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Chapter3:

„Was kann ich ihnen bringen?“ Eine junge Kellnerin war neben mir erschienen und hatte ihren Notizblock und einen Stift gezückt.
„Einen Kaffee bitte.Und könnte ich bitte mit ihrem Vorgesetzem Brad Miller reden? Sagen sie ihm das Amanda Reynolds auf ihn wartet.“Die Kellnerin sah mich skeptisch an,nickte dann jedoch und nahm weitere Bestellungen auf bevor sie in den Hinterräumen verschwand.
„Amy,schön dich wieder zu sehen!“ Ich stand auf um Brad in den Arm zu nehmen. Er war groß geworden. Ich musste direkt zu ihm aufschauen.
„Freut mich auch Brad.Wie geht es dir?“,fragte ich als wir uns setzten.
„Naja,der Laden läuft prima. Ich kann nicht klagen,auch Pirvat nicht.“ Beiläufig zeigte er mir seinen Ringfinger.Ich grinste.
„Beccy?“
„Jap.“Stolz grinste er mir entgegen.
„Ich gratuliere dir.“Ich nahm seine Hand und drückte sie kurz.
„Danke danke.Im März erwarten wir unser Erstes.“
„Brad das ist wunderbar.Ich freue mich so wahnsinnig für euch.“
„Und wie stehts mit dir? Immernoch mit diesem Sportreporter Joe zusammen?“Ein abwegiges Lächeln trat auf sein Gesicht.
„Immernoch.“,bestätigte ich ihm nicht ohne einen kleinen Tritt gegen sein Schienbein.
„Aber warum ich gekommen bin.Brad,würdest du mir einen Gefallen tun?“
„Jeden Amy.Worum geht's?“Interessiert sah er mich an.
„Ein Freund von mir,also eigentlich ist er mehr ein Bekannter,bräuchte deine Hilfe. Er ist Musiker,ohne Band wohlbemerkt.“
„Und ich soll ihn hier auftreten lassen,habe ich Recht?“
„Ohne das er bezahlen muss.“Ich grinste entschuldigend. Brad seufzte tief und schlug seinen Kopf gegen die Tischkante.Ich zuckte kurz zusammen und versuchte ernst zu wirken.
„Er hat es versdient,wirklich.Er ist ein ausgezeichneter Musiker.“
„Ausgezeichnet oder nicht. Ich muss Geld von ihm abverlangen.Die anderen müssen auch drücken!Jenachdem wie gut sie waren,bekommen sie ja einen Teil der Einnahmen des Abends.Kohle gegen Kohle!“ Diesmal war ich die Jenige die seufzte.
„Okay,ich bezahle für ihn.“,entschied ich dann.
„Aber es muss schnell gehen.Wann habt ihr die nächste Session?“
„Heute Abend.Bezahlung im Vorraus.“
„Wieviel.“Ich zückte mein Portmonai.
„150$!“
„150$? Kein Wunder das der Laden so läuft.“,knurrte ich während ich mein Geld abzählte. Brad lachte und zählte nochmals nach.
„Okay,es war mir eine Freude erneut mit dir Geschäfte zu machen. Ich werde dir heute Abend einen Platz direkt an der Bühne reservieren.“Brad reichte mir die Hand und ich machte mich auf den Weg in die Grand Avenue.
Doch dann blieb ich stehen. Taylor hatte mir zwar gesagt in welcher Straße er wohnte,aber nicht in welchem Haus. Am liebsten hätte ich meinen Kopf in den siffigen Schnee gesteckt. Da kam mir plötzlich die Idee. Ich schlug einen anderen Weg ein,den zur Polizei. Taylor musste ja polizeilich gemeldet sein. Die Wache war überfüllt. Auf der einen Seite saßen scheinbar die Schwerverbrecher,Handschellen und ein Wachhund an der Seite. Auf der anderen Seite saßen Prostituierte und ihre verhandelnden Zuhälter. Ich steuerte direkt auf einen Polizisten zu und hielt ihn an.
„Entschuldigen sie bitte.Ich bräuchte ihre hilfe.“
„Nun dafür sind wir da Miss.“Er betrachtete mich von oben bis unten und grinste dann.
„Ich suche einen gewissen Taylor Hanson.Er wohnt in der Grand Avenuo.Ich weiß aber leider nicht in welchem Haus.“
„Wir dürfen nicht einfach so Informationen heraus geben.“Das Grinsen auf seinem Gesicht war immernoch nicht verschwunden.So einer war er also. Ich beschloss aufs ganze zu gehen.
„Ach kommen sie schon. Es würde auch unter uns bleiben.“,hauchte ich. Seine Wangen färbten sich rot und er wies mir zu ihm zu folgen. Ich blieb neben ihm stehen während er in seinem Computer nach Taylor suchte.
„Taylor Hanson.Grand Avenue Nummer 428.“
„Vielen Dank!“ Ich zog mir meine Handschuhe wieder an und wollte gerade wieder gehen als mich der polizist am Arm festhielt.
„Hätten sie vielleicht Lust mit mir noch etwas trinken zu gehen?Meine Schicht ist gleich vorbei.“ Seine Blicken zogen mich förmlich aus. Ich sah auf die Uhr und schüttelte den Kopf.
„Ein anderes Mal gerne,aber ich muss jetzt erstmal zur Schwangerschaftsgymnastik.“ Sein Grinsend erstab als er „Schwanger“ hörte.
„Auf wiedersehen.“,stotterte er hastig und machte das er wegkam. Ich tat es ihm gleich und bestellte mir draußen ein Taxi.
Nummer 428.Ich fuhr mit meinem Finger über die Namensschilder an den Briefkästen.
„Webster....Lewis...Hanson.Bingo!“ Ich sprang die Treppen in die Windelseile hinauf bis in den dritten Stock. Es roch seltsam nach Urin und Verwesung. Mir wurde ganz mulmig bei dem Gedanken das Taylor hier wohnte. Am Zimmer Nummer 14C blieb ich stehen und klopfte zaghaft. Es dauerte eine Weile ehe ich unzählige Schlösser aufgehende hörte. Die Tür öffnete sich bis das Kettenschloss sich spannte. Taylor sah mich müde an.
„Hey.“,lächelte ich.Er sah mich bloß entsetzt an.
„Was machst du hier?“Taylor riss die Kette ab und zog mich in seine Wohnung.
„Es ist viel zu gefährlich alleine hier her zu kommen.“,zischte er während er wieder abschloss.Ich zählte nach.Insgesammt Sieben Schlösser und das Kettenschloss zusammen.
„Mir ist nichts passiert wie dus siehst.“
„Ja Glück gehabt.“,brummte er. Skepitsch sah ich mich um. Jedoch,war alles was ich sah eine Matraze in einer Ecke,eine kleine Nachtleuchte und ein Tischchen.
„Was willst du überhaupt hier?“
„Achso,ja.Hier!“Ich gab ihm die Karte vom Cock‘n‘Pie und wartete auf seine Reaktion.
„Und?“ Und?War er wirklich so schwer von Begriff wie er tat? Ich seufzte laut.
„Ich habe dir einen Auftritt besorgt.Heute Abend.“,strahlte ich. Taylors Gesichtsausdruck war undeffinierbar für mich.
„Das hättest du nicht tun sollen.“,flüsterte er während er sich auf seine Matraze sinken ließ. Ich zog es vor stehen zu bleiben.
„Ich dachte du freust dich.Du kannst wieder Musik machen.“
„Will ich das denn?“
„Ach komm,Taylor. Versuch es doch wenigstens.“
„Ich will aber nicht!“,schrie er so das ich erschrocken zurück wich. Er stützte seinen Kopf in den Händen ab.
„Was willst du eigentlich von mir?“Er sah mich geradeaus an. Mit der Frage hatte ich nicht gerechnet.
„Naja,eigentlich gar nichts.“,sagte ich kleinlaut.
„Und warum dann alles?“Er war wieder aufgestanden.Sein bloßer Blick auf mir machte mir Angst.Ich öffnete den Mund um zu antworten,aber es kam kein Ton heraus.Ein dicker Kloß steckte in meinem Hals fest.Ich atmete tief ein.
„Weil du begabt bist Taylor.“
„Das soll der einzige Grund sein?Weil ich Begabt bin?“Er lachte spöttisch und ging im zimmer auf und ab. War das wirklich der Grund warum ich mich so für ihn einsetzte?,fragte ich mich selber.
„Du bist mir einfach wichtig,das ist der Grund.“Ich hielt ihm am Arm fest und blickte ihm direkt in die Augen.
„Heute Abend um 8pm.“
„Ich werde nicht kommen,Amber.Es tut mir leid.“
„Nein,mir tut es leid Taylor.“Entmutigt ging ich.

„Wo ist er denn jetzt?“Brad kam an meinen Tisch.Ich sah kurz auf und zuckte mit den Schultern.
„Er kommt nicht.“ Das waren die falschen Worte.Brads Kopf wurde so rot wie eine Tomate.
„Er tut was nicht?“,schrie er. Ich kniff die Augen zusammen. Brad war ein Perfektionist.Alles war bei ihm genau durchgeplant. Wenn um 8 ein Termin war,dann hatte man um spätestens 7 da zu sein. Und das war hier eben nicht der Fall. Es war schon kurz nach halb 8. Die ersten Musiker hatten bereits ihre Session hinter sich,nur einer fehlte noch und so wie es aussah würde er auch nicht kommen.Taylor.
„Es tut mir leid Brad.“,etnschuldigte ich mich.
„Ja mir auch.Das ich dir immer wieder vertraue.“ Er drehte sich um und eilte davon. Mir war schlecht.Am liebsten wäre ich nach Hause gefahren. Wieso ich blieb?Keine Ahnung. Vielleicht um mir den Abend nicht noch ganz zu versauen.
„Sorry,bin ein bisschen spät!“Taylor knallte sich neben auf einen Barhocker und verschnaufte. Ich stieß einen lauten Freundeschrei aus und fiel ihm um den Hals.
„Ich wusste das du kommst!“
„Ähaa!“Er grinste und schob sich seine Haare hinters Ohr.Nanu,ich stockte. Er war frisch rasiert,hatte neue Klamotten an und roch nach ...Calvin Klein! Er bemerkte wie ich ihn staunend musterte und lachte.
„Ich konnte bei einem Bekannten duschen.Er hat mir auch seine Sachen geliehen. Gefällts dir?“ Was für eine Frage.
„Du siehst klasse aus,Taylor!“Ich fuhr mit meiner Hand über sein Jacket und strich es ihm glatt.
„Halt mal!“Ich sah ihn böse an.
„Ich dachte du wolltest nicht kommen.“ Er lächelte leicht und strich sich übers Kinn.
„Hatte ein schlechtes Gewissen dir gegenüber.“,gab er kleinlaut zu. Interessiert stützte ich den Kopf auf meinem Arm ab und nippte an meinem Drink.
„Wünsch mir Glück!“Er küsste plötzlich meine Wange und sprang auf die Bühne.
„Alles Glück der Welt,Taylor!“,flüsterte ich. Brad und Taylor standen nebeneinander auf der Bühne.
„Ladys und Gentlemen,Taylor Hanson!“,rief Brad durchs Microphon. Ich klatschte Beifall und sprang auf. Taylor lächelte verlegen und schnallte sich eine Gitarre um bevor er sich auf einen Hocker setzte und das Microphon in die richtige Höhe stellte. Dann schloss er die Augen. Er wirkte nachdenklich. Wieso dauerte es denn so lange? Er fing einfach nicht anzu spielen geschweigedenn zu singen. Mein Atem setzte für einen kurzen Moment aus.
„Mach schon Tay,du kannst es doch!“,betete ich. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht als seine Finger die Saiten der Gitarre anschlugen.Ich atmete erleichtert auf.

Chapter4

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