du kannst doch nicht schon wieder!“,jappste ich. Er grinste und fegte meine Unterlagen vom Tisch.
„Wenn du wüsstest was ich alles kann.“Mit einer schnellen Handbewegung hatte er das Badelaken von meinem Körper entfernt und hob mich auf die Tischplatte.
Der Schweiß stand Taylor noch immer auf der Stirn als er sich neben mich legte. Ich lächelte und stüzte mich auf meinem Arm ab um ihn von der Seite ansehen zu können.
„Wie schaffen wir es eigentlich immer ins Bett?“,fragte ich. Taylor sah mich an und überlegte scheinbar ob er lachen sollte.Seine Mundwinkel zuckten immer wieder nach oben. Dann hielt er sich die Hand vor die Augen und grinste nur noch.
„Du fragst immer Sachen Amy!“,stöhnte er. Ich kniff ihm in die Brust und schwang mich aus dem Bett.
„Naja,jedefalls sollte wir an deiner Ausdauer noch üben,Tiger!“ Kichernd zog ich mir ein Hemd an und tappste in die Küche um meinen Arbeitstisch wieder aufzuräumen.
„Üben?An meiner Ausdauer?“Taylor hatte sich von hinten an mich geschlichen.
„Oh ich warne dich. Wenn ich jetzt nicht den morgigen Schultag vorbereite ....“
„Was dann?“Taylor nahm meine Hand und legte sie an seine Wange.
„Dann habe ich ein riesengroßes Problem.“ ,stöhnte ich.
„Wie groß?“Taylor ließ nicht locker.
„Tay!“ Ich drehte mich langsam um und legte meine Arme um seinen Nacken.
„Ich verspreche dir,das wenn du mich jetzt arbeiten lässt,unernehmen wir heute Abend etwas zusammen.“ Zögernd biss er sich auf der Unterlippe herum und nickte dann.
„Braver Junge!“Ich hauchte ihm einen Kuss auf die Nasenspitze und setzte mich an meine unterlagen. Neben mir klimperte Taylor wieder auf seiner Gitarre herum. Ab und zu stellte er mir eine neue Tasse Kaffee hin und warf einen Blick auf meine etlichen Zettel.
„Tu mir einen Gefallen,und werd niemals Lehrer!“,seufzte ich genervt. Taylor lachte und setzte sich auf den Tisch.
„Habe ich auch nicht vor um ehrlich zu sein.“ Ich verschränkte meine Arme und beobachtete Taylor dabei wie er meine Unterlagen durchging.
„Wer ist Hanna?“,fragte er plötzlich.
„Ich habe dir vorhin von ihr erzählt. Sie ein so intelligents kleines Mädchen. Nur in Mathe hat sie so ihre probleme. Sie löst nichtmals die einfachsten Grundrechenaufgaben. Aber wenn du sie fragst wer den die Gründerväter der USA waren erzählt sie die gesammte Story.“
„Da kenne ich noch ein kleines Mädchen das so ist.“
„Wer?“Ich griff nach einem Zettel mit den Hausaufgaben.
„Zoé.“,flüsterte Taylor betrübt.
„Deine Schwester?“ Er nickte und gab mir den Block zurück.
„Matheschwäche?“
„Nein. Sie ist ein kluges Mädchen. Zac und ich haben mal überlegt ob sie wirklich unsere Schwester ist und nicht im Krankenhaus vertauscht wurde. Es gab noch niemals einen so klugen Hanson.“ Ich wusste nicht ob ich lachen sollte.Also grinste ich nur leicht.
„Was wollen wir also nacher machen?“
„Weiß nicht.“,grummelte Tay lustlos. Ich konnte es nicht ertragen Taylor so leiden zu sehen wenn es um seine Familie ging. Es iel ihm schwerer als er zugab das der Kontakt abgebrochen wurde.
„Wollen wir wiedermal tanzen gehen?“
„Keine Lust.“
„Essen?“
„Keinen Hunger.“
„Ach Tay!“ Langsam wurde ich sauer und unegduldig. Er konnte nicht immer abblocken wenn ich ihm schonmal entgegen kam.
„Amy,ich weiß wirklich nicht was wir machen könnten.“
„Ja dann lass uns einfach losziehen. Ohne Ziel. Einfach so!“,schlug ich vor.
„Wo ist da denn der Spaß?“
„Der Spaß kommt wenn wir irgendwo angekommen sind!“,versprach ich ihm. Er sah mich wie ein kleiner Junge an.
„Komm her!“ Ich zog ihn in meine Arme und wiegte ihn sachte hin und her. Taylor gab keinen Ton von sich. Er klammerte sich nur an mir fest,als wäre ich das treibende Brett eines gesunkenen Schiffes.

Chapter6

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