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Schwedisch Sprachkurse

Schweden scheint - zusammen mit Irland - eines der letzten echten Traumziele in Europa zu sein. Die Grüchte halten sich hartnäckig: der schwedische Staat bezahlt alles für jeden, die Schweden sind zusammen mit den Schweizern und den Deutschen die reichsten in Europa, sie habe Geschmack und einen Sinn für die Ästhetik des Einfachen (siehe IKEA) und was sie bauen hinkt der Mode vielleicht etwas hinterher, hält dafür aber ewig (siehe Volvo). Desweiteren halten die Schweden ihr Land sauber und ordentlich und sind damit den Deutschen nicht unähnlich. Vielleicht stammt die Faszination ja hierher?

Tatsache ist, daß dem schwedischen Sozialstaat in den letzten Jahren Streichungen verordnet wurden, gegen die die deutschen Versuche geradezu lächerlich wirken. Von der Wiege bis zur Bahre, das war einmal, das mußten auch die Schweden unschmerzlich wahrnehmen. Das Design der Autos erinnert schon seit längerem nicht mehr an Backsteine mit Rädern, ist teilweise sogar Trendsetter geworden, dafür sind die "Echtholzmöbel", seit sie in Billiglohländern zusammengekauft werden auch schon etwas länger nicht mehr das, was sie mal waren.

Was Schweden aber immer noch faszinierend macht ist seine Landschaft. Die Unmengen von Seen und die schier unendlichen Nadelwälder im Westen und Norden. Dazu das Allemansrätt, das Jedermannsrecht, das wildes Campen für eine Nacht erlaubt, eine Stille in der Nacht, die direkt beängstigend ist, saubere Luft und Wasser, das man aus dem See trinken kann.

Ein weiteres Vorurteil besagt, daß die Schweden verschlossen seien, manchmal sogar unhöflich Fremden gegenüber. Tatsächlich sind sie nur wesentlich vorsichtiger, und wenn man sie erst einmal näher kennen gelernt hat äußerst herzlich. Zugegeben, das dauert schon etwas länger als in Deutschland.
Wie in allen anderen Gegenden der Welt auch ist es von wesentlich einfacher Kontakt zu bekommen wenn man die Sprache zumindest in Grundzügen beherrscht.

Die schwedische Sprache hat den Vorteil, mit der deutschen relativ nahe verwandt zu sein, ohne aber deren immense Schwierigkeiten aufzuweisen. Die Schweden machen es sich gerne etwas einfach, so auch mit der Sprache. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht. Eine Verbform für alle Personen reicht. Kommas, wozu? Drei Fälle reichen und wenn man es nicht ausspricht, warum soll man es denn dann schreiben? scheinen einige der Grundregeln zu lauten. Auch Horrorvisionen unzähliger Deutschlehrer wie Filosofi, teologi, te, kafe, delfin sind vollkommen normal. Natürlich gibt es auch im Schwedischen Schwierigkeiten, davon jedoch mehr in den Kursen selber.

Wir arbeiten mit "Praktisches Lehrbuch Schwedisch" von Langenscheidt, ISBN 3-468-26301-5. Das Buch wurde im Herbst 1997 nach völliger Neubearbeitung veröffentlicht und orientiert sich stark an alltäglichen Sprechsituationen, anstatt sich mit einem Übermaß an abstrakter Grammatik aufzuhalten.

Die Erfahrung hat gezeigt, daß sich mit Schwedisch in relativ kurzer Zeit gute Erfolge einstellen, das Feedback aus dem Urlaub zurückgekehrter Kursteilnehmer war bisher - auch nach nur einem Kurs - durchweg positiv. Wenn sich nach einem Semester natürlich noch keine tiefschürfenden Diskusionen führen lassen.

Über Lese-, Sprech- und Verstehensübungen und die leider unvermeidliche Grammatik hinaus gibt es Informationen zum Land, zur Kultur, zur Literatur, zum Königshaus, über die Küche (incl. Rezepten) und alles andere, was interessiert. Querverweise auf die Nachbarländer im Norden werden auch nicht zu kurz kommen.

Der Kurs findet Montags von 18.30h bis 20.00 im Schulzentrum Wiemelhausen in der Albert-Einstein-Schule, Querenburgerstr. 45, Raum 221 statt.
Zu erreichen am besten mit der U35 bis Waldring, von dort 6 Minuten zu Fuß oder mit den Buslinien 349 und 356 Haltestelle Aral Forschung direkt vor dem Haus. Auf dem Schulhof die Treppe rechter Hand rauf, nach links durch den Laubengang ins Schulgebäude, in den ersten Stock in den hinteren, rechten Gang, das letzte Zimmer rechts.

Välkommen alla glada mäniskor!


e-mail 14.10.1998