Natürliche Fasern, Stoffe, usw.
Tierische Naturfasern
- Seide (Kokonfaden von Raupen)
- Anaphe Seide/ Nesterseide
- Zuchtseide/ Maulbeerseide
- Wildseide/ Tussahseide
- Angora (Haare des Angorakaninchens)
- Mohair (Haare der Angora Ziege)
- Kaschmir (Haare der Kaschmirziege)
- Vikunja (Haare des Vikunja, des kleinsten Kamels)
- Lama (Haare des Lamas)
- Alpaka
- Kamel
- Rosshaar
- Wolle (Schafshaare)
- Merinowolle (Haare von Merinoschafen
- Cheviot (Cheviotschaf
- ...
Pflanzliche Naturfasern
- Baumwolle (Samenhaare der Baumwollstaude)
- Sisal (Hartfaser aus Blättern der Sisalpflanze)
- Bast
- Leinen (aus der Flachsplanze)
- Jute (aus der Jutepflanze)
- Ramie (aus der Ramiepflanze)
- Hanf (aus der Hanfpflanze)
- Kokos (Kokosfasern, Frucht- und Hartfasern)
- Manila (Hartfasern aus Blättern einer Bananenart)
- Kapok, Ceibawolle, Pflanzendaunen (Haare aus dem Innerem der Kapselfrucht des echten Kapokbaumes)
"Stoffe"
- Seide
Die Fasern haben eine gute Feuchteaufnahme, eine hohe Elastizität (höchste aller Naturfaserstoffe), sind aufgrund der geringen Dichte sehr leicht, verfügen über eine geringe Lichtbeständigkeit (werden also relativ schnell bei zu hoher Lichteinwirkung zerstört), sind empfindlich gegenüber Schweiß und glänzen nach dem Entbasten
Seidenstoffe begeistern durch ihren edlen Glanz, ihren angenehm kühlen Griff und ihre Feinheit. Echte Seide wird aus den Kokons der Maulbeerspinner (eine gezüchtete Seidenraupe) gewonnen. Die edelste Seide ist die Haspelseide - der ca. 1000 m lange Faden vom Kokonmittelteil. Die äußere und die stärker verklebte Innenschicht des Kokons werden zu Schappe- oder Bouretteseide verarbeitet. Aus den Kokons der wildlebenden Tussahspinner wird Wildseide gewonnen. Seide ist bei allen Temperaturen angenehm zu tragen, denn sie wärmt bei Kälte und kühlte bei Hitze. Alle Seidenstoffe können ungefähr die Hälfte ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Seide gibt die Hautfeuchtigkeit schnell nach außen ab. Schweiß allerdings kann die Seide brüchig machen. Seide hat eine hohe Reißfestigkeit, ist je nach Qualität, Gewebeart und Ausrüstung sehr leicht und geschmeidig oder schwer und steif und dementsprechend mehr oder weniger knitteranfällig.
- Chiffron
In der Modebranche versteht man darunter ein äußerst feines, halb durchsichtiges Gewebe, das aus Chemiefasern oder Seide hergestellt wurde und einen sandigen Griff hat. Durch den Einsatz von Kreppgarnen entsteht eine "Crush-Optik" (=Knittereffekt).
- Kaschmir
Es ist sehr weich, geschmeidig und hat einen seidigen Glanz. Die Faser ist durch ihre Seltenheit einer der teuersten Naturfasern und deswegen auch selten rein verwendet
- Damast
Ein sehr altes Gewebe, wobei die früheste nachgewiesene Produktion bereits um 200 n.Chr. in China mit Seide stattfand. Man spricht bei großflächig gemusterten Jaquardgeweben (=werden auf Jaquard-Webstuhl hergestellt, fast jedes Muster kann dargestellt werden, Gewebe i.d.R. äußerst fein gezeichnet & abwechslungsreich)häufig von Damast.
Stark gemustert, aus merzerisierter Baumwolle und teilweise auch aus Seide oder Chemiefasern.
- Satin
Durch eine ausgeklügelte Webart ist es möglich, diesem wertvollen Gewebe zwei unterschiedliche Seiten zu geben: Eine ganz glatte, kostbar glänzende (sie wird meist nach außen verarbeitet) und eine eher matte, etwas unregelmäßigere.
- Samt
Samt ist seit jeher eine der edelsten Qualitäten der Modewelt. So war z.B. in den mittelalterlichen Kleiderordnungen genau festgelegt, wem es erlaubt war, sich mit Samt zu schmücken. Verstöße wurden streng bestraft. Auch heute noch ist Samt - vor allem der matt schimmernde, feinflorige Baumwollsamt - einer der hochwertigsten Qualitäten, die die Mode zu bieten hat.
- Batist
Batist ist ein hochzartes, transparentes Gewebe, das häufig aus Baumwolle oder zarten Mischgarnen hergestellt wird. Aufgrund seiner feinen Struktur wird es vor allem für zarte Wäsche, edle Blusen oder Hemden verwendet.
- Brokat
Brokat ist ein schweres, meist stark gemustertes hochwertiges Gewebe. Waren Brokat-Gewänder früher nur wenigen Adligen und Reichen vorbehalten, hat sich durch die Erfindung des Jacquard-Webeverfahrens die Verwendung von Brokat weitgehend demokratisiert. Die Herstellung von Brokat ist allerdings auch heute noch vergleichsweise aufwendig. Brokat ist mit Silber- und Goldfäden verwebt.
- Changeant
Changeant ist ein aufwendiges Gewebe, das je nach Lichteinfall in verschiedenen Farben schillert. Dieser Effekt wird durch unterschiedliches Färben zweier meist glänzender Garne erreicht, die anschließend verwebt werden.
- Flanell
Flanell ist ein klassischer Webstoff aus Baumwolle, Wolle oder Viskose. Er wird einseitig oder beidseitig aufgerauht und ist daher besonders weich, warm und kuschelig.
- Wolle
Sehr elastisch und dadurch knitterarm, säurebeständig aber empfindlich gegenüber Laugen, schuppige Oberfläche (= kratzt), nimmt Feuchtigkeit sehr gut auf und verfügt über eine gute Wärmehaltung
- Baumwolle
Sie nimmt Feuchtigkeit gut und schnell auf und verfügt über eine hohe Reißfestigkeit. Baumwolle knittert leicht und lässt sich gut färben.
- Leinen
Leinen zeichnet sich durch seine außerordentliche Festigkeit aus. Es hat einen kühlen Griff, eine gewisse Glätte, einen leichten Glanz und eine geringe Wärmehaltung
- Musselin
Musselin ist ein locker gewebter Stoff aus Baumwolle, Wolle oder Viskose. Typisch für die Stoffqualität ist der weiche unscheinbare Faserflaum auf der Oberfläche. Musselin-Gewebe sind besonders leicht und luftig und dadurch besonders gut für ein heißeres Klima geeignet.
- Organza
Organza ist ein hauchzartes, transparentes Gewebe aus Natur- oder Chemiefasern. Aufwendige Ausrüstungsverfahren verleihen dem federleichten Edelgewebe dauerhaft Stand.
- Leder
Gegerbte Tierhäute, meist von Rind, Lamm, Ziege oder Schwein. Leder ist eines der ältesten Materialien der menschlichen Bekleidung. Für Oberbekleidung wird im allgemeinen Nappaleder (Sammelbegriff für alle Ledersorten mit glatter, manchmal leicht glänzender Oberfläche) oder Veloursleder (samtige Oberfläche) bevorzugt.
- Filz
Filz hat eine hohe Dichte und ist ein Wollstoff der durch einen Walkvorgang verändert wurde (= Hitze, Feuchtigkeit, Druck und Reibung)