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kiliinamericablog
Sunday, 19 December 2004
ahora soy al otro lado del rio grande y soy muy, muy, muuuuy cansado...
Mood:  don't ask
Topic: Monterrey-Dallas-Houston
Leute, ich habs geschafft: sie haben mich tatsaechlich ueber die Grenze gelassen, und dies ohne Schuhkontrolle, Fingerabdruckautogramme oder irgendwelche Augenuntersuchungen! Anscheinend muss man die ganze Prozedur also nur einmal ueber sich ergehen lassen, ist ja immerhin etwas! Aber, um nicht von der ordentlichen Reihenfolge abzuweichen, sollte ich, ohne Um- und Abwege, dort weiterfahren, wo mich das letzte Kapitel hinterlassen hat oder wo ich das letzte mal aufgehoert habe, je nachdem wie man das ausdruecken will (uebrigens habe ich meinen geliebten Don Quijote fertiggelesen, was zur Folge hatte, dass ich in Monterrey recht aufgeschmissen war so ganz ohne Lektuere - ich habe dann allerdings "Le Petit Prince" auf englisch gefunden, was meine Not eine kleine Weile gelindert hat und jetzt hervorragend dazu dient, meiner kleinen texanischen Schwester - little Julia - daraus vorzulesen, respektive es mit ihr zusammenzulesen, aber ich merke, ich hab's nicht mehr mit der Reihenfolge, und das ist nur, weil ich gezuegelt habe in den letzten Tage und deshalb momentan so muede bin, dass ich nicht mehr weiss, ob A oder O vorher im Alphabet kommt...). Eben, was ich wollte, war Ordnung ins Chaos zu bringen, darum werde ich jetzt also beginnen: Der Bustrip von Monterrey nach Dallas war angenehm und dauerte tatsaechlich so lange wie angekuendigt, naemlich 12 Stunden, ein Weltwunder, angesichts der Bekanntheit der Mexikaner fuer ihren Puenktlichkeitssinn und der peinlichen Genauigkeit der US-Grenzkontrolleure... Hier in Texas geht's mir wunderbar; damit ihr alle, die ihr euch vielleich nicht genau erinnert oder das noch nicht erfahren durftet, auch wisst, was mich genau nach Texas gezogen hat, sei hier gesagt, dass ich 97/98 fuer ein Jahr in Houston gelebt habe, mit Bobby und Jessica, welche mittlerweile ein fuenfjaehriges Toechterchen haben, und genau diese und noch ungezaehlte weitere Verwandte und Verwandtinnen besuche ich momentan in Houston, Dallas, Tyler, Kaufman und wie diese Ortschaften - z.T. kleinste Kaeffer, z.T. viel zu grosse Metropolen - alle heissen, habe Bobby und Jessica jetzt drei Tagen beim zuegeln geholfen, bin komplett kaputt davon (es ist unglaublich, wie viel unnoetiges Zeugs man in einem Haus hat, und was ich machen werde, bevor ich anfangs Januar wieder nach Gallus-City zuegle, ist, alles, was ich dort brauchen werde, wie z.B. Bett und Schreibtisch und ein paar Kleider, zu retten, waehrend der ganze Rest entweder in die Brockenstube oder in den Abfall wandern wird, mann, diese 3 Tage waren eine Lehre fuer mich, doch ich schweife ab, was mir doch extrem leid tut, aber auf der anderen Seite seid ihr, die ihr treuen Seelen meinen Weg immer noch verfolgt ja wohl langsam an meine Abschweifereien und Umleitungen gewoehnt...), aber ehrlich nicht nur vom zuegeln, auch vom Schnellfrass, diese verfuehrerische Gewichtszunahmindustrieschnellvollstopfgewohnheit, krieg ich langsam genug, aber von den mexikanischen Restaurants, welche dank unzaehligen Riograndeueberquerern hierzulande ebenfalls sehr gut, wenn auch immer groesser und teuer als in Mexiko ist, von diesen krieg ich nie genug... Auf jeden Fall, auf alles drauf, war ich neben der ganzen Zueglerei, irgendwann dazwischen, denn ich weiss nicht mehr wann, am Tontaubenschiessen und an einem College-Basketball-Spiel... Ja, geschlafen hab'ich nicht so viel, aber morgen, ja morgen, da schlaf ich aus, ich schwoers, komme wer wolle... Leute, machets guet, und falls ichs nicht mehr schaffe, vor Weihnachten einen neuen Eintrag zu machen - draussen auf dem Land wo meine Gasteltern hingezuegelt sind hats momentan weder Telefon noch Internet - wuensch ich euch un feliz navidad, a merry christmas, froehliche Weihnachten, geniesst die freien Tage & nehmts easy, relaxt, auch wenn ihr noch nicht alle Geschenke habt :) Hasta la vista, Muchachos y Muchachas!


Posted by sandra at 5:55 AM CET
Updated: Sunday, 19 December 2004 5:10 PM CET
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Monday, 13 December 2004
demasiado museos, demasiado corona, demasiado kilometros en bus
Mood:  happy
Now Playing: Bacilos - mi primer million
Topic: Zacatecas - Monterrey
Zacatecas, oder Zac, wie die Locals ihre Stadt liebevoll nennen, waere es wert, sie mitzunehmen, im Flugzeut, in die Schweiz, die ganze Stadt, wenn das irgendwie gehen wuerde... :) Im Ernst, es war wunderschoen dort, und wie ihr merkt, da ich die Vergangenheitsform brauche, ich bin nicht mehr dort - in Gottes Namen, times go by, die wenigsten Sachen sind fuer immer und schenkt dir jemand eine Kuh, nimm das Lasso und fang sie ein (um fuer einmal nicht wie Don Quijote, sondern wie Sancho Pansa zu sprechen) - sondern verweile mittlerweilen in Monterrey, 7 lange Busstunden durch karge kaktusdurchsaete Landschaften, stundenlang ohne ein einziges Dorf, noerdlich von Zacatecas. Also eben, was ich von Zacatecas noch nicht erzaehlt habe, sind die Stories ueber jene Monstermuseen, wirklich, Leute, Museen sind das Schlimmste: wenn man auf Reisen ist, hat man eigentlich keine Lust, reinzugehen, vor allem in Laendern wie Mexiko, wo das Wetter einfach zu gut und das Bier zu kalt ist dafuer, aber dann doch ein schlechtes Gewissen, wenn man ihnen ganz die Schulter zeigt, erstens weil man ja gerne ein heller, kulturbeflissen-intelligenter Kopf waere oder zumindest als ein solchiger angesehen wuerde, und zweitens interessierts einem ja dann doch ein wenig, zumindest zwischendurch... Entonces, zwei bin ich dann anschauen gegangen, naemlich jene von Pedro und Rafael Coronel, zwei sammelwuetige, in Zacatecas geborene Brueder, und gesehen habe ich tausende, abertausende von Masken (Teufel, Pumas, Tiger, sonstige Viechereien, noch mehr und noch schauerlichere Teufel, die Leute hier habens irgendwie mit Teufelsmasken...), Toepfereien aus allen Teilen Mexikos, Bilder von Picasso, Moya, Dali, Kandinsky, undsoweiter, Antiquitaeten und Ausgrabungen aus der ganzen Welt... Wie schon gesagt, Sammelbrueder. Auf jeden Fall weit weniger anstrengend war der Besuch der Corona-Fabrik, anscheinend die groesste in Mexiko, was ich gerne glaube, denn die Fabrik ist wirklich riesig, mit einem Fussballfeld, einem Park und einem Zoo auf dem Fabrikgelaende (fuer die 3'500 Angestellten...). Die Besichtigung war interessant, aber auch hier machen sie das Bier hauptsaechlich aus Wasser, Hopfen und Malz, doch das spektakulaerste war natuerlich die anschliessende Degustation - wenn man nicht ehrlicherweise Gratisallgemeinbesaeufnis sagen muesste - und das kollektive Leerkaufen des Souvenirshops... Nun, das wars etwa von Zacatecas, ach ja, ein paar Ruinen hab ich noch gesehen in der Umgebung, haett ich fast vergessen, aber erzaehl ich dann jenen, die was genaueres wissen wollen, denn Ruinen gibts ja bekanntlich in Suedamerika und Mexiko wie Sand am Meer, Eulen in Athen oder Guinness in Dublin und abgesehen davon waren sie zwar klein aber fein, vor allem interessant und eindruecklich war aber wieder mal die Landschaft - wartet auf die Fotos, ok? Nun, jetzt werd ich noch auf die Suche nach einigen "schwarzen" CD's gehen, meine uebriggebliebenen Pesos verpulvern, dann gehts am Abend mit dem Bus ueber den Rio Grande, und morgen bin ich schon in Dallas - freue mich, Bobby, Jessica und die kleine Julia wieder zu sehen und wieder mal ein paar Tage (denn viel mehr ists nicht, in gut zwei Wochen bin ich schon wieder daheim in der guten alten Schweiz...) mit ihnen zu verbringen. Hugh.

Posted by sandra at 6:16 PM CET
Updated: Sunday, 19 December 2004 6:04 AM CET
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Thursday, 9 December 2004
Im Wilden Mexiko: Ghost Towns, Cowboys und die schoenste Stadt weit und breit....
Mood:  a-ok
Topic: Chihuahua - Zacatecas
Genossen! Erhabenst habe ich die Ehre, euch die Mitteilung zu machen, dass die Konterrevolution meines seitens eines uebergeschnappten Burritos aufgepeitschten Magens erfolgreich und unblutig bereits nach zwei Tagen strikter Diaet niedergeschlagen wurde! Somit kann ich die Reise wieder ungestoert geniessen und werde mir diesmal auch Muehe geben, so zu schreiben, dass Razia nicht wieder Kopfweh bekommt, sorry, ich glaub, das letzte Mal hab ichs ein wenig uebertrieben :) Also, von Chihuahua gings, zusammen mit meiner Reisekumpanin Silvia, der Schweizer Kindergaertnerin auf Einjahresamerikareise, nach Durango. (Seht ihr, schon hier ein Punkt, ich gebe mir wirklich Muehe, der Satz ist kurz!!). Also, um nicht abzuschweifen, der Trip dauerte 10 Stunden, war recht gemuetlich, nur die Filme die sie hier in den Bussen in den uebelsten Lautstaerken immer zeigen muessen, warens eher weniger, aber zum Glueck habe ich Ohrstoepsel und einen Discman... Dann, gluecklich in Durango, in einem um einiges angenehmeren Hotel eingecheckt als in Chihuahua (in jenem dort fuehlten sich die Kakerlaken wohl mehr zu Hause als Mitglieder der menschlichen Spezies), besichtigte ich am darauffolgenden Morgen kurz die Stadt und dann zogs gings hinaus in die absolut westernmaessige Umgebung. Zuerst Chupaderos, ein ehemaliges Filmset, wo einige der John-Wayne-Western gedreht wurden (und gerade letzte Woche Penelope Cruz, Salma Hayek und Benicio del Toro am "Bandidos" drehen waren, tja, leider verpasst :) und wo sich jetzt die verschlafenen Einwohner - welche alle den obligaten Mexikaner in den Lucky-Luke-Comics spielen koennten - eingenistet haben... Man kommt sich dort vor wie um 100 oder 200 Jahre zurueckversetzt, oder besser gesagt eben wie in einem Spaghettiwestern: mit Galgen, Sheriff-Office, Saloon, usw... Auf jeden Fall gings dann weiter ueber Feldwege und an einem Baseball-Spiel der Einheimischen 17. Liga vorbei nach Villa del Oeste, ein anderes ehemaliges Filmset, aus welchem sie nicht ein Dorf, sondern einen Funpark gemacht haben, mit Square Dance im Saloon, gespielten Bankueberfallen undsoweiter, noch recht lustig :) Well, nichtsdestotrotz verliess ich dann die freundlichen Einwohner von Durango, wiederum mit dem Bus, um hierhin nach Zacatecas zu kommen, und diese Stadt ist wirklich der Hammer: gelegen auf 2500 Meter, reich geworden auf dem Buckel der Indios, welche Silber, Gold und alle anderen erdenklichen Kostbarkeiten fuer die Kolonialherren aus den Minen holten, gelegen zwischen zwei Huegeln, welche durch ein schweizer Gondelbaehnchen, welches etwa so aussieht wie die alten im Berner Oberland ausgesehen haben, verbunden sind, die Innenstadt gepraegt durch eine wunderschoenen Kathedrale, welche bei Nacht beleuchtet wird (was ich jeweils bei einem Corona auf der Dachterasse meines Hotels geniesse), ja generell ists einfach eine zauberhafte sogenannte Silberstadt, und jetzt bin ich schon drei Tage hier, und geniesse es einfach, an so einem Ort sein zu duerfen, wobei mir in den Sinn kommt, dass infolge all dieser seitens meiner treuen Leserschaft zu entschuldigenden Schwaermereien all meine Vorsaetze, in kurzen, einpraegsamen sowie verstaendlichen Saetzen zu schreiben, wie ein durchschnittlicher Neujahrsvorsatz, welcher ja meist auch nicht lange lebt, den Bach runter gegangen sind, und infolge dieser unverzeihlichen Theatralik moechte ich mich nun hiermit auf den Weg Richtung Schlussatz machen, der unausbleiblich folgen wird: Leute, machts guet, und obwohls mir und meinem niedergeschlagenen Magen sehr gut geht hier in der neuen Welt, freue ich mich sehr darauf, euch alle baldigst wieder zu sehen. Ich habe gesprochen.

Posted by sandra at 1:44 AM CET
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Saturday, 4 December 2004
Caballos locos, mucho frio y Vistas increibles
Mood:  not sure
Topic: Creel-Batopilas-Chihuahua
Liebe Leute, Genossen, Interessierte und Zugewandte: Viel gibts zu erzaehlen, viel ist passiert, und nehmts mir nicht uebel, wenn meine Saetze wieder zu lang sind, meine Sprache zu kompliziert und verschnoerkelt, denn noch immer sind Schreibstil und -Art inspiriert von der wundervollen Schreibe des Miguel de Cervantes, welcher die Geschichte des Don Quijote, des Ritters von der traurigen Gestalt, deren ungefaehr tausendseitiger Inhalt ich jetzt in den Stunden der Musse am lesen bin, welche mir in diesem wunderbaren Land namens Mexiko vergoennt sind. Ausserdem bin ich mir momentan recht unsicher ueber den allgemeinen Gesundheitszustands meines Magens, welcher heute zwischendurch ein wenig gar heftig rebelliert, so dass mir meine derartigen suedamerikanischen Erlebnisse, welche jeweils in einer Hardcore-Antibiotika-Kur gipfelten - diese Unsicherheit hat zur Folge, dass ich zwar noch schreiben kann, allerdings nun halt einfach so, wie mir der Schnabel respektive die Finger gewachsen sind und wie mir die Gedanken auf die Computertastatur brettern, ohne grosses Wenn, Aber, Wie und Warum... Nach dieser einleitendenden Entschuldigung kann ich nun anfangen, wo ich aufgehoert habe, naemlich bei der Ankunft in Creel, welcher ein langer Schoenheitsschlaf folgte und am anderen Tag ein erfolgloser Reitausflugversuch mit zwei englischen Bekanntschaften meinerseits, da das eine ihrer Pferde (nicht meines, denn als alteingesessener Reitprofi und Don Quijote-Leser hatte ich meine Rosinante natuerlich vollkommen im Griff :) nach einer halben Stunde Stalldrang hatte und der Reittrip diesen Tages buchstaeblich ins Wasser fiel, was mich dazu bewog, fuer die Englaender, welche am anderen Tag weitermussten, in Ausuebung meiner diplomatischen Ader eine Minderung des Kaufpreises herauszuholen und meine Wenigkeit betreffend infolge kompletten Mangels jeglichen selbstauferlegten Zeitdruckes auf eine Nachbesserung am folgenden Tage zu bestehen, welche allerdings buchstaeblich ins Wasser fiel, respektive von stroemendem Regen verhindert wurde, wobei ich aber den Trip am darauffolgenden, wiederum wunderschoenen, aber immer noch kalten Tag, diesmal begleitet von einer Schweizer Kindergartenlehrerin namens Silvia, welche auch jetzt noch die gleiche Reiseroute verfolgt wie ich, unternehmen konnte, ohne irgendwelchen erwaehnenswerten unangemessenen Temperamentsausbruechen der Pferde - besser gesagt Gleber, denn das waren sie wirklich... Der Trip war wunderschoen, durch Waelder, entlang von Fluessen, mit Aussichten ueber tiefe Canyons und recht eindrueckliche Wasserfaelle (nichts fuer River Rafting)... Den verregneten und kalten Tag zwischen dem missglueckten und dem gelungenen Reitausflug verbrachte ich mit einer typischen Touri-Tour (5 Stunden Busfahrt, eine Stunde Seen, Indigena-Doerfer, wirre Felsen und Canyons fotografieren), die einzig moegliche Aktivitaet an diesem Tag, und dann, ungefaehr vorvorgestern, gings mit einem kleinen Bus und ein paar anderen Touris, welche waehrend des Aufenthalts in Creel zu guten Kartenspiel- und Bierdegustations-Compadres geworden waren, auf die wilde Fahrt ueber einen Schotterweg 6 Stunden runter, zuunterst in den Canyon nach Batopilas, die Fahrt allein ein Abenteuer, die Strasse meistens etwa so wie die alten Passtrassen in der Schweiz, einfach nicht asphaltiert, und anstatt Berge Canyons, aber zum Teil zum Heulen tief... Batopilas ist ein Kaff an einem Fluss mit tausend Einwohnern, von denen wohl 20 vom Tourismus leben, 20 in irgendwelchen kleinen Laeden arbeiten, dann gibts dort einen bestochenen Polizisten mit der Hauptaufgabe, nichts zu hoeren und zu sehen und der Rest ist dem Hoerensagen nach mit der Kultivierung eines einheimischen Krauts beschaeftigt, welches als Duftkissen und zu Heilzwecken eingesetzt werde, wenn ihr wisst, was ich meine :) Gesehen haben wir in den zwei Naechten, die wir dort waren, nichts, und auch auf der schoenen ganztaegigen Wanderung durch Taeler und entlang des Rio Batopilas, wie er eventuell heisst, konnten wir die Felder nicht entdecken - und irgendineiner Art gefaehrlich fuer uns wars uebrigens auch nicht, wenn das nun jemand gedacht hat - don't worry about me, folks. Nun, gestern gings dann von Batopilas um fuenf Uhr morgens mit einem Suburban, welcher 8 Leuten inklusive Fahrer bequem Platz lassen wuerde, leider aber mit 15 gefuellt war, inklusive einem staendig sich uebergebenden Kind, die wilde Strasse rauf nach Creel und anschliessend mit dem zum Glueck bequemeren Bus nach Chihuahua, eine recht schoene Stadt mit einem sehenswerten Museum ueber Pancho Villa, dem lokalen Helden der mexikanischen Revolution, einer riesigen Kathedrale, einer ansehlichen Plaza de Armas, vielen mexikanischen Cowboys undsoweiter - doch nun, Leute, ruft mich wieder mein gegen meine Schreibexzesse rebellierender Magen, und wer schon einmal in einem solchen Land rumgereist ist, weiss wie dringend das jeweils sein kann, deshalb: hasta luego, hasta la victoria siempre, machts guet, ich werde bald wieder mehr von mir hoeren lassen und wuensche allen uebrigens eine friedliche, ruhige, tranquillo Adventszeit! Hasta Pronto!

Posted by sandra at 1:20 AM CET
Updated: Saturday, 4 December 2004 1:23 AM CET
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Saturday, 27 November 2004
On the Road, on the Sea, and on the Railroad...
Mood:  cool
Topic: Baja - Barranca del Cobre
Nachdem ich mich schon langsam an kaktuswuestige Umgebung, taegliches Baden in den schoensten Buchten, und subtropisch angenehme Temperaturen gewoehnt hatte, bin ich nun in einem Alpenpueblo namens Creel gelandet, welches sich auf 2400 Meter ueber Meer befindet... Doch der Reihe nach: In Todos Santos habe ich 2 angenehme Tage mit Led verbracht, meinem irischen Tequilakumpel und Fahrtgenossen, am Strand, in den schoenen Artesaniasgallerien, in den Taquerias - die letzten Wochen habe ich mich hauptsaechlich von Tacos ernaehrt, am liebsten Tacos de Camaron (die besten gibts bei Luis an der Plaza Central in Mulege, nur dass ichs euch gesagt habe :) - und auch das beruehmt-beruechtigte Hotel California haben wir wie richtige Touristen besichtigt - mit einem drive-bye-picture - da es wohl schoen ist, allerdings ziemlich sicher sauteuer und vor allem ueberlaufen mit Tagesausflueglern, welche in ihren gefuehrten Touren herumgefahren werden wie Schlachtrosse zum Metzger. Nichtsdestotrotz, die Zeit verging schnell, und schon bald hiess es Abschied nehmen von Led und seinem Ford-Van, in welchem ich so viele Kilometer durchs wilde Baja machen durfte und mit dem ich eine gute Zeit verbracht habe, und auf gings von La Paz auf die grosse Faehre rueber nach Las Mochis. Geplant war, dass die Faehre um 5 abfahren wuerde und um 10 ankommen sollte, in "mexican time" wars dann von 7 uhr abends bis 4 uhr morgens... Die Zeit auf der Faehre habe ich trotzdem genossen, auf Deck Vollmond und Sternbilder beobachtet, in der Bar mit Truckern und einem kanadischen Paerchen auf Hochzeitsreise Bier getrunken und dem wunderbar kitschigen, leider viel zu lauten Einmannorchester zugehoert... Nach ein paar Stunden Schlaf kamen wir endlich in Las Mochis an, und da mir die Idee, fuer die verbleibenden Stunden der Nacht respektive des angebrochenen Morgens ein Hotel zu nehmen, nicht sehr behagte, nahm ich mit dem kanadischen Honeymoonpaerchen namens Mike und Patty ein Taxi direkt zur Estacion de Tren, wo wir um 6 Uhr in den Zug Richtung Chihuahua, namens Ferrocaril de Canyon de Cobre, bestiegen. Die gestrige, zwoelfstuendige Zugfahrt von Las Mochis bis Creel war ein Erlebnis und ein Grund zum Feiern fuer den Fotolabo-Club, welcher die Ehre haben wird, meine Fotos entwickeln zu duerfen und an dem ich wohl Pleite gehen werde, denn die Landschaft war einfach nicht zu ueberbieten: wild, gebirgig, durch Tunnels und abgrundtiefe Canyons, entlang von Gebirgsfluessen und ueber Bruecken, nur circa alle zwei drei Stunden ein kleines Bergdoerfchen, und dies waehrend Stunden... Der Zug startet auf Meereshoehe, steigt dann immer mehr bis er dann in Creel, wo ich mich von Mike und Patty, welche bis nach Chihuahua weitergefahren sind, verabschiedet habe, 2400 Meter erreicht. Nun bin ich gestern todmuede, aber gluecklich angekommen, habe die nach einigen Anlaufsschwierigkeiten endlich warm gewordene Dusche genossen, lange, lange geschlafen - in einem zum Glueck geheizten, angenehmen Zimmer - und werde mich heute Nachmittag wieder einmal in meinen Reitkuensten versuchen...


Posted by sandra at 6:48 PM CET
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Tuesday, 23 November 2004
Margaritagetraenkter Sonnenuntergang von La Paz
Mood:  lazy
Topic: Mulege-La Paz
Die Tage am legendaeren Playa el Burro vergingen schnell und waren ausgefuellt mit Schwimmen, Schnorcheln, Haengemattensiestas, Lesen, Poker und Brettspielen sowie mit Volleyball und Baseball... Dies toent jetzt richtig gut, als haette ich extrem viel gemacht, in Wahrheit war es doch sehr laid-back und war meine Hauptbeschaeftigung doch einfach, das Leben in vollen Zuegen zu geniessen, das sogenannte "dulce hacer nada" :) Nun, am Sonntag hatte ich die Gelegenheit, mit Led, einem Iren, welcher auf dem Weg nach Guatemala ist, und den ich am Strand kennengelernt habe, nach La Paz zu fahren - wieder mal Glueck gehabt, obwohl mir der Abschied vom perfekten Strand und all meinen neuen Nachbarn, allen voran Geary, Eddie, und Kerri, doch sehr schwerfiel... So fuhren wir den ganzen Tag durch atemberaubende, westernfilmreife Landschaften, durchsaet mit Kaktussen und diesen bizarr geformten Felsen, einsam auf der langen Strasse, nicht einfach eine Autofahrt, sondern ein atemberaubendes Erlebnis... Nun habe ich in der Pension California eingecheckt, ein etwas verlottertes altes Hotel mit einem ziemlich verstaubten Charme, habe die erste mehr oder weniger warme Dusche seit langem extrem genossen, und den gestrigen Tag haben wir (d.h. Led und ich) hauptsaechlich damit verbracht, moeglichst wenig zu unternehmen, da wir von der langen Fahrt beide mehr oder weniger kaputt waren. Nun, La Paz, Hauptstadt von Baja California Sur, ist fuer eine Stadt mit doch immerhin 150000 Einwohnern sehr gemuetlich, hat eine wunderschoene palmenbestueckte Strandpromenade, den schoensten Sonnenuntergang von Baja California - konnte einige gute Fotos machen - und im Marina-Restaurant gabs von drei bis sechs drei "Hora Feliz" hintereinander, welche wir natuerlich mittels des Konsums einiger Margaritas ausgenuetzt haben :) Anschliessend verbrachten wir den gestrigen Abend feucht-froehlich mit einigen Mexikanern in einer zufaellig entdeckten Bar (Bar Ilusion) mit Billard und anfaenglichs eher erfolglosen Kommunikationsversuchen, welche nach und nach immer erfolgreicher wurden ("Si, Si, somos Amigos, Hey Porfirio, dos Tequilas mas por favor..."). Tja, und jetzt, wieder gestaerkt durch Huevos Rancheros und jugo de naranja con papaya - das perfekte Fruehstueck - machen wir uns bald auf den Weg nach Todos Santos, da uns alle gesagt haben, wir muessten unbedingt dorthin, und laut von mehreren Seiten bestaetigten Geruechten soll dort sogar auch das sagenumwobene "Hotel California" sein, welches das Cover der beruehmten Eagles-CD ziert... Wenn das wirklich so ist, muss mans einfach gesehen haben, oder? Dann gehts schon bald mit der Faehre rueber nach Las Mochis und in Richtung Copper Canyon, immerhin ist das der Plan, doch so sicher ist hier unten nichts...

Posted by sandra at 8:17 PM CET
Updated: Tuesday, 23 November 2004 8:19 PM CET
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Tuesday, 16 November 2004
NO BAD DAYS AT MULEGE
Mood:  happy
Topic: Mulege, Playa el Burro
Leute, ich muss euch sagen, ich kann euch nicht garantieren, wie interessant dieser Weblog herauskommen wird, denn eigentlich erwartet man ja von einem, der wochenlang nach Mexiko geht, dass er verschiedene Orte sieht, Ruinen, Urwald, grosse Kolonialstaedte undsoweiter undsofort, auch ich habe dies eigentlich erwartet, doch immer, darauf beharre ich und dazu stehe ich, habe ich explizit darauf verwiesen, dass ich, falls ich den perfekten Strand am perfekten Ort mit einigen, aber nicht zuvielen, guten anderen Leuten faende, ich absolut keine Hemmungen haette, eine Woche oder gar noch laenger dort zu bleiben, denn welchen Sinn macht eine gestresste Herumreiserei mit Aufenthalten von maximal zwei Tagen am gleichen Ort, wenn man dann doch nicht wirklich die Landschaft richtig sieht, die Leute ein wenig besser kennenlernt, die Atmosphaere eines Ortes, den Lebensstil und die Einstellung der Menschen, richtig kennenlernt? Das mir das wirklich geschehen wuerde, habe ich hingegen nicht erwartet, doch nun ists dennoch eingetroffen: Nach einer gemuetlichen Busfahrt der Kueste entlang und durch kaktusdurchsaehte Wueste gelangte ich nach Mulege, ein Dorf 3 km von der Kueste des Mar de Cortes entfernt, an einem palmenbesaeumten Fluss, mit 2000 Einwohnern, eine Oase in der ockerroetlichen Stein- und Kaktuswueste, welche einen wesentlichen Teil der Landschaft dieser Peninsula ausmacht, ein wunderschoenes kleines Oertchen, wo ich im Hotel Las Casitas eincheckte, ein angenehmer Ort mit einem Patio voller tropischer Pflanzen, dort zwei Naechte verbrachte, am einen Tag einen Ausflug in den nahegelegenen Canyon de Trinidad machte, um uralte indianische Hoehlenmalereien anzusehen und mitten in der Wueste die feinsten Tortillas der ganzen Gegend zu essen (allerdings auch jene mit den schaerfsten jalapenos...), auf dieser Tagestour einige Leute kennengelernt habe, die mir unter anderem eben auch von den fuer mich jetzt schon legendaeren Straenden suedlich von Mulege erzaehlt haben, so dass ich letzten Freitag oder Samstag (langsam habe ich die Tage, Daten und Uhrzeiten nicht mehr so im Griff, denn diese haben hier unten keine groessere Relevanz....) beschlossen habe, ein Taxi zum nahegelenen Playa el Burro zu nehmen... Dort angekommen, mit meinem Rucksack und nur einem Schlafsack bewaffnet, lief ich dem Strand (ein 360 Grad Panoramafoto findet sich auf: http://www.maps-of-mexico.com/mulege_mexico_Gallery.shtml) entlang, auf der Suche nach einer Palapa mit einer Haengematte (Palapa = Bungalow), als mich ein aelterer Surfertyp, Marke Aussteiger, mit Bart, Bandana, usw. anhaute: "Hey Dude, where you going?" So kamen wir ins reden, ich fragte ihn, wo man hier pennen koenne, und er bot mir das Nachbarbungalow an - so kommts, dass ich die letzten drei Naechte z.T. in einer Haengematte, z.T. auf einer Luftmatratze schlafend, draussen, geschuetzt aber von einem Palmendach, fuenf Meter vom Strand der Bahia Conception (Mar de Cortes) entfernt, geschlafen habe, die Tage mit Baseball, Baden, Frisbee spielen, nochmal Baden, Lesen, Schreiben, Reden (mit amerikanischen Aussteigern, mexikanischen Strassenarbeitern, meinem kanadischen Nachbar Eddie, usw...) verbringe, das Leben, die Sonne, die Waerme der Luft und des Meers in vollen Zuegen geniessen, die Abende bei Pacifico-Cerveza und Tequila und Pokern - eben mit diesen mexikanischen Strasenarbeitern, Adolfo, Oscar, Giro, Carlos, mit dem ich schon Hut getauscht habe und jetzt also in einem echten Mini-Sombrero herumlaufe :) Kurz und gut, das Leben ist schoen hier unten, der perfekte Strand mit guten Leuten, und da mir Geary, mein anderer Nachbar und Bungalow-Vermieter (fuer welches ich allerdings nichts zahlen muss, d.h. man muesste wohl Verleiher sagen, aber kommt mir bitte nicht mit juristischen Spitzfindigkeiten, denn es gibt nichts, was ich momentan weniger vermisse...), angeboten hat, dass ich von Mittwoch bis Sonntag in seinem Bungalow wohnen koenne, da er dann nicht hier ist, und dafuer als Gegenleistung seine beiden Katzen fuettern muesse sowie seine Tradition fortsetzen, naemlich jeden Morgen puenklich um 0800 eine wunderschoene Bagpipe-Version von "Amazing Grace" auf seiner Stereoanlage abzuspielen, so laut, dass man es am ganzen Strand und wohl auch in den anderen nahegelegenen Straenden hoert, also da mir Geary dieses Angebot gemacht hat, welches ich aus meines Erachtens durchaus verstaendlichen Gruenden nicht ablehnen konnte, werde ich jetzt also noch eine weitere Woche hier am Playa el Burro verbringen. Senores y Senoras, ihr seht, es geht mir sehr gut, und verbleibe mit dem Motto dieser Gegend als Schlusssatz:
"NO BAD DAYS AT MULEGE"


Posted by sandra at 6:46 PM CET
Updated: Friday, 4 February 2005 9:11 AM CET
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Wednesday, 10 November 2004
Disneyland - San Diego - Tijuana - Santa Rosalia
Mood:  a-ok
Topic: Bienvenidos a Mexico
Die Bestrafung fuer jene paar Tage des aktiven passiven Widerstandes gegen die tagtaegliche Weblogeintragroutine scheint darin zu bestehen, dass ich nun, im weltberuehmten Internet Cafe Santa Rosalia in Santa Rosalia, Baja California Sur, nicht weiss wo ich anfangen sollte... Machen wirs chronologisch: Der Zoo von San Diego, welcher doch ansehlich gross war und unter anderem Pandas, Koalas, Kaengurus, Eis- und Waschbaeren, Boa Constrictors und Rattlesnakes undsoweiter undsofort im Repertoire fuehrte, eine beeindruckende Vielfalt an Viechereien, verdient es, als eine bleibende Erinnerung fuer alle Ewigkeit verewigt zu werden, obwohl wir ja in der Schweiz grundsaetzlich auch Zoos haben, und Disneyland in Anaheim CA, welches ich zusammen mit Jessica und ihrer Kollegin Lisa beglueckte (nicht Disneyworld, das waere dann groesser und in Floria), the happiest place on earth - welcher allerdings um die fuenfzig Dollar Eintritt kostet (Geld macht also doch gluecklich...? wir hatten zum Glueck von Lisas Mutter Gratiseintritte) - , hatte wirklich einiges zu bieten: Rollercoasters, geniale Glace, welche dann allerdings fast zuviel des Guten war, Donald, Mickty, Goofy, Daisy und Minnie natuerlich, uebelst viel Zuckerwatte, eine Rundfahrt auf einem nicht schlecht imitierten Mississippi-Dampfer, eine extrem schlecht imitierte kuenstliche Schweiz (auf jeden Fall haben mir Jessica und Lisa gesagt, das solle die Schweiz sein, ich haetts nicht gemerkt)und wirklich, wir hatten eine sehr gute, abwechslungsreiche Zeit dort. Allerdings haette ich wohl keinen zweiten solchen Tag ueberlebt und war am darauffolgenden Tag komplett kaputt und habe eigentlich nur gepennt und Al Bundy geschaut. Schlussendlich habe ich mich, meine langsame, mir missfallende Mutation zum Couch Potatoe registrierend und die Konsequenzen daraus ziehend, gestern von Jessica, San Diego und meinem geliebten Mission Beach verabschiedet, bin mit einem Greyhound-Bus ueber die Grenze nach Tijuana, und obwohl ich mit meinem 10-Tage-Bart meiner Meinung nach doch langsam recht wild aussehe (und ganz klar auch stolz darauf bin :), haben sie kaum meinen Pass angeschaut - obwohl ja anscheinend ein Hassan Meyer aus der Schweiz in Mexiko gesucht wird (oder war das einfach nur ein bloeder Gaestebuchwitz? :) - geschweige denn meinen Rucksack untersucht, Frechheit, oder? Sehe ich etwa so nett aus oder was? Fast haette ich mich an der Grenze bei den Jungs vom Zoll beschwert, doch beschloss ich, dass mein spanisch fuer solche Aktionen doch noch in einem etwas allzu pitoyablen Zustand sei und nahm infolgedessen von Tijuana, bei welchem es mir reicht, es nur vom Hoerensagen zu kennen, direkt den Bus hier runter nach Santa Rosalia, ein gottverlassenes Kaff, wo ich heute nach einem 15-stuendigen Bustrip durch Wueste, Vulkanlandschaften, dem Pazifik entlang gluecklich und verhaeltnismaessig ausgeschlafen angekommen bin. Schlussendlich widme ich mich hier intensivt dem Studium der lokalen Bierkultur (Corona, Pacifico), der Vogelkunde (gefraessige Riesenmoewen, Pelikane, x weitere, mir unbekannte Spezies), sowie dem sogenannten dulce hacer nada (ist das korrektes spanisch?), welches fuer mich heisst: lange Spaziergaenge, Riesenmoewen futtern, mit den lokalen Fischern mein spanisch aufzubessern und ihnen stundenlang zuzuschauen, wie sie mit einer unbeschreiblichen Geduld nichts, aber auch gar nichts fangen, viel zu lesen (momentan Don Quijote de la Mancha, unglaublich wie verrueckt dieser Junge war :) und zu schreiben sowie verzweifelt einen brauchbaren Strand zu suchen ... Wenn ich einen finde, der nicht direkt an eine viel befahrene Strasse grenzt oder als Muellkippe missbraucht wird - bei denen, die ich bis jetzt gesehen habe, wars immer eine Kombination dieser beiden Uebel - bleibe ich noch laenger, sonst geht´s uebermorgen weiter nach Mulege, dort hats laut meiner Hoteliere wunderschoene Straende...

P.S. Herzlichen Dank den beiden Damen Lutz und Meyer fuer ihr Gaestebuchschreibduell, war sehr unterhaltsam! Das allgegenwaertige Draengen der Damenwelt auf ein Foto von mir in meinen schon zu Lebzeiten legendaeren gelben Badhosen hat mich dazu veranlasst, ein solches ueber verworrene Kanaele Richtung San Diego zu besorgen und zu uploaden, allerdings durchaus mit gemischten Gefuehlen, denn all die In'n'Out-Double-Double-Cheeseburger (wer schon mal in San Diego war, muss es einfach kennen) haben durchaus ihre Spuren, besser gesagt ihre innert 7 Tagen angefressenen 4 Pfund hinterlassen, die ich jetzt durch eine strikte Quesedilla'n'Corona-Diaet wieder zu verlieren besichtige... So verwehre ich mich jeglichen abschaetzigen Kommentares diesbetreffend und verweise ebenfalls darauf, dass ich an Mexiko-Braeune sowie an Weltenbummlerbart noch am arbeiten bin... Viva el Progreso, Hasta la Victoria siempre!


Posted by sandra at 3:50 AM CET
Updated: Thursday, 11 November 2004 3:27 AM CET
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Friday, 5 November 2004
Ode an den Mission Beach
Mood:  lyrical
Now Playing: Carlos Santana: America
Topic: Mission Beach
Mission Beach, oh wie nimmst du mich
in deine blaugelbe Gewalt,
wie eine grandiose Welle
die tobend eine altersschwache Moewe ueberspuelt
Mission Beach, San Diego
so lang, ich konnte dich nicht runterjoggen
zusammengebrochen waere ich vor Anstrengung
immerhin versucht habe ichs, jawohl
Mission Beach, wie ein alter Kumpane,
nimmst du mich, den kleinen Schweizer
ueber deinem warmen Sand,
unterm grossen kalifornischem Himmel auf
Mission Beach, freundlich bist du
angenehm warm im Herzen die Leute hier,
auch die Jungs im Tattoo Shop
gemacht hab ich trotzdem keins
Mission Beach, bei dir kann man auftanken
besser als Shell Superplus Bleifrei 98
ist deine Kraft, die du jedem, der da kommt,
freimuetig auf den Weg mitgibst
Mission Beach, alter Junge,
hier kann ich nicht versaufen
die Lifeguards sind zu gut dafuer,
mindestens wie Pamela Anderson
(aber nicht so huebsch, leider)
Mission Beach, eigentlich moecht'ich nach Mexiko
weg von dir, weit weg
aber ich weiss, ein Traenchen werd ich vergiessen
beim Abschied von dir, mein Freund
Mission Beach, San Diego,
wer immer in die Staaten kommt,
muss hier vorbei, und in der Broken Board Bar
einen guten White Russian trinken, unbedingt.


Posted by sandra at 4:08 AM CET
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Tuesday, 2 November 2004
Schuhkontrollen, Privacy Concerns, Pancakes & the famous IN&OUT-Burger
Mood:  lazy
Topic: San Diego, California
Nach einer ohne uebertreiben zu wollen als gelungen und gemuetlich zu bezeichnender Pazifikbezwingung, waehrend derer mich nur die zweimalige Schuhkontrolle sowie die Fingerabdrucknahme (diese werden aber, wie ich erfahren durfte, zu meiner grossen Erleichterung aus Datenschutzgruenden nur waehrend 70 Jahren aufbewahrt...) leichters gestoert haben - wobei mir dies immer noch lieber ist als statt auf dem Washingtoner Flughafen im Pentagon zu landen (sorry fuer den ueblen Witz, aber gegen solche Gedanken kann man wenig machen, wenn man am Tag vor den Praesidentschaftswahlen, ueber die ich bei Gelegenheit natuerlich auch noch berichten werde, via Washington nach San Diego fliegt, nur weil der Flug so billig war...) - bin ich nun also im Lande des Governators, grande California, angekommen... Nach einem richtig krass geilen jetlag-Schlaf, einer Cola zum aufwachen am morgen (da fuehlt man sich ja gerade wie ein richtiger Ami), Pancakes, scrambled eggs und einem ueberdimensionierten Cappuccino als erstes richtiges US-Breakfast habe ich den Rest dieses wunderschoenen Tages (27 Grad, blauer kalifornischer Himmel, ein angenehmes Lueftchen aus sued-sued-west) im Balbao Park verbracht, eine easy Sache, alles richtig wunderschoen kitschig-kuenstlich... Echt cool waren die alten Kaerren (Oldsmobile, Chevi, Rolls etc.) und Motorraeder (Indian, Norton, Harley, etc...)im "Automotive Museum", das macht ja irgendwie doch Lust auf ein paar Ausfahrten hier, obwohl ich mir eigentlich geschworen habe, hier im Land der unbezahlbaren Schadenersatzzahlungen und schwerreichen Anwaelte aufs Auto- und Motorradfahren zu verzichten... Ansonsten gibt's nicht viel neues im westen, ausser dass ich meine ersten Dollari in ein paar leuchtend-gelbe Badehosen investiert habe, ich meine, man muss ja schon ein wenig auffallen zwischendurch :) , und auch schon pflichtbewusst dem grossen lokalen Vorbild, big "the dude" lebowski, mittels aktiven Besuchs eines In-and-Out-Burgers, gehuldigt habe... Uebrigens moechte ich euch noch offiziellst darauf aufmerksam machen, dass ein guter alter Companero von mir infolge Nichtgutheissung meiner doch etwas langen URL spontan die Page "www.kili.meier.mn" aufgeschaltet hat (man beachte: meier ist hier leider mit i und nicht, wie es eigentlich grammatikalisch korrekt und von der Schreibaesthetikperspektive gesehen vorteilhafter waere, mit y geschrieben) - herzlichen Dank! Ebenfalls meine Gratulation an Josh fuer den ersten Gaestebucheintrag und Tinu, betr. La Familia (vgl. Gaestebucheintrag zum letzten Eintrag), ich hoffe, es wird nicht noetig sein auf euch zurueckzukommen, allerdings ist es immer gut zu wissen, im Falle des Falles ein paar zu allem bereite Mafiosi im Hintergrund zu haben...

Hasta la vista, Baby!

El Kili

Posted by sandra at 9:46 PM CET
Updated: Thursday, 4 November 2004 5:18 PM CET
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