Chapter4:
„Und jetzt?“Taylor stellte sich vor mich und grinste. Ich zog die Augenbrauen hoch und zuckte mit den Schultern.
„Ich weiß gar nicht was mit mir los ist. Ich bin aufgekratzt wie ein kleines Kind!“Taylor lief auf und ab bevor er stehen blieb und meine Hände nahm.
„Lass uns irgendetwas unternehmen.Ich lade dich ein.“Ich lachte leise.
„Okay.“
„Schlag etwas vor.Egal was,ich bin für alles offen.“ Ich war so brennend Stolz auf Taylor. Sein Auftritt war der beste gewesen den Brad jemals gesehen hatte. Er war zu uns gekommen als Taylor von der Bühne kam und verlangte einen neuen Song. Erst zögerte Taylor noch,doch dann war er bereit gewesen ein ganzes Konzert zu geben.
„Dann lass uns tanzen gehen.“,schlug ich vor. Taylor sah mich erst skeptisch an.
„Ich kann nicht tanzen!“
„Hey,Hanson. Du hast gesagt du bist für alles offen.“Drohend stieß ich ihm meinen Zeigefingern gegen die Brust.Er grinste und legte seinen Arm um meine Schulter.
„Kennst du eine gute Dancebar?“
„Jede Menge,also mach dich auf etwas gefasst!“Lachend schob ich ihn vorwärts. Leute an denen wir vorbei gingen,sahen uns nach oder schüttelden die Köpfe. Wir benahmen uns wie kleine Kinder. Euphorisch lachend und außer Kontrolle. Ich blieb stehen.
„Da rein?“,fragte Taylor unglaubwürdig.
„Glaubst du die lassen uns da rein?“
„Na klar.Nun komm schon!“Ich zog ihn mir hinterher in die Disco. Kein Türsteher,ungewöhnlich aber passend und verlockend. Laute Hip Hop Musik war dabei unsere Ohren zu zerstören.Ich glaube das hat weder mich noch Taylor gestört.
Auf der Tanzfläche war er mindestens genausogut wie auf der Bühne.Hatte er gesagt das er nicht tanzen konnte,so war das eine glatte Lüge.Der Mann war die reinste Granate und schaffte es sogar mich aus der Puste zu bekommen.
„Hey,was ist los?“Taylor legte mir seine Hand auf die Schulter und beugte sich zu mir runter. Ich hielt mir die Hand aufs Herz und lächelte entschuldigend.
„Du wolltest tanzen!“
„Ich weiß,ich weiß!“,lachte ich und lehnte mich gegen ihn.Mir fielen vor Müdigkeit schon fast die Augen zu.
„Wollen wir gehen?“Taylor legte seine Hand auf meine Wange.
„Nichts lieber als das!“Ich nahm meine Jacke und war schon auf dem Weg nach draueßen als Taylor mich festhielt.
Verwirrt blieb ich stehen und sah zu ihm auf.
„Ich danke dir,für alles!“Zögernd nahm er mich in seine Arme und presste mir einen Kuss auf die Stirn.
„Gerngeschehen,Tay!“,flüsterte ich.Er schob mich ein Stück zurück und musterte mich mit seltsamen Blick.
„Tay,wenn du wüsstest wie lange ich das schon nicht mehr gehört habe.“Seufzend legte er seinen Kopf in den Nacken und stierte gen Himmel. Sternenklar und Wolkenlos.
„Früher wollte ich immer Astronaut werden.“,erzählte er während er meine Hand nahm und los ging.
„Ich wollte der Erste sein der die Sonne betritt und soviele Sterne wie möglich mit nach Hause bringen.“Er unterbrach sich selber und lachte leise.
„Alles was mit dem Weltall und Sternen zu tun hatte war für mich das faszinierenste der Welt.Einmal hatte ich sogar meine Sachen gepackt und wollte abhauen um mich bei der NASA zu bewerben.“,kicherte er. Ich war überrascht und glücklich zugleich das er mit mir über seine Kindheit sprach. Niemals hätte ich dannach gefragt,umso froher war ich ,das er dieses Thema anschlug.
„Wieso bist du dann kein Astronaut geworden?“,fragte ich. Taylor blieb stehen und ich lief erst noch einen Schritt weiter.
„Ich hab mit 9Jahren meine erste Zahnfüllung bekommen.“,seufzte er. Ich konnte nicht anders und lachte laut los. Zum Glück stand eine Laterne neben mir an der ich mich festhalten konnte.
„Hey,das war eine schwere Zeit für mich!“Taylor stieß mich leicht an und lachte dann leise mit.
„Ich wollte Ballerina werden.“,sagte ich als ich mich wieder einigermaßen gefasst hatte.
„Meine Mom hat mir ein Kleid genäht und extra Spitzenschuhe gekauft.“
„Und weiter?“
„Dann habe ich angefangen zu reiten und wollte am liebsten im Stall schlafen.“
„Wieso hast du das nicht getan?“Ich riss die Augen auf und starrte in Taylors schelmisch grinsendes Gesicht. Schmunzeldn ging ich weiter.
„Ich bekam eine Heuallergie,aber wenn ich damals gekonnt hätte,hätte ich wirklich bei den Pferden geschlafen.“
„Das glaube ich dir aufs Wort.“Taylor zog meinen Arm unter seinen.Wir liefen eine Weile nebeneinander her bevor ich einen Blick auf meine Uhr warf.
„Soll ich uns ein Taxi bestellen?Mir ist kalt und ich will so schnell wie möglich nach Hause.“
„Ich habs nicht mehr weit.“,grummelte Taylor enttäuscht.
„Willst du mit zu mir?“,fragte ich ohne große Umschweifungen zu machen.
„Nee du lass mal. Du hast schon zu viel für mich getan.“Er zog sich seine Jacke fester um sich und ging weiter.
„Tay!“,rief ich unkontrolliert.Er drehte sich zu mir um und ich ging ein paar Schritte auf ihn zu.
„Ich würde mich freuen wenn du mitkommst.“Fragend neigte ich meinen Kopf zur Seite. Taylor seufzte laut und hielt ein Taxi an.
„Einmal habe ich Zacs Nase gebrochen als wir beide versuchten eine Rakete von einer Schaukel zu zünden.“,lachte Taylor.Ich sah ihn geschockt an.
„Wie konte denn soetwas passieren?“
„Ging alles viel zu schnell. Ich weiß nur noch das als die Rakete gestartet war,die Schaukel zurück prallte und voll gegen Zacs Nase donnerte.“Er zuckte mir den Schultern und schmunzelte.
„Ich hätte auf ein Internat gemusst wenn ich soetwas mit meinen Geschwistern gemacht hätte.“,brummte ich. Meine Eltern waren nicht gerade zimberlich gewesen mit solchen Drohungen.
„Wie viele Geschwister hast du?“Taylor goss uns Beiden noch etwas Wein nach.
„Drei.Die Jüngste,Sara ist 18.Dann kommen meine beiden Brüder Paul und Jeff.Beide 29.“
„Wie alt bist du denn dann wenn beide 29 sind?“Taylor grinste.
„26.Ich bin das mittlere Kind.“
„Kenn ich.Bin ich ja auch.Zumindest von....uns...Dreien.“Hastig nahm er einen Schluck Wein. Ich wusste das es ihn schwer mitnahm von der Band zu sprechen. Über die Einzelnen Mitglieder war es kein Problem,aber wenn das Gespräch direkt auf Hanson bezogen wurde,blockte er ab oder gab nur einsilbige Antworten.
„Wie alt bist du?“
„27.Alter Sack!“ Ich lachte leise. Wie 27 sah er nun wirklich nicht aus. Ich hätte ihn auf höchstens 22 geschätzt.
„Mancmhal wünschte ich,ich wäre wieder 14.Da war irgendwie alles einfacher.“,seufzte er betrübt.
„Nicht wenn man auf der High School ist,Taylor.“,ergänzte ich.
„Zu dumm das ich nie auf einer gewesen bin.“
„Klang nicht gerade so als würdest dus bereuen!“,stellte ich fest.
„Nicht unbedingt.“ Nicht unbedingt.War das alles was er dazu zu sagen hatte? Verstohlen beobachtete ich ihn aus den Augenwinkel. Wie er neben mir saß,die Ellenbogen auf den knien abgestüzt und sein Kinn auf der Handinnefläche.Einen Punkt im Raum fixierend und leicht hin und her schaukelnd. Ich wollte mehr über ihn erfahren. Viel mehr als er mich bislang erzählt hatte. Wer war die Person hinter dem Namen?Hinter der Fassade die er als Schutz hatte erschaffen.
„Wie hast du Natalie und Kimberly kennengelernt?“,fragte ich neugierig. Taylor runzelte die Stirn und drehte sich dann so zu mir das er mich direkt ansehen konnte.
„Sag mal,du bist nicht irgendwie eine Reporterin von der Klatschpresse oder?“
„Nein.Es interssiert mich nur.Entschuldige bitte wenn ich dich nerve mit meinen Fragen.“
„Schon okay.“ Er schwenkte sein Weinglas hin und her.
„Natalie habe ich hier in New York kennen gelernt. Sie war Model.Nicht sehr begabt,aber hübsch genug um auf dem Catwalk ihre Runden zu laufen. Naja,wir wurden damals von unserer Plattenfirma zu dieser Modenschau geschickt.Anschließend hatten wir dann ein Treffen mit den Models und den Designern und da hab ich sie dann getroffen. Wir haben uns ein paar mal verabredet bevor wir dann fest zusammen waren. Ike und Zac mochten sie von Anfang an nicht.Kein Wunder.Sie hatte so eine Art an sich die wirklich nervig war.Frag mich nicht,was ich damals so anziehend an ihr fand.“
„Ich halte den Mund!“,versprach ich grinsend. Taylor kicherte und kratzte sich am Hinterkopf.
„Nach einem halben Jahr haben wir dann geheiratet. Ich fühlte mich damals noch zu jung um zu heiraten.Aber ihre Eltern hatten uns zusammen im Bett erwischt und dachten natürlich das sie schwanger wäre oder werden könnte.Wenn ich jetzt darüber nachdenke ist das alles ziemlich peinlich.“Er lachte in sich hinein und räusperte sich dann.
„Natalie hate zwischen Ike Zac und mir integriert und so kam es dann fast zum Boykott der Band.Wir stritten uns pausenlos,was damals schon fast das Ende der Band bedeutet hatte. Ich war nach einem Jahr endlich soweit die Scheidung einzureichen.“,beendete er.
„Und was war mit ihr?“
„Hat ne fette Abfindungssumme bekommen.“Taylor steckte sich den Finger in den Hals und würgte gespielt. Seine Mundwinkel zogen nach oben zu einem süßen kleinen Grinsen.
„Kimberly?Was war mit ihr?“
„Oh das ging alles noch viel schneller. Ich hab sie nach einem Konzert kennen gelernt. Von der ersten Sekunde an war ich verzaubert gewesen von ihr. Wir heirateten gleich nach einem Monat. Und nach drei weiteren Monaten ließen wir die Ehe annulieren. Das bedeutete dann auch schon das aus der Band.“ Betrübt wischte er sich über die Augen.
„Während den zwei Ehen hatte ich immer wieder meine kleinen Affäiren.Mal mit Emely, Judith und wie sie nicht alle hießen. Ich war der Ladykiller und machte meinem Namen auch alle Ehre.“
„Sind das denn nicht die meisten Leadsinger?“
„Nicht in diesem Maße.“,seufzte er.
„Taylor,es tut mir alles so leid.“Tröstend wollte ich ihm die Hand auflegen,doch er drehte sich unwirsch weg.
„Brauch es dir nicht.Es war doch meine Schuld.Ich wusste was ich tat,konnte damit aber nicht auffhören. Ich fühlte mich unzerstörbar,dachte ich könne mir alles erlauben. Wenn ich die Fehler die ich gemacht habe,rückgängig machen könnte,Amber alles wäre anders verlaufen.“Eine kleine Träne blitze in seinem Auge.
„Wäre alles anders gelaufen,hätten wir uns auch nicht kennen gelernt,Tay!“,lächelte ich. Taylor sah mich stuzig an. Vorsichtig rückte ich näher und zog ihn in meine Arme. Er kam mir vor wie ein kleins Kind,das Trost vor der großen weiten Welt brauchte und dem schon zu viel passiert war.
„Amy?Bist du da?“ Erschrocken ließ ich von Taylor ab und sprang auf. Joe war wiedergekommen.
„Im Wohnzimmer!“,rief ich. Ich ließ Taylor sitzen und lief Joe entgegen. Er war gerade dabei sich den Mantel auszuziehen als ich ihm entgegen sprang.
„Woah,nicht so stürmisch Liebling!“,lachte er während er versuchte balance mit mir auf dem Arm zu finden.
„Wieso hast du nicht angerufen?“Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange und rutschte von ihm runter.
„Eigentlich wollte ich dich überraschen.“Joe strich mir übers Gesicht und legte dann seine Lippen auf meine. Ich stieß ihn leicht von mir und zog ihn zurück ins Wohnzimmer.
„Ich möchte dir jemanden vorstellen Joe.“ Taylor saß noch immer auf der Couch mit verwirrtem Gesichtsausdruck und blutroten Wangen.
„Joe,das ist Taylor Hanson. Taylor,das ist Joeseph Warner.“,stellte ich die beiden vor. Taylor raffte sich auf und reichte Joe die Hand.
„Angenehm!“,murmelte er mit einem Seitenblick auf mich.
„Ebenfalls.Was verschafft uns die Ehre ihres Besuches?“Joe setzte sich und zog mich auf seinen Schoß.
„Amber und ich ,wir waren unterwegs.“,erklärte Taylor eingeschüchtert.
„Vorher waren wir im Cock‘n‘Pie. Dort ist Taylor augetreten,er war so klasse!“,schwärmte ich wahrheitsgemäß.
„Sie sind Musiker?“Joe nahm sich mein Glas Wein und goss nochmal nach.
„Eigentlich nicht mehr.“
„Was redest du denn da Tay? Er war früher der Sänger bei Hanson.“
„Hanson?Tut mir leider aber das sagt mir nichts.“
„Die drei Jungs.Ich war früher ein Fan von ihnene.“Ich zwinkerte Taylor zu der nur kurz lächelte und dann wieder wegschaute.
„Achso,ja das war dann sicher vor meiner Zeit,Liebling!“Joe packte mich an der Seite und biss mir in den Nacken.Ich schrie kurz auf und fiel dann in leises Lachen.
„Ich sollte gehen.“Taylor war aufgestanden und zog sich seine Jacke an.
„Bleib doch noch!“
„Nein,ich,naja ich will euch nicht stören.“ Zweifelnd starrten wir einander an.
„Ich bringe dich zur Tür.“,seufzte ich beim aufstehen.
„War nett sie kennengelernt zu haben.“Joe gab ihm die Hand und gab mir einen Klaps auf den Hintern als Taylor nicht hinsah.Empört schüttelte ich den Kopf und schloss die Haustür auf.
„Wieso hast du mir nicht gesagt das du einen Freund hast?“,zischte Taylor leise. Seine Augen funkelten vor Zorn und enttäuschung.
„Ich habe es nicht für wichtig empfunden Tay.Entschuldige bitte.“
„Oh nein,mir tut es leid.Sehr sogar.“Wütend trat er aus der Wohnung und schlug die Tür hinter sich zu. So hatte ich ihn nie erlebt.
Joe war Ende 30. Eigentlich viel zu alt für mich.Das konnte ich mir jedesmal aufs neue anhören wenn ich mit meiner Mom oder Freunden telefonierte. Aber er gab mir ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit.Mit ihm an meiner Seite konnte mir nichts passieren. Er war Sportmoderator und von daher oft unterwegs. Wie auch an diesem Wochenende. Wiedereinmal war er in Australien und ich blieb alleine.
Ich saß bereits seit zwei Stunden an den Hausaufgaben die meine Schüler am Freitag abgegeben hatten. Irgendwann sah ich nur noch Rot. Die Stiftfarbe,sowie in meinen Gedanken. Ich kochte mir eine starke Tasse Kaffee und öffnete ein Fenster.
Es Regnete in Strömen. Leute rannten mit ihren Schirmen über die Straßen,sprangen über Pfützen oder versteckten sich unter Markisen um das Ende des Wetters abzuwarten. Taylor hatte ich seit zwei Wochen nicht mehr gesehen. Ich muss zugeben,das ich mehr für ihn empfand als ich mir selber eingestehen wollte.
Als Joe da war,hatte ich auch kaum eine Chance Taylor aufzusuchen geschweige denn ihn zu mir einzuladen.Joe hielt mich auf Trab. An manchen Tagen bereute ich das ich eine Beziehung mit einem so alten Mann eingegangen war. Dabei liebte ich ihn nichtmals.
Er war nur eine Art Mittel zum Zweck. Ich wollte nicht alleine sein.Brauchte jemanden an meiner Seite der mich verstand und meine Macken tollerierte.Und Joe war so ein Jemand. Er laß mir jeden Wunsch von den Augen ab. Ich musste nur pieps machen und schon hatte ich das was ich wollte. Aber was wollte ich schon?
Ich sah auf die Straße und ließ meinen Blick dort schweifen.Eine alte Frau saß auf einer Bank am Rande der Straße.Sie ließ sich freiwillig nachssregnen,wie dumm. Unter meinem Fenster stand ein junger Mann mit blonden Haare.Die Hände in seinen Jackentaschen. Erst als er zur Seite sah,erkannte ich Taylor. Panisch,aus Angst er könnte weg sein bevor ich unten bin ,riss ich mir meine Jacke über und lief nach unten.
„Es regnet.“Ich stellte mich neben Taylor und steckte,so wie er meine Hände in die Taschen.
„So erspar ich mir eine Dusche!“Er sah mich grinsend an und sah wieder die Straße hinab.
„Du erkältest dich noch.“
„Wäre nicht die erste.“
„Willst du mit hochkommen?“
„Nein.“
„Warum nicht?“
„Weil dein Freund da ist!“ Dein Freund hatte einen solch abwegigen Tonfall das ich ein kichern unterdrücken musste.
„Er ist weg.“,räusperte ich mich.Taylor wand sich interessiert mir zu.
„Australien.“
„Und,für wie lange?“
„Lange genug,Tay!“Ich stellte mich direkt vor ihn und blinzelte ihn durch den Regenschleier hindurch an.Dann ergriff ich einfach seine Hand und zog ihn hinter mir her in die Wohnung.
„Was tust du denn Amber?“,fragte er überrascht.Ich zog mir meine Jacke aus und schmiss sie hinter mich.
„Das was ich schon vor langer Zeit hätte tun sollen.“,flüsterte ich.Langsam stellte ich mich auf Zehenspitzen und berührte mit meinen Lippen sanft seine.Nur kurz und flüchtig.
Ich verschränkte meine Arme hinter seinem Nacken und zo seinen kopf zu mir hinunter.
Meine Liuppen waren wenige Millimeter von seinen entfernt,aber ich machte keine Anstalten sie zu küssen. Tasylor reckte seinen Hals um mich zu berühren,doch ich wich ihmaus.Überrascht sah er mich an.
Ich fuhr mit dem Zeigefinger seine Gesichtszüge nach und bließ ihm ins Ohr.Sein Körper zitterte leicht.Zärtlich strich ich ihm über die Brust und glitt dann zu seinem Rücken.
Ich stellte mich auf Zehenspitzen und sog den Duft seiner Haare ein. Mein Herz raste so als würde es jede Sekunde aus meiner Brust springen wollen. Nur flüchtig berührte ich mit meinen Lippen immer wieder Taylors Nacken.
Mit der Zungenspitze fuhr ich hnter seinem Ohr entlang.Er legte den Kopf zur Seite.
Seit Zittern wure immer stärker.Er presst sich gegen mich.Langsam ging ich um ihn herum und stand dann wieder vor ihm.Seine Augen waren geschlossen und winzigkleine Schweißperlen standen auf seiner Stirn.Vorsichtig legte ich meine Lippen auf sein.Taylor riss wie aus einer Trance erwacht die Augen auf und starrte mich an.
„Amber,du hast einen Freund.Ich weiß nicht ob es richtig ist was wir machen.“Zärtlich legte er seine Hände auf meine Wangen und sah mich eindringlich an.
„Lass es einfach geschehen.“,hauchte ich.
„Tay,hey wach auf.“Kichernd bließ ich Taylor ins Ohr der friendlich schlief. Er grummelte etwas unverständliches und drehte sich auf die Seite.
„Mach doch die Augen auf.Taylor!“ Ich wurde ungeduldig,krabbelte über ihn und stieß ihm leicht gegen die Brust.
„Nur noch fünf Minuten!“Tay zog sich die Decke über den Kopf und schlief weiter.
Die Nacht mit ihm würde mir auf ewig unvergessen bleiben. Ich war noch immer wie verzaubert. Taylor war zwar anfangs noch am zweifeln und zögerte,aber ich konnte es ihm schnell abgewöhnen. Die gesammte Wohnung war erfüllt von Zärtlichkeit und Leidenschaft gewesen. Nie wieder würde ich diesen Mann hergeben.
„Deine fünf Minuten sind um.“Verspielt biss ich in sein ohrläppchen woraufhin er mich bei den Armgelenken packte,mich auf den Rücken drehte uns sich selbst über mich beugte. Überrascht stieß ich einen leisen Schrei auf.Taylor presste seine Lippen auf meine und zog sie dann wieder langsam zurück.Ich reckte meinem Kopf nach oben und versuchte ihn zu küssen,doch er zog seinen Kopf nach hinten und grinste danzu auch noch. Dann seufzte er und legte sich neben mich. Mit zusammengefalteten Händen hinter seinem Kopf starrte er den Kronleuchter an. Ich drehte mich auf die Seite und ließ meinen Finger über seiner Brust herum kreisen.
„Was hast du?“,fragte ich leise. Tay zuckte mit den Schultern und schloss die Augen.
Ich kroch wieder unter die Bettdecke,schmiegte mich an Taylors warmen Körper und legte seinen Arm um mich. Er seufzte und drehte sich einfach so von mir weg.
Erstaunt über sein Verhalten beschloss ich ihn erstmal in Ruhe zu lassen.
Ich musterte seinen Rücken. Seine so schmale Taille wölbte sich verführerisch unter der dünnen Decke hervor das ich am liebsten meine Hand dannacht ausgestreckt hätte.
Seine miese Stimmung zog auch mich mit runter,also stand ich auf und tappste in die Küche.Auf dem Tisch lagen die noch nicht nachgesehenen Hausaufgaben meiner Schüler.
Ich konnte sie nicht noch weiter aufschieben,setzte mich an den Tisch und korriegierte sie. Taylor schlief noch etwa eine Stunde weiter,ehe er zu mir in die Küche kam.
Ich sah kurz auf und windmete mich dann wieder den Heften.
„Was machst du?“Taylor warf einen Blick über meine Schulter und nahm sich dann eine Tasse Kaffee.
„Hausaufgaben korregieren.“,grummelte ich.
„Für wen?“ Er setzte sich mir gegenüber und schlürfte an der Tasse.
„Für meine Schüler!“ Ich legte den Stift beiseite und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Bist du Lehrerin?“,fragte Taylor erstaunt. Ich nickte und holte mir auch nochmal einen Kaffee.
„Wusste ich garnicht.“
„Ich weiß. Bislang hatte ich es auch noch nicht erwähnt.“
„Aha!“ Taylor sah aus dem Fenster. Er hatte sich nur die Bettdecke um die Hüften gewickelt. Sein Oberkörper war frei und ich konnte noch die Abdrücke meiner Bisse der letzten Nacht sehen.
„Und wo?“ Taylor blickte mich starr an.
„Elementary school.“
„Machts Spaß?“
„Ja sicher!Warum fragst du?“
„Naja,wenns dir keinen Spaß macht solltest du es nicht machen!“ Also wenn er jeden Morgen so drauf sein würde....
„Es macht mir Spaß Taylor.“Kopfschüttelnd nahm ich den roten Stift und schrieb die Noten unter die Aufgaben.
„Kann ich mal sehen?“,fragte Taylor vorsichtig. Ich schob ihm ein Heft zu und sah ihm dabei zu wie er sich den Aufsatz einer Schülerin interessiert durchlas.
„Wieso gibst du ihr ein D?“
„Themaverfehlt.“
„Aber er ist gut!“Taylor kam um den Tisch herum und zeigte mir die Stelle die er meinte.
„Sie hat die Situation gut beschrieben und in korrekter zeitform widergegeben.“
„Taylor,sie hat das Themaverfehlt. Es ging nicht um die Besiedlung Amerikas sonders um die zeit davor. Was der grund dafür war. Und das hat sie nunmal nicht beschrieben!“
Ich entriss ihm das Heft.
„Ich würde ihr ein A geben!“,seufzte er.
„Ja aber du bist auch nicht ihr Lehrer!“
„Aber wenn ich es wäre würde ich....“
„Ihr ein A geben!“,seufzte ich resigniert. Taylor grinste mich mit Gewinnermiene an.
„Sie sind unmöglich Mr. Hanson!“ Ich legte meine Hand an seinen Nacken und zog ihn langsam zu mir runter.
„Und sie sind unwiderstehlich Ms. Reynolds.“,hauchte er gegen meine Lippen.
Chapter5
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