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Aktuelle Nachrichten aus Java No. 10/98, Stand: 6.6.1998
   (zusammengestellt von Ch. & K.P.N. Gossweiler,
in Absprache mit Generalsekretaer Pfr. Yohanes Sarju)

1.  Wir freuen uns ueber den Fortgang der politischen Reformen in Indonesien: Politische Gefangene werden freigelassen, freie Gewerkschaften zugelassen, Pressefreiheit eingeraeumt, fuer 1999 sind Neuwahlen im Mehrparteiensystem versprochen und viele Verwandte von Ex-Praesident Suharto und von Praesident Habibie haben ihre Posten freiwillig geraeumt. Ueber was man bisher nur hinter vorgehaltener Hand tuscheln konnte, kann nun ganz offen diskutiert werden. Auch den voelkischen Minderheiten (Chinesen) und den religioesen Minderheiten (Christen) sollen nun gleiche Rechte und Freiheiten wie allen anderen Staatsbuergern eingeraeumt werden. Es ist, als ob jemand ploetzlich das Fenster aufgestossen haette, und nun stroemt die frische Luft herein. Wir sind stolz darauf, in diesem entscheidenden Moment der indonesischen Geschichte hier zu sein und die Geburt des "Neuen Indonesien" und der "Reformations-Ordnung" mitzuerleben ("Orde Reformasi", nach der "Alten Ordnung" von Praesident Sukarno 1945-1965 und der "Neuen Ordnung" von Praesident Suharto 1968-1998). Dennoch gibt es Kraefte, die meinen, nun sei genug demonstriert und genug reformiert, nun koenne man sich wieder dem politischen Tagesgeschaeft zuwenden nach Strickmuster des Suharto-Regimes. Ohne "Druck von der Strasse" werden die Reformen sicher bald im Sande verlaufen. Aber auch der Reformbewegung scheint manchmal etwas "die Luft auszugehen". Deshalb braucht die Reformbewegung dringend unsere Fuerbitte.

2.  Weiter sind wir dankbar, dass in Frankfurt endlich ein Umschuldungabkommen zwischen den Glaeubigerbanken und der indonesischen Delegation unter Fuehrung des christlichen Ex-Ministers Radius Prawiro erzielt werden konnte. Auch der IWF erwaegt weitere Hilfsmassnahmen. In Indonesien diskutiert man auch darueber, das Vermoegen der Familie Suharto und ihrer "Wohltaetigkeitsorganisationen" zu verstaatlichen. Man muss sich vor Augen halten, dass das Privatvermoegen von Familie Suharto groesser ist als das Hilfspaket des IWF. Der Oberkomandierende der Streitkraefte, General Wiranto, stellt sich jedoch weiterhin hinter Familie Suharto. Der Kurs des Rupiah ist einstweilen wieder voellig "im Keller". Wir beten um eine baldige wirtschaftliche Erholung.

3.  Das angekuendigte Mehrparteiensystem gaebe den Christen die Moeglichkeit, die fruehere Partai Kristen Indonesia wieder neu zu gruenden. Aber jedem vernuenftig denkenden Menschen muesste klar sein, dass "Religionsparteien" in Indonesien nur die interreligioesen Spannungen verschaerfen wuerden. Wenn die Muslime sich jedoch weiter bemuehen, islamische Parteien zu gruenden, koennte den Christen nichts anderes uebrig bleiben, als nachzuziehen. Ueberhaupt scheinen zur Zeit neue Parteien wie Pilze aus dem Boden zu schiessen. Wir beten um eine gesunde Entwicklung des Mehrparteiensystems und um Weisheit fuer die Christen in dieser Frage.

4.  Die GKJTU hat ein Nothilfeprogramm (zunaechst in einem Gesamtumfang von ca. 2.000DM) gestartet, um den Opfern der Wirtschaftskrise zu helfen. Vor allem soll Arbeitslosen geholfen werden, eine neue Existenz zu gruenden. Eine Projektbeschreibung schicken wir auf Wunsch gerne zu bzw. diese kann unter http://personal.salatiga.indo.net.id/~gossweil/PyNotFnd.htm/ in unserer homepage eingehen werden. Dieses Programm braucht ebenfalls unsere Fuerbitte, vor allem um die Beduerftigsten auszuwaehlen und ihnen wirkungsvoll zu helfen.

5.  Wir danken Gott fuer den gesegneten Verlauf des Pfarrkonventes der GKJTU am 27.-29.5. Die Vortraege und Bibelarbeiten haben geholfen, die politischen Entwicklungen im Lichte des Evangeliums zu sehen und den Gemeinden Wegweisung zu geben. Das Nothilfeprogramm wurde in diesem Rahmen ebenfalls vorgesteltt. Fuer die bevorstehende Synode im Juli konnte wertvolle Anregungen gesammelt werden.

6.  Die Studenten der STT Abdiel haben am vergangenen Donnerstag, den 4.6., zusammen mit den Studenten der islamischen UNDARIS-Universitaet gegen die Korruption im staedtischen Wasserwerk von Ungaran demonstriert. Die Studenten der STT Abdiel leiden jedoch immer wieder darunter, dass ihre Freunde von der UNDARIS-Universitaet kaum zu einem vernuenftigen Dialog mit der Stadtverwaltung bereit sind, sondern mehr auf rohen Druck setzen. Darueberhinaus muessen Studenten und Dozenten immer wieder das richtige Mass finden zwischen einem noch einigermassen geordneten Studium und politischen Aktionen. Wir beten besonders fuer die studentischen Koordinatoren Aries, Cahyo, Suhantoyo und Akhirin.

7.  Wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation wagen sehr wenige Jugendliche, ein Studium zu beginnen. Auch an der STT Abdiel haben sich bisher erst 2-3 Studenten fuer das neue Studienjahr angemeldet. Wir beten, dass Gott die STT Abdiel und auch die anderen Hochschulen gnaedig durch diese schwierige Zeit fuehrt.

8.  Persoenlich sind wir dankbar, dass Christians chronischer Durchfall nach acht Wochen endlich abklingt. Ausserdem sind wir alle drei stark erkaeltet (Husten und Schnupfen). Wir muessen sehen, wie wir noch irgendwie bis zum Ende des Semesters durchhalten, und uns dann im Juli richtig erholen.

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