1. Die Wirtschaftsmisere hat auch Auswirkungen auf das
geistliche Leben der Gemeinden: Einige Gemeindeglieder der GKJTU sind zu
Pfingstkirchen uebergewechselt, nur weil sie von diesen ein paar Paeckchen
Fertignudeln (Supermi - ca. 0,20 DM/Paeckchen) geschenkt bekommen haben;
die Pfingstkirchen werden von reichen Chinesen gesponsert. Wir beten fuer
alle Pastoren und Laienprediger um viel seelsorgerliche Weisheit in dieser
Situation. Weiter beten wir, dass der Katastrophenfond die schlimmste Not
lindern kann.
2. Die Frauenabteilung der GKJTU haelt von Januar bis April 1999 in verschiedenen Gemeinden Seminare unter dem Thema "Die Rolle der Frau im Leben von Volk und Staat"; durch diese Seminar sollen die Gemeindeglieder auf die Wahlen am 7. Juni vorbereitet werden. Das dies nach 32 Jahren die ersten Wahlen mit Mehrparteiensystem sind, sind viele Gemeindeglieder verunsichert, welche von den 48 Parteien sie waehlen sollen. Auch die April-Ausgabe der Frauenzeitschrift soll unter dem Thema stehen: "Die Gemeinschaft der christlichen Frauen und die Einheit der Republik Indonesien vor den Parlamentswahlen 1999". Bei diesen Aufgaben begleiten wir die Sekretaerin der Frauenabteilung Frau Sumarsih und die Redaktionssekretaerin Pebri G. in unserer Fuerbitte.
3. Die Bibliothek des Ausbildungsinstitutes LPPPK "Sabda Mulya" wurde am 18.3. feierlich eingeweiht. Bilder von der Einweihungsfeier sind unter http://personal.salatiga.indo.net.id/~gossweil/phperpus.htm im Internet einzusehen. Wir beten weiterhin, dass die Bibliothek durch diese Einweihungsfeier in den Gemeinden bekannt und genutzt wird.
4. Der Gesundheitszustand von Frau Mirahingsih braucht wieder besondere Fuerbitte (vgl. Akt. Gebetsanl. Java, 1.4.1997). In ihrer Lunge und in ihrem Harnleiter wuchert ein Pilz, hinzu kommen weitere Komplikationen. Am 16.4. muss sie ins Krankenhaus.
5. Die Laienprediger / Evangelisten der GKJTU bemuehen sich weiterhin, das Gelernte aus dem letzten Kurs ueber Evangelisation in die Tat umzusetzen (vgl. Akt. Nachr. Nr. 20, 13.3.1999, Abs. 3). So z.B. der Prediger (und Schreiner) Parmin Kus mit seiner Zweiggemeinde Krangkang (Gemeinde Ngawen, Kirchenkreis Blora). Die jungen, dynamischen Gemeindeglieder sind ueber sieben verschiedene Doerfer verstreut. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, dass in jedem dieser Doerfer eine eigene Gemeinde entsteht. Zu diesem Zweck haben sie ein kleines oertliches Evangelisationskomittee gegruendet, das von Juli bis Dezember 1999 zehn Gemeindeglieder in Evangelisaation schulen will. Der synodale Prediger-Kurs der GKJTU ueber Evangelisation soll vom 17.-23.5. fortgesetzt werden; beim naechsten Kurs sollen auch die Vikare der GKJTU mit eingeladen werden. Wir begleiten diese Programme in unserer Fuerbitte.
6. Die christliche Mittelschule (SMP/SLTP) der GKJTU in Getasan hat ihre staatliche Anerkennung / Gleichstellung mit den staatlichen Schulen beantragt (vgl. zuletzt Akt. Nachr. Nr. 11, 20.8.1998, Abs. 3). Der Eindruck der Inspektoren war recht gut. Vor allem waren sie beeindruckt, dass die Schule im Unterschied zu anderen (auch christlichen!) Privatschulen nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, sondern den Schuelern sogar Zuschuesse zum Schulgeld gibt. Aber auch qualitativ nimmt die Schule den zweiten Rang unter den Schulen der Region ein. Nun beten wir um eine faire Entscheidung der Inspektoren.
7. Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am 12.1.1999 ein neues Papier zu den Themen Segnung Homosexueller, Ehe ohne Trauschein etc. verabschiedet (Titel: "Sexualitaet und Lebensformen sowie Trauung und Segnung") und bittet nun auch die ueberseeischen Partnerkirchen (einschliesslich der GKJTU) um eine Stellungnahme. Pebri G. soll das Papier zu diesem Zweck erst einmal ins Indonesische uebersetzen. Die GKJTU wird dann eine Konsulatation mit allen ihren Pastoren sowie mit theologischen, medizinischen und psychologischen Fachleuten abhalten. Wir begleiten die Uebersetzung und vor allem die Diskussion in der GKJTU und den anderen Partnerkirchen in unserer Fuerbitte.
8. Am 11. April haben die Kinder vom Kindergottesdienst der Gemeinde Salatiga Ostern im Eisenbahnmuseum von Ambarawa gefeiert. Ueber 100 Kindern (teilweise mit ihren Eltern) haben daran teilgenommen, auch aus nichtchristlichen Famlien. Da Pia Desideria seit Anfang dieses Jahres regelmaessig den Kindergottesdienst besucht und ihr zweiter Geburtstag genau auf diesen Tag fiel, freute sie sich sehr, dass ihr Geburtstag gleich mit gefeiert wurde. Auch sonst hat sie Ostern recht interessiert mitgefeiert und stellt uns mit ihren Fragen vor Herausforderungen, z.B.: "Gusti Yesus disalib sapa?" ("Wer hat den Herrn Jesus gekreuzigt?"). Bilder von Pia Desideria sind im Internet anzusehen unter http://personal.salatiga.indo.net.id/~gossweil/phpia3.htm, ebenso ein neueres Familienphoto von " ’s Gossweilers" unter http://personal.salatiga.indo.net.id/~gossweil/phfam3.htm.
9. Die Theol. Hochschule Abdiel bemueht sich intensiv, im Jahr 2000 ein Magisterprogramm (S2) in Theologie zu eroeffnen. Auch einige Pastoren der GKJTU hoffen, sich ueber dieses Programm weiterzubilden. Christian G. gehoert zum Vorbereitungsausschuss dieses Magisterprogramms von Abdiel. Wir beten, dass das Programm von Anfang an eine gute geistlich-theologische Ausrichtung bekommt und dann auch die geeigneten Dozenten gefunden werden. Die naechste Sitzung des Vorbereitungsausschusses wird am 19.4. stattfinden.
10. Das Faxgeraet von Familie Gossweiler ist inzwischen wieder 24 Stunden rund um die Uhr empfangsbereit, das Fax der GKJTU ist ebenfalls wieder in Ordnung (vgl. Akt. Nachr. Nr. 20, 13.3.1999, Abs. 8). Auch die Homepage http://personal.salatiga.indo.net.id/~gossweil bringen wir in diesen Tagen auf Vordermann.
Anm.: Die "Akt. Nachrichten aus Java" sprechen wir stets mit dem
Generalsekr. der GKJTU, Pfr. Yohanes Sarju, ab, damit sie auch wirklich
die GKJTU angemessen darstellen. Ausserdem ist auf diese Weise gewaehrleistet,
dass wir gerade bei politischen Aussagen die noetige Vorsicht und Zurueckhaltung
walten lassen. Da dies den Lesern inzwischen hinreichend bekannt ist, werden
wir kuenftig den Untertitel "zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler,
in Absprache mit Generalsekretaer Pfr. Yohanes Sarju" weglassen.