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Aktuelle Nachrichten aus Java No. 23, Stand: 11.06.1999
 
(zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler)
 
1.  Der indonesische Wahlkampf verlief friedlicher als erwartet. Zwar kam es zu einigen kleineren Zusammenstößen, die sich vor allem gegen die Parteien des alten Regimes richteten (vergleichbar mit der Wut vieler Ostdeutscher über die SED/PDS). Aber zu den befürcheteten größeren Ausschreitungen kam es nicht. Zwar hatten sich einige Provokateure und Randalierer unter die Wahlkampfkundgebungen gemischt, um Unruhe zu stiften. Aber den parteieigenen Ordnungsdiensten und der Polizei gelang es stets, diese ausfindig zu machen. Auch der Unterricht an der STT Abdiel und alle Aktivitäten der GKJTU konnten daher wie geplant und ungestört durchgeführt werden. In diesem insgesamt erfreulichen Wahlkampf sehen wir zugleich eine Erhörung vieler Gebete.

2.  Die Anhänger der Demokratie-Bewegung und die Menschenrechtsgruppen (darunter viele indonesische Christen) sind dankbar über den triumphalen Wahlsieg der Oppositionspolitikerin Megawati Sukarnoputri (vgl. "Akt. Nachr.", Nr. 12 vom 8.9.1998, Abs. 2) und ihrer "(streitbaren) Demokratischen Partei Indonesiens" (PDI-P), der sich nach ersten Hochrechnungen abzeichnet (34-38%). Erfreulich ist auch, daß die "Partei der Volks-Erweckung" (PKB) von Abdurrahman Wahid (vgl. "Akt. Nachr.", Nr. 15 vom 10.11.1998, Abs. 1) an zweiter Stelle liegt (12-20%). Doch auch die Partei des alten Regimes ("Partei der Arbeitsgruppen" - Partai GOLKAR) hat noch besorgniserregend viele Stimmen erhalten (16-20%). Die fundamentalistisch-islamischen Parteien haben nur wenig Unterstützung gefunden. Allerdings sind vier Tage nach der Wahl erst 20% aller Stimmen ausgezählt. Die langsame Auszählung erregt neue Befürchtungen. Die weitere Auszählung der Stimmen sowie das amtliche Endergebnis kann detailiert mitverfolgt werden in der Homepage der offiziellen indonesischen Wahlkommission (KPU) unter http://www.kpu.go.id. Wir begleiten die weitere Stimmauszählung in unserer Fürbitte.

3.  Am 1. Juni 1999 um 10.00h wurde die stellv. Präses der GKJTU, Frau Pfrin. Mirahingsih, nach schwerer Krankheit heimgerufen. Am 2.6. wurde sie unter großer Anteilnahme aus allen Gemeinden der GKJTU (und während einer Großkundgebung der "(streitbaren) Demokratischen Partei Indonesiens" (PDI-P) bestattet. Frau Mirahingsih gehörte zu den Leitfiguren der GKJTU, die entscheidendes geleistet hat sowohl bei den Massentaufen nach 1965, beim Aufbau des Diakonischen Werkes "Yayasan Sion" ("Zionsverein") wie auch beim Neuaufbruch der GKJTU 1984. Von 1967 bis zu ihrem Lebensende gehörte sie ohne Unterbrechung der Kirchenleitung der GKJTU an.

4.  Der Finanzreferent der GKJTU, Pfr. Maharyanu, wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen und konnte seine Aufgaben in Gemeinde und Kirchenleitung wieder aufnehmen, wenn auch mit Einschränkung. (Vgl. Akt. Nachr. Nr. 22, 13.5.1999, Abs. 6).

5.  Der fünfte Schulungskurs der Laienprediger / Evangelisten und der Vikare der GKJTU vom 17.-22.5. ist gut verlaufen. Gerade das Miteinander der Laienprediger und Vikare wurde als sehr harmonisch empfunden.

6.  Der synodale Pfarrkonvent der GKJTU vom 25.-27.5. hat den Pastoren und sonstigen Teilnehmern die Augen geöffnet für das Problem der Homosexualität in Indonesien. Nach Angaben des Homosexuellen-Führers Dede Utomo gibt es in Indonesien zwei Millionen "bekennende Homosexuelle", die Dunkelziffer dürfte ein mehrfaches betragen. Der Pfarrkonvent kam zu dem Ergebnis, daß die Gemeinden die Homosexuellen als Sünder unter Sündern in der Liebe Christi annehmen müssen, um sie in der begleitenden, geduldigen Seelsorge zu einer Sexualität im Sinne der Heiligen Schrift (vgl. Röm. 1,27 u.a.) zu befreien. D.h. auch wenn die homosexuelle Neigung u.U. nicht ganz abgelegt werden kann, so soll die Homosexualität doch zumindest nicht praktiziert werden. Das offizielle Ergebnis des Pfarrkonventes zu diesen und anderen Fragen wird in diesen Wochen formuliert und für die Partner der GKJTU übersetzt.

7.  Wir beten weiter für den Orientierungstag der (angehenden) Theologiestudenten am 12./13.6. (Vgl. Akt. Nachr. Nr. 22, 13.5.1999, Abs. 4).

8.  Vom 24.-26.6. tagt die "Kleine Synode" (Sidang Majelis Perwakilan Lengkap - MPL) der GKJTU. Dabei sollen die Beschlüsse der Generalsynode vom letzten Jahr praktisch umgesetzt werden (Vgl. den Bericht "Reformatorische Kirche in einem reformierten Indonesien . 25. Generalsynode der GKJTU"). Außerdem steht die Aufnahme der Gemeinde Pajang bei Solo auf der Tagesordnung. (Vgl. Akt. Nachr. Nr. 22, 13.5.1999, Abs. 9).

9.  Die Gemeinde Puyang im Kirchenkreis Salatiga geht durch schwierige Zeiten. Da die Gemeinde etwas abseits liegt, hatte sie von je her Schwierigkeiten, an den Programmen des Kirchenkreises und der Synode teilzunehmen. Einige junge Leute sind nun in der Stadt mit charismatischen Gruppen in Berührung gekommen und haben eine charismatische Gruppe in Puyang gegründet, die sich von der Gemeinde abspalten will. Auch finanzielle Anreize spielen dabei eine Rolle. Wir beten um Weisheit für den Vikar Suyatno, für die Kirchenältesten und die Verantwortlichen in Kirchenkreis und Synode.

10.  Bei Pia Desideria wurde ein "Lungenfleck" festgestellt und wird jetzt medikamentös behandelt. In Indonesien haben 80-90% aller Kinder einen solchen  "Lungenfleck". Wenn man nicht aufpaßt, kann daraus eine offene Tuberkulose werden. Wir begleiten die Behandlung in der Fürbitte.

11.  Auf Wunsch der Neukirchener Mission haben wir ein Interview über unsere Arbeit gegeben, dessen erster Teil leicht gekürzt in der neuesten Nummer des Missionsboten aus Neukirchen bereits veröffentlicht wurde. Der volle Wortlaut des Interviews kann unter http://www.angelfire.com/id/javainfo/intervw.html eingesehen werden.
 

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