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Aktuelle Nachrichten aus Java No. 20/98, Stand: 13.03.1999
   (zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler,
in Absprache mit Generalsekretaer Pfr. Yohanes Sarju)
 
1.  Die Auseinandersetzung zwischen einheimischen, christlichen Ambonesen und muslimischen Zuwanderern (vor allem Javanen und Buginesen) auf den Molukken (Hauptstadt: Ambon) drohen landesweit zu eskalieren. Muslimische Studenten in Jakarta, Bandung (Westjava) und in Banjarmasin (Kalimantan) demonstrierten Solidaritaet und riefen einen "Heiligen Krieg" (Jihad) gegen die Christen aus. Abdurrahman Wahid (genannt "Gus Dur" - der Vorsitzende der mitgliederstarken islamischen Organisation "Nahdatul Ulama" und der "Partei der Auferstehung des Volkes" / Partai Kebangkitan Bangsa / PKB) meinte dazu: "Das ist nur eine fanatische Minderheit. Die meisten indonesischen Muslime wollen in Frieden und Harmonie leben. ‘Nahdatul Ulama’ lehnt solche Gedanken eines ‘Jihad’ strikt ab." Zutreffend ist sicher auch die Analyse des australischen Indonesien-Kenners Ben Anderson: "Dieser Konflikt hat wenig mit Religion zu tun, sondern ist nur eine Reaktion der einheimischen Molukker / Ambonesen gegen eine Ueberfremdung / Javanisierung ihrer Insel - genau wie die Konflikte in Ost-Timor, Irian Jaya, Kalimantan, Zentral-Sulawesi und im Aceh Gebiet (Nord-Sumatra). Letztlich sind die Politiker fuer diese Spannungen verantwortlich." Dennoch ist zu befuerchten, dass Fanatiker diesen Konflikt ausnutzen. Deshalb braucht das indonesische Volk umso mehr unserer Fuerbitte.

2.  Bisher hatten wir immer berichtet, dass keine der Kirchen der GKJTU von den Ausschreitungen in den letzten drei Jahren direkt betroffen war. Erst jetzt haben wir erfahren, dass der Versammlungsraum der GKJTU Gemeinde Gares schon 1996 niedergebrannt wurde; auch die Kirche von Balen (beide Kirchenkreis Bojonegoro) wurde vor einiger Zeit mit Steinen beworfen. Nur hatte der zustaendige Pastor und andere Verantwortliche diese und andere Nachrichten nicht an den Kirchenkreis und an die Synode weitergeleitet. Die Gemeinde Gares ist sehr veraergert, dass der Kirchenkreis und die Synode sich so wenig um ihre Noete kuemmern und will sich deshalb von der GKJTU trennen. Praeses Krisno Yuwono, der die Gemeinde Gares selbst vor 30 Jahren gegruendet hat, versucht nun, die Wunden zu heilen. Auch die Gemeinden Kedungadem (vgl. Akt. Nachrichten Nr. 18, 23.1.1999, Abs. 4), Mojoranu (vgl. "Akt. Nachr." vom 15.12.1997) und Sugihwaras im Kirchenkreis Bojonegoro brauchen weiterhin unsere Fuerbitte.

3.  Waehrend des vierten Schulungskurses der Laienprediger / Evangelisten der GKJTU am 1.-6.3. (vgl. Akt. Nachrichten Nr. 19, 23.2.1999, Abs. 6) wurde immer wieder die Frage diskutiert, wie die Christen in der jetzigen gesellschaftlichen Situation das Reich Gottes und die Koenigsherrschaft Christi in Wort und Tat bezeugen koennen. Als Hausaufgabe sollen die Prediger ein Evangelisationsprogramm fuer ihre Gemeinde erstellen und einen Aufsatz ueber die Politische Ethik im Neuen Testament erstellen. Wir beten, dass dadurch das Gelernte vertieft und in die Praxis umgesetzt werden kann.

4.  Die abgelegene Gemeinde Bomo-Pamongan (Kirchenkreis Purwodadi), die bisher von einem Laienprediger namens Sukarman geleitet wird, hatte sich sehr gefreut, im letzten Jahr einen Vikar namens Widhi Hidayat zu bekommen. Leider hat sich der Vikar mit seiner Familie dort nicht wohlgefuehlt und die Gemeinde wieder verlassen. Wir beten fuer Fam. Widhi Hidayat, die Gemeinde Bomo-Pamongan und den Sohn des Predigers (Claudius), der z.Zt. an der Theol. Hochschule Abdiel studiert.

5.  Vom 14.-17.3. treffen sich die Ausbildungsabteilungen aller Mitgliedskirchen des Nationalen Kirchenrates (PGI) in Bogor (Westjava) zu ihrer Jahrestagung. Das Ausbildungsinstitut LPPPK GKJTU "Sabda Mulya" wird von Heru Purwanta, Pfr. Sahirun Yahya und Dr. Christian G. vertreten sein. Wir beten fuer eine ertragreiche Tagung.

6.  Nachdem die Bibliothek der GKJTU am 1.1.1999 eroeffnet wurde, soll sie am 18.3. mit Vertretern aus allen Gemeinden feierlich eingeweiht werden. Wir beten, dass die Bibliothek durch diese Einweihungsfeier in den Gemeinden bekannt und genutzt wird.

7.  Der "Rat der Javanischsprachigen Kirchen" (Badan Musyawarah Gereja-gereja berbahasa Jawa - BMGJ) geht in den letzten Jahren durch eine gewisse Identitaetskrise, eine Mitgliedskirche ist bereits ausgetreten, eine andere hat sich gespalten. Nun verbleiben nur die GKJTU, die GKJ (Javanische Christliche Kirche) und die GKJW (Christliche Kirche von Ostjava). Deshalb wird der BMGJ am 23.-24.3. zu einer ausserordentlichen Vollversammlung in Salatiga in den Raeumlichkeiten der GKJTU zusammentreffen. Wir beten, dass der BMGJ bei dieser Vollversammlung wieder eine neue Orientierung gewinnt.

8.  Die GKJTU und die Theol. Hochschule Abdiel sind nun auch ueber e-mail zu erreichen:
 GKJTU:   gkjtu@indo.net.id
 Abdiel:     abdiel_stt@hotmail.com
 Das Faxgeraet von Fam. Gossweiler wird in den naechsten Wochen repariert; auch das Faxgeraet der GKJTU scheint z.Zt. nicht voll funktionstuechtig zu sein. Faxe koennen jedoch (hoffentlich!) wie gewohnt unter 0062-298-27241 (ueber Modem) empfangen werden, allerdings nur zwischen 01.00-15.00h MEZ.
Die "Akt. Nachrichten aus Java" (und andere e-mail) werden jetzt ueber den Mail-Server "IndosatNet" verschickt; daraus sollten sich aber fuer die Bezieher keine spuerbaren Veraenderungen ergeben.