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Aktuelle Nachrichten aus Java No. 22, Stand: 13.05.1999

1.  Am 20.5. beginnt in Indonesien offiziell der Wahlkampf, am 7. Juni sollen dann die Parlamentswahlen stattfinden. Man rechnet mit einem Kopf-an-Kopf Rennen zwischen den Parteien der Reformbewegung, den fundamentalistischen Muslimen und den Parteien, die im Grunde den Status Quo des alten Regimes aufrechterhalten wollen. Dabei wird befuerchtet, dass die Parlamentswahlen doch nicht fair verlaufen bzw. dass manche Parteien ihre Finanzpolster aus der Vergangenheit (vgl. PDS) nutzen, um die kleineren Parteien oder Waehler zu bestechen.
 Terroristen / Provokateure mit unklaren Zielen und Hintergruenden stiften im ganzen Land Unruhe, um die Parlamentswahlen zu verhindern (vgl. Akt. Nachr. Nr. 19, 23.2.1999, Abs. 3). Vor allem religioese Einrichtungen (Kirchen, christliche Schulen und Moscheen) sind Zielscheibe ihrer Angriffe; ausserdem versuchen sie, die politischen Parteien zu gewaltaetigen Auseinandersetzungen zu reizen (auch schon in Semarang und Ambarawa geschehen, nicht weit von Salatiga). Vor allem zwischen den Parteien des alten Regimes und den neu gegruendeten Parteien kommt es immer wieder zu Zusammenstoessen. Manche vermuten den abgesetzten Praesidenten Suharto hinter diesen Anschlaegen -  zumal Suharto schon offen erklaert hat, er werde zumindest eine Praesidentschaft des Oppositionspolitikers Amien Rais mit allen Mitteln verhindern. Vor, waehrend und nach den Wahlen werden daher groessere Unruhen befuerchtet. Alle allgemeinbildenden Schulen und viele Hochschulen haben deshalb ihre Abschlusspruefungen vorverlegt und machen ab dem 20.5. Ferien, viele Auslaender und Chinesen verlassen das Land. Christian wird bis zum Ende des Semesters (Mitte Juni) weiter an der Theol. Hochschule Abdiel unterrichten. Wir beten um Bewahrung und Frieden im Land, sowie dass sich am 7. Juni und danach die Reformbewegung durchsetzen kann.

2.  Vom 17.-22.5. treffen sich die Laienprediger / Evangelisten der GKJTU zu ihrem fuenften Schulungskurs. Pfr. Sarju wird das Fach "Missionarischer Gemeindeaufbau" unterrichten, Christian G. "Theologie des Neuen Testamentes - Teil II". An dem Unterricht ueber "Missionarischen Gemeindeaufbau" werden diesmal auch die Vikare teilnehmen, da dieses Fach an den Theologischen Hochschulen und Fakultaeten zu wenig Beachtung findet. Wir begleiten den Kurs in der Fuerbitte.

3.  Vom 25.-27.5. folgt dann der synodale Pfarrkonvent der GKJTU. Diskutiert wird das Papier der Rheinischen Landessynode zu den Fragen Segnung Homosexueller, Ehe ohne Trauschein etc. (Titel: "Sexualitaet und Lebensformen sowie Trauung und Segnung" - vgl. Akt. Nachr. Nr. 21, 15.4.1999, Abs. 7), weitere Themen des Pfarrkonventes sind die Rolle der Jugend in der Kirche, "Das Qualifikations-Profil eines Pastoren der GKJTU an der Schwelle zum 3. Jahrtausend" sowie die aktuelle politische Lage. Fuer dieses Treffen der Pastoren wollen wir ebenfalls beten.

4.  Gymnasiasten, die sich fuer das Theologiestudium interessieren, sowie die Theologiestudenten der GKJTU sind fuer den 12./13.6. zu einem Orientierungstag der Ausbildungsabteilung LPPPK 'Sabda Mulya' eingeladen. Es wird immer mehr zum Problem, dass viel mehr junge Leute Theologie studieren wollen als die GKJTU Pastoren beschaeftigen kann. Mitunter ist auch die Hoffnung auf ein Stipendium ein wichtiges Motiv, Theologie zu studieren. Wir beten, dass der Orientierungstag hier Klarheit schaffen kann.

5.  Bei der stellvertretenden Praeses der GKJTU, Frau Pfrin. Mirahingsih, wurde ein boesartiger Lungentumor im Endstadium festgestellt (vgl. Akt. Nachr. Nr. 21, 15.4.1999, Abs. 4). Der Arzt des roem.-kath. Krankenhauses von Semarang hat ihr gesagt: "Wir koennen nichts mehr fuer sie tun. Sie koennen nur beten und darauf warten, dass der Herr Jesus entweder ein Wunder tut oder Sie bald heimholt. Menschlich gesehen kann es sich nur noch um ein paar Wochen handeln."

6.  Der Finanzreferent der GKJTU, Pfr. Maharyanu, hatte am Sonntag, den 9.5. einen Motorradunfall und liegt im Krankenhaus. Er hat sich zwei Rippen gebrochen, was wohl eine laengere Behandlung noetig macht. So sind jetzt zwei Mitglieder der Kirchenleitung (MPH) nicht arbeitsfaehig. Frau Maharyanu hatte sich gerade erst von ihrem Verkehrsunfall vom 16.3.1996 erholt. Wir beten sowohl fuer die beiden Kranken und ihre Familien wie auch fuer die weitere Arbeit der Kirchenleitung.

7.  Schon Ende 1995 wurde im Kirchenkreis / Kirchenbezirk Semarang eine neue Kirchenkreisleitung gewaehlt. Bis heute hat diese aber noch nicht wirklich effektiv arbeiten koennen. Die Kirchenkreisleitung von Semarang soll deshalb neu belebt werden, moeglichst noch vor den Parlamentswahlen.

8.  Die Abspaltung der Gemeinde Gares im Kirchenkreis Bojonegoro (vgl. Akt. Nachr. Nr. 20, 13.3.1999, Abs. 2) laesst sich wohl kaum mehr verhindern, nachdem der Prediger Mukaya dort planmaessig die Abspaltung betreibt und die Gemeinde an eine Pfingstkirche anschliessen will. Auch in dem benachbarten Kedungadem (vgl. Akt. Nachr. Nr. 18, 23.1.1999, Abs. 4) will er eine Zweiggemeinde gruenden, um auch dort Gemeindeglieder der GKJTU zur Abspaltung zu bewegen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Prediger Mukaya Sohn des GKJTU-Predigers Tarsimin von Kedungadem ist. Wir beten um Weisheit fuer die Kirchen- und Gemeindeleitung wie auch fuer die Praktikanten Victor und Amin Uripno.

9.  Die Gemeinde Pajang (2km von Solo) der Javanischen Christlichen Kirchen (GKJ) hatte manche Noete mit der Kirchenleitung der GKJ. Die Gemeindeleitung hat sich daher schon seit drei Jahren ueberlegt, sich an die GKJTU anzuschliessen. Am 20.4.1999 hat sich die Gemeinde offiziell als Gemeinde der GKJTU proklamiert. Wir beten um Weisheit fuer die Kirchenleitung der GKJTU, mit diesem Uebertritt recht umzugehen, und dass dieser Vorfall nicht das Verhaeltnis zwischen der GKJ und der GKJTU truebt.

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